Freitag, 18. September 2026
Endlich. Ja wie fast alles. Die Katze ist aus dem Sack.
Vor einigen Wochen auf der Insel:
Ich war gerade dabei herauszufinden wer im Iran die Schießbefehle gegen die Demonstranten gab?

Apropos Schießbefehl:
Prozess in Den Haag. Der einstige Präsident und UÇK-Anführer des Kosovo Hashim Thaçi wurde zu 25 Jahren Haft verurteilt. Im Kosovo hagelt es Protest.

Auch seine drei Mitangeklagten und früheren UÇK-Kommandanten, die wie der 58-jährige Thaçi schon seit über sechs Jahren in Untersuchungshaft in Den Haag einsitzen, wurden wegen der damals in insgesamt 14 Internierungslagern im Kosovo und in Nordalbanien begangenen Gräueltaten zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt: Der frühere UÇK-Sprecher Jakub Krasniqi zu 25 Jahren Haft, der frühere UÇK-Sicherheitschef Kadri Veseli zu 18 Jahren Haft und der frühere UÇK-Kommandant Rexhep Selimi zu 13 Jahren Haft.

Dabei beziehen sich die Schuldsprüche gegen Thaçi und weitere Ex-UÇK-Kommandanten vor allem auch auf Verbrechen an anderen Kosovo-Albanern, an Personen, die – so der Richter – von der UÇK als „Kollaborateure“ Serbiens und als Gegner angesehen worden seien. Quelle: Die "Presse"

Tage zuvor wurde der serbischen Kriegsverbrecher Ratko Mladić in Belgrad feierlich in der Erde versenkt. Es bleibt kompliziert. Mit dem Nationalismus Der in Gefühlssuppe blubbert wie das Gulaschfleisch in der Sauce.

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Noch einmal:
Vor einigen Wochen auf der Insel:
Ich war gerade dabei herauszufinden wer im Iran die Schießbefehle gegen die Demonstranten gab?

Ein Kleinstkind mit Frau im Kinderwagen, das den vor sich herschob wie eine Angriffswaffe.
Und einem freilaufenden Hund.
Nee. Natürlich anders herum.
Die Frau schob den Kinderwagen vorwärtsverteidigend.
Und der Hund lief nebenher.
Ich sah sie schon von der Weiten kommen und hatte kein gutes Gefühl.
Sehr zielstrebig.
Eine Aura wie eine Dampfwalze.
Wie die Schauspielerin Teyana Taylor im Film „One Battle After Another“.
Aber in der Farbe 🍞.
Und nicht ganz so sexy.
Das Leben. One Battle After Another.
Na, na.
Ich: Bitte, werte Dame.
Die Dame: Von Ihnen lasse ich mich nicht schätzen.
Ich: O.k. Gucken Sie trotzdem bitte. Ihr Hund wird gleich zu meinen Sachen hinschiffen. Der wird gleich sein Beinchen heben und sein Revier markieren.
Ich kenne das. Die Nase ist schon ganz tief drinnen im Thema.
Die Dame: Das ist eine Hündin. Sie Chauvinist.
Nur a Schmäh.
Die Dame fühlte sich nicht groß angesprochen von meinen Worten.
Die reagierte nicht.
Ich: Bitte, gucken Sie doch. Ihr Hund wird gleich sein Revier markieren.
Und zack. Gesagt, getan. Der Hund schifft zum Vorderreifen vom Radl hin.
Ich: So eine Scheiße. Was stimmt nicht mit Ihnen? Ich habe Sie doch fast schon angefleht, ihren Hund anders zu programmieren.
Die Dame zuckt mit den Schultern und antwortet wortwörtlich:
„Ihr Männer schifft doch auch überall hin.“
Dann ging sie weiter, ohne sich noch einmal umzudrehen.
Das war ein Statement. Respekt.
Ich stand da wie ein begossener Pudel.
Die Scham hatte tatsächlich die Seite gewechselt.

