Freitag, 9. Oktober 2015
Das Scheitern nimmt kein Ende. Jetzt sind auch mal sie an der Reihe:-)
Die FPÖ wirbt für die Wiener Landtagswahlen mit dem Spruch: „Einer für alle alle für einen“. Vielleicht können sie so einfacher nachvollziehen warum ich in diesem Wien lieber mit dem Rücken zur Gesellschaft scheitere. Gleich um die Ecke bei mir gibt es ja ein Haus aus dem einst Juden geholt wurden, um sie in einem Vernichtungslager zu vernichten. Was soll man den sonst in einem Vernichtungslager wollen. Musizieren? Vor Jahren habe ich eh einmal darüber geschrieben wie ungern ich an diesem Haus vorbei gehe. Noch heute mache um dieses Haus einen weiten Bogen, weil es beschämend ist in einer Stadt zu leben, dessen Vorfahren Massenmörder waren. Mein eigener Großvater war ja auch ein Massenmörder. Wenn auch ein Gescheiterter. Der wurde ja beim großen Morden erschossen. Kein Einzelfall übrigens. Würde man in Wien an jedem verschissenen Haus eine Gedenksplakette anbringen wie ein Brandzeichen an einer Kuh, aus dem einst jüdische Mitbürger geholt wurden, um sie zu demütigen, entmenschlichen und letzenendes zu vernichten, so ein Spaziergang durch Wien wäre ein einziger Spießrutenlauf der Scham. Unmöglich so einen Spaziergang an der frischen Luft einigermaßen unfallfrei zu überstehen. Das Plakat der FPÖ in dem es der eine mit allen macht, steht keine 10 Meter von diesem entehrten Haus entfernt, aus dem einst meine Vorfahren die jüdische Familie auf die Straße trieb. Mir ist schon bewusst das des von den Plakatdarstellern keine Absicht war. Die Anhänger der (31 bis 34%) FPÖ sind nicht alle bewusst geschmacklos oder geschichtsvergessen. Die wissen es zum Teil einfach nicht besser. Liegt auch an den österreichischen Schulen. Keine Ahnung was dort unterrichtet wird. Ist gescheiter man lernt dort nichts fürs Leben so wie ich. Jetzt rückt auch noch der Winter immer näher an mich heran. Und ich kann von diesem Wien nicht mehr bloßfüßig auf die Donauinsel flüchten, um dort am heißen Donauinsel-Asphalt angewidert aber doch zufrieden, sinnlos duch mein Grauen zu staksen. Die Donauinsel hat ja mit der Judenverfolgung nichts am Hut. Dieses Gebiet war während der großen Jagt noch Sumpflandschaft. Schon auch braun aber anders braun. Ich hätte mir die Hornhaut niemals mit dem Jausenmesser von den Treter-Enden schneiden dürfen. Nicht vor dieser Wahl.

Eigentlich wollte ich noch einmal auf die Erwerbsbiografie zurückkommen wie zu einer Domina mit Schluckauf, die immer bluff dich sagt anstatt bück dich. Weil das bei den sexuell zu Knechtenden wiederholt zu Ausbrüchen von großer Heiterkeit führte, bietet die Frau jetzt Lachtherapien an. Heutzutage ka schlechtes Geschäft. Heute wird ja nur noch über einen gelacht und nicht mehr mit einem. Mir ist ja aufgefallen das sich die Wirtschaft vom Wachstums-Fetisch nicht so einfach lossagen kann, wie ein schwuler Priester von der katholischen Kirche. Diese Katholiken. Jetzt werden schon die Abtrünnigen vom Glauben in den modernen Medien als Helden gefeiert. Wen wundert es da das 35 000 Menschen den Flug vom neuen Liverpooltrainer Jürgen Klopp im Privatjet von Dortmund nach Liverpool live am Computer mitverfolgten. Die Leute wollen heute anscheinend noch immer an etwas glauben. So wie es aussieht hoffen diese Menschen das Gott Fußball spielt. Vielleicht titelt irgendein englische Boulevardblatt, „Kloppi der deutsche Heilsbringer“. Die Wirtschaft muss wachsen. Wächst die Wirtschaft nicht scheitern Erwerbsbiografien massenhaft. Ist der Pfad des Wirtschaftswachstums zu schwach kann so ziemlich jeder vom rechten Weg der Beschäftigung abkommen und sich in der Beschäftigungslosigkeit verirren. Niemand kann sich völlig sicher fühlen. Zu keinem Zeitpinkt. Nimmt die Wirtschaft dann doch wieder Fahrt auf wie ein Zug, weiß man trotzdem nie so genau ob man am mit seinen beruflichen Qualifikationen gerade am richtigen Gleis wartet. Diesen Vorgang bezeichnet man dann als kreative Zerstörung. So ist das nun einmal im Kapitalismus. Deswegen muss man sich im Kapitalismus, um als arbeitendes Objekt bestehen zu können, das jetzt seine Bildung/Wissen zum Markt trägt, wie früher die manuelle Arbeitskraft, andauernd neu erfinden. Noch dazu kreativ-zerstörerisch. Das kreativ-zerstörerische ist nun mal das Wesen des Kapitalismus. Was ein ziemlich schwieriges Unterfangen ist. Vor allem in der gelebten Praxis. Die Gefahr zu scheitern ist da sehr hoch. Wann ist man jetzt kreativ oder doch nur zerstörerisch. Und wie kann man das rechte Maß zwischen Kreativität und Zerstörung erfinden. Weil die heutige Elterngeneration um dieses Problem weiß, bestehen sie darauf, dass ihre Kinder auf gar keinen Fall biederer Durschnitt sein dürfen. Nur jene die am kreativsten zerstörerisch sind, werden sich zukünftig zu behaupten wissen und die Nahrungskette anführen und sich Bio-fair-Trade Unterhemden leisten können, 19,90 Euro das Stück. Darüber wollte ich schreiben. Aber dann hat mich der Tod einer Katze auf einen anderen Pfad geführt, um darüber nachzudenken warum Menschen so erschreckend durchschnittlich sind das einem das Grausen kommt.

Völlig durchschnittliche Personen sind in der Regel nicht in der Lage über ihren eigenen Tellerrand hinaus zu sehen. Das sind Bollwerke der Intoleranz, obschon sie da natürlich ganz anderer Ansicht sind und sich für unglaublich weltoffen und tolerant halten. Wie Fliegen im Netz der Spinne kleben sie in ihren Vorurteilen und niederen Instinkten fest, die sie durchschnittlich wie sie nun einmal sind, auch noch zur ihrer Moral und Werten verklären. Völlig durchschnittliche Personen wollen sich andauernd im anderen widerspiegeln. Die wollen andauernd angenommen, gepflegt und getätschelt werden. Fühlen sich diese Untergebenen,nein Leibeigenen der Durchschnittlichkeit, nicht entsprechend angenommen, getätschelt und gepflegt, wenden sie sich bald einmal von einem ab und suchen sich einen anderen König, bei dem sie sich dann in ihren Ansichten und Gefühlen besser aufgehoben fühlen. Das machen die andauend. Andauernd laden die Themen emotional mit ihren niederen Gefühlen auf, wo es an sich nichts zum Aufladen gibt und dort wo Empathie angebracht wäre, bleiben sie kalt und unbarmherzig wie die Pasterze (ein Gletscher) im Jahr 1759. So geht das in einem fort. Sogar wenn sie Träumen, träumen sie nur belangloses Zeug. Die biegen sich ihre Antipathien, die ja immerzu auf ihren niedrigsten Instinkten beruhen, solange zurecht bis diese niedrigen Instinkte die Welt passen gemacht haben. Völlig durchschnittliche Menschen sehen sich außer Stande über ihren eigenen Schatten zu springen. Das lässt ihr überreiztes und übersteigertes Ego ebenso wenig zu wie ihr maßloser Geltungsdrang. Liegen sie einmal falsch, bleiben sie beharrlich auf diesem Weg, den sie dann auch noch für tugendhaft oder zumindest richtig halten. So ist das in der Regel mit Personen deren Gefühlswelt einfach nur völlig durchschnittlich ist. Die kriechen anderen in den Arsch wo nicht unbedingt Gekrochen werden muss und lehnen andere ab wo es im Moment keinen Grund zum Ablehnen gibt. Wo Zuspruch angebracht wäre, kriegen die heillos in ihrer Durchschnittlichkeit verfangen, ihre blöde Fresse nicht auf. Und wo gerade kein Zuspruch von Nöten ist verrinnen sie ihn Mitgefühlsorgien, das einem allein beim Lesen schon ganz schlecht wird.

