Samstag, 18. Juli 2015
Es ist zu heiß ein anderer zu sein
Die Hitze brennt mir gerade den Verstand heraus. Es ist zu heiß und drückend für beinahe alles. Außer natürlich für die Paranoia. Derzeit habe ich es mit Amokläufe. Die Amokläufe laufen in meinem Kopf andauernd Amok. Letztens war unser Vermieter an der Reihe. Hat alles niedergeschossen. Den S. natürlich auch. In Wahrheit war er mit seiner kleinen Tochter da. Weil ich mich für dieses Fiasko gar so schämte, den Mann ein klein wenig falsch eingeschätzt zu haben, rannte zur Strafe der Balkon mit Aussicht Amok. Der killte die Waschmaschine, das Obstfach im Kühlschrank, den Besen und die Ahnengalerie der Teller erledigt er auch. Wenn schon denn schon. Der H. möchte jetzt lieber S. genannt werden. So hat er es natürlich nicht gesagt. Als H. ( eh schon eine Verfremdung) fühlt er sich etwas unwohl. Nicht das einer seiner Bekannten dahinter kommen mit wem er da unterwegs ist. Auf das Argument das ich ziemlich unbekannt bin lies er sich nur bedingt ein. Der H-A hat mir auch untersagt über ihn zu schreiben. Tief drinnen wo die Sonne der Toleranz nicht mehr hineinstrahlt halten sie mich für schlechte Gesellschaft. Nicht schlecht aber doch ein wenig minderwertig bis peinlich. Beweisen kann ich diesen Vorwurf natürlich nicht, nur deuten was eine sehr gewagte Sache ist. Logisch das die alles abstreiten würden. Ich bin jeden Tag viel zu früh auf. Irgendwann wird mein Herz den Dienst quittieren und das war`s dann. Ich möchte mal sanft aus dem Schlaf erwachen, freudig gespannt auf den neuen Tag, und nicht jedes Mal aufschrecken wie ein Soldat der auf Wache eingepennt ist. Das andauernde Quartier suchen, wir müssen ja auf den Preis schauen, geht mir auch schon gehörig auf die Nerven. Falls ich mal wieder verreise mache das anders. Da suche ich mir einen Ort und aus. Das Nivau unserer Unterhaltung haben wir an die klimatischen Bedingungen angepasst. Wir sind beim Plantschen zur Überzeugung gelangt, das Vibrator keine besonders schickliche Bezeichung für ein Gerät mit Intimzwang ist. Vibrator klingt zu mechanisch wie Wankelmotor oder Schranktür. Unser gemeinam heraus gerarbeiteter Vorschlag wäre "Joystik". Ich weiß das des nicht besonders originell ist, weil es ja schon ein Gerät gibt das so heißt. Nur dieses Ding, das hin und wieder auch virbriert, könnte man durchaus unbenennen. Unser Alternativvorschlag zu Joystick lautet "Selfiestick". Des Weiteren bin ich jetzt auch auf whatsapp unterwegs. Ist aber noch old school. Wenn wir übers Zocken reden, eine der wenigen Unterhaltungsinseln, auf die der S. auch aus eigenem Antrieb übersetzt, und ich das Gefühl habe das mein Wort gehört wird, sagen wir dann manchmal "wart`s ab". Wenn sie "wart`s ab, nicht warte es ab, schnell aussprechen, klingt es beinahe wie whatsapp. Und wenn wir Dinge machen die sogar im Reich der Mongos Heiterkeit auslösen, was ja bei uns des öfteren vorkommt, sagen wir immer, "dann bist der Vollsepp im Vollhorstland". Im Ort M... in dem wir noch immer verweilen wird ja gerade ein großes Einkaufszentrum aus dem staubigen Boden gestampft. Und diese Baustelle liegt genau auf den Weg zum Strand. Sich zwischen den Krähnen, Baggern und LKw`s durchzumogeln ist der glattte Irrsinn. Schlimmer als die Südosttangente nach einem Unfall. Warum wir trotzdem immer noch hier sind und lieber herum fluchen als zügig weiter zu fahren lässt sich leicht beantworten. Die Bude ist weltklasse. Mit einer riesen Glotze, einen ganzen Haufen Programme und einem tollen Balke (Balkon). Wir sind ja nicht wirklich im Urlaub. In so einem konkreten Kontext verläuft unser Leben nicht. Ich hoffe sie können mir das nachsehen. Das mit dem Fluchen ist ja eher mein Job. Gestern hörte ich zum Einschlafen Demis Roussos. Und vorher sah ich mir Alexis Sorbas an. Sie wissen ja. "Teach me to dance". Darauf der AS, "come on boy". Und los geht`s mit dem Lebensgefühl das mir wie auf Leib geschneidert sein würde, wenn da nicht diess Monster wäre, das mir die Lust vergällt. Ansonsten tut sich nicht viel. Neben der Wohungskatze füttern wir auch noch 25 -30 weitere Samftpoten, diese gewissenlose Vögelmöder. Eine Katze unter der Mörderbande ist eindeutig a bisserl behindert. Die sieht kaum etwas, ist fürchterlich abgemagert und auch sonst so vom Fell her, in einem wenig erbaulichen Zustand. Die füttern wir natürlich auch. Letztens ist die gegen die Tür geknallt. Eh klar das mich dieses kaputte Ding in ihr Herz geschlossen hat. Die rennt mir nach wie die ganz jungen Dinger dem Justin Bieder. Seit wir im voraus bezahlt haben, hat sich unser Vermieterm, mit dem wir recht eine Hetz hatten, und der recht besorgt um unser Wohlempfinden war, sich auch etwas von uns enfremdet. Anfangs wollte er noch frische Blumen bringen. Jetzt tun es auch die verwelkten in der Vase. Wie es aussieht hat er hinter meine Fassade geblickt. Bergsteigen waren wir auch. Gibt da ein paar so Erhebungen um M... die auf den ersten Blick wie Berge aussehen. Sind wir rauf bis zur kroatisch-bosnischen Grenze. Über diese Grenze könnte man sicher Asylsuchende in die EU einschleußen. Wär sicher keine schlechte Geschäftsidee. Was das Bergwandern betrifft. Radfahren ist wesentlich gelenkschondener. Mein Versuch zu joggen ist mir auch nicht wirklich gut bekommen. Scheiße tun mir die Quanten weh. Gerade schauen wir in der ARD Hamburg Triathlon. Sau laustig. Da schießt einer in die Luft und alle springen ins Wasser, existenzialistisch total verbeult. Einen tieferen Sinn hat das Ganze natürlich nicht. Sich einfach so einen Sinn zu erfinden ist große, nein überragende Menschenkunst. So ein Künstler wäre ich auch gerne. Wart`s ab. Vielleicht morgen wenn`s nicht mehr so heiß ist.

