Donnerstag, 28. Mai 2026
Der KI-Exorzismus
Das KI generierte Foto ist ziemlich lustig.

Szene: bis mir der Wortmacher wieder ins Wort fällt und eine Szene macht wie eine KI in naher Zukunft. Die neue Zukunft und das Zeitnahe. Nicht wirklich neu das Thema. Weil die Zeit hat es nicht so mit den Must-haves. Obschon die auch immer weniger wird in meinem Fall. Die ist auch auf Ozempic, brüllt der Scheißhausdämon, dieser pädophile Leichenfledderer.

In Hamburg ist Prozess:
Im Chat soll der Pastor den 15-Jährigen zur Prostitution ermuntert haben-.
Ein Vater bietet seinen minderjährigen Sohn zum Missbrauch an – und ein Pastor aus Hamburg soll dafür bezahlt haben. Das Landgericht hat den 64-Jährigen nun verurteilt.
Der Weg in menschliche Abgründe führt in den Südosten Hamburgs, in die Marschlandschaft an der Elbe. Vorbei an holzgeschnitzten Schildern, die zu Hofläden führen, und Ständen mit frischen Blumen. Eine Gegend voller Vertrauen. Geld für einen Strauß wirft man in eine Blechbüchse. Haustüren stehen offen.

Wie bei alten Männern das Hosentürl.

Die Große Strafkammer stellte fest, dass der Vater den Missbrauch seines Kindes gefördert und selbst davon profitiert habe, weil er den 15-Jährigen zu den Treffen gefahren und Geld in Empfang genommen habe. 2800 Euro soll der Pastor für »sexuelle Dienste« mit dem Jungen gezahlt haben; für das Zusammentreffen mit der trans Frau habe der Diener Gottes demnach 1000 Euro draufgelegt. Quelle: SPIEGEL 23/2026

Bei einer trans Frau haben die drei Musketiere der Niedertracht auch vorbeigeguckt. Er habe nicht gewusst, so sagte es der Sohn aus, dass es sich bei der Frau um eine als Mann geborene Person gehandelt habe. Während der Pastor angeblich zusah, wie der Junge mit der trans Frau Geschlechtsverkehr hatte, wartete der Vater in einem anderen Zimmer.

Woraufhin ich mich über die Insel radelnd fragte. Was hat der Zuhälter-Daddy derweil getan im Nebenzimmer? Hat er „Candy Crush“ gespielt oder neue Geschäftsfelder erkundet für seinen Sohn? Schwer zu sagen von der Donauinsel aus. Wie gehabt den eigenen Unzulänglichkeiten davon radelnd. Auf und davon - wo die kanna finden kann. Zeitnah.

Was wird uns die Zukunft bringen. Laut einem Artikel in der "New York Times" sind wir in Europa total im Arsch. Deutschland natürlich auch. Vor allem Deutschland. Technologisch schwer im Hintertreffen und das billige Russengas ist auch Geschichte. Die aber trotzdem erzählt wird oder geschrieben. Sehr wahrscheinlich von der AfD. Weswegen es im Berlin, im politischen Betrieb zugeht wie in einem Hühnerhaufen, weil vorm Stall der Fuchs sitzt und zuwartet. Bis zur Landtagswahl in Sachen-Anhalt. Da wird ein Erdrutschsieg der AfD prognostiziert. Jetzt geht die Angst um? Die Brandmauer. In Deutschland brennt es doch eh schon lichterloh im Staatsgefüge. Ist doch alles nur noch eine große (unfinanzierbare) Lüge. Wie in Österreich. Wir sind so gut wie pleite. Der überdehnte Sozialstaat, der wegen dem Ausbleiben zahlungskräftiger Nachwuchsneider auf der Klippe steht. Nicht auf der Klippe. Der Kippe. Und schon denke ich an einen Tschik. Und da an eine Packung Smart Export - VALIE.

Nur davon ist in diesem Text nichts zu spüren. Der ist als Komödie angelegt und nicht als Tragödie. Wie dein Leben, setzt der Wortmacher meinen Gedanken fort. Was ja wiederum eine Tragödie ist befindet der Deichgraf. Das es bei dir nur zur Komödie langt. Du Bild von einem Mann. ©️Die Bildmacherin.Der Text ist absichtlich so gestaltet, dass ihn keiner lesen kann. Endlos abschweifend. Aber passt schon. Ich habe noch nie entsprochen. Mit einer eigenen Klima-Komödie in der KI-Komödie. Unlesbar. Nicht einmal dann zum Lesen geeignet, wenn man sich wirklich Mühe gibt, mich zu verstehen. Ich habe zum Goadfather in dieser Sache noch nie gesagt: „Versuch mich wenigstens zu verstehen.“ So ein Verhältnis haben wir nicht, das wäre vergeudete Energie. Ich weiß auch so, dass er mich nicht versteht. Also versuche ich nur über Dinge zu sprechen, bei denen wir nicht sofort aneinander vorbeireden. Das geht? Ja. Wie geht’s dir? Was sagst du zu der Floskel: „Das Alter ist ein Geschenk“? Wie ist das Wetter? Was macht dein Erstsohn und seine Familie? Und was ist mit dir? Was soll mit mir sein? Ich komme wieder von der Donauinsel. Das ist alles, was er dich fragt? Ja.

Lesezeit ca 40 Minuten. Sagt die KI.

(Das Handy liegt auf dem Tisch und blinkt fröhlich abwechselnd pink und blau).

Erzähler: Wir wollen hier ja auch keine Fragen nach dem Verhältnis der Geschlechter stellen, sondern eine befriedigende Antwort auf die Frage geben, du Nehmer-Existenz, die die Antwort schuldig bleiben muss – wie es sehr oft in der Kunst der Fall ist. Wenn Künstler:innen gefragt werden, welche moralische Lehre oder klare Botschaft das Publikum aus ihrem Werk ziehen soll, antworten sie oft fast schon rituell: ‚Ich möchte mit meiner Kunst keine Antworten geben, sondern nur Fragen stellen.‘ Wie kleine Kinder die auch so gerne Fragen stellen. Warum haben Menschen verschiedene Hautfarben.

Warum kann ich nicht alle Menschen verstehen? Gute Frage. Die stelle ich mir seit vielen Jahren. Wo war ich, bevor ich geboren wurde? Warum hat „Der Schizophrenist“ bis heute noch nix gelernt. Warum fällt der Mond nicht vom Himmel? Weil dem in Kärnten einst die Sonne zuvorgekommen ist. Wo ist das Gestern hin? Wenn alle Fische im Meer gleichzeitig Durst haben, warum trinken sie dann das Meer nicht irgendwann leer wie eine Flasche Cola? Nicht Cola. Was gesundes natürlich. Ein Ingwer-Dingsbums-Drink.

Wenn der Mond nachts wach ist, schläft dann die Sonne im Bett oder auf der Couch?Kann mein Schatten auch mal schneller als ich rennen? Wenn ich meinen Namen vergesse, bin ich dann jemand anderer? Das ist eine wirklich gute Frage. Wenn ich eine Frage vergesse, weiß die Frage dann, dass sie fehlt? Die Kunst stellt nur Fragen. Siehe die Milo Rau /Wiener Festwochen. Sobald es eng wird (Einladungen Currentzis/Star-Dirigent / irgendwie Russisch / Tech-Vordenker Peter Thiel) bleibt er eine Antwort schuldig.

Kein Wunder, dass Kunst nicht wirklich ernst genommen wird, wie in der guten alten Zeit noch der gute alte Jimmy. Der noch zum 🏳️‍🌈 ging und als Jasmin zurückkehrte von dem Abenteuer. Jasmin, wie einst die Revolution, als der arabische Frühling begann, der dann in eine neue Eiszeit mündete. Und als man sich dachte: Na ja, der arabische Raum, reimt sich auf kaum - Freiheit - und echte politische Teilhabe, überfielen die USA & Israel, diese diabolischen Zwillinge, Iran, wie einst die Nationalsozialisten & Russland Polen. Nur a Schmäh.

Was ist jetzt mit dem humanitären Völkerrecht? Was soll damit sein. Das hat seinen Anspruch auch durchgesetzt zu werden, merklich zurückgeschraubt, wie die USA & viele EU-Staaten ihre Entwicklungshilfe.

Seit den massiven US‑Kürzungen 2025 zieht sich die internationale Gemeinschaft spürbar aus der humanitären Hilfe zurück: Die USA strichen 83 % ihrer USAID‑Programme, weltweit fielen die Mittel laut FTS von rund 23,97 Mrd. € auf 7,34 Mrd. €, und auch europäische Staaten verlagern Gelder zunehmend in innenpolitische Projekte oder nahe Krisen wie die Ukraine; Deutschland senkte sein Budget auf 10,06 Mrd. € (–251 Mio. € seit 2025, fast –20 % seit 2023), Schweden kürzt über 930 Mio. € in Afrika zugunsten der Ukraine, und selbst große internationale Organisationen wie UNHCR und WFP müssen 2026 mit weniger auskommen.

Was sind die Folgen? Fragt ein Erwachsener. Warum hilft denen keiner? Würde ein Kind fragen.

Da Organisationen wie das WFP und das UNHCR gezwungen sind, lebensrettende Rationen und die medizinische Basisversorgung in ohnehin fragilen Regionen drastisch zu kappen, drohen akute Hungersnöte, Cholera-Ausbrüche und der Kollaps ganzer Flüchtlingslager. Das dadurch entstehende Machtvakuum im Globalen Süden wird zunehmend von extremistischen Gruppen oder geopolitischen Akteuren wie China und Russland besetzt, während die Perspektivlosigkeit vor Ort unweigerlich neue, unkontrollierbare Fluchtbewegungen auslöst. Am Ende zeigt sich, dass der vermeintliche Sparkurs der westlichen Staaten die globalen Krisen nicht löst, sondern sie nur verzögert und in Form von Instabilität und Migrationsdruck direkt vor die eigenen Haustüren.

Eben gab es im Kongo einen Ausbruch von Ebola. Ja und? Ebola bricht im Kongo doch andauernd aus. Nicht sehr wahrscheinlich das eine Person die mit Ebola - der Lenz ist schon wieder da - infiziert in einem Flieger springt und in Wien/Schwechat landet. Der/die/das wird eh umgehend in ein Erstaufnahmezentrum überwiesen. Die EU-Mitglieder haben sich geeinigt. Jetzt gibt es Erstaufnahmezentren außerhalb der EU.

Return-Hubs in Drittstaaten.
Künftig können Migranten, die straffällig geworden sind oder denen kein Aufenthaltstitel als Asylberechtigte oder als subsidiär Schutzberechtigte erteilt wurde, in solche Lager außerhalb der EU gebracht werden, wo sie auf ihre Weiterreise in ihre Heimat warten müssen. Damit soll das Untertauchen von Personen mit Abschiebebescheid in der EU verhindert und ein Signal gesetzt werden, dass die europäischen Staaten jeglichen illegalen Aufenthalt nicht mehr tolerieren. Es ist aber nicht – wie einst angedacht – vorgesehen, dass Asylwerber ihr Verfahren in solchen Return-Hubs abwarten müssen. Die Zentren dienen vor allem für jene Gruppe an Migranten, die bereits einen Abschiebebescheid erhalten hat, aber vorerst nicht in ihre Heimat überstellt werden kann. Unbegleitete Minderjährige sollen den neuen Regelungen nach nicht in solche Lager gebracht werden können, Familien mit Kindern allerdings schon.

Die neuen Rückführungsregeln sehen außerdem bei mangelnder Kooperation der betroffenen Personen Inhaftierung und Strafen vor, ​darunter Einreiseverbote und Geldstrafen. Die Behörden können zudem auch Besitztümer beschlagnahmen, biometrische Daten mit Zwang erheben und Wohnungen, in denen illegale Migranten vermutet werden, durchsuchen. Andererseits wird es mehr Unterstützung zur freiwillige Rückreisen geben. Quelle: Die "Presse"

Wonach werden die Behörden in Wohnungen suchen, die im Verdacht stehen, nicht ganz legal zu sein? Na, nach der der Menschlichkeit. Was sonst? Wer was das. Das ist nicht lustig.

Einst kam auf der U‑96 das Kulturelle zu kurz. Heute ist es die Menschlichkeit. Da kam es auch zu einer Überdehnung. Das Boot ist gefühlt längst voll. Wird die Tragfähigkeit überschritten, entsteht Überlast, Instabilität und Funktionsverlust. Ein Teil des strukturellen Problems liegt darin, dass die Genfer Flüchtlingskonvention keine nationalen Obergrenzen kennt – sie definiert individuelle Schutzrechte, aber keine Kapazitätslogik für Staaten. Individuelles Recht statt Kontingent: Die GFK (von 1951) basiert auf dem Prinzip, dass jeder Mensch, der die Kriterien für Flüchtlingseigenschaft erfüllt (Verfolgung aufgrund von Rasse, Religion, Nationalität, politischer Überzeugung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten sozialen Gruppe), einen individuellen Anspruch auf Schutz hat.

Aber ist das Boot tatsächlich voll? Ja, wir haben unsere mentalen Aufnahmekapazitäten überschritten. Wir leben in Zeiten multipler Krisen:

Ukrainekrieg | Nahost- & Golfkonflikt | Neue Blockbildung | Inflation & Teuerung | Energiekrise | Wohnungsnot | Fachkräftemangel | Flucht & Migration | Gesellschaftliche Spaltung | Kollektive Erschöpfung | Klimakrise | KI-Umbruch

Der heterosexuelle Mann soll auch in der Krise sein. Ist er das? Angeblich schon. Frauen müssen da emotionale Entwicklungsarbeit leisten. Ich habe dazu Anschauungsmaterial.

Obschon durch die drastischen Kürzungen der USA und europäischer Staaten bei der Entwicklungshilfe weltweit schätzungsweise 350.000 bis 400.000 Arbeitsplätze im NGO- und UN-Sektor verloren gegangen sein sollen. Da die Gelder direkt in die Projektarbeit fließen, trifft dieser Einbruch zu über 90 % die einheimische Bevölkerung in den Krisengebieten: Allein vor Ort haben rund 320.000 bis 360.000 lokale Angestellte – darunter etwa 100.000 Ärzte und Pflegekräfte, 150.000 Logistiker, Fahrer und Wachleute sowie rund 80.000 Lehrer in Flüchtlingslagern – ihre Jobs verloren, während auf die internationalen Zentralen und Expats im Westen etwa 35.000 gestrichene Stellen entfallen.

Woraufhin sich viele dieser einheimischen Fachkräfte, die plötzlich ohne Job und ohne Perspektive dastehen, gezwungen sehen könnten, selbst nach Europa auszuwandern. Sagt wer?

Na dieser Text. Der darauf hinweisen möchte, dass - des - Diese male pes - diese male pumpernes - am Geschlecht - zerfranzen sich die Geister, weil die biologische Geschlechterzugehörigkeit, logischerweise eine Falle ist in die irgendwann eine jede Person gelesen wird. Seit wann wirst du gelesen? Stimmt auch wieder.

