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Sonntag, 22. März 2026
Dein urologisches Elend. Skript für eine Telenovela des Verfalls.
der imperialist, 11:14h
Bitte Opa Seriös. Nicht wieder mich 
Natürlich auch der Kultur. Die Barbarei ist zurück. Die immer die anderen sind. Das hast du wunderbar gesagt.
Kriege muss man führen. Natürlich auch im Namen der Freiheit. Dann gehen dir die Ziele niemals aus. ©️ Die Realität.
Ay, Dios mío!
Gegen Ende verneigen wir uns noch vor Honzo, einem vielgeliebten Schimpansen aus dem Schönbrunner Zoo, den ein Großwildjäger beim Transport mit Schnaps ruhig gehalten hatte. Was das Tier zum Säufer machte, Kettenrauchen kam dazu. „Nur hierzulande kann ein Primat durch Alkohol- und Nikotinmissbrauch zum Star werden“, räsoniert Gratzer. Quelle: Die 'Presse'.
Lustiger und old-school-sympathischer wird es in diesem Text leider nicht mehr. Also nicht absichtlich. Oder sagt man bewusst? Kann man Etwas auch absichtlich machen aber unbewusst? Oder geht es nur bewusst absichtlich? Oder sagt man absichtlich bewusst. Egal. Der Schmäh rennt nicht. Der kommt nicht von der Stelle. Der Schmäh ist von oben bis unten mit auslaufenden Öl beschmiert wie einst die armen Vögel während des Dessert-Storm. Die ganz in Öl getaucht waren wie auf einem Kirtag die Mandeln in eine Zuckerglasur. Jetzt könnte ich textlich einen jener Vögel einbauen, die ich 1991 als UNO‑Soldat (Desert Storm) verzweifelt versucht habe, aus dem ölverschmierten Schlamm zu befreien. Diese Bekloppten hatten im Nebenerwerb geopolitischer Verwerfungen Vögel geteert wie einst die Nazi-Huren in Frankreich, die man nach dem Krieg kahlgeschoren und gefedert durch die Straßen trieb.
Collaboration horizontale. Hattest du auch schon länger nicht mehr spottet der Wortmacher. Wie auch bei dem seiner Unterleibsverfasstheit, legt der Scheißhausdämon nach. Der ist ja ein Bild von einem verfallenden Mann, setzt die Bildmacherin einen drauf. Jetzt könnte ich was über den Maler Otto Dix schreiben und seiner Bildsprache radikaler Schonungslosigkeit. Er zeigte Menschen so, wie sie sind, unverschönt, verwundet, gezeichnet vom Leben. In seinen Bildern begegnen einem Kriegsversehrte, Prostituierte, Greise, Alkoholiker, Soldaten mit amputierten Gliedmaßen und Gesichter voller Narben, Falten und Müdigkeit.
Aber bei diesen Öl- und Gaspreisen, die wegen der jüngsten Angriffe der USA und Israels auf iranische Ziele und den iranischen Gegenschlägen am Golf in die Höhe schießen wie die Gasfackel einer Förderanlage, die überschüssiges oder nicht nutzbares Gas verbrennt, und die sich in weiterer Folge der Brieftaschen der kleinen Leute annehmen werden wie die Um2 einst des kleinen Schizophrenisten (Madame mit den verschränkten Armen) – während sich die Inflation wie der Borkenkäfer durch die Rinde einer gestressten Fichte frisst , da kann man sich das getrost sparen Kann man sich sparen. Der ist gut. Getrost sparen. Dabei sagt man: Weniger ist mehr. Bei Worten. Die erzeugen eine viel größere Wirkung, wenn sie an den richtigen Stellen ganz bewusst eingesetzt werden.
Ein ölverschmierter Vogel ist ein Klumpen aus Teer. Das Gefieder existiert nicht mehr; es ist eine einzige, zähe Kruste. Das schwarze Öl klebt die Flügel unbeweglich an die Flanken, das schiere Gewicht drückt das Tier zu Boden. Jede Bewegung ist ein unkoordinierter Kraftakt gegen die bleierne Last. Die Atmung ist flach und schwer. Das Tier erstickt langsam in seinem Panzer aus Teer – dem Stoff, der uns alle reich gemacht hat. In meinen Händen. Aber das wäre eine Lüge. Eine glatte Lüge.
Was nicht gelogen ist: In unserer Sandsackstellung hatte sich für ein paar Tage ein kleiner irakischer Junge eingemietet. Schwer zu sagen, warum genau. Fakt ist: Heute wäre der Junge eine Weltsensation in den sozialen Medien. Ein kleiner Junge in einer Sandsackstellung. Dem der verfluchte Krieg alles genommen hatte. Natürlich auch seine Kindheit. Die Bilder des Jungen würden um die Welt gehen. 1991 gingen wir zu unseren Offizieren und erklärten ihnen die Situation. Und unser Arzt im Zug nahm sich dann des Jungen an. Keine Ahnung, was er in dieser Sache unternommen hat.
Manche behaupten, die explodierenden Öl- und Gaspreise seien die späte Quittung für den Holocaust. Das ist ein Freibrief für Antisemiten. Ungestraft, ob am Stammtisch oder im Netz, können die ohne weiteres die alte Lüge verbreiten, die Juden seien an allem schuld. Doch der eigentliche Witz ist: In diesem Fall trägt die israelische Regierung unter Netanjahu tatsächlich eine massive Mitschuld an der Preisexplosion. Gemeinsam mit den USA hat Israel den Iran angegriffen, ein Land, das zwar die eigene Bevölkerung brutal unterdrückt, von dem aber als äußere Bedrohung kaum eine weitere Eskalationsstufe ausging. Oder doch? Ich weiß es nicht. Das 440kg-Land. Eine Regime von Massenmörder. Die sogar die eigenen Mütter & Kinder massakrier(t)en.
Dieser verfluchte Netanjahu, Israel Ministerpräsident, mit Verlaub gesagt, hat uns das alles eingebrockt. Der mit allen schmutzigen Tricks des Politischen gewaschen ist. Und kriegsgeil ist der auch. Total kriegsgeil. Aufklärung folgt umgehend. Der hat uns das alles eingebrockt. Der hat den Trump weich gekocht in zahlreichen Telefonaten und persönlichen Treffen. Zusammen mit ihren Frauen haben die sogar Silvester gefeiert. Also kann man sich eh ausmalen worüber die gesprochen haben.
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Netanjahu: „Donald, ich muss es einfach sagen, die Welt hält den Atem an. Deine Rückkehr ins Weiße Haus... es ist das größte politische Comeback der Menschheitsgeschichte. Wie du diese woken Linken zertrümmert hast, diese Verrückten, die unser Abendland zerstören wollten – du hast sie einfach weggewischt. Es war wie Magie. Und dein Golfspiel? Ich habe die Aufnahmen gesehen. Diese Kraft, diese Präzision... du spielst besser als Profis, die halb so alt sind wie du. Es ist eine Ehre, an deinem Tisch zu sitzen.“
Trump: (nickt beiläufig, während er kaut) „Es ist ein Naturtalent, Bibi. Man hat es oder man hat es nicht. Die Quote war fantastisch. Aber sag mal, diese Oliven da… wie heißen die?“
Netanjahu: „Taggiasca. Handgepflückt an einer italienischen Steilküste. Nur das Beste für den Champion.“
Trump: „Schmecken wie normale Oliven.“
Netanjahu: „Sind aber viel teurer.“
Trump: „Ah. Dann passt’s.“
(Kurze Pause. Draußen explodiert das Feuerwerk über Mar-a-Lago in Goldtönen.)
Netanjahu: „Der Kaviar ist auch nicht mehr das, was er mal war.“
Trump: „Liegt am Löffel. Perlmutt ist überbewertet. Ich bleibe bei Gold, das weißt du.“
Netanjahu: „Stimmt. Sara, Schatz – du bist doch auch dafür, dass wir morgen endlich die Mullahs angreifen?“
Sara: „Ja, Bibi-Schatz, unbedingt. Das hält uns endlich diese Meschu-pajim von der Justiz und diese korrupten Ermittler vom Leib. Sollen sie sich mit dem Krieg beschäftigen statt mit unseren Akten. Schenk mir noch ein wenig Champagner nach.“
Trump: (starrt schweigend auf das Feuerwerk, ohne sich zu rühren) „Happy New Year, Melania. Stoßen wir auf deinen 40-Millionen-Deal mit Amazon an. Wo ist die schon wieder!?“
Sara: (sieht Bibi mit stechendem, ungeschöntem Neid an) „So einen Deal wie den von Melania möchte ich übrigens auch haben, Bibi. Meinst du, wir kriegen das hin? Ich meine… wir schreiben doch gerade die Geschichte des jüdischen Volkes neu.“
Netanjahu: „Donald. Du kannst die Geschichte des Nahen Ostens neu schreiben. Das wäre historisch. Historisch wäre das. Selbst George Washington würdest in den Schatten stellen, und ihm den Rang als bedeutendster US-Präsident aller Zeiten ablaufen. Man wird Denkmäler bauen, die größer sind als der Mount Rushmore. Nur für dich.“
Trump: „Ich werde beides bekommen, Bibi. Den Friedensnobelpreis und einen Platz am Mount Trump. Wir werden den Berg umbauen. Viel größer, viel schöner.“
Sara wirft Bibi einen harten Blick zu und deutet stumm mit dem Kinn auf ihr leeres Glas, bis er ihr hastig Champagner nachschenkt.
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Endlos kaute der Netanjahu dem Trump ein Ohr ab.
Wie ich darauf komme:
In seiner ersten Amtszeit ließ Trump die Überredungsversuche Netanyahus, gemeinsam Iran zu attackieren, ins Leere laufen. Jetzt haben die beiden einen Krieg begonnen.
Die amerikanischen Präsidenten seither, egal ob Demokraten oder Republikaner, mag er mit seinen Forderungen schwer genervt haben, aber so viel ist sicher: Mit der Nummer 47, mit Donald J. Trump, sieht das anders aus.
Die Entscheidung Trumps, Iran anzugreifen, war der wahrscheinlich größte politische Sieg Netanyahus in den 18 Jahren, die dieser nun – mit kurzen Unterbrechungen – die Regierung in Israel führt. »40 Jahre lang« habe er davon »geträumt«, sagte der israelische Premier, sichtlich bewegt. Ein Krieg als Lebenstraum.
Offenbar monatelang versuchte Netanyahu, Trump dazu zu bewegen, loszuschlagen. Hat ihm abgerungen, amerikanische B-2-Tarnkappenjets loszuschicken, die, ausgerüstet mit bunkerbrechenden Bomben, im Juni die atomaren Anlagen in Fordo ansteuerten. Das iranische Atomprogramm sei »ausgelöscht«, brüstete sich der Präsident nach dem sogenannten Zwölftagekrieg.
Trotzdem blieb Netanyahu in seiner Rolle als steter Tropfen, der den Stein höhlt. Silvester verbrachten die Ehepaare Netanyahu und Trump gemeinsam in Mar-a-Lago, bestaunten das Feuerwerk, dazu lief Queen: »Don’t Stop Me Now«.
Netanyahu, so berichten amerikanische Medien, habe Trump in Florida um Erlaubnis gebeten, iranische Raketenstellungen angreifen zu dürfen. Trump zögerte, wollte sich nicht festlegen.
Das änderte sich offenbar erst mit einem Telefonat am 23. Februar. Netanyahu informierte Trump laut dem Nachrichtenportal Axios, dass israelische Nachrichtendienste wüssten, wo sich Ali Khamenei am darauffolgenden Samstagmorgen aufhalten würde – zusammen mit seinen wichtigsten Beratern. Die CIA soll die Information bestätigt haben. Ursprünglich war der Angriff anscheinend für Ende März geplant, Netanyahu drängte auf Beschleunigung, berichtet das Portal unter Berufung auf amerikanische und israelische Beamte. Am 26. Februar meldeten Trumps Gesandte aus Genf – sein Schwiegersohn und sein Golfpartner –, die Atomverhandlungen seien ergebnislos verlaufen. Am Abend darauf gab Trump den Befehl.
Am Samstag, dem 28. Februar, um 9.40 Uhr Ortszeit schlagen am Amtssitz von Ali Khamenei, dem Obersten Führer, Bomben ein, Rauch steigt auf. Quelle: SPIEGEL Nr.12/2026
Derweil soll sich das theokratische System in Iran allem Anschein nach wieder konsolidiert haben. Es ähnelt der Hydra, der gleich neue Köpfe nachwachsen, wenn man einen abschlägt. Bisher ist es Trump nur gelungen, Ajatollah Khamenei durch Ajatollah Khamenei zu ersetzen. Der Nahostexperte Karim Sadjadpour schreibt im »Atlantic«, Trump habe auf eine iranische Delcy Rodríguez gehofft – jene venezolanische Vizepräsidentin, die nach der Entführung Maduros die Macht übernahm und sich Washington fügte. Stattdessen habe er womöglich einen iranischen Kim Jong Un hervorgebracht. Quelle: Wie gehabt.
Und wer hat deswegen wieder den Scherben auf? Na die Palästinenser.
Bei einem iranischen Raketenangriff im Westjordanland sind drei Palästinenser getötet worden.
Bei dem Angriff, der einen als Friseursalon genutzten Wohnwagen in der Stadt Beit Awwa traf, wurden nach Angaben palästinensischer Beamter mehrere weitere Personen verletzt.
Der Angriff traf einen Wohnwagen, der in der Stadt Beit Awwa im südlichen Teil des besetzten Gebiets zu einem Friseursalon umgebaut worden war. Das israelische Militär machte eine iranische Rakete für den Angriff verantwortlich, während palästinensische Vertreter erklärten, der Schaden sei durch eine fehlgeleitete israelische Abfangrakete verursacht worden.
In jedem Fall handelte es sich um einen der tödlichsten iranischen Angriffe auf Israel seit Beginn des amerikanisch-israelischen Krieges gegen den Iran Ende Februar und um den ersten, bei dem Palästinenser im Westjordanland getötet wurden.
Laut Mahmoud Masalmeh, dem Bürgermeister von Beit Awwa, der sich nach der Explosion zum Unglücksort begab, war das Gebäude voller Frauen, die sich im Vorfeld des bevorstehenden Eid al-Fitr-Festes, mit dem das Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan gefeiert wird, die Haare machen ließen. Quelle: 📰
Scheiße. Nicht mal die Haare können palästinensische Frauen im Nahem Osten ungestraft schön haben. Was ist denn das für eine bekloppte Welt. Jetzt töten das bekloppte iranische Regime schon die eigenen Verbündeten. Also deren Frauen. Zum iranischen Regime hätte ich noch einen schlechten Witz.
Was haben die iranische Führung und eine Toilette gemeinsam? Beide werden nur temporär besetzt.
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Schauplatzwechsel. Alles läuft ja gleichzeitig auf verschiedenen Ebenen. Das Elend franzt derzeit in alle Richtungen aus.
Kuba. Ein Land am Ende:
Derweil Kuba wegen dem amerikanischen Öl-Embargo im Dunklen verschwindet, hing meine kleinstbürgerliche Leiche heute im Traum auf der Piazzale Lore verkehrt herum aufgehängt wie einst der Duce. Die Hauptstadt Havanna hat normalerweise Priorität bei der Stromerzeugung, da sie Regierungssitz ist. Doch mit zunehmender Energiekrise ist auch sie nicht vor Stromausfällen geschützt. Die Auswirkungen sind in der ganzen Stadt zu spüren. Der Müll türmt sich, da die Müllwagen wegen Treibstoffmangels stillstehen. Ohne Kühlung verderben Fleisch und Milchprodukte in Haushalten und Supermärkten.
Da Havannas Wasserversorgung auf elektrischen Pumpen basiert, ist vielen Einwohnern das fließende Wasser abgestellt worden. Sie stehen nun mit Kanistern an den durch Schwerkraft gespeisten Gemeinschaftszisternen Schlange, so Jorge R. Piñon, ein Ölexperte der Universität von Texas, der Kubas Energiewirtschaft beobachtet. Gesundheitsbehörden haben Zehntausende von Operationen verschoben, und Krebspatienten, die sich einer Chemotherapie unterziehen, sehen sich mit Behandlungsunterbrechungen durch Stromausfälle und fehlende Kühlmedikamente konfrontiert.
