Donnerstag, 14. Mai 2026
Eine Bergung aus höchster Not. In unwegsamem ESC-Gelände
der imperialist, 13:13h
Jessas!
Der Timmy, der so viel Hoffnung spendete, verschwand plötzlich. Nicht nur aus dem Meer. Vor allem aber auch aus den Köpfen vieler Menschen. Las ich irgendwo. Na, aus dem Meer wird der doch nicht verschwunden sein. Oder doch? Eine/r der Superreichen könnte sich den Fisch ausstopfen und irgendwo aufhängen in einer eigenen Halle, auf eigenen Grund und Boden. Auf einer eigenen Insel. Oder im 5-Sterne Bunker.
Wie Corona. Ist auch wie weg. BioNTech schließt fast alle deutschen Produktionsstandorte für Covid‑Impfstoffe: Marburg, Idar‑Oberstein, Tübingen (CureVac‑Standort) werden aufgegeben. Die gesamte Herstellung des Corona‑Impfstoffs wird künftig an Pfizer übertragen. n Deutschland bleiben nur noch Mainz (Hauptsitz) sowie Berlin und München als reine Bürostandorte. Bis zu 1.860 Stellen sind betroffen. Grund: stark gesunkene Nachfrage nach Corona‑Impfstoffen + Überkapazitäten.
Habe ich mitten in der Pandemie prophezeit. Die alte Plörre habe ich geschrieben wird sich niemand mehr reinjagen wie einst, als wir selbst unsere Großmutter verrieten für eine Impfung, um mal rauszukommen aus der Hölle, in die sie uns gesperrt hatten. Ich habe dazu keine Meinung. Aber sehr viel Information. Wahrscheinlich zu viel. Die ich auch nicht einordnen kann. Natürlich hörte mir niemand zu - du traurige Kassandra. Geht der Jimmy eigentlich noch zum 🌈 und kommt als Jasmin wieder, schlecht rasiert, aber endlich richtig gelesen, von oben bis unten, statt von vorne bis hinten? Diese Woche unbedingt. Ganz in Wien steht im ESC-Fieber. Bis auf dich und mich, Kassandra. Dazu mehr in Bälde.
Unglaublich, wie sehr der technologische Wandel das Vergessen beschleunigt. Die Halbwertszeit digitaler Informationen ist heute kürzer als die Enden deiner Lebenslügen, an denen deine kurzen Beine hängen.
Du Abhängiger. Scheiße, bist du abhängig.
Hier hast du nichts zu sagen, dort kennst du die richtige Frage nicht, und eine Antwort, die so manches erklären würde, bist du auch wieder schuldig geblieben. ©️Der Wortmacher. Zu meiner Ehrenrettung kann ich nur eines sagen: In die Nacht hinein wird es besser. Da stehe ich weniger unter der Knute der Vierer‑Bande, die einen direkten Draht zu meiner Erinnerung hat, zum Um2-Goadfather-Komplex, dem ich bis heute nicht gewachsen bin. So ehrlich muss ich sein.
Aber selbst ohne diese Verzerrung wird es bei der Fülle an Informationen heute immer schwieriger zu verstehen, wie alles mit allem zusammenhängt, wie das eine ins andere greift, wie Ursache und Wirkung sich bedingen und welche Aktion eine entsprechende Gegenreaktion hervorbringt. Auf die wir dann alle irgendwie reagieren. Oder auch nicht. Kommt ganz darauf an, ob und wie sehr jemand vom Auto abhängig ist, und wie sehr die hohen Sprit‑ bzw. Energiepreise Löcher in die eigene Brieftasche fressen, so wie sich der Borkenkäfer durch die Rinde einer gestressten Fichte frisst.
Es gibt einfach zu viele Information, zu viel Input, zu viele Möglichkeiten, zu viele Optionen sich falsch zu entscheiden. Dazu hätte ich folgenden Text:
Wenn Sie sich bei Entscheidungen oft von der Suche nach dem Besten leiten lassen, gehen Sie die Entscheidungsfindung völlig falsch an – und sind wahrscheinlich auch weniger glücklich darüber.
Im Zeitalter der Informationsflut und der riesigen Auswahlmöglichkeiten gehen wir davon aus, dass wir für alles das Beste finden können, wenn wir nur lange und gründlich genug suchen. Psychologen nennen diese Tendenz Maximierungsstreben.
Die Suche nach dem Besten ist jedoch das falsche Ziel. Denn die Suche selbst verursacht Kosten, die die meisten Menschen vergessen zu berücksichtigen. Würde man dies tun, sähe man, dass die vermeintlich optimale Strategie gar nicht optimal ist.
Maximierer sind tendenziell weniger zufrieden mit ihren Entscheidungen und ihrem Leben. Sie sind in der Regel weniger glücklich, neigen eher zu Reue und vergleichen sich ständig mit anderen. Zufriedensteller hingegen haben nicht unbedingt niedrige Ansprüche. Ihr Maßstab ist „gut genug für mich“ statt „das Beste vom Besten“, und das ermöglicht es ihnen, mit ihren Entscheidungen zufrieden zu sein, anstatt von verpassten Chancen gequält zu werden.
Der Psychologe Mihaly Csikszentmihalyi, der den Begriff „Flow“ prägte, um Zustände völliger Versenkung in eine Tätigkeit zu beschreiben, brachte es treffend auf den Punkt. Indem man sich entscheidet, in eine bestimmte Wahl zu investieren, ungeachtet attraktiverer Alternativen, die später auftauchen mögen, „wird viel Energie für das Leben selbst frei, anstatt sie mit Grübeleien über die Gestaltung des Lebens zu verschwenden.“
Dies ist heute von entscheidender Bedeutung, da chronische Maximierung noch nie so einfach war. Ein Wirtschaftswissenschaftler berechnete 2006, dass die Konsummöglichkeiten der Bürger moderner Volkswirtschaften die der vorindustriellen Gesellschaften um etwa das Hundertmillionenfache übersteigen. Das ist eine fast unvorstellbare Vervielfachung der Wahlmöglichkeiten, die weit über Konsumgüter hinausgeht und Fragen nach dem eigenen Sein, der Lebensweise, dem Arbeitsort und der Partnerwahl berührt.
Soziale Medien haben das Problem verschärft, indem sie als unendliche Vergleichsmaschine fungieren. Wenn man eine sorgfältig zusammengestellte Auswahl der Highlights aus Karriere, Beziehung, Wohnung und Urlaub anderer sieht, fühlt sich der Begriff „gut genug“ plötzlich wie eine Kompromisslösung an.
Der Drang, ständig aufs Häusl rennen zu müssen. Nur a Schmäh. Der Drang ständig nach etwas Besserem zu suchen, hat selbst die alltäglichsten Momente verdorben. Studien zeigen, dass Zuschauer sich eher langweilen, wenn ihnen viele Videos zur Auswahl stehen, als wenn sie sich auf nur eines konzentrieren. Eine Interpretation dieser Ergebnisse ist, dass allein die Vorstellung, dass es da draußen etwas Besseres geben könnte, den Augenblick verdirbt.
Studien in den USA und China zeigen, dass junge Menschen seit etwa 2010 zunehmend Langeweile empfinden. Dating-Apps bieten eine Art von Paulos' Gedankenexperiment: Nutzer fragen sich ständig, was hinter dem nächsten Swipe steckt – Maximierung in Reinform.
