Sonntag, 9. Dezember 2018
(K)ein Bestseller. Eine Anleitung.
Jetzt wird nix mehr ausgebessert.

In den nächsten Seiten kommt sogar einmal das Wort Beststeller vor. Das ist doch mal ein Anfang. Und bitte entschuldigen sie, dass ich schon wieder so viel geschrieben habe. Draußen wird es aktuell sehr früh dunkel. Im Sommer sitze ich zu derzeit wo es sich aktuell schon wieder eindunkelt oft noch auf der Donauinsel und verschwende keine Gedanken. Da kann ich aktuell nix für. Sorry. Blut pisse ich auch seit heute morgen. Eine üble Sache. Nee sie müssen jetzt nicht den Kleinstbürger von der Leine lassen und mir gute Besserung wünschen. Lesen sie lieber meine Texte. Da hab ich dann mehr davon.

7.
Wie der Zufall so , weiß ich was zwei ostmärkische Frauen konkret taten, als deren Männern im rückwärtigen Heeresraum, die Pflicht und den Anstand in den Wahnsinn trieben, nachdem sie Menschen ähnliches taten, wie mit einer Herde Nutzvieh, die fast wahnsinnig wurden vor Todesangst. Bei den Nazis mussten die Opfer ja immer im Laufschritt zu den Gruben hetzen. Wie wäre es denn mal mit Schlendern? Schlendern ist wahrscheinlich schon zu sehr Monty Python-Style, wenn es vor der Erschießung noch einige Stände gibt wie auf einem Jahrmarkt. Menschen mit Nutzvieh in Verbindung bringen, was ich hiermit getan habe, ist natürlich nicht meine Erfindung. Die habe ich vom Herrn Waldhäusl geklaut. Der hatte da was mit Schweinen und Lämmer. Der beschwerte sich auch mal darüber, dass Ausländerhunde, Einheimischen oder Alteingesessenen die Tierheimplätze wegnehmen würden. Bei Alteingesessenen denke ich immer an ein Gefängnis. In einem Gefängnis sitzt man auch ein, wie ich im Jailhouse meines Scheiterns, wo man mir 3-mal Lebenslänglich verpasst hat, wie in der Kindheit einen Einheitshaarschnitt. Von uns Jungs hatte niemand Friseur. Wir hatten alle nur einen Einheitshaarschnitt. Gegen die Hegemonie von Übereinstimmung, heute sagen wir Homogenität, haben wir dann alle rebelliert. Sagen wir fast alle. Gibt auch welche die machen genau dort weiter wo ihre Vorfahren aufgehört haben. Vom harten Kern haben es alle mal versucht. Am härtesten ich. Meine Verzweiflung war auch die Echteste. Die ging über ein Gefühl hinaus, da ich der Einzige mit dem Keller-Syndrom war. Meine Kumpels hatten alle Abitur/Matura. Deswegen bin ich dann auch am härtesten gescheitert. Natürlich nicht mit Absicht. Heute hat schon so gut wie jeder 5jähige eine individuelle Frisur. In der Bronx schauen fast alles aus wie Fußballer. Die sehen alle aus wie der Ronaldo, der es bei Frauen auch auf die harte Tour macht, wenn die Situation es verlangte. Was sagt uns das? Ich habe es bei Frauen nie auf die harte Tour gemacht, schnell mal mit Penthouse-Atmosphären-Spucke am Schwanz. Dafür habe ich nicht das entsprechende Bewusstsein. Gott sei Dank hat es sich in der Praxis bewahrheitet, dass Frauen tatsächlich einen freien Willen haben. Die haben sich dann aus freien Stücken ihrer Überkleider entledigt. Wahrscheinlich weil der Blick aus meinem Fenster nicht ganz so prachtvoll ist. Whirlepool habe ich auch keinen. Ich habe nur einen Wirrpool. In dem bade vorderhorstig nur ich. Was hat mich die Christine einst beschimpft, weil ich mich weigerte ihr beizuschlafen.
Unglaublich wie die fluchen konnte. Wie ein Bauarbeiter, dem ein Stabel Beton auf die Flossen gefallen ist. A riesen Hetz. Scheiß Impotenzler schimpfte sie mich dann in einem fort, aus dem Mund nach Schnaps riechend und unentwegt rauchend. Nee die Christine war keine Säuferin. Nur hie und da ein Schnapserl gegen die Nervosität. Als ich dann nach Wochen des Zuwartens mich doch noch gefügig zeigte und sie standesgemäß fickte, schimpfte sie mich hinten hinaus dann als Schwein, der sie nur ficken wollte. Als ich davon wieder Abstand nahm und es wieder mit Huren machte, war sie erst recht eingeschnappt. Bevor sie dann wegzog, verblieben wir so, dass sie mir nur noch die Wäsche machte wofür ich sie bezahlte. Darüber beschwerte sie sich auch. Sie sei doch keine Putze die sich bezahlen lässt. Die Christine war aber auch Schattenwelt. Warum ich sie nicht lieben und nur ziemlich hoch schätzen konnte. Die Zähne waren fast alle kaputt. Ihre jugendliche Schönheit verpuffte viel zu schnell. Das geht bei Schattenweltfrauen oft razz fazz.
Dass sie nur über Shopping-TV reden konnte machte mir eigentlich nix aus. Einmal rief sich mich aus einem Badezimmer an, weil sie bei einem Typen war der ihr unbedingt ins Gesicht pissen wollte. Ins Gesicht oder auf den Bauch. Da wird meine Erinnerung ungenau. Sie war sich nicht ganz sicher was sie von der Sache halten sollte. In solchen Sachen vertraute sie mir. Mit dem Typen, ein älterer Mann, habe ich dann am Telefon über die Geschäftsmodalitäten verhandelt. Wurde nix draus. Die Heutigen müssten aktuell eigentlich schon wieder gegen die befohlene Individualität aufbegehren, zu der Kinder heute mit sanfter Hand gezwungen werden. Im aktuellen Spiegel Nr. 50, habe ich in der Kolumne des Herrn Fleischhauer gelesen, dass in der Waldschule Wien-West, die Kinder der Autorin Caroline Sommerfeld von der Schule verwiesen wurden, weil die Mutter publizistisch für die Neuen Rechten aktiv ist. Rechts wird ja immer mit äußerster Homogenität in Verbindung gebracht. Und das nicht zu unrecht. Wie man an diesem Beispiel sehen kann muss man heute bis zum Erbrechen individuell und divers sein, also verschiedentlich, wer das nicht bringt und an überholten Traditionen und Bräuchen festhalt, die sich jeder Empirie verweigern, wird dann aus der Herde ausgeschlossen. Mitunter auch über Bande der Sippenhaftung. Die Kinder der Frau Sommerfeld, habe ich weiters online in der FAZ gelesen, sollen bei den Mitschülerinnen sehr beliebt gewesen sein. Folgt man dieser Geisteshaltung auf den Fuß, durften die Werke der Herrn Ferdinand von Schirach eigentlich keinen Verleger mehr finden. Wir, die wir in den späten Sechzigern und frühen Siebziger südlich der Drau, ins zu tiefst kleinstbürgerliche Kärnten hineingeboren wuden, waren nicht bis zum Erbrechen individuell sondern mehr besoffen. Darin glichen wir uns wieder, wenn wir um die Wette kotzten und uns darin wieder erkannten. Haben wir tatsächlich gemacht. Selbstzerstörerisch waren wir natürlich auch. Selbstzerstörerisch aus einem einfachren Grund. Es gab keinen größeren Krieg in dem man uns verheizen hätte konnte. Also haben wir selbst unter uns Feuer gelegt und Krieg gespielt. So gesehen haben wir den Grundstein gelegt, für die vielen Drogentoten, die es heute in Kärnten gibt. Die setzen das fort was wir begonnen haben, halt nur mit anderen Mitteln. An den beiden Beispielen Waldorf Schule Wien-West und dem Tierheim sehen sie wieder einmal wie toxisch die österreichische Kleinstbürgerlichkeit von seinem Wesen her ist. Grauenhaft, wenn dieser Irrsinn dann auch noch an den Hebeln der Macht sitzt und Kinder bestraft, weil ein Elternteil aktuell nicht der Norm entspricht. Wenngleich der Hebel in der Hand des Herrn Waldhäusl keiner ist, der die Welt jetzt groß aus den Angeln hebt.
