Freitag, 21. August 2026
Wenn die ehrwürdige Themse in die Alte Donau tröpfelt.
der imperialist, 12:28h
Der Titel baut zum Text leider kein Intimverhältnis auf. Falls ihnen das wichtig ist. Intimität. Ganz nach der kleinstbürgerlichen Devise: „Wichtig ist, dass man tüchtig ist.“ Der Rest ist nur Deko.
Schreiben bedeutet eine Verabredung mit sich selbst zu haben. Wie beim Saufen. ©️Der Schizophrenist.
In Zeiten von KI wird es immer komplizierter. Das mit den eigenen Gedanken. Die hinter dem Schranken der Kreativität wanken, wie die Kranken, durch den Gang eines neongelben Krankenhaus, im sterilen Einerlei versanken, ohne Blick auf die Gipfel der Karawanken. Haben ich ihnen schon vom Zipfel-Zieh-Deppen erzählt. Sau lustig. Wie die Geschichte des Struwwelpeters.
Da hätte ich eine Idee an Gemini:
Kannst du erklären, was das ‚Zipfel ziehen‘ als Synonym bedeutet, und dazu eine kurze Geschichte über den Zipfel-Zieh-Seppl schreiben? Der Seppl wird vom vielen Zipfel-Ziehen zwar nicht blind, gerät aber im Alter in einen schweren ‚Zipfel-Zieh-Turkey‘, und weiß überhaupt nichts Rechtes mit seinem Leben anzufangen. Dabei stürmte seine Stiefmutter (die Um2) immer wieder ins Zimmer, um ihn davon abzuhalten.
Der Mann der am letzten Zipfel hängt
I
Fast sechzig Jahr' ist der Seppl dran sich selbst zu bespaßen,
kann von von seiner alten Marotte noch immer nicht lassen,
Er sitzt im Sessel, grau im Bart,
und frönt der alten Eigenart.
Er zieht am Zipfel nach vorn, er zieht zurück und zieht und zieht,
doch keine Rettung ihm mehr blüht
1 ½
Seine Birne wie vom Goadfather einst tomatenrot,
ereilt ihn doch nicht der vergnügliche Sekundentod.
II
Er verzieht das Gsicht, er zieht und zieht am Zipfel, der Altherrenudel voller Verzweiflung, voller Zorn,
und blast mit dicken Backen müde in sein welkes Horn,
Und plötzlich, tief im Kopf erwacht,
stürmt die Um2, diese graue Macht,
mit dem weißen Haar am Kinn,
ein Mahnmal ihres (kleinstbürgerlichen) Ordnungssinn
in seiner Erinnerung wieder ins Zimmer rein,
Der kleine Bub mit seiner Scham ganz allein.
III
„Heilige Mutter Gottes.
Bist du schon wieder am Zipfel‑Ziehen?
Wie der Leibhaftige an der Pummerin am Seil,
du hässlicher Fratz bist schon wieder geil,
Nimm deine Flossen weg sofort,
du liederlicher, kranker Ort!“
Sie zetert, tobt in seinem Kopf,
bedrängt den alten, armen Zopf.
3 ½
Sie schwingt die Keule der Moral aus dem kleinstbürgerlichen Hort,
das ist der Herrschaftlichen liebster Sport.
IV
Der Seppl zieht und zieht, völlig umsonst,
er ist auf Zipfel - Turkey, total verhunzt,
weiß mit seinem Leben nichts Rechtes anzufangen,
ist im Sumpf der Erinnerung gefangen.
Die Um2 wütet weiter, Tag für Tag,
egal, wie sehr er sich auch müht und plagt.
Er hängt am letzten Zipfel Würde fest,
und die Um2 im Kopf gibt ihm den Rest.
4 ½
Bis selbst der Zipfel (Die Vierer-Bande) flüstert: „Ich geb auf Bruder. Bei dir läuft nichts mehr mit Luder.“
----_------_--------___----------______-------______------______-
Der Seppl und sein spätes Zieh‑Elend
I
Der Seppl hockt im dämmrigen Zimmer,
der Blick wird trüber, die Seele immer schlimmer.
Er zieht am Zipfel, Tag für Tag,
ein altes Laster, das keiner mag.
Vom Leben weiß er wenig mehr —
der Turkey frisst ihn innen leer.
II
Die Jahre schleichen, der Trieb bleibt stur,
ein Ziehen ohne Ziel, ohne Struktur.
Da kracht die Um2 herein wie Sturm,
ein moralischer, unermüdlicher Turm.
„Hör auf mit dem Blödsinn, du Narr!“
Ihr Ruf bleibt ihm im Kopf ganz nah.
III
Sie schimpfte, polterte, tobte laut,
als wär er ein ungezogener G’schropp im Dauer‑Draht.
