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Freitag, 7. März 2014
Büchnerpreisträgerin in der SS-Falle
der imperialist, 19:48h
Sehr geehrte Frau Lewitscharoff!
(wie mir dieses andauernde Ausbessern auf die Eier geht)
Ich kann schon verstehen und nachvollziehen, dass einem die heutige Vielfalt an Lebensentwürfen und Reproduktionsmöglichketen, den kalten Angstschweiß auf die faltige Stirn treibt. Vor allem wenn man selbst in dieser Angelegenheit a bisserl eingerostet ist und vorschriftsmäßig auf Gottes heimlichen Spuren, seinem eigenen Untergang entgegen wandert. Wenn ich sie recht verstehe, teilen wir ja ein ähnliches Schicksal. Mit uns beiden will/wollte sich anscheinend niemand auf althergebrachte Art paaren, um so ein Kind zu bezeugen, das ganz dem Vorbild einer Ursprungskonstruktion folgend, das Licht dieser Welt, durch eine lustige Bob-Fahrt durch den Geburtskanal erblickt. Wenn meine Recherche nicht völlig fehlschlägt dann sind sie Jahrgang 1954, ich 1968. Ihrem Wunsch kinderlos zu bleiben ist die göttliche Fügung eh schon nachgekommen. Bei mir schaut`s sehr ähnlich aus. Ältere Männer sollen einer neuen Studie nach eh nur Geistesgestörte Baby produzieren. In meinem Fall ist das jetzt ein Pleonasmus. Um doch noch zu Mutterehren und Freuden zu kommen würde bei ihnen ja nur noch eine der teuflischen Reproduktionsmöglichkeiten in Frage kommen, die sie aber, ja wenn ich sie richtig verstehe, aus Überzeugung entschieden und in aller Deutlichkeit ablehnen. Sie werden es nicht für Möglich halten, aber in dieser Angelegenheit bin ich über Schleich und Umwege ziemlich nah bei ihnen. Ich halte mein Sperma für herausragend. Rein emotional zumindest ist das ganz vorzügliche Ware. Mit mir ein Kind auf altertümliche Art und Weise zu zeugen, muss man sich aus weiblicher Perspektive gesehen, als pure Wonne und reines Vergnügen vorstellen. Vor allem dann wenn die Frau keine Scheu vor K.O. Tropfen hat und diese vor dem eigentlichen Akt vorsorglich einzunehmen gedenkt. Das ist jetzt nur die halbe Wahrheit. Ich würde auch in einen weißen Plastikbecher wixen, um so einer traurigen Frau am anderen Ende der Welt, die nervenaufreibende Paarung mit einem Orang-Utan ähnlichen Kerl zu ersparen, so blond und blauäugig wie ich nun mal bin. Viel Überwindung kostet mich das nicht. Denn wenn ich zu faul zum Aufstehen bin, um meine göttliche Spuke in einer Küchenrolle zu begraben, wixe ich einfach in die Kaffetasse, die neben dem Bett steht. Ich weiß das finden sie abstoßend, aber glauben sie mir Frau L. ich bin nicht der erste Mann der schon einmal in seinen Leben in eine Kaffeetasse oder einen Aschenbecher gewixt hat. Wir werden ja immer mehr. Denn wie sie richtig angemerkt haben, können sich immer mehr Frauen mit dem Gedanken anfreunden, „Männer seien verzichtbar, oder ihr Einfluss sei auf das Notwendigste zu reduzieren, eben auf ihren Samen. Als Väter kommen sie jedenfalls nicht in Frage“. Einfach In die Hand oder gar Unterhose spritzen geht bei mir definitiv nicht, weil ich unbotmäßig viel Sperma produziere. Sogar die Huren bestätigten mich indirekt in dieser Annahme mit der Feststellung, „Du haben große Eier, musst du Haare unten weg machen, sonst ich nicht lutschen“. Bitte nehmen sie meinen Eindruck von ihnen nicht zu persönlich, aber a klassische Schönheit sind sie ja nicht gerade. Eigentlich sehen sie auf einigen Fotos so aus wie ich mit als Kind die