Montag, 25. Mai 2015
Wie ein schizoider Schamane Darmstadt 98 den Aufstieg ermöglichte
Darmstadt 98 ist in der 1. Deutschen Bundesliga. Ein Fußballmärchen der ganz üblen Sorte. Unglaublich. Mit einem schmalen 6 Millionen Euro Etat ist der Verbleib in der 2. Liga schon ein grandioser Sieg über die Verhältnisse. 6 Mille verdient der Herr Messi in 4 Monaten, ganz ohne Werbeverträge. 6 Millionen sind im Profifußball unvorstellbar wenig. Beinahe eine Beleidigung oder anmaßend. Wie eine Einkaufstraße in dem es nur 1 Geschäft gibt, das nur halbtags geöffnet hat, und in dem nur kaputte Dinge repariert werden. Der H. ist ja eingefleischter Lilien-Anhänger. Darüber habe ich ja dann und wann geschrieben. Und mich hat er zu einem 98ziger Fan gemacht. Das "Böllenfalltor“ ist ja im Grund eine Ruine. Und viele der Spieler waren in anderen Vereinen gescheitert, lange verletzt oder nicht zum Zug gekommen. Mir hat das einfach gefallen. Ich habe eine Schwäche für das Unvollkommene und Schäbige. Im September sind wir extra nach München gefahren um die 98ziger gegen die 1860 spielen zu sehen. Über den kleinen Ausflug habe ich eh geschrieben. Blog-Beitrag vom Spiel nennt sich „Regen, Regen, nichts als Regen“. Was kann man über die Lilien noch sagen, das nicht schon längst irgendwo im Internet oder den sozialen Medien breitgetreten und abgegrast wurde wie eine Wiese von Kühen. Jetzt wo das Wunder knapp vor der Vollendung stand, ist ja jeder blöde Arsch auf den 98ziger Sensationszug aufgesprungen und die letzten Meter mitgefahren. Entsetzlich ist das, grauenhaft. Als die Lilien in der Regionalliga gegen den Abstieg spielten kamen 1200 Zuseher. Natürlich war der H. auch unter den letzten Gläubigen. Eine trostlose Partie im Übrigen. Der H. kommt ja aus der Region. Sein Fußballherz schlägt seit es hörbar zu schlagen begann für Darmstadt 98. Für die Eintracht aus Frankfurt nur dann wenn das Leid das ihm die 98ziger zuweilen zufügten, einfach nicht mehr zu ertragen war. Mit dem Trainer Dirk Schuster, den ich noch als aktiven Spieler kannte, kompromissloser Außenverteidiger, kam dann irgendwann die Wende in Darmstadt. Als die Lilien in der 3. Liga plötzlich vorne mitspielten lud mich der H. in den 98ziger Zug ein. Die Mannschaft, für die an sich mein Fußballherz schlägt heißt SK Austria Klagenfurt. In den Achtziger spielten die in der 1. Division Österreichs. Unvergesslich als wir die reichen und verhassten Violetten aus Wien, um dem grandiosen-Spielmacher Schneckerl Prohaska herum, immer beschützt von seinem Leinwächter und Abräumer Ewald Türmer (ein Kärntner) mit 2:0 abfertigten. Das Tor zum 1:0 erzielte Kassim Ramadani per Fallrückzieher. Der Kassim R. aus Tansania war im Übrigen der erste Afrikaner der in österreichs Oberhaus kickte. Glauben sie mir die Hütte kochte und den kärntner Rassisten verschlug es bei dem grandiosen Tor vom Kassim regelrecht die Sprache. Nach diesem glorreichen Jahr ging es mit der Austria aus Klagenfurt nur noch abwärts. Sie können sich eh vorstellen warum. 2007 wurde der Verein dann neu gegründet. Und jetzt spielt meine Austria als Sieger der Regionalliga West in einem Playoff gegen den Gewinner aus dem Osten um den Aufstieg in die 2. österr. Bundesliga. Logisch dass wir uns das Rückspiel, eine Stunde von Wien entfernt, ansehen werden. Das Relegationsspiel voriges Jahr der 98ziger gegen Bielefeld, war eines der spannendsten Fußballspiele, wenn nicht das Spannendste, das ich bis jetzt in der Glotze gesehen habe. Und ich habe einige Partien gesehen. Das Heim/ Hinspiel 3:1 verloren und trotzdem aufgestiegen. Eine Partie für die Ewigkeit. Aufstieg mit dem letzten Schuss. Anpfiff noch ein Angriff von Bielefeld und der Ball kullerte gegen den linken Pfosten. Jetzt ärgerte sich der H. darüber dass alle angeblich schon immer große und leidenschaftliche Lilien-Fans waren. Ein ehemaliger Schulkollege vom H. so ein typischer Facebook-Mongo, mit geschönter Facebook-Biografie, der sich nie groß für Fußball interessierte und für die Lilien gleich gar nicht, war jetzt knapp vor dem Wunder natürlich auch auf den fahrenden 98ziger Siegerzug aufgesprungen und musste sein großes Glück per Facebook der ganzen Welt mitteilen. (die NSA soll ihn ficken) Für sein Gemüt war der H. richtig angepisst. So ist das halt im Leben meinte ich. Siege ziehen Menschen magisch an wie Scheiße die Fliegen. Sich mit Sieger identifizieren fällt furchtbar leicht. Da kommen wir gerne aus unseren Löchern des Desintereses und der Anteilnahmslosigekeit gekrochen. Siege sind Doping für die Leidenschaft, die irgendwann doch wieder nur neue Leiden schafft. Siege sorgen für gute Stimmung. Man ist ja gerne in guter Stimmung. Für eine schöne Fußballeuphorie muss man auch nicht sehr viel tun. Einfach nur herum stehen, zusehen, irgendeinen scheiß Brüllen oder auch nicht und schon kommt Freude auf. Außerdem wertet es einen auf, macht einen größer und unverletzlicher. Siegen heißt auch immer die Vergänglichkeit einen Zacken aus der Krone reißen. Und es schafft Erinnerung und ist echt. Obschon es eine Inszinierung ist fühlt es sich echt an. Und Sport ist in den gelungenen Fällen Theater für Jedermann_frau. Versteht so gut wie jede/r. Beim 2.Teil von Goethes Faust hingegen kennt sich ja keine Sau mehr aus. Nicht einmal jene die das mit dem Abseits verstehen. Verlierer hingegen werden gnadenlos abgestraft. Meistens durch Nichtbeachtung. Mit den Austria/Germany Song Contest 0 Points Heinos und Heidis will morgen niemand mehr etwas zu tun haben. Kein Erfolg, kein Glanz, kein Glamour, kein Plattenvertrag, keine Fernsehauftritte, scheiß Verlierer, während die Conchita einnehmend für eine Bank wirbt. Mit 25 Einkaufstaschen in den zarten Händen hoppelt sie durchs Bild. Ich weiß Conchita, der Kapitalismus ist unstoppable. War ja beim Hitler Adi und seinem militärisch gelungenen Frankreichfeldzug nicht viel anders. Die Toten begann man erst zu zählen als es sich ausgesiegt hatte.