„Lass das Gerät, bevor dir der Geist verrinnt,
bevor dich der letzte Rest von Klarheit ganz bestimmt!“
Ihr Echo hängt ihm bis heute nach,
ein Schatten, der ihn mürbe macht.
IV
So sitzt er nun, vom Ziehen müd,
im Turkey, der ihn langsam überzieht.
Kein Plan, kein Ziel, kein rechter Sinn,
nur ein verlorener Seppl mittendrin.
Am Zipfel hängt sein letzter Halt —
und Um2s Stimme wütet kalt.
Sie kreist in ihm wie ein alter Schwur
und macht aus jedem Tag Tortur.
Eine Version ist von der KI.
----_------_--------___----------______-------______------______-
„Porca miseria“
Haben Sie schon gehört? Mein neuer Running-Gag.
In ganz Europa tauchen Schiffswracks und Skelette aus der Tiefe auf.
Nahe Prahovo in Serbien liegen zerbrochene Nazischiffe, die 1944 versenkt wurden, auf Sandbänken. In Kroatien ragte ein Frachtschiff aus den 1930er-Jahren aus dem Wasser. Auf dem neu freigelegten Flussbett der Donau in Bulgarien fand man, was lokale Experten als höchstwahrscheinlich Teile des Skeletts eines Urzeitmammuts bezeichnen, verstreut im Sand – wie die Knochen eines Riesenpicknicks.
Weite Teile Europas leiden unter einer schweren Dürre, und die großen Flüsse führen nur noch einen Bruchteil ihres üblichen Wasserstands. Die Donau, Europas zweitlängster Fluss, verzeichnet Rekordtiefstände und war in Budapest zuletzt nur noch 23 Zentimeter tief . Auch ein Teil des mächtigen Po in Italien hat einen historischen Sommertiefstand erreicht . Und der Rhein, eine wichtige Handelsader zwischen den Alpen und der Nordsee, ist so flach wie nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen.
In diesem Sommer kam der Transport von Chemikalien, Erdölprodukten und anderen Gütern auf Rhein und Donau stellenweise fast vollständig zum Erliegen. Rumänien schaltete ein an der Donau gekühltes Atomkraftwerk ab, Ungarn konnte dies nur knapp verhindern. Die Automobilhersteller Dacia und Ford vereinbarten, die Produktion in ihren rumänischen Werken vorübergehend einzustellen, um Energie zu sparen. Quelle: 📰
Die Vergangenheit. Die lässt dich nicht los. Selbst (ist der Mann - der auch kann) aus dem Untergrund auf, aus der Versenkung, wie ich zum Wochenende hin hier. Falls du nicht zu jenen wenigen gehörst die das große Los gezogen hast im Leben, was schon mal vorkommt in der Breite. Nicht alle sind auf die Butterseite des Lebens gefallen. Die Butter ist viel weniger preisintensiv als noch vor Monaten. Kondome sind im ersten Halbjahr sogar um 18,5% günstiger geworden. Kondome. Mein Verfall-Running-Gag. Was ich beim DM schon Kondome gekauft haben statt eine staatliche Packung Herrenwindeln. Nicht staatlich du Depp. Stadtlicht. Der ist gut. Natürlich stattlich. Dieses Gewürge mit den Buchstaben. Hört den das nie auf.
Da bin ich ähnlich begabt wie beim Kauf von größeren Anschaffungen zwecks Wohnungsverschönerung. Schöner wohnen ist total wichtig. Wie in Berlin.
Kurz vor der Wahl
Wie Berliner an der Wohnungssuche verzweifeln
Kein Thema beschäftigt Berlin vor der Abgeordnetenhauswahl im September so sehr wie das Wohnen. Die Probleme auf dem Mietmarkt sind riesig. Was Berlinerinnen und Berliner erleben und wie die Politik ihnen helfen will.
An der Straßenkreuzung in Berlin-Schöneberg stehen an diesem Samstagmittag die Verzweifelten: Neuberliner, Paare, Eltern mit Kindern, Menschen, die ausziehen müssen oder umziehen wollen. Sie hoffen, bald Mieter einer Altbauwohnung zu werden: zweieinhalb Zimmer, 67 Quadratmeter, 1381 Euro warm. Als »renovierungsbedürftig« wird sie in der Anzeige beschrieben. Dennoch wächst die Schlange kurz vor Beginn der Besichtigung auf rund 50 Menschen. Ein Paar knutscht, ein Vater und eine Mutter scherzen mit ihren Kindern, manche trinken Kaffee oder starren auf ihr Smartphone.
