Sonntag, 27. September 2015
Das Lebensmotto des Schizophrenisten aus dem Munde einer Supermarktkassiererin
„Bei mir nicht mehr“.

Anmerkung: Ich hatte ja unlängst geschrieben, dass mir der Hobbit-Anwalt, an meinem eigentlichen Geburtstag vor gut zwei Wochen nicht gratuliert hatte, was ich ihm überhaupt nicht übel nahm. Was im Grunde auch der Wahrheit entspricht.

Gestern hat der Hobbit-Anwalt selbiges mit ziemlich viel Stil und Grandezza nachgeholt. Nicht nur das er mir gestern gratuliert hat und mir ein kleines Ständchen sang, das sich so fürchterlich anhörte, das ich ihm schon eine scheuern wollte. Nein der Hobbit-Anwalt hat mich in seiner beinahe grenzenlosen Großzügigkeit auch noch mit einem Kapuzenpulli und einer kleinen Torte beehrt und beschenkt, die ich nicht essen wollte, weil ich schon seit Tagen nicht mehr am Häusl war. Ich habe dem Hobbit-Anwalt zu seinem Geburtstag ja nichts geschenkt. Angerufen habe ich und mich dabei nicht im Datum geirrt. Der Kapuzenpulli stammt obendrein von einer ziemlichen namhaften Firma, die nicht in China produziert sondern in Malaysia. Das kann schon einiges oder. Zu meiner freudigen Überraschung hatte der Hobbit-Anwalt auch die Die Lady L mitgebracht. (wie das klingt) Nee die kann schon allein gehen. Die fährt sogar eine 500derter. Der Nachmittag startete in fröhlicher Eintracht und endete in bedrückender Zwietracht, für die natürlich der Schizophrenist die Verantwortung trägt. Ziemlich lange hatten wir a ziemliche Hetz. Sogar als ich dem Hobbit-Anwalt gestand, dass ich überhaupt nichts dagegen gehabt hätte, wenn er nicht gekommen wäre, weil mich der Hobbit-Anwalt sowieso nur umbringen will. Fragen sie mich nicht wie ich das hinkriege. Wenn ich anderen von meinem Wahn erzähle lachen die. Ich natürlich auch. Dabei fühlt sich dieser Gedanke, der ja ein Werk meiner Paranoia ist, überhaupt nicht komisch an. Der Hobbit-Anwalt fragte mich dann ob ich die Torte eben aus diesem Grund nicht gegessen hätte. „Nee“, antwortete ich wahrheitsgemäß, „ich kann nicht scheißen“. Aber ungelegen kam es mir nicht das der Hobbit-Anwalt als Erster zulangte.

Die Lady L. fragte mich dann interessiert ob ich ihr ähnliche Absichten unterstell. „Nö“, antwortete ich wiederum wahrheitsgemäß, „du stirbst immer“. Andauernd krachst du mit deinem Motorrad irgendwo dagegen, das nicht mehr viel von dir über bleibt. Das habe ich ihr dann nicht mehr gesagt. Wie es dann zu den Unstimmigkeiten zwischen dem Hobbit-Anwalt und mir kommen konnte. Sagen wir so. Der Hobbit-Anwalt will auch weiterhin, zumindest in seiner Erinnerung, an großen Familienfesten teilhaben, bei dem auch seine beiden strammen Onkels mit am Tisch sitzen. Einer der beiden soll ja der heimliche Wortführer des Hobbit-Clans gewesen sein, ein kleinstbürgerlicher Böse Onkel-Land-Piëch, der vor einer hlaben Ewigkeit, in ziemlich unwirklichen Zeiten, zurecht zweifelhaften Ruhm gelangt war. Eine Ehre die auch den Verhältnissen geschuldet war. So wie es der Hobbit-Anwalt erzählte, soll der Onkel ein ziemich schlimmer Finger gewesen sein, hoch aufgeschossen, mit furchteinflößenden Zornesfalten, dem man zu Lebzeiten lieber nicht blöd gekommen war, weil sich jeder vor der eigenen Phantasie und natürlich auch vor dem Onkel in Furcht erstarrte. Natürlich auch der ganz kleine und dann größer werdende Hobbit-Anwalt. Ich übernahm natürlich die Rolle des uneingeladenen Gastes, sagt man das so, und vertrat den Standpunkt wie eine Überzeugung, was mich eh verwunderte das ich welche habe, das er diesem Onkel doch einmal anständig gegen das Schienbein treten könnte. Vielleicht nicht damals. Aber wenigstens heute, wo der Onkel doch schon seit einiger Zeit unter der Erde schmachtet, könnte er sich das durchaus zutrauen.

Die Situation lies ich auch nicht mehr dadurch kitten, das ich in die von mir oft geprobte Opferrolle schlüpfte, und wieder einmal die ziemlich abgedroschene Nummer abzog, das ich ein Sandler sei, der durch ein paar glückliche Fügungen blablabla, wie z.B. der derzeitigen Gesetzeslage und dem großen Herzen des Goadfathers, über seinen eigentlichen blablabla lebt. Hat nicht gefruchtet. Ich muss mir was anders einfallen lassen, um bei anderen den Eindruck zu hinterlassen, das ich mich freiwillig unterwerfe und dieser Eindruck haften bleibt wie die Magie eines Zaubertrick, den man einfach nicht durchschaut, weil der Elefant der gerade noch auf der Bühne stand, auf der großen Leinwand über der Bühne, in der Serengeti von Wilderern erschossen wird, weil meine Parterre-Chinesen klein zerriebenen Elefantenstoßzähne, für ähnlich effektiv halten wie Viagra. In dieser Hinsicht scheine ich nicht besonders glaubwürig zu sein.

Ganz im Gegensatz zur FPÖ. In Oberösterreich +15,1%. Die Grünen +1%. Geht doch. Wobei angemerkt werden sollte. Die FPÖ hätte auch eine 10 kg Hantel als Spitzenkandidat aufstellen können.

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