Ein einfaches Beispiel aus der gelebten Praxis. Voriges Jahr im August ist ja die letzte Schizophrenisten-Katze gestorben. Nicht das ich mich jetzt für unersetzlich oder bedeutend halte, aber die Wahrscheinlichkeit das sie voriges Jahr im August schon wussten wer der Schizophrenist ist, halte ich durchaus für gegeben. Da war ich ja schon gut 4 Jahre im bloggenden Geschäft. Die letzte Schizophrenisten-Katze ist mir ja wortwörtlich unter den Händen weg gestorben. Weil ich mir nicht anders zu helfen wusste habe ich über das Sterben der letzten Schizophrenisten-Katze in meinem Blog geschrieben. Sind schon zwei drei Seiten Sterben der letzten Schizophrenisten-Katze zusammen gekommen. Die Wahrscheinlichkeit dass wenigstens ein Blogger von gut 40 000 über das Sterben der letzten Schizophrenisten-Katze gestolpert ist, halte ich für durchaus gegeben. Vor allem weil ein Feiertag dazwischen lag und ich dadurch gezwungen war der letzten Schizophrenisten-Katze gut 48 Stunden beim Sterben zuzusehen. Vielleicht hätte ich in irgendeine Katzenklinik fahren können/sollen/müssen, um dieses Sterben abzukürzen. Nur das ging irgendwie nicht. Irgendwie hatte ich das Gefühl ich muss mich von der letzten Schizophrenisten-Katzen würdevoll verabschieden. Keine Ahnung warum. Siebzehn gemeinsame Jahre kann man nicht so einfach in einer Tierklinik entsorgen und dann munter zur Tagesordnung wie dem Scheitern überzugehen. Diesen kleinen Haufen Elend, der zu diesem Zeitpunkt nicht einmal mehr laufen konnte, weil seine Beine, besser gesagt der ganzen Bewegungsapparat lahmte, habe ich dann gut einen halben Tag wie ein Irrer durch die Wohnung getragen. Solange bis ihn meine Hände nicht mehr tragen konnten. Darüber habe ich auch so in meinem Blog geschrieben. Ich habe darüber geschrieben wie mir meine Hände immer schwer und schwerer wurden. Und was taten sie in ihrer unerbitterlich Durschnittlichkeit. Sie haben mich mit diesem Sterben völlig allein gelassen. Nicht ein Wort des Bedauerns oder der Anteilnahme. Rücksichtslos durchschnittlich wie sie nun einmal sind, haben sie das Sterben der Schizophrenisten-Katze völlig ungerührt hingenommen und weggeklickt. Ach dachten sie sich, was geht mich das Sterben einer Schizophrenisten-Katze, diesem Idioten an. Der hat sie ja nicht alle. Das mag schon stimmen. Nur was kann die Schizophrenisten Katze dafür. Später am Abend als dann die Glotze an war, und sie die traute Familie um sich hatten, haben dann alle beim Film Marley & Ich, Rotz und Wasser geheult. Sogar ihrer Hauskatze sind ein paar Tränen aufs frisch gekämmte Fell gekullert. Vielleicht haben sie es sich auch nur allein gemütlich hat. Was weiß ich schon. So sind sie nun einmal. Von der Wiege bis zur Bahre einfach nur Durschnitt und Mittelmaß. Im Kleinen wie im Großen. Vielleicht verstehen sie jetzt warum sich irgendwann Subkulturen herausbilden, die mit der Mehrheitsgesellschaft und ihrer lähmenden Durschnittlichkeit, nichts zu tun haben wollen. Und dann haben sie ihre Parallelkultur die ihnen die Krätze an den Hals wünscht oder ihnen demonstrativ den Rücken zukehrt.

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Mittwoch, 7. Oktober 2015
Weitere Erkenntnisse zum Schnäuzen noch einmal Teil 1
So jetzt habe ich noch einen Aspekt des Scheiterns betrachtet. AB: Bevor mir alles entgleitet..... Durchaus interessant. Für sie natürlich nicht so :-)

Das verdiente Ende naht!! Ziemlich amüsant zu lesen. Zu fühlen weniger.
Ach ja: Der schlechte Altherrenwitz des Tages aus aktuellen Anlass. Rutherford hat das Atom gespalten und ich meine Alte.

Um noch einmal auf das leidige Thema WF-Mamis zurückzukommen, wie zu einem Basislager im Himalayagebirge bei schlechtem Wetter, miserabler W-Prognose und Windböen von gemessenen 109,5 km/h. Und die nicht einmal in der Spitze gemessen. Warum mich meine beiden WF-Mamis aus ihrer Erinnerung entfernt, getilgt, und letztendlich als Menschen ausgelöscht haben. Hier ein fürchterlich vernünftiger Erklärungsansatz, der wesentlich schmaler ist als der Türrahmen über meiner Badezimmertür, auf dem ich meine Klimmzüge mache. Scheiß rechte Schulter. Die fängt schön langsam an herum zu zicken. Das hat man davon wenn sich der Mann einbildet kräftiger sein zu müssen als es die Gelenke vertragen, wie damals die Aufhängungen der Formel 1 Autos, in den späten Sechziger. Die sind einfach so gebrochen bei 280 km/h. Und dann ging es frontal gegen eine Mauer. Fragen sie den Jochen Rind. Der bringt jetzt dem kleinen Jungen im roten Leibchen und der kurzen blauen Hose das Rennfahren bei. Früher gingen Bizeps-Curls mit 50 kg SZ-Hantel. Das geht heute einfach nicht mehr mit dieser Schulter, diese verdammten Schulter. Jane Goodall sagt in einem Interview: „Mütterlich Instinkte helfen, wenn Sie es mit nichtverbalen Kreaturen zu tun haben“. Aus dieser Perspektive betrachtet, hätte ich einfach niemals zu sprechen beginnen dürfen und alles wäre gut. Mein Sprachvermögen, das mies verzinst keine rechten Erträge abliefert, ist an allem schuld. Hätte ich nur nie das Sprechen gelernt. Keine Ahnung ob ich das wirklich wollte. Die Sprache wird einem ja aufgezwängt.