Da sind die Identitären wirkungsmächtiger. Diese toxische Kleinstbürgerlichkeit hat ja in Österreich eine extremst breite Basis. Hier sind auch fast alle Linken oder Progressiven davon befallen. Die Rechts herum sowieso. Der ausgefressene Gehsteignazi aus dem 4. Stock im Haus, der 20 Jahre lang richtiggehend in Rage geriet, weil ich so vogelfrei war, die letzten Meter zum Haus mit dem Fahrrad auf dem Gehsteig zurück zu legen, speist seinen Groll gegen alles Abweichende, aus einer ähnlichen Quelle, wie die WaldorfmacherInnen oder der Herr Waldhäusl, der dann zum Ausschluss von Kindern oder der Verwahrung von fluchtverwahrlosten Minderjährigen hinter einem Stacheldraht führt, für die im Monat um die 8500 Euro pro Insassen veranschlagt werden, ohne dass sich an deren Zustand was ändert. Eine stolze Summe wie ich finde. Natürlich spricht aus mir und in den nächsten Zeilen sichtbar werdend nur der blanke Neid. Meine ganz persönliche Fluchtverwahrlosung war scheinbar niemals international genug, damit dieses Österreich auch in mich eine ähnlich stolze Summe im Monat investierte. Um diese international fluchtverwahrlosten Kids, die zum Teil auch straffällig wurden, kümmert sich jetzt das bessere Österreich rührend, deren Herz in erster Linie nur für die Übernächsten schlägt. Die wachsen denen sofort ans Herz. Eventuell auch der kleine Afghane der seine 16jährige Freundin erdolcht hat. Auf unzensuriert.at wird beim Opfer von einer Einheimsichen gesprochen. Auf Krone.at gibt es schon Fahndungsfotos und den vollen Namen des vermeintlichen Täters. Gut der ist auch auf der Flucht.
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8.
Unter den Übernächten sind oft jene Leute, die mir ein Leben lang die Tür vor der Nase zu geschlagen haben, wenn es zu hyperpersönlich wurde, und mit mir zu Weihnachten mal Tacheles redeten, woraufhin ich ihre Lebenswelt schleunigst zu verlassen hätte. Und zwar umgehend. Meine "Weihnachtsamnestie" war abgelaufen. Seit dieser Schmach habe ich nie mehr einen Fuß in die weihnachtliche Lichtwelt gesetzt. War diese Akademiker-Mami, besoffen vom Standesdünkel, eine Bitch. Der drückte es das Weiße aus den Augen weil ihre hochwohlgeborene Tochter, ihre ganz persönlich Balkanroute zu ihrer Vagina noch nicht geschlossen hatte. Wobei es hinten hinaus auch keine Gelegenheiten mehr gab, ehrlich gesagt, dass ich noch mal einmal amnesiert wurde. Doch eine gab`s noch. Nur da musste ich schon unterm Jahr still sein wie ein Mäuschen, wenn die gute Frau von ihrem Eltern angerufen wurde. Nee die waren keine Akademiker, sondern bessere Bauern, die sich hochgebückt hatten. Da lob ich mir fast den Goadfather, der weiterhin unerschütterlich den Kampf seines Lebens kämpft. Erschüttert ist er schon. Aber gegen die wehrt er sich old school-mäßig mit Verdrängung und Härte. Der nahm gut ein Jahrzehnt davon Abstand mich mal in Wien zu besuchen. Ein gutes Jahrzehnt war ich für einen Besuch zu plemplem. Der konnte nicht einmal fragen wie es mir geht, als der mich dann besuchte, um zu gucken welches Stadium mein Wahnsinn schon erreicht hatte. Dafür hatte er keine Sprache. Als er mich Selbiges das erste Mal fragte war er schon weit über Siebzig. Die Um2 kommt um diese Frage ein ganzes Leben herum. Schrecklich dieser Moment der Erkenntnis, wenn man wie ich als junger Mensch von 23zig Jahren in der irakischen Wüste auf einer Pritsche liegt, genau genommen auf einem Feldbett, mit einer Handvoll Sand im Arsch und einem bewusst ist und nicht wird, dass das hier alles ist was man an Weltaneignung noch in der Hinterhand hat. So ein Bett in der kuwaitisch-irakischen Wüste, als letzter Zufluchtsort vor seiner völligen Verwahrlosung bzw. Zerfransung, kann einen schon gehörig durcheinander bringen. Da bekommt man es mit der Angst zu tun. Und das völlig zu recht. Dass sind dann keine eingebildeten Abstiegsängste mehr, wie sie aktuell von der Mittelschicht immerzu geäußert werden, weil uns die Flüchtlinge die Butter vom Brot fressen, was ja bei 8500 Euro pro unvermittlebaren Fluchtverwahrlosten nicht ganz von der Hand zu weisen ist. Aus so einer Fluchtverwahrlosung und Zerfransung gibt es dann im Grunde auch kein Entkommen mehr. Schon gar nicht wenn sich diese Verwahrlosung als Deprivation getarnt, früh, zu früh, in mein Kinderzimmer schlich, wie der Sandmann in der Lichtwelt, wo die Märchenfeen die bösen Geister vertrieben, während ich bei einem eingebildeten Schutzengel Zuflucht suchte, und wo mir dann schon sehr früh im Leben das Wasser abgegraben wurde, woraufhin das Grundwasser meiner Ambitionen, aus dem sich dann das Leben speist, ein Zustand der sich auch neuronal begründen lässt, falls man es drauf anlegt, bald einmal genauso vertrocknet war, wie der staubige Untergrund auf dem in der Wüste mein Feldbett stand. Mein Leben zwischen zwanzig und fünfzig lässt sich in einem kurzen Satz zusammenfassen. Vom Feldbett ging es Direttissima über zum Klappstuhl. Das wars. Vom Feldbett rüber zum Klappstuhl und schon sind 30 Jahre Lebenszeit auserzählt und verschwendet. Ungefähr so dramatisch ist meine von Deprivation angeleitete Fluchtverwahrlosung angelegt gewesen, dass es nicht einmal zu was Festen langte. Feldbett und Klappstuhl. Aus mit der Maus. Von einem Feldbett habe ich mich rüber in den Klappstuhl geflüchtet. Natürlich auch vor mir und meiner Unmöglichkeit Mensch zu sein. Wer dermaßen fluchtverwahrlost und zerfranst ist wie ich, muss schon unglaublich viel Glück im Leben haben, um hinten hinaus ein einigermaßen unauffälliges Leben führen zu können, wo es dann und wann noch seinen Sinn macht sich hinter seinen kleinstbürgerlichen Fassade zu verstecken. Dass ich weit über meine eigentlichen Möglichkeiten lebe grenzt ja fast schon an ein Wunder. Sobald ich mich hinsetze und was schreibe, wie fast immer frei aus mir heraus und improvisierend, fällt diese kleinstbürgerliche Fassade natürlich sofort in sich zusammen. Die ist ja auf Sand gebaut. Auf Sand gebaut. Wie ironisch. Sinnlos sich da was anderes vorzumachen. Beim Urologen hielt die heute keine 2 Minuten. Warum auch. Ich hab doch nix mehr zu verlieren. In meinen frühen Zwanzigern habe ich mich also vor meiner Fluchtverwahrlosung, ohnmächtig und mir hilflos ausgeliefert, in die vom Krieg zerfransten Ränder dieser Welt geflüchtet, und hinten hinaus dann, noch immer der selbe Mensch, der seinem Leben keine Wende mehr abtrotzen konnte, schon gar nicht eine erinnerungspolitische um 180 Grad, in einen Klappstuhl, in die nicht minder zerfransten Ränder der Idylle, wo andauernd die Abrissbrine lauert aus Krankheit und Verfall. So ein Topf voll blutiger Pisse kann einen schon demoraliseren. Ich muss das ja alleine mit mir ausmachen. Wie sich dass anfühlt? Scheiß drauf. Das ist also meine Vorstellung von einem selbstwirksamen Leben. Von einem Feldbett in der irakischen Wüste, direttissima rüber in den Klappstuhl auf der Donauinsel, die ja vom Grauen nicht ganz so arg kontaminiert ist wie das übrige Wien. Die war zu Zeiten des Massenmords Überschwemmungsgebiet. Warum ich es inzwischen noch nicht völlig satt habe meine Lebensgeschichte auszuwringen, wie einen nassen Fetzen, der fast so übel riecht wie Wien an manchen Örtlichkeiten, wenn da die Vergangenheit aus dem Untergrund heraussteigt, weil sich der Ex wieder mal eingenässt hat. Na weil ich nix anders habe. Mir geht`s da wie dem Theodore Kaczynski, auch bekannt als der Unabomber. Um dem auf die Schliche zu kommen versuchten es die Ermittlerinnen nicht mit der Sprache die der Mann in seinem Manifest verwendete, sondern mit der Sprache die er nicht verwendete, also mit Wörter die in seinen Bekennerschreiben nicht vorkamen. Der feinsinnigste oder klügste unter den Ermittlern, der dann den Mann Herrn Bomber zur Strecke brachte, stellte sich dann folgende Frage. Worüber kann der Mann