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Freitag, 31. Juli 2015
Weltuntergang wegen eines Kulturbeutels (Toilettentascherl)
der imperialist, 20:02h
Dieses verfluchte Wien. Komme zurück und das scheiß Dach des Hauses hat gebrannt.
Die Fortsetzung
Sich selbst passend zu beschreiben ist ja an sich eine Unmöglichkeit. Man kommt bei den anderen als ganz anderer an als man weggegangen, ist obschon man seine Kleider nicht wechselt. Trotz Wahns bin ich, zumindest wenn einige Parameter halbwegs stimmen, ein recht entspannter Zeitgenosse. Zumindest nach außen hin wirke ich so, während ich innerlich schreie, und den anderen (vielleicht/wahrscheinlich/oder auch nicht) mit meinen geistigen Schweißausbrüchen ziemlich auf den Geist gehe, weil sich korrekt zu beschreiben eine Unmöglichkeit ist. Meistens läuft es aber so ab, das die anderen, die immer auch die Hölle sein müssen, auf meinen Nerven herum springen wie auf einen überalterten Trampolin, weil die gar so unentspannt und neurotisch drauf sind. Irgendwann bin ich außer Stande diesen Zustand länger mit mir zu tragen wie ein ungeborenes Kind und dann habe ich den Scherben auf, weil ich Mitleid mit denen entwickle und das auch zeige. Mitleid ist in manchen Fällen noch viel Schlimmer als Verachtung. Zumeist habe ich ja Mitleid mit Leuten die mit beiden Beinen im Leben stehen und es geschafft haben, während ich mich paranoid an den Lehnen meines Klappstuhls festhalte. Gescheit wie die Leute nun einmal sind, zerreißen sie meine hohle Überlegenheitsattitüde dann wie Papier, und schmeißen mich in ihren emotionalen Mülleimer, oder kritzeln auf mir in Großbuchstaben herum wie ein Erstklassler. In der Selbstbeschreibung versucht man ja vor allem vor sich zu bestehen. Dann versuch ich das einmal.
Ich habe ja Tabletten-Alzheimer. Ich hoffe mit diesen Ausdrück, Menschen die tatsächlich an Alzheimer erkrankt sind, nicht in ihrer Würde verletzt zu haben. Tablettenalzheimer zeigt sich bei mir dadurch, das ich Dinge einfach verlege und am Wegesrand des Lebens zurücklasse, ohne den gerinsten Schimmer zu haben wo oder warum. Sobald ich an eine Sache nicht hochkonzentriert herangehe, fällt die Tablettenalzheimer über mich her, wie ein eitler Gockel über seine Antifaltencreme. Wie kommt es zu Tablettenalzheimer. In meinem Fall bedarf es einer recht forschen Dosis Neuroleptika+Schlattabletten plus schlechten Schlaf über einen längeren Zeitraum. Sagen wir von der Geburt bis zum Führerschein. Was die Neuroptop so genau bei mir bewirken kann ich nicht genau beschreiben. Die nehme ich einfach so. Menschen wie ich dürften sich in diesem Zustand des Wachkomas auf gar keinen Fall hinter das Lenkrad eines fahrtüchtigen Auto setzen und mal entspannt durch die Großstadt pflügen. Stehe ich z.B. an einer Kreuzung und schaue nach Rechs und es kommt kein Auto, vergesse ich einfach und unabsichtlich wie ich den Seheindruck einschätze. Dagegen komme ich nicht an. Also muss ich wieder und wieder hinsehen. Manchmal klappt es beim zweiten Mal um sicher zu sein das kein Auto von Rechts kommt. Nur bis ich wirklich Gewissheit habe, das Geschehen ziemlich richtig eingeschätzt zu haben, kommt natürlich längst ein Auto von Rechts und gleich zwei von Links, was mich heillos überfordert, weswegen ich gerne Straßen entlangfahre die nirgends kreuzen. An schlechteren Tagen dauert es und dauert es bis ich mich zu einer Entscheidung durchringen kann. Vor allem Vormittags. Ich weiß auch nie wo ich Sachen ablege oder welcher Weg jetzt von A nach B führt. Der S. musste mich durch die engen Gassen der k....... Örtchen lotsen wie einen sehschwachen Mongo, weil ich mich andauernd verkoffere. Es gibt ja Leute die gegen auch falsch herum, aber in der vollen Absicht richtig zu gehen und es besser zu wissen. Die verlaufen sich bewusst. Ich habe natürlich keine Ahnung warum ich daneben liege. Einmal fragte mich der S. warum ich da entlang will. Meine Antwort ein müdes Schulterzucken. Manchmal habe ich sogar zu Hause in meiner Bude das Gefühl nicht mehr zu wissen wie ich auf den Topf komme ohne beim Nachbarn ein Loch in die Wand stemmen zu müssen, wie die Jungs vom "EL Chapo". Die haben ja den Boden aufgestemmt. Das die nicht daneben bohrten und einen Sittenstrolch den Weg in die Freiheit ebneten, alle Achtung. Hab gelesen das es Mexikaner gibt die denken der El ist einfach vorne raus marschiert. Mexiko scheint nichts für Angeber zu sein. Mexiko ist unverfälschte Grausamkeit. So sieht`s halt aus wenn der Staat durch Korruption, Verbrechen und Vetternwirtschaft völlig ausgehöhlt ist wie ein Fluchtunnel. Verminderter Enthusiamus ist bei Neurolpetika und Schlaftabletten ganz normal. Schlaftabletten soll man ja nicht länger als 2-3 Wochen einnehmen. Spätestens nach 17 Jahren weist die Schlaftabletten-Industrie jede Verwantwortung für dein Handeln weit von sich. Die sind so klug und schreiben in ihren Abschiesbrief, der jede Packung ziert, das sie aufpassen sollten mit dem Zeug wenn sie unter Wahnvorstellungen (Psychosen, Depressionen, und Ängsten) leiden. Bei Depressionen kann die Einnahme von Z..... suizidales Verhalten fördern. Hier haben wir ein typisches Beispiel bei dem sich die Katze in den sogenannten Schwanz beißt. Den ganz unrecht haben die von der Firma nicht. Das Schlafmittel Z..... verstärkt Wahnvorstellungen und Ängste. Bei mir zumindest. Aber ohne Schlafmittel wird man auf Grund fortdauernder Schlaflosigkeit auch immer paranoider. Gefühlt hat man die Wahl zwischen Pest und Cholera.
Die Neuroleptika-Industrie ist natürlich auch nicht blöde. Die schreiben einfach in ihr Dankschreiben schön und groß, " Achtung beinträchtigt ihre Fahrtüchtigkeit" und sie haben sich schön bei dir abgeputzt und du hast schon wieder den Scherben auf. Das ich Kleinigkeiten irgendwo ablege und nicht mehr finde, oder erst Wochen später rein zufällig, während die Welt längst in einem ganz anderen Kontext steht, damit habe ich mich abgefunden. Wirklich anggefressen, nein richtiggehend angewidert, bin ich nur noch bei wirklich obszönen Aussetzern. Letztens wog ich im k.... Supermarkt Äpfel ab. Doch anstatt das ich das Preischildchen, das die Waage ausspuckte, vorschiftsmäßig auf das Obstsäckchen klebte, schritt ich frohen Mutes, natürlich ohne aufgeklebtem Preis zur k..... Kasse, woraufhin die k....... Kassiererin leicht angesäuert, den Job für mich erledigen musste. So geht das in einem fort. Dabei versuche ich mir wirklich Mühe zu geben weil man ja vor sich selbst bestehen muss. Doch gegen meine lahme Signalverarbeitung bleibe ich zumeist zweiter Sieger. Als wir das letzte Mal in K.... weiterzogen wie morderne Nomaden, die keine Heimat mehr haben, was in meinem Fall ja beinahe zutrifft, weil ich auch hier in K..... mit dem Rücken zu den Urlaubenden in meinem Klappstuhl hocke, in unser derzeitiges und letztes Quartier in L..... auf K......, war auf einmal mein Toilettentascherl weg, verschwunden, wie vom Erdboden verschluck. Da sieht man`s wieder. Was für die einen Kultur ist, ist für die anderen ein Tascherl für den Lokus. Meine Tabletten hatte ich natürlich nicht vergessen. Bei den Tabletten bin ich hochkonzentriert. Ohne müsste ich ja sofort nach Hause aufbrechen. Logisch das zuerst meine Sachen und danch das ganze Apartment auf den Kopf stellte. Sogar im Spülkasten der Toilette schaute ich nach und im Backrohr. In meiner Ohnmacht wollte ich schon meine Mitbewohner verdächtigen das sie mir einen ganz üblen Streich spielten, was ich niemanden anraten kann. Natürlich waren die die Unschuld in Personen. Nur das Toilettentascherl, kurz TT, war noch immer abgängig. Im TT befand sich auch ein USB-Stick mit einer Kopie all meiner Texte. Sind schon einige Stunden an Arbeit auf diesem USB-Stick gespeichert. Die Texte bewusst vernichten ist ja ganz was anderes als sie zu verlieren. Sogar der Weltschriftsteller Kafka Franz hat nicht alles vernichtet, sondern auch für die Schublade geschrieben. Ich schreibe ja auch für die Schublade. Ist halt eine digitale. Natürlich nicht nur. Ein Mensch der nicht irgendwie auch nach Anerkennung anderer Menschen strebt ist kaum überlebensfähig oder einfach nur ein Wunder. Im Übrigen bin ich dahinter gekommen, das es mich unglaublich anspornt, wenn andere Blogger so tun als würden sie den Schizophrenisten nicht kennen und mich bewusst ablehnen, weil sie sich denken, mit so einem mache ich mich sicherlich nicht gemein. Nach 5 Jahren hier auf dieser schönen Plattform traue ich mir diese gewagte Expertise durchaus zu. Diese Nichtbeachtung, in der auch immer eine Funke Achtung steckt, hält mich am Leben. Besser weiß ich es nicht. Ist wie damals in der Schule beim Strafarbeit schreiben. Ablehung ist ein wirksames Überlebenselexier. Sie ficken mich durch Nichtbeachtung und verschmähen meine Kleinkunst, die an manchen Tagen garn nicht so schlecht ist. Hab hier schon wesentlich Schlimmeres gelesen als meinen Schmarrn und auf unendlich trostlose Fotos, aufgenommen in der ganzen Welt, gestarrt. Und während des Schreibens mache ich auch noch Liegestütze und dann verfluche ich sie bis in alle Ewigkeit um es ihnen heimzuzahlen. So wird das immer weitergehen. Und irgendwann mit viel Glück bin ich Siebzig und dann kann ich sagen schön war`s.
Irgendwann war es dann natürlich vorbei mit meiner Lässigkeit. In mir ging es zu wie in einem brodelnden Kochtopf der gleich einmal übergeht, oder einem rassistischen Demagogen und Einpeitscher, der dabei erwischt wird wie er sich von einer Domina, die so schwarz ist wie Schokolade, in einen Zwinger sperren lässt. Logisch das ich die Nerven der übrigen drei Herren, mit denen ich zu diesem Zeitpunkt das Apartment teilte, kurzzeitig etwas penetrierte. Nach einer guten Stunde hatte ich mich ja wieder im Griff und mein Scheiten wie sagt man so schön "verarbeitet". Das mit dem zusammen wohnen in einem Apartment war an sich keine so überragende Idee. Der Hobbit-Anwalt stellte die Klimaanlage immer auf 20 Grad ein. Warum fragte ich ihn, fährst den in den heißen Süden, wenn du dann die Klimaanlage auf 20 Grad herunterschraubst. Da verkühlt man sich ja wenn man aus der Hitze kommt. Und jedes mal wenn ich die Klimaanlage etwas hochdrehte, drehte der Hobbit-Anwalt sie auch schon wieder herunter. Es ging zu wie im Kindergarten. Einmal sogar auf 17 Grad.
