Donnerstag, 23. Juli 2026
Die Ingenieure der Liebe tragen heute Black
Das Vorwort:

Amy Winehouse✝️ 23.07.2011.
Ich habe da einen Amy Winehouse-Text. Mit dem du auf ihr Grab gepisst hast. Wie? So denkst du über die Sängerin, tief in dir drinnen? Du scheiß Sicario der Misogynie. Dummer Wixxer. So werde ich gedacht. Mach du das mal als absolute/r Beginner/in in dieser Angelegenheit von überschaubarer Tragweite. Seit wann überschaust du die Dinge? So geht das Tag ein und Tag aus. Du TAG Heuer Turbo unter den Versagern, plärrt der Scheißhausdeämon aus dem Häusl. Wirst schon sehen wie schnell du den Edward Munch kopierst und die 1450 wählst in Tränen aufgelöst. Oder dich inwendig fühlst wie die „Die zerbrochene Säule“ (1944) von Frida Kahlo. „Du oder Ich“ von der hiesigen Künstlerin Maria Lassnig tust es natürlich auch.

Das stimmt nicht, schreibt meine Haus und Hof-KI, ohne das ich konkret was eingetippt habe. Das ist ganz neu. Die schaltet sich von selbst ein. Das erinnert an irgendwie an die Anrufe aus dem Politbüro in Moskau, weil ein hoher Parteifunktionär einem ganzen Konglomerat in der Provinz durchgab, welche Produktionszahlen zu erfüllen waren, welche Fabrik ihre Quote zu steigern hatte, welcher Betrieb eine neue Kennziffer zu erreichen hatte und welche Einheit ihre Planvorgabe notfalls nach oben zu korrigieren hatte. Genau. Das Leben ist ein einziges Korrekturlesen. In einem Werk, das aber nie veröffentlicht wird, wie in deinem Fall. KI - kannst du das mit dem Fünfjahresplan irgendwie in diesem Satz einfügen.

KI:
Das wiederum erinnert an die Anrufe aus dem Politbüro in Moskau, weil ein hoher Parteifunktionär einem ganzen Konglomerat in der Provinz durchgab, welche Produktionszahlen im Rahmen des Fünfjahresplans zu erfüllen waren, welche Fabrik ihre Quote zu steigern hatte, welcher Betrieb eine neue Kennziffer zu erreichen hatte und welche Einheit ihre Planvorgabe notfalls nach oben zu korrigieren hatte.

Was stimmt jetzt nicht. Was? Na, das der männliche Körper auch ein Schlachtfeld ist wie der weibliche Körper. Der männliche Körper ist am Schlachtfeld und nicht das Schlachtfeld wie der weibliche Körper.

Und das hat dir jetzt alles die KI eingeflüstert? Nee. Das stammt alles aus meiner Feder. Die KI macht noch gar nix. Noch brüllt die nicht dazwischen aus einer eigenen Motivation heraus. Noch wartet das Monster geduldig wie ein gut abgerichtetes Hündchen, das dringend Gassi gehen muss. Wie du andauernd aufs Häusl. Das stimmt nicht. Was stimmt nicht. Stimmt es nicht, dass du genau weißt, wo in der DM-Filiale in der Brigitta-Passage die Herrenwindeln hinten an der Mauer stehen? An die sie deine Souveränität als handelndes Individuum gestellt haben, seit Jahrzehnten behandelt statt zielbewusst handelnd. Mit starken Tobak füttern sie dich. Wie ein Kleinkind dass sich sonst von oben bis unten anpatzt. Unglaublich was für ein Kraut die Ingeborg Bachmann geraucht hat einst. „Schwarze Gauloises“. Ungefiltert. Wie das Mindsetting der Schriftstellerin. Bis zu 100 „Schwarze Gauloises“ am Tag.

Die legendären Gauloises Brunes wurden nicht direkt per Dekret verboten, sondern von der EU‑Gesetzgebung aus dem Verkehr gezogen, weil ihre extrem hohen Teer‑ und Nikotinwerte als eindeutig gesundheitsgefährdend galten und die neuen Grenzwerte weit überschritten. Wie eben die grandiose Sängerin Amy Winehouse, die alle inwendigen Sicherheitsschranken durchbrach.

Nachdem das gebrochene Herz der Amy Winehouse aufgehört hat zu schlagen, hatte sie laut Obduktionsbericht 416mg Alkohol pro Deziliter in ihrem Blut, das entspricht 3,9 Promille. Der Alkoholpegel von Winehouse sei damit fünfmal höher gewesen als die gesetzliche Höchstgrenze im britischen Straßenverkehr von 0,8 Promille. Zuvor hatte Winehouse drei Wochen lang auf Alkohol verzichtet. Ihr plötzlicher und unerwarteter Tod sei "die nicht beabsichtigte Konsequenz von solch potenziell tödlichem" Alkoholkonsum gewesen, sagte die Untersuchungsrichtern Suzanne Greenway in London.