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Jessas!

Eben ist eine Meldung hier reingeknallt die das Original, dass ich nicht mehr vorgebe zu sein, zertrümmert hat.

Der „Gunkl.
https://www.youtube.com/watch?v=DnI4GAe3SuQ

Der Name sagt ihnen wahrscheinlich nix. Der Mann ist ein bekannter hiesiger Kabarettist. Gunkl (Günther Paal) steht seit Mai 2026 unter dem Verdacht des sexuellen Missbrauchs einer Unmündigen und des Besitzes von Missbrauchsdarstellungen. Die Vorwürfe betreffen die damals fünfjährige Tochter seiner früheren Lebensgefährtin. Er hat sich selbst angezeigt. Parallel dazu wurden zwei Frauen – die Mutter des Kindes und deren Mutter – wegen schwerer Erpressung angeklagt.

Nicht nur hat der Künstler in einem Video sowohl sexuelle Handlungen an einer damals Fünfjährigen als auch den Besitz von Missbrauchsdarstellungen zugegeben, sein Anwalt sagte, das Mädchen sei Paal von der eigenen Mutter und Oma „zugeführt“ worden. Bevor sie ihn zur Übergabe von insgesamt 189.000 Euro Schweigegeld brachten.

Drei – nicht rechtskräftige – Anklagen gibt es in dem traurigen Kriminalfall, von dem die „Krone“ zuerst berichtete: gegen den 64-jährigen Paal, eine 42-jährige Frau und deren 62-jährige Mutter. Die beiden Frauen sitzen in Untersuchungshaft. Der Vorwurf: schwere Erpressung. Das Mutter-Oma-Gespann soll von dem Kabarettisten insgesamt fast 190.000 Euro in mehreren Tranchen erpresst haben. Vor der Übergabe der letzten Tranche erstattete der Künstler Selbstanzeige und Anzeige, die 42-Jährige wurde festgenommen, als sie 30.000 Euro in Empfang nehmen wollte. Die Oma des Mädchens sitzt seit Juli als mutmaßliche Beitragstäterin in U-Haft.

Sexarbeiterinnen über Anzeige kennengelernt
Kennengelernt hätten sich Paal und die beiden Frauen – laut „Gunkls“ Anwalt Florian Höllwarth Sexarbeiterinnen – vor zehn Jahren über eine Anzeige. Etwa ein Jahr wären die drei in Kontakt gestanden, schon damals seien Zahlungen immer weiter erhöht worden, bis es dem Künstler reichte.

Laut Anklage drohten die beiden Frauen Paal, Fotos zu veröffentlichen, die den Missbrauch des Mädchens zeigen sollen. Solche Bilder dürften aber nie existiert haben. Die Frauen sollen auch mit ihrem gewalttätigen Bruder bzw. Sohn gedroht haben, der von den Machenschaften laut Anwalt aber nichts wusste.

Bei der Übergabe der schließlich letzten Tranche in Höhe von 30.000 Euro am 30. Juni am Wiener Hauptbahnhof wurden – eben nach der Anzeige und Selbstanzeige Paals – zunächst die 42-Jährige von einem verdeckten Ermittler des Landeskriminalamtes festgenommen, am 6. Juli nach ihrer Rückkehr in Wien deren Mutter. . Die beiden Frauen sitzen in U-Haft, das Kind, das auch einen siebenjährigen Bruder hat, befindet sich in der Obhut der Wiener Kinder und Jugendhilfe der MA 11. Quelle: https://www.krone.at/4297740#comment-list

Einschlägige Datenträger sollen auch auf Günther Paals Festplatte gefunden worden. Kleine Kinder. Für Männer mit pädophiler Neigung sind die eine Festplatte. Wie angerichtet für den Missbrauch. Wer hat das jetzt gesagt?