Bevor die Stunde um war und ich mich meinem Schicksal fügte, schlug ich fluchend, und mich übelst beschimpfend eine Tür hinter mir zu. Was ich da so von mir gab ist nichts für Bürgerliche, Kerzchenanzünder, Veganer, Neo-Nazis und oder einen Hegelianer, der mit einer Asiatin verheiratet ist, die ein andere Geschichtsauffasung hat, weswegen er auf seine Alarmanalge verzichtet um den Frieden im Haus zu wahren. Spätestens in 10 000 Jahren predigt seine Frau landet das vermeintliche Diebesesgut sowieso wieder in seiner Schublade. Bei uns in Österreich sagt man es wurde tief. Wut ist an sich nicht mein natürlicher Zustand. Spricht man länger mit mir, strömt mitunter ein übler Geruch von Verbitterung und Hoffnungslosigkeit durch meine auf Lässigkeit getrimmte Schale und verpestet ihre Stimmung. Aber wütend oder außer mir bin ich selten. Was mir durchaus gelegen kommt. Nur der Pumuckl war wütend amüsant. Wut kommt ja nicht aus dem Nichts. In einer fortschreitenden Zivilisation sollte Wut, mitunter auch politische Wut kein Ratgeber mehr fürs politische Handeln sein. Der Hitler z.B. der war auch ziemlich wütend. Eine Wut die er dann in die Welt projezierte. Wahrscheinlich aus ganz privaten Gründen weil Braunau und seine Herkunft genau das hielten was sie versprachen. Das TT war wie es aussah unwiderbringlich verloren wie die Jugend, oder eine bessere Körperhaltung. Anscheinend hatte ich es im letzten Apartment zurückgelassen. Anders konnte es gar nicht sein. Ich musste es dort zwangsläufig zurück gelassen haben wie eine schöne Erinnerung die auf dem Lebensweg verblasst und verloren geht. Dabei konnte ich mich noch dunkel erinnern, das ich das ganze Apartment noch einmal abgegangen bin, weil wir beide dazu neigen, Sachen unbeaufsichtigt zurück zu lassen. Im ersten Quartier nach nur einer Nacht gleich einmal die Kaffeemaschine. Seitdem saufen wir Instantkaffee. Der gute Kaffee den ich von zu Hause mitgenommen hatte steht jetzt einfach nur so herum. Dabei wollte ich die Kaffeemaschine auf gar keinem Fall irgendwo zurücklassen. So ein wohlschmeckender Kaffee am Morgen ist doch etwas oder nicht! Schön am Balkon Kaffee trinken ist doch eine Wonne, bevor man realisiert wer man ist und was das für Folgen hat. Schon nach der ersten Übernachtung hatte sich das mit dem Fall der nie eintreten sollte erledigt. Meiner Wut, das ich gar so ein Vollsepp im Vollhorstland bin, waren mindestens 3 Kaffeelöffel blankes Entsetzen beigemischt, weil ich offensichtlich ein Mensch bin, der nur bedingt Kontrolle über sich auszuüben weiß. Ich bin als Person ein "failes state". Das mich das vegetative Nervensytem an der kurzen Leine führt, und man nicht so genau weiß wann man aufs Häusl befohlen wird, um dort seine Notdurft zu entrichten, muss man als Mensch irgendwann akzeptieren, auch wenn`s furchtbar schwer fällt. Aber über ein verschissenes TT will man schon verfügen wie es einem beliebt. Das stelle ich auf die chinesische Mauer und dann nehme ich es wieder mit. Oder auch nicht. Das mache ich einen halben Tag auf und zu, auf und dann wieder zu. Weil mir andauernd etwas verloren geht, ohne das ich mich zu wehren weiß, hing ich hilflos in den Seilen. Handy, wie sie bereits wissen besitze ich noch immer keines. Warum? Weil die Enttäuschung das niemand anruft nur schwer auszuhalten ist. Deswegen musste ich den S. bitten das der für mich bei der Frau Dr. K. in O.... anruft, ob die so gütig wäre, noch einmal nachzusehen, ob das TT noch im Apartment herum liegt, in dem natürlich schon neue Gäste nächtigten. Höchstwahrscheinlich Touristen. Ich bin ja kein Tourist. Kleinstbürgerlich verwüstet wie ich nun einmal bin war mir das furchtbar unangenehm und peinlich.
Dead was sagst, jetzt mache ich schöne Absätze. Aber eine Bitte hätte ich an dich. Wenn du wieder einmal so zuvorkommend bist meine Texte zu kommentieren und redigieren, dann mach das bitte unter dem Pseudonyme Dead....... Mir wird das ansonsten zu unheimlich und paranoid wie ich bin, fange ich an mich von dir verfolgt zu fühlen, obschon du es nur gut meinst. Und wirklich schön sieht das nicht aus, wenn ich in mit einem gezogenen Küchenmesser in L..... am Strand zwischen all den glücklichen Familien und Verliebten herumspucke wie einer aus der Fraktion die mit himmlischen Jungfrauen einen 72siebziger machen. Jetzt sollen schon Chinesen für den IS kämpfen. Hier auf K..... , eine der schlimmsten Pärchen und Familienhöllen Kroatiens gibt es ja kaum Frauen die oben das Hemchen lüften ohne das man einen Zwanziger ziehen muss. Dafür gibt`s überall nackte Kleinkinder. Wir machten schon üble Witze ob wir nicht einen Reiseführer für Pädophile herausbringen sollten, in denen dann die Strände eingezeichnet sind, an denen es ganz viele Kinder gibt die nichts anhaben. Der Witz stammte natürlich von mir. Ich weiß das dieser Schmäh nur bedingt lustig ist. Spreche ich es aus, bereitet es mir ziemlich viel Vergnügen in verdutzte Gesichter zu schauen, die jetzt nicht wissen ob sie lachen oder mich zur Ordnung aufrufen sollen. Ich finde das inzwischen halb so schlimm das kleine Kinder am Strand nichts anhaben und ganz offensichtlich ins Meer pissen. Und Menschen anderer Nationalitäten scheint das auch nichts auszumachen. Ich habe das ziemlich genau beobachtet. Nicht die Kinder, die Erwachsenen. Italiener sind da ganz entspannt, Kroaten auch. Ich will ja nicht absichtlich gegen die Deutschen stänkern oder aufbegehren, obschon ich der Meinung bin das der Dr. Wolfgang Schäuble, seinerseits Finanzminister, sich nicht unbedingt bis zu seinem Tod und darüber hinaus, für das deutsche Volk und das Heil Europas in die Schlacht werfen muss. Dem Wolfi seine Lebensleistung wird mir schön langsam unheimlich. Das ist mir eindeutig eine Spur zuviel Aufopferungswille und Leistungsbereitschaft. Werter Herr Schäuble. Ich habe vor ihrer Lebensleistung und die Art wie sie ihr Schicksal meistern wirklich allergrößten Respekt. Unglaublich ihre Leidensbereitschaft und das mit den schwarzen Kassen und das sie zwischen der innerere und äußerer Sicherheit eines Staates keinen Unterschied mehr erkennen, sei ihnen verziehen. Aber ihre Hingabe erinnert schon irgendwie a bisserl an Stalingrad. Südländer, zu denen ich mich auch zähle, jagt ihr Verhalten wirklich Angst ein. Der Varaufakis klagte in einem Spiegelartikel ununterbrochen über die hohe Arbeitsbelastung. So etwas habe ich vom Herrn Wolfi noch nie gehört. Hat der Wolfi üble Laune macht er einfach seine Wasserträger zur Schnecke die artig kuschen und sich alles gefallen lassen. Das ist ziemlich "Deutsch" wenn sie mich fragen. Neben dem Schicksal der Herrn Dr. Schäuble, das eng verwoben ist mit seiner manischen Lebensleistung, schrumpft man unweigerlich zum Zwerg und man fühlt sich beschämt überhaupt nichts auf die Beine bekommen zu haben. Ich weiß das ich mich jetzt wieder einmal abschieße, aber Europa ist nicht auschließlich dafür da damit ein Mensch sein Trauma an uns abarbeitet.
Wo war ich. Ach ja. Erst der medial, hystersiche, und völlig überdrehte, deutsche Diskurs, über den Daniel C-B und das Parteiprogramm der deutschen Grünen aus den frühen Achtziger, als ein paar total Durchgeknallte Pädos, Sex mit Kindern ins futuristsche Parteiprogramm reklamierten, hat dazu geführt das ich einmal auf der Donauinsel in meinem Wahn abgehauen bin, weil so ein kleiner Racker unbedeckt und gänzlich unschuldig vor mich heum lief. Hier herunten ist mir das völlig wurscht. Manches Unbehagen wird wirklich erst medial geschürt. Heute ist eine Ungarin durch den heißen Sand stolziert. Ich sag`s ihnen. Die hatte einen weltklasse Arsch wenn ich das so lapidar sagen darf. Da ist mir beinahe mein Lesestoff aus der Hand gefallen. Der Fall "Caroline", als die Briten ein amerikanisches Boot, auf amerikansichen Boden in Feuer aufgehen ließen. Juristisch höchst interessant bis diese Frau daherkam. Die Frau Dr. K., ihrerseits Zahnärztin schrieb dann in einer SMS zurück das ihre Tochter beim Putzen nichts auffälliges gefunden hatte und ein TT schon gar nicht. Im Apartment war kein TT. Ich verstand nur noch Bahnhof. Auf dem Weg zum Abendessen kaufte ich dann schon merklich gefasst alle Toilettenartikel neu und entschuldigte mich vor versammelter Belegschaft für mein Abgleiten in die Abgründe menschlicher Unzulänglichkeiten. Hätte ich mir auch sparen können weil sich bei mir prinzipiell nie jemand entschuldigt. Das ist der Preis den man zu entrichten hat, wenn man in den Augen der Klein und Kleinstbürger, als kleinstbürgerlicher Provokateur bestehen will. Ich bin ja zum Schweigen verdammt, weil die jungen Aspiranten auf ihren Weg zu Verdruss und Tübsal, gerade erst das erste Drittel bewältigt haben, und den alten Hobbit-Anwalt kenne ich ja nicht wirklich. Aber so viel kann ich durchaus verraten. Wir behandeln manchmal wirklich die Falschen. Was da alles noch als Normal bis Unauffällig durchgeht verwundert mich immer wieder aufs Neue. Der alte Hobbit-Anwalt fuhr mir einmal schön übers Maul, weil ich beim Bummel durch die Stadt K...... verbal wieder einmal über den Idyllen-Tourismus stolperte. Und da kannte ich den alten Hobbit-Anwalt keine 72 Stunden als der mich zu seinem Kleinkind degradierte und ich mir schweren Herzens auf die Lippen biss. Werde endlich damit fertig schnauzte er mich an. Womit ich fertig werden sollte. Ja mit allem. Mit meinem verpfuschten Leben, der Schizophrenie, dem ausgestoßenen Sein, und vor allem mit den glückliche Pärchen und stolze Familien, von denen ich mich umstellt füllte, wie ein Irrer mit einem Kochlöffel von der Polizei, während ich mit drei Herren unterwegs war, von denen aktuell keiner einer Frau_Mann an seiner Seite weiß. Eine soziale Unvertäglichkeitsbescheinigung besitze aber nur ich. Was sagt uns das? Wer sich einmal gezwungen sieht, seinen Urlaub mit einem Aussätzigen zu verbringen der (hahaha) K.... ist natürlich ein wunderschönes, idyllisches Kleinod. Nicht umsonst wird K.... als Kleindubrovnik bezeichnet. Trotzdem ist jeder Zentimter der Stadt touristisch unterwandert. Und überall diese typischen Touristen-Szenen, wenn ein Wirt mit den Gästen plaudert und so tut als ob er sich mit denen verbrüdert, das Fundament der Beziehung aber nicht Freundschaft sondern Geld ist. Da konnen sie noch so galant herum albern. Die Portionen auf ihrem Teller werden deswegen nicht größer. Das besser Kennenlernen, haben wir hier mit unseren Vermietern, zwei sehr netten älteren Leute, natürlich auch versucht und sind dabei grandios gescheitert. Die beiden sprechen kein Englisch und wir kein Kroatisch. Der Vermieter, das haben wir rausgefunden, hat Diabtetes/Zucker. Die Zehen sind im ausgegangen wie anderen die Haare, sehen tut er auch nur noch verschwommen und sein Hund, des Mannes ein und alles, ist auch unter der Erde. Ihm Trost zu spenden, oder wenigstens sein Bedauern auszudrücken, geht leider nicht. Jetzt beschenken sie uns andauernd mit Essen. Total süßes Zeug. Zitronen eingelegt in Zucker, Palatschinken so süß das es dir die Zehen aufstellt und Feigen frisch aus dem Garten, die ganz wundervoll schmecken. Alles werde ich einfach nicht essen können/wollen. Die Feigen sind natürlich schon verputzt. Mir ist jetzt schon fürchterlich Unwohl bei dem Gedanken, das etwas von der Gastfreundschaft heimlich mit dem Müll außer Haus getragen werden wird . Die Frau denkt im Übrigen ich bin vom S. der Vater. Noch ein Grund zu flüchten in das ungeliebte Wien. In spätestens einer Woche dann hat sich die Schizophrenie, genau die schizaoffektive Psychose, wieder schön in Wien eingelebt. Davor graust mir schon jetzt, weil ich nicht weiß ich da bestehen soll. Was der Hobbit-Anwalt-Vater nicht ganz so ernst nahm wie ich, war die Tatsache, das die Insel K..... mit dem Geburtshaus Marco Polos nach Touristen giert. Angeblich sagen sie ist der Marco auf K.... geboren. Angeblich. Gibt nicht einen wirklich konkreten Anhaltspunkt dafür. Das hält die nicht davon an jede Menge Marco Polo-Ramsch zu verhökern auf dem nichts mehr vom "angeblichen" steht.
