Mittwoch, 20. Juni 2018
Von Boris Nemsow, nee der ist schon tot, Oleg Sen(t)sov der hungert noch, natürlich was Sexuelles, den Führer, Hudaidah, Südsudan, die Wiener Festwochen eine Nachbetrachtung, bis zu einem Hula Hoop-Reifen, der noch lange nicht das Ende bedeutet.
Auf der Insel hat sich ein ganz neues Phänomen herausgebildet. Kleine Kinder im Kinderwagen mit Fahrradhelm. Das scheint sich in der Lichtwelt eine ganz neue Dimension der Vorsicht aufgetan zu haben. Möglicherweise lesen die Eltern der Behelmten auch mein Blog und wissen inzwischen bescheid über den Wort und die Bildermacherin in mir, die letzten Sommer einem kleinen Jungen den halben Kopf wegballerten. Oder sie planen ihr Leben nur mit einem Kind ausschmücken zu wollen. Ab drei Kinder soll der Gedanke das Vorsicht die oberste Tugend in der Porzellankiste ist, etwas an Dringlichkeit verlieren. Ab vier Kinder kann man dann locker eines für den Dschihad aussortieren oder für die beschwerliche Reise nach Europa abstellen. Für den kleinen Jungen mit dem halben Kopf tage ich aber nur sehr bedingt die Letztverantwortung. Ich stand ja nur so da, die Hände in den Hosentaschen, und tat gar nix. Allerdings für sehr wahrscheinlich halte ich es ehrlich gesagt nicht das die Generation der Besorgten dass mit den Helmen wegen mir macht. Wenn du vor 30-40 Jahren südlich der Drau in einem Wirtshaus den Leuten davon erzählt hättest, dass es Kinder gibt die mit Helmen in ihren Ausgehfahrzeugen sitzen, die Männer an den Tischen und an der Theke hätten dir den Vogel gezeugt oder sie wären in schallendes Gelächter ausgebrochen. Die Kellnerinnen und Köchinnen im Gasthaus M., die selber Mütter waren, hätten natürlich auch mitgelacht. Die eine der andere mit viel mehr Empathie in den Venen als Promille, hätte vielleicht nachgefragt, ob das arme Kindchen a bisserl plemplem ist und sich deswegen andauernd den Kopf stößt. Bei Verneinung dieser Frage hätten sich das ganze Wirtshaus vor Lachen gar nicht mehr eingekriegt. Gut Möglich dass sich einer der Herren ein paar Tage später dann mit einem Helm zum Tisch gesetzt und so sein Mittagsessen eingenommen hätte.Wir hätten uns natürlich zerkugelt vor lachen. Ka Spaß.
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Dann gibt es auf der Insel noch ein weiteres Phänomen zu bestaunen. Männer mit und ohne sehr zeitnahen Migrationshintergrund, an sich kommen wir ja alle aus Afrika, da kann man uns nix vorwerfen, fahren ganz anders Rad. Das klingt jetzt a bisserl unfein. So als ob die einen mit und die anderen ohne Sattel machen oder verkehrt herum auf dem Drahtesel sitzen. Dem ist natürlich nicht so. Männer die wir vom Aussehen eher im Süden verorten, bevor sie ihre Zahnwurzeln nach Österreich verlegten, flanieren mehr auf dem Radl, während die Hiesigen doch recht zügig unterwegs sind. Was die Unsrigen machen geht schon sehr oft in Richtung Sport und Wettbewerb. Gestern auf meiner Runde radelte vor mir ein Mann, wie ich in den mittleren Jahren, der mich unbedingt abhängen wollte. Sobald der meiner in seinem Windschatten gewahr wurde, erhöhte der auch schon das Tempo. Ich war aber unabsichtlich in seinen Windschatten geraten, da ich aus einem Seitenweg kam. Der Unsrige wollte mich unbedingt wieder abhängen. Fragen sie mich nicht warum. Ich rieche nicht und für einen alten Sack schaue ich eigentlich noch ganz gut aus. So wie ich die Situation einschätze konnte der Mann in diesem Moment gar nicht anders. Das war so ein Impuls den der nicht umfahren konnte. Fuhr ich also eine Zeitlang hinter ihm her, einzig weil ich wissen wollte was der noch so im Schilde führt. Wenn du kein Rennrad hast und auch nur auf einem Moutinbike sitzt musst du dich schon sehr anstrengen und ins Zeug legen um mich gleich einmal abzuhängen. Als besserer Hobbyfahrer wie ich auch einer bin wird das natürlich nix. Da sollstest du schon einen Ruhepuls von 49zig bringen. Weiterhin gute Besserung Herr M. Irgendwann bog er dann ab und es hatte ich erledigt mit dem Abhängen. Ich hinter ihm her tretend hatte nicht dass Gefühl, der macht jetzt gleich einmal langsamer und dann fahren wir nebenher, a bisserl Schmäh führend. Sogar unsere Alten, die nicht mehr so kraftvoll in die Pedale treten können oder wollen, aber trotzdem agil bleiben möchten, machen dann halt E-Bike und sind manchmal schneller unterwegs als Trainierte auf ihren Carbon-Rennern. Ich selber bin ja mehr auf einem SVU unter den Rädern unterwegs. Mein Stahlross habe ich vom Pfandleiher. In mir gibt es auch so einen Impuls dass ich äußerst ungern was Neues kaufe. Männer aus den südlichen Gefilden in und um Europa sind in ihrem Selbstverständnis oder Gehabe viel weniger vom Wettbewerb durch Geschwindigkeit geprägt wie mir scheint. Die wollen sehen um gesehen zu werden. Ist natürlich auch Wettbwerb. Jedoch mit ganz anderen Mitteln. Entsprechend langsam radeln die auch dahin. Die sind auch viel mehr am gucken, ob sich was mit den Ladys ergeben könnte, während die Unsrigen dafür oft keinen Blick haben. Die reden viel lieber über ihre sportlichen Ausfahrten oder was sich materialmäßig in der Rad-Szene so tut. Das mit den unterschiedlichen Geschwindigkeiten hat ja auch eine Metaebene. In Europa gibt es ja zwei Blöcke. Jene der Süd und Nordländer. Ich will ihnen jetzt nicht mit aktuellen Wirtschaftsdaten kommen, den Target-Salden oder wie sich der EZB-Rat zusammensetzt, um meine Theorie mit Zahlen zu untermauern. Die Franzosen z.B. wollen viel mehr Europa wagen, während die Deutschen da wesentlich zögerlicher sind. Aktuell ist ein möglicher europäischer Währungsfond im Gespräch. Der soll eine Weiterentwicklung des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) sein. Aber das können sie eh in den Lichtweltmedien nachschlagen. Was sie dort weniger finden ist ein Kerl am Radl, der jedes Klischee vom Südländer erfüllt, die dafür bekannt sein sollen gerne mal länger Siesta zu halten. Damit will ich jetzt nicht zum Ausdruck bringen dass der Kerl von der Donauinsel auf seinem Radl repräsentativ für irgendwen oder irgendwas steht. Im Süden wird auch hart gearbeitet, aber auch gerne mal nur so zusammengesessen. Liegt auch am Klima. Eben wegen des mediterranen Klima verlagert sich im Süden das frohe Schaffen gern mal in den Abend hinein. Am Tag ist es dafür einfach zu heiß. Die Kroatien in Dalmatien essen z.B. sehr spät zu Abend. Spanier und Griechen sowieso. By the way. Der Kerl am Radl, ich nenne ihn immer Hängebauch, weil der Mann eine Wampe hat die sich schon mal um die Mittelstange wickelt, wenn er sich zu weit nach vorne beugt, radelt extremst langsam und gelenksschonend. Der radelt einzig um zu gucken. Zum Lesen wie ich hat der auch nie was dabei, damit man wenigstens so tun kann, als ob man an der Welt interessiert ist oder gut Anteil nimmt. Hängebauch hat sich die vorgeschobenen und zu tiefst kleinstbürgerlichen Welt der Geschwindkeit ist gut, Gier ist gut, noch nicht verinnerlicht. Wenn ihn was interessiert dann nur die Damenwelt. An Selbstbewusstsein mangelt es Hängebauch nicht. Ein Einheimischer, der ähnlich verfettet ist, würde da sehr wahrscheinlich a bisserl zögerlicher an die Sache herangehen. So wie der Hängebauch guckt geht das fast schon a bisserl in Richtung #Metoo. Für einen Kavalier der alten Schule halte ich Hängebauch eher nicht. Ich bin aber nicht der der über Hängebauch richtet. Nicht das sie mich falsch verstehen. Hängebauch ist auf seinem 30 Euro Radl ein Meister des Flanierens. Der fährt so langsam das ein Einheimischer der viel mit dem Radl unterwegs ist, nicht mehr vom Rad fahren, sondern eher von einem Stehversuch sprechen würde.