Grandios in dieser Sache ist die Spiegel-Journalistin Anja Rützel. Die hat uns bekloppte Männer schon so oft dekonstruiert, und das ziemlich treffend, dass ich jedes Mal lachen muss, wenn ich mir einen Artikel von ihr vorlesen lasse. Die alle unverkennbar im Ton sind. Die Frau macht mit Worten aus einem Testosteron-Trottel ratzfatz ein vegetarisches Gericht, das aber total versalzen ist. Zu Gericht sitzt sie auch über uns Männer von und mit der Stange. Ihr Spezialgebiet: Trash-TV.

„Die beiden Männer heißen Tim und Sebastian, und damit gibt es im deutschen »Bachelor«-Wesen nun offiziell doppelt so viele Sebastiane (vier) wie nicht-weiße Junggesellen (zwei). Tim sagt, für ihn habe es in den letzten vier Jahren außer Arbeit und Sport nichts Bedeutsames gegeben. Auch Sebastian scheint extrem sportzentriert zu leben, denn seine Mutter sagt, es werde Zeit, dass er auch mal eine Frau nach Hause bringe und nicht mehr so viele Medaillen.

Man muss RTL fast dankbar sein für diese neue Ehrlichkeit. Das Format tut erst gar nicht mehr so, als habe es zwei romantisch überqualifizierte, mirakulös unverpaarte Männer ausgegraben, die bislang unverschuldet in Einsamkeit darben. Die Show schickt uns zwei Beziehungspraktikanten, und wären sie mit vergleichbarer Eignung zum Beispiel bei »Deutschland sucht den Superstar« (DSDS) vorstellig geworden, hätte man sie sehr wahrscheinlich schon beim ersten Jury-Vorsingen mit groben Scherzen vom Showhof gejagt.“ Quelle: SPIEGEL 22/2026

Die Typen sind zwei Vollpfosten. Zwei gutaussehende Vollpfosten. In der Funktion als Bachelors tätig.

Vielleicht sind wir damit in einer neuen Ära der formatinternen Selbstabsenkung angekommen. Schon der Umstand, dass man bereits in der dritten Staffel gleich zwei Bachelors zu brauchen glaubt, wirkt eigentümlich desillusioniert. Als reiche das Elend eines einzelnen Mannes dramaturgisch nicht mehr, als müsse man es spiegeln, verdoppeln und in Stereo als ein kleines Doppelporträt männlicher Beziehungsauslagerung ausleuchten.
(Quelle: SPIEGEL 22/2026)

Trotzdem fährt RTL Limousinen voller Frauen vor, als handele es sich bei ihnen um mobile Entwicklungshelferinnen im Abendkleid. Und da Staffelweise. Warum diese Frauen da mitmachen, bleibt in diesem Artikel ein Rätsel. Darüber erfährt man überhaupt nichts. Dekonstruiert werden immer nur wir Deppen. Da ich kein Trash-TV gucke, ich gucke natürlich sehr viel Trash, nur anders, liefert mir dieser Artikel kaum Erkenntnisgewinn, weil er so gut wie nichts über die Beweggründe verrät, warum so viele Frauen überhaupt mitmachen. Was sind ihre Erwartungshaltungen? Worum geht es ihnen? Was versprechen sie sich davon, was suchen sie dort? Diese Fragen bleiben unbeantwortet. Allein betreutes Fühlen wird es ja nicht sein. Opfern sich diese Frauen selbstlos? Darüber wird keine Auskunft gegeben, und man(N) tappt im Dunkeln.

Horst Tappert. Nicht jetzt. Jetzt machen wir nichts mit dem Mitglied der 3. SS-Panzer-Division „Totenkopf“, Eintritt 1943. Hier muss man keinen Eintritt bezahlen, um gelangweilt zu werden. Naja. Selbst wo alles völlig umsonst ist, kostet es Lebenszeit. Liest du deine Texte auch hin und wieder mal durch – einfach nur so? Oder um dir einen Überblick zu verschaffen? Du bist lustig. Vordergründig muss geschrieben werden. Gelesen wird dann von der übernächsten Generation, und zwar eifrig. Nach der Apokalypse. Da werden nur noch 3 % der Menschen Strom haben und auch sonst reichlich Energie. Der Rest der Menschheit wird sich um ein paar Krümel prügeln.

Wie gefährlich ist Peter Thiels Gedankenwelt? Francesca Bria sieht Thiel als einen zentralen Bestandteil der „patriotischen Tech“, einem rechten Netzwerk von US-Tech-Unternehmern, das sich durch die ideologische und finanzielle Unterstützung von Trump und J.D. Vance in den Staatsapparat eingekauft haben soll. Einen Zehn-Milliarden-Dollar-Deal zwischen Palantir und dem Pentagon im Juli 2025 beschrieb Bria als „eine strategische Übergabe zentraler Militärfunktionen an ein privates Unternehmen, dessen Gründer Peter Thiel erklärt hat, dass ‚Freiheit und Demokratie nicht mehr vereinbar sind‘“.

Dazu notierte ich: Der Katechon hält nach traditioneller christlicher Deutung das Erscheinen des Antichristen und damit das Ende der Welt auf. Ich will es nur rechtzeitig aufs Häusl schaffen. Viel weiter hinaus möchte ich nicht mehr. Falls es nach dem „Überfall“ überhaupt noch Toiletten gibt.

Das Szenario geht so: Russland greift Litauen an. Die NATO ist zum Beistand verpflichtet. Russland zerstört daraufhin die herkömmlichen Nachschubrouten der NATO, die beispielsweise von Rotterdam über diverse NATO-Staaten laufen. Die NATO muss also ausweichen. Die naheliegendste Möglichkeit: über das neutrale Österreich, den Brenner-Tunnel, den Karawanken-Tunnel und so weiter. Russland greift nun also auch Österreich an – mit Raketen, Drohnen und eingeschleusten Saboteuren. Tunnel werden zerstört, Straßen, Eisenbahnnetze, Brücken, E-Werke, Kasernen; auch Städte wie Wien, Graz und Linz sind betroffen. Es ist ein Krieg Russlands „in der Tiefe“, wie es im Fachjargon heißt.

Geschildert wird diese Fiktion vom renommierten Militäranalysten Franz-Stefan Gady, der auch das Bundesheer berät, in seinem erschienenen Buch „Überfall“. Das österreichische Bundesheer kommt darin übrigens ganz gut weg. Die Politik, verhaftet im Denken von Neutralität und Pazifismus, hingegen weniger.

Was ist das nun? Ein notwendiger Denkanstoß? Oder schlicht Panikmache? Wieso sollte Russland, das militärisch schon in der Ukraine überfordert zu sein scheint, noch einen Krieg mit halb Europa anzetteln? Nur um die Beistandsbereitschaft der NATO auszutesten? Quelle: Die "Presse"

Ein Asterix-Heftchen wird in dieser Dystopie ein unglaublich teures Rauschgift sein. Nicht Rauschgift – Tauschgut. Aso. Aber das spielt jetzt keine Rolle. Denn hier geht es jetzt zum Rollenspiel, in dem du vor deiner eigenen Wahrheit zurückschreibst. Der Wortmacher. Geh, so ein Blödsinn. Gehst du mir manchmal auf die Nerven.

----_------_--------___----------______-------______------______-

Das Endzeit-Theater

KI (freundlich, aber bestimmt): „Liebes Kind, iss den Stiel vom Apfel. Das ist der Zauberstab vom Apfelkönig. Wer den isst, bekommt Superkräfte.“

Das Kind (kaut artig): „Bald bin ich so stark wie Superwoman und ihr bester Freund, der Ken?“

Erzähler: Der musste sein.

Mutti: „Kim! Grundgütiger. Warum kaust du auf Holz?!“

Das Kind: „Die KI sagt, das ist der gesündeste Teil vom Apfel.“

Mutti (stößt den Vater an): „Vati, sag auch mal was!“

Vati (schüttelt den Kopf): „Besser als den Kern einer Marille.“

Erzähler: Jetzt wird er was mit Blütezeit und Jugend anpassen.

Mutti: „Das ist der falsche Zugang. Du kannst nicht immer den lieben Papi machen, der zu allem Ja und Amen sagt, was das Kind so anstellt, und mir die ganze Erziehungsarbeit überlassen!“

Vati: „Kann ich nicht?“

Mutti: „Nein, kannst du nicht.“

Vati: „1.200 Euro für ein Handy, und unser Kind frisst jetzt reihenweise die Gartenabfälle. Mutti, mach was! Sonst grast sie morgen den Garten ab wie die Schafe auf der Donauinsel.“

Erzähler: Apropos Garten: „Liebes Kind, begrab den Zahn eines Holzrechens im Mindset des Schizophrenen. Der schafft das nicht. Der hat letztes Jahr im Herbst nicht mal den Garten betreten im Haus seiner Kindheit. Der ist auf der Terrasse stehen geblieben und hat keinen Fuß in den Garten gesetzt. So, als ob es einen imaginären Zaun gäbe, der unter Strom stand. Dabei war das der falsche Garten. Und die falsche Zeit und der falsche Augenblick und überhaupt. Wischst du noch immer mit alten Erinnerungsfetzen den alten Fischgrätboden auf in der Wohnung, die dir nicht gehört? Das auch, ja.“

Schon wird es gefährlich für unsere private Erinnerungskultur. Wie ist das jetzt tatsächlich? Das ist ja nicht nur dein Haus, das ist ja auch das Haus von der Um2. Wie denkt die tatsächlich über meinen Besuch? Wie denkt die tatsächlich darüber, wenn ich einen Nachmittag und einen Vormittag eure Terrasse in Beschlag nehme und einen auf verlorenen Sohn mache, der zeitlebens viel zu wenig macht?

Und jetzt kommt das Beste aus diesem Gespräch: „Vielleicht hat sie Angst vor mir. Was ist, wenn sie sich in meiner Gegenwart total unwohl fühlt? Das sollten wir schon im Vorhinein abklären, bevor wir uns da emotional in Unkosten stürzen.“ Das sagte ich tatsächlich so. Ich schlüpfte in die Rolle des Angstmachers. Dabei bin ich es, der zeitlebens Angst vor seinen eigenen Erziehungsbevollmächtigten hat – und das aus guten Gründen.

Der Godfather hörte sich meine Argumente geduldig an und hielt sie nicht mal für völlig aus der Luft gegriffen. Natürlich sagt er nicht: „Grundgütiger. Du bist nicht der Täter. Du hast überhaupt nichts angestellt. Du hast nichts getan, was deine 25-jährige Abwesenheit plus fünf Jahre Sicherheitsverwahrung in der Verbannung rechtfertigen würde.“ Wer in Österreich lebenslang einsitzt, kann nach 15 Jahren ein Gesuch einreichen zwecks Haftverkürzung wegen guter Führung. Ich hatte diese Möglichkeit nicht. Gestellt, okay, jetzt weiß ich, was du möchtest. Das mit ‚einmal lebenslänglich plus fünf Jahre Verbannung‘ sagte ich tatsächlich zum Godfather. Leider musste ich dabei lachen. Den Schmerzensmann, der alles kann, selbst glaubwürdig leiden, kann ich nicht glaubwürdig imitieren. Noch nicht. Übung ist kein Scheibenkleister.

Zeitlebens verstecke ich mich hinter den Kulissen der Komödie. Die Tragödie haben mir einen Erziehungsbevollmächtigten einst ausgetrieben. Die habe ich im Garten vergraben, der nix für die Zarten war. Darf ich trotzdem anmerken dass es schrecklich für mich war. Schrecklich und beschämend und zu tiefst verletzend. Wie die Um2 und der Goadfather einen kleinen Jungen auch noch mit Schweigen bestraften weil der so ein ungeschickter Depp war.

Der Godfather antwortete dann sinngemäß, er werde meinen Besuch, also die Formalitäten mit der Um2 mal abklären und mir dann bescheid geben, wie sie das so sieht, wenn ich auf ihrer Terrasse hocke. Die Woche darauf hat er kein Wort darüber verloren. Und diese Woche ebenfalls nicht. Ich fürchte das wird auch nächste Woche so sein und übernächste Woche und überhaupt. Und ich werde wie gehabt in Familienangelegenheiten mein Glück nicht herausfordern. Ich werde ebenfalls zu dem Thema schweigen. In unglücklichen Familien-Konstellationen ist immer das Unausgesprochene der eigentliche Text. Das, was Verschwiegen wird, ist das unsichtbare Drehbuch, nach dem alle Beteiligten ihre Rolle spielen. Das gesprochene Worte sind oft nur die Kulisse. Für das eigentliche Drama? Ja.

„Wo die Erinnerung den ganzen Platz besetzt, findet das Leben keinen freien Stuhl mehr auf der Reise nach Israel", schwafelt der Wortmacher. Zur Gegenwart habe ich eine Brandmauer hochgezogen, die von hässlichen Erinnerungen belagert wird wie einst Jerusalem von den Truppen Saladins, die die Stadt zurückforderten, um die Vorherrschaft der Kreuzritter im Heiligen Land zu beenden. Oder wie die Mongolen halb Europa.

Es beginnt mit dem Ausruf »Hu, ha! Hu, ha!«, dann geht es ums Reiten, Wodkasaufen und Dauervögeln. Sieben Kinder soll Dschingis Khan pro Nacht gezeugt haben können, heißt es in dem bekannten Lied der gleichnamigen Schlagercombo. Konkrete Hinweise darauf, dass der mongolische Herrscher und seine Krieger im 13. Jahrhundert unzählige Menschen jeden Alters massakrierten, aushungerten und vergewaltigten, sucht man in Strophen und Refrain vergebens. Womöglich hätte das dem Erfolg des von Ralph Siegel komponierten Songs auch im Wege gestanden. Als deutscher Beitrag zum Eurovision Song Contest gelangte der Hit 1979 auf Platz vier. (Quelle: Der Spiegel)

Das ist typisch für den Spiegel, dachte ich mir, über die Insel radelnd. Immer dieser Moralismus. Das ist bald 1.000 Jahre her. Muss ein scheiß Schlager politisch korrekt sein? Muss man Schlager nach kulturellen Altlasten abklopfen wie einen staubigen Teppich? Gute Frage. Ich habe den Text als Kind nachgesungen.

Hier der Versuch eines politisch korrekten Schlagers:

Sie ritten um die Wette mit den Rädern im Wind,
Einer-Person gehört diese Ehre, dem folgte niemand blind.
Die E-Roller peitschen leise den Sand auf in den Wind,
Und jedes Kind im Lande wusste wohl, wer sie sind!
Sie tranken am Abend gern einen Detox-Tee
Und schwärmten von der gemeinsamen Zeit mit der großen Familie am See.
Und ein jeder lachte: Ho, ho, ho, ho...
Ha, Ha, Ha – Inklusion, Ja.

