Sonntag, 15. März 2026
#MeToo©️Iran. Wer ist nach dem Weißmann als Nächster dran?
„Diskurse herrschen nicht. Sie erzeugen eine kommunikative Macht, die die administrative nicht ersetzen kann, sondern nur beeinflussen kann.“ ✝️Jürgen Habermas

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“Mon Dieu…”

Mit diesem #MeToo haben sich Herrschaftliche was eingebrockt. Ist das eine trübe Scheiße. Die in der Regel hoch hinauf bis über die Wolken in den Himmel stinkt, wo die Freiheit einst noch grenzenlos war. Gut denkbar, dass selbst hoch oben, allen Irdischen enthoben... „Der ist gut“, lacht der Wortmacher. Der nahe Weltorbit ist zugepflastert mit Satelliten aller Einsatzgattungen. Da kreist mehr Weltraumschrott als in Schizophrenisten seiner Schreibe. Und das will was heißen. „Natürlich will dieser Depp was heißen“, brüllt der Scheißhausdämon die Bildmacherin nieder, die sich gestern dachte: Der Alte scheißt sich auch nix. Liegt im März schon pudelnackt auf der Insel, wie eine geheime Marmorbüste von Michelangelo. Die menschliche Unform in Fleisch gehauen. Da hilft auch kein Christus als Erlöser mehr. Woraufhin ich mich fragte: Wer uns von den Bekloppten im Nahen Osten erlösen könnte?
Und schon hatte ich die Idee für einen Online-Porno. Aber mit Handlung.

Angeblich soll der 12. Imam im Schiitentum, jenes Kind, das einst in einen Keller hinunterstieg und seitdem nicht mehr gesehen wurde, eines Tages wieder das Licht dieser Welt in Palästina erblicken, an einem Ort, der heute unter dem Namen Israel firmiert. Und dieses Land ist nicht besonders kinderfreundlich, zumindest dann nicht, wenn du die „falsche“ Herkunft hast und palästinensischer Abstammung bist. Zwei Jahre Gewalt, Zerstörung und Flucht haben zu unvorstellbarem Leid bei den Kindern in Gaza geführt. Mehr als 64.000 Kinder wurden bei Angriffen getötet oder schwer verletzt, darunter auch mindestens 1.000 Babys. Zehntausende Kinder haben einen oder beide Elternteile verloren. Die Gewalt hat sie gezwungen, aus ihrem Zuhause zu fliehen – oft mehrfach. Etwa 25 Prozent der verletzten Kinder werden wahrscheinlich lebensverändernde Verletzungen davontragen. Weltweit gibt es nirgendwo so viele Amputationen pro Person bei Kindern wie im Gazastreifen. (Quelle: unicef.de)

Die kannst du auch in keinen Pfandflaschenautomaten mehr stopfen. Die Schlange hinter dir würde zu einem riesigen Stau anwachsen. Irgendwann würden sie dich steinigen, wenn du mit 15 LKWs voller amputierter Kinderhände und -beine anrückst. Genau. Aber haben diese bekloppten Massenmörder von der Hamas – da hamse es noch immer – in Israel am 07.10.2023 nicht selbst ein Massaker angerichtet und auch Kinder und Frauen nicht verschont? (Quelle: Das bringt nix, sich in Details des Konflikts zu verlieren.)

Weil sich dieser Depp dann sofort wieder fragt, warum er hier schon wieder nichts zu suchen hat. „Geh, das war einmal“, halte ich tapfer dagegen. Du musst dich nur fernhalten von gemeinsamen Erinnerungen. Du musst einfach nur wichtige Teile deiner Familiengeschichte unter den Tisch kehren – und weiter unter den Teppich. Du musst einfach nur genügend Zeit verstreichen lassen. Dann steht selbst die Um2 vor dir und sagt dir ganz ehrlich, frei von der Leber weg, dass sie dich ohne Vorwarnung nicht mehr erkannt hätte. Weil der Schizophrenist ein Müssender ist. „Der muss schon wieder aufs Häusl“, amüsiert sich die Vierer-Bande hier auf meine Kosten. Selbst der Deichgraf macht mit, die Stimme der Moral und Vernunft. Der verfluchte Gruppenzwang. Moral und Vernunft. Eine unverzichtbare Stimme ist verstummt. ✝️ Jürgen Habermas. Der noch Maß zu halten wusste.

Israelische Hardcoresiedlerfamilien aus dem nationalreligiösen Spektrum, die sich von Jahwe berufen fühlen, das biblische Land vollständig in Besitz zu nehmen („from the river to the sea“), gelten allgemein als besonders kinderfreundlich. Die bekommen einen ganzen Tschippl/Haufen Nachwuchs, aus religiösen Gründen. Damit sie genügend „Material“ haben, um den Palästinensern ihr Land streitig zu machen. Genau. Und eine dieser Ultra-Siedlerfrauen, mit einem unglaublich stabilen Becken, das unlängst noch gebrochen wurde wie Butterkekse am 07.10.2023, hat dann Sex mit dem 12. Imam. Der inzwischen aber kein Kind mehr ist. Die beiden haben dann Sex an allen religiös aufgeladenen Orten und Einrichtungen.

Ich korrigiere: an religiös völlig überladenen Orten und Symbolen wie dem Tempelberg / Haram al-Sharif, Klagemauer (Westmauer), Al-Aqsa-Moschee, Felsendom, Grab der Patriarchen (Hebron), Grabeskirche (Jerusalem), Bethlehem (Geburtskirche), Nazareth, Ölberg, See Genezareth, Safed (Zentrum der Kabbala), Qumran, Berg Sinai, Berg Zion. Die Al-Aqsa-Moschee wiederum steht auf dem Tempelberg.

Muslime bestehen darauf: Hier steht unser Heiligtum. Der gesamte Haram al-Sharif ist für uns untrennbar mit der Al-Aqsa-Moschee und dem Felsendom verbunden.
Juden bestehen darauf: Hier stand unser Tempel. Der Tempelberg ist der heiligste Ort des Judentums.
Es gibt keinen Ausweichort, keine Alternative, keinen Ersatz.

Bis jetzt. Aber wegen meinem Porno mit Handlung wird alles auf einmal ganz anders. Die Empörung der Völker im Nahen Osten, am Golf und natürlich auch in Iran geht so weit, dass auf einmal alle Waffen verstummen. Wegen dieser beiden Abweichler:innen, die vom rechten Glauben abgefallen sind wie überreife Früchte von Ästen, hält auf einmal die gesamte Region kollektiv den Atem an. Aus Empörung. Natürlich, was sonst. Aus kleinstbürgerlicher Empörung, die in der Region auch in den Glauben ausfranzt, wie hier die transzendente Leere in den Hyperkonsum. Die Nachricht, die sich wie ein Lauffeuer verbreitet, ist so absurd, so jenseits aller bekannten Kategorien, dass selbst die fanatischsten Kämpfer innehalten. An den Frontlinien stehen Männer mit erhobenen Gewehren und vergessen, warum sie überhaupt schießen wollten.

In Teheran, Riad, Tel Aviv, Gaza und Beirut starren Menschen schockiert auf Bildschirme, als hätte jemand die Realität kurzzeitig neu gestartet. Der jahrzehntelang aufgestaute Hass, der ganze ideologische Beton, die religiösen Gewissheiten – alles bekommt plötzlich Risse. Nicht aus Einsicht, sondern aus reiner Überwältigung. Und für einen Moment, einen einzigen, unwahrscheinlichen Moment, ist sogar Frieden zwischen den Erzfeinden möglich. Der ist gut, den solltest du aufschreiben.

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„Und wo bleiben eigentlich die christlichen Orte und Symbole im Heiligen Land? Wir haben jetzt die jüdischen und die muslimischen erwähnt – willst du die christlichen etwa alle unter den Tisch fallen lassen?“, fragt der Deichgraf besorgt. Natürlich nicht. Ich habe nichts gegen das Christentum, Stammbaum meines Schuldkomplex. Eine Weltreligion die in Europa ja schon ziemlich in der Versenkung versunken ist. Ans ewige Leben im Jenseits glauben hier nur noch Entrückte, die sieht völlig aus der hiesigen Realität ausgeklickt haben. Selbst die armen glaube ich hier nicht an Gott sondern an den Sozialstaat. Aber ich will ja kein Spielverderber sein.