Seite 2
Zu dritt saßen wir gestern vor H. seiner Glotze, die eine Spannweite hat wie ein Passagierflugzeug. Ein Kumpel vom H., der N. war auch gekommen. Ich bin ja gut 16 Jahre älter als der H. Normal sollte man Freunde in seinem Alter haben. Leider geht sich das bei mir nicht ganz aus. Die in meinem Alter sind tot, Alkoholiker, sonst wie kaputt oder ganz normal und abgängig. Von den ganz Normalen habe ich seit Ewigkeiten nichts mehr gehört. Und mit Ewigkeiten meine ich wirklich Ewigkeiten. Letztes Jahrtausend oder so. Das ist der Preis den ich zu entrichten habe. Nicht ich entscheide ob ich heute Freunde habe. Dafür bin ich zu deklassiert. Die Deklassierten entscheiden nichts. Nicht einmal wenn sie in ihrem Frust verprügeln. Dem H. ist in dieser Hinsicht ziemlich cool. Sein Freund der N. den ich seit Jahren kenne ruft mich natürlich nicht an und ich ihn auch nicht. Es muss auch Menschen geben die sich nichts zu sagen haben. Angst vor mir hat er auch. Sagen wir er fühlt sich etwas unwohl in meiner Gesellschaft. Liegt an der Sozialisation. Ich bin laut, unkultiviert, agressiv, und irre. Der N. ist ein typischer Salonsozi. Und bei Salonsozis mache ich absichtlich gerne ziemlich asoziale Späße. „Wenn die 98ziger nicht bald ein Tor schießen“, witzelte ich herum, „werde ich wohl oder übel jemanden vom Balkon schmeißen“. Natürlich war er damit gemeint. Egal. Seitdem Auswärtssieg der Lilien gegen Karlsruhe konnten die Lilien auch nicht mehr so tun als ob sie eigentlich nur gegen den Abstieg spielen. Und das merkte man der Mannschaft auch an. Schon gegen Fürth ging`s nur noch sehr zäh. Um den direkten Aufstieg zu schaffen musste gegen St.Pauli ein Sieg her. Der KSC und Kaiserslautern, die direkten Konkurrenten um den direkten Aufstiegsplatz, führten zur Pause und die Lilien lagen virtuell nur noch auf dem 4. Tabellenplatz. Entscheidungsspiele sind immer auch eine Frage der Nerven. Und das St.Pauli die Klasse noch nicht sicher hatte machte die Aufgabe nicht einfacher. Wir saßen recht anteilnahmslos da. In der Fachsprache nennt man so eine Partie „Geduldsspiel“. Der Spielverlauf war wie erwartet. Und so verhielten wir uns auch. Von der Geduld betäubt saßen wir da und warteten. 2. Halbzeit. Die Lilien versuchten es wieder mit hohen Bällen. Die 98ziger sind an sich keine Mannschaft die ein Spiel dominieren. Ihre große Stärke ist der Konterfußball aus einer sicheren Abwehr heraus. Schnell umschalten über den Heller usw. Nach dem gefühlt 150zigsten hohen Ball mit dem die großgewachsenen St.Pauli Verteidigung keine Probleme hatten, wurde ich schön langsam unruhig. „So wird das nichts“, moserte ich herum. „Die müssen es mal am Boden versuchen mit schnellen kurzen Pässen“. Und wieder flog ein hoher Ball über den Bildschirm. Karlsruhe führte gegen die 1860ziger inzwischen 2:0 und die Spieluhr eilte auf die Siebzigste Minuten zu. Die Stimmung bei uns war nicht gut. Als ob wir ängstlich in einen Krankenhaus saßen und darauf hofften das die OP bei einem guten Freund eh gut ausgeht. „Nee“, rüpelte ich los, „so geht das nicht weiter. Wir müssen da was unternehmen, wir müssen und endlich gegen den Lauf der Dinge auflehnen. Ich will das nicht länger hinnehmen. Bei uns stimmt nichts. Wir haben die falsche Einstellung, zu viel schlechtes Karma. Das bad luck hängt ja über uns wie eine Nebelwand. Da müssen wir durch sonst sieht uns der Fußballgott nicht. Erst Maßnahme. N. wir beide setzen und jetzt um. Du setzt dich jetzt daher und wenn in den nächsten 5 Minuten noch immer kein Tor fällt setzen wir uns wieder um. Und ich muss 3Mal über diese versiefte Fernbedienung streichen. Ist die grausig. H. du alte Sau". Der Fußballgott verlangt nach einem Opfer und Hingabe, Hingabe. Wir setzen uns um. Widerspruchlos stand der N. Akademiker auf. Ich: "H. verdammt noch einmal wo ist denn dein Darmstadt-Trikot. Zieh sofort dein Darmstadt-Trikot an. Der Fußballgott muss das Gefühl haben das wir es ernst meinen. Und ich kippe schon einmal vorsorglich die Balkontür, falls der Fußballgott doch auf einem Menschenopfer besteht“. Pizzen hatten wir inzwischen auch geordert. Sau lustig die Pizzageschichte. Nur leider kann ich sie nicht weiter erzählen. Kann auf meinem Blog doch nicht Dritte bloßstellen. Der H. holte brav sein Lilien-Trikot und zog es über. „Vielleicht hilft auch die Pizza“, bemerkte der H. „Ja“, stimmte ihm der N. zu, „vielleicht ist der Fußballgott hungrig und mag Pizza“. Darmstadt versuchte es noch immer mit hohen Bällen und die aufkommende Panik auf dem Platz war greifbar. Ich: „Wir müssen sofort ein Pizzaopfer bringen. Jeder schneidet ein kleines Stück von seiner Pizza herunter“. Inzwischen brach die 75 Spielminute über uns und herein. Ich: „N. Komm setzen wir und wieder um. Setzt dich wieder da her. Das bringt so nichts. Mit dem Umsetzen lässt sich der Fußballgott nicht gnädig stimmen. Das langt ihm nicht. Da fühlt er sich verascht. Wir setzen und wieder um. H.:“Die Pizzastücke opfere ich. Ich habe das Trikot an. Ich stehe dem Lilien-Gott am nächsten. Der öffnete die Balkontür und pfefferte sie mit den Worten „Allahu akbar al Fussbali“, auf die Straße hinunter. Alle im Chor wie es sich für Gläubige gehört: „Allahu akbar al Fussbali“, „Allahu akbar al Fussbali“. 77 Minute: Freistoß für Darmstadt. Halb links, ungefähr 23 Meter vom Tor entfernt. Kempe läuft an. Hebt, nein zirkelt den Ball über die Mauer und der im Bogen, unten genau neben dem Pfosten ins rechte Eck. Tor 1:0 für Darmstadt. Sie können sich eh vorstellen was dann geschah. Wir gingen ab wie Raketen. Ingolstadt hatte inzwischen gegen Kaiserslautern ausgeglichen. Der Bann war gebrochen. Das Wunder der Lilien war nicht mehr aufzuhalten. N: „Das war die Pizza. Der Pizzaboote war das. Den hatte der Fußballgott geschickt“. H: „Und das Trikot hatte ich auch an. Das Trikot hatte ich auch an“. Ich: „Ja aber ohne den Schamanen meine Herren, ohne einen echten und wahrhaftigen Schamanen, wäre da gar nichts gelaufen. Rein gar nichts“.

