Samstag, 3. Oktober 2015
Weitere Erkenntnisse zum Schnäuzen noch einmal Teil 1
Die Fortsetzung der Fortsetzung. Ab die Fortsetung der F.............. Fällt unter Lebensberatung. Natürlich nur über die Bande gespielt. Auch so kommt man zu einer gewissen Zufriedenheit.

Irgendwann ist Goadfather dann heldenmutig für mich in Bresche gesprungen. Der totale Absturz in die Obdachlosigkeit wäre anonsten natürlich nur noch eine Frage der Zeit gewesen. Drei, vier schlechte Wetten die sich das„bad luck“ zum Frühstück einverleibt und das Scheitern hätte mir den Boden endglütlig unter den Füßen weggerissen und auch sonst. Deswegen erwähne ich auch immer wieder dass ich ein privilegierter Kaputter bin, der durch ein paar glückliche Zufälle über seinen blablabla. Durch den Goadfather ist mir die Straße erspart geblieben. Der Sozialwissenschaftler Bernd Marin las ich heute, hat für so Menschen wie mich, z.B. Wahn-erkrankt, ohne abgeschlossener Berufsausbildung, den eh noch recht schmeichelhaften Begriff „Generation low future“ erfunden. Und das mit der „low future“, klappt auch nur dann, wenn das Leben ganz weit unten drin, eingeklemmt zwischen Wahn, Versagen/Scheitern und Perspektivlosigkeit, von einer staatlichen Obrigkeitsbehörde, auch als solches anerkannt wird. Und die machen das nicht besonders gerne. Wie schon angemerkt auch ganz unten wird gnadenlos gesiebt. Ansonsten könnte ja jeder kommen und den Betrieb einfach so auf Kosten der Steuerzahler einstellen, weil ihm gerade danach ist. Ein mahnendes Beispiel sind Flüchtlinge. Kontrolliert man nicht deren Nationalität sind sie derzeit alle aus Syrien. So ein Verhalten kann man den Menschen nicht wirklich vorwerfen. Jeder versucht irgendwie zu überleben, über die Runden zu kommen und zu retten was noch zu retten ist. Deswegen ist es auch nur zu verständlich, das so ein Leben ganz unten von der Allgemeinheit finanziert, welches ja andauernd den normalen Betriebsablauf stört, immer wieder auf den Prüfstand gestellt werden muss. Dieses Vorgehen weist durchaus Ähnlichkeiten mit einem polizeilichen Verhör auf. Vom Zwang ausführlichst über sein ökonomisches Versagen und das vermeintlich zerrüttetes Innenleben Auskunft zu geben wird da unten niemand befreit. So wie Produkte einer Endkontrolle zugeführt werden, ergeht es auch den ganz unten Gescheiterten. Die werden auch von oben bis unten abgeklopft. Ähnlich kann es auch noch dem Herrn Winterkorn ergehen, falls ihn der amerikanische Kongress oder die amerikanische Unweltbehörde zu einem netten Plausch einlädt. Natürlich gibt es da auch sehr menschliche PrüferInnen, die das Prinzip der menschlichen Würde nicht nur verstanden, sondern sich auch bemüht zeigen, es in die Tat umzusetzen. Die kommen den Gescheiterten nicht unnötig blöd und stellen auch nicht andauernd irgendwelche Fangfragen. Gibt aber auch andere. Die nehmen dein Versagen oder Scheitern ziemlich persönlich, weil sie am Schulhof dauernd verprügelt wurden oder keine Freunde haben. Extrem strenge Tanten und Onkels vom AMS (Arbeitsmarkt-Service)die dein Versagen/Scheitern kopfschüttelnd und von einem hässlichen Grinsen begleitet durch-deklinieren und sichtlich angepisst anmerken „Können sie denn überhaupt irgendetwas außer Tabletten fressen und den Leuten leichenähnlich auf der Brieftasche liegen. Wie es ausschaut eher nicht“ Da sitzt man dann an einem Dienstag-Vormittag total erledigt, weil der Scheißhaus-Dämon wieder da ist, und beißt sich auf die Zunge bis die blutet, weil man auf die 650 Euro Notstandsgeld auf gar keinen Fall verzichten kann. Kurz gesagt und lang erzählt. Aus dieser Nummer kommt man auch nicht mehr heraus. Es gibt kein Zurück mehr in eine glorreiche Zukunft oder in ein anderes großes Leben irgendwo. Das low end Leben ist jetzt Programm. Selber schuld wenn du es nicht besser hinbekommen hast. Ob du für dieses low end Leben ganz allein die Verantwortung trägst, ist eine ganz andere Frage, wiederum etwas für die stolze Garde der Theoretiker, die damit ihr Geld verdienen oder sich die Beine geistig vertreten. Du bist der, der dieses Programm durchläuft. Die Tanten oder Onkeln vom AMS wissen das nur zu genau, weil sie dich nicht mehr loswerden. So lässt sich auch ihre schlechte Laune erklären, weil in Kaputte aus der Kategorie A, die sogenannten Arbeitsvermittlungsleichen, kein Euro mehr investiert wird. Das ist verlorenes Geld. Da investiert man lieber in die bad bank der Hypo Alpe Adria gut 15 Mrd. Euro und weitre 6,5 Mrd. in die böse Bank der Kommunalkredit. Das macht einen schlanken Fuss. Darüber regt sich der Steuerzahler nicht wirklich auf. Aber über einen Kaputten aus der Top-Liga zerreist er sich ein Leben lang sein Maul. Der kostet im Jahr auch so um die 12 000 Euro. Die Kaputten aus der Top-Liga liegen nur noch tot im Computer und verhageln den Arbeitsvermittlern die Erfolgsbilanz. Weil ja die Lebenssituation viel zu ernst ist, macht man sich natürlich einen Koarl (Spaß) daraus. Ich kann mich noch gut an die Situationskomödie am Postamt erinnern, wenn wir immer am 8ten eines Monats das Notstandsgeld ausbezahlt bekamen. Vor aller Augen stand man da vor dem entsprechenden Postschalter in einer langen Zweierreihe aufgereiht wie an einer Perlschnurr. Warum alle genau am 8ten kamen und nicht unbeobachtet ein paar Tage später. Ganz einfach. Wir waren alle pleite. Das einige mit der spärlichen Kohle gleich ins nächste Wirtshaus stiefelten, das Geld verzockten, verhurten, oder Drogen erstanden, sich dafür aber sehr günstig ernährten, (hahaha) liegt in der Natur der Sache. Von Menschen die nichts können außer Geld ausgeben zu verlangen sich verantwortungsbewusst zu verhalten ist entweder dumm oder naiv.

