Dienstag, 19. März 2024
Ein 75-jähriger der vom Teufel besessen ist.
Weil der in seinem doch schon recht ansehnlichen Alter noch immer 50 Liegestütze schafft. Wie ich darauf komme. Na mit Hilfe der katholischen Kirche und ihren Überlieferungen.

Die offiziellen Exorzismusvorschriften des Vatikan im 1614 veröffentlichten „Rituale Romanum” machten Besessenheit im Wesentlichen an drei Anzeichen fest: Sprechen oder Verstehen einer fremden Sprache, Offenbaren von entfernten oder verborgenen Dingen sowie zu Alter und Konstitution nicht passende Körperkraft. Quelle: Die Presse.

Ein 75-jähriger Wiener der 50 Liegestütze schafft oder die große Runde über die Donauinsel mit der Radl unter zwei Stunden, ohne E-Bike, also mit reiner Muskelkraft, muss zwangsläufig vom Teufel besessen sein.

Anders sieht es natürlich bei einem 75-jährigen Landmenschen aus.

Ende

Fazit:
In Österreich aber am ausführlichsten dokumentiert sind mehrere Exorzismen an Frauen in der Zeit der Gegenreformation, als der Glaube an das konkrete Wirken des Teufels (auch als Erklärung des Protestantismus) besonders blühte. Besonders bekannt ist der Fall der Anna Schlutterbauer 1583, beschrieben in „Christliche Erinnerung bey der Historien von jüngst beschehener Erledigung einer Junckfrawen, die mit zwölfftausent, sechs hundert, zwey und fünfftzig Teufel besessen gewesen.

Hauptbeteiligter und Verfasser des Berichts war der prominente österreichische Jesuit Georg Scherer, Domprediger in St. Stephan. Anna war eine 16-Jährige, die von Ärzten als leicht „schwachsinnig” diagnostiziert wurde. Scherer schreibt, sie sei von 12.652 Dämonen besessen gewesen. Die Austreibung führte zur Hinrichtung ihrer Großmutter: Die 70-jährige Kleinhäusler-Witwe aus der Region um Melk verbrannte auf dem Scheiterhaufen. Ihr Schwiegersohn, Annas Vater, hatte sie der Hexerei beschuldigt.

Die Großmutter also. Die katholische Kirche. Immer noch Sicarios der Misogynie. Auf die 👻 lichen ist halt noch Verlass spottet der Wortmacher.

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