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Montag, 13. Juli 2015
In der Touristenfalle
Ich hätte dort nicht hin dürfen. Nie, niemals, auf gar keinen Fall. Zumindest nicht jetzt in der Hochsaison. Egal wie schön die Perle Kroatiens derzeit auch zu glänzen vermag. Die Schönheit kommt selten ohne den Betrachter aus. Weltkulturerbe hin und Weltkulturerbe her. Die Sache ist ja so. Ich habe es nicht so mit weltbekannten Touristenattraktionen, die auch noch den Titel "Weltkulturerbe" im Benimmzeugnis stehen haben wie eine 1. Nicht das ich mich für einen besseren Menschen halte, weil ich Orte/Landschaften, die den Beweis erbringen, wie großartig die menschliche Zivilisation mitunter sein kann, nicht die Ehre erweise. Ganz im Gegenteil. Nur leider bin ich für größere Menschenansammlungen nicht mehr geeignet. Seit ich dem Wahn verfallen bin, werde ich bei größeren Menschenansammlungen a bisserl unruhig um es salopp auszudrücken wie eine Zitrone. Sehe ich 25 Menschen im Gleichschritt der Sehenswürdigkeiten auf mich zukommen, wie eine Flut die mich nicht fortträgt in ein anderes, großes Leben, lößt sich mein fragiles inneres Gleichgewicht schneller auf als Zucker im heißen Kaffee. Deswegen mache ich notgedrungen um größere Menschenansammlungen einen weiten, sehr weiten Bogen. Ich gehe dermaßen weitläufig an die Sache heran, das ein Unkundiger niemals dahinter kommt, was mein eigentliches Anligen ist. Auch in höchster Not kann es nicht schaden seine ramponierte Würde zu bewahren. Anders geht es nicht mehr. Als Kaputter muss man seine Grenzen kennen und tunlichts nicht darüber hinaustreten wie der Roadrunner über einen Felsvorsprung. Bei größeren Menschenansammlungen erstellt mein Hirn unaufgefordert Gefahrenprofile, von jedem der Teilnehmer, auch von Babys. Mein Hirn macht auf Rasterfahndung wie ein Rechtsstaat der sich in seinem Wesen angegriffen fühlt und übers Ziel im wahrsten Sinne des Wortes hinausschießt. Wer ist gefährlich, wo lauert die nächste, tödliche Gefahr, wo geht die nächste Bombe hoch, wer von den Leuten ist ein Amokläufer oder nicht zurechnungsfähig, wenn muss man prophylaktisch auf Elba verschiffen oder nach Guantanamo oder am gescheitesten gleich eliminieren, aus 5000 Meter Höhe, und 15 000 KM Distanz, mit einem Joystick, was ich natürlich nicht mache. Ich bin ein vernünftiger Irrer. Fühle ich mich psychisch überfordert mutiere ich zum Halb-Intelktuellen. Kraft meiner intellektuellen Fähigkeiten ist nicht mehr drinn. Ich erfinde mir dann meine Gründe, die weniger irrationalen dastehen, warum ich nicht dort hin soll, wo auch alle anderen hin wollen, um im Spiel zu bleiben. Die Akropolis, das Kolosseum, der Eilfelturm, das Schloß Schönbrunn, gleich um die Ecke usw. habe ich alles verweigert wie ein wehrhafter Pazifist den Dienst an der Waffe. Ich finde das man ja nicht der Waffe dient sondern seinem Land. Werte Jugend. Ihr müsst euch wieder ein wenig für die Landesverteidigung begeistern. Nicht das ich mich einmal als alter Mann mit einem Karabiner in der Hand in den Supermarkt schleppen muss. Bei der Perle des Südens, dachte ich mir, könnte ich ja mal eine Ausnahme machen. Und dem S. war es ein Anliegen nach D...... zu fahren. Vor zwei Jahren war er schon mal ein paar Tag dort. Hat ihm anscheinend ganz gut gefallen. Mit dem Bus rein und mit dem Bus wieder raus. Eingeplante Zeit gut 5 Stunden. Des wird schon redete ich mir ein. Ich muss doch nicht immer den Bauern geben der nicht frisst was er nicht kennt. Der S. bemerkte so ganz beiläufig, ach ja, sind schon recht viele Leute in D......., die da gemächlich durch die Altstadt schlendern. Anstatt genauer nachzufragen, von wievielen Leuten er da bitte ausgeht, kümmerte ich mich nicht groß um den Inhalt der Info. Ich bin ja im Urlaub. Nicht wirklich im Urlaub. Eher auf der Flucht vor meinen abgestandenen Wien-Gefühlen. Mir tut die Großstadt nicht gut. (ehrlich) Trotzdem könnten doch die Schizo-Seuche mal die Beine hochlagern und die Aussicht vom Balkon meiner Wahrnehmung aus genießen. An der Busstation sang ich andauernd, "Frust kommt auf den der Bus kommt nicht". Der Bus kam recht pünktlich. Höchstens 10-15 Minuten hinter dem Fahrplan. Ich war ja den ganzen Tag am Strand in der Hitze, während der H. einen auf Living Room machte. Die Aussicht aus dem Bus war ziemlich beeindruckend. Sonne, Meer, in Blau und Grün, und kleine Örtchen die sich ziemlich geschmeidig an die Hänge duckten. Im Hafen von D..... standen 3 Kreuzfahrtschiffe, die wie schwimmende Hochhäuser aussahen. Ein Viertes war gerade am Auslaufen. Die Kreuzfahrtschiffe in echt, noch dazu aus geringer Entfernung betrachtet, sehen ziemlich furchteinflößend aus, wenn man mich nicht fragt. Unglaublich wie hoch diese Dinger sind. Im Katalog sind diese Kreuzfahrtschiffe keine 5 cm hoch und sehen recht niedlich aus. Das die nicht so einfach umkippen. Natürlich bin ich auch in K..... ziemlich mit Neurolpetika usw. angefüllt. Davor kann ich nicht mehr flüchten. Die Folge ist wie immer ein wabberndes Nichts. Wo sich die Urlaubenden aus den schwimmenden Kleinstädten gerade herumtrieben, stellte ich mir nicht. Solche Fragen sind unter meinem Niveau. Nachdem uns der Bus ausgeworfen hatte wie ein Getränkeautomat ging`s schön zu Fuß weiter. Der S. war ja die Strecke vom Hafen zur Altstadt schon einmal mit dem Rad abgefahren. Ist machbar für uns sagte er. Gegen dieses wabbernde Nichts angehen ist keine so schlechte Strategie. Ging ziemlich steil bergauf. Natürlich in der brütenden Hitze. Wie sich viel später heraustellte waren wir einen ziemlichen Umweg gegangen. Eine knappe Stunde dauerte die Anreise zum eigentlichen Weltkulturerbe. Um nicht jeden Moment und jede Gefühlsregung des Ausflugs beschreiben zu müssen. Im Durchmesser soll die Stradun-Promenade der Altstadt nicht viel mehr als 350 Meter betragen. Wissenschaftler haben berechnet das dieses Weltkulturerbe 7000 Touristen ohne mit der Wimper zu zucken hinnehmen kann. Bei 8000 Personen würde die Promenade schon etwas ins keuchen kommen, 10 000 Ich-AGler würde der Pflaster auch noch irgendwie wegstecken, wie z.B. der FC Bayern den Wechsel vom Schweinsteiger zu "Manu". Der Pep hält halt nicht viel von verwelkenden Lorbeeren. Schätzungen, die jetzt schon etwas überaltert sein sollen, gehen in der Hochsaison Juli, August, von gut 25 000 Personen pro Einheit/Tag aus. Liegt vor allem daran das die Hafenkapazitäten auf 15 000 erweitert wurden. Erinnert an Venedig. Nach Venedig will ich auch nicht. Das Venedig den Massentourismus noch nicht völlig überdrüssig ist wundert mich wirklich. Wäre ich Venedig würde ich einfach absaufen und basta. 20 Millionen Touristen sollen jährlich nach Venedig strömen. Macht allein in den letzten 15 Jahren hochgerechnet 300 000 Millionen Menschen. Erschreckend, entsetzlich, grauenhaft. Ich würde das nicht aushalten.