Grabeskirche (Jerusalem): Ort der Kreuzigung und Auferstehung Jesu.
Via Dolorosa (Jerusalem): Der Leidensweg Jesu durch die Altstadt.
Garten Gethsemane: Ort der Todesangst und Gefangennahme Jesu.
Ölberg: Stätte des Gebets und der Himmelfahrt Christi.
Abendmahlssaal (Berg Zion): Ort des letzten Abendmahls mit den Jüngern.
Geburtskirche (Bethlehem): Traditionelle Geburtsstätte Jesu Christi.
Milchgrotte (Bethlehem): Zufluchtsort der Heiligen Familie auf der Flucht.
Basilika der Verkaufung (Nazareth): Ort der Verkündigung durch den Engel Gabriel.
Josefskirche (Nazareth): Vermuteter Ort der Werkstatt und des Hauses Josefs.
See Genezareth: Schauplatz zahlreicher Wunder und Predigten Jesu.
Kafarnaum: Zentrum des Wirkens Jesu in Galiläa und Wohnort Petri.
Berg der Seligpreisungen: Ort der Bergpredigt.
Kana: Ort des Weinwunders bei der Hochzeit zu Kana.
Taufstelle am Jordan: Ort der Taufe Jesu durch Johannes den Täufer.
Emmaus: Ort der Erscheinung des Auferstandenen vor den Jüngern.
Patriarchengrab (Hebron): Grabstätte der Erzväter Abraham, Isaak und Jakob. Das ist doch für alle abrahamitischen Religionen von existenzieller Bedeutung. Während es für Juden das zweitheiligste Heiligtum markiert, verehren Muslime hier den Propheten Ibrahim in der Ibrahimi-Moschee. Für Christen bildet der Ort das Fundament der biblischen Verheißungsgeschichte.
Qumran: Fundstätte antiker Schriftrollen und Zeugnis biblischer Geschichte. Quelle: KI

Heute ist das monumentale Gebäude in Hebron streng geteilt: Ein Bereich dient als Synagoge, der andere als Moschee, mit getrennten Eingängen und massiven Sicherheitskontrollen – ein seltenes Beispiel dafür, dass Menschen durch eine Wand getrennt im selben Bauwerk zu denselben Stammvätern beten. (Quelle: Wir schicken ein weiteres Stoßgebet in den Himmel.)

Wo wir auf einmal alle über den Wolken schweben. Nicht einmal in 10.000 Meter Flughöhe bist du sicher. Nein kannst du dir sicher sein. Selbst dort oben kannst du dir als Hetero-Kerl von der Stange / ich betone / von der Stange / und nicht mit Stange / nicht sicher sein, nicht doch noch in schwere atmosphärische Turbulenzen zwischen den Geschlechtern zu geraten. Weil du Depp deiner Sitznachbarin, die 30 Jahre jünger ist, im Flieger brühwarm erzählst, wie du einst als Teenager zwischen den unglaublichen Beinen der Miss Texas von 1984 Zuflucht gesucht hast. Eingeklemmt in einer kleinstbürgerlichen Hölle, zählte damals nur der schöne Schein und das Bild, das man nach außen trug.

Gröbere Konflikte gab es nicht. So weit ließen es meine Erziehungsberechtigten gar nicht kommen. Die drehten meine Freiheit einfach ab wie Putin den russischen Großstädten das Internet. Das mobile Internet. Un daran war ich auch noch selber schuld. ©️Die kleinstbürgerliche Matrix. Vor bald einem halben Jahrhundert.

Die Moskauer sind es gewohnt, ihren Alltag per Smartphone zu bestreiten. Doch seit vergangener Woche ist Moskau offline. Das blitzschnelle mobile Internet ist auf Befehl des Kremls abgeschaltet. Buchhandlungen registrieren eine hohe Nachfrage nach Stadtplänen. Auch Pager und Festnetztelefone werden wieder gekauft. Relikte aus dem Analogzeitalter kehren zurück. (Quelle: Die Presse)

Ich habe auch noch Festnetz. Kostet inzwischen 3 Euro im Monat extra. So weit ist es also schon gekommen. Mit den Geschlechterrollen. Dass sie dich umgehend rollen, falls du dich eingespeichelt hast zur Unzeit. Diese #MeToo-Suppe möchtest du nicht auslöffeln. Total toxisch, das Verhältnis zwischen den Geschlechtern. Dazu hätte ich noch Text. Natürlich den Fall Weißmann betreffend, der unlängst noch ORF-Generaldirektor war, bevor er von einem anderen alten weißen Mann zu Fall gebracht wurde. Der über den Flur beim ORF gebrüllt haben soll: „Heast, Oide!“. © Pius Strobl. © Die ehemalige ORF-Journalistin Brigitte Handlos.
Der Pius Strobl. Mitbegründer der Grünen in Österreich. Der soll angeblich hinter der Intrige gegen den Ex-ORF-Generaldirektor stehen, weil der dem Mann die üppige Pension kürzen wollte. Der soll die junge Frau vorgeschickt haben, wird gemutmaßt. Einer also, der über den Flur „Heast, Oide!“ brüllte. Sehr österreichisch.

Er selbst spricht gegenüber dem „Standard“ lediglich davon, dass jene Frau, die dem bisherigen ORF-Generaldirektor sexuelle Belästigung vorwirft, und er „denselben ausgezeichneten und ausgesprochen lösungsorientierten Anwalt“ hätten. Mehrere Quellen berichten allerdings übereinstimmend davon, dass die beiden seit geraumer Zeit ein Paar sind.

Derweil rechtfertigt der Ex-ORF-Generaldirektor das Verhältnis zur Mitarbeiterin. Es war sexuell, aber einvernehmlich. Das ist natürlich eine Lüge, die mir der Wortmacher aufschwatzt. Es war intim. Demnach habe er mit ihr seit 2019 eine private Beziehung gehabt; die Beziehung sei im Jahr 2021 deutlich abgekühlt.

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Zwar gilt die #MeToo-Bewegung als unverzichtbarer Katalysator, um männlich dominierte Machtstrukturen aufzubrechen. Doch dieser Fortschritt wird oft von einer Dynamik der medialen Vorverurteilung überschattet. In einer digital vernetzten Welt reicht oft schon ein Vorwurf aus, um eine Lawine auszulösen, noch bevor Fakten geprüft wurden. Da Reputation heute das wichtigste Kapital ist, führt ein öffentlicher Verdacht oft zur sofortigen Disqualifikation. Selbst wenn sich Vorwürfe später als haltlos erweisen, bleibt der Rufmord oft irreversibel. Damit droht das berechtigte Anliegen von #MeToo in eine Kultur der pauschalen Verdächtigung abzugleiten, die den Grundsatz „im Zweifel für den Angeklagten“ gefährdet.

Jetzt würde was über den Harvey Weinstein passen. Klingt wie Epstein – nicht alles wird versteckt oder geschwärzt sein.

«Ich sterbe hier» und «Habe ich jemals eine Frau sexuell angegriffen? Nein»: Harvey Weinstein gibt sein erstes großes Interview seit seiner Verhaftung 2018. Er befindet sich auf Rikers Island in der medizinischen Abteilung. Krebs, Diabetes, Herzprobleme. Der Körper ist brüchig geworden. «Es ist die Hölle», sagt er.

Fast ein Jahrzehnt ist vergangen, seit sein Name zur Chiffre wurde für Machtmissbrauch. Weinstein erzählt diese Geschichte anders. Ja, sagt er, er sei arrogant gewesen, ein Tyrann manchmal. «Hybris ist ein gutes Wort.» Er habe Grenzen überschritten. Aber Gewalt? «Habe ich jemals eine Frau sexuell angegriffen? Nein.» Er spricht stolz über seine Filme, über «Pulp Fiction» oder «Shakespeare in Love».

