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Sonntag, 12. Juni 2016
der imperialist, 14:30h
Ich war gestern außerplanmäßig länger bei Bewusstsein, welches bei mir ungefähr so voll ist wie mein Haupthaar. Der GF war zu Besuch. Wühlt mich immer a bisserl auf. Wie es war. Was soll ich sagen. Er ist noch in der Welt halb blind, ich bin noch in der Welt, so gut wie taub für alles Schöne. Einen Blick schafften wir auch der nicht auswich. Ich glaub es ging um die Wohnungstür. Zu mehr müssen wir uns nicht quälen, weniger wollen wir nicht sein. Hab ich die Tabs wesentlich später eingeworfen. War schon sehr dunkel draußen in der Stadt. Wien ist ja wie ein viel zu großes Hemd. Wenn man Glück hat passen mal zwei Knöpfe. Nur in der Nacht schaut niemand so genau wie das Hemd sitzt. Der Kleinstbürger ist ja in der Regel nachblind. Erklären kann ich mir die Erektion nur so. Mein Bewusstsein dachte sicherlich, oh der kleine Scheißer schläft schon und macht sicherlich nix mit Bloggen oder Facebook. Auch mal schön so ein kleiner Überraschungserfolg. Heute bei Tag geht natürlich nix mehr in dieser Richtung. Auch wegen eines Ereignisses das sich vor ein paar Wochen zutrug und sich seine Begründung in einem Zeitungsartikel erfindet. Die FPÖ ficht ja die Bundespräsidentenwahl beim VfGH an. Aus mehreren Gründen. Einer dieser Gründe hat mit Smileys zu tun. Ein Smiley wurde laut FPÖ bei der Wahlauszählung für Van der Bellen gewertet, obwohl der heruntergezogene Mundwinkel hatte. Laut FPÖ müssten unglückliche Smileys als Meinungsäußerung gegen den Kandidaten Van der Bellen gewertet werden. Also ich war das nicht mit den Mundwinkeln. Ich habe dieses Smiley in den Kreis rein gemalt.
. Oder doch des
. Die richtige Interpretation von Smileys ist aber nicht der Grund für meine Hemmung sondern die Blogchefin. Sie wissen nicht wer die Blogchefin ist. Dass ist jene hochverehrte Bloggerin die zu mir sagte das ich mich schleichen soll. In Germany sagt ihr verpiss dich. Ich weiß, sie gehen geschlossen davon aus, dass ich mich mal wieder daneben benommen hatte. Wird sicherlich so sein. Ist immer so. Dass ich mich daneben benehme, also in der Regeln ins Daneben hinein benehme wo nur noch Unkraut wächst, ist eine Naturkonstante wie Ebbe und Flut oder das in Österreich die Parteienförderung weltspitze ist, nur knapp geschlagen von Japan. Die Blogchefin hatte ja am Wahlsonntag ihren Stimmzettel veröffentlicht. Die FPÖ ficht die Wahl auch mit dem Argument an, das die zunächst knappe Führung Hofers nach außen drang
. Durch dieses Drängen habe die Gegenseite Wähler mobilisieren können. Zudem wird beanstandet, dass in den sozialen Netzwerken Leute ihren für Van der Bellen ausgefüllten Wahlzettel veröffentlicht hätten, wodurch auf „zahlreiche Wahlberechtigte, ein erheblicher psychischer Druck ausgeübt wurde“. Dadurch seien Grundsätze des geheimen und freien Wahlrechts verletzt worden. Also ich kann für mich nur sagen. Seitdem ich mir den Wahlzettel von der Blogchefin angesehen habe
mit ähnlich viel Ehrfurcht und Ergriffenheit wie Michelangelos seine Malerei in der Sixtinischen Kapelle, geht bei mir nix mehr mit freier Willensbildung und diesem ganzen Zeugs. Nächste Woche habe ich aber eh einem Termin beim Dr. Viagra-Jimmy Herbst.
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Freitag, 10. Juni 2016
Der Scheißhausdämon fragt den Schizophrenisten bis die Uhr über den Balkon in den Garten hinaus zeigt
der imperialist, 20:33h
1.Hast du Hämorrhoiden?
Sicherlich habe ich da ein paar Hämmer hängen. Hat ja jeder. Doch solange ich kein feuchtes Klopapier verwende, halten die sich dezent im Hintergrund und kommentieren nicht. Ich habe es eher mit den Haaren. Mir wachsen Haare ja nicht nur aus den Ohren oder der Nase sondern auch aus der Arschritze. Und die verkleben sich dann miteinander und bilden ein recht stabiles Dach wie aus Bambus. Muss ich immer Acht geben dass die Bahn frei bleibt. Das wird ja sonst sehr unangenehm. Kennst du die alten Männer, die ihre Nasenhaare nicht mehr stutzen, weil ihnen schon alles scheiß egal ist. Die jagen mir Angst ein.
Gehörst du zu den Leuten die anderen beim Sex das Arschloch auslecken?
Sicherlich. Danach habe ich ein unstillbares Verlangen. Nix tu ich lieber als das. Arschloch auslecken, an einer Hammerzehe lutschen, Hühneraugen mit der Zunge bespaßen, Tampons leer saugen. Mach ich alles. Natürlich unaufgefordert.
Liebespaare geben sich ja gerne Kosenamen. Verheirate mit Kinder sagen dann gerne Papa zum Ehemann oder Mami/Mutti zur Ehefrau. Wie wurdest du genannt?
Scheißer.
Scheißer?
Ja Scheißer. Ne Hure meinte mal, komm Scheißer, jetzt mach mal. Hör endlich auf mit deinem Gefummle. Wir schreiben hier ja keinen Bildungsroman oder Sexratgeber. Spritz endlich ab. Ich hab in 20 Minuten einen Kunden.
