Freitag, 11. September 2015
Der englische Patient
Sie wissen ja, das ist jener englische Gentleman, der seit ein paar Monaten in der Bude über mir wohnt, mit den Altherrenhoden, die er schweren Herzens über das Parkett schleppt, wie ein Einbrecher seine Hehlerware, der eine Vorliebe für Maikäfer hat, die wie er eine Dauerkarte für das österreichische Fußballnationalteam besitzen. Gutes Team, gutes Team. Der gute Mann wohnt da nicht nur, sondern der ist auch der Eigentümer der Liegenschaft. Sagt man doch das so. Gestern war mal wieder Eigentümerversammlung. Sau lustig wenn ich da zwischen all den Eigentümern abhänge, und so tue als ob ich dazu gehöre, und an den vermeintlich richtigen Stellen nicke oder mich interessiert und durchaus kundig zu Wort melde. Wenn die genaueres wüssten, würde das kaum etwas ändern, weil ich ja noch immer ein Abstimmungsrecht hätte. Hinterm Rücken würden sie a bisserl herum mosern, so auf, den hat aber auch nur die richtige Herkunft gerettet. Was durchaus der Wahrheit entspricht. Wie sie ja bereits wissen, bin ich ja auf Grund meiner Herkunft, zu einem schizoiden Sandler herangereift, der durch ein paar glückliche Umstände, wie nun einmal die Herkunft, über seinen eigentlichen Verhältnissen lebt. Ich als Person würde über eine Parkbank niemals hinauskommen. Sogar mit Unterstützung klebe ich im Klappstuhl fest. Ja das Schicksal, in den Verhältnissen konserviert wie eine Fettleber in, mir fällt das richtige Wort dafür nicht ein, ist ein Luder. Falls sie sich fragen ob ich dieses Privileg zu schätzen weiß. Durchaus. Ohne dieses Privileg hätte ich schon längst die Sperrstunde eingeläutet.

Die Sache ist ja so. Dem guten Mann wurde ziemlich übel mitgespielt, obschon er für diese Misere ganz allein die Verantwortung trägt, wie syrische Pässe die Knochendichte von Toten.(nicht nur) Mit unbeaufsichtigten syrischen Reisepässen lässt sich derzeit viel Geld machen. Mit italienischen Weintrauben im Übrigen auch. Die Arbeitsbedingungen beim Weintrauben ernten, stand in meiner Qualitätszeitung, soll einem Menschenleben gegenüber, unwürdig sein. In der Zeitung stand unmenschlich. Das trifft die Sache nur bedingt. Offensichtlich sind diese Arbeitsbedingungen nur zu menschlich. Mehr als ein Drittel dieser Saisonarbeiter, 500.000 Personen oder mehr laut offiziellen Schätzungen, sind illegal beschäftigt, zu Löhnen, die weit unter den Pflichtlöhnen liegen und von denen halb- oder scheinlegale Arbeitsvermittler große Teile für sich abzweigen. Und immer wieder sterben Erntehelfer – „Sklaven“, wie sie in Italien heißen – auf den Plantagen. Die Wirtschaftszeitung „Il Sole 24 Ore“ schreibt das gewisse Arbeiter, die diese Schinderei nicht überstehen, auf Nimmerwiedersehen einfach entsorgt werden. Auf den Feldern, Äckern und Weinbergen müssen die Arbeiter sogar noch ihr Trinkwasser kaufen. Ein Euro pro Halbliterflasche. Manche bekommen von sieben Tagen Arbeit nur zwei ausbezahlt. Das Magazin „Espresso“ berichtete vor Tagen, die häufig rechtsnational regierten Gemeinden schotteten sich dermaßen gegen alle Ausländer ab, dass die Bulgaren, Rumänen, Makedonier usw. zwar den ganzen Tag über ernten sollen, aber keinen Wohnraum und keine Duschen bekommen. Eine besonders perfide Preisdrückerstrategie haben sich angeblich sizilianische Weinbauern ausgedacht. Auf der Insel, wo die meisten Bootsflüchtlinge ankommen und über Wochen oder Monate in Lagern gestecktwerden, engagiert man sie jetzt, illegal natürlich, als Erntehelfer. Sie akzeptieren noch niedrigere Löhne als die regulären Saisonarbeiter, weil sie ja im Lager verpflegt werden und nicht für Unterkunft zahlen müssen. Das erzählte jüngst eine Gruppe von Flüchtlingshelfern und sprach von „Krieg der Ärmsten gegen andere Ärmste“. Also Vorsicht wenn sie zu italienischen Weintrauben greifen. Es besteht akute Lebensgefahr. Geht denn hier bei uns gar nichts mehr zu einem einigermaßen vernünftigen Preis. Ich kann doch nicht andauernd meine Lebensmittel verhören, oder den Fernseher ausquetschen wie er denn so gefertigt wurde.