nicht sprechen. Da kam der dann auf Frau, Kinder, Familie, Liebe, Arbeit, Arbeitskollegen, etc. So fanden die dann beim Profiling heraus wie der Mann lebte. Eher weniger integriert. Genau so ergeht es mir auch. Es gibt zu viele Lebensbereiche über die ich nicht sprechen kann, weil ich sie niemals gelebt habe. Über ziemlich viele Dinge die typisch sind für ein kleinstbürgerliches Leben, weiß ich einfach nicht Bescheid. Dafür haber ich keine Sprache. Da habe höchstens eine leise Ahnung wenn`s hochkommt. Ich hatte es immer nur mit den kleinstbürgerlichen Grauslichkeiten zu tun. Über UNI-Zeugs kann ich auch nicht schreiben, obchon ich einiges davon verstehe, und unentwegt Nietzsche zitieren, um geistreich rüberzukommen oder mich hinter einer Geistergröße zu verschanzen, wenn ich in einem Gratis-Blog über die Unschuld der Rechten fasle. In meiner Isolation, die ich als dass Alleinigsein bezeichne, und die eine existenzielle ist, die sich nicht aus meinen aktuellen Lebensumständen ableiten lässt, bin ich fast gezwungen im Schreiben ganz auf mich zurück zu fallen. Entweder sowas oder ich lese aus der Zeitung vor. Ich kann nur über das Schreiben was mir bekannt ist und vertraut. Ich kann hier keinen Generationen-Roman schreiben oder über die Eigenheiten einer Intimbeziehung mit Familienanschluss. Ich habe keinen Familienanschluss und such den auch nicht mehr. Als Schattenweltmensch auf Bachmannpreis-Niveau zu schreibe ist in der Regl nicht möglich. Da müssen sie ein verdammtes Genie sein. Ich kann nur über das Schreiben was in mir drin ist. Und das ist nun mal die Zerfransung in vielen Formen oder denken sie ich nehme Neuroleptika nur so zum Zeitvertreib, weil mir zu harten Drogen der Mut fehlt. Über einen Topf voll blutiger Pisse kann man auch nicht endlos lange monologisieren. Drückt man die Spülung ist sie weg. Am Rand beim Nachtröpflen bleibt noch was über. Meine Prostata ist aktuell auch im Arsch. Der Wahn saugt dich nach und nach aus. Auch gesundheitlich. Das Pissen macht gerade keinen Spaß. So etwas wie Puffer zur Außenwelt, den man als idyllisch beschreiben könnte, habe ich nicht. Hier herrscht das Grauen, das nackte Grauen in allen Facetten, in das ich immer zu stürze, natürlich auch als Mangel an Alternativen. Darauf bin festgelegt wie Kleinstbürger auf ihre Vorbehalte und Feindseligkeiten.
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9.
An eine typische Lichtweltidylle kann ich mich nicht mehr annähern. Die empfinde ich als reinen Kitsch. Das hat überhaupt nix damit zu tun wie geistreich oder empathisch dort gesprochen und in einigen Fällen auch gelebt wird. In der Regel klaffen dort Anspruch und Wirklichkeit weit auseinander. Die haben einen anderen Zugang zur Welt. Früher oder später, zu meist schon viel früher, dreht es mir da den Magen um, bei zu viel Lichtwelt-Idylle, wo die Welt dazu neigt immer unechter zu werden, weil die Menschen so viel Erfolg und Zeugs haben hinter dem sie sich verstecken können und hinter dem sie sich richtiggehend einbetonieren. Entweder das oder sie kokettieren endlos mit ihren kleinen Schwächen. Das machen sie unglaublich geschickt. Der soziale Status einer Person wird ja immer mitgedacht. Die switchen einfach hin und her, während ich ganz aufs gratisbloggen zurückfalle. Was dann auch zumeist der Grund ist, warum ich von diesem Gelingen schreiend davon renne, zumeist in die entgegengesetzte Richtung. In der Lichtwelt herrscht ein anderes Bewusstsein, eine ganz andere Wahrnehmung. Wenn sie in der Lichtwelt ihr Weihnachtskekse backen und es wohlig warm haben uns es sehr zutraulich aus ihren Stuben duftet, und diesen Vorgang, narzisstisch wie sie sind, Entschuldigung, wie manch eine/r ist, natürlich der ganzen Welt unter die Nase reiben müssen, bekomme ich einen nässelenden Ausschlag. Außer sie schicken mir Kekse wie das letzte Jahr mein online Lichtweltkumpel machte. Vielen Dank noch mal. Vor dem bin ich auch davon gerannt. Zu viel Gelingen. Ansonsten setzt mein Hirn aus. Da sehe ich dann aus wie der der Schrei aus Norwegen aus. Nur mit dem einen Unterschied. Mich würde niemand klauen. Jetzt habe ich mich selbst kopiert. Eben weil das so ist, träume ich auch auf von einem Balkon mit freien Blick aufs Meer hinaus und nicht von einer Einladung zu einem lichtwelthaften Weichnachtsdingsbums. Das ist dann meine Gegenidylle. Natürlich ist die auch kleinstbürgerlich unterwandert. Glauben sie nicht an diesen Lichtwelt-, dass sich der Mensch immerzu neu erfinden kann. Wenn du mal wie ich 30 Jahre außen herum auf dem Buckel hast ist der Bruch zu groß, mit dem sozial Erwünschten. Das sich auch nicht mehr korrigieren. So ein Bruch lässt sich nicht mehr eingipsen, wie einst mein Kinderschienbein, das ja gar nicht mal ganz durch war. Total irre diese Argumentation meiner Erziehungsberechtigten. Scheiße, ich war ein kleiner Junge in der Volksschule, und die kommen dir mit so einer Ansage. Allein schon an diesem kleinen Beispiel drängt sich das Grauen in mein Leben. Vom Grauen fühle ich mich inzwischen gestalkt. Eben weil es sich so verhält, ist mir die Unmenschlichkeit einer typischen Wiener „Reibpartie“ nun mal wesentlich näher, als ihr vorweihnachtliches Warten auf Geschenke und natürlich den Heiland, den kleinen Racker. Ohne den Heiland, der einen kleinen Haufen heile Welt in die Geschenke presst, ist Weihnachten ja nur eine üble Geschäftemacherei. Oder nicht? Von der Bronx aus ist man auch in ein paar Minuten in der Novaragasse, Ecke Weintraubengasse, wo es ganz übel wurde in der Angelegenheit Entwürdigung menschlichen Lebens. Was ja auch daran lag dass im zweiten Wiener Gemeindebezirk sehr viele Juden lebten. Diese Reibpartie-Gesinnung hat ja die Zeiten überdauert. das ist ein Fakt. 20 Jahre lang wohnte ich mit dem ausgefressenen Gehsteignazi aus dem 4. Stock in einem Haus, unter einem Dach, und trotzdem kam er nicht umhin, als er am siedeln war, mir klarzumachen, dass ich als Untermensch, für den er mich offensichtlich hält, nicht sein wertvolles Zeug klauen sollte, das unbeaufsichtigt im Hauseingang stand. Natürlich war das Zeug kleinstbürgerlicher Ramsch. Statt mich zu fragen ob ich a bissl auf sein Zeug schauen könnte, zog der gleich die Schwabbi-Karte. So einen Vorgang muss man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen. Das war dann der Punkt, als ich mir meine kleinstbürgerliche Fassade entglitt und ich ganz auf meine schattenweltliche Vita zurückfiel. Ich bin ja wehrfähig. Alledrings nur äußerst ungern. An sich sind mir solche kleinstbürgerlichen Streitigkeiten fürchterlich zuwider. Auch online halte ich das so. Ich streite mich da nicht ewig und drei Tage. Dass sich der Stalking-Macher von mir verfolgt fühlte dafür kann ich nix. Das ist ja mein eigentliches Problem mit gestandenen KleinstbügerInnen österreichischen Zuschnitts. Die halten meine freundliche Art für Schwäche. Darüber gibt es sogar Studien. Freundliche Menschen haben es schwer. Die haben eine schlechtere Bonitätseinstufung und wohnen in den weniger wohlhabenden Vierteln. Bei Karriere und Verdienst können die dann auch nicht mithalten mit den unfreundlichen Zeitgenossinnen. Nettigkeit soll sich bei Männern noch viel stärker rächen als bei Frauen. Von Männern wird erwartet dass sie sie bei Unstimmigkeiten ihrer Meinung zum Sieg verhelfen. Wer unter Männern konziliant ist, gilt als Abweichler, den man leise verachtet und nicht nach oben kommen lässt. Eine