Sonntag, 30. August 2026
Slop & Hope vom anderen Ufer der Insel
Da war ein Trauma,
das so kaputt ist wie diese Welt.
Und wer davon träumt,
der bleibt allein mit dem, was er erzählt.

Der alte Junge mit der Mundharmonika,
der singt davon, was nie geschah,
im Garten, in Raten,
vom Trauma und vom Rheuma.
Rheuma hat der jetzt auch, der Streuner.
Ja.
Der streunt durch seine eigenen Erinnerungen.
Das auch noch.
Noch ist nicht alles gesagt oder getan.
Na, wenn du das sagst.

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Jessas!

Die Hagelkörner werden immer größer (wie deine Prostata) und deine Eier immer kleiner. Die mickrigen Sandkörner im Schnäuztuch der Vergänglichkeit. Die gibt’s ja nicht mehr. Diese rotzgelben Stofftaschentücher alter Männer. Hygienisch fast so unbedenklich wie deren Unterhosen, die von den Ehefrauen oder Töchtern immer ausgekocht werden mussten. Trotzdem wurden sie nicht mehr weiß. Die groß waren die wie eine weiße Flagge, die viele Parteibuch‑Nazis freudig hissten, die längst verstanden hatten, was die Stunde geschlagen hatte. Die von den Alliierten als „unbedenklich“ eingestuft wurden. In vielen Fällen Akademiker, die dann das intellektuelle Gerüst des neuen Deutschland bzw. Österreich bildeten.

Mindestens 57. So viele ehemalige NSDAP‑Mitglieder saßen 1976 im siebten Deutschen Bundestag. Ex‑Nazis der ersten Stunde waren darunter, etwa Walter Becher (CSU), Eintritt in die österreichische NSDAP 1931, einst ein übler antisemitischer Hetzer. Oder solche, die sich als Teenager hatten verführen lassen, wie Erhard Eppler (SPD). Auch Frauen, etwa Helga Wex (CDU), die von 1967 bis 1986 fast durchgehend dem Parlament angehörte, oder Kohls »Bundesbeauftragte für Berlin« Lieselotte Berger (CDU). Und einige Politiker der FDP, die damals das Land mitregierte.

Das amerikanische BDC im Südwesten Berlins beherbergte von 1945 bis zur Abwicklung 1994 die NSDAP‑Mitgliederkartei. Und seit mindestens 1955 verwahrten die BDC‑Direktoren besondere Mitgliedsnachweise in einem Stahlschrank. Darunter die Karteikarten von einem Bundeskanzler (Kurt Georg Kiesinger), zwei Bundespräsidenten (Karl Carstens und Walter Scheel), zwei Bundestagspräsidenten (Carstens und Richard Stücklen), 17 Ministern aus allen Kabinetten zwischen den Regierungschefs Konrad Adenauer (1949 bis 1963) und Helmut Kohl (1982 bis 1998), auch von Staatssekretären, Staatsanwälten, einem Präsidenten des Bundesarchivs. Quelle: SPIEGEL 35/2026

Nicht jeder Opportunist war ein überzeugter Nazi. Es gibt auch solche, die einfach alles an Weltvernichtung billigend in Kauf nehmen wie du noch später im Text, ohne dabei groß Federn lassen zu müssen. Die wechselten nur das System, von der totalen Vernichtung rüber zur Demokratie, wie du deine angeschifften Unterhosen. Genau.

„Parteibuch‑Nazis“, die aufgrund des Kalten Kriegs ratzfatz entlastet wurden und so einen beachtlichen Teil des neuen Beamtenapparats bildeten. Der Kontinuität geschuldet. Der ist gut. Wer hat das gedacht? Ich war’s nicht. Was für eine Überraschung, bespaßt mich der Wortmacher.

Historische Studien belegen angeblich, dass die Entnazifizierung nach 1945 in Deutschland und Österreich rasch von einer massiven personellen Kontinuität abgelöst wurde. In der Bundesrepublik fanden rund 60 bis 70 Prozent der einstigen NSDAP‑Mitglieder den Weg zurück in den öffentlichen Dienst; in Schlüsselbereichen wie der Justiz und an den Hochschulen lag diese Quote teils sogar bei über 70 Prozent. Noch drastischer vollzog sich diese administrative Restauration in Österreich:

Begünstigt durch ein politisch forciertes Ende der Säuberungen wurden dort mehr als 90 Prozent der Überprüften als Mitläufer oder Entlastete eingestuft, sodass in der Folge – je nach Ressort – 70 bis 90 Prozent der ehemaligen Parteimitglieder erneut in den Staatsdienst einzogen. Somit stützten sich die neu formierten Verwaltungen beider Nachkriegsstaaten zu einem erheblichen Teil auf exakt jene rasch rehabilitierten Funktionseliten, die den Beamtenapparat bereits unter dem NS‑Regime getragen hatten. Quellen: Frei, Norbert: Vergangenheitspolitik. München: C.H. Beck, 1996.
Stiefel, Dieter: Entnazifizierung in Österreich. Wien: Verlag für Geschichte und Politik, 1981.
Tálos, Emmerich u. a. (Hrsg.): Gestaltung der Nachkriegszeit in Österreich. Wien: Lit Verlag, 2005.
Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW): Forschungen zur personellen Kontinuität nach 1945.

Zum DÖW gab es ein Höchstgerichtsurteil gegen die FPÖ:

Nachdem niedrigere Instanzen die Klage noch abgewiesen hatten, gab der Oberste Gerichtshof (OGH) dem Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW) in letzter Instanz recht und untersagte der FPÖ die Bezeichnung als „pseudowissenschaftliche Institution“. Der OGH begründete das Urteil damit, dass für diese herabsetzende Behauptung jegliche Tatsachengrundlage fehle und sie somit nicht mehr vom Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt sei, weshalb die Partei die Äußerung widerrufen muss. Quelle: Interessiert doch niemanden.

Die FPÖ hatte auf ihrer Website im August 2023 die Behauptung aufgestellt. Die FPÖ hatte zunächst nicht etwa recht bekommen, weil die Gerichte die wissenschaftliche Arbeit des 1963 von ehemaligen Widerstandskämpfern gegen den Nationalsozialismus und Wissenschaftlern gegründeten DÖW inhaltlich anzweifelten. Vielmehr wurde die Aussage vom Oberlandesgericht (OLG) als „Meinung“ bewertet, die man eben aushalten müsse, wenn man sich öffentlich zu Wort melde.

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Quelle: Belegt hätte ich nicht schreiben sollen. Schon belegt die Um2 mein Jausenbrot mit ranziger Salami. Das ist jetzt Dichtung. Die bei mir total durchlässig ist. Über mich rauscht die Welt hinweg wie eine Kolonne von Kraftfahrzeugen, über eine in die Jahre gekommene Autobahnbrücke, die ihren Anspruch auf die Welt vorwärts verteidigt. Aber das nennt man in den Urlaub fahren. Nur kennt der russische Vernichtungsfeldzug gegen die Ukraine keinen Urlaub.

Nach den von Russland ausgelösten Explosionen in einem Munitionsdepot nahe der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist die Zahl der Toten weiter gestiegen. Von nunmehr 38 Toten und noch 4 Vermissten sprach Präsident Wolodimir Selenski am Morgen in den sozialen Netzwerken. In dem Dorf Myla rund fünf Kilometer westlich von Kiew gingen die Arbeiten zur Beseitigung der Folgen des russischen Angriffs und die Suche nach weiteren Opfern demnach weiter.

Russland hatte das Depot, wo auch Granaten und Minen gelagert waren, am Freitag angegriffen. Erst am Samstag wurde bekannt, dass das Munitionslager – entgegen den ukrainischen Vorschriften – in einem Wohngebiet operierte. Bei den meisten Opfern handelte es sich um Bewohner eines Altenheims. Quelle: NZZ

Apropos:
Meine russisch‑ukrainischen Nachbarn. Die rein ukrainischen Nachbarn sind weggezogen. Die wohnen jetzt im 10. Bezirk am Reumannplatz. Ganz ehrlich. Ich bin froh, dass sie weitergezogen sind. Die Ukrainerin war zu schön, um wahr zu sein. Und ihr Sohn drehte andauernd am Rad. Unglaublich, wie der brüllen konnte. Ist das normal heute? Oder hat der kleine Junge ein Kriegstrauma? Laut Goadfather habe auch ich als Kind einmal gebrüllt wie ein Ochse. Allerdings unter anderen Voraussetzungen. Die Kinder von heute.

Britische Star‑Pädagogin Birbalsingh: «Die Generation Alpha wird ein Albtraum.»
Katharine Birbalsingh gilt als Großbritanniens strengste Schulleiterin. Im Gespräch erklärt sie, warum es Patriotismus in der Erziehung braucht und warum es in ihrer Schule keinen muslimischen Gebetsraum gibt.

Frau Birbalsingh, Sie sprechen oft über die Generation Z: überfordert, empfindlich, in der Arbeitswelt anspruchsvoll. Woher kommt das?

Antwort: Das alles hat mit der Art zu tun, wie sie aufgezogen wurden. Die Eltern wollen heute die Freunde ihrer Kinder sein. Und wer die Kinder diszipliniert, bekommt ein schlechtes Gewissen eingeredet. Man nennt mich „Großbritanniens strengste Rektorin“, als sei streng gleichbedeutend mit gemein. Dabei bedeutet streng zu sein, dass man sein Kind genug liebt, um die eigenen Maßstäbe hochzuhalten. Es ist einfacher, dem Kind beim Wutanfall den Keks zu geben, als hart zu bleiben. Wir geben unseren Kindern seit Jahrzehnten den Keks – und ernten jetzt die Folgen.

