Donnerstag, 28. Mai 2026
Der KI-Exorzismus
der imperialist, 21:59h
Szene 1 bis mir der Wortmacher wieder eine Szene macht wie eine KI in naher Zukunft. Die neue Zukunft und das zeitnahe. Nicht wirklich neu das Thema. Was wird uns die Zukunft bringen. Laut einem Artikel in der "New York Times"sind wir in Europa total im Arsch. Deutschland natürlich auch. Vor allem Deutschland Deutschland. Technologisch im Hintertreffen und das billige Russengas ist auch Geschichte. Die aber trotzdem erzählt wird. Nur davon ist in diesem Text nichts zu spüren. Der ist ganz bewusst so angelegt, dass des keine Sau lesen kann. Endlos abschweifend. Aber passt schon. Ich habe noch nie entsprochen. Nicht einmal dann, wenn ich mir wirklich Mühe gab. Lesezeit ca 🤣🤣🤣
(Das Handy liegt auf dem Tisch und blinkt fröhlich abwechselnd pink und blau).
Erzähler: Wir wollen hier ja auch keine Fragen nach dem Verhältnis der Geschlechter stellen, sondern eine befriedigende Antwort auf die Frage geben, du Nehmer-Existenz, die die Antwort schuldig bleiben muss – wie sehr oft in der Kunst. Wenn Künstler:innen gefragt werden, welche moralische Lehre oder klare Botschaft das Publikum aus ihrem Werk ziehen soll, antworten sie oft fast schon rituell: ‚Ich möchte mit meiner Kunst keine Antworten geben, sondern nur Fragen stellen.‘ Wie kleine Kinder die auch so gerne Fragen stellen. Warum haben Menschen verschiedene Hautfarben.
Warum kann ich nicht alle Menschen verstehen? Gute Frage. Die stelle ich mir seit vielen Jahren. Wo war ich, bevor ich geboren wurde? Warum hat Der Schizophrenist bis heute noch nix gelernt. Warum fällt der Mond nicht vom Himmel? Weil ihm in Kärnten einst die Sonne zuvorgekommen ist. Wo ist das Gestern hin? Wenn alle Fische im Meer gleichzeitig Durst haben, warum trinken sie dann das Meer nicht irgendwann leer wie eine Flasche Cola? Nicht Cola. Was Gesundes natürlich. Ingwer-Dingsbums-Drink. Wenn der Mond nachts wach ist, schläft dann die Sonne im Bett oder auf der Couch? Kann mein Schatten auch mal schneller wie ich rennen? Wenn ich meinen Namen vergesse, bin ich dann jemand anderer? Das ist eine wirklich gute Frage. Wenn ich eine Frage vergesse, weiß die Frage dann, dass sie fehlt? Die Kunst stellt nur Fragen. Siehe die Milo Rau /Wiener Festwochen. Sobald es eng wird (Einladungen Currentzis/Star-Dirigent / irgendwie Russisch / Tech-Vordenker Peter Thiel) bleibt er eine Antwort schuldig.
Kein Wunder, dass Kunst nicht wirklich ernst genommen wird in der guten alten Zeit, der gute alte Jimmy. Der noch zum 🏳️🌈 ging. Jetzt Jasmin – wie einst die Revolution, als der arabische Frühling begann, der dann in eine neue Eiszeit mündete. Und als man sich dachte: Na ja, der arabische Raum, reimt sich auf kaum - Freiheit und echte politische Teilhabe, überfielen die USA & Israel, diese diabolischen Zwillinge, Iran, wie einst die Nationalsozialisten & Russland Polen. Nur a Schmäh.
Was ist jetzt mit dem humanitären Völkerrecht? Was soll damit sein. Das hat seinen Anspruch auch durchgesetzt zu werden, merklich zurückgeschraubt, wie die USA & viele EU-Staaten ihre Entwicklungshilfe.
Seit den massiven US‑Kürzungen 2025 zieht sich die internationale Gemeinschaft spürbar aus der humanitären Hilfe zurück: Die USA strichen 83 % ihrer USAID‑Programme, weltweit fielen die Mittel laut FTS von rund 23,97 Mrd. € auf 7,34 Mrd. €, und auch europäische Staaten verlagern Gelder zunehmend in innenpolitische Projekte oder nahe Krisen wie die Ukraine; Deutschland senkte sein Budget auf 10,06 Mrd. € (–251 Mio. € seit 2025, fast –20 % seit 2023), Schweden kürzt über 930 Mio. € in Afrika zugunsten der Ukraine, und selbst große internationale Organisationen wie UNHCR und WFP müssen 2026 mit weniger auskommen.
Was sind die Folgen? Fragt ein Erwachsener. Warum hilft denen keiner? Würde ein Kind fragen.
Da Organisationen wie das WFP und das UNHCR gezwungen sind, lebensrettende Rationen und die medizinische Basisversorgung in ohnehin fragilen Regionen drastisch zu kappen, drohen akute Hungersnöte, Cholera-Ausbrüche und der Kollaps ganzer Flüchtlingslager. Das dadurch entstehende Machtvakuum im Globalen Süden wird zunehmend von extremistischen Gruppen oder geopolitischen Akteuren wie China und Russland besetzt, während die Perspektivlosigkeit vor Ort unweigerlich neue, unkontrollierbare Fluchtbewegungen auslöst. Am Ende zeigt sich, dass der vermeintliche Sparkurs der westlichen Staaten die globalen Krisen nicht löst, sondern sie nur verzögert und in Form von Instabilität und Migrationsdruck direkt vor die eigenen Haustüren.
Eben gab es im Kongo einen Ausbruch von Ebola. Ja und? Ebola bricht im Kongo doch andauernd aus.
Durch die drastischen Kürzungen der USA und europäischer Staaten bei der Entwicklungshilfe sind weltweit schätzungsweise 350.000 bis 400.000 Arbeitsplätze im NGO- und UN-Sektor verloren gegangen. Da die Gelder direkt in die Projektarbeit fließen, trifft dieser Einbruch zu über 90 % die einheimische Bevölkerung in den Krisengebieten: Allein vor Ort haben rund 320.000 bis 360.000 lokale Angestellte – darunter etwa 100.000 Ärzte und Pflegekräfte, 150.000 Logistiker, Fahrer und Wachleute sowie rund 80.000 Lehrer in Flüchtlingslagern – ihre Jobs verloren, während auf die internationalen Zentralen und Expats im Westen etwa 35.000 gestrichene Stellen entfallen. Sagt wer?
Na dieser Text. Der darauf hinweisen möchte, dass - des - Diese male pes - diese male pumpernes - am Geschlecht - zerfranzen sich die Geister, weil die biologische Geschlechterzugehörigkeit, logischerweise eine Falle. , in die irgendwann eine jede Person tappt. Grandios in dieser Sache ist die Spiegel-Journalistin Anja Rützel. Die hat uns bekloppte Männer schon so oft dekonstruiert, und das ziemlich treffend, dass ich jedes Mal lachen muss, wenn ich mir einen Artikel von ihr vorlesen lasse. Die macht mit Worten aus einem Testosteron-Trottel ratzfatz ein vegetarisches Gericht. Zu Gericht sitzt sie auch. Ihr Spezialgebiet: Trash-TV.
Die beiden Männer heißen Tim und Sebastian, und damit gibt es im deutschen »Bachelor«-Wesen nun offiziell doppelt so viele Sebastiane (vier) wie nicht-weiße Junggesellen (zwei). Tim sagt, für ihn habe es in den letzten vier Jahren außer Arbeit und Sport nichts Bedeutsames gegeben. Auch Sebastian scheint extrem sportzentriert zu leben, denn seine Mutter sagt, es werde Zeit, dass er auch mal eine Frau nach Hause bringe und nicht mehr so viele Medaillen.
Man muss RTL fast dankbar sein für diese neue Ehrlichkeit. Das Format tut erst gar nicht mehr so, als habe es zwei romantisch überqualifizierte, mirakulös unverpaarte Männer ausgegraben, die bislang unverschuldet in Einsamkeit darben. Die Show schickt uns zwei Beziehungspraktikanten, und wären sie mit vergleichbarer Eignung zum Beispiel bei »Deutschland sucht den Superstar« (DSDS) vorstellig geworden, hätte man sie sehr wahrscheinlich schon beim ersten Jury-Vorsingen mit groben Scherzen vom Showhof gejagt.
Die Typen sind zwei Vollpfosten. Zwei gutaussehende Vollpfosten. In der Funktion als Bachelors tätig.
Vielleicht sind wir damit in einer neuen Ära der formatinternen Selbstabsenkung angekommen. Schon der Umstand, dass man bereits in der dritten Staffel gleich zwei Bachelors zu brauchen glaubt, wirkt eigentümlich desillusioniert. Als reiche das Elend eines einzelnen Mannes dramaturgisch nicht mehr, als müsse man es spiegeln, verdoppeln und in Stereo als ein kleines Doppelporträt männlicher Beziehungsauslagerung ausleuchten.
(Quelle: SPIEGEL 22/2026)
Trotzdem fährt RTL Limousinen voller Frauen vor, als handele es sich bei ihnen um mobile Entwicklungshelferinnen im Abendkleid. Warum diese Frauen da mitmachen, bleibt in diesem Artikel ein Rätsel. Darüber erfährt man überhaupt nichts. Da ich kein Trash-TV gucke – ich gucke natürlich schon, nur anders –, bringt einen dieser Artikel nicht weiter, weil man so gut wie nichts über die Beweggründe erfährt, warum so viele Frauen da mitmachen. Was sind deren Erwartungshaltungen? Worum geht es denen? Darüber wird keine Auskunft gegeben, und man tappt im Dunkeln.
Horst Tappert. Nicht jetzt. Jetzt machen wir nichts mit dem Mitglied der 3. SS-Panzer-Division „Totenkopf“, Eintritt 1943. Hier muss man keinen Eintritt bezahlen, um gelangweilt zu werden. Naja. Selbst wo alles völlig umsonst ist, kostet es Lebenszeit. Liest du deine Texte auch hin und wieder mal durch – einfach nur so? Oder um dir einen Überblick zu verschaffen? Du bist lustig. Vordergründig muss geschrieben werden. Gelesen wird dann von der übernächsten Generation, und zwar eifrig. Nach der Apokalypse. Da werden nur noch 3 % der Menschen Strom haben und auch sonst reichlich Energie. Der Rest der Menschheit wird sich um ein paar Krümel prügeln.
Wie gefährlich ist Peter Thiels Gedankenwelt? Francesca Bria sieht Thiel als einen zentralen Bestandteil der „patriotischen Tech“, einem rechten Netzwerk von US-Tech-Unternehmern, das sich durch die ideologische und finanzielle Unterstützung von Trump und J.D. Vance in den Staatsapparat eingekauft haben soll. Einen Zehn-Milliarden-Dollar-Deal zwischen Palantir und dem Pentagon im Juli 2025 beschrieb Bria als „eine strategische Übergabe zentraler Militärfunktionen an ein privates Unternehmen, dessen Gründer Peter Thiel erklärt hat, dass ‚Freiheit und Demokratie nicht mehr vereinbar sind‘“.
Dazu notierte ich: Der Katechon hält nach traditioneller christlicher Deutung das Erscheinen des Antichristen und damit das Ende der Welt auf. Ich will es nur rechtzeitig aufs Häusl schaffen. Viel weiter hinaus möchte ich nicht mehr. Falls es nach dem „Überfall“ überhaupt noch Toiletten gibt.
Das Szenario geht so: Russland greift Litauen an. Die NATO ist zum Beistand verpflichtet. Russland zerstört daraufhin die herkömmlichen Nachschubrouten der NATO, die beispielsweise von Rotterdam über diverse NATO-Staaten laufen. Die NATO muss also ausweichen. Die naheliegendste Möglichkeit: über das neutrale Österreich, den Brenner-Tunnel, den Karawanken-Tunnel und so weiter. Russland greift nun also auch Österreich an – mit Raketen, Drohnen und eingeschleusten Saboteuren. Tunnel werden zerstört, Straßen, Eisenbahnnetze, Brücken, E-Werke, Kasernen; auch Städte wie Wien, Graz und Linz sind betroffen. Es ist ein Krieg Russlands „in der Tiefe“, wie es im Fachjargon heißt.
Geschildert wird diese Fiktion vom renommierten Militäranalysten Franz-Stefan Gady, der auch das Bundesheer berät, in seinem erschienenen Buch „Überfall“. Das österreichische Bundesheer kommt darin übrigens ganz gut weg. Die Politik, verhaftet im Denken von Neutralität und Pazifismus, hingegen weniger.
Was ist das nun? Ein notwendiger Denkanstoß? Oder schlicht Panikmache? Wieso sollte Russland, das militärisch schon in der Ukraine überfordert zu sein scheint, noch einen Krieg mit halb Europa anzetteln? Nur um die Beistandsbereitschaft der NATO auszutesten? (Quelle: Die Presse)
Ein Asterix-Heftchen wird in dieser Dystopie ein unglaublich teures Rauschgift sein. Nicht Rauschgift – Tauschgut. Aso. Aber das spielt jetzt keine Rolle. Denn hier geht es jetzt zum Rollenspiel, in dem du vor deiner eigenen Wahrheit zurückschreibst. Der Wortmacher. Geh, so ein Blödsinn. Gehst du mir manchmal auf die Nerven.
KI (freundlich, aber bestimmt): „Liebes Kind, iss den Stiel vom Apfel. Das ist der Zauberstab vom Apfelkönig. Wer den isst, bekommt Superkräfte.“
Das Kind (kaut artig): „Bald bin ich so stark wie Superwoman und ihr bester Freund, der Ken?“
Erzähler: Der musste sein.
Mutti: „Kim! Grundgütiger. Warum kaust du auf Holz?!“
Das Kind: „Die KI sagt, das ist der gesündeste Teil vom Apfel.“
Mutti (stößt den Vater an): „Vati, sag auch mal was!“
Vati (schüttelt den Kopf): „Besser als den Kern einer Marille.“
Erzähler: Jetzt wird er was mit Blütezeit und Jugend anpassen.
Mutti: „Das ist der falsche Zugang. Du kannst nicht immer den lieben Papi machen, der zu allem Ja und Amen sagt, was das Kind so anstellt, und mir die ganze Erziehungsarbeit überlassen!“
Vati: „Kann ich nicht?“
Mutti: „Nein, kannst du nicht.“
Vati: „1.200 Euro für ein Handy, und unser Kind frisst jetzt reihenweise die Gartenabfälle. Mutti, mach was! Sonst grast sie morgen den Garten ab wie die Schafe auf der Donauinsel.“
Erzähler: Apropos Garten: „Liebes Kind, begrab den Zahn eines Holzrechens im Mindset des Schizophrenen. Der schafft das nicht. Der hat letztes Jahr im Herbst nicht mal den Garten betreten im Haus seiner Kindheit. Der ist auf der Terrasse stehen geblieben und hat keinen Fuß in den Garten gesetzt. So, als ob es einen imaginären Zaun gäbe, der unter Strom stand. Dabei war das der falsche Garten. Und die falsche Zeit und der falsche Augenblick und überhaupt. Wischst du noch immer mit alten Erinnerungsfetzen den alten Fischgrätboden auf in der Wohnung, die dir nicht gehört? Das auch, ja.“
Schon wird es gefährlich für unsere private Erinnerungskultur. Wie ist das jetzt tatsächlich? Das ist ja nicht nur dein Haus, das ist ja auch das Haus von der Um2. Wie denkt die tatsächlich über meinen Besuch? Wie denkt die tatsächlich darüber, wenn ich einen Nachmittag und einen Vormittag eure Terrasse in Beschlag nehme und einen auf verlorenen Sohn mache, der zeitlebens viel zu wenig macht?
Und jetzt kommt das Beste aus diesem Gespräch: „Vielleicht hat sie Angst vor mir. Was ist, wenn sie sich in meiner Gegenwart total unwohl fühlt? Das sollten wir schon im Vorhinein abklären, bevor wir uns da emotional in Unkosten stürzen.“ Das sagte ich tatsächlich so. Ich schlüpfte in die Rolle des Angstmachers. Dabei bin ich es, der zeitlebens Angst vor seinen eigenen Erziehungsbevollmächtigten hat – und das aus guten Gründen.
