Montag, 14. März 2016
Zum Wochenendausklang
Der Kurier fragt: Was treibt eigentlich Monica Lewinsky? Ich finde das ist sexistsich. Die gute Frau hat zwei Master-Diplome und trug mal das berühmteste blaue Kleid der Welt.

Wochenende mache ich nix mit bloggen, verzweifelten Geltungsdrang, und sich an die unendlichen Weiten des Netzes anbiedern. Nicht als angelernter Kleinstbürger. Am Wochenende habe ich frei vor der Welt und mir selbst. Muss auch sein oder. Ansonsten stumpft man ja völlig ab. Ich bin ja ein begeisterter Weltbeschreiber, Schlagzeilen-Tourist und Buchstabenzähler. Nicht das sie denken ich lese in Zeitungen und Magazinen nur jene Artikel die mich wirklich interessieren. Niemals. Da mache ich „geiz ist geil“. Ich lese alles und unterstreiche auch fleißig ganze Passagen. Notizen mache ich dann und wann auch. Die kann ich meistens nicht lesen, oder ich blicke Wochen später drauf und dann habe ich nicht den leisesten Schimmer was des Gekritzel für einen Sinn haben soll. Steht dann da „der tote Punkt des Sinns“, oder "gesellschaftlicher Paria". Wenn ich Georg Packer in seinem Buch, „Die Abwicklung. Eine innere Geschichte des neuen Amerika“, richtig verstehe, dann hat der Donald Trump, den plumpen und hoch aggressiven Trump-Politik-Stil nicht erfunden, sondern von Newt Gingrich abgekupfert. Das habe ich jetzt nicht unterstrichen sondern selbst geschlussfolgert. Der Mann versteht wirklich zu schreiben. Das ich alles lese mag vielleicht auch daran liegen das ich im Grunde nicht weiß was mich wirklich interessiert. Interessen sind ja auch davon abhängig was man kann, zu was man sich befähigt fühlt und was einem beigebracht wurde. Abseits vom Lesen kann ich so gut wie nix. Das ist kein Understatement, weil der Underdog immer gut kommt, sondern eine Tatsache. Sinnerfüllend lesen geht. Ich sitze sozusagen jeden Tag mit einer Lektüre in der Hand im Klappstuhl am Abgrund meiner Möglichkeiten. Und sogar dort tu ich ja auch nur so als ob. Das ist mein Versuch den toten Punkt des Sinns als gesellschaftlicher Paria zu entkommen. So ist das wenn man den sozialen Tod durch ein paar glückliche Umstände überlebt hat. Ob sich das beschämend anfühlt. Nee nicht wirklich. Ich kenne mein Leben nicht anders. Ich machte immer nur den sozialen Tod. Hatte ich gut zu tun. Der Manfred z.B., ich hab mal ein Gedicht über den Sack geschrieben, das ist der Typ aus der Videothek die es heute nicht mehr gibt, genau so wenig wie den Zielpunkt, Porno-Abverkauf-DVDs oder unsere 11 Uhr Unterhaltungen. Wir hatten da einen der war Hardcore. Der kam am frühen Vormittag, im wahrsten Sinne des Wortes. Der schlich sich rein ins Porno-Kammerl, sah sich die Covers an und wixte auf die Hüllen. A rießen Hetz. Der Manfred war schwer auf Methadon, ich von den Tabs benommen, und dann war da noch der Alkoholiker, der so weit ich Bescheid weiß seinen sozialen Tod auch überlebt hat. Steht im ganz gut. Der Manfred hat das nicht gebracht. Der ist ja an sich und seiner Heroin-Sucht zu Grunde gegangen. Sozial Tod waren wir alle drei. Schattenweltmenschen halt. Schattenweltmenschen sind eine Unterkategorie der Unterschicht. Ich bin ja ein Hybrid, am Leben gehalten vom Goadfather, der es durch harte Arbeit zu bescheidenem Wohlstand gebracht hatte.