5. Erektile Dysfunktion. Wie sieht es da aus?
Teils, teils. In der Nacht also wenn ich schlafe und wüst träume, auch was mit Frauen, habe ich andauernd eine Latte. Doch sobald ich wieder zu Bewusstsein komme, aufstehe, mir die Zähne putze, kurz aus dem Fenster schaue, und mich danach hinsetze und nachsehe wie mein Blog so läuft, rührt sich in der Hose nix mehr. Das Bloggen hat mich gänzlich meiner Männlichkeit beraubt. Nicht nur das Bloggen. Auch das Lesen von Blogs führt bei mir häufig zu sexuellen Irritationen. Facebook stimuliert auch nicht. Dort herrscht auch tote Hose. Steht immer nur Beitragsreichweite 0. Beitragsinteraktionen 0. Webseitenlinks 0. Was bedeutet eigentlich Beitragsinteraktion. Ist das was Sexuelles. Soll ich das melden wenn da zufällig mal 1 steht oder mir einen runterholen? Wie läuft das.
6. Woher soll ich das wissen Depp. Ich bin der Scheißhausdämon, der die Sachen vom toten Jungen vom Strand aufträgt, schon vergessen. Wenn du wählen könntest zwischen Schizophrenie und Borderline was würdest du wählen?
Natürlich Schizophrenie. Ich renne doch nicht den ganzen Tag mit einer Rasierklinge in der Hosentasche durch die Botanik und warte ganz hibbelig auf den Moment mir endlich ins eigene Fleisch zu schneiden. Das machen eh schon die anderen. Stehste an einer Ampel und nur weil die auf Rot wird es auch und schon subkutan. Das ist mir zu anstrengend, offensichtlich, aufdringlich und blutig. Bei Schizophrenie kann man sich eine Zeitlang locker herausreden. Bei tranchierten Ärmchen geht ja nix mehr. Ich habe es lieber einfach, übersichtlich und stringent. Falls es dich interessiert. In der Fußgeher-Ampel bei mir in der Straße wurde ja eine spezielle Kamera installiert. Das war der Untermütter-Geheimdienst. Die sind mit dem Jambambee verbandelt. Der Jambambee, der mich auf Ebay abgezogen hat, ist ja in Wahrheit die Um2, die im Auftrag meiner Leiblichen handelt. Wenn den beiden Damen gerade mal a bisserl fad ist oder das Alter zwickt, schauen die sich dann im Live-Stream an, wie ich mich auf offener Straße andauernd ängstlich umdrehe, oder von einer Straßenseiten zur anderen hüpfe, obwohl da objektiv betrachtet nix gibt, weswegen man jetzt unbedingt die Straßenseite wechseln müsste. Und dann haben die Damen recht a Hetz und zerkugeln sich. Sage ich dann meine Mantra auf........
7. Was ist dein Mantra?
Die Düsternis, die Finsternis. Das Grauen, das nackte Grauen. Ebenerdig begradigt oder auch vertikal vertikutiert.
8. Erfreust du dich an deinem Leben?
An meinem Leben nee. Wie kommst du darauf. Spinnst du. An was bitte soll ich mich da erfreuen. An meinen Altherrenhoden, die gefühlt zum letzten Gefecht einläuten. Aber die Verhältnisse in denen ich derzeit lebe finde ich ganz in Ordnung. Jeden Abend mach ich schön Glotze. Ein ganz unglaublicher Luxus. Während andere im Mittelmeer reihenweise ersaufen, schau ich mir seelenruhig die 345 Folge House of Cards, an und halte diesen Schwachsinn auch noch für die Wirklichkeit. Ich bin da total radikal. Mir wurscht wenn am Abend wer seine Träume ins Mittelmeer kippt. Jetzt will die First Lady auch noch Vizepräsidentin werden. Schauderhaft. Muss man sich vorstellen. Diesen Mist schauen sich Leute freiweillig an. Ich werde ja von den Verhältnissen dazu gezwungen.
9. Worin unterscheiden sich denn deiner Ansicht nach die Clintons von den Underwoods?
Nicht großartig denke ich. Alles was die zusammenhält ist der soziale Status, das Streben nach Macht. Oder glaubst du die Hilary lässt sich auf offener Bühne aus reiner Liebe vom Billy befummeln. Die Hilary Clinton unterscheidet sich von der Claire Underwood vielleicht noch durch den Body Maß Index und dem Bill wurden zwei sogenannte Stents zur Stützung der Herzkranzgefäße eingesetzt, während der Frank J. eine neue Leber hat, die eigentlich einem anderen zugestanden wäre. Der ist jetzt eh hin. Hat der Stabschef wieder einmal einen über die Klinge springen lassen. Eh nicht den ersten. Der ist eigentlich ein Serienmörder. Total schwachsinnig das Ganze. Für so einen Blödsinn gebe ich Geld aus anstatt das ich für die Beladenen dieser Welt spende. Die sollen endlich die Reden vom Donald Trump synchronisieren. Kommt billiger ist auch lustig und vor allem preiswerter. Derzeit halt noch. Wenn der als Präsident Europa wirklich mal den Rücken kehrt wird es teuer. Dann kann ich mir so ein Fernsehen eh nicht mehr leisten.
10. Wann hast du das letzte Mal persönlich mit einer realen Person länger als eine Stunde gesprochen?
Länger als eine Stunde? Durchgehend oder wie. Mit der Nerventante diese Woche gut 52 Minuten. Natürlich nur gegen Bezahlung.