Die möglicherweise auch die Ära Weißmann prägende Zeit ist durch einen fragwürdigen Umgang mit Machtmissbrauch, Sexismus und politischer Einflussnahme gekennzeichnet:
Während betroffene Frauen nach Beschwerden oft das Unternehmen verlassen mussten, blieben beschuldigte Manager im Amt. Siehe Fall Robert Ziegler oder Fall Peter Schöber. Strukturelles Versagen: Interne Berichte bleiben unter Verschluss. Zusammenfassend: Die Kritik lautet, dass der ORF Täter schützt und Opfer systematisch verdrängt. (Quelle: Die Presse)

Ich kann dazu nichts sagen. Ich bin schon froh darüber, dass ich nicht mehr die Stimme der Schutzbefohlenen in den Stauden höre. Die mich völlig zurecht einen „Sicario der Misogynie“ schimpft. Scheiße, ich war achtzehn. Aber das sagen sie alle. Stimmt auch wieder. Und die Umstände, die sollte man(N) auch berücksichtigen. Unbedingt.

Apropos Unbedingt:
Es wird immer ekliger. Auf Arte gab es Ausschnitte von Gerichtsverhandlungen aus Frankreich zu sehen, wo Männer angeklagt waren, die Gewalt gegen Frauen ausübten. In der Doku „Je vais te tuer“ – auf Deutsch oft unter dem Titel „Ich werde dich töten – Die Mechanismen zwanghafter Kontrolle“ bekannt – wird das Thema eindrucksvoll beleuchtet.

Die Doku zeigt in ungewöhnlicher Klarheit, wie zwanghafte Kontrolle als Form häuslicher Gewalt funktioniert. Durch die selten erteilte Genehmigung, direkt in Gerichtssälen zu filmen, entsteht ein nüchterner Blick auf Verfahren. Dort treten Männer vor Richterinnen und Richter, die ihre Taten psychologisch einordnen: Sie entlarven die Strategien der Täter, die Kontrolle und Demütigung oft als Missverständnisse darstellen. Die Dokumentation macht deutlich, dass körperliche Gewalt meist erst das Ende einer langen Phase psychischer Unterwerfung ist.

https://www.youtube.com/watch?v=yOM8yW3a4DU

„Die Scham muss die Seite wechseln“. ©️Gisèle Pelicot, eine französischen Frau, die durch ihren öffentlichen Prozess gegen ihren Ex‑Mann und über 50 weitere Täter zu einer zentralen Figur der europäischen Debatte über sexualisierte Gewalt wurde. Was heißt zentrale Figur. Zu einer Ikone weiblicher Selbstermächtigung wurde diese Schmerzensfrau. Ihre Aussage wurde zu einer feministischen Parole und wird heute häufig in Medien, Politik und Aktivismus zitiert.

„Die Scham muss die Seite wechseln“. Stimmt, pflichtet der Wortmacher der Aussage zu. Der Schizophrenist, dieser feige Hundling, kauft beim DM immer eine Großpackung Kondome statt einer neuen Packung Herrenwindeln Level 2. So verhunzt ist der. Heute ist Sonntag / Der Tag des Herren /deswegen nur Level 2 statt 3. Oder der Herren. Geh, diese Deppen bekriegen sich auch am Sonntag. Wo die Medien darüber spekulieren, wie schwer der neue geistige Führer des Iran, Mojtaba Khamenei, bei einem Angriff der Israelis und der USA am 28.02.2226 verletzt wurde. Hat er beide Haxen verloren oder nur einen? Oder doch eine Hand und seinen linken Fuß? Möglicherweise ist er auch nur total entstellt? Oder blind. Vor Wut? Das auch ja.

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Bei dem Luftschlag am 28. Februar 2026, der auch seinen Vater Ali Khamenei tötete, verlor Mojtaba laut offiziellen Angaben des iranischen Botschafters in Zypern / wie dieser in einem Interview mit The Guardian ausführte – seine Ehefrau Zahra Haddad-Adel sowie seinen jugendlichen Sohn Mohammad Bagher. Zudem gibt es Berichte über den Tod eines weiteren Enkelkindes (14 Monate), was die Spekulationen über den Verlust zweier Kinder untermauert.

Ein Bild von dem Mann kann man sich derzeit aber noch nicht machen. Der bleibt verschwunden wie der Mahdi. Der bleibt unsichtbar. Wenngleich es genau diese Unsichtbarkeit ist die ein Vorteil ist.

Unsichtbarkeit ist im schiitischen Glauben keine Schwäche, im Gegenteil: Die gesamte Islamische Republik baut in ihrem Kern auf einem zutiefst okkulten Prinzip auf, der «Velayat-e Faqih», der sogenannten «Statthalterschaft des Rechtsgelehrten». Demnach dient Irans Oberster Führer als irdischer Statthalter des verborgenen Imams, des Mahdis, der schon bald inmitten apokalyptischen Chaos’ auf die Erde zurückkehren soll.

Wie radikal-evangelische Christen sehen auch die Ideologen der Islamischen Republik in der Gründung Israels ein Zeichen für den nahenden Endkampf zwischen Gut und Böse. In ihrem Weltbild soll die Herrschaft eines islamischen Rechtsgelehrten dem Mahdi den Weg bereiten.

Der ehemalige Jihadist und spätere Agent des britischen Auslandgeheimdiensts (MI6), Aimen Dean, beschreibt solche Endzeittheorien als «geistiges Narkotikum» für islamische Eiferer. Auch bei seiner eigenen Rekrutierung für al-Kaida hätten sie eine entscheidende Rolle gespielt.

Ähnliches sei nun in Iran im Gange: Ein ungreifbarer Anführer, wie Mojtaba Khamenei, passe für viele Regimeanhänger hervorragend in schiitische Endzeiterzählungen. Demnach soll vor dem Erscheinen des Imams Mahdi ein geheimnisvoller Kämpfer und Anführer aus der ostiranischen Region Khorasan alles für seine Ankunft vorbereiten, der sogenannte «Seyed Khorasani».

Laut einigen Quellen hält sich Mojtaba Khamenei, der selbst aus Khorasan stammt, für diese Erlöserfigur. «Er ist besessen vom Ende der Welt», sagte der frühere Revolutionswächter-Offizier Jaber Rajabi kürzlich gegenüber dem Magazin «The Atlantic». Quelle: "NZZ"

„Franzt du schon wieder ins Kopieren und Einfügen aus. Du Knecht unter den Leibeigenen. Du Gefügter unter den Fertigen. Hast dich von der kleinstbürgerlichen Matrix vereinnahmen lassen wie der Regisseur G. W. Pabst in Daniel Kehlmanns ‚Lichtspiel‘, der glaubte, seine Kunst ließe sich vom Gift der Macht trennen, während er längst zum Rädchen im Getriebe geworden war.

Also so habe ich das noch nie betrachtet...............

Ende

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Donnerstag, 12. März 2026
Einmal muss ich noch die Störche verstören.
Hier in aller Munde: Der Weißmann-Komplex. ORF-Generaldirektor. Jetzt nicht mehr. Angeblich wegen was aus dem Jahr 2022. Heuer wird ein neuer ORF-Generaldirektor bestellt. Sehr österreichisch. Weißmann seine Abbestellung.

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„Ein Wasserlauf lässt sich mit einer kleinen Schaufel umleiten, doch ist er erst einmal angeschwollen, kann selbst ein Elefant ihn nicht mehr aufhalten.“ ©️Der persischen Dichter Saadi aus dem 13. Jahrhundert.

Als es noch etwas galt, Perser zu sein. Heute fühlt es sich eher an wie die schlechteste Karte im Spiel – ähnlich wie im Libanon. Menschen, die einst vor dem Krieg in Syrien in den Libanon flohen, müssen nun aus dem Libanon wieder zurück nach Syrien flüchten. Selbst wenn sie dort nur wieder vor den Ruinen ihres alten Lebens stehen. Gibt es überhaupt eine größere Tragödie, als zwischen zwei Katastrophen hin‑ und hergeschoben zu werden? Wie die Bauern auf einem Schachbrett. Ein übles Klischee.