Um es kurz zu halten. Ich dachte mich trifft der Schlag bei der Menschenmenge. Auf der Straße zur Altstadt und vor dem geschmiedeten Eingang stehen die Klingenputzer für dieses und jenes Urlaubsvergnügen. Einige machen auf Boote, Autos, Mopeds. Andere wiederum auf Games of Thrones, Boote und Mopeds usw. Es gibt ja eine eigene Games of Thrones Führung. Da führen sie dich dann durch die Illusions-Kulisse. Die Festung Lovrijenac gleich vor den Toren der Altstadt mag ja für Hardcore-Fans der Serie ein tolles Abenteuer sein. Nur für mich ist das nichts. Ich fahre ja auch nicht an jene Drehorte an denen Lawrence von Arabien gedreht wurde. Mir hat die irakische Wüste vollends gereicht. Das war noch ein richtiges Abenteuer aus der Not geboren und nicht so eine vorgekautes Fertig-Vergnügungsgerichts-Scheiße. Warum soll ich bei Filmen oder Fernsehserien hinter die Kulissen blicken wollen. Das ist doch absurd. Mich interssiert da nur das fertige Produkt. Unbedingt muss ich nicht wissen wie Schauspieler am Set oder privat so drauf sind. Und reden Schauspieler über den gerade abgedrehten Film kann man nicht hinhören, weil so gut wie jeder schwärmt, das die Zusammenarbeit mit dem Regisseur_in eine ganz außergewöhnliche Erfahrung war. Kann nicht einmal einer sagen das der Dreh a ziemlicher Schmarren war. Außer es gibt große Brüste im Angebot. Große Brüste entschädigen für einiges. Bei großen Brüsten höre ich immer nur die Hälfte. Und das auch nur unter großer körperlicher Anstrengung. Und die Glotze schraube ich auch nicht auf und schau nach wo die bewegten Bilder herkommen. Wobei ich zugebe das war jetzt ein schlechtes Beispiel. Das kann man schon wissen wollen. Doch, einmal habe ich mich bei einem Blick hinter die Kulissen der Filmkunst köstlich amüsiert. Werner Herzog und Klaus Kinski in "Mein liebster Feind", beim dreh zu Fitzgeraldo. Hatte der Klausi einen Schatten. Und der Werner hält da gnadenlos mit der Kamera drauf um sein Ding zu drehen. Die Ureinwohner wollten den Klausi schon killen.(hahaha) Mein lieber Herr Gesangsverein. Die waren ein kongeniales Paar. Wie schafft man es nur so narzisstisch drauf zu sein oder wenigstens glaubwürdig so zu tun als ob wie der Klausi. Dafür beneide ich ihn fast ein wenig. Segway, der S. sagt das Ding nennt man so, ist auch auch im Angebot in good old D........ Die auf dem Segway stehen, tragen eine hell leuchtende Behindertenweste. Sicher ist sicher. Nicht das sie glauben die Stadt und deren erstere Bürger reagieren irgendwie auf den Anstum der M-Massen, weil sie Angst haben ihr Erbe könnte früher oder später kollabieren. Nee die lassen alle mitmachen. Und so weit ich es beurteilen kann ist beinahe wirklich die ganze Welt gekommen um sich das alte Weltkultur-Städchen touristisch einzuverleiben, damit sie es in ihrer "musste unbedingt sein Einkaufsliste", abhacken wie die Milch oder ein Leib Brot. Wer hat den eigentlich diesen ausgemachten Blödsinn in die Welt gesetzt wie eine Religion, das man unbedingt dieses oder jenes abhacken muss, ansonsten hat man nicht echt und wahrhaftig gelebt, weil man sich selbst (eher seinem gsell.Über-Ich) nicht gerecht wurde oder so. Man sollte auch ein recht unerfülltes und unspektakuläres Leben führen dürfen und sich trotzdem als vollwertiger Mensch fühlen. Und vieles was die Leute unbedingt machen wollen ist einfach nur eine Frage des Geldes. Gibt so Spinner die lassen sich von Scherpas, (Scherpas sind Einheimische die gezwungenermaßen auf Tourismus machen) auf den Mount Everest schleppen wie ein Auto mit einer Reifenschaden, weil sie das unbedingt bringen müssen. Am Mount Everest soll es ja auch schon so ähnlich zugehen wie in Venedig. Die stehen auf 8000 Meter Schlange. So blöd muss man einmal sein. Asiaten, Amis, Außerirdische, Europäer, Unterirdische, Australier. Alle sind sie da und in D..... herzlich willkommen. Was man weniger zu sehen bekommt sind Inder aus den Slums von Mumbai, Indigene aus dem bolivischen Hochland, Tibeter, denen die Chinesen die kulturelle Rückständigkeit austreiben, wie die Bayern den Österreichern *, dunklehäutige Afrikaner, Syrer, Iraker usw. Die A,S,I kommen auch. Nur nicht nach D..... Die werden zumeist an anderer Stelle und in einem anderen Kontext stehend an unsere Gestaden gespült. Der vorderer Orient ist überhaupt ziemlich unterrepräsentiert und vom Gazastreifen waren meiner Einschätzung nach auch nicht viele unter den Besuchern. Altersmäßig ist auch alles vertreten. Von 0 bis 80 und darüber hinaus ist alles dabei. Für einen Nulljährigen kann ein wenig Kultur und so ja nie schaden. Siehste eh was los ist wenn die Wissenfenster ungeöffnet an einem vorbeiziehen wie bei mir. Wegen jeden Scheiß muss ich beim H. nachfragen. Ich bin nur gut in Dingen die man sich einfach aus öffentlichen Bibliotheken holen kann wie ein einen Gutschein für einen Gratis-Drink. Wie sie sich sicherlich vortstellen können war das Eintreten durch das Stadttor a ziemliches Gedränge. Instinktiv stellte mein Hirn sofort auf den Überlebensmodus um. Dagegen komme ich nicht an. Genießen kann ich dann nichts mehr. Mein Kopf wollte da nur noch heil wieder herauskommen. Zu meinem