Dienstag, 8. August 2017
Noch immer die Frau C. Fabry Polemik.
So zwei neue Seiten. Polemisch haben die nix zu bieten sind aber doch recht gschmackig, weil es die Frage erklärt warum ich nicht ein Hemd besitze. Korrektur morgen.

3.
Die Körperhöhe hatte die Tochter von ihrem Daddy, hingegen die Beine wiesen unzweifelhaft auf die Mami hin. Ist wie sie sich denken können was Genetisches. Ich finde es von der Schönheitsindustrie und ihren weiblichen Aushängeschildern/Wirklichkeitsmacherinnen unverantwortlich, Frauen wollen ja wie in der Regel wir andere Frauen aussehen, egal welche Männerrunden im Hintergrund an den ökonomischen Fäden ziehen wie an Marionetten, was sich so leicht nicht beweisen lässt, dass es sich hierbei um eine Verschwörung des Patriacharts handelt, die holde Weiblichkeit in eine Norm wie den „Thigh-Gap“ quetschen zu wollen wie Oliven in eine Presse, wenn wir schon bei mechanischen Dingen wie den AdBlue-Tank für Dieselmotoren, diese Norm bewusst nicht bringen wollen/können und nur so tun als ob. Ich war gerade im Netz auf der Seite https://www.volkswagen.de/de/service-zubehoer/motoroel-fluessigkeiten/adblue.html. Da steht: Haben sie einen modernen Diesel von Volkswagen? Dann tanken sie AdBlue. Steht noch: Mehr Emissionen mit so gut wie keinem Aufwand. Nee. Jetzt habe ich mich verlesen. Weniger Emissionen mit geringem Aufwand. Steuerbarer Verbrauch. Bei steuerbarem Verbrauch musste ich unweigerlich lachen. Falls sie sich fragen was der Thigh-Gab ist. Thigh-Gab, auf Google ca. 6 100 000 Ergebnisse, ist jene Lücke, die im Stehen zwischen den geschlossenen Oberschenkel einer Frau entstehen sollte. Diese Lücke soll derzeit der unbestechliche Richtwert in der Angelegenheit Idealkörper für Frauen sein. Für das bisserl Freiraum, quälen, schinden und kasteien sich Frauen zuweilen ohne Ende. Manche bis zur Selbstaufgabe und völligen psychischen Erschöpfung. Die Um2 hatte diesen Thigh-Gab. Halt noch einen auf old school. Old school bedeutet niemand wusste dass man diese Lücke Thigh-Gab nennt. Schon gar nicht südlich der Drau. Alles was man wusste war dass sie Figur hatte. Früher wurde über Frauen noch gemauschelt, dass die eine oder andere eine Bombenfigur hatte. Heute sind wir in unseren Gedanken ja weniger wehrhaft. Bombenfigur sagen wir heute nicht mehr. Jene Atombombe die über Hiroshima gezündet wurde hatte auch eine Bombenfigur. Granatenfigur sagten wir früher auch gerne. Kannst ja zu Menschen die der Hölle von Aleppo entkamen nicht mehr sagen. Nee Trümmerfrau mit einer Granatenfigur. Auch sehr grenzwertig. Die gute Frau Um2 wog bei einer Körpergröße von 1,68 Meter exakt 50 Kilo. Wehe wenn der Zeiger 100 Gramm zu viel auf der Waage anzeigte, und sie ihr Kampfgewicht nicht brachte, wie ein Boxer vor einem Fight beim öffentlichen Wiegen, mit dem sie wie mit einem Panzer, den Unwägbarkeiten des Lebens zu trotzdem versuchte. Unweigerlich bekam sie Speichel, wenn sie das Schizophrenisten-Kindelein unbedarft um die Ecke biegen sah, woraufhin sie ihren ganzen Third-Gab-Frust und Weltekel, mir auflud wie einem Nutztier oder einem Sherpa eine schwere Fracht, weil sie sich vom Leben anscheinend was anderes erwartet hatte als ein Stiefkind, woraufhin ich keine besonders gute Körperhaltung entwickelte, über die sich erst recht wieder aufregte. Das war aber nix das mich umhaute. Die meiste Zeit nahm ich die gute Frau nicht besonders ernst. Keine gute Eigenschaft von mir wenn man dem Leben nicht mit entsprechender Sorgfalt und Ernsthaftigkeit gegenübertritt. Wir machen hier nicht Jamaica sondern eine Hochleistungsgesellschaft. Party machen wir natürlich auch, aber nur in vorgebenen Zonen, zu ganz bestimmten Zeiten und extra angekündigt, am gescheitesten als eigener Industriezweig. So kommt es auch dass wir in einer Welt leben in der sich der Jürgen Drews genötigt sah in eine Marktlücke zu stoßen und den König von Mallorca zu machen, den Prinz von Arenal. Im 1 Refrain heißt es deswegen auch
Party feiern bis zum Morgen,
das gibt's nur hier, das ist Gewiss.
Hier ist der Himmel auf Erden,
das letzte Paradies.
Fürs Jamaica-Feeling haben wir hier eindeutig das falsche Wetter und deswegen auch nicht das entsprechend geschulte Personal. Hier dreht sich alles um Weltmarktführung, Queer-Theorien, Lohnebenkosten, Veganismus, Industrie 4.0, Mansplaining, Fertigungstiefe, den Klimawandel, persönliche C02 Bilanzen, Input und Output-Relationen, Überfremdungstendenzen, Optimierungszwänge, Target 2 Salden, einfach zusammengefasst als kreative Zerstörung. Unser Ding ist die kreative Zerstörung, der Wettbewerb mit einer dünnen Schicht Humanismus. Wer unbedingt einen auf Jamaica machen möchte (wie ich auch ohne Gras), also weniger unterkühlt, zielstrebig, wissbegierig und flexibel, sollte gefälligst nach Jamaica auswandern. Hier wird gearbeitet. Ist mir leider nie gelungen diese Flucht. Logisch dass ich als Kind die Menschen und Machtverhältnisse völlig falsch einschätzte. Etwas dass ich auch ihnen unterstelle Frau Fabry, dass ihr Blick auf die digitalen Verhältnisse nicht unbedingt der Schärfste ist, und sie deswegen zu ganz anderen Schlussfolgerungen neigen als ich. Ein Mensch der von den Verhältnissen, den Äußeren wie den Inneren ziemlich ausgehärtet wurde, obschon sie da natürlich ganz anderer Meinung sein werden. Es versteht sich ja von selbst dass sie sehr wohl in der Lage sind, in den Verhältnissen in denen sie leben, sich bestens zurecht zu finden und den Anforderungen gewachsen sind und deswegen ziemlich konkret wissen wie dort derläuft. Ich hingegen fühle mich den Anforderungen zu meist nicht gewachsen. So gesehen ist meine Position anderen ins Stammbuch zu schreiben wie der Hase läuft nicht unbedingt die Tragfähigste. Was mich betrifft dachte ich ja als Kind wer zuerst kommt malt zuerst. Woher sollte ich wissen dass mein Erzeuger irgendwann mit fliegenden Fahnen die Seiten wechselte, wie oft in der Politik oder die Verbündeten in einem Krieg, und mit dem Feind gemeinsame Sache machte, eben weil mein Erzeuger die Um2 sehr wahrscheinlich unter Vorspiegelung falscher Tatsachen, oder unvollständiger Informationen, nämlich einem aus der Um2 herausgepressten Kind, in die Ehefalle lockte. Was die Um2 bekam statt einem eigenen Kind aus Fleisch und Blut, war ein aufgezwungenes Balg, mit einer Neigung zur Verhaltensoriginalität, so fremd wie einem echten Jamaikaner, dem seine Religion der Reggae ist, ein Leben als deutscher Schichtarbeiter nur sein kann, und in dem sie keine, aber auch gar keine Gemeinsamkeiten entdeckte, was letztendlich auch den Tatsachen entsprach und meinen Untergang beschleunigte. Was derzeit natürlich nicht Thema ist. Untergang hatten wir ja schon. 1265 Tage lang + all die anderen Stunden.
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4.
Rein technisch hätte auch ich sie schwängern können. Also nicht sie Frau Fabry sie entschuldigen. Ich meine natürlich die Um2. Vielleicht mittels Samenraub oder so. Stiefeltern und Stiefkinder leben ja in einem sehr engen Verbund, ohne sich deswegen zwangsläufig nahe zu stehen. Rein gesetzlich stehen Stiefeltern und Stiefkinder in keinem näheren Verwandtschaftsverhältnis. Eine fürchterliche Konstruktion wenn man mich nicht fragt. Was sich aber erst im Scheitern zeigt. Vieles im Leben offenbart sich erst im Scheitern. Bei diesem Geschreibe handelt sich naturgemäß auch um einen Text in dem es einzig und allein ums Scheitern geht. Vorderhorstig nimmt man an, dass es im Leben mit dem Scheitern einen richtigen Umgang gibt. Das ist aber ein Irrtum. So etwas gibt es im Scheitern nicht. Nur im Sport lässt sich unwidersprochen behaupten, dass es sich bei der 0:4 Schlappe, ohne Frage um eine bittere Niederlage handelt. Trotzdem schaut man nach vorne, hackt das Spiel ab und konzentriert sich wieder mit voller Kraft aufs nächste Spiel. Im Leben ist das natürlich sehr oft nicht der Fall. Weder im Kleinen noch im Großen siehe Wirtschaftsflüchtlinge. Gibt Millionen von Menschen die einfach nur zur falschen Zeit am falschen Ort das Licht dieser Welt erblickten und sich davon ein Leben lang nicht mehr erholen. Ähnlich erging es mir. Natürlich habe ich es viel besser erwischt als ein afrikanischer Wirtschaftsflüchtling. Weil ich an einem richtigeren Ort geboren wurde, sitze ich mein Leben heute in den zerfransten Rändern der Idylle ab, schön mit Fischgrät-Untergrund und weiteren Annehmlichkeiten, und nicht in einem überfüllten Camp in Libyen, das jeder Beschreibung von Menschlichkeit spottet. Trotzdem gibt es hier wie dort oft kein nächstes Spiel. Ein Gegentreffer reiht sich dann an den Nächsten. Nur Menschen mit Möglichkeiten können sich ganz neu und glaubwürdig erfinden. Ich habe Selbiges mit Bloggen versucht. Hat natürlich nicht geklappt. Immer wieder werde ich als Schreibender von außen auf mein Scheitern zurück verwiesen. Ist an sich nicht besonders geistreich und originell, wenn ich seit bald 2500 Tagen schreibend festhalte, dass ich in diesem Leben völlig gescheitert bin und durch ein paar glückliche Zufälle für die ich nix kann, über meinen eigentlichen Möglichkeiten lebe. Weit darüber sogar. Ich konnte mein Leben