Das syrische Eigentumssystem wurde durch den Bürgerkrieg systematisch zerstört, indem das Assad-Regime rechtliche Grauzonen und die physische Vernichtung von Registern als demografische Waffe nutzt. Hunderttausende Geflüchtete stehen vor dem Nichts, da Gesetze wie das berüchtigte „Gesetz Nr. 10“ utopische Nachweisfristen setzen, die für Menschen im Exil oder ohne Papiere nicht erfüllbar sind. Durch die gezielte Beschlagnahmung von Besitz unter dem Vorwand der Terrorbekämpfung und die Ansiedlung loyaler Gruppen in strategischen Gebieten wird die Rückkehr der Vertriebenen dauerhaft verhindert und die Enteignung zementiert. Quelle: Aber das ist nicht unsere Problem / Der hiesige Zeitgeist

Sie sollten man ein Interview mit der hiesigen Integrationsministerin Claudia Bauer (ÖVP) lesen.

Die Presse: Ist die Sozialhilfereform auch ohne Kindergrundsicherung vorstellbar?

Mir ist wichtig, dass die Sozialhilfe-Reform kommt. Ich als Integrationsministerin bin für den Integrationsteil verantwortlich, da haben wir einen Entwurf vorgelegt. Mit stärkerer Integration am Arbeitsmarkt, verpflichtender Einhaltung unserer Regeln und Werte, Pflicht zum Deutschlernen und dem Ziel sich selbst zu erhalten – sowie Sanktionen, damit all das sichergestellt ist. Dafür ist die Sozialhilfe unser Hebel, das muss also kommen. Wer sich nicht integriert und beispielsweise unentschuldigt Kurse abbricht, muss mit drastischen Kürzungen rechnen. Wir müssen also endlich Meter machen bei der Sozialhilfe-Reform.

Die Presse:
Die Integrationsbilanz der letzten Jahre ist katastrophal. Erst diese Woche wurden drastische Unterschiede zwischen Schülern mit und ohne Deutsch als Erstsprache in einer Studie vorgerechnet, dazu kommen ganze Schulklassen mit mehr als 50 Prozent „außerordentlichen Schülern“, die dem Unterricht nicht folgen können. Zu einem großen Teil sind sie hier geboren. Was läuft da schief?

Das ist erschreckend. Und längst kein Wiener Phänomen mehr, sondern in vielen Städten zu sehen. Deutsch ist der Schlüssel zu gelungener Integration und Bildung. Deshalb ist es richtig, Deutschkurse im Sommer zu verpflichten.

Und ich Depp dachte tatsächlich, die gute Frau ist in ihrer Funktion als Ministerin für die Integration zuständig. Und nicht fürs Scheitern.


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1.

Voilà, da ist die Lösung.

Der Krieg. Nee ihr Krieg.

„Ihr Krieg gegen die Amerikaner ist zu unserer Vergeltung geworden“, schwor er.📰Pete Hegseth-Kriegsminister/Streichholz & Benzinkanister -©️Nena.

Woraufhin der junge Khamenei/Vorname/noch so ein toller/ nee Ayatollah Mojtaba Khamenei den Feinden Irans ewige Rache schwor. Nach der Devise: Und wenn es das Letzte ist was ich in dieser Welt mache. Oder dieser Welt hinterlasse. Rache. Die Straße von Hormus wird zu einer neue Straße des Todes. Darauf könnt ihr euch verlassen. Ungläubiges Pack, elendiges. Wir sorgen für einen neunen “Highway of Death” wie im Dessert Storm. Als der Schizophrenist in eine UNO-Uniform gesteckt wurde und über diese Straße fuhr, auf der Flucht vor seiner eigenen Unzulänglichkeiten, die seinem Leben eine Richtung gaben. Ja in Richtung Kriegsgebiert. So ruiniert musst du als junger Kerl sein, damit dir nichts anderes mehr einfällt, um irgendwie über die Runden zu kommen.

Was viele übersehen: Selbst das Scheitern gibt dem Leben eine Richtung. Die dann in alle Himmelsrichtungen ausfranzt. Orientierungslos stürzt dann von einer Unzulänglichkeit in die nächste, meistens gefolgt von weiteren Peinlichkeiten, denen du nicht entkommen kannst. Du trägst dann die Blamage in dir wie andere (k)eine Liebe. Inwendig siehst du dann irgendwann aus wie der Radl-Hermann im Gesicht. Alles ist nur noch Qual und Überwindung. Nach außen hin lässt du dir natürlich nix anmerken. Selbst wenn sich deine Sprache nur noch in Schlangenlinien ausdrückt, wie einen eitrigen Pickel am Arsch. Ein schreckliches Klischee. Ein Mann der im Leben gescheitert ist? Das auch. Der berühmte Pickel am Arsch. Wie Batteriesäure, die langsam das Gehäuse zerfistelt. Auch nicht viel besser.

Und schon lacht sich der Wortmacher schlapp, weil er mir dabei zusieht, wie ich daran scheitere, meine Blasenschwäche zu überwinden. Das ist dann der Punkt, an dem ich das Thema wechsle. Wie deine Herrenwindeln. Level 3, brüllt der Scheißhausdämon aus dem Häusl heraus. Das ist ungeheuerlich. Ja, endlos über seinen Verfall schreiben. Das ist keine Kunst. Stimmt. Das ist Kleinstkunst. Die trägt eine jede Person in sich. Selbst Tiere sind dazu im Stande.

Verblüffendes Verhalten von Tieren. Affen handeln mit Diebesgut, Fische schrumpfen und Elefanten unterscheiden Sprachen.

Tiere, das ist Sachsers Botschaft, sind bemerkenswert wandlungsfähig. Sachser und Kästner zählen eine Vielzahl von Beispielen dafür auf. Doch habe die Anpassung Grenzen, mahnen die Autoren, und die seien vielerorts erreicht. »Tierwelt am Limit« heißt der Titel ihres Buches. Die Zahl der Wildtiere weltweit ist beängstigend zurückgegangen. Die Experten sprechen von »Defaunation«, einer »Enttierung«, wie Sachser den Begriff übersetzt. »Wenn wir jetzt nicht handeln«, warnt er, »dann steht uns ein weltweites Massenaussterben bevor.«

Was hat das mit dem verblüffenden Verhalten von Tieren zu tun? Aussterben ist keine Kunst. Stimmt auch wieder. Das bekomme sogar ich hin. Und ich kann so gut wie gar nix.

Die Berliner Nachtigallen etwa singen umso lauter und umso schriller, je belebter das Revier ist, in dem sie um Weibchen werben. Dabei sind die Stadtvögel keineswegs von Natur aus besonders stimmgewaltig. Das zeigte eine Studie während der Coronapandemie. Forschende untersuchten Singvögel in San Francisco. Ihr Befund: Kaum kehrte beim Lockdown Stille in der Stadt ein, stimmten diese wieder zartere Lieder an. Das ist auch keine Kunst. Das ist Anpassung.

Gelbhaubenkakadus in Sydney zum Beispiel passten ihr Verhalten an die Erfordernisse der Stadt an. Vor rund zehn Jahren entdeckte ein findiger Vogel eine Methode, wie sich die örtlichen Mülltonnen öffnen lassen. Im Handumdrehen guckten sich andere den Trick ab. Nur zwei Jahre dauerte es, bis sich das Know-how des Deckelöffnens fast übers gesamte Stadtgebiet ausgebreitet hatte. Rasch verfeinerten die Vögel ihre Technologie: In einigen Stadtvierteln halten die Kakadus den Deckel mit dem Fuß, in anderen haben sie gelernt, den Schnabel zu nutzen; einige der Vögel laufen seitwärts zum Scharnier, andere bevorzugen es, einen Fuß vor den anderen zu setzen.

Australien. Da war doch was. Da gibt es doch ein Verbot von Social-Media für unter 16-Jährige.

Knapp zwei Monate nach Inkrafttreten des Verbots sitzt Evans in einer Hotellobby in Melbourne, der Millionenstadt an Australiens Südostküste. Es ist ein heißer Sommertag, die erste Woche nach den Ferien. Würde Liv bald die Highschool abschließen, hätte es das Gesetz zu ihren Lebzeiten schon gegeben?

»Essstörungen sind komplex«, sagt Evans. »Es wäre zu einfach, zu behaupten, nur eine Sache hätte anders sein müssen, damit Liv noch leben würde.« Woran er nicht zweifle: Soziale Medien hätten ihre Krankheit verschlimmert. Weil sie ihr nicht gaben, was sie brauchte – sondern was sie wollte.