Ich bin ja zur Überzeugung gelangt das die Leute in der Regel nicht daran interessiert sind was nun Sein und Schein ist. Die sind ganz glücklich darüber dass das Eine recht nahtlos in das Andere übergeht oder ineinander fällt. Die sind nicht hier um großartig Fragen zu stellen. Die sind hier um ihren wohlverdienten Urlaub zu genießen. Der Massentourimsus ist ein Industrieprodukt des Kapitalismus wie jedes andere auch. Das Produkt nennt sich "Vergnügen". Deswegen werden im kapitalistischen Wohlstand bestimmte Fragen einfach überflüssig und störend. Wer sich vergnügt oder amüsiert der hat es im Kapitalismus geschafft. Warum immer das Kleingedruckte lesen. Eine kalte Coke schmeckt ja auch nur dann richtig gut wenn man nicht andauernd darüber nachdenkt wieviele Stückchen Würfelzucker man jetzt da mitgesoffen hat. Die Leute sind hier weil sie es so wollen. An einem Strand ist eine Umkleidekabine ganz in KiK gehüllt. KiK-Billigsttextilien. Wer KiK kritisch gegenübersteht müsste sich dann im Freien umziehen um halbwegs glaubwürdig zu sein. An sich bin ich es der in dieser Idylle nichts zu suchen hat. Ich bin hier das Problem und nicht die Leute die es sich hier gutgehen lassen und mit einem Marco-Polo Gedenkshut hirnlos durch die Gegend schlapfen und später zu Hause ganz tolle Geschichten über den Wirt erzählen werden. Ich bin es der die Idylle als Zumutung erlebt weil ich nicht dazu gehöre. Wäre ich mit einer Dame hier deren Gunst ich mir für einen Augeblick erschlichen habe, würde ich diese Idylle wahrscheinlich ganz anders bewerten und erleben. Vor allem wenn die mir einfach so die Eier schaukelt. Eine Wahn wie der meinige ist auch echtes und unverfälschtes Sein. Trotzdem was habe ich davon. Wenn was Echtes suchst dann hau doch nach Meiningen ab. Dort steht angeblich in der Ernestinerstraße Nr. 14 eine Plakette auf der steht: "Hier wohnte Wilhemine von Pfaffenrath, Urheberin des Wassunger Krieges". Trotzdem graut mir jetzt schon vor der Rückkehr in mein Österreich. Im Flüchtlingslager Traiskirchen sollen ja katastrophale und unmenschliche Bedingungen herrschen. Schuld daran haben wieder einmal östereichs Politiker. Der Thomas Bernhard sagte ja nicht umsonst, das die österreichischen Politiker die Totengräber der Nation sind. So nach und nach bringen die das ganze Land um. Politisch, ökonomisch und moralisch. Und die Österreicher in ihrem Stumpfsinn wählen diesen Pack einfach immer wieder, entweder weil sie sich so ein Stück vom Kuchen versprechen, oder weil sie total verblödet sind. Das mitanzusehen ist eine einzige Zumutung. Natürlich werte Österreicher_Innen. Mit den Blauen wird dann alles anders, wie damals in Kärnten als meine 42% Heimat, von den braunen Fluten, in den politischen, ökonomischen und moralischen Untergang gespült wurde. Flüchtlinge nächtigen einfach so am Boden, während meine Wohung leer steht. Allein schon diesen Gedanken empfinde ich als einzige Zumutung der ich mich nicht gewachsen fühle.
Wieder zurück im Apartment schön gestärkt fasste ich noch einmal neuen Mut mich dem TT-Debakel erneut anzunähern. Wenn`s nach dem Willen des Hobbit-Anwalts gegangen wäre, hätten wir ja noch 5mal Pizza gegessen. Und der kleine Scheißer kriegt des immer wieder so geschickt hin das sein Wille geschieht. Es war ja auch der Hobbit-Anwalt der uns diese Idylle hier aufs Auge gedrückt hat und nach drei Tagen wieder abgehauen ist. Das k..... Festland hält man als Aussetziger wesentlich leicher aus. Sich unterwerfen gehört ja nicht zu meinen großen Stärken. Und wirklich klug und geistreich im Kritik üben bin ich auch nicht. Hätte man mich noch einmal zum Pizza essen auf die Straße hinausgetrieben wäre es wieder einmal schön tief geworden. Gibt ja Leute die besitzen das Talent, das nicht sie als die Blöden dastehen, sondern jene die von diesem Irrsinn die Schnauze gestrichen voll haben. Meine UM2 z.B. Und ich blöd wie ich bin renne in so gut wie jede dieser Fallen. In diesem Apartment bewohne ich ja das Kinderzimmer. An sich fühlen wir uns hier nicht wirklich wohl weil die Bude bis unter die Decke voll ist mit Fotos unserer Vermieter. Man fühlt sich da irgendwie als Eindringling. Und andauernd schwirren die um einen herum. Sich einfach mal nur so den Finger in den Arsch stecken oder herzhaft Fluchen geht hier nicht. Die heilige Maria lacht aus jeder Ecke. Die vermieten einfach weil sie das Geld brauchen. Ob sie`s bitter nötig haben weiß ich nicht. Eher schon als nicht. Nicht einmal unser Pässe haben sie. Man könnte hier einfach abhauen und die Zeche prellen. Was wir natürlich nicht machen. Nur gedacht muss dieser Gedanke schon werden. Nur so kann ich mich meines freien Willens versichern. Egal. Im Kinderzimmer steht ein großer Schrank. Da gabs ein Türchen, beinahe in Augenhöhe, an sich nicht zu übersehen. Ich öffnete das Türchen und sie können sicherlich vorstellen was da zum Vorschein kam. Warum ich dort nicht einfach nachgesehen habe. Fragen sie mich nicht. Ging irgendwie nicht. Es kam mir einfach nicht in den Sinn. Ich befürchte das ich das Kästchen als solches gar nicht wahrgenommen habe.
Aber meinen totalen Höhepunkt geistiger Umnachtung hatte ich auf dem Heimweg vom Strand. Vor unser Haustür, in einem überdachten Abstellplatz, stand ein Auto geparkt. Oh dachte ich mir, die Karre sieht aber gut aus, wem die wohl gehören mag. Logisch das die dem S. gehörte, bei dem ich mich noch einmal in aller Öffentlichkeit aufrichtig für den Ausflüg in die Idylle bedanken möchte. Obschon wir Lagerkoller haben, weil wir uns andauernd beim Furzen zuhören, hat es wirklich Spaß gemacht. Einmal abgesehen von den touristischen Zwängen ging`s mir hier herunten besser als in Wien. So gesehen war die Reise ein voller Erfolg.
Ende
Anhang. Ich schlafe ja immer mit Ohropax. Heute Nacht viel einer heraus und ich in meinem Taumel, dachte das sei ein Kaugummi und habe anscheinend darauf herumgekaut.
Die Fortsetzung
Sich selbst passend zu beschreiben ist ja an sich eine Unmöglichkeit. Man kommt bei den anderen als ganz anderer an als man weggegangen, ist obschon man seine Kleider nicht wechselt. Trotz Wahns bin ich, zumindest wenn einige Parameter halbwegs stimmen, ein recht entspannter Zeitgenosse. Zumindest nach außen hin wirke ich so, während ich innerlich schreie, und den anderen (vielleicht/wahrscheinlich/oder auch nicht) mit meinen geistigen Schweißausbrüchen ziemlich auf den Geist gehe, weil sich korrekt zu beschreiben eine Unmöglichkeit ist. Meistens läuft es aber so ab, das die anderen, die immer auch die Hölle sein müssen, auf meinen Nerven herum springen wie auf einen überalterten Trampolin, weil die gar so unentspannt und neurotisch drauf sind. Irgendwann bin ich außer Stande diesen Zustand länger mit mir zu tragen wie ein ungeborenes Kind und dann habe ich den Scherben auf, weil ich Mitleid mit denen entwickle und das auch zeige. Mitleid ist in manchen Fällen noch viel Schlimmer als Verachtung. Zumeist habe ich ja Mitleid mit Leuten die mit beiden Beinen im Leben stehen und es geschafft haben, während ich mich paranoid an den Lehnen meines Klappstuhls festhalte. Gescheit wie die Leute nun einmal sind, zerreißen sie meine hohle Überlegenheitsattitüde dann wie Papier, und schmeißen mich in ihren emotionalen Mülleimer, oder kritzeln auf mir in Großbuchstaben herum wie ein Erstklassler. In der Selbstbeschreibung versucht man ja vor allem vor sich zu bestehen. Dann versuch ich das einmal.