Hexe im Knusperhäuschen vorstellte. Bitte entschuldigen sie meine oberflächliche Einschätzung ihrer Person, die nicht unter die Haut geht. Zurzeit haben sie es eh ziemlich schwer, aber die Leute sollten in ihrem Furor sie zur einer Sau zu machen, die man hurtigst durch das Dorf des Feuilletons jagt, doch bitte an Voltaire denken, der sagte: „Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst“. Wenn ich sie nicht völlig falsch interpretiere dann haben sie sich bewusst gegen Kinder entschieden, weil sie Kinder kurz gesagt ziemlich scheiße finden In dieser Annahme stimmen wir nicht ganz überein, weil ich nur einige Aspekte meiner Kindheit nicht besonders mag, aber Kinder an sich schon. Ich habe sogar ein paar Mal, auf einen Jungen aufgepasst der einfach seinen Schnidel auspackte und mitten auf den Gehweg pisste. Und das vor allen Leuten. Scheiße musste ich lachen. Der Junge war a bisserl durch den Wind weil sich sein Vater, wenn ich mich recht erinnere, vor seinen Augen, im Innenhof eines Gemeindebaus strangulierte. Ihr Vater hat in dieser Hinsicht ja auch in die Vollen gegriffen. Das kann einen schon verbittern wenn der Vater ein kranker Selbstmördern ist und die schwierige Mutter eine verbitterte Säuferin. In so einer Umgebung muss eine intelligente Frau wie es sind, ja zwangsläufig ihre Gebärmutter auskotzen. Um nicht vollends zu verzweifeln verherrlicht man dann eine andere Person, in ihrem Fall ist das dann die Großmutter und wenn die ausfällt Gott. Ich tue das im Übrigen auch mit der Oma. Nur zu überregionalen Maßeinheiten habe ich keine besonders Verhältnis. Nicht das ich völlig lernunwillig bin. Doch einmal fühlte ich mich in meinem Leben wirklich beseelt, aber da ging ich auf die 4 Promille Grenze zu, wie sie sich denken können, schwankenden Schrittes. Haben sie eigentlich eine Katze? Auf was ich eigentlich hinaus wollte ist folgendes Frau L. Ihr werter Herr Vater war ihrer Einschätzung nach eine Ursprungskonstruktion, die sich selbst eliminierte um wieder ganz Ursprung zu sein. Der brachte sich ja in einer Zeit um, die mehr oder weniger nur von Ursprungskonstruktion bevölkert war. Trotzdem gab es zu dieser Zeit Kriege, Mord und Totschlag. Hin und wieder kam in dieser steinzeitlichen Welt der Fortpflanzung auch ein Kind zur Welt, das in der dörflichen Gemeinde, als Rauschkind verschrien war. Ich z.B. halte mich ja auch für so ein Rauschkind. Das nur so nebenbei. Fazit: Viel schlimmer als sie es erwischt hat, werte Frau Lewitscharoff, können es diese auf modernen Irrwegen und wie sie schreiben „zweifelhafte Geschöpfe, halb Mensch,halb künstliches Weißnichtwas.", auch nicht erwischen.
Hochachtungsvoll
Der Imperialist
PS: Wenigstens hinten hinaus, wenn`s ums Sterben geht, ist alles ja noch einigermaßen übersichtlich. Die paar Schläuche sind auch schon egal. Ach ja, jetzt hätte ich fast den Tod auf Verlangen vergessen. Fragt sich immer nur wessen Verlangen dieses Sterben ist. Wäre meine Untermütter reich und spendabel, der Giftbecher wäre schon angerichtet, dermaßen eindeutig ist mein Verlangen. Und wegen der bevorstehenden Organentnahme. Eine wirklich brauchbare und leicht umzusetzende Option der Entnahe zuvorzukommen, ist ein bewusst ungesundes Leben. Ruinieren sie einfach bewusst, ihr kurzes Leben lang ihre inneren Organe und niemand wird versuchen ihnen auf dem Weg in den Himmel die Leber oder die Gallenblase abspenstig zu machen.