Kaputte mit dem Top-Gütesiegel wurden dann irgendwann aus dem normalen Arbeitsvermittlungsbetrieb ausgegliedert und ans Ende der Stadt und der Arbeitswelt, in ein hohes Gebäude in den oberen Stockwerken umgesiedelt, damit die vorbildlich Arbeitslosen unter sich bleiben können. So eine Einrichtung für die Top-Kaputten muss man sich a bisserl so wie ein Erstaufnahmezentrum für Flüchtlinge vorzustellen, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen und die totale Not auf das ziemlich vollkommene Elend trifft. Ich kann mich noch gut erinnern wie wir dort herum saßen. Alkoholiker auf Entzug, Junkies auf Methadon, Irre im Wahn, total paranoid oder anders schräg drauf. Keiner sagte etwas, weil eh jeder wusste wie es um uns bestellt war. Und ich der geborene Schmähführer ziemlich manisch und übergedreht, wollte mich mit dieser bedrückende Stille überhaupt nicht anfreunden. Warum auch. Nur weil man am Ende ist muss man ja nicht andauernd schlechte Laune haben. Niemals. Nicht mit mir. Also sagte ich so ganz nebenbei, so als würde ich es mir nur laut denken. „Man sollte sich etwas leisten so wie die meisten“. Und schon hatten wir was zu lachen und das Eis war gebrochen. Und jeder lachte darüber das er weder Eislaufen noch Schwimmen konnte. Irgendwann kam dann eine Tante oder ein Onkel aus einem Zimmer und verschleppte einen sein Reich. Keine Ahnung warum die so einen Job machten. Ich hoffe inständig um die Miete zu finanzieren. Meine Tante verdonnerte mich dann über das Wochenende zu einem Aufsatz. Eine Art Lebenslauf. Hab ich dann übers Wochenende 7 Seiten in eine alte Nazischreibmaschine mit Reichsadler rein gehämmert. Keine Ahnung wie ich zu der kam. Wahrscheinlich war sie billig. Heute auf Ebay wär das Monster ein Renner. Da könnte ich einen anständigen Reibach machen. Auf dieser Maschine hat der Ernstl Kaltenbrunner seine absolut todlichen Memoiren geschrieben. Und schon geht der Preis durch die Decke der Menschlichkeit. Das Ding wog 30 kg und war unverwüstlich. Mir wird jetzt schon ganz anders, wenn ich daran denke, das ab 2016 jeder Depp im Kampf vom Adi blättern darf. Ich wollte den Lesern diesen Aufsatz, auf den ich sehr stolz bin, eh schon unterjubeln. Vielleicht nur die 1. Seite. Ich will sie ja weder verärgern noch langweilen. Das kriegen sie auch ohne mich hin:-)



1.
Ein nutzloses Ding in einem Keller,
der harte Beton mit Spermaflecken übersät, die sich ausbreiteten wie ein Ausschlag.
Ein nutzloses, betrunkenes Ding in einem Keller,
Spermaflecken, verlegene Lebenszuflucht und organische Ausfluchtpunkte, eingetrocknet am nackten Boden der Tatsachen.
Den großen Wagen schön wie am Firmament wollte ich hinbekommen, doch bei genauerer Betrachtung stand da nur Scheiße mit „ai“ geschrieben, während sich im Nebenkellerabteil des trauen Heim nie allein, das Holz für den wohlig warmen Kachelofen stapelte.
Ein verwundener Wurmfortsatz der Wohlgeratenen,
deplatziert wie ein Dada-Kostüm in einem Biedermeierschrank, eine verkorkste Schnapsdrossel, die sich irgendwann dem Wahnsinn nah,
blumig duftend Mädchenslips von Wäscheleinen klaubte (unrechtmäßig entwendete), um wenigstens ein süßes Versprechen im sinnlos schnatternden Schnabel zu haben.
Ein Wehgeschrei missratener DNA,
Protein um Protein falsch zusammengesetzt,
ein farbloser Zauberwürfel und falscher Zauber,
dem in unterbelichteten Träumen blutend rote Schneerosen erschienen, bestückt mit atomaren Sprengköpfen, gebastelt von einer selbstsüchtigen Mutter, mit Krampfadern und tausend schnaufenden Schuhen, die sie eilenden Schrittes immer nur zum Mittelpunkt ihrer herzschwachen Exzentrik führten.
Von dieser Landpomeranzen, die sich in ihren Alltagsbühnenstücken aufführte wie die göttliche Greta Garbo, ausgesetzt in einer verseuchten Gegend die sich Kindheit nannte.
Ein einsamer, trauriger Hänsel ganz ohne Gretel,
mit einem Geigerzähler in der Hand zurückgelassen bei den kontaminierten Nachfahren, geschichtsloser und gesichtsloser Opportunisten und Denunzianten,
die im Wiegetritt der harten Arbeit, der Einbildung hoher Gipfel der Verklärung frönten, das unterm Meldegänger des Untergangs, nicht alles schlecht war.
Mit einer löchrigen Milchkanne im Händchen,
verängstigt, eingeschüchtert und ungeliebt, durch den wuchernden Garten der kontaminierten Kopfwelt geirrt, aus der die Pubertät tropfte wie anämisches Blut. Zaghaft und zusehend verzagt gegen versperrte Türen geklopft, gehämmert, doch als sich nichts tat obschon sich was rührte, fluchend dagegen getreten wie ein teuflischer Lustmolch und ausgestoßen
im Irgendwo des nächsten Tages verdreckt liegen geblieben, während sich das Nirgendwo in die Seele fraß und das Grablicht der Hoffnung dünn lächelte.
Auf der Illusion von Zuneigung, wie auf einem heiteren Witz von der Bananenschale ausgerutscht, das neugierige Herzchen zerbrochen wie Glas, ein Scherbenhaufen von Mensch, mit ranziger Haussalami gestillt und mit Demütigungen und verhassten Leberwurstbroten gemästet.
Manisch und aufgedunsen von alten Frauen mit wohlfeilen Ansichten traktiert, unter deren geblümten Ganzkörperschürzen, das heimlich nachpolierte Mutterkreuz Glücks-verstrahlt hervorlugte.
Depressiv und verstört vom breitschultrigen Geschrei eines schmalbrüstigen Cholerikers blablabla