Anhang: Der H. ist natürlich auch Akademiker. Den Schamanen kann man auch mieten. Ab 75 Euro die Stunde. Kommt aber drauf an wie schizoid ich gerade bin. Fahrtkosten extra.

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Freitag, 22. Mai 2015
DD-ie Mongo-Nummer mit der Vollsepp(horst)-Garantie
Neu Seite 30. Ich bestehe darauf das sie nach dem lesen nicht meiner Meinung sein werden.

Seite 29
Egal wie ich es drehe und wende. Ganz Barrierefrei hat es der Goadfather was mich betrifft nie hinbekommen. Niemals. Und das wird auch nichts mehr. Der Mann wurde 1940 geboren, der Vater in Russland krepiert, die Mutter schizophren und sein Abschlusszeugnis, ein einziges Gemetzel. Heute würde man so einen Menschen zur bildungsfernen Unterschicht zählen, ohne Chance auf ein besseres oder sagen wird anders frustrierendes Leben wie das von den Verhältnissen zugedachte. Bei dieser wahrlich ungünstigen oder semioptimalen Ausgangsposition in sein Leben hat er es einfach nicht besser wissen können. Ist eh ein kleines Wunder des es der Goadfather so weit gebracht hat. Die kargen Möglichkeiten, Optionen, Chancen, die das Leben vor ihm ausschüttelte wie Ersatzteile hat er knallhart genützt. Das muss ich ihm wirklich anerkennend zugestehen. Anmerkung: Über das Gefühlsleben vom Goadfather kann ich ja noch nicht schreiben. Der redet nicht über seine Gefühle. Zumindest nicht mit mir. Alles was er erzählt ist das er ein hart arbeitender Mensch war. Der steht heute noch sehr zeitig auf. Ganz im Gegensatz natürlich zu mir. Ich habe natürlich auch hart in meinem Leben gearbeitet. Aber nicht wie er 40-45 Jahre ohne einen Tag zu fehlen. Dieser Vorwurf schwingt beim Goadfather immer mit. Wie Peitschenhiebe hören sich Goadfather seine Vorwürfe an nicht lange genug hart gearbeitet zu haben. Ich habe die falschen Schwielen an den Händen. Seinen Lebensjob, mit dem sich der Goadfather auf der richtigen Seite der Familiengeschichte wähnt, die immer auch die Geschichte der 2. Republik ist, hatte ich schon mit Zwölf drauf. In meiner Nachbarschaft war ich der am härtesten arbeitende 12-15 Jährige. Niemand konnte es da mit mir aufnehmen. In den Sommerferien habe ich ja nicht nur ein Monat, sondern immer bis zum 1. September auf Goadfather seiner Tanke geschuftet. UNO-Auslandseinsätze nimmt er auch nicht als Arbeit wahr. Hat er nie getan. Das ich am Bau, in der Fabrik und so mein Auskommen verdiente zählt alles nichts. Es gibt ja Leute die bringen so eine Arbeit bis zur ihrer unwürdigen Verabschiedung in die Mindestpension oder bis die Knochen knacken. Im Bewusstsein vom Goadfather muss man sich sogar eine "schizoaffektive Psychose" erarbeiten. Und zwar redlich. Die darf nicht so einfach über einen kommen oder ausbrechen. Mit seinen versieften Genen hat das natürlich überhaupt nichts zu tun. Seine Gene sind hart erarbeitet oder in Russland erschossen worden. Krieg ist ja immer äußerste Anstrengung, härtere Arbeit gibt es nicht. Und was haben die Leute davon dass sie sich bis zum Äußersten, was in Falle des Krieges der Tod ist, ausbeuten lassen. Wenn sie Pech haben redet man noch Generationen später schlecht über sie (obwohl sie im Arbeitsalltag Schlacht ihr Leben hinegeben haben). In seinem tiefsten Innersten denkt der Goadfather das ich mich vor den Unzumutbarkeiten des Lebens gewissermaßen in die Krankheit geflüchtet habe. Die Farben in denen die UM2, Goafathers Lebensmensch, mich malte sind noch dunkler. Nichts außergewöhnliches wenn sie jemand nicht (besonders) mag. Zum Außergeöhnlichen wird es erst wenn es einen selbst betrifft. Der ihre Lieblingsfarbe mit denen sie zeitlebens an mir herum dilettierte roch obendrein noch streng. Beinahe wie Scheiße. Na, würde die sagen, für einen Schwerkranken schaust ja gar nicht so schlecht aus. Wie aus einer Pistole geschossen würde das aus ihrem Mund schießen und in meinem Kopf zu etwas Ungeheuerlichen aufplatzen, wenn sie meiner Habhaft werden könnte. Das wäre ihr erster Satz. Das war schon immer so. Die wollte immer nur das Schlechteste in mir sehen. Gut das wollen andere Menschen mitunter auch wenn du Pech hast, aber die halten ihr blödes Maul und denken sich ihren Teil nur. Stiefmütter hingegen können sich ja alles erlauben. Eine aufs Maul hauen geht nicht. Einen gemeinen Stiefvater könnte man durchaus eine reinhauen. Bei Stiefmüttern ist man im Grunde wehrlos, wenn deren Ehemann nicht mitzieht und