(wie mir dieses andauernde Ausbessern auf die Eier geht)
Ich kann schon verstehen und nachvollziehen, dass einem die heutige Vielfalt an Lebensentwürfen und Reproduktionsmöglichketen, den kalten Angstschweiß auf die faltige Stirn treibt. Vor allem wenn man selbst in dieser Angelegenheit a bisserl eingerostet ist und vorschriftsmäßig auf Gottes heimlichen Spuren, seinem eigenen Untergang entgegen wandert. Wenn ich sie recht verstehe, teilen wir ja ein ähnliches Schicksal. Mit uns beiden will/wollte sich anscheinend niemand auf althergebrachte Art paaren, um so ein Kind zu bezeugen, das ganz dem Vorbild einer Ursprungskonstruktion folgend, das Licht dieser Welt, durch eine lustige Bob-Fahrt durch den Geburtskanal erblickt. Wenn meine Recherche nicht völlig fehlschlägt dann sind sie Jahrgang 1954, ich 1968. Ihrem Wunsch kinderlos zu bleiben ist die göttliche Fügung eh schon nachgekommen. Bei mir schaut`s sehr ähnlich aus. Ältere Männer sollen einer neuen Studie nach eh nur Geistesgestörte Baby produzieren. In meinem Fall ist das jetzt ein Pleonasmus. Um doch noch zu Mutterehren und Freuden zu kommen würde bei ihnen ja nur noch eine der teuflischen Reproduktionsmöglichkeiten in Frage kommen, die sie aber, ja wenn ich sie richtig verstehe, aus Überzeugung entschieden und in aller Deutlichkeit ablehnen. Sie werden es nicht für Möglich halten, aber in dieser Angelegenheit bin ich über Schleich und Umwege ziemlich nah bei ihnen. Ich halte mein Sperma für herausragend. Rein emotional zumindest ist das ganz vorzügliche Ware. Mit mir ein Kind auf altertümliche Art und Weise zu zeugen, muss man sich aus weiblicher Perspektive gesehen, als pure Wonne und reines Vergnügen vorstellen. Vor allem dann wenn die Frau keine Scheu vor K.O. Tropfen hat und diese vor dem eigentlichen Akt vorsorglich einzunehmen gedenkt. Das ist jetzt nur die halbe Wahrheit. Ich würde auch in einen weißen Plastikbecher wixen, um so einer traurigen Frau am anderen Ende der Welt, die nervenaufreibende Paarung mit einem Orang-Utan ähnlichen Kerl zu ersparen, so blond und blauäugig wie ich nun mal bin. Viel Überwindung kostet mich das nicht. Denn wenn ich zu faul zum Aufstehen bin, um meine göttliche Spuke in einer Küchenrolle zu begraben, wixe ich einfach in die Kaffetasse, die neben dem Bett steht. Ich weiß das finden sie abstoßend, aber glauben sie mir Frau L. ich bin nicht der erste Mann der schon einmal in seinen Leben in eine Kaffeetasse oder einen Aschenbecher gewixt hat. Wir werden ja immer mehr. Denn wie sie richtig angemerkt haben, können sich immer mehr Frauen mit dem Gedanken anfreunden, „Männer seien verzichtbar, oder ihr Einfluss sei auf das Notwendigste zu reduzieren, eben auf ihren Samen. Als Väter kommen sie jedenfalls nicht in Frage“. Einfach In die Hand oder gar Unterhose spritzen geht bei mir definitiv nicht, weil ich unbotmäßig viel Sperma produziere. Sogar die Huren bestätigten mich indirekt in dieser Annahme mit der Feststellung, „Du haben große Eier, musst du Haare unten weg machen, sonst ich nicht lutschen“. Bitte nehmen sie meinen Eindruck von ihnen nicht zu persönlich, aber a klassische Schönheit sind sie ja nicht gerade. Eigentlich sehen sie auf einigen Fotos so aus wie ich mit als Kind die Hexe im Knusperhäuschen vorstellte. Bitte entschuldigen sie meine oberflächliche Einschätzung ihrer Person, die nicht unter die Haut geht. Zurzeit haben sie es eh ziemlich