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In meiner Qualitätszeitung (die Presse) schreibt der ehemalige Wiener Stadtschulrat Kurt Scholz in einem Gastkommentar über Sexualität, Macht und Missbrauch: „Wie das Sexualleben ist auch die Empörung über den Missbrauch kommerzialisiert worden“. Das mag ja durchaus seine Richtigkeit haben. Jedoch in meinem Fall trifft das nur sehr bedingt zu. Ich bin Gratis-Blogger. Wenn ich über Sex, Macht und Missbrauch schreibe, zuweilen auch über ein Bett in den Blockchain, dort wird inzwischen auch schon pädophiliert und nicht nur mit Bitcoins gedealt und welche geklaut, gerne von nordkoreanischen Hackern, oder im Maisfeld ist mal wieder ein Bettchen frei, denn ich bin pädophil und was ist schon dabei, die pädophilierten Kinder leiden und es riecht nach Testosteron und Schwanz wenn Pädos von ihrer Macht träumen, steht das Kommerzielle nicht so im Vordergrund. Da ist gar nichts kommerzialisiert. Sicherlich. Meine Informationsbeschaffung lässt sich nicht gänzlich vom Prinzip des Kommerzes abspalten, wie die Krim von der Ukraine oder einst die Evangelischen von den Papstmachern, Gottes Stellevertreter auf Erde. Wie sagt Papst Franziskus: „Solange eine Kirche ihre Hoffnung drauf setzt reich zu sein, ist Jesus nicht darin zu Hause“. Falls sie fragen wo der derweil abgeblieben ist. Traumurlaub mit seinem Daddy. Grosso modo wird hier ehrliche Kleinstkunst versucht. Ob es gelingt ist natürlich eine andere Frage. Wenn es einzig nach Klicks und Kommentaren geht dann eher nicht. Meine Empörung gibt es gratis. Die schmeiße ich ihnen richtiggehend hinterher. Nach natürlich auch. Wobei ich Selbiges nicht aus Überzeugung mache. Ich würde auch Empörungs-T-Shirts tragen, falls Adidas oder Nike Interesse zeigt. Wahrscheinlich erinnern sie sich nicht mehr an meine kleine Südsudan-Installation. Ist schon ein Weilchen her. Der Südsudan gehörte nur zwei Jahre nach der Ausrufung seiner Unabhängigkeit zu jenen Ländern aus denen die meisten Menschen fliehen. Fragen sie mich jetzt nicht wohin die davonrennen. Uganda soll recht nah sein. Nach Europa schaffen es Frauen und Kinder aus dem Südsudan auf jeden Fall nicht. Das wüsste ich. Nach Europa schaffen es viel öfter junge Männer aus Nigeria, denen an sich nix fehlt, außer einer überradenden Pespektive. Hatte ich im Übrigen auch nie. Des Weiteren wäre gerne so agil wie die. Nigerianer sind jene mit den eher breiteren Nasen. Falls sie sich Fragen warum manche Afrikaner so breite Nasen und große Nasenlöcher haben. Nee nicht um besser riechen zu können ob eine Frau ihre Tage hat. Das ist Fake-News. Ist was Klimatisches. Ka Spaß. Diese breiten Nasen mit den großen Nasenlöchern passen ganz wunderbar zum dortigen Klima. In Finnland im Jänner oder in der Bronx so zu Weihnachten hin bringen diese breiten Nasen natürlich gar nix. Außer natürlich in der finnischen Sauna. Aber sonst glatte Fehlanzeige. Apropos Afrikaner. Heute joggte eine weiße Frau mit einem Afrikaner an mir vorbei. Scheiße hatte der Junge einen Body. Der war so gut durchtrainiert und definiert wie es Weiße kaum einmal im Leben hinbekommen. Eine Hüfte so schmal das kein europäischer Gürtel passt. Das war aber nur a bisserl was Klischeehaftes so Richtung XXl-Schwänze. Auf meiner Runde mit dem Radl brach ich einmal in schallendes Gelächter aus. Da konnte ich nix für. Ein junge Frau, extremst fett kam da des Wegs. Die war schon sagenhaft fett. Wenn das nicht was akut gesundheitliches ist oder genetisch bedingt, muss man sich für die Frau fast a bisserl schämen. Die ging Hand in Hand mit ihrem Lover oder Lebensabschnittspartner. Der war körperlich tipp-top. Da fehlte es an nichts. Außer vielleicht an einer längeren Aufenthaltgenehmigung. Sie verstehen. In den Lichtweltmedien steht das der amtierende Präsident des Südsudans Kirr einen Militär Namens Gabriel Jok Riak zu seinem Armeechef ernannt hat, der bei einem Massaker in Wau, nee nicht Wautzi, angeblich zu jenen Totmachern gehört, die von den Vereinten Nation wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt sind. Was aber gar nix bedeutet. Nur weil die UNO jemanden anklagt bedeutet das noch lange nicht das der Gabriel jetzt auch gleich einmal von der UNO verhaftet wird. Verhaftet wurde nur der Audi-Chef Stadler wegen eines Allerweltverbrechens. Letzens ist ja ein Wal an 80-Plastiksäcken jämmerlich verendet, die der an Mangel nach was Gecheiteren vedrückt hatte. Plastisäcke sind für einen Wal schlimmer als für den Menschen ein Pizza vom Discounter um 1,20 Euro. Deswegen wurde natürlich niemand verhaftet. Egal wie viele Arten wir auch killen oder dezimieren. Alles halb so schlimm. Viele Tiere haben aus Frucht vor Menschen schon ihre Aktivität in die Nacht verlagert, obschon sie keine ausgesprochenen Nachtjäger sind. Wurde sogar wissenschaftlich nachgewiesen. Aber wegen ein paar Abgasen mehr muss korrigierend eingegriffen werden. Deutschland heizt noch immer mit Steinkohle, jedoch der Audi ist an allem Schuld der Audi. Die machen doch Vorsprung durch Technik. Bis die Vorsprungmacher halt international zur Fahndung ausgeschrieben werden. weil sie zu langam sind. Die USA ist gerade aus der UNO a bisserl ausgetreten. Seit im Südsudan Land unter ist hört man gar nix mehr von Georg Clooney, der sich doch sehr für die Unabhängigkeit des Südsudans ins Zeug legte. By the way. Meine Südsudan-Installation war das Bild eines Aschbechers voller ausgedrückter Zigaretten-Stummel. Im Südsudan wurden Frauen während des Bürgerkrieges, der ja mehr ein Krieg der Stämme ist, als einer der Bürger, nach Massen-Vergewaltigung mit Benzin übergossen und angezündet. Ich weiß nicht sehr kreativ so ein voller Aschenbecher. Da ist noch Luft nach oben. Wobei. Gratis und extremst kreativ wäre doch zu viel des Guten. Die UNO-Soldaten im Südsudan sind auch ein Totalausfall. Da kann ich nur sagen. Willkommen im Club. Ich weiß heute noch nicht was wir da nach dem Desert-Storm im Irak wollten. Ich wollte nur Saufen und Frauen. Zu Sexualität und Macht fällt mir auf der persönlichen Ebene ansonsten nicht so viel ein. Ich bin ja mehr ein Meister der Ohnmacht. Auf mich hört ja nicht einmal mein eigenes Hirn. Trotzdem oder gerade deswegen hatte ich früher mal was mit Frauen laufen, die kamen im Minirock in meine Bude, ohne Höschen und ließen sich im Stehen betören. Nee keine Huren. Ehrlich. Warum sollte ich lügen oder die Wahrheit verdrehen. Was ich aber interessant fand so im Nachhinein. Sie werden es nicht für Möglich halten. Damals ich hielt so einen Vorgang für völlig normal.
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Ich schlafe ja sehr schlecht. Ohne Tabs tut sich in dieser Hinsicht gar nix. Nee, wo denken sie hin. Das läuft jetzt auf kein onlinebezogenes Mitgefühlgesülze hinaus. Was soll ich damit. Wenn sie tatsächlich etwas für mich tun wollen kaufen sie mich aus der Bronx frei oder machen sie was mit Balkon und Meerblick. Minirock und ohne ginge auch. Na ja. Lieber nicht mehr. So wie es derzeit aussieht werde ich hier versauern. Manchmal nicke ich auch ohne Schlaftabs und nur auf Schizo-Verhinderungsanamnese kurz weg. Dann bin ich halt wieder wach und zappe mich nächstens durch die Kanäle bis ich den Hammer aushole. Auf dem Schlagerkanal sangen die Schürzenjäger, die es in dieser Formation glaub ich nicht mehr gibt, was Bedeutendes über die Sierra Madre del Sur. Der höchste Berg dorten bringt es ja fast auf so viele Meter wie bei uns der Großglockner. Österreichs höchste Erhebung. Wahrscheinlich nicht mehr lange. Im Netz habe ich den Porno entdeckt. Brutal. Da gibt es die Textzeilen:

Wie schnell ein Glück oft vergeht
Und aus tausend Herzen
Erklingt es wie ein Gebet
Sierra, Sierra Madre del Sur
Sierra, Sierra Madre, oh, oh.

Möglicherweise lag es an den Tabs. Ich dachte mir dann. Eigentlich ist dieses Lied politisch ziemlich unkorrekt, sobald man den Refrain in „Führer, oh du mein Führer sure“ ändert.