Ich habe ja Tabletten-Alzheimer. Ich hoffe mit diesen Ausdrück, Menschen die tatsächlich an Alzheimer erkrankt sind, nicht in ihrer Würde verletzt zu haben. Tablettenalzheimer zeigt sich bei mir dadurch, das ich Dinge einfach verlege und am Wegesrand des Lebens zurücklasse, ohne den gerinsten Schimmer zu haben wo oder warum. Sobald ich an eine Sache nicht hochkonzentriert herangehe, fällt die Tablettenalzheimer über mich her, wie ein eitler Gockel über seine Antifaltencreme. Wie kommt es zu Tablettenalzheimer. In meinem Fall bedarf es einer recht forschen Dosis Neuroleptika+Schlattabletten plus schlechten Schlaf über einen längeren Zeitraum. Sagen wir von der Geburt bis zum Führerschein. Was die Neuroptop so genau bei mir bewirken kann ich nicht genau beschreiben. Die nehme ich einfach so. Menschen wie ich dürften sich in diesem Zustand des Wachkomas auf gar keinen Fall hinter das Lenkrad eines fahrtüchtigen Auto setzen und mal entspannt durch die Großstadt pflügen. Stehe ich z.B. an einer Kreuzung und schaue nach Rechs und es kommt kein Auto, vergesse ich einfach und unabsichtlich wie ich den Seheindruck einschätze. Dagegen komme ich nicht an. Also muss ich wieder und wieder hinsehen. Manchmal klappt es beim zweiten Mal um sicher zu sein das kein Auto von Rechts kommt. Nur bis ich wirklich Gewissheit habe, das Geschehen ziemlich richtig eingeschätzt zu haben, kommt natürlich längst ein Auto von Rechts und gleich zwei von Links, was mich heillos überfordert, weswegen ich gerne Straßen entlangfahre die nirgends kreuzen. An schlechteren Tagen dauert es und dauert es bis ich mich zu einer Entscheidung durchringen kann. Vor allem Vormittags. Ich weiß auch nie wo ich Sachen ablege oder welcher Weg jetzt von A nach B führt. Der S. musste mich durch die engen Gassen der k....... Örtchen lotsen wie einen sehschwachen Mongo, weil ich mich andauernd verkoffere. Es gibt ja Leute die gegen auch falsch herum, aber in der vollen Absicht richtig zu gehen und es besser zu wissen. Die verlaufen sich bewusst. Ich habe natürlich keine Ahnung warum ich daneben liege. Einmal fragte mich der S. warum ich da entlang will. Meine Antwort ein müdes Schulterzucken. Manchmal habe ich sogar zu Hause in meiner Bude das Gefühl nicht mehr zu wissen wie ich auf den Topf komme ohne beim Nachbarn ein Loch in die Wand stemmen zu müssen, wie die Jungs vom "EL Chapo". Die haben ja den Boden aufgestemmt. Das die nicht daneben bohrten und einen Sittenstrolch den Weg in die Freiheit ebneten, alle Achtung. Hab gelesen das es Mexikaner gibt die denken der El ist einfach vorne raus marschiert. Mexiko scheint nichts für Angeber zu sein. Mexiko ist unverfälschte Grausamkeit. So sieht`s halt aus wenn der Staat durch Korruption, Verbrechen und Vetternwirtschaft völlig ausgehöhlt ist wie ein Fluchtunnel. Verminderter Enthusiamus ist bei Neurolpetika und Schlaftabletten ganz normal. Schlaftabletten soll man ja nicht länger als 2-3 Wochen einnehmen. Spätestens nach 17 Jahren weist die Schlaftabletten-Industrie jede Verwantwortung für dein Handeln weit von sich. Die sind so klug und schreiben in ihren Abschiesbrief, der jede Packung ziert, das sie aufpassen sollten mit dem Zeug wenn sie unter Wahnvorstellungen (Psychosen, Depressionen, und Ängsten) leiden. Bei Depressionen kann die Einnahme von Z..... suizidales Verhalten fördern. Hier haben wir ein typisches Beispiel bei dem sich die Katze in den sogenannten Schwanz beißt. Den ganz unrecht haben die von der Firma nicht. Das Schlafmittel Z..... verstärkt Wahnvorstellungen und Ängste. Bei mir zumindest. Aber ohne Schlafmittel wird man auf Grund fortdauernder Schlaflosigkeit auch immer paranoider. Gefühlt hat man die Wahl zwischen Pest und Cholera.
Die Neuroleptika-Industrie ist natürlich auch nicht blöde. Die schreiben einfach in ihr Dankschreiben schön und groß, " Achtung beinträchtigt ihre Fahrtüchtigkeit" und sie haben sich schön bei dir abgeputzt und du hast schon wieder den Scherben auf. Das ich Kleinigkeiten irgendwo ablege und nicht mehr finde, oder erst Wochen später rein zufällig, während die Welt längst in einem ganz anderen Kontext steht, damit habe ich mich abgefunden. Wirklich anggefressen, nein richtiggehend angewidert, bin ich nur noch bei wirklich obszönen Aussetzern. Letztens wog ich im k.... Supermarkt Äpfel ab. Doch anstatt das ich das Preischildchen, das die Waage ausspuckte, vorschiftsmäßig auf das Obstsäckchen klebte, schritt ich frohen Mutes, natürlich ohne aufgeklebtem Preis zur k..... Kasse, woraufhin die k....... Kassiererin leicht angesäuert, den Job für mich erledigen musste. So geht das in einem fort. Dabei versuche ich mir wirklich Mühe zu geben weil man ja vor sich selbst bestehen muss. Doch gegen meine lahme Signalverarbeitung bleibe ich zumeist zweiter Sieger. Als wir das letzte Mal in K.... weiterzogen wie morderne Nomaden, die keine Heimat mehr haben, was in meinem Fall ja beinahe zutrifft, weil ich auch hier in K..... mit dem Rücken zu den Urlaubenden in meinem Klappstuhl hocke, in unser derzeitiges und letztes Quartier in L..... auf K......, war auf einmal mein Toilettentascherl weg, verschwunden, wie vom Erdboden verschluck. Da sieht man`s wieder. Was für die einen Kultur ist, ist für die anderen ein Tascherl für den Lokus. Meine Tabletten hatte ich natürlich nicht vergessen. Bei den Tabletten bin ich hochkonzentriert. Ohne müsste ich ja sofort nach Hause aufbrechen. Logisch das zuerst meine Sachen und danch das ganze Apartment auf den Kopf stellte. Sogar im Spülkasten der Toilette schaute ich nach und im Backrohr. In meiner Ohnmacht wollte ich schon meine Mitbewohner verdächtigen das sie mir einen ganz üblen Streich spielten, was ich niemanden anraten kann. Natürlich waren die die Unschuld in Personen. Nur das Toilettentascherl, kurz TT, war noch immer abgängig. Im TT befand sich auch ein USB-Stick mit einer Kopie all meiner Texte. Sind schon einige Stunden an Arbeit auf diesem USB-Stick gespeichert. Die Texte bewusst vernichten ist ja ganz was anderes als sie zu verlieren. Sogar der Weltschriftsteller Kafka Franz hat nicht alles vernichtet, sondern auch für die Schublade geschrieben. Ich schreibe ja auch für die Schublade. Ist halt eine digitale. Natürlich nicht nur. Ein Mensch der nicht irgendwie auch nach Anerkennung anderer Menschen strebt ist kaum überlebensfähig oder einfach nur ein Wunder. Im Übrigen bin ich dahinter gekommen, das es mich unglaublich anspornt, wenn andere Blogger so tun als würden sie den Schizophrenisten nicht kennen und mich bewusst ablehnen, weil sie sich denken, mit so einem mache ich mich sicherlich nicht gemein. Nach 5 Jahren hier auf dieser schönen Plattform traue ich mir diese gewagte Expertise durchaus zu. Diese Nichtbeachtung, in der auch immer eine Funke Achtung steckt, hält mich am Leben. Besser weiß ich es nicht. Ist wie damals in der Schule beim Strafarbeit schreiben. Ablehung ist ein wirksames Überlebenselexier. Sie ficken mich durch Nichtbeachtung und verschmähen meine Kleinkunst, die an manchen Tagen garn nicht so schlecht ist. Hab hier schon wesentlich Schlimmeres gelesen als meinen Schmarrn und auf unendlich trostlose Fotos, aufgenommen in der ganzen Welt, gestarrt. Und während des Schreibens mache ich auch noch Liegestütze und dann verfluche ich sie bis in alle Ewigkeit um es ihnen heimzuzahlen. So wird das immer weitergehen. Und irgendwann mit viel Glück bin ich Siebzig und dann kann ich sagen schön war`s.
Irgendwann war es dann natürlich vorbei mit meiner Lässigkeit. In mir ging es zu wie in einem brodelnden Kochtopf der gleich einmal übergeht, oder einem rassistischen Demagogen und Einpeitscher, der dabei erwischt wird wie er sich von einer Domina, die so schwarz ist wie Schokolade, in einen Zwinger sperren lässt. Logisch das ich die Nerven der übrigen drei Herren, mit denen ich zu diesem Zeitpunkt das Apartment teilte, kurzzeitig etwas penetrierte. Nach einer guten Stunde hatte ich mich ja wieder im Griff und mein Scheiten wie sagt man so schön "verarbeitet". Das mit dem zusammen wohnen in einem Apartment war an sich keine so überragende Idee. Der Hobbit-Anwalt stellte die Klimaanlage immer auf 20 Grad ein. Warum fragte ich ihn, fährst den in den heißen Süden, wenn du dann die Klimaanlage auf 20 Grad herunterschraubst. Da verkühlt man sich ja wenn man aus der Hitze kommt. Und jedes mal wenn ich die Klimaanlage etwas hochdrehte, drehte der Hobbit-Anwalt sie auch schon wieder herunter. Es ging zu wie im Kindergarten. Einmal sogar auf 17 Grad.