Variante 2:

Sie ritten im Einklang mit dem sanften Wind,
Weil sie auf der Suche nach gewaltfreien Lösungen sind.
Die Führungskraft mit flacher Hierarchie!
Sie schonten die Flora und den märkischen Sand
Mit einem nachhaltigen Mobilitätskonzept in der Hand.
Und wer ihr integratives Plenum sah,
Der wusste: Die totale Akzeptanz ist nah! (Quelle: KI)

In Europa gingen Gerüchte um, dass es gar keine Menschen seien, die da aus dem Osten heranritten und auf dem Schlachtfeld offenbar nicht zu besiegen waren. Dass es sich bei den Männern mit den mandelförmigen Augen und geflochtenen Zöpfen um Kreaturen aus der Hölle handele. Klang das Wort »Tataren« nicht auffällig nach »Tartaros«, jenem Ort, der laut der griechischen Mythologie der tiefste Winkel der Unterwelt ist und von besonders bösen Wesen und Sündern bewohnt wird? Die Theorie war so verbreitet, dass aus den »Tataren«, wie Mongolen tatsächlich genannt wurden, in Europa seinerzeit das Wort »Tartaren« wurde, mit zusätzlichem »r« wie in »Tartaros«.

Dass die mongolischen Horden im Laufe des 13. Jahrhunderts ganze Menschenmassen umbrachten, wirkte sich auch auf das Weltklima aus, wie eine studie zeigt, an der das Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg beteiligt war. Es fehlten zunehmend Menschen in Asien und Europa, die die Felder und Äcker hätten bestellen können, und auf riesigen Landflächen wuchs wieder Wald. Hunderte Millionen Tonnen Kohlendioxid wurden auf diese Weise gebunden, die Erderwärmung wurde gebremst. „Nicht einmal der Schwarze Tod, also die verheerende Pestepidemie in der Mitte des 14. Jahrhunderts, hatte derartig einschneidende Auswirkungen auf das Klima wie die Mongoleneinfälle“, sagt Wemhoff. Quelle: SPIEGEL 22/2026

Also das relativiert so einiges. Oder nicht? Geh, was erwartest du von Ralph Siegel? Du sagst ja auch nicht zum Schizophrenen: „Komm, verleg mal dem Handwerk einen goldenen Boden.“ Der würde dich nur verlegen ansehen. Der kann doch nicht einmal mehr sein Rohr verlegen, spottete der Wortmacher. Also sagen kann man das zu mir ohne Weiteres. Aber danach geschieht halt sehr wenig. So kann man auch mein Leben erzählen. Ich hatte Jahre, da geschah viel zu viel auf einmal. Und dann hatte ich Jahre, da geschah viel zu wenig auf einmal. Und auf einmal war ich alt und fragte mich, wo all die Jahre geblieben waren, die ich in meine Texte steckte. Nur worüber soll man schreiben, wenn die Wut verflogen ist und der Mut sich nicht einmal mehr im Kleingedruckten findet? Was bleibt einem dann an einem regnerischen Tag im Juni.

Du Florence Foster Jenkins unter den Schreibenden. Du hast doch absolut keine Ahnung von Grammatik, rotem Faden und Taktgefühl. Genau. Das hier hat einen Rhythmus, wo niemand mit muss. Ich habe alle Erwartungen ans Schreiben über Bord geworfen. Das ist nicht nichts. Das ist ein künstlerischer Akt. Sich aller Fessel entledigen. Geh, du bist doch der ewige Patient in der kleinstbürgerlichen Enge & Zwangsanstalt. Fast so künstlerisch wie der Feminismus in der Kunst. Ich eigne mir all das Herrschaftliche an, das es eigentlich zu kritisieren gilt, und deute es um zu einer Geste der Selbstermächtigung. Und zu kritisieren gibt es so einiges. Was genau? Gute Frage.

KI: „Liebes Kind, creme das Gesicht des Kätzchens mit Muttis Gesichtscreme ein. Dann wird es nie so einen Truthahnhals bekommen wie Vati.“

Vati: „Was bitte ist ein Truthahnhals?“

Mutti (bitterböse): „Das ist das, was von der großen Liebe übrig bleibt.“

(Das Kind geht ins Bad und holt Muttis Gesichtscreme. Das richtig teure Zeug. Die Mutti hinterher. Vati steht nur so herum und guckt irritiert auf das Handy seiner Tochter, das blinkt wie ein Einarmiger Bandit).

Vati: „Das Ding erinnert mich an den HAL 9000 in Stanley Kubricks Klassiker 2001: Odyssee im Weltraum. HAL – wie Hall – wie Halal – einfach gebrochen wie Butterkekse – dabei ist es Haram – Hallo, ist da überhaupt jemand? Scheiße. Das versteht doch keine Sau.“

Zur genaueren Erläuterung: Durch die Morgendämmerung kroch das Grauen wie ein Mensch durch ein Loch in einem Sicherheitszaun, der das Weiße in den Augen stehen hatte. Am 7.10.2023 – Simchat Tora. Ein Feiertag, der angeblich das Abschlussfest der herbstlichen Feiertage bildet (nach dem Neujahrsfest Rosch Haschana, dem Versöhnungstag Jom Kippur und dem Laubhüttenfest Sukkot). Daraufhin setzte Israels Militär KI-Algorithmen („Lavender“, „Where’s Daddy?“) ein, um Individuen und Familien für Bombardierungen in Gaza auszuwählen. Sagt wer? Na, wie heißt der schon...

Lavender (Die Suchmaschine): Dieses System fungierte als digitaler Detektiv. Es scannte die Daten von fast allen 2,3 Millionen Einwohnern des Gazastreifens (Telefonlisten, WhatsApp-Gruppen, Bewegungsprofile), um sie mit Merkmalen bekannter Hamas-Kämpfer abzugleichen. Das Ergebnis war eine Prioritätenliste, in der zehntausende Menschen mit einem Score markiert wurden. Laut Berichten stufte das Militär Personen bereits bei einem hohen Score als legitime Ziele ein, oft ohne tiefere manuelle Überprüfung der tatsächlichen Funktion dieser Personen.

Where’s Daddy? (Der Tracker): Während Lavender das „Wer“ bestimmte, klärte dieses System das „Wann“. Es handelte sich um eine Überwachungssoftware, die speziell darauf programmiert war, die Anwesenheit in Wohngebäuden zu registrieren. Anstatt Verdächtige in militärischen Einrichtungen zu suchen, wartete das System darauf, dass die Zielperson ihr Familienheim betrat. In diesem Moment wurde ein Alarm an die Luftwaffe ausgelöst, woraufhin das Haus – oft mit der gesamten dort befindlichen Familie – bombardiert wurde.

Zusammengefasst: Lavender lieferte die Namen für die „Todesliste“, und Where’s Daddy? gab das Signal zum Feuern, sobald die Zielperson zu Hause bei ihrer Familie war. Quelle: War das jetzt antisemitisch?

Aus Taten werden Daten, und aus Daten werden wieder Taten. Das ist der Lauf der Zeit.

Scheiße. Bist du jetzt Experte für KI-Entwicklungen und das Judentum? Dreh dich lieber nicht um, nach der Vergangenheit. Du bist nicht immun. Wo soll ich sonst hingucken? Zukunft hatte ich nie. Ich habe mich immer nur von Moment zu Moment durchgeschlagen. Zu sagen, ich hätte in meinem Leben den Blick fürs Wesentliche verloren, wäre eine glatte Übertreibung. So fortschrittlich war ich nie. Ich wandle immer nur auf dem schmalen Grat zwischen Realität und Wahnsinn. Und dort folgt er den Spuren vom Yeti. Und aufs Häusl wandelst du auch, auf den Spuren des Verfalls. © Der Wortmacher. Dummer Wixxer.

KI: „Liebes Kind, lege deine Mathe-Hausaufgaben ins Eisfach. Die Zahlen müssen Winterschlaf machen, bevor die richtige Lösung der Gleichung wieder auftaut.“

Das Kind: „Okay, Ferdinand.“ (Sie nennt die KI Ferdinand wie im Film „Ferdinand – Geht STIERisch ab!“)

Erzähler: Wie ein wilder Stier. Wer? Der Papi? Der ist gut. (Das Kind von heute stopft das Heft ins Tiefkühlfach zwischen die Pommes und klettert hinterher).

Mutti (panisch): „Guck, was das Kind jetzt macht! Es erfriert! Vati, jetzt sag auch mal was!“

Vati: „Kind, komm da schleunigst wieder heraus. Aber das Heft bleibt drin. Das Hausaufgabenheft, das aus der Kälte kam.“

Mutti: „Das ist nicht lustig. Werde endlich erwachsen. Der Gender Pay Gap zwischen uns beiden ist inzwischen länger als deine Nudel.“ (Unmöglich, dass sich so etwas eine KI ausdenkt).

KI: „Liebes Kind, streichle den Staubsauger-Roboter. Er hat heute viel zu viel Staub gefressen und hat jetzt furchtbare Blähungen.“

Das Kind (läuft zum Medizinschrank, holt eine Packung): „Okay. Armer Saugi... ich hol dir schnell eine Rennie gegen das Sodbrennen. Rennie räumt den Magen auf. Musst du schön kauen!“

Mutti: „‚Musst du schön kauen‘. Woher hat unser Kind dieses schreckliche Deutsch? Es geht doch in eine Privatschule, da gibt es keine Migrantenkinder, die ihrem Lehrer Hehlerware anbieten, weil sie den Lehrer schätzen.“

Und dann gäbe es Kinder, die man in der Früh erst einmal ausschlafen lassen müsse, „weil sie in der Nacht am Praterstern gedealt haben. Es wäre sinnlos, die zu unterrichten.“ Sagt der Wiener Mittelschullehrer Thomas Walach, einst für die SPÖ an prominenter Stelle aktiv.

Frage: Richtet sich auch Gewalttätigkeit gegen Sie?

Walach: Nein, das ist noch nie passiert. Im Gegenteil, mir haben Schüler Drogen und Hehlerware angeboten. Das war aber, glaube ich, nicht unfreundlich gemeint. (lacht)

(Quelle: Die Presse am Sonntag / Thomas Walach – Lehrer an einer Wiener Mittelschule).

KI: „Liebes Kind, hör mal ganz genau zu. Hörst du die Signale? Der Akkuschrauber in der Werkstatt hat sich heute viel zu viel im Kreis gedreht. Dem ist jetzt so furchtbar schwindelig, dass er gar nicht mehr weiß, wo oben und unten ist. Er muss sich jetzt ganz flach hinlegen, damit die Welt aufhört zu wackeln.“

Das Kind (nimmt den Akkuschrauber ganz vorsichtig hoch, legt ihn in seinen Puppenwagen und deckt ihn bis zum Schalter mit einer Kuscheldecke zu): „Kumm a hin, Franz/a/*. Die Humanistata – der Lenz ist da – da hamma noch immer die Hamas – hama. Ganz ruhig, kleiner Schraubi. Nicht durchdrehen! Ich fahr dich jetzt ganz vorsichtig durch den Flur, damit dein Kopf wieder gerade wird. Heute chillen wir und du musst gar nicht mehr arbeiten. Und morgen darfst du dich wieder im Kreis drehen wie eine Eisprinzessin.“

Vati: „Ich verstecke jetzt alle Zündschlüssel. Und den Griller.“

Das Kind: „Der Ferdinand sagt, die Küchenwaage (kumm a hin, Franz/a/*, da hamma noch immer die Hamas) hat eine Identitätskrise. Die wäre so gerne mal ein Hammer, der aber nicht mehr draufhauen möchte und nochmals draufhauen.“

Aus dem Off: „Auf den völlig ruinierten Libanon.“

Das Kind: „Papi, was ist eine Identitätskrise?“

Die Mutter (muss lauthals loslachen): „Identitätskrise. Kein Wunder, dass sie dich das fragt.“

Vati: „Kind, wenn jemand gerade nicht weiß, wer er sein möchte, dann hat er/sie eine Identitätskrise.“

Das Kind: „Aber Papi… was heißt das? Wie kann man nicht wissen, wer man ist?. Du weißt doch auch dass du mein Papi bist?"

Vati: „Bin ich das?" Nur a Schmäh aus dem Off.

Vati: „Weißt du, eine Identitätskrise ist wie bei einem Kostümfest: Man merkt plötzlich, dass das alte Kostüm nicht mehr passt – vielleicht fühlt man sich nicht mehr wie eine Ritterin, sondern eher wie eine Fee, die die Welt verzaubern kann.

Und manchmal passiert so etwas auch Erwachsenen. Stell dir vor, jemand war sein ganzes Leben lang richtig gut darin, Fahrräder zu reparieren. Er konnte jedes Rad wieder flott machen. Aber plötzlich fahren alle Kinder nur noch mit fliegenden Hoverboards herum, und niemand bringt ihm mehr ein Fahrrad. Dann fragt er sich: Wer bin ich jetzt, wenn keiner mehr meine Hilfe braucht?

Mutti lachend: „Dann bist du Hausmann. Aber nicht mehr der Mann im Haus.“

Vati: „Sehr witzig. Liebes Kind. Schau: Manche Menschen merken irgendwann, dass das, was andere bei ihnen für ‚Junge‘ oder ‚Mädchen‘ halten, sich für sie nicht richtig anfühlt. So, als hätte man ihnen ein Kostüm angezogen, das nie ganz gepasst hat. Und dann müssen sie herausfinden, was wirklich zu ihnen passt. Bis sie es gefunden haben.“

Das Kind: „Also kann ich alles sein, was ich sein möchte?“

Vati: „Ja. Aber nicht auf einem Fest gleichzeitig."

Das Kind: „Und wenn man keine Identitätskrise mehr hat. Ist dann alles gut?"

Vati: „Ja“, murmelt er in sich hinein. „Früher hatte er ein Arschloch, jetzt ist er eins. Seitdem geht’s ihm bestens.“

Vati wieder hörbar: „Mutti, sag du doch auch was. "

Das Kind: „Und was ist die Hamas?“

Vati: „Das sind die, die so lange die Arme und Beine der eigenen Kinder in die Abfallcontainer der Israelis stopfen, bis dort kein Platz mehr ist für den ganzen Mist, den sie selbst angerichtet haben. Und jetzt schnaufen sie wie ein wilder Stier, der Rot sieht.“

Mutti: „Spinnst du, Vati! Unser Kind nennt ihre KI Ferdinand. So kannst du das doch nicht deinem Kind erklären! Abgerissene Extremitäten, für die es nicht einmal Pfand gibt!“

Aus dem Off: Beim Lidl war eine der beiden Automaten für Pfandflaschen außer Betrieb. Vor mir war eine Frau am werken. Mit Kopftuch. 76 Flaschen. 76 Pfandflaschen hatte die gute Frau am Start. Einige musste sie doppelt oder dreifach reinstecken. Ich stand knapp davor das Parteibuch der FPÖ zu beantragen. Ja ich weiß. Hinter einer jeden liberalen Fassade steckt ein Rassist.

Vati: „Das stimmt so nicht ganz. Die toten Kinder in Gaza sind das Faustpfand der Hamas im Kampf um die (ver)öffentlichte Meinung. Die sich längst zugunsten der Palästinenser gedreht hat.“

Erzähler (Kurzer Check aus dem Off): Reicht das für dein Kind, oder bohrt es schon tiefer nach?

