Dienstag, 22. März 2016
Das Milieu-Ding
Endlich bin ich durch. Ist Donnerstag. Hätte ich auch in einem Satz sagen können. Wenn sie nur die Kurzform wollen machen sie nur die letzten zwei drei Zeilen. Langt auch. Nur warum sollte ich kurz machen. Das Leben gehört doch ausgeschmückt oder nicht.

So jetzt ist dann wirklich bald aus. Terror frisst ja eindeutig Welt. Obama sein Kuba-Besucht geht da ganz im Terror unter. Der Versuch Frieden zu schaffen/schließen hat gegen den Terror nix zu bestellen. Über Kuba stand in meiner Q-Zeitung. Um zumindest optisch einen guten Eindruck zu hinterlassen, hat man aufgeräumt. Straßenzüge, durch die der präsidiale Korso fährt, wurden renoviert: Ruinen, Schrott- und Schuttberge, die seit zehn oder mehr Jahren zum Stadtbild gehörten, sind weg. Der Kapitalist sollte nicht den Eindruck bekommen, der Sozialismus sei ein Elend. Die Menschen wünschten sich vor Obamas Ankunft, er möge doch bitte noch zwei-, dreimal kommen – dann sei endlich die ganze Stadt renoviert.

Der Herr Benjamin Struckrad-Barre, entnehme ich meiner Lektüre, stammt aus dem Bildungsbürgertum. Schön gediegenes protestantisches Pfarrhaus in einer Kleinstadt. Öko war beim Herrn B. zu Hause schwer angesagt. Klassische Musik wurde auch dargeboten und die Eltern, anscheinend das ganze Milieu tat gerne so als ob sie die Not in der dritten Welt zu lindern wussten. Gleich zum Frühstück in aller Herrgottsfrühe zitieren die Eltern Bibelsprüche. Mit einem Kumpel aus fernen Jugendtagen, bewohnte ich in meiner alten Heimat einmal ein kleines Zimmer in einem Gasthaus. Da nagelte uns dem seine Mutter auch jeden zweiten Tag ein Plakat mit einem Bibelspruch an die Zimmertür. Natürlich nicht wegen mir. Wegen meinem Kumpel. Das ich in dem kleinen Zimmer festsaß hatte was zwangsläufiges, das mein Kumpel neben mir hockte war ein großer Irrtum. Die UM2 tat in dieser Richtung ja nix. Die machte nur Garten und war froh das sie meiner nicht mehr gewahr werden musste. Mich muss man im UM2-Gemüt wie eine nicht enden wollende Verstopfung vorstellen. Als ich denn endlich entsorgt war machte es rums und alles war draußen. Das Ding mit den Bibelsprüchen hat meine Nerventante heute auch gemacht. Nicht zum Frühstück. Ist besser wenn sie nix zitieren wenn ich gerade aufgestanden bin. In der Bibel stehen schon auch kluge Sachen wenn man es nicht übertreibt. Gibt nix zu dem meine NT nicht aus der Bibel zitieren könnte. Der Lorenzo gewinnt den Saisonsauftakt der Moto-GP, während ich auf den Marques hoffte, natürlich vergeblich, schon hätte sie eine entsprechende Erklärung zur Hand wenn ich sie fragen würde. Die Nerventante vielleicht: Denn viele sind berufen, aber wenige auserwählt. Um der Wahrheit Genüge zu tun. Ich zocke nicht mehr. Ich mache nur noch Spaß. Aus hundert Euro wetten habe ich mich auf einen Euro gesund geschrumpft. A riesen Hetz weil ich vom Zocken neuronal dermaßen entstellt bin, dass ich noch immer so tue als ob. Verliere ich 1 Euro drehe ich voll am Rad. Sehr lustig. Vererbtes, Geflicktes und Selbstgestricktes muss der Herr B. auch auftragen. Hat der sich für seine Eltern artig geschämt. Sich für seine Eltern schämen das kann schon was. Das ist ein großes Privileg, so ein Standing hatte ich nie. Bei mir war und ist es ja genau umgekehrt. Da schämen sich die Eltern für mich. A bisserl schämen tut sich ja nur der Goadfather. Die beiden Mütter-Wohlstandsfotzen machen da gar nix. Die haben mich in ihrem Bewusstsein wie Asche in der Welt ihrer absterbenden Neuronen verstreut. So viel zum biografischen Hintergrund des Herrn B.