Bevor die Stunde um war und ich mich meinem Schicksal fügte, schlug ich fluchend, und mich übelst beschimpfend eine Tür hinter mir zu. Was ich da so von mir gab ist nichts für Bürgerliche, Kerzchenanzünder, Veganer, Neo-Nazis und oder einen Hegelianer, der mit einer Asiatin verheiratet ist, die ein andere Geschichtsauffasung hat, weswegen er auf seine Alarmanalge verzichtet um den Frieden im Haus zu wahren. Spätestens in 10 000 Jahren predigt seine Frau landet das vermeintliche Diebesesgut sowieso wieder in seiner Schublade. Bei uns in Österreich sagt man es wurde tief. Wut ist an sich nicht mein natürlicher Zustand. Spricht man länger mit mir, strömt mitunter ein übler Geruch von Verbitterung und Hoffnungslosigkeit durch meine auf Lässigkeit getrimmte Schale und verpestet ihre Stimmung. Aber wütend oder außer mir bin ich selten. Was mir durchaus gelegen kommt. Nur der Pumuckl war wütend amüsant. Wut kommt ja nicht aus dem Nichts. In einer fortschreitenden Zivilisation sollte Wut, mitunter auch politische Wut kein Ratgeber mehr fürs politische Handeln sein. Der Hitler z.B. der war auch ziemlich wütend. Eine Wut die er dann in die Welt projezierte. Wahrscheinlich aus ganz privaten Gründen weil Braunau und seine Herkunft genau das hielten was sie versprachen. Das TT war wie es aussah unwiderbringlich verloren wie die Jugend, oder eine bessere Körperhaltung. Anscheinend hatte ich es im letzten Apartment zurückgelassen. Anders konnte es gar nicht sein. Ich musste es dort zwangsläufig zurück gelassen haben wie eine schöne Erinnerung die auf dem Lebensweg verblasst und verloren geht. Dabei konnte ich mich noch dunkel erinnern, das ich das ganze Apartment noch einmal abgegangen bin, weil wir beide dazu neigen, Sachen unbeaufsichtigt zurück zu lassen. Im ersten Quartier nach nur einer Nacht gleich einmal die Kaffeemaschine. Seitdem saufen wir Instantkaffee. Der gute Kaffee den ich von zu Hause mitgenommen hatte steht jetzt einfach nur so herum. Dabei wollte ich die Kaffeemaschine auf gar keinem Fall irgendwo zurücklassen. So ein wohlschmeckender Kaffee am Morgen ist doch etwas oder nicht! Schön am Balkon Kaffee trinken ist doch eine Wonne, bevor man realisiert wer man ist und was das für Folgen hat. Schon nach der ersten Übernachtung hatte sich das mit dem Fall der nie eintreten sollte erledigt. Meiner Wut, das ich gar so ein Vollsepp im Vollhorstland bin, waren mindestens 3 Kaffeelöffel blankes Entsetzen beigemischt, weil ich offensichtlich ein Mensch bin, der nur bedingt Kontrolle über sich auszuüben weiß. Ich bin als Person ein "failes state". Das mich das vegetative Nervensytem an der kurzen Leine führt, und man nicht so genau weiß wann man aufs Häusl befohlen wird, um dort seine Notdurft zu entrichten, muss man als Mensch irgendwann akzeptieren, auch wenn`s furchtbar schwer fällt. Aber über ein verschissenes TT will man schon verfügen wie es einem beliebt. Das stelle ich auf die chinesische Mauer und dann nehme ich es wieder mit. Oder auch nicht. Das mache ich einen halben Tag auf und zu, auf und dann wieder zu. Weil mir andauernd etwas verloren geht, ohne das ich mich zu wehren weiß, hing ich hilflos in den Seilen. Handy, wie sie bereits wissen besitze ich noch immer keines. Warum? Weil die Enttäuschung das niemand anruft nur schwer auszuhalten ist. Deswegen musste ich den S. bitten das der für mich bei der Frau Dr. K. in O.... anruft, ob die so gütig wäre, noch einmal nachzusehen, ob das TT noch im Apartment herum liegt, in dem natürlich schon neue Gäste nächtigten. Höchstwahrscheinlich Touristen. Ich bin ja kein Tourist. Kleinstbürgerlich verwüstet wie ich nun einmal bin war mir das furchtbar unangenehm und peinlich.
Dead was sagst, jetzt mache ich schöne Absätze. Aber eine Bitte hätte ich an dich. Wenn du wieder einmal so zuvorkommend bist meine Texte zu kommentieren und redigieren, dann mach das bitte unter dem Pseudonyme Dead....... Mir wird das ansonsten zu unheimlich und paranoid wie ich bin, fange ich an mich von dir verfolgt zu fühlen, obschon du es nur gut meinst. Und wirklich schön sieht das nicht aus, wenn ich in mit einem gezogenen Küchenmesser in L..... am Strand zwischen all den glücklichen Familien und Verliebten herumspucke wie einer aus der Fraktion die mit himmlischen Jungfrauen einen 72siebziger machen. Jetzt sollen schon Chinesen für den IS kämpfen. Hier auf K..... , eine der schlimmsten Pärchen und Familienhöllen Kroatiens gibt es ja kaum Frauen die oben das Hemchen lüften ohne das man einen Zwanziger ziehen muss. Dafür gibt`s überall nackte Kleinkinder. Wir machten schon üble Witze ob wir nicht einen Reiseführer für Pädophile herausbringen sollten, in denen dann die Strände eingezeichnet sind, an denen es ganz viele Kinder gibt die nichts anhaben. Der Witz stammte natürlich von mir. Ich weiß das dieser Schmäh nur bedingt lustig ist. Spreche ich es aus, bereitet es mir ziemlich viel Vergnügen in verdutzte Gesichter zu schauen, die jetzt nicht wissen ob sie lachen oder mich zur Ordnung aufrufen sollen. Ich finde das inzwischen halb so schlimm das kleine Kinder am Strand nichts anhaben und ganz offensichtlich ins Meer pissen. Und Menschen anderer Nationalitäten scheint das auch nichts auszumachen. Ich habe das ziemlich genau beobachtet. Nicht die Kinder, die Erwachsenen. Italiener sind da ganz entspannt, Kroaten auch. Ich will ja nicht absichtlich gegen die Deutschen stänkern oder aufbegehren, obschon ich der Meinung bin das der Dr. Wolfgang Schäuble, seinerseits Finanzminister, sich nicht unbedingt bis zu seinem Tod und darüber hinaus, für das deutsche Volk und das Heil Europas in die Schlacht werfen muss. Dem Wolfi seine Lebensleistung wird mir schön langsam unheimlich. Das ist mir eindeutig eine Spur zuviel Aufopferungswille und Leistungsbereitschaft. Werter Herr Schäuble. Ich habe vor ihrer Lebensleistung und die Art wie sie ihr Schicksal meistern wirklich allergrößten Respekt. Unglaublich ihre Leidensbereitschaft und das mit den schwarzen Kassen und das sie zwischen der innerere und äußerer Sicherheit eines Staates keinen Unterschied mehr erkennen, sei ihnen verziehen. Aber ihre Hingabe erinnert schon irgendwie a bisserl an Stalingrad. Südländer, zu denen ich mich auch zähle, jagt ihr Verhalten wirklich Angst ein. Der Varaufakis klagte in einem Spiegelartikel ununterbrochen über die hohe Arbeitsbelastung. So etwas habe ich vom Herrn Wolfi noch nie gehört. Hat der Wolfi üble Laune macht er einfach seine Wasserträger zur Schnecke die artig kuschen und sich alles gefallen lassen. Das ist ziemlich "Deutsch" wenn sie mich fragen. Neben dem Schicksal der Herrn Dr. Schäuble, das eng verwoben ist mit seiner manischen Lebensleistung, schrumpft man unweigerlich zum Zwerg und man fühlt sich beschämt überhaupt nichts auf die Beine bekommen zu haben. Ich weiß das ich mich jetzt wieder einmal abschieße, aber Europa ist nicht auschließlich dafür da damit ein Mensch sein Trauma an uns abarbeitet.
Wo war ich. Ach ja. Erst der medial, hystersiche, und völlig überdrehte, deutsche Diskurs, über den Daniel C-B und das Parteiprogramm der deutschen Grünen aus den frühen Achtziger, als ein paar total Durchgeknallte Pädos, Sex mit Kindern ins futuristsche Parteiprogramm reklamierten, hat dazu geführt das ich einmal auf der Donauinsel in meinem Wahn abgehauen bin, weil so ein kleiner Racker unbedeckt und gänzlich unschuldig vor mich heum lief. Hier herunten ist mir das völlig wurscht. Manches Unbehagen wird wirklich erst medial geschürt. Heute ist eine Ungarin durch den heißen Sand stolziert. Ich sag`s ihnen. Die hatte einen weltklasse Arsch wenn ich das so lapidar sagen darf. Da ist mir beinahe mein Lesestoff aus der Hand gefallen. Der Fall "Caroline", als die Briten ein amerikanisches Boot, auf amerikansichen Boden in Feuer aufgehen ließen. Juristisch höchst interessant bis diese Frau daherkam. Die Frau Dr. K., ihrerseits Zahnärztin schrieb dann in einer SMS zurück das ihre Tochter beim Putzen nichts auffälliges gefunden hatte und ein TT schon gar nicht. Im Apartment war kein TT. Ich verstand nur noch Bahnhof. Auf dem Weg zum Abendessen kaufte ich dann schon merklich gefasst alle Toilettenartikel neu und entschuldigte mich vor versammelter Belegschaft für mein Abgleiten in die Abgründe menschlicher Unzulänglichkeiten. Hätte ich mir auch sparen können weil sich bei mir prinzipiell nie jemand entschuldigt. Das ist der Preis den man zu entrichten hat, wenn man in den Augen der Klein und Kleinstbürger, als kleinstbürgerlicher Provokateur bestehen will. Ich bin ja zum Schweigen verdammt, weil die jungen Aspiranten auf ihren Weg zu Verdruss und Tübsal, gerade erst das erste Drittel bewältigt haben, und den alten Hobbit-Anwalt kenne ich ja nicht wirklich. Aber so viel kann ich durchaus verraten. Wir behandeln manchmal wirklich die Falschen. Was da alles noch als Normal bis Unauffällig durchgeht verwundert mich immer wieder aufs Neue. Der alte Hobbit-Anwalt fuhr mir einmal schön übers Maul, weil ich beim Bummel durch die Stadt K...... verbal wieder einmal über den Idyllen-Tourismus stolperte. Und da kannte ich den alten Hobbit-Anwalt keine 72 Stunden als der mich zu seinem Kleinkind degradierte und ich mir schweren Herzens auf die Lippen biss. Werde endlich damit fertig schnauzte er mich an. Womit ich fertig werden sollte. Ja mit allem. Mit meinem verpfuschten Leben, der Schizophrenie, dem ausgestoßenen Sein, und vor allem mit den glückliche Pärchen und stolze Familien, von denen ich mich umstellt füllte, wie ein Irrer mit einem Kochlöffel von der Polizei, während ich mit drei Herren unterwegs war, von denen aktuell keiner einer Frau_Mann an seiner Seite weiß. Eine soziale Unvertäglichkeitsbescheinigung besitze aber nur ich. Was sagt uns das? Wer sich einmal gezwungen sieht, seinen Urlaub mit einem Aussätzigen zu verbringen der (hahaha) K.... ist natürlich ein wunderschönes, idyllisches Kleinod. Nicht umsonst wird K.... als Kleindubrovnik bezeichnet. Trotzdem ist jeder Zentimter der Stadt touristisch unterwandert. Und überall diese typischen Touristen-Szenen, wenn ein Wirt mit den Gästen plaudert und so tut als ob er sich mit denen verbrüdert, das Fundament der Beziehung aber nicht Freundschaft sondern Geld ist. Da konnen sie noch so galant herum albern. Die Portionen auf ihrem Teller werden deswegen nicht größer. Das besser Kennenlernen, haben wir hier mit unseren Vermietern, zwei sehr netten älteren Leute, natürlich auch versucht und sind dabei grandios gescheitert. Die beiden sprechen kein Englisch und wir kein Kroatisch. Der Vermieter, das haben wir rausgefunden, hat Diabtetes/Zucker. Die Zehen sind im ausgegangen wie anderen die Haare, sehen tut er auch nur noch verschwommen und sein Hund, des Mannes ein und alles, ist auch unter der Erde. Ihm Trost zu spenden, oder wenigstens sein Bedauern auszudrücken, geht leider nicht. Jetzt beschenken sie uns andauernd mit Essen. Total süßes Zeug. Zitronen eingelegt in Zucker, Palatschinken so süß das es dir die Zehen aufstellt und Feigen frisch aus dem Garten, die ganz wundervoll schmecken. Alles werde ich einfach nicht essen können/wollen. Die Feigen sind natürlich schon verputzt. Mir ist jetzt schon fürchterlich Unwohl bei dem Gedanken, das etwas von der Gastfreundschaft heimlich mit dem Müll außer Haus getragen werden wird . Die Frau denkt im Übrigen ich bin vom S. der Vater. Noch ein Grund zu flüchten in das ungeliebte Wien. In spätestens einer Woche dann hat sich die Schizophrenie, genau die schizaoffektive Psychose, wieder schön in Wien eingelebt. Davor graust mir schon jetzt, weil ich nicht weiß ich da bestehen soll. Was der Hobbit-Anwalt-Vater nicht ganz so ernst nahm wie ich, war die Tatsache, das die Insel K..... mit dem Geburtshaus Marco Polos nach Touristen giert. Angeblich sagen sie ist der Marco auf K.... geboren. Angeblich. Gibt nicht einen wirklich konkreten Anhaltspunkt dafür. Das hält die nicht davon an jede Menge Marco Polo-Ramsch zu verhökern auf dem nichts mehr vom "angeblichen" steht.
