Donnerstag, 30. April 2026
Ich, sicher nie. Mit dem Akzent auf dem I.
Natürlich kann diesen Text niemand lesen. Viel zu langatmig. Und behäbig. Und eine Geschichte wird auch nicht erzählt. Genau darin liegt die Kleinstkunst. In der unlesbarkeit.

Leben ohne Kant / im Amt / vom Amt / geh am Strand / doch lieber mit Kant / sonst bist am Sand.

¡Ay Dios mío!

Einst gab nur Einwegrasierer. Heute gibt es auch Einwegwaffen wie Einweg-Kampfdrohnen und unbemannte Schiffe. Die Frage ist ja nicht mehr ob preiswerte KI-Waffen gebaut werden, die Jagd auf Menschen machen, wie Menschen auf Tiere im Wald, sondern nur noch von wem. Der Drohnen-Ramsch, der nur zur einmaligen Verwendung gedacht ist, ist auch der Grund warum Iran die Straße von Hormus kontrolliert. Zwei DER in einem Satz. Es läuft mit meinem Zwängen. Weshalb sich eines bewahrheitet hat seit hunderten von Jahren. Wer die Meere kontrolliert der kontrolliert die Welt. Woraufhin der Wortmacher eines seiner liebsten Bonmots vom Stapel lässt: Wer seine Blase kontrolliert hat auch Kontrolle über sich selbst. Scheiße, ist das ein W******.

In der kam es möglicherweise gestern zu einem Mini-Eklat, für den ich sorgte. Letztes Jahr habe ich mich einige Zeit mit einem Mann unterhalten, der noch in seinen frühen Dreißigern ist. Nennen wir den Mann Murat. Muslim, mit Wurzeln in Nordmazedonien. Seine drei Geschwister leben über den ganzen Planeten verstreut. Aber so kann man das nicht sagen. Die sind ja keine Streumunition. Seine vier Geschwister leben in den USA, der Schweiz und in Österreich. Ich dachte es sind drei Geschwister. Genau.

Er freute sich, mich zu sehen. Die Freude war ganz meinerseits. Nach ein wenig Blablabla – ich kann mich nicht so gut erinnern – fragte er mich, wie es mir geht. Diese Frage hatte ich ihm schon zuvor gestellt, das weiß ich noch. Ich fragte: „Wie war dein Jahr?“ Ich hatte ihn ja ein Jahr lang nicht gesehen oder gesprochen. Er meinte: „Passt schon. Und deines?“
„Die Schizophrenie. Du weißt ja.“ Wie gehabt renne ich von mir selbst davon, sobald ich zu viel Gesellschaft habe, die sich nicht in mir verorten lässt.

Das war ein riesiger Schnitzer. Ich Depp hatte ihm nichts davon erzählt. Was ich aber nicht mehr wusste. Ich dachte eben ich hätte ihm das irgendwann erzählt. War anscheinend nicht so.
Aber an die Leberwurstbrote-Phase der Um2 erinnerst du dich noch in allen Einzelheiten, unterbricht der Wortmacher meinen Schreibfluss. Ja. Das war nicht die Information die er erwartet hatte. Wir plauderten dann ganz leger ein wenig darüber. Natürlich was meine Ansage ein Stimmungskiller. Möglicherweise nur vorübergehend. Was ich aber sagen kann.

Alles, worüber wir danach sprachen stand unter dem Eindruck die diese Information hinterlassen hatte. Wie einen Scheißhaufen. Na, na. Das Gesagte stand danach im Schatten von dieser Erkenntnis, unter dem Nachhall meiner Ansage. Ich sagte dann noch zwei drei Sätze zum dem Thema: Du siehst mich doch immer nur allein herumstehen. Das hat damit zu tun. Und dann sagte ich noch. Das bestimmt seit vielen Jahren mein Leben. Ich kann doch nicht so tun, als ob es das nicht gibt, und immer um den heißen Brei herumreden.

Doch das geht, amüsiert sich der Wortmacher. An jedem verdammten Sonntag geht das. Stimmt auch wieder. Er verabschiedete sich danach gleich einmal. Ich wollte auch gehen. Die Informationslage passte nicht zur Erwartungshaltung vom Murat. So viel kann ich sagen. Möglicherweise hatte er sich was geistreicheres erwartet zu dem Thema, mit ein paar netten geistigen Schlenker in Richtung: Tennysons „Ulysses “: „Wie öde ist es, innezuhalten, ein Ende zu setzen, ungeschliffen zu rosten, nicht im Gebrauch zu glänzen!“ Bin gespannt ob er noch mal vorbeischaut.

Gute Nachricht. Er tat es. Man sollte seine tiefsitzende Ängste nicht auf andere projizieren. Nicht die ganze Welt ist Um2. Die sich ja unglaublich freuen würde wenn du wieder zu Besuch kommst. Wer hat das jetzt gesagt? Das ist nicht lustig. Selbst der gute alte Goadfather hat nichts in der Richtung gesagt. Eigenartige Menschen. Sein anderer Sohn, ein richtiger Herr vom Scheitel bis zur Sohle, geht andauernd bei meinen Erziehungsbevollmächtigten ein und aus. Dabei ging an dem der Elch, nee Kelch, ihrer Erziehung unberührt an ihm vorbei. Eigentlich war ich es der mit den beiden aufwuchs. Ich habe die beiden andauernd nackt gesehen. Das ist schrecklich. Es war schrecklich. Und das wird es wohl auch bleiben.

Wo waren wir. Bei Einwegbeziehungen. Genau. Danke. Wer hat das jetzt gesagt? Was heute nicht alles schon Einweg ist.