11. Um was ging es in dem Gespräch mit deiner Nerventante? Ich nehme an sehr intimes.
Ja ums kochen. Ich hab ja Histamin. Da kannste nicht alles essen. Wenn du trotzdem alles frisst, kriegste Ausschlag, Herzrasen, Scheißausbrüche und solche Sachen. Total peinlich. Mein NT hatte auch mal Histamin. Die meint ich sollte mein Müsli erstens nicht fertig kaufen und zweitens mit Wasser anstatt Milch. Hatten wir schön was zu besprechen. Sie meinte das geht. Ich niemals. Müsli mit Wasser, ist wie freiwillig Ficken mit Gummi. Das geht nicht. Meine NT bestand darauf das des schon geht. Sie mache andauernd freiwillig Wasser in ihr Müsli. Ich bin doch keine Kuh das ich Wasser sauf. Ging dann eine Zeitlang so hin und her bis sich herausstellte das meine NT am Nachmittag schon fast eine ganze Packung Rumkugeln verdrückt hatte. Aber mir Wasser einreden anstatt Rumkugeln. Ich glaub die drückt ihre Patienten nur noch so durch. In der früh Wasser und Nachmittag in der Stoßzeit Rum.
12. Ein kluger Mensch behauptet: Toleranz muss weh tun. Wie siehst du das?
Nicht viel anders. Letztens sah ich in der Bronx wo sonst, dafür ist die Bronx ja gedacht, eine Vollverschleierte. Die hatte sogar Handschuhe an. Bekam ich sofort Probleme mit meinen Hämorrhoiden.
13. Was war deine interessanteste Erkenntnis dieser Woche?
Das im Kapitalismus Scheiße für Aufwärtsmobilität sorgt. Egal ob man jetzt privat bei sich zu Hause kackt, oder im öffentlichen Scheißhaus eines Bürohauses rein scheißt. In beiden Fällen kann dein Haufen einem anderen, den man nicht einmal persönlich kennen muss, zu einem besseren Leben verhelfen. So gesehen ist Scheißen im Kapitalismus immer auch sozial. Was anderes ist natürlich auf etwas Scheißen.
14. Hasst du Balkone?
Natürlich hasse ich Balkone. Was hast du gedacht. Ich hab ja keinen.
Nach dieser Frage mussten wir das Gespräch unterbrechen. Mein Mittagstermin wartete. Müsli, wie von der NT befohlen, aus dem Reformhaus, halb Mich, halb Wasser.
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Sicherlich habe ich da ein paar Hämmer hängen. Hat ja jeder. Doch solange ich kein feuchtes Klopapier verwende, halten die sich dezent im Hintergrund und kommentieren nicht. Ich habe es eher mit den Haaren. Mir wachsen Haare ja nicht nur aus den Ohren oder der Nase sondern auch aus der Arschritze. Und die verkleben sich dann miteinander und bilden ein recht stabiles Dach wie aus Bambus. Muss ich immer Acht geben dass die Bahn frei bleibt. Das wird ja sonst sehr unangenehm. Kennst du die alten Männer, die ihre Nasenhaare nicht mehr stutzen, weil ihnen schon alles scheiß egal ist. Die jagen mir Angst ein.
Gehörst du zu den Leuten die anderen beim Sex das Arschloch auslecken?
Sicherlich. Danach habe ich ein unstillbares Verlangen. Nix tu ich lieber als das. Arschloch auslecken, an einer Hammerzehe lutschen, Hühneraugen mit der Zunge bespaßen, Tampons leer saugen. Mach ich alles. Natürlich unaufgefordert.
Liebespaare geben sich ja gerne Kosenamen. Verheirate mit Kinder sagen dann gerne Papa zum Ehemann oder Mami/Mutti zur Ehefrau. Wie wurdest du genannt?
Scheißer.
Scheißer?
Ja Scheißer. Ne Hure meinte mal, komm Scheißer, jetzt mach mal. Hör endlich auf mit deinem Gefummle. Wir schreiben hier ja keinen Bildungsroman oder Sexratgeber. Spritz endlich ab. Ich hab in 20 Minuten einen Kunden.
5. Erektile Dysfunktion. Wie sieht es da aus?
Teils, teils. In der Nacht also wenn ich schlafe und wüst träume, auch was mit Frauen, habe ich andauernd eine Latte. Doch sobald ich wieder zu Bewusstsein komme, aufstehe, mir die Zähne putze, kurz aus dem Fenster schaue, und mich danach hinsetze und nachsehe wie mein Blog so läuft, rührt sich in der Hose nix mehr. Das Bloggen hat mich gänzlich meiner Männlichkeit beraubt. Nicht nur das Bloggen. Auch das Lesen von Blogs führt bei mir häufig zu sexuellen Irritationen. Facebook stimuliert auch nicht. Dort herrscht auch tote Hose. Steht immer nur Beitragsreichweite 0. Beitragsinteraktionen 0. Webseitenlinks 0. Was bedeutet eigentlich Beitragsinteraktion. Ist das was Sexuelles. Soll ich das melden wenn da zufällig mal 1 steht oder mir einen runterholen? Wie läuft das.
6. Woher soll ich das wissen Depp. Ich bin der Scheißhausdämon, der die Sachen vom toten Jungen vom Strand aufträgt, schon vergessen. Wenn du wählen könntest zwischen Schizophrenie und Borderline was würdest du wählen?