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Der Intendant der Wiener Festwochen Tomas Zierhofer-Zin, nee nicht Zinken wie große Nase, ist zurückgetreten. Lustig wenn ein Selbstmörder schreiben würde das er vom Leben zurücktritt. Angeblich ging der Herr Intendant aus freien Stücken und voller Selbstbewusstsein. In einer Aussendung zu dem Thema, also zu sich, stand. Er sei trotz vieler künstlerischer Erfolge und der gelungenen Bemühungen, ein für die Festwochen neues Publikum zu gewinnen, auf keine breitete Resonanz gestoßen. In meinem Klappstuhl sitzend muss ich laut auflachen, als ich das als. Willkommen im Club. Von Lichtweltmachern kann man wirklich was lernen. Statt zu schreiben, also auch zu fühlen und zu denken, ein Vorgang den man in seiner Tragweite nicht unterschätzen sollte, das es bei mir nur zum Gratis-Bloggen langt, eine Tätigkeit, die mir inzwischen übelst beim Hals heraus hängt und doch alles ist was ich habe, könnte ich mein Selbstbild auch dahingehend korrigieren, dass ich trotz vieler kleinstkünstlerischer Erfolge und gelungener Bemühungen, die als solche leider nicht bemerkt wurden, weil sie auf keine breite Resonanz stießen, niemals gescheitert bin. Die da draußen sind einfach zu blöde und nicht ich. Dann wäre ich fein raus. Im Programm 2017 vom Tommi-Intendante ging es um. Warten sie ich muss die Lesebrille aufsetzen sonst wird das nix. „Heterotopie postindentitärer Wirklichkeiten, ontologischen oder Heteroterrorismus und queere ekstatische Widerstandsprazis“. Heiliges Blechle dachte ich mir. Das hört sich aber furchtbar anspruchsvoll an. Anspruchsvoll und gelcihzeitig einschüchternd. So ein anspruchsvolles Programm ist eher nix für Schattenweltmenschen, die schon mal bei der Sierra Madre feuchte Augen bekommen, wenn es aus Tausensd Stimmen wie ein Gebet klingt. So fair muss man schon sein und die ekstatische Widerstandsprazis in den hinteren Reihen der Kirche des Dorfes belassen, in dem das Klima a bisserl feuchter wurde, seit hier ein paar Afrikaner zugwandert sind mit ganz ansehnlichen Nasenlöchern. Die Lichtweltkunst im Grunde hermetisch von der Außenwelt abgeriegelt hat es auch nicht leicht. Der würde dann und wann ein Schubs von weit außen, aus den zerfransten Ränder der Idylle ganz gut tun, wo die Lichtweltlichen fast drauf wetten würde dass sich geistig nix mehr rührt. Eine Blutauffrischung sozusagen. Stellen sie sich auf einer Theaterbühne kurz ein schwangere Roma-Frau vor, mit einem Tschik in der Hand vor. Na nicht in echt wie vor dem M-Tower gesehen. Schon schaugespielert. Und die, mit einer ergiebigen Trommel vorne dran, sagt dann Sätze wie. „Elendiger Heteroterrorismus. Gucken sie mich an. Schon wieder Opfer vom Sperma-IS. Als Roma-Frau gibt es auch keine Grenzen. Nur Fronten. Was wir Roma-Frauen brauchen ist eine Revolte, hin zu einer postindentitären Wirklichkeit und keine Zählung wie in Italien angedacht vom nächsten Untermenschenmacher Salvini. Gezählt und mit Nummern versehen wurden wir in unserer leidvollen Geschichte schon. Hat nix gebracht, ehrlich gesagt, außer Kummer und Leid. Und Lobbymäßig stehen wir gegen die Juden sowieso auf verlorenen Posten und tanzen weiterhin mit den Wölfen der Zeit". Zwischendurch zieht sie fest an ihrem Tschik, einer Filterlosen. "Wir Roma-Frauen sollten überhaupt mehr Queer wagen. Was glauben sie wie mein Roma-Stecher schauen würde, wenn ich im Stehen länger pinkle als der. Den würde das dermaßen verwirren das da ordnungssystematisch schon einiges aufbrechen würde. Wobei wir Roma-Frauen sowieso die gelebte Gegenplatzierung oder WiderlagerInnen sind, tatsächlich realisierter Utopien. Wir Roma leben außerhalb aller Orte, wiewohl wir tatsächlich geortet werden können, wenn wir die Hand in euren Rucksäcken haben. Warum tragt ihr eigentlich immer Rucksäcke spaziere, wenn ihr eure verfetteten, aufgedunsenen oder auf hochglanzpolierten Körper von einer sogenannten kulturellen Sehenswürdigkeit zur nächsten jagt. Das sind doch alles tote Artefakte einer untergegangenen Zeit. Euch zieht es zu toten Gemäuer wie Motten ins Licht. Habt ihr kein eigenes Leben? Singt, trinkt und lacht doch mal. Ontologisch läuft bei euch soweit ich das verstehe auch nicht mehr all zu viel. Der Himmel leergeräumt wie ein Juewelier nach einem Überfall. Und erst eure Kinder. Die sind verstörter als unsere, obschon die weder vorgeburtlich noch jemals danach an einer Filterlosen ziehen. Außer ihr leitet die Abgase eurer Autos um. Here we are now, entertain us. Was sagt uns das?
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Über Hudaidah gibt es nicht viel zu sagen Ist wie Guernica. Nur ohne Picasso.
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Freitag, 15. Juni 2018
Scheitern. Ein Volkssport .
Nicht das es von Bedeutung ist. Aber der Text im Kommentarblog gibt mehr her als des leidige Deprivations-Gebrabbel hier.

Schön langsam wird es was. Natürlich nicht für jeden. Ist auch viel

Warten sie noch a bisserl zu bevor sie sich angeekelt abwenden, da mir schon wieder den rechte Sinn danach steht wie früher mal die Flagge, sie wissen schon, immer hart im Wind der Verfalls und der Vergänglichkeit, als ich noch unter der Piratenflagge der Jugend, unverschämt und vital, die Segel Richtung Aufbruch setzte, Kurs Süd-Süd-Ost, O Captain my Captain, einmal um den Äquator des Scheiterns herum und nie mehr zurück. Es folgt auch nix mit Deprivation. Garantiert nicht versprochen. Weder aufs Wort und mir schon gleich gar nicht. Wer mir folgt sollte sowieso umgehend einen Arzt konsolidieren. Hier wird nur das abgeernet was gesät wurde. Dieses Deprivations-Ding ist mir sowieso nicht mehr ganz geheuer. Das ganze Psycho-Zeug wird mir immer unheimlicher und suspekter. Zu viel Psyche ist wie Blair Witch Project, Bermuda Dreieck oder eine Messe im latinischen Ritus. Das Deprivations-Ding lässt sich angeblich im MRT nachweisen. Wird schon so sein. Geht auch einfacher und weniger beengt. Drücken sie mir dir Gebrauchsanweisung für einen Chefinnensessel in die Hand und lassen sie mich mal zwei-drei Stunden schrauben. Werden sie schon sehen was dieses Hänschen daraus macht. Das Ding mit den Namen Hans-Kanns passt dann ganz wunderbar auf die Art Basel oder in die nächste Documenta. Apropos Kunst. Aus dem letzten Sommer habe ich noch einen unfertigen Donauinsel-Text hier vorrätig, welchen ich naturgemäß niemals fertig schreiben werde. Da gings ums Kacken im saubersten Donauinselklo zum Wochenende hin, wo das sauberste mir bekannte Häusl, im Gedränge menschlicher Bedürfnisse aufhörte zu strahlen. Das war dann schon mehr was Spidermanhaftes. Meine Haxen klebten fast schon an den Seitenwänden und ich musste im Altherrenspagat von weit oben herab ziemlich genau zielen. Das erinnerte im ersten Moment an den 1. Weltkrieg als die in ihren fliegenden Kisten ihre tödliche Fracht noch mit den Händen abwarfen. Trotzdem oder gerade deswegen, was weiß man, kam mir in dieser ziemlich unvorteilhaften Position eine Idee für etwas Kleinstkünstlerisches. Eine Installation. Stellen sich ein Tandem vor das nur einmal Pedale an den dafür vorgesehenen Stellen hat und einen Sattel. Über dem Radl steht: „Singlespeed 4.0“. Meiner kulturell gut unterwandert Natur hilflos ausgeliefert fiel mir jetzt beim Schreiben das Wort Documenta nicht ein. Musste ich doch tatsächlich im Internet nach dem Wort suchen, ausgehend von der Kombination „ passt schon“. Schauderhaft sich als Schreibender an sich selbst und der Welt zu versuchen, wenn einem die Worte davon schwimmen wie im Leben sonst nur noch die Fälle. Ist wie nach Silber suchen in der Wäschetrommel. Vom den Verhältnissen angeleitet wie ein Tanzbär bin ich ziemlich weit in mir unbekannte Weiten des psychologischen Kosmos vorgestoßen. Ich brauch mich nur 20 Minuten in die Fänge der psychologischen Auslegungsmacht begeben, schon bekomme ich eine Diagnose verpasst, wie eine Steuernachforderung, die einen niedergeschmettert und im Gesicht ganz Grau vor Gram zurücklässt. Sagt man zu denen ich durfte als Kind nix aus dem Kühlschrank nehmen ohne zu fragen, gucken die einen ganz schräg an und schon hat man den Scherben auf. Vom Goadfather kannste denen sowieso nix erzählen. Schon schreiben die Romane. Bei Schizo ist dann sowieso aus mit Lustig. Vielleicht wäre es in meinem Fall klüger gewesen, wenn ich mich weiterhin ziemlich rege an einem am Diskurs rund um einen Würstelstand beteiligt hätte, anstatt was mit Psyche zu versuchen, das ja an sich ein ziemliches Lichtweltding ist. Der Sigmund Freund legte ja einst keine Proletarier mit Dreck hinter den Fingernägeln oder Ohren auf seinen Divan sondern Salondamen. Na nicht solche aus dem wilden Westen, als der Lee Marvin sang: "I was born under a wandering star". Old-school Hooligan wäre noch eine denkbare Option für mich gewesen. Sich dann und wann prügeln kann ja sehr entspannend und befreiend sein. Mindestens so erhebend wie Bäume umarmen oder eine Schreitherapie. Gibt Kerle die legen 3000 Euro hin um mal ganz Mann sein zu dürfen. Total irre diese Welt. Jetzt bin ich dafür zu altersmilde und feige. Edel, wie ich nun mal von Gemüt bin, da kann ich nix für, habe ich sogar drauf verzichten einer Frau das Leben zu vermiesen. Schade dass es dafür keine Lorbeeren gibt. Was weiß ich. 2 Mal im Quartal Sex unter staatlicher Aufsicht. Die Idee mit der staatlichen Aufsicht stammt von der Frau Fabry. Danke für den Beitrag. Obschon es in meinem Fall ja so ist, das mir genau dieser längere Aufenthalt in den unendlichen Weiten der Psyche das Leben gerettet hat, sagen wir von dem was noch über war, hadere ich kleinstbürgerlich verstümmelt, doch a bisserl damit, obschon ich 100% Leben und mehr sowieso nur manisch und alkoholisiert schaffte. Beides hat man mir ausgetrieben. Jetzt mach ich im Schongang was mir gar nicht gut bekommt. Psyche fühlt sich an wie Gnadenhof. Ich gebe aber