In Ferienorten wie Varadero, Cayo Coco und Cayo Santa Maria, wo sich zahlreiche Strandhotels und Wellnessanlagen befinden, ist die Stromversorgung größtenteils erhalten. Anders als Wohngebiete, die auf das marode nationale Stromnetz angewiesen sind, verfügen die Hotels dort über eigene Generatoren. Die Treibstoffversorgung dieser Orte hat – ebenso wie die der Krankenhäuser – höchste Priorität. Quelle: 📰
Schrecklich. Immer sind es die Hungerleider unter den Nationen denen die Arschkarte zugesteckt wird. Die hängen eh schon so in den Seilen, wie ich eben verkehrt rum an der Piazzale Lore. Am Tag hatte ich was über die Reform der italienischen Justiz gelesen, über die in Italien abgestimmt wird kommenden Sonntag und Montag. Wie aufgeheizt die Stimmung ist und wie wenig es um Inhalte geht, zeigt der Fall eines Mitglieds der Zentrumspartei. Als er sich – im Gegensatz zu den meisten Oppositionellen – aus inhaltlichen Gründen für ein „Ja“ aussprach, wurde er in sozialen Medien wüst beschimpft. Und daran erinnert: „Verräter kommen auf Piazzale Loreto.“. Auf dieser Mailänder Piazza wurde Mussolini 1945 kopfüber aufgehängt. Quelle: Die "Presse".
Damals war Krieg und jetzt ist wieder Krieg. Ein verkappter Weltkrieg. Alle Kontinente sind betroffen. Asien auch. Pakistan und Afghanistan. Hunderte Tote bei massivem Luftangriff in Afghanistan. Krieg am Hindukusch. Die Taliban werfen Pakistan vor, eine Klinik bombardiert zu haben. Pakistan spricht von Angriff auf Terroristen.
Pakistan trifft Spital in Kabul – die Taliban sprechen von Hunderten Toten.
Ein pakistanischer Luftangriff hat in der afghanischen Hauptstadt eine Entzugsklinik für Suchtkranke zerstört. Pakistan gab an, ein Munitionsdepot bombardiert zu haben. Der Angriff markiert eine weitere Eskalation des Krieges.
Fotos und Videos nach dem Angriff zeigten brennende Gebäude und zerstörte Container. Die BBC hatte das Ibn-Sina-Spital vor drei Jahren besucht. Die Insassen lebten unter elenden Bedingungen und müssten 45 Tage in dem Spital verbringen, berichtete der britische Sender damals. Die Taliban hätten Suchtkranke aus der ganzen Stadt dorthin gebracht, damit sie sich einer Entzugsbehandlung unterzögen. Das Regime geht seit der Rückkehr an die Macht 2021 mit harter Hand gegen Drogenabhängige vor.
Afghanistan hat seit langem ein massives Drogenproblem. Krieg, Armut und Hunger haben Zehntausende in die Sucht getrieben. Über Jahrzehnte war Afghanistan der weltgrößte Produzent von Opium und Heroin. Die Taliban haben 2022 jedoch die Herstellung von Drogen verboten und gehen rigoros gegen den Mohnanbau vor. Die Anbaufläche hat sich in der Folge drastisch verringert. Dennoch sind Opium, Heroin und Amphetamine weiterhin leicht verfügbar. Quelle: "NZZ"
Junkie in Afghanistan. Fast so schlimm wie Frau in Afghanistan. Oder Iran. Da darfst du Haare auch nicht schön haben. Über allen liegt derzeit ein blutiger Schleier des Kriegs. Alle reden nur noch vom Krieg. Von Netanjahus Lebenstraum. Damit meine ich jene die wirklich politische Entscheidungsgewalt haben. Nur ein paar Unbelehrbare halten auf den billigen Plätzen tapfer am Frieden. Aber selbst unter den angeblich so Friedfertigen gibt es einige, die daraus politisches Kapital schlagen. Falls Sie es mit den Medien halten wie ich – aus Mangel an Alternativen, der hat ja sonst nix, stichelt der Wortmacher –, sollten Sie sich die Farce um die Druschba‑Pipeline vergegenwärtigen.
Die Druschba‑Pipeline, über die russisches Öl nach Ungarn und in die Slowakei fließt, wurde durch Angriffe schwer beschädigt, woraufhin die Ukraine erklärte, sie könne die Leitung wegen zerstörter Pumpstationen nicht reparieren, während Ungarn behauptet, Kiew wolle die Reparatur absichtlich verzögern, um politischen Druck auszuüben; gleichzeitig blockiert Ungarn in Brüssel ein 90‑Milliarden‑Hilfspaket für die Ukraine und nutzt die Pipeline‑Störung als Hebel, obwohl das Land selbst finanziell nicht betroffen ist, weshalb die EU nun anbietet, die Reparatur der Pipeline zu bezahlen, damit Ungarn endlich den 90‑Milliarden‑Kredit freigibt.
Im April finden in Ungarn Parlamentswahlen statt. Ich halte es für ausgeschlossen das die Oppositionspartei TISZA von Péter Magyar die Wahl wirklich gewinnt. Nicht bei diesem Wahlsystem.
Fidesz hat seit 2011 das gesamte Wahlsystem so umgebaut, dass es systematisch die Regierungspartei bevorzugt: Wahlkreise wurden neu zugeschnitten (Gerrymandering), sodass ländliche Fidesz‑Hochburgen überrepräsentiert sind; die Zahl der Direktmandate wurde erhöht, was Fidesz nützt, weil die Opposition in Städten konzentriert ist; die Ausgleichsmandate wurden so verändert, dass selbst verlorene Stimmen von Fidesz in zusätzliche Sitze umgewandelt werden; Auslandsungarn mit Fidesz‑Nähe erhielten vereinfachte Briefwahl, während im Ausland lebende ungarische Oppositionelle komplizierte Verfahren haben; staatliche Medien wurden zu Fidesz‑Propaganda umgebaut; und Wahlkreise wurden 2024 erneut so zugeschnitten, dass Budapest geschwächt und ländliche Gebiete gestärkt werden. Das deckt sich auch mit Berichten der OSZE, der EU-Kommission und Organisationen wie Freedom House, die das ungarische Wahlsystem als „frei, aber nicht fair“ einstufen.
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Du Deckhengst, lacht sich der Wortmacher einen. Auf der Weide der ‚Collaboration horizontale‘ grasen keine Stuten. Eben weil der Krieg, an allen Fronten tobt. Letztens ist mein Immunsystem in Knie gefangen. Leben ist ja ein einzige Abwehrschlacht die auch in deinen Zellen tobt. Das Leben ist keine friedliche Existenz, sondern ein ununterbrochener, hochfrequenter biologischer Stellungskrieg auf mikroskopischer Ebene. In jeder Sekunde tobt in deinem Inneren eine Abwehrschlacht, bei der deine Zellen als vorderste Frontlinie gegen ein Dauerfeuer aus Mutationen, freien Radikalen und aggressiven Erregern stehen.
Das sind kriegsähnliche Zustände. Selbst wenn man Schlacht um Schlacht gewinnt ist der Krieg gegen den Verfall nicht zu gewinnen. Nicht mit deinen Unterleib. Stimmt auch wieder.
Der Krieg. Dieser verfluchte Krieg um die Wahrheit. Der auch ja. Aber auch so ist Krieg, der alltägliche halt. Wie die gefakten toben die Kriegen an allen Fronten. Ein weiterer Krieg, der nicht der Unsrige ist, und doch zu unserem gemacht wird von den Raubtieren, die nur der Logik ihrer eigenen Gier folgen. Die sich durch Länder, Biografien und zerplatze Hoffnungen fressen wie in der Eingangszene ausführlichst beschrieben. Was völliger Humbug ist. Durch geplatzte Hoffnungen frisst sich kein Raubtier. Das frisst sich durch eine Gazelle. Oder einen getöteten Elefanten. Das nennt man dann Safari.
Apropos Safari. Sarajewo-Safari.
Das Grauen ist greifbar in Sarajevo, bis heute. Es genügt, im Museum am Großen Park eine der verspiegelten Schubladen zu öffnen.
Kuscheltiere, Schulhefte, Turnschuhe, Violinen liegen darin, Hinterlassenschaften jener Kinder, die während des Kriegs in Bosniens Hauptstadt ermordet wurden. In einem der Schubfächer verbirgt sich neben der Notiz »Irina Čišić 1992–1993« ein Projektil vom Kaliber 7,9 Millimeter.
Fortsetzung folgt...............deinem Leben, das so gegenstandlos ist, dass es keine Folgen mehr nach sich zieht, wie die Sprache einen Kondensstreifen aus Worten. Kommt fast hin, ja.
Natürlich auch der Kultur. Die Barbarei ist zurück. Die immer die anderen sind. Das hast du wunderbar gesagt.
Kriege muss man führen. Natürlich auch im Namen der Freiheit. Dann gehen dir die Ziele niemals aus. ©️ Die Realität.
Ay, Dios mío!
Gegen Ende verneigen wir uns noch vor Honzo, einem vielgeliebten Schimpansen aus dem Schönbrunner Zoo, den ein Großwildjäger beim Transport mit Schnaps ruhig gehalten hatte. Was das Tier zum Säufer machte, Kettenrauchen kam dazu. „Nur hierzulande kann ein Primat durch Alkohol- und Nikotinmissbrauch zum Star werden“, räsoniert Gratzer. Quelle: Die 'Presse'.
Lustiger und old-school-sympathischer wird es in diesem Text leider nicht mehr. Also nicht absichtlich. Oder sagt man bewusst? Kann man Etwas auch absichtlich machen aber unbewusst? Oder geht es nur bewusst absichtlich? Oder sagt man absichtlich bewusst. Egal. Der Schmäh rennt nicht. Der kommt nicht von der Stelle. Der Schmäh ist von oben bis unten mit auslaufenden Öl beschmiert wie einst die armen Vögel während des Dessert-Storm. Die ganz in Öl getaucht waren wie auf einem Kirtag die Mandeln in eine Zuckerglasur. Jetzt könnte ich textlich einen jener Vögel einbauen, die ich 1991 als UNO‑Soldat (Desert Storm) verzweifelt versucht habe, aus dem ölverschmierten Schlamm zu befreien. Diese Bekloppten hatten im Nebenerwerb geopolitischer Verwerfungen Vögel geteert wie einst die Nazi-Huren in Frankreich, die man nach dem Krieg kahlgeschoren und gefedert durch die Straßen trieb.
Collaboration horizontale. Hattest du auch schon länger nicht mehr spottet der Wortmacher. Wie auch bei dem seiner Unterleibsverfasstheit, legt der Scheißhausdämon nach. Der ist ja ein Bild von einem verfallenden Mann, setzt die Bildmacherin einen drauf. Jetzt könnte ich was über den Maler Otto Dix schreiben und seiner Bildsprache radikaler Schonungslosigkeit. Er zeigte Menschen so, wie sie sind, unverschönt, verwundet, gezeichnet vom Leben. In seinen Bildern begegnen einem Kriegsversehrte, Prostituierte, Greise, Alkoholiker, Soldaten mit amputierten Gliedmaßen und Gesichter voller Narben, Falten und Müdigkeit.
Aber bei diesen Öl- und Gaspreisen, die wegen der jüngsten Angriffe der USA und Israels auf iranische Ziele und den iranischen Gegenschlägen am Golf in die Höhe schießen wie die Gasfackel einer Förderanlage, die überschüssiges oder nicht nutzbares Gas verbrennt, und die sich in weiterer Folge der Brieftaschen der kleinen Leute annehmen werden wie die Um2 einst des kleinen Schizophrenisten (Madame mit den verschränkten Armen) – während sich die Inflation wie der Borkenkäfer durch die Rinde einer gestressten Fichte frisst , da kann man sich das getrost sparen Kann man sich sparen. Der ist gut. Getrost sparen. Dabei sagt man: Weniger ist mehr. Bei Worten. Die erzeugen eine viel größere Wirkung, wenn sie an den richtigen Stellen ganz bewusst eingesetzt werden.
Ein ölverschmierter Vogel ist ein Klumpen aus Teer. Das Gefieder existiert nicht mehr; es ist eine einzige, zähe Kruste. Das schwarze Öl klebt die Flügel unbeweglich an die Flanken, das schiere Gewicht drückt das Tier zu Boden. Jede Bewegung ist ein unkoordinierter Kraftakt gegen die bleierne Last. Die Atmung ist flach und schwer. Das Tier erstickt langsam in seinem Panzer aus Teer – dem Stoff, der uns alle reich gemacht hat. In meinen Händen. Aber das wäre eine Lüge. Eine glatte Lüge.
Was nicht gelogen ist: In unserer Sandsackstellung hatte sich für ein paar Tage ein kleiner irakischer Junge eingemietet. Schwer zu sagen, warum genau. Fakt ist: Heute wäre der Junge eine Weltsensation in den sozialen Medien. Ein kleiner Junge in einer Sandsackstellung. Dem der verfluchte Krieg alles genommen hatte. Natürlich auch seine Kindheit. Die Bilder des Jungen würden um die Welt gehen. 1991 gingen wir zu unseren Offizieren und erklärten ihnen die Situation. Und unser Arzt im Zug nahm sich dann des Jungen an. Keine Ahnung, was er in dieser Sache unternommen hat.
Manche behaupten, die explodierenden Öl- und Gaspreise seien die späte Quittung für den Holocaust. Das ist ein Freibrief für Antisemiten. Ungestraft, ob am Stammtisch oder im Netz, können die ohne weiteres die alte Lüge verbreiten, die Juden seien an allem schuld. Doch der eigentliche Witz ist: In diesem Fall trägt die israelische Regierung unter Netanjahu tatsächlich eine massive Mitschuld an der Preisexplosion. Gemeinsam mit den USA hat Israel den Iran angegriffen, ein Land, das zwar die eigene Bevölkerung brutal unterdrückt, von dem aber als äußere Bedrohung kaum eine weitere Eskalationsstufe ausging. Oder doch? Ich weiß es nicht. Das 440kg-Land. Eine Regime von Massenmörder. Die sogar die eigenen Mütter & Kinder massakrier(t)en.
Dieser verfluchte Netanjahu, Israel Ministerpräsident, mit Verlaub gesagt, hat uns das alles eingebrockt. Der mit allen schmutzigen Tricks des Politischen gewaschen ist. Und kriegsgeil ist der auch. Total kriegsgeil. Aufklärung folgt umgehend. Der hat uns das alles eingebrockt. Der hat den Trump weich gekocht in zahlreichen Telefonaten und persönlichen Treffen. Zusammen mit ihren Frauen haben die sogar Silvester gefeiert. Also kann man sich eh ausmalen worüber die gesprochen haben.
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Netanjahu: „Donald, ich muss es einfach sagen, die Welt hält den Atem an. Deine Rückkehr ins Weiße Haus... es ist das größte politische Comeback der Menschheitsgeschichte. Wie du diese woken Linken zertrümmert hast, diese Verrückten, die unser Abendland zerstören wollten – du hast sie einfach weggewischt. Es war wie Magie. Und dein Golfspiel? Ich habe die Aufnahmen gesehen. Diese Kraft, diese Präzision... du spielst besser als Profis, die halb so alt sind wie du. Es ist eine Ehre, an deinem Tisch zu sitzen.“
Trump: (nickt beiläufig, während er kaut) „Es ist ein Naturtalent, Bibi. Man hat es oder man hat es nicht. Die Quote war fantastisch. Aber sag mal, diese Oliven da… wie heißen die?“
Netanjahu: „Taggiasca. Handgepflückt an einer italienischen Steilküste. Nur das Beste für den Champion.“
Trump: „Schmecken wie normale Oliven.“
Netanjahu: „Sind aber viel teurer.“
Trump: „Ah. Dann passt’s.“
(Kurze Pause. Draußen explodiert das Feuerwerk über Mar-a-Lago in Goldtönen.)