Natürlich Schizophrenie. Ich renne doch nicht den ganzen Tag mit einer Rasierklinge in der Hosentasche durch die Botanik und warte ganz hibbelig auf den Moment mir endlich ins eigene Fleisch zu schneiden. Das machen eh schon die anderen. Stehste an einer Ampel und nur weil die auf Rot wird es auch und schon subkutan. Das ist mir zu anstrengend, offensichtlich, aufdringlich und blutig. Bei Schizophrenie kann man sich eine Zeitlang locker herausreden. Bei tranchierten Ärmchen geht ja nix mehr. Ich habe es lieber einfach, übersichtlich und stringent. Falls es dich interessiert. In der Fußgeher-Ampel bei mir in der Straße wurde ja eine spezielle Kamera installiert. Das war der Untermütter-Geheimdienst. Die sind mit dem Jambambee verbandelt. Der Jambambee, der mich auf Ebay abgezogen hat, ist ja in Wahrheit die Um2, die im Auftrag meiner Leiblichen handelt. Wenn den beiden Damen gerade mal a bisserl fad ist oder das Alter zwickt, schauen die sich dann im Live-Stream an, wie ich mich auf offener Straße andauernd ängstlich umdrehe, oder von einer Straßenseiten zur anderen hüpfe, obwohl da objektiv betrachtet nix gibt, weswegen man jetzt unbedingt die Straßenseite wechseln müsste. Und dann haben die Damen recht a Hetz und zerkugeln sich. Sage ich dann meine Mantra auf........
7. Was ist dein Mantra?
Die Düsternis, die Finsternis. Das Grauen, das nackte Grauen. Ebenerdig begradigt oder auch vertikal vertikutiert.
8. Erfreust du dich an deinem Leben?
An meinem Leben nee. Wie kommst du darauf. Spinnst du. An was bitte soll ich mich da erfreuen. An meinen Altherrenhoden, die gefühlt zum letzten Gefecht einläuten. Aber die Verhältnisse in denen ich derzeit lebe finde ich ganz in Ordnung. Jeden Abend mach ich schön Glotze. Ein ganz unglaublicher Luxus. Während andere im Mittelmeer reihenweise ersaufen, schau ich mir seelenruhig die 345 Folge House of Cards, an und halte diesen Schwachsinn auch noch für die Wirklichkeit. Ich bin da total radikal. Mir wurscht wenn am Abend wer seine Träume ins Mittelmeer kippt. Jetzt will die First Lady auch noch Vizepräsidentin werden. Schauderhaft. Muss man sich vorstellen. Diesen Mist schauen sich Leute freiweillig an. Ich werde ja von den Verhältnissen dazu gezwungen.
9. Worin unterscheiden sich denn deiner Ansicht nach die Clintons von den Underwoods?
Nicht großartig denke ich. Alles was die zusammenhält ist der soziale Status, das Streben nach Macht. Oder glaubst du die Hilary lässt sich auf offener Bühne aus reiner Liebe vom Billy befummeln. Die Hilary Clinton unterscheidet sich von der Claire Underwood vielleicht noch durch den Body Maß Index und dem Bill wurden zwei sogenannte Stents zur Stützung der Herzkranzgefäße eingesetzt, während der Frank J. eine neue Leber hat, die eigentlich einem anderen zugestanden wäre. Der ist jetzt eh hin. Hat der Stabschef wieder einmal einen über die Klinge springen lassen. Eh nicht den ersten. Der ist eigentlich ein Serienmörder. Total schwachsinnig das Ganze. Für so einen Blödsinn gebe ich Geld aus anstatt das ich für die Beladenen dieser Welt spende. Die sollen endlich die Reden vom Donald Trump synchronisieren. Kommt billiger ist auch lustig und vor allem preiswerter. Derzeit halt noch. Wenn der als Präsident Europa wirklich mal den Rücken kehrt wird es teuer. Dann kann ich mir so ein Fernsehen eh nicht mehr leisten.
10. Wann hast du das letzte Mal persönlich mit einer realen Person länger als eine Stunde gesprochen?
Länger als eine Stunde? Durchgehend oder wie. Mit der Nerventante diese Woche gut 52 Minuten. Natürlich nur gegen Bezahlung.
11. Um was ging es in dem Gespräch mit deiner Nerventante? Ich nehme an sehr intimes.
Ja ums kochen. Ich hab ja Histamin. Da kannste nicht alles essen. Wenn du trotzdem alles frisst, kriegste Ausschlag, Herzrasen, Scheißausbrüche und solche Sachen. Total peinlich. Mein NT hatte auch mal Histamin. Die meint ich sollte mein Müsli erstens nicht fertig kaufen und zweitens mit Wasser anstatt Milch. Hatten wir schön was zu besprechen. Sie meinte das geht. Ich niemals. Müsli mit Wasser, ist wie freiwillig Ficken mit Gummi. Das geht nicht. Meine NT bestand darauf das des schon geht. Sie mache andauernd freiwillig Wasser in ihr Müsli. Ich bin doch keine Kuh das ich Wasser sauf. Ging dann eine Zeitlang so hin und her bis sich herausstellte das meine NT am Nachmittag schon fast eine ganze Packung Rumkugeln verdrückt hatte. Aber mir Wasser einreden anstatt Rumkugeln. Ich glaub die drückt ihre Patienten nur noch so durch. In der früh Wasser und Nachmittag in der Stoßzeit Rum.
12. Ein kluger Mensch behauptet: Toleranz muss weh tun. Wie siehst du das?
Nicht viel anders. Letztens sah ich in der Bronx wo sonst, dafür ist die Bronx ja gedacht, eine Vollverschleierte. Die hatte sogar Handschuhe an. Bekam ich sofort Probleme mit meinen Hämorrhoiden.
13. Was war deine interessanteste Erkenntnis dieser Woche?
Das im Kapitalismus Scheiße für Aufwärtsmobilität sorgt. Egal ob man jetzt privat bei sich zu Hause kackt, oder im öffentlichen Scheißhaus eines Bürohauses rein scheißt. In beiden Fällen kann dein Haufen einem anderen, den man nicht einmal persönlich kennen muss, zu einem besseren Leben verhelfen. So gesehen ist Scheißen im Kapitalismus immer auch sozial. Was anderes ist natürlich auf etwas Scheißen.
