Sonntag, 30. August 2026
Slop & Hope vom anderen Ufer der Insel
Da war ein Trauma,
das so kaputt ist wie diese Welt.
Und wer davon träumt,
der bleibt allein mit dem, was er erzählt.

Der alte Junge mit der Mundharmonika,
der singt davon, was nie geschah,
im Garten, in Raten,
vom Trauma und vom Rheuma.
Rheuma hat der jetzt auch, der Streuner.
Ja.
Der streunt durch seine eigenen Erinnerungen.
Das auch noch.
Noch ist nicht alles gesagt oder getan.
Na, wenn du das sagst.

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Jessas!

Die Hagelkörner werden immer größer (wie deine Prostata) und deine Eier immer kleiner. Du mickrigen Sandkörner im Schnäuztuch der Vergänglichkeit. Die gibt’s ja nicht mehr. Diese rotzgelben Stofftaschentücher alter Männer. Hygienisch fast so unbedenklich wie deren Unterhosen, die von den Ehefrauen oder Töchtern immer ausgekocht werden mussten. Trotzdem wurden sie nicht mehr weiß. Die groß waren die wie eine weiße Flagge, die viele Parteibuch‑Nazis freudig hissten, die längst verstanden hatten, was die Stunde geschlagen hatte. Die von den Alliierten als „unbedenklich“ eingestuft wurden. In vielen Fällen Akademiker, die dann das intellektuelle Gerüst des neuen Deutschland bzw. Österreich bildeten.

Mindestens 57. So viele ehemalige NSDAP‑Mitglieder saßen 1976 im siebten Deutschen Bundestag. Ex‑Nazis der ersten Stunde waren darunter, etwa Walter Becher (CSU), Eintritt in die österreichische NSDAP 1931, einst ein übler antisemitischer Hetzer. Oder solche, die sich als Teenager hatten verführen lassen, wie Erhard Eppler (SPD). Auch Frauen, etwa Helga Wex (CDU), die von 1967 bis 1986 fast durchgehend dem Parlament angehörte, oder Kohls »Bundesbeauftragte für Berlin« Lieselotte Berger (CDU). Und einige Politiker der FDP, die damals das Land mitregierte.

Das amerikanische BDC im Südwesten Berlins beherbergte von 1945 bis zur Abwicklung 1994 die NSDAP‑Mitgliederkartei. Und seit mindestens 1955 verwahrten die BDC‑Direktoren besondere Mitgliedsnachweise in einem Stahlschrank. Darunter die Karteikarten von einem Bundeskanzler (Kurt Georg Kiesinger), zwei Bundespräsidenten (Karl Carstens und Walter Scheel), zwei Bundestagspräsidenten (Carstens und Richard Stücklen), 17 Ministern aus allen Kabinetten zwischen den Regierungschefs Konrad Adenauer (1949 bis 1963) und Helmut Kohl (1982 bis 1998), auch von Staatssekretären, Staatsanwälten, einem Präsidenten des Bundesarchivs. Quelle: SPIEGEL 35/2026

Nicht jeder Opportunist war ein überzeugter Nazi. Es gibt auch solche, die einfach alles an Weltvernichtung billigend in Kauf nehmen wie du noch später im Text, ohne dabei groß Federn gelassen zu haben. Die wechselten nur das System. Von der totalen Vernichtung rüber zur Demokratie, wie du deine angeschifften Unterhosen. Genau. Und passt schon.

„Parteibuch‑Nazis“, die aufgrund des Kalten Kriegs ratzfatz entlastet wurden und so einen beachtlichen Teil des neuen Beamtenapparats bildeten. Der Kontinuität geschuldet. Der ist gut. Wer hat das gedacht? Ich war’s nicht. Was für eine Überraschung, bespaßt mich der Wortmacher.

