Dienstag, 29. September 2015
Erkenntnisse im Einwegtaschentuchformat
Fortsetzung:
Gott sei Dank Frau Meermond ist nichts ernsteres passiert. Das überlebt der Kerl schon. Die Oma geht natürlich in die Vollen. So eine Stadt ist ja eine einzige Kriegserklärung an das Alter. Leider sind die alten Leute in der großen Stadt von den Massenmedien so eingeschüchtert das sie sich auch nicht so einfach helfen lassen. Bin schon unzählige Male gescheitert.

Gibt ja so Menschen wie mich, die würde man grob überschrieben als Schmähbruder bezeichnen. Schmäh ist der Alpen-Reggae, eine eigene Religion, vielleicht auch nur ein Versuch, mit den Widerlichkeiten des Leben klar zu kommen. Die Garde der Schmähbrüder stirbt ja so nach und nach aus, weil sich die Jugendkultur zusehend in immer kleinere Untergruppen aufteilt, in denen allein der richtige Style viel mehr Raum beansprucht als früher. Früher hatte niemand Style. Wir trugen alle durch die Bank ähnlich hässliche Klamotten und alle Jungs hatten einen Einheitsschnitt. Ausnahmslos alle. Deswegen nahmen wir uns andauernd gegenseitig auf die Schaufel, weil wir alle ziemlich scheiße aussahen und uns oft langweilten. So war das halt im analogen Zeitalter. Fußballspielen und herumlungern. So sah in der Regel unsere Freizeitgestaltung aus. Deswegen hingen wir oft am Hauptplatz herum, saßen auf den Parkbänken und blödelten. Wir saßen ja immer auf der Lehne und nie auf der Sitzfläche. Und die Jungs mit Migrationshintergrund, die dem Schmäh neues Leben einhauchen könnten, weil sie sich noch auf der Straße herumtreiben, sind dermaßen Rap-versaut, das sie in dem Wahn leben, Witz und Schmäh zu haben sei ziemlich unmännlich. Einem Schmähbruder unterstellt man zuweilen, dass es ihm in entscheidenden Momenten an Intellekt, Gefühlstiefe und Feingefühl fehlt. Ich finde das stimmt nur sehr bedingt. Seinen Charakter sucht man sich ja nicht aus. Die Leute tun immer so als ob man an seinem Charakter herum feilen kann wie an einem Kunstwerk. Dem ist natürlich nicht so. Ich kenne Leute die feilen und feilen an ihren Charakterschwächen herum, bis sie dieses formlose Nichts dann für ihren Charakter halten. Die einen haben eher einen Hang zur Komödie und die anderen eher zur Tragödie. Keine Ahnung warum das so ist und wie es dazu kommt. Ich hatte schon als kleiner Junge früh einen Hang zur Komödie entwickelt. Der Goadfather hatte in den Siebziger immer Kassetten in seinem Abschleppwagen herumliegen, da wurden andauernd schmutzige Witze erzählt und schlampige Lieder gesungen. Ein Beispiel: Und der Ritter Alexander rutscht mal übers Stiegenglander. Unten stand ein Nagel vor seitdem singt er im Knabenchor. Oder. Und die Rittersfrau Johanna war von einem Neger schwanger. Ihr war es wurscht, ob Schwarz oder Weiß. Die Hauptsach isch, es ischt koin Preus. (hahaha) Natürlich hatte ich keine Ahnung was ein Preus ist. Klang aber lustig. Eine letzte Strophe vielleicht noch. Und der Ritter Kunigul, Harrgott nochamol war der Teifel schwul. Der hat sich hinten 'nen Draht neibaut damit abundzu der Blitz 'eihaut.