Netanjahu: „Der Kaviar ist auch nicht mehr das, was er mal war.“
Trump: „Liegt am Löffel. Perlmutt ist überbewertet. Ich bleibe bei Gold, das weißt du.“
Netanjahu: „Stimmt. Sara, Schatz – du bist doch auch dafür, dass wir morgen endlich die Mullahs angreifen?“
Sara: „Ja, Bibi-Schatz, unbedingt. Das hält uns endlich diese Meschu-pajim von der Justiz und diese korrupten Ermittler vom Leib. Sollen sie sich mit dem Krieg beschäftigen statt mit unseren Akten. Schenk mir noch ein wenig Champagner nach.“
Trump: (starrt schweigend auf das Feuerwerk, ohne sich zu rühren) „Happy New Year, Melania. Stoßen wir auf deinen 40-Millionen-Deal mit Amazon an. Wo ist die schon wieder!?“
Sara: (sieht Bibi mit stechendem, ungeschöntem Neid an) „So einen Deal wie den von Melania möchte ich übrigens auch haben, Bibi. Meinst du, wir kriegen das hin? Ich meine… wir schreiben doch gerade die Geschichte des jüdischen Volkes neu.“
Netanjahu: „Donald. Du kannst die Geschichte des Nahen Ostens neu schreiben. Das wäre historisch. Historisch wäre das. Selbst George Washington würdest in den Schatten stellen, und ihm den Rang als bedeutendster US-Präsident aller Zeiten ablaufen. Man wird Denkmäler bauen, die größer sind als der Mount Rushmore. Nur für dich.“
Trump: „Ich werde beides bekommen, Bibi. Den Friedensnobelpreis und einen Platz am Mount Trump. Wir werden den Berg umbauen. Viel größer, viel schöner.“
Sara wirft Bibi einen harten Blick zu und deutet stumm mit dem Kinn auf ihr leeres Glas, bis er ihr hastig Champagner nachschenkt.
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Endlos kaute der Netanjahu dem Trump ein Ohr ab.
Wie ich darauf komme:
In seiner ersten Amtszeit ließ Trump die Überredungsversuche Netanyahus, gemeinsam Iran zu attackieren, ins Leere laufen. Jetzt haben die beiden einen Krieg begonnen.
Die amerikanischen Präsidenten seither, egal ob Demokraten oder Republikaner, mag er mit seinen Forderungen schwer genervt haben, aber so viel ist sicher: Mit der Nummer 47, mit Donald J. Trump, sieht das anders aus.
Die Entscheidung Trumps, Iran anzugreifen, war der wahrscheinlich größte politische Sieg Netanyahus in den 18 Jahren, die dieser nun – mit kurzen Unterbrechungen – die Regierung in Israel führt. »40 Jahre lang« habe er davon »geträumt«, sagte der israelische Premier, sichtlich bewegt. Ein Krieg als Lebenstraum.
Offenbar monatelang versuchte Netanyahu, Trump dazu zu bewegen, loszuschlagen. Hat ihm abgerungen, amerikanische B-2-Tarnkappenjets loszuschicken, die, ausgerüstet mit bunkerbrechenden Bomben, im Juni die atomaren Anlagen in Fordo ansteuerten. Das iranische Atomprogramm sei »ausgelöscht«, brüstete sich der Präsident nach dem sogenannten Zwölftagekrieg.
Trotzdem blieb Netanyahu in seiner Rolle als steter Tropfen, der den Stein höhlt. Silvester verbrachten die Ehepaare Netanyahu und Trump gemeinsam in Mar-a-Lago, bestaunten das Feuerwerk, dazu lief Queen: »Don’t Stop Me Now«.
Netanyahu, so berichten amerikanische Medien, habe Trump in Florida um Erlaubnis gebeten, iranische Raketenstellungen angreifen zu dürfen. Trump zögerte, wollte sich nicht festlegen.
Das änderte sich offenbar erst mit einem Telefonat am 23. Februar. Netanyahu informierte Trump laut dem Nachrichtenportal Axios, dass israelische Nachrichtendienste wüssten, wo sich Ali Khamenei am darauffolgenden Samstagmorgen aufhalten würde – zusammen mit seinen wichtigsten Beratern. Die CIA soll die Information bestätigt haben. Ursprünglich war der Angriff anscheinend für Ende März geplant, Netanyahu drängte auf Beschleunigung, berichtet das Portal unter Berufung auf amerikanische und israelische Beamte. Am 26. Februar meldeten Trumps Gesandte aus Genf – sein Schwiegersohn und sein Golfpartner –, die Atomverhandlungen seien ergebnislos verlaufen. Am Abend darauf gab Trump den Befehl.
Am Samstag, dem 28. Februar, um 9.40 Uhr Ortszeit schlagen am Amtssitz von Ali Khamenei, dem Obersten Führer, Bomben ein, Rauch steigt auf. Quelle: SPIEGEL Nr.12/2026
Derweil soll sich das theokratische System in Iran allem Anschein nach wieder konsolidiert haben. Es ähnelt der Hydra, der gleich neue Köpfe nachwachsen, wenn man einen abschlägt. Bisher ist es Trump nur gelungen, Ajatollah Khamenei durch Ajatollah Khamenei zu ersetzen. Der Nahostexperte Karim Sadjadpour schreibt im »Atlantic«, Trump habe auf eine iranische Delcy Rodríguez gehofft – jene venezolanische Vizepräsidentin, die nach der Entführung Maduros die Macht übernahm und sich Washington fügte. Stattdessen habe er womöglich einen iranischen Kim Jong Un hervorgebracht. Quelle: Wie gehabt.
Und wer hat deswegen wieder den Scherben auf? Na die Palästinenser.
Bei einem iranischen Raketenangriff im Westjordanland sind drei Palästinenser getötet worden.
Bei dem Angriff, der einen als Friseursalon genutzten Wohnwagen in der Stadt Beit Awwa traf, wurden nach Angaben palästinensischer Beamter mehrere weitere Personen verletzt.
Der Angriff traf einen Wohnwagen, der in der Stadt Beit Awwa im südlichen Teil des besetzten Gebiets zu einem Friseursalon umgebaut worden war. Das israelische Militär machte eine iranische Rakete für den Angriff verantwortlich, während palästinensische Vertreter erklärten, der Schaden sei durch eine fehlgeleitete israelische Abfangrakete verursacht worden.
In jedem Fall handelte es sich um einen der tödlichsten iranischen Angriffe auf Israel seit Beginn des amerikanisch-israelischen Krieges gegen den Iran Ende Februar und um den ersten, bei dem Palästinenser im Westjordanland getötet wurden.
Laut Mahmoud Masalmeh, dem Bürgermeister von Beit Awwa, der sich nach der Explosion zum Unglücksort begab, war das Gebäude voller Frauen, die sich im Vorfeld des bevorstehenden Eid al-Fitr-Festes, mit dem das Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan gefeiert wird, die Haare machen ließen. Quelle: 📰
Scheiße. Nicht mal die Haare können palästinensische Frauen im Nahem Osten ungestraft schön haben. Was ist denn das für eine bekloppte Welt. Jetzt töten das bekloppte iranische Regime schon die eigenen Verbündeten. Also deren Frauen. Zum iranischen Regime hätte ich noch einen schlechten Witz.
Was haben die iranische Führung und eine Toilette gemeinsam? Beide werden nur temporär besetzt.
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Schauplatzwechsel. Alles läuft ja gleichzeitig auf verschiedenen Ebenen. Das Elend franzt derzeit in alle Richtungen aus.
Kuba. Ein Land am Ende:
Derweil Kuba wegen dem amerikanischen Öl-Embargo im Dunklen verschwindet, hing meine kleinstbürgerliche Leiche heute im Traum auf der Piazzale Lore verkehrt herum aufgehängt wie einst der Duce. Die Hauptstadt Havanna hat normalerweise Priorität bei der Stromerzeugung, da sie Regierungssitz ist. Doch mit zunehmender Energiekrise ist auch sie nicht vor Stromausfällen geschützt. Die Auswirkungen sind in der ganzen Stadt zu spüren. Der Müll türmt sich, da die Müllwagen wegen Treibstoffmangels stillstehen. Ohne Kühlung verderben Fleisch und Milchprodukte in Haushalten und Supermärkten.
Da Havannas Wasserversorgung auf elektrischen Pumpen basiert, ist vielen Einwohnern das fließende Wasser abgestellt worden. Sie stehen nun mit Kanistern an den durch Schwerkraft gespeisten Gemeinschaftszisternen Schlange, so Jorge R. Piñon, ein Ölexperte der Universität von Texas, der Kubas Energiewirtschaft beobachtet. Gesundheitsbehörden haben Zehntausende von Operationen verschoben, und Krebspatienten, die sich einer Chemotherapie unterziehen, sehen sich mit Behandlungsunterbrechungen durch Stromausfälle und fehlende Kühlmedikamente konfrontiert.
In Ferienorten wie Varadero, Cayo Coco und Cayo Santa Maria, wo sich zahlreiche Strandhotels und Wellnessanlagen befinden, ist die Stromversorgung größtenteils erhalten. Anders als Wohngebiete, die auf das marode nationale Stromnetz angewiesen sind, verfügen die Hotels dort über eigene Generatoren. Die Treibstoffversorgung dieser Orte hat – ebenso wie die der Krankenhäuser – höchste Priorität. Quelle: 📰
Schrecklich. Immer sind es die Hungerleider unter den Nationen denen die Arschkarte zugesteckt wird. Die hängen eh schon so in den Seilen, wie ich eben verkehrt rum an der Piazzale Lore. Am Tag hatte ich was über die Reform der italienischen Justiz gelesen, über die in Italien abgestimmt wird kommenden Sonntag und Montag. Wie aufgeheizt die Stimmung ist und wie wenig es um Inhalte geht, zeigt der Fall eines Mitglieds der Zentrumspartei. Als er sich – im Gegensatz zu den meisten Oppositionellen – aus inhaltlichen Gründen für ein „Ja“ aussprach, wurde er in sozialen Medien wüst beschimpft. Und daran erinnert: „Verräter kommen auf Piazzale Loreto.“. Auf dieser Mailänder Piazza wurde Mussolini 1945 kopfüber aufgehängt. Quelle: Die "Presse".
Damals war Krieg und jetzt ist wieder Krieg. Ein verkappter Weltkrieg. Alle Kontinente sind betroffen. Asien auch. Pakistan und Afghanistan. Hunderte Tote bei massivem Luftangriff in Afghanistan. Krieg am Hindukusch. Die Taliban werfen Pakistan vor, eine Klinik bombardiert zu haben. Pakistan spricht von Angriff auf Terroristen.
Pakistan trifft Spital in Kabul – die Taliban sprechen von Hunderten Toten.
Ein pakistanischer Luftangriff hat in der afghanischen Hauptstadt eine Entzugsklinik für Suchtkranke zerstört. Pakistan gab an, ein Munitionsdepot bombardiert zu haben. Der Angriff markiert eine weitere Eskalation des Krieges.
Fotos und Videos nach dem Angriff zeigten brennende Gebäude und zerstörte Container. Die BBC hatte das Ibn-Sina-Spital vor drei Jahren besucht. Die Insassen lebten unter elenden Bedingungen und müssten 45 Tage in dem Spital verbringen, berichtete der britische Sender damals. Die Taliban hätten Suchtkranke aus der ganzen Stadt dorthin gebracht, damit sie sich einer Entzugsbehandlung unterzögen. Das Regime geht seit der Rückkehr an die Macht 2021 mit harter Hand gegen Drogenabhängige vor.
Afghanistan hat seit langem ein massives Drogenproblem. Krieg, Armut und Hunger haben Zehntausende in die Sucht getrieben. Über Jahrzehnte war Afghanistan der weltgrößte Produzent von Opium und Heroin. Die Taliban haben 2022 jedoch die Herstellung von Drogen verboten und gehen rigoros gegen den Mohnanbau vor. Die Anbaufläche hat sich in der Folge drastisch verringert. Dennoch sind Opium, Heroin und Amphetamine weiterhin leicht verfügbar. Quelle: "NZZ"
Junkie in Afghanistan. Fast so schlimm wie Frau in Afghanistan. Oder Iran. Da darfst du Haare auch nicht schön haben. Über allen liegt derzeit ein blutiger Schleier des Kriegs. Alle reden nur noch vom Krieg. Von Netanjahus Lebenstraum. Damit meine ich jene die wirklich politische Entscheidungsgewalt haben. Nur ein paar Unbelehrbare halten auf den billigen Plätzen tapfer am Frieden. Aber selbst unter den angeblich so Friedfertigen gibt es einige, die daraus politisches Kapital schlagen. Falls Sie es mit den Medien halten wie ich – aus Mangel an Alternativen, der hat ja sonst nix, stichelt der Wortmacher –, sollten Sie sich die Farce um die Druschba‑Pipeline vergegenwärtigen.
Die Druschba‑Pipeline, über die russisches Öl nach Ungarn und in die Slowakei fließt, wurde durch Angriffe schwer beschädigt, woraufhin die Ukraine erklärte, sie könne die Leitung wegen zerstörter Pumpstationen nicht reparieren, während Ungarn behauptet, Kiew wolle die Reparatur absichtlich verzögern, um politischen Druck auszuüben; gleichzeitig blockiert Ungarn in Brüssel ein 90‑Milliarden‑Hilfspaket für die Ukraine und nutzt die Pipeline‑Störung als Hebel, obwohl das Land selbst finanziell nicht betroffen ist, weshalb die EU nun anbietet, die Reparatur der Pipeline zu bezahlen, damit Ungarn endlich den 90‑Milliarden‑Kredit freigibt.
Im April finden in Ungarn Parlamentswahlen statt. Ich halte es für ausgeschlossen das die Oppositionspartei TISZA von Péter Magyar die Wahl wirklich gewinnt. Nicht bei diesem Wahlsystem.
Fidesz hat seit 2011 das gesamte Wahlsystem so umgebaut, dass es systematisch die Regierungspartei bevorzugt: Wahlkreise wurden neu zugeschnitten (Gerrymandering), sodass ländliche Fidesz‑Hochburgen überrepräsentiert sind; die Zahl der Direktmandate wurde erhöht, was Fidesz nützt, weil die Opposition in Städten konzentriert ist; die Ausgleichsmandate wurden so verändert, dass selbst verlorene Stimmen von Fidesz in zusätzliche Sitze umgewandelt werden; Auslandsungarn mit Fidesz‑Nähe erhielten vereinfachte Briefwahl, während im Ausland lebende ungarische Oppositionelle komplizierte Verfahren haben; staatliche Medien wurden zu Fidesz‑Propaganda umgebaut; und Wahlkreise wurden 2024 erneut so zugeschnitten, dass Budapest geschwächt und ländliche Gebiete gestärkt werden. Das deckt sich auch mit Berichten der OSZE, der EU-Kommission und Organisationen wie Freedom House, die das ungarische Wahlsystem als „frei, aber nicht fair“ einstufen.
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Du Deckhengst, lacht sich der Wortmacher einen. Auf der Weide der ‚Collaboration horizontale‘ grasen keine Stuten. Eben weil der Krieg, an allen Fronten tobt. Letztens ist mein Immunsystem in Knie gefangen. Leben ist ja ein einzige Abwehrschlacht die auch in deinen Zellen tobt. Das Leben ist keine friedliche Existenz, sondern ein ununterbrochener, hochfrequenter biologischer Stellungskrieg auf mikroskopischer Ebene. In jeder Sekunde tobt in deinem Inneren eine Abwehrschlacht, bei der deine Zellen als vorderste Frontlinie gegen ein Dauerfeuer aus Mutationen, freien Radikalen und aggressiven Erregern stehen.
Das sind kriegsähnliche Zustände. Selbst wenn man Schlacht um Schlacht gewinnt ist der Krieg gegen den Verfall nicht zu gewinnen. Nicht mit deinen Unterleib. Stimmt auch wieder.
Der Krieg. Dieser verfluchte Krieg um die Wahrheit. Der auch ja. Aber auch so ist Krieg, der alltägliche halt. Wie die gefakten toben die Kriegen an allen Fronten. Ein weiterer Krieg, der nicht der Unsrige ist, und doch zu unserem gemacht wird von den Raubtieren, die nur der Logik ihrer eigenen Gier folgen. Die sich durch Länder, Biografien und zerplatze Hoffnungen fressen wie in der Eingangszene ausführlichst beschrieben. Was völliger Humbug ist. Durch geplatzte Hoffnungen frisst sich kein Raubtier. Das frisst sich durch eine Gazelle. Oder einen getöteten Elefanten. Das nennt man dann Safari.
Apropos Safari. Sarajewo-Safari.
Das Grauen ist greifbar in Sarajevo, bis heute. Es genügt, im Museum am Großen Park eine der verspiegelten Schubladen zu öffnen.
Kuscheltiere, Schulhefte, Turnschuhe, Violinen liegen darin, Hinterlassenschaften jener Kinder, die während des Kriegs in Bosniens Hauptstadt ermordet wurden. In einem der Schubfächer verbirgt sich neben der Notiz »Irina Čišić 1992–1993« ein Projektil vom Kaliber 7,9 Millimeter.
Fortsetzung folgt...............deinem Leben, das so gegenstandlos ist, dass es keine Folgen mehr nach sich zieht, wie die Sprache einen Kondensstreifen aus Worten. Kommt fast hin, ja.