Wer in Berlin eine Wohnung sucht, braucht Geduld. Quelle: SPIEGEL 33/2026
Oder du hat dafür das nötige Kleingeld. Dann gibt's überhaupt kein Problem eine passende Wohnung zu finden, ganz oben, wo die Früchte nicht mehr ganz so hoch hängen. Unvergessen wie mich der Nachbar, der im Dachgeschoss wohnte, in einem Dachterrassen-Apartment bei unsere Hausverwaltung verwamste, weil ich auf unseren Dach saß und Zeitung las vor einigen Jahren. Die Wohnungsnot betrifft ja eigentlich nur den Mittelstand. Wer Geld hat wie Heu, der ist gut. Nach dieser Dürre gibt es inzwischen schon mehr Geld als Heu, kann sich auch wunderschöne Stühle leisten - nicht so wie die Meisten. Die jeden Cent umdrehen müssen zum Monatsende wie du deine Matratze. Jetzt kauf doch endlich mal eine Inkontinenzauflage. Die gibt's auch beim Discounter. Quelle:
Echte Markenware, oder gleich vom Tischler meisterhaft gezimmert, wie du an der Legende viel mehr Opfer als Täter zu sein. Nur kann ein heterosexueller Mann Ü-50zig niemals ein Opfer der Verhältnisse sein, Patriarchat hin oder her. Das ist leider nicht zu haben. An dieser Meme kannst du nicht laben. Bitte keine Reime mehr Wortmacher.
Ein heterosexueller Mann über fünfzig fällt in keine kulturelle Schablone für Verletzlichkeit: Für ihn existiert kein gesellschaftlich vorgesehenes Rollenmodell, das Scheitern als strukturelles Symptom interpretieren könnte. Wenn es für eine Gruppe keine erzählerische Form gibt, weil die ja den Laden schmeißen, in der Schwäche legitim ist, wird individuelles Scheitern automatisch als persönliches Versagen gelesen. ©️Der Kapitalismus. Der hat dem Scheitern eine persönliche Note verpasst. Was Du im Leben schon verpasst hast. Wer? Ich? Wer sonst? Aso. Die Folge ist, dass die Verletzlichkeit von Cis-Männer im öffentlichen Narrativ keinen Platz hat, nicht weil sie nicht existiert, sondern weil die kulturelle Erzählung keine Figur kennt, in der sie sichtbar werden könnte.
„Cis‑Mann“ bedeutet angeblich: ein Mann, dessen Geschlechtsidentität mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht übereinstimmt. Also: jemand, der als männlich geboren wurde und sich auch als Mann versteht. Was bitte gibt es da zu verstehen? Heikel wird es eigentlich erst in den späten Jahren, wenn du eine Altherrennudel hast die auf Turkey ist. Wer oder was ist ein Mann / der nicht mehr kann? Das ist hier die Frage.
Jetzt würde etwas zu den Salzburger Festspielen passen: Der Handke kommt von Tolstoi, von Homer, von Cervantes her, und die Jelinek vom Skelett der Sprache; sie hört das Ungeheuer atmen, wenn die Notenpresse der EZB stöhnt wie ein alter, schwitzender Mann, der einen jungen Frauenkörper vollweint. Aber das trägt nicht, weil alles, was was uns ausmacht, aus dem Nichts geschaffen wird wie das Geld oder eben das Universum mittels Urknall. Der Geldvermehrung ist die Inflation von Vermögenswerten an den Börsen, die von von einem Allzeithoch zum nächsten klettert, während wir hier mittel ein paar Cent abgespeist werden, in wahrsten Sinne des Worts. Unsere Regierung hat die Mehrwertsteuer auf einige ausgewählte Grundnahrungsmittel von 10% auf 5% gesenkt.
Gegenfinanziert mit einer „Paketsteuer“.
Ab 1. Oktober 2026 zahlen große Versandhändler für jedes versendete oder zugestellte Paket 2 Euro. Betroffen sind nur Unternehmen mit mehr als 100 Millionen Euro Versandhandelsumsatz im Inland, vor allem internationale Plattformen wie Amazon oder Zalando. Die Kosten werden voraussichtlich an Händler und schließlich an Konsumenten weitergereicht, wodurch die Maßnahme trotz ihrer Zielsetzung indirekt auch kleinere Anbieter und Endkunden treffen kann
Das expandiert genauso wie die Hersteller von KI‑Chips, während die totale Idylle an seinen Rändern auszufransen beginnt wie das Weltall.
Entropie:
Die Sonne - mein Nachbar der alte Russe.
Alles strebt von ganz alleine vom geordneten in den unordentlichen Zustand. Quelle: Und so denkst du - wenn man dich einfach machen lässt, fragt der Deichgraf? Ja. Ob wir wollen oder nicht. Kein System hält ewig stand, alles driftet unaufhaltsam ins Chaos. In meinen Fall natürlich in die Auslöschung. Der Wortmacher spricht nie vom Chaos sondern immer nur von der Auslöschung. Worauf hin ich über die Insel radelnd Schiss vorn nächsten Platten bekomme. So deppert bis du? Ja.