Woran es konkret liegt das der englische Gentleman und die Erntehelfer in Italien nicht den gerechten Lohn für ihr Werk/Bemühen ernten. Schwer zu sagen. Zum Teil liegt es auch an der Absicht des Miteigentümer Herrn Sowieso, der sich mit folgenden Worten in das Thema notwendige Renovierungen am Haus einklinkte. „Ich bin der Herr sowieso und ich bin nur an der Rendite des Objektes interessiert“. Wie soll ich das jetzt am besten ausdrücken. Der englische Gentleman hat ziemlich viel Geld für eine ziemliche Bruchbude abgedrückt. Unverschämt viel sogar. Als ich hörte wie viel der englische Gentleman für die ehemalige Sozialwohnung über mir hingeblättert hatte, in der die Drama Queen des Suffs ihren Irrsinn auslebte, seit die Weg ist, sind allein die Kosten für den Aufzug um 10% gesunken, weil die Alte in ihrem Suff andauernd die Innentür malträtierte, bin ich beinahe aus den Hausschuhen gestürzt. Der wurde vom Immobilien-Händler, der damit prahlt ein akademisch gebildeter Immobilienmakler zu sein, übelst über den Tisch gezogen. Dem ging es anscheinend auch nur im die Rendite. Der gebildete Immobilienmakler wusste ja ganz genau in welchen Zustand die ehemalige Sozialhilfe-Altbauwohnung, mit den hohen Decken und der grandiosen Ambindung an den öffentlichen Verkehr war. (die ist wirklich grandios) Der dachte sich. Versuchens wir es einmal so zum Start mit irgendeinem Fantasiepreis. Vielleicht findet sich irgendein Mongo. Genau so kam es dann auch. Mir wäre so eine Summe niemals eingefallen. Das könnte ich mit meinem Gewissen irgendwie nicht vereinbaren. Aber wie man weiß, besteht der Kapitalismus nicht unbedingt auf einem Gewissen.

Jetzt hat der englische Gentleman natürlich den Scherben auf, weil er neben dem hohen Preis für die Anschaffung der Immobilie, noch jede Menge Kohle in das Loch hinein stecken musste, damit aus dem Loch auch eine Wohnung wird, die eines englischen Gentleman würdig ist. Mit einmal schnell drüber malen war da nichts. Wobei ich sagen muss. Die Dusche vom englischen Gentleman ist wirklich klassen. Ich setzte mich gestern neben ihn und den fetten Polen, der eigentlich Bulgare ist. Das ist der mit dem schizoiden Sohn, der schnauft wie eine Dampflock. Ich hingegen bin der hübsche und ziemlich lustige Irre. Der fette Pole der eigentlich Bulgare ist, ist eh wieder voll abgegangen. Ist der verbittert und angewidert. Und natürlich auch der Verschwörungstheoretiker von ganz oben. Der kam auch voll zum Zug. Das der einfach so in freier Wildbahn überlebt, ohne von der pharmazeutischen Industrie abgeholt zu werden, gelicht, statt gleicht schreibe ich gelicht ohne es zu schnallen, gleicht einem kleinem Wunder. Weil der englische Gentleman, kurz EG, und ich uns a bisserl bekannt gemacht haben, weiß ich noch ziemlich genau in welchen Zustand der gute Mann kurz nach dem Kauf des trauten Heims war. Richtiggehend schockiert war ich wegen seines Verfalls. Der war noch blasser als sonst, a bisserl fahrig, schwer gestresst, mit Ringen unter den Augen groß und dick wie die von der Olympiade. Und dann war er auch noch von einem fürchterlichen Ausschlag befallen. Angeblich Allergie. Freilich vom Stress und dem Kummer. Der EG wurde ja nicht nur beim Einkauf über den Tisch gezogen. Keine drei Wochen nach seinem Eintritt in unsere Gemeinschaft, löste sich das Haus buchstäblich in seine Einzelteile auf und wir wurden zur Generalsanierung gezwungen, weil uns die Behörde schon das Gas abgedreht hatte.

Nicht das sie jetzt denken, ich will mich über den EG lustig machen. Ganz im Gegenteil. Der derzeitige psychische Zustand des EG lässt sich einfach so beschreiben. Vier ¼ Rotwein in 30 Minuten. Ehrlich. Nach 30 Minuten war der angesoffen und andauernd musste er sich kratzen. Seine Hände sahen fürchterlich aus. Beinahe so rot wie der Wein und voller Pustel. Logisch das mich es auch überall zu jucken begann. Und so wie der EG mir immer die Hand schüttelt, bin ich fast geneigt zu behaupten, der ist keine 99% hetero wie ich. 99% weil mir auch fesche Transen gefallen. Total dicht war der EG natürlich nicht. Typischer Sorgen und Kummer Trinker. Sorgen und Kummer lassen sich ja mit Alkohol weichspülen. Funktioniert bestens solange man nicht wieder damit aufhört oder sich die Situation merklich entschärft. Nur manchmal sauft man dann einfach weiter. Jetzt will er irgendwie an meine Wohnungstür ran. Die befand der EG, sei so schön „ursprünglich“. Seine hingegen der totale Scheiß. Fragen sie mich nicht was der EG damit genau gemeint hat. Ich habe mir meine Eingangstür noch nie genauer angesehen. Jetzt will er mal am Wochenende vorbei schauen und meine Wohnungstür genauer inspizieren. Ist doch kein Problem solange er nicht vormittags kommt. Einmal kam er ja sehr zeitig. Blöd ist der EG nicht. Der spürte dass ich a bisserl angepisst war, obschon ich mir redlich Mühe gab, ihm keine zu scheuern oder wie ein Straßenköter anzuheulen. So filigran wie der konzipiert ist muss man da mit äußerster Vorsicht vorgehen. Und a bisserl erzogen bin ich dank der UM2 natürlich auch. Während wir uns unterhielten, kratzte er sich andauernd und gegen noch ein ¼ Wein hätte er wahrscheinlich auch nichts einzuwenden gehabt. Vielleicht liege ich auch falsch. Aber irgendwie saß da neben mir auch ein alter, einsamer Mensch, knapp vor der Pension, den man wegen der Rendite oder seiner Unkenntnis übel mitgespielt hatte, und der sich jetzt den Moment a bisserl schön saufen musste. Darin war er nicht besonders talentiert. Einsamkeit tut gewissen Menschen, die darin nicht wirklich geübt sind, einfach nicht gut. Der EG sitzt ja am Wochenende auch andauernd allein in seiner Bude und schleift die Türen ab. Oder am Abend beim Wirtn allein vor einem Bier. Gibt ja wirklich viele Menschen, die im Allein-sein wenig brauchbare Erfahrungen gemacht haben und nicht wie ich von Kindheitsbeinen an für so ein Leben auftrainiert wurden. Sogar ich erlebe das Allein-sein dann und wann als Bedrohung und ziemlich Enttäuschung. Ich blieb dann noch ein wenig neben dem englischen Patienten sitzen. Was besseres viel mir nicht ein. Heilen oder gar die Eier schaukeln kann ich dem Kerl natürlich auch nicht. Und zum verbalen wechseln seine Verbände eigne ich mich auch nur bedingt. Eh besser das mein Englisch Scheiße ist. Mir nimmt den Jungen im roten Leibchen und der blauen Hose auch niemand ab. Jener Eigentümer, der die Rendite fickt, war da natürlich schon längst weg. Der war als Erster (ab)gegangen.