Angefangen habe Livs Tortur offline, mit Mobbing in der Grundschule. Ein Schulwechsel half nicht, auch nicht der Beginn der Highschool. »Andere Kinder nannten sie fett, weil sie eine Banane aß.« Das war in der achten Klasse. »Sie war so ein liebevolles und kreatives Mädchen. Bloß für sich hatte sie irgendwann nichts als Hass übrig.«

Mit 13 oder 14 habe sie ein Smartphone bekommen. 13, das ist auf dem Papier das Mindestalter für die meisten sozialen Netzwerke, festgelegt in der unbeschwerten Ära des Techoptimismus im Amerika der Nullerjahre. Viele Kinder sind heute deutlich jünger, wenn sie sich anmelden.

Er habe sich nicht viel dabei gedacht, erinnert sich Evans. Liv habe Katzenvideos geguckt, ihre Zeichnungen gepostet. Vor allem Instagram habe einen Sog auf sie ausgeübt. Mit der Zeit seien die Videos düsterer geworden. Einmal habe sie ihm einen Clip eines Mädchens gezeigt, das erklärte, 200 Kalorien am Tag reichten zum Überleben. Ein Zehntel dessen, was für ein Mädchen dieses Alters als gesund gilt. »Das war noch die harmlosere Sorte, bei der sie keine Scheu hatte, sie mir zu zeigen. Eltern, die genau zu wissen glauben, was auf den Handys ihrer Kinder abgeht, leben in einer Traumwelt.« Quelle: SPIEGEL 11/2026

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2.

Sie guckte Katzenvideos. Dann wurden die Clips düsterer. Der Algorithmus von Apps wie Instagram oder TikTok belohnt Aufmerksamkeit. Stellt er fest, dass eine Nutzerin auf bestimmten Inhalten verweilt, setzt er ihr mehr davon vor.

So funktioniert der Schizophrenist auch. Der hat auch einen inneren Algorithmus, der so ähnlich funktioniert. Da wird’s auch immer düsterer mit den Jahren, in denen er unentwegt scheitert. Und scheitert er ausnahmsweise mal nicht, bekommt er keinen Fuß auf die Erde. Dann stürzt er selbst zwischen den Zeilen von einem Unglück ins nächste. Und das alles ist in Wahrheit nur eine Bagatelle, auf die Schnelle erlebt und zwischen Tür und Angel erzählt. Ein Leben wie im Vorbeigehen. Na, na.

Selbst ich habe noch Hoffnung. Die Bronx hinter dir zu lassen. Noch einigermaßen bei Kräften? Genau. Ich habe die Schnauze längst voll von der Jagdgesellschaft. Wo jeder auf der Jagd ist. Nach dem großen Glück, nach Erfüllung oder wenigstens einem Schnäppchen. Nach Bestätigung von Leuten, die man nicht einmal mag; nach dem perfekten Moment, den man sowieso verpasst, weil man ihn gerade fotografiert; oder nach der nächsten Ablenkung, damit man dem eigenen Gesicht im Spiegel nicht zu genau begegnen muss. Noch so ein dummes Klischee. Der Blick in den Spiegel. Ich habe mich heute beim Rasieren fünf Minuten lang angeguckt. Und mir eigentlich nix dabei gedacht. Gedacht habe ich mir schon was. Aber das habe ich inzwischen wieder vergessen. Was wiederum ein Zeichen des Scheiterns ist. Dass alles, was man erlebt, so belanglos ist, dass man es umgehend wieder vergisst. Dass nichts davon an der Tür zum Langzeitgedächtnis klopft und um Einlass bittet. Schon ist man wieder auf der jagt nach einem bedeutenden Moment. Scheiße. Ich habe auch bedeutenden Momente auf der Festplatte gespeichert. Wie deine Garten-Party. Genau.

Es ist ja so. Seit jeher tritt der Mensch in der Natur als Räuber auf. Die Jagd hat Hirsche, Füchse und Wildschweine schreckhaft, scheu und ängstlich gemacht. Wie gut die Tiere ihren Feind dabei im Auge haben, wurde am Beispiel Afrikanischer Elefanten untersucht. Forschende testeten deren Reaktion auf Kleidung. Die Dickhäuter erkannten dabei nicht nur, welche Kleidungsstücke getragen waren, sie konnten offensichtlich auch die Ethnie der Träger bestimmen: Der Geruch von Massai, einer Volksguppe, die bei Konflikten mit Elefanten schnell zum Speer greift, versetzte sie in Erregung, anders dagegen derjenige der friedlicheren Kamba. Bei Tests mit Tonaufnahmen zeigte sich dann, dass die Fähigkeit der Elefanten sogar noch weiter geht: Sie konnten auch den Klang der beiden Sprachen unterscheiden.

Tempelaffen auf Bali haben einen anderen Weg des Nahrungserwerbs gefunden: Sie handeln mit Diebesgut. Die Makaken stehlen den Touristen Brillen, Handys, Hüte oder Schmuck und rücken diese erst im Austausch gegen Leckerbissen wieder heraus. Offenbar haben sie auch einen Sinn für den Tauschwert der Waren entwickelt. Ein Handy, das wissen sie, steht höher im Kurs als ein Hut. Quelle: SPIEGEL 11/2026

Jetzt habe ich völlig den Faden verloren. An dem unsere Idylle hängt, der immer dünner wird, wie dein Haar, oder die Suppe, die sie uns eingebrockt haben. Die Weltenlenker, die wieder mal ihre Menschenvernichtungsmaschinerie angeworfen haben, wie einen alten Steyr-Traktor, der nur noch hustend in die Gänge kommt wie ich derzeit.

Es ist Krieg, genau. Es ist ihr Krieg. Den sie auch zu unseren machen.

„Die Straße von Hormus wird entweder eine Meerenge des Friedens und des Wohlstands für alle sein“, schrieb Ali Larijani, Irans oberster nationaler Sicherheitsbeamter, am Dienstag in einem Social-Media-Beitrag. „Oder sie wird eine Meerenge der Niederlage und des Leidens für Kriegstreiber sein.“

Als Reaktion auf diese Entwicklung nahm die Polizei in Wien - Vienna wo er so gut wie gar nichts tat, rund 70 Personen fest, die an der gewalttätigen Konfrontation teilnahmen, sie prügelten mit Holzlatten und Stöcken aufeinander ein, neun wurden verletzt. Auslöser war eine Veranstaltung im Islamischen Zentrum zum Gedenken an den verstorbenen Ayatollah, an der mehrere hundert Menschen teilnahmen. Vor dem Zentrum hatten sich Gegendemonstranten versammelt und taten ihren Ärger über die Gedenkfeier kund. Nach Ende der Veranstaltung gegen 21.30 Uhr kam es zu der Auseinandersetzung.

Keiarishi Mohammed ist Pensionist und als Freiwilliger und Übersetzer am Islamischen Zentrum in Floridsdorf tätig. Er war an dem Abend vor Ort: „Sie haben auf uns eingeschrien, Frauen und Kinder beleidigt, genauso wie den Koran und unseren Propheten. Das halte ich für unmenschlich.“ Der Iran komme seit der Islamischen Revolution 1979, als die Monarchie abgeschafft wurde und sich Ajatollah Ruhollah Khomeini als oberster religiöser Führer installierte, nicht zur Ruhe. Quelle: Die "Presse".

Sagenhaft. Wer sich in Wien nicht schon alles wegen politischer Unstimmigkeiten in der Heimat / fremden Heimat gegenseitig die Fresse poliert hat - oder Schlimmeres. Nur ist das nicht sagenhaft. Das ist die Realität.

Mein Vorschlag dieser wenig erfreulichen Entwicklung proaktiv zu begegnen. Wir machen uns gemeinsam auf die Socken. Angeblich sind es nur noch 10.000 Schritte bist zum Weltfrieden. Kämpfen wir gemeinsam gegen die Frühlingsmüdigkeit an und machen alle einen kurzen Ausflug, in die geopolitische Glückseligkeit, anstatt uns monetär wieder in die Enge treiben zu lassen von diesen bekloppten Kriegsmachern. 👏

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3.