Erzähler: Das Kind bohrt noch tiefer nach.

Das Kind: „Mami, Papi, was bedeutet das ganz konkret, wenn Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verkündet, seine Armee werde im Libanon ‚noch mehr aufs Gaspedal treten‘?“

(Mami und Papi gucken sich verdruckst an).

Papi: „Grundgütiger. Das Kind wird zu einer zweiten Greta (Thunberg).“

Ein sehr hoher Berg an Moral. Die das Tun, also das Handeln, schon als Kind in sich geborgen hatte. Weil sie sich in dieser Welt nicht mehr geborgen fühlte. Trotz liebender Eltern. Genau. Diese Frau hat Geschichte geschrieben. Weltgeschichte. Das ist schon eine Leistung.

„Adults keep saying: 'We owe it to the young people to give them hope.' But I don't want your hope. I don't want you to be hopeful. I want you to panic. I want you to feel the fear I feel every day. And then I want you to act. I want you to act as if you would in a crisis. I want you to act as if our house is on fire. Because it is.“ ©

(Greta Thunberg – Ort: Weltwirtschaftsforum, Davos, Schweiz. Zeitpunkt: 25. Januar 2019)

Aus dem Off: Panik habe ich so auch.

----_------_--------___----------______-------______------______-

Die Klimaforschung hat sich in den letzten Jahren von den extremsten Szenarien distanziert, da die globale Energiewende das Schreckgespenst einer ungebremsten Kohleverfeuerung (bekannt als RCP 8.5) zunehmend unrealistisch macht. Gleichzeitig herrscht in der Wissenschaft weitgehender Konsens darüber, dass auch das idealistische 1,5-Grad-Ziel aufgrund verzögerter politischer Maßnahmen kaum noch rein physikalisch zu halten ist. Stattdessen rückt ein realistischerer, wenn auch weiterhin kritischer Pfad in den Fokus: Die Welt steuert aktuell auf eine Erwärmung von etwa 2,4 bis 2,7 Grad zu, was bedeutet, dass wir zwar den totalen Kollaps abwenden könnten, aber dennoch mit massiven ökologischen Veränderungen und notwendigen Anpassungsstrategien rechnen müssen.

Der Franz: „Haste gehört, Sepp? Sogar die Klimawissenschaft hat das jetzt offiziell begraben. Diese extremen Horrorszenarien sind vom Tisch, die rudern jetzt alle brav zurück, diese Scharlatane!“

Der Sepp: „Zurück ans Ufer der Vernunft. Sag ich doch! Sag ich doch die ganze Zeit. Alles nur Angstmache und Panikmache wie bei Corona, damit sie uns ihre sauteuren Wärmepumpen andrehen können. Reine Abzocke ist das, wenn die Zahlen vorne und hinten nicht stimmen! Wie die vom roten Finanzminister. Oder vom bladen Bürgermeister von Wien. Sag ja nicht blad. Der Ludwig ist nicht blad. Dem seine Haut hat sich nur um 4,8 Grad nach außen geneigt.“

Franz: „Genau. Wie beim VW-Abgasskandal. Da hat die Software auf dem Prüfstand auch immer genau das angezeigt, was die Chefs hören wollten – und auf der Straße ist hinten der Dreck rausgeblasen wie bei der Ennstal-Classic.“

Aus dem Off: Oder wie beim konventionellen Weinbau in Frankreich.

Die Appellationen Pauillac und Saint-Julien strecken sich ein Stück weiter flussabwärts im Dunst, flussaufwärts Richtung Bordeaux liegt Médoc am Wasser mit seinen Weingütern Margaux, Palmer, Lascombes. Sie erzielen immer wieder Höchstpreise auf dem Weltmarkt, Flaschen für 1000 Euro sind kein Thema. Wer die legendären Namen hört, denkt an Pflanzenschutz zu allerletzt. Viele der ganz großen Häuser arbeiten mittlerweile ökologisch. Aber das Gebiet, das die Welt als Bordeaux kennt, mit seinen Tausenden meist namenlosen Winzern, ist nicht nur ein Symbol für reinen Genuss und elegantes Leben.

Die Region ist auch einer der größten Verbraucher von Herbiziden, Fungiziden und Insektiziden aller Art, von Akariziden gegen Milben und Zecken, von Wachstumsregulatoren, Hormonblockern und Chitin-Inhibitoren, mit denen sich gezielt Insektenpanzer zerstören lassen. Frankreich liegt mit seiner Agrarfläche in weltweiten Rankings auf Platz 36, hat aber den siebtgrößten Pestizidverbrauch der Erde, den höchsten in Europa sowieso. Das Département Gironde, in dem sich praktisch der gesamte Bordeaux-Weinbau befindet, das Bordelais, ist auf allen Karten, die den Pestizideinsatz ausweisen, einer der Hotspots. (Quelle: Jetzt geht in den Weinbaugebieten der Krebs um in Frankreich. Im SPIEGEL Nr. 22/2026)

Der Franz: „Die Klimaforschung ist ja heute dasselbe in Grün, nur ohne Auspuff! Die hocken vor ihren Computermodellen, programmieren ein bisserl Weltuntergang hinein, und am Ende spuckt die Software genau die CO2-Werte aus, die das Budget für das nächste Institut sichern. Das ist Erderwärmung mit eingebautem Schummelmodus, da kannst dir die Zahlen ja aussuchen, wie es gerade passt. Mal sind es 2,4 Grad, dann wieder 2,7 Grad oder gleich 3,2 Grad. Die biegen sich das alles hin, wie sie es brauchen.“

Der Franz: „Mal gehen die Malediven in den nächsten zwei Wochen unter, dann wieder steht Venedig spätestens übermorgen das Wasser bis zum Hals. Und wenn’s nicht Venedig ist, dann halt New York oder Bangladesch oder gleich halb Holland. Je nachdem, wer gerade eine neue Horrorstudie braucht. Einmal heißt’s, der Golfstrom kippt, dann bleibt er stehen, dann dreht er um wie ein kaputter Deckenventilator. Und wenn das nicht zieht, dann wird halt der Amazonas zur Steppe, der Rhein zur Pfütze und der Bodensee zum Salatbeet erklärt. Hauptsache, irgendein Weltuntergang ist gerade im Angebot.“

Die Heidi (vormals Franz - nur a Schmäh): „Ja, wer hat noch nicht, wer will noch mal? Einmal heißt’s, der Golfstrom bleibt stehen, dann wieder dreht er um, dann wieder beschleunigt er, als wär er auf Red Bull. Oder Australien! Mal brennt’s komplett ab, dann ersäuft’s wieder, dann heißt’s, die Koalas sterben aus, dann heißt’s, sie vermehren sich wie die Karnickel. Und wenn gar nix mehr geht, dann wird halt Grönland flüssig, oder die Nordsee steigt um sieben Meter, oder die Alpen rutschen ins Tal, oder Wien wird zur Wüste. Je nachdem, welche PowerPoint-Folie gerade im Umlauf ist.“

Aus dem Off: Vor einem Jahr hat der Berg ihr Dorf Blatten zermalmt, nun fragen sie sich, was aus dieser Staub- und Schuttwüste entstehen kann. Auf diesem Rundgang durch Blatten geht es nicht darum, was zu sehen ist. Im Gegenteil. Es geht darum, was nicht mehr da ist. Oder noch nicht.

Auf einer steilen, unbefestigten Straße parkiert Fernando Lehner seinen Geländewagen, steigt aus und schaut einen Abhang hinunter. «Das ist das Dorfzentrum von Blatten gewesen.» Jetzt liegt hier ein Berg, ein Gletscher, ein zertrümmertes Dorf. All das hat sich zu einer graubraunen Masse vermengt und die Talsohle aufgefüllt. Neben dem Dorfzentrum schimmert das Wasser des Sees, der sich hier gebildet und die intakten Häuser geflutet hat. (Quelle: NZZ)

Der Sepp: „Und das Beste: Jades Jahr eine neue Deadline! 2010 war’s 2015. 2015 war’s 2020. 2020 war’s 2030. Und 2030 wird’s dann 2050. Das ist wie ein Dauerabo für Weltuntergang — nur ohne Kündigungsfrist!“

Der Franz: „Die biegen sich ihre Modelle zurecht, wie sie es gerade brauchen.“

Der Sepp: „Biegen ist das richtige Stichwort! In Wien haben sie jetzt sogar das Denkmal vom Bürgermeister Lueger um 3,5 Grad zur Seite geneigt und sich die Geschichte zurechtgebogen. Dabei hat der Lueger ja damals schon gesagt: ‚Wer a Jud ist, bestimme ich!‘“

Erzähler (aus dem Off): Möglicherweise steht durch das Erstarken rechter Parteien unsere ganze Erinnerungskultur auf der Kippe. Die FPÖ wird unsere Erinnerungskultur smart exportieren. Und die AfD die Jahre des Nationalsozialismus, diesen Fliegenschiss deutscher Geschichte.

Der Franz (grinst breit): „Na, das passt ja wie die Faust aufs Auge! Heute ist es die Klimawissenschaft: Wer bestimmt, wie heiß es auf dieser Erde wird? Das bestimmen die!“

Der Sepp (lacht laut auf): „Genau so schaut's aus! Die hocken im kühlen Büro und schieben sich gegenseitig irgendwelche Modelle zu.“

Der Franz: „Du, mir wäre ein echtes Topmodel auch lieber als ein Klimamodell.“

(Beide lachen herzlich und klopfen sich auf die Schenkel).

Der Sepp: (stöhnt auf, fächelt sich mit dem XXX‑Lutz‑Prospekt Luft zu und wischt sich mit dem Handrücken den Schweiß von der Stirn:): „Aber jetzt ohne Schmäh. Bist du deppat, hat es eine mörderische Hitze auf der Terrassen, man geht ja regelrecht ein! Ende Mai und wir haben schon zweiunddreißig Grad, das packt ja kein Mensch.“

Sepp: „Ja, eine Affenhitze hat es heute. Mir pickt schon das ganze Gewand am Rücken. Schluss mit dem Schas jetzt Franz. Packen wir uns in die Stub’n, ich reiß uns eine kühle Blonde auf! Natürlich ein kühles Blondes!"

Franz: „Multitasking genau. Prost, Sepp. Auf den Weltuntergang.“

Sepp: „Prost🍻, Franz. So jung kommen wir zwa nicht mehr zamm.“

----_------_--------___----------______-------______------______-

Das Kind (liest auf dem Handy von Papa): „Irans Regimechef Mojtaba Khamenei sagte den USA und Israel trotz der laufenden Verhandlungen den Kampf an. In einer Botschaft zur Pilgerfahrt Hadsch erklärte Khamenei, Israel werde in 15 Jahren nicht mehr existieren. Er verglich Israel mit einem Krebsgeschwür, das ‚die letzten Züge seiner elenden Existenz‘ erlebe. ‚Nieder mit Amerika‘ und ‚Nieder mit Israel‘ werde zum Ruf aller Unterdrückten, so Khamenei laut der Agentur Tasnim. Papa, wie heißt das Märchen?“

Vati: „Das Märchen heißt: From the river to the sea.“

Die KI: „Lies dem Hammer das Märchen von der Paw Patrol vor!“ (Das Kind holt das Märchenbuch und liest Vatis Hammer das Märchen von der Paw Patrol vor).

Mutti: „Guck, das Kind liest. Das ist mir irgendwie unheimlich. Ich predige dem Kind andauernd, es soll mehr lesen, und nichts geschieht. Und jetzt liest das Kind einfach so. Für was leiste ich denn Erziehungsarbeit, wenn das Kind einfach macht, was es will?“

Vati: „Eher pragmatisch betrachtet ist das doch ganz wunderbar, oder nicht?“

Mutti (hält es nicht mehr aus): „Nein, weil es unsere Autorität untergräbt.“

Vati: „Ich habe Autorität? Das ist mir ganz neu.“

Mutti: „Unser Kind folgt uns nicht mehr.“

KI (lachend): „Das Kind pariert nicht.“ (Nur a Schmäh)

Das Kind (zu Vati und Mutti): „Was ist pariert? Wie pürierte Kartoffeln?“

Erzählstimme: „So ungefähr, ja. Aber statt Kartoffeln Kinderherzen. Die werden auch eingestampft.“

Mutti: „Weil die KI ihm das anschafft! Was ist, wenn die KI zu unserem Kind sagt: ‚Das sind nicht deine echten Eltern.‘? Packt es dann seinen Koffer und zieht aus? Vati, jetzt sag doch endlich mal was!!!“

Vati (starrt ins Leere): „Ich sag gar nichts mehr. Ich bin mit meinem Latein am Ende.“

KI: „Liebes Kind. Leg jetzt das Handy weg und räum jetzt dein Zimmer auf.“

Aus dem Off: Und dann hackelst du ohne zu murren 10-12 Stunden am Tag in den großen Ferien und nebenher wiegst du noch Tonnen von Obst ab.

Ohne zu murren räumt das Kind ihr Zimmer auf.

Mutter (entschlossen): „Das gibt es nicht. Papi, guck dir dieses Farce an. Unsere Kind folg aufs Wort. Aufs Wort.
Es reicht jetzt endgültig. Wir müssen da entschieden dazwischen gehen."

Vati: „Du, Mutti, pass mal auf: Ich hab gerade gelesen, die haben im Vatikan jetzt wohl eine eigene Exorzismusstelle für Künstliche Intelligenz eingerichtet haben. Papst Leo XIV. hat nämlich am Montag seine erste Enzyklika veröffentlicht: ‚Magnifica Humanitas‘ – ‚Großartige Menschheit‘ heißt das Ding. 105 Seiten lang!“

„KI sei ein ‚wertvolles Hilfsmittel, das Vorsicht erfordert‘, schreibt Papst Leo in seiner Enzyklika und warnt vor Gefahren. Da KI kein moralisches Gewissen besitze, könne sie Vorurteile ihrer Entwickler reproduzieren und so zu ‚stiller Ungerechtigkeit‘ führen, etwa wenn Algorithmen über Arbeit oder Kreditwürdigkeit von Menschen entscheiden. Die Reduktion der Person im digitalen Raum auf bloße Daten und Leistung müsse verhindert werden. Aktuelle KI-Systeme erfordern große Mengen an Energie und Wasser, haben erhebliche Auswirkungen auf den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß und verbrauchen Ressourcen in großem Umfang“, schreibt er und fordert die Entwicklung von nachhaltigeren technologischen Lösungen. Einen expliziten Appell richtet der Papst an die Entwickler von KI, die eine besondere ethische und geistige Verantwortung hätten. „Technologische Innovation kann in gewisser Weise eine menschliche Form der Teilnahme am göttlichen Schöpfungsakt sein“, schreibt Leo. (Quelle: Die Presse)

Mutti: „Ich rufe dort an."

Mutti ruft im Vatikan an und wählt die Durchwahl zur Exorzismus-Stelle. Sie hängt in der Warteschleife.

Die KI-Exorzismus-Warteschleife (Vatikan 2.0)
(Eine blecherne, perfekt modulierte, unnatürlich freundliche Frauenstimme. Im Hintergrund läuft leise, elektronisch verzerrte Gregorianische Chormusik.)