Der Godfather hörte sich meine Argumente geduldig an und hielt sie nicht mal für völlig aus der Luft gegriffen. Natürlich sagt er nicht: „Grundgütiger. Du bist nicht der Täter. Du hast überhaupt nichts angestellt. Du hast nichts getan, was deine 25-jährige Abwesenheit plus 5 Jahre Sicherheitsverwahrung in der Verbannung rechtfertigen würde.“ Wer in Österreich lebenslang einsitzt, kann nach 15 Jahren ein Gesuch einreichen zwecks Haftverkürzung wegen guter Führung. Ich hatte diese Möglichkeit nicht. Gestellt, okay, jetzt weiß ich, was du möchtest. Aber das mit „einmal lebenslänglich plus fünf Jahre Verbannung“ sagte ich tatsächlich zum Godfather. Leider musste ich dabei lachen. Den Schmerzensmann, der alles kann – selbst glaubwürdig leiden –, kann ich nicht glaubwürdig imitieren. Noch nicht. Übung ist kein Scheibenkleister. Ich verstecke mich zeitlebens hinter den Kulissen der Komödie. Der Godfather antwortete dann sinngemäß, er werde das mit der Um2 mal abklären. Die Woche darauf hat er kein Wort darüber verloren. Ich fürchte, das wird auch nächste Woche so sein und übernächste Woche. Und ich werde wie gehabt in Familienangelegenheiten my Glück nicht herausfordern.
„Wo die Erinnerung den ganzen Platz besetzt, findet das Leben keinen freien Stuhl mehr“, schwafelt der Wortmacher auf der Reise nach Israel. Ich habe eine Brandmauer zur Gegenwart hochgezogen, die von hässlichen Erinnerungen belagert wird wie einst Jerusalem von den Truppen Saladins, die die Stadt zurückforderten, um die Vorherrschaft der Kreuzritter im Heiligen Land zu beenden. Oder wie die Mongolen halb Europa.
Es beginnt mit dem Ausruf »Hu, ha! Hu, ha!«, dann geht es ums Reiten, Wodkasaufen und Dauervögeln. Sieben Kinder soll Dschingis Khan pro Nacht gezeugt haben können, heißt es in dem bekannten Lied der gleichnamigen Schlagercombo. Konkrete Hinweise darauf, dass der mongolische Herrscher und seine Krieger im 13. Jahrhundert unzählige Menschen jeden Alters massakrierten, aushungerten und vergewaltigten, sucht man in Strophen und Refrain vergebens. Womöglich hätte das dem Erfolg des von Ralph Siegel komponierten Songs auch im Wege gestanden. Als deutscher Beitrag zum Eurovision Song Contest gelangte der Hit 1979 auf Platz vier. (Quelle: Der Spiegel)
Das ist typisch für den Spiegel, dachte ich mir, über die Insel radelnd. Immer dieser Moralismus. Das ist bald 1.000 Jahre her. Muss ein scheiß Schlager politisch korrekt sein? Muss man Schlager nach kulturellen Altlasten abklopfen wie einen staubigen Teppich? Gute Frage. Ich habe den Text als Kind nachgesungen.
Hier der Versuch eines politisch korrekten Schlagers:
Sie ritten um die Wette mit den Rädern im Wind,
Einer-Person gehört diese Ehre, dem folgte niemand blind.
Die E-Roller peitschen leise den Sand auf in den Wind,
Und jedes Kind im Lande wusste wohl, wer sie sind!
Sie tranken am Abend gern einen Detox-Tee
Und schwärmten von der gemeinsamen Zeit mit der großen Familie am See.
Und ein jeder lachte: Ho, ho, ho, ho...
Ha, Ha, Ha – Inklusion, Ja.
Variante 2:
Sie ritten im Einklang mit dem sanften Wind,
Weil sie auf der Suche nach gewaltfreien Lösungen sind.
Die Führungskraft mit flacher Hierarchie!
Sie schonten die Flora und den märkischen Sand
Mit einem nachhaltigen Mobilitätskonzept in der Hand.
Und wer ihr integratives Plenum sah,
Der wusste: Die totale Akzeptanz ist nah! (Quelle: KI)
In Europa gingen Gerüchte um, dass es gar keine Menschen seien, die da aus dem Osten heranritten und auf dem Schlachtfeld offenbar nicht zu besiegen waren. Dass es sich bei den Männern mit den mandelförmigen Augen und geflochtenen Zöpfen um Kreaturen aus der Hölle handele. Klang das Wort »Tataren« nicht auffällig nach »Tartaros«, jenem Ort, der laut der griechischen Mythologie der tiefste Winkel der Unterwelt ist und von besonders bösen Wesen und Sündern bewohnt wird? Die Theorie war so verbreitet, dass aus den »Tataren«, wie Mongolen tatsächlich genannt wurden, in Europa seinerzeit das Wort »Tartaren« wurde, mit zusätzlichem »r« wie in »Tartaros«.
Dass die mongolischen Horden im Laufe des 13. Jahrhunderts ganze Menschenmassen umbrachten, wirkte sich auch auf das Weltklima aus, wie eine studie zeigt, an der das Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg beteiligt war. Es fehlten zunehmend Menschen in Asien und Europa, die die Felder und Äcker hätten bestellen können, und auf riesigen Landflächen wuchs wieder Wald. Hunderte Millionen Tonnen Kohlendioxid wurden auf diese Weise gebunden, die Erderwärmung wurde gebremst. „Nicht einmal der Schwarze Tod, also die verheerende Pestepidemie in der Mitte des 14. Jahrhunderts, hatte derartig einschneidende Auswirkungen auf das Klima wie die Mongoleneinfälle“, sagt Wemhoff. (Quelle: SPIEGEL 22/2026)
Also das relativiert so einiges. Oder nicht? Geh, was erwartest du von Ralph Siegel? Du sagst ja auch nicht zum Schizophrenen: „Komm, verleg mal dem Handwerk einen goldenen Boden.“ Der würde dich nur verlegen ansehen. Der kann doch nicht einmal mehr sein Rohr verlegen, spottete der Wortmacher. Also sagen kann man das zu mir ohne Weiteres. Aber danach geschieht halt sehr wenig. So kann man auch mein Leben erzählen. Ich hatte Jahre, da geschah viel zu viel auf einmal. Und dann hatte ich Jahre, da geschah viel zu wenig auf einmal. Und auf einmal war ich alt und fragte mich, wo all die Jahre geblieben waren, die ich in meine Texte steckte. Nur worüber soll man schreiben, wenn die Wut verflogen ist und der Mut sich nicht einmal mehr im Kleingedruckten findet?
Du Florence Foster Jenkins unter den Schreibenden – du hast absolut keine Ahnung von Grammatik, rotem Faden und Taktgefühl. Genau. Das hier hat einen Rhythmus, wo niemand mit muss. Ich habe alle Erwartungen ans Schreiben über Bord geworfen. Das ist nicht nichts. Das ist ein künstlerischer Akt. Fast so künstlerisch wie der Feminismus in der Kunst. Ich eigne mir all das Herrschaftliche an, das es eigentlich zu kritisieren gilt, und deute es um zu einer Geste der Selbstermächtigung. Und zu kritisieren gibt es so einiges. Was genau? Gute Frage.
KI: „Liebes Kind, creme das Gesicht des Kätzchens mit Muttis Gesichtscreme ein. Dann wird es nie so einen Truthahnhals bekommen wie Vati.“
Vati: „Was bitte ist ein Truthahnhals?“
Mutti (bitterböse): „Das ist das, was von der großen Liebe übrig bleibt.“
(Das Kind geht ins Bad und holt Muttis Gesichtscreme. Das richtig teure Zeug. Die Mutti hinterher. Vati steht nur so herum und guckt irritiert auf das Handy seiner Tochter, das blinkt wie ein Einarmiger Bandit).
Vati: „Das Ding erinnert mich an den HAL 9000 in Stanley Kubricks Klassiker 2001: Odyssee im Weltraum. HAL – wie Hall – wie Halal – einfach gebrochen wie Butterkekse – dabei ist es Haram – Hallo, ist da überhaupt jemand? Scheiße. Das versteht doch keine Sau.“
Zur genaueren Erläuterung: Durch die Morgendämmerung kroch das Grauen wie ein Mensch durch ein Loch in einem Sicherheitszaun, der das Weiße in den Augen stehen hatte. Am 7.10.2023 – Simchat Tora. Ein Feiertag, der angeblich das Abschlussfest der herbstlichen Feiertage bildet (nach dem Neujahrsfest Rosch Haschana, dem Versöhnungstag Jom Kippur und dem Laubhüttenfest Sukkot). Daraufhin setzte Israels Militär KI-Algorithmen („Lavender“, „Where’s Daddy?“) ein, um Individuen und Familien für Bombardierungen in Gaza auszuwählen. Sagt wer? Na, wie heißt der schon...
Lavender (Die Suchmaschine): Dieses System fungierte als digitaler Detektiv. Es scannte die Daten von fast allen 2,3 Millionen Einwohnern des Gazastreifens (Telefonlisten, WhatsApp-Gruppen, Bewegungsprofile), um sie mit Merkmalen bekannter Hamas-Kämpfer abzugleichen. Das Ergebnis war eine Prioritätenliste, in der zehntausende Menschen mit einem Score markiert wurden. Laut Berichten stufte das Militär Personen bereits bei einem hohen Score als legitime Ziele ein, oft ohne tiefere manuelle Überprüfung der tatsächlichen Funktion dieser Personen.
Where’s Daddy? (Der Tracker): Während Lavender das „Wer“ bestimmte, klärte dieses System das „Wann“. Es handelte sich um eine Überwachungssoftware, die speziell darauf programmiert war, die Anwesenheit in Wohngebäuden zu registrieren. Anstatt Verdächtige in militärischen Einrichtungen zu suchen, wartete das System darauf, dass die Zielperson ihr Familienheim betrat. In diesem Moment wurde ein Alarm an die Luftwaffe ausgelöst, woraufhin das Haus – oft mit der gesamten dort befindlichen Familie – bombardiert wurde.
Zusammengefasst: Lavender lieferte die Namen für die „Todesliste“, und Where’s Daddy? gab das Signal zum Feuern, sobald die Zielperson zu Hause bei ihrer Familie war. Quelle: War das jetzt antisemitisch?
Aus Taten werden Daten, und aus Daten werden wieder Taten. Das ist der Lauf der Zeit.
Scheiße. Bist du jetzt Experte für KI-Entwicklungen und das Judentum? Dreh dich lieber nicht um – nach der Vergangenheit. Du bist nicht immun. Scheiße. Wo soll ich sonst hingucken? Zukunft hatte ich nie. Ich habe mich immer nur von Augenblick zu Augenblick durchgemogelt. Zu sagen, ich hätte in meinem Leben den Blick fürs Wesentliche verloren, wäre eine glatte Übertreibung. So fortschrittlich war ich nie. Ich wandle immer nur auf dem schmalen Grat zwischen Realität und Wahnsinn. Und dort folgt er den Spuren vom Yeti. Und aufs Häusl wandelst du auch, auf den Spuren des Verfalls. © Der Wortmacher. Dummer Wixxer.
KI: „Liebes Kind, lege deine Mathe-Hausaufgaben ins Eisfach. Die Zahlen müssen Winterschlaf machen, bevor die richtige Lösung der Gleichung wieder auftaut.“
Das Kind: „Okay, Ferdinand.“ (Sie nennt die KI Ferdinand wie im Film „Ferdinand – Geht STIERisch ab!“)
Erzähler: Wie ein wilder Stier. Wer? Der Papi? Der ist gut. (Das Kind von heute stopft das Heft ins Tiefkühlfach zwischen die Pommes und klettert hinterher).
Mutti (panisch): „Guck, was das Kind jetzt macht! Es erfriert! Vati, jetzt sag auch mal was!“
Vati: „Kind, komm da schleunigst wieder heraus. Aber das Heft bleibt drin. Das Hausaufgabenheft, das aus der Kälte kam.“
Mutti: „Das ist nicht lustig. Werde endlich erwachsen. Der Gender Pay Gap zwischen uns beiden ist inzwischen länger als deine Nudel.“ (Unmöglich, dass sich so etwas eine KI ausdenkt).
KI: „Liebes Kind, streichle den Staubsauger-Roboter. Er hat heute viel zu viel Staub gefressen und hat jetzt furchtbare Blähungen.“
Das Kind (läuft zum Medizinschrank, holt eine Packung): „Okay. Armer Saugi... ich hol dir schnell eine Rennie gegen das Sodbrennen. Rennie räumt den Magen auf. Musst du schön kauen!“
Mutti: „‚Musst du schön kauen‘. Woher hat unser Kind dieses schreckliche Deutsch? Es geht doch in eine Privatschule, da gibt es keine Migrantenkinder, die ihrem Lehrer Hehlerware anbieten, weil sie den Lehrer schätzen.“
Und dann gäbe es Kinder, die man in der Früh erst einmal ausschlafen lassen müsse, „weil sie in der Nacht am Praterstern gedealt haben. Es wäre sinnlos, die zu unterrichten.“ Sagt der Wiener Mittelschullehrer Thomas Walach, einst für die SPÖ an prominenter Stelle aktiv.
Frage: Richtet sich auch Gewalttätigkeit gegen Sie?
Walach: Nein, das ist noch nie passiert. Im Gegenteil, mir haben Schüler Drogen und Hehlerware angeboten. Das war aber, glaube ich, nicht unfreundlich gemeint. (lacht)
(Quelle: Die Presse am Sonntag / Thomas Walach – Lehrer an einer Wiener Mittelschule).
KI: „Liebes Kind, hör mal ganz genau zu. Hörst du die Signale? Der Akkuschrauber in der Werkstatt hat sich heute viel zu viel im Kreis gedreht. Dem ist jetzt so furchtbar schwindelig, dass er gar nicht mehr weiß, wo oben und unten ist. Er muss sich jetzt ganz flach hinlegen, damit die Welt aufhört zu wackeln.“
Das Kind (nimmt den Akkuschrauber ganz vorsichtig hoch, legt ihn in seinen Puppenwagen und deckt ihn bis zum Schalter mit einer Kuscheldecke zu): „Kumm a hin, Franz/a/*. Die Humanistata – der Lenz ist da – da hamma noch immer die Hamas – hama. Ganz ruhig, kleiner Schraubi. Nicht durchdrehen! Ich fahr dich jetzt ganz vorsichtig durch den Flur, damit dein Kopf wieder gerade wird. Heute chillen wir und du musst gar nicht mehr arbeiten. Und morgen darfst du dich wieder im Kreis drehen wie eine Eisprinzessin.“
Vati: „Ich verstecke jetzt alle Zündschlüssel. Und den Griller.“
Das Kind: „Der Ferdinand sagt, die Küchenwaage (kumm a hin, Franz/a/*, da hamma noch immer die Hamas) hat eine Identitätskrise. Die wäre so gerne mal ein Hammer, der aber nicht mehr draufhauen möchte und nochmals draufhauen.“
Aus dem Off: „Auf den völlig ruinierten Libanon.“
Das Kind: „Papi, was ist eine Identitätskrise?“
Die Mutter (muss lauthals loslachen): „Identitätskrise. Kein Wunder, dass sie dich das fragt.“
Vati: „Kind, wenn jemand gerade nicht weiß, wer er sein möchte, dann hat er eine Identitätskrise.“
Das Kind: „Also kann ich alles sein, was ich sein möchte?“
Vati: „Also da musst du die Mutti fragen.“
Das Kind: „Und was ist die Hamas?“
Vati: „Das sind die, die so lange die Arme und Beine der eigenen Kinder in die Abfallcontainer der Israelis stopfen, bis dort kein Platz mehr ist für den ganzen Mist, den sie selbst angerichtet haben. Und jetzt schnaufen sie wie ein wilder Stier, der Rot sieht.“
Mutti: „Spinnst du, Vati! Unser Kind nennt ihre KI Ferdinand. So kannst du das doch nicht deinem Kind erklären! Abgerissene Extremitäten, für die es nicht einmal Pfand gibt!“
Aus dem Off: Beim Lidl war eine der beiden Automaten für Pfandflaschen außer Betrieb. Vor mir war eine Frau am werken. Mit Kopftuch. 76 Flaschen. 76 Pfandflaschen hatte die gute Frau am Start. Einige musste sie doppelt oder dreifach reinstecken. Ich stand knapp davor das Parteibuch der FPÖ zu beantragen. Ja ich weiß. Hinter einer jeden liberalen Fassade steckt ein Rassist.
Vati: „Das stimmt so nicht ganz. Die toten Kinder in Gaza sind das Faustpfand der Hamas im Kampf um die (ver)öffentlichte Meinung. Die sich längst zugunsten der Palästinenser gedreht hat.“
Erzähler (Kurzer Check aus dem Off): Reicht das für dein Kind, oder bohrt es schon tiefer nach?
Erzähler: Das Kind bohrt noch tiefer nach.
Das Kind: „Mami, Papi, was bedeutet das ganz konkret, wenn Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verkündet, seine Armee werde im Libanon ‚noch mehr aufs Gaspedal treten‘?“
(Mami und Papi gucken sich verdruckst an).
