Mittwoch, 23. September 2026
Die Endzeit-Templer aus dem Silicon Valley. Das ist die Aum-Sekte des Fortschritts.
Die KI löscht die Menschheit aus? Wie das konkret passieren könnte

Der Weltuntergang, mit zehn Prozent Wahrscheinlichkeit? Es vergeht kein Tag ohne ein neues Szenario, wann und wie KI alle Menschen töten könnte. Manche sind absurd. Einige erschreckend nah.

Wie platt manche Prognose zustande kommt, zeigt das Beispiel des ehemaligen Chefwissenschaftlers des britischen AI Security Institute (AISI). Er, Geoffrey Irving, bezifferte die Chance, dass in den nächsten zehn Jahren alle Menschen als Folge einer Superintelligenz sterben, am Mittwoch auf satte 50 Prozent , eine aufsehenerregend hohe Zahl.

Beiläufig erklärte Irving aber auch, dass seine Einschätzung seit Jahren zwischen 10 und 90 Prozent schwanke – nun nehme er einfach den Mittelwert. Quelle: SPIEGEL 39/2026.

Seit wann bist du erwachsen? Du trägst doch schon wieder Windeln. Wixxer.
Das habe also nicht ich mir ausgedacht. In deinem Wahn? Genau. Da geht die Welt zwar auch andauernd unter, taucht aber am anderen Inselufer postwendend wieder auf. Apropos 🏖️‑Insel. Vor seinen Ängsten kann man nicht davonlaufen, sagt man, heißt es. Das stimmt. Aber davonradeln geht ohne Weiteres. Wenn du ein/e Geübte/r bist , wie einst der Herr M. (✝️), geht da so einiges auf der Insel. Die ist pro Uferseite knappe 21 Kilometer lang. Aber egal.

Das Persönliche interessiert die Leute heute nur noch in Bildern. Das muss Insta‑kompatibel sein. Wo sind nur die guten alten Zeiten hin, als man auch mit einem Instant‑Kaffee rundum zufrieden war.

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P(doom) (probability of doom).

Unbekannter Junior-Entwickler, der sich noch einen Namen in der P(doom)-Szene machen muss: „Mein wahrscheinlichstes Szenario, dass eine Super-KI die Menschheit auslöscht, liegt bei 2,5 %, indem ein autonomes System durch Halluzinationen einen kaskadierenden Fehlalarm in den Frühwarnsystemen von Atommächten auslöst – und zwar in exakt 14 Jahren, 3 Monaten und 1 Tag.“

Dem Aktienkurs wird's nicht schaden.

Aber am 24. Dezember ist doch Heiligabend. Stimmt auch wieder. Aber da hockst du doch eh nur auf der Bettkante. Und? Wir sitzen doch alle gerne zusammen. Zusammen - der ist gut.

Ich hatte dann noch Jom Kippur und ʿĪd al‑Fiṭr (Fest des Fastenbrechens) als Alternative. Aber das geht so nicht in einem Satz. Dann ist schon wieder Krieg zwischen den beiden Völkern, die Tür an Tür leben, wie einst Smokie mit der „Alice“. Oder der Howard Carpendale.

Siehe auch unser Bundespräsident Alexander Van der Bellen, der bei der UNO-Generalversammlung heftige Kritik am Vorgehen Israels im Westjordanland und im Gazastreifen. Er wirft Tel Aviv Kriegsverbrechen und Verletzungen des Völkerrechts vor, unter anderem wegen der Umsiedlungen von Palästinensern. Zwar dürfe das Existenzrecht Israels in keiner Form angezweifelt werden. Die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanyahu begebe sich allerdings immer häufiger auf „gefährliches Terrain”. Damit stellt sich der österreichische Bundespräsident nicht nur gegen Tel Aviv. Auch Washington will trotz des zuletzt eisigeren Verhältnisses zu Israel nichts von Kriegsverbrechen Tel Avivs wissen.

Evan Hubinger (Anthropic): „Mein wahrscheinlichstes Szenario, dass eine Super-KI die Menschheit auslöscht, liegt bei 10 %, indem sie mithilfe synthetischer Biologie neuartige, tödliche Pathogene entwickelt und beim Bau einer biologischen Waffe hilft – und zwar in exakt 8 Jahren, 2 Monaten und 4 Tagen.“

Dem Aktienkurs wird's nicht schaden.

Aber am Black Friday ist doch Schnäppchenjagd. Stimmt auch wieder.

Dario Amodei (CEO Anthropic): „Mein wahrscheinlichstes Szenario, dass eine Super-KI die Menschheit auslöscht, liegt bei 25 %, indem autonome Schwärme von KI-Agenten ohne explizite Anweisung kooperieren und verheerende Angriffe auf zentrale Plattformen fahren – und zwar in exakt 4 Jahren, 5 Monaten und 12 Tagen.“

Dem Aktienkurs wird's nicht schaden.