Historische Studien belegen angeblich, dass die Entnazifizierung nach 1945 in Deutschland und Österreich rasch von einer massiven personellen Kontinuität abgelöst wurde. In der Bundesrepublik fanden rund 60 bis 70 Prozent der einstigen NSDAP‑Mitglieder den Weg zurück in den öffentlichen Dienst; in Schlüsselbereichen wie der Justiz und an den Hochschulen lag diese Quote teils sogar bei über 70 Prozent. Noch drastischer vollzog sich diese administrative Restauration in Österreich:

Begünstigt durch ein politisch forciertes Ende der Säuberungen wurden dort mehr als 90 Prozent der Überprüften als Mitläufer oder Entlastete eingestuft, sodass in der Folge – je nach Ressort – 70 bis 90 Prozent der ehemaligen Parteimitglieder erneut in den Staatsdienst einzogen. Somit stützten sich die neu formierten Verwaltungen beider Nachkriegsstaaten zu einem erheblichen Teil auf exakt jene rasch rehabilitierten Funktionseliten, die den Beamtenapparat bereits unter dem NS‑Regime getragen hatten. Quellen: Frei, Norbert: Vergangenheitspolitik. München: C.H. Beck, 1996.
Stiefel, Dieter: Entnazifizierung in Österreich. Wien: Verlag für Geschichte und Politik, 1981.
Tálos, Emmerich u. a. (Hrsg.): Gestaltung der Nachkriegszeit in Österreich. Wien: Lit Verlag, 2005.
Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW): Forschungen zur personellen Kontinuität nach 1945.

Zum DÖW gab es ein Höchstgerichtsurteil gegen die FPÖ:

Nachdem niedrigere Instanzen die Klage noch abgewiesen hatten, gab der Oberste Gerichtshof (OGH) dem Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW) in letzter Instanz recht und untersagte der FPÖ die Bezeichnung als „pseudowissenschaftliche Institution“. Der OGH begründete das Urteil damit, dass für diese herabsetzende Behauptung jegliche Tatsachengrundlage fehle und sie somit nicht mehr vom Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt sei, weshalb die Partei die Äußerung widerrufen muss. Quelle: Interessiert doch niemanden.

Die FPÖ hatte auf ihrer Website im August 2023 die Behauptung aufgestellt. Die FPÖ hatte zunächst nicht etwa recht bekommen, weil die Gerichte die wissenschaftliche Arbeit des 1963 von ehemaligen Widerstandskämpfern gegen den Nationalsozialismus und Wissenschaftlern gegründeten DÖW inhaltlich anzweifelten. Vielmehr wurde die Aussage vom Oberlandesgericht (OLG) als „Meinung“ bewertet, die man eben aushalten müsse, wenn man sich öffentlich zu Wort melde.

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Quelle: Belegt hätte ich nicht schreiben sollen. Schon belegt die Um2 mein Jausenbrot mit ranziger Salami. Das ist jetzt Dichtung. Die bei mir total durchlässig ist. Über mich rauscht die Welt hinweg wie eine Kolonne von Kraftfahrzeugen, über eine in die Jahre gekommene Autobahnbrücke, die ihren Anspruch auf die Welt vorwärts verteidigt. Aber das nennt man in den Urlaub fahren. Nur kennt der russische Vernichtungsfeldzug gegen die Ukraine keinen Urlaub.

Nach den von Russland ausgelösten Explosionen in einem Munitionsdepot nahe der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist die Zahl der Toten weiter gestiegen. Von nunmehr 38 Toten und noch 4 Vermissten sprach Präsident Wolodimir Selenski am Morgen in den sozialen Netzwerken. In dem Dorf Myla rund fünf Kilometer westlich von Kiew gingen die Arbeiten zur Beseitigung der Folgen des russischen Angriffs und die Suche nach weiteren Opfern demnach weiter.