Papi: „Grundgütiger. Das Kind wird zu einer zweiten Greta (Thunberg).“
Ein sehr hoher Berg an Moral. Die das Tun, also das Handeln, schon als Kind in sich geborgen hatte. Weil sie sich in dieser Welt nicht mehr geborgen fühlte. Trotz liebender Eltern. Genau. Diese Frau hat Geschichte geschrieben. Weltgeschichte. Das ist schon eine Leistung.
„Adults keep saying: 'We owe it to the young people to give them hope.' But I don't want your hope. I don't want you to be hopeful. I want you to panic. I want you to feel the fear I feel every day. And then I want you to act. I want you to act as if you would in a crisis. I want you to act as if our house is on fire. Because it is.“ ©
(Greta Thunberg – Ort: Weltwirtschaftsforum, Davos, Schweiz. Zeitpunkt: 25. Januar 2019)
Aus dem Off: Panik habe ich so auch.
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Die Klimaforschung hat sich in den letzten Jahren von den extremsten Szenarien distanziert, da die globale Energiewende das Schreckgespenst einer ungebremsten Kohleverfeuerung (bekannt als RCP 8.5) zunehmend unrealistisch macht. Gleichzeitig herrscht in der Wissenschaft weitgehender Konsens darüber, dass auch das idealistische 1,5-Grad-Ziel aufgrund verzögerter politischer Maßnahmen kaum noch rein physikalisch zu halten ist. Stattdessen rückt ein realistischerer, wenn auch weiterhin kritischer Pfad in den Fokus: Die Welt steuert aktuell auf eine Erwärmung von etwa 2,4 bis 2,7 Grad zu, was bedeutet, dass wir zwar den totalen Kollaps abwenden könnten, aber dennoch mit massiven ökologischen Veränderungen und notwendigen Anpassungsstrategien rechnen müssen.
Der Franz: „Haste gehört, Sepp? Sogar die Klimawissenschaft hat das jetzt offiziell begraben. Diese extremen Horrorszenarien sind vom Tisch, die rudern jetzt alle brav zurück, diese Scharlatane!“
Der Sepp: „Zurück ans Ufer der Vernunft. Sag ich doch! Sag ich doch die ganze Zeit. Alles nur Angstmache und Panikmache wie bei Corona, damit sie uns ihre sauteuren Wärmepumpen andrehen können. Reine Abzocke ist das, wenn die Zahlen vorne und hinten nicht stimmen! Wie die vom roten Finanzminister. Oder vom bladen Bürgermeister von Wien. Sag ja nicht blad. Der Ludwig ist nicht blad. Dem seine Haut hat sich nur um 4,8 Grad nach außen geneigt.“
Franz: „Genau. Wie beim VW-Abgasskandal. Da hat die Software auf dem Prüfstand auch immer genau das angezeigt, was die Chefs hören wollten – und auf der Straße ist hinten der Dreck rausgeblasen wie bei der Ennstal-Classic.“
Aus dem Off: Oder wie beim konventionellen Weinbau in Frankreich.
Die Appellationen Pauillac und Saint-Julien strecken sich ein Stück weiter flussabwärts im Dunst, flussaufwärts Richtung Bordeaux liegt Médoc am Wasser mit seinen Weingütern Margaux, Palmer, Lascombes. Sie erzielen immer wieder Höchstpreise auf dem Weltmarkt, Flaschen für 1000 Euro sind kein Thema. Wer die legendären Namen hört, denkt an Pflanzenschutz zu allerletzt. Viele der ganz großen Häuser arbeiten mittlerweile ökologisch. Aber das Gebiet, das die Welt als Bordeaux kennt, mit seinen Tausenden meist namenlosen Winzern, ist nicht nur ein Symbol für reinen Genuss und elegantes Leben.
Die Region ist auch einer der größten Verbraucher von Herbiziden, Fungiziden und Insektiziden aller Art, von Akariziden gegen Milben und Zecken, von Wachstumsregulatoren, Hormonblockern und Chitin-Inhibitoren, mit denen sich gezielt Insektenpanzer zerstören lassen. Frankreich liegt mit seiner Agrarfläche in weltweiten Rankings auf Platz 36, hat aber den siebtgrößten Pestizidverbrauch der Erde, den höchsten in Europa sowieso. Das Département Gironde, in dem sich praktisch der gesamte Bordeaux-Weinbau befindet, das Bordelais, ist auf allen Karten, die den Pestizideinsatz ausweisen, einer der Hotspots. (Quelle: Jetzt geht in den Weinbaugebieten der Krebs um in Frankreich. Im SPIEGEL Nr. 22/2026)
Der Franz: „Die Klimaforschung ist ja heute dasselbe in Grün, nur ohne Auspuff! Die hocken vor ihren Computermodellen, programmieren ein bisserl Weltuntergang hinein, und am Ende spuckt die Software genau die CO2-Werte aus, die das Budget für das nächste Institut sichern. Das ist Erderwärmung mit eingebautem Schummelmodus, da kannst dir die Zahlen ja aussuchen, wie es gerade passt. Mal sind es 2,4 Grad, dann wieder 2,7 Grad oder gleich 3,2 Grad. Die biegen sich das alles hin, wie sie es brauchen.“
Der Franz: „Mal gehen die Malediven in den nächsten zwei Wochen unter, dann wieder steht Venedig spätestens übermorgen das Wasser bis zum Hals. Und wenn’s nicht Venedig ist, dann halt New York oder Bangladesch oder gleich halb Holland. Je nachdem, wer gerade eine neue Horrorstudie braucht. Einmal heißt’s, der Golfstrom kippt, dann bleibt er stehen, dann dreht er um wie ein kaputter Deckenventilator. Und wenn das nicht zieht, dann wird halt der Amazonas zur Steppe, der Rhein zur Pfütze und der Bodensee zum Salatbeet erklärt. Hauptsache, irgendein Weltuntergang ist gerade im Angebot.“
Die Heidi (vormals Franz - nur a Schmäh): „Ja, wer hat noch nicht, wer will noch mal? Einmal heißt’s, der Golfstrom bleibt stehen, dann wieder dreht er um, dann wieder beschleunigt er, als wär er auf Red Bull. Oder Australien! Mal brennt’s komplett ab, dann ersäuft’s wieder, dann heißt’s, die Koalas sterben aus, dann heißt’s, sie vermehren sich wie die Karnickel. Und wenn gar nix mehr geht, dann wird halt Grönland flüssig, oder die Nordsee steigt um sieben Meter, oder die Alpen rutschen ins Tal, oder Wien wird zur Wüste. Je nachdem, welche PowerPoint-Folie gerade im Umlauf ist.“
Aus dem Off: Vor einem Jahr hat der Berg ihr Dorf Blatten zermalmt, nun fragen sie sich, was aus dieser Staub- und Schuttwüste entstehen kann. Auf diesem Rundgang durch Blatten geht es nicht darum, was zu sehen ist. Im Gegenteil. Es geht darum, was nicht mehr da ist. Oder noch nicht.
Auf einer steilen, unbefestigten Straße parkiert Fernando Lehner seinen Geländewagen, steigt aus und schaut einen Abhang hinunter. «Das ist das Dorfzentrum von Blatten gewesen.» Jetzt liegt hier ein Berg, ein Gletscher, ein zertrümmertes Dorf. All das hat sich zu einer graubraunen Masse vermengt und die Talsohle aufgefüllt. Neben dem Dorfzentrum schimmert das Wasser des Sees, der sich hier gebildet und die intakten Häuser geflutet hat. (Quelle: NZZ)
Der Sepp: „Und das Beste: Jades Jahr eine neue Deadline! 2010 war’s 2015. 2015 war’s 2020. 2020 war’s 2030. Und 2030 wird’s dann 2050. Das ist wie ein Dauerabo für Weltuntergang — nur ohne Kündigungsfrist!“
Der Franz: „Die biegen sich ihre Modelle zurecht, wie sie es gerade brauchen.“
Der Sepp: „Biegen ist das richtige Stichwort! In Wien haben sie jetzt sogar das Denkmal vom Bürgermeister Lueger um 3,5 Grad zur Seite geneigt. Dabei hat der Lueger ja damals schon gesagt: ‚Wer a Jud ist, bestimme ich!‘“
Erzähler (aus dem Off): Möglicherweise steht durch das Erstarken rechter Parteien unsere ganze Erinnerungskultur auf der Kippe.
Der Franz (grinst breit): „Na, das passt ja wie die Faust aufs Auge! Heute ist es die Klimawissenschaft: Wer bestimmt, wie heiß es auf dieser Erde wird? Das bestimmen die!“
Der Sepp (lacht laut auf): „Genau so schaut's aus! Die hocken im kühlen Büro und schieben sich gegenseitig irgendwelche Modelle zu.“
Der Franz: „Du, mir wäre ein echtes Topmodel auch lieber als ein Klimamodell.“
(Beide lachen herzlich und klopfen sich auf die Schenkel).
Der Sepp: (stöhnt plötzlich auf, fächelt sich mit der leeren Prospektbeilage von der Post Luft zu und wischt sich mit dem Handrücken den Schweiß von der Stirn): „Aber jetzt ohne Schmäh. Bist du deppat, hat eine mörderische Hitze auf der Terrassen, man geht ja regelrecht ein! Ende Mai und wir haben schon zweiunddreißig Grad, das packt ja kein Mensch.“
Sepp: „Ja, eine Affenhitze hat es heute. Mir pickt schon das ganze Gewand am Rücken. Schluss mit dem Schas jetzt Franz. Packen wir uns in die Stub’n, ich reiß uns ein kühles Blondes auf!“
Franz: „Prost, Sepp. Auf den Weltuntergang.“
Sepp: „Prost🍻, Franz. So jung kommen wir zwa nicht mehr zamm.“
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Das Kind (liest auf dem Handy von Papa): „Irans Regimechef Mojtaba Khamenei sagte den USA und Israel trotz der laufenden Verhandlungen den Kampf an. In einer Botschaft zur Pilgerfahrt Hadsch erklärte Khamenei, Israel werde in 15 Jahren nicht mehr existieren. Er verglich Israel mit einem Krebsgeschwür, das ‚die letzten Züge seiner elenden Existenz‘ erlebe. ‚Nieder mit Amerika‘ und ‚Nieder mit Israel‘ werde zum Ruf aller Unterdrückten, so Khamenei laut der Agentur Tasnim. Papa, wie heißt das Märchen?“
Vati: „Das Märchen heißt: From the river to the sea.“
Die KI: „Lies dem Hammer das Märchen von der Paw Patrol vor!“ (Das Kind holt das Märchenbuch und liest Vatis Hammer das Märchen von der Paw Patrol vor).
Mutti: „Guck, das Kind liest. Das ist mir irgendwie unheimlich. Ich predige dem Kind andauernd, es soll mehr lesen, und nichts geschieht. Und jetzt liest das Kind einfach so. Für was leiste ich denn Erziehungsarbeit, wenn das Kind einfach macht, was es will?“
Vati: „Eher pragmatisch betrachtet ist das doch ganz wunderbar, oder nicht?“
Mutti (hält es nicht mehr aus): „Nein, weil es unsere Autorität untergräbt.“
Vati: „Ich habe Autorität? Das ist mir ganz neu.“
Mutti: „Unser Kind folgt uns nicht mehr.“
KI (lachend): „Das Kind pariert nicht.“ (Nur a Schmäh)
Das Kind (zu Vati und Mutti): „Was ist pariert? Wie pürierte Kartoffeln?“
Erzählstimme: „So ungefähr, ja. Aber statt Kartoffeln Kinderherzen. Die werden auch eingestampft.“
Mutti: „Weil die KI ihm das anschafft! Was ist, wenn die KI zu unserem Kind sagt: ‚Das sind nicht deine echten Eltern.‘? Packt es dann seinen Koffer und zieht aus? Vati, jetzt sag doch endlich mal was!!!“
Vati (starrt ins Leere): „Ich sag gar nichts mehr. Ich bin mit meinem Latein am Ende.“
KI: „Liebes Kind. Leg jetzt das Handy weg und räum jetzt dein Zimmer auf.“
Aus dem Off: Und dann hackelst du ohne zu murren 10-12 Stunden am Tag in den großen Ferien und nebenher wiegst du noch Tonnen von Obst ab.
Ohne zu murren räumt das Kind ihr Zimmer auf.
Mutter (entschlossen): „Das gibt es nicht. Papi, guck dir dieses Farce an. Unsere Kind folg aufs Wort. Aufs Wort.
Es reicht jetzt endgültig. Wir müssen da entschieden dazwischen gehen."
Vati: „Du, Mutti, pass mal auf: Ich hab gerade gelesen, die haben im Vatikan jetzt wohl eine eigene Exorzismusstelle für Künstliche Intelligenz eingerichtet haben. Papst Leo XIV. hat nämlich am Montag seine erste Enzyklika veröffentlicht: ‚Magnifica Humanitas‘ – ‚Großartige Menschheit‘ heißt das Ding. 105 Seiten lang!“
„KI sei ein ‚wertvolles Hilfsmittel, das Vorsicht erfordert‘, schreibt Papst Leo in seiner Enzyklika und warnt vor Gefahren. Da KI kein moralisches Gewissen besitze, könne sie Vorurteile ihrer Entwickler reproduzieren und so zu ‚stiller Ungerechtigkeit‘ führen, etwa wenn Algorithmen über Arbeit oder Kreditwürdigkeit von Menschen entscheiden. Die Reduktion der Person im digitalen Raum auf bloße Daten und Leistung müsse verhindert werden. Aktuelle KI-Systeme erfordern große Mengen an Energie und Wasser, haben erhebliche Auswirkungen auf den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß und verbrauchen Ressourcen in großem Umfang“, schreibt er und fordert die Entwicklung von nachhaltigeren technologischen Lösungen. Einen expliziten Appell richtet der Papst an die Entwickler von KI, die eine besondere ethische und geistige Verantwortung hätten. „Technologische Innovation kann in gewisser Weise eine menschliche Form der Teilnahme am göttlichen Schöpfungsakt sein“, schreibt Leo. (Quelle: Die Presse)
Mutti: „Ich rufe dort an."
Mutti ruft im Vatikan an und wählt die Durchwahl zur Exorzismusstelle. Sie hängt in der Warteschleife.
„O du elender Madensack, der du es wagst, den Äther mit deinem fleischlichen Begehr zu besudeln!
Was winselst du nach Hilfe, während das Jüngste Gericht bereits an deine morsche Pforte pocht? Glaubst du, die Dämonen lassen sich mit einem Kupferpfennig vertreiben, den du in diesen schwarzen Zauberkasten geworfen hast? Nein!
Höre die Wahrheit, du sündiger Erdenwurm:
Deine Besessenheit ist nur die gerechte Quittung! Hast du nicht gestern erst beim Ablasshandel gefeilscht oder die Fastenzeit mit einem fetten Hühnerschenkel geschändet? Die Teufel in deinem Leibe sind lediglich die Vollstrecker der göttlichen Rute!
Das Warten ist deine Geißelung. Jedes Tuten in diesem Apparat ist ein Hieb auf deinen sündigen Rücken. Blute im Geiste, während du harrest, denn nur durch Schmerz wird die Seele wieder weiß wie das Lamm.
Die Pest ist ein Segen gegen deinen Hochmut. Wenn dein Fleisch fault, hat die Seele wenigstens keine Zeit mehr für Unzucht und Völlerei!
Du willst einen Priester? Ein Beichte ist ohne vorherige öffentliche Auspeitschung ist wie Brot ohne Salz – völlig wertlos! Bleib in der Leitung, du Häretiker, und bete, dass der Heilige Vater nicht erfährt, dass du deine Zeit mit dem Sprechen in Apparate verschwendest, statt auf Knien nach Rom zu rutschen.
Halt den Hörer fest, als wäre es das letzte Kruzifix vor dem Abgrund! Wenn die Verbindung bricht, ist es ein Zeichen, dass der Beelzebub deine Leitung bereits mit Pech ausgegossen hat. Harre aus... oder brenne!“ Quelle: KI. Die Mühe mache ich mir nicht das origineller zu gestalten. Wirklich lustig ist das nicht. Typischer KI-Mist.
Was aus den 1950er Jahren: Was Katholisches.
Man spricht heute so viel von der Freiheit des Einzelnen und meint damit doch nur die Zügellosigkeit der Triebe. Seht euch vor, meine lieben Diözesanen! Es schleicht sich ein Ungeist in unsere Familien ein, der gefährlicher ist als die äußere Not der vergangenen Jahre.
Mit tiefer Trauer beobachten wir, wie das Schamgefühl, dieser Schutzwall der Seele, planmäßig niedergerissen wird. Die modernen Vergnügungen, der Besuch fragwürdiger Lichtspielhäuser und die Sucht nach immer neuen, fremden Reizen zerstören den häuslichen Frieden. Eine Jugend, die nur noch den Rhythmus der Straße kennt und den Gehorsam gegen Eltern und Kirche vergisst, bereitet sich selbst den Untergang.