schwer, aber die Leute sollten in ihrem Furor sie zur einer Sau zu machen, die man hurtigst durch das Dorf des Feuilletons jagt, doch bitte an Voltaire denken, der sagte: „Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst“. Wenn ich sie nicht völlig falsch interpretiere dann haben sie sich bewusst gegen Kinder entschieden, weil sie Kinder kurz gesagt ziemlich scheiße finden In dieser Annahme stimmen wir nicht ganz überein, weil ich nur einige Aspekte meiner Kindheit nicht besonders mag, aber Kinder an sich schon. Ich habe sogar ein paar Mal, auf einen Jungen aufgepasst der einfach seinen Schnidel auspackte und mitten auf den Gehweg pisste. Und das vor allen Leuten. Scheiße musste ich lachen. Der Junge war a bisserl durch den Wind weil sich sein Vater, wenn ich mich recht erinnere, vor seinen Augen, im Innenhof eines Gemeindebaus strangulierte. Ihr Vater hat in dieser Hinsicht ja auch in die Vollen gegriffen. Das kann einen schon verbittern wenn der Vater ein kranker Selbstmördern ist und die schwierige Mutter eine verbitterte Säuferin. In so einer Umgebung muss eine intelligente Frau wie es sind, ja zwangsläufig ihre Gebärmutter auskotzen. Um nicht vollends zu verzweifeln verherrlicht man dann eine andere Person, in ihrem Fall ist das dann die Großmutter und wenn die ausfällt Gott. Ich tue das im Übrigen auch mit der Oma. Nur zu überregionalen Maßeinheiten habe ich keine besonders Verhältnis. Nicht das ich völlig lernunwillig bin. Doch einmal fühlte ich mich in meinem Leben wirklich beseelt, aber da ging ich auf die 4 Promille Grenze zu, wie sie sich denken können, schwankenden Schrittes. Haben sie eigentlich eine Katze? Auf was ich eigentlich hinaus wollte ist folgendes Frau L. Ihr werter Herr Vater war ihrer Einschätzung nach eine Ursprungskonstruktion, die sich selbst eliminierte um wieder ganz Ursprung zu sein. Der brachte sich ja in einer Zeit um, die mehr oder weniger nur von Ursprungskonstruktion bevölkert war. Trotzdem gab es zu dieser Zeit Kriege, Mord und Totschlag. Hin und wieder kam in dieser steinzeitlichen Welt der Fortpflanzung auch ein Kind zur Welt, das in der dörflichen Gemeinde, als Rauschkind verschrien war. Ich z.B. halte mich ja auch für so ein Rauschkind. Das nur so nebenbei. Fazit: Viel schlimmer als sie es erwischt hat, werte Frau Lewitscharoff, können es diese auf modernen Irrwegen und wie sie schreiben „zweifelhafte Geschöpfe, halb Mensch,halb künstliches Weißnichtwas.", auch nicht erwischen.
Hochachtungsvoll
Der Imperialist
PS: Wenigstens hinten hinaus, wenn`s ums Sterben geht, ist alles ja noch einigermaßen übersichtlich. Die paar Schläuche sind auch schon egal. Ach ja, jetzt hätte ich fast den Tod auf Verlangen vergessen. Fragt sich immer nur wessen Verlangen dieses Sterben ist. Wäre meine Untermütter reich und spendabel, der Giftbecher wäre schon angerichtet, dermaßen eindeutig ist mein Verlangen. Und wegen der bevorstehenden Organentnahme. Eine wirklich brauchbare und leicht umzusetzende Option der Entnahe zuvorzukommen, ist ein bewusst ungesundes Leben. Ruinieren sie einfach bewusst, ihr kurzes Leben lang ihre inneren Organe und niemand wird versuchen ihnen auf dem Weg in den Himmel die Leber oder die Gallenblase abspenstig zu machen.
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Mittwoch, 26. Februar 2014
"Geistige Arthorse"
der imperialist, 13:44h
Offener Brief an den Sehkranken im Matrosenpulli.