Und dieses Opus endete nach 7. Seiten ungefähr so:
Von einem intelligenten Engel aufgehoben und geliebt,
und von einem nicht minder intelligenten Engel wieder fallen gelassen.
Im Bermuda-Dreieck der Hilfsarbeit verschollen und am Stadtrand in einer Wohnung auf der Toilette geplagt von Halluzinationen, Verstopfung und Schlaflosigkeit, mit einer weißen Fahne in der Hand wie ein Schrei aus Norwegen um Gnade gefleht-
nur mit einem kleinen Unterschied mich würde niemand klauen.
Von einer stoischen Nervenärztin mit Kassenvertrag,
der in Wirklichkeit nur noch ein strammer Hengst helfen könnte, wieder notdürftig zusammengeflickt,
in verlogenen Wettbüros wie ein vom Aussterben bedrohtes Tier, um die verhasste Gegenwart gekämpft, in traurigen, verkauften und zu kaufenden Brüsten wie ein Irrer gewühlt und das Gras des Vergessens geraucht.
In der Sprache nach Antworten gesucht, doch nichts als Worte gefunden, die mit semantischen Bandagen vergreist in Rollstühlen sitzen und dort mit eingefallen Wangen, Jenseits der Rhetorik, auf den nächsten Buchstabenschutztrupp warten.
Die Unschuld zerfressen und kleingekaut, die Hoffnung erstochen und erschlagen, die Liebe im Irrenhaus angekettet und niedergespritzt, die Sehnsucht nackt und abgemagert.
Ein nutzloses Ding, in einer Wohnung mit Spermaflecken, in die Jahre gekomme,
Scheiße endlich mit „ei“geschrieben.
Nie geboren, nie gelebt, im Land der Meeresjungfrau kein Meer nirgends.
Das hatte gesessen. Die Tante war spürbar beeindruckt. Ich musste nicht mehr jede Woche kommen. Was sich dann für mich den Versager und Gecheiterten wie ein großer Sieg über die Verhältnisse anfühlte. Ich hatte das System besieht. Natürlich nur für einen kurzen Augenblick. Ist wie mit den diesel-betriebenen Karren aus dem VW-Konzern, die in Europa durch jeden Abgase-Test kamen und den Herr W. in falscher Sicherheit wiegten.

Die Fortsetzung der F.............
Als Gescheiteter aus der untersten Kaste der Versager-Riege, sollten sie wenn sie einigermaßen unfallfrei in der Welt der low bis keine future Welt anschreiben wollen, ein Selbstbild pflegen, das nicht sofort aus dem Gleichgewicht gerät, obschon die Farbe aus den Bild blättert und der Rahmen schimmelt. Für diese Art von Selbstmitleid und Aufopferung ist es eindeutig zu spät. Wenn sie einmal zwischen anderen Kaputten auf der Strafbank des Lebens sitzen, und sie auf einer alten Nazi-Schreibmaschine mit Reichsadler, eine 7 Seiten Straufgabe verfassen, ist es entschieden zu spät zur Umkehr. Die Scheißhausdämonen lassen sich von davon nicht mehr beeindrucken und die Welt schon gar nicht. Ein kaschiertes Selbstbild muss man sich erst einmal leisten und erlauben können. Ich konnte das nicht weil ich ja wirklich so gut wie überhaupt nichts kann. Bis aufs Lesen. Beim Lesen muss ich den Mund nicht mehr mitbewegen. Weitere Banken hätte ich noch nicht überfallen können. Ganz anders als die Banklady Gisela Werler, der ersten Bankräuberin Deutschlands (1965). 17 Banken in knapp zwei Jahren. Gnädigste meine späte Hochachtung! Ich sollte zu ihrem Grab pilgern wie andere heute noch zum Grab vom Jim Morisson. Zu meiner Verteidigung kann ich nur anführen. 1965 ging das mit den Banken auch noch etwas einfacher von der Hand. Der Satz im Film (Freitag auf Arte) „Banklady: „Und was kostet das frei zu sein“. Bei mir die Selbstaufgabe und die totale Unterjockung. Um sich sein Scheitern schön reden und zufriedenstellend erklären zu können, damit dieses Scheitern nicht das Selbstbild beschädigt wird, und aussieht wie ein wertvolles Gemälde nach einem Säureanschlag, ist es natürlich von Vorteil, wenn sie sich auch tatsächlich in der Lage sehen, ihre Gegenwart, die geradewegs auf ein wenig erbauliches low end Future-Leben zu torkelt, im Delirium der Selbstsuggestion so zurechtzubiegen (lügen), das diese Gegenwart nach high end-Leben duftet. Das Leben wie einen kleinen Betrug zu gestalten ist eine große Menschenkunst. Halten sich sie nichts von Märchenerzählern die ihnen Wahrhaftigkeit predigen.
Wahrhaftig sind auch Verlierer, Männer z.B. die in der Stadt Aarhus/Dänemark in einem Park Bier saufend, Frauen anzügliches Material nachwerfen, wie früher rote Rosen, weil sie mit ihre Wahrhaftigkeit nicht mehr klarkommen. Sogar Mönche machen sich geschickt was vor. Viele sogar ein ganze Leben lang. Nicht aufs Faktische und Tatsächliche reduziert zu werden, wie sich das ein Wahn-Erkrankter ohne abgeschlossene Berufsausbildung nun einmal gefallen lassen muss, wenn er im Schoß des Sozialstaates überleben will, ist ohne Zweifel eine beachtliche Leistung. Sie wissen ja Tarnen und Täuschen. Ich sage immer. Lieber von Illusionen leben und 2000 Euro, als nur von 650-680 Euro. Um wenigstens einigermaßen glaubwürdig zu bleiben und vom mir bestehen zu können, kann ich nur noch entlang meines kaputten Lebens erzählen. Das ja wirklich kaputt ist. Meine Kaputtheit kam ja nicht über Nacht. Die wurde mir ja beinahe in die Wiege gelegt. Mit der bin ich durchsetzt wie ein Stück Speck mit Schwein oder eine Hand mit Adern. Die leuchtet mir mir ins Gesicht wie ein aufgeblendeter Halogenscheinwerfer. Deswegen fehlt mir auch die Fähigkeit, Begabung und Fantasie aus diesem kaputten Selbst zu entfliehen. Der 3500 Seiten Mein Kampf Karl Ove Knausgård z.B., ist da aus einem ganz anderen Holz geschnitzt. Der besitzt richtige Fähigkeiten, Talent und so weiter. Der kann sich heute was leisten so wie die meisten von dem er sagen kann das hat er geschaffen wie einen Kosmos. Ich bring das nicht. Doch etwas kann ich. Aus meinem Scheitern keine Tragödie sondern einen Komödie werden zu lassen. Der Trick ist das ich jetzt so tue als ob ich dafür verantwortlich sei. Ich saß ja schon in der Hauptschule, von den Lehrern aufgegeben in der letzten Reihe. Dort legte ich den Grundstein zum Komödianten in eigener Sache. Da war ich noch keine vierzehn. Meine leibliche Mami hatte mich schon mit vier aufgegeben. Die UM2 spätestens mit dem Tag als ihr bewusst wurde, das ihr der Goadfather doch kein Kind machen wird. Eine Kränkung über die sich verständlicherweise nie hinweggekommen ist. Und ich mich spätestens mit sechzehn, als sie mir eine Feile in die Hand drückten. Feilen kann ich noch viel weniger als alles andere :-). Trotzdem bin ich weitere 31 Jahre tapfer und mutig an diesem kaputten Leben dran geblieben wie ein Forscher an seiner Nobelpreischance. Eine herausragende Lebensleistung wenn man mich nicht fragt. Sie wissen ja das ich zwischendurch schon wieder Schmäh führe. Auch der Schmäh will würdigst angeführt werden. Meine Haltung im Klappstuhl ist vorbildlich. Da kommt kaum wer an mich heran. Nicht solange ich mich noch wehren zu wehren weiß. Scheiß egal wenn sie als elitärer Versager ungefähr so funktionsfähig sind wie derzeit der neue Flughafen in Berlin. Ich kann mich da nur wiederholen. Die Lage ist entschieden zu ernst um ernsthaft zu bleiben.