Und nun verspricht künstliche Intelligenz, uns bei der Optimierung von allem zu helfen: unseren Zeitplänen, unserer Ernährung, unserer Garderobe, unserer kreativen Leistung. Wenn Simon Recht hatte, liegt die versteckte Gefahr dieser Tools darin, dass sie die Auswahlmöglichkeiten und Vergleichspunkte noch weiter ausdehnen. Quelle: 📰 / David Epstein, Autor von „Inside the Box: How Constraints Make Us Better“.
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Genau das ist das Problem unserer Zeit:
Informationsüberdehnung. Wir leben im Zeitalter der totalen Überdehnung, und gleichzeitig, gewissermaßen hinter der Fassade, erleben wir Verknappung. Wir haben von allem zu viel und gleichzeitig von allem viel zu wenig. Es gibt zu viel Shein und Temu und zu wenig Qualität. Franzt in alle Richtungen aus. Selbst Beziehungen sind davon betroffen. Woher willst du das wieder wissen, brüllt der Scheißhausdämon durch die geschlossene Häusltür.
Na, wenn es einer wissen muss dann wohl ich. Gescheiterte und High Performer haben eines gemeinsam. Was? Na deren Beziehungen haben ein ähnliches Muster. Was? Die einen sterben den sozialen Tod und die anderen bei einem Attentat? Der ist gut.
Deren Beziehungen folgen einem ähnliches Muster. Am unteren Rand fehlt das Herz, am oberen Rand das Rückgrat. Der Gescheiterte verkümmert, weil ihn niemand mehr korrigieren will. Der Überflieger wiederum, weil ihn niemand mehr korrigieren darf.©️Das Trump-Xi Jinping-Putin-Syndrom. Franzt natürlich auch in alle anderen Lebensbereiche aus. Du kannst zum Messi (Fußballgott) nicht sagen: „Lionel, du musst mehr Defensivarbeit leisten.“
Wir erleben eine ästhetische und materielle Adipositas: Wir konsumieren uns satt, aber bleiben mangelernährt. Shein und Temu sind die Junk-Food-Varianten unserer Existenz, viele Kalorien, kaum Nährwert. Sagt wer? Schwer zu sagen in Zeiten von KI.
Überdehnung heißt: Reimt sich auf
. Alles wächst schneller, als wir es einordnen können. Selbst die Prostata vom Schizophrenisten expandier. Musste das jetzt unbedingt sein? Ja. Die Informationen, die Optionen, die Angebote, die Reize, sie expandieren, aber unser innerer Raum bleibt gleich groß. Wir werden nicht überfordert, weil wir zu wenig wissen, sondern weil wir zu viel gleichzeitig wissen sollen. Die Welt beschleunigt, aber unser Nervensystem bleibt analog und ziemlich behäbig.
Also dehnt sich alles: Gesellschaften durch Massenmigration, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Geduld, sogar Bedeutung. Und wie jedes Material unter Dauerzug verliert auch das Denken seine Form. Ein Leben wie auf Speed. Selbst unsere Körper leiden unter Überdehnung. Deswegen gibt es auch diesen Hype um Abnehmspritzen wie Ozempic, Wegovy, Mounjaro und wie die alles heißen. Abnehmspritzen sind das neue Viagra. Ein Must-have wie eine Birkin Bag von Hermès. Übergewichtig werden irgendwann nur noch die Armen sein. Das wird sozial nach unten durchgereicht werden.
Aber wir leben auch so im Delirium der Überdehnung.
Wir dehnen die Grenzen der Migration, die Kapazität unserer Aufmerksamkeit und die Haut unserer Körper.
Wir dehnen unsere Zeit, unsere Belastbarkeit, unsere sozialen Systeme, unsere Infrastruktur, unsere Geduld, unsere Sprache, unsere Konfliktfähigkeit. Und während wir mit Ozempic die physische Überdehnung wegspritzen, reißt hinter den Augen das Gewebe unserer Geduld. Wir sind eine Zivilisation auf dem Dauerzug – und jeder weiß, was mit Material passiert, das man zu lange zieht: Es wird transparent, spröde und bricht.
.....reißt hinter den Augen das Gewebe unserer Geduld... KI, nix für ungut, aber das hört sich scheiße an.
Und während wir mit Ozempic die physische Überdehnung wegspritzen, erleben wir in der Realität die Nebenwirkungen dieser Überdehnung.
Eine Zivilisation im Dauerzug. Und wie jedes Material, das man zu lange zieht oder verzieht, verliert es erst seine Form und dann seine Stabilität. Bis es an der schwächsten Stelle reißt. Und alte Wunden aufreißt. Das auch ja. Dazu hätte ich noch Text.
Und was ist das Rezept gegen die Tendenz der Überdehnung? Gegen die Anthropozän-Krise? Gegen Ressourcenübernutzung, Überfischung, Bodenerschöpfung, Flächenversiegelung, Überbevölkerung, Infrastrukturüberlastung, Verkehrsüberlastung, Energieüberlastung, Überproduktion, Marktübersättigung, Überkonsum, Übernutzung von Ökosystemen, Eutrophierung, globale Überhitzung, Overtourism?
Woher soll ich das wissen.
Na mittels enstprechende Gegenbewegung, wie Verknappung, versucht der Deichgraf die Situation zu retten.
Zum Overtourismus hätte ich noch Text.
480 Meter hohe Welle schwappt durch Fjord in Alaska
Ein tauender Hang gibt nach, Millionen Kubikmeter Gestein stürzen in einen Fjord im US-Bundesstaat Alaska, Wellen schlagen teils 480 Meter hoch: Geoforscher haben einen Mega-Tsunami aus dem August 2025 rekonstruiert.
Etwas war komisch, das konnte Edin Mujanovic spüren. Der in Deutschland geborene Kapitän der Motorjacht »Blackwood« hatte in einer Augustnacht im Sommer 2025 in der No Name Bay geankert, einer kleinen, abgelegenen Bucht. Sie liegt am Eingang des Tracy Arm, einem der bekanntesten Gletscherfjorde im US-Bundesstaat Alaska, rund 70 Kilometer südöstlich von dessen Hauptstadt Juneau.
Der Fjord verdankt seinen Namen einem Offizier der Nordstaaten im Bürgerkrieg und späteren US-Marineminister. Die Landschaft lässt einen ehrfürchtig werden: Bis zu 2000 Meter hohe Gipfel säumen den Fjord, Wasserfälle und Gletscher machen die Gegend zu einer der spektakulärsten Landschaften des amerikanischen Nordwestens. Mehr als 20 Boote und Schiffe am Tag, teilweise Kreuzfahrtriesen mit Tausenden Menschen an Bord, sind in der Hochsaison im Fjord unterwegs.
Gegen 5.30 Uhr hatte das Boot auf einmal stark zu rollen begonnen. Wetter- und Windberichte lieferten keine Erklärung. Als der Seemann eine Tür nach draußen öffnete, hörte er ein Rauschen wie von einem Wasserfall. Das Wasser floss aus der Bucht, in einer Geschwindigkeit, wie Mujanovic es noch nie gesehen hatte. In aller Eile weckte der Kapitän seine Crew und startete die Motoren. Die Wucht des Wassers, so schien es, trug das Schiff binnen Sekunden um Hunderte Meter weiter.
