Freitag, 8. April 2016
DE KINETTN WO I SCHLOF
In Deutschland soll es um die 335 000 Obdachlose geben.

Und de Leut kommen ma entgegn wie a Mauer kommens auf mi zua!
I bin da anzige der ihr entgegen geht kummt ma vua!
Oba i reiß mi zamm und i mach beim ersten Schritt de Augen zua! Wolfgang Ambros.

Durch ein paar glückliche Umstände, für die ich wenig kann, lebe ich über meinen eigentlichen Möglichkeiten und Verhältnissen. Ist nix neues was ich da vor ihnen ausbreite. Ich hab ein Dach über dem Kopf und am Hungertuch nag ich auch nicht. Tabs bekomme ich auch, die Packung um 5,50 Euro. Ich kann nicht klagen. Mein halbes Erwachsenenleben stand ich immer mit einem Bein im Aus. Trotzdem ging es sich irgendwie immer knapp aus das ich nicht auf der Straße lebte. Und wenn ich mal nix hatte ging ich einfach zur UNO oder nach Griechenland. Früher oder später hätte mich dieses Leben gekillt. Irgendetwas ist in mir kaputt gegangen das sich nicht mehr reparieren lässt. Weder weiß ich wo, wie, noch wann. Ich bin ein Sandler, mit der Psyche eines Obdachlosen. Ein bürgerliches Leben mit all seinen Herausforderungen bringe ich nicht, habe ich im Grunde nie gebracht. Das von mir zu verlangen wäre mein Untergang. Weil es dieses Leben aber gut mir meinte, mache ich Klappstuhl im Warmen anstatt Praterstern in der Kälte, höchstens ein Wochenbart statt Filz und eine Dusche täglich, statt Urin und Gestank. Auf den ersten Blick mache ich einen ziemlich gepflegten Eindruck. Würden sie mir meine Kulisse, einfach so wegnehmen, bricht mein Leben wie ein Kartenhaus zusammen. Ich würde mit nix auf der Straße stehen und keinen Schritt mehr machen und alle verweigern. Sich verweigern ist was anders als sich auflehnen. Es hat nix heldenhaftes oder erstrebenswertes. Man ist einfach an einen gewissen Punkt angelangt, an dem es einfach kein Zurück mehr gibt.

In Österreich gibt es eine bedarfsorientierte Mindestsicherung. Anspruch darauf haben österreichische StaatsbürgerInnen oder gleichgestellte Personen mit rechtmäßigem Aufenthalt. Diese Mindestsicherung steht jetzt im Mittelpunkt der Aufregung, weil auch Asylbewerber mit einem positiven Asylbescheid, ein Anrecht auf diese Mindestsicherung haben. Deswegen rückte diese Mindestsicherung immer weiter ins Zentrum des politisch-medialen Fokus. Die jährzornige Mittelschicht, die sich immer weiter in arm und reich aufsplittert, braucht Futter. Allein mit Panama lassen die sich nicht mehr beruhigen. Kritik an der Mindestsicherung ist immer auch Kritik an den Beziehern. Gediegenes Schattenweltbashing halt. Mindestsicherungsbezieher haben keine verschachtelten Lebenskonstruktionen hinter denen sie ihr Schicksal verstecken können. Die Lust auf die Schwächsten der Gesellschaft hinzu dreschen ist ungebrochen. Vor allem in Zeiten des Aufruhrs. Geht auch ganz einfach. Die sitzen vor ihren vollen Aschenbechern und schauen ausdruckslos ins Leere. Und wenn die das Wort Zukunft hören bekommen sie es mit der Angst zu tun. Die Kette der Menschlichkeit reißt zumeist an der schwächsten Stelle, aber der Fisch der beginnt immer am Kopf zu stinken. Einfach gesagt. Scheiße fällt immer nach unten. Für Alleinstehende beträgt diese Mindestsicherung in Wien derzeit 837, 76 Euro. Davon bestreiten sie dann ihren Lebensunterhalt. Wenn man davon das Geld für eine Warmmiete von 450 Euro abzieht (50 Euro unter der österr. Durchschnittsmiete), bleiben einem 387, 76 Euro in Monat. Durch 30 gerechnet sind das täglich 12,92… Euro. Wie sagt man so schön: Zum Sterben zu viel zum Leben zu wenig. Wenn man sich schön am Riemen der Bescheidenheit reißt, kommt man mit knapp 13 Euro täglich schon um die Runden. Die Mindestsicherung ist immer ein guter Grund und Ansporn endlich mit dem Rauchen aufzuhören. Kann man sich auf Dauer eh nicht leisten. Das Ziel der Mindestsicherung ist die Vermeidung und Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung und die Unterstützung beim Einstieg oder Wiedereinstieg ins Arbeitsleben. Auch bei derzeit knapp 500 000 Arbeitslosen. Staatsoper, Urlaub und solche Sachen gehen sich natürlich nicht aus. Aber für einen Filterkaffee vom Discounter und einen Kuchen zum halben Preis langt es allemal. Die Mindestsicherung ist an strenge Auflagen geknüpft. Erfüllt man diese Auflagen nicht wird einem die Mindestsicherung gekürzt/gestrichen. Die Mindestsicherung ist kein bedingungsloses Grundeinkommen, urteilten die Höchstrichter. Juristisch eine einfache und sichere Sache.