Als ich dieses Liedgut von offensichtlich zweifelhafter Qualität sorgsam einübte, war ich vielleiht zehn oder elf Jahre alt. Niemand hatte mich angespornt oder gar auf die Idee gebracht. Stundenlang konnte ich mir solchen Schund anhören. Und der Goadfather, in der Tiefe seines Herzens auch ein verkappter Schmähbruder, war im ersten Moment auch nicht begeistert als ich ihm auf der Tanke, stolz meine neuesten sprachlichen Kunststücke vorführte. Im ersten Moment wollte er wirklich seinen elterlichen Pflichten nachkommen und mich entsprechend erziehen. Gelang ihm aber nicht wirklich. Obschon er sich redlich Müde gab, mir mit ernster Miene, den entsprechenden Gesichtsausdruck wie eine Rute ins Fenster seines Gesichts zu stellen, fiel sein Kartenhaus schnell einmal zusammen und er brach in schallendes Gelächter aus. Auf die Frage wie es dem Goadafther jetzt mit einem Auge so geht, antwortete er: "Ich hab schon mehr gelacht". Irgendwann im Telefonat sagte der Goadfather: "Das werden wir noch sehen". Daraufhin ich: "Bist du dir da ganz sicher". Und dann lachten wir. Die UM2 zeigte sich natürlich entsprechend entsetzt und tat so als ob sie mich nicht (er)kennen würde. Was ja auch stimmt. Ich behaupte mal. Wäre ich ein Produkt zwischen dem Goadfather und der UM2 würde ich solches Liedgut wahrscheinlich nur halb so lustig finden. Die UM2 hat es ja nicht so mit Humor. Entsprechend eingeübt suchte und fand ich auch im Film oder in der Literatur immer wieder geniale SpaßmacherInnen, denen ich mich anvertrauen konnte. Natürlich muss es auch Menschen geben, auf denen scheinbar oder ganz offensichtlich, die ganze Schwere dieser Erde ruht oder drückt, wie auf dem Franz Schubert wenn der Strophe für Strophe immer tiefer in den Winter stiefelt. Oder der bekannte Autor Karl Ove Knausgård. 3500 Seiten mein Kampf. Das muss man erst einmal bringen. Schmähbrüder gab es früher ja in jeder Gesellschaftsschicht. Ein ziemlich kongenialer Schmähbruder soll ja der deutsche Einheitsaußenminister Genscher gewesen sein, habe ich gelesen. Ein gewisser Herr Dieter Kastrup, der vor 25 Jahren die Geheimverhandlungen der Regierung Kohl mit den Alliierten zur Deutschen Einheit führte, antworte auf die Frage, ob Genscher etwas kann, was andere nicht können: „Von anderen Qualitäten abgesehen: Genscher ist ein begabter Witze-Erzähler. Er konnte sich kugeln vor Lachen. In den unmöglichsten Situationen fiel ihm der Richtige ein“. Ich muss jetzt schon lachen, wenn ich mir ausmale, wie der Genscher einen Witz erzählt, um die Briten doch noch weichzukochen. Als Spaßmacherin war ja die britische Premieministerin Margaret T. nicht gerade verschrien.


55 Mrd. Mark sollen die Russen für die Einheit erhalten haben. Mit 55 Mrd. Euro schaffen es die Griechen kein Jahr. Hahahaha.

Wäre ich erfolgreicher Schriftsteller, rein hypothetisch natürlich hahahaha, würde ich niemals nachfragen, ob ich bei einer öffentlichen Lesung, akustisch auch in den hinteren Reihen gut verstanden werde.

Ganz nüchtern betrachtet. So gut wie der David Beckham sehe ich nicht aus.

Der Ökonom Tomáš Sedláček, Verfasser des Buches „Die Ökonomie von Gut und Böse“ (ein Bestseller) das ich im Übrigen gelesen habe, konkrete Erinnerung worum es in diesem Buch ging habe ich natürlich keine mehr, kam zu einem Spiegel-Interview, in dem er dann für sein neues Buch warb, auf einem Elektroeinrad.