zu nicht ganz genau zu wissen, wie sich Gnadenhof tatsächlich anfühlt. Ich bin ja kein alter Esel. Eine äußerst unbefriedigende Situation das mit meiner Begnadigung Halb fiel ich halb zog es mich hin. Zu meiner Verteidigung möchte ich aber angerührt wissen, wie der verklumpte Meinungsbrei in den Filterblasen, wo sich Menschen mit ihren Vorbehalten vollstopfen, argumentativ und darüber hinaus, dass ich nicht wegen dem Depri-Ding einen Nervenarzt aufsuchte, sondern wegen eines Wortmachers im Kopf, der agitierte wie einst der Lenin, um nicht andauernd Hitler zu schreiben, diesen Fliegenschiss der glorreichen deutschen Geschichte, der einst auf meinen Großvater kackte, woraufhin der tot umfiel in Russland. Eine Schuld die ich heute noch auftrage. Letztes Woche hat der Russe wieder ronoviert. Wenngleich ich zugeben muss. Mein Problem sind ja weniger diese eigenartigen Zuschreibungen, die dem psychologischen Fachpersonal immerzu in den Sinn kommen, die ja eine Erfindung der Moderne sind, wie der totale Krieg oder der Traumurlaub, sondern dass ich mich außer Stande sehe gegen diese Attribution, also den Eingriff von außen in meine geistige Unversehrtheit erfolgreich aufzulehnen. Dort wo andere Selbstwirksamkeit haben suche ich im Netz nach dem richtigen Ausdruck für mein Leben. Höre oder lese ich was von einem Traumurlaub zucke ich innerlich zusammen ohne genau zu wissen warum. Möglicherweise stört es mich das im Kapitalismus andauernd mit Träumen gehandelt wird. Ich will nicht bei Traumfrau an einen Porno denken, die mir ihrer Möse und auch hinten herum den Ku-Klux-Klan imititert. Letztens entließ mich meine Nerventante mit den Worten in meine Unfreiheit, dass ich mich in Anbetracht aller Umstände, auch jener die ich möglicherweise unter den Tisch kehre, verheimliche oder anders auslege, als „Überlebender“ wahrnehmen sollte. Ein Ausdruck mit dem ich so gar nix anzufangen weiß. Von welcher Güteklasse ist so ein psychologisch austapeziertes Überleben, das sich nicht wirklich objektivieren lässt und sich jeder genaueren Messung entzieht. Für das psychische Zeug gibt es noch keine verlässliche Maßeinheit. Mein Vorschlag in dieser Sache. Eine öffentlich Waage. So ein monströses Ding mit rotem Anstrich, wie es die heute noch hin und wieder in Wien zu bestaunen gibt, und auf die sich heute nur noch die Außenseiterinnen der Gesellschaft stellen oder Betrunkene.
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Eine Person die richtig viel auf sich hält steigt in aller Öffentlichkeit natürlich niemals auf eine Waage. Die schreien nur in ihr Handy. Ich steig schon drauf. Einmal im Jahr warum nicht. Zu Hause habe ich ja nix zum Wiegen. Psychologische Festschreibungen hören sich für mich immer mehr nach etwas Spirituellen an, nach einer unstillbaren Sehnsucht nach Gewissheit, die uns völlig abhanden gekommen ist. Meines Erachtens kann man nur eine schwere Erkrankung überleben und weitere Katastrophen, wie einen Tsunami, einen Flugzeugabsturz, einen Schlaganfall oder einen Terroranschlag. Einmal alles geht natürlich auch. Aber seine Kindheit? Südlich der Drau machen wir ja nicht Rumänien ans Kleinstbürgerliche gekettet wie in Transsilvanien die Kinder an Betten. Ich sagte zur Nerventante, "ah Rumanien light ohne Zucker". Die Zuckermacher in den Supermärkten sind jetzt voll auf den no Zucker-Zug aufgesprungen und tun jetzt so als ob das ganze jetzt ihr Ding sei. Grauenhaft dieses spätkapitalistsiche Image-Ding. Beim Rumänien-light tut man meinen Erziehungsberechtigten schon a bisserl Unrecht, so aufopferungsvoll wie die sich nicht um mich kümmerten. Gut die Um2 schon. Das fiel aber damals noch unter ganz normale Erziehungsmethoden. Zucht, Ordnung und Demütigungen aller Art haben noch niemanden groß geschadet. Menschen, ja ganze Gesellschaften habe schon viel Schlimmeres überlebt als a bisserl Gleichgültigkeit, denken sie nur an den Holocaust, den dreißigjährigen Krieg oder an die dissoziativ hoch begabten Nachkriegsjahre, als die Kaiserin Sissy filmisch wieder zum Leben erweckt wurde und man die Zeit a bisserl verdichtete, so dass von von 1918 bis 1955 nix blieb, außer der Staatsvertrag, der ein halbes Jahr vor der Sissy ins Kopfkino kam. Hat den Leuten auch nicht groß geschadet, dass die geistig in der Monarchie verharrten. Österreich ist heute ein reiches Land. Gut die Romy Schneider war danach schwer angeschlagen und fürs weitere Leben ziemlich gezeichnet. Als Schauspielende musste die sich dann völlig veräußern, um als Solche auch ernst genommen zu werden. In der Kunst ernst genommen werden ist ja sowas wie ein Ritterschlag. Sorry meine Damen. Ritterinnenschlag gibt es noch nicht. Die Damen machten damals noch Vorhängeschlösser, wenn die die Herren Ritter auswärts beschäftig waren. Und der Ritter Kunigul, Harrgott nochamol war der Teifel schwul. Der hat sich hinten 'nen Draht neibaut, damit abundzu der Blitz 'eihaut. Kannste heute nicht mehr singen. Vorhängeschloss wird in diesem Text noch eine bedeutende Rolle spielen. Es ist ja so. Sobald man den therapeutischen Verschlag wieder verlässt und auf die Straße hinaustritt, verliert dieses therapeutisch gedeutete Überleben schlagartig an Wert, so wenig stichhaltig und beweiskräftig wie das ist. Das Psycho-Ding steht immer auf unsicheren Grund, siehe Prognosen für einstige Sexual-Straftäter. Das kann vom Fachpersonal wie auch vom Psychologisierten, immer mal wieder neu auslegt und in die eine oder andere Richtung gelenkt werden, so lange das Schicksal nicht tatsächlich schlagend wird, und ich gezwungen werde einen Chefinnenstuhl mit den Namen Hansi so zusammenzubauen, damit in dieser Sitzgelegenheit auch ein menschlicher Hintern Platz findet und nicht nur ein amüsierter Blick oder Hände, falls es um das Augenlicht nicht zum Besten steht ist oder man neue Erfahrungen machen möchte. Hab ich früher gerne bei Frauen gemacht. Vom Gesicht über Hüfte, Bein, Po, alles mit den Händen. Es ist ja so. Dort wo andere in der Chefinnensessel-Frage stramme neuronale Verbindung haben, wie ein Bergmensch Wadeln, die halten wie ein Ehegelübde, tut sich bei mir nix. Auf Gebrauchsanweisungen starre ich wie eine Maus auf Abschalteinrichtung in einem Diesel betriebenen Volkswagen. Ging jetzt wieder ein Mrd. drauf bei Volkswagen. Sobald ich mit Gebrauchsanweisungen in Berührung komme und ganz auf mich zurückfalle, wird das Psychologische doch wieder sehr persönlich und konkret und die Vergangenheit holt einen wieder ein. So ein „Ja“ in guten wie in schlechten Zeiten hört sich für einen wie mich, der allgemein betrachtet eher nicht mehr möchte, sehr imponierend an. Ehrlich. Ich bewundere Menschen aufrichtig die Selbiges bringen und sich ein Leben lang an einen anderen Menschen oder wenigstens an eine Idee binden. Da fällt es auch nicht mehr ins Gewicht, wenn man sich hinten hinaus nicht mehr so viel zu sagen hat, jedoch allein die Anwesenheit des Anderen dazu führt dass man sich in dieser Welt aufgehoben fühlt und einen Ort hat mit Schutzhülle. Etwas das ich so nicht habe. In einem kurzen Moment der Unachtsamkeit erlebe ich da immer wieder mal eine gewisse Sehnsucht, die natürlich ins Leere eines Traumes stürzt. Ist natürlich was Tiefenpsycholgisches. So vom eigenen Selbstverständnis her sehe ich mich nicht als idealen Kandidaten, um mich noch weiter ins Universum der psychologischen Transkription vorzuwagen, wie all jene Mutigen der Menscheitsgeschichte, die über ihren Horizonte hinaus wie auf einem LSD-Trip, denen die Glocken dort im nahen Port, läuteten vom Turm, an dem Wehrkraftzersetzer baumelten. Für ganz viel Psyche bin ich entschieden zu provinziell, also zu wenig salonhaft. Dafür habe ich zu viel Dreck hinter den Fingernägel. Ich glaub der Woody Allen hat viel mit Therapie gemacht. Trotzdem heiratete er seine Adoptivtochter. Dem sein neurotischer Umgang mit Sexualität nervt mich zusehend. Im Film Café Society gibt es eine Szene zwischen einem Mann und einer Hure. So was blödes habe ich noch nie gesehen. Kann der Woody nicht einmal geil sein und sonst nix. Schauderhaft dem sein Herumgezapple. Zu meiner Nerventante gehen heute noch sehr viele Salonmenschen. Würstelbudentypen sind da eindeutig in der Unterzahl. Transkription klingt super. Ist sicherlich auch was für Transen oder Intersexuelle, die ihren Harndrang mal sitzend und dann wieder stehend explizieren. Schattenweltlich gesagt mache ich einen auf Mayor Tom, dem es am Mut und auch an Möglichkeiten fehlt die Raumkapsel der Psyche zu verlassen. Der Peter Schilling, dieser Schlingel, hatte genau einen Hit, wahrscheinlich a bisserl abgekupfert vom David Bowie, und das bisserl Können langte dann für ein Leben mit Balkon und Meerblick, während ich mich im Gratis des Ausdruckes festgesetzt habe, wie Autonome früher in abbruchreifen Häusern, als Wohnraum noch von den Bäumen des Erschwinglichen geschüttelt wurde, die gut im Futter des zu verteilen Wohlstand standen und noch keine Stellungskrieg herrschte zwischen Kapital und Sozial. Da tut sich ja derzeit eine Lücke auf die wesentlich größer ist als jene zwischen meinen Beißerchen. Müssen sie sich nur mal die Steuerbelastung von international tätigen Konzernen anschauen und meine. Irgendetwas ist da über die Jahre völlig aus den Fugen geraten. An unserem Steuersystem stimmt was Grundlegendes nicht. Sieht ganz danach aus das unsere Volksvertreter entweder nicht die Hellesten sind oder ziemlich parteilich, um nicht korrupt zu schreiben. In Österreich setzt die Einkommensteuer bei 916 Euro im Monat ein. Da bekommt die Amazon, Google und Facebook-Macher einen .. Vor allem in Wien wurden so viele teure Wohngelegenheiten geschaffen, so von 1500 Euro Kaltmiete aufwärts, dass die Kalten heute die Preise in diesem Segment drücken können, weil es entschieden an Nachfrage nach so viel Luxus mangelt, während es an Wohnraum zwischen 500-900 Euro fehlt.