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Donnerstag, 19. März 2026
Wiener-Radverleih
der imperialist, 17:43h
Komm Opa, du Großmeister der reinen Vernunft und furchtloser Verteidiger der Menschlichkeit. Mach doch mal die anderen fertig, wenn die was einstellen. Nicht immer nur mich. Das ist diskriminierend. Der ist gut. Den sollte ich in die Welt tragen. Wie andere den Krieg.
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Gestern traf ich meinen ukrainischen Nachbarn im Stiegenhaus bei den Postkastl. Einen jungen Mann in seinen Zwanzigern. Der lebt mit der schönen Ukrainerinnen zusammen in einem Haushalt. Mit der schönen Ukrainerin und ihrem hyperaktiven Sohn. Eventuell ist der auch nur altersgerecht euphorisch. Ich kenne mich da nicht so gut aus. Ich z.B. bin organisch an einigen exponierten Stellen 100-Jahre alt. Und kein bisschen weise. Aus gehabten Schaden nix gelernt. Aber nicht im Sinne Curd Jürgens. War der eigentlich auch ein Nazi wie der Heribert von Karajan?
Neues Buch räumt mit diesem Mythos auf
Der prominente Zeitgeschichtler Michael Wolffsohn, immer für kontroverse Analysen gut, hat die Dokumente über des Dirigenten Beziehung zum NS-System neu gesichtet und ausführlich kommentiert. Mit einigen Mythen räumt er im neuen Buch „Genie und Gewissen“ auf.
Das dreifache Parteimitglied
Wer diesen Rat ausschlägt, dringt ein in den bizarren Kosmos deutscher Ordnungsliebe und findet sogar die Kopien der entsprechenden Karteikarten abgebildet. Der langen Rede kurzer Sinn: Natürlich war Karajan Parteimitglied. Das hat er ja auch nie bestritten und immer dazu gesagt, er sei beigetreten, weil er sonst sein Amt als Generalmusikdirektor von Aachen nicht hätte antreten können. Wolfssohns Recherche belegt, dass der Dirigent darüber hinaus nichts verschwiegen hat.
Im Übrigen lässt sich offenbar auch kein Dokument finden, keine glaubwürdige Zeugenaussage, die belegen könnte, dass Karajan je an irgend etwas anderem als an Musik und an seiner musikalischen Karriere wirklich interessiert gewesen wäre. Der Historiker geht weiteren Karajan-Klischees nach, prüft beispielsweise auch die Berichte von den Protesten gegen Auftritte in den USA, 1955, und findet auch hier Unhaltbares, etwa die Erzählung vom breiten Widerstand gegen den „Nazi-Künstler“, eine Mystifikation, wie manche Berichte über Karajans Verhältnis zu jüdischen Kollegen vor und nach der NS-Zeit. Quelle: Die "Presse"
Der SPIEGEL:
Auch die längst geführte Debatte um Karajans NSDAP-Mitgliedschaft beginnt Wolffsohn noch einmal ganz von vorn. Seine »Quellenkritik« der altbekannten Unterlagen aus dem Bundesarchiv in Berlin gleicht dabei einer freien Fantasie, der Kompositionsform also, wo eine Assoziation zur nächsten führt. Der Historiker lässt selbst grundlegende Fakten außer Acht. Darunter den Umstand, dass im Münchner Mitgliedschaftsamt der NSDAP nicht nur eine reichsweite Zentralkartei, sondern auch eine zusätzliche Registratur für die Ortsgruppen geführt wurde, was die korrekte zeitliche und örtliche Zuordnung der Eintragungen in Karajans Parteiunterlagen erheblich erschwert.
Stattdessen wird das Kürzel »Eingetr.« vor dem Datum »8. 4. 33« auf der Karteikarte statt korrekt mit »Eingetreten« als »Eingetragen« aufgelöst. Ein anderes, nicht entzifferbares Kürzel liest Wolffsohn als »ng« für »nachgereicht«. Auf solchen Wegen gelangt er, dem Stoßseufzer »Kenne sich da einer aus« zum Trotz, schließlich zu dem eindeutig falschen, aber in Interviews unbeirrt wiederholten Fazit: Es sei »angesichts der vorfindbaren Dokumente ausgeschlossen«, dass Karajan – wie es in der bisherigen Forschung herrschende Meinung ist – zunächst am 8. April 1933 in Salzburg, dann am 1. Mai 1933 in Ulm und schließlich nochmals 1935 in Aachen, wiederum rückwirkend zum 1. Mai 1933, in die NSDAP eingetreten sei. Allein den späten und angeblich erzwungenen Eintritt in Aachen, den Karajan vollzogen habe, um dort Generalmusikdirektor werden zu können, will Wolffsohn gelten lassen.
Ich kann dazu nix sagen:
Aber Wikipedia dementiert ja eh. Der Curd Jürgens war kein Nazi.
Nach Drehschluss des Films Wiener Mädeln legte er sich im September 1944 in einem Wiener Lokal unwissentlich mit Robert Kaltenbrunner, dem Bruder des Gestapo-Chefs Ernst Kaltenbrunner, SS-Obersturmbannführer Otto Skorzeny sowie einem Mitarbeiter Baldur von Schirachs an, erhielt wenige Tage darauf einen Gestellungsbefehl, wurde aber nicht zur Wehrmacht eingezogen, sondern als „politisch unzuverlässig“ in ein Arbeitslager geschickt. Nach einigen Wochen konnte er fliehen und sich, so berichtete er später, der weiteren Verfolgung entziehen. Quelle: Wikipedia.
Das gute alte Wikipedia.
Wird auch von der KI-Revolution gefressen oder ausgeschlachtet wie ein Traditionsbetrieb, den ein Hedgefonds übernimmt, nur um ihn in Einzelteile zu zerlegen, die Belegschaft rauszuwerfen und am Ende nur noch die Marke als leere Hülle weiterzuverkaufen. Ein alteingesessener Familienbetrieb, den die Erben verscherbeln, weil sie so weit über ihren eigentlichen Möglichkeiten leben wollen. Wie Du. Mein wortgemachtes Ich. Genau.
Was ist jetzt mit deinem Nachbarn aus der Ukraine?
Der, der also mit seiner Familie vorm Massenmörder Putin, dem neuen Öl und Gas-Baron, nach Wien geflohen ist, um dem Grauen des Krieges zu entkommen. Jetzt ist diesee W**** wieder so richtig oben auf. Die Ölpreise geben nach, nachdem sie die Marke von 119 Dollar pro Barrel erreicht hatten.
Der Ölpreis setzte seinen Abwärtstrend fort und fiel von einem Höchststand von 119 Dollar pro Barrel. Die Aktienkurse in Asien stabilisierten sich, notierten am Freitag aber überwiegend niedriger.
Die Ölpreise waren in dieser Woche stark gestiegen, nachdem eine Serie von Angriffen auf zentrale Energieanlagen am Golf die Sorge um die weltweite Versorgung verschärft hatte.
Laut kuwaitischen Staatsmedien verursachten Drohnenangriffe am frühen Freitagmorgen Brände in der Raffinerie Mina Al‑Ahmadi. Auch Katar meldete Schäden an Gasfeldern, und in Saudi‑Arabien brannten mehrere Ölanlagen nach Angriffen iranischer Drohnen. Diese Vorfälle führten zu erheblichen Produktionsausfällen in der gesamten Golfregion.
Hintergrund dieser Eskalation ist, dass der Iran mit diesen Angriffen auf vorherige militärische Aktionen der USA und Israels reagiert. Die Vergeltungsschläge des Iran richten sich gezielt gegen die Öl‑ und Gasinfrastruktur am Golf, was die Märkte zusätzlich verunsichert und die Preise nach oben treibt.
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Ein großer Profiteur dieser Entwicklung ist eben Russland, das sein Öl und Gas aufgrund der angespannten Lage wieder deutlich teurer verkaufen kann, faktisch mit stillschweigender Billigung der USA, die diese Marktverschiebung in Kauf nehmen. Schwer zu sagen, was die USA im Gegenzug dafür von Russland erwarten könnten. Manche Beobachter spekulieren, dass Russland dem Iran möglicherweise weniger militärische oder technische Unterstützung liefert – etwa, indem es keine Satellitendaten mehr teilt. Das bleibt jedoch unbestätigt und ist eher eine Vermutung als eine belegte Tatsache.
Wussten Sie schon, schon lacht der Wortmacher über meinen Sie-Fimmel, dass man heute sogar auf politische Entscheidungen wetten kann?
Ich hätte gutes Geld verdient, wenn ich eine Woche vor Beginn des völkerrechtswidrigen Kriegs zwischen den USA und Israel gegen den Iran auf „Krieg“ gesetzt hätte. Geschrieben habe ich darüber. Gutes Geld. Der ist gut.
„Der digitale Goldrausch hat nun auch das Herz unserer Demokratie erreicht: die politische Vorhersage. Manche Plattformen versuchen noch mit einem gewissen wissenschaftlichen Ernst, Abstimmungsresultate am Abstimmungstag selbst mittels Machine Learning zu entschlüsseln. Die Politik-Branche vollzieht hingegen einen viel radikaleren Kurswechsel in Richtung Spielbank, Gambling und Wetten. Die jüngste Ankündigung des Branchenriesen im Bereich politischer Daten (FiscalNote), in politische Prognosemärkte einzusteigen, ist das Fanal einer gefährlichen Entwicklung. Was als „Policy Intelligence“ begann, wird nun zur Assetklasse, das Parlament zum Casino, die Politik-Arena zum Wettbüro. Doch hinter der glänzenden Fassade aus Big Data und Echtzeit-Quoten verbirgt sich ein fundamentaler Irrtum über das Wesen des Politischen: die Illusion der Berechenbarkeit.
Prediction Markets funktionieren anders als klassische Wettplattformen. Nutzer platzieren sogenannte Trades, also Wetten, auf ein beliebiges Ergebnis in der Zukunft. Die derzeit größten und bekanntesten Plattformen sind Polymarket und Kalshi. Polymarket ist ein global zugänglicher, dezentraler Marktplatz für schnelle, kryptobasierte Eventwetten, Kalshi eine streng regulierte US-Börse, die regelgebundenen Handel mit Ereignisverträgen ermöglicht“. Quelle: Die "Presse/Meinung/Clemens Maria Schuster (*1977) ist Start-up-Unternehmer in Zürich und Brüssel. Er baut mit savoirr.com und politik.ch Datenplattformen für die Analyse und das Monitoring politischer Verfahren.
Apropos Krieg. Endlich können Antisemiten so richtig in die Vollen gehen und unwidersprochen behaupten, die verfluchten „Juden“ sind an allem schuld. Diese Misere im Nahen Osten und am Golf haben uns die Juden eingebrockt. Die haben wie bekloppt in den USA lobbyiert. Natürlich nicht die Juden im Allgemeinen. Die israelische Regierung unter der Führung ihres Ministerpräsidenten, mit Verlaub gesagt. Israel verfügt über eigene Erdgasvorkommen, ist kaum von der Straße von Hormus abhängig, wo der Iran den Treibstofftransport kontrolliert, und trägt keine Verantwortung für den freien Welthandel. Für Israel steht mehr auf dem Spiel als für die Vereinigten Staaten, da es den Iran, der Israel vernichten will, sowohl durch sein Atomprogramm als auch insbesondere durch seine ballistischen Raketen als klare Gefahr ansieht. Israel ist entschlossener als Washington, das Regime im Iran zu stürzen, die Islamische Republik und ihr Raketenprogramm zu zerschlagen und die Hisbollah, Irans Stellvertretertruppe im Südlibanon, so weit zu schwächen, dass sie Israel auf Jahre hinaus nicht mehr bedrohen kann. Analysten zufolge ist Israel auch offener für einen möglichen Staatszerfall und Chaos im Iran als Washington. Die Mehrheit der Israelis ist für den Angriff gegen Iran. Was man durchaus nachvollziehen kann.
„Israel wird die nächsten 25 Jahre nicht erleben.“
Kontext: Khamenei veröffentlichte dieses Zitat auf seiner offiziellen Website und auf Twitter. (2015)
Auf einer staatlich installierten Countdown‑Uhr in Teheran, die Khamenei öffentlich unterstützte, stand:
„Countdown bis zur Zerstörung des zionistischen Regimes.“
Diese Uhr lief auf das Jahr 2040 zu.
„Wir haben die Macht, Israel von der Weltbühne zu tilgen.“
Hossein Salami, Oberbefehlshaber der Revolutionsgarden (2019)
„Israel wird bald nicht mehr existieren.“
Esmail Ghaani, Kommandeur der Quds‑Einheit (2021)
„Tod Israel!“ („Marg bar Israel“)
Staatlich geduldeter Ruf auf offiziellen Kundgebungen
Islamische Republik Iran (seit 1979)
„Die Vernichtung Israels ist nicht länger ein Traum, sondern ein erreichbares Ziel.“
Hossein Salami, Oberbefehlshaber der Revolutionsgarden (2020)
Ich: Bing, bitte setze ein Kreuz bei den Namen in Klammern, die nicht mehr unter den Lebenden verweilen. Unter den Lebenden weilen sie schon. Aber anders.
BING: WICHTIG:
Ali Khamenei lebt.
Hossein Salami lebt.
Esmail Ghaani lebt.
Das heißt: Keiner der drei bekommt ein Kreuz. Falls du irgendwo gelesen hast, dass einer von ihnen gestorben sei, dann ist das entweder ein Gerücht, eine Falschmeldung oder eine Verwechslung mit anderen IRGC‑Kommandeuren, die tatsächlich getötet wurden (z. B. Qassem Soleimani† im Jahr 2020).
Ich: Na dann.
BING: Wenn einer dieser Männer gestorben wäre, wäre das weltweit sofort auf allen großen Nachrichtenseiten, und zwar in riesigen Schlagzeilen.
Das wäre ein geopolitisches Erdbeben.
Zu einem politischen Erdbeben hat auch der russische Angriff auf die Ukraine geführt. Der selten völkerrechtswidrig ist. Das Völkerrecht wiederum ist ein Schwindelzettel für alle Ohnmächtigen, die allein wegen ihrem prekären Status am Völkerrecht festhalten müssen. Sonst ist Land unter. Wie in der Ukraine oder in Nahen Osten.
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Man sollte also meinen, wer den russischen Bomben in der Ukraine entronnen ist und nicht an vorderster Front im Schützengraben stehen muss, erste Reihe fußfrei (ich bin nicht zynisch - es sind die Verhältnisse) betrachte die Welt fortan mit stoischer Gelassenheit. Doch die menschliche Psyche tickt anders, was ich, ehrlich gesagt, fast schon wieder beruhigend finde.
Mein ukrainischer Nachbar hatte plötzlich ein neues Fahrrad. Wobei „neu“ relativ war; es sah deutlich gebraucht aus. Ich fragte ihn nach seinem alten Rad, das im Gegensatz dazu fast fabrikneu gewesen war. Da platzte es aus dem jungen Mann heraus.
Bei seinem alten Rad war das Vorderrad geklaut worden. Er hatte es monatelang abgesperrt in der „Bronx“ im öffentlichen Raum stehen lassen.
„Wie jetzt? Monatelang auf der Straße und nicht bei uns im Innenhof? Das ist aber mutig“, entgegnete ich.
Seine Antwort kam ohne Zögern, empört und sichtlich angewidert:
„Hier ist es schlimmer als in der Ukraine! Wien ist schlimmer als die Ukraine!“
„Aber in der Ukraine ist doch Krieg...“, versuchte ich einzuwenden. Doch er sprach nicht vom Jetzt, sondern von der Zeit davor. Natürlich gab es auch in der Ukraine Verbrechen, jede Menge sogar; das Land war auch vor dem Krieg kein Streichelzoo. Ganz im Gegenteil. Aber er drückte es so aus: In der Ukraine hättest du dein Rad ewig draußen stehen lassen können, ein Vorderrad hätte dir niemand geklaut. So etwas habe er noch nie erlebt. „In Wien klauen sie alles!“
In diesem Moment kam ein Nachbar aus dem Dachgeschoss mit seinem kleinen Sohn durch die Haustür Richtung Aufzug. Als er das Thema mitbekam, mischte er sich sofort ein: Auch ihm sei das Rad gestohlen worden.
„In der Bronx?“, fragte ich.
„Ja“, antwortete er, sichtlich angewidert und wütend. „Die Hölle soll unter diesem Abschaum aufgehen!“, fluchte der Enddreißiger.