Einweg-Geschirr: Becher, Teller, Besteck und Strohhalme aus Plastik, Pappe oder Holz.
Einweg-Verpackungen: Tüten, Folien, Versandkartons und Einschweißfolien für Lebensmittel.
Einweg-Hygieneprodukte: Windeln, Damenhygieneartikel, Papiertaschentücher und feuchte Reinigungstücher.
Einweg-Medizinprodukte: Spritzen, Kanülen, Handschuhe, Masken und OP-Kittel.
Einweg-E-Zigaretten (Vapes): Nikotin-Verdampfer mit fest verbautem Akku, die nach der Nutzung entsorgt werden.
Einweg-Kameras: Analoge Fotoapparate mit Film, die nach der Entwicklung im Müll landen.
Einweg-Batterien: Klassische Alkali-Zellen, die im Gegensatz zu Akkus nicht wiederaufladbar sind.
Nur ein Weg führt in den Himmel. Aber viele in die Hölle.
Einweg-Mode (Fast Fashion): Kleidung, die qualitativ so minderwertig ist, dass sie nur für wenige Nutzungen hält. Wie meine Socken. Scheiße. Einmal getragen schon löchrig.
Einweg-Rasierer: Gehäuse mit fest integrierten Klingen, die nach dem Stumpfwerden weggeworfen werden.
Wie deine Ausreden / Der Wortmacher.
Einweg-Passwörter (OTP): Digitale Sicherheitscodes, die nur für eine einzige Anmeldung gültig sind.
Einweg-E-Mail-Adressen: Temporäre Postfächer zur Vermeidung von Spam bei Registrierungen.
Einweg-Paletten: Transportpaletten aus Holz oder Presspappe, die nicht im Pfandsystem rotieren.
Einweg-Vorsätze: Nur einmal gefasst und dann nie mehr daran gedacht.
Einweg-Handtücher: Papierhandtücher in öffentlichen Toiletten oder Reinigungstücher in der Industrie.
Einweg-Masken: Medizinischer Schutzkleidung.
Einweg-Handys. Prepaid-Handys. In Spielfilmen gehören die oft zum Spannungsbogen einer Story.
Einweg-Abos für die Muckibude. Heute sagt man aber Fitnesscenter. Ins Gym geht man auch. Genau einmal.
Einweg-Kaffeekapseln.
Die sind ein klassisches Beispiel für den Konflikt zwischen Komfort und Ökologie. Während sie in puncto Schnelligkeit und Dosierung unschlagbar sind, stehen sie wegen der enormen Abfallmengen und der energieintensiven Herstellung (besonders bei Aluminium) stark in der Kritik.
Quelle: KI (Kreislaufwirtschaft für den einmaligen Gebrauch)
Toilettenspülung: Falls man nur einmal drückt.
Was bei den Mengen die wir in uns hineinschaufeln ausgeschlossen werden kann.

In Russland gibt es auch Einwegsoldaten. Und schon fragt mich der Wortmacher, ob sich ein russischer Einwegsoldat mit einem Einwegrasierer rasierte bevor er ins Verderben geschickt wurde. Frauen russischer Soldaten: "Was soll man machen? An die Front fahren, ihn ausgraben?".

Später verstand sie, dass ihr Mann sie gewarnt hat. Sie zeigt auf WhatsApp Nachrichten, die er ihr vor seiner letzten Abfahrt an die Front geschickt hat. Er habe Anastassijas Nummer seinen Jungs gegeben, schreibt er: »Man weiß ja nie. Dort ist ein totales Desaster.« Jewgenij meint die ukrainische Region Sumy. Die russische Armee hatte im Mai 2025 ihre Angriffe auf das Gebiet verstärkt. »Er wusste, dass er aus diesem höllischen Fleischwolf nicht zurückkehren wird. Ich wollte es nur nicht sehen«, sagt Anastassija.

Während sie spricht, rutscht sie auf ihrem Schreibtischstuhl hin und her, ihre Stimme bleibt ruhig. Eine ältere Dame tritt ein, holt ein Paket mit Leoparden-Leggings ab, hat die Ladentür kaum geschlossen, da redet Anastassija weiter.

Sie habe Tage gebraucht, bis sie jemanden bei der Einheit ihres Mannes in Luga im Gebiet Leningrad erreicht habe. Dort bestätigt ein Militärbeamter, dass ihr Mann als »vermisst Gemeldeter« geführt werde. Er sei bei Kämpfen im Dorf Nowomykolajiwka verschollen, steht in der Meldung seiner Militäreinheit, Anastassija bekommt das Dokument im Januar.
Monate vergehen. Immer wieder ruft Anastassija bei der Einheit an....

Von einem baldigen Rückruf der verantwortlichen Stellen ist in diesem Artikel im SPIEGEL Nr. 18/26 nicht auszugehen. Du kleine Nummer. Sagt der Wortmacher zu mir. Passt wunderbar zu diesem Artikel. Russische Soldaten, für den Fleischwolf gedacht, sind ja auch sehr kleine Nummern. Selbst wenn sie für eine große nationale Sache draufgehen. Russland pocht weiterhin auf seinen nationalen Recht, aus der Geschichtsschreibung abgeleitet, wie in Wien die Scheiße durch den Kanal, als überragendes Imperium gesehen zu werden. Genau. Wie China in Bälde. Und die USA möglicherweise in Bälde nicht mehr. Alle überragen sie die EU um einige Köpfe. Die im Iran weiterhin rollen. Korrekt wäre zu sagen: Die weiterhin an einem Strick aufgehängt werden.

Am Donnerstag (30.04.2026) wurde der 21-jährige Sasan Azadvar Junaqani aus Isfahan, einer Stadt im Zentrum Irans, hingerichtet, wie Medien und Menschenrechtsgruppen berichten. Er war im Januar wegen seiner Teilnahme an landesweiten Protesten festgenommen und beschuldigt worden, einen Stein auf Sicherheitskräfte geworfen zu haben, so die iranische Justiz. Junaqani, ein Karateka, der an Turnieren teilgenommen hatte, wurde laut HRANA , einer auf den Iran spezialisierten Menschenrechtsorganisation in Washington D.C., und Medienberichten in einem Scheinverfahren als „Moharebe“ – also als „Feind Gottes“ – angeklagt.

Du hast im Iran Interesse an der geräumigen Nachbarwohnung? Beschuldige den Nachbarn oder die Nachbarin einfach sie seien amerikanische oder israelische Spione. Schon kannst du dir Zeit nehmen zum umsiedeln. Das weckt natürlich Erinnerungen an den Wohnungswechsel in der Nazi-Zeit, gleich hier bei mir ums Eck. Wäre interessant herauszufinden wer der Nachmieter der Frau Lotte Baumann war, die nach Weißrussland debattiert wurde.

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Apropos Remigration:
Verfassungsschutz prüft FPÖ-Mitarbeiter
In Österreich sorgt ein Bericht von „Standard“ und ORF für Aufsehen: Der Verfassungsschutz beobachtet derzeit mehr als zehn Mitarbeiter von FPÖ-Abgeordneten. Grund ist vor allem deren Nähe zur Identitären Bewegung, die als rechtsextrem eingestuft wird.

ÖVP & SPÖ: Zeigen sich alarmiert und fordern strengere Sicherheitsüberprüfungen für parlamentarische Mitarbeiter, um den Einfluss von „Demokratiefeinden“ im Hohen Haus zu verhindern.

Nationalratspräsident Walter Rosenkranz (FPÖ) wird das Thema voraussichtlich am 13. Mai in der Präsidiale behandeln.
FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker kritisiert die Vorgänge scharf und spricht von einer politisch motivierten Kampagne:
„Sollten die Medienberichte stimmen, dann werden Mitarbeiter von FPÖ-Abgeordneten systematisch überwacht und bespitzelt.“
Er wirft „linken Medien“ vor, gezielt mit Informationen gefüttert zu werden, um Stimmung gegen die FPÖ zu machen.

Normalerweise werden an dieser Stelle auch die Erkenntnisse des Verfassungsschutz im Zweifel gezogen, eben von jenen Parteien die sich gerne bei NGOs von rechts bedienen. Als perfides Machtinstrument der alten Kartell-Parteien werden die abgetan, wie z.b in Deutschland die aufstrebende AfD mittels dem Verfassungsschutz aus dem politischen Betrieb entfernen wollen. Natürlich nur zum Zwecke des Machterhalts. Macht er halt. In der Regel gar nichts. ©️ Der Wortmacher.