Russland hatte das Depot, wo auch Granaten und Minen gelagert waren, am Freitag angegriffen. Erst am Samstag wurde bekannt, dass das Munitionslager – entgegen den ukrainischen Vorschriften – in einem Wohngebiet operierte. Bei den meisten Opfern handelte es sich um Bewohner eines Altenheims. Quelle: NZZ

Apropos:
Meine russisch‑ukrainischen Nachbarn. Die rein ukrainischen Nachbarn sind weggezogen. Die wohnen jetzt im 10. Bezirk am Reumannplatz. Ganz ehrlich. Ich bin froh, dass sie weitergezogen sind. Die Ukrainerin war zu schön, um wahr zu sein. Und ihr Sohn drehte andauernd am Rad. Unglaublich, wie der brüllen konnte. Ist das normal heute? Oder hat der kleine Junge ein Kriegstrauma? Laut Goadfather habe auch ich als Kind einmal gebrüllt wie ein Ochse. Allerdings unter anderen Voraussetzungen. Die Kinder von heute.

Britische Star‑Pädagogin Birbalsingh: «Die Generation Alpha wird ein Albtraum.»
Katharine Birbalsingh gilt als Großbritanniens strengste Schulleiterin. Im Gespräch erklärt sie, warum es Patriotismus in der Erziehung braucht und warum es in ihrer Schule keinen muslimischen Gebetsraum gibt.

Frau Birbalsingh, Sie sprechen oft über die Generation Z: überfordert, empfindlich, in der Arbeitswelt anspruchsvoll. Woher kommt das?

Antwort: Das alles hat mit der Art zu tun, wie sie aufgezogen wurden. Die Eltern wollen heute die Freunde ihrer Kinder sein. Und wer die Kinder diszipliniert, bekommt ein schlechtes Gewissen eingeredet. Man nennt mich „Großbritanniens strengste Rektorin“, als sei streng gleichbedeutend mit gemein. Dabei bedeutet streng zu sein, dass man sein Kind genug liebt, um die eigenen Maßstäbe hochzuhalten. Es ist einfacher, dem Kind beim Wutanfall den Keks zu geben, als hart zu bleiben. Wir geben unseren Kindern seit Jahrzehnten den Keks – und ernten jetzt die Folgen.

Sie sagen, die westliche Schule sei mitverantwortlich für den Niedergang dieser Werte.

Antwort: Die kleinbürgerlich‑konservativen Werte, die früher selbstverständlich waren, existieren kaum noch. An ihre Stelle ist die Opferrolle getreten. Man kann Schwarzer sein, Mädchen, Junge, schwul, trans, psychisch belastet. Es gibt viele Kategorien, über die man sich Opferstatus verschaffen kann. Es existiert eine regelrechte Opferhierarchie, nicht nur in der Schule, sondern in der Gesellschaft insgesamt. Jeder wetteifert darum, weil einen das im sozialen Gefüge nach oben bringt. Früher wurde bewundert, wer Hindernisse überwand. Heute bewundert man, wer das größte Opfer ist.

Frage: Sie haben scharfe Worte für die Generation Z. In Ihrer Schule sitzt aber bereits die Generation Alpha in den Bänken. Wie sieht Ihre Prognose für diese aus?

Antwort: Erschreckend. Sie sehen alles durch die Linse der Opferrolle. Sie wissen nichts, weil man ihnen nichts beigebracht hat, ihr Gehirn ist durch die sozialen Netzwerke durcheinandergebracht. Wir hinterlassen eine beschädigte Generation, ständig ängstlich, mit Depressionen. Es wird ein Albtraum. Quelle: NZZ

Und in Wien gibt es eine sehr bekannte Lehrerin namens Susanne Wiesinger. Bekannt wurde sie durch ihr Bestseller‑Buch „Kulturkampf im Klassenzimmer“ (2018), in dem sie Probleme mit islamischem religiös‑fundamentalistischem Druck und mangelnder Integration an Wiener Schulen anprangerte.

In ihrem neuen Sachbuch „Gebt unseren Kindern eine Chance! Was Österreichs Schulen jetzt brauchen“ zeigt Susanne Wiesinger, dass die Probleme an den Schulen weit über Sprachbarrieren hinausgehen. Als langjährige Wiener Volksschullehrerin beschreibt sie eindringlich den schulischen Alltag, der zunehmend von mangelnden Deutschkenntnissen, fehlenden Grundfertigkeiten bei Schulanfängern und der ablenkenden Wirkung sozialer Medien geprägt ist. Zudem thematisiert sie wachsende kulturelle Spannungen, religiösen Druck sowie Vorfälle von Antisemitismus unter Schülern und übt scharfe Kritik an einer Bildungspolitik, die diese Missstände seit Jahren ignoriert.