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Ganz übel soll es in dieser Frage um London bestellt sein. Habe ich zumindest gelesen. In London soll sich ein extremst ungesundes Verhältnis zwischen Kapital und ungleich verteilter Wohnfläche herausgebildet haben. Abertausende Quadratmeter an Wohnfläche stehen an der Themse das Jahr über so gut wie leer. Ganze Stadtviertel von London sollen sich inzwischen zu einer Geisterstadt entwickelt haben. Stadtsoziologen haben dafür einen neuen Begriff gefunden. „Neocrotecture“ – tote Stadtlandschaften, voller sogenannter „Eisberg-Häuser, die nach unten hin wie eine Eisberg, gleich noch viel man an Wohnfläche haben, als man den Buden auf den ersten Blick ansieht. Anstatt oben aufs Dach draufgesattelt, weil das kulturelle Erbe das verbietet, machen die jetzt unter der Erde. Manchmal sogar zwei oder dreilagig, während gleichzeitig 300 000 Familien in London auf eine öffentliche Bleibe warten/hoffen. Die Google-Managerin Diana Layfield macht auch in ausgebauten unterirdischen Wohlstandsverließen. Angeblich wegen ihrer Klamotten. Volkswirtschaftlich eh gescheiter als ein Ferrari, zumal so ein Eisberghaus, das erst unter der Erde seine ganz Pracht entfaltet, nach der allernächsten Revolte, die schön langsam in Richtung Armutsrevolte tendiert, gut Platz schafft für die Übervorteilten. Ein Ferrari ist in dieser Hinsicht schnell einmal belegt. Ein Mann in den spätmittleren Jahren am Steuer und am Beifahrersitz eine Frau die seine Enkelin sein könnte, mit ganz unglaublichen Hupen, also Brüsten und schon ist kein Platz mehr. Ich leide ja auch schwer unter dem Brüste-Makel. Ging schon sehr früh los dass ich darauf anschlug wie ein Nazi-Schäferhund bei Untermenschen. Nur am Schmäh. Hunde kennen keine Unterschiede. Die muss man erst scharf machen wie eine Waffe. Mit zwölf oder dreizehn war ich schon mit dem größten Mädchenbusen der Stadt auf Tuchfühlung. Wehe sie machen mir jetzt einen Vorwurf. Für den Begriff „Abbruchreif“ übernehme ich keinerlei Verantwortung. Auf meine Kappe gehen die Begriffe „Horstfrau, vorderhorstig, Scheißausdämon, Junge warum hast du nix gelernt – entliehen von den Ärzten, und natürlich ein Bett im Maisfeld, das ist immer frei, den im Darknet wird pädophiliert, was ist schon dabei“. In Deutschland wird in dieser Sache vor Gericht gerade jener Fall verhandelt, wo Eltern einen kleinen Junge und seine noch kleinere Schwester im Darknet international zum Pädophillieren ausgeschrieben. Möglicherweise könne sie sich noch an diesen Fall erinnern. Der Stiefvater der Kinder ganz übel. Ich zucke ja schon bei Stief zusammen. Auf Wikipedia steht dass man Stief so von der Wortschöpfung her auch mit stoßen, schlagen, Stumpf, Stock anfüttern kann wie Beamte wie Leckerlies. Stumpf passt wunderbar zu meiner Stiefmutter. Sobald sie meiner Gewahr wurde stumpften ihre Gefühle ab und es blieb nur noch eine Art Gouvernante über. Im Empörungsüberschwang stellte ich dann bloggend die Frage, wo ein erwachsener Mann bei einem Kleinstkind seinen Schwanz reinsteckt. Ich tippe auf die Kniekehle. Mir fehlte dafür auch jede Vorstellungskraft und meine Motivation ist endend wollend mir mehr vorzustellen. Nicht jedes Tabu muss gebrochenen werden. So ein Kinderseele heilt auch schlechter als ein gebrochener Haxen. Gemeinsam mit den Eltern soll es acht akut Tatverdächtige geben. Einer der Männer fragte über das Darknet, diesem dunklen Kanal der Freiheit beim Stiefvater an, ob er den Buben nach dem Vergewaltigen töten dürfe. Ka Spaß. Steht so in meiner Qualitätszeitung. Die Freiheit hat ja die Angewohnheit dass sie sich auch gegen wen wenden kann. Meistens gegen die Schwächsten. In so einen Fall sind die Psychemacherinnen natürlich extremst gefragt, um diese Kinder aus ihrem grauslichen Trauma heraus wieder in eine lichtere Zukunft zu führen. In so einem Fall ist was mit Psyche wahrscheinlich überlebensnotwenig, so von der inneren Verfasstheit der Kinder her. Da wird es mit einem liebevollen und stabilen Heim wohl noch getan sein. Ich will mich da aber nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Nur aus der Zeitung vorlesen ist da der falsche Zugang, um sich eine Meinung zu bilden. Nicht zu allen muss man eine Meinung haben. Höre ich von solchen Fällen äußerster Grausamkeit schäme ich mich fast a bisserl für meine Chefinnenstuhl-Neurose. Das ist ja nix Schwerwiegendes, obschon es charakterbildend ist, wenn man durch dieses Sessel goes– Kunst – Ding immer wieder auf das Gestern zurückgeworfen wird, wie bei einem illegalen Grenzübertritt und es wieder zurück zum Start heißt. Zwischen 3 und 6 soll im Kindelein anscheinend auch die Zukunft heranwachsen. Behauptet zumindest meine Nerventante. Fragen sie mich nicht wo ich in diesen Jahren zugange war. Möglicherweise habe ich diese Zeit übersprungen so wie andere Kinder eine Klasse überspringen. Dort wo andere Zukunft haben verwalte ich mein Ende, immer im Gefühl stehend, mich überlebt zu haben. Meine Nerventante korrigiert mich dann dahingehend, dass ich nicht mich sondern überlebt habe. Wen oder was habe ich überlebt außer mich? Das war doch ich in dem Raum allein oder nicht? Auch darauf hat meine Nerventante eine passende Antwort. Die therapeutische Zunft weiß immer eine passende Antwort. Ich nicht. So wie ich die Lage derzeit einschätze, werde ich mich wohl so nach und nach von der angeblichen Deprivation verabschieden. Zumindest werde ich es versuchen. Mir liegt dieses Auslegungszeug irgendwie nicht. Erinnert mich an süße Tomatensauce. Vom Schizo-Ding distanziere ich mich hingegen nicht. Schizo bzw. Einschränkungen aus diesem Spektrum, wie psychotische Zustände, Stimmen, oder Gedanken, die im trumpischen Stil regieren, gerne in der Gestalt eines Wortmacher bzw. Bildmacherin, die beim Chicken-Run-Spiel keinen Deal mit einem machen, solange man dieses kopflose Henderl nicht institutionell eingrenzt, sind noch old-school. Gegen diese Zustände gibt es ja Tabs. Die nimmt man, so wie andere Land nehmen, und dann ist man gefühlt weniger psychotisch. Geheilt ist man natürlich nicht. In meinem Fall macht das auch Sinn. Mit Tabs lebe ich wenigstens im Gefühl im Besitz eines Ichs zu sein, das einem zwar nicht unbedingt auf Wort gehorcht, aber doch viel Zutrauen verströmt dass man mit sich leben kann. Abseits davon, wo es dann immer schwammiger wird, und alles was man als Patient oder Klient zu sagen weiß nur noch psychisch gedeutet, also gelenkt wird wie eine soziale Marktwirtschaft und naturwissenschaftlich noch weniger zu belegen ist als Schizo, einzig damit sich die psychologische Zunft ihrer Wirkungsmacht versichert, um sich im Leben als sinnvoll und stimmig zu erfahren, so wie das andere durch Abgrenzung machen, die ja auch immer eine Form der Ausgrenzung ist, also einer Herrschaftsform, muss ich nicht unbedingt erste Reihe fußfrei sitzen. Gefühle in Sprache transformieren ist im Grunde wie stille Post spielen. Der Nick Cave soll von seinem erbarmungslosen Kampf gegen die eigene Ausdruckskraft schwärmen. Kann ich von mir nicht behaupten. Da mach ich lieber Alleen und Frauen, falls die Damen nicht gerade anderwärtig unabkömmlich sind. Schizo ist so gesehen immer auch ein Verlust der Selbstbeherrschung, also der Herrschaft über sich selbst. Schizo ist eine Grenzerfahrung bzw. eine Krise des Ichs, wie sie Europa an seinen Außengrenzen erlebt, woraufhin andere die Herrschaft über einen ausüben oder ein herrschaftsloser Zustand entsteht, also was Darknet-mäßiges, das was von einem digitalen Folterkeller hat.