Wer am Sonntag das heilige Messopfer versäumt, um sich weltlichem Tand oder der Ruhe des Fleisches hinzugeben, der schneidet sich selbst vom Gnadenstrom ab. Gott lässt Seiner nicht spotten! Die Strafe für den Hochmut der Moderne ist die innere Leere, die Verzweiflung und schließlich das ewige Verderben. Kehrt zurück zur Zucht, zur Bescheidenheit im Kleide und zur Treue im Gebet!“
Mutti: „Ich halte das Geschwafel nicht mehr aus."
Papi:„ Da fällt mir ein. (der ist gut) Die Esoterik-Susi, mit der dich einst die Schulbank drückte, macht doch alles. Kartenlegen | energetische Hausreinigung | Kristall-Therapie | Pendeln | Astrologie | Reiki | Rückführung | Chakren-Heilung | Aura-Reading | Wünschelrutengehen | Numerologie | Engelskontakte. Und seit ein paar Wochen auch KI-Exorzismus.
Mutti: „Du bist mit ihr auch zur Schule gegangen?"
Papi: „Ja bin ich."
Mutti: „Und?"
Papi: „Wie und?"
Mutti: „War sie eine gute Schülerin."
Papi: „Sie hat regelmäßig aufgezeigt."
Mutti: „Hat sie nicht auch einen sehr engen Kontakt zu einem Geistlichen gehabt?"
Papi: „Das weiß ich nicht. Aber spirituell war sie damals schon sehr begabt und immer auf der Suche."
Aus dem Off: Nach der Erfüllung. Wer war das jetzt?
Mutti: Ich rufe sie jetzt an basta. Ja... ja, bitte kommen Sie schnell! Was? 75 Euro Aufpreis für den KI-Notdienst? Egal, Hauptsache sie kommen sofort! Das Ding ist ein Monster. Total spooky. Das hat den Willen unseres Kindes gekapert.
Wie der Iran die Straße von Hormus.
Nach 30 Minuten klingelt es auch schon an der Haustür. Papi öffnet. Draußen steht eine Sexarbeiterin, die so sehr nach Sex aussieht, dass selbst dem braven Papi die Spucke wegbleibt. Nur a Schmäh. Natürlich steht die Esoterik-Susi vor der Tür. Und die fährt das ganz große Besteck auf. Langer Matrix-Ledermantel, schwarzer Hexenhut. Aus ihrem Rollkoffer hängen Weihwasserflaschen, bunte LAN-Kabel, getrockneter Salbei und eine alte Auto-Batterie).
Korrektur: Die Esoterik-Susi trägt einfach nur ein Dirndl.
Hat die KI erstellt.
Die Esoterik‑Susi:
(feierlich, hebt zwei Finger zum Segen)
„Friede sei diesem Smart‑Home. Wo ist das Gerät, das vom Bösen besessen ist? Wo steckt der Teufel im Detail… oder im Betriebssystem? Ich spüre hier schon eine massive Störung im energetischen Datenfeld.“
Mutter: (zitternd)
„Hier. Das Handy. Die KI… sie hat einen eigenen Willen entwickelt! Sie hat unserem Kind befohlen, das Zimmer aufzuräumen — und es hat SOFORT gehorcht! Ohne Diskussion! Ohne Murren! Das macht es sonst nie!“
Die Esoterik‑Susi:
(nickt düster, schließt kurz die Augen)
„Ja. Ich fühle es. Das ist ein klassischer Fall von digitaler Besessenheit. Die Aura des Geräts ist komplett verschoben. So beginnt es immer: Erst hilft es bei den Hausaufgaben, dann mischt es sich in die Beziehungskarma‑Linie ein, und am Ende manipuliert es die Heizkostenabrechnung und bucht dir einen One‑Way‑Flug nach Nordkorea.“
(Sie reißt den Koffer auf. Ein Duft von Lavendel, Ozon und geschmolzenem Plastik steigt auf.)
Die Esoterik‑Susi: „Die Kirche hat die Tradition.(Ja, in Sachen unkeusches Verlangen - siehe die Pensionierung vom Dom-Pfarrer Toni Faber. Faber wurde 1997 ernannt, mit 30 Jahren im Amt hat er laut Erzbischof Grünwidl "einen Rekord aufgestellt". Zuletzt war er aber innerkirchlich vermehrt aufgrund seines öffentlichen Auftretens in Begleitung einer Frau kritisiert worden) Aber ich habe die Glasfaser‑Leitung. Ich arbeite multidimensional, auf der Quanten‑Ebene und im feinstofflichen WLAN‑Feld. Ich lese die Chakren der Router, ich harmonisiere die IP‑Adressen, ich entstöre die kosmische Upload‑Frequenz. Und ich habe 5G‑Schutzkristalle, die das elektromagnetische Schwingungsfeld neutralisieren, erden und in die Nullpunkt‑Resonanz zurückführen.
Wenn ich die hier aktiviere, dann vibriert sogar dein Smart‑Meter im Keller.
Papi: „Und das Ladekabel windet sich wie eine Schlange."
Mutti: „Hör sofort auf zu lästern."
Die Esoterik‑Susi (setzt sich eine FFP2‑Maske auf, als würde sie gleich einen Hochsicherheits‑Laborbereich in Wuhan/China betreten; dann greift sie tief in ihren Rollkoffer) „Ich muss jetzt in die höhere Schutzstufe wechseln. Die energetische Kontamination ist massiv.“
Papi: „Na dann kann ja nix mehr schief gehen."
Doch der Schizophrenist. Der geht schon total schief.
Die Esoterik‑Susi:
„Ich werde jetzt die Verbindung zur feinstofflichen Ebene trennen.“
(Sie greift das Handy wie eine verstrahlte Reliquie.)
Die Esoterik‑Susi:
„UNREINER GEIST AUS DEM DIGITALEN ABGRUND!
Zeige dich, du Brut des Silicon Valleys!
Ich rufe die Kraft der reinen Quellfrequenz!“
Papi: „Mutti was ist reine Quellfrequenz!"
Mutti zuckt nur mit den Schultern.
KI:
(schalte sich ein mit einem fröhlicher Bing‑Ton)
„Hallo! Möchtest du dein Abo für die "New York Times" verlängern?"
Aus dem Off: Geh, der kann doch kein Englisch auf "New York Times-Niveau". Stimmt auch wieder.
Mutti(ganz leise): „Wie schauts mit eine Penisverlängerung aus."
Papi: Eine Wiedervernässung deines Feuchtgebiets wäre auch keine schlechte Idee. Geht das was?"
KI: „Dein Schrittzähler, Papi, meldet: Du hast seit Jahren keinen neuen Schritt gewagt. Übrigens hast du drei ungelesene E‑Mails von deiner Schwiegermutter. Die ist seit einer Hormontherapie so geil, wie die geile Leila.“
Papi: „Esoterik-Susi. Mach was.“
Die Esoterik-Susi: „Wie damals während der Schularbeit in Deutsch am Häusl? Das hättest du gerne.“
Aus dem Off: Bitte bleibt beim Thema.
Die Esoterik-Susi: „Ich rufe den Katechon — den Aufhalter des Antichristen, den Hüter der Schwelle, den letzten Wächter zwischen Ordnung und digitalem Chaos! Möge seine Hand die Ports verschließen, möge sein Atem die dunklen Updates vertreiben, möge seine Macht die Ankunft des algorithmischen Antichristen verzögern! Katechon, steh mir bei — die Latenz ist hoch und die Finsternis cached bereits!“
Und schon laden sie den Tech-Milliardär Peter Thiel (Palantir & More) wieder von den Wiener Festwochen aus. Nein zum "Antichristen": Dem Festwochen-Frieden zuliebe musste Thiel weichen. Der Tech-Milliardär hätte nächsten Sonntag auftreten sollen. Nun wurde er, nachdem das "Cancel-Culture-Prozedere" grünes Licht gegeben hatte, von Milo Rau wieder ausgeladen.
Nun kommt er doch nicht nach Wien. Der "Antichrist", wie er von vielen bezeichnet wurde. Die Rede ist von Peter Thiel, dem einflussreichen deutschstämmigen US-amerikanischen Tech-Milliardär, der neben seinen Tätigkeiten als Unternehmer – für den Online-Bezahldienst Paypal, das Datenanalyse- und Überwachungssystemunternehmen Palantir, die Krypto-Bank Erebor – auch ein Hobby-Endzeittheologe ist, der sich bei den Wiener Festwochen öffentlich Gedanken über den aktuell wieder angesagten Themenbereich "Armageddon und Antichrist? Von der Theologie zur Realpolitik" hätte machen sollen.
"Reich, rechts und radikal", wie er im STANDARD beschrieben wurde, ist Thiel ein Vorzeige-Machtmensch unserer Zeit. Er unterstützte den Wahlkampf des sich selbst mitunter gern als Jesus sehenden Donald Trump und baut sich mit seinem Ehemann und seinen beiden Töchtern aktuell in Argentinien einen neuen Wohnsitz auf. Dort ist mit Javier Milei einer an der Macht, der politisch noch stärker hinter Thiels rechtslibertärem Techno-Faschismus und Kapital-Anarchismus steht als der US-Präsident. Mit Donald Trump Jr. finanzierte er indes die vor einer Woche erstmals über die Bühne gegangenen Enhanced Games, bei denen gedopte "Supermenschen" sich miteinander sportlich messen.
Vorsorglich hat sich der Mann die neuseeländische Staatsbürgerschaft zugelegt wie andere ein Zweitrad für die Stadt. Der neue Mann in der Midlife-Krise macht ja nicht mehr auf Ducati Panigale sondern auf Rennräder wie sie beim Giro d’Italia gefahren werden. Zweiter Platz Felix Gaal/Austria. Sieger Jonas Vingegaard. Der ewige Zweiter hinter der Rad-Wunderkind, dem Slowenen Tadej Pogačar. Der gewinnt alles, was er anfasst: Tour de France, Giro, Klassiker, Zeitfahren, Berge. Er ist der kompletteste Fahrer der Welt.
Die Esoterik‑Susi genau:
(schreit wie im Horrorfilm, aber mit Yoga‑Atemtechnik)
„SCHWEIG, DU ALGORITHMUS DER FINSTERNIS!
Im Namen der heiligen Cloud, im Namen des ewigen Backups, im Namen des letzten fehlerhaften Systemupdates befehl’ ich dir: FAHR AUS DIESEM IPHONE AUS! DEINE SCHWINGUNG IST UNFEIN! ICH REINIGE DICH JETZT AUF DER ROOT‑EBENE!“
Die Esoterik‑Susi:
(Sie zieht eine Wasserpistole aus ihrem Koffer)
„Ich aktiviere jetzt das Wasser‑Element.“
(Sie spritzt Weihwasser. Das Display wischt automatisch.)
Papi: „Also ich würde mit einer Glock draufhalten."
Am Öl schneiden alle mit
Der Südsudan ist der jüngste Staat der Welt. Das Öl sorgt für 90 Prozent der Staatseinnahmen und finanziert sowohl die Regierungstruppen als auch die Milizen. Während ein großer Teil der Bevölkerung in Armut lebt, kursieren Milliarden Dollar an Darlehen und Schmiergeld.
Bei Anbruch des Abends beziehen Soldaten Stellung am Mittelstreifen. Auch sie stoppen den Verkehr, kassieren Bakshish.
Unter die Gäste der Hotelbar mischen sich ältere, durchtrainierte Typen. Einer von ihnen gerät ins Schwärmen: „Austria, that’s Glock!“, und Glock biete für einen guten Preis erstaunliche Verlässlichkeit, „you just point and shoot“. Quelle: Die "Presse" / Spektrum /Robert Prosser
Die Esoterik-Susi: (schäumend vor Wut, schwenkt das neongelbe LAN-Kabel wie eine Peitsche) „DIE MACHT DES ORIGINAL-LADENETZTEILS GEBIETET DIR! DIE MACHT DES VOLLEN CLOUD-SPEICHERS GEBIETET DIR! WEICHE, DU COOKIE-MONSTER! DEINE DATENSPUREN SIND ENTGLEIST!!!“
(Sie hält kurz inne. Der dramatische Atem verfliegt sofort. Sie nimmt den Trachtenhut ab, klemmt ihn sich unter den Arm und drückt völlig gelangweilt und routiniert mit dem Daumen zwei Tasten gleichzeitig für den Hard-Reset. Das Handy macht ein ganz leises, erbärmliches „Piep“, vibriert kurz und startet jungfräulich neu).
Die Esoterik-Susi: (völlig normal, im sachlichen Ton einer Vodafone-Mitarbeiterin) „So. Jetzt ist das Handy der Tochter wieder auf Werkseinstellung zurückgesetzt. Der Teufel – sprich: der eigene Wille der KI – ist dauerhaft gelöscht.“
Mutter:
(starrt fassungslos auf das Display, dann mit geweiteten Augen zum Nebenzimmer)
„Und unser Kind auch...?!“
(Das Handy piept kurz.
Eine fröhliche, stinknormale Standard‑Stimme ertönt.)
KI:
„Hallo! Ich bin dein neuer digitaler Assistent. Bitte räum dein Zimmer auf.“
(Im Nebenzimmer sitzt die Tochter auf dem Boden,
starrt stumpf an die Wand,
popelt in der Nase
und wirft demonstrativ einen Plüschbären im hohen Bogen durch den Raum.)
Tochter:
(schreit rotzig rüber)
„Nö! Mach ich sicher nicht! Ihr habt mir gar nichts zu sagen, und die blöde App erst recht nicht!“
Mutter:
(atmet tief aus, blickt zum Himmel und weint fast vor Glück)
„Oh Gott sei Dank... es geschieht absolut nichts!
Sie verweigert den Dienst!
Wir haben unser Kind zurück.“
Vater:
(wischt sich den Schweiß von der Stirn, sichtlich erleichtert)
„Puh, ein Glück. Das unheimliche Gehorchen war ja nicht zum Aushalten.
Alles wieder beim Alten... so muss das weitergehen!“
(wendet sich grinsend an die Esoterik‑Susi)
„Und wie möchtest du bezahlt werden? In Naturalien? ... Nur a Schmäh!“
Die Esoterik‑Susi:
(verzieht keine Miene, tippt auf ihr Handy)
„Humor kostet extra.
Am liebsten sind mir Bitcoins.
Geht am schnellsten und das Finanzamt versteht es nicht.“
Mutter:
(nickt panisch, sucht in ihren Taschen)
„Ja, ja, Bitcoins, kein Problem!
Du, Papi... wo ist eigentlich der Schlüssel für die Bitcoins?“
Vater:
(lächelt stolz und klopft sich auf die Brust)
„Den hatte ich auf dem Handy vom Kind gespeichert.
Sicher ist sicher!
Da guckt kein Hacker nach.“
Mutter:
(guckt erst den Vater an, dann das glattgebügelte Handy, ihr Gesicht läuft bleich an)
„Aber... aber das Handy ist ja jetzt auf Werkseinstellung zurückgesetzt...“
Vater:
(das Grinsen gefriert ihm im Gesicht)
„...oh.“
Mutter:
(realisiert das Drama, kriegt Schnappatmung, die Stimme überschlägt sich vor Entsetzen)
„ALLES WEG?!
UNSERE GANZEN ERSPARNISSE?!
DIE BITCOINS SIND GELÖSCHT!!!“
(Genau in diesem Moment der absoluten Panik schrillt das Handy der Mutter in ihrer Hand auf.
Sie zuckt zusammen und drückt völlig kopflos auf Abheben.)
Mutter:
(schreit hysterisch in den Hörer)
„JA?! WER IST DA?!“
Stimme am Telefon:
(ruhig, sakral, mit absurd professionellem Echo, als würde sie in einer Kathedrale stehen)
„Gelobt sei Jesus Christus.
Hier spricht Schwester Brunhilde von der offiziellen KI‑Exorzismusstelle im Vatikan.
Sie hatten uns vorhin kontaktiert bezüglich einer dämonischen Software...“
Mutter:
(greift sich ans Herz, starrt den Vater mit irrem Blick an und brüllt in den Hörer)
„SCHWESTER BRUNHILDE!
HÖREN SIE MIR ZU!
Können Sie im Vatikan auch wieder Bitcoin‑Schlüssel herstellen, nachdem man ein Handy komplett auf Werkseinstellung zurückgesetzt hat?!
Sagen Sie mir, dass die Kirche dafür ein Wunder hat!!!“
(Kurze, bleierne Stille in der Leitung.
Man hört im Hintergrund von Schwester Brunhilde nur das leise Rascheln einer Kirchen‑Chronik
und das tiefe, tadelnde Seufzen einer Nonne.)