Vielleicht haben sie schon bemerkt, sicher bin ich mir da nicht, das ich immer wieder darüber schreibe wie schwer es für testosteron-verseuchte Männer, kurz TT ist, mit passiv-aggressiven WF, auch nur einigermaßen zurecht zu kommen, wenn die wieder einmal an der Uhr drehen. Vor allem wenn der TT nicht in alte Schemata verfällt und der WF einfach eine zimmert. Frauen schlagen geht nicht. Bitte merken sie sich das. Nicht einmal WF. So viel Mann muss der Mann immer Mann sein, das er einer übergeschnappten WF niemals eine rein haut. Treten zählt auch nicht oder gegen die Mauer schleudern. Würgen schon gar nicht. Heute hat in der Leopoldau ein Mann seine Frau zu Tode gewürgt. Schreien oder Tobsuchtsanfälle sind auch keine Lösung. Wenn ich losbrülle schmeißt es eine 49,5 kg leichte WF allein von der mitgeschleuderten Spucke aus den Knöchlen. Ich habe ja keine Ahnung wie Softies an die Sache herangehen, wenn WF ihre Muskeln spielen lassen und zwischen Opfer und Täter Option dermaßen krass und gekonnt hin und her switchen, das einem gestandenen TT hören und sehen vergeht, weil das innerlich abtrainierte Männlein, nicht einmal mehr mit dem Staunen hinterher kommt. Als TT gibt es nur eine Möglichkeit eine passiv-aggressive WF zu besänftigen. Flüchten sie, hauen sie ab, nehmen sie reiß aus, nehmen sie ihre stahlharten Eier, packen sie die zu ihren sieben Sachen und verwinden sie. Lassen sie sich auf nichts ein, glauben sie mir. Ähnlich sollten auch Frauen handeln, die sich von der großen Liebe eine Liebes-Ohrfeige einfangen, um die Beziehung gegen etwaige Erschütterungen abzusichern. Denken sie nicht sondern handeln sie intuitiv und suchen sie das Weite. Wenn es sein muss schreiend oder springen sie aus dem Fenster wenn sie im Parterre wohnen. Wenn es unbedingt sein muss können sie für eine Nacht auch beim Schizophrenisten unterkommen :-). Als TT sind sie einer passiv-aggressiven WF nicht gewachsen. Ich bin ja von einer passiv-aggressiven WF 15 Jahre lang tyrannisiert worden. Gegen solche Weiber können sie nicht bestehen. Niemals. Wenn es nicht mehr anders geht erfinden die sich ganze Gefühlswelten, aus der sie als TT einfach keinen Ausgang finden. Nicht einmal wie sie da hineingekommen sind wissen sie mit Gewissheit. Wie in einem Labyrinth irren sie in diesen Welten dann hilflos umher. Und finden sie doch einmal den Ausgang haben sich nicht den leisteten Schimmer wie sie da wieder raus gekommen sind. Einmal in meinem glorreichen Leben, bin ich als erwachsener Mann, in einer Beziehung an eine passiv-aggressive WF geraten. An sich weiß ich über Frauen nur Gutes zu berichten. In der Regel sind die Klasse Ehrlich. Egal aus welchen Milieu die in deine Arme flüchten. Ich kann ja oben und unten. Konnte ich. Jetzt kann ich nur noch auf der rechten Seite liegen. Links ist alles kaputt. Da tut sich nichts mehr. Gestern haben mich die Seroquel wieder einmal umgehauen. Werte Pharmazeutische. Können sie nicht endlich einmal Irren-Tabs erfinden die sanft wirken. Ich sah mich außer Stande die Glotze mittels Fernbedienung abzuschlaten. Ehrlich. Wenn ich dann total hinüber so da liege sabbere ich. Gott sei Dank ist mir das erst jetzt 10 Stunden später peinlich. Im sabbernden Zustand habe ich es ja nicht so mit großen Gefühlen. Bei der passiv-agresiven WF, die andauernd sagte für`s Protokoll, für`s Protokoll, habe ich natürlich die erste sich bietende Gelegenheit zur Flucht genutzt. Natürlich mit Scheinargumenten und gut klingenden Ausreden. So auf oh ich bin so arm und fühle mich vernachlässigt weil du so viel arbeitest. Ich habe alles aufgefahren was ich an Schauspielkunst aufzubieten hatte. Trotzdem ist die Gute total ausgeflippt und hat am nächsten Tag den Goadfather angerufen und laut in den Hörer geheult, dass ich sie finanziell ausgenommen und übelst übervorteilt hätte, weswegen sie jetzt nicht in ihren wohlverdienten Urlaub fliegen könnte, wo sich doch so eine hart arbeitende Frau sei. Was im Grunde auch stimmte. Die konnte schuften wie eine ganze Partie Maurer und das in Hochhackigen und im engen Kostüm. Bewundernswert ehrlich. Hab ich eh schon einmal an anderer Stelle erzählt. Ich hatte mir einen Vorderzahn ausgebissen, beim Müsli-essen fiel der raus. Der stammte noch aus der Zeit als ich keine Krankenversicherung hatte und weswegen der Zahn und vom Lebensschmerz ziemlich angegriffen war. Etwas klamm war ich auch. Ohne Vorderzahn rumlaufen sieht doch scheiße aus oder nicht. Und kauen kann man auch nicht richtig. Deswegen borgte ich mir von der passiv-aggressiven WF 200 Euro aus, die ich ihr am 8ten, sie wissen ja inzwischen was am 8ten so los ist, zurückzahlen wollte. An sich kein Problem für die passiv-aggressive WF. Die hatte gut 40 000 Euro am Konto und in ihrer Spießer-Genossenschaftswohung ein paar Tausender einfach so herum liegen. Hätte ich da 200 Euro abgezweigt wäre das von der Guten völlig unbemerkt geblieben. Die hatte da wirklich einen Haufen Kohle herum liegen. Dabei hatte die Gute nicht einmal meine Adresse.

Wie ich an die Frau ran kam. Mit dem Proletenärmel natürlich und mit Sprache/Schmäh zu digitalen Papier gebracht. So als Kontrast verstehen sie. Gelingt das Unterfangen wirkt beides verstärkend, also anziehend. Da bekommt das Scheitern einen anderen (würdevollen, hahaha) Rahmen. In Wahrheit war die Gute zu der Zeit nicht gerade in bester Verfassung. Ich glaube wegen einer Affäre im Konzern, mit einem verheirateten Mann, der beim Ficken fürchterlich schwitze. Wie die sich aufregen konnte das Männer beim Ficken so schwitzen. Ich ja weniger, außer wir machen es in der Sahara an einem Freitag-Nachmittag, während Karwanen von ausreisewilligen Sudanesen oder Irokesen an uns vorbei keuchen, deren Kohle nur bis Timbutku langte. Das Schlepperwesen wäre nichts für mich. Außer Frauen abschleppen. Aber das sagt man heute nicht mehr. Klingt ja so als ob Frauen irgendwo kaputt liegen geblieben sind. Weil ich mich mit den Transpirieren merklich zurück hielt, hat sie was mit mir angefangen. Natürlich habe ich die Kohle nicht geklaut. Ich hatte mich ja schon viele Jahre zuvor entschieden keine krummen Dinge abzuziehen. Mein damaliger Gotteswahn lies das nicht zu. So ein vorübergehender Gotteswahn befällt irgendwann ja alle Irren. So ein Gotteswahn ist wie eine Klette. Ich fühlte mich schon schuldig weil ich die Kohle nur angegriffen hatte. Dabei wollte ich sie nur an einem sicheren Ort verstauen. Dass Wettbüro eignet sich dafür ganz hervorragend. A Scherz. Das Geld landere dann vollständig auf ihrem Konto. Weil die passiv-aggressive WF dermaßen in ihrer Rolle als abgezocktes Opfer überzeugte, rief der Goadfather bei mir an und hielt mir eine Predigt wie ich das einer armen Frau nur antun konnte. Deswegen überwies ihr der Goadfather die 200 Euro noch am selben Tag. Dann hatte die passiv-aggressive WF endlich wieder 40 200 Euro auf dem Konto. Genug für eine Woche all inklusive in der Türkei. Wie sie sehen können. Ich war von Anfang an chancenlos. Völlig chancenlos. Ein paar Monate später rief die passiv-aggressive WF bei mir an um sich für diese Aktion zu entschuldigen. Sie lud mich dann auch noch zu einem Essen ein. Ich überhaupt nicht nachtragend ging da ohne Hintergedanken hin. Gut ich hatte weniger als sonst gefrühstückt, aber sonst. Das Leben ist zu kurz um nachtragend zu sein. Außer sie schreiben gerade über WF-Mamis. Da saßen wir dann in einem In-Fress-Schuppen und die passiv-aggressive WF hatte so gut wie nichts an. Kein BH, kein Höschen nichts. Logisch das ich auf einem scheiß Ständer saß. Die wusste ja ganz genau wie ich da in der Regel so reagiere. Und was machte die passiv-aggressive WF. Drei Schluck Wein, ein bisserl Vorspeise und schon erzählte sie mir brühwarm was ihr neuer Stecher für einen riesigen Schwanz hätte. Und wie er es ihr nicht besorgte. Architekt war der Typ, aus besten Kreisen und auch sonst blablabla. Wie sich später dann raustellte hatte er auch jede Menge Julius Meinl Land Optionen. Gott sein Dank war ich etwas abgelenkt, weil ich mir einbildete, das der Laden gleich einmal in die Höhe fliegen würde, weil eine Gasleitung leckte und ich das ausströmenden Gas schon riechen konnte. Dabei war das ihr Parfüm. Roch eh sehr gut. Zu gut. Eine angesteckte Zigarette und das wäre es gewesen. Im Worte-Wiederhol-Zwang befand ich mich auch gerade. Verstört und ziemlich hilflos, fragte ich die passiv-aggressive WF, ob sie eh nichts dagegen hätte, wenn ich mir noch eine Hauptspeise einverleiben würde. Das waren ja Kinderportionen.

Fazit: Versuchen sie erst gar nicht eine passiv-aggressive WF abzukontern. Schon gar nicht wenn sie wie ich eine Histamin-Intoleranz haben. Wieder zu Hause in Sicherheit hat`s dann überall gejuckt. Und ich wusste nicht einmal warum. So jetzt fühle ich mich unter Umständen bereit das völlig verschnäutzte Taschentuch bald einmal wegzuwerfen.