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Um sich nicht länger auf die Folter zu spannen und über Gebühr mit Psycho-Gelaber zu behelligen, da ich heute sowieso nicht vorhabe einen Chefinnensessel zusammen zu bauen, sind wir jetzt endlich beim Thema. Vor ein paar Tagen wurde in unser Keller neu ausgestaltet und fast alle Abteile aufgebrochen. Allerdings so gut wie nix geklaut. Das Ganze war mehr ein Fall von mittelschwerem Vandalismus. Ganz durchschaue ich diese Kellersituation sowieso noch nicht. In meinem Kellerabteil, oder sagen wir jenes Abteil, welches sich von mir mittels Schlüssen der zu einem Vorhängeschloss passt und sich mit minimalster Gewalteinwirkung öffnen lässt, müsste eigentlich ein alter Heimtrainer stehen und ein paar Sachen vom englischen Gentleman, so der diese nicht entfernt hat. Jetzt steht dort Bürozeugs. Ka Spaß. Mein Heimtrainer ist wie vom Erdboden verschwunden. Keine Ahnung wo der abgeblieben ist. Möglicherweise was Tiefenpsycholgisches oder das Teil steht jetzt in einem anderen Abteil. Vielleicht hat es sich auch in Luft aufgelöst oder steht auf der Art Miami. Was weiß man. Einige Abteile quellen jetzt vor übelsten Ramsch, der vor ein paar Wochen noch nicht da war. So auf den ersten Blick schaut es dort unten so aus, als ob eine Bombe eingeschlagen hat. Wobei ich diese Formulierung nicht mag. Wir sind ja nicht in der Kunst bei Magritte. Eine Bombe schlägt ein oder schlägt eben nicht ein. Bei Bomben nur so zu tun als ob halte ich für nicht zielführend. Wiewohl man einen Menschen mit Worten durchaus treffen und verletzen kann wie mit einer Waffe. Ich wette fast drauf dass sich schwerwiegende verbale Verletzungen naturwissenschaftlich nachweisen lassen. Gratis-Bloggen reißt z.B. bei mir tiefe Wunden. Du hast es ja nur zum Gratis-Blogger geschafft ist wie ein Hieb mit der Peitsche. Innerlich zucke ich dann zusammen und kleinstbürgerlich beschämt beginne ich mich umgehend zu rechtfertigen. In meiner Not, mich im kleinstbürgerlichen Sinne reinzuwaschen, das ich auch ein produktives Mitglied der Gesellschaft bin, vor der ich zeitlebens auf der Flucht bin, greife ich dann irgendwann wieder auf das Argument der Deprivation zurück, wie auf eine schlechte Angewohnheit oder einen billigen Taschenspielertrick und schon bin ich wieder mitten drin in den unendlichen Weiten der Psyche. So ist das halt mit gescheiterten Menschen, wenn man die argumentativ in die Ecke drängt. Die Ausreden stapeln sich wie in einem anderen Text von mir die Leichen. Ich sag mal so. Mit vollen Hosen in einem Eisberghaus, wo der Kleiderschrank mehr Fläche schafft, als in Wien eine Sozialwohnung ist leicht zu stinken. Selbiges fällt wesentlich schwerer, wenn man ganz anderere Keller-Erfahrungen gemacht hat und nur durch die Gnade der späten Geburt ein Dach über dem Kopf hat. Nach mir späht und horcht und ruft niemand im wogenden Gedränge. Ich bringe ja nur Parkbank. Im Keller schaut`s derzeit aus wie in einem jüdischen Ghetto, nachdem das von den Nazis entvölkert wurde. Nee das Ghetto-Ding geht auch nicht. Dysfunktionalität als Lebensziel traue ich mir einfach nicht zu. Entschuldigen sie bitte dass ich wieder kurz psychologisiere. Auf die Frage was man den beruflich so macht, eine Frage die einem andauernd gestellt wird, wenn man sich aus den zerfransten Rändern der Idylle herauswagt, mutig und selbstbewusst zu antworten, ich gehe der Beschäftigung der Dysfunktionalität nach und bin in einem gesellschaftlichen Kontext stehend unabkömmlich und völlig ausgebucht und deswegen auch nicht mehr zu verzwecken, außer als Konsument von pharmazeutischen Produkten, bringe ich einfach nicht. Dafür bin ich ehrlich gesagt ne Spur zu kleinstbürgerlich. Zu so viel Provokation habe ich nicht die Statur. Allerdings ist im Zeitalter der allgegenwärtigen Selbstoptimierung, die Vernetzung von Funktionen aller Art, was auf die totale Funktionalität hinausläuft, der Dysfunktionale die Sperrspitze einer neuen und unverbrauchten Avantgarde. Umso verbrauchter man ist, also zu nix mehr zu gebrauchen, umso avantgardistischer ist man dann. So gesehen bin ich möglicherweise der Vorreiter einer ganz neuen Bewegung, obschon ich noch nie einen Gaul geritten habe. Hin und wieder hat mich im Leben mal die Unvernunft geritten und ich habe die wildesten Dinger gebracht. Leider hat mir die psychologische Zunft dieses Vergnügen der Selbstwirksamkeit radikal zusammengestrichen, so dass mir heute jede Lust vergangen ist in diesen Erinnerungen zu schwelgen. Nichts aber auch gar nix haben die von mir übergelassen das mir heute Freude bereitet. Eine Dachrinne hochklettern um ganz oben Schnupftabak aus der Dachrinne zu schnupfen. Eindeutig manisch. Mit dem Auto gegen eine Mauer. Unzweifelhaft depressiv. Die Furcht von der Um2. Psychotisch. Die Kühlkette unterbrochen schizoid. Der Scheißhausdämon ganz übel. Was ist eigentlich mit der Kunst. Ist die noch ein Werk der Freiheit? Die derzeitige Kellersituation hat ja eine Vorgeschichte. Die ist schnell erzählt. Nur a Schmäh. Die begann als Besitz den Eigentümer wechselte und der Baumeister, von dem ich ihnen immer mal wieder erzähle, Lagerraum kaufte. So nach und nach stellte sich heraus das der Baumeister wesentlich mehr Quadratmeter hatte, also er bereit war Verantwortung dafür zu tragen. Das Eigentum angeblich verpflichtet legt der Baumeister a bisserl anders aus. Der BM vertritt die Ansicht, von der nicht abzubringen ist, nicht einmal mittels Rechtsweg und Gerichtsurteilen, dass seine Betriebskosten viel zu hoch sind. Er ist nur bereit die Hälfte zu zahlen. Dazu ließe er sich unter Umständen verpflichten. Das 300 m2 Fläche seinen Preis haben interssiert den Baumeister nicht. Weil sich die Welt nicht in Richtung BM aufmacht, der ist ja nicht der amerikanische Präsident ist, obschon sich die beiden von der Persönlichkeit doch recht ähnlich sind, tobt in unserem Haus ein Kleinstkrieg der übelsten Sorte. Im diesem Streit zeigt das Kleinstbürgerliche seine übelste Fratze. Mit der Kleinstkrieg würde man es locker in die Sendung „Am Schauplatz –Gericht “ schaffen, wo sich die Kleinstbürger in den endgültigen Untergang schlafloser Nächte uns den Ruins hinein prozessieren, ganz zur Freude der Anwälte und dem feixenden Publikum vor den Geräten die was ausstrahlen. Fürher nannte man die Endgeräte. Natürlich gilt für den Baumeister kurz BM, wie im Rechtsstaat üblich die Unschuldsvermutung. Dabei sprechen die Indizien doch ziemlich eindeutig und klar dafür das der Baumeister ein ziemlicher Soziopath ist, cholerisch bis in die Haarspitzen und extremst uneinsichtig und verhaltensoriginell. Der macht wie in der Bibel. Augen um Auge – Zahn um Zahn. Wenn´s es wenigstens seine Zähne und Augen wären. Der BM versteht nicht dass er nicht in der Position ist, um der Welt seinen Willen aufzuwingen. Das schafft nur ein amerikanischer Präsident. Der ist in der komfortablen Position das seine schwer psychische Persönlichkeit kein Makel ist. Macht ist wie gemacht für Psychopathen aller Art. Es sind ja zu meist die Ohnmächtigen die sich kaum charakterliche Defizite leisten können, ohne dass man sie dafür belangt. Der BM hat als einziger Eigentümer einen direkten Zugang zum Keller der nicht durch die Kellertür führt. Von seinem Lager aus kann der direkt in den Keller und muss nicht wie sonst alle außen herum. Nachdem sich die Situation zwischen dem BM und der Hausverwaltung immer weiter zuspitzte, also immer kleinstbürgerlicher und unversöhnlicher wurde, beim Geld hört sich sowieso jeder kleinstbürgerliche Spaß auf, wurde das Kellerschloss von innen mit Klebstoff zugeklebt, so das man die Tür zum Keller von außen nicht mehr aufsperren konnte. Die Hausverwaltung tippt stark auf den Baumeister. Von innen die Tür verschließen, den Schlüssel stecken lassen und das Schloss verkleben, kann nur jemand der einen anderen Eingang zum Keller benutzt. Das liegt in der Natur der Sache. Sonst würde der ja heute noch dort unten sitzen und die Statur eines Strohhalms haben. Nee ich schreibe jetzt nix mit KZ. Und so einen speziellen Zugang zum Keller hat einzig der Baumeister. Der natürlich so unschuldig ist wie ein Lamm.