14. Hasst du Balkone?
Natürlich hasse ich Balkone. Was hast du gedacht. Ich hab ja keinen.
Nach dieser Frage mussten wir das Gespräch unterbrechen. Mein Mittagstermin wartete. Müsli, wie von der NT befohlen, aus dem Reformhaus, halb Mich, halb Wasser.
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Mittwoch, 8. Juni 2016
Meine Fäuste können nicht treffen was meine Augen nicht sehen.
der imperialist, 21:13h
(Frei nach Muhammed Ali)
Umtauschen wollte ich was bei einer Supermarktkassiererin. Ich hab Histamin. Geht nicht weg die Schizo-Sache. Scheint so dass ich immer etwas habe muss. Entweder war ich unhöflich, laut, fordernd, oder gelinde gesagt nicht Kleinstbürger-kompatibel. In der Regel trage ich kein Schild um den Hals auf dem steht: „Bitte vermessen sie mich nicht mit ihrem kleinstbürgerlichen Maßstab“. Da kommt nix gescheites dabei herum. Kann durchaus sein dass mein Anliegen ein Müsli umzutauschen was von einem Überfall hatte. Die Supermarktkassiererin meinte ich sei arrogant. Arroganz komme bei ihr gar nicht gut an
. Diese Kassiererin macht das noch nicht lange mit mir. Kassiererinnen mit Erfahrung fragen mich nicht mehr jeden Tag ob ich eine Kundenkarte habe. Seit Menschheitsgedenken, oder wenigstens der neolithischen Revolution, werde ich vom Kassapersonal nach meiner Kundenkarte gefragt. Scheiße ich hab keine und ich will auch keine. Was soll ich mit einer Kundenkarte. Ich habe ja nicht einmal ein Hemd zum Anziehen. Ein einfaches Nein akzeptiert die Supermarkt-NSA nicht. Die denken niemand ist zu klein und unbedeutend für Big Data. Sagt man zum Kassenpersonal bitte fragen sie mich nicht nach der Kundenkarte, machen die trotzdem unbeirrt weiter. Ah ja sagen die dann, sie werden dazu gezwungen. Also von mir nicht. Stellen sie sich einfach mal folgende Situation vor. Jeden Morgen fragt sie ihr Lebensmensch oder Lebensabschnittspartnermensch, ob sie Zucker in ihrem Kaffee möchten, und sie antworten 10 Jahre lang stoisch mit nein. Das halten sie niemals 10 Jahre durch. So groß kann ihre Liebe gar nicht sein. Früher oder später greifen sie zum Küchenmesser oder
und dann hat der Ferdinand von Schirach einen spannenden Fall mehr auf seinem Tisch liegen, der dann im deutschen Staatsfernsehen landet, gestrafft zu einer 45 Minuten Folge, während sie noch 12 Jahre hinter
vor sich haben, bei guter Führung. Jene Kassiererin, die bei mir Arroganz aber nicht
diagnostizierte, ist die neue Miss Supermarkt unter den Kassiererinnen. Die fragt immer nach der Kundenkarte. Recht fesch ist sie auch. Deswegen geht die auch sehr offensiv und mit viel Selbstvertrauen an die Männer heran. Hab schon einige Kerle erröten sehen. Wäre die Frau ein Mann würde man sie als ziemlich taktlos bezeichnen. Dass unattraktive Männer heute noch bei recht feschen Frauen erröten hielt ich eigentlich für ausgeschlossen. Aus Frauen wird der Mann einfach nicht klug. Die einen wollen nicht auf ihr Aussehen reduziert werden, andere wiederum kokettieren mit nix anderem. Vielleicht war die Kassiererin auch im Recht was mein Auftreten betraf. Wirklich übel war die Sache mit meiner Arroganz nicht. Die Leute um uns herum bekamen nix mit. An sich ein gutes Zeichen. Normal kriegen Leute die sich vor einer Kasse die Beine in den Bauch stehen alles mit. Ich könnte den Spieß auch mal umdrehen und mich beim Marktleiter über die arrogante Kassiererin beschweren. Von einer dahergelaufenen Supermarktkassiererin lasse ich mir doch nicht die Leviten lesen und mich ins Kleinstbürgertum einweisen. Einweisen lasse ich mich vielleicht mal in die Klapse. Bin aber weiterhin gewillt mich mit aller Macht dagegen zu
. Mit Marktleiter mache ich aber prinzipiell nix. Über den Umweg Marktleiter, also über die Hierarchiebande, gehe ich doch nicht auf Supermarkangestellte los. Niemals. Ich dachte mir nur, hier also in einem Supermarkt an einer Kasse gegen 14 30 Uhr, geht es nicht mehr weiter für mich.