Sie sagen, die westliche Schule sei mitverantwortlich für den Niedergang dieser Werte.

Antwort: Die kleinbürgerlich‑konservativen Werte, die früher selbstverständlich waren, existieren kaum noch. An ihre Stelle ist die Opferrolle getreten. Man kann Schwarzer sein, Mädchen, Junge, schwul, trans, psychisch belastet. Es gibt viele Kategorien, über die man sich Opferstatus verschaffen kann. Es existiert eine regelrechte Opferhierarchie, nicht nur in der Schule, sondern in der Gesellschaft insgesamt. Jeder wetteifert darum, weil einen das im sozialen Gefüge nach oben bringt. Früher wurde bewundert, wer Hindernisse überwand. Heute bewundert man, wer das größte Opfer ist.

Frage: Sie haben scharfe Worte für die Generation Z. In Ihrer Schule sitzt aber bereits die Generation Alpha in den Bänken. Wie sieht Ihre Prognose für diese aus?

Antwort: Erschreckend. Sie sehen alles durch die Linse der Opferrolle. Sie wissen nichts, weil man ihnen nichts beigebracht hat, ihr Gehirn ist durch die sozialen Netzwerke durcheinandergebracht. Wir hinterlassen eine beschädigte Generation, ständig ängstlich, mit Depressionen. Es wird ein Albtraum. Quelle: NZZ

Und in Wien gibt es eine sehr bekannte Lehrerin namens Susanne Wiesinger. Bekannt wurde sie durch ihr Bestseller‑Buch „Kulturkampf im Klassenzimmer“ (2018), in dem sie Probleme mit islamischem religiös‑fundamentalistischem Druck und mangelnder Integration an Wiener Schulen anprangerte.

In ihrem neuen Sachbuch „Gebt unseren Kindern eine Chance! Was Österreichs Schulen jetzt brauchen“ zeigt Susanne Wiesinger, dass die Probleme an den Schulen weit über Sprachbarrieren hinausgehen. Als langjährige Wiener Volksschullehrerin beschreibt sie eindringlich den schulischen Alltag, der zunehmend von mangelnden Deutschkenntnissen, fehlenden Grundfertigkeiten bei Schulanfängern und der ablenkenden Wirkung sozialer Medien geprägt ist. Zudem thematisiert sie wachsende kulturelle Spannungen, religiösen Druck sowie Vorfälle von Antisemitismus unter Schülern und übt scharfe Kritik an einer Bildungspolitik, die diese Missstände seit Jahren ignoriert.

Neben dieser Bestandsaufnahme fordert Wiesinger konkrete Maßnahmen, um das Bildungssystem vor dem Kollaps zu bewahren. Sie plädiert für einen drastischen Ausbau der Elementarpädagogik, damit Kinder bereits im Kindergarten die notwendigen Sprach‑ und Sozialkompetenzen erwerben. Gleichzeitig nimmt sie die Eltern stärker in die Pflicht und fordert eine mutige Schulreform, die Lehrkräfte entlastet, den chronischen Personalmangel bekämpft und allen Kindern wieder echte Bildungschancen bietet.

Wie sie der Presse schildert, wusste eine Gruppe von Erstklässlern nicht, wie sie mit Bauklötzen umgehen sollte. Sie wischten mit dem Zeigefinger über die Steine – offenbar im Glauben, dass es sich um eine Art Handy handelte.

An dieser Stelle dachte ich mir dann: Es gibt aber auch eine wirkmächtige Gegenerzählung aus dem migrantischen Milieu. Da wird es unter Teenagern als Auszeichnung gesehen, wenn irgendwer aus dem sozialen Umfeld Knasterfahrung hat. Wer ein paar Jahre im Gefängnis saß, ist für diese Jungs ein Held. Ein strahlender Held.

Hier ein mögliches Beispiel, um diese Theorie zu untermauern:
Bei einem bewaffneten Raubüberfall auf die Sonderausstellung „GLANZSTÜCKE“ im Wiener MAK entwendeten zwei Täter ein historisches Diamant‑Collier von Van Cleef & Arpels aus dem Jahr 1939 im geschätzten Wert von rund 3,7 Millionen Euro (ursprünglich auf 500.000 Euro geschätzt). Die Männer kauften am Donnerstag reguläre Eintrittskarten, zerschlugen die Panzerglas‑Vitrine mit einem Spezialhammer, bedrohten Anwesende mit einer Schusswaffe und flüchteten anschließend mit dem mit über 100 Diamanten (rund 200 Karat) besetzten Schmuckstück aus ägyptischem Königsbesitz zu Fuß Richtung Stadtpark.

„Der Raub eines Schmuckstücks von Van Cleef & Arpels von hohem Wert trifft uns schwer. Gerade angesichts der Vorfälle in bedeutenden Museen in den vergangenen Jahren haben wir das zum Anlass genommen, unsere eigenen Sicherheitsvorkehrungen im Museum im Allgemeinen genau zu prüfen. Gemeinsam mit unserem Partner Van Cleef & Arpels wurde dann spezifisch für diese Ausstellung ein Konzept erarbeitet und Sicherheitsfragen sehr ernst genommen und alle Sicherheitsvorkehrungen sorgfältig vorbereitet.“ Dies teilte MAK‑Generaldirektorin Lilli Hollein Freitagnachmittag mit. Und: Die MAK‑Mitarbeiter hätten „besonnen reagiert, die vorgesehenen Abläufe eingehalten und richtig gehandelt“. Die Sicherheitsdienstleistungen seien „an einen externen Sicherheitsdienstleister vergeben“ worden. Da einer der Täter bewaffnet gewesen sei, habe das Sicherheitspersonal eine Konfrontation mit den Tätern vermieden und sich stattdessen um die Sicherheit der Besucher gekümmert.

Flucht in Richtung Stadtpark.

Nach dem Coup flüchteten die Täter in Richtung Stadtpark, dort verliert sich ihre Spur … in der "Presse". Der Kommentar der MAK‑Generaldirektorin Lilli Hollein liest sich ein wenig wie Satire. Egal. Scheiß auf die Klunker.

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Wegen dem Reumannplatz bist du zu deinem Rheuma gekommen? Du hast mich durchschaut, Wortmacher. Wer hier nach einem tieferen Sinn sucht, der sucht völlig umsonst. Und vergebens. Ist das nicht alles? Na, na. Du musst erst einmal was aufbauen damit du es wieder zerstören kannst. Stimmt auch wieder.

In der anderen Wohnung ist ja unlängst mein russischer Nachbar aus der Wohnung hinausgestorben. Woraufhin seine Witwe wieder eingezogen ist. Heute kam auch ihre Tochter mit ihrem Ehemann und ihren Kindern, und reichlich Zeugs hatten sie auch dabei. Wir grüßten uns. Die hatte ich seit Jahren hier nicht mehr gesehen. Wen? Na, die Tochter mit ihren Kindern. Woraufhin ich dann versuchte, vor meinen eigenen Gedanken wegzulaufen. Gibt’s eigentlich für Gedanken auch so etwas wie eine Unbedenklichkeitsbescheinigung?

Es ist ja so: Ich will einfach nicht wahrhaben. Das kleinbürgerliche Leben ist in seiner realen Tristesse oft verstörender, als es jede böse Karikatur der kleinstbürgerlichen Gemütlichkeit jemals nachzeichnen könnte, sagen wir in einer rabenschwarzen Satire.

Letzten Sonntag hat der kerngesunde Ast unseres Familienstamms den guten alten Goadfather und seine Ehefrau, die Um2, besucht. Der setzt sich aus Goadfather seinem Erstsohn, dem seiner Ehefrau, deren Tochter, also der Enkelin, und deren Tochter, Goadfather seiner Urenkelin, zusammen. Ob der Ehemann seiner Enkelin auch zu Besuch war, weiß ich nicht. Was ich aber sagen kann: Die haben dann alle nach mir gefragt. Und das findest du jetzt lustig? Ja, schon. Ich hingegen sollte nicht mehr in die entgegengesetzte Richtung fahren zwecks Besuch. Besser, ich zerstöre die Idylle nicht mit meiner Anwesenheit, sowie der Tourist, der letzten Endes das zerstört, was er hofft zu finden. Letztens war im ORF eine gute Doku über Ibiza.

Dabei hat die Um2 Goadfather seinem Erstsohn nicht eines ihrer berüchtigten Brote gestrichen. Der hat keine Ahnung, dass die Um2 bei mir einen auf Kühlschrank‑Gestapo machte. Von meinen Garten‑Erfahrungen weiß dieser Familienstamm, kernig wie auch gesund, ebenfalls nichts. Der wurde weder vom Goadfather noch von der Um2 nachhaltig ruiniert. Der hat keine Ahnung, wo in diesem Haus Gott wohnt. Das liest sich jetzt wie ein Klischee, wie eine billige Karikatur der tatsächlichen Verhältnisse, denen man völlig zurecht ein Schwarz‑Weiß‑Denken unterstellt. Dabei sagt man: Das wahre Leben findet in den schattierten Zwischenräumen statt. Also zwischen deinen Räumen findet kaum Leben statt bei dir, amüsiert sich der Wortmacher. Die Idylle war also ungetrübt. Das kann ich hier bescheinigen. Und ich wollte dem Goadfather nicht einen den Sonntag madig machen.

Was ich hier noch ohne Weiteres bescheinigen kann: Niemals, wirklich niemals packte ich in der Schule ein Salamibrot aus, das sich durch seine tiefrote, fein marmorierte Struktur auszeichnet, wenn die Salami frisch ist und dunkelrot, fast weinrot, und das Fett ganz weiß wie mit Feba Wolle gewaschen. Was die Salami die mir die Um2 hin und wieder herunterschnitt nie war. Woraufhin mich der Scheißhausdämon vom anderen Inselufer her anschnauzt, wann ich mich das letzte Mal ausgezeichnet habe. Für den seine Schreibe gibt’s ja nicht mal einen Trostpreis. Was ist mit der Kühne‑Stiftung? Die hat mehr Geld als Bauern Heu. In der Presse ging es auch nur ums Geld. Was anders hat der Mann der Welt anscheinend nicht hinterlassen.