Das Goadfather-Ding, es als ungebildeter Halb-Weltkrieswaise zu Wohlstand zu bringen, läuft heute ja nicht mehr. Ungebildet kommste heute nicht mehr zu Kohle. Außer du machst Mafia. Nicht das sie denken ich bettel den GF um Kohle an. So läuft das nicht. Aber die Bude, in der ich einen Klappstuhl nach dem anderen durchsitze, gehört dem GF. Lichtmenschen beschreiben so einen Vorgang ja anders. Die zeichnen sich in einem weicheren Licht. Die sagen ja nicht mal „erben“ sondern lieber „überschreiben der Liegenschaft“, odern integrieren die Schenkung geschickt in ihrer Biografie. Ich mach das nicht. Ob jetzt Junkie, Irrer, Alkoholiker, wir alle haben den Stempel, „nicht gesellschaftsfähig“. Unser Scheitern wurde nur noch verwaltet. Aber das wissen sie ja schon. Bevor sie uns ran ließen bringen die heute lieber einen verwilderten Afghanen das Schreiben bei. Mit illegalen Drogen habe ich im Übrigen nichts am Hut. Ich mache Neuroleptika und was gegen die Höhen und Tiefen, weil die Ärzte meinen ich sei „Bipolar“. Ich weiß von nix. Ungebildet wie ich bin, dachte ich immer nur, ich habe besonders gute oder schlechte Laune. Von Depressionen und dem ganzen Zeug wusste ich überhaupt nix. Erst als ich Stimmen hörte ging ich zum Doc, weil die mir Angst machten. Und da war ich um die dreißig. Neurotop nennt sich das Medikament gegen das bipolare Dingsda. Retard steht auch drauf. Nehme ich halt. Die machen das Kraut auch nicht mehr fett. Ich bin Schattenwelt. Schattenwelt bedeutet des Weiteren dass man seine Gebrechen nicht so persönlich nimmt. Können sie mir vertrauen. Im direkten Kontakt spielt das Schizo-Ding bei mir nur eine sehr untergeordnete Rolle. Liegt auch an meiner Verzwergung, über die ich mir schon Gedanken mache. 15 Jahre vor einem Kühlschank, der nicht und nicht aufgehen wollte, da stellt man sich schon die eine oder andere Frage nach dem warum. Den einfach zu öffnen und was rausnehmen ging ja nicht. Ich fragte die UM2 ja schon ob ich was reinlegen durfte. Auch Sachen die ich von meiner Kohle gekauft hatte. Und dieses ewige Fragen hat mich dann ja weiter verfolgt und verunstaltet. Ich fragte sogar meine Freundin ob ich mir ein Handtuch nehmen dürfte. Und das nach fast einen Jahr. Die schüttelte nur noch den Kopf. Auf den Gedanken einfach was rauszunehmen, noch dazu ohne zu fragen, das brachte ich nicht. Ausgeschlossen so ein Gedanke. Dieser Verzwergung hatte ich nix entgegenzusetzen. Biste mal entsprechend verzwergt und ungebildet haste nicht so viel Ahnung von deinem Innenleben. Der Goadfather musste 70zig werden um mich mal zu zu Fragen wie es mir geht. Ich weiß heute noch nicht ob das nur eine rhetorische Frage war. Wusste ich natürlich nix drauf zu sagen. Da kommt nix. Das Innenleben steht bei einem Schattenweltmenschen nicht so hoch im Kurs. Auf die Frage meiner Nerventante „was fühlen sie“, oder „was kann ich für sie tun“, kenne ich die richtige Antwort so gut wie nie. Kann sogar sein das ich ungehalten werde. Deswegen schenkt die mir auch Steine, ein Handtuch und Blumen. Bis auf die Steine habe ich alles gekillt. Über das Ausbreiten seiner Unzulänglichkeiten komme ich noch in einem anderen Text. Ich hab das so ein Milieu-Dingt entdeckt bilde ich mir ein. Gewisse Personenkreise zumeist aus der Lichtwelt, reden ziemlich gerne über ihre Süchte, psychischen Defekte, Defizite und Makel. Darüber reden geht schon in Ordnung. Das läuft solange man da nicht völlig hinein kippt.
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Sie verstehen was ich meine. Vor allem die Süchte und den Umgang mit denen, heftet sich dieses Milieu gerne an die Brust wie einen polierten Orden. In der besseren bis gehobenen Mittelschicht scheint es ein unstillbare Sehnsucht, ja Verlangen, nach Kaputtheit und sozialen Tod zu geben, der ja bei vielen nicht viel mehr als ein nicht ganz so ernst gemeinter Selbstmordversuch ist. Ich habe mein soziales Selbst nicht einfach so gekillt. Ganz im Gegenteil. Ich war einfach nur zu blöde und ungeschickt Brillengläser in Brillenfassungen hinein zu schleifen. Deswegen stand ich mit nix auf der Straße und nicht weil ich alles hingeschmissen habe, über die Strenge schlug und was mit Freiheit machen wollte. Das über Strenge schlagen Ding lief einfach so nebenher. Da musste ich mir keine Legende erfinden oder groß ins Zeug legen. Das ging spielerisch. Ich saß nicht stundenlang vor Doors Platten und las auch nicht den Fänger im Roggen und all das Zeug. Mich ereilte der soziale Tod, weil ich die kleinstbürgerlichen Normen nicht brachte, und nicht weil ich mich auf der road to nowhere los sprintete bis ich nicht mehr konnte. Das ich mal nicht mehr konnte folgte keiner großen Erzählung oder Verirrung. Ich machte einfach nur Tag für Tag. Auch heute noch. Weder der Weiße noch der M., (der M. ist nicht der Manfred, mit dem hab ich nix gemacht nur geredet. Der war nicht vertrauenswürdig) mit denen ich Jahre in Wien um die Häuser zog, waren in kleinstbürgerlicher Sicht so erledigt wie ich. Die rebellierte wie es mir vorkam bewusst gegen die kleinstbürgerlichen Normen. Ich ging in die Fabrik weil ich nix konnte, die beiden, weil sich in ihrem Leben total verlaufen hatten. Die hielten den kleinstbürgerlichen Mief den sie ihn ihren Geruchskolben vermuteten nicht aus. So schien es mir. Ich war nur ich selbst und das langte offensichtlich schon in dieser Welt keinen Platz zu finden. Das ist ein ziemlicher Unterscheid finde ich. Wie auch immer. Der M. flüchtete zur UNO weil er das kleinstbürgerliche St.Pölten nicht mehr aushielt. Ich weil ich keine Lust auf Straße hatte. Wegen dem bipolaren Ding wäre ich nicht aus der Spur geraten. Die Schizo-Sache kam ja erst nach 10 wirklich harten Jahren. Meine Art hielt ich für völlig normal. Die anderen eher nicht. Gegen meine Depression nahm ich Aspirin C. Ich dachte diese Niedergeschlagenheit ist eine aufziehende Grippe. Besser wusste ich es nicht. Südlich der Drau aufgewachsen hatten wir es nicht so mit Psyche und dem ganzen Zeug. Wochenende ist frei was mir sehr gelegen kommt, weil Sport aus allen Fernsehkanälen quillt. Da gebe ich mir immer die volle Dröhung. Die bringen ja Sport ohne Ende. Warum weiß ich nicht. Vielleicht haben die zu viel Sendezeit oder weil wir alle nur noch blöde herum sitzen und auf etwas warten das nie kommen wird. Funktioniert bei mir ganz ausgezeichnet. Der tote Punkt des Sinns, der bei mir manchmal aussieht wie ein 124 Zoll Rohr, lässt sich mit Sport hervorragend zu stopfen. Fußball, Ski Alpin, Biathlon, noch mal Fußball und wieder Ski Alpin, natürlich Damen wie Herren. Ich schau ja so gerne Damenspitzensport. Biathlon war gerade WM. Boxen am Samstagabend, Brähmer gegen Gutknecht, hab ich ganz verschwitzt. Da zockte ich mit meinem Backgammon-Kumpel und jammerte dem die Ohren voll weil die Würfel so scheiße vielen. Eine grauenhafte Charaktereigenschaft von mir. Da jammer ich und jammere ich den Chat voll weil nix läuft und tu so als ob ich mich gleich einmal erhänge. Aber wehe es läuft besser schon schlage ich gnadenlos zu. Ich bin da neuronal total verhunzt. Ich tu noch immer so als ob ich gegen meinen Untergang mit echtem Geld anspiele. Was aber nicht mehr der Fall ist. 15 Jahre Glückspiel haben mich in dieser Hinsicht ziemlich ruiniert. Ich muss mich da neu erfinden. Normal soll soll man den Hintergrund seiner Schmähs nicht verraten. Der Witz liegt darin das man sich nach dem sozialen Tod nur noch schwer neu erfinden kann. Mit Bloggen läuft ja auch nix. Lichtmenschen scheinen an Schattenweltgeschöpfen doch nicht so viel Interesse haben wie ich mir einbildete, vielleicht sogar erhoffte. Schreiber und Leser sind wirklich ein seltsames Paar. Die mit den LED-Lampen im Inneren und Kompaß, machen lieber das Scheitern von Praktikanten, und schreiben die in ihren Kommentaren in Grund und Boden. Ratschläge zu Fingernägel machen die auch. Vielleicht müssen die auch ein Rohr stopfen. Weil ich gerade beim Tod bin.