Was die Menschen an Bord der »Blackwood« an jenem Augustmorgen erlebten, waren die Folgen eines gigantischen Tsunamis, über die Forschende um Dan Shugar von der University of Calgary in Kanada nun im Wissenschaftsmagazin »Science« berichten. Ein riesiges Gesteinspaket oberhalb eines Gletschers am Fjordende war abgestürzt, Millionen Kubikmeter Material ins Wasser gekracht. Das Ergebnis war eine Welle, die an einer Stelle mehr als 480 Meter Höhe erreichte. Dass dabei niemand zu Schaden kam, grenzt an ein Wunder.
Die Front des South Sawyer ist in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder sprunghaft zurückgewichen, allein im Jahr 2016 waren es 1,2 Kilometer. Zwischen Frühjahr und Sommer 2025 wurden es noch mal 500 Meter weniger. Die Eisdicke am Ende des Gletschers nahm zwischen 2013 und 2022 um durchschnittlich 11 bis 14 Meter pro Jahr ab, eine direkte Folge steigender Temperaturen, verursacht durch den Ausstoß von Treibhausgasen. Schwindet zudem der Permafrost, verlieren Berghänge ihre strukturelle Stabilität.
Klimakrise kann Hänge instabil werden lassen
Das locker gewordene Gestein oberhalb des South Sawyer stürzte herab, verdrängte Eis und Wasser. Die erste Welle war nach Erkenntnissen der Forscher rund 100 Meter hoch und bewegte sich mit 70 Meter pro Sekunde vorwärts. Das ist etwa die Geschwindigkeit, bei der ein Flugzeug auf der Startbahn abhebt. Quelle: SPIEGEL 20/2026
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Und kannst du jetzt auch mal auf den Punkt kommen?
Eines lasse sich aber kaum verhindern, sagt der Forscher: »Die Schiffe im Fjord sind voll von Menschen, die die schmelzenden Gletscher sehen wollen. Doch genau damit verstärken sie das Problem, das zu deren Verschwinden und zur Instabilität der Hänge führt.«
Die Abgase der Schiffe direkt vor Ort spielen dabei eine untergeordnete Rolle. Entscheidend ist vielmehr, dass die Anreise der Gäste und der Betrieb der Jachten und Kreuzfahrtschiffe zum globalen CO₂-Ausstoß beitragen. So wird die Erderwärmung angetrieben, die die Gletscher weiter schmelzen lässt.
Kapitän Mujanovic wird wohl auch in diesem Sommer am Start sein. Zahlungskräftige Gäste können die »Blackwood« weiterhin chartern. Eine Woche kostet umgerechnet etwa 70.000 Euro, so ist im Internet zu lesen. Trinkgeld für die Crew, empfohlen werden 15 bis 20 Prozent, geht extra.
Und das soll jetzt ein gutes Beispiel für Overtourismus sein? Ja, noch dazu sehr exklusiv, amüsiere ich mich. Rom ist ziemlich vom Overtourismus betroffen. Aber nicht mehr lange. Die ewige Stadt verfällt. Bei Verfall wurde ich natürlich hellhörig.
Roms historische Bauwerke haben Kriege, Erdbeben und Massentourismus überdauert. Doch jetzt könnte die Stadt über Nacht zum sanierungsfall werden - ruiniert von Feuchtigkeit Schimmel und Dreck. Und du im letzten Eck, Epstein - nicht alles wird versteckt sein.
Pummelige Putten zieren die Wände und Decken der Villa am Ufer des Tiber, schmachtende Nymphen und ein einäugiger Riese. Gemalt hat einige davon der Renaissancekünstler Raffael im 16. Jahrhundert für einen päpstlichen Bankier. Heute gehört die Villa Farnesina zu Roms gewaltigem Unesco-Weltkulturerbe. Doch jedes Mal, wenn der Tiber über die Ufer tritt, ist das prächtige Haus bedroht.
Mehr als 25.000 historische und archäologische Denkmäler stehen in und um Rom, an kaum einem anderen Ort der Welt findet sich derart viel Geschichte auf so engem Raum. Gleichzeitig zeigen sich die Folgen der Klimakrise in Italiens Hauptstadt besonders eindrücklich. Laut Analysen der Umweltorganisation Legambiente war sie in den vergangenen Jahren stärker von Extremwetterereignissen betroffen als jede andere große Stadt im Land. Roms reizvolle Lage am Mittelmeer ist auch ihr Fluch: Das Gebiet zählt zu den weltweit am stärksten vom Klimawandel betroffenen Regionen.
Saurer Regen, durch Schadstoffe in der Luft verursacht, beschleunige die Erosion von Kalkstein, warnt der nationale Forschungsrat CNR (Consiglio Nazionale delle Ricerche). Und auch die extremen Temperaturschwankungen, die mit dem Klimawandel zunehmen, gefährden die Monumente. An manchen Sommertagen heizen sich die Oberflächen der Steine des Kolosseums auf über 50 Grad Celsius auf – und kühlen nachts gleich wieder ab. Weil sich das Material innerhalb kurzer Zeit immer wieder ausdehnt und zusammenzieht, zerbröselt es nach und nach.
Die Unesco, die Kulturorganisation der Uno, zählt die Klimakrise zu einer der größten Bedrohungen für das historische Erbe der Menschheit weltweit. Die Monumente gelten als »unersetzlich«; nehmen sie Schaden, leidet das kulturelle Gedächtnis aller.
Gefährliche Flut / Schmutzige Luft / Brüchiges Gestein. Selbst der vermeintlich unverwüstliche Marmor könne durch die Klimakrise Schaden nehmen, sagt sie. Typischer Marmor besteht hauptsächlich aus Kalzitkristallen, die sich bei Hitze ausdehnen und bei Kälte zusammenziehen – jedoch nicht gleichmäßig. Bei jeder Temperaturschwankung, jedem schnellen Temperaturwechsel, arbeiten die Kristalle im Marmor gegeneinander. Der Marmor reagiert zunächst mit unsichtbaren, kleinen Mikrorissen, die sich mit den Jahren zu sichtbaren Rissen entwickeln und selbst schwere Marmorplatten spalten können. Quelle: SPIEGEL 20/2026
In diesem Artikel spielt der Overtourismus keine bedeutende Rolle. Stimmt auch wieder. Internationale als Hotspots des Overtourismus:
Venedig, Barcelona, Amsterdam, Dubrovnik, Rom, Florenz, Paris, Prag, Reykjavík, Santorin, Mykonos, Mallorca (insb. Palma, S’Arenal), Ibiza, Cinque Terre, Hallstatt, Zermatt, Interlaken, Luzern, Lago di Braies, Plitvicer Seen, Lago di Como, Lissabon, Porto.
Asien
Bali, Bangkok, Phuket, Ko Phi Phi, Maya Bay, Kyoto, Nara, Seoul (Myeongdong), Hanoi (Altstadt), Hoi An, Angkor Wat, Mount Fuji‑Region, Gili Islands.