Heureka.
Was ich hier text habe wie ein Messi‑Ramsch. Endlose Laufmeter an Worten, die nicht im Ansatz halten, was die Sprache in ihrer ganzen Tiefe und Breite einzulösen vermag. Exklusive Billigstware, die aus meinem Blog quillt wie Klamotten aus einem Altkleidercontainer, der aus allen Nähten platzt. Fast Fashion / Billigstware, die es sich oft nicht einmal mehr zu waschen lohnt.

Und schon bin ich der, der für ein paar Annehmlichkeiten alles an Weltvernichtung billigend in Kauf nimmt. Jetzt kopiert der Wortmacher schon mich. So ist es ja. Dabei ereignet sich im Dunstkreis unserer Alltagskultur Ungeheuerlichkeiten, die von den Medien gar nicht mal so groß aufgegriffen werden. Also nicht von der Presse.

Tötung wegen vermuteter sexueller Orientierung: 18‑Jähriger geständig

Polizei. In Langenzersdorf wurde ein 29‑Jähriger getötet, der Mordverdächtige zeigt sich geständig. Es könnte sich um ein homophobes „Hate Crime“ gehandelt haben.
Korneuburg. Im Fall eines getöteten 29‑Jährigen in Langenzersdorf hat sich der tatverdächtige 18‑Jährige in seiner Einvernahme „vollumfänglich geständig“ gezeigt. Es dürfte sich um ein Hassverbrechen aufgrund der vom Tatverdächtigen vermuteten homosexuellen Orientierung des Opfers handeln. Der 18‑Jährige wurde in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert. Die Staatsanwaltschaft hat die U‑Haft beantragt.

Kontakt über Social Media

Laut Medienberichten soll der 18‑jährige Kampfsportler zur sogenannten Pedo‑Hunter‑Szene zählen, die überwiegend Homosexuellen fälschlicherweise Pädophilie unterstellt und Gewalt gegen sie ausübt. Zu den näheren Hintergründen wurden vorerst keine Details bekanntgegeben. Bischof verwies auf „umfangreiche Erhebungen zur Motivlage und zu den näheren Umständen“. Der Beschuldigte aus dem Bezirk Korneuburg hatte über eine Social‑Media‑Plattform Kontakt zu dem 29‑Jährigen aufgenommen, um sich mit dem Wiener in der Nacht auf Donnerstag in einem Einfamilienhaus zu treffen. Der Eigentümer befand sich auf Urlaub und hatte die Familie des 18‑Jährigen gebeten, während seiner Abwesenheit auf das Gebäude achtzugeben. Bei dem Treffen dürfte der junge Mann „massive Gewalt gegen den Kopf‑ und Halsbereich“ des Opfers ausgeübt und ihn tödlich verletzt haben. Dann verständigte der 18‑Jährige einen Angehörigen, der gegen 6.30 Uhr die Polizei alarmierte.

Im März 2025 hatte es auf Antrag der Staatsanwaltschaft Graz eine Razzia in sieben Bundesländern gegeben, bei der mehr als ein Dutzend Männer und Frauen wegen des Verdachts von „Hate Crime“ festgenommen worden waren. Darunter fielen sogenannte Pedo‑Hunter und Verdächtige, die Übergriffe auf Angehörige der LGBTIQ‑Community verübt haben sollen. Bisher gab es eine Anklage beim Landesgericht Salzburg gegen fünf Personen, die auch verurteilt wurden. In Graz wird gegen 38 Beschuldigte ermittelt. Ermittelt wird in einigen Fällen auch wegen auf Handys gefundener Dateien mit nationalsozialistischem Gedankengut. (APA)

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Auf unseren Straßen wird inzwischen Jagd gemacht auf Männer mit angeblich pädophilen Neigungen. Die nennen sich Pedo‑Hunter. Die machen einen auf Gotham. Als selbsternannte Superdeppen, die im Namen einer höheren Moral (Macht) ihre niedrigsten Instinkte ausleben, die sie auch noch aus anderen herausprügeln, bis die sich nicht mehr rühren.

Jetzt mal unter uns. Wie geht das?

Was ist nur das gute alte Schmähführen hingekommen. Na, unter die Räder der neuen Tugendwächter. Rassistisch, faschistisch, islamistisch, wokeistisch. Gibt’s nicht. Was? Sag nicht das? Na des? Press…

Die Gewalt reißt nicht ab.
Der Schmäh hat auch was für Rechtsgedachte im Portfolio, die spätestens bei der Landtagswahl in Sachsen‑Anhalt zu Wort kommen werden. Ausführlichst.

Im Original fragte ich mich noch, wie die vergoldete Mitte aussehen könnte, die zwischen Thanatos und Eros aufgerieben wird wie die politische Mitte zwischen den Extremen, die sich anschicken die liberale Demokratie gegen die Wand zu fahren.

Antwort: „Dreißig Prozent Face, siebzig Prozent Arsch.“ © Rapper Summer Cem und KC Rebell. Schon a bissl lustig.
Ich bin aber für 💗 bei Frau, und zwar mindestens so stabil wie die AfD‑Umfragewerte in Sachsen‑Anhalt.

Wo die kleinen Leute in Deutschland ihre Hoffnungen immer öfter in die AfD setzen, wie der Hund vom Schopenhauer einen Haufen, den aber der Kant gefälligst wegräumen soll in Wien, wo jeder auf den anderen scheißt. Na, na. Der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir. Das einen gewaltigen Haken hat. Menschen, die sich als Verlierer von gewissen ökonomischen und gesellschaftlichen Entwicklungen wahrnehmen, erleben die Welt unter ganz anderen moralischen Gesichtspunkten.

Siehe die horizontale Konkurrenz und die moralische Sündenbock‑Logik: Man macht den syrischen Asylanten, der die erhoffte Wohnung bekommt, zum Sündenbock, während das ungreifbare 42‑Milliarden‑Vermögen von Kühne völlig unangetastet bleibt, weil sich der Frust und Neid immer gegen die greifbare Konkurrenz auf der eigenen Ebene richten. Quelle: Reichen‑Bashing. Statt neue Sozialwohnungen gedenkt die Kühne‑Stiftung Hamburg eine neue Oper zu schenken.

Die AfD:

Der Fall wirft ein Schlaglicht auf das Verhältnis der AfD zu politischer Gewalt. Zwar sind Funktionäre der Partei selbst immer wieder Ziel politisch motivierter Übergriffe und verurteilen diese entsprechend scharf. Doch wenn sich die Gewalt gegen ihre politischen Gegner richtet oder wenn AfD‑Politiker selbst die Täter sind – dann sieht die Sache häufig anders aus. Quelle: SPIEGEL 35/2026.

Da gab es etwa den Bezirksverordneten, der einer Schwarzen ins Gesicht schlug und sie in den Arm biss. Oder den Kreistagsabgeordneten, der einer Frau in den Bauch trat. Oder den AfD‑Politiker, der mit seinem Auto in eine Gegendemonstration fuhr und später Landeschef der AfD‑Jugend in Nordrhein‑Westfalen wurde. Alle rechtskräftig verurteilt. Mit Sebastian Münzenmaier wurde gar jemand zum Fraktionsvize im Bundestag und wichtigsten Netzwerker in der Partei, der wegen Beihilfe zu gefährlicher Körperverletzung rechtskräftig verurteilt worden war.

Nur interessiert das niemanden, der bereit ist, seine Stimme der AfD zu geben. Fakten sind nur noch was für Liebhaber wie einst Briefmarken. Fakten sind Vintage. Fakten sind das Kleingedruckte im Beipackzettel.

Denn mit dem reißerischen Cover der letzten Woche „Der gefährlichste Mann Deutschlands“ und dem Porträtfoto von Ulrich Siegmund im Stil eines Fahndungsfotos hat man der AfD einen Bärendienst erwiesen. Seit Donald Trump sein historisches Polizeifoto (Mugshot) als erfolgreiches Marketing‑ und Stilelement nutzen konnte, ist ein derartiges Medium längst kein Schreckgespenst mehr, sondern generiert oft maximale Aufmerksamkeit. Und Aufmerksamkeit ist im Zeitalter der digitalen „Verschwippschwagerung“ die heißeste Währung. Hauptsache, du bleibst Thema. Hauptsache, über dich wird geredet. Selbst ein Mugshot taugt heute als politischer Rückenwind. Die vom SPIEGEL sind auch nicht die Hellsten. Oder wollten die nur ihre Auflage ankurbeln? Wahrscheinlich wird diese Ausgabe die meistverkaufte im Jahr 2026 sein.

Wie man an diesem Beispiel schön illustrieren kann:
Politische Trends lassen sich nur sehr selten stoppen oder wieder umkehren. Dafür sind Wahlen viel zu irrational. Da kannst du noch so viele Bretter mittels Reformen durchbohren. Politische Trends funktionieren wie selbsterfüllende Echokammern, in denen Fakten nicht mehr überzeugen, sondern als feindliche Angriffe wahrgenommen werden. Da politische Überzeugungen längst tief mit der persönlichen Identität und dem sozialen Zugehörigkeitsgefühl verschmolzen sind wie Kupfer oder Aluminium in Hütten, immunisiert sich die Dynamik selbst gegen jede rationale Korrektur. Die auf Fakten basiert. Es passiert nichts, wenn in Österreich die Asylanträge merklich zurückgehen.