Neben dieser Bestandsaufnahme fordert Wiesinger konkrete Maßnahmen, um das Bildungssystem vor dem Kollaps zu bewahren. Sie plädiert für einen drastischen Ausbau der Elementarpädagogik, damit Kinder bereits im Kindergarten die notwendigen Sprach‑ und Sozialkompetenzen erwerben. Gleichzeitig nimmt sie die Eltern stärker in die Pflicht und fordert eine mutige Schulreform, die Lehrkräfte entlastet, den chronischen Personalmangel bekämpft und allen Kindern wieder echte Bildungschancen bietet.

Wie sie der Presse schildert, wusste eine Gruppe von Erstklässlern nicht, wie sie mit Bauklötzen umgehen sollte. Sie wischten mit dem Zeigefinger über die Steine – offenbar im Glauben, dass es sich um eine Art Handy handelte.

An dieser Stelle dachte ich mir dann: Es gibt aber auch eine wirkmächtige Gegenerzählung aus dem migrantischen Milieu. Da wird es unter Teenagern als Auszeichnung gesehen, wenn irgendwer aus dem sozialen Umfeld Knasterfahrung hat. Wer ein paar Jahre im Gefängnis saß, ist für diese Jungs ein Held. Ein strahlender Held.

Hier ein mögliches Beispiel, um diese Theorie zu untermauern:
Bei einem bewaffneten Raubüberfall auf die Sonderausstellung „GLANZSTÜCKE“ im Wiener MAK entwendeten zwei Täter ein historisches Diamant‑Collier von Van Cleef & Arpels aus dem Jahr 1939 im geschätzten Wert von rund 3,7 Millionen Euro (ursprünglich auf 500.000 Euro geschätzt). Die Männer kauften am Donnerstag reguläre Eintrittskarten, zerschlugen die Panzerglas‑Vitrine mit einem Spezialhammer, bedrohten Anwesende mit einer Schusswaffe und flüchteten anschließend mit dem mit über 100 Diamanten (rund 200 Karat) besetzten Schmuckstück aus ägyptischem Königsbesitz zu Fuß Richtung Stadtpark.

„Der Raub eines Schmuckstücks von Van Cleef & Arpels von hohem Wert trifft uns schwer. Gerade angesichts der Vorfälle in bedeutenden Museen in den vergangenen Jahren haben wir das zum Anlass genommen, unsere eigenen Sicherheitsvorkehrungen im Museum im Allgemeinen genau zu prüfen. Gemeinsam mit unserem Partner Van Cleef & Arpels wurde dann spezifisch für diese Ausstellung ein Konzept erarbeitet und Sicherheitsfragen sehr ernst genommen und alle Sicherheitsvorkehrungen sorgfältig vorbereitet.“ Dies teilte MAK‑Generaldirektorin Lilli Hollein Freitagnachmittag mit. Und: Die MAK‑Mitarbeiter hätten „besonnen reagiert, die vorgesehenen Abläufe eingehalten und richtig gehandelt“. Die Sicherheitsdienstleistungen seien „an einen externen Sicherheitsdienstleister vergeben“ worden. Da einer der Täter bewaffnet gewesen sei, habe das Sicherheitspersonal eine Konfrontation mit den Tätern vermieden und sich stattdessen um die Sicherheit der Besucher gekümmert.

Flucht in Richtung Stadtpark.

Nach dem Coup flüchteten die Täter in Richtung Stadtpark, dort verliert sich ihre Spur … in der "Presse". Der Kommentar der MAK‑Generaldirektorin Lilli Hollein liest sich ein wenig wie Satire. Egal. Scheiß auf die Klunker.