Anders gesagt:
Für den alternden Kerl spuckt unsere Drehbuch kein Mitgefühl aus. Weil Männer viel zu selten was fühlen? Na, ja. Die haben schon aus Muskelkater. Der ist gut, Muskelkater. Empathie ist auch ein Muskel der trainiert werden muss. Genau. Wer jahrzehntelang den starken Max markiert hat, und gerne die Mad Max-Reihe guckt, die bleiben wird im Cinema-Kanon für die Ewigkeit, kriegt keinen Bonus, wenn er vor jämmerlich vor die Hunde geht wie mein Nachbar der alte Russe. Jammern gilt nicht, wenn man angeblich selbst an den Schaltern saß, für den Chef vom Dienst ist kein Opferbett vorgesehen, der geht im Stehen unter. Weil der Mann in der Regel zur Aggression neigt und andere in sein Elend hineinzieht, während die heterosexuelle Frau ihre Aggressionen meist gegen sich selbst richtet. Deswegen gelten wir als toxisch und nicht die Frauen. Wir ziehen Frauen in unsere Elend hinein, während Frauen sich gerne mal ausziehen und danach umziehen. Die haben viel mehr Garderobe.
Männer saufen auch in der Öffentlichkeit und denken sich nix dabei. Frauen eher heimlich.
Steuerberaterin, Grundschullehrerin, Physikerin
Drei Frauen erzählen von ihrer Alkoholsucht – und wie sie davon loskamen.
Sie sind oft gut ausgebildet, stehen mitten im Leben: Der Anteil alkoholabhängiger Frauen in der Bevölkerung hat sich seit 2018 fast verdoppelt. Warum haben sie angefangen zu trinken? Und was hat ihnen geholfen?
Heike Möller ist eine von drei Frauen, die in diesem Text über ihre Alkoholabhängigkeit erzählen, um das Thema sichtbarer zu machen. Sie alle haben lange darüber nachgedacht, dies unter ihrem echten Namen zu tun, sich am Ende aber doch davor gescheut. Zu groß ist die Sorge, danach anders angeschaut zu werden. Sucht ist bis heute ein Stigma.
In diesem Frühjahr hat die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) ihre jüngste Bilanz über den Alkoholkonsum der Deutschen veröffentlicht, basierend auf Zahlen aus 2024. Sie zeigen: Während der Pro-Kopf-Konsum in der Bevölkerung leicht rückläufig ist, hat sich zugleich der Anteil der Frauen, die alkoholabhängig sind, seit 2018 nahezu verdoppelt. Die Nachwehen von Corona, der Mental Load im Alltag, die Krisen dieser Welt – die Gründe dafür sind Fachleuten zufolge nicht eindeutig.
Fest steht: Das Problem ist im Schatten der Gesellschaft gewachsen, still und leise. Das liegt auch daran, dass Frauen Alkohol anders als Männer konsumieren; weniger in Gesellschaft, eher zu Hause, heimlich. Ihre Scham ist besonders groß, wenn sie Mütter sind. Quelle: SPIEGEL 34/2026
----_------_--------___----------______-------______------______-
Zwei alte Stühle, die wie ich ihre Truthahnhälse ins Licht recken - ihr Kecken, möchte ich durch was Hipperes ersetzen, dass so straff sitzt wie heute der ideologische Maßanzug.
„Die erste Woke-Bewegung war verrückt“, sagte Alexandria Ocasio-Cortez (US-Kongressabgeordnete) diesen Monat und zitierte dabei einen linksextremen Stadtrat aus New York. Angesichts der eigenen Vergangenheit der Kongressabgeordneten – sie hatte zuvor behauptet, manche Gruppen hätten „keine andere Wahl, als zu randalieren“, forderte die Kürzung der Polizeifinanzen und die „Abschaffung des Gefängnissystems“ und verwendete den abwertenden Begriff „menstruierende Person“ für Frauen – war der von ihr angesprochene Wahnsinn auch ihr eigener.
Die sogenannte „Wokeness“, wie sie zu Beginn dieses Jahrzehnts allgemein genannt wurde, war nicht bloß eine orwellsche Sprachmode oder eine langweilige Reihe von Schulungen zur kulturellen Sensibilität in Unternehmen oder abstruse politische Ideen zur Bekämpfung rassistischer und sozioökonomischer Ungleichheiten. Für diejenigen, die am stärksten betroffen waren, war es ein System erzwungener ideologischer Konformität, durchgesetzt durch soziale Einschüchterung und institutionellen Zwang (oder Feigheit), das Ruf und Karrieren schädigte und mitunter sogar beendete – und mindestens einem Mann das Leben kostete. Quelle: 📰 / Bret Stephens .....