Südsudan. Den UNO-Bericht zur Menchenrechtslage im Südsudan haben sie sicherlich schon gelesen. Auf ihrem Smart-Phone geht das ja zack zack. Kinder und Menschen mit Behinderungen werden lebendig verbrannt, Soldaten vergewaltigen systematisch Frauen und töten gezielt Zivilisten. Die Menschenrechtsverletzungen seien im Südsudan so schlimm wie in kaum einem anderen Land. Da streiten angeblich die Männer untereinander wer es einer Sechsjährigen so richtig besorgen darf. Dabei sind diese Menschenrechtsverletzungen im Südsudan gar nicht neu. Ich weiß ja auch schon länger davon. Mindestens seit 2014. Irgendwo habe ich sicherlich darüber geschrieben. Warum ich darauf zu sprechen komme. Das Wochenende ist vorbei und sie kennen sicherlich diese älteren Herren, die gerne um Baustellen herumstehen und ganz begeistert bis wehmütig bei den Bauarbeiten zusehen. Die stehen total auf Krähne und so. Ähnlich verhält es sich mit mir und Krisenherden. Menschenrechtsverletzungen scheinen meine Baustelle zu sein vor der ich herumlungere. Über den Südsudan habe ich noch aus einem anderen Grund geschrieben. Kein geringer als der großartige Georg Clooney machte ja Südsudan. Der hat sich da wirklich ins Zeug geworfen und Weltpolitik gemacht. Das hat der Arme jetzt davon. Macht er einmal nicht auf Leinwandheld schon steht er wie ein Depp da. Frei nach dem Herrn Goethe. Der moralische Mensch der steht`s das Gute will und das Böse schafft. Hat seine schöne Frau, die soll ja eine herausragende Anwältin sein, gut zu tun. Europa kann den Opfern im Südsudan leider nicht zu Hilfe eilen. Wegen Massenvergewaltigungen und so machen wir nix. Sechsjährige Mädchen die vergewaltigt werden sind noch lange kein Asylgrund bei uns. Da wird niemand umgehend ausgeflogen. Die sollen mal schön durch die Sahara und wenn dann noch etwas von ihnen übrig ist sehen wir weiter. Derzeit sind wir eh ausgebucht. Wir machen lieber junge Männer aus dem Maghreb. Und die machen gerne Identitäts-Hopping und a bisserl Fummeln zu Silvester. Die SPD macht ja bald nix mehr. Merksatz: Gehen sie niemals als Juniorpartner in eine große Koalition. Niemals. Lassen sie lieber die Finger von den Versuchungen der Macht und machen sie schön Opposition. Sie werden die Juniorpartnerschaft politisch nicht überleben. Sie denken sie gestalten als Juniorpartner mit Mütterente, Mindestlohn usw. Nee das ist eine Halluzination. Sie werden von der KanzlerInnen-Partei verunstaltet. Noch etwas. Schließen sie Rechtspopulistsiche Parteien wie die AfD niemals von Koalitionsgesprächen oder Regierungsbeteiligungen aus. Schon gar nicht weil sie sich als Politiker der AfD moralisch überlegen fühlen. Machen sie das ja nicht. Ich kenne mich da bestens aus ich bin Österreicher. Wir haben die FPÖ. Die ist jetzt bei 35% in Umfragen. Sie müssen die ran lassen an den Busen der Macht. Die FPÖ lässt sich nur durch Regierungsbeteiligung domestizieren. Dann ist vorbei mit Lästern, als Opposition, erste Reihe fußfrei. Njiet kann jeder schrein. Vertrauen sie mir. So wie die Wartenden vom Idomeni dem Norbert Blüm vertrauen. Ein guter Mann. Der handelt halt noch christlich und übernachtet mit seinen gut achtzig Jahren in einem Zelt in Idomeni. Hut ab Herr Blüm. Ehrlich. Ich befürchte nur das des der österreichischen Bundesregierung, die ja die Erfinder von Idomeni sind, ziemlich wurscht ist. Die österreichische Bundesregierung kämpft derzeit um ihr politisches Überleben. An den Erfolgen der AfD sieht man ja. Mit dem Wähler ist derzeit nicht zu spaßen. Ich weiß ja nicht es ob die Gesundheit vom Herrn Blüm zulässt, aber vielleicht könnte der gleich weiter in den Südsudan fliegen und der afrikanischen Union (was machen die eigentlich außer der dem werten Herren Mugabe zu huldigen, weil der den Weißen mal bewiesen hat wo der schwarze Bartl den Inflations-Most her holt) und dem UNO-Sicherheitsrat mal zeigen wie Menschenrechte gehen. In Simbabwe soll es angeblich eine Straße geben, die ohne Schlaglöcher auskommt, die so groß sein sollen wie mein 124 Zoll Null-Sinn-Punkt Rohr. Diese Straße führt vom Amtssitz des Präsidenten zu seiner Villa. Zum großen Robert könnten sie dich vergewaltigen sudanesischen Frauen flüchten. Der hat Prostata-Krebs. Erst Montag und ich bin schon so schräg drauf. Unter der Woche ist natürlich auch Sport. Bayern gegen Juve. Und am Wochenden geht die Formel Fad wieder los. Mir wuscht. Ich schau oder lese ja eh alles.