Mein ukrainischer Nachbar sah sich bestätigt. Für ihn war dieser Diebstahl in der vermeintlich sicheren Weltstadt Wien ein Schock, ein regelrechter Vertrauensbruch durch die Zivilisation. Ich zuckte nur die Achseln: „Wer in Wien ein teures Rad hat, sollte es immer in die Wohnung tragen.“
„Und wenn da kein Platz ist?“, fragte er resigniert. Eine gute Frage.
Nachdem wir kollektiv festgestellt hatten, das Wien weiterhin eine der sichersten Städte des Planeten ist, mit ein paar kleinen Einschränkungen, löste sich unsere kleine Empörungsgruppe wieder auf.
Später musste ich schmunzeln. Der gute Mann ist in Wien bestens angekommen. Der ist auf dem besten Weh sich zu integrieren. Der beherrscht bereits die wichtigste lokale Kulturtechnik: das Granteln. Sein Kriegstrauma kann nicht mehr ganz so tief gehen, wenn er die Energie findet, sich derart über ein Vorderrad zu echauffieren das ihm in Wien - Vienna wo er so gut wie nichts tag - geklaut wurde. Es ist fast ein Kompliment an die Stadt: Wenn man sich über so eine kleine Schweinerei derart aufregen kann, dann ist die existenzielle Not offenbar schon ein gutes Stück in den Hintergrund gerückt. Vielleicht ist es aber auch Heimweh, das sich so Bahn bricht. Nur FPÖ‑Wählerinnen solltest du diese Geschichte lieber nicht erzählen.
Undankbares Pack:
Für die einschlägige Wählerschaft wäre diese Szene die perfekte Vorlage, um das Klischee vom „undankbaren Gast“ zu befeuern. Dass ein Geflüchteter es wagt, die Wiener Kriminalitätsrate am heimischen Standard zu messen, würde dort nicht als Zeichen von Normalisierung, sondern als pure Dreistigkeit ausgelegt. Wer den Wiener Grant für sich beansprucht, ohne hier geboren zu sein, landet sofort im Fadenkreuz der „Dann geh doch zurück“-Rhetorik – denn für manche ist Dankbarkeit die einzige Währung, in der ein Schutzsuchender zu bezahlen hat. Quelle: KI
So sind wir Menschen eben dachte ich mir: Kaum ist die existenzielle Gefahr des Krieges weg, rückt das nächste Ärgernis – das geklaute Vorderrad – sofort wieder ins Zentrum deines Universums. Vielleicht ist genau das das sicherste Zeichen von Normalität. Was wären die großen Niederlagen ohne die kleinen? Die kleinen, die wenigstens noch das Potenzial haben, dass man sich herrlich über sie aufregen kann – und nicht vor Todesangst verstummt.
Es gibt also Hoffnung. Natürlich. Nur nicht für dich und mich, Kassandra. Genau.
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Den Erben vom Lungen-Mann (vormals Englischer-Gentleman) haben sie sogar beide Räder geklaut. Ihres und Seines. Aber die haben eh Geld wie Heu. Seit sie geerbt haben. 😅
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Gestern traf ich meinen ukrainischen Nachbarn im Stiegenhaus bei den Postkastl. Einen jungen Mann in seinen Zwanzigern. Der lebt mit der schönen Ukrainerinnen zusammen in einem Haushalt. Mit der schönen Ukrainerin und ihrem hyperaktiven Sohn. Eventuell ist der auch nur altersgerecht euphorisch. Ich kenne mich da nicht so gut aus. Ich z.B. bin organisch an einigen exponierten Stellen 100-Jahre alt. Und kein bisschen weise. Aus gehabten Schaden nix gelernt. Aber nicht im Sinne Curd Jürgens. War der eigentlich auch ein Nazi wie der Heribert von Karajan?
Neues Buch räumt mit diesem Mythos auf
Der prominente Zeitgeschichtler Michael Wolffsohn, immer für kontroverse Analysen gut, hat die Dokumente über des Dirigenten Beziehung zum NS-System neu gesichtet und ausführlich kommentiert. Mit einigen Mythen räumt er im neuen Buch „Genie und Gewissen“ auf.
Das dreifache Parteimitglied
Wer diesen Rat ausschlägt, dringt ein in den bizarren Kosmos deutscher Ordnungsliebe und findet sogar die Kopien der entsprechenden Karteikarten abgebildet. Der langen Rede kurzer Sinn: Natürlich war Karajan Parteimitglied. Das hat er ja auch nie bestritten und immer dazu gesagt, er sei beigetreten, weil er sonst sein Amt als Generalmusikdirektor von Aachen nicht hätte antreten können. Wolfssohns Recherche belegt, dass der Dirigent darüber hinaus nichts verschwiegen hat.
Im Übrigen lässt sich offenbar auch kein Dokument finden, keine glaubwürdige Zeugenaussage, die belegen könnte, dass Karajan je an irgend etwas anderem als an Musik und an seiner musikalischen Karriere wirklich interessiert gewesen wäre. Der Historiker geht weiteren Karajan-Klischees nach, prüft beispielsweise auch die Berichte von den Protesten gegen Auftritte in den USA, 1955, und findet auch hier Unhaltbares, etwa die Erzählung vom breiten Widerstand gegen den „Nazi-Künstler“, eine Mystifikation, wie manche Berichte über Karajans Verhältnis zu jüdischen Kollegen vor und nach der NS-Zeit. Quelle: Die "Presse"
Der SPIEGEL:
Auch die längst geführte Debatte um Karajans NSDAP-Mitgliedschaft beginnt Wolffsohn noch einmal ganz von vorn. Seine »Quellenkritik« der altbekannten Unterlagen aus dem Bundesarchiv in Berlin gleicht dabei einer freien Fantasie, der Kompositionsform also, wo eine Assoziation zur nächsten führt. Der Historiker lässt selbst grundlegende Fakten außer Acht. Darunter den Umstand, dass im Münchner Mitgliedschaftsamt der NSDAP nicht nur eine reichsweite Zentralkartei, sondern auch eine zusätzliche Registratur für die Ortsgruppen geführt wurde, was die korrekte zeitliche und örtliche Zuordnung der Eintragungen in Karajans Parteiunterlagen erheblich erschwert.
Stattdessen wird das Kürzel »Eingetr.« vor dem Datum »8. 4. 33« auf der Karteikarte statt korrekt mit »Eingetreten« als »Eingetragen« aufgelöst. Ein anderes, nicht entzifferbares Kürzel liest Wolffsohn als »ng« für »nachgereicht«. Auf solchen Wegen gelangt er, dem Stoßseufzer »Kenne sich da einer aus« zum Trotz, schließlich zu dem eindeutig falschen, aber in Interviews unbeirrt wiederholten Fazit: Es sei »angesichts der vorfindbaren Dokumente ausgeschlossen«, dass Karajan – wie es in der bisherigen Forschung herrschende Meinung ist – zunächst am 8. April 1933 in Salzburg, dann am 1. Mai 1933 in Ulm und schließlich nochmals 1935 in Aachen, wiederum rückwirkend zum 1. Mai 1933, in die NSDAP eingetreten sei. Allein den späten und angeblich erzwungenen Eintritt in Aachen, den Karajan vollzogen habe, um dort Generalmusikdirektor werden zu können, will Wolffsohn gelten lassen.
Ich kann dazu nix sagen:
Aber Wikipedia dementiert ja eh. Der Curd Jürgens war kein Nazi.
Nach Drehschluss des Films Wiener Mädeln legte er sich im September 1944 in einem Wiener Lokal unwissentlich mit Robert Kaltenbrunner, dem Bruder des Gestapo-Chefs Ernst Kaltenbrunner, SS-Obersturmbannführer Otto Skorzeny sowie einem Mitarbeiter Baldur von Schirachs an, erhielt wenige Tage darauf einen Gestellungsbefehl, wurde aber nicht zur Wehrmacht eingezogen, sondern als „politisch unzuverlässig“ in ein Arbeitslager geschickt. Nach einigen Wochen konnte er fliehen und sich, so berichtete er später, der weiteren Verfolgung entziehen. Quelle: Wikipedia.
Das gute alte Wikipedia.
Wird auch von der KI-Revolution gefressen oder ausgeschlachtet wie ein Traditionsbetrieb, den ein Hedgefonds übernimmt, nur um ihn in Einzelteile zu zerlegen, die Belegschaft rauszuwerfen und am Ende nur noch die Marke als leere Hülle weiterzuverkaufen. Ein alteingesessener Familienbetrieb, den die Erben verscherbeln, weil sie so weit über ihren eigentlichen Möglichkeiten leben wollen. Wie Du. Mein wortgemachtes Ich. Genau.
Was ist jetzt mit deinem Nachbarn aus der Ukraine?
Der, der also mit seiner Familie vorm Massenmörder Putin, dem neuen Öl und Gas-Baron, nach Wien geflohen ist, um dem Grauen des Krieges zu entkommen. Jetzt ist diesee W**** wieder so richtig oben auf. Die Ölpreise geben nach, nachdem sie die Marke von 119 Dollar pro Barrel erreicht hatten.
Der Ölpreis setzte seinen Abwärtstrend fort und fiel von einem Höchststand von 119 Dollar pro Barrel. Die Aktienkurse in Asien stabilisierten sich, notierten am Freitag aber überwiegend niedriger.
Die Ölpreise waren in dieser Woche stark gestiegen, nachdem eine Serie von Angriffen auf zentrale Energieanlagen am Golf die Sorge um die weltweite Versorgung verschärft hatte.
Laut kuwaitischen Staatsmedien verursachten Drohnenangriffe am frühen Freitagmorgen Brände in der Raffinerie Mina Al‑Ahmadi. Auch Katar meldete Schäden an Gasfeldern, und in Saudi‑Arabien brannten mehrere Ölanlagen nach Angriffen iranischer Drohnen. Diese Vorfälle führten zu erheblichen Produktionsausfällen in der gesamten Golfregion.
Hintergrund dieser Eskalation ist, dass der Iran mit diesen Angriffen auf vorherige militärische Aktionen der USA und Israels reagiert. Die Vergeltungsschläge des Iran richten sich gezielt gegen die Öl‑ und Gasinfrastruktur am Golf, was die Märkte zusätzlich verunsichert und die Preise nach oben treibt.
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Ein großer Profiteur dieser Entwicklung ist eben Russland, das sein Öl und Gas aufgrund der angespannten Lage wieder deutlich teurer verkaufen kann, faktisch mit stillschweigender Billigung der USA, die diese Marktverschiebung in Kauf nehmen. Schwer zu sagen, was die USA im Gegenzug dafür von Russland erwarten könnten. Manche Beobachter spekulieren, dass Russland dem Iran möglicherweise weniger militärische oder technische Unterstützung liefert – etwa, indem es keine Satellitendaten mehr teilt. Das bleibt jedoch unbestätigt und ist eher eine Vermutung als eine belegte Tatsache.
Wussten Sie schon, schon lacht der Wortmacher über meinen Sie-Fimmel, dass man heute sogar auf politische Entscheidungen wetten kann?
Ich hätte gutes Geld verdient, wenn ich eine Woche vor Beginn des völkerrechtswidrigen Kriegs zwischen den USA und Israel gegen den Iran auf „Krieg“ gesetzt hätte. Geschrieben habe ich darüber. Gutes Geld. Der ist gut.
„Der digitale Goldrausch hat nun auch das Herz unserer Demokratie erreicht: die politische Vorhersage. Manche Plattformen versuchen noch mit einem gewissen wissenschaftlichen Ernst, Abstimmungsresultate am Abstimmungstag selbst mittels Machine Learning zu entschlüsseln. Die Politik-Branche vollzieht hingegen einen viel radikaleren Kurswechsel in Richtung Spielbank, Gambling und Wetten. Die jüngste Ankündigung des Branchenriesen im Bereich politischer Daten (FiscalNote), in politische Prognosemärkte einzusteigen, ist das Fanal einer gefährlichen Entwicklung. Was als „Policy Intelligence“ begann, wird nun zur Assetklasse, das Parlament zum Casino, die Politik-Arena zum Wettbüro. Doch hinter der glänzenden Fassade aus Big Data und Echtzeit-Quoten verbirgt sich ein fundamentaler Irrtum über das Wesen des Politischen: die Illusion der Berechenbarkeit.
Prediction Markets funktionieren anders als klassische Wettplattformen. Nutzer platzieren sogenannte Trades, also Wetten, auf ein beliebiges Ergebnis in der Zukunft. Die derzeit größten und bekanntesten Plattformen sind Polymarket und Kalshi. Polymarket ist ein global zugänglicher, dezentraler Marktplatz für schnelle, kryptobasierte Eventwetten, Kalshi eine streng regulierte US-Börse, die regelgebundenen Handel mit Ereignisverträgen ermöglicht“. Quelle: Die "Presse/Meinung/Clemens Maria Schuster (*1977) ist Start-up-Unternehmer in Zürich und Brüssel. Er baut mit savoirr.com und politik.ch Datenplattformen für die Analyse und das Monitoring politischer Verfahren.
Apropos Krieg. Endlich können Antisemiten so richtig in die Vollen gehen und unwidersprochen behaupten, die verfluchten „Juden“ sind an allem schuld. Diese Misere im Nahen Osten und am Golf haben uns die Juden eingebrockt. Die haben wie bekloppt in den USA lobbyiert. Natürlich nicht die Juden im Allgemeinen. Die israelische Regierung unter der Führung ihres Ministerpräsidenten, mit Verlaub gesagt. Israel verfügt über eigene Erdgasvorkommen, ist kaum von der Straße von Hormus abhängig, wo der Iran den Treibstofftransport kontrolliert, und trägt keine Verantwortung für den freien Welthandel. Für Israel steht mehr auf dem Spiel als für die Vereinigten Staaten, da es den Iran, der Israel vernichten will, sowohl durch sein Atomprogramm als auch insbesondere durch seine ballistischen Raketen als klare Gefahr ansieht. Israel ist entschlossener als Washington, das Regime im Iran zu stürzen, die Islamische Republik und ihr Raketenprogramm zu zerschlagen und die Hisbollah, Irans Stellvertretertruppe im Südlibanon, so weit zu schwächen, dass sie Israel auf Jahre hinaus nicht mehr bedrohen kann. Analysten zufolge ist Israel auch offener für einen möglichen Staatszerfall und Chaos im Iran als Washington. Die Mehrheit der Israelis ist für den Angriff gegen Iran. Was man durchaus nachvollziehen kann.
„Israel wird die nächsten 25 Jahre nicht erleben.“
Kontext: Khamenei veröffentlichte dieses Zitat auf seiner offiziellen Website und auf Twitter. (2015)
Auf einer staatlich installierten Countdown‑Uhr in Teheran, die Khamenei öffentlich unterstützte, stand:
„Countdown bis zur Zerstörung des zionistischen Regimes.“
Diese Uhr lief auf das Jahr 2040 zu.
„Wir haben die Macht, Israel von der Weltbühne zu tilgen.“
Hossein Salami, Oberbefehlshaber der Revolutionsgarden (2019)
„Israel wird bald nicht mehr existieren.“
Esmail Ghaani, Kommandeur der Quds‑Einheit (2021)
„Tod Israel!“ („Marg bar Israel“)
Staatlich geduldeter Ruf auf offiziellen Kundgebungen
Islamische Republik Iran (seit 1979)
„Die Vernichtung Israels ist nicht länger ein Traum, sondern ein erreichbares Ziel.“
Hossein Salami, Oberbefehlshaber der Revolutionsgarden (2020)
Ich: Bing, bitte setze ein Kreuz bei den Namen in Klammern, die nicht mehr unter den Lebenden verweilen. Unter den Lebenden weilen sie schon. Aber anders.
BING: WICHTIG:
Ali Khamenei lebt.
Hossein Salami lebt.
Esmail Ghaani lebt.
Das heißt: Keiner der drei bekommt ein Kreuz. Falls du irgendwo gelesen hast, dass einer von ihnen gestorben sei, dann ist das entweder ein Gerücht, eine Falschmeldung oder eine Verwechslung mit anderen IRGC‑Kommandeuren, die tatsächlich getötet wurden (z. B. Qassem Soleimani† im Jahr 2020).
Ich: Na dann.
BING: Wenn einer dieser Männer gestorben wäre, wäre das weltweit sofort auf allen großen Nachrichtenseiten, und zwar in riesigen Schlagzeilen.
Das wäre ein geopolitisches Erdbeben.
Zu einem politischen Erdbeben hat auch der russische Angriff auf die Ukraine geführt. Der selten völkerrechtswidrig ist. Das Völkerrecht wiederum ist ein Schwindelzettel für alle Ohnmächtigen, die allein wegen ihrem prekären Status am Völkerrecht festhalten müssen. Sonst ist Land unter. Wie in der Ukraine oder in Nahen Osten.
