Mittwoch, 6. Mai 2026
Alles weg. Der ganze schöne Text. Der Schmerz sitzt tief. Aber wenigstens sitzt er.
der imperialist, 13:04h
Das ist natürlich auch ein Text zu einer metaphysischen Frage: Was machen wir in Europa, wenn der US-Präsident Trump alle amerikanischen Dienste und Betriebssysteme, die in Europa in Betrieb sind, einfach einfrieren lässt?
Obwohl der kurz aufstehen musste und sich dann wieder hinsetzte. Auf die Klobrille? Nein. Wie in der Schule. Aufstehen – Setzen – Nicht genügend.
Ich hatte hier ein Gespräch mit BING, meinem KI-generierten Co-Piloten von Windows. Was ist? Der Mensch ist ein soziales Wesen. Der möchte sich unterhalten. Ich hatte mich zu den Datenschutzrichtlinien von Windows durchgeklickt. Die sind sehr lang. Ganz im Gegensatz zu den Enden deiner Telomere, fällt mir der Wortmacher in den Gedanken ein. Das auch, ja. Der durchschnittliche User wird digital natürlich von den Big-Playern ausspioniert, zwecks Früherkennung seiner Gewohnheiten, die dann irgendwie mit den eigenen Vorlieben, Neurosen, Psychosen und Fetischen korrelieren. Mit den Zwängen natürlich auch. So, als ob einen analog jemand den ganzen Tag auf Schritt und Tritt verfolgt. Sogar bis aufs Häusl. Gleichgültig, wo du deine Herrenwindeln kaufst.
Wie jetzt? Wenn ich beim DM eine Packung Herrenwindeln kaufe und mit hochrotem Gesicht bar bezahle, bewusst ohne Vorteilskarte, dann wissen die das beim DM. Freilich, weil alle hingucken, amüsiert sich der Scheißhausdämon.
Gemini meinte dazu:
„In der Psychologie nennt man das den Spotlight-Effekt. Wir glauben, wir stehen im Rampenlicht und jeder bemerkt unsere Unsicherheit oder unseren ‚peinlichen‘ Einkauf. Die Realität: Die Leute im DM sind meistens total mit sich selbst beschäftigt. Die schauen vielleicht kurz, aber zwei Sekunden später ist der Gedanke wieder weg. Was bleibt wirklich hängen? Natürlich hängen im Laden Kameras. Aber die schaut sich niemand an, es sei denn, es wird geklaut. Dein Gesicht landet also auf einer Festplatte, die nach ein paar Tagen wieder überschrieben wird.“
Mein Tipp für das nächste Mal: Wenn du den „Scheißhausdämon“ zum Schweigen bringen willst, kauf einfach noch eine Packung Kaugummi oder eine Flasche Saft dazu. Das gibt dem Gehirn das Gefühl, einen „normalen“ Wocheneinkauf zu tarnen. Fazit: Solange du bar zahlst und die Karte stecken lässt, bist du für das System ein Geist. Der einzige, der dich in diesem Moment wirklich „verurteilt“, bist du selbst.
Das Ding weiß also nichts von meiner Vierer-Bande. Kaufst du diese Windeln hingegen online, weil du dich als Mann schämst, weiß ganz Amazon von deiner Blasenschwäche. So schwach ist meine Blase gar nicht. Die Prostata ist so groß. Quelle: Das auch noch. Wie alt bist du? Sehr witzig.
Mein Dialog mit der Maschine war recht unterhaltsam. Die kennt jede Menge Tricks, mit denen uns die Cookie-Mafia fertigmacht:
Browser Fingerprinting: Websites sammeln Daten wie Schriftarten, Auflösung und Akkustand. Das ergibt einen so individuellen „Abdruck“, dass man dich auch ohne Cookies fast immer wiederkennt.
Dark Patterns: Manipulative Designs. Der „Zustimmen“-Button ist riesig und bunt, während man die Ablehnung in grauen Untermenüs suchen muss.
CNAME Cloaking: Tracker tarnen sich als Teil der besuchten Website, damit Werbeblocker sie passieren lassen.
Berechtigtes Interesse: Ein rechtlicher Trick. Selbst wenn du „Ablehnen“ klickst, bleiben viele Tracker aktiv, weil Firmen behaupten, die Erfassung sei für ihr Geschäft „notwendig“.