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Donnerstag, 10. März 2016
Fastfood Notizen vom einen Rand der Wirklichkeit
Neuer Eintrag. Bronx bedeutet die beschriebenen Ereignisse tragen sich alle innerhalb von 5 Gehminuten zu und nicht irgendwo in der Stadt, im Land oder am Kontinent. Viele machen in ihrer Polemik ja gerne Land oder Kontinent und eignen sich so die Weltungereimheiten an. Mein Streit im Salafisten-Teff vor ein paar Jahren, 250 Meter weiter. Messerstecherei 300 Meter. Hinterhofmoschee gute 200 Meter. Kindergarten ähnliche Distanz. Ich mach hier nicht Molenbeek.

Ich lese ihnen ja gerne aus der Zeitung vor. Gut ich könnte auch eine Runde über die tschetschenischen Gangs ablästern, die versuchen die Bronx in ein „little Grosny“ zu verwandeln. Die bilden sich ein dass man Frauen nach dem Tanzen nach Hause begleiten muss. Auch wenn die keinen Grund sehen warum das so notwendig wäre. Mehrere Frauen, darunter Mutter, Tochter, wollten das dezidiert nicht. Nix da dachten sich die jungen tschetschenischen Widerstandskinder. Machen wir schon. Dafür sind wir ausgebildet. Wir können Gentlemen, so traumatisiert und verzivilisiert wie wir sind. Rief die Mutter ihren Ehemann zu Hilfe. Wurde der gleich mal Krankenhausreif geprügelt. Einem anderen Mann der zur Hilfe eilte ging es nicht besser. Die Tschetschenen-Gang sind in der Szene schon als die „Sittenwächter“ bekannt. Eine 18 jährige Tschetschenin wiederum wurde rechtskräftig zu sechs Monate, bedingt auf drei Jahre verurteilt. Die wollte IS. Jetzt ist das Fräulein geläutert, hat eine eigene Wohnung, und einen Job in einem islamischen Kindergarten. Raten sie mal wo sich dieser Kindergarten befindet. Natürlich bei mir in der Bronx. Falls sie mal vor haben in die Bronx einer europäischen Großstadt zu ziehen. Ein Tipp: Machen sie das nur wenn sie sehr wenige Vorbehalte gegen Menschen haben, die aus anderen Kulturen zuwandern. Der Clash der Kulturen, zu dem es in der Bronx unweigerlich kommt, geht an die Substanz. Vor allem in meiner Straße in der ich lebe. Sozusagen im Herz der Finsternis. Hier spricht niemand mehr Deutsch. Ob das der Weisheit letzte Torheit ist, ich weiß es nicht. Mir gehen diese obrigkeitshörigen Türken, mit ihren Gebetsketten, ihrem Recep Tayyip Erdoğan-Wahn, und den Hausweibern, die mit den Jahren immer fetter und fetter werden und wie Pinguine herum watscheln, deren Freiheit hinten einem Kopftuch zusammengezurrt und erstickt wird, schon ziemlich am Senkel. Andauernd sehe ich nur Männer die sich mitten auf der Straße die Zungen in die Hälse stecken und nicht einer von denen ist angeblich homosexuell. Was ja auch daran liegt das Menschen in der Regel dort hinziehen, wo sich schon andere angesiedelt haben, in deren Sprache/Ansichten und kulturellen Bräuchen/Werten man sich am ehesten wiedererkennnt und wiederfindet. Das geschieht überall auf der Welt. Und wohin ziehen jene Menschen die zuwandern und nicht zur Geistes und Wirtschaftselite zählen. Natürlich in Gegenden die billig und a bisserl unterentwickelt sind. Die innere Stadt oder Döbling können sich die wenigsten leisten. Migranten wohnen auch zu gut 85% zur Miete. Und das zieht man naturgemäß dorthin wo die Mieten niedrig sind. So entsteht dann nach und nach die Bronx. Ich wohne seit bald 20 Jahren hier und konnte das schön beobachten. Vor 20 Jahren legte mir noch niemand den Koran auf die Pommes. Da gab es weder Pommes noch Koran. Diese Gegend war grau und hässlich wie von der Welt abgeschnitten. Genau der richtige Ort für einen Schattenweltmenschen. Das aus dieser stadtarchitektonischen Tristesse einmal „little Istanbul“ wird konnte ich nicht wissen. Ende der Neunziger lebten hier keine Türken. Früher war ich vor den österreichisch-stämmigen Kleinstbürgern und ihren Gebräuchen auf der Flucht und heute sind die türkisch-stämmigen Kleinstbürger mit ihren Vorstellungen von Anstand und Sitte hinter mir her. Dieses Szenario, das sie Menschen dort ansiedeln wo sie Ihresgleichen vermuten, wurde in einfachen Studien bewiesen. Da gibt es eine Tendenz. Rot zu Rot, Grün zu Grün, Gelb zu Gelb. Und ich bin gar nix davon. Genaugenommen bin ich in den Augen der türkischen Community der Fremde. Deswegen will ich auch nix über multikulturelle Gesellschaften sagen. Mein Blick auf die soziale Wirklichkeit ist nicht repräsentativ, sondern verzerrt. Mein Ekel ist ein ganz konkret und hat nix mit der Herkunft eines Menschen zu tun. Das offizielle Österreich hat Migranten der 1. Generation offensichtlich kein sehr attraktives Angebot unterbreitet und ich kann das jetzt ausbaden. Um der Wahrheit genüge zu tun. Die Bussi-Bussi-Türken mit ihren Haussklavinnen machen im Grunde nix falsch, sondern nur ihr Ding. Die müssen nicht zuerst katholisch werden und dann individualistisch. Die können nix dafür das ich es zu keiner Idylle gebracht habe, das ich gescheitert bin und mir keine Gegenidylle aus dem krummen Hut zaubern kann. Ich kann nur Bude-Klappstuhl und Donauinsel-Klappstuhl und auf deren verfickte Idyllen fluchen. Typisch Männer. In der Masse sind sie Klasse. Die türkisch-arabische Idylle ist wie Unterkärnten südlich der Drau in den Siebziger. Nur ohne Vierteltelefonanschluss. Das hatte ich schon. Die war Scheiße.