Bevor mir alles entgleitet und zu Boden fällt wie vorhin eine Mandel, mein bisheriger emotionaler Höhepunkt für dieser Woche, außer ich schreibe oder sehr fern, weil mein für Seitenhiebe anfälliger Geist, wieder einmal mit seltener Unverfrorenheit gegen mich aufbegehrt, weswegen ich mich wieder einmal genötigt sehe, beinahe heldenmutig gegen meine Todesangst anzukämpfen, ohne in einem Duftbad aus Tabs zu ersaufen, wodurch ich überarbeitet so gut wie zu nichts komme, noch einmal etwas über das offensichtliche Scheitern/Versagen. In der Top-Versager-Louge, sie wissen ja Alkoholiker, Junkies und Irre, die ja vom normalen arbeitslosen Verwaltungsbetrieb ausgegliedert wurden, weil da Hopfen und Malz sich mit den Holzspännen zusammen getan hatten, der Ort an dem ich dann meine 7seitige Lebensbeichte, auf einer alten Nazi-Schreibmaschine mit Reichsadler abtippte, weil das Ding so gut wie unverwüstlich war, und nicht wusste wie man einen PC betätigt, gab es bis auf ein, zwei Ausnahmen so gut wie keine Flüchtlinge/Asylsuchende usw. Deswegen kann ich mich noch ganz gut an den einen der beiden erinnern. Der hatte ähnliche Termine wie ich. Der sagte immer er sei Jugoslawe. So nach und nach stellte sich beim Gemeinschaftszittern heraus, dass der im jugoslawischen Sezessionskrieg, auf serbischer Seite gekämpft hatte, was er aber allen verschwieg. Der scherzte immer herum, auf serbischer Seite gekämpft zu haben ist vielleicht kein Asylgrund. Hoffentlich begleichen syrische Männer, ihre alten Rechnungen dann nicht hier auf unserem Boden, wie das die Tschetschenen so zu tun pflegen. Die Integration von Tschetschenen, von Assimilation will ich ja gar nicht sprechen, in die österreichische Mehrheitsgesellschaft, ist ja nachweislich gescheitert. Die haben auf offener Straße 12 Uhr Mittags gespielt. Der serb. Scharfschütze war ja nicht blöd sondern nur traumatisiert. Deswegen erzählte er mir das auch nur unter der Hand. Und ich ihnen jetzt viele Jahre später. Der ist inzwischen sicherlich schon Österreicher oder er hat sich erschossen. Vielleicht ist er auch für den IS in führenden Position tätig. Vom Töten kann man ja durchaus Wahnsinnig werden. Vor allem wenn man es nicht gewohnt ist. Egal. Den hatten sie auch in die Top-Lounge ausgelagert, weil er posttraumatisch ziemlich gestört war. Wie sich das jetzt im Alltag bei ihm zeigte weiß ich nicht. Warum soll ich mich mit anderen Kaputten zum Kaffee im Park treffen. Kaputte sind in der Regel ziemlich anstrengend und unberechenbar. Die sind nur im Kino unwiderstehlich. Gebrochene Helden, die das Geschick der Welt zum Guten wenden und das gebrochene Ruder dann doch noch einmal herumreißen. In der Regel machen die einen Scheißdreck. Ich umgebe mich lieber mit weniger Kaputten, nur die nicht mit mir. Obschon die weniger Kaputten oft schrecklich neurotisch oder selbstverliebt sind, auch wenn sie sich nicht mögen. Ich mag mich ja.

Von der UNO hatte ich ja nur einen Einsatzschaden. Keine Angst das ist nichts Ernsthaftes. Ich bin ja kein Holländer oder Belgier. Ein Einsatzschaden rührt einfach daher, das man als UNO-Soldat ein ganz anderes Leben lebt als hier. Es lebt sich`s langsamer und gemütlicher. Ein Tag ohne Vorkommnisse, und von denen gab es viele, war ein guter Tag. Wenn es gut läuft hat man auch recht viel Spaß bei der Arbeit. So einen UNO-Einsatz auf Zypern nimmt ja niemand ernst. Der wird auch zurecht als Holiday-Einsatz verspottet. Trotz der Annehmlichkeiten, der militärische Konflikt zwischen Griechen und Türken war ja so gut wie eingefroren, drehten Soldaten durch, brachten sich um oder fuhren im Vollrausch andere zu Tode. Keine Ahnung warum die das taten. Andere weinten weil sie Heimweh hatten. Ich hörte einmal einen Hauptmann am Telefon flennen. Total besoffen zählt nicht. Der war nüchtern und flennte seine Freundin volll. Ich habe das Telefonat heimlich mitgehört. War natürlich verboten. Nur mir ziemlich wurscht. Was hatte ich schon zu verlieren. Ich gehörte nicht zu dieser Fraktion. Niemals. Wie denn auch. Die UM2 war härter als jeder vertrottelte Unteroffizier. Bei der UNO war ich natürlich Hardcore. Heimweh kenne ich nicht und der Goadfather hat mir in den Jahren nicht einen Brief geschrieben. Kann sein das er einen geschrieben hat. Mit Gewissheit kann ich es nicht sagen. Eher nicht. Schon damals stand ich zumeist am Rande des manischen Wahnsinns. Die besten Jahre meines Lebens. Manien sind wie Drogen. Kann ich jeden nur wärmstens weiterempfehlen. Kann sicherlich jeder der mich kannte bestätigen. Trotzdem und gerade deswegen war mit mir a ziemliche Hetz. Ehrlich. Hatten wir frei/off ließen wir es so richtig krachen. Damals vertrug ich ja noch Unmengen von Alkohol. Bis auf den Mille (immer noch ein guter Mann) habe ich so gut wie alle unter den Tisch gesoffen. Frauen gab es auch in Hülle und Fülle. Diese Frauen wollte Spaß und ich nahm ihnen diese Bürde nur zu gerne ab. Machten wir alle so. Dieser eingefrorene Konflikt war für einen Versager wie für mich ein kleines Paradies. Manchmal verliebte man sich auch. Nicht klug, gar nicht klug. Kommt man dann vom Einsatz irgendwann zurück, erscheint einem hier alles wie im Zeitraffer und das Wetter ist auch zu meist schlechter als unten. Hier ist alles so angestrengt, hektisch mit sinnlosen Sinn überfrachtet oder es wirkt zumindest so. Der Kuwait-Irak Einsatz war dagegen ein richtiger UNO-Einsatz, mit menschlichen Leid, Zerstörung, Umweltschäden, Anstrengung usw. Gott sei Dank habe ich da mitgemacht. Sonst müsste ich wie ein gewisser Herr D. über eine Radtour so schreiben, als sei das eines der letzten echten Abendteuer für echte Männer. Schlechtwetter das einem beim Radeln die Tour vermasselt und darüber jammern, das verstehe ich ja noch. Würde ich auch machen. Das ist wirklich bitter und unnötig. Lungenentzündungen sind nicht empfehlenswert. Was aber bitte ist schon dabei auf das Stifter-Joch oder einen anderen Hügel rauf und wieder runter zu radeln, wenn man erstens seit Jahren trainiert und zweitens ein gutes Rad unter den Arschbacken hat. Dermaßen darauf herumreiten und andauernd von den Todesgefahren schwafeln, das machen richtige Kerle einfach nicht. Hört sich ja an manchen Stellen an wie Moby und der Radler macht einen auf Kapitän Ahab Die reden über solche Dinge nicht andauernd. Warum auch.

Ich schreibe ja auch nicht andauernd darüber, dass ich bei einem normalen Training in gut einer Stunde mindestens 150 Liegestütze runter rasple. Was soll denn daran schon so besonders sein. Ich bin trainiert. Kaputt aber trainiert. Ich halte das schon seit gut 30 Jahren so. Ich brauch das Training um so halbwegs im Lot zu bleiben. Sport hilft bei Wahnsinn. Ehrlich. Die Liegestütze mache ich nur so nebenbei. Ich könnte in einer Stunde auch 300 davon machen. Meistens zum Auf und Abwärmen bevor es an die Gewichte geht. Früher habe ich zwischen den einzelnen Sätzen sogar geraucht. Heute versuche ich zwischen den Sätzen nicht allzu viel nachzudenken. Das war jetzt ein Scherz. Wirkliche Kerle müssen sich auch nicht andauernd dermaßen angestrengt ins Zeug werfen um männlich rüber zu kommen. Die verschwenden nicht einen Gedanken an ihre Männlichkeit oder wie sie auf andere Männer wirken könnten und wo sie da in der Hierarchie stehen. Sie haben ja gar keine Ahnung wie einem solche Typen am Senkel gehen mit ihrer andauernden Unsicherheit. Bei der Fraktion der old-school Kerle wird nicht andauernd alles zu einer Tortur oder zu einem unglaublich waghalsigen Unternehmen aufgebauscht. Die sind einfach so cool. Vertrauen sie mir. Ich bin einer von denen. Ich bin im Klappstuhl sitzend beim Durchdrehen cooler, als andere die sich sportlich gerade total verausgaben. Heute werde ich wieder mindestens 150 Liegestütze in gut einer Stunde runter klopfen. Meistens trödle ich herum und lese in anderen Blogs. Ist ihnen schon aufgefallen das sie Jungfrau weg ist dafür die Schlampe da. Zwischendurch werde ich natürlich Angst haben den Verstand zu verlieren. Todesangst sogar. Der Mille, war auch cool. meistens und natürlich so ziemlich alle meine Jugendfreunde. Der U. hat mich auf dem Rad nach Zell Pfarre, da geht`s ziemlich steil hinauf, ziemlich alt aussehen lassen. Runter auch. Und beim Kicken hätte ich wirklich hart trainieren müssen um gegen ihn bestehen zu können. Was ich aber gar nicht konnte. Die Arbeitszeiten ließen das nicht zu. Der gute U. ging ja zur Schule. Eh recht lange. Als ich bei der UNO war ging der U.,mein engster Freund aus KIndheitstagen noch immer zur Schule :-) Der U. stand unter Naturschutz. Die Schwester war bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Der war so eine Art Berti Vogts. Wir nannten ihn deswegen auch ironisch Sportta.... Dass ich Staatsmeister in einer anderen Sportart war spielte überhaupt keine Rolle. War ja eh nur eine Randsportart. Das ging unserer Männlichkeit aber so etwas von am Arsch vorbei. Als cooler Mann müssen sie in überhaupt nichts der Beste, Größte und Stärkste sein. Versuchen sie es erst gar nicht. Nicht ist peinlicher als diese aufgesetzte Angestrengtheit. Verstehen sie was ich damit sagen möchte.