Jetzt zum Verfall des Herrn B. Verfall ist ganz wichtig in gewissen Kreisen und Milieus. Wer in der Postmoderne was auf sich hält und nicht an sich selbst kaputt geht, oder wenigstens glaubwürdig so tut als ob, hat nicht verstanden zu leben. A bisserl Niedergang muss in der Postmoderne immer drin sein. So eine Art Hitlerismus extra light. In der Schattenwelt ist es aber genau anders herum. Da versucht man alles mögliche nicht endgültig abzukacken. Das kaputt gehen ganz unten drin hat nix heldenhaftes. Das passiert unbeobachtet von der Welt. Nicht sehr empfelenswert. Selbstgestricktes, Bibelzitate in die Frühstückssemmel, Welterrettung in den Lebenssinn eingenäht, für den Herrn Benjamin gibt es in Sachen Kunst gut zu tun. Wer Selbstgestricktes in der Pubertät tragen muss entwickelt verständlicherweise bald einmal eine ausgeprägte Neigung schwer unter den Verhältnissen zu leiden. Selbstgestricktes musste ich nie auftragen. Ich trage ja bis auf die Jeans nur Fetzen am alternden Leib die keinen Eigennamen haben. Also keinen bekannten. Da steht nie was drauf. Ich will das nicht. So wie andere einen Marken-Fetisch haben, habe ich einen Nicht-Marken-Fetisch. Schon als Pubertierender wurde ich von dieser mentalen Beschränkung in Beschlag genommen. In meiner Wäschetruhe wo nix zusammen gelegt wird, gibt ein Foto in meinem Blog, gibt es keine bekannten oder namhaften Markenartikel. Dachte ich zumindest bis heute. Der Hobbit-Anwalt hat mir ja vor einiger Zeit einen Kapuzenpulli geschenkt mit so einem komischen Logo drauf. Geburtstag oder so.Hab ich mir nix dabei gedacht. Wird schon irgendein billiger Schmarren sein. Nicht mit dem Hobbit-Anwalt. Die Generation der heute Dreißigjährigen scheint da ein ganz anderes Markenbewusstsein zu haben. Mein Kapuzenpulli stammt von Under Armour. Die Marke soll schwer im Kommen zu sein und auch qualitativ hochwertig. Nicht Made in China sondern Made in Malaysia. Man muss schon sagen. Der Hobbit-Anwalt weiß ganz genau was ich alles nicht tragen oder besitzen möchte. Die Farbe gefällt mir auch nicht. Habe ich ihn natürlich gefragt warum er mir Kleidung schenkt und mich nicht einmal fragt was für eine Farbe mir gefällt. Der Hobbit-Anwalt ist anscheinend einfach von meinem Seelenzustand ausgegangen. Der Pulli ist schwarz wie die Nacht oder die Haut eines Aborigines mit einen Stück Weißbrot in der Hand. Weil ich mich geärgert habe ziehe ich den Pulli jetzt nur an wenn ich aufs Häusl gehe und das große Geschäft erledige. Er könnte mich doch fragen was wir gefällt oder nicht gefällt. Wo bleibt denn da das Wohl des zu Beschenkenden. Der Hobbit-Anwalt meinte das ist irgendein Studium 1. Semester auf so ein niedriges Niveau begibt er sich nicht. Logisch das der Herr B. Gymnasium machte und nicht Hauptschule. Hauptschüler spuckt das Milieu des Herrn B. eher selten aus. Entweder geht es mit den Kindern ziemlich hoch hinaus, eine zeitlang zumindest, oder das liebe Kindelein macht Sonderschule, weil die Intelligenz von den Genen gefressen wurde. Heute versucht man Kinder die von den Genen übel ins Knie gefickt werden in den normalen Schulbetrieb zu integrieren. Keine Ahnung ob das besser oder schlechter ist. Ich wäre gerne neben einem Mongo gesessen. Endlich mal einer der einen ähnlichen Notenschnitt wie ich gehabt hätte. Das Rüstzeug des Herrn B. sich entsprechend auszudrücken muss ja von woher kommen. Da wird das Milieu schon entsprechend eingewirkt haben. Nur mit Pflichtschule und falsches Milieu wird das sehr schwierig. Allein mit Pflichtschule, vielleicht auch noch hinten in an der Wand in der letzten Reihe, hat man dann so seine kleinen Schwächen. Inhaltlich wie grammatikalisch. Mein Backgammon-Kumpel erklärt mir gerade a bisserl Grammatik. Akkusativ und so. Ich habe keinen Schimmer von was mein Kumpel da spricht. Klingt aber sehr interessant und informativ hochwertig. Den weiteren Werdegang des Herrn B. kann man sicherlich auch im Netz nachlesen. Aber nachdem der Herr B. sein erstes Buch geschrieben hatte, das ein ziemlicher Erfolg wurde, schickten ihm die Mädchen Nacktfotos. Damit begann sein Abstieg. Was ich natürlich nur schwer nachvollziehen kann. Nacktfotos von Frauen, die jetzt nicht Pornos sind damit man ein Abo fürs Leben abschließt, oder fliegende BHs sind doch an sich eine große Auszeichnung und niemals eine Belastung. Musst ja nicht alles was fliegt persönlich befriedigen wollen. Titten und fliegende BHs sind doch kein Grund für Verzweiflung. Verstehe ich nicht. Also mich würden fliegende BHs und Fotos mit Titten nicht aus dem Gleichgewicht bringen. Nicht wenn die Fotos an mich adressiert sind und die BHs auf mich zufliegen. Anders sieht es aus wenn man als Kerl ein inniges Verhältnis zur weiblichen Abschussrampe pflegt. Stellen sie sich vor sie gehen mit ihrer Flamme in eine Lesung oder auf ein Konzert und ihre Angebetene reißt sich plötzlich den BH vom wippenden Leib und wirft den jubilierend auf die Bühne. Der Herr B. findet sich auf einmal zu fett und frisst wochenland nur Sauerkraut. Das große Kotzen beginnt. Bulimie. Also mit Bulimie machen wir in der Schattenwelt nicht so viel. Nicht Männer aus meiner Generation. In meiner Generation wird man Alkoholiker, Junkie vielleicht noch Kettenraucher der seine Alte schlägt. Berufsirrer wie ich einer bin ist eh schon a bisserl jenseitig. Bulimie ist ja auch Psyche, aber irgendwie modischer und zeitgemäßer, weil androgyner. Ein Mann der nur Sauerkraut frisst und das Kraut dann wieder heraus speibt hat schon was. Der ist Progressiv wenn nicht sogar Avantgarde. In meinem Druckwerk steht Ellis ist, was Stuckrad-Barre gerne wäre – ein vollendeter Kältetechniker der Popkultur. Ein König des eingefrorenen Gefühls. Kokain ist die Droge dafür. Weiter Morgen mit Ende.
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Manipulativ, kalt, selbstsüchtig, ohne Empathie für andere, immer bestrebt um jeden Preis gesehen und gehört zu werden. So sieht er aus der formvollendete Kältetechniker. Jetzt muss ich Aufklärung leisten. Den Textbaustein manipulativ, kalt, selbstsüchtig usw. habe ich aus einem anderen Text eingefügt. Der handelt vom irren Norweger, der 77 Menschen killte, von denen rund die Hälfte unter 18 war. Passt wie angegossen oder. Der Grat zwischen Kunst und Massenmord ist im Zeitalter der seelischen Eiszeit recht schmal wenn man mich nicht fragt. Ehrlich gesagt verstehe ich beim Sauerkraut und so nur noch Bahnhof. Emotional zumindest. Die Frau Hamann schreibt heute in meiner Qualitätszeitung, über junge Burschen mit Migrationserfahrungen, die ja alle immer auch Opfer sind, egal was die gerade so aushecken. So gesehen waren viele Nazis ja auch Opfer der Brutalisierung durch den 1. Weltkrieg. Blablabla. „Wie man cool sein kann, ohne andere zu erniedrigen“. Wenn ich das mit dem Sauerkraut richtig verstehe, bedeutet es sich selbst zu erniedrigen. Ein Buch vom Bret Easton Ellis dient bei mir als Türstopper. Nicht absichtlich weil ich die Kunst des Herr Ellis nicht zu schätzen weiß. So ist das nicht. Das Buch ist einfach mal runtergefallen und dann habe ich es nicht mehr aufgeklaubt, sie sagen aufgehoben, weil es gerade gepasst hat. Katzen wollen offene Türen. Sonst sitzen die vor der Tür und setzen zu einer Arie an. Gelesen habe ich es natürlich auch nicht. Es langt doch das ich es mal zum halben Preis gekauft habe. So narzisstisch sollte man als Künstler auch wieder nicht sein, dass man sein Gegenüber andauernd mit bohrendem Blick ausfragt wie der Kommissar Derrick den Verdächtigen kurz nach 21 Uhr, ob der was die Kunst betrifft, eh schön am Laufenden ist. Gibt ja so Kunstaffine die wissen über das Kunstwerk manchmal mehr als der Künstler selbst. Bei mir werden gerade neue Straßenbahnschienen verlegt. Die Schienenleger sind auch nicht gekränkt wenn man sie nicht fragt welchen Streckenabschnitt sie gerade erneuert haben. Ich kann es nicht genau erklären, aber von Bauarbeiter habe eine unglaublich hohe Meinung. Wenn die lässig mit einem Tschik in der Fresse über den Schaufeln lehnen, ist das schon großartige Ikonografie. Ist wie Stillleben 4.9. Ausstellungen sind ja auch nix für mich. Werde ich ähnlich unruhig wie im Theater. In Ausstellungen stehen ja oft jede Menge kluger und fescher Weiber herum, gerne in Hochhackigen, die so tun als würden sie ganz in der Kunst aufgehen. Habe ich ihnen schon erzählt das beim Bloggen aus der Schattenwelt heraus überhaupt nix läuft mit Titten und so. Das ist schon ziemlich ernüchternd. Im Grunde ist es doch egal ob sich die Leute mit deinen Kunstversuchen auseinandersetzen, solange sie für ihre Gleichgültigkeit oder Verweigerung bezahlen. Übel ist natürlich Gratis-Blog-Kleinstkunst. 36 Klicks, davon 8 weil die Katze hinter der Maus her ist, könnte einem schon schwer im Magen liegen, wenn man zuvor beim Kopp einen Schweinsbraten mit Rotkraut und Semmelknödel verdrückt hat.