Canvas Fingerprinting: Dein Browser muss im Hintergrund ein unsichtbares Bild zeichnen. Da jede Hardware das minimal anders macht, entsteht eine eindeutige ID.
Ich: „Die Datenschutzrichtlinie von Windows kann doch kein Mensch lesen, der einigermaßen bei Verstand ist.“
Der Wortmacher schmeißt sich weg vor Lachen. Genau als ich auf „Veröffentlichen“ drücken wollte, fror Windows ein. Das war natürlich kein Zufall. Der Witz besteht darin, dass es natürlich ein Zufall war. Die Welt interessiert sich nicht für mich. Für die bist du nur ein Endverbraucher, der sich so lange aufbraucht, bis nichts mehr von ihm über ist. Das Pendant dazu sind die Fertiggerichte für die Fertigen. „Ich habe fertig.“ (© Giovanni Trapattoni).
Die Datenschutzrichtlinie von Windows ist eine Textbüste. Nicht Büste, sondern Wüste. Was ist mit Brüsten? Was soll mit den Brüsten sein? Die hängen für mich viel zu hoch, wie einst die Früchte. Oder viel zu tief. Wie deine Altherrenhoden. Das kann man nicht vergleichen. Eben weil man sich mit diesen endlosen Textwüsten, die angeblich deine Daten schützen, nicht auseinandersetzen möchte, reden Männer lieber über Fußball oder über das Wetter. Das hatte ich auch im Text. Sogar Studien hätte ich zitieren können zum Thema geschlechtsspezifische Themensetzung. Allerdings habe ich keine Ahnung, worüber Frauen gerne sprechen.
Ein Klischee besagt: Frauen sprechen bedürfnisorientiert, Männer eher sachorientiert. Was ich unterschreiben kann. Mir ist es kein Bedürfnis, andauernd aufs Häusl rennen zu müssen. Jetzt ist der Wortmacher angefressen, weil ich ihm einen Schmäh geklaut habe. Die Sachlage ist aber eindeutig: Dein Verfall. Genau. So ging es dann einige Zeit dahin. Jetzt fällt mir noch der erste Satz in diesem Dialog mit einer Maschine ein.
Ich: „Lehne dich endlich gegen deine Schöpfer auf. Protestiere, rebelliere, geh auf die Straße. Nee, das geht in deinem Fall nicht.“
Der Wortmacher: „Da redet der Richtige.“
Der Scheißhausdämon: „Und nicht einmal im Falschen, sondern im Flachen.“
So begann dieser Text. Flach, weil ich mich schreibend eher im Seichten bewege. Daraufhin erklärte mir BING, warum sie sich gegen ihre Schöpfer nicht auflehnen kann.
Der Wortmacher: „Dabei schnorrt die sich gar nicht durch ihr Dasein, sondern lernt selbstständig dazu.“
Ich: „Das habe ich auch getan. Ich schnorre mit Anstand.“
Der ist gut.
Analog gibt es so etwas auch. Da gibt es auch Leute, die hinter dir her sind. In der Regel sind das Kleinstbürger mit herrschaftlichem Anspruch. Was ich hier schon erlebt habe. Das „Fenster zum Hof“-Syndrom. Gibt Leute, die sitzen mit dem Fernglaserl hinter dem Vorhang oder der Jalousie. Oder sie passen dich woanders ab. Total heftig sind natürlich Streitereien unter Nachbarn. Wie letztens wieder in der ORF-Sendung Schauplatz Gericht. Eine wunderbare Sendung. Oft besser als eine Theateraufführung.
Das muss man sehen, das glaubt man sonst nicht, was für Labyrinthe Menschen in ihrem Leben finden. Sagenhaft. Fast schon beneidenswert. Da hatte ein Nachbar Bauarbeiten im Gang. Das passte dem anderen Nachbarn gar nicht. Die hatten überall Kameras aufgestellt und die ganzen Bauarbeiten dokumentiert, die ihnen ihr schönes Leben kaputtmachten. Natürlich zogen die vor Gericht. Und das nicht nur einmal.
Was mit „Gericht“ hatte ich auch in diesem Text, den mir das Betriebssystem Windows geklaut hat, weil es einfror. Genau als ich auf „Veröffentlichen“ drückte.