Englischer Parient hätte ich nicht schreiben sollen. Sie könne sie eh denken was mir Amazon jetzt empfiehlt. Nur warum soll ich mir jetzt unbedingt die DVD kaufen wollen, wenn ich sogar schon in meinem Titel den englischen Patienten plaziere. Wirklich schlau werde ich aus dieser Algorithmen-Mafia auch nicht.

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Donnerstag, 10. September 2015
Schizoide Verunsicherung als Komödie und Tragödie
Ich dachte mir wenn das für sich steht kommt es besser.

Laien, Unkundige, Anfänger usw. und natürlich auch Menschen, die einfach so verträumt aus dem Fenster schauen können, ohne Angst haben zu müssen von einer Lawine äußerst bedrohlicher Gedanken mitgerissen zu werden, haben ja in der Regel von Schizos eine völlig falsche Vorstellung. Die denken allen Ernstes das Schizos sich ausschließlich von ganz normalen Leuten oder Pseudonymen bedroht fühlen. Kann natürlich auch vorkommen. Niemand ist perfekt. Wenn das Leben als Schizo nur so einfach wäre. Deswegen hier zwei Beispiele aus jüngster Vergangenheit wie das bei mir funktioniert.

Schizoide Verunsicherung als Komödie

In meiner Fernsehzeitschrift für die nächste Woche gab`s einen Test ob ich unter Scheidentrockenheit leide. Hab ich natürlich wahrheitsgetreu ausgefüllt. Die Auswertung ergab. Alles in Ordnung. (ich bin ein Mann)

Schizoide Verunsicherung als Tragödie

Sonntag als ich frische Wäsche aus meiner Wäschetruhe holen wollte, sagte eine Stimme zu mir wortwörtlich: „Zieh ja kein rotes Leibchen an und eine kurze blaue Hose dazu. Mach das ja nicht. Wenn du das machst, werden weitere Kinder ersaufen und du auch“. Sie wissen ja der ertrunkene Junge vom Strand trug ein rotes T-Shirt und eine kurze blaue Hose. Die Stimme sagt das nicht nur so dahin. Die hört sich für mich eher so an wie die Stimme Gottes in alten Filmen wenn die am Moses herum moserte. Oder die des Teufels wenn der den Jesus verführen wollte. Vom Schreck erstarrt und wie bedröppelt stand ich vor der Wäschetruhe und wusste nicht mehr was ich jetzt tun sollte. Und dieser Gedanke der sich aufgezwungen anfühlt und völlig unerwartet kommt, wird dann zu einem Leitfaden für das eigene Handeln und Denken. Oh dachte ich mir, wenn ich jetzt ein rotes Leibchen anziehe bin ich schuld das kleine Kinder an Stränden ersaufen. An Stränden. Stränden gegenüber bin ich heute noch völlig unvoreingenommen. Jetzt kann ich nie mehr an einen Strand gehen. Nirgends kann man mehr hingehen. Überall lauert der Tod und das Verderben. Hätte ich ein Auto würde ich die A4 bei Parndorf eh schon großräumig umfahren. So kommt es zusehends zur Selbstisolation.