Einen Stock über mir wohnt ein
mit Sohn. Wohnen schon sehr lange in dem Haus. Kleinstbürger aus dem Mittelstand, beide berufstätig, über die Fünfzig, keine Akademiker. Trotzdem langt das Familieneinkommen zu einem schönen Mittelklassewagen, der extra in einer Garage geparkt wird, und einem ganz annehmlichen Leben. So soll es auch sein finde ich. Ein schöner Mittelklassewagen, ne prima Glotze und 2 Wochen all inklusive sollte für das nicht akademische Proletariat schon noch drin sein. „Ne“ ist wie das Kärntnerische „a“. Die Deutschen sagen "ne prima Glotze" und ich "a klassa Fernseha". Er ist jetzt im wohlverdienten Ruhestand wie es aussieht. Hat glaube ich mit seiner Hüfte zu tun. Die ist kaputt, nachgemacht, oder sitzt nicht richtig. Beim Skifahren soll es ihn mal übel erwischt haben. Schwere Freizeitunfälle sind ja die neuen Arbeitsunfälle des postheroischen Zeitalters. Über die Frau kann ich nicht viel erzählen das ihnen weiterhelfen könnte. Der englische Gentleman macht gerne Witze über sie, weil sie angeblich so einen fetten Arsch hat. Sehr frauenfeindlich wenn der englische Gentleman über den Arsch seiner Nachbarin spricht. Aber auch irgendwie lustig. Ein überzeugter Chauvinist wie der englische Gentleman ist aufrichtig entsetzt über den fetten Arsch seiner Nachbarin. Der zeigt dann mit den Händen, die er weit vom Körper streckt, wie fett dieser Hintern ist. Der englische Gentleman macht da keine Gefangenen. Der drückt lieber jedes Monat 600 Euro für seine Escort-Service Zwillinge mit Instagram-Figur ab, bevor er hilflos mitansehen muss wie so ein Arsch immer fetter und fetter wird. Gut er kriegt dafür andauernd Ausschlag. Das mit dem fetten Arsch kann ich jetzt weder bestätigen noch dementieren. Ich schau mir die Frau Ehefrau aus dem 4. Stock nicht so genau an
. Nur a Scherz. Die täuscht in der Regel links an und geht rechts an mir vorbei wenn sie mich grüßt. Kleinstbürgerliche Freundlichkeit, das übliche Schauspiel kennen sie eh. Man tut kurz so als ob und denkt sich seinen Teil. Ich nix, sie gemeine Sachen. Er steht gut im Fleisch das kann ich mit Gewissheit behaupten. Der Sohnemann ist inzwischen selbst ein erwachsener Mann und wie es aussieht wohnt der noch zu Hause. Über den kann ich auch nix sagen. Ich schau mir in der Regel nur die Irren wie den Sohn vom fetten Polen der eigentlich Bulgare ist genauer an. Manchmal sehe ich die beiden, also das Ehepaar, Hand in Hand die Straße runter marschieren
. Nach all den Ehejahren nicht schlecht. Die haben sich ihr Glück bewahrt, auch schön. Kleinstbürgerliches Glück mit gemeinsamen Schlafzimmer ist ja eher nix für mich. Ich brauch Fläche, leere Fläche. Nur ab und zu wenn der Scheißhausdämon seinen Mantel öffnet, renne ich vor dieser Leere davon und krieche ich zu meiner Liebsten unter die Decke. Beim Wirten an der Straßenecke sitzt die beiden recht gerne . Hat er genug getankt, kommt er mir manchmal blöde, weil ich mit dem Rad auf dem Gehsteig fahre. Ich wechsle da immer mittels Gehweg die Straßenseite und die letzen 100 Meter bis zum Haus, fahre ich dann auf verbotenem Terrain am Wirt vorbei. Sie lacht dann spöttisch oder glücklich wenn er mich mal wieder anraunzt. Wahrscheinlich weil sie so einen mutigen und rechtschaffenden Mann an ihrer Seite weiß. Ich verstehe schon dass der sich im Recht wähnt. Nur was soll ich von einem Menschen halten der sich den Mut zum Recht herbei saufen muss. Nüchtern kommt ja eher weniger von ihm. Ich war eine Zeitlang sehr ähnlich drauf. Unbeschwertheit und beste Laune musste ich mir schon herbei saufen, die viel nicht vom Himmel. So wie sich andere Leute einen One-Night-Stand schön saufen, habe ich mir mein Leben ins richtige Format eines Postkartenwetters gesoffen. War mein Leben dann im richtigen Format, habe ich mir natürlich auch meinen ONS schön gesoffen oder wurde schön gesoffen. Auf Schwächere gehe ich prinzipiell nicht los. Niemals. Der Mann hinkt und schwitzt beim Atmen. Nach all den Jahren wissen die beiden natürlich dass ich nicht wie sie zur Miete wohne. Kommt gar nicht gut
. Die halten das für eine ziemliche Sauerei. Die fühlen sich von mir oder den Verhältnissen ins Knie
. Rackern sich ein Leben lang für einen netten Mittelklassewagen, einen (angeblich) dicken Hintern und eine kaputte Freizeithüfte ab und wohnen trotzdem nur zur Miete, während ich zu den Eigentümern gezählt werde und einfach nur so herum sitze. Ich kann den Groll der beiden gut verstehen. Nur was soll ich jetzt machen. Die Tabs absetzen, in die Unbeschwertheit am Praterstern flüchten und auf eine Parkbank umziehen, von der die Farbe blättert, wo ich eigentlich hin gehöre, ginge es allein nach meinen Fähigkeiten und Temperament. Der englische Gentleman hält den „Hüfti“ für einen üblen Geizkragen und entsetzlich kleinstbürgerlich. Der dreht angeblich jeden Euro drei Mal um und kauft immer das billigste Zeugs. Der englische Gentleman macht es einem aber auch nicht leicht. Hat einen exklusiven Deckenventilator aus der Kolonialzeit über dem Bett hängen, der normal in die Strandvilla eines Hedgefondsmanager oder eines Lords aus dem britischen Oberhaus gehört, verbringt aber seinen Lebensabend in der Bronx bei den Pinguinfrauen. Ich habe versucht heraus zu finden warum die Briten aus der EU raus wollen. Einen tieferen Sinn hat das Referendum nicht. Die Stahlindustrie in Wales wird ja gerade von den Chinesen bedroht und nicht von der EU. Ist eher was Emotionales und Postkoloniales. Zu viele Fremde. Die dachten nach der EU-Osterweiterung würden um die 13 000 Menschen übers Meer kommen und einen Job auf der