Der Pascha aus dem 2. Stock ist so ein typisches Beispiel. Seine erste Frau kannte ich ganz gut. Mit der hatte er eine Tochter und einen Sohn. Hat er seine Frau und die Tochter ab und zu a bisserl gezüchtigt damit die nicht auf blöde Gedanken kommen. Prophylaxe halt wie bei den Zähnen. Die gute Frau hat das irgendwann nicht mehr ausgehalten und klug wie sie war/ist, hat sie die Möglichkeiten der Demokratie erkannt und sich von ihrem Oberbefehlshaber scheiden lassen. War eh eine sehr schwere Geburt. In ihrer Not hat die Frau einmal sogar bei mir ihr Herz ausgeschüttet. Glauben sie mir die Not muss da schon sehr groß sein. Habe ich ihr Mut zugesprochen. Die Tochter hat sie mitgenommen raus aus der Bronx. Der Ayatollah, sein Sohnemann und ich sind geblieben. Und der Chefe hat sich gleich eine neue Frau bestellt. Da scheint es irgendwo eine Weide voller Kopftuschfrauen zu geben, mit dem Bildungsstand vom Schizophrenisten. Die Neue ist jetzt gute alte osmanische Schule. Wenn die Kutteln einkocht muss man die Tür abdichten, anders erträgt man das vollmundige Bouquet einer fremden Kultur nicht. Beim ersten Mal dachte ich wirklich an einen Giftgasanschlag. Die gute Frau, die mir eigentlich sehr sympathisch ist, trägt auch schön Kopftuch und so gut wie nie feste Schuhe. Warum. Weiter als bis zum türkischen Supermarkt kommt die in der Regel nicht. Mit der Schizofraktion in der Straße kannst auch keine Gegenkultur aufziehen. Der Sohn vom fetten Polen der eigentlich Bulgare ist kommt dafür nicht in Frage. Der kriegt kaum Luft. Durch die Nase geht da kaum noch was. Wie sollst den mit einem Menschen zum Gegenangriff blasen, oder eine allerletzte verzweifelte Attacke reiten, wenn der nicht einmal mehr atmen kann. Nasenpolypen sind ja nicht gerade eine Operation am offenen Herzen oder. Macht der nicht. Der rennt immer nur mit seinen schwer atmenden Unterlagen durch die Botanik. Erblickt der im Eingangsbereich seinen eigenen Vater, der ihn auch noch freundlich grüßt und auf einen auf normal macht, fallen dem Sohnemann beinahe die Augen raus und er rennt davon. Eh mit Unterlagen. Bleibt nur noch die Dicke zwei Häuser weiter als letzte Vertraute. Die lebt da auch schon ewig. Schwer schizophren. Kaum noch Wirklichkeitsanteil. Ich mag sie. Nicht das des von Bedeutung ist das ich sie mag. Wenn es ihr gut geht sitzt sie immer im offenen Fenster, eine dicke Decke unter den Armen und schaut auf die Straße hinaus. Das macht sie stundenlang, ja jahrelang. Das ziellose Geschiebe auf der Straße ist ihre ganze Welt. Ich freue mich immer wenn ich sie im offenen Fenster sitzen sehe. Die kommt vom Balkan. Sehe ich sie ab und zu auf der Straße, eigentlich auch immer in den Hausschuhen, wird die Sache schon schwieriger. Da sagt sie hin und wieder schon was zu den Leuten die ihr begegnen. Natürlich in einem hoch agressiven Tonfall. Weil sie ja so dick ist, ich schätze so um die 150 Kilo, wirkt das dann auch entsprechend. Ganz übel wird es wenn sie sich auf macht Richtung Straßenbahnhaltestelle. Bewegt sie ihre 150 kg Wahnsinn Richtung Straßenbahnhaltestelle ist sie knapp am überschnappen. Meistens steht sie dann an der Haltestelle und beschimpft die Straßenbahn auf Serbisch, könnte aber auch Bosnisch sein. Einsteigen darf sie ja nicht. Steigt sie in die Straßenbahn ein, ist es auch schon um sie geschehen. Dann verschwindet sie wieder für einige Zeit. Sehe ich sie dann Wochen, manchmal auch Monate später wieder im Fenster sitzen, die fetten Arme auf eine dicke Decke gestützt, freue ich mich immer riesig. Wenigstens ein vertrautes Gesicht. Die Krankheit hat diese Frau völlig unförmig gemacht und entstellt. Innerlich wie äußerlich. Ich wollte ihnen eigentlich was Lustiges von der Schizo-Front erzählen. Gestern machte ja eine Frau an meiner Wohnungstür Jesus Christus. Hat sie mir die entsprechenden Unterlagen in die Wohnungstür gehängt. Lag ich schön vor der Glotze. Liverpool gegen Manu. Sagte mir eine Stimme, wenn ich den Herren Jesus nicht ins sofort ins Haus lasse, überlebe ich die Nacht nicht. Logisch das ich den feinen Herren ins Haus lies. Die Unterlagen den Herren betreffend lagen im Vorhaus. Sagte die Stimme wenn ich die Unterlagen nicht durchlese, kommt in der Nacht der Scheißhausdämon, der die Sachen vom toten Jungen vom Strand auträgt, was ziemlich lächerlich ausieht bei einer Größe von 1,93 Meter wenn der sich klein macht, aus seinem Exil dem Scheißhaus und belegt mich mit einem Fluch, das mir Nasenpolypen wachsen und ich nicht mehr atmen kann. Und das sei erst der Anfang. Bin ich die Unterlagen Punkt für Punkt durchgegangen. Da stand auch genau was zu tun sei um in den Himmel zu kommen. Von der Bronx direkt in den Himmel. Das erschien mir dann doch zu unwahrscheinlich. Egal was sich mein Kopf da ausmalte.
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Im Text über uns Schizos habe ich tatsächlich geschrieben. Was die Schizo-Sache betrifft habe ich Ahnung. Da steht wirklich, „Ich habe Ahnung“. Sie wissen ja dass ich nix kann und gleich von gar nichts eine Ahnung habe. Das ist meine gelebte Wirklichkeit und sitzt wirklich tief in meinem Bewusstsein. Mit bald 50zig will ich da auch nicht mehr groß heraus. Zocken konnte ich mal und ein Brettspiel. Gott sei Dank muss ich nicht mehr zocken. Die wollen in einem neuen Gesetz zum Wetten, im liberalen Österreich, die Einsätze pro Wette auf 50 Euro beschränken. Spielerschutz. Eh gescheit. Ich bekam einen Lachanfall. 50 Euro. Was soll man den mit einem „Fuffie“ wetten. Egal. Beim Korrekturlesen habe ich den Satz, „Ich habe Ahnung“, zweimal ohne groß nachzudenken, mehr wie ein hirnloser Automat, in „Ich habe keine Ahnung ausgebessert“. Erst beim 3.Mal und viel Widerwillen, habe ich dann doch „ich habe Ahnung“ stehen gelassen.
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Im Spiegel stand was Interessantes über Deutschland. An sich sollte ich mich ja mehr meiner Heimat zuwidmen. Würde ich ja gerne. Leider habe ich zu Österreichern, mal abgesehen vom Hobbit-Anwalt und dem Goadfather, kaum Kontakt. Der S. ist ja Germane, mein Backgammon-Kumpel auch. Ich weiß nicht was sich der Durchschnittsösterreicher so denkt. Ehrlich. Und die Alkoholiker von der Insel sehe ich ja erst im Spätfrühling wieder. Über meine Parterre-Chinesen könnte ich schreiben, den englischen Gentleman oder den schizoiden Sohn vom fetten Polen der eigentlich Bulgare ist. Die Parterre-Chinesen machen ja alle auf Küche. Ich hielt die alle für bessere Arbeitssklaven. Falsch gedacht. Die machen auch Kinder. Letztens, als ich gerade die Haustür aufsperrte, stand ein kleines chinesisches Mädchen hinter mir, mit großen Schulranzen am Rücken und lustiger Brille auf der Nase. Die war vielleicht zehn oder so. Hat die mich freundlich gegrüßt. Noch dazu auf Deutsch ohne Ming-Dynastie Einschlag. Habe ich ihr natürlich schön die Tür aufgehalten. Das war eindeutig zu viel für eine kleinstbürgerliche Seele aus den Karawanken. Ich weiß jetzt nicht mehr was ich von den Parterre-Chinesen halten soll. Bei mir in der Bronx schießt ja ein chinesischer Kochtempel nach dem anderen aus dem Boden. Schön Glutamat und süß sauer und mit Nachwuchs die besser Deutsch können als ich.