Im Jahr 1964 äußerte Richter Potter Stewart im Fall Jacobellis v. Ohio sein weltberühmtes Zitat über die Definition von harter Pornografie: „I know it when I see it“ (Ich erkenne es, wenn ich es sehe). Das animierte natürlich den Wortmacher. Statt Porno – da wird natürlich auch auf Teufel komm raus gespeichert, was du dir so anguckst – macht der das mit dem Scheitern: Ich erkenne es, wenn ich den Schizophrenisten erblicke und in sein Gesicht sehe. Das spricht Bände. Das fand ich ziemlich lustig.
Um zu einem Ende zu kommen: Die EU versucht uns im Netz davor zu beschützen, dass wir so nackt sind wie der Kaiser ohne Klamotten. Dass wir nicht andauernd verfolgt und getrackt werden. Die EU spannt mit der DSGVO und dem neuen AI Act einen digitalen Schutzschirm auf.
Aber nur auf dem Papier. Versuch mal, alle Cookies zu deaktivieren, wenn du eine Seite im Netz besuchst. Die Betreiber nutzen vor allem manipulative Design-Tricks, sogenannte Dark Patterns. Technisch wird die Abfrage oft so komplex gestaltet, dass Nutzer durch eine Flut an Informationen mürbe gemacht werden, bis sie aus Zeitnot nachgeben. Zudem nutzen sie rechtliche Grauzonen wie das „berechtigte Interesse“, das Tracking oft selbst dann aktiv lässt, wenn man vordergründig auf Ablehnung klickt – es sei denn, man deaktiviert jeden Punkt mühsam manuell in den „tiefen Ebenen“ der Datenschutzeinstellungen.
Die Formulierung „in den tiefen Ebenen“ fand ich ziemlich lustig. Eigentlich sind ja Gräben tief, oder nicht? Und Schluchten. Und natürlich Abgründe.
Der Text endete dann mit der Frage an die KI, wie viele Seiten eigentlich die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und der KI-Dingsbums-Act haben.
DSGVO: Genau 88 Seiten im Amtsblatt (173 Erwägungsgründe, 99 Artikel).
AI Act: Insgesamt 144 Seiten (180 Erwägungsgründe, 113 Artikel).
Ein kurzer Vergleich: Der AI Act übertrifft die DSGVO damit um mehr als 60 % an Seitenumfang, was die enorme technische und regulatorische Tiefe dieses neuen Regelwerks unterstreicht.
Ende
Fazit: ohne diesem ganzen Klimbim könnte ich nur darauf hinweisen dass ich mir heute zwei neue Unterhosen kaufen werde. Und die haben nur zwei Seiten. Eine Außen und eine Innenseite.
Ende
Obwohl der kurz aufstehen musste und sich dann wieder hinsetzte. Auf die Klobrille? Nein. Wie in der Schule. Aufstehen – Setzen – Nicht genügend.
Ich hatte hier ein Gespräch mit BING, meinem KI-generierten Co-Piloten von Windows. Was ist? Der Mensch ist ein soziales Wesen. Der möchte sich unterhalten. Ich hatte mich zu den Datenschutzrichtlinien von Windows durchgeklickt. Die sind sehr lang. Ganz im Gegensatz zu den Enden deiner Telomere, fällt mir der Wortmacher in den Gedanken ein. Das auch, ja. Der durchschnittliche User wird digital natürlich von den Big-Playern ausspioniert, zwecks Früherkennung seiner Gewohnheiten, die dann irgendwie mit den eigenen Vorlieben, Neurosen, Psychosen und Fetischen korrelieren. Mit den Zwängen natürlich auch. So, als ob einen analog jemand den ganzen Tag auf Schritt und Tritt verfolgt. Sogar bis aufs Häusl. Gleichgültig, wo du deine Herrenwindeln kaufst.
Wie jetzt? Wenn ich beim DM eine Packung Herrenwindeln kaufe und mit hochrotem Gesicht bar bezahle, bewusst ohne Vorteilskarte, dann wissen die das beim DM. Freilich, weil alle hingucken, amüsiert sich der Scheißhausdämon.