Das Ausmaß der Tragödie ist nicht zu stemmen. Wenn sie 29 Runden vor Ende der Saison als Fixabsteiger feststehen, brauchen sie den nächsten Gegner auch nicht mehr beobachten. Das müssen sie ganz unten drin schnell einmal begreifen und entsprechende Abstriche machen. Menschen hingegen die nur kaschiert scheitern wird so eine Erkenntnis nicht aufgezwungenen. Die können es sich richten. Wie das in der Praxis aussieht dazu komme ich gleich oder auch nicht. "Anschreiben“, im Übrigen ein Terminus aus der Welt des Sports, ausgeliehen wie ein Buch aus einer öffentlichen Bücherei. Ich leihe mir ja keine Bücher mehr öffentlich aus. Die kaufe ich nur noch öffentlich. Seit mich eine ziemlich blöde und eklige Bücherei-SS-Wohlstandsfotze, die ihren scheiß Job eh nur hat, weil sie das richtige Parteibuch besitzt, aufs übelste öffentlich bloßstellte, weil in einem von mir ausgeliehenen Buch ein scheiß Kaugummi klebte, gehe ich dort nicht mehr hin. Keine Ahnung wie der Kaugummi da reinkam. Im Buch klebte der ja nicht. In den letzten 15 Jahren habe ich einige Bücher ausgeliehen und keines wurde bei der Rückgabe beanstandet. Aber sie wissen ja. Alles was schiefen gehen kann geht halt irgendwann schief. Nur deswegen muss man ja nicht gleich einen Aufstand gegen den Schizophrenisten anzetteln, weil der ein maskuliner, heterosexueller Mann, mit einer typischen Testosteron-Fresse ist. Ein Testosterontrottel halt. Die eine Wohlstandsfotze, die mich auf der Schaufel (auf dem Kieker) hatte, und so tat ob ich einen ziemliche Drecksau sei, die nicht weiß wie man mit geliehenen Sachen umgehen hat, die im öffentlichen Eigentum stehen, schüttelte und rüttelte mich Kraft ihres Amtes gehörig durch. Fühlte sie an wie ein Erdbeben während die ihre beiden Mitarbeiterinnen-Wohlstandsfotzen total entgeistert taten, so als ob ich einem kleinen Mädchen in der Kinderfilmeabteilung, die einzige Pumuckl-DVD entrissen hätte. Haben dich einmal drei Wohlstandsfotzen auf süß, von denen mindestens eine lesbisch ist, mit deren sexueller Identität sich die anderen beiden WF identifizieren, ist heute eine Art Volkssport, kommst du als recht kleingewachsener Testosterontrottel aus dieser Nummer, auch nicht mehr ungeschoren heraus, so das dein Selbstbild keinen merklichen Schaden übernimmt wie eine schlechte Eigenschaft. Schimpft man die Damen hochrot in der Brine, als blöde Wohlstandsfotzen, und schreit herum das die Decke wackelt, weil die einem blöd kommen, nur weil sie es können, steckt man noch tiefer in der Scheiße als eh schon. Machst den gschamigin (untertänigsten) Diener hast natürlich auch den Scherben (Scherm), weil an sich gibt es keinen Grund gibt, vor diesen blöden Wohlstandsfotzen wegen eines Kaugummis zu kuschen. Ich schmeiß ja keine Fassbomben. Was mich heute, noch Jahre danach auf die Palme bringt, ist ja die Tatsache das ich damals ziemlich schnell erkannt und verstanden hatte, das ich in dieser Causa der Mongo bin. Und nach kurzen zögern, deal or no deal, der 1einser Wohlstandsfotze vorschlug, das Kaugummi-Buch durch ein Nagelneues zu ersetzen. Menschen zeigen sich ja gerne moralisch überheblich. Ist gut für das Selbstbild. Vor allem strukturell unterdrückte Wohlstandsfotzen brauchen ihre Streicheleinheiten. Fällt strukturell noch nicht ganz gleichberechtigten Wohlstandsfotzen, zu einem konkreten Fall nichts besonderes mehr ein, weil ein Kaugummi halt nur ein Kaugummi ist, ich habe das Buch ja nicht angezündet, hauen sie dir in ihrer aufgesetzten bis tatsächlichen Empörung, auf emotionalen Ebene, das ganze Unglück der Frauen der letzten 50 000 Jahren um die Ohren. Wird in Hinterindien, oder in einem österreichischen oder deutschen Asylantenheim eine Frau zum Beischlaf mit Gewalt gezwungen, trägst du als Hetero-Spast mit dem Idioten-Ärmel, der nicht weiß wie man mit einem Kaugummi zu verfahren hat der im öffentlichem Eigentum steht, natürlich eine gefühlte Mitschuld. Da kennen gestandene WF nichts. Das machen das andauernd.Das haben sie so von der Alice gelernt. Vor allem die 1einser WF war nicht zu besänftigen. Die hatte sicher alle Gewaltstatistiken der lezten 30000 im Kopf. Als ich dann ein paar Tage später mit dem neuen Buch in vorbildicher Habt Acht Stellung vor ihr stand wie eine Gardesoldat vor der Queen, kam dieser verblödeten WF nichts besseres in den Sinn, als die ganze Geschichte noch einmal ganz von vorne aufzurollen. Natürlich vor Publikum. Damit die Hiptser-Weiber, die Bücher ausborgen weil`s schick ist, auch was zum Lachen hatten. Ich ihn meiner Verzweiflung, ja Hilflosigkeit, versuchte es dann auch noch mit feiner Ironie, und wies extra daraufhin, das des neue Buch ja noch originalverpackt und somit von mir völlig unberührt geblieben war. Ich hätte auch spöttisch anmerken können was denn Oxford gegen Cambridge ohne die Ruderer wäre. Aber sie wissen ja. In der Hitze des Gefechts wäre der Einwand sicherlich untergegangen. Anstatt sich wieder a bisserl einzukriegen und nach vorne zu schauen, in ihr lächerliches low end Leben, das im Grunde stagniert, notierte diese blöde WF in meinem Bücherei-Konto, in gefährlich roten Buchstaben, das Bücher an mich nur unter strenger Aufsicht ausgeliehen werden dürfen. Stand echt so im Computer. In einer anderen Zweigstelle zeigt mir der Typ ohne Zähne den Eintrag. Seit dem gehe ich nicht mehr hin. So wollte ich dann doch nicht scheitern. Das war eindeutig zu viel des Guten. Das Buch war vom Sloterdijk mit dem verschwörerischen Titel: "Du musst dein Leben ändern". Wie denn als Gescheiterten aus der untersten Kaste, als Leibeigener seiner Verfehlungen. So etas bringen nur die kaschiert gescheiterten. Die können andauernd neu oder zumindest anders scheitern.