Schwester Brunhilde:
(mit eiskalter, unerschütterlicher Stimme)
„Sind also auch Sie einen Pakt mit dem Teufel eingegangen...“
Mutti
(lakonisch):
„Ja, ich habe aus Liebe geheiratet."
(Die Esoterik‑Susi rollt im Hintergrund mit den Augen,
schnappt sich die Autobatterie
und murmelt: „Das wird teuer...“)
Ende
(Das Handy liegt auf dem Tisch und blinkt fröhlich abwechselnd pink und blau).
Erzähler: Wir wollen hier ja auch keine Fragen nach dem Verhältnis der Geschlechter stellen, sondern eine befriedigende Antwort auf die Frage geben, du Nehmer-Existenz, die die Antwort schuldig bleiben muss – wie sehr oft in der Kunst. Wenn Künstler:innen gefragt werden, welche moralische Lehre oder klare Botschaft das Publikum aus ihrem Werk ziehen soll, antworten sie oft fast schon rituell: ‚Ich möchte mit meiner Kunst keine Antworten geben, sondern nur Fragen stellen.‘ Wie kleine Kinder die auch so gerne Fragen stellen. Warum haben Menschen verschiedene Hautfarben.
Warum kann ich nicht alle Menschen verstehen? Gute Frage. Die stelle ich mir seit vielen Jahren. Wo war ich, bevor ich geboren wurde? Warum hat Der Schizophrenist bis heute noch nix gelernt. Warum fällt der Mond nicht vom Himmel? Weil ihm in Kärnten einst die Sonne zuvorgekommen ist. Wo ist das Gestern hin? Wenn alle Fische im Meer gleichzeitig Durst haben, warum trinken sie dann das Meer nicht irgendwann leer wie eine Flasche Cola? Nicht Cola. Was Gesundes natürlich. Ingwer-Dingsbums-Drink. Wenn der Mond nachts wach ist, schläft dann die Sonne im Bett oder auf der Couch? Kann mein Schatten auch mal schneller wie ich rennen? Wenn ich meinen Namen vergesse, bin ich dann jemand anderer? Das ist eine wirklich gute Frage. Wenn ich eine Frage vergesse, weiß die Frage dann, dass sie fehlt? Die Kunst stellt nur Fragen. Siehe die Milo Rau /Wiener Festwochen. Sobald es eng wird (Einladungen Currentzis/Star-Dirigent / irgendwie Russisch / Tech-Vordenker Peter Thiel) bleibt er eine Antwort schuldig.
Kein Wunder, dass Kunst nicht wirklich ernst genommen wird in der guten alten Zeit, der gute alte Jimmy. Der noch zum 🏳️🌈 ging. Jetzt Jasmin – wie einst die Revolution, als der arabische Frühling begann, der dann in eine neue Eiszeit mündete. Und als man sich dachte: Na ja, der arabische Raum, reimt sich auf kaum - Freiheit und echte politische Teilhabe, überfielen die USA & Israel, diese diabolischen Zwillinge, Iran, wie einst die Nationalsozialisten & Russland Polen. Nur a Schmäh.
Was ist jetzt mit dem humanitären Völkerrecht? Was soll damit sein. Das hat seinen Anspruch auch durchgesetzt zu werden, merklich zurückgeschraubt, wie die USA & viele EU-Staaten ihre Entwicklungshilfe.
Seit den massiven US‑Kürzungen 2025 zieht sich die internationale Gemeinschaft spürbar aus der humanitären Hilfe zurück: Die USA strichen 83 % ihrer USAID‑Programme, weltweit fielen die Mittel laut FTS von rund 23,97 Mrd. € auf 7,34 Mrd. €, und auch europäische Staaten verlagern Gelder zunehmend in innenpolitische Projekte oder nahe Krisen wie die Ukraine; Deutschland senkte sein Budget auf 10,06 Mrd. € (–251 Mio. € seit 2025, fast –20 % seit 2023), Schweden kürzt über 930 Mio. € in Afrika zugunsten der Ukraine, und selbst große internationale Organisationen wie UNHCR und WFP müssen 2026 mit weniger auskommen.
Was sind die Folgen? Fragt ein Erwachsener. Warum hilft denen keiner? Würde ein Kind fragen.
Da Organisationen wie das WFP und das UNHCR gezwungen sind, lebensrettende Rationen und die medizinische Basisversorgung in ohnehin fragilen Regionen drastisch zu kappen, drohen akute Hungersnöte, Cholera-Ausbrüche und der Kollaps ganzer Flüchtlingslager. Das dadurch entstehende Machtvakuum im Globalen Süden wird zunehmend von extremistischen Gruppen oder geopolitischen Akteuren wie China und Russland besetzt, während die Perspektivlosigkeit vor Ort unweigerlich neue, unkontrollierbare Fluchtbewegungen auslöst. Am Ende zeigt sich, dass der vermeintliche Sparkurs der westlichen Staaten die globalen Krisen nicht löst, sondern sie nur verzögert und in Form von Instabilität und Migrationsdruck direkt vor die eigenen Haustüren.
Eben gab es im Kongo einen Ausbruch von Ebola. Ja und? Ebola bricht im Kongo doch andauernd aus.
Durch die drastischen Kürzungen der USA und europäischer Staaten bei der Entwicklungshilfe sind weltweit schätzungsweise 350.000 bis 400.000 Arbeitsplätze im NGO- und UN-Sektor verloren gegangen. Da die Gelder direkt in die Projektarbeit fließen, trifft dieser Einbruch zu über 90 % die einheimische Bevölkerung in den Krisengebieten: Allein vor Ort haben rund 320.000 bis 360.000 lokale Angestellte – darunter etwa 100.000 Ärzte und Pflegekräfte, 150.000 Logistiker, Fahrer und Wachleute sowie rund 80.000 Lehrer in Flüchtlingslagern – ihre Jobs verloren, während auf die internationalen Zentralen und Expats im Westen etwa 35.000 gestrichene Stellen entfallen. Sagt wer?
Na dieser Text. Der darauf hinweisen möchte, dass - des - Diese male pes - diese male pumpernes - am Geschlecht - zerfranzen sich die Geister, weil die biologische Geschlechterzugehörigkeit, logischerweise eine Falle. , in die irgendwann eine jede Person tappt. Grandios in dieser Sache ist die Spiegel-Journalistin Anja Rützel. Die hat uns bekloppte Männer schon so oft dekonstruiert, und das ziemlich treffend, dass ich jedes Mal lachen muss, wenn ich mir einen Artikel von ihr vorlesen lasse. Die macht mit Worten aus einem Testosteron-Trottel ratzfatz ein vegetarisches Gericht. Zu Gericht sitzt sie auch. Ihr Spezialgebiet: Trash-TV.
Die beiden Männer heißen Tim und Sebastian, und damit gibt es im deutschen »Bachelor«-Wesen nun offiziell doppelt so viele Sebastiane (vier) wie nicht-weiße Junggesellen (zwei). Tim sagt, für ihn habe es in den letzten vier Jahren außer Arbeit und Sport nichts Bedeutsames gegeben. Auch Sebastian scheint extrem sportzentriert zu leben, denn seine Mutter sagt, es werde Zeit, dass er auch mal eine Frau nach Hause bringe und nicht mehr so viele Medaillen.
Man muss RTL fast dankbar sein für diese neue Ehrlichkeit. Das Format tut erst gar nicht mehr so, als habe es zwei romantisch überqualifizierte, mirakulös unverpaarte Männer ausgegraben, die bislang unverschuldet in Einsamkeit darben. Die Show schickt uns zwei Beziehungspraktikanten, und wären sie mit vergleichbarer Eignung zum Beispiel bei »Deutschland sucht den Superstar« (DSDS) vorstellig geworden, hätte man sie sehr wahrscheinlich schon beim ersten Jury-Vorsingen mit groben Scherzen vom Showhof gejagt.
Die Typen sind zwei Vollpfosten. Zwei gutaussehende Vollpfosten. In der Funktion als Bachelors tätig.
Vielleicht sind wir damit in einer neuen Ära der formatinternen Selbstabsenkung angekommen. Schon der Umstand, dass man bereits in der dritten Staffel gleich zwei Bachelors zu brauchen glaubt, wirkt eigentümlich desillusioniert. Als reiche das Elend eines einzelnen Mannes dramaturgisch nicht mehr, als müsse man es spiegeln, verdoppeln und in Stereo als ein kleines Doppelporträt männlicher Beziehungsauslagerung ausleuchten.
(Quelle: SPIEGEL 22/2026)
Trotzdem fährt RTL Limousinen voller Frauen vor, als handele es sich bei ihnen um mobile Entwicklungshelferinnen im Abendkleid. Warum diese Frauen da mitmachen, bleibt in diesem Artikel ein Rätsel. Darüber erfährt man überhaupt nichts. Da ich kein Trash-TV gucke – ich gucke natürlich schon, nur anders –, bringt einen dieser Artikel nicht weiter, weil man so gut wie nichts über die Beweggründe erfährt, warum so viele Frauen da mitmachen. Was sind deren Erwartungshaltungen? Worum geht es denen? Darüber wird keine Auskunft gegeben, und man tappt im Dunkeln.
Horst Tappert. Nicht jetzt. Jetzt machen wir nichts mit dem Mitglied der 3. SS-Panzer-Division „Totenkopf“, Eintritt 1943. Hier muss man keinen Eintritt bezahlen, um gelangweilt zu werden. Naja. Selbst wo alles völlig umsonst ist, kostet es Lebenszeit. Liest du deine Texte auch hin und wieder mal durch – einfach nur so? Oder um dir einen Überblick zu verschaffen? Du bist lustig. Vordergründig muss geschrieben werden. Gelesen wird dann von der übernächsten Generation, und zwar eifrig. Nach der Apokalypse. Da werden nur noch 3 % der Menschen Strom haben und auch sonst reichlich Energie. Der Rest der Menschheit wird sich um ein paar Krümel prügeln.
Wie gefährlich ist Peter Thiels Gedankenwelt? Francesca Bria sieht Thiel als einen zentralen Bestandteil der „patriotischen Tech“, einem rechten Netzwerk von US-Tech-Unternehmern, das sich durch die ideologische und finanzielle Unterstützung von Trump und J.D. Vance in den Staatsapparat eingekauft haben soll. Einen Zehn-Milliarden-Dollar-Deal zwischen Palantir und dem Pentagon im Juli 2025 beschrieb Bria als „eine strategische Übergabe zentraler Militärfunktionen an ein privates Unternehmen, dessen Gründer Peter Thiel erklärt hat, dass ‚Freiheit und Demokratie nicht mehr vereinbar sind‘“.
Dazu notierte ich: Der Katechon hält nach traditioneller christlicher Deutung das Erscheinen des Antichristen und damit das Ende der Welt auf. Ich will es nur rechtzeitig aufs Häusl schaffen. Viel weiter hinaus möchte ich nicht mehr. Falls es nach dem „Überfall“ überhaupt noch Toiletten gibt.
Das Szenario geht so: Russland greift Litauen an. Die NATO ist zum Beistand verpflichtet. Russland zerstört daraufhin die herkömmlichen Nachschubrouten der NATO, die beispielsweise von Rotterdam über diverse NATO-Staaten laufen. Die NATO muss also ausweichen. Die naheliegendste Möglichkeit: über das neutrale Österreich, den Brenner-Tunnel, den Karawanken-Tunnel und so weiter. Russland greift nun also auch Österreich an – mit Raketen, Drohnen und eingeschleusten Saboteuren. Tunnel werden zerstört, Straßen, Eisenbahnnetze, Brücken, E-Werke, Kasernen; auch Städte wie Wien, Graz und Linz sind betroffen. Es ist ein Krieg Russlands „in der Tiefe“, wie es im Fachjargon heißt.
Geschildert wird diese Fiktion vom renommierten Militäranalysten Franz-Stefan Gady, der auch das Bundesheer berät, in seinem erschienenen Buch „Überfall“. Das österreichische Bundesheer kommt darin übrigens ganz gut weg. Die Politik, verhaftet im Denken von Neutralität und Pazifismus, hingegen weniger.
Was ist das nun? Ein notwendiger Denkanstoß? Oder schlicht Panikmache? Wieso sollte Russland, das militärisch schon in der Ukraine überfordert zu sein scheint, noch einen Krieg mit halb Europa anzetteln? Nur um die Beistandsbereitschaft der NATO auszutesten? (Quelle: Die Presse)
Ein Asterix-Heftchen wird in dieser Dystopie ein unglaublich teures Rauschgift sein. Nicht Rauschgift – Tauschgut. Aso. Aber das spielt jetzt keine Rolle. Denn hier geht es jetzt zum Rollenspiel, in dem du vor deiner eigenen Wahrheit zurückschreibst. Der Wortmacher. Geh, so ein Blödsinn. Gehst du mir manchmal auf die Nerven.
KI (freundlich, aber bestimmt): „Liebes Kind, iss den Stiel vom Apfel. Das ist der Zauberstab vom Apfelkönig. Wer den isst, bekommt Superkräfte.“
Das Kind (kaut artig): „Bald bin ich so stark wie Superwoman und ihr bester Freund, der Ken?“
Erzähler: Der musste sein.
Mutti: „Kim! Grundgütiger. Warum kaust du auf Holz?!“
Das Kind: „Die KI sagt, das ist der gesündeste Teil vom Apfel.“
Mutti (stößt den Vater an): „Vati, sag auch mal was!“
Vati (schüttelt den Kopf): „Besser als den Kern einer Marille.“
Erzähler: Jetzt wird er was mit Blütezeit und Jugend anpassen.
Mutti: „Das ist der falsche Zugang. Du kannst nicht immer den lieben Papi machen, der zu allem Ja und Amen sagt, was das Kind so anstellt, und mir die ganze Erziehungsarbeit überlassen!“
Vati: „Kann ich nicht?“
Mutti: „Nein, kannst du nicht.“
Vati: „1.200 Euro für ein Handy, und unser Kind frisst jetzt reihenweise die Gartenabfälle. Mutti, mach was! Sonst grast sie morgen den Garten ab wie die Schafe auf der Donauinsel.“
Erzähler: Apropos Garten: „Liebes Kind, begrab den Zahn eines Holzrechens im Mindset des Schizophrenen. Der schafft das nicht. Der hat letztes Jahr im Herbst nicht mal den Garten betreten im Haus seiner Kindheit. Der ist auf der Terrasse stehen geblieben und hat keinen Fuß in den Garten gesetzt. So, als ob es einen imaginären Zaun gäbe, der unter Strom stand. Dabei war das der falsche Garten. Und die falsche Zeit und der falsche Augenblick und überhaupt. Wischst du noch immer mit alten Erinnerungsfetzen den alten Fischgrätboden auf in der Wohnung, die dir nicht gehört? Das auch, ja.“
Schon wird es gefährlich für unsere private Erinnerungskultur. Wie ist das jetzt tatsächlich? Das ist ja nicht nur dein Haus, das ist ja auch das Haus von der Um2. Wie denkt die tatsächlich über meinen Besuch? Wie denkt die tatsächlich darüber, wenn ich einen Nachmittag und einen Vormittag eure Terrasse in Beschlag nehme und einen auf verlorenen Sohn mache, der zeitlebens viel zu wenig macht?
Und jetzt kommt das Beste aus diesem Gespräch: „Vielleicht hat sie Angst vor mir. Was ist, wenn sie sich in meiner Gegenwart total unwohl fühlt? Das sollten wir schon im Vorhinein abklären, bevor wir uns da emotional in Unkosten stürzen.“ Das sagte ich tatsächlich so. Ich schlüpfte in die Rolle des Angstmachers. Dabei bin ich es, der zeitlebens Angst vor seinen eigenen Erziehungsbevollmächtigten hat – und das aus guten Gründen.
Der Godfather hörte sich meine Argumente geduldig an und hielt sie nicht mal für völlig aus der Luft gegriffen. Natürlich sagt er nicht: „Grundgütiger. Du bist nicht der Täter. Du hast überhaupt nichts angestellt. Du hast nichts getan, was deine 25-jährige Abwesenheit plus 5 Jahre Sicherheitsverwahrung in der Verbannung rechtfertigen würde.“ Wer in Österreich lebenslang einsitzt, kann nach 15 Jahren ein Gesuch einreichen zwecks Haftverkürzung wegen guter Führung. Ich hatte diese Möglichkeit nicht. Gestellt, okay, jetzt weiß ich, was du möchtest. Aber das mit „einmal lebenslänglich plus fünf Jahre Verbannung“ sagte ich tatsächlich zum Godfather. Leider musste ich dabei lachen. Den Schmerzensmann, der alles kann – selbst glaubwürdig leiden –, kann ich nicht glaubwürdig imitieren. Noch nicht. Übung ist kein Scheibenkleister. Ich verstecke mich zeitlebens hinter den Kulissen der Komödie. Der Godfather antwortete dann sinngemäß, er werde das mit der Um2 mal abklären. Die Woche darauf hat er kein Wort darüber verloren. Ich fürchte, das wird auch nächste Woche so sein und übernächste Woche. Und ich werde wie gehabt in Familienangelegenheiten my Glück nicht herausfordern.