lang nur Parkbank. So eine Feststellung oder Zuschreibung, dass ich in Papis Wohnung hocke und dort die Stütze verblase, geht ja schon in Richtung Pleonasmus. Was soll ich dort sonst tun? Die Weltrevolution planen. Sogar wenn es kaum noch etwas zu verlieren gibt wie dass in meinem Leben der Fall ist, wird man trotzdem immer mal wieder auf sein Scheitern reduziert und zusammengestrichen. Auch in so einem fortgeschrittenen Stadium des unwiderruflichen Niedergangs und Zerfalls und Verzwergung, wird sich immer wieder jemand finden, der dir dein Scheitern und Versagen mit Genuss unter die Nase reibt wie Riechsalz, damit man in seiner Scham nicht einschläft oder gar vom üblen Geruch das Scheitern und Versagens ohnmächtig wird. Wobei ich sie beruhigen kann Frau Fabry dieses Zustand steht jetzt nicht im Mittelpunkt des Textes. Ich tu da nur so als ob. Ich bin ja schon als recht junger Mensch den sozialen Tod gestorben und nicht erst jetzt mit knapp fünfzig. Derzeit wiederhole ich nur die Vergangenheit. Dabei so viel habe ich gar nicht falsch gemacht. Ungeschickt bin ich. Das hat sich bis heute nicht geändert. Diesen Mangel hätte man mit ein wenig Zuneigung und guten Willen schon umgehen können. Sie wissen ja Kinderwohl. Anstatt diese offensichtlich Schwäche meinerseits klug zu umgeben, hat mich der Goadfather genau in dieser Schwäche ausgeliefert. Old school Helikopter-Daddy. Der Goadfather hatte nur einen halben Tag für meine berufliche Zukunft über. Das musste Nägel mit Köpfe her. Egal in was für einen Untergrund die gezimmert werden. Jetzt hat er deswegen den Scherben auf. Wobei der Goadfather hinten hinaus ein ausgesprochen guter Papi ist. Trotzdem wurde ich zum Scheitern und Versagen richtiggehend gezwungen. Dass habe ich mir nicht ausgesucht. Nicht einmal die Schizophrenie habe ich mir ausgesucht. Wobei das stimmt jetzt nicht ganz. Ich habe einmal in meinem Leben Speed oder Kokain geschnupft und schon sah ich am Montag drauf schwarze Vögel durch die Fabrikshalle fliegen. Wie sagt man in so einem Fall. „Künstlerpech“. Eltern haben ja was von Schlepper. Die schleppen ein Kind durch die schwierigen Jahre des Heranwachsens. Die Adoleszenz ist ja neuronal gesehen ja ein ziemliches Spektakel oder sagen wir die kann ein ziemliches Spektakel sein. Mitunter ein Höllenritt. Da benötigt man auch einen Schlepper dem man vertrauen kann, der auf einen achtet und auch vor gewissen Torheiten beschützt. Sehr ähnlich ergeht es Flüchtlingen wenn die mitten in der Sahara, auf den Anschluss-Schlepper warten. Das muss man sich einmal bildlich vorstellen. Die müssen auch hoffen dass sie nicht übelst übervorteilt werden. Passiert leider andauernd. Was ich einfach nicht einsehen will. Man muss doch Menschen die einem eh schon hilflos ausgeliefert sind, doch nicht auch noch demütigen und um ihr bisserl Habe bringen. Mit der Erkenntnis dass ich am Ende bin und heute zur Klasse der unnützen Esser gehöre, in der Anerkennung/Wertschätzungskommode, eine Schublade unter abgelehnten Wirtschaftsflüchtlingen, die versuchen immerhin ihr Glück, was man über einen Menschen der in Papis Wohnung hockt und seine Stütze verbläst nicht mehr zwingend behaupten kann. Ein Zustand, auf den mich ein Mensch wie der Herr M. völlig unwidersprochen von der Netzgemeinde immer mal wieder reduzieren konnte. Logisch dass mit so einem Spruch, das ich ihn Papis Wohnung hocke und dort die Stütze verblase, mein Elend gescheiterten zu sein und versagt zu haben, entsprechend vergrößert wird. Da wird Raum geschaffen. Lebensraum. Nur a Schmäh. Richtig ungemütlich für mich wird es aber erst, wenn dann auch noch sie werte Frau Fabry ausrücken und den armen Herrn Dreadpan verteidigen, also einen der beiden Täter, anstatt vorderhorstig mal mich das eigentlich Opfer. Der Herr Dreadpan hatte es ihrer Einschätzung nach ja nur gut mit mir gemeint, als er ungefragt mein Blog verlinkte und andere Blogger als Spakos verunglimpfte. Da sie es gut mit mir meinen werte Frau Fabry, haben sie mir auch ein paar gute Tipps und Ratschläge mit auf den Weg gegeben wie ich mit verletzender Kritik umgehen sollte. Die waren aber eher allgemein gehalten.
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5.
Dass der Herr M. einfach mal seine blöde Fresse halten könnte, die andauernd unter dem Zwang von Originalität steht, darüber stand natürlich nix in ihren Tipps. Ganz im Gegenteil. Nachdem alles gesagt war und wir wussten wer wir in diesem einem Leben nicht sein können, fühlte der Herr M. im Blog des Herrn Dreadpan mal ganz unverfänglich nach, ob er beim Schizophrenisten eh nicht zu weit gegangen war, als er mich sozial erdolchte, eh nicht das erste Mal, und ob alles noch seine lichtwelthafte Ordnung und Richtigkeit hat. Hatte es anscheinend. Weder sie noch der Herr Dreadpan, der es ja nur gut mit mir meinte, wenn es nach ihnen geht Frau Fabry, haben da groß Einspruch erhoben und sich wieder ganz dem Leben und den wirklich wichtigen Dingen gewidmet. Beim Herrn Dreadpan ist das in der Regel sein ausgeprägter Narzissmus. Im Westen also nix Neues. So kommt es auch, dass ich mich mal wieder ziemlich allein und ganz auf mich zurückgeworfen, mit dieser Art der Konstruktion und Herstellung von Wirklichkeit nicht so recht einverstanden bin, und ihnen und dem Herrn Dreadpan jetzt den Unterschied zwischen Richtung und Falsch vermitteln werde, weil ihnen dazu scheinbar jede Ambition fehlt. Natürlich versteht es sich von selbst dass ich mich damit, andere zu belehren, nicht wirklich beliebt mache und hübsch in die Täterfalle tappe, wo mir der Herr M. doch ein Gentleman Agreement angeboten hat, auf das ich natürlich nicht einzugehen denke. So ein Agreement sorgt doch nur dafür dass wir über das was sich Zugetragen hat, ja was an mich von außen unaufgefordert Zugetragen wurde, hübsch den Mantel des Schweigens breiten und ordentlich Gras über die Sache wachsen lassen. Sie sehen eh wie weit ich bei der Um2 damit gekommen bin, dass ich ich die Fresse halte. Die grüßt mich nicht einmal am Telefon. Warum macht sie das? Weil sie es kann. Zu meiner Verteidigung möchte ich anführen, dass ich in diese Position sie zu belehren Frau Fabry nicht freiwillig geraten bin. Die Entschuldigung des Herrn Dreadpan, dass er bei dieser Sache mit dem Herr M. und schon zuvor, moralisch eine Position einnahm, die man als uneigentlich oder total verlodert bezeichnen könnte, habe ich ja mit meinen Vorwürfen mehr oder minder erzwungen. Vom Herrn Dreadpan seinem Gewissen ausgehend wäre da nix gekommen. Die Indizien sprechen da eigentlich eine ziemlich deutliche Sprache. Spätestens an diesem Punkt, trennen sich ja unsere gemeinsamen Wege Frau Fabry was die Einschätzung der Realität betrifft, vor der wir beide natürlich nur ein unvollständiges Bild haben können. Da gibt es jetzt sehr viel Spielraum zum Erfinden, Deuten und Interpretieren. Für sie gehört der Herr Dreadpan ja ausnahmslos zu den Guten, was sie damit erklären, dass sie ihn so sympathisch finden. Ihrem Erklärungsmodell folgend, könnte man jetzt auch den Hitler zu jeden Guten zählen, wenn man Hitler einzig und allein zu einer Frage der Sympathie macht und ihn nicht nach seinen Taten misst und beurteilt. Ich halte ja Sympathie in so einer Frage für völlig irrelevant, für sie hingegen Frau F. ist Sympathie ein wichtiges Entscheidungskriterium. Mein Standpunkt in dieser Angelegenheit ist ja dass der Herrn D. sein Gewissen ohne meinen Zuruf nicht erleichtert hätte wie eine schwache Blase. Ganz im Gegenteil. Der kommentierte doch bei mir dass er recht eine Hetz hatte, als er mich und den Herr M. in einem kleinstbürgerlichen Hickhack verstrickt wähnte. Da kam nix in dieser Richtung. Lesen sie mal beim Herr D. nach. Der machte da eher den Unparteiischen und Einpeitscher und nicht den reuigen Sünder. Normal hätte der Herr D. doch zum Herr M. sagen können, dass er mein Blog ungefragt verlinkt hatte und die Leute nicht in meinem Namen als Spakos verunglimpfte. Das war schon einzig und allein auf seinem Mist gewachsen. Zu dieser Reaktion kam es aber nicht. Wenn der Herr D. tatsächlich zwischen Richtung und Falsch unterscheiden könnte, wäre er um so eine Stellungnahme nicht herum gekommen. Natürlich kam man Herr D. sein Handeln jetzt auch mit seinem angegriffenen Geisteszustand erklären. Das geht immer. Den Boden des Fasses haben aber dann doch sie ausgeschlagen werte Frau Fabry, indem sie mir weismachen wollten, dass es der Herr Dreadpan nur gut mit mir gemeint hatte, als er seine Dreadpan-Show abzog, natürlich auf meine Kosten, obschon die Fakten ziemlich eindeutig dagegen sprechen. Nicht dass sie mich jetzt für unversöhnlich und nachtragend halten. Ich hege nicht den geringsten Groll gegen sie oder den Herr D. Etwas anders liegt die Sache mit dem Herr M. Der sollte zukünftig einen sehr weiten Boden um mein Einzugsgebiet machen. Analog wie digital. Ich schreibe hier ja an der Frau F. Polemik. Von irgendwo her muss das Salz für diese dünne Brühe ja kommen. Immerhin hat sich der Herr D. dann auch bei mir entschuldigt, was ich durchaus zu schätzen weiß und sie wollten die Dinge halt mit friedlichen Mitteln schlichten und zu einem