Glück verliefen sich die Leute dann recht zügig in dem weitläufigen Terrain. (ein Scherz) Die Altstadt von D...... ist wirklich eine Augenweide und wahrlich einen Besuch wert. Daran gibt es nichts zu rütteln. Auch wenn D......... sich genötigt sieht ein Hotel nach dem anderen aus dem Boden zu stampfen, weswegen man sich ängstlich fragt ob des wirlich noch sein muss. Sie kennen sicher das Gefühl wenn man eigentlich satt ist und trotzdem weiter frisst. So ist das auch mit D........... Unter den verschäften Bedingungen wie jetzt in der Hochsaison kann ich jeden Wahnsinnigen nur raten um D....... einen weiten Bogen zu machen. Frühjahr und Herbst geht`s leichter. Die Frau H. war so nett mir mitzuteilen, diese Zeitspanne nennt man Vor oder Nachsaison. Das beschreiben von Eindrücken gehört nicht unbedingt zu meiner großen Stärken. Mir fehlt es da an Buchstaben. Deswegen fasse ich das Innenleben der Altstadt kurz zusammen. Die Promenade ist eher und ganzheitlich auf Souvernir getrimmt und die Seitengasserl mehr auf Saufen und Fressen ausgerichtet. Jeder Mililmeter der Altstadt wird zum Verkauf feilgeboten. Das vergoldete Kalb Massentousimus muss unter allen Umständen geschlachtet werden. Nichts soll von diesem Kalb über bleiben. Mir wurde bei all den Souvernir und Ramsch gleich einmal ziemlich schwindlig. Der S. hatte da die rettende Idee. Der kannte ein Irish-Pub. Dort konnte man schön Tennis schauen. Damen-Halbfinale Wimbledon und dazu ein Wasser. Natürlich dürstete mein Verlangen eher nach Schnaps. Leider neigte sich die Tennisübertragung bald einmal dem Ende zu. Deswegen hieß es auf und wieder raus auf die Promenade zu den anderen und dem emotional hochaufgeladenen Ramsch. Wie sang einst der Bill Ramsey: SOUVENIRS SOUVENIRS, KAUFT SIE LEUTE KAUFT SIE EIN, DENN SIE SOLLEN WIE DAS SALZ IN DER LEBENSSUPPE SEIN. *(Schizophrenist erhebt sich in K.... mit dem Rücken zu S..... wegen der Lage der Wohung und schmettert: Zu Mantua in Banden, Der treue Hofer war, In Mantua zum Tode, Führt ihn der Feinde Schar. Es blutete der Brüder Herz, Ganz Deutschland, ach, in Schmach und Schmerz. Die Hände auf dem Rücken, Der Sandwirt Hofer ging, Mit ruhig festen Schritten, Ihm schien der Tod gering.)

Ein paar Tage später, erklärete mir der jetztige Vermieter in M...., dieser Ort ist einer der letzten kroatischen Außenposten im Dreiländereck, K....., B......, S......., am Abend soll es in D......., a bisserl einfacher sein sich als Freier unter Freien zu bewegen weil die Kreuzfahrtschiffe wieder duch die Welttouristenmeere pflügen. Am Abend soll es auch mehr Hochkultur zum Verspachteln bereit gestellt werden. Nur da kann ich nicht mit, weil ich mich ja jeden Abend gegen 23 Uhr mit Seroquel abschieße. Ungeachtet der Tatsache das ich in K........ verweile, weiche ich nicht von meinem Programm ab. Nicht das sie denken das sei eine liebegwonne Marotte. Einen drauf zu machen wäre grob fahrlässig. Die Schizophrenie ist ein Luder glauben sie mir. Selbstverständlich wird Hochkultur größtenteils auch nur verkonsumiert. Da kann sich der Belgier Jan Fabre noch so ins Zeug des legen und Tabus brechen wie morsche Knochen und die müden Gesichter der Zivilisation mit süßen Tränen der Katharis verzaubern. Irgendwann wird eine/r kommen, sich hinstellen/sitzen wie in eine Peepshow, einmal kräftig gähnen, abspritzen und wieder heim marschieren zu den sozialen Medien und Werbeinblendungen, die wie Blitze in jeder Seele einschlagen. Der Kapitalsmus herrscht totalitär, weltumnfassend oder gar nicht. Findet er den Weg nicht sofort durch Arkadien, Lakonien und das myrtoische Meer, weil die alten Wege so schmal und verwildert sind, wird mit schwerem Gerät eine neue Schneise geschlagen, die breit genug ist, das blinde Ungetüm Ka.... mit all seinen Versprechungen, Heilserwartungen und Segnungen da durchzudrücken. Totzdem was besseres als der Ka... ist uns noch nicht eingefallen. Mir gleich gar nicht. Da fällt mir ein. An einem wirklich schlechten Tag, ist schon einige Zeit her, habe ich mich mal in einer Peepshowkabine verbarrikadiert. Bin da gut 2 drei Stunden drinn gehockt, der Arsch ging mir auf Grundeis, ohne nur einmal die Eier rauszuholen und sie klacken zu lassen wie Billiardkugeln die aufeinander prallen. Mein Scheißhaus hielt ich damals nicht mehr für sicher. Zu einem Souvernir-D.... sagte ich auf dem Weg, der kein leichter sein würde, so zum Spaß, "I am not a tourist". Hatten wir schön was zu lachen. Wie ich an anderer Stelle schon einige Male zu erklären versuchte, prallen meine seelischen und psychischen Verwerfungen und Nöte, immerzu gegen die Wände meines Charakters. Nach außen hin, der Welt zugewandt, tut sich bei mir in der Regel nicht viel. Das bringe ich einfach nicht. Mir sehen sie meine Verzweiflung und Irritation nicht an. Deswegen schreibe ich darüber. Anders weiß ich mir nicht zu helfen. Würden sie mich als Mensch kennen wäre ich in Sachen offensichtlichen Irrsinn eine einzige Enttschäuschung. Ein äußeres Zeichen meiner inneren Unruhe derzeit. Andauernd putze ich hinterm H. her wie eine Helikopter-Mami weil ich nicht ruhig sitzen und mich konzentrieren kann. Der ist schon