Rationell verstehe ich das mit der Kälte schon einigermaßen. Das System der Coolness muss in der Postmoderne immer weiterentwickelt werden. Dafür bietet sich die Postmoderne ja geradezu an. Das Patriarchat, mit den strengen Kleinfamilienoberhäupter, die den Laden mit diktatorischer Strenge zuammenhielten, und andauerend an den Söhnen herum moserten, weil der falsche Sohn aus dem Krieg zurückkam, und die Töchter wegen Hysterie in die Klapse abschoben, ist ja so gut wie untergegangen. Nur der IS und die Leute bei mir in der Straße, jenseits vom Mittelstreifen, versucht sich gegen diesen Trend aufzubäumen. Bis der Mensch zu seinem eigenen Cyborg wird ist schon noch Platz am Narzissmus-Thermometer. Das wahre Wesen der Prothesengötter, die laut Aua schreiben wenn sie sich stoßen und schrill fluchen wenn sie sich trotz Navi verfahren, ist das algorithmische Stöhnen der Maschinen, die dann Handlungsanweisungen ausspucken, wie man auf schnellsten Wege sein Ich aufgibt wie einen verlorenen Krieg, weil man nicht mehr gezwungen wird selber zu denken und zu fühlen. Irgendwann wird es nicht mehr lauten „Ich denke also bin ich“, dafür sorgen eh schon die Neurowissenschaften, sondern „Ich lasse denken/fühlen um nicht zu sein“. Sind alle innerlichen Regungen mal eingefroren ist es bis zum Paradies des ewigen Friedens, den uns Kant versprochen hat, wenn endlich allein die Vernunft regiert, nicht mehr weit hin. Noch leidet der Mensch ja darunter das der zu heißblütig ist. Stichwort Kränkung. Schattenweltcool kann mit der Kulturtechnik der bewusst herbeigeführten Erfrierungen natürlich nicht schritthalten. Es macht einen gewaltigen Unterschied ob sie sich selbst herunter kühlen oder von den Verhältnissen herunter gekühlt werden, ob sie Handelnder oder Behandelter sind. Stellen sie sich die Schattenwelt wie eine große Gefriertruhe mit Inhalt vor. Trotzdem mag ich Sauerkraut nicht. Das Zeug stinkt fürchterlich. Schon im Supermarkt mach ich einen weiten Bogen um den Bottich. Ich mache lieber Chips und Pizza. Natürlich nicht jeden Tag. Das geht nicht. Da explodieren dir die Arterien. Ich fresse auch nie so viel das ich kotzen muss. Das Bulimie-Ding könnte ich ja auch finanziell nicht stemmen. Das müsste ich extra fürs Speiben einen Verbraucher-Kredit aufnehmen. Ich weiß so ein Verhalten, wie essen bei sich zu behalten, ist später Fünfziger-Look. In meinem Druckwerk steht: Ich-bezogenheit paart sich mit einem kompletten Desinteresse für andere Menschen, sogar die engen Freunde werden nur noch dem Nutzen für das eigene Ego abgetastet. Heute war eine Beilage in meiner Qualitätszeitung. Ein Magazin, #Ich steht ziemlich groß vorne am Cover. Wollte ich das Werk beim Kacken, natürlich im Under Armour Dress, mal schön gemütlich durchblättern. Da waren aber so viele Bilder drin, noch dazu in grellen Farbe und scheiß aufdringlich, dass ich innerlich ganz verkrampft bin. Eindeutig zu viel ich wie auf einem Präsentierteller und zu wenig Verzwergung. Ging nix. Musste ich die Sitzung abbrechen und die gute alte Fernsehzeitschrift holen. Mit der Fernsehzeitschrift in den Händen löste sich die Verkrampfung sofort. Hab ich einen schönen Haufen reingesetzt. Der hätte auch von einem Großkünstler, Vorstandvorsitzenden oder Diktator sein können. Worauf ich in meinem Milieu-Ding hinaus will. (keine Ahung)Die an sich wenig schmeichelhaften oder gar erstrebenswerten Charaktereigenschaften des Herrn B. bekommen durchs Schreiben, also sein Kunstwerk, einen ganz anderen Spin. Durch die Kunst erschafft sich der Herr B. neu. Das Schreiben wenn es gelingt muss man sich wie eine Hebebühne vorstellen. Das heraus gekotzte Sein/Sauerkraut wandert auf der Hebebühne der Schreibkunst immer weit nach oben, bis es ganz aus dem normalen Blickfeld entschwindet. Hingegen einen echtem Menschen auf Augenhöhe beim Sauerkraut essen und speiben zu sehen, löst andere Gefühle in einem aus, als wenn gekonnt darüber geschrieben wird. Und stinken tut das Zeug in einem Buch auch nicht. Im Kontrast dazu müssen sie sich Schattenwelt wie eine Grube vorstellen. Da stehen sie über dem Loch in dem ein Schattenweltmensch drin hockt und sich immer weiter eingräbt. Da verändert sich das Blickfeld auch. Nur sehen sie in diesem Fall nach unten. Deswegen spricht man auch von den oberen und unteren Zehntausend.
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Nicht das sie fälschlicherweise annehmen die Protagonisten aus der Schattenwelt hätten in der Angelegenheit Unterkühlung und Erfrierungen nix zu bieten. Die sind auch ziemlich unterkühlt. So ein Vormittag in der Videothek, mit einem Ex-Junkie, einem Alkoholiker und einem Irrer, ist nicht unbedingt ein Marsch durch den wärmenden Triumphbogen der Zuversicht. Nicht einmal ein gut durchtrainierter Lichtmensch, der so tu als ob er alles schon erlebt hat und mit allen Wassern gewaschen ist, steht so einen gepflegten Schattenwelt-Trashtalk allzu lange durch, weil sie schnell einmal erkennen, dass es sich hier um Menschen handelt, die sich mit jedem Wort nur noch tiefer in ihrem kalten und dunklen Schattenweltloch eingraben, und dort auch nicht mehr herauskommen. Sobald sie begreifen das des hoffungslose Fälle sind nehmen sie reiß aus weil sie diese ganze Düsternis nicht lange aushalten. Vor allem wenn es mal wieder Neuigkeiten vom Wixer gab. Wenn der mal wieder im Pornokammerl über den Abverkaufs-DVD-Hüllen abspritze, hätten sie den Tatort fluchtartig verlassen. Meistens haben wir Schmäh geführt wer der Kaputteste von uns ist. Organisch war dem Manfred nicht beizukommen. Dann kam der Alkoholiker und weit abgeschlagen ich. Ich ging dafür mit dem Zocken volles Risiko. Und das immer am Rande des Wahnsinns dahin schlittert. Das war ja die Zeit als ich ernsthaft dachte die SS sei hinter mir her. Als gebürtiger Wiener hatten die beiden auch einen gewissen Heimvorteil. Die waren ja fest in der Stadt verwurzelt. Ich gehörte nirgends dazu oder hin. Der Manfred hatte auch seine Omi am Start. Von der ließe er sich die Einkäufe, die die Oma schön von ihrer Rente bezahlte, in den 3 Stock liefern. Dort saß auch noch den ganzen Tag der zahnlose und ziemlich jenseitige beste Kumpel vom Manfred und spielte mit der Playstation. Ohne Kunst wird die ganze Kaputtheit immer zu einem Vorwurf, zu einem schweren Makel und nicht zu einer Auszeichnung oder Bescheinigung für Außergewöhnliches. Die zahnlose Junkie-Fresse vom Chat Baker war immer auch eine große Kunstfresse. Blies der Chat in das Mundstück der Trompete löste sich der Junkie in der Kunst auf. Ähnlich funktioniert das auch mit einem bulimischen und kokainsüchtigen Schriftsteller. Das Kunstwerk lässt die ganze Kaputtheit in einem anderen Licht erscheinen. Diese Kaputtheit schimmert in den prächtigsten Farben, während es sich bei einem Schattenweltmensch genau anders herum verhält. Da wird alles zu Blei. Der kaputte Künstler ist immer auch Held/Antiheld, der kaputte Schattenweltmensch hingegen ist nur noch eine Zumutung und peinlich. Um den einen wird geweint um den andere nur bedingt getrauert. Wobei ich beides gemacht habe. Ich habe für die Amy Winehouse und den Manfred einen kleinen Abschiedsbrief geschrieben. In meiner Top 25 Liste der Klicks tauchen beide nicht auf. Was ich verstehen kann. Ist holprige Kleinstkunst. Aus den Versatzstücken Talent/Künstler/Wrack wird in ihrem Bewusstsein etwas ganz andere als kein Talent/kein Künstler/nur Wrack. Oh denkt man sich unweigerlich. Das muss aber ein ganz großartiger Künstler/Mensch sein, der so eine kunstvolle Ausdrucksform gefunden hat, um in seinem Werk über seine charakterlichen Unzulänglichkeiten zu triumphieren. Dem Manfred gelang das weniger. Der wurde fristlos gefeuert weil er verdächtigt wurde in der Nacht in der Videothek eingebrochen und die Tageslosung geklaut zu haben. Hat er mir mal sein (eingebildetes) Leid geschildert. Sagte ich zu ihm das ich es auch für sehr wahrscheinlich halte das er die Kohle mitgehen ließ. Mussten wir beide lachen. Mir doch wurscht wenn der sich mal wieder als Kleinstdieb seine Meriten verdiente. Wär ja nicht das erste Mal gewesen. Der Manfred war halt Schattenwelt, wenn auch ein Schattenweltarschloch, da kann so ein Vorgehen schon mal vorkommen. Ich weiß nicht was ich alles so getan hätte wenn ich beim Zocken übel auf die Schnauze gefallen wäre. Bei einem Versuch das Buch Panikherz zu schreiben in Italien, steht da über den Herrn B, habe er sofort wieder so einen Heißhunger auf Drogen und das asoziale Leben bekommen dass er in Nu wieder dabei war. Das ist auch so ein Milieu-Ding. Der bewusste Versuch ein asoziales Leben zu imitieren. Sucht ist Sucht. Süchtige verhalten sich auf der ganzen Welt wie sich Süchtige halt verhalten. Ach ja sagen die Leute, das sind Süchtige, krank halt. Sucht ist immer auch eine Krankheit. Schattenwelt hingegen weniger. Die werden gerne als asoziales Pack und Sozialschmarotzer bezeichnet, was ein ziemlicher Unterschied ist. Ich kann nicht behaupten dass ich große Lust auf Schattenweltmensch hatte. Der Herr B. wurde nie vom Arbeitsmarktservice ausgelagert weil Hopfen und Malz verloren war. Als traurige Nummer ganz unten drin fühlt sich das asoziale Leben ganz anders an. Das ist eine andere Form des Asozialen wenn man in einem öffentlichen Postamt in einer Reihe steht und sich seine Stütze abholt. Wenn sie mir nicht vertrauen lesen sie beim Abu De nach. Der ist auch Schattenwelt, Ex-Junkie und unbekannter Kleinstkünstler. Ich bin diese Woche auf dem Weg zur Nerventante aus dem vorderen Wagon der Straßenbahn ausgestiegen und in den Hinteren wieder rein. Ein Typ mit Bart und Rucksack erschien mir hoch verdächtig. Ist die Bombe dann doch erst einen Tag später in Brüssel detoniert. Hipster, IS-Terroristen, scheiße ich kann die einfach nicht auseinander halten. Über den Herr B. wird noch ausgeführt das der mit seinen Nerven ziemlich bedienst ist und Schlaftabletten braucht. Schlaftabletten wirklich. Das ist natürlich ganz übel. Ich zitiere: Auf Kokain schreibt sich nicht gut. Der Laptop wird zur Drogenzerkleinerungsunterlage, die Behausungen bleiben kahl, ohne Möbel, ohne Lampen. Endlich mal was gemeinsames. Kunst/Sucht versus Schattenwelt/Verzwergung beides führt zu mobiliaren Kahlschlag. Das läuft nix mit hübschen Accessoires und schickem Deko. Und jetzt kommt das Super-Milieu-Ding. Sogar Weihnachten verbringt Stuckrad-Barre allein, steht da. Wirklich. Was für eine Tragödie, ich mach das schon seit gut zwanzig Jahren. Besserung scheint nicht in Sichtweite. Ende und Aus.