stattdessen immer Partei gegen das leibeigene Kind ergreift. Da muss man ja zwangsläufig wahnsinnig werden. Lassen sie sich einmal als Mann eine ganze Kindheit lang von einer untergewichteigen Alten anpöpeln. Mir würde im ersten Schock natürlich nicht gescheiteres einfallen als bedröppelt dazu stehen und mich meines Lebens zu schämen. Über den Punkt, der hoch ist wie ein Berg im Karakorum, dass sich ein Mensch 40-45 Jahre kaputt zu schuften hat, um zu bescheidenen Wohlstand und kleinstbürgerlichen Ansehen zu kommen (oder auch nicht), will der Goadfather um die Burg nicht hinaus fühlen. Das lässt sein kleinstbürgerlich verhunztes Gewissen nicht zu. Arbeit ist und war immer der Lebenszufluchtspunkt vom Goadfather. Was anderes hatte er nicht. Arbeit war immer sein ganzer Lebensinhalt, ja seine Leidenschaft. Deswegen passt die UM2 auch so gut zu ihm. Die hatte auch keine anderen Lebensziele. Die beiden waren ja richtiggehend süchtig nach Arbeit. Wie eine krankhafte Fixierung. Unglaublich wie die sich in ihre, heute haben wir uns aber wieder einmal schön kaputt-geschuftet Attitüde, hineinsteigern konnten. Ich kann mir da immer völlig deplatziert vor obschon ich genau so viel gearbeitet hatte. Am Abend fiel man hundemüde ins Bett und am nächsten Tag ging alles wieder von vorne los. Ich verstand einfach nicht was daran so befriedigend sein sollte. Dass die ehrliche und harte Arbeit, finanziell auch entsprechend erträglich war und den hohen Einsatz und Zeitaufwand lohnte, verschwiegen die beiden natürlich. So machen das die Kleinstbürger in der Regel. Ich möchte nicht wissen welche Fresse die gezogen hätten wenn dabei ein Stundenlohn von 7,50 Euro über geblieben wäre. Die hätten ihre Arbeit aber so etwas von verflucht. Gerade weil sich der Aufwand aber lohnte, konnten sie es sich leisten die Arbeit dermaßen in den Vordergrund zu rücken. Aus der ganzen Wahrheit wird dann nur noch eine halbe Wahrheit. Die dafür überlebensgroß und übermächtig. Und mit der eigenen Legende geht man dann wie ein wildes Tier auf das leibeigene Kind los. Die UM2 ging ja soweit das ich das Haus nicht betreten dufte weil ich nicht arbeitete. Ich durfte nur in den Keller. Hatte duchaus etwas von den Nürnberger-Rassengesetzen. Blöde WF. Vielleicht lässt sich meine Symphatie für alles Jüdische so erklären. Vom Goadfather und der UM2 kann ich es nicht haben, falls sie verstehen was ich meine. Falls die UM2 wirklich ein anderes Lebensziel Abseits der Arbeit hatte, was ich stark bezweifle weil es mir gerade in den Kram passt, war sie einfach zu feige oder kleinstbürgerlich-verunstaltet, dem unbeirrt hinterher zu eilen wie einem Ausbrecher aus dem Traumland. So einen mißerablen Satz muss man erst einmal hinbekommen. Egal. Zu einer wirklich kultivierten und kulturaffinen Person hatte die UM2 natürlich nicht das Format. Dabei war die UM2 immer ein lesender Mensch. Natürlich nur Schrott. Ich weiß noch wie mich die UM2 immer dazu aufforderte, ja richtiggehend drängte, doch ein Buch zu lesen weil mir langweilig war. Das war früher so. Uns war damals ziemlich oft langweilig. Erst als in den Gasthäusern die ersten Automaten aufgestellt wurden, wie Crazy Kong und so, hatte sich das mit der Langeweile. Ganze Nachmittage verbrachten wir vor den Geräten. Missmutig aber doch pflichtbewusst stapfte ich dann zum Bücherschrank und zog ein Buch nachdem anderen heraus. Doch da war so gut wie nicht das mich ansprach. Für die Art von Literatur, die von der UM2 regelmäßig gelesen wurde, war ich einfach nicht zu haben. Anne Golden und die Schweißfüße hier und Anne Golden und der Sultan vom Weißensee dort und wenn der Band ausgelesen was traf die Anne noch schnell den Gerichtsvollzieher. Eine ganze Bücherwand voll mit Anne Golden Romane. Irgendwann bin ich von den Anne Golden Bücherrücken schreiend davon gelaufen. Ist doch nicht meine Schuld dass sich die UM2 durch die intellektuelle Wüste Gobi las und dabei geistig verdurstete. Wie kann man sich den denn nur so einen Schmarrn zusammen lesen. Noch dazu freiwillig. Gut, prinzipiell sollten die Leute lesen was ihnen gefällt. Leider haben die Leute die schlechte Angewohnheit ihren Geschmack weiterzuempfehlen. Ich mach das ja auch hin und wieder. Nur wenn ich mir anmaße etwas weiterzuempfehlen, hat das zumeist wenigstens einen Hauch von Qualität. Gestern lief im ZDF der Film „Shame“. Kann man guten Gewissens weiterempfehlen.