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Man sollte also meinen, wer den russischen Bomben in der Ukraine entronnen ist und nicht an vorderster Front im Schützengraben stehen muss, erste Reihe fußfrei (ich bin nicht zynisch - es sind die Verhältnisse) betrachte die Welt fortan mit stoischer Gelassenheit. Doch die menschliche Psyche tickt anders, was ich, ehrlich gesagt, fast schon wieder beruhigend finde.
Mein ukrainischer Nachbar hatte plötzlich ein neues Fahrrad. Wobei „neu“ relativ war; es sah deutlich gebraucht aus. Ich fragte ihn nach seinem alten Rad, das im Gegensatz dazu fast fabrikneu gewesen war. Da platzte es aus dem jungen Mann heraus.
Bei seinem alten Rad war das Vorderrad geklaut worden. Er hatte es monatelang abgesperrt in der „Bronx“ im öffentlichen Raum stehen lassen.
„Wie jetzt? Monatelang auf der Straße und nicht bei uns im Innenhof? Das ist aber mutig“, entgegnete ich.
Seine Antwort kam ohne Zögern, empört und sichtlich angewidert:
„Hier ist es schlimmer als in der Ukraine! Wien ist schlimmer als die Ukraine!“
„Aber in der Ukraine ist doch Krieg...“, versuchte ich einzuwenden. Doch er sprach nicht vom Jetzt, sondern von der Zeit davor. Natürlich gab es auch in der Ukraine Verbrechen, jede Menge sogar; das Land war auch vor dem Krieg kein Streichelzoo. Ganz im Gegenteil. Aber er drückte es so aus: In der Ukraine hättest du dein Rad ewig draußen stehen lassen können, ein Vorderrad hätte dir niemand geklaut. So etwas habe er noch nie erlebt. „In Wien klauen sie alles!“
In diesem Moment kam ein Nachbar aus dem Dachgeschoss mit seinem kleinen Sohn durch die Haustür Richtung Aufzug. Als er das Thema mitbekam, mischte er sich sofort ein: Auch ihm sei das Rad gestohlen worden.
„In der Bronx?“, fragte ich.
„Ja“, antwortete er, sichtlich angewidert und wütend. „Die Hölle soll unter diesem Abschaum aufgehen!“, fluchte der Enddreißiger.
Mein ukrainischer Nachbar sah sich bestätigt. Für ihn war dieser Diebstahl in der vermeintlich sicheren Weltstadt Wien ein Schock, ein regelrechter Vertrauensbruch durch die Zivilisation. Ich zuckte nur die Achseln: „Wer in Wien ein teures Rad hat, sollte es immer in die Wohnung tragen.“
„Und wenn da kein Platz ist?“, fragte er resigniert. Eine gute Frage.
Nachdem wir kollektiv festgestellt hatten, das Wien weiterhin eine der sichersten Städte des Planeten ist, mit ein paar kleinen Einschränkungen, löste sich unsere kleine Empörungsgruppe wieder auf.
Später musste ich schmunzeln. Der gute Mann ist in Wien bestens angekommen. Der ist auf dem besten Weh sich zu integrieren. Der beherrscht bereits die wichtigste lokale Kulturtechnik: das Granteln. Sein Kriegstrauma kann nicht mehr ganz so tief gehen, wenn er die Energie findet, sich derart über ein Vorderrad zu echauffieren das ihm in Wien - Vienna wo er so gut wie nichts tag - geklaut wurde. Es ist fast ein Kompliment an die Stadt: Wenn man sich über so eine kleine Schweinerei derart aufregen kann, dann ist die existenzielle Not offenbar schon ein gutes Stück in den Hintergrund gerückt. Vielleicht ist es aber auch Heimweh, das sich so Bahn bricht. Nur FPÖ‑Wählerinnen solltest du diese Geschichte lieber nicht erzählen.
Undankbares Pack:
Für die einschlägige Wählerschaft wäre diese Szene die perfekte Vorlage, um das Klischee vom „undankbaren Gast“ zu befeuern. Dass ein Geflüchteter es wagt, die Wiener Kriminalitätsrate am heimischen Standard zu messen, würde dort nicht als Zeichen von Normalisierung, sondern als pure Dreistigkeit ausgelegt. Wer den Wiener Grant für sich beansprucht, ohne hier geboren zu sein, landet sofort im Fadenkreuz der „Dann geh doch zurück“-Rhetorik – denn für manche ist Dankbarkeit die einzige Währung, in der ein Schutzsuchender zu bezahlen hat. Quelle: KI
So sind wir Menschen eben dachte ich mir: Kaum ist die existenzielle Gefahr des Krieges weg, rückt das nächste Ärgernis – das geklaute Vorderrad – sofort wieder ins Zentrum deines Universums. Vielleicht ist genau das das sicherste Zeichen von Normalität. Was wären die großen Niederlagen ohne die kleinen? Die kleinen, die wenigstens noch das Potenzial haben, dass man sich herrlich über sie aufregen kann – und nicht vor Todesangst verstummt.
Es gibt also Hoffnung. Natürlich. Nur nicht für dich und mich, Kassandra. Genau.
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Den Erben vom Lungen-Mann (vormals Englischer-Gentleman) haben sie sogar beide Räder geklaut. Ihres und Seines. Aber die haben eh Geld wie Heu. Seit sie geerbt haben. 😅
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Mittwoch, 18. März 2026
#MeToo mal etwas anders aufgedröselt
der imperialist, 19:28h
Sau lustig. Der Alte hat den Text nicht mal eine Minuten oben stehen lassen. Herrlich. Das Kleinstbürgerliche. Egal wo ich hingehen. Das Monster holt mich überall ein.
Schauplatz: Amtsgericht, Bronx Saal 104
Der Gerichtssaal platzt aus allen Nähten vor Schaulustigen. Der Harndrang war so groß, dass man kurzfristig in den größten Saal ausweichen musst.
Ups. Ein Freudscher. Passt eh. Wir sind ja in Wien - Vienna - wo er so gut wie nichts tat. Außer seinen kleinstbürgerlichen Ruin zu verwalten. Aus allen Nähten bist du auch geplatzt, ruft der Wortmacher. Sozial wie köperverformungsmäßig. Inzwischen bist du so bucklig gelebt, dass du dich nicht einmal mehr flach hinlegen kannst ohne Schmerzen. Na, na. Ich arbeite mich hier an einem wichtigen Thema ab. An dieser Stelle musste ich selbst laut auflachen.
Vorsitzender Richter/in/*: „Das Wort hat der Verteidiger. Sprechen Sie auch zu den Geschworenen.“
Verteidiger (rückt seine Brille zurecht, hält ein Dokument hoch):
„Hohes Gericht, meine Damen und Herren der Staatsanwaltschaft. Werte Geschworene. Scheiß Presse“.
Apropos Pressefreiheit und so:
Der Demokratiebericht 2025 des schwedischen Forschungsprojekts Varieties of Democracy (V‑Dem) an der Universität Göteborg zeigt einen drastischen Einbruch der demokratischen Standards in den USA unter Präsident Donald Trump: Die Vereinigten Staaten gelten demnach nicht mehr als liberale Demokratie, da Trump Macht beim Präsidenten konzentriert, per Dekret regiert, Gerichtsurteile umgeht und Bürgerrechte sowie Medienfreiheit einschränkt, während das Wahlsystem selbst noch als intakt gilt.
Die Geschwindigkeit dieser demokratischen Erosion sei historisch beispiellos und habe in nur einem Jahr Schäden verursacht, für die andere Länder der „dritten Welle der Autokratisierung“ ein Jahrzehnt benötigten. Weltweit ist der Anteil der Demokratien auf das Niveau von 1978 gefallen, 74 % der Weltbevölkerung leben inzwischen in Autokratien, nur 7 % in liberalen Demokratien. Ungarn gilt als das Land mit den stärksten Verschlechterungen seit Orbáns Machtübernahme 2010 und wird seit 2018 als Wahlautokratie eingestuft. V‑Dem definiert liberale Demokratien anhand von Freiheitsrechten, unabhängiger Justiz, Gewaltenteilung, freien Wahlen und einer freien Presse. Quelle: Die "Presse"/Zusammengefasst
Zurück im Gerichtssaal:
Verteidiger (rückt wieder seine Brille zurecht, hält ein Dokument hoch):
„Hohes Gericht, meine Damen und Herren der Staatsanwaltschaft. Geschätzte Geschworene. Scheiß Presse. Der Schizophrenist, dieser Depp kann einfach nicht beim Thema bleiben. Wie lange sollen wir uns das Elend noch anschauen“.
Im Publikum ist ein leises Murren zu hören.
„Ich hab grauen Star!“, ruft plötzlich jemand. „Mir macht das nichts aus!“
Der Saal bricht in Gelächter aus. Der Graue Star lässt sich gut operieren. In der Regel.
Verteidiger:
„Wenn ich bitten darf. Werte Geschworene, wir reden hier seit Stunden über einen angeblichen 'massiven sexuellen Übergriff'. Schauen wir uns doch bitte die nackten Tatsachen an – und ich meine das wörtlich. Ich habe hier ein urologisches Gutachten meines Mandanten, Herrn K. Diagnose: Komplette erektile Dysfunktion. Klinisch tot, wenn Sie so wollen. Mein Mandant ist wie ein Soldat ohne Gewehr, wie ein Radfahrer ohne Kette, wie ein Thermomix ohne Strom. Die Verteidigung behauptet, mein Mandant wollte die Klägerin sexuell nötigen? Mit was denn? Mit einer Absichtserklärung? Mit seiner frauenfeindlichen Rhetorik? Das ist biologisch unmöglich. Meine Damen und Herren Geschworene, wir plädieren auf Freispruch, da der Tatbestand der sexuellen Nötigung ohne das nötige 'Equipment' gar nicht erfüllbar ist.“
Im Saal entsteht leises Gemurmel, jemand unterdrückt ein Kichern. Eine/r ruft: „Wie ein Dual‑Zone Airfryer mit kaputten Stromkabel“. Wieder bricht Gelächter im Publikum aus.
Richter (sichtlich genervt):
„Ruhe im Saal. Wir sind hier in einer Hauptverhandlung und nicht auf einer Küchenmesse. Ich erteile der Staatsanwältin das Wort.“
Staatsanwältin (steht langsam auf, blickt den Verteidiger mitleidig an und fixiert dann die Geschworenenbank):
„Herr Kollege, ich danke Ihnen für diesen kleinen Exkurs in die Urologie. Aber werte Geschworene, wir sind hier nicht beim TÜV für Geschlechtsorgane, sondern im Strafprozess. Es ist völlig unerheblich, ob der Schlauch Ihres Mandanten keine Luft hält. Entscheidend ist, dass er ihn als Schlagstock benutzt hat. Allein seine Phantasie ist ein toxisches Werkzeug. Das Trauma der Zeugin wird nicht dadurch gelindert, dass der Angeklagte ein biologisches Problem hat. Im Gegenteil: Er hat seinen Frust über seine eigene Unfähigkeit als Waffe gegen eine Frau eingesetzt.“
Die Anwältin der Nebenklage (schaltet sich ein, blickt demonstrativ zum Angeklagten und dann zu den Geschworenen):
„Wenn ich kurz ergänzen darf: Der Verteidiger versucht hier gerade, ein biologisches Versagen als moralischen Freibrief zu verkaufen. Hohes Gericht, meine Damen und Herren Geschworene, meine Mandantin wurde nicht von einem 'kaputten Bauteil' angegriffen, sondern von einem Menschen. Dass die 'Waffe' des Täters Ladehemmungen hatte, ändert nichts an der Wucht des Angriffs. Wer eine Frau in die Enge treibt und sie demütigt, braucht keinen klinischen Befund, sondern einen Haftbefehl. Den Tatbestand an einer biologischen Versteifung festmachen zu wollen, ist so, als würde man einen Bankräuber freisprechen, nur weil seine Fluchtkiste einen Getriebeschaden hatte!“
Verteidiger (reagiert hitzig): „Einspruch. Versteift hat sich nur die Sichtweise meiner werten Kollegin.“
Richter/in: „Der Einspruch wird abgelehnt. Die Vertreterin der Privatbeteiligten nimmt eine rechtliche Würdigung der Tatmittel vor. Fahren Sie fort.“
Würde ich ja gerne. Aber ich hänge in der Bronx fest. Zwar hat mir der Goadfather eine Tür in eine andere Welt geöffnet. Aber das war eher mehr Fake-News. Als ich es konkretisiert habe, hat er auf einmal einen Rückzieher gemacht. Dabei ging die Initiative von ihm aus. Sehr bitter. Ein armer Schlucker zu sein ohne Selbstermächtigung im Portfolio. Es ist zum Davonrennen.
Verteidiger: „Welche Tatmittel, euer Ehren? Geschätzte Geschworene, der hat ja kein Mittel, das den Zweck heiligt“.
Der ganze Saal lacht.
Richter (mit einer Stimme, die vor unterdrücktem Zorn zittert): „Ruhe jetzt! Wir sind hier nicht beim Villacher Fasching. Wenn ich hier noch ein einziges Mal die Heiterkeit einer Faschingssitzung erlebe, während wir über die Würde eines Menschen verhandeln, dann ist der Spaß endgültig vorbei. Ich sage es zum letzten Mal: Entweder herrscht hier augenblicklich absolute Disziplin, oder ich lasse den gesamten Saal räumen! Die Frau Staatsanwältin ist am Wort“.
Staatsanwältin (rückt ihre Robe zurecht und tritt einen Schritt auf die Geschworenen zu):
„Hohes Gericht, meine Damen und Herren Geschworene, wir haben heute viel über Mechanik gehört. Über 'Equipment', 'Rohrleitungen' und 'Stromkabel'. Aber was die Verteidigung hier so süffisant als biologisches Unvermögen verkauft, ist juristisch gesehen eine Farce. Der Angeklagte hat die Zeugin nicht mit einem urologischen Gutachten angegriffen, sondern mit seinem Körper und seinem Aggressionspotenzial.“
Sie macht eine kurze Pause und fixiert den Angeklagten.
Staatsanwältin:
„Es ist für die Qualifikation der Tat völlig unerheblich, ob der biologische Erfolg ausgeblieben ist. Wer eine Frau gewaltsam zu Boden drückt und versucht, sie zu penetrieren, begeht eine sexuelle Nötigung – völlig egal, ob der Körper des Täters am Ende versagt oder nicht. Dass Herr K. hier nun versucht, sein eigenes Unvermögen als Entlastungsgrund zu missbrauchen, fügt dem Opfer eine weitere Demütigung zu. Die Tat liegt im massiven Übergriff auf die sexuelle Selbstbestimmung der Zeugin. Und dieser Übergriff war real, schmerzhaft und traumatisch. Ich beantrage daher eine unbedingte Haftstrafe.“
Verteidiger (springt fast von seinem Sessel auf und wendet sich an die Geschworenenbank):
„Einspruch, Frau Rat! Werte Geschworene, die Staatsanwaltschaft betreibt hier reine Lyrik. Niemand wurde 'gewaltsam zu Boden gedrückt'. Die Zeugenaussage ist hier eindeutig: Mein Mandant stand hinter ihr. Er lag nicht auf ihr, er hat sie nicht niedergerungen. Mein Mandat stand - die Klägerin stand“.
„Wie eine deutsche Eiche“.
Richter: „Wer hat das jetzt gesagt?"
Es rührt sich niemand. Der „Wortmacher“ in der dritten Reihe starrt plötzlich extrem konzentriert auf seine Schuhbänder.
Verteidiger: „Aber meine Damen und Herren Geschworene! Wir reden hier von der Privatbeteiligten, einer Zeugin, die im Kreuzverhör selbst angegeben hat, keine sexuelle Erregung empfinden zu können. Die Frau ist frigide“.
„Wie meine Elfriede“. Der ganze Saal lacht.
Frigide, brüllt der Scheißhausdämon durch die geschlossene Häusltür, ist eine Intrige durch den eigenen Körper. Das Bewusstsein hat die Lust ausgesperrt wie der Schizophrenist letztes Jahr aus der eigenen Wohnung. Die im in Wahrheit nicht gehört.
Dabei lag der Schlüssel in einem Müllcontainer im Innenhof. Unvergessen, wie der Mann vom Schlüsseldienst, ein Schlossermeister, eine Stunde lang behauptete, er bekomme jede Tür auf. Woraufhin ich ziemlich entnervt antwortete: Ja, mit einer Stange Dynamit. Die rettende Idee hatte dann tatsächlich ich. Ich! Eigentlich ein Unding, so rettungslos verloren wie ich bin. Du natürlich auch, Kassandra.