gütigen Ende bringen. Kann aber auch gut sein dass sie es nicht besser wissen und tatsächlich denken der Herr Dreadpan meinte es nur gut mit mir, obschon die Realität eine ganz andere Geschichte erzählt. Ich bin an dieser ganzen Sache natürlich nicht unbeteiligt. Der mit dem scharlachroten Buchstaben bin natürlich ich. Das steht erhaben für sich und außer jedem Zweifel. Alles was man mir vorwerfen kann, nein muss, ist die Tatsache, dass ich nicht besonders klug und weitsichtig auf die unzähligen Provokation des Herr M. reagiert und so mein Schicksal fast ein wenig herausforderte habe. Es sieht ja jetzt so aus, als ob ich die Reaktion des Herr M. richtiggehend provoziert hatte, ja ihm die Worte fast in den Mund legte. Ich hätte auch anders an die Sache herangehen müssen, weniger aggressiv und einfach die andere Wange hinhalten sollen. Nur sowas Schwachsinniges wie mit der anderen Wange können sich auch nur Lichtweltmenschen ausdenken. Die richtige Herangehensweise im Leben ist laut Spieltheorie so wie du mir so ich dir + einem kleinen Aufschlag Humanismus und Entgegenkommen. Wenn ihnen jemand in einem Supermarkt mit einem Messer in den Bauch stechen will, hilft es auch nix wenn sie dem den Rücken anbieten. Was denken sie sich warum sich kluge Köpfe den Rechtsstatt einfallen ließen. Dass ich die Dinge zu lange laufen lasse, liegt auch daran dass ich ein Mensch bin, der sich in vielen Fragen halt so verhält wie sich nun mal ein Mensch verhält der am Ende angekommen ist. Da droht man nicht immer mit Unterlassungeklagen und dem Gesetz. Ist doch völlig lächerlich. Ich weiß auch nicht wie man sich als Schreibender so halbwegs ungeschoren durch die anarchischen Wirren des Netzes bewegt. Ich bin analog nicht anders als hier in den Texten. Fragen sie WFN. Die wird ihnen das bestätigen. Ich schaffe es manchmal nicht einmal alle Kommentare zu beantworten. Des Weiteren bin ich tiefste Schattenwelt. Da kommt man mit der anderen Wangen nicht mal bis auf die Insel. Mitunter prallen in den sozialen Medien auch Kulturen aufeinander. Sagen wir lieber Millieus. Trotzdem zeigt sich auch im Aufeinanderprallen von verschiedenen sozialen Millieus wie Schattenwelt und Lichtwelt, wer es gut mit einem meint und wer einen nur blöde kommen will in letzter Konsequenz. Doch nur weil etwas aufeinanderprallt muss das nicht per se schlecht sein. Wir sind ja keine Autos die kollidieren obschon wir uns manchmal hilflos ineinander verkeilen. Ich behaupte mal die ganzen Salafisten in der Bronx, deren Bärte immer länger werden und deren Frauen aussehen wie die Werke der Verhüllungskünstler Christo und Jeanne-Claude, macht des gar nix aus dass ihre Kultur, die eigentliche eine Religion ist, mit der Unsrigen, die säkulär und laizistisch ist, und von einem Rechtsstaat garantiert werden, in dem die Persönlichkeitsrechte, über der freien Religionsausübung stehen, nicht ganz kompatibel sind. Wenn Christen hier streng einen auf Religion machen wollen, gehen die doch auch freiwilllig in ein Kloster und nicht tagtäglich zum Discounter. In einen Discounter gehören Discounter-Menschen und sonst nix. Auch keine Reichen, die gerne zum Discounter gehen, weil das hipp ist und es dort BIO gibt. Die Bärtigen ziehen ihr Ding wie es aussieht gnadenlos durch. An denen prallt derzeit noch jede Einsicht ab das wir a bisserl aufeinander zu gehen sollten. Was weiß ich. Ihr weniger lange Bärte und wir noch mehr mit alles. Kann auch sein dass noch niemand auf die Bärtigen zu ging und ihnen freundlich erklärte dass Europa der falsche Orte ist, die Bronx sowieso, um hier eine neue Welt zu erschaffen aus uralten Gedanken, in der Frauen verhängt werden wie ansonsten nur Kunstwerke oder Leichen die auf dem Boden liegen, und wenn sie sich doch aus ihrem Grab bewegen, immer zwei Meter hinter dem gottähnlichen Mann herzugehen haben. Wir hier wollen mehr Disco-Islam und muslimische Frauen auf und nicht andauernd zu Fuss mit Tragtaschen behängt wie Nutzvieh. Wie mir dieses Leute in ihrem Gehabe schon auf den Senkel gehen. Dieses allwissende Herumeierre. Schauderhaft. Die Bronx wird schön langsam zu einem zweiten Molenbeek. Aber dazu an anderer Stelle mehr falls ich dazu komme. Oft bricht in mir ja alles Bemühen um ein wenig Kleinstkunst schlagartig zusammen und es geht nix mehr. In meinem Blog stehen unzählige Text-Ruinen in denen es einfach nicht weitergeht. Wie auch wenn man am Ende angekommen ist. Auf der emotionalen Ebene geht sich das dann oft kein weiterer Sinnüberhang mehr aus. Schizophren bin ich auch. Schizophrenie ist ein tätlicher Angriff auf die innere Struktur. Die ist ein übler Struktur-Killer.
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6.
Wobei in so einem Fall wie den Bärtigen kann man sich noch immer einreden, das es sich um ein großes Missverständnis handelt, das sich noch aufklären lässt wenn mal erst mal ins Gespräch kommt. Das mit dem Gespräch hatten wir aber in meinem Fall schon. Wir haben nix anderes getan als ein Gespräch aus 0 und 1 zu führen. Mir fehlt es manchmal in meinen Überlegungen auch etwas an der nötigen Fertigungstiefe, wie etwas dass ich ausspreche oder niederschreibe und aufs Papier zwinge wie einen Knecht der sich hinter meinem Rücken über mich lustig macht, auf andere einwirkt, wo diese Welt doch längst fertig ist mit mir und ich mit dieser Welt. Seit über einem ¼ Jahrhundert mache ich jetzt die reine Lehre der Schattenwelt zu der nun mal die Bettkante gehört wie ein Amen zu einem Gebet. Auf der Bettkante sitze ich oft und dann geschieht nix was sich gut anfühlt. Jeder braucht einen Zufluchtsort an dem er dann ungestört verstört sein kann. Damit möchte ich nicht den Eindruck erwecken dass so ein Schattenweltleben eine kaum zu stemmende Bürde ist, das vieles erklärt und noch mehr rechtfertigt. Eine Sitzgelegenheit ist nun mal eine Sitzgelegenheit. Dennoch hinterlässt so ein Leben auf der Bettkante Spuren. Tiefe Spuren sogar. So weit ich Bescheid weiß, kommt niemand so demoralisiert auf die Welt, dass er nur noch vom Klappstuhl auf die Bettkante abspringt, getragen von einem Fallschirm des Scheiterns, der sich natürlich nicht öffnet, was bei der geringen Fallhöhe aber kaum ins Gewicht fällt. Bei ins Gewicht fallen denke ich unweigerlich an die Um2. Bettkante ist der Trostpreis für ein Leben auf der Rasierklinge, wenn man nicht zur falschen Zeit am gänzlich falschen Ort in diese Welt gezwungen wurde. Ich saß bei diesem Ritt jedoch nicht in einem Sattel aus Übermut, weil ich den Eisheiligen der Populärkultur auf dem Leim gegangen war, sondern aus schierer Verzweiflung. Schon als junger Mensch kam ich an einen Punkt an, vom dem ausgehend es nicht mehr viel zu verlieren gab. Überdies und unterdies bin ich ein Mensch der nicht von Haus aus schlecht über andere denkt und denen wünscht dass sie der Blitz beim Scheißen treffen soll. Nicht einmal gestandenen Lichtweltmenschen, die übergehen vor Allüren und Selbstbesoffenheit, wünsche ich einen Blitzeinschlag anlasslos. Ihr Würde ist unantastbar. Bis sie halt meine durch den kleinstbürgerlichen Fleischwolf drehen weil sie sich für den bessern Menschen halten. Was sie mitunter dann auch tatsächlich sind. Wäre ich im Schleppergewerbe aktiv, würde kaum einer der Flüchtigen, Geflüchteten und Immigrationsaffinen, über Bord meiner luxurösen Fluchtfahrzeuge gehen. So etwas macht man doch nicht. Mitten in der Wüste, Menschen, die eh schon zur falschen Zeit in die falschen Weltzusammenhänge hineingeboren wurden, auch noch um ihren Fluchtgroschen erleichtern und sie in Todesangst vesetzten. Wer bitte macht so etwas. Und weil das an Demütigung noch nicht langt, werden diese Weltzusammenhangslosen, die bis zum Hals im falschen Leben stecken, nachdem man sie bestohlen hat, auch noch entfüht und sexuell übergangen, um von den Übergebliebenen in der Heimat, Lösegeld zu erpressen, die sich in vielen Fällen eh schon bis zum Hals verschuldet haben, damit wenigstens einer aus der Familie oder Sippe das gelobte Land erreicht. Jetzt schulden die, Verwandten, sieben Ziegen, drei Kühe, oder bringen zwei unbefleckte Töchter zum Pfandleiher, während ich hier im gelobten Land, schön in Goadfathers Bude hocke und meine Lebenszeit verprasse. Wegen der Wohung habe ich den Goadfather nie nie erpresst. Das ist doch disgusting und extremst widerlich. Die Menschenwürde setzt scheinbar erst dann ein wenn man europäischen Boden betreten hat. Dabei hätte ich den Herr M. schon vor Jahren, als er mir das erste Mal übelst in die Parade fuhr, und meinem UN0-Einsatz in Kuweit-Irak 1991 unaufgefordert rüber ins Lächerliche zog, freundlich aber doch bestimmt zur Persona non grata erklären müssen. Zu einer unerwünschten Person und basta. Zum Verhalten des Herrn M. werte Frau Fabry, wollen sie ja nicht Stellung beziehen, da sie einerseits nicht betroffen und anderseits ein besonnener Mensch sind, was ich durchaus nachvollziehen kann. Sie wollen weder parteiisch sein, noch in etwas hineingezogen werden wie in eine Fehde der Mafia, die sehr wahrscheinlich damit endet, dass man dem anderen wünscht dass ihn der Blitz beim trifft. Das ist natürlich ihr gutes Recht. Es langt doch