Und was ist jetzt mit der Insel Kharg?
Irans Herzstück seiner Öl‑Exportinfrastruktur. Über Kharg laufen bis zu 90 % aller iranischen Rohölexporte, womit die kleine Koralleninsel im Persischen Golf eine zentrale wirtschaftliche Lebensader des Landes darstellt. Sie beherbergt Irans wichtigste Terminals, Speicheranlagen und Verladepunkte, über die Tanker Richtung Weltmarkt auslaufen. Ein Ausfall oder eine militärische Blockade der Insel würde den iranischen Staatshaushalt massiv treffen und könnte die globale Ölversorgung destabilisieren. Werden die USA & Israel die Insel einnehmen? Bitte jetzt nix mit Tabs.

Die Insel Kharg. Karg, wie der Sinn & Zweck deiner verschriftlichen Tiefstaplerbekenntnisse. Das hat DER doch nur geschrieben um „Down Under“ schreiben zu können. Damit der sagen kann, er sei „Born zu Run“. In einem Leben steckend - zum Davonlaufen. Oder Davonradelnd. Gefühlt bin ich am Radl-Hermann gestern mit 230 Km/h vorbeigedüst. Mein „Servus Radl-Hermann“ hat sich dann im Fahrtwind verheddert wie ein offenes Schuhband in einer Gangschaltung. Was grammatisch fehlt. Der Satz hat: ein Partizip („steckend“), eine Präpositionalphrase („in einem Leben“), aber kein Subjekt und kein finites Verb. Und keinen richtigen Aufhänger, wie es sich für ein kleinstbürgerliches Leben geziemt, dass die hiesige Matrix reingewaschen hat, wie eine Waschmaschine deine Klamotten. Die Der in einer Kiste hat. In seiner Klamottenkiste.

Hier ist doch alles nur Klamauk. Das auch ja. Und der Versuch mit dem Scheitern klar zu kommen. Am Rande der Idylle lebend, in den ausgefranzten Rändern Selbiger, wo die kleinstbürgerliche Herrlichkeit erste Schatten wirft und Menschen aus der ganzen Welt ausspuckt, wie ein alter Chinese seinen Racheninhalt. Die eben genau von dieser Idylle angezogen werden wie Motten vom Licht.

Schrecklich was sich in der Schweiz ereignet hat.

Es sei eine wahre Tragödie und ein trauriger Tag für den Kanton Freiburg: Als die Freiburger Behörden am Mittwochnachmittag über den verheerenden Brand eines Postautos in der Gemeinde Kerzers informierten, war die Betroffenheit spürbar.

Fest steht, dass beim Brandunglück vom Dienstagabend in Kerzers, einer 5000-Einwohner-Gemeinde des Freiburger Seebezirks, sechs Personen ihr Leben liessen. Ein Mann hatte sich in einem Postauto selbst angezündet. Er hatte sich offenbar mit einer brennbaren Flüssigkeit übergossen, die bewirkte, dass sich der Brand mit hoher Geschwindigkeit im gesamten Fahrzeug ausbreitete.

Das Postauto brannte lichterloh, wie Videoaufnahmen zeigen. Als die Rettungskräfte beim Postauto eintrafen, stand das Fahrzeug vollständig in Flammen. Die Feuerwehr führte Rettungs- und Löscharbeiten durch. Fünf Personen wurden verletzt, zwei von ihnen befinden sich derzeit noch in Spitalpflege, die anderen sind inzwischen zu Hause.

Über den mutmasslichen Täter gibt es nur wenige Informationen. Er ist beim Brand wahrscheinlich gestorben. Da die definitive Identifikation der Toten noch aussteht, wollten die Behörden seinen Tod nicht bestätigen. Es soll sich um einen Mann um die sechzig handeln, um einen Schweizer Staatsbürger mit Wohnsitz im Nachbarkanton Bern. Es heißt, dass ihn seine Familie als vermisst gemeldet habe.

Der Mann galt als psychisch instabil, als verwirrt und am Rande der Gesellschaft lebend. Er war den Behörden bekannt, mehr in gesundheitlicher und weniger in strafrechtlicher Hinsicht, hiess es an der Medienkonferenz. Die bisherigen Erkenntnisse, die Anhörungen, die Zeugenaussagen und die Auswertung von Überwachungskameras deuten darauf hin, dass der Mann allein gehandelt und den Brand vorsätzlich verursacht hat. Quelle: "NZZ"

Apropos alter Chinese:
Von der gelben Gefahr spricht heute niemand mehr. Trotz steigender Importe aus China. Trotz einem massiven Handelsbilanzdefizit. er Unterschied zwischen Importen und Exporten macht hier 12,5 Mrd. Euro aus. Besonders markante Anstiege bei den China-Importen wurden in den Produktgruppen „Maschinen und Fahrzeuge“, „Sonstige Fertigwaren“ sowie „Bearbeitete Waren“ verzeichnet. Das größte Handelsbilanzplus gibt es mit 5,2 Mrd. Euro mit Blick auf die Vereinigten Staaten. Besonders stark sticht hier der Rückgang der Ausfuhren von chemischen Erzeugnissen (minus 46,5 Prozent) ins Auge. (APA)

Trotz dem Wuhan-Desaster. Das wäre rassistisch. Aber der Trump sprach doch auch von einem „China‑Virus“. Der darf das. Der darf alles. Dazu hätte ich noch jede Menge Text. Aber als Mainstream-Mensch von der gelben Gefahr zu sprechen geht gar nicht mehr. Schon gar nicht wenn du wie ich in der Bronx lebst. Seit wann lebt Der, bespaßt mich der Wortmacher. In der Bronx z.B. ging die Gefahr nicht von drei chinesisch-stämmigen Sexarbeiterinnen aus, sondern von einem bekloppten Afghanen.

Scheiße. Wie oft wirst du diese Tragödie noch aufwärmen, fragt mich der Wortmacher. Na, bis es mich nicht mehr verstört. Bis ich an der Adresse Engertstraße 126a vorbeigehe oder radeln werde und mir nicht mehr denke. Wie konnten die Betreiber des Puffs den Laden nach dem Dreifachmord einfach wieder öffnen? Was denken die sich dabei? Gute Frage. Vielleicht denken sie sich. Das Leben geht ja weiter. Nur halt nicht für die drei toten Frauen. Naturgemäß gefolgt von der kleinstbürgerlichen Doktrin: „Jetzt muss es aber auch mal gut sein.“ Genau. Selbst wenn es nicht gut ist. Es bringt nichts, alten Menschen Vorwürfe zu machen. Dafür ist es zu spät. Irgendwann kommt der Punkt, an dem man merkt, dass man von bestimmten Menschen keine Wiedergutmachung, keine Einsicht und keine Veränderung mehr bekommen wird.

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4.

Und dass man trotzdem weitermacht. Die Folgen absorbierend wie einst die intakten Gletscher das Sonnenlicht wieder reflektierten. Obschon das bewusste reflektieren oft überwertet wird. Das ist nur was für Herrschaftliche die sonst kein Hobby haben. Vieles bleibt unerledigt, und manchmal bleibt es einfach schrecklich. Also macht man weiter, als ob nichts geschehen wäre. Das gehört zu einem kleinstbürgerlichen Leben: die Lebenslügen, die man sich selbst erzählt, bis sie einem ganz vertraut erscheinen. Weil man mit den Jahren schrecklich feige geworden ist. Weil man seine kleinen Goodies nicht aus Spiel setzen möchte wegen einem kleinen Happen Wahrheit. Das auch ja. Aber ich will den Goadfather einfach nicht blöde kommen. Ich habe nur einen Goadfather. Der hat andere Sorgen als meine Erinnerungen. Jetzt würde was mit Erinnerungskultur passen. Das passt bei uns immer.

Diese Tragödie. Nicht diese. Die Tragödie in der Schweiz, von Tragödien übelst durchgerüttelt, (Crans Montana) ereignete sich am Dienstagabend dem 10.03.2026. Donald Trump wiederum hielt am Montagabend (09.03.2026) eine außerordentliche Pressekonferenz ab. Er lobte die amerikanischen Streitkräfte und sprach davon, dass man «den Feind zerquetsche». Die gefallenen Soldaten nannte er «Helden». Und er sprach von einem baldigen Ende des Krieges. «Wir haben schon auf viele Arten gewonnen, aber wir haben noch nicht genug gewonnen», sagte er. Die Operation gegen Iran bezeichnete er als Erfolg. Militärisch besitze das Regime in Teheran «nichts mehr», sagte Trump.