Der serbische Heckenschütze war natürlich auch cool drauf. Entspannt männlich. Mit einem total kaputten Gehirn, das ihm schwer zu schaffen machte und dunkelgelben Zähnen vom qualmen, um die schlechten Erinnerungen einzunebeln, aber ansonsten entspannt männlich. Schrecklich wie verkrampft da manche Männer heute sind. Die wollen immer ein anderer sein. Logisch das Netz ist voller Topstars, die im Selfie-Wahn das Fußvolk der Männer merklich verunsichert. Das gab es früher weniger. Und die Bravo habe ich nie gelesen. Ich war ein heimlcher Verehrer von der Sophie Marceau. Damit hatte es sich aber auch schon. Bei diesen Verklärungen in eigener Sache schämt man sich beinahe schon beim Lesen. Sind zu meist Männer die von ihren Mamis am Erwachsenwerden gehindert werden/wurden. Ist wirklich so. Jungs deren Mütter keine Glucken sind, kriegen das cool sein dann besser hin. Da wirkt die Lässigkeit selbstverständlicher. Ich kann mich hier noch 15 Jahre demontieren und trotzdem würde mich niemand als Weichei verspotten. Wer das macht dem schneid ich den scheiß Hals durch oder gleich das eine Ei ab. Am gescheitesten ist sie haben wie ich keine Mami. Dann sind sie Hardcore. Was natürlich auch nicht das Gelbe vom Ei ist. Denn dort wo einst die beschützenden Hände der Mutter einen auffingen und ihr wärmender Blick Mut zu sprachen, die so ins Bewusstein eingingen, ist dann halt nichts. Diese Mami-Losen gehen dann weiter, weil sie es nicht anders fühlen können. Und dann machen die wirklich schräge Sachen. Die keiner machen sollte, der einigermaßen cool ist.

In der Regel waren wir beim Scheitern und Versagen in der Top-Lounge bis auf den serbsichen Heckenschützen, und noch einem Patienten der sich ins Out geflüchtet hatte, unter uns. Was irgendwie gut tat, weil man sich verstand und einreden konnte, das diese Gesellschaft scheiße sei und die Verhältnisse unerträglich und man nur scheitern könnte. Wer bin ich das ich für euch selbstsüchtigen Ärsche auch weiterhin den Diener mache usw. Es hat sich ausgedient. So machen das Verlierer. Untereinander die große Klappe aber beim Arbeitsseelsorger jammern sie über ihr großes Unglück. Gibt einige die können sogar auf Knopfdruch weinen. Ja auch Männer. Kaputten Frauen nimmt man das Opferdasein natürlich sofort ab. Ist heute noch so. Wir sprachen alle irgendwie die selber Verlierersprache, egal ob Säufer, Junkie oder Irrer. Heute würden in der Top-Lounge aber ganz andere Menschen sitzen. Traumatisierte Flüchtlinge aus Bürgerkriegsländern. Zum Teil Analphabeten, ohne die geringste Chance auf eine abgeschlossene Berufs oder Schulausbildung. Neben denen zu scheitern und nichts zu können würde dann überhaupt keinen schlanken Fuss mehr machen. Neben denen würde sich das eigene Scheitern noch viel fürchterlicher anfühlen. Wie ein scharlachroter Buchstabe oder so. Entsetzlich, grauenhaft, neben diesen Hungergestalten versagt zu haben, die nicht so tun als ob ihnen alles scheiß egal sei und nicht andauernd nach Ausflüchten suchen. Verlierer sind ja nie um eine Ausrede verlegen. Ich hatte ja meine Lehrzeit bis zum letzten Tag durchgezogen. Was kann ich dafür das meine Hände unfähig sind ein Glas den Regel entsprechend in eine vorgegebene Form zu bringen. In der Theorie war ich auch ohne zu lernen und schlimmster Alkoholexzesse gar nicht mal so schlecht. Ehrlich. Ich war in diesem erlesenen Club von Versager wirklich eine Ausnahme. Kann sein das ich mir das aber auch nur einrede. Ich war nicht an meiner miesen Einstellung gescheitert, sondern weil ich wirklich unfähig war etwas zu können. Das ist ein großer Unterschied. Trotzdem will man nicht neben Menschen scheitern, die bemüht sind, und wirklich an den Verhältnissen scheiterten, ja beinahe zu Grunde gingen, und keinen Goadfather auf der langen Bank haben, der ein paar Mücken rüber wandern lässt, damit der irre Sohn nicht auf der Straße den Kasper macht und im Vollrausch den Leuten den zittrigen Mittelfinger entgegenstreckt wie eine verdörrte Cruise-Missile. So das waren heute locker 200 Stück. Beim Liegestütze machen zuckt wenigstens die Schulter nicht.

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Dienstag, 6. Oktober 2015
Weitere Erkenntnisse zum Schnäuzen noch einmal Teil 1
Mir fällt derzeit nichts gescheiteres ein als weiter zuschreiben. Wahrscheinlich weil es schon so früh dunkel wird.

Betreff: Kusszarte Knuffigfüßchen. Vom bloßfüßig herum laufen am heißen Asphalt. habe ich unglaublich viel Hornhaut auf den Treterenden. Was macht man da? Kauft man sich da eine Feile beim Obi dem Heimwerkermarkt ihres Vertrauens und feilt das Zeug weg. Oder geht man da zur Fußpflege. Das kann ich doch so einer zarten Asiatin nicht antun. Schön sieht das wirklich nichts aus. Gestern habe ich einen Teil der Haut mit dem Jausenmesser abgeschnitten. Wahrscheinlich auch nicht das klügste.