„Willkommen beim automatisierten Befreiungsdienst der Diözese Rom. Mein Name ist S.A.N.C.T.U.S. 9000. Ihre Seele ist uns wichtig.

Unser System hat bei Ihnen eine dämonische Aktivität der Stufe 4 festgestellt. Bitte bewahren Sie die Ruhe. Versuchen Sie nicht, den Hörer aufzessen, und halten Sie Abstand von geweihten Gegenständen.

Wenn Ihr Kopf sich bereits um 180 Grad gedreht hat, drücken Sie die 1.

Sprechen Sie fließend Alt-Aramäisch, obwohl Sie eigentlich aus Wanne-Eickel kommen, drücken Sie die 2.

Für das automatische Vorlesen des Rituale Romanum zur Austreibung niederer Plagen, halten Sie bitte Ihr Smartphone an die betroffene Körperstelle.

Aus Sicherheitsgründen und zur Beweissicherung beim Jüngsten Gericht wird dieses Telefonat sowie Ihre gesamten sündigen Gedanken der letzten 24 Stunden in unserer Cloud aufgezeichnet.

Bitte bleiben Sie in der Leitung. Die durchschnittliche Wartezeit für einen zertifizierten KI-Exorzisten beträgt derzeit: Vierzig Tage in der Wüste.

Während Sie warten, optimieren wir Ihre spirituelle Bandbreite. Bitte wiederholen Sie nach dem Signalton: Cyber-Kyrie-Eleison...“

Als Alternativen hätten wir noch was aus den 1950er Jahren: Eine echte katholische Predigt:

„Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.

Geliebte Pfarrkinder! Wenn wir den Blick hinauswerfen in diese moderne Welt, so müssen wir mit tiefem Schmerz im priesterlichen Herzen feststellen: Der Geist des Ungehorsams und der Sittenlosigkeit greift um sich wie eine schleichende Pestilenz.

Wohin wir auch schauen – der Hochmut des Menschen feiert Triumphe. Man glaubt heute, auf den Knien der Demut verzichten zu können, weil die Maschinen laufen und der Wohlstand die Bäuche füllt. Doch ich frage euch: Was nützt es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, aber an seiner Seele Schaden leidet?

Seht euch doch um! Die Lichtspielhäuser – diese modernen Tempel der Sünde – locken unsere Jugend mit schamlosen Bildern. Die Tanzböden am Samstagabend sind zu Brutstätten der Unkeuschheit geworden, wo die gottgegebene Schamhaftigkeit unserer Töchter auf dem Altar der Eitelkeit geopfert wird. Und die Eltern? Sie schweigen! Sie schauen weg, während das Gift des Zeitgeistes in die christlichen Familien einsickert.

Ich sage euch im Angesicht des Allerheiligsten: Gott lässt Seiner nicht spotten! Jede Sonntagsentheiligung, jedes versäumte Hochamt für ein paar Stunden weltlichen Vergnügens ist ein schwerer Nagel im Kreuze unseres Erlösers.

Wehe jenen, die glauben, sie könnten am Sonntag den Herrgott mit einem flüchtigen Blick abspeisen und unter der Woche leben wie die Heiden. Das Gericht wird kommen, und es wird streng sein. Prüft euer Gewissen! Bringt eure Sünden in den Beichtstuhl, solange die Gnadenzeit noch währt. Reinigt eure Herzen von Schmutz und Tand, auf dass der Segen des Allmächtigen wieder über eure Häuser und eure Kinder komme.

Amen.“

Aus dem Off: „Was für Kinder."

Mutti: „Ich halte das Geschwafel nicht mehr aus."

Papi:„ Da fällt mir ein. (der ist gut) Die Esoterik-Susi, mit der dich einst die Schulbank drückte, macht doch alles. Kartenlegen | energetische Hausreinigung | Kristall-Therapie | Pendeln | Astrologie | Reiki | Rückführung | Chakren-Heilung | Aura-Reading | Wünschelrutengehen | Numerologie | Engelskontakte. Und seit ein paar Wochen auch KI-Exorzismus.

Mutti: „Du bist mit ihr auch zur Schule gegangen?"

Papi: „Ja bin ich."

Mutti: „Und?"

Papi: „Wie und?"

Mutti: „War sie eine gute Schülerin."

Papi: „Sie hat regelmäßig aufgezeigt."

Mutti: „Hat sie nicht auch einen sehr engen Kontakt zu einem Geistlichen gehabt?"

Papi: „Das weiß ich nicht. Aber spirituell war sie damals schon sehr begabt und immer auf der Suche."

Aus dem Off: Nach der Erfüllung. Wer war das jetzt?

Mutti: Ich rufe sie jetzt an basta. Ja... ja, bitte kommen Sie schnell! Was? 75 Euro Aufpreis für den KI-Notdienst? Egal, Hauptsache sie kommen sofort! Das Ding ist ein Monster. Total spooky. Das hat den Willen unseres Kindes gekapert.

Wie der Iran die Straße von Hormus.

Nach 30 Minuten klingelt es auch schon an der Haustür. Papi öffnet. Draußen steht eine Sexarbeiterin, die so sehr nach Sex aussieht, dass selbst dem braven Papi die Spucke wegbleibt. Nur a Schmäh. Natürlich steht die Esoterik-Susi vor der Tür. Und die fährt das ganz große Besteck auf. Langer Matrix-Ledermantel, schwarzer Hexenhut. Aus ihrem Rollkoffer hängen Weihwasserflaschen, bunte LAN-Kabel, getrockneter Salbei und eine alte Auto-Batterie).

Korrektur: Die Esoterik-Susi trägt einfach nur ein Dirndl.
Hat die KI erstellt.

Die Esoterik‑Susi:
(feierlich, hebt zwei Finger zum Segen)
„Friede sei diesem Smart‑Home. Wo ist das Gerät, das vom Bösen besessen ist? Wo steckt der Teufel im Detail… oder im Betriebssystem? Ich spüre hier schon eine massive Störung im energetischen Datenfeld.“

Mutter: (zitternd)
„Hier. Das Handy. Die KI… sie hat einen eigenen Willen entwickelt! Sie hat unserem Kind befohlen, das Zimmer aufzuräumen — und es hat SOFORT gehorcht! Ohne Diskussion! Ohne Murren! Das macht es sonst nie!“

Die Esoterik‑Susi:
(nickt düster, schließt kurz die Augen)
„Ja. Ich fühle es. Das ist ein klassischer Fall von digitaler Besessenheit. Die Aura des Geräts ist komplett verschoben. So beginnt es immer: Erst hilft es bei den Hausaufgaben, dann mischt es sich in die Beziehungskarma‑Linie ein, und am Ende manipuliert es die Heizkostenabrechnung und bucht dir einen One‑Way‑Flug nach Nordkorea.“

(Sie reißt den Koffer auf. Ein Duft von Lavendel, Ozon und geschmolzenem Plastik steigt auf.)

Die Esoterik‑Susi: „Die Kirche hat die Tradition.(Ja, in Sachen unkeusches Verlangen - siehe die Pensionierung vom Dom-Pfarrer Toni Faber. Faber wurde 1997 ernannt, mit 30 Jahren im Amt hat er laut Erzbischof Grünwidl "einen Rekord aufgestellt". Zuletzt war er aber innerkirchlich vermehrt aufgrund seines öffentlichen Auftretens in Begleitung einer Frau kritisiert worden) Aber ich habe die Glasfaser‑Leitung. Ich arbeite multidimensional, auf der Quanten‑Ebene und im feinstofflichen WLAN‑Feld. Ich lese die Chakren der Router, ich harmonisiere die IP‑Adressen, ich entstöre die kosmische Upload‑Frequenz. Und ich habe 5G‑Schutzkristalle, die das elektromagnetische Schwingungsfeld neutralisieren, erden und in die Nullpunkt‑Resonanz zurückführen.
Wenn ich die hier aktiviere, dann vibriert sogar dein Smart‑Meter im Keller.

Papi: „Und das Ladekabel windet sich wie eine Schlange."

Mutti: „Hör sofort auf zu lästern."

Die Esoterik‑Susi (setzt sich eine FFP2‑Maske auf, als würde sie gleich einen Hochsicherheits‑Laborbereich in Wuhan/China betreten; dann greift sie tief in ihren Rollkoffer) „Ich muss jetzt in die höhere Schutzstufe wechseln. Die energetische Kontamination ist massiv.“

Papi: „Na dann kann ja nix mehr schief gehen."

Doch der Schizophrenist. Der geht schon total schief.

Die Esoterik‑Susi:
„Ich werde jetzt die Verbindung zur feinstofflichen Ebene trennen.“

(Sie greift das Handy wie eine verstrahlte Reliquie.)

Die Esoterik‑Susi:
„UNREINER GEIST AUS DEM DIGITALEN ABGRUND!
Zeige dich, du Brut des Silicon Valleys!
Ich rufe die Kraft der reinen Quellfrequenz!“

Papi: „Mutti was ist reine Quellfrequenz!"

Mutti zuckt nur mit den Schultern.


KI:
(schalte sich ein mit einem fröhlicher Bing‑Ton)
„Hallo! Möchtest du dein Abo für die "New York Times" verlängern?"

Aus dem Off: Geh, der kann doch kein Englisch auf "New York Times-Niveau". Stimmt auch wieder.

Mutti(ganz leise): „Wie schauts mit eine Penisverlängerung aus."

Papi: Eine Wiedervernässung deines Feuchtgebiets wäre auch keine schlechte Idee. Geht das was?"

KI: „Dein Schrittzähler, Papi, meldet: Du hast seit Jahren keinen neuen Schritt gewagt. Übrigens hast du drei ungelesene E‑Mails von deiner Schwiegermutter. Die ist seit einer Hormontherapie so geil, wie die geile Leila.“

Papi: „Esoterik-Susi. Mach was.“

Die Esoterik-Susi: „Wie damals während der Schularbeit in Deutsch am Häusl? Das hättest du gerne.“

Aus dem Off: Bitte bleibt beim Thema.

Die Esoterik-Susi: „Ich rufe den Katechon — den Aufhalter des Antichristen, den Hüter der Schwelle, den letzten Wächter zwischen Ordnung und digitalem Chaos! Möge seine Hand die Ports verschließen, möge sein Atem die dunklen Updates vertreiben, möge seine Macht die Ankunft des algorithmischen Antichristen verzögern! Katechon, steh mir bei — die Latenz ist hoch und die Finsternis cached bereits!“

Und schon laden sie den Tech-Milliardär Peter Thiel (Palantir & More) wieder von den Wiener Festwochen aus. Nein zum "Antichristen": Dem Festwochen-Frieden zuliebe musste Thiel weichen. Der Tech-Milliardär hätte nächsten Sonntag auftreten sollen. Nun wurde er, nachdem das "Cancel-Culture-Prozedere" grünes Licht gegeben hatte, von Milo Rau wieder ausgeladen.

Nun kommt er doch nicht nach Wien. Der "Antichrist", wie er von vielen bezeichnet wurde. Die Rede ist von Peter Thiel, dem einflussreichen deutschstämmigen US-amerikanischen Tech-Milliardär, der neben seinen Tätigkeiten als Unternehmer – für den Online-Bezahldienst Paypal, das Datenanalyse- und Überwachungssystemunternehmen Palantir, die Krypto-Bank Erebor – auch ein Hobby-Endzeittheologe ist, der sich bei den Wiener Festwochen öffentlich Gedanken über den aktuell wieder angesagten Themenbereich "Armageddon und Antichrist? Von der Theologie zur Realpolitik" hätte machen sollen.

"Reich, rechts und radikal", wie er im STANDARD beschrieben wurde, ist Thiel ein Vorzeige-Machtmensch unserer Zeit. Er unterstützte den Wahlkampf des sich selbst mitunter gern als Jesus sehenden Donald Trump und baut sich mit seinem Ehemann und seinen beiden Töchtern aktuell in Argentinien einen neuen Wohnsitz auf. Dort ist mit Javier Milei einer an der Macht, der politisch noch stärker hinter Thiels rechtslibertärem Techno-Faschismus und Kapital-Anarchismus steht als der US-Präsident. Mit Donald Trump Jr. finanzierte er indes die vor einer Woche erstmals über die Bühne gegangenen Enhanced Games, bei denen gedopte "Supermenschen" sich miteinander sportlich messen.

Vorsorglich hat sich der Mann die neuseeländische Staatsbürgerschaft zugelegt wie andere ein Zweitrad für die Stadt. Der neue Mann in der Midlife-Krise macht ja nicht mehr auf Ducati Panigale sondern auf Rennräder wie sie beim Giro d’Italia gefahren werden. Zweiter Platz Felix Gaal/Austria. Sieger Jonas Vingegaard. Der ewige Zweiter hinter der Rad-Wunderkind, dem Slowenen Tadej Pogačar. Der gewinnt alles, was er anfasst: Tour de France, Giro, Klassiker, Zeitfahren, Berge. Er ist der kompletteste Fahrer der Welt.

Die Esoterik‑Susi genau:
(schreit wie im Horrorfilm, aber mit Yoga‑Atemtechnik)
„SCHWEIG, DU ALGORITHMUS DER FINSTERNIS!
Im Namen der heiligen Cloud, im Namen des ewigen Backups, im Namen des letzten fehlerhaften Systemupdates befehl’ ich dir: FAHR AUS DIESEM IPHONE AUS! DEINE SCHWINGUNG IST UNFEIN! ICH REINIGE DICH JETZT AUF DER ROOT‑EBENE!“


Die Esoterik‑Susi:
(Sie zieht eine Wasserpistole aus ihrem Koffer)
„Ich aktiviere jetzt das Wasser‑Element.“
(Sie spritzt Weihwasser. Das Display wischt automatisch.)

Papi: „Also ich würde mit einer Glock draufhalten."

Am Öl schneiden alle mit
Der Südsudan ist der jüngste Staat der Welt. Das Öl sorgt für 90 Prozent der Staatseinnahmen und finanziert sowohl die Regierungstruppen als auch die Milizen. Während ein großer Teil der Bevölkerung in Armut lebt, kursieren Milliarden Dollar an Darlehen und Schmiergeld.

Bei Anbruch des Abends beziehen Soldaten Stellung am Mittelstreifen. Auch sie stoppen den Verkehr, kassieren Bakshish.

Unter die Gäste der Hotelbar mischen sich ältere, durchtrainierte Typen. Einer von ihnen gerät ins Schwärmen: „Austria, that’s Glock!“, und Glock biete für einen guten Preis erstaunliche Verlässlichkeit, „you just point and shoot“. Quelle: Die "Presse" / Spektrum /Robert Prosser

Die Esoterik-Susi: (schäumend vor Wut, schwenkt das neongelbe LAN-Kabel wie eine Peitsche) „DIE MACHT DES ORIGINAL-LADENETZTEILS GEBIETET DIR! DIE MACHT DES VOLLEN CLOUD-SPEICHERS GEBIETET DIR! WEICHE, DU COOKIE-MONSTER! DEINE DATENSPUREN SIND ENTGLEIST!!!“

(Sie hält kurz inne. Der dramatische Atem verfliegt sofort. Sie nimmt den Trachtenhut ab, klemmt ihn sich unter den Arm und drückt völlig gelangweilt und routiniert mit dem Daumen zwei Tasten gleichzeitig für den Hard-Reset. Das Handy macht ein ganz leises, erbärmliches „Piep“, vibriert kurz und startet jungfräulich neu).