In Österreich wurden im ersten Halbjahr 2026 rund 44 % weniger Asylanträge gestellt als im Vorjahreszeitraum. Und? Das ändert doch nichts daran, dass sich das Stadtbild wirklich verändert hat seit 2015.

Die Gesamtzahl der unter 18‑jährigen Tatverdächtigen ist von 37.185 im Jahr 2021 auf 49.067 im Jahr 2025 gestiegen. Bei den unter 18‑jährigen nicht‑österreichischen Tatverdächtigen hat sich die Zahl im selben Zeitraum von 11.000 auf etwa 22.000 verdoppelt. Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung bei syrischen Tatverdächtigen im Alter von zehn bis 14 Jahren: Hier stieg die Zahl von 318 im Jahr 2021 auf 1528 im Jahr 2025 und damit auf nahezu das Fünffache.

Indessen warnte die Leiterin der Direktion für Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN), Sylvia Mayer, erneut vor islamistischem und rechtsextremem Terrorismus. Österreich habe zwischen 2020 und 2025 eine Versechsfachung der islamistischen Straftaten verzeichnet. Mittlerweile gebe es in Österreich „eine niedrige dreistellige Zahl an islamistischen Gefährdern“. Quelle: Die "Presse".

Und schon hat die Gegenerzählung wieder Nahrung bekommen wie ein Vampir, der uns mittels Steuern auch noch den letzten Funken Hoffnung aussaugt. Quelle: Es ist kompliziert. Und? War es schon mal anders? Gefühlt ja. Da gehörte noch ich den gesellschaftlichen Außenseitern. Wir waren die „Talahon“ der späten 1980er-Jahre. Die heute in den hinteren Jahren Rabattmarken kleben. Stimmt. Aber nach Pfandfalschen tauche ich nicht. Das mache ich nicht. Noch nicht.

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Freitag, 28. August 2026
Slop vom anderen Ufer der Insel
Das Vorwort: Das ist der Ort wo die Sprache das Idyll lebt.

Der deutsche Unternehmer Klaus-Michael Kühne ist verstorben und die Country-Legende Dolly Parton. Beide haben ein beträchtliches Vermögen angehäuft. Der Kühne finanziell und die Dolly Parton künstlerisch.

Was war Dolly Partons berühmtester Satz? Eine Zeile aus einem ihrer Welthits, vielleicht «I will always love you»? Oder jene Selbstbeschreibung, die sie kokett durch fast jedes Interview trug: «I am just a trug: «I am just a simple, silly country girl»? Wahrscheinlich war es ein Satz über ihren Körper: «It costs a lot to look that cheap» – es kostet viel, so billig auszusehen.

In aller Welt trauern Partons Fans. Auf ihrer Sternenplakette auf Hollywoods «Walk of Fame» wurden Blumensträusse abgelegt. Popstar Elton John würdigte sie als «gigantische Künstlerin» mit dem «gütigsten Herz». Oscar-Preisträgerin Jane Fonda nannte Parton «so präsent, so stark, so grosszügig und verspielt, dass sie für immer in all unsere Leben und Herzen eingewoben ist». US-Präsident Donald Trump liess die Fahnen im ganzen Land für eine Woche auf halbmast setzen. Zu Ehren der verstorbenen Künstlerin tauchte das Empire State Building in New York die Spitze des Gebäudes am Abend in glitzerndes, rosa Licht. Quelle: "NZZ".

Das musst du als Frau mal hinbekommen. Mit so einem Busen kein Busen-Star zu sein sondern eine Country-Ikone, die das Beste der Südstaaten in sich verkörperte.

Schwer zu sagen wer jetzt konkret um den milliardenschweren Unternehmer Klaus-Michael Kühne trauert, der zeitlebens kinderlos blieb. Sein Vermögen soll der gemeinnützigen Kühne-Stiftung zufallen.

Damit steht die Stiftung vor einem gewaltigen Sprung. Im laufenden Jahr hat sie nach eigenen Angaben Stiftungsmittel von 65 Millionen Franken. Künftig wird hinter ihr ein Beteiligungsvermögen im Wert von mehreren Dutzend Milliarden stehen. Und damit stellt sich die Frage: Was macht eine Stiftung mit so viel Geld?

Ein Milliardenportefeuille
Kühne hatte seine wirtschaftlichen Interessen in der privaten Kühne Holding mit Sitz in Schindellegi gebündelt. Ihr wichtigstes Aktivum ist die Mehrheitsbeteiligung am Logistikkonzern Kühne + Nagel, den der Unternehmer zu einem Weltkonzern ausgebaut hatte. Hinzu kommen grosse Beteiligungen an der Reederei Hapag-Lloyd, der Lufthansa Group sowie Engagements etwa beim Transportunternehmen Flix mit der Marke Flixbus. Die Holding besitzt zudem Hotels und andere Immobilien. Quelle: "NZZ"

Nix für ungut. Aber das liest sich ganz anders als der Nachruf auf die Sängerin Dolly Parton. Selbst tot wird sein Vermögen noch geschätzt. Auf 40 Milliarden Euro. Auf geschätzte 40 Milliarden Euro schätzen sie das Vermögen des Unternehmer, Logistik-Milliardär, Großinvestor und Mäzen Damit vermag man so einiges. Aber irgendwie finde ich es sympathischer wenn dein künstlerisches Vermächtnis geschätzt wird. Du hast leicht reden ohne Geld. Du Kleinstvieh-Münzen-Heini. Als ich gestern beim Hofer ein 10-Cent-Stück zurück bekam, sah ich auf der Münze die Um2 mit verschränkten Armen und ein paar grauen Haaren am Kinn, wie sie mich mit abschätzigen Blick anguckte. Hätten sie sehen sollen wie ich dieses 10 Cent Stück anguckte.

Siehe auch die Ruhrtriennale und David Bowie: Aufgeführt wird das Musiktheaterstück „Rebel Rebel“, das am vergangenen Donnerstag, den 20. August 2026 als Eröffnungspremiere der Ruhrtriennale in der Bochumer Jahrhunderthalle seine Uraufführung feierte. Die Neuproduktion von Intendant Ivo Van Hove verwebt rund 40 Songs aus dem Gesamtkatalog David Bowies zu einer eigenen, neuen Theatererzählung.

​Inhaltlich handelt das Stück von einer dystopischen, gewaltgeprägten Gesellschaft, in der Entfremdung, Isolation und ein striktes Verbot zwischenmenschlicher Beziehungen verordnet sind. Ein junges Paar leistet Widerstand gegen das repressive Regime, wobei Bowies Musik als emotionales Sprachrohr und Soundtrack im Kampf um Liebe, menschliche Nähe und die eigene Utopie dient.

Der Kühne wird in erster Linie für sein Geld geschätzt.

Rund 800 Mitarbeiter arbeiten heute für seine ins Leben gerufene Stiftung, 20 Tochtergesellschaften und Organisationen. Die Leiter der einzelnen Bereiche haben dabei relativ viel Handlungsfreiheit.

Die Stiftung konzentriert sich derzeit auf die Gebiete Logistik, Klimaforschung, Medizin und Kultur. Zu ihr gehören beispielsweise die Kühne Logistics University in Hamburg und der Medizincampus in Davos. Auch in der Kultur baut die Stiftung ihr Engagement aus. In Hamburg will sie den Bau eines neuen Opernhauses ermöglichen. Jüngst kam in Zürich ein Projekt dazu: Gemeinsam mit dem hiesigen Opernhaus gründete sie die «Kühne-Akademie – Zukunft Musiktheater», die junge Sänger und später auch angehende Intendantinnen ausbilden soll. Quelle: “NZZ".

Hamburg wird also ein neues Opernhaus erhalten. Und in diesem Opernhaus werden dann die Stars der klassischen Musik gefeiert werden. Und niemand wird hingehen und sagen. Ich gehe nur wegen dem Kühne hin. Wegen seinem Vermächtnis. In diesem Artikel geht es vorderhorstig nur um sein Geld. Dieser Artikel behandelt ausnahmslos nur... Schon habe ich den Wortmacher am Hals. Behandelt. Der ist gut. Der Artikel behandelt nur sein finanzielles Vermächtnis. Dabei muss der Mann ein unglaublich guter Geschäftsmann gewesen sein. Ganz ohne Talent geht das nicht 40 Milliarden Euro Vermögen anhäufen. Oder doch? Nix für ungut. Aber diese Artikel in der “NZZ" ist schon ziemlich spooky.

In Kühne seiner Oper in Hamburg wird dann irgendwann Adolf Hitlers Lieblingsoper gezeigt werden. „Rienzi, der Letzte der Tribunen“ von Richard Wagner. Und in der Kritik über die Aufführung wird dann extra erwähnt werden, dass Rienzi“ Hitlers Lieblingsoper war. Der Kühne wird in dieser Rezension dann eher nicht vorkommen. Hoffentlich bauen die Architekten ein ganz vorzügliches Opernhaus. Sonst steht in der Kritik dass die Klangqualität in der neuen Kühne-Oper übers Mittelmaß nicht hinauskommt.

In Linz beginnts. Obschon alle über Braunau reden. Gestern Abend hat sich in Linz, einst Führerstadt, ein mittelgroßes Fußballwunder ereignet. Was heißt ihr mittelgroß. Das war eine Sensation. Der LASK lag zu Hause in der letzten Ko-Runde zur Champions League 0:4 gegen Celtic Glasgow zurück. Endstand 5:4 für den LASK nach Verlängerung. Ich war live dabei. Aber erst so richtig ab der zweiten Halbzeit. Der Fernseher lief einfach während ich nebenher so tat, als ob ich mit dem Leben eh ganz gut klarkomme. Sich selbst etwas vormachen wie einst noch die Ilse Puck. Das ist im Leben unerlässlich.

