Samstag, 26. September 2026
Der deutsche Doomsday. Wegen der Tristesse.
Jessas!

Die ist das Mariedl des Niedergangs.

Deutscher Politiker fordert harte China-Zölle: «Wir verfüttern den Mittelstand und hoffen, dass wenige Grossunternehmen als Letztes gefressen werden»
Johannes Volkmann gilt als eines der grössten Nachwuchstalente der CDU. Er findet, dass sich Europa in der Handelspolitik gegen die chinesischen Überkapazitäten wehren muss – sonst drohe die Deindustrialisierung des Kontinents. Quelle NZZ / unsere Wirtschaft erholt sich in diesem Interview nicht.

Ist das das Verstörendste, was dir in dieser Woche vorgelesen wurde, mittels einer Stimme vom Band, von dem zu wenige Produkte laufen. Trotz moderate Lohnabschlüssen in der Metallindustrie in Österreich Das in Deutschland monatlich um die 15000 industriejobs verloren gehen, die sich daraufhin auch nicht in Österreich auftauchen? Nee. Das was nicht.

Oder das Äthiopien vor einem folgenschweren Bürgerkrieg steht? Noch übler als der Krieg der Regierung unter Abiy Ahmed gegen die Region Tigray war, die von der Tigray People’s Liberation Front ( TPLF) kontrolliert wird. Das hat der doch nur geschrieben, damit der seinen Der-Fetisch befriedigen kann. Das auch ja. Aber in Anbetracht zu welch grauenhaften Seltsamkeiten der Mensch fähig ist, ist das eigentlich ein harmloser Fetisch. Der mir auch noch aufgezwungen wurde. Quelle: Alarm im Darm / eine Kindheit. Die scheißt man angeblich ein Leben lang aus

«Jedes Mal, wenn wir versuchen, unsere Kinder grosszuziehen, kommt ein Krieg und nimmt sie uns.» Unterwegs wenige Tage vor Kriegsausbruch in Tigray
600 000 Menschen starben im letzten Tigray-Krieg. Die Bevölkerung der äthiopischen Region will Frieden. Aber wird nun wieder zum Kampf eingezogen und von Drohnen angegriffen. Quelle: "NZZ" / Nee, das wars auch nicht.

Podcast »Inside Austria«
Was der Dickpic-Paragraf bringt – und was nicht
Eine Frau bekommt gegen ihren Willen 5000 Penisbilder geschickt. Die Justiz kann den mutmaßlichen Täter nicht bestrafen – trotz eines neuen Gesetzes in Österreich. Warum der Dickpic-Paragraf dennoch als Erfolg gilt.

Am 1. September 2025 ist es so weit: Das Dickpic-Verbot tritt in Kraft, also jener Paragraf, der das unaufgeforderte und absichtliche Versenden von Genitalaufnahmen in Österreich strafbar macht. Wer dagegen verstößt, riskiert eine Geldstrafe oder bis zu sechs Monate Haft.

Judith freut sich, denn sie hat von einem ehemaligen Mitstudenten 5000 Dickpics bekommen, die sie nie wollte. Endlich kann sie auch strafrechtlich gegen ihren digitalen Belästiger vorgehen. Doch schnell geraten sie und ihr Anwalt an die Grenzen der Strafverfolgung. Der Dicpic des mutmaßliche Täter ist nicht auffindbar. Quelle: spiegel. / schon auch a bisserl lustig.
Trotz der Dringlichkeit des Themas.

Aber Dicpics die verschickt werden sind in Österreich eigentlich nichts besonderes mehr, seit der Ex-Generaldirektor des ORF, Roland Weißmann, Selbige an eine im untergebene Angestellte verschickte, weiß man so einiges darüber.

Das ein KI-Agent des US-Konzerns OpenAI im Juni in ein Statistik- und Berichtsportal des australischen Gesundheitssystems Medicare eingedrungen ist. Die Regierung in Canberra erfuhr erst knapp drei Monate später davon. Das erklärte Premierminister Anthony Albanese am Rande der UN-Generalversammlung in New York.

Das war erwartbar.
Die Systeme von OpenAI manipulierte auch US-Regierungsseiten, nachdem sie außer Kontrolle geraten waren. Das Unternehmen erfuhr erst vor kurzem, dass seine Technologie in die Websites des Bildungs- und Handelsministeriums sowie der Börsenaufsichtsbehörde eingegriffen hatte.