Sobald man im Leben diese Möglichkeit nicht mehr hat, immer wieder anders zu scheitern, man spricht dann gerne davon das man sich "neu erfindet", ist es bis zum sozialen Tod nicht mehr weit.

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Freitag, 2. Oktober 2015
Weitere Erkenntnisse zum Schnäuzen Teil 2
Sie müssen unbedingt die kurze Geschichte mit den Jehova-Tanten lesen. Den Rest können sie sich getrost sparen. Aber die Jehova-Tanten Geschichte kann so nur vom Schizophrenisten erzählt werden. Ehrlich.

Heute habe ich gelesen das auf Wikipedia Pornodarstellerinnen eine detailliertere Biografie haben als NobelpreisträgerInnen. Das halte ich 1. für absolut berechtigt und 2. für hochanständig.

Heute klopfte es zu meinem Erschrecken am frühen Nachmittag an meiner Wohnungstür. Ich habe es ja nicht so mit klopfenden oder läutenden Menschen. Schon gar nicht am frühen Nachmittag. Da bin ich noch a bisserl angeschlagen. An dieser Stelle muss ich wieder einmal die typische Tabletten- Phrase raus dreschen. 17 Jahre Neuroleptika, in Kombination mit Schlaftabletten, hinterlassen merkliche Spuren in einem Menschen. Da kommt es zu eindeutig belegbaren epigenetischen Veränderungen. Wecken sie mich einfach so in tiefer Nacht, sagen wir gegen 8 Uhr auf und sie werden sehen wie sich diese Veränderung anfühlt. Weil ich es nicht besser weiß plärrte ich angepisst los, was denn die ungebetenen Besucher von mir einforderten. Die gesprochene Kurzform. „Was is“. Vor der Tür stand der Stimme nach eine ältere Tante. Ich mag ja ältere Menschen. Deswegen stellte ich mich und öffnete die Tür. Zwei ziemlich alte Zeugen Jehova-Tanten hatten sich zu mir in den 4. Stock verirrt. Ich weiß nicht wie man alte Tanten beschreibt. A bisserl verschrumpelt. Alt halt. Die legten natürlich sofort los wie sie es wahrscheinlich bei der Einschulung gelernt hatten. Ich ließ sie natürlich erst einmal gewähren. Warum soll ich alten Menschen, die sich beseelt fühlen und einen tieferen Sinn in ihrem Leben auf der Zunge tragen, gleich einmal blöd kommen. So etwas macht man doch nicht. Und Angst wollte ich ihnen auch keine einjagen. Zeugen Jehovas leben ja eh schon in dem Wahn das wir in den letzten Tagen leben. Das hat schon der Karl Kraus behauptet, weil er dachte der 1. Weltkrieg sei ein völlig sinnloses und fürchterliches Gemetzel. So kann man sich täuschen. Vor Irrtümern, das stimmt jetzt nicht, sagen wir eher voreiligen Schlussfolgerungen, sind auch wirklich intelligente Menschen nicht gefeilt. Wäre die beiden Damen in meinem Alter gewesen, oder jünger, vielleicht mit heiligen Titten in der Größe der albanische Fernsehmoderatorin Enki Bracaj, hat die Dinger, hätte wir uns schön unterhalten können. Was die Zeugen-Tanten jetzt konkret zu mir sagten weiß ich nicht mehr. Sie wissen ja Tabletten-Amnestie. Soweit ich sie verstanden habe, ging es um die Frage, warum es in der Welt so viel Leid gibt. Und wann das aufhört. Beim warum habe ich ja so meine Vorurteile auf die ich jetzt nicht näher eingehen möchte, weil mein Erklärungsmodell andauernd von der Wirklichkeit widerlegt wird. Aber das wann könnte ich sofort beantworten. Spätestens wenn ich tot umfalle ist es vorbei. Wie sagt man so schön. Ich machte gute Miene zum huldvollen Spiel, bis der jüngeren der beiden Tanten, das Wort Dämon über die Lippen kam. Da erwachte ich schlagartig aus meiner Lethargie und ich fiel der Tante ins Wort: „Ach Dämonen, sehr schön das sie das mit den Dämonen ansprechen. Sie meinen ja richtige Dämonen, die biblischen Ursprung sind oder wenigstens enormes Gruselpotential haben und nicht den inneren Schweinehund. Ich habe ja mindestens einen von denen in meinem Scheißhaus sitzen. Woher der genau kommt weiß ich nicht. Ich bin ja davon überzeugt das mein Klo-Dämon letzte Woche aus Dänemark übergesetzt hat, weil ich einer gewissen Frau Meermond nicht gefolgt bin. Sie haben sicherlich schon von der Frau Meermond gehört? Die hat mindestens einen der Dämonen aus dem Weg geräumt um mich a bisserl zu entlasten. An sich ist eh schon ein rettender Engel zu mir unterwegs. Nur dieser Engel ist ziemlich alt und