Insel suchen. Gekommen sind dann 3,1 Millionen. An sich zahlen die Ost-EU-Menschen mehr in die Sozialtöpfe ein als sie herausbekommen. Nur darum scheint es nicht zu gehen. Die Teesackerl, da vor allem die älteren Semester denken, wir haben doch nicht den Krieg gewonnen und Europa von den "Krauts" befreit, um genau von diesem undankbaren Europa, und den Krauts, in Geiselhaft genommen zu werden. Über das Ehepaar habe ich mir noch keine abschließende Meinung gebildet. Nicht bewusst zumindest. Über den englischen Gentleman auch nicht. Vielleicht hatte der bei der Party damals, kaum hatten ich mich hingesetzt schon durfte ich mir seine Escort-Service-Kunstfotografie ansahen, auch nur einen schlechten Tag. Das Ehepaar und der englische Gentleman wohnen ja nicht nur Tür an Tür, die sind trotz des unterschiedlichen Zugangs zur eigenen Selbstverständlichkeit, auch miteinander befreundet. Zumindest angefreundet haben die sich. So viele Kumpels hat der englische Gentleman hier in der Bronx ja nicht. Ich habe mich da ja eher als Enttäuschung erwiesen. Am Samstag gingen die drei zusammen einkaufen. Ich war auch gerade auch am einkaufen. Kein sehr schönes Deutsch ich weiß. Als ich die Wohnungstür aufmachte, hörte ich die drei im Stiegenhaus. Auf dem kürzesten Weg zum Supermarkt hätte ich an den drei vorbei müssen. Noch dazu mit dem
. Nee, dachte ich mir, das bringe ich heute nicht. Ausgeschlossen das ich das bringe. Ich kann an denen nicht vorbei. Nicht das der Hüfti wieder den harten Kerl mimt und mir zeigt wo der Kleinstbürgerbartl den harten Kerl-Most verschüttet. Das kann ich mir nicht antun. Denn dort wo die drei gerade entlanggingen konnte ich nicht sein. Dort ging es einfach nicht weiter für mich.
Am F.E.-Platz hole ich mir einmal in der Woche Pizza. Ich schwing mich aufs Rad und fahr hin. Noch einmal Rad-Smiley bringe ich nicht. Immer wieder mal denke ich mir auf der Hinfahrt dass ich weiter als nur bis zum F.E.-Platz radeln sollte. Raus aus mir sollte ich radeln, raus aus diesem Leben, der Bronx, ohne mich umzudrehen, einfach weg von allem. Aber dann fällt mir ein, dass dieses alles kaum was ist außer ein tolles
. Trotzdem könnte es noch klappen. Noch ist dieser Funken nicht erloschen. Wenn es windig ist, und die Höhenwinde nicht auslassen, könnte der schon noch einen Flächenbrand der Leidenschaft in mir entfachen. Es heißt ja im Leben soll man für eine Sache brennen sonst habe man nicht wirklich gelebt
. Ich habe eh geleuchtet in der Kneipe an der Theke, meistens bis zur Sperrstunde. Danach sah ich immer aus wie eine heruntergebrannte Kerze. Wer wird denn so verzagt sein rede ich mir dann sein. Dem eigenen Horizont kann ich locker noch ein Loch in den Zaun schneiden und durchschlüpfen. Dafür langt es allemal. Es muss mal gut sein mit der kleinstbügerlichen Demontage. Nicht einmal wenn ich mich bei den Kleinstbürgern dankbar zeige und die mit der Erkenntnis verwöhne gescheitert zu sein, weswegen ich mich aufrichtig schäme, kann ich die wirklich milde stimmen. Sage ich zu denen das es mir aufrichtig leid tut nicht lange genug hart gearbeitet zu haben, und die auf mein Blog verweise, habe ich schon wieder den Scherben auf
. Radle ich dann am Schild meiner Medikamentendealerin vorbei, nee die nennt man Vertrauensärztin, beginne ich innerlich einzuknicken wie der Stängel einer Blume wenn eine Kuh gähnt. Spätestens auf Höhe der hässlichsten Einkaufspassage Wiens, schraubt die Gewissheit dass stumpfe Bajonette wieder ab und mir wird bewusst, dass ich eher keine Bastille mehr stürmen werde. Nicht bei diesen Brotpreisen. Weit ist es dann nicht mehr zur Gewissheit dass es hinter dem Kebab/Pizza-Stand am F.E.-Platz für mich einfach nicht mehr weiter geht.
.
Ich hatte einen wirklich schlechten Tag und der S. kam vorbei. Normal ruft der vorher an. Nicht in diesem Fall. Der stand einfach vor der Tür. Hätte er vorher angerufen, wäre uns das was folgte natürlich erspart geblieben. Ich hatte meine knapp bemessene Lebenszeit stundenlang einem Backgammon-Algorithmus gewidmet. Mensch gegen Maschine. Also zum John Connor habe ich kein Talent. Obschon ich wusste das der Algorithmus mit mir Katz und Maus spielte und ich nach dem 3 Zug so gut wie keine Chance mehr hatte, machte ich stur weiter. Stur nicht beharrlich. Offensichtlich ist das meine Bestimmung. Nach 3 Zügen verloren zu haben und einfach stur weiterzumachen. Hatten wir ein Streitgespräch über eine Lappalie. In einem guten Zustand wäre ich da locker heraus gekommen. Nur war ich in keinem guten Zustand. Ich sagte zum S., 10 000 Euro jedes Wochenende geht nicht. Das sind 40 000 Euro im Monat, beinahe eine halbe Mille im Jahr. Unmöglich das der jedes Wochenende 10 000 macht. Der S. beharrte aber darauf dass der Typ 10 000 bringt. Das Thema hatte ja der S. mit in die Wohnung gebracht. Eigenes Thema hatte ich keines. Ich, niemals, unmöglich. Einfach aufhören und das Thema wechseln ging auch nicht. Ich hing da voll in den 10 000 drin. Nach gut einer ¼ Stunde hatten wir uns argumentativ nicht einen Millimeter von der Stelle oder aufeinander zu bewegt. Der S., der so kleine Reibereien nicht mag, mit seiner Streitkultur steht es nicht zum Besten, genauer gesagt hat der keine, war der mit den Nerven schon ziemlich durch. Der bettelte schon fast darum das ich endlich aufhöre. Später stellte sich heraus das er 1000 gemeint hatte und nicht 10 000. Das Thema war aber irgendwann nicht mehr die 1000 oder 10 000 sondern mein Zustand. Im Gesicht vom S. stand das blanke Entsetzen. Offensichtlich konnte er dort wie ich gerade war
auch nicht sein.