Eine Anmerkung hätte ich noch. Heute scheint es so zu sein, das jeder der etwas auf sich hält, andauernd mit seinen psychischen Unzulänglichkeiten kokettiert. Andauernd weißt jeder der etwas auf sich hält ganz gezielt auf seine psychischen Defizite hin, die man dann stolz herzeigt wie eine Kriegsverwundung. Wenn man dann genauer nachfragt erfährt man, dass dieser vermeintliche Kriegsheld kaum Feindberührung hat. Viele tun nur so als ob sie jeden Tag aufs Neue im Lazarett des pharmazeutischen Schrotts, mit Schrauben und Ösen notdürftig zusammengeflickt werden. Die meistens tun nur so als ob sie in vorderster Linie kämpfen, während sie sich in Wirklichkeit, in der Etappe die Füßchen in den Bauch stehen und einen auf Stadtguerilla machen und mit Platzpatronen der Sprache, der Welt kleine Löcher in die fette Wampe der Aufmerksamkeit schießen, die dann denkt, oh ein Kriegsversehrter. Hat es den/die aber fürchterlich erwischt.
Neuroleptika (ab 400 mg Seroquel gehört man zum Club), den Wirkstoff Carbamazepin gegen die manisch-depressiven Phasen, Schlaftabletten, mein Wohnzimmertisch sieht aus wie ein Apotheke nach einem Ausbruch. Jeden Abend seit gut 15 Jahren die volle Dröhnung. Jeden Abend, mutiere ich zu einem sprach und bewegungslimitierten Insekt. In Drogenszene nennt man diese Gestalten „Zombies“. Ich sollte mal so ein persönliches Zombie-Video online stellen, ist wirklich abartig eklig, wenn ich keinen gerade Satz mehr zusammen bringe. Die Schizoaffektivität bestimmt das Leben. Die psychischen Unzulänglichkeiten bestimmen das Leben, geben den Lebensrhythmus vor. „Ich“ sagen ist eine lächerliche Zote. Alles Atmen fremdbestimmt, jeder zweite Gedanke eine Zumutung und aufgezwungen wie die Erziehung. In den ärztlichen Befunden, die Fassade der bürgerlichen Existenz rot durchgestrichen, wie früher in der Schule der Aufsatz wegen Themenverfehlung. Das verstehe ich unter richtig kaputt sein. Gesellschaftlich kaputt, ausweglos kaputt, jeder Tag ein einziges Rückzugsgefecht, im Bombenhagel der psychischen Unzulänglichkeiten, in Deckung, Mensch-sein, in Deckung. Wenn ich ganz ehrlich bin, bin ich nicht einmal noch wirklich Hardcore. Es hätte wesentlich schlimmer kommen können.
Kunst heißt ja auch "Können" und nicht "Leiden".
Antwort von Sehkrank im Matrosenpulli
ich übersetze mal, wie das ankommt, was du von dir gibst:
"ein schizo ist viel schlimmer dran als ein depri. deshalb hast du gar kein recht zu jammern. wahrscheinlich bist du aber nicht mal depri, sondern tust nur so, um dich interessant zu machen. auf jeden fall aber hast du überhaupt keine ahnung und solltest deshalb dringend die fresse halten. deshalb dürfte, wenn überhaupt, nur ich jammern. und, last but not least, wenn du deine fake-depri nicht hättest, könntest du gar nicht schreiben."
weißte, vermutlich gehts dir echt scheiße. und vielleicht bist du auch irgendwo ein richtig toller kerl. aber du gibst dir teilweise verdammt viel mühe, es zu verbergen. deine erkrankung ist wahrscheinlich richtigrichtig schlimm, so schlimm, dass es sich mein kleines spatzenhirn nicht ausmalen kann. aber vom arschlochsein wird sie vermutlich auch nicht besser.
und wenn dir hier zu viel krankheit ist: lies doch einfach woanders.
Darauf der Imperialist: Madame, nicht zu viel Krankheit zu wenig. Ich bin "Schizophren", aus dem normalen Leben aussortiert und trotzdem muss ich die Krankheit so gut es geht verschweigen. Und nein es geht mir den Umständen entsprechend ganz gut. Es könnte wesentlich schlimmer sein. Ich bin nur det Türsteher zum Cafe zum totalen Wahnsinn.