Die Höchstrichter des Verwaltungsgerichtshofs urteilten, dass die Mindestsicherung bei mangelnder Arbeitsbereitschaft ganz entzogen werden kann. Anlassfall: Ein Obdachloser der keinerlei Ambitionen für Maßnahmen gezeigt hat, die ihm die Wiedereingliederung in die Arbeitswelt möglich machen sollten. Ich finde auch dass man an einem Obdachlosen ein juristisches Exempel zu statuieren soll, damit das faule und zum Verantwortungslosigkeit neigende Unterschichtsgesocks, endlich einmal weiß wo der Zucht und Ordnungsbartl seine Rechtsstaatspeitsche herholt. Mir wurscht das ich jetzt Birnen mit Äpfel in einen Topf werfe. Werter Rechtsstaat, hochgeschätzte Höchstrichter. Können sie sich noch zufällig an die Pleiten der Hypo Alpe Adria/Kommunalkredit/ ÖVAG erinnern, für die die Steuerzahler (und die noch ungeborene Generation der Steuerzahler) aufkommen müssen, andere wollen nicht, die gerade durch die Nullzinspolitik der EZB, als Folge des CDOs-Collateralized Debt Obligation-Debakels, schon vergessen, um ihr Kleinstvermögen gebracht werden, egal wie niedrig die Inflation ist, die Kerninflation steigt, weil der Lehmann und seine Brothers, und all die übrigen Gauner und Halunken, beim Moral Hazard die Gäule der Gier durchgingen. Die machen heute alle schön Balkon mit eigenem Meerzugang, weil sie sich die Bedingungen für ihr verbrecherisches Handeln, juristischen belangt zu werden, einfach selber ins Regelbuch geschrieben haben. Gut 25 Mrd. Euro an Verbindlichkeiten haben sich da so nach und nach angehäuft. Das sind umgerechnet 29 841 482 Mindestsicherungsbezieher, wenn die nur ein Monat machen. Juristisch ging da ja nicht so viel. Der ehemalige Bankdirektor von der Hypo sitzt und ein Landeshauptmann hat sich im Suff mit dem Auto erschlagen. Aber sonst. Seit Monaten läuft im Parlament der Hypo-Untersuchungsausschuss. Aja also ich, pflegen die wenig auskunftsfreudigen und nur vermeintlich Verantwortlichen auf die Fragen der Parlamentarier im U-Ausschuss zu antworten, weiß von nix und an diesen oder jenen Sachverhalt habe ich keine konkrete Erinnerung mehr, und dort entschlage ich mich einer Antwort. Ich hab doch Rechte. Sie verstehen.