Das Verwaltungsgericht Köln hat im Februar 2026 per Eilentscheidung verfügt, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz die AfD vorerst nicht als „gesichert rechtsextremistisch“ einstufen darf, womit es einem Eilantrag der Partei weitgehend stattgab. Das Gericht begründete dies damit, dass die bisher vorgelegten Belege des Geheimdienstes nicht ausreichten, um eine verfassungsfeindliche Grundtendenz für das Gesamtbild der Partei festzustellen, auch wenn einzelne Bestrebungen und Forderungen – wie etwa ein Minarettverbot – als unvereinbar mit der Menschenwürde und Religionsfreiheit gewertet wurden. Diese Entscheidung gilt vorläufig bis zum Abschluss des Hauptsacheverfahrens, wobei die Einstufung als „rechtsextremistischer Verdachtsfall“ (und damit die Beobachtung mit geheimdienstlichen Mitteln) weiterhin bestehen bleibt.

Diese Erkenntnis tut der guten Stimmung in der AfD natürlich keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil. Sich als Opfer zu inszenieren ist unglaublich erfolgreich geworden in herrschaftlichen Kreisen. Wer schon per Definition nie Opfer sein kann ist der heterosexuelle weiße Mann, weil der immer am meisten von den patriarchalen Strukturen profitiert.

Die These, der heterosexuelle weiße Mann könne per Definition nie Opfer sein, vermischt systemische Privilegien mit individuellem Schicksal. Zwar profitiert diese Gruppe strukturell davon, nicht von Rassismus oder Misogynie betroffen zu sein, doch diese „Abwesenheit von Diskriminierung“ ist kein Schutzschild gegen anderes Leid. Faktoren wie soziale Herkunft, Armut, psychische Krankheiten oder körperliche Gewalt treffen auch ihn – oft sogar besonders hart, da patriarchale Rollenbilder den Druck erhöhen, keine Schwäche zu zeigen. Kurz gesagt: Er ist zwar seltener Opfer des Systems, kann aber sehr wohl Opfer seiner persönlichen Lebensumstände sein; ihn pauschal vom Opferstatus auszuschließen, ignoriert die reale Komplexität menschlichen Leids. Quelle: Gemini

Apropos Stimmung in eigener Sache: Der big Zampano - dem in dieser Sache niemand das Wasser reichen kann.

US-Präsident Donald Trump: „Wir haben bereits gewonnen“, sagte er am 7. März. Zwei Tage später behauptete er, der Krieg sei „sehr bald“ vorbei. Am 11. März verkündete er: „Wir haben gewonnen.“ Am 20. März sagte er, die Vereinigten Staaten erwögen einen „Ausstieg“. Sechs Tage später sagte er, der Iran „bettele um ein Abkommen“. Bis zum 16. April sollte der Krieg „ziemlich bald beendet sein“. Am nächsten Tag fügte er hinzu, die Friedensgespräche verliefen so gut, dass „die meisten Punkte bereits ausgehandelt und vereinbart“ seien. Und so weiter und so fort.

Was bedeutet das?

Sehr gute Frage die hier gestellt wird, wie an der Außengrenze der USA ein illegaler Migrant. Ich kenne die richtige Antwort natürlich nicht. Das Wall Street Journal berichtet sogar, Trump habe seine Berater angewiesen, sich auf eine verlängerte Blockade vorzubereiten. Dies könnte die Weltwirtschaft schwer treffen, indem es zu anhaltenden weltweiten Öl- und Gasengpässen und steigenden Preisen für alles Mögliche führt – von Medikamenten über Düngemittel und Helium bis hin zu Kondomen. Quelle: 📰

Aber was ich sagen kann: Die Inflation zieht wieder an wegen Trump, dem Katechon des Bullshits. Jetzt nimmt er sich wieder Europa vor. Und wegen dem israelischen Ministerpräsidenten Netanjahu, mit Verlaub gesagt. Das kennt man ja. Das Los von alten Männern. Unten herum völlig ruiniert. Deswegen ziehen sie für diese Kränkung andere zur Verantwortung die noch den Beinamen Deckhengst tragen. Decken sie sich also lieber schnell mit Kondomen ein. Falls sie aber leer ausgehen wegen dem unglaublichen Run auf Verhütungsmittel aus Kautschuk bzw. Latex. Ich habe Kondome für 300 Jahre vorrätig. Weil du zu feig bist beim DM Herrenwindeln zu kaufen. Genau. Ist ein beliebter Running Gag, wie einst Jens Spahn, Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU im Bundestag, sein sagenhafter FFP2‑Maskendeal. Als sich Wien in den Corona‑Olymp testete und mit unserem Steuergeld Richtung Milliardengrab steuerte. Das aber sehr verantwortungsvoll. Letztens las ich in der „NZZ“ einen Artikel über den Sinn und Zweck der Corona‑Impfung.

Im Frühjahr 2021 ließen sich die meisten Europäer gegen Sars-CoV-2 impfen. Für Fachleute war das ein Meilenstein auf dem Weg aus der Pandemie. Skeptiker halten die Impfungen für unwirksam und gefährlich. Ein Überblick über die wissenschaftliche Evidenz.

Womit man sich vor der Gretchenfrage einer jeden medizinischen Entscheidung wiederfindet: Steht der Nutzen in einem angemessenen Verhältnis zum Risiko? Im Falle der Covid-Impfstoffe, die nicht nur Einzelne, sondern auch die Gesellschaft vor den Folgen des Virus schützten, fällt diese Abwägung auf Basis eines sehr umfangreichen Datenschatzes eindeutig zugunsten der Impfung aus – sie retteten laut Hochrechnungen weltweit viele Millionen Menschenleben. Quelle: "NZZ"

Nur wissen die Glücklichen nix davon. Die wissen nicht das die Impfung möglicherweise auch ihr Leben rettete. ©️Das Präventionsparadox. Eine Maßnahme (Impfung) wirkt so gut, dass die Einzelnen nicht merken, dass sie ihnen geholfen hat – weil das verhinderte Ereignis unsichtbar bleibt. Was total unbefriedigend ist. Wir wollen schon wissen was oder wer uns rettet. Wie in deinem Fall der Goadfather. Genau. Noch viel lieber inszenieren wir uns als Retter.

Schon habe ich Anschauungsmaterial. Sogar jede Menge davon.

Der „Timmy“ schwimmt!

Angeblich schwimmt dieser arme Meeresbewohner, der es mit dem verbrieften Eigentum nicht so genau nimmt wie einst die Ureinwohner Amerikas, noch immer oben auf. Getragen von tausenden Händen. Es gibt also Hoffnung. Die gibt es immer. Die ist so alt wie diese Welt. Nur halt nicht für dich und mich Kassandra. Mit K geschrieben wie Kafka. Mit C geschrieben hättest du einen Werkcharakter. Und ich wäre noch viel mehr alleinig als ich es so bin, wenn ich mich auf dein K stützen kann wie Herrschaftliche auf ihre Background. ©️Eine kleinstbürgerliche Radikaltragödie.