Korrektur: des Cafes zum totalen Wahnsinn. Ich habs nicht so mit dem Deutsch. Weder Beruf noch Schulausbildung. Außer den kurzen Pflichtdurchgang. Hahaha! (ehrlich) Bin a Gossenkind, schizo-Gossenkind.
Nee für den Club langst es noch nicht. Muss auch nicht sein. (believe me) Die wirklich Kaputten z.B. haben nicht einmal ein Handy. hahaha!
Eine Anmerkung hätte ich noch. Heute scheint es so zu sein, das jeder der etwas auf sich hält, andauernd mit seinen psychischen Unzulänglichkeiten kokettiert. Andauernd weißt jeder der etwas auf sich hält ganz gezielt auf seine psychischen Defizite hin, die man dann stolz herzeigt wie eine Kriegsverwundung. Wenn man dann genauer nachfragt erfährt man, dass dieser vermeintliche Kriegsheld kaum Feindberührung hat. Viele tun nur so als ob sie jeden Tag aufs Neue im Lazarett des pharmazeutischen Schrotts, mit Schrauben und Ösen notdürftig zusammengeflickt werden. Die meistens tun nur so als ob sie in vorderster Linie kämpfen, während sie sich in Wirklichkeit, in der Etappe die Füßchen in den Bauch stehen und einen auf Stadtguerilla machen und mit Platzpatronen der Sprache, der Welt kleine Löcher in die fette Wampe der Aufmerksamkeit schießen, die dann denkt, oh ein Kriegsversehrter. Hat es den/die aber fürchterlich erwischt.
Neuroleptika (ab 400 mg Seroquel gehört man zum Club), den Wirkstoff Carbamazepin gegen die manisch-depressiven Phasen, Schlaftabletten, mein Wohnzimmertisch sieht aus wie ein Apotheke nach einem Ausbruch. Jeden Abend seit gut 15 Jahren die volle Dröhnung. Jeden Abend, mutiere ich zu einem sprach und bewegungslimitierten Insekt. In Drogenszene nennt man diese Gestalten „Zombies“. Ich sollte mal so ein persönliches Zombie-Video online stellen, ist wirklich abartig eklig, wenn ich keinen gerade Satz mehr zusammen bringe. Die Schizoaffektivität bestimmt das Leben. Die psychischen Unzulänglichkeiten bestimmen das Leben, geben den Lebensrhythmus vor. „Ich“ sagen ist eine lächerliche Zote. Alles Atmen fremdbestimmt, jeder zweite Gedanke eine Zumutung und aufgezwungen wie die Erziehung. In den ärztlichen Befunden, die Fassade der bürgerlichen Existenz rot durchgestrichen, wie früher in der Schule der Aufsatz wegen Themenverfehlung. Das verstehe ich unter richtig kaputt sein. Gesellschaftlich kaputt, ausweglos kaputt, jeder Tag ein einziges Rückzugsgefecht, im Bombenhagel der psychischen Unzulänglichkeiten, in Deckung, Mensch-sein, in Deckung. Wenn ich ganz ehrlich bin, bin ich nicht einmal noch wirklich Hardcore. Es hätte wesentlich schlimmer kommen können.
Kunst heißt ja auch "Können" und nicht "Leiden".
Antwort von Sehkrank im Matrosenpulli
ich übersetze mal, wie das ankommt, was du von dir gibst:
"ein schizo ist viel schlimmer dran als ein depri. deshalb hast du gar kein recht zu jammern. wahrscheinlich bist du aber nicht mal depri, sondern tust nur so, um dich interessant zu machen. auf jeden fall aber hast du überhaupt keine ahnung und solltest deshalb dringend die fresse halten. deshalb dürfte, wenn überhaupt, nur ich jammern. und, last but not least, wenn du deine fake-depri nicht hättest, könntest du gar nicht schreiben."
weißte, vermutlich gehts dir echt scheiße. und vielleicht bist du auch irgendwo ein richtig toller kerl. aber du gibst dir teilweise verdammt viel mühe, es zu verbergen. deine erkrankung ist wahrscheinlich richtigrichtig schlimm, so schlimm, dass es sich mein kleines spatzenhirn nicht ausmalen kann. aber vom arschlochsein wird sie vermutlich auch nicht besser.
und wenn dir hier zu viel krankheit ist: lies doch einfach woanders.