Fortsetzung folgt der Devise. Miese - nix als Miese.
Schreiben bedeutet eine Verabredung mit sich selbst zu haben. Wie beim Saufen. ©️Der Schizophrenist.
In Zeiten von KI wird es immer komplizierter. Das mit den eigenen Gedanken. Die hinter dem Schranken der Kreativität wanken, wie die Kranken, durch den Gang eines neongelben Krankenhaus, im sterilen Einerlei versanken, ohne Blick auf die Gipfel der Karawanken. Haben ich ihnen schon vom Zipfel-Zieh-Deppen erzählt. Sau lustig. Wie die Geschichte des Struwwelpeters.
Da hätte ich eine Idee an Gemini:
Kannst du erklären, was das ‚Zipfel ziehen‘ als Synonym bedeutet, und dazu eine kurze Geschichte über den Zipfel-Zieh-Seppl schreiben? Der Seppl wird vom vielen Zipfel-Ziehen zwar nicht blind, gerät aber im Alter in einen schweren ‚Zipfel-Zieh-Turkey‘, und weiß überhaupt nichts Rechtes mit seinem Leben anzufangen. Dabei stürmte seine Stiefmutter (die Um2) immer wieder ins Zimmer, um ihn davon abzuhalten.
Der Mann der am letzten Zipfel hängt
I
Fast sechzig Jahr' ist der Seppl dran sich selbst zu bespaßen,
kann von von seiner alten Marotte noch immer nicht lassen,
Er sitzt im Sessel, grau im Bart,
und frönt der alten Eigenart.
Er zieht am Zipfel nach vorn, er zieht zurück und zieht und zieht,
doch keine Rettung ihm mehr blüht
1 ½
Seine Birne wie vom Goadfather einst tomatenrot,
ereilt ihn doch nicht der vergnügliche Sekundentod.
II
Er verzieht das Gsicht, er zieht und zieht am Zipfel, der Altherrenudel voller Verzweiflung, voller Zorn,
und blast mit dicken Backen müde in sein welkes Horn,
Und plötzlich, tief im Kopf erwacht,
stürmt die Um2, diese graue Macht,
mit dem weißen Haar am Kinn,
ein Mahnmal ihres (kleinstbürgerlichen) Ordnungssinn
in seiner Erinnerung wieder ins Zimmer rein,
Der kleine Bub mit seiner Scham ganz allein.
III
„Heilige Mutter Gottes.
Bist du schon wieder am Zipfel‑Ziehen?
Wie der Leibhaftige an der Pummerin am Seil,
du hässlicher Fratz bist schon wieder geil,
Nimm deine Flossen weg sofort,
du liederlicher, kranker Ort!“
Sie zetert, tobt in seinem Kopf,
bedrängt den alten, armen Zopf.
3 ½
Sie schwingt die Keule der Moral aus dem kleinstbürgerlichen Hort,
das ist der Herrschaftlichen liebster Sport.
IV
Der Seppl zieht und zieht, völlig umsonst,
er ist auf Zipfel - Turkey, total verhunzt,
weiß mit seinem Leben nichts Rechtes anzufangen,
ist im Sumpf der Erinnerung gefangen.
Die Um2 wütet weiter, Tag für Tag,
egal, wie sehr er sich auch müht und plagt.
Er hängt am letzten Zipfel Würde fest,
und die Um2 im Kopf gibt ihm den Rest.
4 ½
Bis selbst der Zipfel (Die Vierer-Bande) flüstert: „Ich geb auf Bruder. Bei dir läuft nichts mehr mit Luder.“
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Der Seppl und sein spätes Zieh‑Elend
I
Der Seppl hockt im dämmrigen Zimmer,
der Blick wird trüber, die Seele immer schlimmer.
Er zieht am Zipfel, Tag für Tag,
ein altes Laster, das keiner mag.
Vom Leben weiß er wenig mehr —
der Turkey frisst ihn innen leer.
II
Die Jahre schleichen, der Trieb bleibt stur,
ein Ziehen ohne Ziel, ohne Struktur.
Da kracht die Um2 herein wie Sturm,
ein moralischer, unermüdlicher Turm.
„Hör auf mit dem Blödsinn, du Narr!“
Ihr Ruf bleibt ihm im Kopf ganz nah.
III
Sie schimpfte, polterte, tobte laut,
als wär er ein ungezogener G’schropp im Dauer‑Draht.
„Lass das Gerät, bevor dir der Geist verrinnt,
bevor dich der letzte Rest von Klarheit ganz bestimmt!“
Ihr Echo hängt ihm bis heute nach,
ein Schatten, der ihn mürbe macht.