Seite 30
Aber doch nicht die Angelique, einem vierzehnjährigen Jungen, die auf den roten Ferrari wartet. Wenn es sich anders nicht abwenden lässt kann man sich auch mit Gratisliteratur vorm Verfall ablenken. Herrlich mitanzusehen wie mein Kampf gegen den Wahnsinn, mit den stumpfen Waffen meiner Sprachlosigkeit und der Unmöglichkeit Rechtzuschreiben, mitunter genau einen Leser findet. Und der ist wie es aussieht total pleite und wahnsinnig. Es ist wirklich eine Wonne gegen den Wahn nie hart genug zu gearbeitet zu haben anzuschreiben. Ich bin ja weniger geltungssüchtig. Auf diesem Bog wird ja immer nur geschrieben, also gearbeitet. Gratisliteratur ist ja an sich nichts als permanente Selbstentwertung. Beim Militär im Auslandseinsatz wenn wir einstündige Bereitschaft hatten und den Stützpunkt nicht verlassen durften, gab es manchmal auch nichts zu tun, außer auf einen gröberen Zwischenfall zwischen den Streitparteien zu warten. Deswegen haben wir dann und wann das berühmte Loch ausgehoben und wieder zugeschüttet. So ungefähr fühlt es sich an wenn man sich der Arbeit Gratisliteratur verschrieben hat. Ein grauenhaftes Gefühl wenn die harte Arbeit die man in seine Texte investiert nicht als verlorene Müh ist. Wenn man andauernd nur unentgeltlich ein Loch ausgräbt und dann wieder zuschüttet. Gratisliteraturleser sind natürlich auch keine Hilfe. Genaugenommen sind das die Schlimmsten, ein Auswurf der Hölle. Ein unerträgliches Gesocks wenn man mich einmal ganz ehrlich fragt. Nebenberufliche Gratisliteraturleser und Kommentareschreiber sind zuweilen an Perfidie und Gemeinheit kaum zu überbieten. Entweder tun sie bewusst so als ob sie dich nicht kennen würden und dein Schreiben, also deine ehrliche Arbeit, wie eine Insel umschiffen auf der Ebola wütet oder die Pest, oder sie versuchen deine vor sich hin kränkelnde Kunst mit ihren Kommentaren gewissermaßen zu übertrumpfen und aus den Angeln zu haben. Die allerschlimmsten sind aber jene die deine Texte heimlich lesen, dich aber ansonsten rigoros ablehnen, ja geradezu verachten. Alles an sich begrüßenswert, wenn nicht sogar erstrebenswert, wenn nur die Eintrittshürde für die Gratisliteraturleser nicht ganz so unverschämt niedrig wäre. Diese Leute werden nur noch von meinem Haus und Hof-Irren und junggebliebenen Altnazi getoppt, der meine ehrliche Arbeit mit seinem Wahnsinn zugekleisterte, konterkarierte und völlig ins lächerlich zog. Der Gipfel der Frechheit ist aber das er seine kleinstbürgerlichen Schweinereien einfach wieder gelöscht hat, weil es ihm gerade so in den Kram passte. So ein Verhalten ist unerträglich und an Widerwärtigkeit kaum zu überbieten. Und ich mit Gutmütigkeit und Freundlichkeit geschlagen habe den Irren einfach wüten lassen, weil ich mir dachte, das jeder ein Anrecht auf eine Portion Wahnsinn oder seine ganz eigene Sicht der Dinge haben soll. Und wer bin ich das ich jemanden wegen Aufstoßbeschwerden diszipliniere wenn der eh Mahlzeit sagt. Wir sind doch alle auf die ein oder andere Art übersäuert oder das Leben liegt uns schwer im Magen. Solange sich die anderen ein Bild von diesem Wahnsinn machen können ist alles noch im Lot. Richtig widerwärtig und unerträglich wird es erst dann, wenn einer mit seinem Irrsinn deine Arbeit durchpflügt wie eine Horde von Maulwürfen einen gepflegten Rasen, dann aber so tut als ob er damit überhaupt nichts zu tun hatte, weil sein Name Hase ist und nicht Maulwurf. 