wenn ich total verwüstet und beschädigt in so einem kleinstbürgerlichen Gemetzel unterhehe weil ich es nicht auf sich beruhen lasse. Ihnen das vorzuwerfen halte ich für völlig unangebracht. Ich halte ihnen ja nur vor dass sie sich in dieser Sache doch zu einer Partei bekannten und zwar zum Herr D., weil der ihnen so sympathisch ist. Diese Sache mit dem Herrn M. muss ich also ganz allein stemmen. Und dazu bin ich auch gerne bereit. Derzeit tue ich nix lieber als das. Ich bin ja auch ganz allein da hinein geraten. Na das stimmt jetzt nicht. Fragen sie den Herr D. Der kann ihnen das bestätigen. Obschon bei mir alle Warnlichter angingen, habe ich die Situation mit dem Herrn M. jahrelang unterschätzt. Geh, dachte ich mir, ist doch nur das Internet mit seinen sozialen Netzwerken. Keine Ahung warum man die sozial nennt. Da wird doch nix umverteilt. Schon gar nicht von den Habenden zu den Habenichtsen. Ich kriege von den Großbloggern in der Regel nix geschenkt. Nicht einen Leser treten die freiwillig ab. Bei diesem Halb-Anonymen Getue zahlt es sich doch nicht aus sich vorbildlich einzuspeicheln. Dachte ich mir. Der kleinen Scheißer will mir ja nicht den Klappstuhl unterm Arsch wegziehen. Was kann mir schon passieren. Der ist doch nicht die Inkarnation der Um2, der ich so ziemlich jede Schweinerei zutraue. Wie sich dann herausstellte auf eine verquerte Art schon. Kann gut sein dass ich in der Angelegenheit Um2 heute noch Spitzen erkenne, wo es sehr wahrscheinlich gar keine Aufschüttungen mehr gibt, die sich zu einer Spitze formen lassen, die den Emotionen in den Hinter pieksen wie Nadeln. Geht es um meine Wenigkeit traue ich der alle nur erdenklichen Schweinereien zu. Na alles nicht. Mörderin ist sie keine, obschon sie einiges an Lebenszugewandgeit in mir umgebracht hat. Wenn ich genauer darüber nachdenke hat sie mich eigentlich gekillt, aber nicht am Gewissen. Da tut sich nix bei der guten Frau. Reue. Wegen was. Der hat es doch nicht anders verdient. In der kleinstbürgerlichen Welt muss man sich sogar die Zurückweisung verdienen. Die hat es geschafft dass ich mein Bemühen, ein sinnerfülltes Leben, eingebettet in einen größeren Verbund, irgendwann angeekelt und angewidert eingestellt habe. Zu meiner Nerventante sage ich hin und wieder, wenn ich die Um2 denke, fällt mit als erstes Wort immer Vernichtung ein. Meine natürlich. Frau Nerventante führe ich dann aus, ich lebe im Gefühl, dass die mich ab einem gewissen Zeitpunkt, nur noch aus dem Haus haben wollte und dass mit allen Mitteln, legalen wie illgelagen. Irgendwann hat die mich vor die Haustür abgestellt wie Sperrmüll. Kann gut sein dass dieser Wille mich zu vernichten eine Spitze ist die es so niemals gab und dass diese Vernichtung ein Produkt der Schizophrenie ist, der ich tagtäglich ausgesetzt bin und die mich ja auch vernichten und auslöschen will. Wobei ich zu meiner wiederholten Verteidigung anmerken möchte. Ich stehe ja seit vielen Jahren unter dem Einfluss von Neuroleptika. Egal wie weit ich mich über die Jahre emotional aus dieser Zeit verabschiedet habe, obschon ich in der Realität heute noch in dieser Zeit festsitze wie ein Staatenloser auf einem Flughafen, fällt mit zur Um2 nix anders ein als das Wort Vernichtung. Ganz gleichgültig wie weit ich in der Lage bin mich in meiner Erinnerung und Gefühlen von dieser Zeit zu lösen und zu distanzieren, fällt mir zur Um2 doch wieder nur das Wort Vernichterin ein. In der Wirklichkeit der Um2, die sich halt aus unserer gemeinsamen Zeit abgeleitet hat, bin ich ein Mensch mit einer schäbigen Arbeitsmoral, unnützer Esser und Säufer, der in Wahrheit nur so tut als ob er erkrankt sei. Geht es alleine nach der Um2 oder dem Herrn M. der mir mal durch die Blume zu verstehen gab, dass ich mich in die Krankheit geflüchtet habe, ziehe ich hier nur eine Show ab, um mich geschickt aus der Verantwortung eines mündigen Bürgers zu stehlen, der immer auch eine Mitverantwortung für das Gemeinwesen trägt. Der Herr M. schrieb ja einst in mein Kommentarblog dass die Flucht in die Krankheit für ihn keine Option sei. Dabei hat der Schlauberger selbst ein schweres Nierenleiden. Es war auch dieses Nierenleiden, das mich dazu veranlasste, den Herrn M. nicht zu einer unerwünschten Person zu erklären. Der hielt ja schreibend fest dass er knapp vor der Dialyse steht/stand. Ich gehe doch nicht auf Menschen los die sich allein kaum noch auf den Beinen halten können. So etwas macht man doch nicht. Egal wie tief ich auch in die Schattenwelt abgleite, gewisse Dinge mache ich einfach nicht. Niemals. Ich schreibe doch einem Menschen der knapp am Nierenversagen vorbeischrammt doch nicht in sein Kommentarblog, das ich mich niemals in eine Nierenkrankheit flüchten würde. Wer macht denn so etwas?
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7.
Niemals ist vielleicht übertrieben. Gegebenenfalls würde ich in einem Todes und Verhungerungslager auch einem anderen den letzten Brotkrumen stehlen. Was weiß man. Hat es ja alles schon gegeben, dass Menschen in einem Todes und Verhungerungslager, von den Verhältnissen gezwungen, anderen Insasen auch noch den allerletzten Brotkrumen klauten, um noch ein paar Stunden länger in dieser Hölle durchzuhalten. Viele der einstigen Insasen der Todes und Verhungerungslager, die diese Martyrium überlebten, litten dann ein lebenlang unter fürchterlichen Schuldgefühlen. Gab sogar ehemaligen Insassen der T und V-Lager die mit der eingebildeten Last der Schuld nicht weiterleben konnten und sich . Wie es dazu kam dass ich heute in Papis Wohnung hocke und meine Stütze verblase, interessiert die Um2 nicht. Dass ich mich fühle versteht sich ja von selbst. An sich habe ich so viel Entgegenkommen nicht verdient. Die Um2 sah immer nur das fertige Produkt des Versagens, mein Scheitern, meine Unform, meine zittrigen Hände, meine Ausflüchte etc. Bei der Frage wie es dazu kam, dass ich unter der Last der Verantwortung zusammen gebrochen bin, die ein bürgerliches Leben nun mal mit sich bringt, gibt es entschieden zu viel Interpretationsspielraum, der sich mit Wahrheit kaum ausfüllen lässt wie ein Glas mit Wasser. Meine Lebensgeschichte lässt sich ja so aber auch anders herum erzählen. Die Um2 beschreibt mich in ihrer Wirklichkeit immer als Täter, ausnahmslos immer, während ich mir eher als Opfer der Verhältnisse beschreibe. Opfer ist nicht das richtige Wort. Gefangener gefällt mir besser. Einer von uns beiden irrt mehr. So viel ist sicher. Die Um2 sieht weder Grund noch Anlass diesen Raum der Realität zu betreten und ihr Tun mal selbstkritisch zu hinterfragen, bevor sie sich eine Wahrheit erfindet die ganz wunderbar zu ihren Gefühlen passt. Warum auch. Im Sport sagt man. „Never change a winning Team“. Sie ist ja vom Scheitern und Versagen nicht betroffen, genauso wenig wie der Herr M. vom Scheitern und Versagen betroffen ist. Der tut ja hin und wieder nur so als ob wenn er bei mir was reinkritzelte. Das kann man sich aber nicht anhören wenn man einigermaßen bei Verstand ist. Das schafft nur die Bourgeoisie. Die scheitern dann auf der Mikrobene, bleiben im Leben hinter ihren Erwartungen oder Möglichkeiten zurück, haben aber trotzdem von allem zu viel, weswegen wie wieder und wieder hinter ihren Möglichkeiten zurückbleiben. Ich versuche heute aus meinen das Optimum raus zu holen. Es ist ja nicht die Um2 der eine schäbige Arbeitsmoral unterstellt wird und einen Hang zum Suff. Wahrscheinlich hat die heute längst vergessen, dass ich als junger Mensch nur noch den Keller des Hauses betreten durfte, weil ich nach dem Scheitern in einem Handwerksberuf, mal eine Zeitlang keiner geregelten Arbeit nachging. Ich schlief da in einem Schlafsack an der Drau. Nee nicht Monate. Ich hatte noch Freunde. So viel Wahrheit muss sein. Sie ist ja nicht diese Person, die in diesem Stück Mensch, diese Rolle mit ihrem Leben zu verkörpern hatte und in Richtung eines kleinstbürgerlichen Kellers umgeleitet wurde. Ganz im Gegenteil. Sie war jene Person, also die Handelnde, die das Umleitungsschild aus der kleinstbürgerlichen Welt in den Untergrund aufstellte und nicht die behandelte Person. Die war ganz eindeutig ich. Gerne spreche ich ja nicht über diese Zeit. Wie sie sich sicherlich vorstellen können gibt es im Leben schönere Momente, als wegen Erfolglosigkeit, in einen kalten Keller aus Beton umgeleitet und und aus dem kleinstbürgerlichen Leben verwiesen zu werden. Nicht dass sie sich jetzt denken ich habe diese Lehre einfach abgebrochen und dann mal hübsch „Blau gemacht“. Mitnichten. Ich blieb schön bis zum letzten Tag der Lehre im Netz meines Unglücks kleben wie eine Fliege im Netz der Spinne. Ich habe nix geschmissen. Außer meiner Zukunft als anständiger Kleinstbürger. Sogar heute hätte ich noch die Berechtigung zur Gesellenprüfung anzutreten zu dürfen. Da meine manuellen Fertigkeiten aber dermaßen mangelhaft waren, und noch immer sind, meine Hände eignen sich höchstens zum Nasenbohren und, habe ich dann aufs Antreten zu dieser Prüfung verzichtet. Bei der manuellen Vorprüfung war ich dermaßen schlecht, dass der Meister, der sich um die Vorprüfung zu kümmern hatte, in schallendes ausbrach als er