Ziehe ich obendrein auch noch eine kurze blaue Hose an, muss auch ich zwangsläufig sofort sterben, daran gibt’s nichts zu rütteln. Sobald ich eine kurze blaue Hose anziehe überlebe ich diesen Tag nicht. Niemals. Dass ist völlig aussichtslos. Und die blaue Kaffeetasse darf ich überhaupt nicht mehr anrühren. Rühre ich die blaue Tasse auch nur an, ertrinkt sicherlich auch das Nachbarsmädchen, oder es wird von einem Auto überfahren. Scheiße ich überlebe diesen Tag nicht und die Kleine auch nicht. Dann höre ich genau hin ob die Kleine eh noch schnattert. Höre ich sie mal nicht, muss ich den Impuls beim Nachbarn zu klopfen und nachzufragen ob mit der Kleinen eh alles in Ordnung ist, unterdrücken. Was soll ich jetzt nur machen usw. Manchmal komme ich aus dieser Geschichte ziemlich schnell wieder raus weil der Fernseher explodiert. Explodierende Fernseher sind reine Routine. Manchmal habe ich Angst, ja richtiggehend Todesangst, weil ich die Kontrolle über mich verliere, oder sagen wir ich hab das Gefühl, auch noch den letzten Rest von Kontrolle zu verlieren, weil ich diese Angst dann nicht mehr aushalte und ich das Gefühl habe der Boden unter meinen Füßen fängt an nachzugeben usw. Dann nehme ich zusätzlich Tabletten oder schreibe an Texten. Meistens schreibe ich an Texten oder ich mache Liegestütze und verfluche im Geist die kleinstbürgerliche Idylle und ihre Insassen, die ja wenn´s wirklich ernst wird, immer ihre Schwänze und Mösen einziehen. Irgendetwas fällt mir immer ein wie ich diesen Tag überstehe. Und auch den nächsten und übernächsten. Auch wenn ich Schlacht um Schlacht gewinne, habe ich das Gefühl den Krieg letztendlich zu verlieren. In den Aufzug kann ich in so einem Zustand natürlich nicht einsteigen. Und an Kreuzungen fühle ich mich dann auch überfordert usw. Machmal drehe ich mich dann abrupt um, weil ich das Gefühl habe, der hinter mir will mich abstechen.

Würde ich jetzt auf den losegehen, wär`s das logischerweise mit meiner bürgerlichen Freiheit, die ja nur geliehen ist. Keine Sorge. Ich bin cool drauf. Da geschieht nichts. Falls sie ähnlich gelagerte Probleme durch ihr Leben tragen wie die Roma-Mafia von Rom ihren toten König, fühlen sie sich ja nicht schuldig wegen ihrer Gedanken. Schuldgefühle bringen sie erst recht um den Verstand. Die Kunst ist es diesen ganzen Gedankenmüll einfach an sich vorbei ziehen zu lassen wie eine Karawane von Rennkamelen, die auf dem Weg zu einer Ausstellung von Baselitz sind. "Reinhold Schrauben Würth", rich man und Kunstsammler: "Ja liegt auch daran dass zu viel Geld auf diesem Markt (Kunst) unterwegs ist. Und das ist so, weil das Geld generell zu billig ist". Sicherlich Herr Würth. Vor allem dann wenn man zu den 1%zentigen gehört.

Logisch und vielleicht sogar nachvollziehbar, das in so einer Ver-Stimmung die Wahrscheinlichkeit höher ist, das irgendwer die Lebensmittel im Supermarkt vergiftet hat oder Amok rennen wird. Aber von Pseudonymen fühle ich mich in der Regel nicht wirklich bedroht. Das sind zwei völlig getrennte Welten. Mir steht der Sinn einfach nicht mehr danach den Sündenbock zu geben und wegen jeder Kleinigkeit, die als Entgleisung ausgelegt wird, nach Canossa zitiert zu werden. Auf meinem Blog darf man ja auch ziemlich lang Tun und Lassen was man will. Was kann ich dafür das sie andere Maßstäbe haben. Sie hatten als Gesellschaft ja jahrelang die Chance mich besser zu erziehen und integrieren. Aber was taten sie blöd, systemtreu und kinderfeindlich wie sie nun einmal waren. Setzten mich in der Schule in die letzte Reihe weil ich außer Stande war ruhig zu sitzen, glauben sie mir ich habe mich wirklich bemüht, oder warfen mich auf die Straße wie einen Sack Müll. Deswegen ist es ja nur zu logisch, das sich zwischen ihnen und mir gewisse Gräben auftun. Eigentlich müssten sie mich eh schon heilig sprechen, weil ich nicht beim NSU-Untergrund mitgemacht habe, oder mich sonst tatkräftig an irgendwelchen üblen Verschwörungstheorien beteilige oder für den IS spende, und jeden Tag in den Keller gehe um aus mein Krampf zu lesen.

Noch dazu wegen Kleinigkeiten, die sich konkret auf Texte beziehen und durchaus einen gewissen Interpretationsraum zulassen und deswegen nicht einfach so aus wahnhafter Luft gegriffen sind. Vielleicht schwabt manchmal was rüber. Was soll i machen. In der Regel eher nicht. Dafür bin ich als Person zu stabil. Schizophrenie und eine instabile Persönlichkeit ist ja ein Todesurteil. Haben sie beides in ihren Besitz ist es gescheiter wenn sie gleich ein all inklusive Paket im Irrenhaus buchen. Vor dem Schlafen habe ich derzeit auch ziemlich viel Stress. Ich habe Angst dass der tote Junge vom Strand, sie wissen ja der mit dem roten Leibchen und der kurzen blauen Hose, seinen toten Kopf zu mir her dreht. Derzeit schauen seine toten Augen ja noch in die entgegengesetzte Richtung. Sie können sich eh vorstellen was mir der sagen will.

Aus dem roten Leibchen-blaue Hose Dilemma bin ich eigentlich relativ unbeschadet wieder rausgekommen. Natürlich ziehe ich derzeit zu einer kurzen blauen Hose kein rotes Leibchen an. Niemals. Ich bin doch nicht verrückt.