Gerade hat es an der Tür geläutet. Ich: Wer ist? Eine weibliche Stimme ohne Akzent: Ich hätte da eine Einladung. Ich: Was mit Titten? Die weibliche Stimme: Nein Jesus Christus. Österreich hat in einem Anfall von Hyperaktivität wie es aussieht die Balkenroute für Flüchtlinge in engere Bahnen gelenkt. In deutschen Zeitungen stand was von den Habsburgern und lächerlicher Großmachtattitüde. Die Habsburger machten ja mal Balkan. War ihr Untergang. Nee das stimmt so nur sehr bedingt. Vom S. habe ich ja das Nee abgekupfert. Sau komisch. Weil ich sage nee und er in meinem Dialekt na. (nein) Außenpolitik ist immer auch Innenpolitik. Österreich hat pro Kopf mehr Flüchtlinge aufgenommen als Deutschland. Derzeit noch. Kommt nicht bei allen ÖsterreicherInnen so gut an. Die FPÖ, eine Mischung aus Front Nationale und AfD, legt kontinuierlich zu. In Umfragen stehen die schon bei 35% und dann kommt mal lange 10% nix. Die von der FPÖ sitzen schön erste Reihe fußfrei, stänkern a bisserl, und die große Koalition aus SPÖ-ÖVP verzwergt immer weiter. Die mussten handeln. Zum Selbstschutz. Die beiden Parteien haben ja einen riesigen Parteienapparat. Die können nicht von der Macht lassen. Viele von denen kriegen ja in der Privatwirtschaft keinen Hackn. Wegen mir müssen die da nicht ran. Im äußersten Notfall würde ich sogar meine Bude mit Flüchtigen teilen. Am liebsten mit einer ledigen Eritreerin. Werte Bundesregierung. Ledige und paarungswillige Eriteerinnen. Und nicht immer nur Afghanen und Tschteschenen die sich dann gleich bei mir um die Ecken abstechen. Ging hoch her vor ein paar Tagen. 30 Afghanen gegen 20 Tschetschenen mit Messer und Brettern. Angeblich weil was übles auf Facebook stand.