ganz verwirrt. Liegt auch daran das er nie beim Militär war. Bitte liebe Eltern, ein Mindestmaß an Ordnung sollten sie ihre Liebsten schon beibringe, sonst wird das nichts mit der Anarchie. Später am Abend mache ich dann Liegestütze/push ups. Auf den ersten Blick scheinen Menschenmassen den Normalos nicht viel auszumachen. Das juckt das nicht. Die haben offensichtlich einen Filter und tun so als ob alles ganz wunderbar sei. Gut gelaunt schwenkten die ihre Selfiesticks wie Schwerter einer postmodernen Armee und fechteten sich den Weg frei für a bisserl Unsterblichkeit. Normalos besitzen ja die beneidenswerte Gabe so zu tun als wären sie ganz allein auf dem Planeten. Die blenden alles andere aus oder nehmen es nicht wahr. Sie dafür zu verurteilen wäre dumm. Was können die dafür das ich einen an der Waffel habe. Die verstehen es einfach ganz wunderbar, sich in den Mittelpunkt des Geschehen zu drängen, das sie selbst miterfinden. Das sind alles kleine Wirklichkeitsmacher und Meister_innen der Selbst-Inszinierung. Ich inszeniere mich ja auch gerade. Zu meinem Leidwesen ist das ziemlich harte Arbeit und weniger Vergnügen. Ich der Gratis-Literatur-Vollsepp, der vom Schreiben nicht die geringste Ahung hat, quäle mir da einen herunter, damit ich der Welt beweise, das ich auch dann ein strebsamer Mensch bin, wenn in K.... verweilend in einem Klappstuhl hockend, manchmal den S. beschämt frage, wo jetzt genau hinten und vorne ist. Natürlich schiele auch ich nach einem Funken Unsterblichkeit. Dieser Gedanke bricht jetzt einfach so durch wie ein Blinddarm. Kleinstbürgerlich verwüstet wie ich bin, habe ich mich natürlich auch beim Goadfather versichert, ob das eh in Ordnung geht das ich dann mal weg bin. Dieses Gefühl nachfragen zu müssen hat was zu tiefst Katholisches. Mich schickt die Schuld andauernd unaufgefordert Nacktfotos. Oder mit der UM2 gesprochen: "Wer einmal lügt dem glaubt man nicht, auch wenn der dann die Wahrheit spricht". Dabei verheize ich hier ja ausnahmslos meine Kohle. Ungaublich wie lockier der reagiert hat, das seine Wohnung mal ein paar Tage leersteht. Der ist im Alter wirklich ein anderer Mensch geworden. Sehr freundlich und verständnisvoll. Ich bin jedesmal aufs Neue richtiggehend gerührt. Wir sind das ideale Fernbeziehungspaar. Je weiter weg der andere ist umso leichter tun wir uns. Natürlich kann man das auch als Makel verstehen. Trotzdem besser als gar nichts oder? Mein D......... Abstecher/Ausflug wurde ja weder in Ton noch in Bild festgehalten. Ich bin sozusagen der Klaus Kinski für die ganz Armen. Außer natürlich einer der 25 000 Smart-Phones Gladiatoren hat mich einfach so ohne nachzufragen abgelichtet oder gar gefilmt wie ich von einem unguten Gegühl zum Nächsten stolperte. Weil wir schon einmal da waren, stampften wir dann noch bis zum Hafen der Altstadt rauf. Sehr idyllisch, der Weg dorthin und der Hafen wenn man in der Lage ist sich gut 20 000 Personen wegzudenken. Touristenboote ackerten im Akkord, Italiener machten irgendwelche Aufnahmen für einen Film, ein Modemagazin, oder ähnliches. Die Dame in Rot sah unwerfend aus, auch ohne viel Busen. Ein Mann mittleren Altes tat nichts davon und fischte. Der verhielt sich wie ein Einheimischer. Einheimische lassen sich auch daran erkennen das sie sich von der Kulisse nicht mehr beeindrucken lassen und einfach ihrem Alltag und so nachgehen. An einer privaten Games of Thrones Führung, unter 65 Euro schleppt sie keiner der lizensierten Guide herum, nehmen die eher nicht teil. Diese E....... sollen ja angeblich eine aussterbende Spezies sein. Was nur zu verständlich ist. Wer will schon an einem Ort leben an dem täglich 25000 Personen durch dein Vorzimmer trampeln und dich in der Regel nicht einmal grüßen und total schräg drauf sind. Während wir so da standen und den Fischer betrachteten wie ein Gemälde, kam eine Katze angetrippelt und setzte sich neben den Mann. Sah so aus als ob sich die beiden nicht ganz unbekannt waren. Lange musste sich die Katze nicht gedulden. Schon holte der Mann einen ziemlich mickrigen, eher nicht zum Verkauf geeigenten, dafür wild vor sich hin zappelnden Fisch aus dem Nass und warf diesen der Katze vor die Beine. Danach wurde es etwas gespenstisch. Denn während der Fisch vorne noch nach Luft rang, frass ihn die Katze hinten auf. Scheiße, dachte ich mir, das ist kein gutes Omen. Ich hatte das Gefühl das Leben, die Stadt, mein Kopf, usw. würden mit mir ähnlich verfahren wenn ich nicht sofort abhaue. Sie wissen ja. Nur weil einer paranoid ist heißt das noch lange nicht das niemand hinter ihm her ist. D....... stand ja einst unter schweren, s....... Beschuss. Aber das ist an sich eine andere Geschichte, die von ganz anderen Menschen erzählt werden sollte, muss, wurde/wird. Unser jetziger Vermieter in M....., der im zarten Alter von 15 oder 16 auf k....Seite im jugoslawischen Sezessionskrieg kämpfte, hat vom Krieg die Schnauze gestrichen voll. Erstens musste er die Highschool abbrechen und zweitens fragen ihn die Touristen andauernd nach dem Krieg. Ich natürlich auch. Gott sei Dank, meinte er, hat er keine posttraumatisches B-Syndrom, mit in den Frieden genommen.