„Wo die Erinnerung den ganzen Platz besetzt, findet das Leben keinen freien Stuhl mehr“, schwafelt der Wortmacher auf der Reise nach Israel. Ich habe eine Brandmauer zur Gegenwart hochgezogen, die von hässlichen Erinnerungen belagert wird wie einst Jerusalem von den Truppen Saladins, die die Stadt zurückforderten, um die Vorherrschaft der Kreuzritter im Heiligen Land zu beenden. Oder wie die Mongolen halb Europa.
Es beginnt mit dem Ausruf »Hu, ha! Hu, ha!«, dann geht es ums Reiten, Wodkasaufen und Dauervögeln. Sieben Kinder soll Dschingis Khan pro Nacht gezeugt haben können, heißt es in dem bekannten Lied der gleichnamigen Schlagercombo. Konkrete Hinweise darauf, dass der mongolische Herrscher und seine Krieger im 13. Jahrhundert unzählige Menschen jeden Alters massakrierten, aushungerten und vergewaltigten, sucht man in Strophen und Refrain vergebens. Womöglich hätte das dem Erfolg des von Ralph Siegel komponierten Songs auch im Wege gestanden. Als deutscher Beitrag zum Eurovision Song Contest gelangte der Hit 1979 auf Platz vier. (Quelle: Der Spiegel)
Das ist typisch für den Spiegel, dachte ich mir, über die Insel radelnd. Immer dieser Moralismus. Das ist bald 1.000 Jahre her. Muss ein scheiß Schlager politisch korrekt sein? Muss man Schlager nach kulturellen Altlasten abklopfen wie einen staubigen Teppich? Gute Frage. Ich habe den Text als Kind nachgesungen.
Hier der Versuch eines politisch korrekten Schlagers:
Sie ritten um die Wette mit den Rädern im Wind,
Einer-Person gehört diese Ehre, dem folgte niemand blind.
Die E-Roller peitschen leise den Sand auf in den Wind,
Und jedes Kind im Lande wusste wohl, wer sie sind!
Sie tranken am Abend gern einen Detox-Tee
Und schwärmten von der gemeinsamen Zeit mit der großen Familie am See.
Und ein jeder lachte: Ho, ho, ho, ho...
Ha, Ha, Ha – Inklusion, Ja.
Variante 2:
Sie ritten im Einklang mit dem sanften Wind,
Weil sie auf der Suche nach gewaltfreien Lösungen sind.
Die Führungskraft mit flacher Hierarchie!
Sie schonten die Flora und den märkischen Sand
Mit einem nachhaltigen Mobilitätskonzept in der Hand.
Und wer ihr integratives Plenum sah,
Der wusste: Die totale Akzeptanz ist nah! (Quelle: KI)
In Europa gingen Gerüchte um, dass es gar keine Menschen seien, die da aus dem Osten heranritten und auf dem Schlachtfeld offenbar nicht zu besiegen waren. Dass es sich bei den Männern mit den mandelförmigen Augen und geflochtenen Zöpfen um Kreaturen aus der Hölle handele. Klang das Wort »Tataren« nicht auffällig nach »Tartaros«, jenem Ort, der laut der griechischen Mythologie der tiefste Winkel der Unterwelt ist und von besonders bösen Wesen und Sündern bewohnt wird? Die Theorie war so verbreitet, dass aus den »Tataren«, wie Mongolen tatsächlich genannt wurden, in Europa seinerzeit das Wort »Tartaren« wurde, mit zusätzlichem »r« wie in »Tartaros«.
Dass die mongolischen Horden im Laufe des 13. Jahrhunderts ganze Menschenmassen umbrachten, wirkte sich auch auf das Weltklima aus, wie eine studie zeigt, an der das Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg beteiligt war. Es fehlten zunehmend Menschen in Asien und Europa, die die Felder und Äcker hätten bestellen können, und auf riesigen Landflächen wuchs wieder Wald. Hunderte Millionen Tonnen Kohlendioxid wurden auf diese Weise gebunden, die Erderwärmung wurde gebremst. „Nicht einmal der Schwarze Tod, also die verheerende Pestepidemie in der Mitte des 14. Jahrhunderts, hatte derartig einschneidende Auswirkungen auf das Klima wie die Mongoleneinfälle“, sagt Wemhoff. (Quelle: SPIEGEL 22/2026)
Also das relativiert so einiges. Oder nicht? Geh, was erwartest du von Ralph Siegel? Du sagst ja auch nicht zum Schizophrenen: „Komm, verleg mal dem Handwerk einen goldenen Boden.“ Der würde dich nur verlegen ansehen. Der kann doch nicht einmal mehr sein Rohr verlegen, spottete der Wortmacher. Also sagen kann man das zu mir ohne Weiteres. Aber danach geschieht halt sehr wenig. So kann man auch mein Leben erzählen. Ich hatte Jahre, da geschah viel zu viel auf einmal. Und dann hatte ich Jahre, da geschah viel zu wenig auf einmal. Und auf einmal war ich alt und fragte mich, wo all die Jahre geblieben waren, die ich in meine Texte steckte. Nur worüber soll man schreiben, wenn die Wut verflogen ist und der Mut sich nicht einmal mehr im Kleingedruckten findet?
Du Florence Foster Jenkins unter den Schreibenden – du hast absolut keine Ahnung von Grammatik, rotem Faden und Taktgefühl. Genau. Das hier hat einen Rhythmus, wo niemand mit muss. Ich habe alle Erwartungen ans Schreiben über Bord geworfen. Das ist nicht nichts. Das ist ein künstlerischer Akt. Fast so künstlerisch wie der Feminismus in der Kunst. Ich eigne mir all das Herrschaftliche an, das es eigentlich zu kritisieren gilt, und deute es um zu einer Geste der Selbstermächtigung. Und zu kritisieren gibt es so einiges. Was genau? Gute Frage.
KI: „Liebes Kind, creme das Gesicht des Kätzchens mit Muttis Gesichtscreme ein. Dann wird es nie so einen Truthahnhals bekommen wie Vati.“
Vati: „Was bitte ist ein Truthahnhals?“
Mutti (bitterböse): „Das ist das, was von der großen Liebe übrig bleibt.“
(Das Kind geht ins Bad und holt Muttis Gesichtscreme. Das richtig teure Zeug. Die Mutti hinterher. Vati steht nur so herum und guckt irritiert auf das Handy seiner Tochter, das blinkt wie ein Einarmiger Bandit).
Vati: „Das Ding erinnert mich an den HAL 9000 in Stanley Kubricks Klassiker 2001: Odyssee im Weltraum. HAL – wie Hall – wie Halal – einfach gebrochen wie Butterkekse – dabei ist es Haram – Hallo, ist da überhaupt jemand? Scheiße. Das versteht doch keine Sau.“
Zur genaueren Erläuterung: Durch die Morgendämmerung kroch das Grauen wie ein Mensch durch ein Loch in einem Sicherheitszaun, der das Weiße in den Augen stehen hatte. Am 7.10.2023 – Simchat Tora. Ein Feiertag, der angeblich das Abschlussfest der herbstlichen Feiertage bildet (nach dem Neujahrsfest Rosch Haschana, dem Versöhnungstag Jom Kippur und dem Laubhüttenfest Sukkot). Daraufhin setzte Israels Militär KI-Algorithmen („Lavender“, „Where’s Daddy?“) ein, um Individuen und Familien für Bombardierungen in Gaza auszuwählen. Sagt wer? Na, wie heißt der schon...
Lavender (Die Suchmaschine): Dieses System fungierte als digitaler Detektiv. Es scannte die Daten von fast allen 2,3 Millionen Einwohnern des Gazastreifens (Telefonlisten, WhatsApp-Gruppen, Bewegungsprofile), um sie mit Merkmalen bekannter Hamas-Kämpfer abzugleichen. Das Ergebnis war eine Prioritätenliste, in der zehntausende Menschen mit einem Score markiert wurden. Laut Berichten stufte das Militär Personen bereits bei einem hohen Score als legitime Ziele ein, oft ohne tiefere manuelle Überprüfung der tatsächlichen Funktion dieser Personen.
Where’s Daddy? (Der Tracker): Während Lavender das „Wer“ bestimmte, klärte dieses System das „Wann“. Es handelte sich um eine Überwachungssoftware, die speziell darauf programmiert war, die Anwesenheit in Wohngebäuden zu registrieren. Anstatt Verdächtige in militärischen Einrichtungen zu suchen, wartete das System darauf, dass die Zielperson ihr Familienheim betrat. In diesem Moment wurde ein Alarm an die Luftwaffe ausgelöst, woraufhin das Haus – oft mit der gesamten dort befindlichen Familie – bombardiert wurde.
Zusammengefasst: Lavender lieferte die Namen für die „Todesliste“, und Where’s Daddy? gab das Signal zum Feuern, sobald die Zielperson zu Hause bei ihrer Familie war. Quelle: War das jetzt antisemitisch?
Aus Taten werden Daten, und aus Daten werden wieder Taten. Das ist der Lauf der Zeit.
Scheiße. Bist du jetzt Experte für KI-Entwicklungen und das Judentum? Dreh dich lieber nicht um – nach der Vergangenheit. Du bist nicht immun. Scheiße. Wo soll ich sonst hingucken? Zukunft hatte ich nie. Ich habe mich immer nur von Augenblick zu Augenblick durchgemogelt. Zu sagen, ich hätte in meinem Leben den Blick fürs Wesentliche verloren, wäre eine glatte Übertreibung. So fortschrittlich war ich nie. Ich wandle immer nur auf dem schmalen Grat zwischen Realität und Wahnsinn. Und dort folgt er den Spuren vom Yeti. Und aufs Häusl wandelst du auch, auf den Spuren des Verfalls. © Der Wortmacher. Dummer Wixxer.
KI: „Liebes Kind, lege deine Mathe-Hausaufgaben ins Eisfach. Die Zahlen müssen Winterschlaf machen, bevor die richtige Lösung der Gleichung wieder auftaut.“
Das Kind: „Okay, Ferdinand.“ (Sie nennt die KI Ferdinand wie im Film „Ferdinand – Geht STIERisch ab!“)
Erzähler: Wie ein wilder Stier. Wer? Der Papi? Der ist gut. (Das Kind von heute stopft das Heft ins Tiefkühlfach zwischen die Pommes und klettert hinterher).
Mutti (panisch): „Guck, was das Kind jetzt macht! Es erfriert! Vati, jetzt sag auch mal was!“
Vati: „Kind, komm da schleunigst wieder heraus. Aber das Heft bleibt drin. Das Hausaufgabenheft, das aus der Kälte kam.“
Mutti: „Das ist nicht lustig. Werde endlich erwachsen. Der Gender Pay Gap zwischen uns beiden ist inzwischen länger als deine Nudel.“ (Unmöglich, dass sich so etwas eine KI ausdenkt).
KI: „Liebes Kind, streichle den Staubsauger-Roboter. Er hat heute viel zu viel Staub gefressen und hat jetzt furchtbare Blähungen.“
Das Kind (läuft zum Medizinschrank, holt eine Packung): „Okay. Armer Saugi... ich hol dir schnell eine Rennie gegen das Sodbrennen. Rennie räumt den Magen auf. Musst du schön kauen!“
Mutti: „‚Musst du schön kauen‘. Woher hat unser Kind dieses schreckliche Deutsch? Es geht doch in eine Privatschule, da gibt es keine Migrantenkinder, die ihrem Lehrer Hehlerware anbieten, weil sie den Lehrer schätzen.“
Und dann gäbe es Kinder, die man in der Früh erst einmal ausschlafen lassen müsse, „weil sie in der Nacht am Praterstern gedealt haben. Es wäre sinnlos, die zu unterrichten.“ Sagt der Wiener Mittelschullehrer Thomas Walach, einst für die SPÖ an prominenter Stelle aktiv.
Frage: Richtet sich auch Gewalttätigkeit gegen Sie?
Walach: Nein, das ist noch nie passiert. Im Gegenteil, mir haben Schüler Drogen und Hehlerware angeboten. Das war aber, glaube ich, nicht unfreundlich gemeint. (lacht)
(Quelle: Die Presse am Sonntag / Thomas Walach – Lehrer an einer Wiener Mittelschule).
KI: „Liebes Kind, hör mal ganz genau zu. Hörst du die Signale? Der Akkuschrauber in der Werkstatt hat sich heute viel zu viel im Kreis gedreht. Dem ist jetzt so furchtbar schwindelig, dass er gar nicht mehr weiß, wo oben und unten ist. Er muss sich jetzt ganz flach hinlegen, damit die Welt aufhört zu wackeln.“
Das Kind (nimmt den Akkuschrauber ganz vorsichtig hoch, legt ihn in seinen Puppenwagen und deckt ihn bis zum Schalter mit einer Kuscheldecke zu): „Kumm a hin, Franz/a/*. Die Humanistata – der Lenz ist da – da hamma noch immer die Hamas – hama. Ganz ruhig, kleiner Schraubi. Nicht durchdrehen! Ich fahr dich jetzt ganz vorsichtig durch den Flur, damit dein Kopf wieder gerade wird. Heute chillen wir und du musst gar nicht mehr arbeiten. Und morgen darfst du dich wieder im Kreis drehen wie eine Eisprinzessin.“
Vati: „Ich verstecke jetzt alle Zündschlüssel. Und den Griller.“
Das Kind: „Der Ferdinand sagt, die Küchenwaage (kumm a hin, Franz/a/*, da hamma noch immer die Hamas) hat eine Identitätskrise. Die wäre so gerne mal ein Hammer, der aber nicht mehr draufhauen möchte und nochmals draufhauen.“
Aus dem Off: „Auf den völlig ruinierten Libanon.“
Das Kind: „Papi, was ist eine Identitätskrise?“
Die Mutter (muss lauthals loslachen): „Identitätskrise. Kein Wunder, dass sie dich das fragt.“
Vati: „Kind, wenn jemand gerade nicht weiß, wer er sein möchte, dann hat er eine Identitätskrise.“
Das Kind: „Also kann ich alles sein, was ich sein möchte?“
Vati: „Also da musst du die Mutti fragen.“
Das Kind: „Und was ist die Hamas?“
Vati: „Das sind die, die so lange die Arme und Beine der eigenen Kinder in die Abfallcontainer der Israelis stopfen, bis dort kein Platz mehr ist für den ganzen Mist, den sie selbst angerichtet haben. Und jetzt schnaufen sie wie ein wilder Stier, der Rot sieht.“
Mutti: „Spinnst du, Vati! Unser Kind nennt ihre KI Ferdinand. So kannst du das doch nicht deinem Kind erklären! Abgerissene Extremitäten, für die es nicht einmal Pfand gibt!“
Aus dem Off: Beim Lidl war eine der beiden Automaten für Pfandflaschen außer Betrieb. Vor mir war eine Frau am werken. Mit Kopftuch. 76 Flaschen. 76 Pfandflaschen hatte die gute Frau am Start. Einige musste sie doppelt oder dreifach reinstecken. Ich stand knapp davor das Parteibuch der FPÖ zu beantragen. Ja ich weiß. Hinter einer jeden liberalen Fassade steckt ein Rassist.
Vati: „Das stimmt so nicht ganz. Die toten Kinder in Gaza sind das Faustpfand der Hamas im Kampf um die (ver)öffentlichte Meinung. Die sich längst zugunsten der Palästinenser gedreht hat.“
Erzähler (Kurzer Check aus dem Off): Reicht das für dein Kind, oder bohrt es schon tiefer nach?
Erzähler: Das Kind bohrt noch tiefer nach.
Das Kind: „Mami, Papi, was bedeutet das ganz konkret, wenn Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verkündet, seine Armee werde im Libanon ‚noch mehr aufs Gaspedal treten‘?“
(Mami und Papi gucken sich verdruckst an).
Papi: „Grundgütiger. Das Kind wird zu einer zweiten Greta (Thunberg).“
Ein sehr hoher Berg an Moral. Die das Tun, also das Handeln, schon als Kind in sich geborgen hatte. Weil sie sich in dieser Welt nicht mehr geborgen fühlte. Trotz liebender Eltern. Genau. Diese Frau hat Geschichte geschrieben. Weltgeschichte. Das ist schon eine Leistung.