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Montag, 21. März 2016
Aus dem Zusammenhang der Nerventante gerissen
Der Schizophrenist: 150 Personen. Mehr schafft unser Hirn angeblich nicht. Alles was darüber hinaus geht ist zu komplex. Deswegen wird in Wien auch alles gestohlen was nicht niet und nagelfest ist. Und wird mal nicht gestohlen, werfen die Leute ihren persönlichen Dreck einfach in den Hof. Der kleine Hof mit den Mülltonnen ist der einzige Gemeinplatz bei mir im Haus das in der Bronz steht wie sie ja wissen. Sinnlos da noch was zu sagen. Nach ein paar Wochen sieht es doch wieder aus wie auf einer Müllhalde in Afrika, wo die Europäer ihren Elektroschrott entsorgen. Ist in anderen Millionenstädten natürlich genauso. Wundern darf man sich dann nicht wenn gewisse Milieus entstehen, die sich von anderen abgrenzen. Diebesbanden egal woher die auch kommen mögen, haben vielleicht Gehirne die überhaupt nur noch den eigenen Clan schaffen oder die Familie. In dieser Hinsicht habe ich Wien längst aufgegeben. Sollten sie auch machen. Hält einen gesund. Der Laden ist einfach zu groß, unübersichtlich und zerfällt andauernd in tausend Puzzleteile. Was soll man schon von einem Ort halten der andauernd nur Fremdheit zeugt wie ein geiles Karnickel, kleine geile Karnickel. Da ist jede Hoffnung verlorene Müh. Die Großstadt wird zu keinem besseren Ort. Wenn du es dir leisten kannst, keine zwanzig mehr bist und total geil auf das Leben, gehst du irgendwann weg. Stirbst musst hoffen das es in deiner Bude recht feucht ist. Dann holen sie dich früher wegen dem Gestank, schmeißen dich schön in eine Truhe, dann raus in ein Armengrab, einmal ausmalen und der nächste kommt rein, der seinen Dreck in den Innenhof kippt. Und solange du noch atmest verarschen und übervorteilen sie dich wo es nur geht. Der Baumeister sagte die Versicherung zahlt bei meinen Fliesen nicht. Hab ich in meinem Wahn bei der Versicherung angerufen. Nicht das meine Misstrauen noch irrationaler Natur ist. Natürlich hatte der nie was eingereicht. Ich hatte mal ein Rad das war schon ziemlicher Schrott. Machte keinen Sinn dass ich da noch Geld rein steckte. Ein Mountainbike, sah auf den ersten Blick mit der Taschenlampe noch ganz gut aus. War es aber nicht. Zum Müllplatz war ich zu faul. Hab ich den Garn einfach runter in den Hof gestellt. Keine 12 Stunden später war es auch schon weg. Als ob man einen ausgehungerten Löwen füttert.

Die Frau Nerventante: Ich muss das jetzt machen. Nicht das mir am Ende der Stunde noch schlecht wird.

Anhang: Gestern hab ich wirklich versucht ein guter Mensch zu sein, der auch die minderste Kreatur auf diesem Planeten wertschätzt. Sie wissen ja Humanismus bedeutet das Aushalten des Anderen wenn keine Sympathie/Verständnis herrscht. Es ging um eine Spinne. Ich schaut am PC fernsehen, ZDF- Mediathek. Da erblickte ich eine Spinne an der Wand. Noch nicht ganz ausgewachsen bildete ich mir ein. Die klebte mit ihre langen und dürren Beine nur so an der weißen Wand und rührte sich nicht. Nicht merklich. Hab ich ihr gut zugeredet. So auf bitte geh da weg. Wenn du da nicht weggehst wird irgendwas Schlimmes passieren. Schon die UM2 brauchte mir nur eine tote Spinne in mein Bettchen legen schon hatte ich die Hosen voll. Ist schon viel besser geworden. Nur wenn ich mal über den Bildschirm hinausblicke will ich da keine fette Spinne sehen. Staub der zu fetten Kringel wird geht. Die Spinne soll rauf in ein Eck oder sonst wo hin. Spinne gehören oben in ein Eck. Irgendeine Statistik besagt das man in seinem Leben im Schlaf so und so viel Insekten frisst. Auch Spinnen. Wenn sie es hier länger aushalten kommt schon einiges zusammen. Der Tekla war des alles wurscht. Phobie, UM2, Statistik. Die machte einfach ihr Ding, während im Film Ku`damm 56 einer jungen Fraun den Gepflogenheiten der Fünfziger Jahre entsprechend beigeschlafen wurde. Wie soll man den da Empathie zeigen. Hab ich die Tekla einfach weggesaugt. Eh nur mit ganz wenig Saugkraft.

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Dienstag, 15. März 2016
Das Milieu-Ding
So zur Einstimmung für diese Woche. Meine Zuversicht in dieser Welt anzuschreiben ist ungebrochen. Wenn sogar der irre Norweger, der 77 Menschen killte und jetzt was seine Person betrifft seine Menschenrechten einfordert, Fanpost bekommt und nicht nur einen mickrigen Brief, nee einen ganzen Stabel, höchstwahrscheinlich auch was mit Titten, muss bei mir doch auch noch was gehen. Oder nicht. So krank kann die Welt doch nicht sein das Mord mehr zählt als Blog-Kleinstkunst. Jetzt Moto GP. Marques muss gewinnen dann bin ich ein reicher Mann.

Die Frau Haller sagte ja voraus, das bei den Republikanern der Herr Rubio das Rennen um die Präsidentschaftskanditatur machen wird. Muss mit den Sternen oder dem Geschirr im Spüler was falsch gelaufen sein für das die Frau Haller nix kann. Der Herr Rubio wird es definitiv nicht. Der ist raus. Der hat nicht mal seinen Heimatstaat Florida gewonnen. Ruft einer bei der Frau Haller an und sagt, "Frau Haller ich hätte da eine Frage meiner Vergangenheit betreffend": Antwortet die Frau H. "Vergangenheit mache ich nicht. Vergangenheit machen Psychotherapeuten". (hahahaha)

Bevor ich zum Milieu-Ding komme. Eine Richtigstellung. Unglaublich was ich für ein Dilettant bin. Mein Versuch auf der Tastatur Text richtig zu schreiben hat jetzt fast eine ¼ Stunde gedauert. Zuerst stand text, dann noch einmal text klein, weil ich der Schizophrenist bin auch ein 3.Mal klein, mit Test war ich schon ziemlich nahe dran, noch einmal Test, gefolgt von einem text klein bis ich es hatte. Im Text ich machte Menschenrechte, stellte ich die gewagte Behauptung auf, das ein gewisser Herr Günther Havranek die unabhängige Präsidentschaftskandidatin Dr. Irmgard Griss, ehemalige Präsidentin der Obersten Gerichtshof, übel ins Knie fickte, einfach um deren Redlichkeit als Kandidatin in den Dreck der Parteipolitik zu ziehen. Der Herr H. tat ja so als ob die Frau Griss für das Hypo Alpe Adria Debakel, -20 Mrd. Euro, verantwortlich sei. Ich wie immer unwissend und deswegen mutmaßend, Wiener die es besser als ich wissen könnten kenne ich nicht, zockte darauf das der Herr H. zur verzwergten schwarzen Reichshälfte gezählt werden könnte, weil der Mann ja was mit dem Stephansdom macht. Da muss ich mich wie es aussieht bei der schwarzen Reichshälfte und da vor allem beim Kandidaten Kohl entschuldigen. Der ist natürlich auch Dr. Der Herr Dr. Werner Doralt, emeritierter Universitätsprofessor und in Steuerfragen noch in Pension 1. Adresse im Land, der die Kandidatur der Frau Dr. Griss unterstützt, rechnet den Herrn H. eindeutig der roten Reichshälfte zu. Den Rest meiner Behauptung muss ich nicht korrigieren. Das kann ich so stehen lassen. Egal was der Herr Dr. W. sagt oder wenn der unterstützt.

Das ist noch etwas bevor es ran an das Thema geht das ich nicht habe. Mein Scheißhausdämon, der ja die Sachen vom toten Jungen vom Strand aufträgt, hat sich auch mal wieder zu Wort gemeldet. Der will plötzlich mit der zerschossenen Leiche die er vor sich her kickt nix mehr zu tun haben. Der meint er macht jetzt nur noch vergewaltige Frauen aus dem Südsudan. Südsudan sei Avantgarde. Syrien ist out. Syrien machen ja schon die Spießer von der FPÖ oder AfD. Die FPÖ hat in Liesing gegen ein Flüchtlingsheim protestieren lasssen. Und einen Facebook-Account wil der jetzt auch haben. Dort kam man bei der Beschreibung seines Geschlechts zwischen 60 Identitäten auswählen. Er wäre gerne zu 40%"weder noch", 30% "nicht-binär", 20% Cross-Gender, und 10% "kreditwürdig". Jetzt will er sich auf einmal eine eigene Waschmaschine kaufen. Stinken tut der auch schon ganz gewaltig. Vor allen wenn ich einen Haufen setze.
Ging ich heute schön Tabs zu meiner Hausärztin holen. Schlaftabs. Mein Glück ohne Schlaftabs auszukommen scheint wieder aufgebraucht zu sein. Egal. Hatte ich Mp3 Player, eh einen sau billigen und Radio im Ohr. Da sang einer doch glatt: „Hör auf die Stimme, hör was sie sagt, sie war immer da, komm, hör auf ihren Rat“. Der Song stammt von EFF habe ich gegoogelt. Musste ich beim Gehen unweigerlich laut auflachen. Meine Stimme sagte nämlich, ich sollte bei den Typen der auf mich zukam höllisch aufpassen. Der wird nämlich gleich ein Messer zücken und mir das Hälschen durchschneiden. Schwarz war der Kerl auch.