Der Standard fragt:

Frage: Das war im Fall von Florian Teichtmeister ähnlich?

Antwort: Richtig. Der einst gefeierte Burgtheaterschauspieler flog auf, als sich die damalige Partnerin Teichtmeisters 2021 wegen häuslicher Gewalt bei der Wiener Polizei meldete. Damals gestand Teichtmeister im Zuge dessen von sich aus, Kindesmissbrauchsdarstellungen zu besitzen und übergab den Beamten einen Stick. Was die beiden Fälle allerdings fundamental voneinander unterscheidet, ist die Dimension – zumindest in Bezug auf die Dateien. Teichtmeister besaß 76.000 Dateien mit inkriminierendem Material, das er zudem teils weiter bearbeitete. Im Fall von Paal geht es bisher um den Besitz von 960 Bildern und 19 Videodateien von Kindesmissbrauch. Gunkl allerdings soll – im Gegensatz zu Teichtmeister – tatsächlich ein Kind missbraucht haben.

In der ZiB2 sagte der Anwalt vom Gunkl, im Dunklen ist gut munkeln. Ich muss nachgucken.

Anwalt Florian Höllwarth: „Bekannt ist das es sich um pornografisches Material handelt, dass im Zuge, (wehe du setzt mich jetzt in den Nachtzug nach Kyiv Wortmacher), einer Hausdurchsuchung, das im Zuge einer Hausdurchsuchung offensichtlich gefunden wurde. Allerdings dieser Material schon über 13 Jahre zurückliegt. Nämlich vor 13 Jahren wurde dieses Material sozusagen heruntergeladen im Internet." Quelle: Das nette Monster von Nebenan. ©️Meike Lauggas von der Vertrauensstelle vera*.

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Na, dann ist eh alles gut, wenn das Material schon 13 Jahre alt ist und auf dem Rechner herumkugelte wie in Bronx der Sperrmüll auf der Straßen. Aber die Stadt hat reagiert. Der Müll ist weg. Die Bronx wird verdichtet. Und wie die verdichtet wird. Bald wird man den Himmel nicht mehr sehen können vor lauter Hochhäuser. Die wenigstens hoch hinaus wollen. Nicht so wie du. Das auch ja. Aber den Müllplatz im Bezirk hat die Stadt gecancelt. Mehr Menschen, mehr Müll. Aber weniger Müllplätze. Läuft...

Die Kinder auf dem Material des Herrn Paal sind heute eh aus dem Gröbsten raus, 13 Jahre später. 13 Jahre später sind die eh schon erwachsen. Möglicherweise war das heruntergeladene Material auch nicht mehr ganz taufrisch. Vielleicht stehen einige dieser Kinder heute schon kurz vor der Frühpensionierung, spotte ich heimlich in mich hinein. Quelle: meinung•Rechtsstaat
Ich bin Feministin. Trotzdem verteidige ich mutmaßliche Vergewaltiger vor Gericht
Ein Gastbeitrag von Jacqueline Ahmadi im SPIEGEL 37/2026

Als Strafverteidigerin verteidige ich weder die Tat noch die Schuld. Ich verteidige einen Menschen, dem der Staat mit seinem gesamten Ermittlungs- und Strafverfolgungsapparat gegenübertritt. Meine Aufgabe ist es, darauf zu achten, dass dieser Machtapparat seine Grenzen einhält, dass Verfahrensrechte gewahrt werden und dass Schuld nur auf der Grundlage eines fairen rechtsstaatlichen Verfahrens festgestellt wird.

Erst wenn das Gericht nach der Beweisaufnahme zu der Überzeugung gelangt, dass der Angeklagte die Tat begangen hat, stellt sich die weitere Frage nach einer tat- und schuldangemessenen Sanktion. Auch dabei darf es keine schematischen Lösungen geben. Das Gericht ist verpflichtet, den konkreten Einzelfall zu würdigen – die Tat, ihre Umstände, ihre Folgen, die Persönlichkeit des Angeklagten und sämtliche weiteren strafzumessungsrelevanten Gesichtspunkte. Es darf einen Angeklagten niemals zum bloßen Rechtsobjekt machen oder seine Würde verletzen. Gerade dafür braucht ein Rechtsstaat eine starke Strafverteidigung. Quelle: Wie gehabt.