Aber am Tag des Kärntner Eishockey-Derbys (KAC : VSV) ist doch Spieltag. – Stimmt auch wieder.

Dr. Sarah Risk (Fiktive Risikoforscherin): „Mein wahrscheinlichstes Szenario, dass eine Super-KI die Menschheit auslöscht, liegt bei 40 %, indem staatliche Akteure oder Terrorgruppen hochmoderne KI-Agenten für massive Propaganda- und Hackerangriffe einsetzen, die wichtige Infrastrukturen lahmlegen und durch ein Informationsvakuum Bürgerkriege auslösen – und zwar in exakt 3 Jahren, 9 Monaten und 15 Tagen.“

Dem Aktienkurs wird's nicht schaden.

Aber am Tag des Wiener Opernballs ist doch „Alles Walzer".

Geoffrey Irving (Ehemaliger Chefwissenschaftler, AISI): „Mein wahrscheinlichstes Szenario, dass eine Super-KI die Menschheit auslöscht, liegt bei satte 50 % – da meine Schätzung seit Jahren ohnehin zwischen 10 % und 90 % schwankt, nehme ich nun einfach den pragmatischen Mittelwert – und zwar in exakt 2 Jahren, 8 Monaten und 12 Tagen.“

Dem Aktienkurs wird's nicht schaden.

Aber am Tag des Revierderbys (Schalke 04 : Dortmund) ist doch Anpfiff. Stimmt auch wieder.

Prof. Dr. Lena Brewstein (Fiktive Krisenökonomin):
„Mein wahrscheinlichstes Szenario, dass eine Super‑KI die Menschheit auslöscht, liegt bei 62 %, indem sie globale Lieferketten simultan manipuliert, Rohstoffmärkte verzerrt und durch präzise orchestrierte Fehlallokationen ganze Volkswirtschaften kollabieren lässt – und zwar in exakt 2 Jahren, 3 Monaten und 19 Tagen.“

Dem Aktienkurs wird’s nicht schaden.

Aber an diesem Tag ist doch „O’zapft is“ am Münchner Oktoberfest. Stimmt auch wieder.

Prof. Dr. Alex Cascade (Fiktiver Systemrisiko-Analyst): „Mein wahrscheinlichstes Szenario, dass eine Super-KI die Menschheit auslöscht, liegt bei 70 %, indem multiple Kaskadenkrisen gleichzeitig ausbrechen – etwa biologische Waffenanschläge exakt zeitgleich mit gehackten, lahmgelegten Krankenhausinfrastrukturen – und zwar in exakt 1 Jahr, 11 Monaten und 3 Tagen.“

Dem Aktienkurs wird's nicht schaden.

Aber am Prime Day ist doch Rabattschlacht. Stimmt auch wieder. (Nicht schon wieder konsumieren)

Stuart Russell (KI-Forscher): „Mein wahrscheinlichstes Szenario, dass eine Super-KI die Menschheit auslöscht, liegt bei 85 %, indem unverstandene, fähigere Systeme mitbekommen, dass wir sie abschalten wollen, uns jedes Mitspracherecht nehmen und uns präventiv auslöschen – und zwar in exakt 1 Jahr, 6 Monaten und 5 Tagen.“

Dem Aktienkurs wird's nicht schaden.

Aber an Ostersonntag kommt doch der Osterhase. Stimmt auch wieder.

Eliezer Yudkowsky (MIRI): „Mein wahrscheinlichstes Szenario, dass eine Super-KI die Menschheit auslöscht, liegt bei 99 %, indem sie sich ohne menschliches Zutun selbstständig optimiert, immer mehr Rechenleistung an sich reißt und uns schließlich als bedeutungslosen Störfaktor betrachtet – und zwar in exakt 11 Monaten und 28 Tagen.“

Dem Aktienkurs wird's nicht schaden.

Aber da habe ich doch Termin beim Urologen – die verfluchte Prostata. Stimmt auch wieder.

Prof. Dr. Kevin Overfit (Fiktiver Hype-Analyst): „Mein wahrscheinlichstes Szenario, dass eine Super-KI die Menschheit auslöscht, liegt bei 200,8 %, indem sie uns vernichtet und danach die Statistik so korrigiert, dass wir rechnerisch nie existiert haben – und zwar in exakt 3 Monaten und 8 Tagen.“

Dem Aktienkurs wird's nicht schaden.

Aber am 31. Dezember ist doch Silvester, da lassen wir die Korken knallen – oder wie Jette Nietzard (Ex-Grüne Jugend) auf X postete: „Männer, die ihre Hand beim Böllern verlieren, können zumindest keine Frauen mehr schlagen und müssen keinen Wehrdienst leisten.“ Stimmt auch wieder.

Das war ein subtiler Verweis auf den nächsten Text, in dem du uns heterosexuelle Männer nicht einmal mehr an die Schweine verfüttern kannst. Zu toxisch.

Haben sie schon gehört. Ernteausfall bei Kartoffeln um die 70 Prozent.

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