Woraufhin mir der Fachmann 200 Euro in Rechnung stellte – für meine eigene Idee.
Die Staatsanwältin lehnt sich zurück, als hätte sie gerade eine besonders schlechte Kabarettnummer gesehen, und sagt trocken:
„Herr Verteidiger, wir danken für Ihren medizinischen Laienvortrag über Funktionsstörungen aller Art. Aber lassen Sie uns kurz zur Sache zurückkehren. Wenn zwei Menschen Schwierigkeiten mit der eigenen Lustverwaltung haben, ist das bedauerlich, aber kein Freibrief für Chaos im zwischenmenschlichen Verkehr. Wer seine eigene Tür nicht aufbekommt, darf nicht beim Nachbarn einbrechen und behaupten, das Schloss habe ihn provoziert. Und schon gar nicht darf er dann behaupten, das sei alles nur eine ‚rüde Rangelei‘ gewesen. Das hier ist kein Handwerkerdrama, sondern ein Strafverfahren.“
Verteidiger: „Apropos Funktionsstörungen. Mein Mandant hat auch eine schwache Blase. Und eine Prostata wie ein Hundertjähriger. Der hat sich bei dem Vorfall tatsächlich eingenässt. Zum Glück in seine Herrenwindel Level 2“.
Level 3 brüllt der Wortmacher dazwischen.
Verteidiger: „Level 2. Werte Geschworene, falls sie Bedarf haben. Beim BIPA sind die Herrenwindel derzeit im Angebot“.
Der Saal kichert, der Richter hebt warnend die Hand, aber man sieht ihm an, dass er sich das Lachen verkneifen muss.
Verteidiger: „Bringen wir es auf den Punkt. (Der ist gut) Das war nix Sexuelles. Mein Mandant hat mitnichten den Weißmann gemacht. Lassen sie sich das nur nicht von der Staatsanwältin weiß machen, werte Geschworene. Das war nur das Aufeinandertreffen zweier... nun ja, funktionsunfähiger Individuen! Wo ist denn da der sexuelle Gehalt? Das ist maximal eine etwas rüde Rangelei, eine Beleidigung vielleicht, aber doch kein Sexualverbrechen!“
Was ist eigentlich mit seinem Schließmuskel? Schließt der noch? Alle schmeißen sich weg vor lachen. Ich natürlich auch.
Anwältin der Nebenklage (eiskalt):
„Dass meine Mandantin während eines Angriffs keine 'Erregung' empfindet, nennt man Todesangst, Herr Kollege. Dass Sie das als 'Gleichstand der Unfähigen' bezeichnen, ist die Gipfelleistung dieser satirischen Vorstellung und eine Beleidigung für jedes Opfer von Gewalt.“
Verteidiger ruft dazwischen: „Todesangst. Wer hat die nicht euer Ehren, werte Geschworene. Nicht jeder kann auf ein erfülltes Leben blicken, wie eine Maus auf eine Schlange, die sich eigentlich nur noch vegan ernährt, aber einen Rückfall hat in schlechte Gewohnheiten. Und wenn wir schon von Todesangst sprechen: Schauen Sie hinaus in die Welt. Menschen in der Ukraine, im Iran, in Israel, im Libanon – überall fürchten Menschen täglich um ihr Leben. Todesangst ist kein exklusives Gut, das man nur im Gerichtssaal verteilt. Sie ist ein globaler Dauerzustand geworden“.
Staatsanwältin (beugt sich vor):
„Sie und ihre Abschweifungen. Genau so ist es werte Kollegin. Wenn ich jemanden mit einer ungeladenen Waffe schlage, ist es trotzdem gefährliche Körperverletzung. Und wenn Ihr Mandant sein Opfer demütigt, indem er sie zu sexuellen Handlungen zwingt, die er selbst gar nicht genießen kann, dann ist das die reinste Form von Machtmissbrauch. Die Impotenz Ihres Mandanten ist kein Alibi – sie ist sein Motiv. Wir fordern zwei Jahre auf Bewährung.“
Vorsitzender Richter (klopft mit dem Hammer):
„Ruhe im Saal! Da das Gericht zur abschließenden Klärung der Schuldkraft eines 'kaputten Schlauchs' im rechtlichen Sinne ein ergänzendes Sachverständigengutachten zur Frage der mechanischen Einwirkung bei totaler Dysfunktion einholen muss, wird die heutige Sitzung unterbrochen.
Werte Geschworene, wir werden uns zur Beratung zurückziehen, ob die Verteidigung hier gerade versucht hat, Biologie-Unterricht mit Rechtsprechung zu verwechseln. Die Verhandlung wird hiermit vertagt!“
Ende
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Ich: BING. Du müsstest den Text an gewissen Stelle entschärfen?
BING: Ja, an ein paar Stellen müsste ich den Text leicht entschärfen, nicht aus moralischen Gründen oder um eine Partei zu verteidigen, sondern weil ich sexuelle Gewalt nicht direkt darstellen, Personen nicht abwerten und explizite sexuelle Körperfunktionen nicht wörtlich neu formulieren darf; stattdessen kann ich die Ambivalenz verstärken, das toxische Klima herausarbeiten, die Unklarheit betonen sowie die Szene satirisch zuspitzen, solange ich dabei keine expliziten sexuellen Details neu erfinde. Ich zensiere oder moralisiere nicht und entscheide nicht, wer das Opfer ist, sondern schreibe im Rahmen meiner Vorgaben über das Thema „Aussage gegen Aussage in einem toxischen gesellschaftlichen Klima“, indem ich die Dialoge auf die gesellschaftliche Überhitzung lenke, den Verteidiger als überdrehten Showman und den Richter im Chaos darstelle, wobei bestehende Formulierungen wie Impotenz oder das Einnässen stehen bleiben dürfen, solange daraus keine neuen sexuellen Handlungen oder abwertenden Zuschreibungen konstruiert werden.
Schauplatz: Amtsgericht, Bronx Saal 104
Der Gerichtssaal platzt aus allen Nähten vor Schaulustigen. Der Harndrang war so groß, dass man kurzfristig in den größten Saal ausweichen musst.
Ups. Ein Freudscher. Passt eh. Wir sind ja in Wien - Vienna - wo er so gut wie nichts tat. Außer seinen kleinstbürgerlichen Ruin zu verwalten. Aus allen Nähten bist du auch geplatzt, ruft der Wortmacher. Sozial wie köperverformungsmäßig. Inzwischen bist du so bucklig gelebt, dass du dich nicht einmal mehr flach hinlegen kannst ohne Schmerzen. Na, na. Ich arbeite mich hier an einem wichtigen Thema ab. An dieser Stelle musste ich selbst laut auflachen.
Vorsitzender Richter/in/*: „Das Wort hat der Verteidiger. Sprechen Sie auch zu den Geschworenen.“
Verteidiger (rückt seine Brille zurecht, hält ein Dokument hoch):
„Hohes Gericht, meine Damen und Herren der Staatsanwaltschaft. Werte Geschworene. Scheiß Presse“.
Apropos Pressefreiheit und so:
Der Demokratiebericht 2025 des schwedischen Forschungsprojekts Varieties of Democracy (V‑Dem) an der Universität Göteborg zeigt einen drastischen Einbruch der demokratischen Standards in den USA unter Präsident Donald Trump: Die Vereinigten Staaten gelten demnach nicht mehr als liberale Demokratie, da Trump Macht beim Präsidenten konzentriert, per Dekret regiert, Gerichtsurteile umgeht und Bürgerrechte sowie Medienfreiheit einschränkt, während das Wahlsystem selbst noch als intakt gilt.
Die Geschwindigkeit dieser demokratischen Erosion sei historisch beispiellos und habe in nur einem Jahr Schäden verursacht, für die andere Länder der „dritten Welle der Autokratisierung“ ein Jahrzehnt benötigten. Weltweit ist der Anteil der Demokratien auf das Niveau von 1978 gefallen, 74 % der Weltbevölkerung leben inzwischen in Autokratien, nur 7 % in liberalen Demokratien. Ungarn gilt als das Land mit den stärksten Verschlechterungen seit Orbáns Machtübernahme 2010 und wird seit 2018 als Wahlautokratie eingestuft. V‑Dem definiert liberale Demokratien anhand von Freiheitsrechten, unabhängiger Justiz, Gewaltenteilung, freien Wahlen und einer freien Presse. Quelle: Die "Presse"/Zusammengefasst
Zurück im Gerichtssaal:
Verteidiger (rückt wieder seine Brille zurecht, hält ein Dokument hoch):
„Hohes Gericht, meine Damen und Herren der Staatsanwaltschaft. Geschätzte Geschworene. Scheiß Presse. Der Schizophrenist, dieser Depp kann einfach nicht beim Thema bleiben. Wie lange sollen wir uns das Elend noch anschauen“.
Im Publikum ist ein leises Murren zu hören.
„Ich hab grauen Star!“, ruft plötzlich jemand. „Mir macht das nichts aus!“
Der Saal bricht in Gelächter aus. Der Graue Star lässt sich gut operieren. In der Regel.
Verteidiger:
„Wenn ich bitten darf. Werte Geschworene, wir reden hier seit Stunden über einen angeblichen 'massiven sexuellen Übergriff'. Schauen wir uns doch bitte die nackten Tatsachen an – und ich meine das wörtlich. Ich habe hier ein urologisches Gutachten meines Mandanten, Herrn K. Diagnose: Komplette erektile Dysfunktion. Klinisch tot, wenn Sie so wollen. Mein Mandant ist wie ein Soldat ohne Gewehr, wie ein Radfahrer ohne Kette, wie ein Thermomix ohne Strom. Die Verteidigung behauptet, mein Mandant wollte die Klägerin sexuell nötigen? Mit was denn? Mit einer Absichtserklärung? Mit seiner frauenfeindlichen Rhetorik? Das ist biologisch unmöglich. Meine Damen und Herren Geschworene, wir plädieren auf Freispruch, da der Tatbestand der sexuellen Nötigung ohne das nötige 'Equipment' gar nicht erfüllbar ist.“
Im Saal entsteht leises Gemurmel, jemand unterdrückt ein Kichern. Eine/r ruft: „Wie ein Dual‑Zone Airfryer mit kaputten Stromkabel“. Wieder bricht Gelächter im Publikum aus.
Richter (sichtlich genervt):
„Ruhe im Saal. Wir sind hier in einer Hauptverhandlung und nicht auf einer Küchenmesse. Ich erteile der Staatsanwältin das Wort.“
Staatsanwältin (steht langsam auf, blickt den Verteidiger mitleidig an und fixiert dann die Geschworenenbank):
„Herr Kollege, ich danke Ihnen für diesen kleinen Exkurs in die Urologie. Aber werte Geschworene, wir sind hier nicht beim TÜV für Geschlechtsorgane, sondern im Strafprozess. Es ist völlig unerheblich, ob der Schlauch Ihres Mandanten keine Luft hält. Entscheidend ist, dass er ihn als Schlagstock benutzt hat. Allein seine Phantasie ist ein toxisches Werkzeug. Das Trauma der Zeugin wird nicht dadurch gelindert, dass der Angeklagte ein biologisches Problem hat. Im Gegenteil: Er hat seinen Frust über seine eigene Unfähigkeit als Waffe gegen eine Frau eingesetzt.“
Die Anwältin der Nebenklage (schaltet sich ein, blickt demonstrativ zum Angeklagten und dann zu den Geschworenen):
„Wenn ich kurz ergänzen darf: Der Verteidiger versucht hier gerade, ein biologisches Versagen als moralischen Freibrief zu verkaufen. Hohes Gericht, meine Damen und Herren Geschworene, meine Mandantin wurde nicht von einem 'kaputten Bauteil' angegriffen, sondern von einem Menschen. Dass die 'Waffe' des Täters Ladehemmungen hatte, ändert nichts an der Wucht des Angriffs. Wer eine Frau in die Enge treibt und sie demütigt, braucht keinen klinischen Befund, sondern einen Haftbefehl. Den Tatbestand an einer biologischen Versteifung festmachen zu wollen, ist so, als würde man einen Bankräuber freisprechen, nur weil seine Fluchtkiste einen Getriebeschaden hatte!“
Verteidiger (reagiert hitzig): „Einspruch. Versteift hat sich nur die Sichtweise meiner werten Kollegin.“
Richter/in: „Der Einspruch wird abgelehnt. Die Vertreterin der Privatbeteiligten nimmt eine rechtliche Würdigung der Tatmittel vor. Fahren Sie fort.“
Würde ich ja gerne. Aber ich hänge in der Bronx fest. Zwar hat mir der Goadfather eine Tür in eine andere Welt geöffnet. Aber das war eher mehr Fake-News. Als ich es konkretisiert habe, hat er auf einmal einen Rückzieher gemacht. Dabei ging die Initiative von ihm aus. Sehr bitter. Ein armer Schlucker zu sein ohne Selbstermächtigung im Portfolio. Es ist zum Davonrennen.
Verteidiger: „Welche Tatmittel, euer Ehren? Geschätzte Geschworene, der hat ja kein Mittel, das den Zweck heiligt“.
Der ganze Saal lacht.
Richter (mit einer Stimme, die vor unterdrücktem Zorn zittert): „Ruhe jetzt! Wir sind hier nicht beim Villacher Fasching. Wenn ich hier noch ein einziges Mal die Heiterkeit einer Faschingssitzung erlebe, während wir über die Würde eines Menschen verhandeln, dann ist der Spaß endgültig vorbei. Ich sage es zum letzten Mal: Entweder herrscht hier augenblicklich absolute Disziplin, oder ich lasse den gesamten Saal räumen! Die Frau Staatsanwältin ist am Wort“.
Staatsanwältin (rückt ihre Robe zurecht und tritt einen Schritt auf die Geschworenen zu):
„Hohes Gericht, meine Damen und Herren Geschworene, wir haben heute viel über Mechanik gehört. Über 'Equipment', 'Rohrleitungen' und 'Stromkabel'. Aber was die Verteidigung hier so süffisant als biologisches Unvermögen verkauft, ist juristisch gesehen eine Farce. Der Angeklagte hat die Zeugin nicht mit einem urologischen Gutachten angegriffen, sondern mit seinem Körper und seinem Aggressionspotenzial.“
Sie macht eine kurze Pause und fixiert den Angeklagten.
Staatsanwältin:
„Es ist für die Qualifikation der Tat völlig unerheblich, ob der biologische Erfolg ausgeblieben ist. Wer eine Frau gewaltsam zu Boden drückt und versucht, sie zu penetrieren, begeht eine sexuelle Nötigung – völlig egal, ob der Körper des Täters am Ende versagt oder nicht. Dass Herr K. hier nun versucht, sein eigenes Unvermögen als Entlastungsgrund zu missbrauchen, fügt dem Opfer eine weitere Demütigung zu. Die Tat liegt im massiven Übergriff auf die sexuelle Selbstbestimmung der Zeugin. Und dieser Übergriff war real, schmerzhaft und traumatisch. Ich beantrage daher eine unbedingte Haftstrafe.“
Verteidiger (springt fast von seinem Sessel auf und wendet sich an die Geschworenenbank):
„Einspruch, Frau Rat! Werte Geschworene, die Staatsanwaltschaft betreibt hier reine Lyrik. Niemand wurde 'gewaltsam zu Boden gedrückt'. Die Zeugenaussage ist hier eindeutig: Mein Mandant stand hinter ihr. Er lag nicht auf ihr, er hat sie nicht niedergerungen. Mein Mandat stand - die Klägerin stand“.
„Wie eine deutsche Eiche“.
Richter: „Wer hat das jetzt gesagt?"
Es rührt sich niemand. Der „Wortmacher“ in der dritten Reihe starrt plötzlich extrem konzentriert auf seine Schuhbänder.
Verteidiger: „Aber meine Damen und Herren Geschworene! Wir reden hier von der Privatbeteiligten, einer Zeugin, die im Kreuzverhör selbst angegeben hat, keine sexuelle Erregung empfinden zu können. Die Frau ist frigide“.
„Wie meine Elfriede“. Der ganze Saal lacht.
Frigide, brüllt der Scheißhausdämon durch die geschlossene Häusltür, ist eine Intrige durch den eigenen Körper. Das Bewusstsein hat die Lust ausgesperrt wie der Schizophrenist letztes Jahr aus der eigenen Wohnung. Die im in Wahrheit nicht gehört.