Nordamerika
New York (Times Square), San Francisco, Yellowstone, Grand Canyon, Banff, Vancouver, Tulum, Cancún, Hawaii (Oʻahu, Waikiki).
Südamerika
Machu Picchu, Rio de Janeiro (Copacabana, Christo Redentor), Cartagena.
Afrika
Sansibar, Marrakesch (Medina), Kapstadt (Tafelberg).
Ozeanien
Sydney (Bondi Beach), Queenstown, Great Barrier Reef.
Buchten & Naturorte (besonders überdehnt)
Maya Bay (Thailand),
Navagio Beach (Zakynthos),
Blue Lagoon (Island),
Baía do Sancho (Fernando de Noronha),
Calanques (Marseille),
Fjorde Norwegens (Geirangerfjord),
Hallstatt‑See,
Plitvicer Seen,
Lago di Braies.
Und wo bleibt Hallstatt?
Hallstatt ist eines der ikonischsten Beispiele für Overtourismus im gesamten Alpenraum. Täglich mehr Besucher als Einwohner, Buskolonnen, Selfie‑Hotspot, asiatische Reisegruppen, Nachbau in China, alles dabei.
Hallstatt ist gewissermaßen „Patient Zero“ des Overtourismus im Alpenraum: ein Ort mit knapp 780 Einwohnern, der vor der Pandemie täglich bis zu 10.000 bis 30.000 Besucher verkraften musste. Die ikonische Postkartenansicht wurde so überlaufen, dass die Gemeinde zeitweise Sichtschutzwände errichtete, die von empörten Touristen sofort wieder entfernt wurden. 2012 ließ ein chinesischer Konzern den gesamten Ortskern in Guangdong nachbauen – ein bizarrer Akt der Bewunderung, der den Ansturm auf das Original erst weiter verstärkte. Hallstatt ist zudem fixer Bestandteil der „Europa‑in‑10‑Tagen“-Busrouten: Menschen werden in Kolonnen ausgeladen, fotografieren 15 Minuten lang, kaufen ein Eis oder ein Toilettenticket und verschwinden wieder. Für die Einheimischen bedeutet das den Verlust jeder Privatsphäre – es gibt dokumentierte Fälle, in denen Touristen in Gärten oder sogar in Wohnzimmern standen, weil sie den Ort für ein Freilichtmuseum hielten.
Ich arbeite, der ist gut. Ich arbeite ja daran, die Brigittapassage, eine der hässlichsten Einkaufspassagen weltweit, als neues Highlight des Massentourismus zu etablieren. Diese Passage hat wirklich Potential. Warum? Na, weil du selbst als Frohnatur bei der einen Schiebetür hineingehst und depressiv verstimmt bei der anderen wieder herauskommst. So schiach/hässlich ist die. Natürlich nur in meiner Einbildung.
Willkommen in der Brigitta Passage!
Die Brigitta Passage im 20. Wiener Gemeindebezirk bietet dir eine vielseitige Auswahl an Geschäften, Restaurants und Dienstleistungsunternehmen – hier findest du alles, was du für ein gelungenes Einkaufserlebnis brauchst. Verbringe einen stressfreien Shoppingtag in einer angenehmen und einladenden Atmosphäre. Quelle: https://www.brigitta-passage.at/?utm_source=copilot.com
Bitte beachten Sie auf dem Foto die Person hinter der Säule. Ich tippe stark auf einen Alkoholiker. Falls Ihnen das noch nicht reicht, empfehle ich einen kurzen Spaziergang die Marchfeldstraße rauf zum Friedrich-Engels-Platz. Dort beginnt das Reich der Frauen mit Kopftüchern im Taliban-Stil. Da leben die religiösen Eiferer. Da hat der Koran das Sagen.
Und schon besteht die Gefahr, rechtsextreme Erzählmuster zu reproduzieren. Werden demografische Veränderungen als existenzielle Bedrohung einer vermeintlich homogenen Mehrheitsgesellschaft dargestellt, nähert man sich dem Narrativ des „Großen Austauschs“ an, das von rechtsradikalen und identitären Gruppen erfolgreich in den Mainstream eingeflochten wurde und eine zeitgenössische Variante völkischer Vorstellungen von „Umvolkung“ ist. Wer solche Deutungsmuster übernimmt, verschiebt den Diskurs in eine Richtung, die demokratisches Zusammenleben untergräbt. Quelle: PD Dr. Judith Kohlenberger ist Leiterin des Instituts für Migrations- und Fluchtforschung und -management (FORM) an der WU Wien.
Dr. Daniela Pisoiu forscht am Österr. Institut für Internationale Politik und ist Wissenschaftliche Leiterin bei SCENOR (Extremismusforschung).
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Der Überfluss. Der sich überallhin ausdehnt.
Da hilft nur noch Verknappung.
Wenn's nicht anders geht, künstliche Verknappung. Knapp bemessen muss alles sein, dann stimmt auch die Qualität oder die Erfahrung. Knapp bemessen wie die Länge deiner Texte, amüsiert sich der Wortmacher. Die sind ein Griff ins zugeschissene Klo der Ausdruckskraft. Nee, die sind ein Kunstgriff. Je unleserlicher, desto besser. Und der Bessere war schon immer der natürlich Fressfeind des Guten.
Die Fülle an Information und Möglichkeiten hat alles zugenommen wie die Körper, zu viel Körper,, Antikörper.
Konstant geblieben hingegen ist nur die Summe an Aufmerksamkeit, die jeder einzelne für sein Welt-Erleben aufwenden kann. Und noch nie wurde der Kampf um diese knappe Ressource von so vielen Kombattanten so erbittert geführt wie heute.
Also muss auch das Gefühl, etwas Wichtiges versäumt zu haben, zwangsläufig zunehmen.
Und mit ihm die Unzufriedenheit, in der am Ende alles mündet.
Diese totale Überdehnung mündet zwangsläufig in der logischen Endstation unserer Zeit: der permanenten Angst, etwas Wichtiges zu versäumen. Wenn der Horizont der Möglichkeiten unendlich weit nach außen gedehnt wird, schrumpft der Punkt, auf dem wir gerade stehen, zur Bedeutungslosigkeit zusammen, ein neues, modernes Elend, das wir als Tyrannei der Alternative erleben. Die Unzufriedenheit speist sich heute nicht mehr aus echtem Mangel, sondern aus der Illusion einer permanenten Verfügbarkeit, die unser Schnitzel auf dem Teller entwertet, nur weil wir wissen, dass zeitgleich in Tokio das perfekte Sushi serviert wird. Quelle: Influencer:innen / Instagram
Dieser Dauerzug an unserem Nervensystem führt zu einer psychischen Ausfransung, einem Aufmerksamkeitsverschleiß, bei dem wir vor lauter Panik, nicht alles im Blick zu haben, am Ende gar nichts mehr wirklich sehen. Wir versuchen, diesen Hunger nach Erlebnissen wie mit einem ‚mentalen Ozempic‘ zu unterdrücken, weil unser analoges System die Kalorien dieser digitalen Reizflut längst nicht mehr verdauen kann; wir sind Nomaden des Neides geworden, die das eigene Leben versäumen, weil sie glauben, alles gleichzeitig sein zu müssen. Wegen dem verfluchten Content. Im Netz ist ja alles Content, von Kontinent zu Kontinent in ein paar Klicks. Hin gewischt und her gewischt.