Im ärztlichen Gutachten soll stehen das der Mann eingeschränkt arbeitsfähig sei. So solle er etwa eine Alkoholfachberatung machen, psychotherapeutische Behandlung in Anspruch nehmen und sich wegen einer Wohnung informieren lassen. Nichts von dem wollte der Obdachlose erfüllen. Der Grat zwischen nicht wollen und nicht mehr können ist ja recht schmal er/finde ich. Keine Ahnung wer dieses ärztliche Gutachten geschrieben hat. Aber werte/r Gutachter/in. Der Mann lebt doch eh schon auf der Straße. Könnte man ja auch als Indiz/Anzeichen dafür sehen oder deuten, das dieser Mensch einfach nicht mehr kann. Denken sie der macht Straße aus purer Jux und Tollerei. A obdachloser Alkoholiker der sich zum Funktionieren nicht mehr eignet. Wie anmaßend, was für eine Bleidigung für eine Leistungsgesellschaft, die auf Selbstoptimierung getrimmt ist. Was an Karriereoptionen soll denn dieser Mensch noch machen wenn ich mal unschuldig fragen darf. Was schwebt ihnen denn da konkret so vor? CEO bei Google, Anwalt um VW aus dem Abgasdesaster heraus zu verhandeln, das Flüchtlingsdings lösen, den Südsudan befrieden. Der Scheißhausdämon ist eh auf 180 weil beim Südsudan medial nix weitergeht. Der sudanesiche Präsident Omar-al-Bashir, der eigentlich wegen schwerste Verletzungen der Menschenrechte, angeklagt werden soll, wurde vom serbischen Präsidenten Tomislav Nikolić ein Staatsorden verliehen, weil der die Unabhängigkeit des Kosovo nicht anerkennt. Das ist alles was medial derzeit über den Sudan läuft. Die Mindestsicherung, die der Mann seit 2012 bezog, wurde darauf immer wieder gekürzt, einmal um 75, einmal um 50 Prozent, dann gar nicht mehr ausbezahlt. Schließlich wurde der Mann darauf hingewiesen, dass die Hilfe für seinen Lebensunterhalt künftig um 99 Prozent gekürzt werde, wenn er die Auflagen weiterhin nicht erfülle. Der Bürgermeister der Stadt Salzburg kürzte per Bescheid die Mindestsicherung für den Obdachlosen um 99 Prozent. Da wird der werte Herr Bürgermeister endlich mal politisch und handelt. Das wird die sozialdemokratischen Stammwähler aber freuen und die Übergelaufenen zur FPÖ wird die Nummer auch wieder zurück ins Boot der Freundschaft holen. Irgendwie muss man ja die gut 340 Millionen Euro, die eine leitende Landesbeamtin verzockt hatte, ja wieder hereinbringen. Oder nicht. Nee befand das Landesverwaltungsgericht, zu drastisch. Kürzen wir nur um 87, 5%, dann wird der von seinem Wahn, obdachlos und sich die Leber kaputt saufen, schon noch ablassen. Bei dieser Berechnung bekomme man als Betroffener noch genug, um die absolut notwendigen menschlichen Grundbedürfnisse abzudecken, meinte das Landesverwaltunsgericht. Beim Obdachlosen wären das rund 76 Euro im Monat. Das sei hier angemessen, meinten die Salzburger Richter, weil beim Betroffenen eine „äußerst seltene und beharrliche Verweigerung des Einsatzes der eigenen Arbeitskraft“ vorliegt.

Weigert der sich der sich doch glatt beharrlich und will unverdrossen an seinem Unglück festalten. So ein unverschämter Kerl. Der von der Salzburger Landesregierung angerufene Verwaltungsgerichtshof betonte aber, dass man die Gesetze in Wahrheit noch strikter interpretieren müsse. Würde man nämlich nur eine Kürzung auf ein Achtel des Mindestsatzes zulassen, „so käme dies einem vom Gesetzgeber nicht gewollten bedingungslosen Grundeinkommen in dieser Höhe gleich“, erklärten die Höchstrichter in ihrem Urteil. Und stellten damit nun auch klar, dass die Mindestsicherung Arbeitsunwilligen zur Gänze entzogen werden kann. Wegen dem Volksganzen und so.