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Vom Vandalismus im Erdgeschoss, wie einem herausgerissenen Geländer und Leisten die aussehen wie Wünschelruten weiß der natürich auch nix. Nach dem das Spiel mit dem Zukleben und Entkleben des Kellers, eine Zeitlang so hin und her wogte, wie eine Schlacht mit ungewissen Ausgang, verließ die Hausverwaltung irgendwann der Mut und anstatt einem Schloss zum Auf und Zusperren, nahmen die den Zylinder heraus und nagelten das Schloss mit einer kleinen Aluminiumplatte zu. Das wiederum führte dazu das ganz Wien in unseren Keller konnte. Rein theoretisch zumindest. Ein Zustand den ich irgendwann für keine so gute Idee hielt. Im Winter machte ich ja a bisserl Renovierung der Wohnung. Also ich machte nix. Der BM renovierte. Der wohnt in derselben Straße und ist preislich noch erschwinglich. Im Keller lackierte der BM eine Tür von mir neu. Zu diesem Zeitpunkt ließ sich die Kellerzugangstür jedoch nicht mehr versperren. Meine Tür hätte also jederzeit den Besitzer wechseln können, ohne dass ich zustimme. Deswegen rief ich mal bei der Hausverwaltung an und erklärte denen das Problem. Die entkräfteten meine Theorie jedoch sofort, indem sie meine Tür-Bedenken mit dem Argument entkräfteten, wer bitte soll schon eine fremde Tür stehlen. Das macht doch niemand. Na in der Bronx schon. Voderhorstig würde es doch schon langen, wenn jemand kommt und die Tür wandalisiert und ein riesiges Hakenkreuz in die Tür ritzt oder drauf schreibt: „Gott ist nicht tot. Der ist gerade im Traumurlaub“. Sowas wie ein Konsens ließ sich nicht herstellen. Nicht mit friedlichen Mitteln. Die Hausverwaltungsmacher in der Person des Herrn Sowieso, der selber Eigentümer einer Wohnung im Haus ist, und von dem man nie weiß wie seine Interessen gelagert sind, hielt das was ich sagte für zu weit hergeholt und nicht sehr plausibel. Dabei leben in der Bronx auch Menschen aus Nationen die wir tatsächlich von sehr weit hergeholten haben. Nicht immer aktiv aber doch. Derzeit spießt es sich ja an der Frage, ob man in einem Sozialstaat einwandern kann oder eben nicht. Praktisch schon. Von der Theorie her eher weniger. Einwandern kann man nur in ein Gebiet, das sich durch Grenzen von anderen Gebieten abgrenzt. In einen Kühlschrank der einem beinahe gratis gestellt wird weniger. Der Hausverwaltungs-Eigentümer-Mensch und ich wurden nicht handelseins. Was auch an meiner Schattenwelt-Art liegt. Während des Gesprächs entglitt mir immer wieder die Ernsthaftigkeit wie ein Furz. Ganz auf mich zurückfallend machte Späße dass sich in unserem Keller, der für allen offen steht, eventuell die CIA einquartiert oder Menschenhändler, die ihre Beute illgeal zwischenlagern. Was pervers Sexuelles mit dem Fritzl kam mir auch in den Sinn. Nur von meinen Kellermenschenerfahrungen erzählte ich nix. Darüber schreibe ich nur, so wie ich über alles inneren Vorgänge nie spreche sondern immer nur schreibe. By the way. Dem Herrn Sowieso fiel immer wieder ein Grund ein warum wir die Kellertür, also den Keller an sich, nicht mittels Schloss vor der Außenwelt abgrenzen sollten. Natürlich hätte ich auch andere Saiten aufziehen können. Wollte ich aber nicht. Ist nicht mein Ding. Liegt angeblich am versperrten Kühlschrank wenn`s psychologisch wird. Ich überlegte schnell mal wie viel Besitz ich im Keller zwischenlagerte. Den englischen Gentleman hatte ich schon vorab gewarnt dass ich keine Verantwortung für sein Zeig übernehme. Hegel soll mal gesagt haben: „Wenn du nicht reagierst bist du frei“. Ich war dann so frei und ließ dem Herrn Sowieso seinen Willen. Oft ist es ja so dass die Leute die Art wie ich spreche mit dem Inhalt verwechseln. Bei einem Eigentümertreffen erkläre ich den Besitzenden einmal dass sie hier in der Bronx Besitz haben, also in den zerfransten Rändern der Idylle und nicht in einer schwergesicherten Enklave für Vermögende. Die fanden das Gesagte ziemlich witzig. Jetzt haben sie hübsch den Witzigkeit-kennt kein Tabu-Scherben auf. Die Hausverwaltung wollte dann dass wir die Polizei rufen. Ist ja auch eine Frage der Versicherung etc. Das übernahm ich. Als ich die Polizisten durch den verwüsteten Keller führte, sagten die zu mir, ich sollte da nix mehr angreifen wegen der Fingerabdrücke. Musste ich kurz auflachen. Im Zuge der polizeilichen Vorermittlung stellte sich dann noch heraus dass mein Schlüssel auch andere Vorhängeschlösser aufsperrte. Die hatten wir so von der Hausverwaltung bekommen. Es versteht sich von selbst dass die Hausverwaltung ihre Verantwortung auf einen Audi schob. Wer versucht ist einen fremden Audi mit seinem Schlüssel aufzusperren macht ja was Unrechtsmäßiges, erklärte mir ein anderer Herr Sowieso von der Hausverwaltung. Auf die Frage wie es sich verhält, wenn ein Autoschlüssel gleichzeitig 100 Audis aufsperrt, ging der gute Mann dann nicht mehr näher ein. Gestandene Kleinstbürger haben sowieso immer Recht. Bevor die sich vor ihrer Rechthaberei verabschieden, die mich auch immer wieder mal überfällt, trennen sie dich lieber von ihrem Ehepartner. Das ist ein Naturgesetz. Ganz kurz, wirklich nur ganz kurz, wurde ich auch kleinstbürgerlich und erklärte dem Audi-Menschen dass es ihn im Grunde nix angeht, ob wir jetzt Keller mit oder ohne Schloss machen. Wegen eines Zylinderschloss muss der doch keine Ausschreibung machen. Jetzt mach mal. Aktuell haben wir wieder ein Kellerschloss. Mit der Polizei verblieb ich dahingehend dass ich keine Anzeige erstattete. Sollen sich andere hier kleinstbürgerlich aufreiben, also prozesierend gegen Gott und die Welt und scheitern. Das ist in Österreich sowieso Volkssport.

Ende.

Anhang: Der Schlüssel eines Eigentümers im 4. Stock schafft sogar 3 Vorhängeschlösser.

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Freitag, 8. Juni 2018
Ein Arrangement mit dem Himmel und der Zeitgeschichte
In Erinnerung an Drahdiwaberl-Gründer Stefan Weber.