....euch wohl ihr schönen Dinge. Der Mensch ist schon seltsam. Wie schnell der Mann sich in die Bredouille bringt. Der Gunkl kann auch zusammenpacken und das Land verlassen.

Die "Presse" fragt noch.
Fall Gunkl: Warum den Frauen mehr Haft droht
Recht. Wieso muss der des Missbrauchs verdächtige Künstler Günther Paal nicht in U-Haft, aber die mutmaßlichen Erpresserinnen schon? Die wichtigsten Fragen und Antworten zum Thema.

Das mutmaßliche Missbrauchsopfer – laut den Ausführungen von Paal wurde es ihm im Jahr 2024 infolge eines Treffens mit deren Mutter und Oma „zugeführt“ – ist inzwischen fünf Jahre alt. Es befindet sich wie sein siebenjähriger Bruder in der Obhut der Wiener Kinder- und Jugendhilfe. Diese Kinderabnahmen seien unabhängig von der Causa Paal erfolgt, erklärte die MA 11, es gehe um Vernachlässigung. Als Opfer eines Missbrauchsfalls könnte das Kind bzw. seine rechtliche Vertretung jedenfalls Schadenersatz fordern. Quelle: Die "Presse"

Da haben Mutter und Oma also einem Mann mit pädophiler Neigung ihr eigenes Kind zugeführt. Und dann erpresst.

Und derStandard.at schreibt:
Männerberater über Fan-Solidarität mit JP Kraemer: "Da steckt mehr dahinter als Sympathie"
Wenn bekannte Männer Gewalt gegen ihre Partnerin einräumen, werden sie trotzdem von vielen Fans verteidigt. Romeo Bissuti, Leiter des Männergesundheitszentrums MEN, erklärt, woran man echte Verantwortungsübernahme erkennt.

JP Kraemer gehört zu den einflussreichsten Figuren der deutschsprachigen Auto-Szene. 2009 durch die Doku-Soap "Die PS-Profis" bekannt geworden, baute sich der heute 46-Jährige ein Firmenimperium rund um seine Marke JP Performance auf. Sein gleichnamiger YouTube-Kanal ist mit Millionen von Abonnentinnen und Abonnenten der größte deutschsprachige Kanal im Bereich Automobil-Tuning. Ende August folgte der Bruch: In einem Video räumte Kraemer ein, 2024 gegenüber seiner damaligen Partnerin gewalttätig geworden zu sein. Nach dem Bekanntwerden der Vorfälle beendeten einige Unternehmen die Zusammenarbeit, viele Fans wandten sich ab. Ein Teil aber verteidigte ihn und suchte die Schuld bei der Frau – die seither laut Medienberichten Morddrohungen erhält.

STANDARD: Fans argumentieren oft, man müsse den Menschen von seinen Taten trennen. Geht das bei Gewalt überhaupt?

Bissuti: In der Täterarbeit ist diese Trennung sogar eine Arbeitsgrundlage. Wir sagen: Ich schätze dich als Menschen, und wir sorgen gemeinsam dafür, dass so etwas nie wieder vorkommt. Wir arbeiten also nicht gegen den Mann, sondern gegen das Gewaltverhalten. Ohne diese grundlegende Wertschätzung könnte ich mit ihm nicht arbeiten, er schämt sich ohnehin. Verurteilen muss man die Gewalt trotzdem klar. Auf Social Media kippt genau das: Dort wird über die Person geurteilt, nicht über das Verhalten. Quelle: https://www.derstandard.at/story/3000000339110/maennerberater-ueber-fan-solidaritaet-mit-jp-kraemer-da-steckt-mehr-dahinter-als-sympathie

