Montag, 14. März 2016
Zum Wochenendausklang
Der Kurier fragt: Was treibt eigentlich Monica Lewinsky? Ich finde das ist sexistsich. Die gute Frau hat zwei Master-Diplome und trug mal das berühmteste blaue Kleid der Welt.

Wochenende mache ich nix mit bloggen, verzweifelten Geltungsdrang, und sich an die unendlichen Weiten des Netzes anbiedern. Nicht als angelernter Kleinstbürger. Am Wochenende habe ich frei vor der Welt und mir selbst. Muss auch sein oder. Ansonsten stumpft man ja völlig ab. Ich bin ja ein begeisterter Weltbeschreiber, Schlagzeilen-Tourist und Buchstabenzähler. Nicht das sie denken ich lese in Zeitungen und Magazinen nur jene Artikel die mich wirklich interessieren. Niemals. Da mache ich „geiz ist geil“. Ich lese alles und unterstreiche auch fleißig ganze Passagen. Notizen mache ich dann und wann auch. Die kann ich meistens nicht lesen, oder ich blicke Wochen später drauf und dann habe ich nicht den leisesten Schimmer was des Gekritzel für einen Sinn haben soll. Steht dann da „der tote Punkt des Sinns“, oder "gesellschaftlicher Paria". Wenn ich Georg Packer in seinem Buch, „Die Abwicklung. Eine innere Geschichte des neuen Amerika“, richtig verstehe, dann hat der Donald Trump, den plumpen und hoch aggressiven Trump-Politik-Stil nicht erfunden, sondern von Newt Gingrich abgekupfert. Das habe ich jetzt nicht unterstrichen sondern selbst geschlussfolgert. Der Mann versteht wirklich zu schreiben. Das ich alles lese mag vielleicht auch daran liegen das ich im Grunde nicht weiß was mich wirklich interessiert. Interessen sind ja auch davon abhängig was man kann, zu was man sich befähigt fühlt und was einem beigebracht wurde. Abseits vom Lesen kann ich so gut wie nix. Das ist kein Understatement, weil der Underdog immer gut kommt, sondern eine Tatsache. Sinnerfüllend lesen geht. Ich sitze sozusagen jeden Tag mit einer Lektüre in der Hand im Klappstuhl am Abgrund meiner Möglichkeiten. Und sogar dort tu ich ja auch nur so als ob. Das ist mein Versuch den toten Punkt des Sinns als gesellschaftlicher Paria zu entkommen. So ist das wenn man den sozialen Tod durch ein paar glückliche Umstände überlebt hat. Ob sich das beschämend anfühlt. Nee nicht wirklich. Ich kenne mein Leben nicht anders. Ich machte immer nur den sozialen Tod. Hatte ich gut zu tun. Der Manfred z.B., ich hab mal ein Gedicht über den Sack geschrieben, das ist der Typ aus der Videothek die es heute nicht mehr gibt, genau so wenig wie den Zielpunkt, Porno-Abverkauf-DVDs oder unsere 11 Uhr Unterhaltungen. Wir hatten da einen der war Hardcore. Der kam am frühen Vormittag, im wahrsten Sinne des Wortes. Der schlich sich rein ins Porno-Kammerl, sah sich die Covers an und wixte auf die Hüllen. A rießen Hetz. Der Manfred war schwer auf Methadon, ich von den Tabs benommen, und dann war da noch der Alkoholiker, der so weit ich Bescheid weiß seinen sozialen Tod auch überlebt hat. Steht im ganz gut. Der Manfred hat das nicht gebracht. Der ist ja an sich und seiner Heroin-Sucht zu Grunde gegangen. Sozial Tod waren wir alle drei. Schattenweltmenschen halt. Schattenweltmenschen sind eine Unterkategorie der Unterschicht. Ich bin ja ein Hybrid, am Leben gehalten vom Goadfather, der es durch harte Arbeit zu bescheidenem Wohlstand gebracht hatte.