Stunden bevor ein Gletscherabbruch einsetzte und Messdaten im Grenzgebiet Nepal–Tibet, konkret im Bereich Humla (Nepal) und der angrenzenden Region Purang/Burang (Tibet), eine deutliche Instabilität zeigten: Unter dem Eis stieg der Schmelzwasserdruck, seismische Sensoren registrierten Mikrorisse, die Gletscherzunge beschleunigte sich minimal und die lokalen Temperaturen lagen über dem üblichen Profil. Diese Faktoren führten schließlich dazu, dass sich große Mengen Eis, Fels und Geröll lösten und als schnelle, zerstörerische Schlamm‑ und Geröllflut talwärts rasten.

Was Sie über die tödlichen Sturzfluten in Nepal und Tibet wissen sollten.
Eine Lawine könnte selbst ohne starke Regenfälle katastrophale Überschwemmungen verursacht haben. Im Zerstörungsgebiet wurden mindestens 1400 Menschen vermisst. Quelle: "New York Times" 📰

Über 460 Menschen sind nach ersten Erkenntnissen bei der schweren Sturzflut im Himalaja ums Leben gekommen, die von den nepalesischen Behörden gemeldeten Todeszahlen steigen stündlich. Mehr als 1400 Menschen werden in Nepal und der autonomen chinesischen Provinz Tibet noch vermisst. Nach Angaben der nepalesischen Tourismusbehörde sind darunter auch acht Deutsche. Die meisten vermissten Touristen sind jedoch Pilger aus Indien, die zum heiligen Berg Kailash in Tibet wandern wollten. Quelle: spiegel.de+

Auf der Bettkante hockend und sich selbst ausgeliefert wusste ich nichts über den heiligen Berg Kailash. Ich kenne nur Heiligen Blut. Auch ein sehr exponierter Name für einen kleinen Ort in den Bergen, hier bei uns gleich um die Ecke, wenn man die Maßstäbe etwas größer denkt. Und nicht ganz so Kleinstbürgerlich. Jetzt kommt aber nichts mit Ansteckung und Corona. In dieser Sache haben die Opfer der Pandemie weiterhin keine Lobby. Die Lebenden in dieser Sache geht nur noch über ihre Mikrotraumata, den echten wie denn eingebildeten. Dazu hätte ich noch Text.

Der Mount Kailash (6.638 m) im Westen Tibets gilt im Hinduismus, Buddhismus, Jainismus und der Bön-Religion als heiliges Zentrum des Universums und Wohnsitz der Götter. Aus Respekt vor seiner spirituellen Bedeutung ist der markante Pyramidenberg bis heute unbestiegen. Stattdessen umrunden Pilger den Gipfel auf einer 52 Kilometer langen, extrem anstrengenden Route (Kora), die auf über 5.000 Meter Höhe führt. Zudem ist die Region rund um den Kailash der geografische Ursprung vier der bedeutendsten Ströme Asiens: Indus, Brahmaputra, Sutlej und Karnali.

Darüber steht in der 📰nix.
Und auch die Videos auf der Homepage der New York Times haben nur die Naturkatastrophe zum Thema. 25 Sekunden lang sieht man Menschen davonrennen bevor die große Sturzflut kommt. Was man heute so alles wissen muss. Über das Unglück der Anderen. Aber auch über das Glück der Anderen.

Von einer Pilgergruppe mit Teilnehmern aus vielen Ländern fehlt jede Spur. Der Artikel in der 'Presse' franzt dann Richtung Klimawandel aus.

Wissenschaftler sehen den Klimawandel als einen entscheidenden Treiber für derartige Ereignisse. Die hohen Temperaturen erhöhen erheblich das Risiko: Die Erderwärmung schaffe Bedingungen, die Fels und Eis im Hochgebirge destabilisierten, erklärte Simon Cox vom Forschungsinstitut Earth Sciences New Zealand.

Ich werde daraus einfach nicht schlau. Auf der Planeten scheint es irgendwie nur um Bewegung zu gehen. Selbst Steinmassen denen wir noch kein Bewusstsein unterstellen sind andauernd in Bewegung.

Die Beschleunigung aller Lebensbereiche. Siehe die tollen Verkaufszahlen von Abführmittel. Nur a Schmäh. Prozesse laufen schneller, als Menschen oder Institutionen nachjustieren können.
Das stetige Informationsrauschen. Relevantes und Irrelevantes stalken einer permanent.
Die Systemkopplung. Ein kleiner Fehler wie der USA-Iran-Krieg pflanzt sich durch vernetzte Strukturen sofort weiter.
Der unerfüllbare Erwartungsdruck. Alles soll stabil bleiben, obwohl sich die Bedingungen permanent wechseln.

Alles bedingt irgendwie alles und hängt miteinander zusammen.


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Das Vorwort.

„Indem ich die Formen der Dinge, die mich erschrecken, immer wieder reproduziere“, schrieb sie, „bin ich in der Lage, die Angst zu unterdrücken.“ ©️Yayoi Kusama, Popkünstlerin, die sich stetig weiterentwickelte und überdauerte, stirbt mit 97. Jahren.

Großartige Künstlerin.
1977 ließ sie sich in die Seiwa-Klinik in Tokio einweisen. Dort blieb sie fortan und richtete sich in der Nähe ein Atelier ein.

Dank der emotionalen Sicherheit, die ihr das Krankenhausumfeld bot, arbeitete sie weiterhin in hohem Maße und schuf eine regelrechte Industrie mit farbenfrohen Gemälden.

Ebenfalls 2017 wies ein Artikel im Magazin Vice auf wiederholte rassistische Äußerungen gegen Schwarze – insbesondere auf rassistische Beschreibungen von Schwarzen – hin, die Kusama in ihrer 2002 erschienenen Autobiografie getätigt hatte. 2023, anlässlich einer Einzelausstellung im San Francisco Museum of Modern Art, als die Vorwürfe erneut aufkamen, entschuldigte sich die Künstlerin öffentlich für diese Äußerungen.

„Her mit Picasso, her mit Matisse“, schrieb sie in ihrer Autobiografie. „Her mit allen! Ich würde es mit ihnen allen mit einem einzigen Punkt aufnehmen. So sah ich das. Ich setzte alles auf eine Karte und erhob mein revolutionäres Banner gegen die gesamte Geschichte.“ Quelle: 📰

Für mich ist die Insel mein Krankenhaus. Da kann ich stabil instabil sein. Seit wann kannst du was? Was? Na, das. Aso des / des weiß der doch nicht / disse malle press / ich noch den letzten Tropfen Kleinstkunst aus mir heraus - wie meine leibliche Mutter einst mich / die ich nicht mehr am Ton ihres pumpenden Herzschlags erkennen würde / auf der Road to Nowhere / Der du bist / Ein Nowhere / Nirgends zu Hause / Nicht einmal in der Bewegung - brüllt der Scheißhausdämon / Der hat ja Darmträgheit. Wer war das jetzt? Ich habe keine Darmträgheit.

Eine leibliche Mutter hast du aber auch recht– die ging, ohne sich nach dir umzudrehen, als du noch ein ganz kleiner Junge warst. Dann die blade Haushälterin – die nicht so ein Talent hatte wie die Dolly Parton, ihren Busen zu überwinden mittels künstlerischen Ausdruck. Obschon sie mit einem Tschik im Mundwinkel saugen konnte. Sehr kreativ. Geht ohne Aschenbecher. Daraufhin folgte die Um2, die der Wortmacher bis heute imitiert. Und die Hände vor ihrem grazilen Körper verschränkte, als der Goadfather die Nachbarn zu einer Zaunparty einlud.

Bevor er mich letzten Sonntag anrief war ja sin Erstsohn mit der ganzen Familie zu Besuch, der ja im Licht des Erfolgs strahlt. Also er und die ganze Familie. Woraufhin ich den Goadfather schon in neckischer Absicht fragen wollte. Erzählst du diesem Ast der Familie eigentlich wie das so war mit deinem ruinierten Zweitsohn. Wir rührend sich die Um2 um mich gekümmert hat. Und wie du aus meinem Leben einen schiefen Nagel mit Kopf gemacht hast, den du mir mitten durchs Herz getrieben hast wie die überlebenden Schwarzen im Film Blood & Sinners einen Holzpfahl in die Vampire. Ganz werde ich aus diesem Film nicht schlau. In einem offenen Diskurs wird man seine Unterdrücker nicht los. So viel habe ich verstanden. Unterdrückte Gefühle. Ein Massenphänomen.

Und beim Wäsche aufhängen lief „Mama, I’m Coming Home“ / Ozzy Osbourne. Schon schmeißt sich die „Vierer‑Bande“ weg vor lachen. Weder in sich - noch vor Ort - oder in einem Vorort.

Das Vorwort:
Du trauriger Punkt in der Landschaft. Ich kann dazu nur eines sagen: Ich gehe jetzt mal die Wäsche aufhängen. Das ist vorläufig mein letztes Wort zum Vorwort. Vor Ort bin ich zwar auch. Mit vollen Hosen, bespaßt mich der Wortmacher. Die schrumpelige Altherrennudel, das hässliche Glockengeläut, und deine Einlagen, mit denen du deine Unterhose ausstopfst wie ein Jäger einen Hirsch mit Achtkant-Geweih. Gibt's sowas überhaupt? Egal. Alles was gesagt werden kann gibt es auch.