freundliche Frau zu sein ist vor allem im Beruf ein grobes Hinderniss. Die nimmt man dann nicht für voll. Enweder das oder man bezahlt diese Frauen mies. Die Gütigen dieser Welt sind laut Studien im Leben die Deppen. Gut ich bin ja nicht durch und durch gütig, sondern eher gutmütig mit einem versöhnlichen Charakter. Redete ich mit dem Gehsteignazi dann mal Tacheles. Seitdem sagt der nix mehr. Heute könnte ich mit dem Rad auch durch seine Wohnung fahren. Was die Sache naturgemäß noch schlimmer macht. Jetzt denkt er sich seinen Teil nur noch. Natürlich ist das was er sich jetzt denkt noch viel fürchterlicher, als das was er sich vorher dachte und laut aussprach. Jetzt hält der mich erst recht für das Letze. Natürlich leide ich darunter nicht. Ich bin nur vorgewarnt. Dieser Mensch ist nicht vertrauenswürdig. Im Ernstfall würde seine Verachtung auch keine Grenzen mehr kennen, wo der doch jetzt völlig unerwartet aus seiner Herrenrassen-Attitüde gerissen wurde und sich ganz hinten anstellen muss in der Nahrungskette. Jetzt ist der auch noch schwer gekränkt. Der wäre unter den Ersteren, die mir eine Schuhbürste in die Hand drücken würde, um den Gehsteig von meinen Schweinereien zu säubern. Davon können sie ausgehen. Nur würde ich nicht putzen. Wie ich ihnen schon sagte. Nehmen sie sich vor gekränkten KleinstbürgerInnen in acht. Die haben Rechnungen offen, von denen sie nicht einmal wissen dass sie jemals was bei denen geordert hatten. Berüchtigt ist in Österreich der Unwille zur Sachlichkeit. In Österreich gibt es keine Sache über die verhandelt wird. Da steht immer auch die Person zur Debatte. In Österreich wird zwischen der Sache und der Person nur ganz selten eine Trennlinie gezogen. Und wenn doch ist es auch schon zu spät. Ihre Person hat man dann schon längst von der Sache abgetrennt. Natürlich unsanft. Mit dieser Person möchte man dann nichts mehr zu tun haben, einzig weil man in der Sache nicht das bessere Argument auf seiner Seite hatte. Wir machen hier eine Sache immer auch zu einem persönlichen Anliegen, wo wir dann nur vorgeben persönlich zu sein. An sich ist der Österreicher an ihnen als Person nicht groß interessiert. Außer sie lassen sich entsprechend ausschlachten. Der österreichische Kleinstbürger tut nur so als ob, eben weil er zwischen einer Person und einer Sache nicht zu unterscheiden vermag. Wir sind nun mal ein kleinstbäuerlich geprägtes Land, aus dem das heutige Kleinstbürgertum hervorging. Die Großbürger haben wir ja alle umgebracht oder vertrieben. Nehmen sie meinen Kanzler Kurz. Ein vorbildlicher Kleinstbürger österreichischen Zuschnitts vom Scheitel bis zur Sohle. Erstens hat er ganz alleine die Balkanroute geschlossen und zweitens lässt er den UNO-Migrationspakt platzen, einzig um den Koalitionsfrieden mit der fremdenfeindlichen FPÖ zu wahren. Als Außenminister war dieser Mensch vom Pakt noch richtgehend angetan. Gibt sicherlich auch ein Video wie er als Außenminister bei der UNO für den Pakt wirbt. Als Außenminister hat er den Pakt in den USA noch als "Win-win-Sitution für uns alle" gespiesen. Was ja auch irgendwie stimmt. Zuerst hat der von der Ja zum Pakt profitiert und jetzt profitiert er vom Nein. Das ist schon ziemlich großartige Politikkunst. Mein Kanzler weiß einfach woher der Wind wäht.
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10.
Weil sich das Land Österreich als Kulisse einer einstigen Monarchie so wunderbar zu verkaufen weiß, da in Wien noch die entsprechenden Gebäude herumstehen, die dann auf was ganz Großartiges in der Vita des Landes hinweisen, im Schloss Schönbrunn wurde ja nicht gestorben, sondern an der Front, im Bomben und Kugelhagel, fällt nicht sofort auf wie kleinstbürgerlich Österreich ist. Den einstigen Adel, die ihre Löffel immer in ein Glas Wasser tauchten, weil sich abschlecken nicht geziemte, haben wir ja auch aus dem Land geworfen. So ein Glas mit Wasser gibt es heute noch zu einem Kaffee, wenn sie in ein Kaffee gehen. Viele lassen es allerdings stehen oder saufen es aus. Deutsche Kleinstbürger sind ja nicht ganz so gemeingefährlich. Die wissen in der Regel nur alles besser oder ganz anders. Da schwingt weniger Verachtung mit. Die unterstellen einem nicht immer gleich die allerschlechtesten Absichten. Deutschen Kleinstbürger sind eher neurotisch, während die Österreichischen eher sadistisch sind, siehe Balkanroute. Sie hatten den Kerl von Rottenburg, der einen anderen auffraß, und wir den Herrn Fritzl. Den Fall Kampusch hatten wir auch. Aber das ist eine andere Geschichte. Wobei die Reaktionen auf die Frau Kampusch zum Teil so schockierend waren, dass man sich für dieses Land fremdschämte. Da blieb einem nix über. Egal wie weit man sich von diesem Land und seinen Menschen inzwischen entfernt hat. Der Pommes hatte ja auch auf einer österreichischen Schreibplattform viel mehr Erfolg als auf Blogger.de. Deutsche Kleinstbürger sind nur neunmalklug und in sieben bis acht Fällen wahrscheinlich auch zu Recht. Die sitzen in den ersten Reihen des Lebens und zeigen immer artig auf wie früher in der Schule die Riege der Aufzeigemädchen, die so das Joch der Patriarchats abstreifen wollten. Sogar deutsche Trolls sind in der regel besserwisserisch. Folgt also die Frau Annette Kramp-Karrenbauer, kurz AKK, der Frau Merkel als CDU-Chefin. Wie ich ihnen schon sagte. Für Frauen und LGTBs läuft es aktuell eigentlich viel besser, als in deren Wahrnehmung, oder in den Statistiken festgehalten, wo das Leben dann unentwegt in die Geschlechteridentitäten stürzt und so zusammengefasst wird, dass Jungs nix lieber tun als Mädchen windelweich zu prügeln. Werte Damen. Jungs prügeln sich auch untereinander. In der Regel auch viel häufiger. Das geht schon sehr früh los. Manchmal schon im Kindergarten. Nur redet darüber niemand. Darüber gibt es keine Statistik mit Aussagekraft. Warum das so ist. Schwer zu sagen von der Bronx aus. Gibt einige die bringen das mit den ewigen Funktionsprinzipien der Natur in Verbindung. Dieser Erde hat nun mal ein Monopol auf Gewalt, wenn einen die Baktierien unten herum angreifen wie mich gerade. Oder denken sie das ist die gerechte Strafe für meine Uneinsichtigkeit im Fall Schwabbi oder ein göttlicher Seitenhieb gegen mein Gratisbloggem, wo ich mein Scheitern mit anderen Mittlen fortsetze. Natürlich habe dem Gehsteignazi aus dem 4. Stock keine gelangt. Gott sei Dank ist der mindestens so feige wie ausgefressen. Sonst wäre das Übel ausgegangen. Natürlich für mich. Bei meiner Diagnose muss man höllisch aufpassen. Die Frau AKK ist doch eine gute Wahl. Die hat auch so lustige Ohren, die groß genug sind, um weit in die Partei und ins Land hinein zu hören. Der Herr Merz ist halt noch so ein typischer Kerl in den spätmittleren Jahren, der noch in eine andere Zeit hinein sozialisiert wurden, wo man(n) extrem stolz drauf war, dass man so ein unfreundlicher Mensch ist, der es im Leben weit gebracht hat, weil man so durchsetzungsstark ist. Obschon in der Partei hat sich der Herr Merz ja nicht wirklich durchgesetzt. Trotzdem hat der so ein typisches Macher-Image, weil er aktuell Millionär ist. Deswegen macht das auch nix dass er in der Spitzenpolitik krachend gescheitert ist. Zwei Mal an einer Frau. Was sagt uns das? Zwei Mal ist der Herr Merz jetzt von einem Mädchen aus dem Feld geschlagen worden. Nee jetzt kommt kein Seitenhieb so in Richtung, wenn wenigstens eine der beiden attraktiv wäre, dann könnte man es ja noch