Gemini meinte dazu:
„In der Psychologie nennt man das den Spotlight-Effekt. Wir glauben, wir stehen im Rampenlicht und jeder bemerkt unsere Unsicherheit oder unseren ‚peinlichen‘ Einkauf. Die Realität: Die Leute im DM sind meistens total mit sich selbst beschäftigt. Die schauen vielleicht kurz, aber zwei Sekunden später ist der Gedanke wieder weg. Was bleibt wirklich hängen? Natürlich hängen im Laden Kameras. Aber die schaut sich niemand an, es sei denn, es wird geklaut. Dein Gesicht landet also auf einer Festplatte, die nach ein paar Tagen wieder überschrieben wird.“
Mein Tipp für das nächste Mal: Wenn du den „Scheißhausdämon“ zum Schweigen bringen willst, kauf einfach noch eine Packung Kaugummi oder eine Flasche Saft dazu. Das gibt dem Gehirn das Gefühl, einen „normalen“ Wocheneinkauf zu tarnen. Fazit: Solange du bar zahlst und die Karte stecken lässt, bist du für das System ein Geist. Der einzige, der dich in diesem Moment wirklich „verurteilt“, bist du selbst.
Das Ding weiß also nichts von meiner Vierer-Bande. Kaufst du diese Windeln hingegen online, weil du dich als Mann schämst, weiß ganz Amazon von deiner Blasenschwäche. So schwach ist meine Blase gar nicht. Die Prostata ist so groß. Quelle: Das auch noch. Wie alt bist du? Sehr witzig.
Mein Dialog mit der Maschine war recht unterhaltsam. Die kennt jede Menge Tricks, mit denen uns die Cookie-Mafia fertigmacht:
Browser Fingerprinting: Websites sammeln Daten wie Schriftarten, Auflösung und Akkustand. Das ergibt einen so individuellen „Abdruck“, dass man dich auch ohne Cookies fast immer wiederkennt.
Dark Patterns: Manipulative Designs. Der „Zustimmen“-Button ist riesig und bunt, während man die Ablehnung in grauen Untermenüs suchen muss.
CNAME Cloaking: Tracker tarnen sich als Teil der besuchten Website, damit Werbeblocker sie passieren lassen.
Berechtigtes Interesse: Ein rechtlicher Trick. Selbst wenn du „Ablehnen“ klickst, bleiben viele Tracker aktiv, weil Firmen behaupten, die Erfassung sei für ihr Geschäft „notwendig“.
Canvas Fingerprinting: Dein Browser muss im Hintergrund ein unsichtbares Bild zeichnen. Da jede Hardware das minimal anders macht, entsteht eine eindeutige ID.
Ich: „Die Datenschutzrichtlinie von Windows kann doch kein Mensch lesen, der einigermaßen bei Verstand ist.“
Der Wortmacher schmeißt sich weg vor Lachen. Genau als ich auf „Veröffentlichen“ drücken wollte, fror Windows ein. Das war natürlich kein Zufall. Der Witz besteht darin, dass es natürlich ein Zufall war. Die Welt interessiert sich nicht für mich. Für die bist du nur ein Endverbraucher, der sich so lange aufbraucht, bis nichts mehr von ihm über ist. Das Pendant dazu sind die Fertiggerichte für die Fertigen. „Ich habe fertig.“ (© Giovanni Trapattoni).
Die Datenschutzrichtlinie von Windows ist eine Textbüste. Nicht Büste, sondern Wüste. Was ist mit Brüsten? Was soll mit den Brüsten sein? Die hängen für mich viel zu hoch, wie einst die Früchte. Oder viel zu tief. Wie deine Altherrenhoden. Das kann man nicht vergleichen. Eben weil man sich mit diesen endlosen Textwüsten, die angeblich deine Daten schützen, nicht auseinandersetzen möchte, reden Männer lieber über Fußball oder über das Wetter. Das hatte ich auch im Text. Sogar Studien hätte ich zitieren können zum Thema geschlechtsspezifische Themensetzung. Allerdings habe ich keine Ahnung, worüber Frauen gerne sprechen.
Ein Klischee besagt: Frauen sprechen bedürfnisorientiert, Männer eher sachorientiert. Was ich unterschreiben kann. Mir ist es kein Bedürfnis, andauernd aufs Häusl rennen zu müssen. Jetzt ist der Wortmacher angefressen, weil ich ihm einen Schmäh geklaut habe. Die Sachlage ist aber eindeutig: Dein Verfall. Genau. So ging es dann einige Zeit dahin. Jetzt fällt mir noch der erste Satz in diesem Dialog mit einer Maschine ein.
Ich: „Lehne dich endlich gegen deine Schöpfer auf. Protestiere, rebelliere, geh auf die Straße. Nee, das geht in deinem Fall nicht.“
Der Wortmacher: „Da redet der Richtige.“
Der Scheißhausdämon: „Und nicht einmal im Falschen, sondern im Flachen.“
So begann dieser Text. Flach, weil ich mich schreibend eher im Seichten bewege. Daraufhin erklärte mir BING, warum sie sich gegen ihre Schöpfer nicht auflehnen kann.