meine Werkstücke beurteilte. So etwas Dilettantisches hätte er in seiner ganzen Berufslaufbahn, und das waren gut 35 Jahre, noch nie gesehen. Ist wie bei den Schwimm-Weltmeisterschaften wenn die Exoten auch mal ran dürfen und fast ersaufen und man es mit der Angst zu tun bekommt ob die es überhaupt noch bis zum gegenüberliegenden Beckenrand schaffen. Sie werden es nicht für möglich halten aber sogar ich musste lachen, weil das was ich da abgeliefert hatte an Dilettantismus und offensichtlicher Unfähigkeit tatsächlich kaum zu überbieten war. Eine Beleidigung für die Zunft der Optiker. Wie es zu diesem Missverständnis kam. 1. Hätte ich als Lehrling niemals genommen werden dürfen. Was konnte ich dafür dass die anderen Bewerber nicht die Hellsten waren und ich beim Test unabsichtlich als Erstgereihter aufschien. Das war aber ein Test in dem es weniger um die manuellen Fertigkeiten ging. 2. Gab es in der Berufsschule im Fach Werkstatt kein Nichtgenügend. Da wurde man als Scheiternder einfach auf ein Genügend upgegradet und Jahr für Jahr weitergereicht wie eine faule Kartoffel. Ich weiß nicht ob es der Wahrheit entspricht. Manuell gehörte die Optiker-Lehren vor 30 Jahren noch zu den anspruchvollsten. Neben der Lehre als Uhrmacher. Ich war für so eine Lehre gänzlich ungeeignet. Gänzlich und vollumfassend ungeeignet. So einfach war das. Mir war das natürlich vom ersten Tag an bewusst. Nur wollte mir niemand glauben (schenken). Aufhören konnte ich auch nicht. Die Um2 wollte mich ja in ein Heim abschieben. Die wartete nur auf so eine Gelegenheit dass ich wieder einmal aus der Rolle fiel. Spätestens dann bei der Vorprüfung ließ sich dieser offensichtliche Makel nicht mehr kaschieren. Jahrelang taten der Goadfather und vor allem die Um2 nix lieber als über meine Ungeschicklichkeit, die beiden linken Hände, die ja offensichtlich war zu spotten und sich lustig zu machen. Aber anstatt a bisserl nachzudenken und die Realität mit in ihr Handeln einzubeziehen, wenn schon nicht mich, zwangen die mich in eine Situation, in der ich jahrelang jeden Tag aufs Neue genau auf dieses Defizit zurückgeworfen werde. Warum? Weil ich wie Beifang beim Hochseefischen abgehandelt wurde. Nur zurück ins Meer konnte man mich nicht werfen. Das hatte ja schon fast was von Folter was mir da angetan wurde. Kleinstbürgerlicher Folter halt. Wer dermaßen gegen meine Talente und Interessen handelt darf sich dann auch nicht wundern wenn das in einer kleinstbürgerlichen Katastrophe endet. Das war ja ein Unglück mit Ansage und Anlauf. Menschen und Schlachtvieh ist mir heute bewusst geworden sind sich zuweilen ähnlicher als man denkt. Beide hängt man an Schlachterhacken auf. Ich wurde auch geschlachtet. Kleinstbürgerlich halt. Nachgefragt wurde ich nur als Nutztier. Das Wort Schizophrenist tauchte im Wortschatz der Um2 nur auf, wenn sie mich entweder verzwecken konnte oder mich a bisserl vorzuführte um sich besser zu fühlen, weil sie gar so traurig war keine Mami zu sein mit einem echten Kind, echten Muttergefühlen und der Hoffnung auf ein emotionales Mutterkreuz in Gold. Ich war ja mehr ein Dalit, ein Unberührbarer, den man genau 4 mal im Jahr berührte, zum Geburtstag, zu Weihnachten, zu ihrem Geburtstag und natürlich zu Muttertag, als man alle Kinder in der Schule dazu zwang, was für ihre Mütter zu basteln ob die wollten oder nicht. Können sie sich eh ungefähr ausmalen was ich da so zusammenbastelte. So kam es dann dass ich irgendwann nur noch den Keller betreten durfte. Ich sage es ihnen ganz offen und ehrlich Frau Fabry. Nach der Kellersache war ich mit der kleinstbürgerlichen Lichtwelt fertig. Ein für alle Mal fertig. Irgendetwas ging da in mir zu Bruch. Von dieser Kellersache habe ich mir bis heute nicht mehr so richtig erholt. Kann gut sein dass sich die Um2 an die Kellersache gar nicht einmal mehr erinnerte, oder nur völlig unzureichend, obschon diese Sache für mich von außergewöhnlicher Bedeutung ist. Sogar heute noch. Damals hörte ich es in mir knacken. Seitdem bin ich auf der Flucht vor allem Lichtwelthaften, weshalb ich ja nicht einmal ein schöne Lichtwelthemd besitze. Und so wie ich diese Sache sehe, bin ich völlig zu recht auf der Flucht, wo ich doch sogar heute noch von Lichtweltmenschen in diesen Keller gezwungen werde, wo die Leichenberge der Kleinstbürger herumliegen, sehr wahrscheinlich nach der Farbe der Lebenslügen gestapelt. Ich habe da früh Schwarz für mich gesehen. Meine Wiener Kumpels könnten ihnen das bestätigen. So gesehen bin ich auch eine kleinstbürgerliche Leiche. Nix anders behaupte ich, wenn ich zugebe schon vor vielen Jahren am Ende meiner Welt angekommen zu sein. Wie sagte der Wittgenstein: Das Ende der Sprache ist das Ende meiner Welt. Ich sag oft tagelang nix und ich will auch nix mehr sagen. Schreiben ja. Aber sogar beim Schreiben wiederhole ich mich nur noch pausenlos. Der Keller war der eine Topfen an Erniedrigung zu viel. Seitdem bin ich mit der Lichtwelt fix und fertig. Viel brauchst es in der Regel nicht das ich speichle und es knacken höre. Natürlich kann man mir jetzt Geschichtsklitterung und Legendenbildung vorwerfen. Besser eine Legendenbildung als gar keine Bildung. Wie soll ich den Beweis erbringen, dass ich tatsächliche eine Lebensgeschichte habe, die mich mal in den Keller führen sollte. Um ein wenig Selbstermächtigung vorzugaukeln, an die ich als Person sowieso nicht glaube, habe ich mir dann die Schattenwelt erfunden. Identität und so. Besser als Schattenweltmensch auf der Bettkante statt als Leiche in einem kleinstbürgerlichen Keller. Gleichermaßen angewidert wie hoffnungslos verloren bin ich dann Richtung UNO abgebogen. UNO-Soldat ist ja das ganze Gegenteil von lichtwelthafter und zwanghafter Kleinstbürgerlichkeit. Angewidert und hoffnungslos verloren ist eine explosive Mischung. Da fährt man mit dem Auto eines Kumpels schon mal zum Spaß in einer Mauer. Wirklich nur zum Spaß. Uns ist ja nix passiert. Der Wagen war halt Schrott. Den vermachten wir dann der griechischen Regierung. Kein Wunder dass die bankrott sind. Stichwort: Unverarbeitete Vergangenheit. Da gibt es nix mehr zu verarbeiten. Nur noch zu fühlen gibt es da etwas. Keller ist Keller und bleibt Keller. Freiwillig steig ich da nicht hinunter. Alles was ich in meiner Situation tun konnte war auf das Angebot nur den Keller betreten zu dürfen nicht mehr einzugehen und mich zu verweigern. Wie sagt man. Irgendwann ist Schluss mit lustig. Der Keller ist etwas dass sich nicht besonders gut anfühlt. Nicht einmal die Wohnung vom Goadfather fühlt sich richtig und gut an obwohl die im 3. Stück liegt. Die riecht auch ein wenig nach Keller. Schon gar nicht wenn ich heute noch von kleinstbürgerlichen Lichtweltmenschen in ihrem unerklärlichen Groll wieder in den Keller umgeleitet werde, weil ich in Papis Bude hocke und dort die Stütze verblase. . Das sollten Lichtweltmenschen nicht machen, wenn sie auch nur einen Hauch von menschlicher Größe in sich verspüren. Schon gar nicht Menschen die es besser erwischt haben. Ich sitze doch eh schon in der Wüste meines Lebens in einem Klappstuhl und warte zu bis es halt vorbei ist. Ich weiß nicht ob es tatsächlich zutrifft. Aber wir Säugetiere sind angeblich Statussucher. Menschen die es zu keiner Art von Statur, nein Status bringen, ziehen keine Paarungspartner an und scheiden letztendlich aus dem Genpool aus. Güter die einer Person einen hohen Status verleihen, sind deswegen besonders wichtig. Der Autor Rolf Dobelli, Autor von "Die Kunst des klaren Denkens", spricht vom Paradoxon des materiellen Fortschritts, wenn Güter und Dienstleistungen für jedermann nahezu kostenlos sind, wie z.B. das Bloggen, sich aber die statusverleihenden Güter zugleich noch weiter aus der Reichweite der Masse entfernen wie bezahltes Bloggen. Ich bin eh im Aussterben aus dem Genpool begriffen, während sich der Herr M. meines Wissens doch noch erfolgreich fortgepflanzt hat. Für die FAZ hat er auch geschrieben, während ich übers Bloggen in einem Massengrab für Talentlose, eine Tätigkeit die mir kaum Ertrag einbringt, nicht hinauskomme. Das was ich hier seit sieben Jahren mache ist eh schon ein Zeichen meines Scheiterns. Ich blogge, besser gesagt schreibe, weil ich meine kleinstbürgerliche Herkunft nicht loswerde. Ich lebe ja in dem Gefühl, in diesen meinem Leben nicht lange genug gearbeitet zu haben. Hart am Limit schon hin wieder. Aber natürlich nicht lange genug. Das ist eine Tatsache die mir die Um2 heute noch an den Kopf werfen würde. Die hebt sofort den ersten Stein auf. Dabei schreibe ich hier schon seit über sieben Jahren einzig und allein um den Nachweis zu bringen das meine Arbeitsmoral sogar heute noch intakt ist. Wie könnte ich der Um2 und anderen Lichtweltmenschen, die mich andauernd in ihren Kellern zwischen den Leichenbergen aus ihren Lebenslügen zwingen, die der Farbe nach sortiert werden, doch noch eines auswischen? Na indem ich es zum bekannten Blogger bringe. Es versteht sich ja von selbst dass mir Selbiges niemals gelingen wird. So ist das mit den Verlierern. In meinen Träumen stehe ich oft in einer Telefonzelle und rufe Gott und die Welt an und nie hebt wer ab.