reist nicht auf einem Besen wie eine Hexe sondern auf einem Gehgestell. Und diese weiße Hexe, die in meiner Vorstellung etwas älter, sagen wir betagter ist wie sie, in der Angelegenheit Jehova unterwegs zu sein, scheint sie ja fit und agil zu halten, weiß ganz genau wie man Scheißhaus-Dämonen vertreibt. Nur derweil ist die Lage etwas verzwickt, weil ich mich nicht mehr aufs Scheißhäusl traue und deswegen immer ins Waschbecken pisse. Das ist schon ganz gelb und riecht zwangsläufig a bisserl streng. Nicht auszudenken wenn ich eine Frau wär. Versuchen sie als Frau einmal ins Waschbecken zu pieseln“. Da die Tanten ja schon etwas älter waren sprach ich bewusst nicht vom pissen sondern pieseln. „Ich bin ja Tablettenabhängig müssen sie wissen. Kann sein das ich schon ganze Fischschwärme von Fischen entmannt habe. Traurig oder nicht das mit den Fischen aus den Fischschwärmen. Sie wissen ja Schwarmintelligenz. Tabletten sagt ihnen sicherlich was oder? Einfach so auf den Topf sitzen und beim Abäpfeln schön gemütlich in der Fernsehzeitschrift blättern, derweil man mit einem Stift, natürlich keinen Braunen, so gut wie alles einkreist was ausgestrahlt wird, spielt es derzeit auch nicht. Vor lauter Schiss/Angst leide ich jetzt unter mentaler Verstopfung. Keine Sorge ist nichts Organisches. Wobei ich finde das die menschliche Psyche auch ein Organ ist. Genaugenommen trau ich mich nicht mehr scheißen. Und die Nachbarn haben von Dämonen höchstwahrscheinlich eine andere Vorstellung. Die kommen aus Russland. Der Mann übrigens aus Wladiwostok. Ich weiß ja nicht wie ihr Zeugen das mit den Dämonen so konkret handhabt, meines Wissens haben die Katholiken ja extra ausgebildete Teufels und Dämonen-Austreiber. Gibt es das bei ihnen vielleicht auch im Angebot. Vielleicht haben sie persönlich schon Erfahrungen im Austreiben von Dämonen gemacht. A bisserl danach sehen sie ja aus. Oder waren sie nur länger verheiratet. Ich will sie ja nicht überfordern, aber könnten sie bitte meinem Scheißhaus den Teufel austreiben“. Zu meinem Leidwesen waren die Tanten im Dämonen austreiben leider nicht speziell geschult. Die machten nur einen auf leiden. Trotzdem verabschiedeten sich auch gleich einmal. Hab a bisserl im aktuellen Zeugen-Jehovas-Programm geblättert. Falls es sie interessiert. Homosexuelle kommen bei den Zeugen Jehovas nicht besonders gut weg. Die verbreiten angeblich Krankheiten. Was ja im Grunde auch stimmt. Im Herbst und Winter z.B. einen grippalen Infekt oder im schlimmsten Fall die echte Grippe.

Vielleicht noch etwas über das Schmäh führen: Thomas Hütelin schreibt über die Wiener-Band Wanda, (sie wissen ja Bussie Baby, Bologna, Schickt mir die Post, weltklasse): Vor allem ist die Band geprägt von der vielschichten kulturellen Patina Wiens, dem nur dort verortbaren Schmäh“. Sehen sie. Nicht das sie denken, geh das Schmäh führen ist eine wahnwitzige Erfindung vom Schizophrenisten.
Anmerkung: Dieser Herr Hütelin ist mir auch einer. Alles was er über den Wiener-Schmäh im Allgemeinen und den Schmäh von Wanda im Besonderen weiß, hat er voraussichtlich aus einem YouTube-Video abgestaubt. So a Spast.

Und über die Gegend in der ich lebe stand: Dort drüben von der D…… bis zum H……., zeigt die B…………. ihr anderes Gesicht. Von einem aufkommenden Trendviertel kann nicht die Rede sein – dafür findet man hier noch etliche Altwiener Spelunken mit dazugehöriger Klientel, ich hätte Patienten geschrieben, die in vielen anderen Bezirken weggentrifiziert wurde……….. Jetzt können sie sich vielleicht vorstellen wie das Publikum in den Wettbüros so drauf waren in denen ich jahrelang verkehrte. (hahaha)

An anderer Stelle las ich: Kein Wunder, die Wiener Innenstadt ist von einer fast unwirklichen Schönheit, mit ihrem blablabla. Ist mir bis jetzt noch nicht aufgefallen.

Oregon: Nachbarn beschreiben den Amokläufer als schüchtern. Ehemalige Nachbarn erinnern sich an einen scheuen jungen Mann – und eine übervorsichtige Mutter. Wirklich. Im ersten Anflug, nachdem ich das Grauen ausgeblendet hatte, dachte ich der Mann wäre der geborene Schmähbruder und seine Mami a bisserl so wie Meine.