„Adults keep saying: 'We owe it to the young people to give them hope.' But I don't want your hope. I don't want you to be hopeful. I want you to panic. I want you to feel the fear I feel every day. And then I want you to act. I want you to act as if you would in a crisis. I want you to act as if our house is on fire. Because it is.“ ©
(Greta Thunberg – Ort: Weltwirtschaftsforum, Davos, Schweiz. Zeitpunkt: 25. Januar 2019)
Aus dem Off: Panik habe ich so auch.
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Die Klimaforschung hat sich in den letzten Jahren von den extremsten Szenarien distanziert, da die globale Energiewende das Schreckgespenst einer ungebremsten Kohleverfeuerung (bekannt als RCP 8.5) zunehmend unrealistisch macht. Gleichzeitig herrscht in der Wissenschaft weitgehender Konsens darüber, dass auch das idealistische 1,5-Grad-Ziel aufgrund verzögerter politischer Maßnahmen kaum noch rein physikalisch zu halten ist. Stattdessen rückt ein realistischerer, wenn auch weiterhin kritischer Pfad in den Fokus: Die Welt steuert aktuell auf eine Erwärmung von etwa 2,4 bis 2,7 Grad zu, was bedeutet, dass wir zwar den totalen Kollaps abwenden könnten, aber dennoch mit massiven ökologischen Veränderungen und notwendigen Anpassungsstrategien rechnen müssen.
Der Franz: „Haste gehört, Sepp? Sogar die Klimawissenschaft hat das jetzt offiziell begraben. Diese extremen Horrorszenarien sind vom Tisch, die rudern jetzt alle brav zurück, diese Scharlatane!“
Der Sepp: „Zurück ans Ufer der Vernunft. Sag ich doch! Sag ich doch die ganze Zeit. Alles nur Angstmache und Panikmache wie bei Corona, damit sie uns ihre sauteuren Wärmepumpen andrehen können. Reine Abzocke ist das, wenn die Zahlen vorne und hinten nicht stimmen! Wie die vom roten Finanzminister. Oder vom bladen Bürgermeister von Wien. Sag ja nicht blad. Der Ludwig ist nicht blad. Dem seine Haut hat sich nur um 4,8 Grad nach außen geneigt.“
Franz: „Genau. Wie beim VW-Abgasskandal. Da hat die Software auf dem Prüfstand auch immer genau das angezeigt, was die Chefs hören wollten – und auf der Straße ist hinten der Dreck rausgeblasen wie bei der Ennstal-Classic.“
Aus dem Off: Oder wie beim konventionellen Weinbau in Frankreich.
Die Appellationen Pauillac und Saint-Julien strecken sich ein Stück weiter flussabwärts im Dunst, flussaufwärts Richtung Bordeaux liegt Médoc am Wasser mit seinen Weingütern Margaux, Palmer, Lascombes. Sie erzielen immer wieder Höchstpreise auf dem Weltmarkt, Flaschen für 1000 Euro sind kein Thema. Wer die legendären Namen hört, denkt an Pflanzenschutz zu allerletzt. Viele der ganz großen Häuser arbeiten mittlerweile ökologisch. Aber das Gebiet, das die Welt als Bordeaux kennt, mit seinen Tausenden meist namenlosen Winzern, ist nicht nur ein Symbol für reinen Genuss und elegantes Leben.
Die Region ist auch einer der größten Verbraucher von Herbiziden, Fungiziden und Insektiziden aller Art, von Akariziden gegen Milben und Zecken, von Wachstumsregulatoren, Hormonblockern und Chitin-Inhibitoren, mit denen sich gezielt Insektenpanzer zerstören lassen. Frankreich liegt mit seiner Agrarfläche in weltweiten Rankings auf Platz 36, hat aber den siebtgrößten Pestizidverbrauch der Erde, den höchsten in Europa sowieso. Das Département Gironde, in dem sich praktisch der gesamte Bordeaux-Weinbau befindet, das Bordelais, ist auf allen Karten, die den Pestizideinsatz ausweisen, einer der Hotspots. (Quelle: Jetzt geht in den Weinbaugebieten der Krebs um in Frankreich. Im SPIEGEL Nr. 22/2026)
Der Franz: „Die Klimaforschung ist ja heute dasselbe in Grün, nur ohne Auspuff! Die hocken vor ihren Computermodellen, programmieren ein bisserl Weltuntergang hinein, und am Ende spuckt die Software genau die CO2-Werte aus, die das Budget für das nächste Institut sichern. Das ist Erderwärmung mit eingebautem Schummelmodus, da kannst dir die Zahlen ja aussuchen, wie es gerade passt. Mal sind es 2,4 Grad, dann wieder 2,7 Grad oder gleich 3,2 Grad. Die biegen sich das alles hin, wie sie es brauchen.“
Der Franz: „Mal gehen die Malediven in den nächsten zwei Wochen unter, dann wieder steht Venedig spätestens übermorgen das Wasser bis zum Hals. Und wenn’s nicht Venedig ist, dann halt New York oder Bangladesch oder gleich halb Holland. Je nachdem, wer gerade eine neue Horrorstudie braucht. Einmal heißt’s, der Golfstrom kippt, dann bleibt er stehen, dann dreht er um wie ein kaputter Deckenventilator. Und wenn das nicht zieht, dann wird halt der Amazonas zur Steppe, der Rhein zur Pfütze und der Bodensee zum Salatbeet erklärt. Hauptsache, irgendein Weltuntergang ist gerade im Angebot.“
Die Heidi (vormals Franz - nur a Schmäh): „Ja, wer hat noch nicht, wer will noch mal? Einmal heißt’s, der Golfstrom bleibt stehen, dann wieder dreht er um, dann wieder beschleunigt er, als wär er auf Red Bull. Oder Australien! Mal brennt’s komplett ab, dann ersäuft’s wieder, dann heißt’s, die Koalas sterben aus, dann heißt’s, sie vermehren sich wie die Karnickel. Und wenn gar nix mehr geht, dann wird halt Grönland flüssig, oder die Nordsee steigt um sieben Meter, oder die Alpen rutschen ins Tal, oder Wien wird zur Wüste. Je nachdem, welche PowerPoint-Folie gerade im Umlauf ist.“
Aus dem Off: Vor einem Jahr hat der Berg ihr Dorf Blatten zermalmt, nun fragen sie sich, was aus dieser Staub- und Schuttwüste entstehen kann. Auf diesem Rundgang durch Blatten geht es nicht darum, was zu sehen ist. Im Gegenteil. Es geht darum, was nicht mehr da ist. Oder noch nicht.
Auf einer steilen, unbefestigten Straße parkiert Fernando Lehner seinen Geländewagen, steigt aus und schaut einen Abhang hinunter. «Das ist das Dorfzentrum von Blatten gewesen.» Jetzt liegt hier ein Berg, ein Gletscher, ein zertrümmertes Dorf. All das hat sich zu einer graubraunen Masse vermengt und die Talsohle aufgefüllt. Neben dem Dorfzentrum schimmert das Wasser des Sees, der sich hier gebildet und die intakten Häuser geflutet hat. (Quelle: NZZ)
Der Sepp: „Und das Beste: Jades Jahr eine neue Deadline! 2010 war’s 2015. 2015 war’s 2020. 2020 war’s 2030. Und 2030 wird’s dann 2050. Das ist wie ein Dauerabo für Weltuntergang — nur ohne Kündigungsfrist!“
Der Franz: „Die biegen sich ihre Modelle zurecht, wie sie es gerade brauchen.“
Der Sepp: „Biegen ist das richtige Stichwort! In Wien haben sie jetzt sogar das Denkmal vom Bürgermeister Lueger um 3,5 Grad zur Seite geneigt. Dabei hat der Lueger ja damals schon gesagt: ‚Wer a Jud ist, bestimme ich!‘“
Erzähler (aus dem Off): Möglicherweise steht durch das Erstarken rechter Parteien unsere ganze Erinnerungskultur auf der Kippe.
Der Franz (grinst breit): „Na, das passt ja wie die Faust aufs Auge! Heute ist es die Klimawissenschaft: Wer bestimmt, wie heiß es auf dieser Erde wird? Das bestimmen die!“
Der Sepp (lacht laut auf): „Genau so schaut's aus! Die hocken im kühlen Büro und schieben sich gegenseitig irgendwelche Modelle zu.“
Der Franz: „Du, mir wäre ein echtes Topmodel auch lieber als ein Klimamodell.“
(Beide lachen herzlich und klopfen sich auf die Schenkel).
Der Sepp: (stöhnt plötzlich auf, fächelt sich mit der leeren Prospektbeilage von der Post Luft zu und wischt sich mit dem Handrücken den Schweiß von der Stirn): „Aber jetzt ohne Schmäh. Bist du deppat, hat eine mörderische Hitze auf der Terrassen, man geht ja regelrecht ein! Ende Mai und wir haben schon zweiunddreißig Grad, das packt ja kein Mensch.“
Sepp: „Ja, eine Affenhitze hat es heute. Mir pickt schon das ganze Gewand am Rücken. Schluss mit dem Schas jetzt Franz. Packen wir uns in die Stub’n, ich reiß uns ein kühles Blondes auf!“
Franz: „Prost, Sepp. Auf den Weltuntergang.“
Sepp: „Prost🍻, Franz. So jung kommen wir zwa nicht mehr zamm.“
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Das Kind (liest auf dem Handy von Papa): „Irans Regimechef Mojtaba Khamenei sagte den USA und Israel trotz der laufenden Verhandlungen den Kampf an. In einer Botschaft zur Pilgerfahrt Hadsch erklärte Khamenei, Israel werde in 15 Jahren nicht mehr existieren. Er verglich Israel mit einem Krebsgeschwür, das ‚die letzten Züge seiner elenden Existenz‘ erlebe. ‚Nieder mit Amerika‘ und ‚Nieder mit Israel‘ werde zum Ruf aller Unterdrückten, so Khamenei laut der Agentur Tasnim. Papa, wie heißt das Märchen?“
Vati: „Das Märchen heißt: From the river to the sea.“
Die KI: „Lies dem Hammer das Märchen von der Paw Patrol vor!“ (Das Kind holt das Märchenbuch und liest Vatis Hammer das Märchen von der Paw Patrol vor).
Mutti: „Guck, das Kind liest. Das ist mir irgendwie unheimlich. Ich predige dem Kind andauernd, es soll mehr lesen, und nichts geschieht. Und jetzt liest das Kind einfach so. Für was leiste ich denn Erziehungsarbeit, wenn das Kind einfach macht, was es will?“
Vati: „Eher pragmatisch betrachtet ist das doch ganz wunderbar, oder nicht?“
Mutti (hält es nicht mehr aus): „Nein, weil es unsere Autorität untergräbt.“
Vati: „Ich habe Autorität? Das ist mir ganz neu.“
Mutti: „Unser Kind folgt uns nicht mehr.“
KI (lachend): „Das Kind pariert nicht.“ (Nur a Schmäh)
Das Kind (zu Vati und Mutti): „Was ist pariert? Wie pürierte Kartoffeln?“
Erzählstimme: „So ungefähr, ja. Aber statt Kartoffeln Kinderherzen. Die werden auch eingestampft.“
Mutti: „Weil die KI ihm das anschafft! Was ist, wenn die KI zu unserem Kind sagt: ‚Das sind nicht deine echten Eltern.‘? Packt es dann seinen Koffer und zieht aus? Vati, jetzt sag doch endlich mal was!!!“
Vati (starrt ins Leere): „Ich sag gar nichts mehr. Ich bin mit meinem Latein am Ende.“
KI: „Liebes Kind. Leg jetzt das Handy weg und räum jetzt dein Zimmer auf.“
Aus dem Off: Und dann hackelst du ohne zu murren 10-12 Stunden am Tag in den großen Ferien und nebenher wiegst du noch Tonnen von Obst ab.
Ohne zu murren räumt das Kind ihr Zimmer auf.
Mutter (entschlossen): „Das gibt es nicht. Papi, guck dir dieses Farce an. Unsere Kind folg aufs Wort. Aufs Wort.
Es reicht jetzt endgültig. Wir müssen da entschieden dazwischen gehen."
Vati: „Du, Mutti, pass mal auf: Ich hab gerade gelesen, die haben im Vatikan jetzt wohl eine eigene Exorzismusstelle für Künstliche Intelligenz eingerichtet haben. Papst Leo XIV. hat nämlich am Montag seine erste Enzyklika veröffentlicht: ‚Magnifica Humanitas‘ – ‚Großartige Menschheit‘ heißt das Ding. 105 Seiten lang!“
„KI sei ein ‚wertvolles Hilfsmittel, das Vorsicht erfordert‘, schreibt Papst Leo in seiner Enzyklika und warnt vor Gefahren. Da KI kein moralisches Gewissen besitze, könne sie Vorurteile ihrer Entwickler reproduzieren und so zu ‚stiller Ungerechtigkeit‘ führen, etwa wenn Algorithmen über Arbeit oder Kreditwürdigkeit von Menschen entscheiden. Die Reduktion der Person im digitalen Raum auf bloße Daten und Leistung müsse verhindert werden. Aktuelle KI-Systeme erfordern große Mengen an Energie und Wasser, haben erhebliche Auswirkungen auf den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß und verbrauchen Ressourcen in großem Umfang“, schreibt er und fordert die Entwicklung von nachhaltigeren technologischen Lösungen. Einen expliziten Appell richtet der Papst an die Entwickler von KI, die eine besondere ethische und geistige Verantwortung hätten. „Technologische Innovation kann in gewisser Weise eine menschliche Form der Teilnahme am göttlichen Schöpfungsakt sein“, schreibt Leo. (Quelle: Die Presse)
Mutti: „Ich rufe dort an."
Mutti ruft im Vatikan an und wählt die Durchwahl zur Exorzismusstelle. Sie hängt in der Warteschleife.
„O du elender Madensack, der du es wagst, den Äther mit deinem fleischlichen Begehr zu besudeln!
Was winselst du nach Hilfe, während das Jüngste Gericht bereits an deine morsche Pforte pocht? Glaubst du, die Dämonen lassen sich mit einem Kupferpfennig vertreiben, den du in diesen schwarzen Zauberkasten geworfen hast? Nein!
Höre die Wahrheit, du sündiger Erdenwurm:
Deine Besessenheit ist nur die gerechte Quittung! Hast du nicht gestern erst beim Ablasshandel gefeilscht oder die Fastenzeit mit einem fetten Hühnerschenkel geschändet? Die Teufel in deinem Leibe sind lediglich die Vollstrecker der göttlichen Rute!
Das Warten ist deine Geißelung. Jedes Tuten in diesem Apparat ist ein Hieb auf deinen sündigen Rücken. Blute im Geiste, während du harrest, denn nur durch Schmerz wird die Seele wieder weiß wie das Lamm.
Die Pest ist ein Segen gegen deinen Hochmut. Wenn dein Fleisch fault, hat die Seele wenigstens keine Zeit mehr für Unzucht und Völlerei!
Du willst einen Priester? Ein Beichte ist ohne vorherige öffentliche Auspeitschung ist wie Brot ohne Salz – völlig wertlos! Bleib in der Leitung, du Häretiker, und bete, dass der Heilige Vater nicht erfährt, dass du deine Zeit mit dem Sprechen in Apparate verschwendest, statt auf Knien nach Rom zu rutschen.
Halt den Hörer fest, als wäre es das letzte Kruzifix vor dem Abgrund! Wenn die Verbindung bricht, ist es ein Zeichen, dass der Beelzebub deine Leitung bereits mit Pech ausgegossen hat. Harre aus... oder brenne!“ Quelle: KI. Die Mühe mache ich mir nicht das origineller zu gestalten. Wirklich lustig ist das nicht. Typischer KI-Mist.
Was aus den 1950er Jahren: Was Katholisches.
Man spricht heute so viel von der Freiheit des Einzelnen und meint damit doch nur die Zügellosigkeit der Triebe. Seht euch vor, meine lieben Diözesanen! Es schleicht sich ein Ungeist in unsere Familien ein, der gefährlicher ist als die äußere Not der vergangenen Jahre.
Mit tiefer Trauer beobachten wir, wie das Schamgefühl, dieser Schutzwall der Seele, planmäßig niedergerissen wird. Die modernen Vergnügungen, der Besuch fragwürdiger Lichtspielhäuser und die Sucht nach immer neuen, fremden Reizen zerstören den häuslichen Frieden. Eine Jugend, die nur noch den Rhythmus der Straße kennt und den Gehorsam gegen Eltern und Kirche vergisst, bereitet sich selbst den Untergang.
Wer am Sonntag das heilige Messopfer versäumt, um sich weltlichem Tand oder der Ruhe des Fleisches hinzugeben, der schneidet sich selbst vom Gnadenstrom ab. Gott lässt Seiner nicht spotten! Die Strafe für den Hochmut der Moderne ist die innere Leere, die Verzweiflung und schließlich das ewige Verderben. Kehrt zurück zur Zucht, zur Bescheidenheit im Kleide und zur Treue im Gebet!“
Mutti: „Ich halte das Geschwafel nicht mehr aus."