Ich bin ja zur Überzeugung gelangt das die Leute in der Regel nicht daran interessiert sind was nun Sein und Schein ist. Die sind ganz glücklich darüber dass das Eine recht nahtlos in das Andere übergeht oder ineinander fällt. Die sind nicht hier um großartig Fragen zu stellen. Die sind hier um ihren wohlverdienten Urlaub zu genießen. Der Massentourimsus ist ein Industrieprodukt des Kapitalismus wie jedes andere auch. Das Produkt nennt sich "Vergnügen". Deswegen werden im kapitalistischen Wohlstand bestimmte Fragen einfach überflüssig und störend. Wer sich vergnügt oder amüsiert der hat es im Kapitalismus geschafft. Warum immer das Kleingedruckte lesen. Eine kalte Coke schmeckt ja auch nur dann richtig gut wenn man nicht andauernd darüber nachdenkt wieviele Stückchen Würfelzucker man jetzt da mitgesoffen hat. Die Leute sind hier weil sie es so wollen. An einem Strand ist eine Umkleidekabine ganz in KiK gehüllt. KiK-Billigsttextilien. Wer KiK kritisch gegenübersteht müsste sich dann im Freien umziehen um halbwegs glaubwürdig zu sein. An sich bin ich es der in dieser Idylle nichts zu suchen hat. Ich bin hier das Problem und nicht die Leute die es sich hier gutgehen lassen und mit einem Marco-Polo Gedenkshut hirnlos durch die Gegend schlapfen und später zu Hause ganz tolle Geschichten über den Wirt erzählen werden. Ich bin es der die Idylle als Zumutung erlebt weil ich nicht dazu gehöre. Wäre ich mit einer Dame hier deren Gunst ich mir für einen Augeblick erschlichen habe, würde ich diese Idylle wahrscheinlich ganz anders bewerten und erleben. Vor allem wenn die mir einfach so die Eier schaukelt. Eine Wahn wie der meinige ist auch echtes und unverfälschtes Sein. Trotzdem was habe ich davon. Wenn was Echtes suchst dann hau doch nach Meiningen ab. Dort steht angeblich in der Ernestinerstraße Nr. 14 eine Plakette auf der steht: "Hier wohnte Wilhemine von Pfaffenrath, Urheberin des Wassunger Krieges". Trotzdem graut mir jetzt schon vor der Rückkehr in mein Österreich. Im Flüchtlingslager Traiskirchen sollen ja katastrophale und unmenschliche Bedingungen herrschen. Schuld daran haben wieder einmal östereichs Politiker. Der Thomas Bernhard sagte ja nicht umsonst, das die österreichischen Politiker die Totengräber der Nation sind. So nach und nach bringen die das ganze Land um. Politisch, ökonomisch und moralisch. Und die Österreicher in ihrem Stumpfsinn wählen diesen Pack einfach immer wieder, entweder weil sie sich so ein Stück vom Kuchen versprechen, oder weil sie total verblödet sind. Das mitanzusehen ist eine einzige Zumutung. Natürlich werte Österreicher_Innen. Mit den Blauen wird dann alles anders, wie damals in Kärnten als meine 42% Heimat, von den braunen Fluten, in den politischen, ökonomischen und moralischen Untergang gespült wurde. Flüchtlinge nächtigen einfach so am Boden, während meine Wohung leer steht. Allein schon diesen Gedanken empfinde ich als einzige Zumutung der ich mich nicht gewachsen fühle.
Wieder zurück im Apartment schön gestärkt fasste ich noch einmal neuen Mut mich dem TT-Debakel erneut anzunähern. Wenn`s nach dem Willen des Hobbit-Anwalts gegangen wäre, hätten wir ja noch 5mal Pizza gegessen. Und der kleine Scheißer kriegt des immer wieder so geschickt hin das sein Wille geschieht. Es war ja auch der Hobbit-Anwalt der uns diese Idylle hier aufs Auge gedrückt hat und nach drei Tagen wieder abgehauen ist. Das k..... Festland hält man als Aussetziger wesentlich leicher aus. Sich unterwerfen gehört ja nicht zu meinen großen Stärken. Und wirklich klug und geistreich im Kritik üben bin ich auch nicht. Hätte man mich noch einmal zum Pizza essen auf die Straße hinausgetrieben wäre es wieder einmal schön tief geworden. Gibt ja Leute die besitzen das Talent, das nicht sie als die Blöden dastehen, sondern jene die von diesem Irrsinn die Schnauze gestrichen voll haben. Meine UM2 z.B. Und ich blöd wie ich bin renne in so gut wie jede dieser Fallen. In diesem Apartment bewohne ich ja das Kinderzimmer. An sich fühlen wir uns hier nicht wirklich wohl weil die Bude bis unter die Decke voll ist mit Fotos unserer Vermieter. Man fühlt sich da irgendwie als Eindringling. Und andauernd schwirren die um einen herum. Sich einfach mal nur so den Finger in den Arsch stecken oder herzhaft Fluchen geht hier nicht. Die heilige Maria lacht aus jeder Ecke. Die vermieten einfach weil sie das Geld brauchen. Ob sie`s bitter nötig haben weiß ich nicht. Eher schon als nicht. Nicht einmal unser Pässe haben sie. Man könnte hier einfach abhauen und die Zeche prellen. Was wir natürlich nicht machen. Nur gedacht muss dieser Gedanke schon werden. Nur so kann ich mich meines freien Willens versichern. Egal. Im Kinderzimmer steht ein großer Schrank. Da gabs ein Türchen, beinahe in Augenhöhe, an sich nicht zu übersehen. Ich öffnete das Türchen und sie können sicherlich vorstellen was da zum Vorschein kam. Warum ich dort nicht einfach nachgesehen habe. Fragen sie mich nicht. Ging irgendwie nicht. Es kam mir einfach nicht in den Sinn. Ich befürchte das ich das Kästchen als solches gar nicht wahrgenommen habe.
Aber meinen totalen Höhepunkt geistiger Umnachtung hatte ich auf dem Heimweg vom Strand. Vor unser Haustür, in einem überdachten Abstellplatz, stand ein Auto geparkt. Oh dachte ich mir, die Karre sieht aber gut aus, wem die wohl gehören mag. Logisch das die dem S. gehörte, bei dem ich mich noch einmal in aller Öffentlichkeit aufrichtig für den Ausflüg in die Idylle bedanken möchte. Obschon wir Lagerkoller haben, weil wir uns andauernd beim Furzen zuhören, hat es wirklich Spaß gemacht. Einmal abgesehen von den touristischen Zwängen ging`s mir hier herunten besser als in Wien. So gesehen war die Reise ein voller Erfolg.
Ende
Anhang. Ich schlafe ja immer mit Ohropax. Heute Nacht viel einer heraus und ich in meinem Taumel, dachte das sei ein Kaugummi und habe anscheinend darauf herumgekaut.
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Dienstag, 28. Juli 2015
Katzenfoto-Ein mahnender Aufruf
der imperialist, 20:33h
An sich gehöre ich ja nicht zur Abteilung beleidigte Leberwust. Ich habe eher eine Mettwurstphobie. Trotzdem bin ich etwas verstimmt, wenn nicht sogar gekränkt, und wenn sie sich werte Blogger_Gemeinde nicht doch noch bequemen, ziemlich unversöhnlich. Die Sache ist so. In meinem letzten Blog-Beitrag mit dem Titel "blablabla", gibt es ziemlich weit oben nach der nichtssagenden Titeleinleitung, ein verdammt süßes Foto mit einem kleinen, k...... Kätzchen zu sehen, das sich mit zwei Pfoten an der Reling festhält. Auf dem Foto sieht man auch noch die alte, verschrumpelte Hand vom Schizophrenisten, der das Kätzchen a bisserl unterstützt, weil das kleine Scheißerchen in seiner Unbedarftheit, gar so sehr hin und her wankte. Ein paar Augenblicke bevor das Foto gemacht wurde, wollte das Kätzchen vom "Balke" (Balkon) aus in die Tiefe springen. Echt. Nicht aus Überdruss sondern aus lauter Neugier. Musste der Schizophrenist korrigierend eingreifen um für den Augenblick das Schlimmste zu verhindern. Ich bin in dieser Lebensphase, in dem sich das k..... Kätzchen gerade befindet, auch von jedem scheiß Balkon gesprungen und das habe ich jetzt davon. Ich besitze ja kein Gerät das zu fotografieren weiß. K.... Fotos mit dem Schizophrenisten gibt es in der Regel nicht. Ich schreibe Selfies. Für das niedliche Katzenfoto musste ich den S. bemühen, der mir das Foto dann auf mein Mail-Konto schickte. Und von dort habe ich es zuerst seitenverkehrt auf mein Blog gestellt. Der Hobbit-Anwalt war dann so gütig dieses niedliche Katzenfoto entsprechend zu drehen, so das sie sich nicht auf den Kopf stelllen oder gar schweben müssen um es genüsslich zu betrachten. Ich schreibe ja schon einige Jahre hier in ihrer werten und friedvollen Gemeinde. Ob sie meine Text jetzt lesen oder weiträumig umgehen, weil sie geistig gesund bleiben wollen, hat auf mein Tun des Schreibens ja nicht die geringste Auswirkung. Ich mache einfach weiter bis ich leergeschrieben bin oder es mir zu blöd wird die Lebenseindrücke wieder auszudrücken. Gibt ja so Blogger die bekommen Kommentare wie, "das hast du jetzt aber wunderschön gesagt", und die halten sich dann wirklich für Poeten. Ich nicht. Weder bin ich der deutschen Sprache mächtig, noch habe ich die geringste Ahnung vom Schreiben. Nur bin ich der Schizophrenist, der Mann mit dem wahnsinnigen Klappstuhl, im Grunde eine Institution. So einen wie mich finden sie nicht hinter jeder Ecke, ich bin ein Original, ein Unikat, einer der letzten Überlebenden einer aussterbende Spezies, ich rieche übel nach Charakter. Egal. Lassen wir das mit der Selbstbeweihräucherung. Nach ungefähr vier, nein fünf Jahren des Schreibens, und des zähen Ringens um ihre Gunst, mit der ich natürlich nichts anzufangen weiß, habe ich diese Woche mein erstes Katzenfoto online gestellt. Süße Katzenfotos ziehen an sich immer im Netz. Auch ich habe schon einige Katzenfotos kommentiert. Nur was machen sie werte Blogger_Innen. Anstatt sich an meinem kitischigen Katzenfoto zu erfreuen, und in den Kommentarblog zu schreiben, der für jeden offen steht, ach ist das Kätzchen süß, niedlich, angesoffen, auf Droge oder so, bekomme ich nicht einen Kommentar zu dem Kätzchen. Jeder Vollpfosten, Sadist, Perverse, Kinderficker, Soziopath und Massenmörder auf diesem Planeten, bekommt nette Kommentare wenn er ein Katzenfoto hochlädt. Sogar der Chefe vom IS oder der norkoreanische Diktator. Hitler seine Hundefotos werden heute noch ganz verträumt angesehen. Gibt sicher mehr Fotos "Hitler mit Hund" als "Hitler mit der Eva" im dunklen Internet. Nur mich lassen sie blöd in der Hitze stehen. Was bitte soll ich mir da denken. Deswegen geben sie sich einen Ruck wie man sagt. Seien sich nicht zu hartherzig. Schreiben`s was freundliches über das Kätzchen, so das ich was nettes und völlig unverfängliches über ihren Kommentar zurückschreiben kann und alle Anspannung und Ungemach lösst sich in Wohlgefallen auf. Und wenn das Thema Katzenfoto einigermaßen zu meiner Zufriedenheit verläuft, weil sie tun was ich will, obschon sie glauben das ihr Wille geschieht wie im Himmel so auf Erden, stelle ich irgendwann wieder ein Katzenfoto online und wir machen das noch einmal. Wie heißt es in einer deutschen Schnulze: "Beim ersten Mal tat`s noch weh, beim zweiten Mal nicht mehr so sehr". Eines habe ich noch von der Katze aus M.... eigentlich S.......