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Echte Verantwortungsübernahme. Da redet der Richtige, spottet der Wortmacher. Die einen übernehmen einen elterlichen Betrieb mit hunderten von Mitarbeiter:innen und du nicht einmal die ganze Verantwortung für dein Versagen im Leben. Versteckst dich hinter deiner Krankheit wie ein kleiner Kind in den schützenden Armen der Mutter. Na, na. Wer wird den gleich so unfreundlich sein. Ich hatte nur sehr kurz eine echte Mami. Danach hatte ich die Um2. Die hatte ihre Arme immer vorne herum verschränkt. Da lief nix mit offenen Armen. Und nach der Um2 hatte ich so gut wie nichts mehr. Und selbst dieses Nichts musste der Goadfather vor dem völligen Verfall retten. Ich hätte den Kampf gegen die drohende Obdachlosigkeit verloren. So ehrlich muss man(n) sich schon machen.

Aber ehrlich zu sich selbst sind im Leben sowieso nur die Verlierer. Weil der Erfolg ist die schönste Ausrede, die man im Leben haben kann. Genau. Haben Sie das vom Fake-Amazon Boss Jeff Bezos gehört?

Echter Polizeischutz für den falschen Jeff Bezos!
. Bei einer Firmenfeier in Micheldorf (Bezirk Kirchdorf) wurde im August ein Double von Amazon-Chef Jeff Bezos „eingeflogen“ – bewacht wurde der Fake-Oligarch allerdings von der echten Polizei, was nun zu einem rechtlichen Nachspiel führen könnte, wie der „Standard“ berichtet. Die betroffene Firma beteuert, es sei immer ausgemacht gewesen, dass man den „Einsatz“ bezahle, man warte aber noch auf die Rechnung.

Der oberösterreichische Werkzeugbauer Haidlmair freute sich, ein millionenschweres Projekt für Amazon abgewickelt zu haben und feierte den größten Auftrag der Firmengeschichte im August mit einer riesigen Party. Im Lauf des Nachmittags landete dann ein Helikopter, dem ein Bezos-Double samt drei vermummten und bewaffneten Polizisten entstieg und sich durch die Firmenhalle führen ließ.

Laut „Standard“ begleiteten den falschen Bezos drei Beamte der Schnellen Interventionsgruppe (SIG) Oberösterreich. Firmenchef Mario Haidlmair sagte, dass er dafür Kontakt zum Linzer Polizeichef aufgenommen habe, den er schon lange kenne. Dieser habe die Anfrage zunächst als „komisch“ empfunden, dann aber entschieden, dass es eine gute Gelegenheit sei, die Polizeiarbeit zu bewerben. Quelle: Ziemlich lustig.

Dabei gab es im Original durchaus noch Hoffnung. Nur halt nicht für dich und mich, Kassandra. Ich habe ja eine Blasenschwäche, aber keine Leseschwäche. Nicht, wenn ich beim Lesen die richtigen Augengläser zur Verfügung habe. Sonst muss man zu meiner Blasenschwäche auch noch eine ausgeprägte Leseschwäche hinzuaddieren. Das ist aber keine Schwäche. Dass ist das Alter. Die Alterseinsichtigkeit. Der ist gut.

Ohne der richtigen Brille, die meinen Verfall optisch korrigiert, wäre ich tatsächlich ein hoffnungsloser Fall, wie viele Kinder heute hoffnungslose Fälle sind. Obschon sie unser Bildungssystem durchlaufen, wie eine Karosserie den genormten Fertigungsprozess in einer Fabrikstraße, können sie nach Abschluss der Schule weder sinnerfüllend lesen noch beherrschen sie die Grundrechnungsarten. Das eine Unglück muss man dann zum anderen Unglück hinzuaddieren. Weder Lesen noch Rechnen können muss die Hölle sein.