IV
So sitzt er nun, vom Ziehen müd,
im Turkey, der ihn langsam überzieht.
Kein Plan, kein Ziel, kein rechter Sinn,
nur ein verlorener Seppl mittendrin.
Am Zipfel hängt sein letzter Halt —
und Um2s Stimme wütet kalt.
Sie kreist in ihm wie ein alter Schwur
und macht aus jedem Tag Tortur.
Eine Version ist von der KI.
----_------_--------___----------______-------______------______-
„Porca miseria“
Haben Sie schon gehört? Mein neuer Running-Gag.
In ganz Europa tauchen Schiffswracks und Skelette aus der Tiefe auf.
Nahe Prahovo in Serbien liegen zerbrochene Nazischiffe, die 1944 versenkt wurden, auf Sandbänken. In Kroatien ragte ein Frachtschiff aus den 1930er-Jahren aus dem Wasser. Auf dem neu freigelegten Flussbett der Donau in Bulgarien fand man, was lokale Experten als höchstwahrscheinlich Teile des Skeletts eines Urzeitmammuts bezeichnen, verstreut im Sand – wie die Knochen eines Riesenpicknicks.
Weite Teile Europas leiden unter einer schweren Dürre, und die großen Flüsse führen nur noch einen Bruchteil ihres üblichen Wasserstands. Die Donau, Europas zweitlängster Fluss, verzeichnet Rekordtiefstände und war in Budapest zuletzt nur noch 23 Zentimeter tief . Auch ein Teil des mächtigen Po in Italien hat einen historischen Sommertiefstand erreicht . Und der Rhein, eine wichtige Handelsader zwischen den Alpen und der Nordsee, ist so flach wie nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen.
In diesem Sommer kam der Transport von Chemikalien, Erdölprodukten und anderen Gütern auf Rhein und Donau stellenweise fast vollständig zum Erliegen. Rumänien schaltete ein an der Donau gekühltes Atomkraftwerk ab, Ungarn konnte dies nur knapp verhindern. Die Automobilhersteller Dacia und Ford vereinbarten, die Produktion in ihren rumänischen Werken vorübergehend einzustellen, um Energie zu sparen. Quelle: 📰
Die Vergangenheit. Die lässt dich nicht los. Selbst (ist der Mann - der auch kann) aus dem Untergrund auf, aus der Versenkung, wie ich zum Wochenende hin hier. Falls du nicht zu jenen wenigen gehörst die das große Los gezogen hast im Leben, was schon mal vorkommt in der Breite. Nicht alle sind auf die Butterseite des Lebens gefallen. Die Butter ist viel weniger preisintensiv als noch vor Monaten. Kondome sind im ersten Halbjahr sogar um 18,5% günstiger geworden. Kondome. Mein Verfall-Running-Gag. Was ich beim DM schon Kondome gekauft haben statt eine staatliche Packung Herrenwindeln. Nicht staatlich du Depp. Stadtlicht. Der ist gut. Natürlich stattlich. Dieses Gewürge mit den Buchstaben. Hört den das nie auf.
Da bin ich ähnlich begabt wie beim Kauf von größeren Anschaffungen zwecks Wohnungsverschönerung. Schöner wohnen ist total wichtig. Wie in Berlin.
Kurz vor der Wahl
Wie Berliner an der Wohnungssuche verzweifeln
Kein Thema beschäftigt Berlin vor der Abgeordnetenhauswahl im September so sehr wie das Wohnen. Die Probleme auf dem Mietmarkt sind riesig. Was Berlinerinnen und Berliner erleben und wie die Politik ihnen helfen will.
An der Straßenkreuzung in Berlin-Schöneberg stehen an diesem Samstagmittag die Verzweifelten: Neuberliner, Paare, Eltern mit Kindern, Menschen, die ausziehen müssen oder umziehen wollen. Sie hoffen, bald Mieter einer Altbauwohnung zu werden: zweieinhalb Zimmer, 67 Quadratmeter, 1381 Euro warm. Als »renovierungsbedürftig« wird sie in der Anzeige beschrieben. Dennoch wächst die Schlange kurz vor Beginn der Besichtigung auf rund 50 Menschen. Ein Paar knutscht, ein Vater und eine Mutter scherzen mit ihren Kindern, manche trinken Kaffee oder starren auf ihr Smartphone.