verstehen, dass er sich verguckt hat. Urheber für dass Aussehen-Ding ist der Horst Seehofer. Der hatte einen Text geschrieben, wo der fiktive Bischof Mixa, den gefallenen Seehofer fragt, ob er unkeusche Gedanken habe, wenn er Merkel denke. Seehofer antwortet. "Hochwürden. Wunder kann ich nicht vollbringen". Wie sie an diesem Beispiel sehen können. Bei unansehnlichen Menschen versagt oft die Kultur, weil man unentwegt in seine Biologie stürtzt. Trotzdem wird der Herr Merz als Macher wahrgenommen. Wenngleich man sagen muss. Die Politik war wohl die Startrampe für seinen beruflichen Erfolg. Blackrock hat den Mann politisch im Grunde das Genick gebrochen. Wer Blackrock macht kann nicht das breite Volk repräsentieren, wenn der über leistbares Wohnen sprechen soll. Privatstiftung hin oder her. Geht ein Stifter stiften. Zusammen mit den Fondsanbietern Vanguard und State Street, habe ich gelesen, soll Blackrock 80 Prozent des Markts für börsengehandelte Indexfonds beherrschen. Blackrock verwaltet schlanke 6,4 Billionen Dollar. Der Mensch hinter dem Herrn Merz macht also nur alles oder nix. Steht 12 Jahre dunkelschwarz und bockig neben der Seitenlinie, während die politische Welt von einer Krise in die nächste stürzte, um aus diesem Stürzen auch noch Kapital zu schlagen, und gedenkt dann über die Partei und möglicherweise auch übers Land zu kommen wie der Heiland über unsere Geschenke, um dass Lebenswerk der Kanzlerin auszulöschen. Da wird die Kanzlerin im Hintergrund wohl ziemlich gut genetzwerkt haben. Ganz offensichtlich muss es in der CDU auch jede Menge Männer geben, die für die Frau AKK als nächste CDU-Vorsitzende und mögliche Kanzlerin oder Kanzlerinnenkandidatin stimmten. 66% der Deligierten waren Männer. Was sagt uns das? Ich würde fast drauf wetten dass sich genügend weiblichen Stimmen finden lassen, die das Ergebnis ganz anders in die Zukunft hinein deuten. Die werden die Stimmen der Männer wieder unter den Tisch kehren. Ach ja. Das eine Mal, wo der kleinstbürgerliche Deutsche dann tatsächlich falsch liegt, wie der Herr Merz was seine politischen Ambitionen betrifft, obschon ihn der Herr Schäuble die Stange hielt, verteidigt der seinen Irrtum, bis in den bitteren und unausweichlichen Untergang hinein, wenn es drauf ankommt auch als Kollektiv. In seiner unermesslichen Klugheit, empfindet der deutsche Kleinstbürger, es natürlich als einen monumentalen Affront, dass es die Wirklichkeit bzw. Realität tatsächlich wagt, sich in die entgegengesetzte Richtung aufzumachen. So ein Vorgang wird nicht geduldet. Koste es was es wolle. Siehe Dresden. Genau aus dieser deutschen Tugend speist sich das große Unbehagen gegenüber den Deutschen. Die Deutschen sind ein Volk die es tatsächlich ernst meinen. Ganz im Gegensatz zu den Italiener. Während sich der deutsche Kleinstbürger niemals irrt und weiter an seiner Unfehlbarkeit festhält, siehe die Millionen von Stasi-Akten, hat der österreichische Kleinstbürger längst seine Fahne in den Wind gehängt und die Nazi-Devotionalien im Garten vergraben. Das ist ja das Tragische an dieser deutschen Kleinstbürgerlichkeit. Die setzten die kleinstbügerlichen Rechthaberei dann mit anderen Mitteln fort und schlitterten keine 50 Jahre nach dem dritten Reich gleich in die nächste Tragödie. Die DDR war ja durch und durch ein kleinstbürgerlicher Staat. Die DDR war im Grunde die totale Tyrannei des Kleinstbügerlichen. Stasi ist wie kleinstbürgerliche Denunziation aber im Verfassungsrang. Grauenhaft das man unentwegt Akte über Menschen anlegte, weil bei denen der Verdacht bestand, dass sie nicht exakt auf Linie waren. Da wurde ganz genau hingegeguckt von den LinienmacherInnen wo wer aktuell stand. Wehe einer entfernte sich zu weit von dieser Linie oder trat über diese Linie hinaus, die ja mehr eine gedachte war. Schon wurde es ungemütlich, wenn man nicht treu zur Linie (der Partei) stand. Grauenhaft, entsetzlich. Fast so schlimm wie das Wien kurz nach dem Anschluss im März 1938. Der deutsche Schriftsteller Karl Zuckermeyer schrieb über Wien: „Da brach die Hölle los. Die Unterwelt hatte ihre Pforten aufgetan und ihre niedrigsten, scheußlichsten, unreinsten Geister losgelassen. Die Stadt verwandelte sich in ein Alptraumgemälde des Hieronymus Bosch: Lemuren und Halbdämonen schienen aus Schmutzeiern gekrochen und aus versumpften Erdlöchern gestiegen ..."
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11.
Ich bin wie gesagt ein ausgesprochen höflicher Mensch der nie auf Stunk aus ist. Wahrscheinich ist das auch der Grund warum ich am Rande der Wahrnehmung vor mich hin lebe und vor mich hin schreibe. Ob sich die Neigung auch in der Praxis zeigt. Natürlich. Ich hatte da mal was mit einer Lichtweltfrau am Laufen. Eh mit der mit bäuerlicher Herkunft. Natürlich auch sexuell. Was sonst. "Beststeller", da ist er, hatte ich zu dem Zeitpunkt noch keinen geschrieben. Ich übernachtete auch gleich mal bei ihr. Die ging dann in der früh in die Arbeit. In ihrer Wohnung lagen zwischen 15-20 000 Euro einfach offen herum, wie einst mein gebrochenes Schienbein, das aber noch nicht völlig durch war. Die Frau wusste nix von mir. Weder kannte sie meinen Familiennamen, noch wusste sie wo ich wohnte. Das ich nicht ganz dicht war hatte sich auch noch nicht richtig verstanden. Die hätte mich schon über die Nudel identifizieren müssen. Es wäre also ein leichtes gewesen die Kohle einzustecken und den Abgang zu üben. Das Geld hätte ich auch sehr gut brauchen können. Ehrlich. Natürlich habe ich nicht einen Cent mitgehen lassen. Stattdessen haben ich der Frau schonend erklärt dass des keine gute so gute Idee ist, Geld offen in der Wohnung herumliegen zu lassen, nur weil es der Hund nicht frisst. Die trug das Geld dann schön artig zur Bank. Paranoid wie ich war ging ich natürlich mit und wartete vor der Filiale. Ich stand sozusagen schmiere. Aber nicht bei einem Raub sondern bei einer Einzahlung. Kommen sie mir jetzt bitte nicht mit der für Kleinstbürgerinnen so typischen Attitüde. Das ist doch selbstverständlich dass man das Geld nicht klaut. Ich sage nur Lehmann Pleite, Hypo Alpe Adria und jetzt Bitcoin. Falls sie sich fragen was die beiden Damen taten, als ihre Männer es mit der Pflicht und dem Anstand ganz genau nahmen. Die 55-jährige Oberschwester Antonia Pacher und die 48-jährige Krankenpflegerin Ottilie Schellander beteiligten sich vorsätzlich an der Ermordung von mindestens 200 Patienten in der Psychiatrischen Abteilung des Landeskrankenhauses in Klagenfurt. Natürlich unter Anleitung eines Mann. Der Primarius Dr. Franz Niedermoser war deren Vorgesetzter. Wie sie schon an dem Namen sehen ist der Mensch ein niederer Moser, was wiederum typisch für die Menschen in diesem Land sind. Österreich war schon immer ein Land voller Duckmäuser. Das steht denen sogar in den Namen hineingeschrieben. Und dass wird sich in nächster Zeit auch nicht groß ändern. Österreich ist aktuell Vorreiter wenn es völkisch wird und wir zu allen was über uns hinaus weist nein sagen, wie dem UNO-Migrationspakt, vermutlich aus einem inneren Zwang heraus, den ich als niederträchtig bezeichnen würde. Ist wie gesagt was Tiefenpsychologsiches. Nee das klingt a bissl unfein. Niederträchtig trifft es nicht. Dass ist zu dick aufgetragen. Das "Niedermosernde" trifft es besser. Wir sind Europas größte niedermoserer, dicht gefolgt von den Ungarn, die aber wie jeder weiß in dieser Disziplin von Wien aus angeleitet wurden.