Und schon sehe ich den alten Kant mit einem Pudel durch Königsberg spazieren, der dann einen Haufen macht. Woraufhin ihn eine Wienerin anschnauzt, er solle die Hundescheiße gefälligst wegmachen. Woraufhin der Kant antwortet: „Das ist nicht mein Hund, der gehört dem Schopenhauer.“

Diesmal (der ist gut) etwas ausufernd in der Länge und die Botschaft so weit verwässernd wie meine Augen, wenn ich darüber nachdenke, wie wenig Welterfahrung ich konkret mache als Bettkanten‑Apostel. Und als Kassenpatient. Ergänzt der Wortmacher. Eben als ich mir dachte, war der in einem Schweigekloster oder hat woanders innere Einkehr gehalten, so unverfänglich wie der daher redet, legt er in seiner unnachahmlichen Manier nach. Du untoter Bodensatz der Gesellschaft. Woraufhin ich mir dachte. Ich könnte mal wieder den Boden einlassen. Was ich dann auch tat. Und bei Boden einlassen dachte ich mir des weitern. Die Gesellschaft und in Gesellschaft. Mit beiden assoziiere ich Geiselhaft. Aber durch solche verquerten Gedanken muss man durch. Und wenn es sein muss auch durch eine Wand. In eine Wand bin ich ja eh schon einmal gerauscht.

Und was hat’s die gebracht?
Was soll die Frage!? Ich bin doch kein Storch, der einst noch die Babys brachte, denen dann wiederum das Christkindl Geschenke brachte, die dann der Osterhase umtauschte. Quelle: Ist alles Fake.

Fast alles mit dem mich meine Erziehungsbevollmächtigten an Erziehung mästeten war Quatsch. Blanker Unsinn. Was bringt es bei einem Kind andere Seiten aufzuziehen. Ich bin doch keine Instrument auf dem die Um2 ihre schönsten Lieder spielen konnte. Die hatte eine werthaltige Orgel zum üben. Entweder hatte sie keine Geduld/Zeit/Talent dass draus nix wurde. Stattdessen hat sie mich mit ihren kleinstbürgerlichen Ungeheuerlichkeiten bespielt. Mit ihren alternativen Fakten. Auf die wir uns gesellschaftlich schon längst nicht mehr einigen können.

Meine Erfahrung hingegen war echt als wir die Mauer küssten. So echt, dass ich jedem davon abrate, diese Erfahrung nachzuahmen. Warum? Na weil man die goldene Mitte zwischen dem Todestrieb und dem Eros finden muss. Also der Wagen soll schon einen Totalschaden haben. Aber nur so weit dass den Insassen nicht ernsthaft verletzt werden. Nicht einfach da die golden Mitte zu finden. Du hast ja nur einen Versuch. Das Einverständnis vom Besitzer des alten BMW, sein Auto kreativ zu parken,. hatte ich mir zuvor auch eingeholt. Der saß am Beifahrersitz. So geht Basisdemokratie.

Wichtig ist noch zu erwähnen dass wir niemanden in Gefahr gebracht haben außer uns. Das war 1990. Wir haben das auch nicht für Likes getan und Klicks. Was heißt hier Wir? Du bist dieser Vollidiot gewesen ermahnt mich der Deichgraf.

Falls Sie sich fragen wie es heute so läuft
Gefährliche Geisterfahrten für Likes und Klicks.

BritisIn den frühen Morgenstunden am 16. August fuhren die drei Schwestern Ella Hendricken, Niamh Kinsella und Alma Kinsella auf der M9-Autobahn in Irland in Richtung Flughafen Dublin; auch Almas 7-jähriger Sohn saß auf dem Hintersitz. Die vier waren auf dem Weg zu einer Hochzeit in England. Plötzlich kam ihnen ein BMW entgegen. Mit 140 Kilometer pro Stunde raste er auf der falschen Spur, Momente später krachten die zwei Autos frontal gegeneinander. Die drei Schwestern und der Bub wurden mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert – die fünf Teenager, die im BMW saßen, wurden bei der Kollision getötet.

„Was diese Geisterfahrten besonders erschreckend macht, ist die Tatsache, dass es in manchen Fällen für Likes in den sozialen Medien gemacht wird.“

Riskante Verfolgungsjagden

Dies ist ein zunehmender Trend auf den britischen Inseln: Junge Männer, viele im Teenageralter, filmen sich selbst, wie sie durch die Straßen rasen, oft auf der falschen Fahrbahn, und posten die Clips dann auf TikTok oder YouTube. Oft versuchen die Fahrer und Insassen, die Polizei zu riskanten Verfolgungsjagden zu provozieren. Es geht um Nervenkitzel und darum, bei Gleichgesinnten Bewunderung auszulösen. Die Videos werden tausendfach angeschaut, manche haben mehr als eine Million Views. Es ist eine groteske, potenziell tödliche Art von „Joyriding“.

Solches Verhalten unter Jugendlichen sei zwar nichts Neues, aber die sozialen Medien hätten das Phänomen potenziert, sagt Mary Aiken, Professorin für forensische Cyberpsychologie an der University of East London, gegenüber dem „Guardian“. „Ich würde es als hybrides Verhalten bezeichnen“, sagte Aiken: Die Jugendlichen fahren Auto und filmen sich gleichzeitig, entweder in einem Live-Stream oder um den Inhalt später hochzuladen. „Sie haben einen Fuß in der richtigen Welt und einen Fuß im Cyberspace“, sagt Aiken. Das habe zur Folge, dass sie die Konsequenzen ihrer Handlungen viel leichter ignorieren können.

Die Sozialpsychologin Sonia Livingstone von der London School of Economics sagt: „Die Online-Welt des Ruhms und der Sichtbarkeit ist zunehmend wichtig für Jugendliche und junge Männer, die sonst wenig Möglichkeiten der Affirmation haben.“ Quelle: Die 'Presse'

Die vergoldete Mitte zwischen zwischen Thanatos und Eros. Wie kann die konkret aussehen? Antwort: „Dreißig Prozent Face, siebzig Prozent Arsch“. ©️Rapper Summer Cem und KC Rebell. Schon a bissl lustig.
Ich bin aber für 💓bei Frau, und zwar mindestens so stabil wie die AfD‑Umfragewerte in Sachsen‑Anhalt.

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Sonntag, 23. August 2026
Wenn der Mut so tut als hätte er Mut
Jessas!

Was für eine Verschwendung!

Die Rübe rot, der Atem schwer,
da kommt kein kleiner Tod daher.
Daher ist seine Männlichkeit im Schwinden,
heimlich weint er (Wer?)in eine Herrenwindel.

Windel reimt sich auf klingen/des Österreich.

Natürlich kann man diese Ausgangssituation auch anders sehen. Mit einem leichten Touch von Hoffnung.

Die Rübe rot, der Atem schwer,
die Männlichkeit schwindet dahin.
Es kommt kein kleiner Tod mehr her,
und Weinen macht jetzt keinen Sinn.
Doch heimlich fließt so manche Träne
in Windeln für den Mann von Welt,
ganz ohne dass er sich noch schäme,
weil’s ihm die Hose trocken hält. Quelle: 50/50 zwischen Mensch und KI

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Wie auf Spotify.

Haben Sie schon einmal von Sienna Rose gehört? Sie ist eine auf Spotify gefeierte Neo-Soul-Künstlerin, die monatlich eine halbe Million Menschen erreicht – doch sie existiert in der Realität gar nicht. Hinter Namen wie ihr, dem erfolgreichen Country-Sänger Breaking Rust oder der fiktiven Band The Velvet Sundown verbergen sich rein künstlich generierte Musikprojekte, die längst Millionen von Aufrufen und Verkäufen generieren.

Während aufmerksame Nutzer solche Fakes oft durch Bildaussetzer oder kopierte Originalvideos entlarven, strömen die Plattformen zunehmend voll mit künstlichen Inhalten. Eine Studie der University of Chicago von Juni zeigt, dass bereits mehrere hunderttausend Acts auf Spotify zumindest teilweise KI nutzen und rund fünf Prozent des analysierten Katalogs komplett KI-generiert sind.

Regulatorisch hinkt diese Entwicklung hinterher. Der EU AI Act verlangt seit Anfang August zwar maschinenlesbare Kennzeichnungen für synthetische Inhalte und Offenlegungen bei echten Deepfakes, doch fiktive Künstlerpersonae fallen nach Ansicht von Experten oft durch das Raster. Auf Spotify selbst bleibt die Kennzeichnung von KI in den Credits bislang freiwillig – und das Publikum lauscht weiter Künstlern, die nie performt haben.

Die schiere Menge an täglichen Uploads – um die 100.000 – verschärfe den Kampf um Aufmerksamkeit. „Slop“-, also „Müll“-Accounts produzieren oft Dutzende Songs pro Monat, in der Hoffnung, dass einer davon viral geht und Kohle bringt. „Spray and Pray“ nennt man das. „Gute Musik wird nicht verschwinden. Ich mache mir nur Sorgen, dass sie nicht mehr gesehen wird, in diesem Meer an AI-Slop.“ Quelle: Die "Presse"

Uploads Download und noch ein Upload zum Download. Ich habe da längsten Überblick verloren. Weshalb man durchaus sagen kann, ohne sich umgehend zu korrigieren. Feucht ist es in letzter Zeit in den falschen Gebieten. Gestern guckte ich eine Werbung für Scheidentrockenheit. Das auch noch, dachte ich mir. Diese Welt steht wirklich am Scheideweg. Habe ich ihnen schon erzählt dass ich hier irgendwo mal eine ganze Woche gereimt habe. Ich wollte mir wirklich einen Reim aufs Reimen machen. Keine Ahnung wo diese Reim-Orgie hier herumkugelt wie einst noch die Rum-Kokos-Kugeln von Casali im Magen.

KI sag mal. Wie viel von den Kugeln müsste ich in mich hinein stopfen dass ich einen Rausch habe?