Wer in Berlin eine Wohnung sucht, braucht Geduld. Quelle: SPIEGEL 33/2026
Oder du hat dafür das nötige Kleingeld. Dann gibt's überhaupt kein Problem eine passende Wohnung zu finden, ganz oben, wo die Früchte nicht mehr ganz so hoch hängen. Unvergessen wie mich der Nachbar, der im Dachgeschoss wohnte, in einem Dachterrassen-Apartment bei unsere Hausverwaltung verwamste, weil ich auf unseren Dach saß und Zeitung las vor einigen Jahren. Die Wohnungsnot betrifft ja eigentlich nur den Mittelstand. Wer Geld hat wie Heu, der ist gut. Nach dieser Dürre gibt es inzwischen schon mehr Geld als Heu, kann sich auch wunderschöne Stühle leisten - nicht so wie die Meisten. Die jeden Cent umdrehen müssen zum Monatsende wie du deine Matratze. Jetzt kauf doch endlich mal eine Inkontinenzauflage. Die gibt's auch beim Discounter. Quelle:
Echte Markenware, oder gleich vom Tischler meisterhaft gezimmert, wie du an der Legende viel mehr Opfer als Täter zu sein. Nur kann ein heterosexueller Mann Ü-50zig niemals ein Opfer der Verhältnisse sein, Patriarchat hin oder her. Das ist leider nicht zu haben. An dieser Meme kannst du nicht laben. Bitte keine Reime mehr Wortmacher.
Ein heterosexueller Mann über fünfzig fällt in keine kulturelle Schablone für Verletzlichkeit: Für ihn existiert kein gesellschaftlich vorgesehenes Rollenmodell, das Scheitern als strukturelles Symptom interpretieren könnte. Wenn es für eine Gruppe keine erzählerische Form gibt, weil die ja den Laden schmeißen, in der Schwäche legitim ist, wird individuelles Scheitern automatisch als persönliches Versagen gelesen. ©️Der Kapitalismus. Der hat dem Scheitern eine persönliche Note verpasst. Was Du im Leben schon verpasst hast. Wer? Ich? Wer sonst? Aso. Die Folge ist, dass die Verletzlichkeit von Cis-Männer im öffentlichen Narrativ keinen Platz hat, nicht weil sie nicht existiert, sondern weil die kulturelle Erzählung keine Figur kennt, in der sie sichtbar werden könnte.
„Cis‑Mann“ bedeutet angeblich: ein Mann, dessen Geschlechtsidentität mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht übereinstimmt. Also: jemand, der als männlich geboren wurde und sich auch als Mann versteht. Was bitte gibt es da zu verstehen? Heikel wird es eigentlich erst in den späten Jahren, wenn du eine Altherrennudel hast die auf Turkey ist. Wer oder was ist ein Mann / der nicht mehr kann? Das ist hier die Frage.
Jetzt würde etwas zu den Salzburger Festspielen passen: Der Handke kommt von Tolstoi, von Homer, von Cervantes her, und die Jelinek vom Skelett der Sprache; sie hört das Ungeheuer atmen, wenn die Notenpresse der EZB stöhnt wie ein alter, schwitzender Mann, der einen jungen Frauenkörper vollweint. Aber das trägt nicht, weil alles, was was uns ausmacht, aus dem Nichts geschaffen wird wie das Geld oder eben das Universum mittels Urknall. Der Geldvermehrung ist die Inflation von Vermögenswerten an den Börsen, die von von einem Allzeithoch zum nächsten klettert, während wir hier mittel ein paar Cent abgespeist werden, in wahrsten Sinne des Worts. Unsere Regierung hat die Mehrwertsteuer auf einige ausgewählte Grundnahrungsmittel von 10% auf 5% gesenkt.
Gegenfinanziert mit einer „Paketsteuer“.
Ab 1. Oktober 2026 zahlen große Versandhändler für jedes versendete oder zugestellte Paket 2 Euro. Betroffen sind nur Unternehmen mit mehr als 100 Millionen Euro Versandhandelsumsatz im Inland, vor allem internationale Plattformen wie Amazon oder Zalando. Die Kosten werden voraussichtlich an Händler und schließlich an Konsumenten weitergereicht, wodurch die Maßnahme trotz ihrer Zielsetzung indirekt auch kleinere Anbieter und Endkunden treffen kann
Das expandiert genauso wie die Hersteller von KI‑Chips, während die totale Idylle an seinen Rändern auszufransen beginnt wie das Weltall.
Entropie:
Die Sonne - mein Nachbar der alte Russe.
Alles strebt von ganz alleine vom geordneten in den unordentlichen Zustand. Quelle: Und so denkst du - wenn man dich einfach machen lässt, fragt der Deichgraf? Ja. Ob wir wollen oder nicht. Kein System hält ewig stand, alles driftet unaufhaltsam ins Chaos. In meinen Fall natürlich in die Auslöschung. Der Wortmacher spricht nie vom Chaos sondern immer nur von der Auslöschung. Worauf hin ich über die Insel radelnd Schiss vorn nächsten Platten bekomme. So deppert bis du? Ja.