Während er das sagte, rang er schwer nach Luft und trippelte wie ein kleiner Junge von einem Bein auf das Andere und der Schweiß stand im auf der Stirn schmierig wie Motoröl . Spontan dachte ich an meine Nerventante. Die könnte da sicher was machen. Das Örtchen M..... stand einst unter s...... Besatzung. Am ku..... Beach wollte ich mit eine Bardame über die Hotelruinen reden die den Strand umstellten wie Totenwächter. Die riss nur die Augen weit auf und wollte auch nicht so recht reden. Wie es aussieht hat der Krieg den Menschen hier einen ziemlichen Haufen Scheiße auf den Seelen hinterlassen. Ich sollte mal von Tür zu Tür gehen und fragen welche der k...... Frau da jetzt vergewaltigt wurde, ob sie abgetrieben haben und wie das so ist mit einem Kind aus einer Vergewaltigung usw. Viellelicht verstehen die EU-Skeptiker jetzt etwas besser wozu die EU noch gut ist. Der ganze Balkan gehört so nach und nach in dieses Europa integriert. In einer Reportage las ich das deutsche Polizisten, Rumänen, auch nach den Aids-Handschuhen im Verbandskasten fragen. Ich finde es muss auch ein Europa geben, das sich mit Heftpflaster zufrieden gibt. Die Serben natürlich auch. Die müssen auch in die EU. Die wollen doch auch ans Meer und ihr Leben leben und nicht andauend an der Vergangenheit gemessen werden, für die viele nichts können. Ich sag mal so. Einer wie der werte Herr Orban hätte ohne die EU in Rumänien schon längst gezündelt. Gibt ja ganz eindrucksvolle, geschichtliche Beispiele wie man da vorzugehen hat. (Sudentenland, Braunau-Strategie) Ich gab mir wirklich jede erdenklich Mühe, mich dem Weltkulturerbe würdig zu erweisen. Den kleinkarierten Spinner wollte ich auf gar keinen Fall geben, der voreilig aus der Rolle fällt. So etwas mache ich in der Regel nicht. Wird mein Leben zu viel, hau ich normal einfach ab, knall die Wohungstür hinter mir zu und verziehe mich aufs Scheißhaus, bis sich der Gefühlsnebel wieder etwas lichtet. Nur war dieses Scheißhaus weit weg und hinter der Stadtmauer von D...... konnte ich mich auch nicht verkriechen. Erstens kostet es gut 14 Euro diese zu betreten und zweitens war die so gut wie ausgebucht. Weg wollte ich trotzdem. Erschwerdend kam noch hinzu, das mich ein Nuller-Baby aus dem Baby-Transporter, etwas schief angeblickt hatte. Wer weiß was das kleine Scheißerchen im Schilde führt. Nicht jetzt sondern in der Zukunft wenn ich noch älter und total verknittert bin. Wieder draußen vor der Toren warteten wir, natürlich wieder im Rudel, auf den Bus. Sonne, Hitze, die 19 Minuten runter zum Strand, und 21 M. wieder hoch, noch einmal hinunter zum Bus, dann eine Stunde zu Fuß rauf zur Altstadt, Altstadt-Rundgang, die innere Unruhe die sich aufschaukelte, rein in den Bus, wieder hinunter zum Hafen, ohne zu wissen von wo der nächst Bur abfährt usw. Es zerrte, vor allem an mir. Dem S. gings prächtig. Der durfte zur Beruhigung der Nerven auch Bier saufen. *Der Schizoprenist steht kurz auf, diesmal mit dem Rücken zu K.... und dem Gesicht S.... zugewandt, die rechte Hand an der linken Brust seine Stimme erhebend wie etwas das man ganz selten aufhebt um unten einmal durch zu wischen. Als Unkundiger in D.... den richtigen Überlandbus zu erfragen ist nicht gerade ein Spaziergang wenn sie mich noch immer nicht fragen. Nee fesche, furchtbar freundliche, und ziemlich unverbrauchte, ja beinah schüchterne Gold- An und Verkauf-Dame half uns dann weiter. Vor zwanzig Jahren hätte ich mich sofort in sie verliebt. Jetzt ist es für Liebe zu spät. Ich muss ja jeden Abend mein Programm durchziehen. Um 21 30 wollten wir wieder zurück. Noch genügend Zeit um schön zu spachteln. Calamari. Hoffentlich aus der Gegend. Die sind günstig 9-10 Euro und da kann man kaum etwas falsch machen. (ein Insider) Ich freute mich schon auf eine Dusche und ein wenig Frieden, Freude und Eierkuchen am Balkon. Balkonien in K....... fern ab der Straße tut mir wirklich gut. Für Balkonien am Meer in K.... bin ich wie geschaffen. Überpünktlich wie es sich für Nordlänger gehört standen wir an der Bushaltestelle. Weil wir noch Zeit haben bis der Bus kommt, will ich ihnen gestehen das ich mich auf die Historie D........... nicht wirlich vorbereitet hatte. Ich wusste nichts über den Dubrovniker Dichter Ivan Gundulić, der 14.... die Freiheit seines Stadtstaates D... nicht für alles Gold in dieser Welt verkaufen wollte. Soll er so zu den Osamnen gesagt haben die vor den Stadttoren standen. Wo diese Osamnen schon überall herumgestanden sind. Schutzpatron der Stadt soll ja der heilie Balsius sein. Der Überlieferung zufolge soll der Dubrovnik bei einem Angriff der Republik Venedig gerettet haben. Wie, das weiß ich nicht so genau. Seit dem Jahr 1317 befindet sich im Franziskanerkloster der Stadt eine der ältesten Apotheken Europas. 14... schaffte die Republik Ragusa als erster Stadtstaat Europas die Sklaverei ab. Dann war D.. auch noch weltweit der erste Staat, der die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika im Jahr 1776 international anerkannte. (steht so im Internet) Und warum unsere Vermieter Z..., das ist sein Vornamne, wir haben recht eine Hetz miteinander, lieber osmanischen Kaffee trinkt, hat natürlich auch seinen Grund. Im Jahr 1806 besetzten französische Soldaten unter Napoleon Bonaparte die Stadt, und 1808 proklamierte Marschall Marmont die Aufhebung der Republik. Die 14 Euro Stadtmauern von Dubrovnik sind 1940 Meter lang und das besterhaltene Fortifikationssystem in Europa. Sie umfassen einen perfekt erhaltenen Komplex öffentlicher und privater, sakraler und säkularer Bauwerke aus allen Perioden der Stadtgeschichte, beginnend mit seiner Gründung im 7. Jahrhundert, sowie den Stadthafen von Dubrovnik. Im jugoslawischen Sezessionskrieg kamen 114 d... Zivilisten ums Leben. Aber das wissen sie eh alles. Hätte ich mich in D..... wohler gefühlt wenn ich das alles gewusst hätte. Eher nicht. Mir gefällt D....... Nur nicht zu dieser Jahres und Tageszeit. 21 30. Frust kam auf den der Bus kam nicht. Stand auch so im Fahrplan nur leider kann ich nur ein paar Brocken Kroatisch. *"Wo Mannesmut und Frauentreu' die Heimat sich erstritt aufs neu', wo man mit Blut die Grenze schrieb und frei in Not und Tod verblieb; hell jubelnd klingt's zur Bergeswand: Das ist mein herrlich Heimatland". Das Rufzeichen habe ich weggelassen. Das war mir dann doch etwas zu mar­ti­a­lisch.


