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Mittwoch, 1. August 2012
Späte Einsicht
der imperialist, 21:25h
Nicht mehr gegen den Wind pissen
die Leute wenden sich ab wenn man aus allen Poren stinkt
nur noch mit schwimmen in dieser trüben Lacke aus ausgeschiedenen Medikamenten und unerträglicher Selbstbezogenheit
es einfach sein lassen und nicht mehr mit seinem ganzen Leben auf ein paar offene Wunden zeigen die einem das Leben reißt
was können den die anderen dafür das man nicht klar kommt
Widersprüche wie die Mode wechseln
diese ganze Verlogenheit und den elendigen Selbstbetrug einfach bei der MA 48 abladen
auch wenn die es nicht gerne sehen wenn man mit dem LKW kommt
Kevin Carter schoss genau dieses eine Bild zu viel bevor er sich erschoss
sein Abschiedsbrief flattert wie jetzt wie ein toter Geier durch das kindliche Internet 2.0
aber was kümmert das mich
ich klicke sowieso lieber auf "bestellen" oder starre auf große Ärsche und rasierte Muschis
das Leiden an dieser Welt einfach einstellen wie eine unzureichend ausgelastete Bahnlinie
nicht mehr hinhören und nicht mehr hinsehen
den durchgeknallten Soziopathen gehört diese Welt das ist einmal so
zweifelhafter Ruhm scheint mehr zu zählen als ein Leben in Freiheit und Würde oder der Kampf darum
ich brauch nur meine Nachbarin bei lebendigen Leib auffressen und schon bin ich in aller Munde und es gibt Menschen die wollen dann so sein wie ich
nicht so wie jetzt zweifelnd flehend und ängstlich
oder einfach nur menschlich
Verzweiflung kam man sich auch sparen
interessiert eh keinen wenn du an der Borniertheit dieser Welt verreckst
ein bißchen glänzende Oberfläche mit abgerundeten Ecke das interessiert die Leute und ein lol
versprich ihnen irgendeinen Scheiß und sie schenken die ein ganzes Land
und dann machen sie "Urlaub bei Freunden"
dabei wir sind wie so Puten die sie mit Schrott mästeten
irgendwann knickten unsere Beine ein und jetzt kommen wir nicht mehr vom Fleck aber die Aussicht ist trotzdem ganz schön
nichts mehr fühlen außer dass was sie dir anerzogen haben
einfach nur am Abend mit einem Teller Backrohrpommes vor die Glotze sitzen und einen schönen Film schauen mit happy end und ein paar Duftkerzen einschalten, nein entzünden
wie ein olympisches Feuer
damit man die Scheiße nicht riecht die bis zum Himmel stinkt
es irgendwann einfach schnallen
die Verstümmelten will keiner hören geschweige denn sehen
ihr Wehklagen nervt wie diese seltsamen Gestalten mit dem Leuchtturm
außer natürlich du schreibst wie Rimbaud aber der hat auch bald einmal die Schnauze voll oder malst wie Francis Bacon
aber denn wollten sie auch nicht wirklich sondern nur seine gekünstelte Pisse
die meilenwind gegen den Wind stinkt aber zu Papier gebracht ganz anders riecht
bevor sie dich wollen gehen sie lieber mit dem Hund
spazieren oder ackern den Garten um mit der Kralle
aus dem Teleshopppingkanal
Kunst ist ein Playstationspiel für die Überprivilegierten nur ich weiß nicht wie man so ein Spiel schreibt.