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Wegen dem Reumannplatz bist du zu deinem Rheuma gekommen? Du hast mich durchschaut, Wortmacher. Wer hier nach einem tieferen Sinn sucht, der sucht völlig umsonst. Und vergebens. Ist das nicht alles? Na, na. Du musst erst einmal was aufbauen damit du es wieder zerstören kannst. Stimmt auch wieder.

In der anderen Wohnung ist ja unlängst mein russischer Nachbar aus der Wohnung hinausgestorben. Woraufhin seine Witwe wieder eingezogen ist. Heute kam auch ihre Tochter mit ihrem Ehemann und ihren Kindern, und reichlich Zeugs hatten sie auch dabei. Wir grüßten uns. Die hatte ich seit Jahren hier nicht mehr gesehen. Wen? Na, die Tochter mit ihren Kindern. Woraufhin ich dann versuchte, vor meinen eigenen Gedanken wegzulaufen. Gibt’s eigentlich für Gedanken auch so etwas wie eine Unbedenklichkeitsbescheinigung?

Es ist ja so: Ich will einfach nicht wahrhaben. Das kleinbürgerliche Leben ist in seiner realen Tristesse oft verstörender, als es jede böse Karikatur der kleinstbürgerlichen Gemütlichkeit jemals nachzeichnen könnte, sagen wir in einer rabenschwarzen Satire.

Letzten Sonntag hat der kerngesunde Ast unseres Familienstamms den guten alten Goadfather und seine Ehefrau, die Um2, besucht. Der setzt sich aus Goadfather seinem Erstsohn, dem seiner Ehefrau, deren Tochter, also der Enkelin, und deren Tochter, Goadfather seiner Urenkelin, zusammen. Ob der Ehemann seiner Enkelin auch zu Besuch war, weiß ich nicht. Was ich aber sagen kann: Die haben dann alle nach mir gefragt. Und das findest du jetzt lustig? Ja, schon. Ich hingegen sollte nicht mehr in die entgegengesetzte Richtung fahren zwecks Besuch. Besser, ich zerstöre die Idylle nicht mit meiner Anwesenheit, sowie der Tourist, der letzten Endes das zerstört, was er hofft zu finden. Letztens war im ORF eine gute Doku über Ibiza.

Dabei hat die Um2 Goadfather seinem Erstsohn nicht eines ihrer berüchtigten Brote gestrichen. Der hat keine Ahnung, dass die Um2 bei mir einen auf Kühlschrank‑Gestapo machte. Von meinen Garten‑Erfahrungen weiß dieser Familienstamm, kernig wie auch gesund, ebenfalls nichts. Der wurde weder vom Goadfather noch von der Um2 nachhaltig ruiniert. Der hat keine Ahnung, wo in diesem Haus Gott wohnt. Das liest sich jetzt wie ein Klischee, wie eine billige Karikatur der tatsächlichen Verhältnisse, denen man völlig zurecht ein Schwarz‑Weiß‑Denken unterstellt. Dabei sagt man: Das wahre Leben findet in den schattierten Zwischenräumen statt. Also zwischen deinen Räumen findet kaum Leben statt bei dir, amüsiert sich der Wortmacher. Die Idylle war also ungetrübt. Das kann ich hier bescheinigen. Und ich wollte dem Goadfather nicht seinen den Sonntag madig machen.

Was ich hier noch ohne Weiteres bescheinigen kann: Niemals, wirklich niemals packte ich in der Schule ein Salamibrot aus, das sich durch seine tiefrote, fein marmorierte Struktur auszeichnet, wenn die Salami frisch ist und dunkelrot, fast weinrot, und das Fett ganz weiß wie mit Feba Wolle gewaschen. Was die Salami die mir die Um2 hin und wieder herunterschnitt nie war. Tatsächlich nie. Ich war immer ganz eingefallen und ganz gelb wie die Augen vom alten G Woraufhin mich der Scheißhausdämon vom anderen Inselufer her anschnauzt, wann ich mich das letzte Mal ausgezeichnet habe. Für dem seine Schreibe gibt’s ja nicht mal einen Trostpreis. Was ist mit der Kühne‑Stiftung? Die hat mehr Geld als die Bauern Heu. In der Presse ging es auch nur ums Geld. Was anders hat der Mann der Welt anscheinend nicht hinterlassen außer Geld, viel zu viel Geld.