Wie ich schon andeute habe ich da ein Milieu-Ding ausgemacht. In der gehobenen Mittelschicht, wo sich die Gebildeten tummeln und es jede Menge Freiheit und Optionen gibt sein Leben falsch zu verplanen und später zu bereuen, nicht weil man etwas falsch machte, sondern weil man es nicht perfekt hinbekam, scheint es eine ausgeprägte Sehnsucht nach Schattenwelt, sozialen Tod, Sucht und Kaputtheiten aller Art zu geben, solange die psychischer Natur sind. Ich teile diese Mittel bis Oberschichtsmenschen mal in zwei Kategorien ein. In die Normalen und die Künstler. Unterschichtskünstler, völlig ohne Bildung, mal abgesehen vom Rap, gibt es ja kaum. Ich kenne kaum einen Schattenweltmenschen der nie über den Pflichtschulabschlus hinauskam und heute schreibt, tanzt, vielleicht in der Pina Bausch-Kombo, als Aktionskünstler bekannt wird und was aufregendes macht, um so gegen die europäsiche Flüchtlingspolitik zu protestieren, oder einfach Farbe auf eine Leinwand kleckert. Die mit den Leinwänden studieren ja viele auf der Angewandten. Für die Unkundingen das ist eine Uni. Viele Musiker besuchen ein Konservatorium oder eine andere Form der Musikhochschule. Was ich damit sagen möchte. In der Kunst tummeln sich fast nur noch Gebildete. Popmusik ist vielleicht noch eine Ausnahme. Zurück zu den Normalen. Die reden unglaublich gerne darüber wie sie mal ganz übel drauf waren und knapp vor dem Totalabsturz standen, also dem sozialen Tod, und dann doch noch irgendwie die Kurve kriegten. Natürlich aus eigener Kraft das ist immer ganz wichtig. Der Absturz wie auch die Rückkehr muss als eigene Willensleistung beschrieben werden. Sonst fühlt es sich unrichtig oder unecht an. Hört man genau hin, standen die mit einem Bein tief in der Schattenwelt, aber nicht weil sie nicht mal eine Ausbildung hatten um schön anzuschreiben, nein die machten das bewusst, ließen sich treiben, hatten vom System, oder den Erwartungen die in sie gesetzt wurden die Schnauze voll. Wie auch immer. Mein Backgammon-Kumpel meint wir wollen halt auch alle Helden sein. Unsere kulturelle Matrix ist voller Helden die „on the Road“ waren und einem Orientierung mit auf die Reise geben. Ich hatte von dieser Matrix in den prägenden Jugendjahren, also in der Zeit in der man sich für bedeutend hält, gerne auch in seinem Unglück, nicht den leisesten Schimmer. Ich hörte STS. Die sangen: Es kommt wieder a Sommer und der fangt di dann auf. I weiß, das klingt ziemlich flach, doch i schwör absolut drauf. Das war der Refrain. Die erste Zeile geht so: Du sitzt mir gegenüber und i starr' in mein' Kaffee. So wia du beinand bist, 's tut mir fast körperlich weh. Songs, nicht Lieder, Songs in denen man andauernd nur kaputt ging, konnte ich mir bei meinem Seelenzustand nicht leisten. Ich war ja jahrelang schwer auf Aspirin C. Warum Aspirin C.? Ich dachte meine Niedergeschlagenheit, also die Düsternis die einfach so in die Finsternis kippt wie ein Glas Wein in einen Ausschnitt von Dekolleté und Welt, rührt von einer aufziehenden Grippe her und nicht weil ich „bipolar“ sein könnte. Mein Leben war schwarz genug da musste ich diese Welt nicht auch noch mit Liedkunst black übermalen. Schwärze muss man sich leisten können bilde ich mir ein. Ich hatte in den guten Momenten lieber a Hetz weil das Leben aus Lehrling und unter dem strengem Regime der 50kg Generälin, da lief ja nicht einmal was mit dem Kühlschrank, trostlos genug war. An die Mädels kamen wir auch nur sehr schwer bis überhaupt nicht heran. Wir hatten da eindeutig einen Teststosteronüberschuss zu beklagen. Jedes Wochenende standen wir uns in der Landdisco, total dicht die Füße in den Bauch. Tanzen um bei den Weibern anzuschreiben konnten wir auch nicht. Was hätten wir tun sollen außer uns die Birne wegzuknallen. Und das machten wir auch. Bist du deppert haben wir gebechert und uns die Kante gegeben. Weiter Morgen.
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Kurze Ausflug aus der beschaulichen Idylle der kleinen Macken und liebgewonnen psychischen Unzulänglichkeiten des vom Wohlstand schwer gezeichneten Menschen in das dunkle Herz der Finsternis. Ich hoffe der Michl Jackson hat in ihrer Erinnerung noch eine eindeutig zurechenbare Gestalt und hat sich in ihrem Erinnerungsdestillat noch nicht aufgelöst. Der Michl war ja mal recht dunkel so von der Haut her. Maximal pigmentiert zu schreiben ist schon so abgelutscht. Das sagt heute jeder der nicht Neger sagen will. Der Michl so dunkel geboren, wie einst das Negerbrot aus dem wir wohl erzogen gerechte Stücke brachen, wurde ja so nach und nach immer heller. Warum lassen wir mal außen vor. Der wird schon seine Gründe gehabt haben. Mein Scheißhausdämon, der die Sachen vom toten Jungen vom Strand aufträgt, hingegen wird seit gestern immer dunkler. Der geht in die entgegengesetzte Richtung. Der macht jetzt nur noch Südsudan hat er mir zu verstehen gegeben. Mit Syrien will der nix mehr tun haben. Syrien machen alle findet er. FPÖ, AfD, der irre Norweger der 77 Menschen killte und jetzt im norwegischen Häfen zu Weihnachten beim Wettbewerb, wer backt das schönste Knusperhäuschen mitmachte, aber lieber Playstation spielen möchte und mit Briefen von Verehren überhäuft wird. Ein paar gestörte Weiber werden sicherlich auch darunter sein. Der Alten vom NSU der Beate hat er ja auch einem Brief geschrieben und sie mit "Schwester" angerdet. Hoffenlicht schreibt der nicht noch mir einen Brief. Wenn das mit dem Bloggen nix mehr wird, wovon ja auszugehen ist, löse ich hier meinen Haushalt auf und überfalle in Norwegen mit einem gespitzen Bleistift a Bank. Der Knast in Norwegen soll für minderschwere Fälle atemberaubend sein. Da kümmert sich das Personal angeblich rührend um einen. Nicht so wie hier in meiner Wiener Freiheit. Da bin ich jedem wurscht. Heute muss man in seinem Weltschmerz ja individuell sein oder man leidet gar nicht. Der Weltschmerz braucht ein Alleinstellungsmerkmal siehe Werther. Stellen sie sich vor der Werther wäre einfach ins Bordell gegangen und hätte sich so an der Welt gerächt wie wir das alle machen, wenn die Weiber nix von einem wissen wollen oder sich mal schön angesoffen. Die Sachen die der Scheißhausdämon trägt sind jetzt nur noch modischer Schnickschnack wie ein Che Guevara Leibchen, sagt der werte Herr. Schaut trotzdem ziemlich schräg aus wenn man mich nicht fragt. Mit der zerschossenen Leiche, die er aus dem Bataclan mitgehen ließ, der er auch schon einen Haxen ausgerissen hat, will der auch nicht mehr in Verbindung gebracht werden. Mit den Rentnern vom Terroranschlag in Istanbul hatte der überhaupt kein Mitleid. Der findet auch Sex zwischen alten Menschen, also 35jährige die sich nackig machen, eklig. Ich finde im Alter sollte man nur noch angezogen vöglen. Schön im warmen und alles bedekenden Lodenmantel. Ich weiß jetzt auch nicht so recht was ich mit der Leiche machen soll. Der Scheißhausdämon findet, ein Mensch mit heller Hautfarbe, der Opfer eines Gewaltverbrechens wurde, wiegt viel mehr als ein zerschossener Neger aus Afrika. Schon amerikanische Neger haben kaum einen Wert, wenn die nicht rappen. Doch die im Häfn für die private Wegschließungsindustrie. Das sind die heiß begehrt. Sagte ich zum Scheißhausdämon das es auch Weiße gibt die nix zählen und zwar schwarze Albinos. Die haben auch den Scherben auf. Fand der Scheißhausdämon nur bedingt komisch. Ist der gleich um zusätzliche 4% eineigedunkelt. Derzeit schaut er aus wie die Dämmerung wenn sie in der U-Bahn eine dunkle Sonnenbrille tragen. Bei Vergewaltigungen sieht es nicht viel anders aus. Allein was in Deutschland zu Silvester los war. Zwei vergewaltigte Frauen und a bisserl eine unerwünschte Fummelei und das ganze Land stand am Rande des Nervenzusammenbruchs. Im Südsudan wurden und werden tausende Frauen und Mädchen vergewaltigt und das tagtäglich, und da bläst höchstens ein leichtes Lüfterl durch den medialen Blätterwald. Da gibt es den einen UNO-Bericht und den haben alle Medien mehr oder minder abgeschrieben. Ich auch. Einige schreiben noch dazu, laut dem UNICEF-Bericht waren Kinder im vergangenen Jahr weltweit in 23 Konflikten schweren Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt. Besonders schlimm sei die Lage in Syrien, im Irak, im Südsudan und in der Zentralafrikanischen Republik gewesen. Auch in den Palästinensergebieten, in Libyen und im Jemen seien Kinder extremer Gewalt ausgesetzt. Aber auch in dauerhaften Konflikten wie in Afghanistan, in Somalia oder im Sudan bleibe die Lage sehr problematisch. Auf der Straße tut sich wegen des südsudanesichem Leid gar nix. Da fährt nur die Straßenreinigung eine Runde und die Straßenbahn. Die pünktlich. Ob auch die Straßenreinigung pünktlich fährt lässt sich nicht so leicht feststellen. Unpünktlich schaut mir die Fahrt nicht aus. Ich rege mich da maßlos über Afghanen und Tschetschenen auf, die sich gegenseitig auf der Straße bei mir um die Ecke abstechen, territorial sollen die sich in die Haare gekommen sein, aber wegen tausender sudanesischer Kindersoldaten tut sich bei mir gar nix. Ich entsprechend abgeklärt, habe mich schon über den Norbert Blüm zerkugelt. Da legt sich der alte Mann, dem der Hedonismus das Christentum noch nicht ganz ausgetrieben hat, zu den Exkludierten dieser Welt ins Zelt und schon sterben angeblich 3 Menschen deswegen. In einem Kommando Norbert Blüm, das war ein Flugblatt das so hieß, das in arabischer Sprache verfasst war, wurde den Flüchtlingen ein Weg über die eigentlich für sie geschlossene Grenze von Griechenland nach Mazedonien gewiesen. Am Montag hatten sich dann hunderte Flüchtlinge auf den Weg durch einen Grenzfluss gemacht. Drei sollen dabei ertrunken sein. Da macht mal einer was und handelt, noch dazu ein ziemlich alter Mensch, und schon sterben in seinem Namen 3 Personen. Und der Norbert musste sich auch noch kurz erklären das er da nix für kann. Sau lustig oder? Frauen und Mädchen werden im Südsudan nicht nur vergewaltigt, laut UNO-Bericht und Google Übersetzer, zuweilen auch von 10 Männer, wenn schon denn schon, gibt ja auch Huren die zehn Freier an einem Tag schaffen, nein die zündet man auch noch an. Fotos gibt es auch keine. Da tut sich hier gar nix. Was soll man da auch großartig fotografieren. Einerseits sind jene Frauen/Mädchen die nicht zu Tode vergewaltigt werden, so schwarz im Gesicht das man denen ihr Trauma kaum ansieht. Eine Träne kommt ja auf heller Haut viel besser. Anderseits ist so ein Haufen Asche auch a bisserl langweilig vom Motiv her. Was soll man denn da bitte abfotografieren. Ein kleiner toter Junge am Badestand kommt da viel besser. Zur Großkunst eignet sich so ein Haufen Asche auch nur sehr bedingt nicht. Was soll der Ai Weiwei da jetzt konkret machen. Den Griller anwerfen, sich mit Benzin übergießen und anzünden. So ernst muss man seine Kunst auch wieder nicht nehmen oder. Ist viel gescheiter mal legt sich in der warmen Überbekleidung und a bisserl wambert, also wohlbeleibt, an den Strand von Lesbos, obschon der Junge ja leblos an den Strand vom Bodrum gespült wurde, weswegen die Preise in den 5 Stern Hotels dort jetzt recht günstig sind, ich habe eh schon überlegt schnell hinzufliegen, wellnees kann nie schaden, und die Kunst, die bleibt leicht verständlich und lässt sich gut weitervermarkten. Ein Haufen Asche. Nee das ist nix. Indische Frauen die vergewaltigt werden kommen hier auch besser an als Kohlrabenschwarze. Aus dem Klo kommt Rauch. Der Scheißhausdämon zündet gerade mein Häuslpapier an.
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Wenn ich noch einmal kurz auf den Neger zu sprechen kommen könnte. Neger sagt man heute nicht mehr. Wer Neger sagt ist ein verblödeter Rassist. Neger ist ein Schimpfwort. Neger, Neger, Schornsteinfeger geht gleich gar nicht. Nigger geht natürlich noch weniger. Nigger ist Ku-Klux-Klan. Wenn einer zu ihnen sagt „du bist mein Nigger“, heißt das so viel wie „Opfer leck den Deckel der Mülltonne ab“. Würde ich nie von ihnen verlangen. Menschen mit dunkler Hautfarbe bezeichnet man heute korrekt nicht mehr als Neger sondern als Afroamerikaner, Schwarze oder Farbige. Was ist eigentlich mit Kreole? Geht Kreole noch. Nigger ist eindeutig diskriminierend wenn das ein Weißer zu einem Schwarzen sagt. Was ist eigentlich wenn ein Weißer zu einem anderen Weißen Nigger sagt oder ein Schwarzer zu einem Schwarzen. Machen die angeblich andauernd. Der Umschwung ging in den Sechzigern von den Bildungsbürgern an den Unis aus. Die Studenten wollten durch eine Änderung in der Sprache die Diskriminierung von Minderheiten und Frauen beseitigen. Später wehrten sie sich auch dagegen, dass der Lehrstoff fast ausschließlich von den Vorstellungen der angelsächsischen männlichen Mainstreamkultur geprägt war. Aus dieser Bewegung heraus bildete sich ein Sprachkodex. Begriffe wie „Nigger“, die in sich das Erbe des Kolonialismus, der Sklavenhaltung und der rechtlichen Diskriminierung tragen, wurden zur Festung, die es niederzureißen galt. Steht so im Netz. Muss man nur kopieren und einfügen. Abseits vom Uni-Campus ist Negerleid natürlich nur halbes Leid und manchmal nicht einmal das. Negerleid vom schwarzen Kontinent hat kaum einen Eigenwert. Da tut sich nix bis gar nix. Können sie sich noch an Ruanda erinnern? Mal ganz abgesehen davon dass des kleine Land übelst überbevölkert war. Stellen sie sich vor, die Überbevölkerten wären alle nach Europa aufgebrochen, anstatt sich gegenseitig umzubringen. Der Bill Clinton, seinerseits furchtbar weiß, seine Alte die Hilary wird ja die erste Präsidentin der USA, (gute Frau, nur 5% der ihrem Ehrgeiz hätte ich gerne) bezeichnet es heute noch als seine politische Erbsünde, das er in den Genozid in Ruanda nicht korrigierend eingegriffen hat. Natürlich nicht imperialistisch oder postkolonial, nur was die Opferzahlen betrifft. Da sieht man es wieder einmal. Machen die Amis mal nix sind die auch die blöden Ärsche. Die Franzosen machten ja auch nix in ihrem kolonialem Hinterhof. Die wussten bestens Bescheid was vor sich ging. Die waren vor Ort. Gebüsst haben dann die belgischen UNO-Soldaten und ihr canadischer Chefe. Das klingt a bisserl rassistsich. Der canadische Chefe ist heute noch total durch dem Wind. So um die 850 000 ermordete Schwarze können einmem schon aufs Gemüt schlagen. 5000 hochqualifizierte Soldaten hätten gelangt das Morden zu unterbinden. Sie halten 5000 Soldaten für zu wenig. Nee nicht wenn die Mörder Macheten haben. Ist dann nur eine Frage der Munition. Ich habe ja geschrieben, sogar in den USA, abseits der politischen Korrektheit gewisser Milieus, haben es Neger ziemlich schwer. Die können sich ihr Jahrhunderte währendes Leid in den Afrolook schmieren. Für den Oscor war auch keine/r nominiert. Werden sie sich sicherlich denken der Scheißhausdämon, nein der Schizophrenist, übertreibt mal wieder maßlos. In meiner Qualitätszeitung stand heute über den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. Ich schreib dann mal ab. „Wenn seine weißen Fans schwarze Demonstranten ins Gesicht schlagen, ruft er ihnen zu: „Prügelt die Scheiße aus ihnen heraus. Okay. Ich verspreche das ich die Anwaltskosten zahle“.