die Leute wenden sich ab wenn man aus allen Poren stinkt
nur noch mit schwimmen in dieser trüben Lacke aus ausgeschiedenen Medikamenten und unerträglicher Selbstbezogenheit
es einfach sein lassen und nicht mehr mit seinem ganzen Leben auf ein paar offene Wunden zeigen die einem das Leben reißt
was können den die anderen dafür das man nicht klar kommt
Widersprüche wie die Mode wechseln
diese ganze Verlogenheit und den elendigen Selbstbetrug einfach bei der MA 48 abladen
auch wenn die es nicht gerne sehen wenn man mit dem LKW kommt
Kevin Carter schoss genau dieses eine Bild zu viel bevor er sich erschoss
sein Abschiedsbrief flattert wie jetzt wie ein toter Geier durch das kindliche Internet 2.0
aber was kümmert das mich
ich klicke sowieso lieber auf "bestellen" oder starre auf große Ärsche und rasierte Muschis
das Leiden an dieser Welt einfach einstellen wie eine unzureichend ausgelastete Bahnlinie
nicht mehr hinhören und nicht mehr hinsehen
den durchgeknallten Soziopathen gehört diese Welt das ist einmal so
zweifelhafter Ruhm scheint mehr zu zählen als ein Leben in Freiheit und Würde oder der Kampf darum
ich brauch nur meine Nachbarin bei lebendigen Leib auffressen und schon bin ich in aller Munde und es gibt Menschen die wollen dann so sein wie ich
nicht so wie jetzt zweifelnd flehend und ängstlich
oder einfach nur menschlich
Verzweiflung kam man sich auch sparen
interessiert eh keinen wenn du an der Borniertheit dieser Welt verreckst
ein bißchen glänzende Oberfläche mit abgerundeten Ecke das interessiert die Leute und ein lol
versprich ihnen irgendeinen Scheiß und sie schenken die ein ganzes Land
und dann machen sie "Urlaub bei Freunden"
dabei wir sind wie so Puten die sie mit Schrott mästeten
irgendwann knickten unsere Beine ein und jetzt kommen wir nicht mehr vom Fleck aber die Aussicht ist trotzdem ganz schön
nichts mehr fühlen außer dass was sie dir anerzogen haben
einfach nur am Abend mit einem Teller Backrohrpommes vor die Glotze sitzen und einen schönen Film schauen mit happy end und ein paar Duftkerzen einschalten, nein entzünden
wie ein olympisches Feuer
damit man die Scheiße nicht riecht die bis zum Himmel stinkt
es irgendwann einfach schnallen
die Verstümmelten will keiner hören geschweige denn sehen
ihr Wehklagen nervt wie diese seltsamen Gestalten mit dem Leuchtturm
außer natürlich du schreibst wie Rimbaud aber der hat auch bald einmal die Schnauze voll oder malst wie Francis Bacon
aber denn wollten sie auch nicht wirklich sondern nur seine gekünstelte Pisse
die meilenwind gegen den Wind stinkt aber zu Papier gebracht ganz anders riecht
bevor sie dich wollen gehen sie lieber mit dem Hund
spazieren oder ackern den Garten um mit der Kralle
aus dem Teleshopppingkanal
Kunst ist ein Playstationspiel für die Überprivilegierten nur ich weiß nicht wie man so ein Spiel schreibt.
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Sonntag, 29. Juli 2012
Eine weitere kleine Tragödie
der imperialist, 20:05h
In meiner Straße gibt es ein kleines Kaffee. Das ist nicht so ein Kaffee wie es sich die meisten wahrscheinlich vorstellen. Ich will den meisten ja nichts unterstellen, aber wenn man an ein Kaffee denkt, denkt man an frischen Kuchen, alte Omas die gerade vom Friseur kommen und nette Vorhänge. Dieses Kaffee vor dem ich spreche hat eher den Style eine Kneipe oder Tränke, für Menschen gedacht und konzipiert, die mit dem Alltag so ihre kleinen Kämpfe ausfechten, die aneinander gereiht zu einer ziemlichen Schlacht anwachsen, wenn nicht sogar zu einem üblen Gemetzel. Wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin, fahre ich die ersten Meter immer den Gehsteig entlang, bis runter zur Ampel. Dort überquere ich dann die Straße. Zwangsläufig fahre ich oder besser gesagt rolle ich schön gemächlich an dieser Kneipe vorbei, wo die Vorhänge in den Fenster die Farbe Gelb bis Braun tragen und noch nie ausgetauscht wurden . Im kleinen Gastgarten vor der Kneipe saß bei entsprechend guten Wetter jahrelang ein Mann, der immer fürchterlich in Rage geriet wenn ich an ihm vorbei rollte. Wie ein alter Kesselflicker fluchte er los: " Der Gehweg ist kein Radfahrweg Banause, ich hole die Polizei, so Leute wie sie gehören verhaftet und weggesperrt, am Gehweg zu fahren ist das allerletzte, unerhört, eine Schweinerei sondergleichen, eine Frechheit, wenn ich sie da noch einmal sehe verklage ich sie". Der Mann war so Mitte fünfzig nicht besonders groß mit Schnauzer und Brille, nicht besonders kräftig. Alles in allem recht unscheinbar, der ganz normale Mann von der Straße. Meine Angst vor ihm war überschaubar. Ohne