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Montag, 7. September 2015
Schizoide Verunsicherung als Komödie und Tragödie
Heute habe ich gelesen, das es die Briten und Franzosen in Erwägung ziehen, sich beim Luftbombardement der USA, angeblich bombt die Türkei derzeit auch, nur weiß man nicht so genau wen, gegen den IS zu beteiligen. Derweil kleiden die Russen die abgesandelten Truppen Assads neu ein, während sich die Golfstaaten nicht abgeneigt zeigen, irgendwelche fundamentalistischen Spinner auch weiterhin zu finanzieren, angebich um dem Iran eins auszuwischen. In der Fachsprache sagt man es geht um die Vormachtstellung in der Region. Werte USA und Nato-Verbündete. Ihr Vorgehen einen dritten Weltkrieg zu simulieren, hilft der syrischen Bevölkerung nur sehr bedingt. Sie sollten meines erachtens nicht nur Bomben aus großer Höhe auf die gemarterte syrische Erde und deren Menschen abwerfen, die sieht eh schon aus wie achtmal umgepflügt, mit Hundertausenden von maulwurfähnlichen Aufschüttungen (des Todes), sondern erschaffen sie endlich einmal sichere Zonen für die flüchtende, syrische Bevölkerung und für jene Iraker, die sich bis zu ihnen durchschlagen (werden). Sie können das ganz wunderbar wenn sie nur wollen. Der Libanon, Jordanien, auch Ägypten und die Türkei, platzen aus allen nur erdenklichen Flüchtlingsnähten, die vor allem aus syrischem Garn genäht werden. Trauen sie doch endlich einmal etwas Unpopuläres zu. Der Cameron steht doch gerade erst am Anfang seiner Legislaturperiode und will eh nicht noch einmal antreten und viel schlechter können die Umfragewerte für Monsieur Hollande auch nicht mehr werden, wenn er anfängt gezielt Container aufzustellen. Und jetzt Herr Obama wo sie auf den Weg sind eine „lame duck“ zu werden, tun`s doch was der Friedensnobelpreis von ihnen fordert und lassen sie ihr Militär sichere Zonen für Flüchtlinge errichten. Vielleicht verzeihen die Europäer Amerika dann irgendwann auch die Irak-Invasion. Diese Irak-Invasion ist ja der Aufhänger für alle Rechtsparteien in Europa. Hörern sie doch endlich einmal auf den Schizophrenisten. Ich so ganz für mich, sehe mich ja außer Stande, mich aus meinem Irak-Versagen zu befreien. Da spielt es auch keine Rolle wie klein und unbedeutend ich mickriges Rädchen im großen Weltgetriebe bin. Immerhin bin ich und das ist entscheidend.

Das irritierende Gefühl, wegen chronischem Geldmangel und akuter Perspektivlosigkeit, an einem der unnötigsten, absurdesten, sinnlosesten, und menschenfeindlichsten UNO-Missionen, aller Zeiten aktiv beteiligt gewesen zu sein, werde ich einfach nicht los. Nicht einmal über die Jahre hat sich dieses Gefühl verflüchtigt. Wie kann man denn nur eine Resolution ausverhandeln, die es der UNO verbietet, der darbenden irakischen, vornehmlich schiitischen Bevölkerung zu helfen, nur weil der Chef-Diktator mit dem ihr da verhandelt und gedealt habt, bekennender Sunnit war. 15 Jahre später habt ihr diesen Mann ja trotzdem standrechtlich aufgehängt. Mein Rat an sie: Versuchen sie tunlichst nicht in weltpolitische Ereignisse von Bedeutung verstrickt zu werden, wenn sie erkennen das sie auf der falschen Seite stehen. Wenn man es erkennt ist es meistens auch schon zu spät. Erst wenn man in weltpolitische Ereignisse von wenigstens regionaler Bedeutung verstrickt wird, und auf der falschen Seite steht, erkennt man seine ganze Ohnmacht. Gegen dieses Gefühl der Ohnmacht versuche ich natürlich anzuschreiben. Ein irritierendes und mich beherrschendes Gefühl. Das was die Weltpolitik im Großen zu leisten vermag, leistet eine schizoaffektive Psychose im Kleinen. Da überwiegt auch oft das Gefühl des ausgelieferten Seins. Und dann schreibe ich noch darüber dass ich ein Talent zum Täter habe. Seit ich denken und fühlen kann gehöre ich ja zu den bösen Jungs, obschon ich zum Bösen überhaupt kein Nahverhältnis habe. Erst als Sündenbock bekam mein Leben Sinn oder zumindest Bedeutung. Deswegen muss ich höllisch aufpassen nicht in diese Rolle, auch aus eigenem (nicht wirklich bewussten) Antrieb, gedrängt zu werden. Für so ein Kasperletheater fühle ich mich einfach zu alt, kaputt und verbraucht.