Bevor ich dann vielleicht doch noch zu den Künstlern komme, die ja ein selten inniges Verhältnis zur ihren psychischen Defekten hegen, die mitunter auch der eigentliche Motor ihrer Kunst sind, noch kurz zu den psychisch Derangierten die als Normalos durchgehen und Bildung haben, also das Gegenteil von Schattenwelt sind. Deren Zugang oder die Wahrnehmung eines psychischen Leidens ist zum Teil auch ein typisches Milieu-Ding. Ich behandelte jahrelang meine Depression mit Aspirin C. Weder wusste ich das ich angeblich „bipolar“ war, noch was eine Depression ist, noch das ich Depressionen hatte. Auf die Idee wegen dieser immer wiederkehrenden Niedergeschlagenheit einfach einen Nervenarzt aufzusuchen kam ich einfach nicht. Dafür steckte ich im falschen Milieu fest. Erst mit den eigenartigen Gedanken die sich in meinem Hirn einnisteten, klopfte ich bei denen an. Schnaps half eine Zeitlang auch. Ehrlich. Um früher einen Nervenarzt aufzusuchen fehlte es mir eindeutig am nötigen Bewussten und entsprechendem Vorwissen. Denn nur dort wo es ein entsprechendes Bewusstsein gibt, gibt es auch a.) eine gesteigerte Leidensbereitschaft und b.) wahrscheinlich bessere Heilungschancen. Ist aber ein ziemlich zweischneidiges Schwert dieses a und b Ding, weil das Personal aus der gebildeten Mittelschicht gerne die Depressionskarte zieht, wenn es denen gerade ins Konzept passt. Meistens leben die auch in einem entsprechenden sozialen Umfeld, das dann mit entsprechendem Mitleidsgeheul auf die Psycho-Karte reagiert und zwar mit kritikloser Anteilnahme. Die sind an der Oberfläche dafür entsprechend sensibilisiert und tun gerne so als ob. Amateure der Zivilisation (G.B.) wie ich tun sich da schwerer. Ausführlichst werden in diesem Milieu die psychischen Leiden seziert, besprochen, geschildert und beschrieben. Die Postmoderne ist ja auch ein Luder. Aller überlieferten Gewissheiten und Sinnkrücken entledigt, wabert die nur so dahin wie eine große Wolke. Stellt einer dann die Diagnose Depression, gibt natürlich auch andere Diagnosen für psychische Fehlstellungen, hat man endlich die Gewissheit dass man existiert. Ich bin depressiv also bin ich. Denken sie nur an mich "den Schizophrenisten". Endlich hat man etwas auf das man sich stützen kann. Und so wird nach und nach aus einer beschissenen Depression, die einem eh den Tag vermiest, ein riesiges Ding das sich aufblasen lässt wie ein Ballon. Dann wird das psychische Leid zum Lebensmittelpunkt. Gibt ja Leute die kippen da richtiggehend in ihre Macken hinein und merken das nicht mal. Der Abu De ist nur noch Krankheit. Warum, weil die so viel überschießendes Bewusstsein haben und extrem narzisstisch sind. Die Elke Schmitter schreibt im Spiegel, cooles Mädchen die Elke und fürchterlich gescheit, das der Christopher Lasch vor 40 Jahren geschrieben hat. Die Menschen in der hoch arbeitsteiligen, konsumorientierten Welt, bewusster Konsumverzicht entspringt ja demselben Bewusstsein, entwickeln eine typische Störung, die nicht mehr vergleichbar war mit den Hemmungen, Neurosen und inneren Kämpfen früherer Generationen. Ich finde ja das ich noch schön old school bin, ein Mensch der von seinem Ich-Bewusstsein her, in der falschen Zeitepoche lebt, weil ich ja nicht mal zum Kühlschrank durfte. Im schwer narzisstisch sein muss ich mich noch entsprechend einüben. Das fehlt es noch an allen Ecken und Ende. Mein Gang ist da noch fürchterlich schwankend wie der Tony Soprano nach seinen Bauchschuss. Ich habe auch echte Bauchschüsse gesehen. Bei einem irakischen Mädchen und einem irakischen Jungen. Mir kann man meinen Narissmus schnell einmal ausreden. Der hat sich noch nicht entsprechend abgesackt oder ist zu Beton verhärtet. Die UM2 hat mich noch erzogen wie einen Menschen aus einer längst untergegangenen Welt. Erzogen hat die weniger, die hat mehr abgerichtet. Früher waren die Leute durch die Bank in ihrem Ich-Bewusstsein a bisserl verzwergt. Die Ich-Vergrößerung ins XXL-Format kam erst so nach und nach mit dem Wohlstand. Igrendwie muss man seine steigende Lebensfreizeit ja bestreiten. Depressionen habe ich wahrscheinlich seit gut 25 Jahren. Darüber großartig zu schreiben sehe ich keinen Grund. Warum soll ich die Depressionskarte ziehen. Das ist ja niemand dem ich diesen Herzbuben der herzzerreißenden Hinfälligkeit unter die Nase reiben kann. Die Schizo-Karte lässt sich auch nur schwer an die Frau/Mann bringen. Ich lebe allein. Und nicht erst seit gestern. Warum ich dann und wann über das Schizo-Ding schreibe. Weil dieses Ding recht brutal sein kann. Wegen eine stink langweiligen Depressionen geht mir der Arsch nicht auf Grundeis. Dafür langt mein Bewusstsein nicht. Mein Leid wird nicht geteilt und wurde noch nie geteilt. Das will sich offensichtlich niemand antun. Warum? Weil ich tiefste Schattenwelt bin und nur bedingt ein Hybrid. Der Unterscheid zwischen Goadfather und nicht Goadfather sind genau 30m2, Fsichgrät und mit viel Glück einmal im Jahr Balkon mit Meerblick. Ich weiß das des viel, sehr viel ist und ich beklage mich auch nicht. Gibt keinen Grund dafür. Nicht das man mich falsch versteht. Trotzdem sitze ich hier allein. Und dieses Alleinsein ist eindeutig Schattenwelt oder schattenweltlichem Ursprungs. Stimmt nicht ganz das sich mein Leid niemand antut. Einmal im Monat bin ich ja bei meiner Nerventante. Aber da muss ich für das Leiden ja bezahlen. Aber unterm Markt. Der Zugang zu seinem Leid nimmt da naturgemäß eine andere Gestalt an wenn einem niemand mitleidsvoll ansieht und rücksicht nimmt. Der S., den kenne ich seit bald 10 Jahren, hat mich noch nie nach der Schizo-Sache befragt. Niemals. Ich ihn aber nach seiner Schulter. Der hatte jahrelang Schulter. Im Kernspin war dann nix ernstes zu sehen. Jetzt hat er weniger Schulter. Ist a bisserl so wie mit kleinen Kindern. Lass die sich mal ausschreien, irgendwann hören die ganz von selbst auf. Genau so ein Menschenkind bin ich. Nicht besser oder schlechter als Menschen aus einem anderen Milieu. Doch in dieser Hinsicht ist meine Verzwergung durchaus auch Segen und nicht nur Fluch. Das ist niemand den ich vollsülzen könnte, nein muss. Dafür fehlt mir auch das nötige Bewusstsein. Da kommt in der Regel nix. Ich bin nicht die Frau Sturmfrau. Bei der Frau Sturmfrau schreiben die Leute dann rein wie tapfer sie ist und das sie gut auf sich achten geben soll und ihr Umgang mit der Krankheit/Depression eh sehr mutig sei usw. Damit will ich nicht zum Ausdruck bringen das ich das Leid der Frau Str. anzweifle. Niemals. So etwas steht mir nicht zu. Die ollte Tante wird schon leiden. Ich beschreibe lediglich den Unterschied zwischen den Milieus. Bei mir wird eher selten was reingeschrieben, und wenn, reden die Leute eh nur über sich. Fragt man dann nach ob es was mit Titten gibt, damit ich aus was davon habe, gähnende Leere. Sind ja fast alle der Tanten vergeben. Und jene die nicht vergeben sind haben meistens einen Knall. Beim gestörten Norweger, dem Killer, läuft sogar im Häfn was. Der kriegt sicherlich auch Fotos, auch was mit Titten. Ich nur selbstverliebte Gesülze. Im Übrigen nehme ich ein äußerst wirksames Antidepressivum. Und zwar sehr hochwertige Darmbakterien. Ich will da keine Werbung für mein Produkt machen. Die sind echt teuer. Drück ich aber gerne ab weil die besser wirken als das ganze Psycho-Zeugs. Hab ich beides probiert. Zwischen Darm und Gehirn gibt es nämlich eine ziemliche direkte Funktionsachse. Ob das bei jedem funktioniert weiß ich natürlich nicht. Ich gebe hier keine Empfehlungen ab. Auf die Schizo-Sache haben die Darmbakterien wenig Einfluss. Da tut sich nix. Aber gegen die Tiefs wirken die ganz hervorragend. Ist doch besser als die scheiß Chemie. Ich habe die Kulturen mal bewusst weggelassen um nachzufühlen wie weit es da nach unten geht, gehen kann. Ich mache da schon einige Meter. Da schreibe ich keine Zeile mehr. Frag ich mich nur für was ich seit Ewigkeiten Neurotop schlucke wenn die so scheiße drauf sind. Neurotops können ja vielfältig eingesetzt werden. Epileptische Anfälle machen die auch. Im Kleingedruckten steht Katzen mit Bindehautentzündung und Flüchtlinge mit Heimweh dürfen auch ran.