Zigarette habe ich nie gesehen. Wenn er mich auf meinem Fahrrad heran rollen sah zündete er sich schon prophylaktisch einen Tschik an. Mit Tschik lässt es sich leichter aus den Haut fahren. Der Tschik ist das heimliche Doping aller Choleriker. Als unser kleines Katz und Maus Spiel seinen Anfang nahm, schrieben wir noch die 90ziger. Wie der sich immer aufregen konnte. Sogar dem einfältigsten Geist wäre irgendwann nicht verborgen geblieben, das dieser Mann mit seinem inneren Gleichgewicht, der goldenen Mitte, dem Ying oder Yang usw. auf Kriegsfuß stand. Sein Blutdruck wird wahrscheinlich auch nicht bei idealen 120 zu 75 gelegen sein. Mit den Jahren begann er mir irgendwie Leid zu tun, weil er wie ein Hund war dem man ein Stöckchen hinwarf. Rad, Gehweg, gleich cholerischer Anfall. Vielleicht schätzte ich ihn auch falsch ein und sich aufregen war neben dem Rauchen eine der wenigen Momente die ihn Freunde bereitete. So um das Jahr 2005 herum begann ich ihn freundlich zu grüßen. Manchmal grüßte er sogar zurück und fluchte erst dann los. Mitunter kam es sogar vor das ihn meine Freundlichkeit dermaßen verwirrte das er ganz aufs Schimpfen vergaß. Dieser Moment der Schwäche kam überhaupt nicht gut an bei ihm, denn wenn er bemerkte das ich ihn ausgetrickst hatte, drückte er am nächsten Tag erst so richtig auf seine Schimpftube um das Verhältnis zwischen uns wieder ins rechte Lot zu bringen. Der Mann war mein Volksgerichtspräsident Freisler für die ganz Armen. Voriges Jahr sah ich ihn einige ganze Zeit lang nicht. Normal gehörte er zum Inventar des Frühlings wie die aufblühende Natur im Fernsehen. Rief dieser Mann erbost nach der Exekutive wusste ich das der Winter vorbei war. Erst Ende August sah ich ihn dann wieder. Es war kein besonders schöner Anblick. Ein Sauerstoffwagen stand neben ihn mit Schläuchen die ihn seine Nase führten. Ich war richtig getroffen. Ganz langsam und äußerst freundlich grüßend rollte ich an ihn vorbei. Viel Mann oder Mensch war da nicht mehr. Die Augen klein und wässrig, die Wangen eingefallen und Zigaretten lagen auch keine am Tisch. Nicht ein Ton kam über seine Lippen. Ich wollte schon umdrehen und es von der anderen Seite noch einmal versuchen. Auch an nächsten Tag nichts. Gestern blieb ich auf dem Heimweg kurz vor dem Beisel stehen und fragte die Wirtin, was mit diesen Mann sei der immer draußen saß und ......... Mehr musste ich nichts sagen, sie wusste ganz genau wenn ich meinte. "Ach" sagte die Wirtin ohne merklicher Regung in ihrer Stimme, "der kommt nicht wieder".
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Freitag, 27. Juli 2012
Kleine Tragödien
der imperialist, 21:01h
In unserem Haus sehe ich nach dem Aufzug wenn der mal stehen bleibt. Seit einer neuen EU-Verordnung, so neu ist die auch nicht mehr, muss es im Aufzug aus Sicherheitsgründen eine Innentür geben. Seit diese Innentür installiert wurde ist der Aufzug nur noch für 2 Personen zugelassen. Mehr als zwei Personen schafft dieser Aufzug mit Innentür auch nicht mehr. Heute läutete eine Frau an meiner Tür und fragte ob ich der Herr Imperialist sei und ob sie bei mir richtig wäre, den der Aufzug war stehen geblieben und zwei Personen befänden sich darin. Komisch dachte ich mir, zwei Personen schafft der Aufzug doch so gut wie immer. "Komm gleich". Na nicht was sie denken. Ich lief runter in den Erdgeschoss drückte eine paar Knöpfe und der Lift fuhr wieder nach unten. Im Aufzug befanden sich wirklich nur zwei Personen. Nur eine der beiden Damen war, wie sagt man das jetzt ohne einen auf Al Bundy zu machen, von der Leibesfülle her, also von ihrem Umfang, doch sehr voluminös. Was sage ich nur dachte ich mir, wenn jetzt wieder beide einsteigen. Der Aufzug bleibt ja wieder stecken. "Ach", sagte die weitaus dünnere Frau, "dieser Aufzug ist mir nicht ganz geheuer, das gehe ich die 4 Stockwerke lieber zu Fuß". Hoffentlich dachte ich mir, schafft der Aufzug die 4 Stockwerke mit der Dicken jetzt ohne weitere Vorkommnisse. Was sage nur zur der Frau wenn ich sie wieder bergen muss.
Als ich hörte wie die Tür des Liftes aufestoßen wurde, war ich wirklich, also so richtig wirklich erleichtert.
Heute blieb der Lift ungefärt auf Höhe der beiden Damen stecken. Inhalt: 2 Männer, 2 Frauen und 2 kleine Kinder. Das war sicher nur Zufall.
Als ich hörte wie die Tür des Liftes aufestoßen wurde, war ich wirklich, also so richtig wirklich erleichtert.
Heute blieb der Lift ungefärt auf Höhe der beiden Damen stecken. Inhalt: 2 Männer, 2 Frauen und 2 kleine Kinder. Das war sicher nur Zufall.
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