Musikkritiker bezeichneten Amy Winehouse als eines der größten Musiktalente der Gegenwart. Ihr zweites Album "Back to Black" hatte sich mehr als zehn Millionen Mal verkauft. Sie heimste fünf Grammy-Awards dafür ein. Winehouse hatte im Falle eines erfolgreichen Comebacks die Veröffentlichung eines dritten Albums geplant. Quelle: welt.de

"Ich habe genug vom Trinken, ich kann es nicht mehr ertragen, wie du und die ganze Familie mich anschaut", soll sie ihrem Vater gesagt haben. Laut der Boulevardzeitung "The Sun" hatten die Ärzte Amy Winehouse geraten, ihren Alkoholkonsum schrittweise zurückzufahren. Sie soll dies aber verweigert haben - aus Furcht, sie schaffe auf diese Weise die Loslösung vom Alkohol nicht. Quelle: spiegel.de / neben einen Text zu ihren tragischen Ende gibt es Werbung von Tchibo. Und nicht mal für Kaffee sondern für eine Short -20%.

Klub 27: Ein tragischer Mythos
Irgendwo auf der Welt betrachtet in diesem Moment ein Jugendlicher ein ausgeblichenes Poster an seiner Zimmerwand. Vielleicht ist es Kurt Cobain, den Blick melancholisch zur Seite gewandt. Vielleicht ist es Jimi Hendrix, seine Stratocaster eine Verlängerung seines Wesens. Und irgendwann hört dieser Jugendliche zum ersten Mal davon: dem „Klub 27". Eine makabre Ehrengarde, ein Pantheon gefallener Götter, vereint durch ein einziges, schicksalhaftes Detail - sie alle starben im Alter von nur 27 Jahren.

Dazu kann ich nix sagen.

Aber was ich sagen kann. Ich werde hier nicht mit ihrem Tod hausieren gehen. Du hast doch gar keine Ahnung wo dieser Text hier steht der sie würdigt, urgiert der Deichgraf. Und was Neues fällt dem doch auch nicht mehr ein, spottet der Wortmacher. Wie soll sich dieser Depp ein wahres Bild von der Künstlerin machen, schiebt selbst die Bildmacherin nach. Der hat doch nur noch seinen Einheitssingsang.

Woraufhin ich mich frage. Wie ist eigentlich der Begriff „Einheitsmeinung“ entstanden? In den sogenannten „Systemmedien“ soll es ja nur noch einen Einheitsbrei an Meinungen geben, die nicht mehr das gesamte Meinungsspektrum in Deutschland oder Österreich widerspiegeln.

In der Sowjetunion hieß es Parteilinie, in der DDR Einheit von Partei und Volk und im NS-Staat schlicht Gleichschaltung – stets ging es um verordnete ideologische Geschlossenheit. Später wanderte der Begriff in die westdeutsche Medienkritik, um die vermeintliche Vielfalt großer Leitmedien zu entlarven, die trotz unterschiedlicher Logos im Kern dieselbe Interpretation lieferten. Heute dient „Einheitsmeinung“ als scharfes Schwert gegen eine Konstellation, in der Politik, Großmedien und Institutionen wie aus einem Mund sprechen und Abweichungen reflexhaft als unsachlich brandmarken. Das Paradoxon bleibt: Meinung lebt von Vielfalt, Einheit erzwingt Gleichförmigkeit – und genau diese unauflösbare Spannung gibt dem Begriff seine Brisanz.

FPÖ und AfD beklagen andauernd, die Systemmedien hätten eine Schweigemauer um ihre Parteien hochgezogen. Die Ausgegrenzten, die in Umfragen längst Nr.1 sind hüben wie die drüben der Demarkationslinie, jammern sich zur absoluten Mehrheit. Die Klage über Ausgrenzung steht damit im Widerspruch zu ihrer tatsächlichen Sichtbarkeit. Und in Zeiten des digitalen Aufruhrs ist diese Schweigemauer so brüchig wie dein Wortschatz seicht. Die FPÖ hat inzwischen ein eigenes, eng verzahntes Mediennetzwerk aufgebaut, und die AfD bespielt die sozialen Plattformen mit bemerkenswerter Effizienz, um ihre Botschaften zu verbreiten. Und diese Botschaft lautet: „Wir müssen als „Volk“ wieder mehr Homogenität wagen.“ Was natürlich ein gelebter Widerspruch zur Meinungsvielfalt ist. Und das findest du jetzt lustig? Ja, ziemlich.

E ist ja so:
Als Dilettant, mit einer Affinität zum Strand(leben), kann ich es auch nicht wie die „Rolling Stones" auf ihrem neuen Studio-Album machen. Die haben die Amy Winehouse einfach gecovert.

SPIEGEL: Auf dem neuen Album covern Sie »You Know I’m No Good« von Amy Winehouse, die an ihrer öffentlichen Persona zerbrochen ist.

Jagger: Wir haben lange überlegt, was wir covern sollten. Dachten erst etwas aus früheren Zeiten, Aretha Franklin, aber auch obskurere Soultracks. Wir haben uns dann aber epochenmäßig vorgearbeitet und dachten: Hey, wir sind in England, Amy ist Engländerin, und dieser Song würde als Groovesong funktionieren. »You Know I’m No Good« ist ein Song, der komplett vom Groove lebt, eine Art Soulstück, das an die Siebziger erinnert. Auch wenn es natürlich moderner klingt. Als ich mir Amys Original noch einmal angehört habe, dachte ich: Oha, das ist ein ziemlich komplizierter Breakbeat, auch zum Tanzen gar nicht einfach. So kam ich auf die Idee, einen anderen Breakbeat zu verwenden, eine der ersten, die ich überhaupt je gehört habe, von diesem Bluessänger Lowell Fulson. Das ist mehr ein Stones-Breakbeat als ein Amy-Breakbeat. Quelle: SPIEGEL 26/2026

https://www.youtube.com/watch?v=b-I2s5zRbHg

Ende

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