Immer wenn wir Jungs was ausgefressen hatten kamen die Eltern dieser Jungs angerannt und echauffierten sich fürchterlich, das ihr Kind so eine Schweinerei niemals machen und begehen würde. Dafür sei dieses Kind viel zu wohlerzogen und genetisch veredelt. Und dann hieß es immer. Dazu muss dieses edle und unschuldige Geschöpf wer angestiftet haben. Zwangsläufig muss das so sein. Aus eigenem Antrieb würde ihr Kind so etwas doch niemals machen. Niemals. Dafür legen sie ihre Hand in ein Feuer, das nur sprichwörtlich brennt. Übrig blieb dann immer, oder sagen wir zumeist ich. Mir traute ja schon die UM2 jede nur erdenkliche Sauerei zu, nur weil ich als Tankwart dann und wann Devisen mit einer Frust und Überarbeitungssteuer belegte und a bisserl in die eigene Tasche wirtschaftete. Ich sag mal so. Auch Kinderarbeit kann unterbezahlt sein. Und wenn`s mal wieder Kopf auf Spitz wurde, distanzierte sie sich diese wohlgeborene Person einfach mit einem strengen Blick von mir. So auf die Art. Aus mir ist dieser Saubua und Flegel nicht herausgerutscht. Und der Goadfather. Mein Gott der ist der Goadfather. Dem Goadfather fehlte zum Beschützer und Sicherheitsvermittler jede Kenntniss. In dieser Hinsicht fehlt es eindeutig an hinreichender Bildung. Das Format hätte er ja. Gegen dieses unbewussten Reflex nur als Täter wie eine handelnde Person wahrgenommen zu sein, schreibe ich natürlich auch an. Immerhin ist mein Strafregister so sauber wie ein frisch drapierter Babyarsch. Ich zocke Schwächere prinzipiell nicht ab. Das war meine freie Entscheidung. Der soziale Status einer Person wird in der Regel immer mitgedacht. Das ist eine Zwangserkrankung unserer Zeit. Dagegen schreibe ich natürlich auch. Nicht weil ich es besser weiß, sondern weil mein sozialer Status nicht besonders hoch ist. Daher rührt auch mein Wohlstandsfotzen_Syndrom. Selbstverständlich gibt es auch männliche WF.

Da der Hobbit-Anwalt auch wieder einmal herum spinnt, weil ich ihm gerade heraus gesagt habe, das weder sein Auftritt in Kroatien, noch der Pranger an den er mich stellte, weil ich seinem T-Shirt nicht mit entsprechende Ehrfrucht begegnet bin und einfach so unter meine mischte, einen Mann von Format nur wenig schmeichelt, bestraft mich der kleine Scheißer wieder einmal mit demonstrativen Schweigen, weil er ganz genau weiß, wenn er nicht anruft dann läutet es beim Schizophrenisten so gut wie nie. Ist wie im Kindergarten. Die Generation der heute Dreißigjährigen halten an ihrer immerwährende Infantilität fest wie ich an meinem Image ein böser Junge zu sein. Deswegen komme ich seit Wochen nicht so recht zum Sprechen. Gegen diesen Hang zur Isolation, in die mich auch die Schizophrenie treibt, und aus der ich mich offensichtlich nicht zu befreien weiß, schreibe ich natürlich auch an. Kurz und gut. Es gibt genug zu tun.

Und dieses Tun, die ( ich hab echt die geschrieben) das bei mir zu mittelprächtiger bis grausamer Gratisliteratur wird, die nicht einmal der deutschen Sprache mächtig ist, fällt bei mir unter äußerste Anstrengung. Gibt ja Leute denen geht das Schreiben ganz leicht von der Hand. Bei mir ist das eine einzige Quälerei. Liegt auch den Medikamenten, die ja ziemlich aufs Sprachzentrum drücken. Wie es aussieht, weiß es die pharmazeutische Industrie nicht besser oder will es nicht besser wissen. Ich bin froh dass die überhaupt irgendwo drauf drücken. Und wenn ich was geschrieben habe stelle ich es online. Sie können das dann lesen oder auch nicht. Das ist ihr gutes Recht und sei ihnen unbenommen. Was aber nicht geht, sie können es sich denken was jetzt kommt, das es Personen gibt, die ihren ganzen Lebenssinn daraus ziehen, das sie meine Texte, die ja alle auf unentgeltlicher Selbstausbeutung beruhen, mit ihren Kommentaren völlig aus dem Textzusammenhang reißen, um sich damit über die eigene, ungenützte Lebenszeit, die wellenlos verstreicht hinwegzuretten, weil der gelebte Augenblick ansonsten zur Bedrohung anschwillt. Weder ich noch andere Schreiber/Innen von Gratisliteratur (hoffe ich zumindest) stehen dafür zur Verfügung. Bei der Marla bin ich mir da aber nicht ganz so sicher. (Marla nur a Scherz) Bei Gratisliteratur hat sich ja das Verhältnis zwischen Schreiber und Leser ins glatte Gegenteil verkehrt. Plötzlich reden die, die an sich nur zum Lesen bestimmt sind. Das kann auf Dauer so nicht funktionieren. Früher hatten Leser einfach die Fresse zu halten und andächtig zu nicken, egal was da für Schwachsinn stand. Heute spotteten sie dich in Grund und Boden oder verwickeln dich in Situationen, in die man niemals geraten möchte. Nicht aus freien Stücken. Es kann nicht angehen, das man zu einem Gratisleser sagt, bitte kommentiere meine Texte nicht mehr ganz so ausführlich usw. und der gibt dir zur Antwort, Fick dich, ich bin Bacchus der Gott des Suffs und du nur ein Wurm. Und ich sozial a bisserl verwahrlost und vom Eier zeigen schwer geschädigt, fällt natürlich nichts bessseres ein als zu sagen, fick du dich Unnötiger. Oh denkt man sich dann als Leser was ist denn das für ein Kulturbanause. Ich sags mal so. Auf der Donausinsel, wenn ich meine Klappstuhl-Idylle schamlos auslebe, gehe ich ja auch nicht zu den Alkoholikern hinüber. Und die kommen nicht zu mir. Außer einer. Wir haben uns a bisserl angefreundet. Unsere Unterhaltungen sind immer fürchterlich komisch, die Betonung liegt auf dem Fürchterlichen. Aber auch der versteht das ich meine Idylle nicht einschränken oder gar aufgeben werden für ihn. Würden die Alkoholiker trotzdem kommen hätten wir ein Problem. Nur kommen die nicht weil sie ja keine Idioten sondern nur Trankler sind. Nur das Netz scheint offensichtlich ganz anderen Gesetze zu gehorchen. Da kommen Leute, die ziehen einfach ihre Hose herunter und scheißen auf dich,sobald man sich gegen die zugedachte Rolle, als Statist des eigenen Blogs wehrt. Im wahrsten Sinne des Wortes scheißen die dich zu. Oh es läutet, der Hobbit-Anwalt.