Woher der Zwang in der Gesellschaft jetzt genau kommt als Person auf gar keinem Fall scheitern zu dürfen, sollte man mich nicht fragen. Ich bin ja gescheitert. Im Berufsleben darf man auf gar keinem Fall scheitern. Über sein berufliches Scheitern darf man nur dann freimütig erzählen, wenn man dieses Scheitern als Aufforderung zum totalen Gelingen der Erwerbsbiografie verstanden hat. Die Leute erzählen ja nur dann freimütig vom Scheitern wenn sie es dann doch noch ganz wunderbar hinbekommen haben. So wie der Donald Trump. Der hat 4 Konkurse völlig unbeschädigt überlebt. Ich musste nie Konkurs anmelden. Nicht einmal einen ganz Privaten. Weil wir gerade im Privaten angekommen sind. Privat darf man natürlich schon scheitern. Auch offen und nicht nur kaschiert. Beziehungen dürfen das heutzutage. Das gehört inzwischen sogar zum guten Ton. Wer heute noch in einer langjährigen Beziehung feststeckt, wie in einer Zwangsjacke, wird beinahe a bisserl scheel angesehen, so als ob dieser Person unter einer mentalen Blockade leidet und emotional a bisserl behindert sei. Oder unverbesserlich gestrig. Heute habe ich gelesen das die Enttäuschungsbereitschaft in der derzeitigen Elterngeneration, deren Kinder noch im Pflichtschulalter sind, wahnsinnig hoch sei. Eben weil normale Paar-Beziehungen ein Ablaufdatum haben. Dann stand da noch das Eltern heute höchste Ansprüche an das schulische/berufliche Fortkommen ihrer Kinder stellen. Bei diesen Eltern könnte man einen gewissen Optimierungszwang diagnostizieren. Woher dieser Zwang zum Optimum kommt weiß ich natürlich auch nicht. Ich kenne diese Leute ja nicht persönlich. Ich weiß zwar warum dem Hobbit-Anwalt der Doktortitel ziemlich wichtig ist. Aber darüber kann ich nicht schreiben. Nicht einmal andeutungsweise. Und die Lady L. die auch Anwältin ist und noch einen Fachhochschultitel in ihrer noch recht frischen Biografie stehen hat wie eine 1, versandelt derzeit ihre berufliche Zukunft a bisserl. Einfach nur aus Protest, oder aus mentaler Erschöpfung, was mir ziemlich imponiert. Aber bis dahin lag sie toll in der Zeit. Ich kann nur Vermutungen aufstellen weil ich gerade nichts Besseres zu tun habe. Mir kommt vor, dass den vom Erfolg und Gelingen ihrer Biografie-Besessen jedes Gottvertrauen abhanden gekommen ist. Die haben es nicht mehr so mit der Transzendenz und den Annehmlichkeiten des Jenseits. Wie auch bei dieser Menschheitsgeschichte. Wird die Menschheitsgeschichte wieder und wieder von ziemlich weit vorne aufgerollt wird ja kaum eine Verfehlung ausgespart. Nichts tun die Leute lieber als an dieser Menschheit herum zu mosern. Ich auch. Keine Ahnung woher dieser leichte Zwang zum Untergang kommt. Seltsamerweise nimmt man das Schöpferische des Menschen ohne großer Begeisterung hin. Dabei waren die letzten 60 000 Jahre a ziemlich Wegstrecke. Da ist uns ja auch einiges gelungen. Vielleicht haben wir auch nur das Staunen verlernt. Wenn wir kurz in Verzückung geraten handelt es sich in der Regel um Naturschausspiele, die ihre ganze Wirkung ja nur deswegen entfalten, weil man dieser Natur eben nicht mehr ausgesetzt ist. Alles was ist wird irgendwann selbstverständlich. Hat wahrscheinlich irgendwie mit dem menschlichen Bewusstsein zu tun. Das kann nicht anders. Außerdem gibt es ja Lustigeres als die eigene Sterblichkeit. Mir war ja schon das Sterben meiner Katzen zu viel. Meine letzte Katze, ein Kater, ist ja ganz jämmerlich verreckt, weil diese blöden Tierärztinnen, in ihrer halsstarrigen Tierliebe, einfach nicht wussten wann jetzt genug gelitten ist. Und ich ahnungslos und zu Schuldgefühlen neigend war nicht in der Lage selbst eine Entscheidung zu treffen. Nur das Verrecken meines Katers haben diese militanten Tierfreunde dann mir umgehängt.

Wer heute noch glaubt, wirklich glaubt, der kleine tote Junge vom Strand im roten Leibchen und der kurzen blauen Hose, ist jetzt im Himmel bei seiner toten Mutter und seiner toten Schwester, die ja zeitgleich ertrunken sind, obschon die beiden Mutter wie Tochter, eher nicht in unser kollektives Bewusstsein eingehen werden, ist entweder ziemlich einfältig oder unglaublich mutig. Der alte Sack der eine Kolumne in meiner Qualitätszeitung hat, stellte doch alles Ernstes die Frage warum gerade der Vater überlebt hat und seine Familie nicht. Wahrscheinlich konnte er schwimmen oder er war einfach der Robusteste. Erinnert mich ein wenig an KZ-Überlebende, denen man nach der Befreiung unterstelle, sie müssen Personen von ganz üblen Charakter sein, weil an sich hätten sie diesen Horror niemals überleben dürfen. Nicht unter diesen grauenhaften Bedingungen. Das muss man sich einmal vorstellen. Seit ich mir das vorstelle ist mein Gottvertrauen merklich geschwunden. Ich hoffe ja schon auf den Mars. Vielleicht geht es am Mars etwas entspannter zu. Nicht ganz so verbissen, verbittert und Ressentimentgeladen. Am Mars kann man dann schön scheitern ohne das die Leute gleich die Nase rümpfen. Was eher nicht der Fall sein wird. Denn sobald es einen Ausweichplaneten geben wird, werden sich die ja die Erfolgeichsten abseilen. Und über bleiben werden auf dem kaputten Planet Erde Idioten wie ich die nichts können. Mir hat der Goadfather und die UM2 nur das Betanken von Autos, Motorräder und LKWs beigebracht. Das konnte ich schon mit elf. Sie werden sich jetzt vielleicht denken. Geh so brachial ist das heute doch nicht mehr. Doch. Ich erzähle ihnen später eine Andekdote aus dem August. In Österreich müssen sie sich ja vor allem davor in Acht nehmen, was die Leute verschweigen oder nur ganz leise andeuten und wortreich umschiffen. Spricht einmal einer Klartext wie der alte Sack, kommt dann so etwas heraus. Mich hat`s fast aus den Hausschuhen geschmießen als ich das las. Dabei ist der alte Sack ein hochangesehener Bürger dieses Landes, dem die Leute freundlich einen Platz in der Straßenbahn anbieten, weil der werte Herr nicht mehr hatschen (gehen) kann.

Otto, ich bin ein ganz außergewöhnlicher Durschnittsbürger, ist in der Regel weder das eine noch das andere. Die sind weder einfältig noch besonders mutig. Die wissen bestens Bescheid. Die wissen oder glauben zu wissen, dass man in diesem Leben nur eine Chance hat auf ein erfolgreiches Leben, Glück und viel Geld. Ist das Feuer verglimmt geht der Ofen aus. So ist das nun einmal im 21. Jahrhundert, das ja wie es aussieht ein technologisches Jahrhundert sein wird. Wir reden ja nur noch über den technologischen Fortschritt.
Die totale Vernetzung der Dinge, selbstfahrende Kühlschränke, Industrie 4.0, unbemannte Bettgestelle, Mühleimer die den Abfall einfach auffressen, sprechendes Haarswuchsmittel usw. Charkterbildung wird zur Nebensache. Deswegen muss so ein Leben gut geplant sein. Am gescheitesten von klein auf. Immer öfter lese ich dass des Durchschnittspersonal unserer Hemisphäre, sich nicht mehr damit abfinden will, durchschnittlich zu sein. Die wollen schon Durchschnitt sein, aber eher genial bis herausragend durchschnittlich. Diese Leute werde ich nie verstehen. Ich z.B. bin nicht durchschnittlich, sondern a bisserl verrückt oder entrückt. Alles Mögliche habe ich in meinem Leben versucht, um auch so zu sein wie jene die eine von einer akuten Durchschnittsphobie befallen sind. Egal wie sie sehr ich mich auch abmühte nicht andauernd aufzufallen, es ist mir einfach nicht gelungen. Sogar in diesem Vorhaben, einfach nur ein ganz normaler Durchschnittsmensch zu sein, bin ich grandios gescheitert. Das Alter kaschiert diesen Makel etwas.

Es ist mir einfach nicht geglückt. Fragen sie die Frau S. Die setzt mich heute noch vor die Tür wie die UM2. Die Frau S. erinnert mich eh a bisserl an die UM2. Sehr viel Licht und Emphatie und wenig Schatten. Bei der UM2 ist der ja nur auf mich gefallen. Deswegen hat mir auch nie wer glauben geschenkt, das die UM2 einen Schatten hat. Die dachten mein verdunkeltes Gemüt sei allein mein Werk. Ich sei das Böse. Mein Gemüt hatte sich ja schon sehr früh eingedunkelt. Deswegen wurde ich auch nie zu Freunden eingeladen. Die traf ich erst später im Gasthaus. Nicht einmal bei meinem besten Freund durfte ich übernachte. Das wollte dem seine Mutter nicht. Was dachte die. Das ich wie ein verspielter Hund die Polstermöbel auffresse. Sie können so ein Gemüts-Verdunkelung-Experiment als Eltern ja einmal in der Praxis überprüfen. So ein UM2-Destabilisierungs-Programm ist schnell einmal in die Tat umgesetzt. Füttern sie ihr Kind einfach nur völlig bewusst mit Nahrung, die dem Kindelein überhaupt nicht schmeckt. Machen sie das einmal ein halbes Jahr lang. Und wenn das Kind mit den ganz großen/kleinen Kindersorgen zu ihnen kommt oder ein Gespräch sucht, drehen sie sich ab und gehen sie demonstrativ in die entgegengesetzte Richtun. Das reicht für den Anfang. Und dann sehen sie sich einmal die Schulnoten ihres Lieblings an. Schulnoten sind ein ganz guter Indikator für den seelischen Zustand ihres Kindes. Ich hätte da einen ganzen Katalog von Empfehlungen wie sie ihr Kind ruinieren können. Den Kühlschrank versperren sie auch. Sie werden sehen die Wirkung ist phänomenal.