Die Angriffe in Iran verteidigte Trump mit einer ungewöhnlichen Formulierung: Amerika habe einen «kleinen Ausflug» in den Nahen Osten unternommen, um «etwas Übles zu beseitigen». «Ich denke, Sie werden sehen, dass es ein kurzfristiger Ausflug sein wird.» Quelle: "NZZ"

Donald Trump fungiert als US-Präservat, der sich ein normativ-undurchlässiges Kondom gegen jegliche Rechtsstaatlichkeit übergestülpt hat. Da das Recht für ihn keine normative Bedeutung besitzt und er ihm keine eigenständige Relevanz beimisst, ist es lediglich eines der verschiedenen Mittel, die ihm zur Verfügung stehen und die er zur Erreichung bestimmter Ziele einsetzen kann – oder ein Hindernis, das ihm gefügige Anwälte aus dem Weg räumen werden. Er hält sich an keinerlei Regeln oder Institutionen, die seinen Interessen nicht dienen, und geht daher bis zum Äußersten: Normen, Gesetze, Verfassung und grundlegende menschliche Anständigkeit sind ihm egal, während ihn Konsequenzen nur soweit kümmern, wie sie sein Selbstbild als unbestrittener Gewinner gefährden. Quelle: Zum Teil📰 Zum Teil ich. Guck, der sagt tatsächlich Ich.

Fortsetzung folgt. Das ist wie Fortpflanzung. Aber auf Eis gelegt.

Ich verschiebe meinen Kinderwunsch auf später. Und habe zwölf meiner Eizellen einfrieren lassen
Bei dem Eingriff bin ich fast verblutet. Ich bereue es trotzdem nicht. ©️SPIEGEL / Milena Feldmann

»Basic Paket«, »Optimal Paket« oder »Optimal Plus Paket«? Das ist hier die Frage.

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Mittwoch, 11. März 2026
Noch so ein scheiß Wrack
Lesezeit-Check
Dein Text umfasst ca. 950 Wörter.

Durchschnittliche Lesegeschwindigkeit: ca. 4 bis 5 Minuten.

„Wiener Kaffeehaus-Tempo“: Wenn man den Text mit der nötigen Ruhe und dem Fokus auf die Zwischentöne genießt, sollte man sich 6 Minuten Zeit nehmen.

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Jetzt haben meine Texte schon Zwischentöne. Das ist ganz neu. Mir wäre das nicht aufgefallen.

Endlich kann ich wieder mit dem Radl einkaufen fahren. Der hat ja nix anderes. Stimmt. Ich huste nicht mehr wie ein Hund, der in Dauerschleife bellt. Das Wetter ist auch prächtig. Und wie es das Leben so spielt, bin ich gleich bei der ersten Ausfahrt dem Radl-Hermann begegnet. Nach Monaten wieder einmal. Ich fahre im Winter nicht mit dem Radl wie der Hermann. Eben weil ich ihn so lange nicht gesehen hatte, wollte ich ihn per Handschlag begrüßen. Ist Old School. Aber der Radl-Hermann legt auf so viel Intimität keinen Wert. Er reichte nur seine Linke rüber. Sich so weit herzudrehen über sein Radl, dass sich auch die Rechte ausgeht, wollte er nicht. So eng sind wir auch nicht. Das fand ich nicht so schön. Man kann sich doch per Handschlag begrüßen und kurz in die Augen gucken, wenn man sich länger nicht gesehen oder gesprochen hat. Das ist doch keine Hexerei. Oder doch?

Nachdem ich ihn gefragt hatte, wie es ihm in der Zwischenzeit so ergangen sei, kam er direkt auf den Punkt: Er habe Probleme mit seiner Wohnung. Neuer Eigentümer. Jetzt muss er 200 Euro mehr Miete bezahlen. Nicht schön. Da soll schon wieder ein alter Mieter hinaussaniert werden. Die Frage, ob er es sich noch leisten kann, im Gasthaus Mittag zu essen, stellte ich ihm nicht. Ohne Getränk. Der Radl-Hermann trinkt im Gasthaus nie etwas. Ein Getränk kann oder will er sich nicht leisten.

Ich fragte ihn, warum er als überzeugter Sozi in den letzten 35 Jahren nie eine Gemeindewohnung beantragt hat. Seine Pension sei um ein paar Euro zu hoch. Deswegen gehe sich eine Gemeindewohnung nicht aus. Das glaubst du wohl selber nicht. So ein Schmarren. Für eine Gemeindewohnung in Wien darf ein bestimmtes Netto-Jahreseinkommen nicht überschritten werden, wobei die Grenzen je nach Haushaltsgröße gestaffelt sind. Für eine Person liegt sie bei ca. 61.280 € (ca. 4.377 € monatlich, 14-mal). Der Radl-Hermann war Krankenpfleger von Beruf. So viel verdient man als Krankenpfleger auch wieder nicht. Er anscheinend schon. Hätte ich 14-mal ca. 4.377 € monatlich, würde ich mir keine Sorgen wegen der Miete machen. Sie etwa? Wen meinst du mit Sie? Geht das schon wieder los. Und sein neuer Mietvertrag sei nur befristet. Auf 15 Jahre befristet. „Wie? Und das bereitet dir Sorgen?“, fragte ich ihn. Scheiße, du bist 68. Noch einer, der glaubt, selbst die Ewigkeit überleben zu können.

Gemeindewohnungen werden personenstandsgerecht vergeben. Das heißt, dass pro anrechenbarer Person maximal ein Wohnraum vergeben wird. Viel mehr als 35–40 m² bekommst du als Einzelpersonenhaushalt nicht, wenn du eine Gemeindewohnung beantragst. Der Radl-Hermann wohnt aber größer. Egal. Ich wollte das Thema nicht vertiefen. Und der Radl-Hermann redete dann eh sofort übers Eis.

Die Donauinsel wird im Winter nicht von der MA 48 (Abfallwirtschaft, Straßenreinigung und Fuhrpark) bewirtschaftet. Der Schnee bleibt dann einfach liegen. Es war dem Radl-Hermann also eine Zeit lang zu eisig. Das war ihm ganz wichtig zu erzählen. Mir war es schon beim Gehen zu eisig. Und zu kalt. Und überhaupt hätte ich es gerne warm. Ich bin mehr der Typ Strandleben. Nur halt ohne Portfolio. Sonst geht es ihm wie immer prächtig. Wie gehabt fährt er mit seinen bald 68 Jahren Schlangenlinien. Weil er so langsam radelt. Mit einem schrecklich gequälten Ausdruck im Gesicht. Wegen der Anstrengung oder wegen dem Leben an sich.

Bevor sich der Radl-Hermann ein E-Bike zulegt, fällt er lieber tot vom Radl. Möglicherweise hat er auch für ein E-Bike zu viel Pension, spotte ich jetzt beim schreiben. „Wie geht’s deinem Sohn?“ Die Frage lag mir auf der Zunge. Sein Sohn, ein Ex-Junkie, war im Sommer auf einmal abgängig. Der war telefonisch nicht mehr erreichbar für den Radl-Hermann. Nur nimmt sich der Radl-Hermann jeden Sommer immer eine Auszeit vor seinem kaputten Sohn. Im Sommer will er seine heilige Ruhe haben. Stattdessen quält er sich lieber in der Hitze über die Insel in Schlangenlinien. Einmal ist er nicht gefahren. Da hatte es 38 Grad. Ich fuhr da auch nur die ganz kurze Runde zum Einkaufen.