Das Goadfather-Ding, es als ungebildeter Halb-Weltkrieswaise zu Wohlstand zu bringen, läuft heute ja nicht mehr. Ungebildet kommste heute nicht mehr zu Kohle. Außer du machst Mafia. Nicht das sie denken ich bettel den GF um Kohle an. So läuft das nicht. Aber die Bude, in der ich einen Klappstuhl nach dem anderen durchsitze, gehört dem GF. Lichtmenschen beschreiben so einen Vorgang ja anders. Die zeichnen sich in einem weicheren Licht. Die sagen ja nicht mal „erben“ sondern lieber „überschreiben der Liegenschaft“, odern integrieren die Schenkung geschickt in ihrer Biografie. Ich mach das nicht. Ob jetzt Junkie, Irrer, Alkoholiker, wir alle haben den Stempel, „nicht gesellschaftsfähig“. Unser Scheitern wurde nur noch verwaltet. Aber das wissen sie ja schon. Bevor sie uns ran ließen bringen die heute lieber einen verwilderten Afghanen das Schreiben bei. Mit illegalen Drogen habe ich im Übrigen nichts am Hut. Ich mache Neuroleptika und was gegen die Höhen und Tiefen, weil die Ärzte meinen ich sei „Bipolar“. Ich weiß von nix. Ungebildet wie ich bin, dachte ich immer nur, ich habe besonders gute oder schlechte Laune. Von Depressionen und dem ganzen Zeug wusste ich überhaupt nix. Erst als ich Stimmen hörte ging ich zum Doc, weil die mir Angst machten. Und da war ich um die dreißig. Neurotop nennt sich das Medikament gegen das bipolare Dingsda. Retard steht auch drauf. Nehme ich halt. Die machen das Kraut auch nicht mehr fett. Ich bin Schattenwelt. Schattenwelt bedeutet des Weiteren dass man seine Gebrechen nicht so persönlich nimmt. Können sie mir vertrauen. Im direkten Kontakt spielt das Schizo-Ding bei mir nur eine sehr untergeordnete Rolle. Liegt auch an meiner Verzwergung, über die ich mir schon Gedanken mache. 15 Jahre vor einem Kühlschank, der nicht und nicht aufgehen wollte, da stellt man sich schon die eine oder andere Frage nach dem warum. Den einfach zu öffnen und was rausnehmen ging ja nicht. Ich fragte die UM2 ja schon ob ich was reinlegen durfte. Auch Sachen die ich von meiner Kohle gekauft hatte. Und dieses ewige Fragen hat mich dann ja weiter verfolgt und verunstaltet. Ich fragte sogar meine Freundin ob ich mir ein Handtuch nehmen dürfte. Und das nach fast einen Jahr. Die schüttelte nur noch den Kopf. Auf den Gedanken einfach was rauszunehmen, noch dazu ohne zu fragen, das brachte ich nicht. Ausgeschlossen so ein Gedanke. Dieser Verzwergung hatte ich nix entgegenzusetzen. Biste mal entsprechend verzwergt und ungebildet haste nicht so viel Ahnung von deinem Innenleben. Der Goadfather musste 70zig werden um mich mal zu zu Fragen wie es mir geht. Ich weiß heute noch nicht ob das nur eine rhetorische Frage war. Wusste ich natürlich nix drauf zu sagen. Da kommt nix. Das Innenleben steht bei einem Schattenweltmenschen nicht so hoch im Kurs. Auf die Frage meiner Nerventante „was fühlen sie“, oder „was kann ich für sie tun“, kenne ich die richtige Antwort so gut wie nie. Kann sogar sein das ich ungehalten werde. Deswegen schenkt die mir auch Steine, ein Handtuch und Blumen. Bis auf die Steine habe ich alles gekillt. Über das Ausbreiten seiner Unzulänglichkeiten komme ich noch in einem anderen Text. Ich hab das so ein Milieu-Dingt entdeckt bilde ich mir ein. Gewisse Personenkreise zumeist aus der Lichtwelt, reden ziemlich gerne über ihre Süchte, psychischen Defekte, Defizite und Makel. Darüber reden geht schon in Ordnung. Das läuft solange man da nicht völlig hinein kippt.