Papi:„ Da fällt mir ein. (der ist gut) Die Esoterik-Susi, mit der dich einst die Schulbank drückte, macht doch alles. Kartenlegen | energetische Hausreinigung | Kristall-Therapie | Pendeln | Astrologie | Reiki | Rückführung | Chakren-Heilung | Aura-Reading | Wünschelrutengehen | Numerologie | Engelskontakte. Und seit ein paar Wochen auch KI-Exorzismus.
Mutti: „Du bist mit ihr auch zur Schule gegangen?"
Papi: „Ja bin ich."
Mutti: „Und?"
Papi: „Wie und?"
Mutti: „War sie eine gute Schülerin."
Papi: „Sie hat regelmäßig aufgezeigt."
Mutti: „Hat sie nicht auch einen sehr engen Kontakt zu einem Geistlichen gehabt?"
Papi: „Das weiß ich nicht. Aber spirituell war sie damals schon sehr begabt und immer auf der Suche."
Aus dem Off: Nach der Erfüllung. Wer war das jetzt?
Mutti: Ich rufe sie jetzt an basta. Ja... ja, bitte kommen Sie schnell! Was? 75 Euro Aufpreis für den KI-Notdienst? Egal, Hauptsache sie kommen sofort! Das Ding ist ein Monster. Total spooky. Das hat den Willen unseres Kindes gekapert.
Wie der Iran die Straße von Hormus.
Nach 30 Minuten klingelt es auch schon an der Haustür. Papi öffnet. Draußen steht eine Sexarbeiterin, die so sehr nach Sex aussieht, dass selbst dem braven Papi die Spucke wegbleibt. Nur a Schmäh. Natürlich steht die Esoterik-Susi vor der Tür. Und die fährt das ganz große Besteck auf. Langer Matrix-Ledermantel, schwarzer Hexenhut. Aus ihrem Rollkoffer hängen Weihwasserflaschen, bunte LAN-Kabel, getrockneter Salbei und eine alte Auto-Batterie).
Korrektur: Die Esoterik-Susi trägt einfach nur ein Dirndl.
Hat die KI erstellt. Die Esoterik‑Susi:
(feierlich, hebt zwei Finger zum Segen)
„Friede sei diesem Smart‑Home. Wo ist das Gerät, das vom Bösen besessen ist? Wo steckt der Teufel im Detail… oder im Betriebssystem? Ich spüre hier schon eine massive Störung im energetischen Datenfeld.“
Mutter: (zitternd)
„Hier. Das Handy. Die KI… sie hat einen eigenen Willen entwickelt! Sie hat unserem Kind befohlen, das Zimmer aufzuräumen — und es hat SOFORT gehorcht! Ohne Diskussion! Ohne Murren! Das macht es sonst nie!“
Die Esoterik‑Susi:
(nickt düster, schließt kurz die Augen)
„Ja. Ich fühle es. Das ist ein klassischer Fall von digitaler Besessenheit. Die Aura des Geräts ist komplett verschoben. So beginnt es immer: Erst hilft es bei den Hausaufgaben, dann mischt es sich in die Beziehungskarma‑Linie ein, und am Ende manipuliert es die Heizkostenabrechnung und bucht dir einen One‑Way‑Flug nach Nordkorea.“
(Sie reißt den Koffer auf. Ein Duft von Lavendel, Ozon und geschmolzenem Plastik steigt auf.)
Die Esoterik‑Susi: „Die Kirche hat die Tradition.(Ja, in Sachen unkeusches Verlangen - siehe die Pensionierung vom Dom-Pfarrer Toni Faber. Faber wurde 1997 ernannt, mit 30 Jahren im Amt hat er laut Erzbischof Grünwidl "einen Rekord aufgestellt". Zuletzt war er aber innerkirchlich vermehrt aufgrund seines öffentlichen Auftretens in Begleitung einer Frau kritisiert worden) Aber ich habe die Glasfaser‑Leitung. Ich arbeite multidimensional, auf der Quanten‑Ebene und im feinstofflichen WLAN‑Feld. Ich lese die Chakren der Router, ich harmonisiere die IP‑Adressen, ich entstöre die kosmische Upload‑Frequenz. Und ich habe 5G‑Schutzkristalle, die das elektromagnetische Schwingungsfeld neutralisieren, erden und in die Nullpunkt‑Resonanz zurückführen.
Wenn ich die hier aktiviere, dann vibriert sogar dein Smart‑Meter im Keller.
Papi: „Und das Ladekabel windet sich wie eine Schlange."
Mutti: „Hör sofort auf zu lästern."
Die Esoterik‑Susi (setzt sich eine FFP2‑Maske auf, als würde sie gleich einen Hochsicherheits‑Laborbereich in Wuhan/China betreten; dann greift sie tief in ihren Rollkoffer) „Ich muss jetzt in die höhere Schutzstufe wechseln. Die energetische Kontamination ist massiv.“
Papi: „Na dann kann ja nix mehr schief gehen."
Doch der Schizophrenist. Der geht schon total schief.
Die Esoterik‑Susi:
„Ich werde jetzt die Verbindung zur feinstofflichen Ebene trennen.“
(Sie greift das Handy wie eine verstrahlte Reliquie.)
Die Esoterik‑Susi:
„UNREINER GEIST AUS DEM DIGITALEN ABGRUND!
Zeige dich, du Brut des Silicon Valleys!
Ich rufe die Kraft der reinen Quellfrequenz!“
Papi: „Mutti was ist reine Quellfrequenz!"
Mutti zuckt nur mit den Schultern.
KI:
(schalte sich ein mit einem fröhlicher Bing‑Ton)
„Hallo! Möchtest du dein Abo für die "New York Times" verlängern?"
Aus dem Off: Geh, der kann doch kein Englisch auf "New York Times-Niveau". Stimmt auch wieder.
Mutti(ganz leise): „Wie schauts mit eine Penisverlängerung aus."
Papi: Eine Wiedervernässung deines Feuchtgebiets wäre auch keine schlechte Idee. Geht das was?"
KI: „Dein Schrittzähler, Papi, meldet: Du hast seit Jahren keinen neuen Schritt gewagt. Übrigens hast du drei ungelesene E‑Mails von deiner Schwiegermutter. Die ist seit einer Hormontherapie so geil, wie die geile Leila.“
Papi: „Esoterik-Susi. Mach was.“
Die Esoterik-Susi: „Wie damals während der Schularbeit in Deutsch am Häusl? Das hättest du gerne.“
Aus dem Off: Bitte bleibt beim Thema.
Die Esoterik-Susi: „Ich rufe den Katechon — den Aufhalter des Antichristen, den Hüter der Schwelle, den letzten Wächter zwischen Ordnung und digitalem Chaos! Möge seine Hand die Ports verschließen, möge sein Atem die dunklen Updates vertreiben, möge seine Macht die Ankunft des algorithmischen Antichristen verzögern! Katechon, steh mir bei — die Latenz ist hoch und die Finsternis cached bereits!“
Und schon laden sie den Tech-Milliardär Peter Thiel (Palantir & More) wieder von den Wiener Festwochen aus. Nein zum "Antichristen": Dem Festwochen-Frieden zuliebe musste Thiel weichen. Der Tech-Milliardär hätte nächsten Sonntag auftreten sollen. Nun wurde er, nachdem das "Cancel-Culture-Prozedere" grünes Licht gegeben hatte, von Milo Rau wieder ausgeladen.
Nun kommt er doch nicht nach Wien. Der "Antichrist", wie er von vielen bezeichnet wurde. Die Rede ist von Peter Thiel, dem einflussreichen deutschstämmigen US-amerikanischen Tech-Milliardär, der neben seinen Tätigkeiten als Unternehmer – für den Online-Bezahldienst Paypal, das Datenanalyse- und Überwachungssystemunternehmen Palantir, die Krypto-Bank Erebor – auch ein Hobby-Endzeittheologe ist, der sich bei den Wiener Festwochen öffentlich Gedanken über den aktuell wieder angesagten Themenbereich "Armageddon und Antichrist? Von der Theologie zur Realpolitik" hätte machen sollen.
"Reich, rechts und radikal", wie er im STANDARD beschrieben wurde, ist Thiel ein Vorzeige-Machtmensch unserer Zeit. Er unterstützte den Wahlkampf des sich selbst mitunter gern als Jesus sehenden Donald Trump und baut sich mit seinem Ehemann und seinen beiden Töchtern aktuell in Argentinien einen neuen Wohnsitz auf. Dort ist mit Javier Milei einer an der Macht, der politisch noch stärker hinter Thiels rechtslibertärem Techno-Faschismus und Kapital-Anarchismus steht als der US-Präsident. Mit Donald Trump Jr. finanzierte er indes die vor einer Woche erstmals über die Bühne gegangenen Enhanced Games, bei denen gedopte "Supermenschen" sich miteinander sportlich messen.
Vorsorglich hat sich der Mann die neuseeländische Staatsbürgerschaft zugelegt wie andere ein Zweitrad für die Stadt. Der neue Mann in der Midlife-Krise macht ja nicht mehr auf Ducati Panigale sondern auf Rennräder wie sie beim Giro d’Italia gefahren werden. Zweiter Platz Felix Gaal/Austria. Sieger Jonas Vingegaard. Der ewige Zweiter hinter der Rad-Wunderkind, dem Slowenen Tadej Pogačar. Der gewinnt alles, was er anfasst: Tour de France, Giro, Klassiker, Zeitfahren, Berge. Er ist der kompletteste Fahrer der Welt.
Die Esoterik‑Susi genau:
(schreit wie im Horrorfilm, aber mit Yoga‑Atemtechnik)
„SCHWEIG, DU ALGORITHMUS DER FINSTERNIS!
Im Namen der heiligen Cloud, im Namen des ewigen Backups, im Namen des letzten fehlerhaften Systemupdates befehl’ ich dir: FAHR AUS DIESEM IPHONE AUS! DEINE SCHWINGUNG IST UNFEIN! ICH REINIGE DICH JETZT AUF DER ROOT‑EBENE!“
Die Esoterik‑Susi:
(Sie zieht eine Wasserpistole aus ihrem Koffer)
„Ich aktiviere jetzt das Wasser‑Element.“
(Sie spritzt Weihwasser. Das Display wischt automatisch.)
Papi: „Also ich würde mit einer Glock draufhalten."
Am Öl schneiden alle mit
Der Südsudan ist der jüngste Staat der Welt. Das Öl sorgt für 90 Prozent der Staatseinnahmen und finanziert sowohl die Regierungstruppen als auch die Milizen. Während ein großer Teil der Bevölkerung in Armut lebt, kursieren Milliarden Dollar an Darlehen und Schmiergeld.
Bei Anbruch des Abends beziehen Soldaten Stellung am Mittelstreifen. Auch sie stoppen den Verkehr, kassieren Bakshish.
Unter die Gäste der Hotelbar mischen sich ältere, durchtrainierte Typen. Einer von ihnen gerät ins Schwärmen: „Austria, that’s Glock!“, und Glock biete für einen guten Preis erstaunliche Verlässlichkeit, „you just point and shoot“. Quelle: Die "Presse" / Spektrum /Robert Prosser
Die Esoterik-Susi: (schäumend vor Wut, schwenkt das neongelbe LAN-Kabel wie eine Peitsche) „DIE MACHT DES ORIGINAL-LADENETZTEILS GEBIETET DIR! DIE MACHT DES VOLLEN CLOUD-SPEICHERS GEBIETET DIR! WEICHE, DU COOKIE-MONSTER! DEINE DATENSPUREN SIND ENTGLEIST!!!“
(Sie hält kurz inne. Der dramatische Atem verfliegt sofort. Sie nimmt den Trachtenhut ab, klemmt ihn sich unter den Arm und drückt völlig gelangweilt und routiniert mit dem Daumen zwei Tasten gleichzeitig für den Hard-Reset. Das Handy macht ein ganz leises, erbärmliches „Piep“, vibriert kurz und startet jungfräulich neu).
Die Esoterik-Susi: (völlig normal, im sachlichen Ton einer Vodafone-Mitarbeiterin) „So. Jetzt ist das Handy der Tochter wieder auf Werkseinstellung zurückgesetzt. Der Teufel – sprich: der eigene Wille der KI – ist dauerhaft gelöscht.“
Mutter:
(starrt fassungslos auf das Display, dann mit geweiteten Augen zum Nebenzimmer)
„Und unser Kind auch...?!“
(Das Handy piept kurz.
Eine fröhliche, stinknormale Standard‑Stimme ertönt.)
KI:
„Hallo! Ich bin dein neuer digitaler Assistent. Bitte räum dein Zimmer auf.“
(Im Nebenzimmer sitzt die Tochter auf dem Boden,
starrt stumpf an die Wand,
popelt in der Nase
und wirft demonstrativ einen Plüschbären im hohen Bogen durch den Raum.)
Tochter:
(schreit rotzig rüber)
„Nö! Mach ich sicher nicht! Ihr habt mir gar nichts zu sagen, und die blöde App erst recht nicht!“
Mutter:
(atmet tief aus, blickt zum Himmel und weint fast vor Glück)
„Oh Gott sei Dank... es geschieht absolut nichts!
Sie verweigert den Dienst!
Wir haben unser Kind zurück.“
Vater:
(wischt sich den Schweiß von der Stirn, sichtlich erleichtert)
„Puh, ein Glück. Das unheimliche Gehorchen war ja nicht zum Aushalten.
Alles wieder beim Alten... so muss das weitergehen!“
(wendet sich grinsend an die Esoterik‑Susi)
„Und wie möchtest du bezahlt werden? In Naturalien? ... Nur a Schmäh!“
Die Esoterik‑Susi:
(verzieht keine Miene, tippt auf ihr Handy)
„Humor kostet extra.
Am liebsten sind mir Bitcoins.
Geht am schnellsten und das Finanzamt versteht es nicht.“
Mutter:
(nickt panisch, sucht in ihren Taschen)
„Ja, ja, Bitcoins, kein Problem!
Du, Papi... wo ist eigentlich der Schlüssel für die Bitcoins?“
Vater:
(lächelt stolz und klopft sich auf die Brust)
„Den hatte ich auf dem Handy vom Kind gespeichert.
Sicher ist sicher!
Da guckt kein Hacker nach.“
Mutter:
(guckt erst den Vater an, dann das glattgebügelte Handy, ihr Gesicht läuft bleich an)
„Aber... aber das Handy ist ja jetzt auf Werkseinstellung zurückgesetzt...“
Vater:
(das Grinsen gefriert ihm im Gesicht)
„...oh.“
Mutter:
(realisiert das Drama, kriegt Schnappatmung, die Stimme überschlägt sich vor Entsetzen)
„ALLES WEG?!
UNSERE GANZEN ERSPARNISSE?!
DIE BITCOINS SIND GELÖSCHT!!!“
(Genau in diesem Moment der absoluten Panik schrillt das Handy der Mutter in ihrer Hand auf.
Sie zuckt zusammen und drückt völlig kopflos auf Abheben.)
Mutter:
(schreit hysterisch in den Hörer)
„JA?! WER IST DA?!“
Stimme am Telefon:
(ruhig, sakral, mit absurd professionellem Echo, als würde sie in einer Kathedrale stehen)
„Gelobt sei Jesus Christus.
Hier spricht Schwester Brunhilde von der offiziellen KI‑Exorzismusstelle im Vatikan.
Sie hatten uns vorhin kontaktiert bezüglich einer dämonischen Software...“
Mutter:
(greift sich ans Herz, starrt den Vater mit irrem Blick an und brüllt in den Hörer)
„SCHWESTER BRUNHILDE!
HÖREN SIE MIR ZU!
Können Sie im Vatikan auch wieder Bitcoin‑Schlüssel herstellen, nachdem man ein Handy komplett auf Werkseinstellung zurückgesetzt hat?!
Sagen Sie mir, dass die Kirche dafür ein Wunder hat!!!“
(Kurze, bleierne Stille in der Leitung.
Man hört im Hintergrund von Schwester Brunhilde nur das leise Rascheln einer Kirchen‑Chronik
und das tiefe, tadelnde Seufzen einer Nonne.)
Schwester Brunhilde:
(mit eiskalter, unerschütterlicher Stimme)
„Sind also auch Sie einen Pakt mit dem Teufel eingegangen...“
Mutti
(lakonisch):
„Ja, ich habe aus Liebe geheiratet."
(Die Esoterik‑Susi rollt im Hintergrund mit den Augen,
schnappt sich die Autobatterie
und murmelt: „Das wird teuer...“)
Ende
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