Woran ich mich aber noch ziemlich gut erinnere ist die letzte Nacht. Ich weiß nicht woran es konkret lag, das ich nach der Einnahme meiner Medikamente, plötzlich von optische Halluzination heimgesucht wurde. Ich denke ja das ich Reis nicht so gut vertrage oder Traubensaft. Keine Ahnung was im roten Traubensaft so drin ist. Vielleicht gar schon eine Spur Vor-Alkohol. Fakt war das ich mich ziemlich plötzlich im Bett liegend von bösen Geistern umzingelt fühlte, die mir eine Heidenangst einjagten, weil sie mich auslöschen wollten.Die sahen auch noch richtig scheiße aus. A bisserl so wie in der Serie „The Strain“. An sich sehe ich mir keine Horrorfilme an weil ich mich dann nicht mehr allein auf die Toilette traue. Vor Wirtshausschlägereien, kniffligen Situation oder Unfällen mit Totalschäden habe ich kaum Angst. Aber gegen böse Geister, die in meiner Wohnung einen durchziehen oder im Scheißhaus über das Scheißpapier bestimmen, komme ich nur schwer an. Liegt wahrscheinlich auch a bisserl daran, dass in grauer Vorzeit, keiner bis niemand in mein Kleinstkinderzimmer gespurtet kam, um die bösen Geister zu vertreiben, wenn ich Angst hatte oder schlecht träumte. Ich träumte ja oft sehr schlecht. Logisch wenn die leibliche Mama, diese blöde Fotze, lieber einen auf heile Welt machte und ihrer großen Liebe hinterher rannte, (und natürlich auch scheiterte) anstatt einem vier bis fünfjährigen im Kampf gegen die inneren Entwicklungsdämonen beizustehen. 1973 wäre das Traumfängertum eindeutig noch ihr Job gewesen. Diese Lebensphase scheine ich bis heute nicht so recht bewältigt zu haben. Gegen solche Zustände gibt es auch keine vernünftigen Medikamente. Alles was ich mit Gewissheit sagen kann ist das ich roten Traubensaft meiden werde. Total auf Neuroleptika kann es schon mal vorkommen, dass man sich kaum noch rühren kann, weil die Dinger einen im wahrsten Sinne des Wortes umhauen. Kommt natürlich nicht immer vor. Liegt vielleicht am Stoffwechsel, an der Tagesverfassung, der Lautstärke der Glotze, wie warm die Füßchen sind, am Mageninhalt. Ich weiß es nicht. Was die Sache noch etwas verkomplizierte war die Tatsache, dass ich auch schon eine Schlaftablette eingeworfen hatte, die aber noch nicht ihre volle Wirkung entfachte. Der Angst hilflose ausgeliefert und völlig handlungsunfähig, lag ich mit einem Pulsschlag von gut 100 Schlägen (kommt sonst auch zwueilen vor) im Bett. Wenn ich auf etwas in meinem Leben stolz sein kann dann sind das meine Nehmerqualitäten. Was ja auch darin begründet liegt das eben niemand in mein Kleinstkinderzimmer gestürmt kam und mir die verweinten Wangen tätschelte. Hätte ich in dieser Hinsicht auch andere Erfahrungen gemacht, die ich dann in akuter Not abrufe oder anwerfe wie einen Rasenmäher, können sie getrost davon ausgehen dass ich gestern Nacht nach der Mami gerufen hätte.

Wobei die Angst ja auch im größeren Maßstab gedacht ein Leitmotiv für das menschliche Handeln ist und war und noch eine zeitlang sein wird. Liegt daran wie Leben auf diesem Planeten konzeptioniert wurde. Ohne Angst wäre die menschliche Spezies ja nur halb so erfolgreich. Angst ist ein Urinstinkt, genauso wie der Impuls zur Flucht. Beide haben ja schon ein paar Lenze auf dem Buckel. Und diese Angstklaviatur lässt sich fein bespielen vor allem von politischen Parteien. Von lähmender Angst/Ressentiment, die ja eine Spielart der Angst ist, im Leben zu kurz zu kommen oder etwas mit ungebetenen Menschen teilen zu müssen, kann ja eine ganze Gesellschaft, oder große Teile einer Gesellschaft betroffen sein, wie z.B. die Angst vor dem sozialen Abstieg, vor Überfremdung usw. Erst durch die Sprache einer politischen Partei/Bewegung bekommt diese diffuse Angst, die immerzu in einem glüht oder wie eine Glotze auf Stand by steht, eine konkrete Form, indem diese Partei für diese diffusen Ängsten/Ressentiments sozusagen einen Haken in die Wand der Sprachlosigkeit schlägt, an der die Menschen ihre zuvor noch sprachlosen Ängste und Ressentiments dann aufhängen können. Und niemand schlägt derzeit so viele Haken erfolgreich in diese Wand wie die FPÖ. So (oder auch nicht) ist auch der Erfolg der FPÖ in Österreich zu erklären. Rein programmatisch passt das Vorhaben der FPÖ auf ein Einwegtaschentuch. Natürlich nicht nur. Digitale Medien wie Smartphones sind ja heute mit den Weltkatastrophen direkt verkabelt und wirken dadurch wie riesige Angstverstärker. Den derzeitigen Erfolg der FPÖ kann man derzeit auch nicht mit rationalen und guten bis besseren Argumenten bremsen. Was vielleicht helfen könnte wären emotionale Gegenhacken. Nur sind die in der menschlichen DNA nicht so tief verankert.

Weil ich mir gerade einen neuen Fernseher geleistet habe ist mir wieder einmal bewusst geworden, das dem Geld ausgeben, eindeutig die Schwere des Geld einnehmens fehlt. Die geht irgendwo verloren oder wird zu kleinen Scheinen oder handlichen Plastikkarten komprimiert, weswegen das Ausgeben von Geld auch so leicht von der Hand geht.