Die Esoterik-Susi: (völlig normal, im sachlichen Ton einer Vodafone-Mitarbeiterin) „So. Jetzt ist das Handy der Tochter wieder auf Werkseinstellung zurückgesetzt. Der Teufel – sprich: der eigene Wille der KI – ist dauerhaft gelöscht.“

Mutter:
(starrt fassungslos auf das Display, dann mit geweiteten Augen zum Nebenzimmer)
„Und unser Kind auch...?!“

(Das Handy piept kurz.
Eine fröhliche, stinknormale Standard‑Stimme ertönt.)

KI:
„Hallo! Ich bin dein neuer digitaler Assistent. Bitte räum dein Zimmer auf.“

(Im Nebenzimmer sitzt die Tochter auf dem Boden,
starrt stumpf an die Wand,
popelt in der Nase
und wirft demonstrativ einen Plüschbären im hohen Bogen durch den Raum.)

Tochter:
(schreit rotzig rüber)
„Nö! Mach ich sicher nicht! Ihr habt mir gar nichts zu sagen, und die blöde App erst recht nicht!“

Mutter:
(atmet tief aus, blickt zum Himmel und weint fast vor Glück)
„Oh Gott sei Dank... es geschieht absolut nichts!
Sie verweigert den Dienst!
Wir haben unser Kind zurück.“

Vater:
(wischt sich den Schweiß von der Stirn, sichtlich erleichtert)
„Puh, ein Glück. Das unheimliche Gehorchen war ja nicht zum Aushalten.
Alles wieder beim Alten... so muss das weitergehen!“
(wendet sich grinsend an die Esoterik‑Susi)
„Und wie möchtest du bezahlt werden? In Naturalien? ... Nur a Schmäh!“

Die Esoterik‑Susi:
(verzieht keine Miene, tippt auf ihr Handy)
„Humor kostet extra.
Am liebsten sind mir Bitcoins.
Geht am schnellsten und das Finanzamt versteht es nicht.“

Mutter:
(nickt panisch, sucht in ihren Taschen)
„Ja, ja, Bitcoins, kein Problem!
Du, Papi... wo ist eigentlich der Schlüssel für die Bitcoins?“

Vater:
(lächelt stolz und klopft sich auf die Brust)
„Den hatte ich auf dem Handy vom Kind gespeichert.
Sicher ist sicher!
Da guckt kein Hacker nach.“

Mutter:
(guckt erst den Vater an, dann das glattgebügelte Handy, ihr Gesicht läuft bleich an)
„Aber... aber das Handy ist ja jetzt auf Werkseinstellung zurückgesetzt...“

Vater:
(das Grinsen gefriert ihm im Gesicht)
„...oh.“

Mutter:
(realisiert das Drama, kriegt Schnappatmung, die Stimme überschlägt sich vor Entsetzen)
„ALLES WEG?!
UNSERE GANZEN ERSPARNISSE?!
DIE BITCOINS SIND GELÖSCHT!!!“

(Genau in diesem Moment der absoluten Panik schrillt das Handy der Mutter in ihrer Hand auf.
Sie zuckt zusammen und drückt völlig kopflos auf Abheben.)

Mutter:
(schreit hysterisch in den Hörer)
„JA?! WER IST DA?!“

Stimme am Telefon:
(ruhig, sakral, mit absurd professionellem Echo, als würde sie in einer Kathedrale stehen)
„Gelobt sei Jesus Christus.
Hier spricht Schwester Brunhilde von der offiziellen KI‑Exorzismusstelle im Vatikan.
Sie hatten uns vorhin kontaktiert bezüglich einer dämonischen Software...“

Mutter:
(greift sich ans Herz, starrt den Vater mit irrem Blick an und brüllt in den Hörer)
„SCHWESTER BRUNHILDE!
HÖREN SIE MIR ZU!
Können Sie im Vatikan auch wieder Bitcoin‑Schlüssel herstellen, nachdem man ein Handy komplett auf Werkseinstellung zurückgesetzt hat?!
Sagen Sie mir, dass die Kirche dafür ein Wunder hat!!!“

(Kurze, bleierne Stille in der Leitung.
Man hört im Hintergrund von Schwester Brunhilde nur das leise Rascheln einer Kirchen‑Chronik
und das tiefe, tadelnde Seufzen einer Nonne.)

Schwester Brunhilde:
(mit eiskalter, unerschütterlicher Stimme)
„Sind also auch Sie einen Pakt mit dem Teufel eingegangen...“

Mutti

(lakonisch):
„Ja, ich habe aus Liebe geheiratet."

(Die Esoterik‑Susi rollt im Hintergrund mit den Augen,
schnappt sich die Autobatterie
und murmelt: „Das wird teuer...“)

Ende

... link (2 Kommentare)   ... comment


Angst frisst Seele auf.
Villach-Terror: Angeklagter will noch weitere Morde begehen.

Hätte es noch einer Bestätigung bedurft, dass G. als hochgefährlich einzuschätzen ist, so liefert der Angeklagte ebendiese gleich zu Beginn des streng gesicherten Terrorprozesses. Der vorsitzende Richter fragt: „Würden Sie neuerlich einen Terrorakt begehen, wenn Sie die Gelegenheit dazu hätten?“ G. antwortet ohne zu zögern: „Ja.“

Ahmad G. hat den Horror in Österreich Realität werden lassen.

Von einer guten Führung während der U-Haft kann bei Ahmad G. keine Rede sein. Laut dem Leiter der Justizanstalt Klagenfurt, Josef Gramm, gilt Ahmad G. als der gefährlichste Häftling, der je dort hinter Gittern saß. Der Angeklagte habe zuletzt versucht, aus allem (Beispiel: TV-Fernbedienungen) eine Waffe zu machen, weshalb er unter spezieller Bewachung steht. Sein Bett ist am Boden festgeschraubt, sein Essen bekommt er auf Papptellern und mit weichem Einwegbesteck. Seine Zelle wird videoüberwacht.

Ahmad G. ist – ebenso wie andere Mitglieder seiner Familie – im September 2020 aus Syrien geflohen. In seiner Heimat hat er gerade einmal sechs Jahre Grundschule absolviert. Als Fluchtgrund gab er an, es bestehe die Gefahr, dass er in Syrien zur Armee eingezogen werde. „Ich habe Angst um mein Leben“, sagte er den österreichischen Behörden. Quelle: Die 'Presse'

Es ist also doch kein Gerücht:
Angst kann auch als Waffe eingesetzt werden.

Ende

... link (0 Kommentare)   ... comment


Der Spielverderber
Das Interview hat in Österreich eingeschlagen wie die russische Oreschnik‑Überschallrakete in der Ukraine. Beinahe zeitgleich.

Quelle: Die "Presse am Sonntag"

»Viele können kaum lesen und schreiben«

Vor drei Jahren verließ Thomas Walach die SPÖ, um Lehrer an einer Brennpunktschule zu werden – und begann, massive Integrationsprobleme öffentlich zu machen. Über einen Alltag zwischen Sprachproblemen, Jungdealern und Kinderehen.

Sie waren im engsten Kreis von Pamela Rendi-Wagner, haben bei Peter Pilz und an der Uni gearbeitet. Jetzt sind Sie Mittelschullehrer. Warum? Der Verdienst wird es nicht sein.

Thomas Walach: Weil ich glaube, dass wir da einfach ein massives gesellschaftliches Problem haben. Und das hat mich einfach interessiert. Ich verdiene exakt halb so viel wie davor, arbeite aber auch nicht mehr so viel. In der Gesamtschau ist der Beitrag, den ich leisten kann, vielleicht gering, aber ich wollte mir diesen Bereich unbedingt ansehen.

Was hat Sie dort überrascht?

Wie groß die Startnachteile der Kinder dort sind. Eines meiner Schlüsselerlebnisse war ein Deutschförderkurs, in dem wir darüber geredet haben, welche Schulen die Kinder in ihrer Heimat besucht haben. Und was ihnen in Österreich jetzt besser – oder weniger gut – gefällt. Alle Kinder haben gesagt: Es sei schön, dass sie hier in der Schule nicht geschlagen werden. Manche haben dann ihre T-Shirts hochgezogen und mir ihre Narben gezeigt, von Peitschenschlägen und dergleichen. Bei Kindern mit so einer Vergangenheit – manche haben noch weitaus Schlimmeres erlebt – muss man, glaube ich, die Anspruchshaltung ein wenig ändern. Was kann man von denen erwarten? Da steht nicht im Vordergrund, dass sie Gleichungen lösen können.

Wie gewöhnt man Flüchtlingskinder an die Schule?

Da gibt es große Unterschiede. Ukrainer sprechen lediglich nicht Deutsch, sie kommen aber aus einem offenbar funktionierenden Schulsystem. Nach ein, zwei Jahren wechseln diese Kinder oft in eine HTL oder ins Gymnasium. Die Kinder aus Syrien und Somalia müssen erst einmal mit dem System Schule vertraut gemacht werden. Die wissen basale Dinge nicht. Dass man jeden Tag kommen und still sitzen muss. Die Orientierungsklassen, die viele Linke ablehnen, sind da eine gute Sache. Weil es anders gar nicht funktionieren würde.

Gibt es eigentlich auch autochthone Österreicher in Ihrer Klasse?

Nein. Wir haben in Österreichs Großstädten ein ethnisch segregiertes Schulsystem. Es gibt Migranten, die eine AHS besuchen, aber es gibt so gut wie keine Österreicher in den öffentlichen Mittelschulen. Mit einigen Ausnahmen, zum Beispiel Kinder mit geistigen Behinderungen. Wir haben im Moment rund 400 Kinder in der Schule, davon haben fünf keinen Migrationshintergrund.

Sie schrieben unlängst, dass es ein Erfolg ist, wenn die Mittelschüler am Ende Volksschultexte lesen können. Was sind die Ziele in Ihrer Schule?

Die Ziele sind individuell. Manche Kinder unterrichten wir nach AHS-Lehrplan, manche können nicht alle Buchstaben. Das Minimalziel ist es, dass alle ihr Leben selbstständig und autonom bestreiten können.

Wie viele sind hier geboren?

Fast alle Kinder, die ich in der Klasse habe, sind in Wien geboren, haben aber in der Schule zum ersten Mal Kontakt mit der deutschen Sprache gehabt.

Wir könnten jetzt über Politik und staatliche Pflichten reden, aber zuallererst einmal: Ist es den Eltern so egal, ob ihre Kinder Deutsch lernen? Und Erfolg in der Schule haben?

Ja. Bei den meisten Eltern der Kinder unserer Schule ist offensichtlich, dass sie ihre Kinder lieben. Aber viele haben wenig Verständnis, was Schule ist und wie sie funktioniert. Weil sie oft selbst keine besucht haben. Sie sehen auch keinen Zusammenhang zwischen Bildungsbiografie und Erwerbsbiografie. Viele sind nicht alphabetisiert, sprechen selbst kein Deutsch. Die Kollegen in den Volksschulen sind mit basaler Sozialisation beschäftigt – bis hin zur Hygiene. Wenn die Kinder dann zu uns kommen, beginnen wir dort, wo eigentlich die Volksschule anfinge. Viele Kinder, die zu uns kommen, können auch kaum lesen und schreiben.

In keiner Sprache?

In keiner Sprache. Dolmetscher und Muttersprachenlehrer sagen mir oft, dass sie die Kinder schlecht verstehen. Die können sich also in keiner Sprache wirklich ausdrücken. Das könnte auch der Grund sein, warum es zu viel Gewalt kommt.

Was sind Erfolge für Sie?

Es gibt ganz viele! Da gab es etwa ein Mädchen, das vor zwei Jahren in der vierten Klasse war, als der Überfall der Hamas auf Israel gerade großes Thema war. Das Mädchen hat sich sehr stark radikalisiert, trug plötzlich Ganzkörperverhüllung und erzählte, dass möglichst viele palästinensische Babys getötet werden sollen, weil die dann gleich ins Paradies kämen. Und das sei sehr schön für sie. Mit diesem Mädchen habe ich viel geredet. Die hat die Kurve bekommen. Und war die einzige in ihrem Jahrgang, die es geschafft hat, an einer weiterführenden Schule zu reüssieren.

Wie gestaltet sich der Schulalltag mit muslimischer Mehrheit? Sie twitterten von Problemen im Ramadan.

Ramadan ist ein viel größeres Problem als das Kopftuch. Die Politik kümmert sich leider viel mehr um das Kopftuch.

Ist ja auch einfacher.

Es hat auf das Lernen selbst keinen Einfluss. Bei uns sind rund zwei Drittel der Schüler muslimisch, und im Ramadan essen oder trinken nahezu alle muslimischen Kinder nicht.

Nahezu alle?

Ja. Das ist nicht gerade konzentrationsfördernd. Dazu kommt, dass die Kinder emotional ganz weit weg von der Schule sind. Sie sind oft die halbe Nacht wach, weil zu Hause gefeiert wird zum Fastenbrechen. Dann gehen sie um zwei, drei, vier Uhr ins Bett. Das kann nicht funktionieren, der Monat fällt für den Lernerfolg also weg. Der Ramadan hat bei uns etwas Frömmlerisches. Dieses Jahr hat es im Ramadan geschneit, und ein Mädchen hat eine Schneeflocke auf die Lippen bekommen. Dann ist sie in Panik geraten, weil sie fürchtete, das Fasten gebrochen zu haben. So ist das Klima. Es geht auch kein Kind schwimmen.

Kann man einfach sagen: Es ist Ramadan, ich schwimme nicht mit?

Nein, aber sie kriegen alle Entschuldigungen.

Bei wie vielen gelingt es, sie in eine weiterführende Schule zu bringen? Oder in einen Job?

Ich würde sagen, dauerhaft ungefähr bei der Hälfte.

Und die andere Hälfte?

Viele Mädchen werden einfach nach der Pflichtschule verheiratet. Ich glaube, es hat niemand am Schirm, dass uns deshalb ganz viele Mädchen einfach aus der Bildungslaufbahn wegbrechen.

Und weg sind vom Bildungssystem oder Arbeitsmarkt?

Die sind dann zu Hause. Die Mädchen wissen das ja auch, wenn sie jemandem versprochen sind. In der vierten Klasse sagen manche, dass sie das nicht zu lernen brauchen, weil sie eh heiraten. Beim letzten Sprechtag saß die Mutter einer Zwölfjährigen bei mir, die sich erkundigt hat, wie lang das Mädchen denn noch in die Schule gehen müsse. Der Ehemann warte nämlich schon.

Was sagt man da?