Ende des Textes. Nicht der Reise.

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Mittwoch, 8. Juli 2015
Mit einer Gelse allein am Scheißhaus
Es wird. Wie es sich derzeit anfühlt wird es. Was gut, zugängig und erträglich werden soll, braucht bekanntlich Weile, Sonnencreme und wenig bis überhaupt kein Heimweh. Werte Kroaten. Über einer dieser modernen Plattformen, könnten wir doch für die nächsten Monate schön unseren angestammten Wohnsitz tauschen. Auf diesen modernen Aussichtstürme der Menschheit wird ja schon so ziemlich alles getauscht. Schwänze, Umsturzpläne, Mösen, Fotos von kleinen Kindern in eindeutigen Positionen, Kuchenrezepte, Anleitungen zu Selbstmordattentaten, Stürme die keinen Wind machen, alte Gardinen usw. Mit tauschen meine ich wirklich tauschen. Gibt sicherlich ein paar Einheimische hier, denen ich es ohne weiteres zutraue, das sie in Wien ihr Ding machen. Ich sitz dort nur verloren herum. Wie ich schon andeutete bin ich derzeit im Aufwind. Für den Moment zumindest. Die unkotrollierten Anfälle, in denen ich zu Fuß auf die Küstenstraße einbiege, weil ich es nicht besser weiß, werden seltener. Und der S. und ich machen als Zellengenossen beträchtliche Fortschritte. Gewisse Dinge bringt der S. einfach nicht. Das macht der nicht absichtlich. Wenn er es schafft einen dreckigen Teller, in die Abwasch/Spüle zu stellen, ist das schon ein großer Sieg über sich selbst, den ich ihm hoch anrechne. Dafür bringt er andere Dinge die ich nicht bringe. Weiter an genau jenen Dingen festzuhalten die man für selbstverständlich hält, wie an einem Voruteil, das man als Meinung maskiert oder an einer konkreten Vorstellung wie das Leben zu sein hat, würde nur unnötig Unfrieden stiften und den S., und natürlich auch mich maßlos überfordern. Kleinstbürgerliche Streitereien bringe ich nicht mehr. Was für den einen ein Sparziergang ist, kann für einen anderen eine nicht zu bewältigender Hürdenlauf sein. Also lass ich ihn mal machen und mache artig den Hausmann. Wichtig ist ja nur das wir an der Ameisen und Ungezieferfront nicht unter Beschuss geraten. Der Rest ist Luxus. Werte Pazifisten. A bisserl Kriegsgeheul wird doch noch erlaubt sein. Unsere Bude ist ja recht klein. Nicht viel größer als der Balkon der wirklich eine Pracht ist. Die Bude ist so klein das man den anderen beim Apäpfeln hört wenn man es unbedingt darauf anlegt. (hahaha) Apropo Spaziergang. Zum Strand, der ganz hübsch ist und so, ich bin an sich ja eher ein Fan von Sandstränden, gehen wir genau 22 Minuten in eine Richtung. Da gibt es ein Wegstück das bei normalen Gehtempo genau 8 Minuten lang ist. Ich habe diesen Weg, zu unserem k...... L’Alpe d’Huez erklärt. Durchschnittliche Steigung in den 8 Minuten 15%. Ohne sportliche Herausforderung geht`s nicht. Wieder zurück in der Funktion als S. Coach, habe ich uns dazu verdonnert, jeden Tag schneller zu werden. Natürlich weiß er nicht das ich schon wieder versuche vor der Endlichkeit abzuhauen. Nicht dem blühenden Leben entgeggen, aber doch immer in die entgegengesetzte Richtung von allem das mir düstere Gedanken bereitet. Mir selbst entkomme ich natürlich nicht. Top wäre knapp unter 20 Minuten. Laufen ist natürlich verboten. Wolken und wolkenähnliche Gebilde gibt es am k...... Himmel derzeit nicht. Nur Flugzeuge mit noch mehr Touristen, wesewegen an der kroatischen Küste andauernd gebaut wird. In so gut wie jedem kroatischen Haushalt gibt es mindestens eine Person die länger in Austria, der Schweiz oder Germany Gast-gearbeitet hat. Mit der Kohle stampfen sie jetzt hier ihre Appartmenthäuser aus dem Boden. Unser Vermieter hat 14 Jahre in Köln malocht. Jetzt vermietet er nur noch und geht ziemlich gerne fischen. Den Laden am laufen hält natürlich seine Frau. Fischen scheint seine eigentliche Leidenschaft zu sein. Gestern hat er uns mit raus aufs Meer genommen. Natürlich nur gegen Bares. So hat er das bei uns gelernt. Ist der gute Mann, ein älterer, kräftiger Herr mit Schnauzer, einmal in seinem Boot, scheint er ganz in seinem Element zu sein. Sieht er auf seinem Echolot Fische dreht seine Begeisterungsfähigkeit voll an der Uhr. 15 Diesel-verrauchte Knoten machten wir im Schnitt. Insgesamt 36 Seemeilen. Unabsichtlich wurden wir zu Individual-Touristen, während die Urlaubergaleeren, mit dem schicken Frischfleisch, bis oben hin voll, an uns vorbei rauschten. Wird diese "must have fun Party-Scheiße" auch wieder einmal enden? Wir haben uns früher auch nur so die Kante gegeben. Boot und Meer scheint überhaupt gut gegen Schizophrenie zu sein. Mein Hirn ist auf hoher See recht kleinlaut und hält seine blöde Klappe. Das hin und her geschunkle von Welle zu Welle scheint mir ganz gut zu tun.