In unserem Bildungssystem hat sich längst eine Bildungsaristokratie herausgebildet, aus der selbstverschuldeten Unmündigkeit, bespaßt mich der Wortmacher. Weil Spaß muss ja auch sein. Quelle: Mein ADD‑Drama. Franzt in alle Richtungen aus. Der Bildungserfolg ist auch sehr vom sozioökonomischen Status der Eltern abhängig. Nicht sehr, sondern maßgeblich. Genau.

Was noch maßgeblich ist.
Im Alter addieren sich die Gebrechen zu einer riesengroßen Kränkung. Das Alter ist nicht nur ein übles Gemetzel wie der Gaza-Krieg, der auf den Hamas-Terror von 7.10.2023 folgte.

Ein Dokumentarfilm versetzt das Kabinett Netanyahu in Aufruhr.

Benjamin Netanyahu ist schockiert. „Wir kämpfen gegen weltweite antisemitische Hetze, aber wenn sie aus unserer Mitte kommt, dann ist es unerträglich“, sagte der israelische Premier in einem Video. Der amtierende Militärchef Ejal Zamir lässt „mögliche rechtliche Schritte“ prüfen. Und Kulturminister Miki Zohar will den Urhebern seines Zorns die Staatsbürgerschaft seines Landes entziehen: Im Onlinedienst X warf er ihnen „Verrat am Staat“ Israel vor: Sie seien bereit, „ihrem Heimatland zu schaden, um Beifall von Antisemiten auf der ganzen Welt zu erhalten“.

Die beiden Menschen, gegen die sich diese Empörung und die ihr zugehörigen Drohungen richten, sind israelische Filmemacher: Yuval Abraham (31) und Rachel Szor (32), deren Dokumentarfilm „Naza“ kürzlich beim Filmfest Venedig Premiere hatte – und seither nicht nur in Israel hohe Wellen schlägt. Dass er am Lido uraufgeführt werden würde, gaben die Event-Manager mit Verspätung bekannt.

All das nahm dem Investigativstück – das von der britischen Tageszeitung „The Guardian“ ebenso mitproduziert wurde wie vom Briten Jonathan Glazer, dem Regisseur des im Jahr 2024 Oscar-prämierten Holocaust-Dramas „The Zone of Interest“ – nichts von seiner Brisanz (die „Presse“ berichtete). Der Film zeigt Gespräche, die Abraham des Nachts auf den Dächern von Tel Aviv geführt hat, mit 24 anonymen Informanten aus der Armee und aus dem Geheimdienst Israels. Was diese berichten, verstört: Da geht es etwa um die mutmaßliche Einpreisung von zivilen Opfern bei KI-gestützten Angriffen auf Hamas-Kämpfer in Gaza – und um den Vorwurf der Instrumentalisierung von Hilfslieferungen zur Entvölkerung bestimmter Regionen im Kriegsgebiet.

Nach seiner Erstvorführung in Venedig wurde „Naza“ – eine Abkürzung des hebräischen Begriffs für Kollateralschaden – mit 25-minütigen Standing Ovations bedacht. Die Festivaljury zeichnete den Film mit dem Spezialpreis des Events aus; unter dem Vorsitz der US-Schauspielerin und -Regisseurin Maggie Gyllenhaal gehörte ihr heuer auch die tunesische Filmemacherin Kaouther Ben Hania an, deren Drama „Die Stimme von Hind Rajab“ (2025) sich um palästinensische Opfer des Gaza-Kriegs dreht. Quelle: Die "Presse"

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Das Alter ist also nix für Feiglinge. Wie du einer bist. Genau. Diese verfluchte Vergänglichkeit. Der schleichende Verfall. Viele sehen im Alterungsprozess, der dir täglich gemacht wird, vom hohen Gericht der Auslöschung, der völligen Vernichtung, gegen die ich wie ein Berserker anschreibe, eine chronische Krankheit. Die wollen dass man sie man sie sieht. Wie sie verfallen? Nein, wie sie dem Verfall trotzen. Die wollen aus der darbende Masse unbedingt herausstechen. Mitunter mit Huben die 15 Kilo wiegen. Die so groß sind, dass sie selbst schon das Blickfeld verkleinern. Inzwischen werde ich in typischen Alltagssituationen, wie beim Lidl an der 1er-Kasse, schon gar nicht mehr wahrgenommen.