CNN berichtet, die »New York Times«. Horst Schlämmer, die Figur von Hape Kerkeling, gibt dem Tier den Namen »Timmy«. Wal-Fans nennen ihn Hope, wie Hoffnung. Die »Bild«-Zeitung und der NDR richten Liveblogs ein und vermelden, wenn der Wal wieder bläst, und auch, wenn er es nicht tut. Das Portal News5 sendet Livestreams auf TikTok und YouTube.

Es ist, als würde sich um das sterbende Tier eine zweite Hautschicht legen, eine Schicht aus Stimmen und Bildern und Begehren. Jeder will noch etwas tun, noch etwas sagen, noch Teil dieser Geschichte werden. Als ließe sich der Tod überreden, wenn man einen Sterbenden nur laut genug begleitet. Quelle: SPIEGEL 17/2026

Diese Reportage ist 39 Leseminuten lang. Geübte Leser:innen, die heute gast alle zur alten Garde gehören, schaffen den Text natürlich in kürzerer Zeit.

Der Wal strandete trotzdem vor der Insel Walfisch. Es sei kein Witz, betonen die Zeitungen.

Als 1911 ein Wal in der Flensburger Förde auftauchte, trieben Fischer und die kaiserliche Marine ihn gemeinsam auf eine Sandbank und töteten ihn mit einer Sprengpatrone im Maul. Schaulustige kamen in überfüllten Zügen, Extradampfer legten ab, zur Besichtigung des Kadavers. Die Anzeigen klangen wie Jahrmarkt: »Der Walfisch! Photographien 1,50 Mark, Postkarten 20 Pfennig«. Der Wal, einst Beute, ist Hoffnungsträger geworden. Der moralische Reflex hat sich verschoben, aber die Neugier hat ihre Richtung kaum geändert. Jeder möchte ein Stück vom Wal.

Am Osterwochenende kommen noch mehr Schaulustige nach Poel. Touristen essen Vanilleeis. Alle haben vom Wal gehört. Manche sagen, sie hören ihn nachts. Gehen an den Strand, öffnen das Fenster. Der Wal wird im Livestream übertragen. »Wie kann man sich 24 Stunden am Sterben eines Wals ergötzen?«, fragt ein Mann aus dem Ministerium.

Einsatzwagen auf den Feldwegen, Ordnungsamt an Land, Polizeiboote auf See. Trotzdem nähern sich Menschen, für ein Foto, für einen Blick. Manche schleichen sich nachts hin, um ihn zu hören. Anfang April waten Dutzende durch den Schlamm.

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Auch ein Paar mit Cowboyhüten. Es hat sich durchgeschlagen bis fast zum Tier. Der Mann trägt Totenköpfe auf der Weste. »Wir wollten uns einfach mal selbst ein Bild machen«, sagt er, unaufgefordert, als sei es eine Entschuldigung.

Ein kleiner Junge steht mit schlammigen Hosen am Rand. Er schaut den Wal an, wütend. Er wollte das Tier retten. »Der liegt da so hilflos, und keiner hilft ihm«, sagt seine Mutter. Der Junge ballt die Fäuste.

Eine Frau, die sich Sabrina nennt, mischt sich ein. Kurze blonde Haare, ein Pluszeichen am Hals tätowiert. »Es hätte jemanden gegeben, der zu ihm gegangen wäre«, sagt sie. »Wenn der Staat das erlaubt hätte.«

»Lehmann«, sagt die Mutter.


»Ein intelligenter Typ. Der hat überall auf der Welt Wale gerettet«, sagt Sabrina.

Das Paar nickt. »Der hat ihm in die Augen gesehen.«

»Und dann holen sie ihn vom Boot«, sagt Sabrina.

»Wenn ich schon Experte höre«, sagt der Mann mit dem Cowboyhut.

Ein paar Meter weiter steht ein Mann mit Stativ und Handy. Er streamt. Der sterbende Wal live auf TikTok und YouTube, auf dem Kanal »News5«. Hunderte, Tausende schauen die Streams. Kommentare laufen ein.

»Atmet er noch?«, fragt jemand im Chat. »Lasst euch von den Stasi-Resten nicht einschüchtern.«

Am Strand sagt Sabrina: »Die kennen sich doch, Greenpeace und die Regierung.«

Der Mann mit dem Cowboyhut sagt: »In gewisser Weise hasse ich Menschen.« Dann: »Der Russe hat gesagt, stürzt eure Regierung.«

Sabrina nickt. Die Mutter auch.

In einer WhatsApp-Gruppe, die sich »Unser Hope« nennt, werden Hasskommentare geschrieben.

»Alles das gleiche Pack«, schreibt eine Teilnehmerin. »Alle müsste man verbrennen.« Die Umweltschützer, die Politiker, die Experten. Später: »Diese Menschen packe ich mir persönlich.« Noch später: »Man kann alles wie ein Unfall aussehen lassen.«

Die Beiträge werden gelikt. Quelle: Wie gehabt

Danach wird Greenpeace zur Sau gemacht im Artikel. Das ewige Lied vom Freund-Feind-Schemata, in das wir uns umgehend verstricken. Ich musste die KI fragen ob man tatsächlich Vom sagt. Weil von Nichts nichts kommt. Das auch ja. Mir fliegen die Worten um die Ohren wie anderen ein ganzes Klassenzimmer. Oder Chatnachrichten. Der entlassene ORF-Generalintendant Weißmann, weiß man, voll Dickpics verschickt haben, an eine Angestellte des ORF, oder sagt man Bedienstete, die er unbedingt vögeln wollte. Die Frau hingegen wollte nur den ganzen Chatverkehr mit dem Herrn Ex-Generalintendanten speichern. Man weiß ja nie. Das sagt man so. Das rettende Ufer ist in dieser Affäre noch nicht in Sicht. Angeblich lag laut ORF-Untersuchungskommission in dieser Sache keine sexuelle Belästigung vor. Natürlich wandert dieser Fall vor das Arbeitsgericht. Es könnte teuer für den ORF werden. Und was ist mit der Reputation des Ex ORF-General? Ich gehe davon aus dass er eine Terrasse hat auf der jetzt einfach nur so herum stehen kann. Wir sind alle zu Schaulustigen gemacht worden von den Medien in dieser Sache. Wie im Fall Timmy.

Am nächsten Tag tritt eine sechzehnjährige Schülerin vor den Umweltminister Till Backhaus auf dem Marktplatz von Wismar.

»Sie quälen ein Tier zu Tode«, sagt sie. »Also passen Sie auf, was Sie sagen. Sie bekommen Morddrohungen. Wissen Sie eigentlich, wie Sie in der Öffentlichkeit dastehen?«

Eine andere Demonstrantin sagt: »Also, diese Morddrohungen sind ungeheuerlich.«

Das Mädchen schaut sie an. »Finde ich nicht.«.