Heureka.
Was ich hier text habe wie ein Messi‑Ramsch. Endlose Laufmeter an Worten, die nicht im Ansatz halten, was die Sprache in ihrer ganzen Tiefe und Breite einzulösen vermag. Exklusive Billigstware, die aus meinem Blog quillt wie Klamotten aus einem Altkleidercontainer, der aus allen Nähten platzt. Fast Fashion / Billigstware, die es sich oft nicht einmal mehr zu waschen lohnt.

Und schon bin ich der, der für ein paar Annehmlichkeiten alles an Weltvernichtung billigend in Kauf. Jetzt kopiert der Wortmacher schon mich. So ist es ja. Dabei ereignet sich im Dunstkreis unserer Alltagskultur Ungeheuerlichkeiten, die von den Medien gar nicht mal so groß aufgegriffen werden. Also nicht von der Presse.

Tötung wegen vermuteter sexueller Orientierung: 18‑Jähriger geständig

Polizei. In Langenzersdorf wurde ein 29‑Jähriger getötet, der Mordverdächtige zeigt sich geständig. Es könnte sich um ein homophobes „Hate Crime“ gehandelt haben.
Korneuburg. Im Fall eines getöteten 29‑Jährigen in Langenzersdorf hat sich der tatverdächtige 18‑Jährige in seiner Einvernahme „vollumfänglich geständig“ gezeigt. Es dürfte sich um ein Hassverbrechen aufgrund der vom Tatverdächtigen vermuteten homosexuellen Orientierung des Opfers handeln. Der 18‑Jährige wurde in die Justizanstalt Korneuburg eingeliefert. Die Staatsanwaltschaft hat die U‑Haft beantragt.

Kontakt über Social Media

Laut Medienberichten soll der 18‑jährige Kampfsportler zur sogenannten Pedo‑Hunter‑Szene zählen, die überwiegend Homosexuellen fälschlicherweise Pädophilie unterstellt und Gewalt gegen sie ausübt. Zu den näheren Hintergründen wurden vorerst keine Details bekanntgegeben. Bischof verwies auf „umfangreiche Erhebungen zur Motivlage und zu den näheren Umständen“. Der Beschuldigte aus dem Bezirk Korneuburg hatte über eine Social‑Media‑Plattform Kontakt zu dem 29‑Jährigen aufgenommen, um sich mit dem Wiener in der Nacht auf Donnerstag in einem Einfamilienhaus zu treffen. Der Eigentümer befand sich auf Urlaub und hatte die Familie des 18‑Jährigen gebeten, während seiner Abwesenheit auf das Gebäude achtzugeben. Bei dem Treffen dürfte der junge Mann „massive Gewalt gegen den Kopf‑ und Halsbereich“ des Opfers ausgeübt und ihn tödlich verletzt haben. Dann verständigte der 18‑Jährige einen Angehörigen, der gegen 6.30 Uhr die Polizei alarmierte.

Im März 2025 hatte es auf Antrag der Staatsanwaltschaft Graz eine Razzia in sieben Bundesländern gegeben, bei der mehr als ein Dutzend Männer und Frauen wegen des Verdachts von „Hate Crime“ festgenommen worden waren. Darunter fielen sogenannte Pedo‑Hunter und Verdächtige, die Übergriffe auf Angehörige der LGBTIQ‑Community verübt haben sollen. Bisher gab es eine Anklage beim Landesgericht Salzburg gegen fünf Personen, die auch verurteilt wurden. In Graz wird gegen 38 Beschuldigte ermittelt. Ermittelt wird in einigen Fällen auch wegen auf Handys gefundener Dateien mit nationalsozialistischem Gedankengut. (APA)

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Auf unseren Straßen wird inzwischen Jagd gemacht auf Männer mit angeblich pädophilen Neigungen. Die nennen sich Pedo‑Hunter. Die machen einen auf Gotham. Als selbsternannte Superdeppen, die im Namen einer höheren Moral (Macht) ihre niedrigsten Instinkte ausleben, die sie auch noch aus anderen herausprügeln, bis die sich nicht mehr rühren.