Dabei lag der Schlüssel in einem Müllcontainer im Innenhof. Unvergessen, wie der Mann vom Schlüsseldienst, ein Schlossermeister, eine Stunde lang behauptete, er bekomme jede Tür auf. Woraufhin ich ziemlich entnervt antwortete: Ja, mit einer Stange Dynamit. Die rettende Idee hatte dann tatsächlich ich. Ich! Eigentlich ein Unding, so rettungslos verloren wie ich bin. Du natürlich auch, Kassandra.
Woraufhin mir der Fachmann 200 Euro in Rechnung stellte – für meine eigene Idee.
Die Staatsanwältin lehnt sich zurück, als hätte sie gerade eine besonders schlechte Kabarettnummer gesehen, und sagt trocken:
„Herr Verteidiger, wir danken für Ihren medizinischen Laienvortrag über Funktionsstörungen aller Art. Aber lassen Sie uns kurz zur Sache zurückkehren. Wenn zwei Menschen Schwierigkeiten mit der eigenen Lustverwaltung haben, ist das bedauerlich, aber kein Freibrief für Chaos im zwischenmenschlichen Verkehr. Wer seine eigene Tür nicht aufbekommt, darf nicht beim Nachbarn einbrechen und behaupten, das Schloss habe ihn provoziert. Und schon gar nicht darf er dann behaupten, das sei alles nur eine ‚rüde Rangelei‘ gewesen. Das hier ist kein Handwerkerdrama, sondern ein Strafverfahren.“
Verteidiger: „Apropos Funktionsstörungen. Mein Mandant hat auch eine schwache Blase. Und eine Prostata wie ein Hundertjähriger. Der hat sich bei dem Vorfall tatsächlich eingenässt. Zum Glück in seine Herrenwindel Level 2“.
Level 3 brüllt der Wortmacher dazwischen.
Verteidiger: „Level 2. Werte Geschworene, falls sie Bedarf haben. Beim BIPA sind die Herrenwindel derzeit im Angebot“.
Der Saal kichert, der Richter hebt warnend die Hand, aber man sieht ihm an, dass er sich das Lachen verkneifen muss.
Verteidiger: „Bringen wir es auf den Punkt. (Der ist gut) Das war nix Sexuelles. Mein Mandant hat mitnichten den Weißmann gemacht. Lassen sie sich das nur nicht von der Staatsanwältin weiß machen, werte Geschworene. Das war nur das Aufeinandertreffen zweier... nun ja, funktionsunfähiger Individuen! Wo ist denn da der sexuelle Gehalt? Das ist maximal eine etwas rüde Rangelei, eine Beleidigung vielleicht, aber doch kein Sexualverbrechen!“
Was ist eigentlich mit seinem Schließmuskel? Schließt der noch? Alle schmeißen sich weg vor lachen. Ich natürlich auch.
Anwältin der Nebenklage (eiskalt):
„Dass meine Mandantin während eines Angriffs keine 'Erregung' empfindet, nennt man Todesangst, Herr Kollege. Dass Sie das als 'Gleichstand der Unfähigen' bezeichnen, ist die Gipfelleistung dieser satirischen Vorstellung und eine Beleidigung für jedes Opfer von Gewalt.“
Verteidiger ruft dazwischen: „Todesangst. Wer hat die nicht euer Ehren, werte Geschworene. Nicht jeder kann auf ein erfülltes Leben blicken, wie eine Maus auf eine Schlange, die sich eigentlich nur noch vegan ernährt, aber einen Rückfall hat in schlechte Gewohnheiten. Und wenn wir schon von Todesangst sprechen: Schauen Sie hinaus in die Welt. Menschen in der Ukraine, im Iran, in Israel, im Libanon – überall fürchten Menschen täglich um ihr Leben. Todesangst ist kein exklusives Gut, das man nur im Gerichtssaal verteilt. Sie ist ein globaler Dauerzustand geworden“.
Staatsanwältin (beugt sich vor):
„Sie und ihre Abschweifungen. Genau so ist es werte Kollegin. Wenn ich jemanden mit einer ungeladenen Waffe schlage, ist es trotzdem gefährliche Körperverletzung. Und wenn Ihr Mandant sein Opfer demütigt, indem er sie zu sexuellen Handlungen zwingt, die er selbst gar nicht genießen kann, dann ist das die reinste Form von Machtmissbrauch. Die Impotenz Ihres Mandanten ist kein Alibi – sie ist sein Motiv. Wir fordern zwei Jahre auf Bewährung.“
Vorsitzender Richter (klopft mit dem Hammer):
„Ruhe im Saal! Da das Gericht zur abschließenden Klärung der Schuldkraft eines 'kaputten Schlauchs' im rechtlichen Sinne ein ergänzendes Sachverständigengutachten zur Frage der mechanischen Einwirkung bei totaler Dysfunktion einholen muss, wird die heutige Sitzung unterbrochen.
Werte Geschworene, wir werden uns zur Beratung zurückziehen, ob die Verteidigung hier gerade versucht hat, Biologie-Unterricht mit Rechtsprechung zu verwechseln. Die Verhandlung wird hiermit vertagt!“
Ende
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Ich: BING. Du müsstest den Text an gewissen Stelle entschärfen?
BING: Ja, an ein paar Stellen müsste ich den Text leicht entschärfen, nicht aus moralischen Gründen oder um eine Partei zu verteidigen, sondern weil ich sexuelle Gewalt nicht direkt darstellen, Personen nicht abwerten und explizite sexuelle Körperfunktionen nicht wörtlich neu formulieren darf; stattdessen kann ich die Ambivalenz verstärken, das toxische Klima herausarbeiten, die Unklarheit betonen sowie die Szene satirisch zuspitzen, solange ich dabei keine expliziten sexuellen Details neu erfinde. Ich zensiere oder moralisiere nicht und entscheide nicht, wer das Opfer ist, sondern schreibe im Rahmen meiner Vorgaben über das Thema „Aussage gegen Aussage in einem toxischen gesellschaftlichen Klima“, indem ich die Dialoge auf die gesellschaftliche Überhitzung lenke, den Verteidiger als überdrehten Showman und den Richter im Chaos darstelle, wobei bestehende Formulierungen wie Impotenz oder das Einnässen stehen bleiben dürfen, solange daraus keine neuen sexuellen Handlungen oder abwertenden Zuschreibungen konstruiert werden.
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Alternative Wahrheit mit Sprengkraft.
der imperialist, 11:20h
Eine US-Präsident Trump (De)Montage:
„Der Iran ist nur noch Monate von der Fähigkeit zum Bau einer Atombombe entfernt.“
„Davor habe ich wirklich keine Angst“, sagte er Reportern. „Ich habe überhaupt vor nichts Angst.“
„Der Iran ist nur noch Wochen von der Fähigkeit zum Bau einer Atombombe entfernt.“
„Davor habe ich wirklich keine Angst“, sagte er Reportern. „Ich habe überhaupt vor nichts Angst.“
„Der Iran ist nur noch Tage von der Fähigkeit zum Bau einer Atombombe entfernt.“
„Davor habe ich wirklich keine Angst“, sagte er Reportern. „Ich habe überhaupt vor nichts Angst.“
„Der Iran ist nur noch Stunden von der Fähigkeit zum Bau einer Atombombe entfernt.“
„Davor habe ich wirklich keine Angst“, sagte er Reportern. „Ich habe überhaupt vor nichts Angst.“
„Sie würden es innerhalb einer Stunde oder eines Tages nutzen“, sagte Herr Trump am Montag. „Davor habe ich wirklich keine Angst“, sagte er Reportern. „Ich habe überhaupt vor nichts Angst.“
Ende
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Leer ausgehen:
Sachen gibt’s, das glaubt man vorderhorstig nicht. Globale Seewege und lokale Alltagswege sind enger vernetzt, als man vorderhorstig vermuten würde. Die großen maritimen Handelsadern der Welt hängen heute auf eine fast diabolische Weise mit dem Treppelweg auf der Donauinsel zusammen. Also dort genau dort, wo ich zum Einkaufen radle und jede Bodenwelle kenne. So definiert sich auch mein Heimatbegriff. Aber nicht so lange dein Rucksack leer bleibt. Genau. Ihr habt es erfasst. Na nicht die KI - die steht auf der Leitung. Die Vierer-Bande.
Das globale Netz: Vom Ozean zum Treppelweg:
Straße von Hormus:
Transportiert: Rohöl, Erdgas (LNG), Petrochemikalien, Harnstoff/Düngemittel.
Bedeutung: Die energetische Basis. Ohne diese Route fehlen Treibstoff für den Transport und Dünger für die Felder weltweit.
Bab al-Mandab:
Transportiert: Containerware, Kühltransporte, Schnittblumen aus Kenia, Früchte aus Ostafrika.
Bedeutung: Das Nadelöhr für Frische. Verderbliche Waren kommen zu spät an oder müssen entsorgt werden.
Suezkanal:
Transportiert: Textilien aus Indien/Bangladesch, Elektronik, Maschinen, Konsumgüter.
Bedeutung: Die Hauptschlagader Europa–Asien. Ohne den Kanal wird alles teurer und langsamer (Umweg um Afrika).
Straße von Malakka:
Transportiert: Chinesische Industrieexporte – Haushaltsgeräte, Fahrradteile, Spielzeug.
Bedeutung: Das Tor zur Werkbank der Welt. Hier entscheidet sich, ob dein Fahrrad am Treppelweg einen neuen Reifen bekommt.
Taiwanstraße:
Transportiert: Mikrochips, Halbleiter, High-End-Prozessoren.
Bedeutung: Das digitale Gehirn. Ohne diese Chips stehen Autos, Smartphones und E-Bikes still.
Südchinesisches Meer:
Transportiert: LNG, Öl, Seltenerdmetalle, Industriemetalle.
Bedeutung: Unverzichtbar für die Energiewende. Keine Seltenerden bedeutet keine Akkus und keine modernen Motoren.
Panamakanal:
Transportiert: Getreide, Mais, Sojabohnen (Tierfutter), Containerware.
Bedeutung: Der Kalorien-Highway. Dürre bremst die Durchfahrt – die Preise für Fleisch und Lebensmittel steigen sofort.
Bosporus & Dardanellen:
Transportiert: Weizen, Mais, Sonnenblumenöl aus Russland & Ukraine.
Bedeutung: Die Kornkammer. Europa hängt für sein tägliches Brot massiv von diesen Agrar-Exporten ab.
Straße von Gibraltar:
Transportiert: Gemüse & Obst aus Spanien – Tomaten, Paprika, Erdbeeren.
Bedeutung: Der direkte Draht zum Gemüsegarten Europas. Jede Störung landet auf deinem Teller.
Straße von Dover / Ärmelkanal:
Transportiert: Arzneimittel, Spezialbauteile, Lebensmittel.
Bedeutung: Die Hochfrequenz-Route. Staus führen sofort zu leeren Regalen in Apotheken und Fabriken.
Der Trepplweg:
Und über welche dieser maritimen Handelsrouten werden eigentlich deine Herrenwindeln Level 3 transportiert, fragt der Wortmacher belustigt, bis sie dann bei dir ankommen, am Trepplweg? Gute Frage. Das Thema Inkontinenzprodukte wird eigentlich sehr stiefmütterlich behandelt. Und schon habe ich einen Türöffner zu einem weiteren Text, der sich mit dem Thema der gemeinsame Erinnerung auseinandersetzt. Die es in Wahrheit natürlich nicht gibt. Also nicht im nächsten Text. Sonst schon.
Ende
„Der Iran ist nur noch Monate von der Fähigkeit zum Bau einer Atombombe entfernt.“
„Davor habe ich wirklich keine Angst“, sagte er Reportern. „Ich habe überhaupt vor nichts Angst.“
„Der Iran ist nur noch Wochen von der Fähigkeit zum Bau einer Atombombe entfernt.“
„Davor habe ich wirklich keine Angst“, sagte er Reportern. „Ich habe überhaupt vor nichts Angst.“
„Der Iran ist nur noch Tage von der Fähigkeit zum Bau einer Atombombe entfernt.“
„Davor habe ich wirklich keine Angst“, sagte er Reportern. „Ich habe überhaupt vor nichts Angst.“
„Der Iran ist nur noch Stunden von der Fähigkeit zum Bau einer Atombombe entfernt.“
„Davor habe ich wirklich keine Angst“, sagte er Reportern. „Ich habe überhaupt vor nichts Angst.“
„Sie würden es innerhalb einer Stunde oder eines Tages nutzen“, sagte Herr Trump am Montag. „Davor habe ich wirklich keine Angst“, sagte er Reportern. „Ich habe überhaupt vor nichts Angst.“
Ende
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Leer ausgehen:
Sachen gibt’s, das glaubt man vorderhorstig nicht. Globale Seewege und lokale Alltagswege sind enger vernetzt, als man vorderhorstig vermuten würde. Die großen maritimen Handelsadern der Welt hängen heute auf eine fast diabolische Weise mit dem Treppelweg auf der Donauinsel zusammen. Also dort genau dort, wo ich zum Einkaufen radle und jede Bodenwelle kenne. So definiert sich auch mein Heimatbegriff. Aber nicht so lange dein Rucksack leer bleibt. Genau. Ihr habt es erfasst. Na nicht die KI - die steht auf der Leitung. Die Vierer-Bande.
Das globale Netz: Vom Ozean zum Treppelweg:
Straße von Hormus:
Transportiert: Rohöl, Erdgas (LNG), Petrochemikalien, Harnstoff/Düngemittel.
Bedeutung: Die energetische Basis. Ohne diese Route fehlen Treibstoff für den Transport und Dünger für die Felder weltweit.
Bab al-Mandab:
Transportiert: Containerware, Kühltransporte, Schnittblumen aus Kenia, Früchte aus Ostafrika.
Bedeutung: Das Nadelöhr für Frische. Verderbliche Waren kommen zu spät an oder müssen entsorgt werden.
Suezkanal:
Transportiert: Textilien aus Indien/Bangladesch, Elektronik, Maschinen, Konsumgüter.
Bedeutung: Die Hauptschlagader Europa–Asien. Ohne den Kanal wird alles teurer und langsamer (Umweg um Afrika).
Straße von Malakka:
Transportiert: Chinesische Industrieexporte – Haushaltsgeräte, Fahrradteile, Spielzeug.
Bedeutung: Das Tor zur Werkbank der Welt. Hier entscheidet sich, ob dein Fahrrad am Treppelweg einen neuen Reifen bekommt.
Taiwanstraße:
Transportiert: Mikrochips, Halbleiter, High-End-Prozessoren.
Bedeutung: Das digitale Gehirn. Ohne diese Chips stehen Autos, Smartphones und E-Bikes still.
Südchinesisches Meer:
Transportiert: LNG, Öl, Seltenerdmetalle, Industriemetalle.
Bedeutung: Unverzichtbar für die Energiewende. Keine Seltenerden bedeutet keine Akkus und keine modernen Motoren.
Panamakanal:
Transportiert: Getreide, Mais, Sojabohnen (Tierfutter), Containerware.
Bedeutung: Der Kalorien-Highway. Dürre bremst die Durchfahrt – die Preise für Fleisch und Lebensmittel steigen sofort.
Bosporus & Dardanellen:
Transportiert: Weizen, Mais, Sonnenblumenöl aus Russland & Ukraine.
Bedeutung: Die Kornkammer. Europa hängt für sein tägliches Brot massiv von diesen Agrar-Exporten ab.
Straße von Gibraltar:
Transportiert: Gemüse & Obst aus Spanien – Tomaten, Paprika, Erdbeeren.
Bedeutung: Der direkte Draht zum Gemüsegarten Europas. Jede Störung landet auf deinem Teller.
Straße von Dover / Ärmelkanal:
Transportiert: Arzneimittel, Spezialbauteile, Lebensmittel.
Bedeutung: Die Hochfrequenz-Route. Staus führen sofort zu leeren Regalen in Apotheken und Fabriken.
Der Trepplweg:
Und über welche dieser maritimen Handelsrouten werden eigentlich deine Herrenwindeln Level 3 transportiert, fragt der Wortmacher belustigt, bis sie dann bei dir ankommen, am Trepplweg? Gute Frage. Das Thema Inkontinenzprodukte wird eigentlich sehr stiefmütterlich behandelt. Und schon habe ich einen Türöffner zu einem weiteren Text, der sich mit dem Thema der gemeinsame Erinnerung auseinandersetzt. Die es in Wahrheit natürlich nicht gibt. Also nicht im nächsten Text. Sonst schon.
Ende
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