Backhaus steht allein da, ohne Polizeischutz. Er ist 67 Jahre alt.

»Geht man so miteinander um?«, fragt er.

IX. »Hope, komm raus!«

Der Wal erhält jetzt palliative Maßnahmen. Feuerwehrleute der Insel Poel stehen im Schlick und spritzen Wasser auf seinen Rücken, der aus dem flachen Wasser ragt. Immer wieder, in gleichmäßigen Abständen, als könnten sie ihm das Meer in kleinen, wiederholten Gesten zurückgeben. Manchmal bewegt er sich, jedes Rucken wird im Netz live kommentiert.

»Orca-Ingrid«, die neuseeländische Meeresbiologin Ingrid N. Visser, hat viele Wale gesehen. Seit Jahrzehnten forscht sie zu Orcas, war an zahlreichen Walrettungen beteiligt. Als der SPIEGEL Visser kontaktiert, fällt ihre Antwort knapp aus. Sie glaube nicht, dass sich ein frei schwimmender Buckelwal über Hunderte Kilometer durch die Ostsee in den Atlantik lenken lasse. Zu schmal die Fahrrinnen, zu viele der Untiefen. Sie habe noch nie einen Buckelwal unter ähnlichen Umständen befreien können.
Ende

Bild titelt heute (29.04.2026)
Ostsee-Drama im Live-Ticker
Timmy steckt im Berufsverkehr
Der große Schlepper hat übernommen

..... „Fortuna B“ das Reisebett übernommen. Das Expeditionsschiff ist jetzt in den Fehmarnbelt eingebogen. Dort herrscht reger Schiffsverkehr: Zwischen Frachtern, Fähren und einem deutschen Kriegsschiff geht es mit 4,3 Knoten (8 km/h) weiter durch die Ostsee, das entspricht in etwa dem Tempo bei einem Dauerlauf.

Nach Plänen einer privaten Rettungsinitiative soll der Wal in einer mehrtägigen Aktion um die Nordspitze Dänemarks herum durch das Skagerrak in die Nordsee gebracht und dann freigelassen werden.

Experten der Internationalen Walfangkommission (IWC) geben Timmy trotz der erfolgreichen Lebendbergung kaum eine Chance. „Das Tier scheint schwer geschädigt zu sein und dürfte selbst bei einer Verbringung in tieferes Wasser kaum überleben“, so das Expertengremium für Strandungen. „Nach unserer Einschätzung bedeuten diese Maßnahmen, obwohl sie gut gemeint sind, eine erhebliche zusätzliche Belastung für ein Tier, das bereits schwer erkrankt ist, und bringen letztlich kaum Nutzen.“

Immer wieder hatten Experten betont, dass der vor Poel gestrandete Wal sterben würde, bereits schwer geschädigt sei. Belegt ist dies bislang nicht. Die Bergung gelang am Dienstag überraschend leicht: Der Wal schwamm von sich aus in seine reisenden Schwimmbecken. Timmy ist bereits im Fehmarnbelt auf dem Weg in die Nordsee. Quelle: bild.de

Nach wochenlangen Rettungsverseuchen ist Buckelwal „Timmy“ nun in der Nordsee freigesetzt worden. Doch unmittelbar nach der Aktion herrscht erhebliche Unklarheit darüber, wie genau die Freilassung ablief – und wo sich das Tier derzeit befindet. Quelle: krone.at

Warum dieser immense Aufwand für ein sterbendes Tier? Gute Frage. Na, weil der Tod einmal ein „Meister aus Deutschland“ war. Das wollen die Deutschen nie wieder erleben. Haben sich ein „ein Mahnmal der Schande“ in ihre Hauptstadt gestellt. „Ihr Sachsen seid das große, unerreichte Vorbild". ©️Björn Höcke / AfD

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In dieser Rede am 17. Januar 2017 im Rahmen der Veranstaltungsreihe Dresdner Gespräche der Jungen Alternative sagte er noch:

Und um ihren historischen Auftrag nicht zu verraten, muss die AfD Bewegungspartei bleiben, das heißt, sie muss selbst immer wieder auf der Straße präsent sein und sie muss im engsten Kontakt mit den befreundeten Bürgerbewegungen stehen.

Und sie muss nicht nur Bewegungspartei sein. Dort wo sie bereits in den Parlamenten vertreten ist, muss sie dafür sorgen, dass sie auch Bewegungsfraktion ist, denn unsere Abgeordneten dürfen sich in der Lage, in der sich unser Land befindet, eben nicht im Parlamentarismus vollständig erschöpfen. Sie müssen so oft wie möglich rausgehen...

[unv., geht im Applaus unter]

Wir in Thüringen…. Wir in Thüringen leben diese Bewegungsfraktion. Wir waren in den letzten Monaten in zahlreichen kleinen Dörfern in Thüringen. Und wir haben in diesen kleinen Dörfern in Thüringen Veranstaltungen durchgeführt als Fraktion mit zweihundert, dreihundert besorgten Bürgern. Das ist eine [unv.], liebe Freunde, die für die Altparteien
Welten fern gerückt ist.

[Applaus]

Und mit diesen Bürgerdialogen durchbrechen wir die Schweigespirale. Wir gehen raus zu den Menschen, um sie aufzuklären, aufzuklären und nochmal aufzuklären. Quelle: In Umfragen soll die AfD die CDU/CSU überholt haben. Und was ist mit der SPD? Der ist gut.

.....Ihr wisst, ich bin keiner von denen, die am Telefon leben, um Netzwerke aufzubauen. Ich bin kein Strippenzieher und ich möchte keine jungen Menschen durch Belohnung und Versprechung an mich binden. Ich will euch nicht wie Claudia Roth – Klammer auf, abgebrochenes Studium der Kunstgeschichte…

[Rufe: „Pfui!“, Buhrufe, Pfiffe]

...keine Ausbildung, Klammer zu – ich will euch nicht wie Katrin Göring-Eckardt – Klammer
auf…

[Buhrufe, Pfiffe]

...abgebrochenes Studium der Theologie, keine Ausbildung, Klammer zu – ich will euch nicht
wie Volker Beck – Klammer auf…

[Buhrufe, Pfiffe, Gelächter]

...abgebrochenes Studium der Kunst, keine Ausbildung, Klammer zu – ich will euch nicht wie
Daniel Cohn-Bendit – Klammer auf...

[Buhrufe, Empörung]

...abgebrochenes Studium der Soziologie, keine Ausbildung – oder wie Joseph Fischer [Anm.:
Joschka Fischer, mit bürgerlichem Namen Joseph] – Klammer auf, keine Ausbildung,
Klammer zu – so will ich euch nicht!

[Applaus, Rufe: „Ausmisten!“]

Ich will, liebe junge Freunde und Patrioten, ich will dass ihr einen Beruf habt. Denn wer
keinen Beruf hat, ist von der Politik abhängig. Ich will euch als Vater...