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Montag, 28. September 2015
Sau lustig- Das typische WF-Syndrom
Die leicht überreizte Tante vom "Sturmfrau-Blog" hat gerade meinen Kommentar gelöscht. Weil ich ja schon beim Schreiben meine Zweifel hatte, wegen der ihrem angegirffenen Nevenkostum, wahrscheinlich aus lauter grauen Karos oder so, habe ich meinen Kommentar gleich einmal bei mir abgespechert, damit einmal die Blogger-Welt mitlesen kann wegen welcher Lappalien ich einfach vor die Tür geschmissen werde wie so ein stinkender Köter.
Es ging um den Geburtstag, Eltern und Gefühle.

Mein Kommentar:
Sind ihre Eltern wohlhabend? Gefühle sind in der Regel bestechlich. Wenn ihnen ihre Eltern die schlechten Gefühle wenigstens abkaufen könnten. Klappt bei mir ganz hervorragend. Geht sogar so weit das ich dankbar bin. Und zwar aufrichtig dankbar. Das ist der eine Teil.

Der andere Teil. Mein Goadfather ist ja auch nicht mehr der Jüngste. Und im Angesicht des Todes oder einen recht einschneidenden Erkrankung stellt sich dann ziemlich schnell heraus wie man wirklich zu seinen Eltern oder einem Menschen steht. Beim Goadfather bestehe ich auf dem seiner Unsterblichkeit. Sitzen wir halt nebeneinander und haben uns nach spätestens 10 Minuten nichts mehr zu sagen. Es muss doch nicht immer alles gelingen. Schon gar nicht zwischen den Generationen. Die Kriegskinder wie der Goadfather, wurden ja nicht gerade in eine freundliche Welt hineingeboren, sondern in die totale Zerstörung.
Und wir sollten auch wieder lernen a bisserl verzeihen zu können oder nachsichtig sein. In manchen Fällen ist es ja auch wirklich so das es die Menschen einfach nicht besser wissen. Und wir sind alle ja über-therapiert, hypersensibel und dermaßen auf unser Gefühlsleid fokussiert, das wir die Hilflosigkeit/Überforderung der anderen gar nicht mehr wahrnehmen.

Die Frage was ich mir zum Geburtstag wünsche hat mir mein Goadfather nie gestellt.

Und dann tut diese Sturmfrau-Tante immer so als ob ihr Herz für Minderheit schlägt. Gut, wirklich ein Herz hat sie ja nur für Homosexuelle, Araber und Jungfrauen. (hahaha)

Hab gelesen das wieder einmal gegen einen öffentliche Person wie z.B. die Frau Dr. Ursula von der Leyen ein Plagiatsvorürf erhoben wurde. Schön langsam kriege ich es wirklich mit der Angst zu tun, das des "Denunzieren im Namen der Moral", sich im Deutschen epigenetisch abgelagert hat.

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Sonntag, 27. September 2015
Das Lebensmotto des Schizophrenisten aus dem Munde einer Supermarktkassiererin
„Bei mir nicht mehr“.

Anmerkung: Ich hatte ja unlängst geschrieben, dass mir der Hobbit-Anwalt, an meinem eigentlichen Geburtstag vor gut zwei Wochen nicht gratuliert hatte, was ich ihm überhaupt nicht übel nahm. Was im Grunde auch der Wahrheit entspricht.