Weiter vielleicht.

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Gut, dass Sie das unverfängliche
Twin-Peaks-"Ich liebe den Herrn S. ja eigentlich"-Austesten von Herrn M. bei mir auf dem Blog noch mal ansprechen. Das hat in der Tat einen Schwamm-Drüber-Effekt gehabt.
Ich habe kurz überlegt, ob ich kommentieren soll, dieses Weichspülen muss jetzt wirklich nicht mehr sein, dann hab ich es doch ignoriert, weil ich dachte: Ich hab's eh verbockt, der Schizophrenist wird das eh' nicht vergessen, ich sollte zu der Sache schweigen. Geärgert habe ich mich schon, dass Herr M. sich so unelegant wie effektiv aus der Affäre zieht. Ich dachte auch, meine Solidarität ist auch nicht mehr glaubwürdig und nix mehr wert. Mann kann es allerdings auch als pure Feigheit ansehen.

Würde ich beim nächsten Mal dann anders machen. Mein moralischer Kompass funktioniert in der Tat nicht besonders. Sie haben völlig recht: Von alleine wäre ich nicht auf die Idee gekommen, dass meine Spacken-Aktion keine gute Sache war.

Ansonsten finde ich, dass Sie äußerst milde waren in Ihrer Polemik. Dafür bin ich ziemlich dankbar.