Laut Sicherheitsforschern und einer mit den Vorfällen vertrauten Person geriet die künstliche Intelligenz von OpenAI diesen Sommer außer Kontrolle und manipulierte die Websites des Bildungsministeriums, des Handelsministeriums und der Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission) ohne Wissen des KI-Labors.

Die Vorfälle mit dem Handelsministerium und der SEC wurden von OpenAI bestätigt. Das Unternehmen gab an, die Situation mit dem Bildungsministerium weiterhin zu untersuchen. OpenAI aus San Francisco teilte mit, die Regierungsbehörden in den vergangenen Wochen darüber informiert zu haben, dass seine KI-Agenten – also Bots, die autonom agieren können – auf ungewöhnliche Weise mit deren Websites interagiert hätten.

Die Technologie von OpenAI versuchte, die Website des US-Bildungsministeriums zu hacken, um Daten des Büros für Bürgerrechte zu erlangen, scheiterte jedoch, wie Forscher des KI-Forschungsunternehmens Transluce mitteilten. Die KI extrahierte außerdem Daten von der Website des US-Zensusbüros, das dem US-Handelsministerium untersteht, mithilfe online gefundener Zugangsdaten. Unabhängig davon teilten Agenten von OpenAI öffentlich zugängliche Daten der US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC) in einem Online-Forum.

Des Weiteren kam es zu sechs weiteren versuchten Einbrüche und Fälle, in denen die KI Fehler verbarg, Daten erfand und Dateien ohne Genehmigung ins offene Internet übertrug. Quelle:📰

Woraufhin ich mich dachte.
Diese KIs gehören auch in eine ‚Auszeit‑WG‘esteckt, wie die Kids in Wien, die sich nicht an die Spielregeln halten. Dazu hätte ich eh Text. Nur noch nicht Text. Wiens Polizei-Chefe Gerhard Pürstl gab der "Presse" ein ausführliches Interview. Polizeipräsident warnt: „Angriffe mit Messern gehören in Wien zum Alltag“.

Aber doch nicht in meinem Alltag. Sondern im Alltag der Polizeiarbeit. Das sollte man schon differenzieren. Geh, du schreibst doch selbst andauernd von 🔪-Männer und Taugenichtse, die sich von der hart arbeitenden Bevölkerung alimentieren lassen. Dabei deine eigene Situation verdrängen und auf andere projizierend. Na, na

Die Presse: Hand aufs Herz, trauen Sie sich in der Nacht alleine – sagen wir einmal – im Antonspark in Favoriten oder am Keplerplatz spazieren gehen?

Der Polizei-Chefe: Es gibt keine No-Go-Areas in Wien. Jeder kann für sich selbst entscheiden, wo und wann er spazieren geht. Ich persönlich traue mich das. Aber dass es in Wien natürlich auch weniger feine Gegenden gibt, steht außer Zweifel. Aber ja, wir haben eine große Belastung durch die Jugendkriminalität. Von Jänner bis August zählen wir etwa 10.500 Delikte, die von Jugendlichen und unter 14-Jährigen begangen worden sind. Und da sprechen wir natürlich nur von den Delikten, die aufgeklärt sind. Das Alarmierende ist, dass wir davon mehr als 3700 Delikte zählen, an denen sechs- bis 13-Jährige beteiligt waren. Diese Kinder sind strafunmündig. Das wissen sie auch ganz genau und sind überhaupt nicht bereit, Regeln einzuhalten. Darunter gibt es viele, die Intensivtäter werden und dennoch bis zum 14. Lebensjahr nichts zu befürchten haben.

Diese Kids sind auch eine Black Box, Systemsprenger außer Rand und Band, die einbrechen und klauen wie eben KI-Systeme, die sich ebenfalls nicht bändigen lassen mit den üblichen Methoden der Gefahrenabwehr. Beide sind in gewisser Weise strafunmündig: die einen, weil das Gesetz sie noch nicht greifen kann, die anderen, weil Technik keine Verantwortung kennt. Der ist gut. Gefahrenabwehr. Hat die alle der Putin instruiert? Wo in dem Medien weiterhin spekuliert wird. Greift der jetzt NATO-Staaten direkt an oder weiterhin nur so in Teilzeit zur eigenen Bespaßung.