Jetzt mit bald fünfzig habe ich es aufgegeben im Strom der Masse mitzuschwimmen. Da gehe ich lieber in mir unter. Den Klappstuhl habe ich zum Gegenentwurf verklärt. Der ist jetzt so hochdekoriert wie die Generäle dieser Welt, die Bombardierung des Feindes aus 10 000 Meter, für einen Haupttreffer der kriegsführenden Weisheit halten, weil eigenes Personal kaum zu Schaden kommt. Solange nur die anderen sterben, werden Politiker, die dieses Vorgehen absegnen müssen, auch wieder gewählt. Ja, werden diese Leute dann sagen. Wir wollen ja nicht ihre Art und ihre Scheißhausdämonen, sondern einfach nur einen IQ wie der Einstein. Nur außergewöhnliche Anlagen kann man nicht erzwingen. Noch nicht. Nicht einmal mit der Brechstange geht das. Nehmen sie mich als warnendes Beispiel. Meine Nerventante versteht nach Jahren noch immer nicht so recht woher bei mir der Verstand kommt. An sich ist da ja nix das als Quelle in Frage kommt. Keine bewusste Früh oder Spätförderung. Die Hauptschule habe ich auch nur geknackt weil mir in Stenografie ein "Genügend" geschenkt wurde. Trotzdem habe ich einer Studentin die Knoch Out Prüfung geschrieben. Ist doch a riesen Hetz oder nicht.

Des Weiteren ist die Welt im digitalen Zeitalter näher zusammengerückt. Wahrscheinlich denken sich diese Leute, die Welt ist international und global oder sie ist gar nicht. Deswegen müssen die Kinder dieser Leute heute auf internationaler und globalisierter Ebene bestehen und sich beweisen. So ist das nun einmal im globalisierten Weltkapitalismus. Stellen sie sich nur einmal vor wie viele Jobs in Europa/USA noch abgebaut werden, wenn die Chinesen einmal in der Lage sein werden, Passagierflugzeuge zu bauen. Wenn wir Pech haben bleiben uns dann nur noch die Saudis, die wir in ihrem Vorhaben den Orient zu beherrschen, tatkräftig mit Waffen aus unsern Schmieden Mut zu sprechen werden (müssen), um halbwegs über die Runden zu kommen. Die Konkurrenz in einer globalisierten Welt ist ja enorm. Überall lauert Gefahr und natürlich auch Chancen. Obschon der Kuchen in der globalen Weltwirtschaft immer größer wird, muss man sich damit abfinden, das die Kuchenstücke immer kleiner werden. Die Löhne/Einkommen werden sich so nach und nach weltweit angleichen. Natürlich nicht das Vermögen. Das behaupte nicht ich sondern Nobelpreisträger. Egal ob von recht oder links. Ich weiß gar nichts. Denkt man global ist die Wahrscheinlichkeit, dass es in der Welt immer einen geben wird, der etwas besser kann, oder besser weiß als man selbst relativ hoch. Wenn dann das eigene Kind nicht einmal in der noch ziemlich verorteten Schulklasse, sagen wir der Klasse 6a., zu den weltbesten zählt, muss einem Erziehungsberechtigten ja zwangsläufig Angst und Bange werden. Vor allem wenn sie nur eines haben. Dann ist so ein Totalausfall nur schwer zu verkraften. Oder wollen sie ein Kind großziehen das so wird wie ich. Eben. Dafür hätten sie dann mehr Freizeit. Wobei ich zu meiner Verteidigung anführen möchte. Jetzt fällt mir auf die Schnelle nichts ein.

Ich hoffe sie können mir meine überfallsartig geplante Koketterie, ich wollt schon schreiben stabsmäßig, mit den zerfransten Rändern meiner angeblichen Außergewöhnlichkeit ein wenig nachsehen. Ich habe da volles Zutrauen in ihre humanistische Bildung. Wenn sie sogar die Hungernden und Verlorenen dieser Welt, einfach so in ihr Herz schließen können, und mit denen zukünftig sogar auch ihr Brot teilen, müsste dort in einer dunklen Ecke doch auch noch ein Platz für den Schizophrenisten sein. Ist ja nicht das erste Mal das ich ihnen einzureden versuche das ich eine verzweifelten Studentin sicher durch ihre Knock Out Lebensphase begleitete wie ein Zerstörer. Warum ich das mache. Na ja weil ich nicht der MacGyver bin, der die zuweilen widerstrebenden Interessen der Welt einfach so mit einer Büroklammer zusammentackert. Ich will auch anschreiben. Nicht auszudenken was aus der guten Frau geworden wäre ohne mein eingreifen. Noch dazu habe ich im ersten Anlauf Knoch Out Prüfung geschrieben. Für die richtige Rechtschreibung war ja nicht ich zuständig. Ich habe ihr nur den Inhalt so übersetzt, dass sie ihn auch einigermaßen verstanden hat. Oder habe ich ihr gleich diktiert was sie zu schreiben hatte. Grundgütiger ich weiß es nicht mehr. Vielleicht stimmt das alles auch nicht und ich habe mir das alles nur ausgedacht:-). Die Sache ist ja so. Werden sie im System einmal als Schulversager und gescheiterter Lehrling an der kurzen Leine der Möglichkeiten zur freien Entfaltung geführt, ebbt das Interesse an Fähigkeiten, die vielleicht irgendwo im Verborgenen in ihnen schlummern wie ein Siebenschläfer mit Nasenpolypen, schlagartig ab. Früher war das zumindest so. Da kannte das System nichts. Der Einzelne, heute sagt man ja das Individuum, war damals noch nicht so wichtig. Die Sozialtöpfe waren prall gefüllt und die Pensionen sicher. Da fiel menschliche Ausschussware noch nicht so ins Gewicht. Und es gab ja auch noch genügend schlecht bezahlte Jobs für Versager. Die wollte ich ja einen Zeitlang nicht machen. Sie wissen ja das Testosteron, die Jugend, das Leben in Aufruhr, der Hass, die Wut, der Größenwahn usw. Es gab da eine Zeit da habe ich aus Protest gegen dieses System sogar auf die staatliche Unterstützung verzichtet. Da hatte ich nicht einmal eine Krankenversicherung. Sie können sich eh ungefähr vorstellen in welchen Zustand meine Zähne damals waren. Keine Angst heute kann ich wieder einigermaßen kraftvoll zubeißen. Anstatt sich sorgen um mein Wohl zu machen, knüppelte die UM2 wieder einmal verbal auf mich ein, weil ich dem Zahnarzt noch das Geld für eine Plombe schuldete, die eh nur aus Amalgam war.

Unglaublich wie die Abging weil sie um ihren guten Ruf fürchtete, der ihr ja über alles ging. Die hatte überhaupt ein besonderes Talent, vor allem dann zu intervenieren, wenn ich eh schon total zerstört am Boden lag. Der Schriftsteller Henning Mankell ist ja gestorben. In meiner Qualitätszeitung steht, das die Mutter Mankell die Familie verließ, was ihr der junge Henning niemals verzeihen konnte. Die hat sich dann irgendwann umgebracht. Warum weiß ich jetzt nicht so genau. In der Zeitung mit Qualität steht das der Schriftsteller einer gewissen Kirsten Jacobi seine schwierige Mutterbeziehung schilderte. Man staunt, steht da, über die bittere Unversöhnlichkeit mit der er die Geschichte Jahrzehnte später kommentierte. Da lob ich mir meine leibliche Mutter. Die lässt sich von ihren Kindern zum runden Geburtstag in einem Provinzblatt hochleben. Vom Selbstmord hält die überhaupt nichts. Unglaublich mit welcher Härte und Impertinenz die so tut als würde ich einfach nicht existieren. Die hat mich einfach aus ihrer Erinnerung getilgt, gestrichen, und letztendlich gelöscht. Ein ganz ungeheuerlicher Vorgang. Natürlich nur dann wenn sie bereit sind, ihre Muschi nicht nur einmal sperrangelweit aufzureißen wie eine klemmende Tür. Falls sie nur 1 Kind in diese Welt geworfen haben oder werfen werfen wie der Jordan Belfort (Wolf od Wall-Street) Zwerge auf Scheiben dann wird das Tilgen, Streichen und Auslöschen, höchstwahrscheinlich a ziemlich emotionale Angelgenheit. Sau lustig der Film. Der Lustigste seit Jahren. Nichts für Leute mit Gewissen oder fürs alte Europa. Bei 3 Kindern geht das das Auslöchen eines Kindes schon viel leichter von der Hand. Die UM2 hält das nichts anders. Sie kennen das Gefühl nicht ausgelöscht worden zu sein? Machen sie sich nichts draus. Sie versäumen da nichts. Irgendetwas Unversöhnliches ist davon an mir hängen geblieben. Nee das ist nicht treffend formuliert. Die Unversöhnlichkeit scheint vom jungen Henning auf meine beiden WF-Mamas übergegangen zu sein. Die zeigen sich mir gegenüber Unerbitterlich und unversöhnlich. Seit über vierzig Jahren wird von den beiden jetzt schon zurückgeschossen und ich kann weder ihnen noch mir befriedigend erklären warum das so ist. Ich denke die wissen das selbst nicht so genau, weil es mit einem rationalen Ansatz nicht getan ist. Fakt ist. Ich kann deren Ablehnung heute noch fühlen. Vor allem wenn ich mich beim Schreiben völlig unnnötig verausgabe. Mit meiner Nerventante streiten wir oft herum, wir streiten ja nicht wir fachsimplen, woher dieses Gefühl des Auslöschung bei mir kommt. Stecken die beiden WF dahinter oder ist das einfach nur die schizoaffektive Psychose. Vielleicht auch von beiden etwas. Schwer zu sagen. Ehrlich. Eine schizoaffektive Psychose will einen ja auch auslöschen. Die kennt da nichts. Ich tippe dann eher auf die schizoaffektive Psychose, was meine Nerventante ganz fürchterlich finden, weil es keinen tieferen Sinn macht.