52 Kommentare hat der Haus und Hof-Irre einfach wieder gelöscht. Immer groß die Fresse offen den großartigen Systemkritiker mimen, aber sich dann still und heimlich aus seiner Verantwortung stehlen. Blöder Klugschwätzer unnötiger. Anstatt das dich Gratisliteraturleser für deine ehrliche Arbeit auf irgendeine Art ein klein wenig wertschätzen, egal wie gut oder schlecht das abgelieferte Material ist, einen geschenkten Gaul schaut man nun einmal nicht ins Maul, oder dir wenigstens einen fairen Deal anbieten, sagen wir einen Tauschhandel, ich zeig dir meins, du zeigst mir deins, tun sie lieber so als ob sie deinen Blog niemals lesen würden. Oder sie kleistern deine ehrliche Arbeit bis oben hin mit Gemeinheiten zu wie mein Haus und Hof-Irrer. Mein Haus und Hof-Irre, der jetzt all seine zur Sprache gebrachten Geschmacklosigkeiten wieder gelöscht und einkassiert hat wie ein Gerichtsvollzieher in eigener Sache, um vor sich ein besserer Mensch zu sein, oder weil er sich für die schlechte Gesellschaft in der er sich durch mein Schreiben wähnt, schämt, wollte mir letztens doch allen Ernstes meine Neuroleptika ausreden. Das muss man sich einmal vorstellen. Ich schreib einen recht bis weniger lustigen Text über die menschlichen Beischlafgewohnheiten und die Gemeinheiten der Biologie usw. und dieser Irre, der wie es aussieht jede medizinische Behandlung ablehnt, hält sich in seinem an Perfidie kaum zu überbietenden Größenwahn wirklich für qualifiziert und geeignet, mir zu erklären wie ich mit meiner angeschlagenen Gesundheit umzugehen hätte. Bei einer öffentlichen Lesung würde ich so einen Menschen eigenhändig aus dem Saal schmeißen. Aber bei Leuten die ihre ehrliche Arbeit unter dem Selbstkostenpreis verschleudern ist scheinbar alles erlaubt. Das fällt mir nur noch eines ein. „Die Düsternis, die Finsternis, das Grauen, das nackte Grauen, menschlich aufgebacken und sturmverwüstet“. Und über jene Leute die nur lesen und nichts eigenes schreiben und gar kein eigenes Blog haben, sich aber trotzdem genötigt fühlen deine Texte im Geiste oder mittels Kommentarfunktion zu verreißen, will ich mich ja gar nicht mehr aufregen. Und bitte kommen sie mir nicht mit der Weisheit man kann die Kommentarfunktion ja deaktivieren. Dann gibt es noch die Fraktion jener Ignoranten, die sich eindeutig und unzweifelhaft für etwas besseres halten und deine ehrliche Arbeit mit Nichtbeachtung bestrafen. Die sind wirklich so niederträchtig. Vom Schizophrenisten lese ich doch nichts sagen die zu sich. Niemals. Der kann sich noch zehn Jahre lang die Seele wund schreiben. Der ist doch unterste Schublade. Eine indiskutable Person. Der weilt nicht unter uns echten Menschen. Sie werden sich jetzt denken. Ach der Irre fabuliert sich da wieder ohne jede Hemmung in seinen Wahnsinn hinein, weil er anscheinend ohne seiner Wahnbereitschaft nicht leben kann. Nur dem ist nicht so. Mein Haus und Hof-Irrer hat ja nicht nur mich mit seinem Irrsinn beehrt. Der war ein vielgereister Zeitgenosse. Der har überall seine Duftspur gesetzt. Überall hat er den großen Universalgelehrten gespielt. Und das eigentlich ganz manierlich. Natürlich auch immer am Randes des Wahnsinns aber doch noch satisfaktionsfähig. Nur beim Schizophrenisten gingen bei dem Irren alle Pferde durch. Auf dem Schizophrenisten-Blog muss ich mich nicht mehr wie ein normaler Mensch gebären dachte er sich.