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Aber eins muss man Ihnen in Ihrem Nachbarland ja doch lassen: Schöne Wörter haben Sie. "Primarius" - das macht mords was her, im Gegensatz zu einem schnöden Chefarzt. Von Paradeisern und Palatschinken will ich erst gar nicht anfangen.

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Ja ganz schrecklich. In Österreich betonieren sich die Leute auch hinter ihren Titeln ein. Was hat man den Kanzler Kurz, in seiner höchst erfolgreichen Karriere als Politiker im Land nicht angegriffen. Aber nicht wegen seiner Politik, sondern weil er nur ein abgebrochenes Jus-Studium hat. Bei uns gibt es auch noch Hofräte und den Ministerialrat.

Ich habe das Prinzip natürlich auch verinnerlicht. Der Urologe hat mich a bissl abgefragt, wie ich so meinen Tag verbringe. Habe ich dem also erzählt dass ich viel gratisblogger. Hat der sich meinen Blog-Namen tatsächlich aufgeschrieben. Natürlich habe ich sofort angemerkt dass ich keine Ahnung von Grammatik habe.

Wobei das mit meinem Blog-Namen aufschreiben hat auch mein aktueller Nervenonkel gemacht. Natürlich hat der nicht eine Zeile gelesen. Das ist auch so typisch österreichisch. Da tut die linklsliberale Reichshälfte auch nur so als ob. Bin gespannt ob der Urologe liest. Seine Eltern stammen aus Südkorea. Diese Asiaten sind aber auch exremst egangiert im Leben. Südkorea war ja mal ökonomisch auf Afrika-Niveau. Und heute machen die schon längst allerschnellstes Internet.