So zum Übergang zu den Künstlern. Sehr ähnlich verhält es sich mit Süchten aller Art. Unglaublich wie viele Süchte es heute gibt. In jedem scheiß Magazin indem an sich nur lustige Bilder drin kleben, kann man so einen verblödeten Test ausfüllen. Sind sie Frühlingssüchtig. Gähn-süchtig, Kommentar-süchtig, oder Aber-süchtig. Und schon kann man ankreuzen und dann gibt es eine schöne Auswertung. Nach den heutigen Definitionen was Sucht ist, war ich mal Alkoholsüchtig, Spiel und Sexsüchtig. Noch nie habe ich geschrieben dass ich Alkohol, Spiel und Sexsüchtig war. Am einfachsten kriegt man ja seine Sexsucht in den Griff. Dafür sorgt schon die Natur. Solange man wieder aufhören kann bevor die Leber streikt, oder der Privatkonkurs eingereicht werden muss, weil man den Zukunftsfonds seiner Kinder verspielt hat, ist doch alles Bestens. Da sollte man sich keinen Kopf machen. Gestern lief Bayern gegen Juve. War einer dieser magischen Fußball-Abende. Unglaubliche Partie. Wie es aussieht bin ich unglaubliche Partien-süchtig.
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Künstler. Jetzt aber. Hier geht es nicht darum einem Künstler oder einer Künstlerin blöde ins Knie zu ficken, vielleicht noch aus purem Futterneid, weil man selbst über Lichtpartikel kleine Blogkleinstkunstversuche nicht hinauskommt. Niemals. Jeder Künstler der es irgendwie hinbekommt, allein von seiner künstlerischen Schaffenskraft zu leben, mag diese Kunstform noch so trivial oder abbwägig erscheinen, ist ein ziemlich großer Künstler. Da gibt es nix auszusetzen. Das übrige kunstschaffende Personal, das in der Wahrnehmung der Welt nicht anschreibt hat natürlich den Scherben auf. Gibt einen Haufen Gründe warum es einige schaffen und andere wiederum nicht. Zwei die mir auf die Schnelle einfallen warum es einige nicht hinbekommen. Die werden verkannt, warum auch immer, oder ihre Kunst ist scheiße. Geniale Schubladenkünstler gibt es ja nicht so viele bilde ich mir ein. Die Kunst strebt schon an die Oberfläche wie die Motten ins Licht. Der Unterscheid zwischen verkannt und scheiße lässt sich nicht immer ganz leicht festmachen. Der Kunstbetrieb soll ja ziemlich gnadenlos sein und folgt Gesetzmäßigkeiten die mir nicht geläufig sind. Da wird gnadenlos bis selektiv gesiebt. Ich mach lieber Blog, da siebe ich. Mit dem Kunstbetrieb habe ich nix am Hut. Ich gehe ja nicht einmal mehr ins Theater oder so. Dort will ich nicht hin, der soziale Druck der dort vorherrscht macht mich ganz wuschig, weil man andauernd an den richtigen Stellen lachen oder klatschen muss um wirklich dazu zu gehören. Und in den Pausen tun alle so gescheit und wissend. Sogar in Scheißhaus herrscht ganz eine eigenartige Stimmung. Kunstsinnnige Männer pissen anders. Mich überfordert das völlig. Stehste dann so herum und sagste blöd wie du bist ganz ehrlich, also ich verstehe da nur Bahnhof, oder a bisserl langweilig ist das Gezeigte schon, strafen dich die Kunstbegeisterten auch schon mit ganz schrägen Blicken. Die sagen selber schuld wenn du Hochkultur nicht verstehst. Mach doch Fußball oder Blockbuster. Da fallen mir noch die zu spät Entdeckten ein. Wenn zwei zur gleichen Zeit ein dunkles Viereck malen und vorher hat noch nie jemand ein dunkles Viereck gemalt, wird das früher entdeckte Viereck höchstwahrscheinlich den größeren Teil vom Ruhm einheimsen. Oder jenes das dem Kunstbetrieb näher steht. Im Grunde weiß ich es nicht. Ich schreibe ja über das Milieu-Ding. Psychische Gebrechen eines Künstlers kommen in der Wahrnehmung des Publikums ganz anders an und führen dort zu einem anderen Ergebnis und Eindruck als wenn ein Schattenweltmensch über seine psychischen und charakterlichen Unzulänglichkeiten jammert, und dabei sprachlich über seine Unzulänglichkeiten drüber rumpelt wie über eine Landstraße in Zimbabwe. Kunst macht die Welt fassbar. Da schrupft das ganz Große auf ein wahrnehmbares Format zusammen, obschon das ganz Große noch immer durchscheint. Wie das in der Praxis geht weiß ich nicht. Ich bin ein vereinzelter Kleinstkünstler. Das Leid in der Kunst, ja im Leben, muss eine gewisse Qualität haben oder es ist gar nicht. Vergewaltigte und danach verbrannte südsudanesiche Mädchen/Frauen scheinen über die Hemmschwelle das es uns wirklich berührt nicht so recht drüber zu kommen. Vielleicht auch nur weil die so weit weg sind. Egal wie oft mir auch noch das Klopapier ausgeht. Die Feuerwehr kommt pünktlich um die Kunst vom Scheißhausdämon auf kleinester Flamme zu halten. Hat der schon wieder 6% an Schwärze zugelegt. Wenn ich mit dem Schmarrn da fertig bin, wann weiß ich nicht, werde ich ein kleines Kunstwerk versuchen um das Leid sudanesischer Frauen fassbar zu machen. Die bei der UNO könnten mal eine gewisse Größenordnung an Vergewaltigungen festsetzen, so das der Sicherreitsrat das o.k. zum Intervinieren gibt. Ich kenne da nicht das richtige Maß, 14, 140, 1400, 14 0000, 140 000.