Weil sie in der Regel vielbeschäftige Menschen sind, halte ich sie einfach am Laufen wie es um meinen Vorschlag bestellt ist, syrische/irakische Flüchtlinge in der Region, in sicheren Container-Städten, vorübergehend unterzubringen, damit diese Menschen einmal zur Ruhe kommen und sich nicht mehr wie gehetzte Tiere fühlen müssen und von ihrer Todes und Vernichtungsangst, die eine tatsächliche und nicht eine eingebildete wie bei mir ist, ablassen können. Ich sehe Containern-Städte wie schnell wirkendes Neuroleptikum. Natürlich wird aus meinem Vorschlag nichts. Musste ja so kommen. Immerhin stammt diese glorreiche Idee ja auch vom Schizophrenisten. Der Presse entnehme ich, dass sich weder die Türkei, noch die PKK und der IS mit meiner Idee anfreunden wollen. In Südanatolien, im Grenzgebiet zum Irak, bei Dağlıca, im Landkreis Yüksekova, in der Provinz Hakkâri sollen womöglich mehr als 30 türkische Soldaten von der PKK getötet worden sein. Sie können sich eh vorstellen wie der Großwesir aus Istanbul, von einem massiven Testosteronausschlag und den schlechten Prognosen für die kommende Wahl angespornt, jetzt reagieren wird. Des weiteren soll der IS jetzt mit Senfgas operieren. Gott sei Dank soll dieses Senfgas aber schon a bisserl alt sein. Und weil der Wind still stand ist alles nur halb so schlimm. Gibt es eigentlich auch abgestandene Atom-Bomben. Derweil greift Katar jetzt auf saudi-arabischer Seite im Jemen ein. Sie wissen ja der gute alte Jemen. Der Jemen hat ein BIP wie meine Hoferfiliale die gerade renoviert wird. Über jemenitische Flüchtlinge mache ich mir jetzt einmal keine Gedanken. Die sind in der Regel so arm das sie es niemals bis zum Wiener Westbahnhof schaffen. In der Regel nimmt man sich und sein eigenes Schicksal ja für viel zu wichtig. Liegt in der Natur der Sache. Natürlich war die UNO-Mission Kuwait-Irak, an der ich auf Befehl und aus Angst vor Obdachlosigkeit mitmachte, bei weitem nicht die unnötigste, absurdeste, sinnloseste, und menschenfeindlichste aller UN-Missionen in den letzten 25 Jahren. Vielleicht die Sinnloseste ja. Wir wurden dort ja nur eingesetzt weil der Oberbefehlshaber dieser UN-Mission Österreicher war. Der brauchte was zum Spielen. Ansonsten hätte uns niemand gebraucht. So ehrlich muss man einfach sein. Wenigstens haben wir keine Kinder gefickt wie die Franzosen in Afrika. Hunde hätten wir ficken können. Aber weil wir echte Kerle waren haben wie sie nur erschossen. Ich natürlich nur einmal und da habe ich nicht getroffen. Rede ich mir zumindest ein. Die Viecher waren ja keine Schoßhündchen sondern Leichenfledderer. Unangefochtene Nr. 1 der unverantwortlichsten UN-Missionen ist natürlich die UNO-Mission in Ruanda. Aus europäischer Sicht waren da vor allem belgische UN-Soldaten betroffen. Nummer 2. Der Bosnien-Einsatz. Sie wissen ja Srebrenica als die holländischen Soldaten mit dem Mladic Schnaps ein paar Schnäpse kippten, bevor sie die bosnsichen Moselm auf LKWs luden. (für die jüngere Generatioen, die wurden dann erschossen) Betroffene UN-Holländer sollten vorsichtshalber eh lieber beim Sliwowitz bleiben. Oder sie kiffen sich heute die Birne weg. Anders kann man es ja nicht aushalten, das man aktiv an einem Genozid beteiligt war. Aktiv. Unglaublich dieses Systemversagen. Schauderhaft. Das nackte Grauen.