Gegen diesen Verfall, gegen das Problem der Endlichkeit, die auch eine Black Box ist wie die Innenlebe einer KI, gibt es eine wirksame Therapie (angeblich). Auch gegen deinen Truthahnhals. Gestern sah ich eine Frau in der Glotze die hatte Wichtiges zu sagen. Ihr Gesicht war ganz glatt so von der Haut her. Alles ganz wunderbar. Die Frau weiß wie Antiaging geht. Die sah klasse aus. Nu ihr Hals wollte da nicht so recht mitmachen. Das war der Hals einer Frau weit jenseits der 60zig. Der hatte einige Knitterfalten. Und die Haut war ein wenig schlaff. Möchtest du nicht auch gut aussehen, fragte mich die Bildmacherin. Ja schon. Wer will das nicht. Nur weiß ich nicht wie.

Na mittels Schönheitsoperationen du Depp:
Es ist ein Dienstag Ende Juni im baden-württembergischen Lörrach, keine fünf Kilometer von der Schweizer Grenze entfernt, und in der Dorow Clinic, einem der großen und bekannten Anbieter für schönheitschirurgische Eingriffe und Beautybehandlungen in Deutschland, hat ein neuer Tag begonnen.

In den Patientenzimmern warten Frauen darauf, ihre neuen Brüste oder Gesichter zum ersten Mal zu bewundern. In der Aesthetic Lounge werden Botox-, Hyaluron- und Abnehmspritzen aufgezogen. Außerdem wird am Nachmittag die Mutter von Daniela Katzenberger erwartet, dem Reality-TV-Star. Sie möchte, nach dem Facelift und den gestrafften Oberarmen, nun auch noch straffere Ohrläppchen haben. Quelle: SPIEGEL 37/2026

Straffere Ohrläppchen.
Das man auch seine Ohrwaschel straffen kann wusste ich nicht. Den Penis kann man auch straffen lassen. Der im Alter eh viel mehr Strafe ist als straff, bespaße ich mich. Im SPIEGEL beschwerte sich eine Frau in ihren 40zigern dass ihr niemand mehr Unanständiges zutraut.

»Titanic«-Herausgeberin über die Menopause
Einfach die Diktiergeräte unter die Brüste klemmen – das Beste ist, dass sie dort nicht mehr herausfallen
Ein Gastbeitrag von Ella Carina Werner

Dass älter werdende Frauen in unserer Gesellschaft unsichtbar werden, kann man beklagen. Oder zum eigenen Vorteil nutzen, zum Beispiel bei der Ticketkontrolle.

Mein Erweckungserlebnis hatte ich vor einem Jahr in der Hamburger S-Bahn. Ich kam gerade aus dem Theater, trug meinen schwarzen Mantel und frisch geputzte Stiefel. Dezent geschminkt und sorgsam frisiert war ich auch. Es war spät und mein Bahnabteil so gut wie leer. Bis plötzlich neben mir ein Kontrolleur stand, der nach meinem Ticket fragte.