Darauf der Imperialist: Madame, nicht zu viel Krankheit zu wenig. Ich bin "Schizophren", aus dem normalen Leben aussortiert und trotzdem muss ich die Krankheit so gut es geht verschweigen. Und nein es geht mir den Umständen entsprechend ganz gut. Es könnte wesentlich schlimmer sein. Ich bin nur det Türsteher zum Cafe zum totalen Wahnsinn.
Korrektur: des Cafes zum totalen Wahnsinn. Ich habs nicht so mit dem Deutsch. Weder Beruf noch Schulausbildung. Außer den kurzen Pflichtdurchgang. Hahaha! (ehrlich) Bin a Gossenkind, schizo-Gossenkind.
Nee für den Club langst es noch nicht. Muss auch nicht sein. (believe me) Die wirklich Kaputten z.B. haben nicht einmal ein Handy. hahaha!
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Donnerstag, 6. Februar 2014
Niemals Staub wischen, niemals!!
der imperialist, 20:20h
Aus mir unerklärlichen Gründen wollte ich die unterste Reihe der Bücher, die recht leblos in einem Bücherregal die Wand anstarren, einfach nicht abstauben. Irgendetwas hielt mich immer davon ab. Als ob da unten irgendeine Gefahr lauert der ich aus dem Weg gehen muss. Das Regal ist nicht einmal besonders groß. Es hat nur zwei Einlegeböden, ausgelegt vielleicht für 80 bis 100 Bücher. Die oberen beiden Reihen staubte ich ja heilige Zeiten mal ab. Nur die unterste Reihe nie. Nicht in den letzten zehn Jahren. Zehn Jahre alter Staub auf Büchern sieht wirklich grausig aus. Der wird dick und schwarz und gräbt sich in die Seiten und erinnert ein wenig an einen frühen Tag nach einer Apokalypse. Gleichgültig war mir der Dreck natürlich nicht. Der stach schon ziemlich hervor, weil der Rest der Wohnung und des Inventar, nicht ganz so abartig verdreckt ist. In den letzten zehn Jahren war ich schon einige Mal ziemlich nah dran, das in Ordnung zu bringen. Nur wenn meine Hand nach dem ersten Buch griff, sagte eine Stimme in mir warnend, mach das lieber nicht, lass das lieber sein. Irgendwann wird dieser Dreck wahrscheinlich auch noch gesundheitsgefährdend. Meine Gesundheit dachte ich mir, möchte ich schon bewusst ruinieren und nicht einfach so im vorbeigehen. Meine Haut z.B. ruiniere ich ja ganz bewusst. Die Armee der Gesundheitsfaschisten, die ihre Reigen, mit Warnungen jeder Art dicht geschlossen hält, kann mich mal geschlossen am Arsch lecken. Wenn denen mein Lebensstil (als ob ich einen habe) gegen den Strich geht, dann sollen sie einen eigenen Staat gründen und wieder das Sudetenland annektieren. „Machen sie das nicht, tun sie das nicht, lassen die die Hände davon und dass sollten sie unbedingt unterlassen“. Aber sich dann heimlich eine CD kaufen, auf der die größten Hits aller Pop und Rock Größen sind, die mit 27 das Zeitliche segneten. Dschungelkönigin Melanie Müller, kurz M.M kam mit in den Sinn. Keine Geringere als die amtierende Dschungelkönigin M.M. nahm ich mir zum Vorbild. Mit ein paar Liebeskugel im Arsch, die ich heimlich im Internet gekauft hatte, weshalb meine E-Mail Account jetzt übergeht mit Werbung für Sexspielzeug. Ein Scherz. Wenn die M.M. Hoden von kurzsichtigen Truthähnen essen kann, dann werde ich doch wohl ein paar Bücher abstauben können. Wobei ich zugebe. Zum Abstauben habe ich nicht viel Talent. Runter auf die Knie, Hand raus, Buch rein, mit der anderen Hand drüberwischen und wieder