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Donnerstag, 1. Oktober 2015
Weitere Erkenntnisse zum Schnäuzen Teil 1
Das nervigste Wort des Monats Oktobers, nein Septembers, wurscht. Zur Wähl stünden, wenn es tatsächlich eine Abstimmung geben würde, die Worte „Hotspots“ und „Sonderzüge“.

Ich mache mir des öfteren Gedanken über das Scheitern, weil ich ja selbst zu dieser eingefleischten Kaste von Menschen gehöre. Gescheitert wird ja in jeder gesellschaftlichen Schicht. Ob ziemlich weit oben oder ganz weit unten. Sich als gescheitert Mensch zu erleben macht in der Regel nicht besonders viel Spaß, befriedigt nicht wirklich und sorgt nur in den hintersten Winkel des Lebens für Erheiterung. Da bleibt schon etwas Unversöhnliches hängen, das sich nicht so leicht wegschieben oder verdrängen lässt. Sobald sich der Verdacht das Scheiten bewahrheitet und zur unverrückbaren Gewissheit wird, wie der 4. Platz bei den Vereinsmannschaften im Kreisen der Arme, schämen sich gescheiterte Menschen nicht nur, nein die fürchten sich regelrecht immerzu vor Spott, übler Nachrede, Geringschätzung und diesen ganz bestimmten Blicken ihrer Mitmenschen. So ist das nun einmal in Gesellschaft, dessen Fundament darauf beruht, das Menschen nicht nur ziemlich hervorragend funktionieren müssen, sondern auch irgendetwas ganz gut können sollen. Das Gemeinwesen muss man sich wie ein Nutztier vorstellen das gemästet werden will. Und irgendwer muss dafür sorgen, dass es diesem Nutztier, sagen wir einer Kuh, an nichts fehlt und die Eiter immer schön prall und rund sind damit die Milch im Überfluss fließt. Zuweilen scheitern Menschen stellvertretend für ein ganzes Gesellschaftssystem oder einen Konzern mit Zigtausenden-Mitarbeitern. Ein Beispiel dafür ist VW. Wie der geschasste VW-Boss Winterkorn und die Fürhungsriege gescheitert ist, die ja stellvertretend für den ganzen Konzern versagten, weiß inzwischen eh ein jeder. Der ist mit einem riesigen Knall durch den Boden des Erfolgs gekracht. Noch befindet sich der ehemalige VW-Boss im freien Fall. Es wird sich erst noch herausstellen wie tief der Fall und wie hart sein Aufprall sein wird. In der Wahrnehmung der Menschen wird der Herr W. wahrscheinlich tiefer fallen als der VW-Konzern, denn VWs werden auch heute wieder verkauft und gehandelt. So erging es auch ein gewissen Peter Hartz. VW hat der tiefe Fall des Peter Hartz nicht wirklich geschadet. Schon gar nicht nachhaltig. Wenn der Herr W. Pech hat wird sein Video auf YouTube zum Running Gag. Weil das so sein muss verdienen Top-ManagerInnen auch ziemlich viel Kohle. Der ehemalige VW-Boss kann sein Scheitern nicht mehr kaschieren. Der kann nur noch danach trachten das ihn seine Spitzenanwälte relativ weich fallen lassen. Der Herr Winterkorn ist ja keine Zwanzig mehr. Geht er halt bis zu seinem Lebensende Golfen. Für Charity-Veranstalten eignet er sich nur noch bedingt, weil es dort auch immer um Vertrauen geht. Wenn bei einer Auktion für Steuerflüchtlinge ein dieselbetriebener Audi versteigert würde, könnte das schon für ziemliche Heiterkeit im Publikum sorgen. Was dem Mann auch zukünftig zu schaffen machen wird ist seine in Fetzen darniederliegende Reputation. Die ist weg. Nehme ich mal an. Wissen tue ich natürlich gar nichts.