Dem S. hat`s auch gefallen. Man sagt ja das Delphine, Mongos, Spasten und Autisten zum Lachen bringen. Könnte ich mir auch ganz gut bei Schizos, Depressiven, Manischen usw. vorstellen. Nur bei der Deprie-Fraktion weiß man nie. Auf einem Boot würde ich die vorsichtshalber anketten. Sicher ist sicher. An der griechischen Tragödie und den übrigen digitalen Weltuntergangsdramen arbeitete ich mich derzeit nicht ab. Es kommt wie es kommen muss. Für die großen Entwürfe, wie man die Kinder Platons wieder auf Kurs bringt, zwingt, wie auch immer, scheint es sowieso zu spät zu sein. Egal wie es auch kommen wird. Einer alten Griechin, den Inhalt des Kühlschrank, wegen mangelnder Zahlungsmoral wegzunehmen, kann auch nicht der Weisheit letzte Torheit sein. Werte EU! Selber schuld wenn ihr einen komatösen Patienten in eurer Zahlungsmittel-Mitte aufnimmt. Die Drachme hätte es auch getan. Von diesem Patienten jetzt zu verlangen, das er in ein paar Wochen nach dem Aufwachen, die 10 000 Meter unter 40 Minuten läuft, um das EU-Limit zu schaffen, ist entweder blöd, fahrlässig oder anmaßend. Ich weiß das Ding mit den Greichen haben euch andere Geistesgrößen eingebrockt, die von den Sternendeutern der Weltzusammenhänge zu etwas ganz Großartigen verklärt werden. Mich würde mal wirklich interessieren wie das jetzt mit der Deutschen Wiedervereinigung wirklich war. War das jetzt ein genialer Coup oder einfach nur Fallobst der Geschichte weil gerade ein Imperium implodierte und an den Rändern zuerst wegbröckelte. Die sollten mir mal alle entsprechenden Unterlagen ins Deutsche übersetzt zuschicken. Diese streberhafte, neunmalkluge, und immer auch auf die nächste Wahl ausgerichtete Rechthaberei der reicheren oder ökonomisch erfolgreicheren EU-Staaten ist wirklich anstrengend. Jetzt einmal ehrlich. Wenn ihr im Großen, den Griechen ein paar Nullen streicht, bedeutet das noch lange nicht, das die einfachen Leute, denen die Banken keinen Cent vom offenen Kredit nachlassen, dieses makabre Schauspiel auch wirklich durchblicken. Streckt einen Teil der Schulden einfach auf 150 Jahre und einen Freitag im Schaltjahr und alles wird gut. Österreich hat seinen nationalen Schuldenstand das letzte Mal 1970 oder so verkleinert. Ich weiß das unser BIP viel höher ist und der Export usw. Wer wird den immer gleich so kleinlich sein. Die griechsiche Gemütlichkeit gibt es nun mal nicht umsonst. Wir sind doch alle eine große Familie oder nicht? Genauso wie die Blogger. Die sind auch eine große Familie. Was ich hier schon an Zuspruch bekommen habe. Mein lieber Herr Gesangsverein. In 4 Jahren mindestens 25 bis 26 Kommentare und viele davon wirklich sehr freundlich. Die Gelöschten vom Dead zählen nicht. Der war seinen Ausführungen nach etwas unpässlich. Auf dem Weg zum Greißler begegne ich immer einer alten Frau im Gehgestell. Ich spreche leider kein K........... Ich grüße sie immer ganz freundlich, nein herzlich, und sie grüßt genauso freundlich zurück. So wie diese Frau stelle ich mir meinen Schutzengel vor. Im Gehgestell, mit kaputter Hüfte, aber noch immer in Bewegung. Die Grillen werden auch immer leiser. Hören sich heute ganz anders an als noch vor ein paar Tagen. Die Nächte sind voller Gelsen und ungefähr so lauwarm wie vollmundige Politikerreden, die in ein Glas abgestandenes Bier fallen. Nur saufen diese Viecher anscheinennd nur das reine Blut vom H. Meine tablettenverseuchte Soße rühren die nicht an. Sehen, besser riechen die mich, verhungern sie vorm offenen Kühlschrank. So gut wie jeder der einigermaßen bei Verstand ist hat hier ein Smartphone. Egal ob Einheimischer oder Tourist. Alle sind angeregt am tippen, wischen, fotografieren und drücken. Außer ich natürlich. Ich sitze auf dem Trockenen und das ist gut so. Rede ich mir zumindest ein. An sich bin ich ja kein besonders neidischer Mensch. Aber im Hafen von Z... das ist ein Nachbarort, liegt eine gut 35 Meter Jacht, die alle Stücke spielt. Sau geiles Ding. Geld scheint wirklich alle Türen zu öffnen. Wenn die Normalsterblichen wirklich wüssten, was sie in ihrem Leben alles nicht haben, und wer sie alles nicht sein können, würden sie wahrscheinlich ganz anders an die Sache heran gehen. Noch bist du unter den Normalos der Vollsepp und Sozialschmarotzer, wenn du nicht mindestens 40 Jahre gebuckel hast. Bringst du das nicht schauen sie dich scheel an. Das Absurde ist aber das die Normalsterblichen noch im Moment des Staunens über die Möglichkeiten anderer, gnadenlos abgezockt werden. Ein Beispiel: Im Umkreis von gut 10 Kilometer gibt es hier genau einen Bankomaten. Und von dem aus konnte man im Hafen diese riesen Jacht bestaunen. Die OTP Bank, die den Bankomaten betreibt, gibt dir hier, wahrscheinlich wegen der schönen Aussicht auf`s Boot für einen Euro genau 7,16 Kuna. Der offizielle Kurs, Abseits des OTP Bankomaten mit der tollen Aussicht liegt ungefährt bei 7,5 Kunar für 1 Euro. So machen das die Kapitalisten in der Regel. Setzen dir etwas Unerschwingliches vor die Nase das man schön abgelenkt ist und aus dem Staunen nicht herauskommt und dann nehmen sie dich aus wie Hütchenspieler. Die Gelsen, wenn sie mich schon nicht nach Herzenslust stechen, haben aus Rache dafür das Alp von den Träumen mit im Gepäck. Heute träumte ich das Menschen aus dem Himmel auf unsere Terasse fallen. Wie am 11.09.2001, als die Leute aus den brennenden World Trade Center köpfelten, mitten in meinen Geburtstagskuchen. Klatsch machte es und schon wieder lag einer da. Hübsch sahen die nicht mehr aus. Und während wir, keine Ahnung wer der andere war, versuchten sie aufzufangen, standen jene die an uns vorbei fielen, einfach wieder auf wie so ein scheiß Terminator und stürtzten sich vom Balkon. Verdammte Spinner dachte ich mir. Heute beim Morgenkaffee sah ich mir das Dach unseres Appartments genauer an. Man weiß ja nie. Das ist so niedrig und flach da wird bis zum nächsten Ortswechsel nichts kommen denke ich. Die K......... gewinnen angblich 33,6% ihres Stroms aus fossilen Brennstoffen, wie Öl und Steinkohle. Wind und Solarenergie machen nur 0,4% aus. Da sollte die EU entsprechende Hilfestellungen leisten. Hätten sie schön was zu tun, anstatt meinen Staubsauger die Eier abschneiden, wo hier doch recht häufig die Sonne scheint. Und nicht Norddeutschland mit Solarpanelen zustempeln.

Anhang: Das heutige Wettgehen fiel heute leider aus. Der S. hatte heute zu Mittag eine Pizza Margherita verdrückt. Ein riesiges Ding mit wirklich viel Margherita. O....... ist ja ein Ort an dem viele Kroaten urlauben. Wie heißt es so schön. Bei brütender Hitze sollte man etwas Leichtes essen. Der kam nicht mehr vom Fleck. Der Pizza lag queer zur Gehrichtung. Ich habe so ein Ding am Abend gegessen. Nicht einfach so eine fette Scheiße entsprechend zu verkabeln.

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