Dabei ist der gesundheitliche Mehrwert auch bei einem E-Bike gegeben. Studien zeigen, dass E-Biker sich im Alltag häufiger und über längere Distanzen bewegen als Nutzer herkömmlicher Fahrräder, da die Hemmschwelle bei Steigungen oder Gegenwind sinkt. Die motorisierte Unterstützung fungiert nicht als Ersatz für Anstrengung, sondern als Regulator: Sie glättet Belastungsspitzen und hält den Puls konstant im idealen aeroben Bereich, was die Fettverbrennung fördert und das Herz-Kreislauf-System schont. Messbare Effekte wie ein deutlich reduziertes Risiko für Herzinfarkte und Krebserkrankungen sowie eine Steigerung der allgemeinen Fitness sind bei regelmäßiger Nutzung vergleichbar mit dem Training auf einem klassischen „Bio-Bike“, wobei das E-Bike zusätzlich durch seine Gelenkschonung punktet. Nur halt nicht beim Radl-Hermann.

Egal. Mit dem normalen Radl ist er gut vier Stunden unterwegs. Wenn du in vier Stunden eine Strecke von 40 Kilometern zurücklegst, bist du mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 10 km/h unterwegs. Dann fährst du Schlangenlinien. Genau. Sei es wie es sei. Das geht einen wie mich nichts an. Man kann niemanden zu seinem Glück zwingen. Aber das stimmt nicht ganz. Mich hat eine herrschaftliche Dame zu einem Rucksack bekehrt. Ich war ja mehr der Typ Plasticksackerl am Lenker. Sie hatte einfach recht. Ein Rucksack ist viel praktischer. Dabei fuhr ich mit dem Sackerl am Lenker keine Schlangenlinien. Heute gibt es eh keine Plasticksackerl mehr. Und Papiersackerl am Lenker, das ist nix. Das kann dir reißen, sobald’s zu schwer wird.

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Der Radl-Hermann hatte nichts von seinem Sohn gehört. Wie, seit Ende Sommer? Die Frage verkniff ich mir. „Der geht nicht ans Telefon“, antwortete der Radl-Hermann. „Der ist nicht erreichbar.“ Jetzt, wo du 200 Euro mehr Miete zahlst, geht sich ein Essen mit deinem Sohn im Gasthaus eh nicht mehr aus. Wahrscheinlich hebt er deswegen nicht mehr ab. Natürlich sagte ich das nicht zum Radl-Hermann. Warum soll ich ihm eine mitgeben? Der hat mir doch nix getan. Ich dachte mir das auch nicht. Das denke ich mir erst jetzt beim Schreiben. Ist wie speiben in die Stauden. Das auch, ja.

„Wenn dein Sohn tot wäre, dann hätten sie dich ja eh verständigt“, sagte ich tatsächlich. Der Radl-Hermann zuckte nur angewidert mit den Schultern. Es war gespenstisch, wie er da Schlangenlinien fahrend mit seinen schmalen Schultern zuckte. Aber das war sein Schulterzucken letztes Jahr auch schon. Der Vater-Sohn-Komplex. Sehr kompliziert. Ich fragte auch nicht nach, warum er nicht mal persönlich nach seinen Sohn guckt? Aber ansonsten geht es ihm wie immer prächtig. Er fragte mich noch, ob ich im Winter mit dem Radl unterwegs war. Das ist dem Radl-Hermann sehr wichtig: einen jüngeren Kerl zu fragen, ob der auch bei schlechtem Wetter fährt. Und wenn der diese Frage dann verneint – was ich regelmäßig mache, weil es die Wahrheit ist –, scheint er aus dieser Verneinung sehr viel Lebenskraft zu ziehen.

Ich war also nicht unterwegs. Aber krank war ich. Von einem viralen Infekt habe ich direkt rübergesetzt zu einer bakteriellen Infektion der Nebenhöhlen und der Atemwege. „Ich bin in den letzten zwei Wochen um zehn Jahre gealtert“, jammerte ich. Mit einem Lächeln im Gesicht. Ich jammere prinzipiell nur lächelnd. Das Jammern ist ja nur ein oberflächliches Klagen. Das machen fast alle so, die länger in Wien leben und nicht den Entschluss fassen wegzuziehen. Ins ländliche Salzburg zum Beispiel. Dort ist ein Kind mit Deutsch als Muttersprache auch kein Alien. Wie pflegt der hiesige Bildungsminister und Wiener NEOS-Chef Christoph Wiederkehr in der „Presse“ zu sagen: „Deutsch? Das ist kein Wahlfach.“

Woraufhin der Radl-Hermann antwortete: „Aber uns geht es ja gut.“ Wie gut? Mir ging es eben doch nicht so gut. Ich war doch eben erst auf dem Weg der Besserung. Egal. Kurz sah ich rüber in Radl-Hermanns gequältes Gesicht. Der macht ein Gesicht, wie es meine Schreibe ist, dachte ich mir. Dann fragte mich der Radl-Hermann noch, ob ich noch zum Einkaufen radle. Natürlich. An dieser Stelle der Unterhaltung hätte ich mit dem Radl-Hermann noch übers Wetter reden können. Aber Wetter spare ich mir lieber für den Goadafther auf. Ich will das Wetter als Thema nicht überstrapazieren. Da muss schon die Qualität stimmen. Genauso wenig will ich mein Mindsetting überstrapazieren. Der Radl-Hermann sticht meine inwendige ganz locker aus. Dafür muss ich dem nur ins Gesicht sehen. Was der aber eh für keine so gute Idee hält, wenn der dir nur seine Linke rüberreicht.

Mit den Worten „Danke, Radl-Hermann, für die Unterhaltung“ verabschiedete ich mich. Ich sagte auch nicht. Nix für ungut Radl-Hermann. Aber bei 10 km/h am Radl bekomme ich einen depressiven Schub. So langsam kann ich nicht radeln. Das schaffe ich nicht. Bevor ich nur noch mit 10 km/h radeln kann, lege ich mir lieber ein E-Bike zu. Egal. Der Radl-Hermann möchte ja vier Stunden lang unterwegs sein. Und das am liebsten ungestört. Das füllt den Radl-Hermann aus. Das ist sein Ding. Genau. Ob der in diesen vier Stunden auch mal an seinen kaputten Sohn denkt? Natürlich sagte ich nichts davon zum Radl-Hermann. Ich bin ein Kleinstbürger mit Fassade. Ich sagte nur: „Servus, Radl-Hermann.“ Es hat mich gefreut, sagte ich auch nicht zu ihm. Im Zuge unserer Unterhaltung war meine Freude, ihn zu sehen, wie gewohnt verflogen. Wie ein debiler Storch. Ja. Aber das ist ja auch nichts Neues.

Nachdem ich mich gefühlt aus dem Staub gemacht hatte, dachte ich mir: Ich werde keine Radl-Hermann-Gespräche mehr anleiern. Die sind mir einfach zu düster. Diese Düsternis spare ich mir lieber für meine Schreibe auf. Die Härte soll man sich ja sowieso lieber für die Kunst aufheben. Und nichts fürs leben.

Wie Trump und seine Berater die iranische Reaktion auf den Krieg falsch eingeschätzt haben
Im Vorfeld des US-israelischen Angriffs spielte Präsident Trump die Risiken für die Energiemärkte als kurzfristiges Problem herunter, das die Mission zur Enthauptung des iranischen Regimes nicht überschatten sollte. Quelle: 📰

Trump führt Krieg – die Märkte stehen im Mittelpunkt
Präsident Trump demonstrierte erneut seinen Wunsch, die Aktienmärkte hochzuhalten, als er andeutete, dass die US-Angriffe auf den Iran bald enden könnten. Quelle: 📰

Es ist Krieg -Menschen sterben - und die Märkte stehen im Mittelpunkt. Bei einem Angriff auf eine Mädchenschule kamen laut iranischen Staatsmedien mindestens 175 Menschen ums Leben.
Videos und Bilder, deren Echtheit von der New York Times bestätigt wurde, zeigten, dass mindestens die Hälfte der Schule zerstört wurde. Es war zunächst unklar, warum die Schule angegriffen wurde und von welchem ​​Land das Feuer eröffnet worden war. In anderen verifizierten Videos ist zu sehen, wie Rettungskräfte einen abgetrennten Arm aus den Trümmern bergen. Am Unglücksort, wo sich zahlreiche Menschen zwischen Krankenwagen und Rettungskräften versammelt hatten, lagen Leichensäcke für die Opfer.
Aber die Märkte stehen weiterhin im Mittelpunkt.
Das klingt fast so, als würde der Radl-Hermann über seinen kaputten Sohn reden.

Ende

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