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Mag sein, dass wir nicht ganz so titelgeil sind, aber Studienabbrecher unter den Politikern brauchen auch hierzulande ein dickes Fell. Und selbst mit einem Uni-Abschluss ist man nicht gegen Kritik gefeit, Andrea Nahles wurde beipielsweise vorgeworfen, sie habe außer ihrem Bummelstudium nicht viel geleistet im Leben.

NACHTRAG: Mit dem Herausgeben der Blogadresse habe ich auch schon seltsame Erfahrungen gemacht. Ein Ex-Kollege hat sich das daraufhin mal angeguckt und angemerkt, hmja, das sehe nach einem sehr zeitintensiven Hobby aus. Dabei war mein
Zeitaufwand fürs Bloggen und Kommentieren wirklich lächerlich klein im Vergleich zu den nächtelangen Computerpiel-Sessions, die der werte Kollege gerne mal zockte.

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Was denken sie sich. Warum hängen wir unsere Leben hier oder in Deutschland dermaßen an den beruflichen Erfolg auf? Das ist ja was Tiefenpsychologisches.

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Ist das in Frankreich oder England denn so viel anders? Die Leute, die ich dort kenne, sind nicht weniger ambitioniert als mein .de-Umfeld, zum Teil sogar eher mehr.

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Gut, wenn dass so ist wie sie sagen, woran ich nicht zweifle, sollte man es sich doch gut überlegen ob man hier zu scheitern gedenkt. Sonst wird man von den Verhältnissen gezwungen solche Texte wie ich zu schreiben.

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Eine Kultur des Scheiterns sucht man hierzulande in der Tat vergebens. Das wird auch in der Wirtschaftspresse, die sich mit Start-ups und Neugründungen befasst, immer wieder moniert. In den USA ist es dem Vernehmen nach nicht annähernd so stigmatisierend, sich mit einer Geschäftsidee auf die Nase gelegt zu haben.