zurückstellen, so schwer kann das doch nicht sein. „Mach das ja nicht“, paffte mich die Stimme an. "Untersteh dich, du wirst schon sehen was du davon hast". Mein Problem mit dieser Stimme ist, das sie sich nicht merklich von der anderen Stimme abhebt, die mein Leben in Paranoia taucht. "Steig nicht in den Aufzug, iss nicht dieses Gemüse, nimm eine andere U-Bahn, dieses kleine ziehen im Magen ist Krebs, ena-dwa SAK. Der Kater stirbt, der Fernseher ena-dwa, die Sonne fällt aus der Zeit, noch 8 Minuten und du, sinnlos wie in deinen vorhergehenden 8 Minuten, lass das mit den Bücher, mach es lieber nicht, hier das römische Reich und dort Han-Dynastie, und zwischendurch ein Jahrhunderte währendes Gemetzel, für das kunststoffene Königreich meiner Fernbedienung, und Online-Foren, in denen man sich als Frissundstirb34, man will ja seine bürgerliche Existenz nicht gefährden, zum Kanibalismus bekennt, den man ja für ausgerottet wähnte wie die Masern". Da denn Überblick zu behalten und die sachdienlichen Hinweise aus dem ganzen Gedankenschrott heraus zufiltern, gehört nicht gerade zu meinen einfachsten Übungen. Ich will es Vernunft nennen die die Oberhand behielt. Ich nahm ein Buch raus, wischte es ab und stellte es wieder zurück. Ich nahm das nächste heraus, ging ähnlich vor und erzielte ein ähnliches Ergebnis. Du bist ja wirklich ein schizoider Spinner dachte ich mir, total irre. Als ich das Buch mit dem Titel, „Ja, mein Engel, die besten deutschen Kurzgeschichten“, heraus zog, fiel ein Freundschaftsband heraus. Das Band war alt, abgetragen, zerfranst, wie sagt man so schön, im Auflösen begriffen. Diese Sammlung preisgekrönter Kurzgeschichten usw. stand im Einband. Und das soll ich jetzt nicht tun. Was bin ich nur für ein Wrack dachte ich mir. Mein Blick fiel auf eine Widmung, erste Seite ganz unten. Die war mit Bleistift geschrieben. Ich schreib die mal ab. „Ich weiß nicht, was es genau ist. Ich weiß nur dass ich nicht gehen kann, obwohl ich oft nicht mehr weiß, was ich tun kann, um mit Dir zu sein und mich nicht dabei aufgeben zu müssen. Aber es kann nur die Liebe sein, denn es tu oft so weh und oft ist es so unvorstellbar erhebend. Es ist keine Harmonie – kein Gleichgewicht, doch vielleicht muss es so sein, damit wir zusammen bleiben können. Denn Menschen, die unabhängig sind, müssen auch nicht flüchten. Aber im Grunde weiß ich es nicht".
In Liebe Deine B.
Daher also weht der Wind, dachte ich mir. Sorgsam wischte ich den Dreck von dem Buch mit den preisgekrönten deutschen Kurzgeschichten. Das Freundschaftsband legte ich auch wieder zurück. Lesen werde ich es nicht. Die eigentliche Geschichte dieses Buches wird da nicht erzählt. Und Preisgekrönt ist die auch nicht.
Am Abend verstand ich warum sie diese Widmung nur mit Bleistift geschrieben hatte.
In Liebe Deine B.
Daher also weht der Wind, dachte ich mir. Sorgsam wischte ich den Dreck von dem Buch mit den preisgekrönten deutschen Kurzgeschichten. Das Freundschaftsband legte ich auch wieder zurück. Lesen werde ich es nicht. Die eigentliche Geschichte dieses Buches wird da nicht erzählt. Und Preisgekrönt ist die auch nicht.
Am Abend verstand ich warum sie diese Widmung nur mit Bleistift geschrieben hatte.
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