Gestern hat der Hobbit-Anwalt selbiges mit ziemlich viel Stil und Grandezza nachgeholt. Nicht nur das er mir gestern gratuliert hat und mir ein kleines Ständchen sang, das sich so fürchterlich anhörte, das ich ihm schon eine scheuern wollte. Nein der Hobbit-Anwalt hat mich in seiner beinahe grenzenlosen Großzügigkeit auch noch mit einem Kapuzenpulli und einer kleinen Torte beehrt und beschenkt, die ich nicht essen wollte, weil ich schon seit Tagen nicht mehr am Häusl war. Ich habe dem Hobbit-Anwalt zu seinem Geburtstag ja nichts geschenkt. Angerufen habe ich und mich dabei nicht im Datum geirrt. Der Kapuzenpulli stammt obendrein von einer ziemlichen namhaften Firma, die nicht in China produziert sondern in Malaysia. Das kann schon einiges oder. Zu meiner freudigen Überraschung hatte der Hobbit-Anwalt auch die Die Lady L mitgebracht. (wie das klingt) Nee die kann schon allein gehen. Die fährt sogar eine 500derter. Der Nachmittag startete in fröhlicher Eintracht und endete in bedrückender Zwietracht, für die natürlich der Schizophrenist die Verantwortung trägt. Ziemlich lange hatten wir a ziemliche Hetz. Sogar als ich dem Hobbit-Anwalt gestand, dass ich überhaupt nichts dagegen gehabt hätte, wenn er nicht gekommen wäre, weil mich der Hobbit-Anwalt sowieso nur umbringen will. Fragen sie mich nicht wie ich das hinkriege. Wenn ich anderen von meinem Wahn erzähle lachen die. Ich natürlich auch. Dabei fühlt sich dieser Gedanke, der ja ein Werk meiner Paranoia ist, überhaupt nicht komisch an. Der Hobbit-Anwalt fragte mich dann ob ich die Torte eben aus diesem Grund nicht gegessen hätte. „Nee“, antwortete ich wahrheitsgemäß, „ich kann nicht scheißen“. Aber ungelegen kam es mir nicht das der Hobbit-Anwalt als Erster zulangte.

Die Lady L. fragte mich dann interessiert ob ich ihr ähnliche Absichten unterstell. „Nö“, antwortete ich wiederum wahrheitsgemäß, „du stirbst immer“. Andauernd krachst du mit deinem Motorrad irgendwo dagegen, das nicht mehr viel von dir über bleibt. Das habe ich ihr dann nicht mehr gesagt. Wie es dann zu den Unstimmigkeiten zwischen dem Hobbit-Anwalt und mir kommen konnte. Sagen wir so. Der Hobbit-Anwalt will auch weiterhin, zumindest in seiner Erinnerung, an großen Familienfesten teilhaben, bei dem auch seine beiden strammen Onkels mit am Tisch sitzen. Einer der beiden soll ja der heimliche Wortführer des Hobbit-Clans gewesen sein, ein kleinstbürgerlicher Böse Onkel-Land-Piëch, der vor einer hlaben Ewigkeit, in ziemlich unwirklichen Zeiten, zurecht zweifelhaften Ruhm gelangt war. Eine Ehre die auch den Verhältnissen geschuldet war. So wie es der Hobbit-Anwalt erzählte, soll der Onkel ein ziemich schlimmer Finger gewesen sein, hoch aufgeschossen, mit furchteinflößenden Zornesfalten, dem man zu Lebzeiten lieber nicht blöd gekommen war, weil sich jeder vor der eigenen Phantasie und natürlich auch vor dem Onkel in Furcht erstarrte. Natürlich auch der ganz kleine und dann größer werdende Hobbit-Anwalt. Ich übernahm natürlich die Rolle des uneingeladenen Gastes, sagt man das so, und vertrat den Standpunkt wie eine Überzeugung, was mich eh verwunderte das ich welche habe, das er diesem Onkel doch einmal anständig gegen das Schienbein treten könnte. Vielleicht nicht damals. Aber wenigstens heute, wo der Onkel doch schon seit einiger Zeit unter der Erde schmachtet, könnte er sich das durchaus zutrauen.

Die Situation lies ich auch nicht mehr dadurch kitten, das ich in die von mir oft geprobte Opferrolle schlüpfte, und wieder einmal die ziemlich abgedroschene Nummer abzog, das ich ein Sandler sei, der durch ein paar glückliche Fügungen blablabla, wie z.B. der derzeitigen Gesetzeslage und dem großen Herzen des Goadfathers, über seinen eigentlichen blablabla lebt. Hat nicht gefruchtet. Ich muss mir was anders einfallen lassen, um bei anderen den Eindruck zu hinterlassen, das ich mich freiwillig unterwerfe und dieser Eindruck haften bleibt wie die Magie eines Zaubertrick, den man einfach nicht durchschaut, weil der Elefant der gerade noch auf der Bühne stand, auf der großen Leinwand über der Bühne, in der Serengeti von Wilderern erschossen wird, weil meine Parterre-Chinesen klein zerriebenen Elefantenstoßzähne, für ähnlich effektiv halten wie Viagra. In dieser Hinsicht scheine ich nicht besonders glaubwürig zu sein.

Ganz im Gegensatz zur FPÖ. In Oberösterreich +15,1%. Die Grünen +1%. Geht doch. Wobei angemerkt werden sollte. Die FPÖ hätte auch eine 10 kg Hantel als Spitzenkandidat aufstellen können.

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