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Donnerstag, 21. Mai 2015
Liebesgrüße an den Gerichtsvollzieher
Das ist keine Verschwörungstheorie. Zu lesen auf diepresse.com und in der gedruckten Ausgabe unter dem Titel „Die EZB hat sich verplappert“.

Im Netz kursieren ja oft Verschwörungstheorien wie die Finanzmärkte Hand in Hand mit den Zentralbanken ein krummes Ding nach dem anderen abziehen. Das stimmt so nicht. Die machen das ganz offen vor unseren Augen. Ich musste den Artikeln 3mal lesen weil ich es nicht wahrhaben wollte. Die Sache lief anscheinend so. Benoît Coeuré, französisches Direktoriumsmitglied der EZB, hielt am Montagabend im Luxushotel Mandarin Oriental im Londoner Stadtteil Knightsbridge eine Rede vor Finanzmenschen. Veranstaltet wurde die eintägige Tagung vom Brevan Howard Centre for Financial Analysis, das am Imperial College London angesiedelt ist und vom Hedgefonds Brevan Howard finanziert wird. Brevan Howard firmiert auf der Kanalinsel Jersey, verwaltet rund 27Mrd. Dollar und gilt als außerordentlich erfolgreich. Mitveranstalter des für die Öffentlichkeit und Medien nicht zugänglichen Events waren das britische Centre for Economic Policy Research und die Schweizerische Nationalbank. Laut „Wall Street Journal“ unter anderen anwesend: Alan Howard, der Mitbegründer des Hedgefonds; Jason Cummins, der Research-Chef von Brevan Howard, und Scott Bessent von Soros Fund Management, dem „Investmentarm“ von George Soros, der ausgerechnet durch die größte Währungsspekulation der Geschichte reich geworden ist. Hedgefond dürfen an sich einladen wenn sie wollen. Finde ich nicht. Wenn sich Hedgefondsmanger, Notenbanker einladen, ist des ungefähr so, als ob sich ein Installateur mit einem Beamten einer Stadt trifft, der genau in jenem Magistrat, Referat oder wie das heißt arbeitet, das für die Aufgabe von Installationsarbeiten an jenen Häusern zuständig ist, die im Besitz der Stadt (Steuerzahler) sind. Der EZB-Mann kündigte in seiner Rede an, dass die Zentralbank einen Teil ihrer umstrittenen Käufe von Staatsanleihen vorziehen werde – da im Sommer mit einer saisonal bedingt schwachen Liquiditätslage im Markt für Staatsanleihen zu rechnen sei. Heißt übersetzt: Die EZB wird im Mai und Juni vorübergehend mehr Geld als die ursprünglich geplanten 60 Mrd. Euro in den Markt pumpen.