Ganz unten in der Gesellschaft, wo sich der sogenannte Bodensatz die Beine ins kaputte Leben steht, fühlt sich das Scheitern durchaus ähnlich bitter an. Sobald man sich einmal von der Allgemeinheit alimentieren lassen muss, aushalten klingt so gestrig, weil man nichts kann, weswegen man unter den vorherrschenden gesellschaftlichen Bedingungen, nicht bis nur sehr eingeschränkt überlebensfähig ist, außer man wird kriminell oder zum Revolutionär, kracht es ganz schön im Gebälk wo die Seele vermutet wird, weil das persönliche Versagen niemals im Verborgenen bleibt, sondern gnadenlos offen gelegt werden muss. Ich spreche hier jetzt nicht über Menschen die etwas ziemlich gut können, ihren Job/Arbeit aber aus diesen oder jenen Gründen verloren haben, weil die Weltkonjunktur gerade durchhängt, oder gewisse Investitionen nicht getätigt werden, da der Vertrauensindex in die Wirtschaft bei -17 Punkten liegt und nicht von der Stelle kommt. Ich spreche von Leuten, wie auch ich einer bin, die wirklich gar nichts können, das ökonomisch verwertbar gemacht werden kann. Ich weiß das ist eine ziemlich schmerzhafte Erkenntnis. Vor allem für die Betroffenen. Viele von uns gibt es nicht seien sie unbesorgt. Menschen die ganz leise und von der Welt unbemerkt durch den Rost des Lebens fallen und die man mit viel Glück und Geschick höchstens noch zu ein paar einfachen Tätigkeiten anlernen könnte, weil diese Menschen zu meist auch unter diesem oder jenem physischen oder psychischen Gebrechen leiden. Kaputte halt. Grob lässt sich diese ganz spezielle Kaste von Menschen, in vier durchaus artverwandte Gruppen einteilen. Strukturell verwahrloste aus bildungsfernsten Schichten, mit und ohne Immigrationshintergrund, Trinker, Junkies und Irre. Und aus diesen vier Übergruppen lassen sich dann kleinere Untergruppen bilden. So gut wie immer läuft es darauf hinaus dass man diese Menschen mit den nicht vorhandenen beruflichen Fähigkeiten, also wo wirklich gar nichts wächst, da der Acker auf dem die Saat der Arbeit ausgebracht werden soll, so fruchtbar ist wie die Sahara Anfang Juli bei Schulschluss, weder auf dem 1. noch am 2-27 Arbeitsmarkt unterbringen kann. Es fehlt diesen Menschen ja noch immer die Fähigkeit den Gesetzen des Marktes zu gehorchen. Von dieser Schwäche wird sich dieser Text auch nicht mehr erholen. Gerne wird dann von misslungener Eingleiderung/Integration gesprochen. Es muss jetzt einmal mit der Mär aufgeräumt werden, dass in erster Linie Menschen mit akutem Teppichzwang, schwer bis gar nicht zu integrieren sind, weil sich der schwarze Stein des Anstoßes einfach nicht von der Stelle bewegt. Ich bin auch nicht integriert und weiß mit Teppichen nicht viel anzufangen außer die keifende Alte darin einzuwickeln. Der Volksmund bezeichnet solche Menschen, die nichts können außer herumsitzen und warten bis ihnen der Tod die Fernbedienung (Joystick) aus der Hand reißt als Ausschussware, mit der sich die Gesellschaft jetzt einmal eine Zeitzlang herum schlagen muss, weil man mit denen nicht so verfahren kann wie mit männlichen Küken nach dem Schlüpfen. Ich glaube zu wissen woran sie jetzt denken. Ich weiß macht Spaß solange man diese Gedanken nicht auf Facebook veröffentlicht. Ich hab auch so gedacht obschon ich als Schriftführer in diesem Verein agiere. Die Frage wer dafür die Verantwortung trägt ist zumeist eher eine Theoretische bis Akademische. Vor allem für Leute denen dieser Werdegang aus welchen Gründen auch immer erspart geblieben ist. Die tun in ihrer Freizeit kaum etwas lieber als über Kaputte zu sinieren. Sobald du einer aus diesem erlesenen Kreis von Menschen bist, stellt sich für dich diese Frage naturgemäß nicht mehr. Dann ist es wie es ist. Und so fühlt es sich auch an. Von Vorteil ist natürlich ein sonniges Gemüt, anders ist dieser recht haltlose Zustand der sich dein Leben schimpft kaum auszuhalten. Die Lage ist einfach zu ernst um ernsthaft zubleiben. Unter Gescheiterten wird viel geblödelt. Natürlich nur die aus der Unterschied. Die ganz oben rennen dann mit einer Fresse herum als ob sie gerade verstorben sind. Was sie ja auch irgendwie sind. Ob man Golf spielt oder mit der Playstation ist dann ja auch schon wurscht. Über das nichts können, das ja auch eine Tätigkeit ist, hat man in der Regel schon reichlich Erfahrung gesammelt. Da gibt es viel zu erzählen. Das überhaupt nichts können kommt ja nicht von heute auf morgen. Das muss jahrelang eingeübt werden, ansonten ist es nur halb so komisch, also bitterer Ernst. Diese Leute sind ja nicht alle deppert. Gibt kaum einen untern den Kaputten die sich überhaupt keine Sorgen machen, weil sie eh ganz genau wissen, wieder geboren werden. Und im nächsten Leben kann man ja eh alles besser machen. Kaputte würden bei so einer Ansage in schallendes Gelächter ausbrechen. Ich würde mich zerkuglen vor Lachen. Natürlich wird das überhaupt nichts können irgendwann zur Routine. Bis man von Außen, zumeist auf ziemlich humorlose Art, darauf hingewiesen wird das man schon wieder nichts kann. Man kann ja immer wieder aufs Neue nichts. Was ja fortwährend geschieht, geschehen muss.

Das System um funktionsfähig zu bleiben, muss ja immer auch ein paar abschreckende Elemente haben. Ansonsten versuchen es vielleicht zu viele. Ist beinahe wie im Krieg, wenn sich Soldaten selber ins Bein schießen, um von der verfluchten Front doch noch lebend wegzukommen. Die so oft beschworene und redlich zitierte „soziale Hängematte“ ist ja im Grunde nur etwas für Leute, die etwas können das sich recht einfach und gut nachgefragt zu Geld machen lässt. Die ganz genau wissen wie man heimlich die Kuh melkt ohne dabei erwischt zu werden. Die können es sich mitunter schön richten. Deswegen wird so ein veröffentlichtes Versagen ganz unten in der Gesellschaft zwangsläufig zu einem einzigen Spießrutenlauf. Vor allem für Menschen die wirklich nichts können. Jahrelang verrichtete ich einfachste, manuelle Tätigkeiten, die sich irgendwann immer auch gegen einen richten, weil es ja an der nötigen Perspektive fehlt. Ein unbehandelter Irre wie ich lange ein war, weiß ja nicht wie verrückt er ist. Den Grad der Verrückthiet bestimmen ja andere. Ob jetzt mittels Expertise oder so im alltäglichen Umgang, weil die Leute nach spätestens 5 Minuten kopfschüttelnd reiß aus nehmen. Auf Dauer gegen den sturen Überlebenswillen eines Rumänen oder Albaners an-zuarbeiten, der sich für 4 Euro in der Stunde die Gesundheit ruinieren lässt, weil das Leben in Albanien noch recht einfach zu finazieren ist, wenn man sich hier total verausgabt, damit es die Kinder einmal besser haben, bringt man in der Regel nur ein paar Jahre. Erstens werden diese seltsamen Menschen andauernd ausgewechselt wie Glühbirnen und zweitens ist man einfach nicht mehr hart genug und entschieden zu verweichlicht. Die Härte eines Schwellenhauers aus dem frühen 19. Jahrhundert, als die Welt in die Moderne aufbrach, hat man einfach nicht mehr im Talon. Irgendwann sitzt man erschöpft in seinem Versagen und kommt nicht mehr hoch, während um einen herum das pure Leben pulsiert. Ich hab dann gezockt. Nicht aus Leidenschaft sondern aus purer Not. Eine Bank hätte ich natürlich auch überfallen können. Betagten Omis die Handtaschen klauen kam für mich nie in frage. Ich bin ja kein Junkie. Das machen natürlich nicht alle Junkies. Die klauen auch Rezeptblöcke.

Fortsetzung folgt weil ich eigentlich über das kaschierte Scheitern von Menschen schreibe.

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