Jetzt mal unter uns. Wie geht das?

Was ist nur das gute alte Schmähführen hingekommen. Na, unter die Räder der neuen Tugendwächter. Rassistisch, faschistisch, islamistisch, wokeistisch. Gibt’s nicht. Was? Sag nicht das? Na des? Press…

Die Gewalt reißt nicht ab.
Der Schmäh hat auch was für Rechtsgedachte im Portfolio, die spätestens bei der Landtagswahl in Sachsen‑Anhalt zu Wort kommen werden. Ausführlichst.

Im Original fragte ich mich noch, wie die vergoldete Mitte aussehen könnte, die zwischen Thanatos und Eros aufgerieben wird wie die politische Mitte zwischen den Extremen, die sich anschicken die liberale Demokratie gegen die Wand zu fahren.

Antwort: „Dreißig Prozent Face, siebzig Prozent Arsch.“ © Rapper Summer Cem und KC Rebell. Schon a bissl lustig.
Ich bin aber für 💗 bei Frau, und zwar mindestens so stabil wie die AfD‑Umfragewerte in Sachsen‑Anhalt.

Wo die kleinen Leute in Deutschland ihre Hoffnungen immer öfter in die AfD setzen, wie der Hund vom Schopenhauer einen Haufen, den aber der Kant gefälligst wegräumen soll in Wien, wo jeder auf den anderen scheißt. Na, na. Der bestirnte Himmel über mir und das moralische Gesetz in mir. Das einen gewaltigen Haken hat. Menschen, die sich als Verlierer von gewissen ökonomischen und gesellschaftlichen Entwicklungen wahrnehmen, erleben die Welt unter ganz anderen moralischen Gesichtspunkten.

Siehe die horizontale Konkurrenz und die moralische Sündenbock‑Logik: Man macht den syrischen Asylanten, der die erhoffte Wohnung bekommt, zum Sündenbock, während das ungreifbare 42‑Milliarden‑Vermögen von Kühne völlig unangetastet bleibt, weil sich der Frust und Neid immer gegen die greifbare Konkurrenz auf der eigenen Ebene richten. Quelle: Reichen‑Bashing. Statt neue Sozialwohnungen gedenkt die Kühne‑Stiftung Hamburg eine neue Oper zu schenken.

Die AfD:

Der Fall wirft ein Schlaglicht auf das Verhältnis der AfD zu politischer Gewalt. Zwar sind Funktionäre der Partei selbst immer wieder Ziel politisch motivierter Übergriffe und verurteilen diese entsprechend scharf. Doch wenn sich die Gewalt gegen ihre politischen Gegner richtet oder wenn AfD‑Politiker selbst die Täter sind – dann sieht die Sache häufig anders aus. Quelle: SPIEGEL 35/2026.

Da gab es etwa den Bezirksverordneten, der einer Schwarzen ins Gesicht schlug und sie in den Arm biss. Oder den Kreistagsabgeordneten, der einer Frau in den Bauch trat. Oder den AfD‑Politiker, der mit seinem Auto in eine Gegendemonstration fuhr und später Landeschef der AfD‑Jugend in Nordrhein‑Westfalen wurde. Alle rechtskräftig verurteilt. Mit Sebastian Münzenmaier wurde gar jemand zum Fraktionsvize im Bundestag und wichtigsten Netzwerker in der Partei, der wegen Beihilfe zu gefährlicher Körperverletzung rechtskräftig verurteilt worden war.

Nur interessiert das niemanden, der bereit ist, seine Stimme der AfD zu geben. Fakten sind nur noch was für Liebhaber wie einst Briefmarken. Fakten sind Vintage. Fakten sind das Kleingedruckte im Beipackzettel.