Ich hatte ja die Gelegenheit von einem gewissen DA-Ca-Ro. in den Abgrund meiner Erkrankung gestoßen zu werden, indem man mir unterstelle akut paranoid zu sein. Was den Nagel nur bedingt auf den Briefkopf der Eitelkeiten trifft. In der Regel lösen Pseudonyme in mir keine paranoiden Schübe aus. Die Pseudonyme-Kultur, erschaffen von den Erbauern und Funktionsträger des Internets, scheinen es mit der Menschenkenntnis nicht allzu ernst gemeint haben. Wie auch. Diese kybernetischen Schöpfer und Heroen sind in der Regel halbe Kinder, die einfach nur spielen wollen. Ich hoffe sie sehen es mir nach wenn ich den ganzen Schmarrn nicht noch einmal wiederkaue. Im Kommentarblog habe ich das Problem wie es sich vor mir ausbreitet wie einen Teppich wieder eingerollt. Ich kann ja verstehen und nachvollziehen dass es Leute gibt, die sich im Netz ziemlich exponieren und deswegen lieber anonym bleiben wollen, wie Kinderficker, oder Leute die Kochrezepte und Reiseberichte veröffentlichen. Wobei ich die Meinung vertrete, Kochrezepte und Reisebericht-Veröffentlichungen müssten doch von der Stalker und bösartigen Kommentar-Schreiberkamarialla anstandslos durchgewinkt werden, wie z.B. der Blog Thailand 2013-2014. Werte/r Blogbetreiber/in. Ich will ihnen wirklich nicht blöd kommen, oder gegen das Bein treten, eine Redewenung die sich so übernommen habe. Aber könnten sie nicht wieder einmal eine neue Reise antreten? Schwieriger wird es schon bei krampfhaften Anfällen von Sinnlosigkeit und Langeweile, die an den Grundpfeiler unserer Kultur rütteln, weil es uns ja so gut ergeht wie selten zuvor in der Geschichte. Sich im Überfluss sinnlos, überflüssig, oder gar ungeliebt fühlen ist eine Kardinalsünde.
Gibt ja Blogs die haben die Selbstauslöschung schon im Blog-Namen. So drauf sein kann man natürlich nur hinter einer Maske. Dagegen gibt es in unserer Kultur an sich den Ratgeber, wie man sich selber lieben lernt, in fünf Schritten. Ich denke das dieses total schwachsinnige sich lieben, auch in sechs oder vier Schritten, das Epizentrum unseres Egozentrismus ist. Sich selber lieber. So ein Schmarrn. Wie soll ich mich denn selber lieben. Mein Antrieb ist da nicht besonders ausgeprägt. Das können nur Männer mit riesen Schwänzen oder Frauen mit Batterie betriebenen Geräten, die obendrein fantasie-begabt sind. Und die Männer können sich schön im Liegen selber einen blasen. Was man kann ist vielleicht, mit seinen manchmal auch widerstrebenden Persönlichkeitsanteilen, einigermaßen in Frieden und Einklang leben und Kontrolle über sich haben und ausüben. Die Marylin Monroe hat sich überhaupt nicht geliebt. Die Welt sie schon. Sogar ich war hinter ihr her. Dabei war da von ihr aber überhaupt nichts mehr da, außer Zelluloid. Die Zeit hatte die Marylin aufgefressen. Oder nehmen wir Blogger die einfach nur stur die Gegend abfotografieren. Diese Fotos, zuweilen an Trostlosigkeit kaum zu überbieten, könnte man doch auch mit seinem bürgerlichen Namen veröffentlichen. Ausnahme natürlich Katenfotos. Katzenfotos sind nicht verhandelbar.

Natürlich könnte man mir jetzt die Frage nachwerfen wie einen Bumerang mit einem Abschiebehaftbefehl, warum ich mich der Schizophrenist nenne, und nicht unter meinem bürgerlichen Namen der Imperialist schreibe. Ehrlich gesagt weiß ich nicht wie man das ändert oder korrigiert so das des stimmig wird. Ich kenne mich nicht aus. Die Tante am Arbeitsamt sagte einmal zu mir, nachdem sie mein Scheitern durchexerziert hatte. Eigentlich können sie ja nichts, sie sind ja im Grunde ein funktionaler Analphabet. Ehrlich, das ist jetzt keine Erfindung. In meinem Groll antworte ich, sicherlich, aber ich bin viel fescher und klüger als sie. Da hat die Frau nur gelacht. Ich war wirklich fescher. Wenn nur die Hälfte von dem stimmt, was ich so über mich preisgebe, könnte ich das Risiko unter meinem bürgerlichen Namen zu schreiben doch ohne weiteres eingehen. Was soll mit schon großartig passieren. Also ganz ehrlich gesagt, so ein Vorgehen würde mir die Paranoia nicht verzeihen. Und kaum etwas fürchte ich mehr als die Störung meiner Totenruhe und Klappstuhlidylle auf der Donauinsel. Würde nur einer an mir vorbei radeln und schreien, „Schizophrenist du alter Wixer und Saubeutel, wie geht`s dir. Bist noch voll auf Tabs oder eh schon ansprechbar, hahahaha“. Das wäre dann doch zu viel des Gutes. Ich traue Menschen in der Regel ja alles zu. Im Guten wie im Schlechten. Und kleinstbürgerlich entstellt wie ich nun einmal bin, traue ich dem kleinstbürgerlichen Personal Wiens nicht über den Weg. Kleinstbürger haben in der Regel wenig Charakter und drehen sich andauernd mit dem Wind wie Senfgaswolken. Das hat die Geschichte immer wieder bewiesen. Wien besteht ja deswegen aus lauter Kleinstbürgern weil wir den Adel hinausgeschmissen und das jüdische Großbürgertum umgebracht haben. Und damals bei den Todesmärschen sind die Kleinstbürger bäuerlichen Herkunft vor ihren Gartentürl gestanden und haben Beifall geklatscht. (natürlich nicht alle, aber die Märsche unterbunden hat auch niemand) Mein Großonkel ist auf der Seite Titos gegen diese unnötige Gesindel in den 2. Weltkrieg eingetreten. Na ja der war ja auch ein Windischer. Windische wurden damals auch ins KZ gesteckt und so. Vor allem hüte dich vor Kleinstbürger, die sich gekränkt oder nicht entsprechend angenommen fühlen. Gefühle sind ja ein Luder. Nicht zu kontrollieren und fast jeder hat sie. Auch Kleinstbürger. In Fetzen hängen sie von denen herunter, wie damals von den 3/4 verhungerten Todesmärschlern.

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