Ich stamme tiefenpsychologisch noch aus einer Zeit, da hat man nur über die Möbel drübergewischt, mit einem feuchten Tuch, oder den Boden aufgewischt.
Zuweilen auch mit einem anderen Kerl, der einem blöd kam.....................
Der Timmy, der so viel Hoffnung spendete, verschwand plötzlich. Nicht nur aus dem Meer. Vor allem aber auch aus den Köpfen vieler Menschen. Las ich irgendwo. Na, aus dem Meer wird der doch nicht verschwunden sein. Oder doch? Eine/r der Superreichen könnte sich den Fisch ausstopfen und irgendwo aufhängen in einer eigenen Halle, auf eigenen Grund und Boden. Auf einer eigenen Insel. Oder im 5-Sterne Bunker.
Wie Corona. Ist auch wie weg. BioNTech schließt fast alle deutschen Produktionsstandorte für Covid‑Impfstoffe: Marburg, Idar‑Oberstein, Tübingen (CureVac‑Standort) werden aufgegeben. Die gesamte Herstellung des Corona‑Impfstoffs wird künftig an Pfizer übertragen. n Deutschland bleiben nur noch Mainz (Hauptsitz) sowie Berlin und München als reine Bürostandorte. Bis zu 1.860 Stellen sind betroffen. Grund: stark gesunkene Nachfrage nach Corona‑Impfstoffen + Überkapazitäten.
Habe ich mitten in der Pandemie prophezeit. Die alte Plörre habe ich geschrieben wird sich niemand mehr reinjagen wie einst, als wir selbst unsere Großmutter verrieten für eine Impfung, um mal rauszukommen aus der Hölle, in die sie uns gesperrt hatten. Ich habe dazu keine Meinung. Aber sehr viel Information. Wahrscheinlich zu viel. Die ich auch nicht einordnen kann. Natürlich hörte mir niemand zu - du traurige Kassandra. Geht der Jimmy eigentlich noch zum 🌈 und kommt als Jasmin wieder, schlecht rasiert, aber endlich richtig gelesen, von oben bis unten, statt von vorne bis hinten? Diese Woche unbedingt. Ganz in Wien steht im ESC-Fieber. Bis auf dich und mich, Kassandra. Dazu mehr in Bälde.
Unglaublich, wie sehr der technologische Wandel das Vergessen beschleunigt. Die Halbwertszeit digitaler Informationen ist heute kürzer als die Enden deiner Lebenslügen, an denen deine kurzen Beine hängen.
Du Abhängiger. Scheiße, bist du abhängig.
Hier hast du nichts zu sagen, dort kennst du die richtige Frage nicht, und eine Antwort, die so manches erklären würde, bist du auch wieder schuldig geblieben. ©️Der Wortmacher. Zu meiner Ehrenrettung kann ich nur eines sagen: In die Nacht hinein wird es besser. Da stehe ich weniger unter der Knute der Vierer‑Bande, die einen direkten Draht zu meiner Erinnerung hat, zum Um2-Goadfather-Komplex, dem ich bis heute nicht gewachsen bin. So ehrlich muss ich sein.
Aber selbst ohne diese Verzerrung wird es bei der Fülle an Informationen heute immer schwieriger zu verstehen, wie alles mit allem zusammenhängt, wie das eine ins andere greift, wie Ursache und Wirkung sich bedingen und welche Aktion eine entsprechende Gegenreaktion hervorbringt. Auf die wir dann alle irgendwie reagieren. Oder auch nicht. Kommt ganz darauf an, ob und wie sehr jemand vom Auto abhängig ist, und wie sehr die hohen Sprit‑ bzw. Energiepreise Löcher in die eigene Brieftasche fressen, so wie sich der Borkenkäfer durch die Rinde einer gestressten Fichte frisst.
Es gibt einfach zu viele Information, zu viel Input, zu viele Möglichkeiten, zu viele Optionen sich falsch zu entscheiden. Dazu hätte ich folgenden Text:
Wenn Sie sich bei Entscheidungen oft von der Suche nach dem Besten leiten lassen, gehen Sie die Entscheidungsfindung völlig falsch an – und sind wahrscheinlich auch weniger glücklich darüber.
Im Zeitalter der Informationsflut und der riesigen Auswahlmöglichkeiten gehen wir davon aus, dass wir für alles das Beste finden können, wenn wir nur lange und gründlich genug suchen. Psychologen nennen diese Tendenz Maximierungsstreben.
Die Suche nach dem Besten ist jedoch das falsche Ziel. Denn die Suche selbst verursacht Kosten, die die meisten Menschen vergessen zu berücksichtigen. Würde man dies tun, sähe man, dass die vermeintlich optimale Strategie gar nicht optimal ist.
Maximierer sind tendenziell weniger zufrieden mit ihren Entscheidungen und ihrem Leben. Sie sind in der Regel weniger glücklich, neigen eher zu Reue und vergleichen sich ständig mit anderen. Zufriedensteller hingegen haben nicht unbedingt niedrige Ansprüche. Ihr Maßstab ist „gut genug für mich“ statt „das Beste vom Besten“, und das ermöglicht es ihnen, mit ihren Entscheidungen zufrieden zu sein, anstatt von verpassten Chancen gequält zu werden.
Der Psychologe Mihaly Csikszentmihalyi, der den Begriff „Flow“ prägte, um Zustände völliger Versenkung in eine Tätigkeit zu beschreiben, brachte es treffend auf den Punkt. Indem man sich entscheidet, in eine bestimmte Wahl zu investieren, ungeachtet attraktiverer Alternativen, die später auftauchen mögen, „wird viel Energie für das Leben selbst frei, anstatt sie mit Grübeleien über die Gestaltung des Lebens zu verschwenden.“
Dies ist heute von entscheidender Bedeutung, da chronische Maximierung noch nie so einfach war. Ein Wirtschaftswissenschaftler berechnete 2006, dass die Konsummöglichkeiten der Bürger moderner Volkswirtschaften die der vorindustriellen Gesellschaften um etwa das Hundertmillionenfache übersteigen. Das ist eine fast unvorstellbare Vervielfachung der Wahlmöglichkeiten, die weit über Konsumgüter hinausgeht und Fragen nach dem eigenen Sein, der Lebensweise, dem Arbeitsort und der Partnerwahl berührt.
Soziale Medien haben das Problem verschärft, indem sie als unendliche Vergleichsmaschine fungieren. Wenn man eine sorgfältig zusammengestellte Auswahl der Highlights aus Karriere, Beziehung, Wohnung und Urlaub anderer sieht, fühlt sich der Begriff „gut genug“ plötzlich wie eine Kompromisslösung an.
Der Drang, ständig aufs Häusl rennen zu müssen. Nur a Schmäh. Der Drang ständig nach etwas Besserem zu suchen, hat selbst die alltäglichsten Momente verdorben. Studien zeigen, dass Zuschauer sich eher langweilen, wenn ihnen viele Videos zur Auswahl stehen, als wenn sie sich auf nur eines konzentrieren. Eine Interpretation dieser Ergebnisse ist, dass allein die Vorstellung, dass es da draußen etwas Besseres geben könnte, den Augenblick verdirbt.