Am Dach. Dach ist wie mein Leben. Egal wohin ich auch gehe. Immer sind es nur ein paar Schritte bis zum Abgrund. Schizophrenie ist psychische Überdehnung, dachte ich mir in meinem Klappstuhl sitzend. So nach und nach reißen alle Bindungen. Auch die Verbindung zu mir selbst. Egal wie sehr ich mich auch auflehne. Die Verbindung zu mir und der Welt geht verloren und ich weiß nicht wo ich suchen soll. Eingesperrt in mir und der Schizophrenie wie ein Eisbär dem die Scholle unter den Tretern wegschmilzt. Dort wo ich bin, kann (zuweilen, zu oft) nicht einmal ich sein.
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Umtauschen wollte ich was bei einer Supermarktkassiererin. Ich hab Histamin. Geht nicht weg die Schizo-Sache. Scheint so dass ich immer etwas habe muss. Entweder war ich unhöflich, laut, fordernd, oder gelinde gesagt nicht Kleinstbürger-kompatibel. In der Regel trage ich kein Schild um den Hals auf dem steht: „Bitte vermessen sie mich nicht mit ihrem kleinstbürgerlichen Maßstab“. Da kommt nix gescheites dabei herum. Kann durchaus sein dass mein Anliegen ein Müsli umzutauschen was von einem Überfall hatte. Die Supermarktkassiererin meinte ich sei arrogant. Arroganz komme bei ihr gar nicht gut an
Einen Stock über mir wohnt ein
Am F.E.-Platz hole ich mir einmal in der Woche Pizza. Ich schwing mich aufs Rad und fahr hin. Noch einmal Rad-Smiley bringe ich nicht. Immer wieder mal denke ich mir auf der Hinfahrt dass ich weiter als nur bis zum F.E.-Platz radeln sollte. Raus aus mir sollte ich radeln, raus aus diesem Leben, der Bronx, ohne mich umzudrehen, einfach weg von allem. Aber dann fällt mir ein, dass dieses alles kaum was ist außer ein tolles
Ich hatte einen wirklich schlechten Tag und der S. kam vorbei. Normal ruft der vorher an. Nicht in diesem Fall. Der stand einfach vor der Tür. Hätte er vorher angerufen, wäre uns das was folgte natürlich erspart geblieben. Ich hatte meine knapp bemessene Lebenszeit stundenlang einem Backgammon-Algorithmus gewidmet. Mensch gegen Maschine. Also zum John Connor habe ich kein Talent. Obschon ich wusste das der Algorithmus mit mir Katz und Maus spielte und ich nach dem 3 Zug so gut wie keine Chance mehr hatte, machte ich stur weiter. Stur nicht beharrlich. Offensichtlich ist das meine Bestimmung. Nach 3 Zügen verloren zu haben und einfach stur weiterzumachen. Hatten wir ein Streitgespräch über eine Lappalie. In einem guten Zustand wäre ich da locker heraus gekommen. Nur war ich in keinem guten Zustand. Ich sagte zum S., 10 000 Euro jedes Wochenende geht nicht. Das sind 40 000 Euro im Monat, beinahe eine halbe Mille im Jahr. Unmöglich das der jedes Wochenende 10 000 macht. Der S. beharrte aber darauf dass der Typ 10 000 bringt. Das Thema hatte ja der S. mit in die Wohnung gebracht. Eigenes Thema hatte ich keines. Ich, niemals, unmöglich. Einfach aufhören und das Thema wechseln ging auch nicht. Ich hing da voll in den 10 000 drin. Nach gut einer ¼ Stunde hatten wir uns argumentativ nicht einen Millimeter von der Stelle oder aufeinander zu bewegt. Der S., der so kleine Reibereien nicht mag, mit seiner Streitkultur steht es nicht zum Besten, genauer gesagt hat der keine, war der mit den Nerven schon ziemlich durch. Der bettelte schon fast darum das ich endlich aufhöre. Später stellte sich heraus das er 1000 gemeint hatte und nicht 10 000. Das Thema war aber irgendwann nicht mehr die 1000 oder 10 000 sondern mein Zustand. Im Gesicht vom S. stand das blanke Entsetzen. Offensichtlich konnte er dort wie ich gerade war
Am Dach. Dach ist wie mein Leben. Egal wohin ich auch gehe. Immer sind es nur ein paar Schritte bis zum Abgrund. Schizophrenie ist psychische Überdehnung, dachte ich mir in meinem Klappstuhl sitzend. So nach und nach reißen alle Bindungen. Auch die Verbindung zu mir selbst. Egal wie sehr ich mich auch auflehne. Die Verbindung zu mir und der Welt geht verloren und ich weiß nicht wo ich suchen soll. Eingesperrt in mir und der Schizophrenie wie ein Eisbär dem die Scholle unter den Tretern wegschmilzt. Dort wo ich bin, kann (zuweilen, zu oft) nicht einmal ich sein.
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