Der zweite Bildungsweg stand so Versagern wie mir nicht wirklich offen. Wie denn auch. Ich hatte ja nicht einmal den Ersten geschafft. Vom Werkzeugmacher zum Bundeskanzler. Nix da. Obschon Österreich ja von einem Studienabbrecher ins sichere Verderben geführt wird. In die Partei hätte ich eintreten sollen. In der Partei wäre sogar aus einem wie mir etwas geworden. Hat doch auch bei den Nazis kann wunderbar funktioniert. So ein Parteiprogramm wie der 10 000+ Josef kriege ich auch noch hin. Wie lange schreibt der jetzt schon an diesem Parteiprogramm. Und wenn ich gerade dabei bin. Wer hat den eigentlich den Wahlkampf der Wiener Grünen geplant. "Wer Rot-Grün will muss Grün wählen". Warum muss ich das wollen. Warum soll ich zum Schmiedl gehen wenn die mir auch den Schmied anpreisen. Wie kann man den nur als Partei/Bewegung bewusst auf sein Alleinstellungsmerkmal verzichten. Wer Frau Maria hat ihnen den diesen Schmarrn eingeredet. Selber Schuld wenn sie am Sonntag ihren Rücktritt bekannt geben müssen. Über ihren kindischen Plakatwahlkampf will ich mich jetzt gar nicht aufregen. Dafür ist es zu spät. Und andauernd retten sie nur schwangere Frauen und Kinder. Eine Schwangerschaft ist kein Asylgrund. Haben sie das von den deutschen Grünen übernommen oder die deutschen Grünen von ihnen. Die retten dort auch nur schwangere Frauen und Kinder, obschon jeder Vollmongo weiß dass mindestens 70% der Flüchtlinge, Schwanzträger sind. Und wie sie da in der Elefantenrunde sprachlich bis inhaltlich um den Herrn Bürgermeister herum getänzelt sind. Gehört der zu einer aussterbenden Art, die sie schützen müssen. Das kann am Sonntag nichts werden. Wie kann man den nur seinen eigenen Untergang planen. Der muss einem passieren, verstehen sie. Ach Scheiß drauf. Auf den Schizophrenisten hört sowieso keiner.

Ich wollte ja mal eine Studiumsberechtigungsprüfung ablegen. Ich nicht. Meine intellektuelle Freundin wollte das so. Weil so war an eine gemeinsame Zukunft ja niemals zu denken. Mit schönen Briefen und Schichtarbeit allein lässt sich der Alltag nicht bewältigen. Wir haben uns ja noch Briefe geschrieben. Trotz Telefons. Die Intelektuelle mit der Hand und ich mit der Schreibmaschine. Nicht auf der Nazi-Schreibmaschine. Wo denken sie hin. Dafür habe ich mehr geschrieben. Aus diesem Versuch das Schicksal zum Guten zu wenden wurde natürlich nichts, weil ich ja keine abgeschlossene Berufsausbildung hatte. Ein Abendgymnasium hätte ich unter Umständen irgendwann aufsuchen können. Aber wie ich schon an anderer Stelle anmerkte. Ich war mit dem Lernen durch. Unglaublich welchen Widerwillen und Abscheu ich mit den Jahren gegen das Lernen entwickelt hatte. Ich war nicht nur mit dem Lernen durch sondern eigentlich auch mit dem Leben. Der M. könnte das ohne weiteres bezeugen. Junge Leute die aus dem System rausfallen sind ja in der Regel ziemlich angepisst auf dieses System. Gibt einfacheres als die wieder zur Umkehr zu bewegen. Heute haben die Verantwortlichen vor Versagern die Hosen gestrichen voll. Wenn sie auf ihrem Smartphone die tägliche Medienberichterstattung verfolgen, sehen sie ja zu was Schulversager und Gescheiterte heute in der Lage sind.

Die betteln nicht mehr um Gnade und Schämen sich ein Leben lang in den Grund und Boden ihrer Unzulänglichkeiten. Ganz im Gegenteil, die machen lieber Nägel ohne Köpfe. Früher wurde man als Versager zu den niedrigsten Arbeiten eingeteilt. So war das halt. Heute gibt es ja kaum noch Jobs für Versager. Bevor sie einem versagenden Menschen ihre betagte Mami überlassen, holen sie sich lieber eine strebsame Frau aus Rumänien, die obendrein ausgebildete Krankenschwester ist. Oder wenigstens gekonnt so tut als ob. Rumänischen Frauen machen das recht professional und kostenbewusst. In Österreich würde die Altenpflege ohne diese strebsamen Menschen zusammen brechen. Steht so in meiner Qualitätszeitung. Wird dann bei ihnen als Versager auch noch recht bald eine unheilbare Geisteserkrankung diagnostiziert, dann ist der Ofen ganz aus. Da glüht nichts mehr. Dann landen sie wie ich in der Arbeitslosenleichen-Lounge und schreiben dort 7 Seitige Aufrufe zum Untergang. Seite 6 kurzer Auszug: Ein Odysseus ohne Odyssee, ein Fremder ganz ohne Ambition, ein Sisyphos den niemand neu zu interpretieren gedenkt, ein Steinmetz der Einsamkeit, eine in Fleisch gehauene Verunglimpfung, mit verhärteten Gesichtszügen die nirgends halten machen und kein Halt erkennen, ein drittklassiger Gaukler, geselcht, versalzen, gepökelt, gewöhnlich, wiederauferstanden aus dem billigen Rausch der Verdrängung, entrückt, und endrückt Wiederauferstanden, ein Drama ohne Handlung, ein Stück Menschenkind in Stücke gehauen, ein Aussätziger mit Krätze und Blähungen, der in Erinnerungen Leichen schändete. Ein Lawrence von Arabien ganz ohne Drehbuch, eine blinde Reblaus im Weingarten des Herrn, ein Schweinepriester ganz ohne Schwein und Glauben, von der Möglichkeit zu Sterben und der Unmöglichkeit zu Leben, verflüssigt und auf den Inhalt einer Flasche Ouzo zusammengepresst, menschlicher Müll, stinkender Abfall, 1 Euro-Ramsch, mit einer Plastikrose zwischen den verfaulenden Zähnen, ja das Erhabene und Schöne, im Halleluja der Jugend verpufft, und auch sonst total im Arsch, Alltagsekzeme überall, auch an den entlegensten Stellen der Hoffnung, ein Zerrbild von Mensch, eine verlorengegangene Tonbandaufnahme des Zufalls, der mit Siebenmeilenstiefeln auf der Stelle tritt, ein Heiratsschwindler vermählt mit der blinden Halbschwester Godots, ein Augenblicksjunkie auf Entzug, geschaffen aus einem Feuersturm an Spermien, die aus der krummen Karotte eines geilen Trottels, blindlings voranstürmten in das vaginale Armageddon, denn gebenedeit sei die Wollust des Fleisches und die verdammt die Sehnsucht mit ihrem töneren Klanggerüst, usw.

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