Und jetzt kommt es: Das ist eine überaus bedeutende Änderung der Geldpolitik, nichts, was im Vorfeld einer offiziellen Verlautbarung „geleakt“ werden darf. Denn die Hedgefonds-Manager erhielten dadurch einen gewaltigen Marktvorteil. Sie wussten, dass mehr Geld im Anmarsch ist – und zwar ganze 14Stunden, bevor die EZB es offiziell verlautbarte. Auf Anfrage der „Presse“ hieß es dazu aus Frankfurt, dass eine zeitnahe Veröffentlichung der Rede am Montagabend geplant gewesen sei, dass aber ein „interner Verfahrensfehler“ dies verhindert habe. Deswegen wurde die Öffentlichkeit erst am Dienstagmorgen über den Plan informiert. Aber da war der Schaden bereits angerichtet, wie man am Eurochart ablesen kann. Der Euro gab am Montagabend schon um 0,44 Prozent nach. Am Dienstag, als die geldpolitische Lockerung der EZB öffentlich wurde, kam dann der große Fall: minus 1,24Prozent binnen einer Stunde. Die Börsen verhielten sich erwartungsgemäß und gingen in die andere Richtung.

Nun kann freilich niemand beweisen, dass der auffällige erste Einbruch des Eurokurses direkt mit Coeurés Rede zu tun hatte.
Richtgstellung: der Soros Mann soll den Saal früher verlassen haben.

Fazit: Ich war ja gut 15 Jahre im Sportwettengewerbe tätig. Den Informationsvorsprung den die Hedgefonds-Heinos hatten, auf das Sportwettenbusiness umzulegen würde folgendes bedeuten. Sportwetten-Business klingt doch gleich viel bedeutender als Zockerbuden-Geschacher. Man stelle sich vor ein paar professionelle Zocker sitzen mit dem Trainer oder Präsidenten eines großen und erfolgreichen Fußballclub in einem Raum und der gibt ihnen zu verstehen, dass seine Mannschaft (die an sich jedes Spiel bestimmt) im nächsten Spiel einzig und allein darauf bedacht sein wird das die Null steht. Zur Erklärung: Als Zocker würde ich dann darauf wetten dass die andere Mannschaft mehr Corner/Ecken haben wird.

Würde ich mit meiner Wetten gewinnen, könnte mir niemand nachweisen dass ich einen unlauteren Informationsvorsprung hatte.

Des Weiteren wurden sechs Großbanken wegen Euro-Dollar Kursmanipulationen vom amerikansichen Justizministerium zu 5,8 Mrd. Strafe verurteilt. Libor und Goldkursmanipulationen werden extra abgerechnet.
USB-Präsident Axel Weber erklärte: "Das Verhalten einer kleinen Anzahl von Mitarbeitern war inakzeptabel und wir haben entsprechende Disziplinierungsmaßnahmen ergriffen".
Eine kleine Anzahl von Mitarbeitern. Hahahaha ist das ein Spaßmacher. Ich weiß von keinen Investmentbanker der verutreilt wurde weil er seine Bank durch abgresprochene Kursmanipulation mit anderen Banken beklaut hat". Der Franzose Jérôme Kerviel, Börsenhändler der Pariser Großbank Société Générale, der 4,9 Milliarden verzockt hatte, war einer der ganz wenigen der wegen wegen Untreue, Dokumentenfälschung und Manipulation von Computerdaten zu einer unbedingten Haftstrafe verurteilt wurde. Hätte der Typ 4,9 Mrd. Gewinn für die Bank erzockt, ich möchte nicht wissen wie die Bank reagiert hätte. Meine Vermutung: Die hätten dem Jérôme einen fetten Bonus in die Hand gedrückt und noch höher zocken lassen.

Die Libor und Goldpreismanipulationskohle haben die Banken ja auch stillschweigend eingesackt.

Noch etwas über Wettanbieter. Die leiden auch an einer äußerst selektiven Wahrnehmung. Wollte gerade Polen beim Euro-Song-Contest wetten das die das Semifinale gewinnen. Kurs 51:1. Die Sängerin sitzt im Rollstuhl. Nur geht das nicht weil mein Gewinnlimit so niedrig ist so das ich die Wette nicht mehr plazieren kann. Das heißt das halbe Teilnehmerfeld kann ich nicht wetten. Würde ich aber auf den Topfavoriten setzen und es gewinnt Polen wäre das Geld weg. (hahaha)

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