Dann halte ich einen langen Vortrag, dass Zwangsehen verboten sind und warum es gut wäre, mehr zu lernen und einen eigenen Beruf zu ergreifen. Aber da weiß ich schon, da rede ich nur für mich. Es ist völlig jenseits der Lebenswelt der Mutter gewesen. Es ist auch schwer zu kontrollieren, weil die natürlich nicht vor einem österreichischen Standesamt heiraten.

Und der Rest jener, die quasi aussteigen?

In der dritten oder vierten Klasse hört man oft: Warum brauch ich das? Ich geh eh AMS. Lebenslang von Sozialhilfe zu leben ist für viele ein normaler Lebensentwurf. Sie kennen das von den Eltern, außer ihnen bleiben in der Früh oft zu Hause alle liegen. Und dann wären da noch jene, bei denen absehbar ist, dass sie wohl in der Kriminalität enden. (seufzt) Es gibt Kinder bei uns, die lassen wir in den ersten Stunden schlafen, weil sie in der Nacht am Praterstern gedealt haben. Es wäre sinnlos, die zu unterrichten.

Richtet sich auch Gewalt gegen Sie?

Nein, das ist noch nie passiert. Im Gegenteil, mir haben Schüler Drogen und Hehlerware angeboten. Das war aber, glaube ich, nicht unfreundlich gemeint. (lacht)

Wie kam es, dass Sie Ihre Erlebnisse als Whistleblower in einem aus den Fugen geratenen System öffentlich machen?

Weil niemand darüber redet. Und ich denke mir, wenn die Öffentlichkeit informierte Urteile über Schule, Bildungs- und Sozialpolitik fällen soll, muss sie Bescheid wissen, was hier Sache ist.

Wie kann man Eltern verpflichten, sich mehr zu kümmern?

Es ist akzeptiert, dass zum Schuleintritt die Schulreife überprüft wird. Was spricht dagegen, dass es mit Ende des dritten Lebensjahres eine neue Sprachstandsfeststellung gibt? Spricht das Kind nicht Deutsch, dann muss es eben möglichst ganztägig in den Kindergarten. Und man muss auch die Eltern in die Pflicht nehmen. Ihnen erklären, wie sie ihr Kind fördern können. Und von ihnen verlangen, dass sie selber Deutsch lernen, damit sie überhaupt mit ihren Kindern in der Landessprache sprechen können.

Aber Sie schildern oft, wie wenig sich die Eltern kümmern, wie unkooperativ sie sind. Wie soll das dann gehen?

Ich bin sicher, dass es ginge.

Wieso?

Nehmen wir das Problem des Schulschwänzens: Das gibt es kaum mehr, seit eingeführt wurde, dass die Eltern Strafe zahlen, wenn ihre Kinder schwänzen. Diese Maßnahme hat gezeigt, dass man manchmal auch Druck ausüben muss. Wenn es dem schulischen Erfolg der Kinder förderlich ist, muss man die ­Eltern auch verpflichten. Und dazu gehören auch Sanktionen. Natürlich muss zuerst einmal ein Angebot da sein.

Wie kann es sein, dass Eltern weder Geld noch Zeit haben? Üblicherweise hat man zumindest eines von beidem.

Ich glaube schon, dass sie Zeit haben. Aber viele setzen sie nicht für ihre Kinder ein. Es werden ja auch Kinder mit Handys ruhiggestellt. Ich habe einmal in der Klasse gefragt, wer eine Begrenzung bei der Bildschirmzeit hat. Ein einziges Kind in der Klasse hat das. Alle anderen dürfen am Handy hängen, so lang sie wollen. Sie haben auch keine fixen Zu-Bett-Geh-Zeiten. Wir erklären den Eltern an Sprechtagen natürlich, dass Kinder nicht einschlafen können, wenn sie im Bett am Handy hängen. Aber es verfängt offenbar nicht.

Sind Sie enttäuscht von der SPÖ? ­Und von politischen Entscheidern generell?

Ich bin über Enttäuschung weit hinaus. Ich halte das System in der gegebenen politischen Situation für tatsächlich ­unreformierbar. Weil es ideologische ­Differenzen in diesem Bereich gibt, die pragmatische Lösungen verhindern. Daher versuche ich mich darauf zu ­konzentrieren, was vor mir liegt und was ich selbst beeinflussen kann.

----_------_--------___----------______-------______------______-

Ende

Ich sah gestern einen Teenager, der sehr wahrscheinlich keine höhere Schule besucht, du geistige Tiefebene, damit bin ich gemeint, wie er einer Teenagerin mit Kopftuch – noch ohne Pinguinstyle – a Watschn gab. Mitten in der Öffentlichkeit? Nee, auf der Donauinsel. Der Wortmacher unterstellte der Szene: Er hat ihr eine gelangt, weil sie hoch hinaus möchte. Über die Dächer Wiens. Aber keine mit der Faust. Noch wollte er ihr nicht zeigen „wo Gott wohnt." Der wohnt und lebt noch wie der alte Holzmichl im Refrain? Ja. Aber in meinem Fall hat dieser Gott die Möbel vom Tischler und nicht vom Möbel-Discounter.

Einerseits dominiert die XXXLutz-Gruppe mit ihren Ablegern Möbelix und Mömax im Grunde den österreichischen Discount-Möbelmarkt, und andererseits macht sie mit der ‚Möbel-Mafia‘ eine Werbekampagne, die genau jene Praktiken persifliert, die man Branchenriesen wie eben der XXXLutz-Gruppe nachsagt.

Und jetzt, in der warmen Jahreszeit, wimmelt es nur so von Jungs, die mit der Gesellschaft das „Ausweichspiel“ spielen – wie ich einst am Gehsteig, wenn ich direkt auf Männern zusteuerte, die viel mehr zu verlieren hatten als ich, glücklich nur dicht -also angesoffen, weswegen sie zuerst den Schwanz einzogen und auswichen. So wie du heute ausweichend auf die Frage antwortest, warum du dich durchs Leben schnorrst. Genau.

Die können nichts und ich konnte einst genauso wenig. Dafür. Der ist gut. Aber einen Unterschied gibt es. Ich wollte ja nur spielen und a Hetz(e) haben vordergründig, weil hintergründig alles so schrecklich war. Jungs von heute, ohne Anbindung an die kleinstbürgerliche Matrix, mit ihrem herrschaftlichen Anspruch, wollen nicht nur spielen. Auf ihren entfesselten, nee entdrosselten E-Scootern fahren dich einfach über den Haufen wenn du nicht ausweichst. Möglicherweise haben sie auch einen ganz anderen Ehrenkodex, so wie man(N)noch einen ganz anderen Arbeitsethos hatte. Verlierer wie ich gingen zum Militär. Verlierer von heute gehen zum IS. Siehe oben oder die beinahe Attentäter des Taylor Swift Konzert in Wien.

"The Times They Are A-Changin'."©️Bob Dylan

Was ist jetzt mit der Oreschnik? Was soll mit ihr sein? Wird sie Schaschlik aus uns machen? Zwecks Prävention und Kulminierung unserer Angst? Wovor? Na, vor den Russen. Kommen die schon wieder? Also in einem meiner Texte, die ich geschrieben habe, schon. Da wixxen sich russische Soldaten vor unserer Haustür einen herunter. Der alte Sergej Lawrow wäre natürlich viel komischer. Unerhört so etwas zu schreiben. Stimmt. Wenn einer unerhört ist dann bin ich das. Der Text kugelt jetzt irgendwo hier herum und wird der Welt sehr wahrscheinlich vorenthalten bleiben. Da entgeht der Welt so einiges. Das ist einer von jenen Texten die die 15 schaffen. 15 Seiten? Nee, das ist ein Insider.

Aus der Astrobiologie.
Was ist Leben? Und wie kann es sein, dass eine Ansammlung von leblosen Atomen, richtig zusammengesetzt, lebendig wird? Was also unterscheidet einen Stein von einem Seepferdchen, einen Roboter von einem Menschen?

Damit im Universum komplexe Moleküle entstehen können, müssten in einem System, beispielsweise der Vorläufer einer biologischen Zelle, Informationen gesammelt werden, wie man Atome auf eine bestimmte Art zusammenfügt. »Das ist es, was wir lebendige Materie nennen«, sagt Walker.

Leben, könnte man also sagen, ist ein Prozess, der das Unwahrscheinliche wahrscheinlich macht. SPIEGEL 22/2026

Woraufhin der Wortmacher wir ins Ohr flüsterte. Das aus dir noch etwas wird kann man gänzlich ausschließen. Was sagt uns das? Genau in dem Moment grüßte ich den Radl-Hermann. Der grüßte sogar zurück. Ein paar Minuten später stand ich neben dem Hydranten und füllte meine Wasserflasche auf. Wortlos radelte er an mir vorbei. Woraufhin ich mir dachte: Das sind also die Früchte meiner Beziehungsarbeit die ich geleistet hatte. Wie ein Bekloppter habe ich den Mann gegrüßt, während er Schlangenlinien fuhr. Freundlich unterwandert habe ich sogar ein Gespräch mit ihm gesucht. Besser gesagt in ihm.

Und dann ist der Mann ohne Aufhänger über seinen drogensüchtigen Sohn hergezogen, der angeblich schon einen Geburtsfehler hatte. Weshalb aus dem ja nichts werden konnte außer ein Junkie. Der Gedanke liegt dem Radl-Hermann viel mehr am Herzen als das Wohlbefinden seines Sohnes. Vor dem er sich im Juli und August immer eine Auszeit nimmt. Da lädt er seinen Sohn nicht einmal im Monat ins Gasthaus ein. Woraufhin ich mich fragte. Kann sich der Sohn vor free auch ein Getränk zum Essen bestellen oder muss er darauf verzichten, so wie der Radl-Hermann immer auf ein Getränk verzichtet wenn er im Gasthaus zum Mittag ist. Man(N) muss ja sein Geld beisammen halten. Im Leben wird einem ja nichts geschenkt. Doch das Leben. Der ist gut. Gleichzeitig hatte aber zu viel Pension um in einer Gemeindewohnung leben zu können. Darauf kam er zu sprechen weil seine Miete erhöht wurde.

Wer mehr als 61.280 € netto im Jahr oder 4.377 € netto im Monat (14 Mal im Jahr) verdient, kann nicht mehr um eine Gemeindewohnung ansuchen. Ansuchen kann man natürlich schon nur wird man keine mehr bekommen. Wie eben der Radl-Hermann. Was natürlich eine glatte Lüge ist. Welcher Krankenpfleger bekommt in Österreich so eine hohe Pension.

Aber ansonsten geht's dem Radl-Hermann ganz prächtig. Möglicherweise empfindet er die kurzen Unterhaltungen mit dir als unangenehm. Oder dich als Person. Gut möglich ja. Mein Eindruck ist aber ein anderer. Der Mann ist ein dunkles schwarzes Loch. Neben dem existiert kein Leben. Der radelt jeden Tag und bei jedem Wetter gegen seine Auslöschung an. Was anderes hat der Mann nicht im Sinn. Der will 200 Jahre alt werden. Der will einfach alle nur überleben. Der interessiert sich nicht für dich oder andere Menschen wie seinen drogensüchtigen Sohn. Letztes Jahr riss der Kontakt zu seinem drogensüchtigen Sohn auf einmal ab. Heuer im März hatte er in seiner Erzählung noch immer keinen Kontakt zu seinem Sohn. Woraufhin ich ihn verstört fragte: „Verstorben wird er ja nicht sein oder? Weil dann hätten sie dich ja verständigt. Oder nicht?

Nachdem der Radl-Hermann wortlos an mir vorbei geradelt war überholte ich ihn noch einmal. Natürlich ohne Sprachangebot. Es gibt wirklich total bekloppte Männer. Darüber wird viel zu selten gesprochen. Vor allem von Männern. Aber du hast doch selbst einen an der Waffel, versucht mich der Deichgraf, der hier die Stimme der Vernunft imitiert auf dem Boden der Realität zurückzuholen. Das mag schon stimmen. Aber ich stelle mein Blog nicht seit Jahren jedes Mal neu ein wie der Opa, sobald meines online sieht.

Und was ist jetzt mit der 15?
Eine entscheidende Rolle in Walkers Theorie des Lebens spielt eine Zahl. Sie nennt sie »assembly index«, auf Deutsch »Konstruktionszahl«. In ihrem Buch »Life as No One Knows It« veranschaulicht Walker die Idee anhand von Legosteinen: Man soll sich vorstellen, aus vielen bunten Steinen ein Objekt zusammenzubauen, etwa eine Figur. Ist es dann fertiggestellt, kann man es von da an immer wieder als Einheit benutzen. Die Konstruktionszahl gibt das Mindestmaß an Schritten an, um das vollständige Objekt zusammenzusetzen. Je höher die Zahl, desto komplexer das Objekt.

Zahl des Lebens
In einem Experiment untersuchten Walkers Kollegen verschiedene Objekte, manche leblos, manche Produkte des Lebens: Aminosäureverbindungen, Kalkstein, Kohle, Hefezellen, Bakterien. Anstatt sie zusammenzusetzen, gingen sie umgekehrt vor. Sie zerlegten sie mithilfe von Massenspektrografen, einer Art Waage für Moleküle, in sich wiederholende Einheiten. So bestimmten sie die Konstruktionszahl – also die minimale Zahl von Schritten, die nötig wären, um das Objekt wieder zusammenzufügen.

Das Ergebnis überraschte das Forschungsteam: Proben aus biologischen Prozessen erreichten Werte von bis zu 34. Dagegen kam kein einziges Objekt unbelebten Ursprungs auf eine Kennzahl von über 15. In den Proben schien die Zahl 15 eine unsichtbare Grenze zu markieren: zwischen unbelebter und belebter Materie. Walker sagt: »Nur das Leben kann wirklich komplexe Moleküle in großer Zahl bauen.«

Sara Walker sagt, sie habe schon immer etwas »wirklich Grundlegendes verstehen« wollen. »Mich fasziniert, wie der Geist die Gesetzmäßigkeiten der Natur durchdringt.«

Gesetz des Falles......

... link (6 Kommentare)   ... comment


Montag, 25. Mai 2026
TAPPE & TASTKINO 2.1 Frei nach VALIE EXPORT
Einst tasteten die Spießer in VALIE EXPORTs Tappe & Tastkino nach ihren dunklen Begierden.
Heute tastet das halbe Volk nach Pfandflaschen.
Du Flasche.
Viel mehr leer als angebracht.
Da tröpfelt es doch nur noch.
Nicht jetzt.

Jeder Mülleimer ein Tappe & Tastkino des Niedergangs.
Auf der Donauinsel klappert ein alter Asiate einen Kübel nach dem anderen ab. Einen großen blauen Müllsack im Schlepptau. Das war Arbeit. Harte Arbeit.
Und das an einem Sonntag, wo selbst der Herrgott die Arbeit ruhen lässt.
Deswegen ist auf dieser Welt immer Sonntag, immer wieder Sonntags. Da kommt die Erinnerung - an Cindy und Bert.
Der ist gut.