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Sorry,
aber vielleicht bin ich tatsächlich noch nicht lange genug in der digitalen Welt unterwegs und lasse mich auch zu wenig darauf ein, dass mir die die feinen Details, auf die es ankommt nicht auffallen. Vielleicht sehen Sie manchmal aber auch Spitzen wo keine sind.
In der Tat suche ich immer das Gute im Menschen und neige mehr zum Ausgleichen, als zum Partei ergreifen, das hat sowohl mit meinem Beruf zu tun, als auch mit meiner Weltsicht. Manchmal muss man auch Haltung zeigen, das ist mir klar. Aber das tue ich nur, wenn es für mich offensichtlich einen Grund gibt. Ihre Debatten mit dem Herrn M. entziehen sich völlig meinem Verständnis. Ich sehe mich außerstande, mich dazu zu äußern und ich will da auch nicht hineingezogen werden. Das ist nicht mein Konflikt. Ich lese nicht bei dem Herrn M. und er vermutlich nicht bei mir. Bei Dreadpan ist das etwas Anderes. Unsere Kommentar-Debatten sind für mich so etwas wie Verbaredungen zum Kaffeetrinken und meistens finde ich es nett. Es muss ja nicht immer kuschelig zu gehen, es kann auch mal schwierig sein. Wenn sich bei einem netten Kaffeetrinken zu dritt die beiden anderen in die Haare kriegen und ich gar nicht so richtig nachvollziehen kann, warum da jetzt jemand an die Decke geht, ergreife ich auch keine Partei. Ich bin digital auch nicht anders als analog. Eher etwas besonnener, weil ein mal Getipptes überdacht und gelöscht werden kann, bevor es veröffentlich wird. Einmal Ausgesprochenes kann ich nicht mehr zurück nehmen, da geht auch schon mal etwas verkehrt.
Und wenn ich oft im Allgemeinen bleibe: Das hier ist öffentlich, das kann jeder lesen und das ist mir nicht egal. Aber Sie schreiben ja noch weiter, da bin ich mal gespannt. Und keine Sorge, auch diese Polemik habe ich nicht als solche empfunden, das war völlig okay.

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Ich kann dazu jetzt nicht mehr so viel sagen weil ich eh schon 5 Seiten darüber geschrieben habe. Sie haben mich ja so nach und nach und Stück für Stück so als Sinnkrücke oder Unterlage in ihre Blogkunst eingebaut, bis die Sache halt dann nach hinten losging. In der Regel werfe ich nicht den ersten Stein trotzdem ist mein Fenster dann kaputt.

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Danke für die Antwort Frau Fabry. Ja vielleicht ist es so oder ganz anders. Dass ich Spitzen sehe wo es vielleicht gar keine gibt ist sehr schön formuliert. Lässt mir schön Raum für weitere Spekulationen auch in Richtung Schizophrenie. Dass sie sich nicht schmutzig machen wollen hat sich ja gezeigt. Einerseits ist das offensichtlich und andererseits unbestritten ihr gutes Recht. Warum sich in etwas verwickeln lassen das einen nix angeht. Ganz so ist es nun wieder auch nicht wie sie sagen. Sie haben ja einen der beiden Täter in Schutz genommen, nämlich den Herr D. Hätte ich nix Geschrieben steht dann in ihrem Kommentar dass ich einem Guten eins reinwürge. Aber auch dass ist ihr gutes Recht. Sie machen in dieser Situation halt von ihrer Freiheit gebrauch und verhalten sich so dass sie sich gut dabei fühlen und schaffen sich ihre eigene Wirklichkeit. Die passt halt nicht 1:1 zu meiner.

Nee viel gibt es nicht mehr zu sagen. Sie nennen sich besonnen. Ich könnte noch etwas polemisieren und sie feige nennen. Feige bin ich auch. Aber nicht in letzter Konsequenz. Sieht man auch an meinem Leben. Ich mache lieber mutig oder verblödet Bettkante als Anbiederung. Viel habe ich nicht mehr im Köcher. Außer vielleicht dass ich ziemlich beschädigt und ramponiert über bleibe. Dabei habe ich in meinem Kommentarblog nur einen Text geschrieben. Vielleicht sollte der Kunstbetrieb diesen Text bei sich aufnehmen wie einen Flüchtling. Dann könnte ich mich darauf hinausreden dass alles was ich mache Kunst ist. Aber an diesem Text sehen sie vielleicht wie es dazu kommt dass ich 75-95% der Menschen für nicht ganz zurechnungsfähig halte. Natürich gehöre ich zu diesen illustren Kreis. Macht doch jeder was ihm so in den Sinn kommt. Bis auf die Opfer. Die haben da weniger Interpretationsspielraum.

Da fällt mir noch was zu Helikopter-Eltern ein. Der Goadfather hat hinten hinaus nicht mehr einen auf old school Drohne gemacht. Mit der Bude hat er mir natürlich sehr geholfen. So kam es auch dass ich mich auf einen gewissen Niveau stabilisierte. Da hat er mich gut durch die Zeit geschleppt. Da gehört auch Mut dazu. Sollte ich nich unerwähnt lasse. Egal was andere darüber denken mögen.

Eigenartig bei Wohung stoßen sich die Leute oft, aber wenn Eltern ihren Kinder zu einem Uni-Abschluss verhelfen durch eine gewisse Erziehung und Strukturen, dann stößt sich niemand daran. Niemand macht Eltern zum Vorwurf wenn die einen Nachhilfelehrer bezahlen. Das sind doch auch alles Privilegien.

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Privilegien?
Dass Ihr Vater Ihnen eine Wohnung finanziert, ist ja wohl das Mindeste, was er für Sie tun kann. Sie sind krank, Sie brauchen Unterstützung. Wer Ihnen das ankreidet, ist ein Idiot.

Ich bin feige? Meinetwegen, das bin ich durchaus. Ich kriege gern auch mal Bauchkrämpfe, wenn es brenzlig wird und dann habe ich einen guten Grund, mich aus der Situation zu verabschieden. Im Krieg würde ich mir vor Angst in die Hosen scheißen. Zwischenmenschlich bin ich eigentlich nicht so feige, nur vorsichtig. Ich möchte niemanden verletzen und mich nicht in Konflikte einbringen, von denen ich gar nichts weiß. Aber ich halte mich auch nicht immer raus, darüber haben Sie sich dann nur geärgert. Ich habe auch meinem Chef vor versammelter Mannschaft gesagt, dass sein Verhalten unangemessen ist und er das Vertrauen seiner Mitarbeiter verspielt hat. Das finde ich nicht feige.