Anders gesagt:
Für den alternden Kerl spuckt unsere Drehbuch kein Mitgefühl aus. Weil Männer viel zu selten was fühlen? Na, ja. Die haben schon aus Muskelkater. Der ist gut, Muskelkater. Empathie ist auch ein Muskel der trainiert werden muss. Genau. Wer jahrzehntelang den starken Max markiert hat, und gerne die Mad Max-Reihe guckt, die bleiben wird im Cinema-Kanon für die Ewigkeit, kriegt keinen Bonus, wenn er vor jämmerlich vor die Hunde geht wie mein Nachbar der alte Russe. Jammern gilt nicht, wenn man angeblich selbst an den Schaltern saß, für den Chef vom Dienst ist kein Opferbett vorgesehen, der geht im Stehen unter. Weil der Mann in der Regel zur Aggression neigt und andere in sein Elend hineinzieht, während die heterosexuelle Frau ihre Aggressionen meist gegen sich selbst richtet. Deswegen gelten wir als toxisch und nicht die Frauen. Wir ziehen Frauen in unsere Elend hinein, während Frauen sich gerne mal ausziehen und danach umziehen. Die haben viel mehr Garderobe.
Männer saufen auch in der Öffentlichkeit und denken sich nix dabei. Frauen eher heimlich.
Steuerberaterin, Grundschullehrerin, Physikerin
Drei Frauen erzählen von ihrer Alkoholsucht – und wie sie davon loskamen.
Sie sind oft gut ausgebildet, stehen mitten im Leben: Der Anteil alkoholabhängiger Frauen in der Bevölkerung hat sich seit 2018 fast verdoppelt. Warum haben sie angefangen zu trinken? Und was hat ihnen geholfen?
Heike Möller ist eine von drei Frauen, die in diesem Text über ihre Alkoholabhängigkeit erzählen, um das Thema sichtbarer zu machen. Sie alle haben lange darüber nachgedacht, dies unter ihrem echten Namen zu tun, sich am Ende aber doch davor gescheut. Zu groß ist die Sorge, danach anders angeschaut zu werden. Sucht ist bis heute ein Stigma.
In diesem Frühjahr hat die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) ihre jüngste Bilanz über den Alkoholkonsum der Deutschen veröffentlicht, basierend auf Zahlen aus 2024. Sie zeigen: Während der Pro-Kopf-Konsum in der Bevölkerung leicht rückläufig ist, hat sich zugleich der Anteil der Frauen, die alkoholabhängig sind, seit 2018 nahezu verdoppelt. Die Nachwehen von Corona, der Mental Load im Alltag, die Krisen dieser Welt – die Gründe dafür sind Fachleuten zufolge nicht eindeutig.
Fest steht: Das Problem ist im Schatten der Gesellschaft gewachsen, still und leise. Das liegt auch daran, dass Frauen Alkohol anders als Männer konsumieren; weniger in Gesellschaft, eher zu Hause, heimlich. Ihre Scham ist besonders groß, wenn sie Mütter sind. Quelle: SPIEGEL 34/2026
----_------_--------___----------______-------______------______-
Zwei alte Stühle, die wie ich ihre Truthahnhälse ins Licht recken - ihr Kecken, möchte ich durch was Hipperes ersetzen, dass so straff sitzt wie heute der ideologische Maßanzug.
„Die erste Woke-Bewegung war verrückt“, sagte Alexandria Ocasio-Cortez (US-Kongressabgeordnete) diesen Monat und zitierte dabei einen linksextremen Stadtrat aus New York. Angesichts der eigenen Vergangenheit der Kongressabgeordneten – sie hatte zuvor behauptet, manche Gruppen hätten „keine andere Wahl, als zu randalieren“, forderte die Kürzung der Polizeifinanzen und die „Abschaffung des Gefängnissystems“ und verwendete den abwertenden Begriff „menstruierende Person“ für Frauen – war der von ihr angesprochene Wahnsinn auch ihr eigener.
Die sogenannte „Wokeness“, wie sie zu Beginn dieses Jahrzehnts allgemein genannt wurde, war nicht bloß eine orwellsche Sprachmode oder eine langweilige Reihe von Schulungen zur kulturellen Sensibilität in Unternehmen oder abstruse politische Ideen zur Bekämpfung rassistischer und sozioökonomischer Ungleichheiten. Für diejenigen, die am stärksten betroffen waren, war es ein System erzwungener ideologischer Konformität, durchgesetzt durch soziale Einschüchterung und institutionellen Zwang (oder Feigheit), das Ruf und Karrieren schädigte und mitunter sogar beendete – und mindestens einem Mann das Leben kostete. Quelle: 📰 / Bret Stephens .....
Fortsetzung folgt der Devise. Miese - nix als Miese.
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