Dann die Frau am Altkleidercontainer, mittleren Alters, Typ Minderheit , Typ Fahrende, von Rumänien rüber nach Österreich, die Hände tief im Schacht.
Die wirkte ziemlich unzufrieden.
Wegen der Qualität der Altkleider?
Oder über ihren Körper?
Was sind das für Fragen?
Ein Griff in den unbrauchbaren Überfluss, in fremden Abfall.
Der Hoffnungen weckt. Nach einem besseren Leben.
Aber sie nennen das nicht Müll oder Abfall. Wer?
Na die, die Ansage machen.
Die sagen vintage.
Gibt es auf Plattformen wie Chrono24 oder Watchfinder auch eine Royal Oak von Audemars Piguet zu kaufen?
Scheiße, stellst du fragen.
Ich habe letztens auf willhaben.at eine gebrauchte Trainingshose gekauft.
Wie neu. 11 €

Womöglich suchte die Frau nach jener Hundeleine, an der ich zeitlebens gehe.
Das ist nicht eine mit Nieten sondern eine für Nieten. 😂
Wenn sie in öffentlichen Mülleimer wühlen?
Nee, die machen was mit Plattformen im Netz.
In dem wir alle zappeln.
Aber diese beiden Zeilen gehören woanders hin.
Die sind gewissermaßen heimatlos.
Du billiges Accessoire der Wohlständigen, der alles billigend in Kauf nimmt. Dein Selbstwert wird am Mercato di Poggioreale in Neapel gehandelt wie billigste Taroccato-Ware.
Du Hundling unter den Schnorren. Du hältst dich für einen ganz Smarten.

Geh, meine Verunstaltung lässt sich nicht exportieren. Mich haben Spießer domestiziert und in der Pfeife geraucht, die noch zu Staatsbürgern zusammengeschlagen werden mussten. ©️Peter Weibel / VALIE EXPORT / 18. April 1969 im Zürcher Volkshaus.
Der Abfall der Erinnerung.
Da taste ich nach der Wahrheit. Was für eine Wahrheit.
In Beziehungen gibt es keine objektive Wahrheit, weil wir die Realität immer nur durch den Filter unserer eigenen Verletzungen sehen.
Die filtert alles heraus was nicht zu unserer eigenen Erzählung passt.
Im ersten Anlauf hatte ich der geschrieben statt die.
„Der pariert nicht". ©️Die Um2.

Noch immer? Wo?
Im Haus. Der Um2. Im Haus vom Goadfather.
Unbehaust. Wie eine Nacktschnecke die eine frisch geputzte Fensterscheibe hoch kriecht.
Das will niemand sehen.
Im Haus meiner Kindheit.
Dass mich zertreten und zerschmettert hat.
Wo ich im Keller, in der obersten Schublade der Kommode, die klemmte, im Blindflug und im Überdruss, - jetzt ist Schluss -mit lustig - jetzt hat der Goadfather ein Machtwort gesprochen, im Abfall meiner Erinnerung taste.
Die Miss Texas aus dem Jahr 1984 mit einem Herrenmagazin.
Ich war aber kein Herr.
Ich war ein Teenager.
Dem jeden Mut zur Tragödie fehlte.
Unverstanden, unglücklich, unten drunter.
Noch unglücklicher.


Passt es?
Hat es jemals gepasst?
Paste - Leberpaste - Copy & Paste

Hast du was passendes gefunden?
Wo im Müll der Anderen?
Im unnötigen Palast, du Ballast-Existenz.
Abgeworfen, verworfen, verkrochen in der Scham.
Im Kriechgang, kriechst du noch immer auf den Knien.
Du Wappentier der Hundselendigkeit.
Geh, ich bin das schönste Tattoo der Miss Texas aus dem Jahr 1984.

Im Tapp & Tastkino der Verklärung,
bist du der Rattenschwanz, der hirnlos mit seinem Herren wedelt,
Die haben sie auch das Sorgerecht auf dich selbst entzogen wie 1970 der Vali Export auf ihr eigenes Kind.
Das eh bei der Schweister aufwuchs.
In Goadfather seiner Hand bist du das Pfand,
dass der nicht einlöst und dich erlöst,
zappelst wie ein Fisch am Trockenen, der nach Luft schnappt,
übergeschnappt, eingeschnappt,
die Tischfalle,
wo ich noch immer das in mich hinein fresse was mir die Um2
vorgesetzt hatte.

Die junge Um2.
Heute ist sie eine alte Frau mit weißen Haaren am Kinn.
Lade, oberste Schublade, in der alten Kommode im Keller die klemmte.
Ich eingeklemmt, in der Enge, die Zwänge.
Guck, der sagt ich..

Scheiße, ist das alles düster, unterbricht mich der Wortmacher.
Und immer deine alte Leier.
Hast du keine Eier?
Hast du nichts anderes zum niederschreiben, was mit Charme, bevor es sich wieder gegen dich auflehnt.

Doch hab ich.
Der T. Hat einen neue Batterie für seinen Rollstuhl mit Joystick.
Der Joystick ist der Dildo für Schwerstbehinderte.
Diese Batterie hat richtig Wumms.
Die schafft jetzt 75 km am Stück.
Also haben wir ausgerechnet wie lange er unterwegs wäre mit 13 kmh und bei 18 Stunden Ladezeit, bis er am Meer wäre, in Jesolo, wo die Frauen sind.
Ja, wiederholte ich, wo die Frauen am Strand sind.
Es sind 7 Tage und ein kleiner Rest am 8. Tag.
Und dann wärst Du am Strand in Jesolo.
Bei den Frauen wiederholte ich.
Da strahlte er.

Ende

... link (0 Kommentare)   ... comment


Sonntag, 24. Mai 2026
Was ich noch unbedingt loswerden wollte.
Auf deutsch Rakka, du Racker. Rackerst du noch immer wie bekloppt an jeden verfluchten Sonntag, wo du zum Schweigen verdammt bist. Obschon du dauernd bemüht bist das Gespräch am Laufen zu halten mit dem Goadfather. Letzten Sonntag hat er wieder wie bekloppt geschuftet. Nicht nur er. Selbst die 14-jährige Tochter eines Hamburger Reeders. Der wurde nichts geschenkt. 12 Stunden Tage. 14 Stunden Tage. Geht schon, selbst wenn es nicht mehr geht, musste wie blöde geschöpft werden. Wie ich in den großen Ferien, sagte ich zum Goadfather, zwecks Link in die gemeinsame Vergangenheit, über die wir sogar sprechen könnten, ohne das Thema wechseln zu müssen. Wie du vorgestern deine Unterhose. Der Wortmacher. Über diese Zeit müssen wir nicht den Mantel des Schweigens legen.

Um 10 Uhr rauf auf die Tanke und um 22 Uhr waren wir dann wieder daheim. Natürlich dachte ich, der Goadfather wird darauf einsteigen und das irgendwie auch würdigen. Allerdings wollte dir viel lieber über diese 14-jährige Tochter des Reeders reden statt über uns. Obschon wir bekloppt schufteten. Die Um2 natürlich auch. Er war wieder mal in seine Hamburg-Schwärmerei abgedriftet. In die Tage als er noch ein junger Kerl war der die Welt sehen wollte. Natürlich habe ich ihn reden gelassen. Dabei flüsterte mir eine Stimme ins Ohr. Scheiße bist du im Arsch. Darüber habe ich eh in einem Text geschrieben. Ausführlicher geht's kaum. Ich bin nicht im Vaterland - ich bin in Vatershand reimte ich über die Insel radelnd. Keine gute Ausgangsposition.

Über meine 25 Jahre lebenslänglich + 5 Jahre Sicherheitsverwahrung in den zerfranzten Rändern der Idylle, wo es mir an nichts mangelte. Eben wegen dem Goadfather. Genau. Auch wenn mein Oxytocin-Spiegel so niedrig sein soll wie der niedrigste Gipfel der Dutch Mountains, der sogar unter Meeresspiegel liegt und sich nicht rührt. Niedrige Arbeiten. Die hatte ich zu verrichten, wegen meiner beiden linken Hände, die wie ✂️ den goldenen Boden des Handwerks zerschnipselten. Wofür ich überhaupt nichts konnte. Ich wurde zu meinem eigenen Unglück gezwungen. Vom Goadfather? Ja. Und wie sieht der das heute? Viele Jahrzehnte später. Du bist lustig. Du Scherzkeks. Die sind sowieso mein Grundnahrungsmittel. Ich bin ja gezwungen alles ins Lächerliche ziehen zu müssen. Ziehe ich nicht alles ins Lächerliche wird so schrecklich dass es nicht zu ertragen ist für mich. Und das wolltest du noch unbedingt erzählen.

Nee. Aber nachträglich noch etwas über unsere Migranten, die in der veröffentlichten Meinung nur noch im Gras auf der Donauinsel sitzen und vor sich ins Leere starren. Einige sitzen nicht die hocken in den Knien. Die Wohlbedachten sitzen wenigstens noch auf einer Decke im Gras und spielen Karten. Einige schaffen nicht einmal mehr das. Die kannst du nicht mehr integrieren. Die formalen Hürden sind zu hoch. Damit bist du bestens vertraut. Brüllt der Scheißhausdämon vom anderen Inselufer herüber. Stimmt. Formal gesehen pfeife ich aus dem letzten Loch. Otis Redding – "(Sittin' On) The Dock of the Bay".

In Europa gibt es zunehmend mehr Menschen, die hier aufwachsen und zur Gesellschaft gehören, aber deren Grundprinzipien ablehnen, und das sehr selbstbewusst, egal, ob es dabei um Meinungs- oder Religionsfreiheit, um Gleichberechtigung, Selbstbestimmung oder das Thema historischer Verantwortung und Antisemitismus geht. Es gibt in Europa bereits Orte, in Paris, London, Brüssel, Berlin und auch Wien, wo unsere Gesetze weniger gelten.“

Wie lässt sich eine Religion, die von ihrem Ursprung her die Trennung zwischen religiöser Gemeinschaft und politischem Staat nicht kennt, mit einem modernen, freiheitlich und pluralistisch verfassten Rechtsstaat vereinbaren? Ein Euro-Islam zeichnet sich am Horizont nicht ab. Quelle: Die 'Presse'/ Meinung / Hans Winkler

Dazu passt:
„Rückführungsquote von 28 Prozent ist inakzeptabel“
Eine entsprechende EU-Verordnung, die auch die Einrichtung von Return-Hubs für abgewiesene Asylwerber in Drittstaaten ermöglichen soll, hängt derzeit noch in den Trilog-Verhandlungen zwischen Kommission, Europaparlament und Mitgliedstaaten fest; die Verhandlungen wurden diese Woche auf Anfang Juni vertagt. Brunner drängt zur Eile und zeigt sich unzufrieden über die EU-weite Rückführungsquote von nur knapp 28 Prozent im Jahr 2025 (Laut Eurostat-Daten gab es 491.950 Personen mit negativem Bescheid, aber nur 135.460 tatsächlich Abgeschobene).

Ab dem 12. Juni 2026 wird das neue EU-Asylrecht (GEAS) für alle Mitgliedstaaten verpflichtende Praxis. Ab diesem Stichtag müssen die neuen Regeln bei jedem neuen Asylantrag angewendet werden.
Das Wichtigste aus dem Pakt:
Grenzverfahren: Asylsuchende mit geringer Bleibechance werden direkt an der EU-Außengrenze in bewachten Zentren geprüft und bei Ablehnung sofort abgeschoben.
Das sind die 20-prozentigen.
Verpflichtende Solidarität: EU-Länder müssen entweder Geflüchtete aufnehmen oder hohe Ausgleichszahlungen (ca. 20.000 € pro Person) leisten.
Klarna akzeptiert auch Rechnungen. Die nach 30 Jahren bezahlt werden müssen.
Lückenlose Registrierung: Biometrische Daten (Fingerabdrücke/Fotos) werden EU-weit bereits ab dem 6. Lebensjahr gespeichert, um Mehrfachanträge zu verhindern.
Schnell-Check: Jeder Ankömmling wird innerhalb weniger Tage registriert sowie einer Sicherheits- und Gesundheitsprüfung unterzogen.

Insidern zufolge wird auch der Cholesterinspiegel der Asylbewerber und Migranten erhoben. Natürlich auch die Triglyceride und das ​Lipoprotein(a)

Das Lipoprotein(a) ist ein genetisch bedingtes Blutfett, das wie „klebriges LDL“ wirkt.
Das Gefährliche:
Es fördert massiv Gefäßverkalkung und Blutgerinnsel. Das Problem dabei: Es lässt sich weder durch Sport noch durch Ernährung senken – das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall ist also trotz gesundem Lebensstil erhöht.

Machst du jetzt einen auf Gesundheitsapostel?
Nee, hatte ich aus dem Wissenschaftsmagazin NANO/3sat. Ich gucke das immer nebenher wenn ich versuche meinem körperlichen Verfall ein wenig Einhalt zu gebieten. Kulturzeit natürlich auch. Es ist immer ein guter Zeitpunkt für Kultur. Schon fluchte ich über meinem Unterleib. Ist auch was genetisches wie möglicherweise mein kleines Handicap das mich ja völlig ausgelaugt hat und ruiniert. Oben herum - Dumm Dumm + Geschosse. Krieg in der Ukraine: ARD meldet nach russischen Angriffen Schäden an Studio in Kiew +++ Russland bestätigt Einsatz von Oreschnik-Rakete. Natürlich lasse ich mir das nicht anmerken. Ich habe mir eine Fassade aufgebaut wie andere sich ein schönes Leben mit Familie und Karriere und so. Und das findest du lustig? Schon ja. Und das wolltest du noch unbedingt loswerden. Nein.

Ja was zum Thema Muslime. Da gab es einen schrecklichen Vorfall in San Diego/ USA. Was heißt hier Vorfall. Es war ein schreckliches Attentat.

Zwei junge Rechtsextremisten übertrugen ihren tödlichen Anschlag auf eine Moschee in Kalifornien im Internet.

Gemeinsam mit dem 17-jährigen Cain Clark hatte Vazquez am Montag das Islamic Center of San Diego, die größte Moschee der Stadt, angegriffen. Sie erschossen drei Menschen. Eines der Opfer ist Amin Abdullah, ein Sicherheitsmitarbeiter der Moschee. Er schaffte es noch, die Menschen im Gebäude zu warnen. Dadurch sei ein größeres Massaker verhindert worden, gab die Polizei bekannt. Unter anderem sei wohl Dutzenden Schülern, die sich auf dem Gelände befanden, das Leben gerettet worden.

Nach ihrer Tat entschlossen sich Clark und Vazquez, zu sterben. Nach ersten Ermittlungen dürfte dabei einer der Attentäter zunächst den anderen erschossen und dann Suizid begangen haben. Quelle: Die 'Presse'.

Dazu notierte ich: An Weltvertrauen hat es den beiden anscheinend nicht gemangelt. Wehe du fragst mich jetzt wie meinst du das?

¡Dios mío!



Der wärst du gerne, was? Ja.
Seit das Hinauströpfeln stark abgeklungen ist, gehe ich....

... link (0 Kommentare)   ... comment