Gemini: Realistisch gesehen müsste man(N) der weiterhin nicht kann, etwa 1,5 bis 2 Kilogramm (ca. 300 bis 400 Dragees) der Casali Rum-Kokos-Kugeln essen, um spürbar betrunken zu werden.

Realistisch gesehen bin ich total im Arsch. Derzeit ist die „,Vierer-Bande“, die einzige Bande die du geknüpft hast, sehr anstrengend und nervenaufreibend. Aber das tut doch nichts zur Sache. Genau. So hell er strahlt mein Licht auch wieder nicht. Jedes psychische Leiden ist erst mal nur eine Behauptung. Wie der Klimawandel. Genau. Daher werde ich hier weiterhin gegen meinen Verfall anschreiben und gegen die Auslöschung der Ukraine. Das ist alternativlos. Die tote Zivilbevölkerung in der Ukraine findet man im ORF Teletext nur noch auf Seite 126. Dabei sterben so viele Menschen wie seit Beginn des Krieges nicht mehr. Diese Woche sogar in einem Supermarkt.

Russland hat am Freitag (21.08.2026) als ich den letzten Text einstellte, in der Ukraine einen der blutigsten Luftangriffe der vergangenen Monate verübt. Drohneneinschläge in einem der größten Einkaufszentren der südukrainischen Industrie- und Bergbaustadt Kriwi Rih töteten mindestens 16 Personen und verletzten 130 weitere, unter ihnen 23 Kinder. Viele der Verletzten befinden sich laut den lokalen Behörden in kritischem Zustand. Kriwi Rih in der Provinz Dnipropetrowsk ist die Heimatstadt Selenskis.

Tatsächlich deutet vieles darauf hin, dass Russland eine möglichst hohe Zahl von Opfern verursachen wollte. Der Angriff erfolgte am späten Nachmittag, als das Einkaufszentrum gut besucht war. Die Drohnen flogen den Komplex in zwei Wellen an. Eine halbe Stunde nach dem ersten Einschlag, als bereits Rettungskräfte vor Ort waren, gab es einen zweiten Angriff.

Dieses besonders perfide Vorgehen, das als «double tap» oder Doppelschlag bezeichnet wird, ist aus dem Luftkrieg in Syrien bekannt. Die russische Luftwaffe war berüchtigt dafür, bei ihren Angriffen zur Unterstützung des Diktators Bashar al-Asad nach einem ersten Treffer nochmals zuzuschlagen. Vermehrt wendet Russland diese auf eine Maximierung der Opferzahl abzielende Taktik nun auch in der Ukraine an. Quelle: "NZZ"

KI-generiert:
Iskander-Raketen treffen ein ukrainisches Umspannwerk, das Krankenhaus verliert mitten in der Nacht den Strom, auf dem OP-Tisch stirbt ein Kind im Dunkeln, immer zum Ruhme der russischen Welt.
Shahed-Drohnen steuern auf die Entbindungsstation,
Beton und Schutt begraben schwangere Frauen,
Rettungskräfte bergen Tote aus den Trümmern,
immer zum Ruhme der russischen Welt.
Gleitbomben töten die Alten in ihren Betten,
Cluster-Munition trifft Spielplätze, Parks und Wohnstraßen,
Artillerie zerstört ganze Stadtviertel, oft ohne jedes militärische Ziel,
Hyperschallraketen legen Museen, Universitäten und Theater in Schutt,
Raketen schlagen in Märkte und Versorgungszentren ein,
wo Menschen nach dem Nötigen für den Alltag suchen,
Angriffe auf Getreidelager und Häfen vernichten die Lebensmittelversorgung,
FPV-Drohnen jagen Zivilisten auf den Straßen,
immer zum Ruhme der russischen Welt.
Kamikaze-Drohnen treffen Rettungsfahrzeuge im „double tap“ beim erneuten Einsatz,
Raketen auf Eisenbahnknoten und Bahnhöfe töten Menschen, die fliehen wollen,
S-400 und S-300 schlagen in Bushaltestellen, Schulen und Busdepots ein,
Marschflugkörper zerstören Wasser, Wärme und Licht,
Angriffe auf Heizwerke und Wasserwerke lassen Städte im Winter erfrieren und verdursten,
Angriffe auf Mobilfunkmasten und Internetknoten isolieren ganze Regionen,
ganze Wohnblocks werden im Schlaf ausgelöscht,
Angriffe auf Verwaltungsgebäude, Postämter und Banken treffen Menschen, die arbeiten oder Schutz suchen,
Kirchen, Synagogen und historische Gotteshäuser stürzen ein,
Stadien und Sporthallen brennen als getroffene humanitäre Zentren,
S-300-Raketen zerreißen die Stille der Nacht, Straßen, Gehwege und färben Gehwege blutrot, immer zum Ruhme der russischen Welt.

In der Ukraine sterben Kinder aber auch bei Tag. Typische KI-Scheiße. Und es sind nicht nur Gleitbomben sondern auch Drohnen die alte Menschen in der Ukraine töten.

Oder vielleicht handelte es sich gar um ein KI-gestütztes System. Der Algorithmus erkennt Bewegungen auf der Strasse; der Bediener gibt den Befehl frei; die Drohne führt ihn aus. Der Bediener sieht vielleicht gar nicht, wen er getötet hat. Nicht dass dies wirklich eine Rolle spielt – für die «russische Welt» ist jede ukrainische Leiche ein Sieg. Ich übertreibe nicht. In Nikopol beispielsweise brachte eine FPV-Drohne eine 87-jährige Frau im Rollstuhl um.

Nehmen wir zum Beispiel Cherson. Am 16. Juni traf eine Drohne einen Stadtbus, wobei ein Fahrgast getötet und zwei weitere verletzt wurden, unter ihnen der Chauffeur. Am 19. Juni wurden bei einem weiteren Angriff vier weitere Menschen verletzt. Am 1. Juli griff der Feind einen Personenkleinbus mit einer Drohne an, wobei zwei Menschen getötet und sieben verletzt wurden; eines der Opfer erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Am Morgen des 8. Juli kam ein weiterer Kleinbus an die Reihe, wobei eine Frau aus der Gegend umkam und sechs weitere Personen verletzt wurden. Quelle: "NZZ" /Sergei Gerasimow / Jemand muss beschlossen haben, die alte Ljubow Fedosowa zu töten – wie die Russen mit Drohnen auf die Jagd nach Zivilisten gehen

Folgende Waffensysteme, die Russland in der Ukraine einsetzt, fehlen in diesem Text:
Kalibr, Ch‑101, Ch‑555, Oniks, Grad (BM‑21), Uragan (BM‑27), Smerch/Tornado, TOS‑1A, Kinschal, Su‑34, Su‑35, MiG‑31K, Ka‑52, Mi‑28, T‑72, T‑80, T‑90, BMP‑2, BMP‑3, BMD‑4, Orlan‑10, ZALA, Supercam. Quelle: Wieder KI / Ich habe keine Ahnung

Was fehlt in dieser Aufzählung ist das atomare Vernichtungszubehör. Das auch auf einen Waffen und Rüstungsmessen ausgestellt wird. Buchmesse / Automesse / Erotikmesse / Reisemesse / Jobmesse / Computermesse / Spielemesse / Modemesse / Kunstmesse

Rüstungsmesse: die uns derzeit so häufig gelesen wird von den Hohenpriestern der militärischen Abschreckung.

Nukleare Arsenale: Strategische Interkontinental- und U-Boot-gestützte Trägersysteme für den globalen Erst- oder Zweitschlag sowie taktische Atomwaffen für den begrenzten regionalen Einsatz.

Strategischen Atomwaffen, mit denen sich ganze Teile Europas in eine atomare Wüste verwandeln ließen, und die taktischen Varianten, die für den begrenzten Einsatz vorgesehen sind in der Ukraine. Natürlich habe ich keine Ahnung was in diesem Fall der unterschied zwischen strategisch und taktisch ist. Ich kenne Taktik nur aus dem Sport entlehnt.

Das muss man sich einmal vorstellen: Eine Rakete schlägt beim Lidl in der Bronx ein, während wir uns vor der Eins‑Kassa die Beine in den Bauch stehen. Genau in dem Moment, in dem jemand – von Ungeduld gepackt wie andere ihre Koffer – „zweite Kassa!“ ruft, im gebrochenen Deutsch. Das lernst du in Wien, wo er so gut wie nichts tat, als Erstes. „Zweite Kasse". Das ist eigentlich unvorstellbar. Aber in der Ukraine ist es Alltag.

Bis ich dann folgenden Artikel las: Wegen des Iran‑Krieges, der militärischen Eskalation, von den USA und Israel angeleiert, gibt es in einem bekannten Restaurant in Dubai ein Zwei‑Gänge‑Menü schon umgerechnet um 23 Euro. Eine Forelle mit Sättigungsbeilage kostet auf der Donauinsel in einer der Buschenschenken 24,90 Euro. Letztes Jahr gab es diese Forelle noch um 19,90 Euro. Dubai ist aktuell billiger als hier in Wien ein Zimmer ohne Aussicht.

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So was hätten wir da noch:
Eine seltsame Gleichschaltung/Gleichklang von Reportagen in der "NZZ" und im SPIEGEL über den Sudan und das Leben und Sterben in den Nuba-Bergen 34/2026. Obschon alle nur über das Cover des SPIEGEL reden. "Der gefährlichste Mann Deutschlands". Ulrich Sigmund - AfD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt. Angeblich werden auf Ebay persönlich von Siegmund signierte Ausgaben um 500 Euro angeboten.