Studien in den USA und China zeigen, dass junge Menschen seit etwa 2010 zunehmend Langeweile empfinden. Dating-Apps bieten eine Art von Paulos' Gedankenexperiment: Nutzer fragen sich ständig, was hinter dem nächsten Swipe steckt – Maximierung in Reinform.
Und nun verspricht künstliche Intelligenz, uns bei der Optimierung von allem zu helfen: unseren Zeitplänen, unserer Ernährung, unserer Garderobe, unserer kreativen Leistung. Wenn Simon Recht hatte, liegt die versteckte Gefahr dieser Tools darin, dass sie die Auswahlmöglichkeiten und Vergleichspunkte noch weiter ausdehnen. Quelle: 📰 / David Epstein, Autor von „Inside the Box: How Constraints Make Us Better“.
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Genau das ist das Problem unserer Zeit:
Informationsüberdehnung. Wir leben im Zeitalter der totalen Überdehnung, und gleichzeitig, gewissermaßen hinter der Fassade, erleben wir Verknappung. Wir haben von allem zu viel und gleichzeitig von allem viel zu wenig. Es gibt zu viel Shein und Temu und zu wenig Qualität. Franzt in alle Richtungen aus. Selbst Beziehungen sind davon betroffen. Woher willst du das wieder wissen, brüllt der Scheißhausdämon durch die geschlossene Häusltür.
Na, wenn es einer wissen muss dann wohl ich. Gescheiterte und High Performer haben eines gemeinsam. Was? Na deren Beziehungen haben ein ähnliches Muster. Was? Die einen sterben den sozialen Tod und die anderen bei einem Attentat? Der ist gut.
Deren Beziehungen folgen einem ähnliches Muster. Am unteren Rand fehlt das Herz, am oberen Rand das Rückgrat. Der Gescheiterte verkümmert, weil ihn niemand mehr korrigieren will. Der Überflieger wiederum, weil ihn niemand mehr korrigieren darf.©️Das Trump-Xi Jinping-Putin-Syndrom. Franzt natürlich auch in alle anderen Lebensbereiche aus. Du kannst zum Messi (Fußballgott) nicht sagen: „Lionel, du musst mehr Defensivarbeit leisten.“
Wir erleben eine ästhetische und materielle Adipositas: Wir konsumieren uns satt, aber bleiben mangelernährt. Shein und Temu sind die Junk-Food-Varianten unserer Existenz, viele Kalorien, kaum Nährwert. Sagt wer? Schwer zu sagen in Zeiten von KI.
Überdehnung heißt: Reimt sich auf
Also dehnt sich alles: Gesellschaften durch Massenmigration, Aufmerksamkeit, Gedächtnis, Geduld, sogar Bedeutung. Und wie jedes Material unter Dauerzug verliert auch das Denken seine Form. Ein Leben wie auf Speed. Selbst unsere Körper leiden unter Überdehnung. Deswegen gibt es auch diesen Hype um Abnehmspritzen wie Ozempic, Wegovy, Mounjaro und wie die alles heißen. Abnehmspritzen sind das neue Viagra. Ein Must-have wie eine Birkin Bag von Hermès. Übergewichtig werden irgendwann nur noch die Armen sein. Das wird sozial nach unten durchgereicht werden.
Aber wir leben auch so im Delirium der Überdehnung.
Wir dehnen die Grenzen der Migration, die Kapazität unserer Aufmerksamkeit und die Haut unserer Körper.
Wir dehnen unsere Zeit, unsere Belastbarkeit, unsere sozialen Systeme, unsere Infrastruktur, unsere Geduld, unsere Sprache, unsere Konfliktfähigkeit. Und während wir mit Ozempic die physische Überdehnung wegspritzen, reißt hinter den Augen das Gewebe unserer Geduld. Wir sind eine Zivilisation auf dem Dauerzug – und jeder weiß, was mit Material passiert, das man zu lange zieht: Es wird transparent, spröde und bricht.
.....reißt hinter den Augen das Gewebe unserer Geduld... KI, nix für ungut, aber das hört sich scheiße an.
Und während wir mit Ozempic die physische Überdehnung wegspritzen, erleben wir in der Realität die Nebenwirkungen dieser Überdehnung.
Eine Zivilisation im Dauerzug. Und wie jedes Material, das man zu lange zieht oder verzieht, verliert es erst seine Form und dann seine Stabilität. Bis es an der schwächsten Stelle reißt. Und alte Wunden aufreißt. Das auch ja. Dazu hätte ich noch Text.
Und was ist das Rezept gegen die Tendenz der Überdehnung? Gegen die Anthropozän-Krise? Gegen Ressourcenübernutzung, Überfischung, Bodenerschöpfung, Flächenversiegelung, Überbevölkerung, Infrastrukturüberlastung, Verkehrsüberlastung, Energieüberlastung, Überproduktion, Marktübersättigung, Überkonsum, Übernutzung von Ökosystemen, Eutrophierung, globale Überhitzung, Overtourism?
Woher soll ich das wissen.
Na mittels enstprechende Gegenbewegung, wie Verknappung, versucht der Deichgraf die Situation zu retten.
Zum Overtourismus hätte ich noch Text.
480 Meter hohe Welle schwappt durch Fjord in Alaska
Ein tauender Hang gibt nach, Millionen Kubikmeter Gestein stürzen in einen Fjord im US-Bundesstaat Alaska, Wellen schlagen teils 480 Meter hoch: Geoforscher haben einen Mega-Tsunami aus dem August 2025 rekonstruiert.
Etwas war komisch, das konnte Edin Mujanovic spüren. Der in Deutschland geborene Kapitän der Motorjacht »Blackwood« hatte in einer Augustnacht im Sommer 2025 in der No Name Bay geankert, einer kleinen, abgelegenen Bucht. Sie liegt am Eingang des Tracy Arm, einem der bekanntesten Gletscherfjorde im US-Bundesstaat Alaska, rund 70 Kilometer südöstlich von dessen Hauptstadt Juneau.
Der Fjord verdankt seinen Namen einem Offizier der Nordstaaten im Bürgerkrieg und späteren US-Marineminister. Die Landschaft lässt einen ehrfürchtig werden: Bis zu 2000 Meter hohe Gipfel säumen den Fjord, Wasserfälle und Gletscher machen die Gegend zu einer der spektakulärsten Landschaften des amerikanischen Nordwestens. Mehr als 20 Boote und Schiffe am Tag, teilweise Kreuzfahrtriesen mit Tausenden Menschen an Bord, sind in der Hochsaison im Fjord unterwegs.
Gegen 5.30 Uhr hatte das Boot auf einmal stark zu rollen begonnen. Wetter- und Windberichte lieferten keine Erklärung. Als der Seemann eine Tür nach draußen öffnete, hörte er ein Rauschen wie von einem Wasserfall. Das Wasser floss aus der Bucht, in einer Geschwindigkeit, wie Mujanovic es noch nie gesehen hatte. In aller Eile weckte der Kapitän seine Crew und startete die Motoren. Die Wucht des Wassers, so schien es, trug das Schiff binnen Sekunden um Hunderte Meter weiter.