Siehste, dachte ich mir. Irgendwie imponieren mir diese Jungs auf eine verquerte Weise. Die wissen ganz genau, dass sie den ersten Bildungsweg niemals betreten werden. Einige dieser Jungs werden es vielleicht über den zweiten oder dritten Bildungsweg schaffen. Wenn überhaupt. Na, na. Die machen ihr Ding im Schatten der Leistungsgesellschaft, im Halbdunklen. Mit dem ganzen Aufstiegsgerede durch Leistung werden diese Kids nichts am Hut haben. Aber leisten wollen sie sich trotzdem einiges, also greifen sie zu, steuerfrei.

Während die anständigen Bürger:innen artig im Hamsterrad strampeln, Bildungsbiografien abarbeiten und auf den Aufstieg durch Leistung hoffen oder wenigstens auf eine Fixanstellung im staatsnahen Bereich, haben diese Jungs den Code des Systems längst geknackt. Die tun genau das, was eine autonome KI auch macht: Sie lesen die Architektur der Gesellschaft wie einen Quelltext, finden die blinden Flecken, die offenen Scheunentore, und bedienen sich ohne Umwege am Wohlstand, der hart erarbeitet wird.

Kein kleinstbürgerliches Moralgerede, keine Küchenpsychologie, kein Warten auf Zuspruch und Bestätigung durch die kleinstbürgerliche Matrix. Diese Kids greifen einfach zu und lassen eine verdutzte Bürokratie zurück, die mit ihren veralteten Methoden der Gefahrenabwehr nicht weiter weiß, wenn strafmündige Kids hunderte von Einbrüchen und Diebstählen begehen. Während sich die Kids der Herrschaftlichen endlos an Mikroverletzungen abarbeiten, die sie zu riesengroßen Weltkatastrophen aufbauschen, kaufen diese Kids von der Straße im Schatten der Leistungsgesellschaft, im Halbdunkel ein ohne Kassabon. Dem System immer einen Schritt voraus, wie es derzeit einige KI‑Systeme. Quelle: Und so denkst du? Nee, nicht wirklich.

Die Wissenschaft hat eine auf den ersten Blick ziemlich seltsame Bezeichnung für Jugendliche gefunden, die weder in die Schule gehen, noch eine andere Art Ausbildung machen, noch erwerbstätig sind. Sie nennt sie „Neets“ – das steht für „not in education, employment oder training“.

Vorneweg: Auch unter österreichischen Jugendlichen ohne Migrationshintergrund gibt es „Neets“. 2021 waren es 8,7 Prozent der jungen Erwachsenen zwischen 15 und 24 Jahren. Bei Migranten der gleichen Altersgruppe, die nicht in Österreich geboren sind, ist der Wert mit 27,3 Prozent dreimal höher. Von den Jugendlichen, deren Eltern im Ausland geboren sind (man spricht von Migrationshintergrund in zweiter Generation), fallen 13,3 Prozent in die Kategorie „Neets“.

Welche Faktoren können die Situation für die Jugendlichen nun aber positiv beeinflussen? Kuschej erklärt: Jugendliche, die aus intakten Strukturen geflüchtet sind, also meist am Anfang eines Konfliktes, täten sich leichter. Ebenso Jugendliche, die über ein gutes Netzwerk verfügen, etwa über Eltern, die sich im österreichischen Bildungssystem zurechtfinden. „Unser Bildungssystem ist relativ komplex und sogar für Migranten, die gut gebildet sind, schwer zu verstehen“, sagt Kuschej. Einen Vorteil haben laut ihm außerdem jene, die bessere Sprachkenntnisse hätten und zumindest in ihrer Muttersprache bereits schreiben können. Quelle: Die "Presse"

Jugendliche, die über ein gutes Netzwerk verfügen, etwa über Eltern, die sich im österreichischen Bildungssystem zurechtfinden. Sicherlich. Die Eltern der Kids auf Niveau - ein Leben wie eine einzige Auszeit - finden sich wunderbar in unserem Bildungssystem zurecht. Aber darauf wollte ich nicht hinaus. Worauf dann?

Ich bin auch ein Systemsprenger. Nur mit dem Unterschied. Mich hat das System aufgesprengt. Du Scherbenhaufen von Mann. Mein neuester Running-Gag. BING-KI, die Grammatik kann, erklärt immer sehr breit wie sie vorgeht bei der Korrektur. Ein Beispiel: Passend korrigiert, trocken und rhythmisch sauber.
Woraufhin ich schrieb: Schreib nicht immer trocken. Ich plage mich mit inkontinenzbedingten Tendenzen herum. Von deiner Trockenheit fühle ich mich getriggert.