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Sonntag, 26. Juli 2015
Die Idylle geht in Rauch auf
der imperialist, 19:16h
Neu Seite 2.
Seite 1
Und weiter ging unsere Rundreise um uns selbst und unsere besseren und schlechteren charakterlichen Eigenschaften. Diesmal verschlug es uns auf die Halbinsel P......... Mir ging`s auf der Fahrt ans Ende einer Welt, Halbinsel plumsen ja mit einer Arschbacke ins Meer, nicht so besonders. Bei schweiß treibenden A-Temperaturen, körperlich angeschlagen und geistig entmutig, hatte ich schon mehr Spaß und Widerstandwillen. War wieder einer dieser/meiner hundsgemeinen Tage, an denen ich auch den misstrauischten und menschenfeindlichsten Gutachter einer Versicherung, der nur in Ausnahmefällen Freibriefe und Green Cards für die Flucht aus der Trettmühle austelllt, in Grund und Boden gefühlt hätte. Ist zuweilen wirklich eine Zumutung, sich in einer Weltgegend aufzuhalten, das im Warenhaus der Gefühle als wundervolle Sommer-Idylle ausgepreist wird, während man selbst einfach nicht die entsprechenden Emotionen in der Brieftasche stecken hat, um in diesem Laden schön einzukaufen oder wenigstens auf Schnäppchenjadt zu gehen. Schizophrenie und Idylle das geht sich einfach nie ganz aus. Erschreckend wie es da manchmal in einem aussieht. Die Welt erstrahlt im hellsten Glanz und übt sich gekonnt in Gelassenheit, und man selbst sieht abgeschnittene Köpfe herumkullern wie Kohlrabi. Und die Leute um einen herum, machen den idyllischen Vorgaben entsprechend, einen auf verliebt oder glückliche Familie. Was anderes gibt es hier nicht. Nicht das ich denen ihr Glück nicht gönne oder gar neide, ganz im Gegenteil. So ein Glück gehört bis zum letzten halbwegs brauchbaren Gefühl verteidigt. Menschen, einfach wie eine Wiese abgrasen und weiterziehen wie Nomaden, das gehört sich nicht. Ich weiß diese Wortwahl ist semioptimal, aber so als Kaputter mit einer kaputten Biografie und kaputten Aussichten, fühlt man sich bei so viel Harmonie, auch wenn diese vielleicht nur eine Inszenierung sein mag, doch etwas ausgeschlossen, um nicht kastriert zu sagen. Doch da fällt mir eine junge Dame ein, die hatte auch übelste Laune. Die stand einfach nur so herum, flennte, tobte und wollte keinen Meter mehr machen wie so ein störrischer Esel. Trotzphase nennt man das in der Fachsprache. Immer wieder komme ich an den Punkt, an dem ich mich für mich und meine Erkrankung schäme, eine Scham die dann irgendwann in Wut umschlägt, weil man diesen Zustand der Scham nicht länger ertragen will. Fresst ihr mal jedem Abend seit 17 Jahren eine volle Dröhung Seroquel nach den anderen, plus, plus, dann wollen wir mal sehen, wohin euch das Lebensgefühl so verschlägt. Um den Gedanken, für eine Idylle zu verbeult zu sein, mache ich natürlich (noch) einen weiten Bogen. Zu Hause mit dem nötigen Abstand werde ich mich dann um diese Frage die sich um das Thema, Intimität dreht, im Speziellen kümmern. Oder auch nicht. Deswegen lebe die Gefühls-Anarchie wie man sich einer Idylle annähert und gleichzeitig verweigert. Ich habe diese Postkartengefühlseinschleimerei nicht erfunden. Das die Armee der Gefühlsterroristen auf Facebook, in der Angelgenheit Postkartenidylle, noch eine Schippe nachlegt, ist nicht mein Bier. Mir ist schon bewusst, das ich gerade auf hohem Niveau sabbere, aber der soziale Tod lässt sich nicht so leicht ablegen wie eine Führerschein-prüfung, egal wo man sich gerade in der Welt aufhält. Dieses Vakum drängt sich immer zwischen einen und der Welt und wirft logischerweise Fragen auf, die von existenzieller Bedeutung sind. Sogar Leute die einem völlig fremd sind, und denen man rein zufällig irgendwo in K... oder sonst wo auf dr Welt begegnet, stellen Fragen warum man wie ist und ziehen aus den Antworten ihre ganz eigenen Schlüsse. So nachtschlafen oder verwunschen kann dieser Ort gar nichts sein. Diese Fragerei geht ja schon auf den Flüchtlingsbooten los. Das neue Quartier ist auf den ersten Blick beinahe klinisch rein und auch sonst über jede Klage erhaben. Bis auf die Tatsache, das es in der Glotze nur einen deutschprachigen Sender gibt, dafür aber 10 arabisch-persiche. Arabisch-persisches Fernsehen ist total schräg. Andauernd plärren Männer in eigenartigen Gewändern in die Kamera, oder verschleierte Mädchen lesen aus einem digitalen Büchlein vor. Ich schätze mal das des nicht das Dschungelbuch ist. Was ich ihnen noch antragen möchte. Frühstücks-TV von Abalfahdl Alabbas TV aus dem Iran. Da gibt`s zum Breakfast einen aufgemalten Fernseher und in der aufgemalten Glotze thront das Gesicht eines Mullahs (nehme ich mal an das die so heißen) der ohne Unterlass quasselt, predigt, mahnt, fordert, Gschichtl druckt, usw. Hadi TV 4. Ein Mann beim Predigen. Hadi TV 3. Ein Bächlein und die Stimme eines Mannes, der meines Einschätzung nach predigt. Hadi TV 1. Ein Mann der, sie werden es vielleicht ahnen, Anleitungen zum Unglücklichsein verteilt. Frauen gibt`s nicht so viele im Iran-TV zu bestaunen. Wenigstens einen Sender gegen Celllulitis oder gläserene Decken könnten sich das offizielle Iran doch erlauben. Wundern darf man sich nicht das iranische Kids in Untergrundpartys die Birne wegknallen. Können sie sich vieleicht noch an die gescheiterte grüne Revolte im Iran erinnern. "Neda", hieß die junge tote Frau, die in den Medien als Ikone bezeichnet wurde. Auf Hadi TV scheinen sie davon keine Notiz genommen zu haben. Das ist erschreckend. All die Toten des arabischen Frühlings. Manchmal frage ich mich wofür die gestorben sind oder sich die Augen ausstechen ließen. Wir hier machen einfach weiter ungestört auf Idylle. Das ist unser gutes Recht. Aber in den Medien schreiben sie dann heroisch von einer Ikone hier und einer Ikonen dort, so als ob der Tod dieser Frau auf etwas Größeres hinweist. Es gibt nichts Größeres als ein Menschenleben. "Neda", schrie einer, "Neda, bleib hier", und das Loch in ihrer Brust war so groß wie der L-Tunnel. Unterdrückung und Bevormundung macht durstig und hungrig. Und wäre ich ein Israeli, dann hätte ich vor dem iranischen Frühstücksfernsehen, das sich in die ganze Welt ausstrahlen lässt, auch so meine leisen Bedenken. Isolation scheint niemanden gut zu bekommen. Weder einem vereinzelten Menschen noch einem ganzen Land. Der Atom-Deal mit den 5 Ständigen und Deutschland, falls der Vertrag hält, scheint gerade zur rechten Zeit gekommen zu sein. Ausverhandelt in Wien. Können österr. Politiker wieder mal so tun, als ob sie beim zu Stande kommen eines geschichtlich bedeutenden Ereignisses, eine ganz außergewöhnliche Rolle spielten, und nicht nur den Roomservice stellten. Zurück zum Thema das ich nicht habe. Hier kann man ganz wunderbar einen auf Balkonien machen. Das erste Mal haben wir sogar zwei echte Zimmer mit Außentür für ein gewagteres Innenleben. Bis jetzt lag ja immer einer in der Küche auf dem Funktionssofa oder einem Sofa mit reiner Sitzfunktion. Dafür aber vor der Glotze. Warum das so gehandhabt wurde ist nicht für die Öffentlichkeit bestimmt und wird auch weiterhin unter Verschluss gehalten. Eines der Zimmer führt direkt auf den Balkon. Obschon es uns auf die Socken geht, das wir uns andauernd über den Weg laufen, (Jack Lemmon, Walther Matthau) sind wir noch immer um Fairnis bemüht. Kleinkarierte Streitigkeiten wegen jedem Scheißdreck, weil die Wirklichkeit immer auch durchs Bewusstsein konstruiert und umgeleitet wird, werden so gut es eben geht vermieden. Einfach weil ich diese Art der Aufregung nicht mehr bringe. Vor so kleinkarierten Streitigkeiten habe ich die Hose gestrichen voll. In die will ich in diesem Leben einfach nicht mehr verwickelt werden. Eine Münze entschied wer Balkonien gebucht hatte. Der Balkonien-Typ bin jetzt ich. In Wien soll es in den letzten Tagen bis zu 38 Grad heiß gewesen sein.