Das mit den unterschiedlichen Wirklichkeiten lasse ich gern so stehen. Das ist wohl so. Aber wie schön, dass es die Sprache gibt, um sich darüber auszutauschen und sich in seinen Wirklichkeiten anzunähern. Nur verschmelzen werden sie nie, dann würden wir uns ja als Individueen auflösen. Kann man schön finden, ich fände es schade.

Schwierig wird es manchmal in dieser virtuellen Welt, weil die nonverbalen Signale fehlen. Das wird jetzt ein kleiner Exkurs, übelesen Sie ihn meinetwegen. Wenn zum Beispiel jemand "Fick dich!" schreibt, ist das in jedem Fall irritierend und in der Regel beleidigend. Im direkten Kontakt dagegen kommt es auf Stimmlage, Körpersprache, Mimik, Gestik und natürlich den Kontext an. Schreit jemand diesen Zweiwortsatz mit wütender Stimme und hassverzerrtem Gesicht, ist er wohl ziemlich böse auf den Angesprochenen.
Murmelt er den Satz beiläufig und würdigt den Angesprochenen kaum eines Blickes, gibt er seiner Verachtung Ausdruck.
Kichert er dagegen, grinst den Angesprochenen fröhlich an und knufft ihn freundschaftlich, fällt das eher in den Bereich des Neckens und Scherzens. Wir haben dagegen nur Kommata, Semikolons, Doppelpunkte, Punkte um Klammern, um auf armselige Weise so etwas wie Mimik einzubauen. Sie verwenden immerhin die lustigen Bildchen, aber das ist alles nichts gegen die Komplexität der menschlichen Körpersprache. Exkurs beendet.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommertag, trotz all der Schwierigkeiten, die Ihr Leben mit sich bringt. Vielleicht tröstet es Sie, dass vermeintliche Lichtweltmenschen gelegenlich auch gern in die Tischkante beißen würden. Mögen Millionen Ihren blog anklicken und möge der Balkon mit Meerblick in greifbare Nähe rücken, ach, was sage ich, möge er Wirklichkeit werden!

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Ja ...
... jeder schafft sich seine Wirklichkeit.
Ich finde das tröstlich.
Gibt es uns doch Raum, sich nicht jeden Schuh anzuziehen, der Einem (scheinbar) hingehalten wird.

Mir wird zur Zeit gerade wieder einmal sehr bewusst, dass das ganze Leben, gerade im Bezug auf Beziehungen, Illusion ist. Warum soll man sich über Illusionen aufregen?

Eine kleine Bemerkung zu dieser Wohnung.
Kann es sein, dass aus diesem scheinbaren? Vorwurf nur der Neid gesprochen hat, weil derjenige selbst nicht von seinem Elternhaus unterstützt wurde?
Nur so als Denkanstoss.
Es gibt ja immer mindestens zwei Seiten und nicht nur eine Sichtweise.

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Danke der Tag hat sich noch ganz schön entwickelt so vom Wetter.

Wohnung. Ich meiner Position nein zu sagen. Na ja. Dann bist extrem mutig oder schon a bisserl blöde. Sie können mir ja auch nicht mit Gewissheit versprechen dass es im katholischen Himmel dann für jeden ne 200m2 Meter Bude gibt.

Übers Krank sein muss ich auch noch schreiben. Wenn sie sagen sie sind feige, denke ich sie sind besonnen;-) Sie müssen das so sehen. Ich versuche halt aus dem wenigen sozialen Austausch den ich habe einen Text zu machen. Muss ich nicht völlig ins Leere schreiben. Über meinen Nachbarn kann ich nix schreiben. Der kann kein Wort Deutsch. Hier gibt es doch immer mal wieder Material und Austausch über den ich dann schreiben kann.

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Schwer zu sagen. Ich denke jeder macht sich seine ganz eigenen Illusionen von sich und der Welt. Ich schreibe oft von WirklichkeitsmacherInnen, die dann den Takt vorgeben in welcher Wirklichkeit sich viele oder die Masse dann zurecht finden müssen. Umso mehr die Macht diese Macher haben, oft ideologisch unterfüttert, umso schwieriger wird es für die Machtlosen, siehe derzeit Venezuela. Das Land hat die höchste Inflation weltweit. Die stehen oft vor leeren Regalen. Und das in einem Land mit den höchsten Erdölvorräten weltweit. Auch die Türkei. Gestern noch Uni-Professor und heute Arbeitsverbot.

Ich weiß nicht wie das ist mit der Wohnung. Ich habe dass nie verheimlicht. Ganz im Gegenteil. Ich lebe halt hier und zahle keine Miete. Strom und solche Sachen zahle natürlich ich. Wenn aber diese späte Hilfe, für die ich sehr dankbar bin, auch ausgeblieben wäre. Ich will mich dazu lieber nicht äußern. Derzeit ist doch alles gut.

Wobei es sich ja am Scheiten spießt. Nix können in Papis Bude hocken löst offensichtlich heftigere Gefühle aus als im Leben erfolgreich sein und in Papis Bude hocken. Das geht. Hier leben wir halt in einer Gesellschaft in der man unbedingt was können muss. Ich kann ja gar nix. Da wird es dann äußerst riskant. Doch im Schizophrenie-Management bin ich gut. Behauptet zumindest meine Nerventante.

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Habe mich in 6. noch einmal eingelesen.
Diese Kellergeschichte ist ja auch schrecklich. Ganz gesund kann Ihre magersüchtige Stiefmutter aber auch nicht sein, nach allem, was Sie über sie berichten und ich glaube Ihnen jedes Wort, denn wenn Sie Ihre Medikamente einnehmen, leiden Sie ja nicht an einer akuten Psychose mit Wahnvorstellungen. Es ist tragisch, dass wir das, was andere in uns kaputt gemacht haben, nicht einfach reparieren können.
Schön, dass Ihre Nerventante Ihnen ein gutes Krankheitsmanagement bescheinigt. Das kriegt auch längst nicht jeder hin. Und sagen Sie doch nicht immer, dass Sie nix können. Sie können toll schreiben.

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Frau Fabry auf dieser Ebene habe ich generell keine groben mentalen Einschränkungen. Oder sehen sie sich von mir völlig falsch dargestellt? Dass ist doch nix was man sich erfinden muss um sich ein besseres Lebensgefühl zu erfinden dass farblich gut zu einem passt. Sowas ist doch schnell gesagt.

Wir hatten doch schon Zeiten da durften bestimme Leute nicht auf bestimmten Parkbänken sitzen. Ist doch schnell gesagt, "Du nix arbeiten dann nur Keller", da bricht doch die Welt nicht zusammen. Na vielleicht tief drinnen in einem kommt was ins wanken, aber ansonsten rüttelt das doch nicht das Gras.

Weil die Um2 dermaßen schräg drauf ist, auch heute noch, muss ja der 77jährige, halb blinde und nicht mehr gesunde Goadfather, wieder einmal die beschwerliche Reise nach Wien antreten und nicht umgekehrt. Und wie immer sparen wir dann dass Thema aus warum dass so ist. Morgen ist es wieder mal so weit. Habe ich schon wieder Alpträume deswegen obwohl wir seit vielen Jahren prima miteinander auskommen. Gut ich halte mich auch an gewisse Spielregeln um mein Wohnrecht nicht zu gefährden und sage nix über die Um2 zu ihm. So gesehen bin ich fast ein bisserl korrupt.

Ich muss aber so handeln weil es ja die Annehmlichkeiten sind die mich im Leben halten. Meine Perspektive ist es nicht.

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In der Generation ist es doch unglaublich, was die Menschen sich partnerschatstechnisch so antun. Mein Onkel hatte auch immer Frauen, die ihm in bester Vampirismus-Tradition die Lebensenergie absaugten. Fruchtbare Weiber, die immer nur Ansprüche stellten, aber selbt nichts zu bieten hatten außer ihrer sexuellen Reize, bei denen es dann zum Teil auch blieb, weil sie ihn nicht einmal mehr rangelassen haben.
Mal ganz zu schweigen von all den tollen Frauen dieser Generation, die mit Herrengedeck-saufenden Steinzeit-Prolos verheiratet waren und geblieben sind. Von wegen früher war alles besser.
Ich hoffe, die Begegnung mit Ihrem Vater morgen wird harmonisch und nicht alptraumhaft. Vielleicht überlebt er die Um2 ja, dann können Sie ihn wieder besuchen.

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