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Das ist ja noch ein ganz anderes Niveau des Scheiterns. Die Frau Perty einst AfD ist mir ihrer Firma auch gekracht. Zusammen mit ihrem neuen Mann haben die unzählige Kinder. Jetzt klappern die beiden alle Paralamente ab und versuchen so um die Runden zu kommen, während die ein Haus renovieren. Politisch wird das sehr wahrscheinlich auch nix mehr.

Ich habe ja das Problem der Alleinigkeit. Andere die auf meinem Niveau scheitern, gehören in der Regel nicht zu den Alteingesessenen. Die gehören dann gewissen Clans an, die sich nicht unbedingt als Verfassungspatrioten verstehen. Die haben ihren ganz eigenen Regeln nach denen sie dann leben, die im Grunde mit jenen der Mehrheitsgesellschaft nicht völlig kompatibel sind. Libanesiche Clans, arababische Clans, Roma, Hells Angels, Bandidos, die Mafia und Russen. Das ist eher mein Niveau. Die haben auch eher einen schattenwelthaften Lebensverlauf. Da weiß ich zufällig mal wovon ich spreche. Statt Drogen machte ich halt Zocken. Dort trifft man auf die Herrschaften bei Zeiten. Oder wenn sie Kohle vom Staat kassieren und dann in der Regel als unvermittelbar gelten, für die Arbeitsmärke 1-4. Die wurden dann auch ausgegliedert. Waber das wissen sie ja längt dass ich auch zu den Unvermittelbaren gehörte.

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Ich weiß, was Sie meinen. Das Problem der Alleinigkeit hatte ich auch, als ich dagegen ankämpfte, völlig durch die Ritzen des Systems zu fallen. Da haben mich keine Netzwerke aufgefangen, selbst von meiner Mutter war da nichts zu erwarten. Bei mir war das aber eher ein temporärer Zustand, was bei Ihnen das Standardprogramm ist, von daher habe ich Riesenrespekt vor Ihrer Leistung, unter diesen Umständen nicht völlig unter die Räder gekommen zu sein.

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Wobei, wenn wir bei der Wahrheit bleiben. Ohne Goadfather Fischgrät wär ich ja noch viel kaputter Wenngleich für eine Wiener Sozialwohnung, halt nur halb so groß, hätte es immer gelangt. Was hatten sie angestellt dass sie im freien Fall waren? Sehen sie ihr Leben als genlungen an? Sind sie unter ihren Möglichkeiten geblieben oder haben sie das Soll gebracht? Das kann man ja niemals losgelöst von den sozialen Verhältnissen sehen. Es gibt nun mal ein gesellschaftliches Über-Ich. Von dem wird ein jeder in Sippenhaftt genommen. Einige mehr, andere weniger. Ein Beispiel. Der Musiker und Autos Sven Regner. Singt und schreibt im Grunde nur über Verlierer und ist bei genauer Betrachtung dass genaue Gegenteil davon. Da erfindet er in Magical Mystery eine Figur wie den Karl Schmidt. Der ist ungefähr so kaputt wie ich. Möglich dass es diesen Karl Schmidt tatäschlich gab. Nur hat dieser Karl Schmidt keinen Roman geschrieben. Was der springende Punkt ist. Wobei der Karl Schmidt ein Künstler auf dem Weg nach oben war. Einen wie mich kann der Sven Regener nicht erfinden. Zu so einem Millieu hat er in der Regel keinen Zugang. Genauso wenig wie ich Zugang zu so viel Gelingen habe wie der Sven Regener. Als der Musikwissenschaften studierte machte ich Feldbett.

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Schwer zu sagen, da kamen paar Sachen zusammen bei mir, Drogen waren auf alle Fälle mit im Spiel. Gemessen daran, wie einige Kollegen performt haben, denen ich was beigebracht habe, bin ich beruflich schon ganz klar unter meinen Möglichkeiten geblieben. Mit etwas mehr Einsatz wäre dauerhaftes Mitpielen in der publizistischen Bundesliga drin gewesen, nicht nur gelegentliches Dasein als Auswechselspieler. Meine Mutter hatte es immer als Niederlage gesehen, dass ich kein hohes Tier bei ARD, ZDF oder zumindest beim Regionalblatt geworden bin. Ich habe das nicht so empfunden, da ich es auf diese Art von Karriere nie angelegt hatte. Was sie später mit meiner Underperformance etwas versöhnt hat ist die Tatsache, dass ich trotz allem Losertum eine tolle Frau abgekriegt habe und ihr noch ein spätes Enkelkind verschaffte. Und so gesehen betrachte auch ich mein Leben nicht als völlig verpfuscht.

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Eine Frage habe ich noch. sie sind doch richtig schwer erkrankt. Verändert sich dann der Blick aufs eigene Leben oder auf die Welt. bei mir hat sich ja im Grunde nichts geändert ich war ja immer unten drin und nie oben auf. Was Frau betrifft. Ich Depp hätte eigentlich auch oben anschreiben können aber dafür war ich dann zu verrückt.

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Sagen wir es mal so: Der Blick auf die Welt da draußen hat sich dadurch weniger verändert, wohl aber das Lebensgefühl. Das Bewusstsein für die Fragilität der Existenz war vorher zwar auch schon vorhanden, aber dass der Körper nicht mehr macht, was er soll, ist noch mal ziemlich verschärft für jemanden wie mich, der 50 Jahre lang nie was ensthaftes hatte und sich dadurch auch ein wenig unkaputtbar fühlte. Ich bin ja kurz vorher noch Alpenpässe raufgekurbelt, und meine schwerste Toskana-Tour mit über 3000 Höhenmetern bin ich gefahren, als die Grunderkrankung sich schon leise bemerkbar machte. Und dann ist da noch das Beziehungsgefüge, es ist mir extrem unangenehm, meine Frau mit all dem zu belasten, wo ich eigentlich den Anspruch an mich habe, sie bestmöglich zu unterstützen.

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Verstehe. Vielleicht hilft in so einem Fall ein Hauch von Schattenwelt-Taktik. Seine Ambitionen immer an die tatsächlichen Möglichkeiten anpassen. Sonst tut`s weh.

Ihre Frau schupft den Laden doch auch alleine. Machen sie halt old-School Hausmann. Also immer schön Lächeln wenn die bessere Hälfe nach Hause kommt;-) Und dann erzählen sie voller Euphorie was sie alles nicht mehr machen können. Vielleicht fangt ihre Frau, klug wie sie ist, dann irgendwann zum Lachen an. Und schon stehen sie wieder auf der sicheren Seite. Das war jetzt nur a bissel Schmäh führen. Okay.

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