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Hier in O....auf der Halbinsel/P hat es nur 36 Grad. Der S. und ich haben uns zu ganz brauchbaren Appartment-Crashern hochgedient. Immer wieder werden Appartments auf den Markt geworfen, die eigentlich vermietet sein sollten, die, aus welchen Gründen auch immer, bis zur nächsten sicheren Buchung frei und sinnlos herum stehen wie die arabische Jugend, nach und vor der nächsten Revolte. Tritt dieser Fall ein sind wir zur Stelle weil wir ja vor Ort sind. So quartieren wir uns immer wieder weit unter dem Marktpreis oder über unseren eigentlichen Verhältnissen ein. Im Grunde gehen wir short und setzen auf fallende Kurse. Apropo Kurse. Die ungekrönten Könige unserer Zeit, die Geldalchimisten, die es geschafft haben, aus Papier noch mehr Papier zu machen, schnöder Warenkapitalismus ist old-school, haben jetzt anscheinend ihre Taktik geändert, wie sie hart arbeitende Menschen um ihr Erspartes bringen. Mit dem Wohlfühlkapitalismus wollen die nichts mehr zu tun haben. Vom Wohlfühlkapitalismus haben die sich entgültig verabschiedet. Jetzt heißt es in einer Werbeanzeige: "Kapitalmarkt ist kein Wunschkonzert". Diese Halsabschneider. Die traurige Seilschaft der abgezockten Anleger, die ausgetreten wurden wie ein Tschik auch noch verhöhnen, und ihnen ihre Gutgläubigkeit/Naivität als Makel nachschmeißen wie einen nassen Fetzen oder einen schlechte Nachrede, während mit dem Zentralbankgeld das übergeht wie heiße Milch, schön den nächste Reibach gemacht wird. Ich kann gar nicht zum Ausdruck bringen wie es mir unter den Fingernägel brennt, denen ihre Luxusjachten weg zu nehmen oder ungefragt auszuborgen. Wir sind ja schön im Kajak herum gepaddelt. Eine Stunde für mehr langt es nicht. Donnert eine dieser atemberaubenden EZB-ÖL-Short-Grexit-Luxusjachten an einem vorbei, haut es einem wegen des Wellengangs, beinahe aus dem Polyethylen-Laminat-Verbund-Schinakl. (Ausdruck für kleines Boot) Werte Kleinanleger. Steigen sie nicht mehr ein. Lassen sie sich von diesen Ärschen nicht mit den alten Tricks in neuen Socken um den Finger wickeln wie Sardinen in Öl. Wie es aussieht habe ich in meinem Leben zu oft Sardinen in Öl gegessen. Öffne ich eine Dose, sehe ich wie die Katze aus Dubrovnik, die Sardinen von hinten her auffrisst, während die S. vorne noch noch herum zappeln. Nicht wenige von uns Homo sapiens sind ja zivilisationsmüde. In K...... hatte ich zuweilen die Gelegenheit, die Natur bei ihrem täglichen Treiben zu beobachten. In der Natur kommt es des öfteren vor, das ein Geschöpf dieser Erde vorne noch nach Luft schnappt, während es von hinten her längst aufgefressen wird. Sehr gespenstisch. Gut, man könnte jetzt einwänden, das dadurch ein natürliches Gleichgewicht fressend ausverhandelt wird und die Artenvielfalt erhalten bleibt usw. Aber so im Einzelnen beobachtet und für sich genommen sieht dieses Fressen und Grefressen werden ziemlich gespenstisch und furchteinflößend aus. Dagegen fühlt sich das Betrügen und Betrogen werden wie ein Kindergeburtstag an. Ich schrecke ja schon auf wenn auf der Autobahn ein Insekt gegen die Windschutzscheibe knallt. Die Halbinsel P...... soll ja eine ziemliche feine Sache sein. Wie in den Touristenführen, die ich nicht lese, ausführlichst beschrieben, geht hier kulinarisch einiges. Vor allem der Wein ist eine ziemliche Berühmtheit, was mir aber nicht wirklich weiter hilft. Vielleicht bringe ich dem Goadafther eine Flasche mit. Oder doch lieber ein Glas Honig. Honig ist auch sehr gesund. Klöster und Kirchen gibt`s natürlich auf P...... auch jede Menge. Gibt ja so Leute die ganz vernarrt sind in alte Klöster und noch ältere Kirchen. Baustile, Kargheit des Lebens usw. Mir fehlt dazu irgendwie der Glaube. Ein Kloster-Besuch ohne Glauben ist wie ein Besuch im Puff ohne Geld. Ansonsten lief die Maschine des Massentourismus wie geschmiert bis die Idylle dann in Rauch aufging. Die Sache ist so. Angeblich, nein mit ziemliche Sicherheit, sollen Brandstifter ihr krankes, und nicht kommerzielles Unwesen getrieben haben. Neben P....stand auch die Insel K...... lichterloh in Flammen. Richtig schlimm soll es aber die Halbinsel P.......... erwischt haben, was man nicht sofort bemerkt weil die ja doch gut 70 km lang ist. Das waren wirklich schlimme Brände wie aus dem Katastrophen-Fernsehen. Hier herunten ist das Unterholz ja so trocken wie Unterholz nun einmal trocken ist, wie ein Dürstender, der durch die Wüste irrt und den Schlepper mit gezogener Waffe von der Nutzfläche eines LKW`s warfen, eben weil er Durst hatte. Da sagen sie zu einem der Wasser hat, du ich bin am verdursten, gib mir bitte einen Schluck und anstatt dir freundlich einen Schluck zu reichen, setzt der dich mitten in der Sahara aus. Was wiederum dazu führt das ich den Fisch im Maul der Katze für Kinderkram halte. Hier herunten reicht einfach schon eine Kippe und das Inferno nimmt seinen Lauf. Über 100 Feuerwehrleute, 6 Löschflugzeuge, und was weiß ich noch nicht alles, waren im permanenten Einsatz. Dicke Rauschschwaden lagen über dem Ort O..... wie Smog über einer chinesichen Metropole. Kulturgüter wie alte Rebstöcke, Pinienheine, Häuser usf., sollen dem Feuer zum Opfer gefallen sein. Die Einheimischen, zumindest jene die ich fragte, sprachen geschlossen von einer Katastrophe. Und der Strom war auch beinahe einen ganzen Tag weg. Ohne Strom machen der S. und ich nur bedingt eine gute Figur. Sich mit käuflicher Liebe a bisserl die Zeit zu vertreiben, bis das Licht wieder angeht, und ich an meinen Texten herum eiern kann, geht in der Idylle natürlich auch nicht. Huren gibt es in der Idylle nicht. Hier gibt es nur Liebe gegen Bares. Der Maschinenraum der Liebe, indem Menschen schuften, muss ja irgendwie am Laufen gehalten werden. Je mehr man Bares hat umso schöner wird`s. Natürlich nicht für die Leute im Maschinenraum. Wir waren bei einem Wirt hoch oben am Berg mit traumhafter Aussicht, der serviert ganz hervorragenden Fisch. War alles reserviert für die Hochwohlgeborenen der Idylle. Da hat er uns trotzdem was auf den Griller geschmissen, weil wir sehr früh dran waren und so zur Unzeit kamen. Schmeckte ganz vorzüglich und billig war`s natürlich auch nicht. Der Ort ist wie gemacht für Verliebte, die nicht auf`s Geld schauen oder einen Kredit aufnehmen, um sich an der Aussicht zu erfreuen. Die Liebe geht ja nicht umsonst durch den Magen. Für drei Euro oder einen wohlwollenden Kommentar gebe ich euch nur zu gerne die Adresse. Was ging war ein kurzer Abstecher zu unserer Vermieterin, eine gewisse Frau Dr.K., ihrerseits Zahnärztin. Die saß auch nur so herum weil ja ihre Praxis keinen Saft hatte. Die war so frei und kochte mir ein Glas Wasser, mittels Gas, für einen Kaffee auf. Eine sehr freundliche Person, aber nichts aus der Kategorie, Idyllen-Pestizid. Ich verhielt mich auch ziemlich vorbildlich und achtete streng darauf das meine Altherrenhoden nicht unten bei der Short raushingen und gar an Boden schleifen wie die von meinem englischen Gentleman. Am Abend saßen der S. und ich, rücksichtlos auf uns zurückgeworfen, einfach nur so da und starrten uns blöd an. Mit Kumpels ist das ja so. Die kommen zum Fußball und dann schmeißt man sie irgendwann wieder raus. Nur das geht bei uns ja nicht. Genau im dem Moment als ich zum S. aus purer Verzweiflung sagte, "du S. ich gehe jetzt a bisserl spazieren", ging das Licht wieder an und der Spaziergang hatte sich Gott sei Dank erledigt. So kamen wir noch zu einer schönen Party Fernsehtennis auf einem der kroatischen Sender. Im kroatischen Privatfernsehen gibt es unzählige Musiksender. Kroaten scheinen für ihr Leben gerne zu musizieren. Schöne old-school Herz-Schmerz-Lieder, oder Lieder darüber warum das Leben so schwer ist. Musik für die Kids gibt es natürlcih auch. Kids-Musik sieht überall auf der Welt gleich aus. Wie sich dann so nach und nach herausstellte war die Feuerbrunst noch viel fürchterlicher als wir annahmen. Die Feuerwehrleute, an sich big heros, brachten das Feuer einfach nicht unter Kontrolle weil der Wind einen schlimmen Hustenanfall hatte. Aus dem beinahe 24 stündigen Stromausfall wurden 4 Tagen, an denen wir nur sproradisch Saft hatten. War wie im Gazastreifen. Nur leider habe ich für andauernde Stromausfälle derzeit nicht die richtige Einstellung, weil ich ja für den Strom den ich nicht habe extra bezahle. Kochendes Mineralwasser verdirbt einem auf die Dauer die Laune. Anderseits endlich einmal eine Katatsrophe, deren Ursachen man einigermaßen versteht und wo man sich schön nachsichtig und verständnisvoll zeigen kann. Was wir natürlich taten. Was können die Leute dafür, das einer die Idylle in ein Inferno verwandelt. Ich frage mich, was wohl in Menschen vorgehen mag die einfach die Idylle abfackeln. Zu den vier-Elementen, Feuer, Wasser, Erde, Luft, sollte man noch ein Füntes hinzufügen. Strom. Ohne Strom wird`s ziemlich fad im 21. Jahrhundert. Hätte der S. nicht ein Licht auf seinem Smart-Phone wäre ich außer Stande gewesen meine Tabletten regelkonform einzunehmen. Um 22 45 ziehe ich mich ja in meine Gemächer zurück. Ach ja, noch etwas entdeckte ich das die Idylle bedrohte. Auf P.... gibt`s notorische Zocker. In O..... auf P... stehen Wettautomaten. Die stehen überall. Auch schon im Vatikan. Notorische Spieler scheinen sich auf der ganzen Welt sehr ähnlich zu verhalten. Oh, dachte ich mir, sehr schön. Der Typ so um die fünfzig, hagere Gestalt, hatte es nicht so mit der Idylle. Der schlich lieber um die Wettautomaten herum wie ein Tier um eine Beute und der denkt er sei auf dem Sprung. In meinem Text denken auch Tiere. In Wahrheit wurde aus dem Jäger längst ein Gejagter. Im Hadi TV 1-4 wird zu meiner Überraschung gerade gebetet. Die machen offensichtlich keine Gefangenen. Die Gebete gehen gerade in die 13 Stunde. Abalfahdl Alabbas TV lässt sich da natürlich nicht lumpen. Der Typ der gerade am schwätzen ist, offenbarft gerade, wenn wir uns im Leben nicht wirklich auf das berufen das zählt, genau wie eine Rechenmaschine, (keine Ahnung was wirklich zählt) geht diese idyllische Welt irgendwann in Rauch auf.
Der S. und ich sind jetzt auf K..... . Und der Hobbit-Anwalt und sein Vater sind auch zu uns gestoßen. Schon auf P... sind die dazu gestoßen. A unglaubliche Hetz. Weil ich ja die Persönlichkeitsrechte mir bekannter Menschen zu achten versuche, kann ich leider nichts über unsere Zusammenstöße erzählen. Nur so viel kann ich sagen. Die Frau Nachbarin, eine alte Dame mit schlohweißen Haar, hat sich während der Hobbit-Anwalt und sein Vater interagierten, sah sehr nach Routine aus was die beiden da taten, mit beiden Händen lachend, (ganz konnte ich das Lachen der Frau nicht dechiffrieren) an einem Kreuz festgehalten. Die sind jetzt wieder auf dem Heimweg. Hoffentlich kommen sie gut an. Wie sagt man: Wer im Glashaus die Bücherregale abstaubt sollte nicht mit C02 Zertifikaten handeln. Darüber demnächst. Ich tue mal so als ob es ein Draußen gibt.
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