Und jetzt tun in Europa alle so scheinheilig und zeigen mit dem Finger auf uns Unmenschen und faseln was von den Menschenrechten und den Genfer-Flüchtlingskonventionen, dabei sind ziemlich viele der werten StaatenlenkerInnen, ganz froh und erleichtert, das da wer den bösen Onkel spielte. Ist die gute Frau Merkel fein raus. Weil die Balkanroute zu einem Flaschenhals wurde, kommen ja derzeit weniger Flüchtlinge nach Deutschland. Landtagswahlen sind auch in Deutschland. Muss sie wegen ihrer Politik keine grobe Pirouette drehen. Machen wir für sie. Die Gefangen im Schlamm von Idomeni sind sozusagen unser Werk. Zurück zu den Germanen. Der Spiegel macht ja noch immer auf die ominösen 6,7 Millionen, die bei der Vergabe zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 angeblich eine Rolle spielten. Da kennt der Spiegel kein Pardon. Dass der deutsche Fußballverband in einem korrupten System, zur Korruption gezwungen wird, um auch anzuschreiben, interessiert die Blattmacher nicht. Die sagen lieber ehrlich und nix, als a bisserl link und alles. Entschuldigen sie bitte meine Verdorbenheit. Die scheiß FIFA ist ein blöder Verein und keine Weltmacht. Dann gründet doch eine Gegen-FIFA und alles wird gut. Mir doch wurscht. Ich will das die Lilien nicht absteigen. Der größte Lilien-Fan aller Zeiten ist leider mit 26zig seinem Krebsleiden erlegen. War ein guter Mann!!!!!! 6,7 Mille sind doch auch nicht die Welt oder. Unsere Hypo Alpe Adria ist mit 20 Mrd. abgekackt, die Volksbanken haben auch ein paar Mrd. angebaut und erst die Kommunalkredit. Egal. Der Soziologe Heinz Bude sagt in einem Interview mit dem Spiegel: Es geht um die Wahrnehmung der Welt auf Deutschland. Blablabla. „Die meisten erinnerten sich an dieses Bild kultureller Offenheit; und es ist ja auch unverrückbar in unserem kollektiven Bewusstsein verankert. Diese Fußballweltmeisterschaft (2006 nicht 1974. 74zig war nur Sparwasser und Gerd Müller) hat die anfangs so freundliche Aufnahme der Flüchtlinge gewissermaßen vorbereitet“. Siehste, dachte ich mir, und wenn habt ihr das alles zu verdanken, das nach 1990, als das emotionale Wiedervereinigungsding durch den WM-Titel so richtig in Fahrt kam, mehr als jeder Solidaritätszuschlag, natürlich dem Kaiser Franz. Wem sonst. Sein 6,7 Millionen teurer Außenristpass über 40 Meter, flog genau in den Lauf der deutschen Seele. Und der Kaiser ist auch noch Bayer mit Wohnsitz in Kitzbühel. Hahahaha.

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Mittwoch, 9. März 2016
Menschenrechte
Die ganz kurze Variante. Bei den Menschenrechten gibt es ja Pakete. Bei Sky auch.

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Immer auf die armen Irren. Ein Generalverdacht der sich nicht und nicht ausräumen lässt.
Sau lustig. Die WFN hatte bei mir was reingeschrieben. Am Dienstag. Habe ich zufällig jetzt gesehen. Ich gehe ja davon aus das keiner was reinschreibt.

Ich habe Gewaltfantasien. Schizoaffektive Gewaltphantasien. Andauernd habe ich die. Besser die haben mich. Gegen die komme ich nicht an. Wobei ich diese Vorstellungen nicht als Phantasie bezeichnen würde. Nicht das sie denken ich sitze da und male mir irgendwelche Schweinereien aus, wie ich ihnen ihre Organe rauschneide und dann was daraus mache, vielleicht was mit Kernöl und auf halber Flamme. Mache ich nicht. Ich bin an den Hirngespinsten die meine Schizoaffektivität produziert, und zwar im Akkord, nicht interessiert. Wie die im Einzelnen aussehen. Eigentlich immer gleich. Ich unterstelle Leuten dass sie gleich einmal Amok laufen werden. Greift im Supermarkt jemand zu schnell in eine Tasche oder Jacke hau ich an schlechten Tagen auch schon ab. An der Wohnung vom fetten Polen der eigentlich Bulgare ist komme ich nie ungeschoren vorbei. Der steht ja immer von seiner Bude mit einer Vorderschaftrepetierflinte kurz Pumpgun. Unfälle passieren auch andauernd. Überfahren werde ich auch immer zu. Sogar wenn die Ampel auf Grün steht, und das grüne Männchen dem Weibchen nachschreit, "mach doch mal bitte Titten", sehe ich mich nach Autofahren um die durchdrehen. Aus U-Bahnen steige ich auch hin und wieder aus. In Kroatien dachte ich der S. will mich killen. Ich war mir sogar ziemlich sicher. Kurz war ich sogar am überlegen die Sachen zu packen und abzuhauen. Der S. weiß davon nix. Ich sag es ihm nicht weil der S. ein recht ängstlicher Mensch ist. Ich im Übrigen nicht. Dem sein Onkel ist selber schwer schizophren. Ging an der UNI los. Der S.-Onkel hat sich nie wieder erfangen. Dem Hobbit-Abwalt erzähle ich alles. Der lacht sich krumm. In letzter Zeit nicht mehr. Keine Ahung warum der die Auslage gewechselt hat. Mein Aufzugsdilemma kennen sie ja bereits. Der stürzt schon ab wenn ich durch die falsche Tür gehe. Meine Katzen habe ich früher zwischendurch mal umgebracht. Wurden trotzdem ziemlich alt. In einem fremden Ohr muss sich das was ich hier niederschreibe schauderhaft anhören. Tödlich erkranke ich auch andauernd. Mit der doppelten Dosis Neuroleptika kann ich diese Halluzinationen, die das Hirn einfach so produziert wie riesige Hallen voller Rechner Bitcoins, im Schach halten. Aber das wäre dann der Sargnagel für meine Kleinstkunst. Neuroleptika fressen Sprache, Ideen und Lebenslust. Da tut sich dann nix mehr mit lustigen Assoziationen und windschiefen Metaphern. Mit der doppelten Dosis habe ich keine Hetz mehr im Leben. So ein Leben will ich nicht führen. Das ist nicht lebenswert. Das macht keinen schlanken Fuß. Gefühle und a bisserl Verstand sind mein ganzer Reichtum. Ich hab sonst nix. Die doppelte Dosis Neuros fühlt sich innerlich so an wie die Fotos chinesischer Großstädte bei Smog. Für das bisserl Kleinstkunst das ich aufs Papier kriege bin ich bereit zu leiden. Und großzügig wie sie nun mal sind honorieren sie meine Leidenskunst in der Regel mit 50 Klicks. Vielleicht ist mein Leidenskleinstkunst zu klein. Die Menschenrechte waren wirklich anstrengend zu schreiben. Schön das dieser Eintrag auf dermaßen reges Interesse gestoßen ist. (hahahahaha) Vielleicht geht mit Wahnsinn der knapp am Mord und Todschlag vorbeischrammt mehr. Schauen wir mal. Gehen Leute hinter mir her, drehe ich mich ziemlich oft um, weil ich die Angst habe, das die mich erstechen wollen. Gefahrenanalysen von meiner Umwelt erstelle ich andauernd. Ich habe mich als Mensch in diesen Halluzinationseruptionen, die als Nebenprodukt Angst, ja Todesangst produziert, eingerichtet so gut es eben geht. Wie sich diese Todesangst anfühlt lässt sich nur noch schwer mitteilen. Ich denke wirklich das war es, es gibt kein Morgen mehr. Trotzdem sollten sie mich als glücklichen Menschen denken. Glücklich weil ich in meiner Schizoaffektivität nicht übergriffig werde. Diesen Impuls habe ich unter Kontrolle. Der ist nicht groß ausgeprägt. Das ist ein großes Glück. Es gibt eine Grenze über die ich nicht hinaus muss. Meine Neuros nehme ich ja auch brav. Würde ich auch nur eine Person einfach so auf der Straße attackieren, weil ich mir ja einbilde die will mich umbringen, wäre ich geliefert. So gesehen bin ich ein recht vorbildlicher und gutgelaunter Schizo. Wie sagt man. Ich komme mit dieser Verstörung klar. Nur hilft mir das nicht wenn wie folgt in der Zeitung berichtet wird.