»Ich habe keins«, sagte ich zu meinem eigenen Erstaunen. Vielleicht konnte ich mich zu dieser plötzlichen Aufmüpfigkeit nur durchringen, weil der Schauspielhaus-Riesling so reingeknallt hatte. Denn natürlich trug ich mein Deutschlandticket wie immer bei mir. Der Kontrolleur lächelte nur: »Na, Sie sind mir vielleicht eine!«, sagte er allen Ernstes. Er hielt meine Äußerung offenbar für einen Witz, traute mir keinerlei kriminelle Energie zu. Ich wiederholte: »Ich fahre schwarz.« Zwinkernd antwortete er: »Schauen Sie doch noch mal in Ruhe alles durch.« Er gehe derweil schon mal weiter. Zurück kam er nicht.

Das hatte dieser Mann mir einfach so durchgehen lassen? Die folgenden Tage fragte ich mich: Hätte er bei einem jungen Typen in Baggy Jeans, einem Mann mit dunklem Bart oder einer stark gepiercten Teenagerin genauso reagiert? Vermutlich nicht. Bei einem anderen Kontrolleur würde ich damit sicher nicht durchkommen.

Sie kam fast überall damit durch.
Ich bin die reife, liebenswerte Frau, ach was, eine »Dame«!

So ist das also: Mittelalte Frauen sind unauffällig gleich im doppelten Sinne: im Sinne von harmlos und im Sinne von unsichtbar. Diese Zuschreibungen kann man deprimierend finden. Sie erzählen davon, dass man, sobald man nicht mehr sexualisiert werden kann, gesellschaftlich egal ist. Man sollte sie vielleicht auch deprimierend, empörend, ja, nicht hinnehmbar finden. Natürlich können sie schmerzen. Eine englische Studie zeigte, dass sich ein Großteil der befragten Frauen über 50 in der Öffentlichkeit noch immer häufig übersehen fühlt. Allein in Deutschland geht es hier um eine Bevölkerungsgruppe von 20 Millionen, betrachtet man sämtliche Frauen 40+. Quelle: SPIEGEL 38/2026

So geht's mir auch.
Einst fühlte ich mich nur missverstanden. Heute fühle ich mich übergangen. Von den großen Freuden des Lebens. Das auch ja. Mein Selbstwerst verstaubt ja im Pfandl ganz hinten in der Rumpelkammer, wo das Raubgut, nicht Raubgut, die verpfändete Ware Staub ansetzt. Bei mir rumpelt es schon lange nicht mehr im Karton.

Aber die Frau bekommt in ihrem Essay ja noch die Kurve.

Harmlos und unsichtbar, das ist eine nahezu diabolische Kombination. Im Windschatten zu stehen, unter dem Radar zu fliegen, sich im toten Winkel der Aufmerksamkeit zu bewegen – das bedeutet, die schönsten Schlupflöcher und Freiräume zur Verfügung zu haben. Wir können sämtliche Grenzen austesten, diverse Formen zivilen Ungehorsams durchprobieren. Quelle: Wie gehabt.

Das kannst du als Mann nicht. Da gibt's keine Schlupflöcher. Da gibt es nur Schlupflider. Bei mir hängt schon sehr viel Oberlidhaut über die Lidfalte, sodass die natürliche Lidfalte teilweise oder ganz verdeckt ist. Wenn das so weitergeht mit der verfallenden Oberlidhaut, die es nach unten zieht, wie mich noch immer in die Ferne, wird sogar mein Blickfeld eingeschränkt sein. Dann muss man die Augenbrauen ständig hochziehen, um besser zu sehen. Das führt zu Stirnverspannung und einem „müden“ Blickfeld. Und dann hast du noch mehr Falten auf der Stirn. Ich habe da eine. Tief wie der Grand Canyon. Jetzt kommt nix mit Trump, diesem dummen Wixxer.

Im Extremfall siehst du dann nicht einmal mehr deinen eigenen Schatten. Und schon hatte ich einen Link zu meiner Lebensphilosophie. Falls du keinen Plan hast wie es weitergehen soll mit deinem Leben, folge einfach deinen Schatten, wenn nur die Sonne hinter dir steht im Leben.

Fortsetzung folgt...........

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