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Sie verstehen was ich meine. Vor allem die Süchte und den Umgang mit denen, heftet sich dieses Milieu gerne an die Brust wie einen polierten Orden. In der besseren bis gehobenen Mittelschicht scheint es ein unstillbare Sehnsucht, ja Verlangen, nach Kaputtheit und sozialen Tod zu geben, der ja bei vielen nicht viel mehr als ein nicht ganz so ernst gemeinter Selbstmordversuch ist. Ich habe mein soziales Selbst nicht einfach so gekillt. Ganz im Gegenteil. Ich war einfach nur zu blöde und ungeschickt Brillengläser in Brillenfassungen hinein zu schleifen. Deswegen stand ich mit nix auf der Straße und nicht weil ich alles hingeschmissen habe, über die Strenge schlug und was mit Freiheit machen wollte. Das über Strenge schlagen Ding lief einfach so nebenher. Da musste ich mir keine Legende erfinden oder groß ins Zeug legen. Das ging spielerisch. Ich saß nicht stundenlang vor Doors Platten und las auch nicht den Fänger im Roggen und all das Zeug. Mich ereilte der soziale Tod, weil ich die kleinstbürgerlichen Normen nicht brachte, und nicht weil ich mich auf der road to nowhere los sprintete bis ich nicht mehr konnte. Das ich mal nicht mehr konnte folgte keiner großen Erzählung oder Verirrung. Ich machte einfach nur Tag für Tag. Auch heute noch. Weder der Weiße noch der M., (der M. ist nicht der Manfred, mit dem hab ich nix gemacht nur geredet. Der war nicht vertrauenswürdig) mit denen ich Jahre in Wien um die Häuser zog, waren in kleinstbürgerlicher Sicht so erledigt wie ich. Die rebellierte wie es mir vorkam bewusst gegen die kleinstbürgerlichen Normen. Ich ging in die Fabrik weil ich nix konnte, die beiden, weil sich in ihrem Leben total verlaufen hatten. Die hielten den kleinstbürgerlichen Mief den sie ihn ihren Geruchskolben vermuteten nicht aus. So schien es mir. Ich war nur ich selbst und das langte offensichtlich schon in dieser Welt keinen Platz zu finden. Das ist ein ziemlicher Unterscheid finde ich. Wie auch immer. Der M. flüchtete zur UNO weil er das kleinstbürgerliche St.Pölten nicht mehr aushielt. Ich weil ich keine Lust auf Straße hatte. Wegen dem bipolaren Ding wäre ich nicht aus der Spur geraten. Die Schizo-Sache kam ja erst nach 10 wirklich harten Jahren. Meine Art hielt ich für völlig normal. Die anderen eher nicht. Gegen meine Depression nahm ich Aspirin C. Ich dachte diese Niedergeschlagenheit ist eine aufziehende Grippe. Besser wusste ich es nicht. Südlich der Drau aufgewachsen hatten wir es nicht so mit Psyche und dem ganzen Zeug. Wochenende ist frei was mir sehr gelegen kommt, weil Sport aus allen Fernsehkanälen quillt. Da gebe ich mir immer die volle Dröhung. Die bringen ja Sport ohne Ende. Warum weiß ich nicht. Vielleicht haben die zu viel Sendezeit oder weil wir alle nur noch blöde herum sitzen und auf etwas warten das nie kommen wird. Funktioniert bei mir ganz ausgezeichnet. Der tote Punkt des Sinns, der bei mir manchmal aussieht wie ein 124 Zoll Rohr, lässt sich mit Sport hervorragend zu stopfen. Fußball, Ski Alpin, Biathlon, noch mal Fußball und wieder Ski Alpin, natürlich Damen wie Herren. Ich schau ja so gerne Damenspitzensport. Biathlon war gerade WM. Boxen am Samstagabend, Brähmer gegen Gutknecht, hab ich ganz verschwitzt. Da zockte ich mit meinem Backgammon-Kumpel und jammerte dem die Ohren voll weil die Würfel so scheiße vielen. Eine grauenhafte Charaktereigenschaft von mir. Da jammer ich und jammere ich den Chat voll weil nix läuft und tu so als ob ich mich gleich einmal erhänge. Aber wehe es läuft besser schon schlage ich gnadenlos zu. Ich bin da neuronal total verhunzt. Ich tu noch immer so als ob ich gegen meinen Untergang mit echtem Geld anspiele. Was aber nicht mehr der Fall ist. 15 Jahre Glückspiel haben mich in dieser Hinsicht ziemlich ruiniert. Ich muss mich da neu erfinden. Normal soll soll man den Hintergrund seiner Schmähs nicht verraten. Der Witz liegt darin das man sich nach dem sozialen Tod nur noch schwer neu erfinden kann. Mit Bloggen läuft ja auch nix. Lichtmenschen scheinen an Schattenweltgeschöpfen doch nicht so viel Interesse haben wie ich mir einbildete, vielleicht sogar erhoffte. Schreiber und Leser sind wirklich ein seltsames Paar. Die mit den LED-Lampen im Inneren und Kompaß, machen lieber das Scheitern von Praktikanten, und schreiben die in ihren Kommentaren in Grund und Boden. Ratschläge zu Fingernägel machen die auch. Vielleicht müssen die auch ein Rohr stopfen. Weil ich gerade beim Tod bin.