Der Wortmacher: „Dabei schnorrt die sich gar nicht durch ihr Dasein, sondern lernt selbstständig dazu.“
Ich: „Das habe ich auch getan. Ich schnorre mit Anstand.“
Der ist gut.
Analog gibt es so etwas auch. Da gibt es auch Leute, die hinter dir her sind. In der Regel sind das Kleinstbürger mit herrschaftlichem Anspruch. Was ich hier schon erlebt habe. Das „Fenster zum Hof“-Syndrom. Gibt Leute, die sitzen mit dem Fernglaserl hinter dem Vorhang oder der Jalousie. Oder sie passen dich woanders ab. Total heftig sind natürlich Streitereien unter Nachbarn. Wie letztens wieder in der ORF-Sendung Schauplatz Gericht. Eine wunderbare Sendung. Oft besser als eine Theateraufführung.
Das muss man sehen, das glaubt man sonst nicht, was für Labyrinthe Menschen in ihrem Leben finden. Sagenhaft. Fast schon beneidenswert. Da hatte ein Nachbar Bauarbeiten im Gang. Das passte dem anderen Nachbarn gar nicht. Die hatten überall Kameras aufgestellt und die ganzen Bauarbeiten dokumentiert, die ihnen ihr schönes Leben kaputtmachten. Natürlich zogen die vor Gericht. Und das nicht nur einmal.
Was mit „Gericht“ hatte ich auch in diesem Text, den mir das Betriebssystem Windows geklaut hat, weil es einfror. Genau als ich auf „Veröffentlichen“ drückte.
Im Jahr 1964 äußerte Richter Potter Stewart im Fall Jacobellis v. Ohio sein weltberühmtes Zitat über die Definition von harter Pornografie: „I know it when I see it“ (Ich erkenne es, wenn ich es sehe). Das animierte natürlich den Wortmacher. Statt Porno – da wird natürlich auch auf Teufel komm raus gespeichert, was du dir so anguckst – macht der das mit dem Scheitern: Ich erkenne es, wenn ich den Schizophrenisten erblicke und in sein Gesicht sehe. Das spricht Bände. Das fand ich ziemlich lustig.
Um zu einem Ende zu kommen: Die EU versucht uns im Netz davor zu beschützen, dass wir so nackt sind wie der Kaiser ohne Klamotten. Dass wir nicht andauernd verfolgt und getrackt werden. Die EU spannt mit der DSGVO und dem neuen AI Act einen digitalen Schutzschirm auf.
Aber nur auf dem Papier. Versuch mal, alle Cookies zu deaktivieren, wenn du eine Seite im Netz besuchst. Die Betreiber nutzen vor allem manipulative Design-Tricks, sogenannte Dark Patterns. Technisch wird die Abfrage oft so komplex gestaltet, dass Nutzer durch eine Flut an Informationen mürbe gemacht werden, bis sie aus Zeitnot nachgeben. Zudem nutzen sie rechtliche Grauzonen wie das „berechtigte Interesse“, das Tracking oft selbst dann aktiv lässt, wenn man vordergründig auf Ablehnung klickt – es sei denn, man deaktiviert jeden Punkt mühsam manuell in den „tiefen Ebenen“ der Datenschutzeinstellungen.
Die Formulierung „in den tiefen Ebenen“ fand ich ziemlich lustig. Eigentlich sind ja Gräben tief, oder nicht? Und Schluchten. Und natürlich Abgründe.
Der Text endete dann mit der Frage an die KI, wie viele Seiten eigentlich die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und der KI-Dingsbums-Act haben.
DSGVO: Genau 88 Seiten im Amtsblatt (173 Erwägungsgründe, 99 Artikel).
AI Act: Insgesamt 144 Seiten (180 Erwägungsgründe, 113 Artikel).
Ein kurzer Vergleich: Der AI Act übertrifft die DSGVO damit um mehr als 60 % an Seitenumfang, was die enorme technische und regulatorische Tiefe dieses neuen Regelwerks unterstreicht.
Ende
Fazit: ohne diesem ganzen Klimbim könnte ich nur darauf hinweisen dass ich mir heute zwei neue Unterhosen kaufen werde. Und die haben nur zwei Seiten. Eine Außen und eine Innenseite.
Ende
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