Denn mit dem reißerischen Cover der letzten Woche „Der gefährlichste Mann Deutschlands“ und dem Porträtfoto von Ulrich Siegmund im Stil eines Fahndungsfotos hat man der AfD einen Bärendienst erwiesen. Seit Donald Trump sein historisches Polizeifoto (Mugshot) als erfolgreiches Marketing‑ und Stilelement nutzen konnte, ist ein derartiges Medium längst kein Schreckgespenst mehr, sondern generiert oft maximale Aufmerksamkeit. Und Aufmerksamkeit ist im Zeitalter der digitalen „Verschwippschwagerung“ die heißeste Währung. Hauptsache, du bleibst Thema. Hauptsache, über dich wird geredet. Selbst ein Mugshot taugt heute als politischer Rückenwind. Die vom SPIEGEL sind auch nicht die Hellsten. Oder wollten die nur ihre Auflage ankurbeln? Wahrscheinlich wird diese Ausgabe die meistverkaufte im Jahr 2026 sein.

Wie man an diesem Beispiel schön illustrieren kann:
Politische Trends lassen sich nur sehr selten stoppen oder wieder umkehren. Dafür sind Wahlen viel zu irrational. Da kannst du noch so viele Bretter mittels Reformen durchbohren. Politische Trends funktionieren wie selbsterfüllende Echokammern, in denen Fakten nicht mehr überzeugen, sondern als feindliche Angriffe wahrgenommen werden. Da politische Überzeugungen längst tief mit der persönlichen Identität und dem sozialen Zugehörigkeitsgefühl verschmolzen sind wie Kupfer oder Aluminium in Hütten, immunisiert sich die Dynamik selbst gegen jede rationale Korrektur. Die auf Fakten basiert. Es passiert nichts, wenn in Österreich die Asylanträge merklich zurückgehen.

In Österreich wurden im ersten Halbjahr 2026 rund 44 % weniger Asylanträge gestellt als im Vorjahreszeitraum. Und? Das ändert doch nichts daran, dass sich das Stadtbild wirklich verändert hat seit 2015.

Die Gesamtzahl der unter 18‑jährigen Tatverdächtigen ist von 37.185 im Jahr 2021 auf 49.067 im Jahr 2025 gestiegen. Bei den unter 18‑jährigen nicht‑österreichischen Tatverdächtigen hat sich die Zahl im selben Zeitraum von 11.000 auf etwa 22.000 verdoppelt. Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung bei syrischen Tatverdächtigen im Alter von zehn bis 14 Jahren: Hier stieg die Zahl von 318 im Jahr 2021 auf 1528 im Jahr 2025 und damit auf nahezu das Fünffache.

Indessen warnte die Leiterin der Direktion für Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN), Sylvia Mayer, erneut vor islamistischem und rechtsextremem Terrorismus. Österreich habe zwischen 2020 und 2025 eine Versechsfachung der islamistischen Straftaten verzeichnet. Mittlerweile gebe es in Österreich „eine niedrige dreistellige Zahl an islamistischen Gefährdern“. Quelle: Die "Presse".

Und schon hat die Gegenerzählung wieder Nahrung bekommen wie ein Vampir, der uns mittels Steuern auch noch den letzten Funken Hoffnung aussaugt. Quelle: Es ist kompliziert. Und? War es schon mal anders? Gefühlt ja. Da gehörte noch ich den gesellschaftlichen Außenseitern. Wir waren die „Talahon“ der späten 1980er-Jahre. Die heute in den hinteren Jahren Rabattmarken kleben. Stimmt. Aber nach Pfandfalschen tauche ich nicht in Nistkübel. Das mache ich nicht. Noch nicht.

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Schaun Sie mal
https://cristinafabry.blogger.de/stories/2918413/

Bin gerade in Wien, vielleicht begegnen wir uns zufällig.
Viele Grüße von C. Fabry

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Ich habe in ihrem Blog kommentiert ist ja ihr Urlaub.

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