[Applaus]

...ich will euch als Vater und Mutter. Denn ich weiß: Wer keine eigenen Kinder hat, hat nur die halbe Lebenserfahrung. ©️wie gehabt.

Wie, die können auch alle nichts wie ich. Wie geht das? Dabei habe ich im Leben überhaupt nichts abgebrochen. Ich habe durchgehalten. Tapfer, wie es sich gehört. Seitdem hat man nie mehr etwas von mir gehört. Der ist gut. Du bist doch durch die gute alte Schule des Scheiterns gegangen.

Und was ist mit einer Mutter von der Ersatzbank, also eine Ersatzmutter wie die Um2. Ist das nix? Genau so soll sie laut Goadfather ihre jahrelange Beziehung zu mir beschrieben haben. „Das mit dem Schizophrenisten. Das das war nix.“ Und das war alles? Ja. Danach ging sie sehr wahrscheinlich wieder in ihren geliebten Garten und dachte an ganz andere Dinge.

Aber tierlieb ist sie die Um2 Unglaublich tierlieb, wie der Goadfather im Übrigen auch. Eigentlich ist es ein kleinstbürgerliches Klischee. Was? Kleinstbürgerliche vom alten Schlag gehen mit ihren Tieren oft viel herzlicher um als mit ihren eigenen Kindern. Nur bist du nicht Um2 ihr Kind. Zu ihrer leiblichen Nichte hat sie heute noch ein sehr inniges Verhältnis. Stimmt.

Das mit dem Timmy ist eindeutig etwas Tiefenpsychologisches. Sagt wer? Na, der Dr. Deichgraf, der wieder am Damm ist. Ganz im Gegensatz zur Humanistata. Die hatte ja der Fritze mit der Spritze geholt. Ist schon länger her. Und der fällt es noch immer schwer die Realität wie sie ist zu akzeptieren.

Die schafft es nicht, die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen unter einen Hut zu bringen, im hyperinformativen Zeitalter, wo wir in einem Flut an Nachrichten untergehen. Hier zerreißt sich der Mensch für ein sterbendes Tier, und dort begegnet derselbe Mensch sterbenden Menschen mit ausgewiesener Gleichgültigkeit. Das Nebeneinander von Menschlichkeit und Barbarei. Das kann einem schon den Stecker ziehen. Was? Na die totale Reizüberflutung bei gleichzeitiger Ohnmacht.

In derselben Ausgabe, gleich vor dem Wal‑Drama, steht ein Artikel über den Sudan.
Humanitäre Krise in Darfur
»Die Welt hat versagt, den Krieg im Sudan zu verhindern. Sie darf jetzt nicht versagen, die Geflüchteten zu versorgen«
Der Krieg im Sudan geht in sein viertes Jahr. Carl Skau, Vizedirektor des Welternährungsprogramms, ist durch die stark betroffene Region Darfur gereist und erklärt, was das Land am dringendsten braucht.

Die Bilder vom Fall der Stadt Faschir gingen um die Welt. Als im vergangenen Herbst Kämpfer der Rapid Support Forces (RSF) die Verteidigungslinien von Darfurs größter Stadt durchbrachen, Tausende töteten und ihre Leichen verbrannten , erinnerten sie die Welt daran, dass im Sudan gekämpft wird. Seit drei Jahren führen zwei mächtige verfeindete Generäle einen Bürgerkrieg im Sudan, ohne dass ein Ende erkennbar wäre.

Der sudanesische Bundesstaat Darfur war bereits Anfang der Nullerjahre Schauplatz ethnischer Massaker. Durch die Gräueltaten in Faschir wurde es erneut zum Symbol für den zerstörerischen Krieg. Mittlerweile haben sich die Kämpfe in den Süden des Landes verlagert, doch die Zivilbevölkerung leidet noch immer unter den Folgen der Kämpfe.

SPIEGEL: Viele der Geflüchteten kommen aus Faschir, der Hauptstadt Darfurs. Die Rapid Support Forces haben Tausende getötet, als sie die Stadt einnahmen. Fliehen konnten hauptsächlich Frauen und Kinder.

Skau: Wir waren gerade in Tawila, dem nächstgelegenen Flüchtlingscamp bei Faschir. Ich habe so etwas noch nie gesehen, und ich habe wohl alle Konflikte dieser Welt bereist. 700.000, 800.000 Menschen leben dort. Wir fuhren Kilometer um Kilometer, aber die Zelte hörten einfach nicht auf.

SPIEGEL: Was haben die Menschen Ihnen erzählt?

Skau: Es sind Geschichten, die wir seit Monaten hören. Von Kindern, die allein in den Camps ankamen; die gesehen haben, wie ihre Eltern getötet wurden. Von Frauen, die vergewaltigt wurden. Was mich am meisten beschäftigt, ist aber etwas anderes: Diese Menschen kamen vor Monaten oder sogar einem Jahr in den Camps an. Einen gesicherten Zugang zu ausreichend Nahrung haben sie bis heute nicht. Wir können die Grundbedürfnisse der Menschen im Sudan nicht befriedigen. Quelle: SPIEGEL 17/2026

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Siehste, dachte ich mir, textlich natürlich über die Insel radelnd. Der Wal Timmy kann viele Bedürfnisse der Menschen gleichzeitig befriedigen. Obschon er selbst keine Wahl hat. Genau. Wie du einst. Nachdem du in der Schule durchgerasselt warst, konntest du nicht mehr einmal deinen Beruf wählen. Deinen Wohnsitz eigentlich auch nicht. Stimmt. Einen geschenkten Gaul guckt man aber nicht ins Maul.

Während gewisse Informationen schon nach Augenblicken nur noch ein alter Hut sind, Müll, der im Informationsstrom seinem Bestimmungsort entgegentreiben. Ratzfatz dem großen Vergessen anheimfallend. Dieses Vergessen funktioniert wie die riesigen Plastikstrudel in den Ozeanen, ein gewaltiger Mahlstrom, in dem sich alles sammelt. Dort drehen sich die Tragödien von gestern endlos im Kreis, bis sie zu einem ununterscheidbaren Sediment zerrieben sind. Am Ende interessieren sich für den Müll im Meer nur noch eine Handvoll Umweltschützer, wo sie sich für gewisse Ereignisse nur noch Historikern interessieren. Es ist einfach nur Müll, der im toten Winkel der Aufmerksamkeit kreist. Genau.

Hin und wieder wird’s aber doch noch persönlich, etwa dann, wenn sich ein Gericht der Sache annimmt, wie der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag. Das passiert allerdings nur, wenn schwere Verbrechen im Raum stehen: Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder Völkermord. Und selbst dann nur, wenn der betroffene Staat das Gericht anerkennt oder der UN‑Sicherheitsrat den Fall überweist. Was ich schon wieder irgendwie lustig fand, Entschuldigung. Das menschengewollte Grauen in der Welt einfach überweisen. Mittels Echtzeitüberweisung-Funktion.