Künstler haben es ja dick mit ihren psychischen Gebrechen an denen sich dann das Publikum weidet. Das muss so sein. Dass Künstler sich freiwillig ausstellen, innere Zwänge zählen nicht, und sich tief in die Eingeweide der krativen Leidmaschinerie blicken lassen, dafür können die Leute in der Regel nix. Künstler, vor allem aus dem ernsteren Fach, sind ja die geborenen Leidexhibitionisten. Weltleid und Weltschmerz geht natürlich auch. Haben die es mal nicht mit ihren eigenen Gebrechen erfinden die sich einfach welche. Dafür schlachten die ihr soziales Umfeld oder gleich die ganze Welt gnadenlos aus. Gelingt es einem Künstler, sich mit erfundenem oder geklautem Leid, das zu einem Werk weiteverarbeitet wird, wie ein Teig zu einem Kuchen, in den Köpfen der Kunstaffinen eine eigene Wirklichkeit zu schaffen, sollte man von einem gelungenen Kunstwerk sprechen. Wie Bayern gegen Juve. Sobald sich in ihnen was außergewöhnliches rührt, obschon sie wissen das des, das da gerade vorgetragen wird, sehr weit von ihnen weg ist oder reine Erfindung, und sie es trotzdem berührt oder trifft, muss man schon vom Gelingen eines Kunstwerks ausgehen. Ganz egal was professionelle Kunstkritiker dann sagen. Ich halte ja schon Videos von Katzen mit 63 Millionen Klicks für Kunst. Nicht jede Katze ist so lustig. Vielleicht gibt es auch unter Katzen einen Charlie Chaplin oder Karl Valentin. Und den ernsteren Katzen sieht man ihre inneren Tragödien nicht an weil die sich schwer tun mit dem Ausdruck. Schauen sich Menschen gerne lustige Videos an, dann sagt das auch was über unsere Kultur. Katzenvideos sind tiefsinniger als es zu meist den Anschein hat. Wie auch immer. Mit der Theorie habe ich es ja nicht so. Theorie ist was für die universitären Lichtjäger. Das ist deren Job. In der Schattenwelt wird das Leben immer konkret. Unten drin sind die Menschen in der Regel echter. Nicht besser aber echter. Umso weiter es nach oben geht, umso unechter und künstlicher wird es. Da werden ganz seltsame und skurrile Umgehungskonstruktionen geschaffen, um der Welt zu zeigen wer da der Bertl ist der den unechtesten Most holt. In der New Yorker Upper East Side, habe ich gelesen, tragen die ganz reichen Weiber, die hoch gebildet sind aber trotzdem nix hackeln, weil die Männer weltweite Top-Verdiener sind, diese unmenschlich hohen Hochhackigen, in denen keine Frau, nicht mal jene von Welt, gehen kann. Bei diesen Tretern schreit die Achillessehne laut auf. Bevor eine Frau in die rein steigt muss sie sich wahrscheinlich 1 Stunde warm machen. Die sind angeblich von Louboutin und kosten locker einen Tausender. Fragt man sich natürlich warum sich Frauen diese Treter kaufen wenn sie darin eh nicht gehen können. Der Trick ist sie haben einen Chauffeur. Und darauf kommt es an. Und das wissen alle in der Upper East Side. Louboutin bedeutet nix mehr selber gehen. Das ist also auch ein Milieu-Ding, genauso wie ganz unten drin, da gehen die Leute viel zu Fuß, oder fahren Schwarz mit den Öffis, weil die sich ein Taxi nicht leisten können.
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Der Schriftsteller Benjamin Stuckrad-Barre hat seine Memoir/Lebenserinnerungen in Buchform niedergeschrieben. Diese Erinnerungen sollen künstlerisch angeblich ziemlich gelungen sein. Das Buch soll auch von den Obsessionen und Süchten der westlichen Kultur handeln. Ich habe das Buch nicht gelesen. Werde ich höchstwahrscheinlich auch nicht tun. Nicht weil ich etwas gegen den Schriftsteller habe. Ganz im Gegenteil. Ist doch ein guter Mann. Das der a bisserl sehr narzisstisch drauf ist, dafür kann der nix. Machen alle die einen Namen haben. So sind die Zeiten. Lieber zu viel Spiegel als zu viel Krieg. Ganz offensichtlich schreibt der sehr gut und das schon seit vielen Jahren. Leben kann der von seiner Kunst auch. Was willste mehr. Ich weiß das mit dem davon Leben, bekommen auch Schreiber hin die andauernd nur im Kopp-Verlag verlegt werde. Kopp-Verlag macht gerne Verschwörung, Untergang und Mysteriöses. Für den Kopp-Verlag bin ich im Grunde zu bieder und seriös. Der Kopp-Verlag würde von mir nix verlegen. Nicht einmal die ganz lustigen Sachen. Kopp zeigt gerne die Welt hinter den leeren Welt-Kulissen die die Herrschenden aufstellen. Und diese Kulisse die auch hin und her geschoben werden scheinen nicht besonders schön zu sein. Auf der Homepage von Kopp steht kurz zusammengefasst, „Alles Arschlöcher, rette sich wer kann, wir haben es auch ja gesagt“. Auch Schreiber, natürlich auch SchreiberInnen, die andauernd nur Verschwörung, Untergang und Mysteriöses machen und damit gut um die Runden kommen sind auch Künstler. Es geht jetzt vor allem darum wie das Buch vom B.S-B. besprochen wird. Diese Art der Besprechung halte ich ja für ein Milieu-Ding. Panikherz heißt das Buch. Panik weil der Benjamin ein Buddy vom Udo Lindenberg ist. Weiter Montag hoffe ich. Sonntag durchgehend Sport. Motorrad-WM geht wieder los. Das leben macht wieder sinn. Und morgen BG-Kumpel.

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