Was die Menschen an Bord der »Blackwood« an jenem Augustmorgen erlebten, waren die Folgen eines gigantischen Tsunamis, über die Forschende um Dan Shugar von der University of Calgary in Kanada nun im Wissenschaftsmagazin »Science« berichten. Ein riesiges Gesteinspaket oberhalb eines Gletschers am Fjordende war abgestürzt, Millionen Kubikmeter Material ins Wasser gekracht. Das Ergebnis war eine Welle, die an einer Stelle mehr als 480 Meter Höhe erreichte. Dass dabei niemand zu Schaden kam, grenzt an ein Wunder.
Die Front des South Sawyer ist in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder sprunghaft zurückgewichen, allein im Jahr 2016 waren es 1,2 Kilometer. Zwischen Frühjahr und Sommer 2025 wurden es noch mal 500 Meter weniger. Die Eisdicke am Ende des Gletschers nahm zwischen 2013 und 2022 um durchschnittlich 11 bis 14 Meter pro Jahr ab, eine direkte Folge steigender Temperaturen, verursacht durch den Ausstoß von Treibhausgasen. Schwindet zudem der Permafrost, verlieren Berghänge ihre strukturelle Stabilität.
Klimakrise kann Hänge instabil werden lassen
Das locker gewordene Gestein oberhalb des South Sawyer stürzte herab, verdrängte Eis und Wasser. Die erste Welle war nach Erkenntnissen der Forscher rund 100 Meter hoch und bewegte sich mit 70 Meter pro Sekunde vorwärts. Das ist etwa die Geschwindigkeit, bei der ein Flugzeug auf der Startbahn abhebt. Quelle: SPIEGEL 20/2026
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Und kannst du jetzt auch mal auf den Punkt kommen?
Eines lasse sich aber kaum verhindern, sagt der Forscher: »Die Schiffe im Fjord sind voll von Menschen, die die schmelzenden Gletscher sehen wollen. Doch genau damit verstärken sie das Problem, das zu deren Verschwinden und zur Instabilität der Hänge führt.«
Die Abgase der Schiffe direkt vor Ort spielen dabei eine untergeordnete Rolle. Entscheidend ist vielmehr, dass die Anreise der Gäste und der Betrieb der Jachten und Kreuzfahrtschiffe zum globalen CO₂-Ausstoß beitragen. So wird die Erderwärmung angetrieben, die die Gletscher weiter schmelzen lässt.
Kapitän Mujanovic wird wohl auch in diesem Sommer am Start sein. Zahlungskräftige Gäste können die »Blackwood« weiterhin chartern. Eine Woche kostet umgerechnet etwa 70.000 Euro, so ist im Internet zu lesen. Trinkgeld für die Crew, empfohlen werden 15 bis 20 Prozent, geht extra.
Und das soll jetzt ein gutes Beispiel für Overtourismus sein? Ja, noch dazu sehr exklusiv, amüsiere ich mich. Rom ist ziemlich vom Overtourismus betroffen. Aber nicht mehr lange. Die ewige Stadt verfällt. Bei Verfall wurde ich natürlich hellhörig.
Roms historische Bauwerke haben Kriege, Erdbeben und Massentourismus überdauert. Doch jetzt könnte die Stadt über Nacht zum sanierungsfall werden - ruiniert von Feuchtigkeit Schimmel und Dreck. Und du im letzten Eck, Epstein - nicht alles wird versteckt sein.
Pummelige Putten zieren die Wände und Decken der Villa am Ufer des Tiber, schmachtende Nymphen und ein einäugiger Riese. Gemalt hat einige davon der Renaissancekünstler Raffael im 16. Jahrhundert für einen päpstlichen Bankier. Heute gehört die Villa Farnesina zu Roms gewaltigem Unesco-Weltkulturerbe. Doch jedes Mal, wenn der Tiber über die Ufer tritt, ist das prächtige Haus bedroht.
Mehr als 25.000 historische und archäologische Denkmäler stehen in und um Rom, an kaum einem anderen Ort der Welt findet sich derart viel Geschichte auf so engem Raum. Gleichzeitig zeigen sich die Folgen der Klimakrise in Italiens Hauptstadt besonders eindrücklich. Laut Analysen der Umweltorganisation Legambiente war sie in den vergangenen Jahren stärker von Extremwetterereignissen betroffen als jede andere große Stadt im Land. Roms reizvolle Lage am Mittelmeer ist auch ihr Fluch: Das Gebiet zählt zu den weltweit am stärksten vom Klimawandel betroffenen Regionen.
Saurer Regen, durch Schadstoffe in der Luft verursacht, beschleunige die Erosion von Kalkstein, warnt der nationale Forschungsrat CNR (Consiglio Nazionale delle Ricerche). Und auch die extremen Temperaturschwankungen, die mit dem Klimawandel zunehmen, gefährden die Monumente. An manchen Sommertagen heizen sich die Oberflächen der Steine des Kolosseums auf über 50 Grad Celsius auf – und kühlen nachts gleich wieder ab. Weil sich das Material innerhalb kurzer Zeit immer wieder ausdehnt und zusammenzieht, zerbröselt es nach und nach.
Die Unesco, die Kulturorganisation der Uno, zählt die Klimakrise zu einer der größten Bedrohungen für das historische Erbe der Menschheit weltweit. Die Monumente gelten als »unersetzlich«; nehmen sie Schaden, leidet das kulturelle Gedächtnis aller.
Gefährliche Flut / Schmutzige Luft / Brüchiges Gestein. Selbst der vermeintlich unverwüstliche Marmor könne durch die Klimakrise Schaden nehmen, sagt sie. Typischer Marmor besteht hauptsächlich aus Kalzitkristallen, die sich bei Hitze ausdehnen und bei Kälte zusammenziehen – jedoch nicht gleichmäßig. Bei jeder Temperaturschwankung, jedem schnellen Temperaturwechsel, arbeiten die Kristalle im Marmor gegeneinander. Der Marmor reagiert zunächst mit unsichtbaren, kleinen Mikrorissen, die sich mit den Jahren zu sichtbaren Rissen entwickeln und selbst schwere Marmorplatten spalten können. Quelle: SPIEGEL 20/2026
In diesem Artikel spielt der Overtourismus keine bedeutende Rolle. Stimmt auch wieder. Internationale als Hotspots des Overtourismus:
Venedig, Barcelona, Amsterdam, Dubrovnik, Rom, Florenz, Paris, Prag, Reykjavík, Santorin, Mykonos, Mallorca (insb. Palma, S’Arenal), Ibiza, Cinque Terre, Hallstatt, Zermatt, Interlaken, Luzern, Lago di Braies, Plitvicer Seen, Lago di Como, Lissabon, Porto.
Asien
Bali, Bangkok, Phuket, Ko Phi Phi, Maya Bay, Kyoto, Nara, Seoul (Myeongdong), Hanoi (Altstadt), Hoi An, Angkor Wat, Mount Fuji‑Region, Gili Islands.
Nordamerika
New York (Times Square), San Francisco, Yellowstone, Grand Canyon, Banff, Vancouver, Tulum, Cancún, Hawaii (Oʻahu, Waikiki).
Südamerika
Machu Picchu, Rio de Janeiro (Copacabana, Christo Redentor), Cartagena.
Afrika
Sansibar, Marrakesch (Medina), Kapstadt (Tafelberg).