Der Punkt ist: Der Sudan‑Artikel stand in der Rubrik AUSLAND, Timmy dagegen unter REPORTER. Zwei völlig verschiedene Kategorien. Also kann man sich entscheiden, wo man sich emotional eher verorten möchte. Und der Sudan ist sehr weit weg. Und was soll man da auch groß berichten, über ein Flüchtlingslager, das aus einem Meer von Zelten und notdürftigen Unterkünften aus Plastikplanen besteht, staubig bis zum Horizont. In so einem Lager sitzen meist hagere Frauen mit mangelernährten Kindern einfach nur so herum, wie du auf der Insel nur so herumsteht. Genau.

Allein im etwa 70 Kilometer entfernten Tawila, wo sich diverse Camps befinden, sollen sich bis zu 100.000 intern geflüchtete Menschen aufhalten. Es fehlt an allem. Viele Menschen sind traumatisiert, vor allem unbegleitete Kinder und Frauen. Ein Gespräch mit Veronicah Mbogo, Plan-Kinderschutzexpertin zur Lage in Tawila

Wie geht es den vielen intern geflüchteten Menschen, die nach Tawila gekommen sind?

Es fehlt leider an allem. Ich habe das Daba Naira Camp in Sudan besucht und gesehen, dass sich dort zwanzig Familien eine Toilette teilen mussten. Frauen fragen uns jeden Tag nach Hygieneartikeln, weil sie sich nicht versorgen können. Wir haben außerdem zu wenig Lebensmittel und Unterkünfte. Die Menschen bauen sich notdürftig Hütten aus Hirsestroh, das sie in der Umgebung finden. Viele sind mit Eselkarren geflohen, wurden aber unterwegs angegriffen und ausgeplündert. Und so kommen sie mit nichts hier an: keine Decken, keine Kleidung zum Wechseln und keine Schlafmatte. Im Camp Tawila Umda habe ich mich mit geflüchteten Frauen getroffen. In einem einzigen Raum lebten dort dreiundzwanzig alleinstehende Mütter mit ihren Kindern. Es gab keine Privatsphäre, keine Würde. Quelle:. plan-international.at

Was die ganze Sache noch komplizierter machen könnte. Die VAE sind aus der OPEC ausgeschieden. Inoffiziell unterstützen die VAE im sudanesischen Bürgerkrieg die paramilitärischen Rapid Support Forces (RSF) unter der Führung von General Mohammed Hamdan Daglo (genannt „Hemeti“). Saudi-Arabien hingegen die Sudanese Armed Forces (SAF) unter der Führung von General Abdel Fattah al-Burhan. In der OPEC hatten sie wenigstens noch gemeinsame Interessen. Die fallen jetzt auch weg. Was sagt uns das?

Na dass du wieder einmal eine KI für dich denken lässt. Wer hat das jetzt gesagt? Der Scheißhausdämon? Geht nicht. Ich bin auf der Donauinsel. Und dort gibt es in den öffentlichen Toiletten keine Dämonen. Das ist eine glatte Lüge. Das habe ich mir nicht von einer KI diktieren lassen. Wenn du das sagst.

Gefühlt fiebert also ganz Deutschland, das tierliebende Österreich sowie die halbe Welt mit dem Buckelwal Timmy mit. Einem gemütlichen Vertreter seiner Art, wie krone.at schreibt. Dem sei Leiden angeblich so viel Hoffnung spendet, wie einst ein pädokrimineller Pfarrer seiner Gemeinde den Segen.

Der im Spielfilm „Konklave" upgegradet als Kardinal vom schwarzen Kontinent vor 30 Jahren Sex mit einer 19-Jährigen Schwester hatte, weswegen er als aussichtsreicher Kandidat für die Wahl des nächsten Pontifex durchfällt. Der. Da iss es. Wer? Na Der? Aso.

Angezettelt hatte die Intrige ein weißer Kardinal der alten Schule. Der Film ist gehobene Unterhaltung. Was man über deine Altherrenhoden nicht behaupten kann. Die gehören auch angehoben. Schrecklich. Diesen bekloppten Running-Gag werde ich einfach nicht mehr los. Dabei ist der schon völlig ausgelutscht. Das Alter lässts ich halt nicht verheimlichen. Falls es man es drauf anlegt, zeigt es sich halt. Außer du hast genügend Kohle auf dem Bankkonto. Und lässt dich runderneuern.

Dazu hätte ich noch Anschauungsmaterial aus Amerika. Was intimes über den dortigen Geldadel.

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Attribute der Sorglosigkeit:

Ein „reiches Gesicht“ ist straff gespannt, oft unfähig zu vielfältigen Gesichtsausdrücken und mit Fillern, Implantaten oder Eigenfett aufgepolstert . Einst gehörte dieses Gesicht einer finsteren Eliteklasse in Science-Fiction-Darstellungen einer dystopischen Zukunft. In „Die Tribute von Panem“ tragen die Bewohner der Hauptstadt, die auf Kosten der verarmten Distrikte in Luxus und Überfluss schwelgen, oft modellierte, veränderte Gesichter. In „Doctor Who“ hat eine wohlhabende Society-Lady aus ferner Zukunft so viele Facelifts hinter sich, dass sie kaum mehr ist als ein gespanntes Gesicht auf einer dünnen Hautschicht, die auf einem Gerüst befestigt und ständig mit Feuchtigkeitscreme gepflegt wird.

Die Superreichen scheinen immer weniger Wert darauf zu legen, ihren Luxus zu verbergen. Sie sind reicher denn je, und Persönlichkeiten wie Lauren Sánchez Bezos und Präsident Trump geben ihnen die Erlaubnis, ihren Reichtum aus dem neuen Goldenen Zeitalter zur Schau zu stellen. Schließlich liegt der unausgesprochene Reiz kosmetischer Eingriffe darin, dass es nicht nur darum geht, „besser“ auszusehen, etwas zu „korrigieren“ oder in altersdiskriminierenden Arbeitsumgebungen wettbewerbsfähig zu bleiben. Es geht um eine besondere Art der Selbstfürsorge, die sich unendlich individuell gestalten lässt und nur einer ausgewählten Gruppe zugänglich ist. Sie signalisiert extremen Reichtum und die Zugehörigkeit zu einer elitären, allmächtigen Clique, die nach anderen gesellschaftlichen Normen und Regeln agiert.

Die breite Masse will mitmachen. Millennials, die angeben, sich kein Eigenheim leisten zu können, investieren stattdessen in ihr Aussehen . Magazine wie Vogue und Allure beraten ihre Leserinnen nicht mehr nur zu Nagellackfarben und Designer-Sandalen für den Frühling, sondern auch dazu, wann – nicht ob – ein Facelifting sinnvoll ist. Nasenkorrekturen, Facelifts und Lidstraffungen waren 2025 die drei beliebtesten Gesichtsbehandlungen, und die Gesamtzahl der Eingriffe stieg um rund 19 Prozent. Der Luxussektor hingegen schrumpfte im vergangenen Jahr um 2 Prozent.