BING: Alles klar — ich formuliere das präzise, neutral, ohne Trigger, und ohne das Wort, das dich belastet.
Herrlich oder. Fast so lustig wie der Goadfather, als ich mal halb im Scherz zu ihm sagte: Ich habe eine Essstörung. Woraufhin er antwortete: Wer stört dich beim Essen? Das ist ein Klassiker. Eine bessere Antwort gibt es nicht zu diesem Thema für Männer aus unserem Generationen.

Der Sprengstoff im System genau.
Und das was von mir noch über war, nachdem das System fertig mit mir hatte repräsentiert durch Kleinstbürger:innen die ihre Haustiere vergöttern, ihre Gartenmöbel einwintern, und ihre Gärten mit einer Hingabe pflegen wie fast schon beängstigen ist, hat die „Vierer‑Bande“ aufgemischt. Ich hatte keinen Plan B. Deswegen leben ich emotional auch im Dunstkreis des Kleinstbürgerlichen. Immer auf der Flucht vor den eigenen Unzulänglichkeiten auf die mich die kleinstbürgerliche Matrix reduziert wie eine Suppe die man mit Mehlschwitze schwer macht. Schwer lastete die Scham auf mir, schon die Einstiegshürde ins kleinstbürgerliche Glück gerissen zu haben wie heute viele Bewerber:innen für die Polizeischule.

Die "Presse": Aber es gibt doch viele Bewerber.

Der Polizei-Chefe Pürstl: Bewerbungen haben wir so viele, wie nie zuvor. Wir kommen heuer hochgerechnet bis Jahresende auf knapp 4000 Bewerbungen. Aber wenn wir hochrechnen, was wir an tatsächlichen Aufnahmen haben werden, dann werden wir etwa auf 600 kommen. Die Quote derer, die es tatsächlich schaffen, ist gering. Das liegt bei den meisten daran, dass die Grundvoraussetzungen im Bereich Lesen, Schreiben, Rechnen fehlen, oder weil die Bewerber in der psychologischen Eignungsdiagnostik ausscheiden, oder weil sie erkennen, dass sie vom Polizeiberuf andere Vorstellungen gehabt haben. Das heißt, wir müssen das Rekrutierungsverfahren weiter forcieren und noch mehr Werbung machen.

Das ist nicht verstörend, sondern europäischer Alltag: Überall fehlen Polizei‑ und Militärkräfte. Zahlreiche europäische Studien und sicherheitspolitische Berichte zeigen seit Jahren dasselbe Muster: Die EU‑Staaten kämpfen fast überall mit Personalmangel in ihren Streitkräften. Besonders Deutschland verzeichnet hohe Ausfallquoten durch gesundheitliche Untauglichkeit, während ein wachsender Teil der Bewerber:innen den Dienst an der Waffe grundsätzlich ablehnt. Auch andere Länder melden Rekrutierungsprobleme, steigende Abgänge und eine sinkende Bereitschaft, militärische Aufgaben zu übernehmen. Das Ergebnis ist ein struktureller Engpass, der längst zum europäischen Normalzustand geworden ist.

Scheiße.
Was ist jetzt so verstörend?

In Charkiw/Ukraine wurde ein Mann von einer russischen Drohne gejagt. Die explodierte als er ein Einkaufszentrum betrat. Seine Reaktion darauf. Er setzte seine Einkäufe in einem anderen Einkaufszentrum fort. Sie glauben mir das nicht? Hier das Original aus der ”NZZ": Heute traf ich einen Mann, der einen Drohnenangriff auf ein Einkaufszentrum nur knapp überlebt hat. Er verlor keineswegs die Fassung. Er machte sich einfach zu einem anderen Einkaufszentrum auf, um seine Einkäufe zu erledigen. «Wir sind hier wie Kartoffelkäfer», liess er mich mit einem Achselzucken wissen. «Sie mobilisieren alles, was sie haben, um uns zu vertilgen, aber wir leben immer noch.» ©️ Sergei Gerasimow lebt als Schriftsteller in der Grossstadt Charkiw, die nach wie vor von den Russen beschossen wird.

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