Psychisch kranker zu früh entlassen stand heute in meiner Qualitätszeitung. Die Vorgeschichte: Ein gefährlicher psychisch Kranker ist im Vorjahr offenbar zu früh aus dem Maßnahmenvollzug entlassen worden. Bereits nicht einmal zwei Wochen später bedrohte er drei Frauen per E-Mail mit dem Tod. Alle drei waren überzeugt, dass von dem Mann eine reale Gefahr ausging, und erstatteten Anzeige. Ein Gerichtsgutachten spricht nun von „ausgeprägtem Wahnsystem“. Infolge einer anhaltenden wahnhaften Störungen sei der Mann zurechnungsunfähig. Die Zukunftsprognose sei ungünstig, da das Verhalten des Betroffenen von aggressivem Vorgehen gegenüber anderen gekennzeichnet sei. Ein Gewaltausbruch ist nach den Worten des Gerichtspsychiaters Heinz Pfolz „jederzeit möglich“. Gleichzeitig verwies der Mediziner auf die fehlende Krankheitseinsicht und die nach wie vor nicht gegebene Therapiewilligkeit des Mannes. Schon ab 2012 war der Mann in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher untergebracht. Nach insgesamt dreijähriger Anhaltung hielt das zuständige Landesgericht Steyr den Zeitpunkt für gekommen, den Mann gegen Auflagen auf freien Fuß zu setzen. Wenig später bedrohte er seine Exfreundin, deren Anwältin und seine Bewährungshelferin schriftlich mit dem Tod.

Letztens übte der Herr M. Kritik an mir weil ich über den Abu De, auch einen Schizo, angeblich eine Ferndiagnose erstellt hatte. Ich sage mal so. In Sachen Schizo bin ich ein ziemlicher Kapazunder. Ich weiß darüber mehr als so mancher Facharzt. Der weiß ja in der Regel nix aus erster Hand, also eigener Erfahrung. Ansonsten würde der ja auf dem Patientenstuhl platz nehmen. Der Doc hört ja mir zu nicht ich ihm. Die sagen in der Regel immer nur, erhöhen sie ihre Dosis.
Bei meiner Nerventante rede ich über die Schizo-Sache nur noch wenn ich die Todesangst nicht mehr ertrage. Sonst machen wir Verzwergung. Immerhin lebe ich seit bald gut 17 Jahren mit der Krankheit. Ich habe Ahnung. Jetzt mal abgesehen davon das sich der Mann offensichtlich nicht behandeln lassen will. Aber so wie der Zeitungsbericht gemacht ist, wird dieser Mensch ja als hoch gefährlich dargestellt. Lesen die Leute in der U-Bahn, psychisch Kranker zu früh entlassen, zieht das immer. Auch in besseren Blättern. Ist schön gruseliger Boulevard. Vielleicht kann man das Risiko wirklich nicht eingehen diesen Menschen in der freien Umlaufbahn zu belassen. Der Gutachter meinte nee. Der Schizo meinte: „Die kennen sich nicht aus. Die sind alle deppert“. (hahaha)Vielleicht attackiert der wirklich noch jemanden, weil der Wahn zu mächtig ist. Ich weiß es nicht. Noch schreibt er ja nur Briefe. Denken die wirklich und allen Ernstes, der bringt alle um denen er einen Brief schreibt. Der hätte weitere Briefe geschrieben. Was kann denn der Schizo dafür dass die Frauen ihre Angst genauso ernst nehmen wieder Schizo seinen Wahn. Dieser Mensch fühlt sich bedroht genauso wie ich. Der hat Todesangst. In seiner verschobenen Wahrnehmung will ihn die Welt auslöschen. Das ist das Schizo-Ding. Die will einen auslöschen. Wenn der Abu De nix macht wird er noch 10000 Einträge über die seine Fernsteuerung schreiben die ihn dösend steuern. Stellen sie sich vor ich wackle zur nächsten Polizei-Wache und erkläre denen im Tonfall eines Gutachters, die Leute, die hinter mir gehen, wollen mich umbringen. Ich werde da was unternehmen müssen. Ja weitläufig umgehen. Könnte ich schön zusammen packen und umziehen in einen Bezirk mit Aussicht. Die Frage, warum mich die vor mir gehenden nicht umbringen wollen, was ja eine ziemlich kluge Frage wäre, wird dann gar nicht mehr gestellt. Nehme ich mal an.

Fazit: Solange das so bleibt und das wird so bleiben, das Schizos nur in den Medien auftauchen, wenn mal einer aus dem Ruder läuft, haben wir keine Chance bei den Normalen anzuschreiben. Das ist aussichtlos. In deren Köpfen wurden wir alles zu früh entlassen. Ist besser nix sagen. Deswegen habe ich es ab jetzt mit dem Kreuz.

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