Soziale Medien haben die Normalisierung von Schönheitsoperationen massiv beschleunigt. Ein plastischer Chirurg berichtete , dass seine Patienten der Generation Z bei ihren Terminen Selfies machen, „als wären es Konzerte oder ‚Get Ready With Me‘-Videos. Sie wollen, dass es jeder weiß.“ Ähnlich wie bei Shopping-Vlogs ist es eine Möglichkeit zu sagen: „Seht her, was ich mir gerade gekauft habe.“ Quelle: 📰

Apropos zu viel Geld.
In Deutschland haben viele Bürgerinnen und Bürger das Gefühl, dass das Wirtschaftssystem nicht mehr so funktioniert wie all die Jahrzehnte zuvor. Die Preise steigen, der öffentliche Dienst ist überlastet, und viele Menschen müssen den Gürtel enger schnallen. Trotzdem wächst das Vermögen an der Spitze rasant weiter. Während die untere Hälfte der Bevölkerung nur etwa drei Prozent des Vermögens im Land besitzt, kontrollieren die reichsten zehn Prozent laut dem World Inequality Report 2026 rund 58 Prozent. In Deutschland gab es im vergangenen Jahr 256 Milliardäre – das waren sieben mehr als im Vorjahr. Die 500 reichsten Deutschen haben ein Gesamtvermögen von etwas mehr als einer Billion Euro, etwa doppelt so viel wie der Jahreshaushalt der Bundesregierung.

Dieses Ungleichgewicht lässt sich immer weniger ignorieren. Der Krieg in Iran treibt die Energiepreise in die Höhe und trifft private Haushalte und Unternehmen gleichermaßen stark. Doch eine entscheidende Frage bleibt in der Debatte weitgehend ausgeklammert: Welchen Beitrag sollten diejenigen leisten, die ganz oben stehen, die Millionäre und Milliardäre im Land?

Eine viel zitierte Recherche des US-Mediums ProPublica enthüllte 2021, dass einige der vermögendsten Amerikaner – darunter Jeff Bezos und Elon Musk – in bestimmten Jahren wenig oder gar keine Einkommensteuer zahlten. In einem Jahr gab Bezos so wenig Einkommen an, dass er Anspruch auf Familienbeihilfe hatte.

Die Lösung, die ich vorschlage, ist einfach: eine Mindeststeuer auf das Vermögen der Superreichen. Da das zu versteuernde Einkommen leicht manipuliert werden kann, sollte die Steuer als Bruchteil des Vermögens und nicht des Einkommens definiert werden. Vermögen lässt sich schwerer verstecken.

Konkret heißt das eine jährliche Mindeststeuer von zwei Prozent auf Nettovermögen von mehr als 100 Millionen Euro. Quelle: SPIEGEL 17/2026 /Gabriel Zucman ist Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Paris School of Economics, der École Normale Supérieure – PSL und hat eine Sommerprofessur an der University of California, Berkeley. Er ist außerdem Gründungsdirektor des International Tax Observatory. Zuletzt erschien sein Buch »Reichensteuer – Aber richtig!«, Suhrkamp 2026.

Noch so ein linkslinker Franzose, der den französischen Ökonom Thomas Piketty imitiert. Piketty ist ja quasi der Popstar der Ungleichheitsforschung, an dem sich viele abarbeiten oder den viele zu kopieren versuchen.

Pikettys Kernthese ist so simpel wie düster: Er sagt, dass Vermögen schneller wächst als die Realwirtschaft. Wer besitzt oder erbt, zieht uneinholbar an denen vorbei, die für ihr Geld arbeiten müssen. Dadurch konzentriert sich der Reichtum in den Händen weniger, während die soziale Schere von ganz allein immer weiter aufklafft. Im Grunde behauptet er, dass der moderne Kapitalismus ohne massive staatliche Eingriffe – wie eine globale Vermögenssteuer – automatisch in die extremen Ungleichheiten des 19. Jahrhunderts zurückfällt.

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Ich sag's ihnen.

Oh, Ihnen, ätzt der Wortmacher. Ist wie Sie. Ja, Sie. Sie täten mir also an Gefallen, wenn's heute für ich zahlen.©️Reinhard Fendrich. So viel zum berüchtigten Raubtierkapitalismus, der ideologisch von neoliberal ins Faschistische kippen könnte.

„Techno-faschistische“ Träume der Palantir-Milliardäre.
Alex Karp, CEO von Palantir, propagiert in seinem Manifest eine neue Weltordnung, in der eine technologische Elite die Führung übernimmt. Er bricht mit liberalen Werten wie dem Pluralismus und ordnet Kulturen stattdessen in eine Hierarchie von „fortschrittlich“ bis „schädlich“ ein. Hinter dieser „Anti-Woke“-Rhetorik stehen handfeste kommerzielle Interessen: Karp plädiert für den massiven Ausbau von KI-gestützter Kriegsführung und Überwachung, wodurch sein Unternehmen Milliardenaufträge vom US-Pentagon und internationalen Sicherheitsbehörden sichert.

Kritik am „Techno-Faschismus“ Experten wie der Philosoph Mark Coeckelbergh warnen davor, dass Palantir das Ende der klassischen parlamentarischen Demokratie anstrebt. Das Manifest wird als Entwurf für einen technokratischen Ständestaat interpretiert, in dem Ingenieure und Milliardäre die Macht ausüben und staatliche Überwachung als alternativlose Sicherheit verkauft wird. Während das Unternehmen in Europa expandiert, wächst der Widerstand – Kritiker sehen in Karps Ideologie einen gefährlichen „Techno-Faschismus“, der demokratische Institutionen zugunsten einer digitalen Übermacht aushöhlen will. Quelle: Die 'Presse'

Für den Mann gibt es tatsächlich eine Hierarchie der Kulturen: die „fortschrittlichen“ Kulturen stünden „dysfunktionalen“, „rückschrittlichen“ und „schädlichen“ gegenüber. Schon wird's persönlich. Dysfunktionalität ist ein riesiges Einfallstor für den Wortmacher.

Die Wölfe haben also wieder das Sagen.
Ich habe noch nie gelesen, tatsächlich noch nie, das ein Wolf, den sie den Namen Franz/a/* gegeben haben, ein gemütlicher Vertreter seiner Zunft ist, der sich rein vegan ernährt und deswegen nicht aus der Natur entnommen werden muss wie einige seiner Artgenossen. Die nicht einsehen wollen, dass sie keine Schafe reißen dürfen, die in einer Herde gemütlich grasen, weil sie keine andere Wahl haben. Schafe darf ausnahmslos nur der Mensch aus der Herde entnehmen. Deiner Worte entnehme ich, grätscht der Wortmacher dazwischen, dass du schon wieder nix persönliches zu erzählen hast.

Doch. Meine Socken sind nach ein paar Mal tragen schon löchrig. Das hattest du schon. Das hatte ich schon? Ja. Doch ich hatte da was. Ich muss nachgucken.

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