Nicht dass ich mich als erste Verteidigungsfront der 68ziger sehe, obschon mir a bisserl 68zig in der Kindheit ganz gut getan hätte. Südlich der Drau lief ja nicht so viel mit Subversion und außerparlamentarischen Opposition. Da herrschte mehr old-school Moral, Anstand und Sitte, naturgemäß kleinstbürgerlich ausgelegt und Katholisch gefestigt. Antiautoritär war bei uns meistens nur der Herr Pfarrer, der noch nach lateinischen Ritus predigte, wenn er beim Fußball nach der Platzweihe gut getankt hatte. Einmal war er hochwürdenhaft so angesoffen dass er sich in seinem alten Renault 5 in den Kofferraum setzte. A riesen Hetz. Hippies nannte man bei uns Gammler. Und ein Gammler war man schon, wenn einer ne Jean trug oder a bisserl Haare hatte. Sobald die am Hemdkragen anstanden, wie ich sehr früh im Leben, war auch schon Großalarm und man wurde als Junge geschoren wie ein Schaf. Friseur hatte in unserer Kindheit keiner so richtig. Da musste man schon 16zehn werden. Und dann guckten dich die Alten an wie ein Alien. Heute haben schon 5jährigen Style. In meiner Qualitätszeitung wird in einem Gastkommentar mokiert, das aus dieser Ära der großen 68ziger-Revolte kaum was Umbrüchiges über blieb das heute gesellschaftlich noch von Belang sei. Der Mut der Blumenkinder zum Wandel verwelkt, die Kreativität verblasst, die Unangepasstheit verronnen, der Sozialismus unaufhaltsam im Niedergang begriffen, die revolutionäre Geste mit dem Tod Che Guevaras verlorenen gegangen und ausgestorben, und die einstigen Feinde und Widerständler gegen das verhasste kapitalistische System, gehörten bald einmal selber zu den Etablierten, die auf ihren Marsch durch die Institutionen, siehe Joschka Fischer, irgendwann selber zu Elite zählten, auch wenn sie Turnschuhe trugen. 68zig, eine Bewegung die mit Love, Peace and easy going begann, endete in Drogenexzessen, Selbstzerfleischung, Selbstauslöschung, Nihilismus oder ging im kapitalistischen Fahrwasser unter. . Also das sind jetzt meine Worte. Politisch wirft man den 68ziger vor, dass sie so nach und nach selbst zu jenen Spießer und Retroparteien wurden, die sie einst bekämpfen. Der Gastkommentierende, ein gewisser Herr Witzeling, Jahrgang 1985, Psychologe und Sozialforscher, schreibt wörtlich: „Heute sind die Erben der 68er institutionalisierter und überangepasster als diejenigen, gegen die ihre Eltern einst rebelliert hatten“. Ich verstehe schon dass man a bisserl auf die Tube des Ausdrucks drücken, zuspitzen und überzeichnen muss, wenn man als Gast in einer eher konservativen Qualitätszeitung einen Kommentar unterzubringen gedenkt. Vor vielen Jahren, als ich noch a bisserl Neuroleptika scheu war, habe ich auch mal einen Leserbrief an diese Zeitung geschrieben. Wenn ich mich recht erinnere so um die 15-20 Seiten. Eine wüste Anklage gegen die UNO. Zurück zum Thema. Also das mit der Überangepasstheit der Heutigen möchte ich schon a bisserl in Zweifel ziehen. Nicht weil es mir ein unstillbares Bedürfnis ist. Unstillbar ist nur mein Gedanke an Flucht und mein Bedürfnis hatte ich schon Vormittag und sexuell muss heute nicht sein. Ich wurde ja rund ums Jahr 1968 in diese Welt geflögelt ohne jemals flüge zu werden. Hab ich vom Werner Schwab jetzt abgekupfert. Mich muss man heute noch wie ein Küken füttern. Durch die Gnade der recht zeitnahmen Geburt habe ich doch noch einen persönlichen Zugang zu den Angepassten der Großelterngeneration von damals und den Überangepassten von heute. Ich sag mal so. Mit den Überangepassten von Heute geht in der Sache „Unternehmen Barbarossa“ einmal gar nix. Dafür sind die Überangepassten heute nicht unternehmungslustig genug. Die lassen sich nicht mehr auf Zuruf in eine Uniform stecken und mit militärischen Orden behänge wie Weihnachtsbäume des Grauens. Bei Uniformen und Orden, die nicht als Dekor dienen oder als modisches Accessoire, die den Helden von einst in die Brust gestochen wurde, bis deren Welt aus allen Wunden blutete, bekommen die Heutigen eine Panikattacke. Sobald die ganz "Uber" ab bisserl Leiden, manchmal auch nur eingebildet, schreien sie auch schon ganz laut Aua. Sicherlich tragen wir alle die Uniform des Konsumismus, der über Bande, für den einen oder die andere der uns zu Nahe kommt tödlich endet, wenn wieder einmal eine Fabrik am anderen Ende der Welt zusammenklappt wie Pappe, wo unsere Träume im Akkord von very cheap Persons, eiligst zusammengenäht werden, die wir Jahrzehntelang in Plastiksäcken nach Hause trugen, die dann irgendwie ins Meer gelangten, wie ich an mein Ende, ohne dass es uns rührte, und dort in die Bäuche von Meeresbewohner. Was denen gar nicht gut bekommt. Ich sag nur 80zig. Ist wie Matthäus 12, 40 halt nur postmodern. Erklärt man den Überangepassten von Heute das jetzt zurückgeschossen werden muss, bekommen die einen Lachanfall. Mit KZ hingegen machen die Überangepassten von Heute schon auch was. Aber das ist eher was Massentouristisches. Bei über 1,5 Millionen Menschen, die heute jährlich das KZ-Auschwitz besuchen, derweil das Mittelmeer zu einem Massegrab wird, kann man durchaus von einem massentouristischen Betroffenheits-Phänomen sprechen. Vorm KZ-Mauthausen gibt es auch ein Kaffee. Versuch die Überangepassten von heute mal an einer filterlosen A3 von damals zu ziehen, wie das der alte Gustl so nebenher zu tun pflegte. Die fallen bewusstlos um. Im Supermarkt habe ich heute schon Kinder mit Helm gesehen, während wir ganz ohne Schutzkleidung unterwegs waren, auch bergab zwischen fahrenden Autos hindruch ohne dass irgendwer in Schnappatmung verfiel. Die Heutigen sind nicht überangepasst sondern übervorsichtig. Das ist eine Generation der Übervorsichtigen. Was auch daran liegt das sie wesentlich mehr zu verlieren haben als die Damaligen. Wenn die mal groß sind ist 70zig das nie 40zig. Was einige in ihrer Beurteilung der 68ziger-Generation möglicherweise übersehen oder zu wenig Bedeutung bei messen. 68zig war keine Armenrevolte sondern eine des Wohlstands. 68zig protestieren die Kinder gegen die manische Produktivität ihrer Eltern, die keine Notwenigkeit sahen sich geschäftig mit ihrer Schuld auseinanderzusetzen. Die machten lieber Sonntagsbraten mit gut Sauce. Allein in Deutschland wuchs das BIP in den Jahren von 1950 bis 1975 im Schnitt um 5,09%. Das ist brutal viel. Solche Steigerungen des BIPs gibt es nur nach totalen Kriegen oder Kometeneinschlägen. Diese erste Wohlstandsrevolte der Geschichte muss ja zwangsläufig zu ganz anderen Ergebnissen führen, als eine des Hungers wie die Französische Revolution oder die Februar-Revolution 1917, ausgehend von Petrograd, wo das Brot immer weniger und der Hunger immer mehr wurde. Bei einer Hungerrevolte haben die Menschen ein Loch im Bauch, bei einer des Wohlstands im Gewissen. Das sind zwei Paar Schuhe, hier Äpfel dort Birnen. Man muss nur einmal die Opferzahlen gegenüberstellen. Die RAF hat in ihrem 23jährigen bestehen genau 33 Personen ermordet oder getötet. Während der Französischen Revolution wurden mehr als 20 000 Personen hingerichtet. Da hieß es Kopf ab für die Aristokratie, also die gesamte Elite, und nicht nur jene des Arbeitergeber-Präsidenten und des Vorstandssprecher der Deutschen Bank. Bitte das nur nicht falsch verstehen.. Keine Ahnung warum immer so getan wird, als ob die 68ziger mit ihrer Revolte nachhaltig gescheitert sind. Sind sie nicht. Oder denken sie dieses ganze Gender - Diversitäts - antiautoritäre und Gegenöffentlichkeits-Ding kommt aus heiterem Himmel. Eben. Feminismus war natürlich auch. Die Frau Schwarzer wähnte sich in einem Krieg, den sie, die Männer, die Mächtigen alltäglich gegen die Frauen führten. Denken sie nur an Valerie Solanas Manifest zur Vernichtung der Männer. Das ist jene Tante die Andy Warhol niederschoss. 68zig wurden nach Worten gegriffen wie 1792 nach den Köpfen der Herrschenden. The Doors öffenden die Pforten der Wahrnehmung. Gut dem Jim hat`s nichts gebracht das diese Türen weit offen standen. Der hielt sich an die Flasche, wie auch der alte Gustl am L-Pass ganz ohne 68zig. Die waren Brüder im Geiste. Wenigstens in der Sache Pädophilie sind die 68ziger in der Sache Wahrnehmung und herrschaftsfreier Diskurs gescheitert. Natürlich sind die Revoltenmacherinnen von einst die Spießer von heute. Das beweist ja im Grunde dass sie Erfolg hatten. Auf eine Wohlstandsrevolte muss man einfach ganz anders blicken. 68zig fuhr man schon mal von einer Demonstration, mit Stock und Stein und Weltrevolutionsgeist, mit der Ente (Citroën 2CV) direkt in den wohlverdienten Urlaub nach Italien. So einen Abstecher nannte man aber nicht Urlaub sondern Tripp. Ein wohlverdienter Urlaub ist ja was zu tiefst kleinstbürgerliches. Die 68ziger wären ja schön blöde gewesen, wenn sie sich auf ihren Marsch durch die Institutionen nicht merklich verändert und angepasst hätten. Dann hätten sie ja ab einem gewissen Zeitpunkt immerzu gegen sich selbst aufbegehren und revoltieren müssen. Sicherlich werden einige Hardcore-68ziger vom Verrat an einer wunderbaren Idee sprechen. Aber diese Idealisten kannste an einer Hand abzählen. Wie jede Generation wurden auch die 68zige älter, träger, nachlässiger und bequemer in ihrem Begehren, taten dann irgendwann nur noch so als ob und irgendwann nicht einmal mehr das. Aus dem revolutionären Eifer bzw. Geist der Wasser der Solidarität predigte, wurden hinten hinaus Weinkenner und Genießer, also ziemlich verlogene Subjekte, die stolz waren auf ihre Ambivalenz, die auch ein Ausdruck der Freiheit ist. Kaum einer der sich tapfer vor den Karren einer Wohlstandsrevolte spannen lässt, ist hinten auch hinaus noch bereit den Preis für seine Ideale zu bezahlen. Es gibt da ein untergetauchtes RAF-Trio die heute noch Banken überfallen. Deswegen halten die Alt-68ziger ihre toten Helden, wie den Rudi Dutschke oder den Benno Ohnesorg auch so hoch, dass sie locker unten durch können. Stammheim machen auch einige. Wie sagt man. Die Revolution frisst irgendwann ihre eigenen Kinder. Und deren Kindern irgendwann nur noch Bio und Glutenfrei.

Ende.

Fazit: Wann die nächte Hungerrevolte ansteht? Schwer zu sagen. Die Globaliserung ist eine Hungerrevolte aber in gerodneten Bahnen. Wir in Europa halten uns die Hungrigen recht geschickt mit allerlei Finten und Tricks vom Leib. Am liebsten mit Gesetzen. Hunger ist in einer Wohlstandsgesellschaft noch lange kein Assimilationsgrund. Und persönlich. In den letzten 30 Jahren habe ich mich von der Mehrheitsgesellschaft dermaßen weit entfernt, dass es mir zumeist an Gelegenheiten fehlt aktiv subversiv zu sein. Vom Kampf gegen den Wahn und den Kleinstbürger in mir schon ziemlich ermüdet schaff nur noch dann und wann Klappstuhl.

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