Die Front ist jetzt überall. Damit sind nicht die Sozialen Medien gemeint. Wo selbst am Arsch der Welt mit harten Badagen gekämpft wird. Selbst die Herrenwindel-Fraktion ist hier kaum zu bändigen. Siehe der Stellungskrieg hier. Das Gerangel um einen Platz an der Blog-Sonne. Da kennt „Der Alte“ nix. Der handelt ganz nach dem Motto: Und wenn es das Letzte ist, was ich in diesem Leben tue. Dem Schizophrenisten zeigen, wie schnell der Bartl den Most der Relevanz austrinken kann.

Der Krieg ist im Sudan jetzt überall im SPIEGEL in einer Reportage 34/2026.
Zeit mehr als drei Jahren wird im Sudan gekämpft, gemordet und gerungert, es ist ein alles verzehrender Krieg. Die Nuba-Berge im Süden des Landes geiten aus einer der letzten Zufluchtsorte. Doch nun kreist noch hier die Drohnen.

Das Mädchen atmet schwer. Ihr kleiner Körper hebt und senkt sich unter dem Laken, als würde sie all die Atemzüge eines Lebens auf einmal nehmen wollen. Sie wird heute Nacht sterben, da sind sich alle sicher. Die Ärzte, die manchmal stehen bleiben, um den Sauerstoffschlauch in ihrer Nase zurechtzurücken. Der Krankenpfleger, vor dem diese Woche bereits ein Baby verhungert ist. Die Mutter, deren andere Kinder im Flüchtlingslager von Verwandten betreut werden. Ihr Blick wandert über den Boden, die Sauerstoffmaschine gurgelt rhythmisch. »Wir geben sie jetzt in Gottes Hände«, sagt der Pfleger.

Ihr Name ist Saida. In sechs Tagen soll sie ein Jahr alt werden. Aber nicht in dieser Reportage.

Saida im Nachbarzimmer hat die Nacht überlebt. Ihr kleiner Mund zieht sich bei jedem Atemzug zu einem erstaunten O. Kussmaulatmung, sagen die Ärzte. Ihre Mutter starrt auf den Fußboden, während um sie herum die Ärzte versuchen, das Leben derer zu retten, die noch zu retten sind. Sie streichelt ihre Tochter und sagt nichts. In wenigen Stunden wird Atmen zu schwer für Saida werden. Sie wird ein letztes Mal Luft holen. Quelle: SPIEGEL 34/2026

Im Juni hatte ich eine Reportage in der "NZZ" ebenfalls über den Krieg im Sudan, der auch dort bis in die Nuba-Berge ausfranzte.

200 Meter von Dr. Josephs geliebten Blumen wartet der Horror – ein Chirurg trotzt im Sudan dem Krieg.

Fast alle Spitäler im Sudan sind zerstört. Doch in den Nuba-Bergen weigern sich ein Arzt und sein Team aufzugeben. Sie ringen um das Leben der angeschossenen Kämpfer, der hungernden Kinder und der Drohnenopfer.

Man könnte den Horror beinahe vergessen, wenn man sich bei Dr. Joseph Yacoub zum Kaffee setzt in seinem Haus auf dem Hügel, ganz im Süden des Sudans. Der Doktor züchtet Pflanzen, Buntwurz, Immergrün, Christusdorn, liebevoll arrangiert in Beeten, die sich an die Wände schmiegen. Über dem Innenhof spenden Bougainvilleen Schatten, lila Blütenblätter rieseln auf den Boden. Der Arzt hat sich ein kleines Paradies geschaffen. Yacoub sagt: «Ich weiß nicht einmal, wie all diese Blumen heißen. Ich weiß nur, wie ich mich fühle, wenn ich sie betrachte.»

Dann, sagt Joseph Yacoub, spüre er einen inneren Frieden.

Doch nur zweihundert Meter entfernt wartet der Krieg. Im Spital.

Da liegt das unterernährte Mädchen auf der Notfallstation, noch kein Jahr alt. Sie atmet in Stößen, kämpft um ihr Leben.

Wenn Dr. Joseph Yacoub beim Kaffee im Hof seines Hauses seine Geschichte erzählt, verbirgt er seine Erschöpfung nicht. Er sagt: «Ich brauche eine Pause. Ich wäre gerne frei, anderes zu machen. Verwandte sehen, den Garten pflegen. Gemüse und Früchte anpflanzen. Tomaten und Zwiebeln, Mangos, Guaven.»

Aber dafür ist keine Zeit, Yacoub muss weitermachen. Der Krieg geht weiter, und seine Opfer warten. Menschen wie die kleine Saida, die auf der Notfallstation liegt. In dem Bett für die besonders schweren Fälle, getrennt von den anderen Patienten. Saida wiegt 4 Kilo, ihre Augen wirken zu gross für den kleinen Körper. Ein grüner Schlauch in ihrer Nase führt ihr Sauerstoff zu. Seit einer Woche liegt sie hier, niemand weiß, ob sie überleben wird. Die Pfleger befürchten, dass die Nieren des unterernährten Mädchens bereits versagen. In ein paar Tagen ist ihr erster Geburtstag. Quelle: "NZZ"

Auch in der "NZZ" wird das Mädchen immer schwäche. Allerdings schon im Juni und nicht Ende August. Da kam ein Pfleger im Juni und misst Saidas Fieber. 38,7 Grad. Die Temperatur sinkt nicht so, wie sie sollte. Saidas kleiner Brustkorb hebt und senkt sich in schnellen, hektischen Stössen. Ihre Haut ist nass vom Schweiss, ihre Augen halb geöffnet. Um 14 Uhr beträgt ihre Temperatur 36,8 Grad. Doch dann, eine Stunde später: 38 Grad.

Sie trinkt jetzt nicht mehr von der Brust. Und mit der Magensonde Flüssigkeit zuzuführen, könnte ihr schwaches Herz überfordern.

Die Ärzte glauben, dass Saida nicht überleben wird. Das haben sie der Mutter vor ein paar Stunden gesagt.

Der Sauerstoffkonzentrator neben dem Bett summt. Saidas Mutter rückt den Plastikschlauch in Saidas Nase zurecht. Sie tupft ihr den Mund trocken.

«Hat sie gepinkelt?», fragt ein Pfleger. Die Mutter prüft das Tuch, auf dem Saida liegt. Sie tut das alle paar Minuten. Es ist trocken. Sie verneint. «Sie wird es nicht bis morgen schaffen», sagt der Pfleger, nicht zur Mutter, sondern zur Seite. «Sie wird einfach aufhören zu atmen.»

Aber noch kämpft Saida. Noch kämpfte sie, als ich mit ihren Kampf ums Überleben über die Insel radelte. An das kann ich mich noch erinnern. Das habe ich hier sogar schriftlich festgehalten.

Um neun Uhr abends legt Yacoub an diesem Donnerstag die Instrumente nieder. Verlässt den Operationssaal, geht die paar Meter zu seinem Haus, dem Garten, wo der Tod weit weg zu sein scheint.

Saida lag den ganzen Tag in seiner Nähe, hinter einer offenen Tür, im Zimmer neben dem Notfall. Sie atmete schwächer, niemand nahm sie zur Kenntnis. Nur ihre Mutter tupfte ihr den Mund trocken, hob ihre Augenlider, um zu prüfen, ob sie noch lebt.

Dann, irgendwann, in der Hektik des Tages, zwischen all dem Piepen und Stöhnen, den Kommandos der Ärzte im Nebenraum, ist sie gestorben. Sie hörte einfach auf zu atmen. Ein Pfleger versuchte noch zu reanimieren. Ein Arzt sagte, es habe keinen Sinn. Sie stoppten. So erzählte es der Pfleger danach. Sie malten ein schwarzes Kreuz in Saidas Blatt mit den Patientendaten und legten es in die Kiste mit den Todesfällen. In fünf Tagen wäre Saida ein Jahr alt geworden. Quelle: "NZZ"

Ich will den Journalisten nix unterstellen. Zufälle gibt es. Gut möglich, dass die Reporter der "NZZ" und des SPIEGEL zur selben Zeit vor Ort waren und sich beide gleichzeitig über das sterbende Kleinstkind beugten, um Licht in die Sache zu bringen. Nicht dass wir im Dunklen belassen werden über das Unglück in dieser Welt. Von Menschenhand angeleiert. Das kann nicht ausgeschlossen werden. Nur hätte sie sehen wollen wie ich guckte, als ich mit den Artikel im SPIEGEL vorlesen ließ. Ich dachte mir dann tatsächlich. Möglicherweise ist der alte Russe von Nebenan gar nicht tot. Vielleicht lebt der noch ein paar Monate länger und er stirbt dann nicht mehr so jämmerlich. Ganz alleine. In einem fremden Lans in dem er nie ankam. Komm Opa. Auch noch einen raus zum 13:49 Uhr. Nicht einen. Dich. Ja eh.

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Ich sollte wieder das Thema wechseln. Mir ist das mit dem kleinen Mädchen das gleich in zwei Reportagen (was für eine Gedränge) aufhört zu atmen zu gespenstisch.

Besser ich schreibe wieder über den heterosexuell Mann, Ü-50zig, der nicht mehr wie auf Knopfdruck kann. Der steht in der Opferhierarchie hier ganz unten. Na, ja. Ganz unten steht der kaputte heterosexuelle weiße Mann. Einer wie du, dem eine Diagnose das Leben gerettet hat. Tiefer geht's nicht mehr.

Stimmt beinahe. Ganz unten sind psychisch Kranke heterosexuelle weiße Männer die noch dazu aus dem EU-Ausland stammen und hier wie Gespenster durch die Straßen schlurfen. Und wie ist der Zufall so anstrebt, hat eben auf der Insel ein Junkie im Gras sitzend bei einem anderen Junkie eine brauchbare Vene gesucht. Das ist das Ende....

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