Südsudan. Den UNO-Bericht zur Menchenrechtslage im Südsudan haben sie sicherlich schon gelesen. Auf ihrem Smart-Phone geht das ja zack zack. Kinder und Menschen mit Behinderungen werden lebendig verbrannt, Soldaten vergewaltigen systematisch Frauen und töten gezielt Zivilisten. Die Menschenrechtsverletzungen seien im Südsudan so schlimm wie in kaum einem anderen Land. Da streiten angeblich die Männer untereinander wer es einer Sechsjährigen so richtig besorgen darf. Dabei sind diese Menschenrechtsverletzungen im Südsudan gar nicht neu. Ich weiß ja auch schon länger davon. Mindestens seit 2014. Irgendwo habe ich sicherlich darüber geschrieben. Warum ich darauf zu sprechen komme. Das Wochenende ist vorbei und sie kennen sicherlich diese älteren Herren, die gerne um Baustellen herumstehen und ganz begeistert bis wehmütig bei den Bauarbeiten zusehen. Die stehen total auf Krähne und so. Ähnlich verhält es sich mit mir und Krisenherden. Menschenrechtsverletzungen scheinen meine Baustelle zu sein vor der ich herumlungere. Über den Südsudan habe ich noch aus einem anderen Grund geschrieben. Kein geringer als der großartige Georg Clooney machte ja Südsudan. Der hat sich da wirklich ins Zeug geworfen und Weltpolitik gemacht. Das hat der Arme jetzt davon. Macht er einmal nicht auf Leinwandheld schon steht er wie ein Depp da. Frei nach dem Herrn Goethe. Der moralische Mensch der steht`s das Gute will und das Böse schafft. Hat seine schöne Frau, die soll ja eine herausragende Anwältin sein, gut zu tun. Europa kann den Opfern im Südsudan leider nicht zu Hilfe eilen. Wegen Massenvergewaltigungen und so machen wir nix. Sechsjährige Mädchen die vergewaltigt werden sind noch lange kein Asylgrund bei uns. Da wird niemand umgehend ausgeflogen. Die sollen mal schön durch die Sahara und wenn dann noch etwas von ihnen übrig ist sehen wir weiter. Derzeit sind wir eh ausgebucht. Wir machen lieber junge Männer aus dem Maghreb. Und die machen gerne Identitäts-Hopping und a bisserl Fummeln zu Silvester. Die SPD macht ja bald nix mehr. Merksatz: Gehen sie niemals als Juniorpartner in eine große Koalition. Niemals. Lassen sie lieber die Finger von den Versuchungen der Macht und machen sie schön Opposition. Sie werden die Juniorpartnerschaft politisch nicht überleben. Sie denken sie gestalten als Juniorpartner mit Mütterente, Mindestlohn usw. Nee das ist eine Halluzination. Sie werden von der KanzlerInnen-Partei verunstaltet. Noch etwas. Schließen sie Rechtspopulistsiche Parteien wie die AfD niemals von Koalitionsgesprächen oder Regierungsbeteiligungen aus. Schon gar nicht weil sie sich als Politiker der AfD moralisch überlegen fühlen. Machen sie das ja nicht. Ich kenne mich da bestens aus ich bin Österreicher. Wir haben die FPÖ. Die ist jetzt bei 35% in Umfragen. Sie müssen die ran lassen an den Busen der Macht. Die FPÖ lässt sich nur durch Regierungsbeteiligung domestizieren. Dann ist vorbei mit Lästern, als Opposition, erste Reihe fußfrei. Njiet kann jeder schrein. Vertrauen sie mir. So wie die Wartenden vom Idomeni dem Norbert Blüm vertrauen. Ein guter Mann. Der handelt halt noch christlich und übernachtet mit seinen gut achtzig Jahren in einem Zelt in Idomeni. Hut ab Herr Blüm. Ehrlich. Ich befürchte nur das des der österreichischen Bundesregierung, die ja die Erfinder von Idomeni sind, ziemlich wurscht ist. Die österreichische Bundesregierung kämpft derzeit um ihr politisches Überleben. An den Erfolgen der AfD sieht man ja. Mit dem Wähler ist derzeit nicht zu spaßen. Ich weiß ja nicht es ob die Gesundheit vom Herrn Blüm zulässt, aber vielleicht könnte der gleich weiter in den Südsudan fliegen und der afrikanischen Union (was machen die eigentlich außer der dem werten Herren Mugabe zu huldigen, weil der den Weißen mal bewiesen hat wo der schwarze Bartl den Inflations-Most her holt) und dem UNO-Sicherheitsrat mal zeigen wie Menschenrechte gehen. In Simbabwe soll es angeblich eine Straße geben, die ohne Schlaglöcher auskommt, die so groß sein sollen wie mein 124 Zoll Null-Sinn-Punkt Rohr. Diese Straße führt vom Amtssitz des Präsidenten zu seiner Villa. Zum großen Robert könnten sie dich vergewaltigen sudanesischen Frauen flüchten. Der hat Prostata-Krebs. Erst Montag und ich bin schon so schräg drauf. Unter der Woche ist natürlich auch Sport. Bayern gegen Juve. Und am Wochenden geht die Formel Fad wieder los. Mir wuscht. Ich schau oder lese ja eh alles.

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