Ozeanien
Sydney (Bondi Beach), Queenstown, Great Barrier Reef.
Buchten & Naturorte (besonders überdehnt)
Maya Bay (Thailand),
Navagio Beach (Zakynthos),
Blue Lagoon (Island),
Baía do Sancho (Fernando de Noronha),
Calanques (Marseille),
Fjorde Norwegens (Geirangerfjord),
Hallstatt‑See,
Plitvicer Seen,
Lago di Braies.
Und wo bleibt Hallstatt?
Hallstatt ist eines der ikonischsten Beispiele für Overtourismus im gesamten Alpenraum. Täglich mehr Besucher als Einwohner, Buskolonnen, Selfie‑Hotspot, asiatische Reisegruppen, Nachbau in China, alles dabei.
Hallstatt ist gewissermaßen „Patient Zero“ des Overtourismus im Alpenraum: ein Ort mit knapp 780 Einwohnern, der vor der Pandemie täglich bis zu 10.000 bis 30.000 Besucher verkraften musste. Die ikonische Postkartenansicht wurde so überlaufen, dass die Gemeinde zeitweise Sichtschutzwände errichtete, die von empörten Touristen sofort wieder entfernt wurden. 2012 ließ ein chinesischer Konzern den gesamten Ortskern in Guangdong nachbauen – ein bizarrer Akt der Bewunderung, der den Ansturm auf das Original erst weiter verstärkte. Hallstatt ist zudem fixer Bestandteil der „Europa‑in‑10‑Tagen“-Busrouten: Menschen werden in Kolonnen ausgeladen, fotografieren 15 Minuten lang, kaufen ein Eis oder ein Toilettenticket und verschwinden wieder. Für die Einheimischen bedeutet das den Verlust jeder Privatsphäre – es gibt dokumentierte Fälle, in denen Touristen in Gärten oder sogar in Wohnzimmern standen, weil sie den Ort für ein Freilichtmuseum hielten.
Ich arbeite, der ist gut. Ich arbeite ja daran, die Brigittapassage, eine der hässlichsten Einkaufspassagen weltweit, als neues Highlight des Massentourismus zu etablieren. Diese Passage hat wirklich Potential. Warum? Na, weil du selbst als Frohnatur bei der einen Schiebetür hineingehst und depressiv verstimmt bei der anderen wieder herauskommst. So schiach/hässlich ist die. Natürlich nur in meiner Einbildung.
Willkommen in der Brigitta Passage!
Die Brigitta Passage im 20. Wiener Gemeindebezirk bietet dir eine vielseitige Auswahl an Geschäften, Restaurants und Dienstleistungsunternehmen – hier findest du alles, was du für ein gelungenes Einkaufserlebnis brauchst. Verbringe einen stressfreien Shoppingtag in einer angenehmen und einladenden Atmosphäre. Quelle: https://www.brigitta-passage.at/?utm_source=copilot.com
Bitte beachten Sie auf dem Foto die Person hinter der Säule. Ich tippe stark auf einen Alkoholiker. Falls Ihnen das noch nicht reicht, empfehle ich einen kurzen Spaziergang die Marchfeldstraße rauf zum Friedrich-Engels-Platz. Dort beginnt das Reich der Frauen mit Kopftüchern im Taliban-Stil. Da leben die religiösen Eiferer. Da hat der Koran das Sagen.
Und schon besteht die Gefahr, rechtsextreme Erzählmuster zu reproduzieren. Werden demografische Veränderungen als existenzielle Bedrohung einer vermeintlich homogenen Mehrheitsgesellschaft dargestellt, nähert man sich dem Narrativ des „Großen Austauschs“ an, das von rechtsradikalen und identitären Gruppen erfolgreich in den Mainstream eingeflochten wurde und eine zeitgenössische Variante völkischer Vorstellungen von „Umvolkung“ ist. Wer solche Deutungsmuster übernimmt, verschiebt den Diskurs in eine Richtung, die demokratisches Zusammenleben untergräbt. Quelle: PD Dr. Judith Kohlenberger ist Leiterin des Instituts für Migrations- und Fluchtforschung und -management (FORM) an der WU Wien.
Dr. Daniela Pisoiu forscht am Österr. Institut für Internationale Politik und ist Wissenschaftliche Leiterin bei SCENOR (Extremismusforschung).
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Der Überfluss. Der sich überallhin ausdehnt.
Da hilft nur noch Verknappung.
Wenn's nicht anders geht, künstliche Verknappung. Knapp bemessen muss alles sein, dann stimmt auch die Qualität oder die Erfahrung. Knapp bemessen wie die Länge deiner Texte, amüsiert sich der Wortmacher. Die sind ein Griff ins zugeschissene Klo der Ausdruckskraft. Nee, die sind ein Kunstgriff. Je unleserlicher, desto besser. Und der Bessere war schon immer der natürlich Fressfeind des Guten.
Die Fülle an Information und Möglichkeiten hat alles zugenommen wie die Körper, zu viel Körper,, Antikörper.
Konstant geblieben hingegen ist nur die Summe an Aufmerksamkeit, die jeder einzelne für sein Welt-Erleben aufwenden kann. Und noch nie wurde der Kampf um diese knappe Ressource von so vielen Kombattanten so erbittert geführt wie heute.
Also muss auch das Gefühl, etwas Wichtiges versäumt zu haben, zwangsläufig zunehmen.
Und mit ihm die Unzufriedenheit, in der am Ende alles mündet.
Diese totale Überdehnung mündet zwangsläufig in der logischen Endstation unserer Zeit: der permanenten Angst, etwas Wichtiges zu versäumen. Wenn der Horizont der Möglichkeiten unendlich weit nach außen gedehnt wird, schrumpft der Punkt, auf dem wir gerade stehen, zur Bedeutungslosigkeit zusammen, ein neues, modernes Elend, das wir als Tyrannei der Alternative erleben. Die Unzufriedenheit speist sich heute nicht mehr aus echtem Mangel, sondern aus der Illusion einer permanenten Verfügbarkeit, die unser Schnitzel auf dem Teller entwertet, nur weil wir wissen, dass zeitgleich in Tokio das perfekte Sushi serviert wird. Quelle: Influencer:innen / Instagram
Dieser Dauerzug an unserem Nervensystem führt zu einer psychischen Ausfransung, einem Aufmerksamkeitsverschleiß, bei dem wir vor lauter Panik, nicht alles im Blick zu haben, am Ende gar nichts mehr wirklich sehen. Wir versuchen, diesen Hunger nach Erlebnissen wie mit einem ‚mentalen Ozempic‘ zu unterdrücken, weil unser analoges System die Kalorien dieser digitalen Reizflut längst nicht mehr verdauen kann; wir sind Nomaden des Neides geworden, die das eigene Leben versäumen, weil sie glauben, alles gleichzeitig sein zu müssen. Wegen dem verfluchten Content. Im Netz ist ja alles Content, von Kontinent zu Kontinent in ein paar Klicks. Hin gewischt und her gewischt.
Ich stamme tiefenpsychologisch noch aus einer Zeit, da hat man nur über die Möbel drübergewischt, mit einem feuchten Tuch, oder den Boden aufgewischt.
Zuweilen auch mit einem anderen Kerl, der einem blöd kam.....................
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