Mein Vorschlag das Problem gütig zur Einigung zu bringen. Fickt euch!!!

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Mittwoch, 6. April 2016
Nix mehr Ostergehopple-Blues
In Österreich gibt es einen Gassenhauer vom Wolfgang Ambros, kennt jedes Kind hier, und der beginnt so. Es lebe der Zentralfriedhof, und olle seine Toten.... In Thüringen beginnt des Lied sehr ähnlich. Nämlich: Es lebe der Verfassungsschutz und alle seinen Toten.....

Als der Ai Weiwei in seiner Aktionen noch China ans Bein pinkelte, habe ich dem seine Großkunst wirklich bewundert. Gegebenfalls auch nur weil ich Vorbehalte gegen Chinesen habe, die ich mir einfach nicht erklären kann, wobei ich schön langsam zur Überzeugung komme, die sind an die Örtlichkeit gebunden. In meinem Fall den Parterre. Könnte ich was mit Da Nang Vietnamesen vor Ort machen würde ich die Situation anders einschätzen. Der Strand in Da Nang ist unglaublich. Hat also gar nix damit zu tun das die Chinesen bald mal die führende Weltmacht sein werden und ich lieber von den Amis an der langen Leine durchs Leben geführt werde. Charlie Chaplin, Marylyn Monroe, McDonalds, Route 66, Miles Davies, Geronimo, John Wayne, Bruce Springsteen, 2. Weltkrieg, Vietnam, usw. Bevor ich später noch einmal auf mein China-Syndrom näher eingehe. Den Bruce Springsteen habe ich ja immer für einen glaubwürdigen Vertreter der Arbeitsschicht gehalten. Ein Working Class Hero. Der macht musikalisch doch schon immer die unteren Zehntausend. Sogar jetzt im Pensionsalter ist der noch in die Königin des Supermarktes verliebt. Ich will den großen Bruce nicht blöde ins Knie ficken. Ich hörte denn schon immer gern. Weiß gar nicht wie oft ich mit ihm schon runter zum River gegangen bin. Die Tochter vom Bruce, Jessica, scheint sich dem Arbeitermilieu das der Vater so gerne singend hochhält, doch a bisserl entfremdet zu haben. Die macht nur noch Springreiten. Was ja an sich nix verwerfliches ist. Ganz im Gegenteil. Springreiten, also den Versuch über Hürden drüber zu hüpfen, noch dazu mit einem Tier, muss auch wer machen. Ich komme ja nicht mal über die Bloghürde drüber. Die Jessica Springsteen ist überdies nicht nur eine ambitionierte Springreiterin, das war die UM2 mit ihrem Heimorgelgeklimbere auch, sondern ziemlich erfolgreich. Ende 2015 war sie die Nummer 55 der Weltrangliste. Ich war mal die Nummer 2 Österreichs. Eh nur in einer Randsportart und da auch nur in der Kategorie Jugend B. Von diesem frühen Erfolg habe ich mich nie mehr erholt. Sie kommen schon mit das ich Schmäh führe oder? Springpferde auf Weltklasseniveau sind angeblich eine ziemlich kostspielige Angelegenheit. Alles kein Problem. Das Geld für die teuren Vierbeiner, die mit wesentlich gesünderem Zeugs gefüttert werden als der Durchschnittsamerikaner, verdient eh der Daddy mit Songs über das karge Leben von Arbeitern. Die macht auch Goadfather. Bruce, alter Fuchs, komm adaptier mi. Dann mache ich schön Balkon mit Meerblick und nicht mehr diese Scheiße hier. 24-36 Klicks. Sind sie noch zu retten. Ich bin besser. Nur wollen sie das nicht wahrhaben. So ein Klassegaul geht ja in die Millionen habe ich gelesen. Eine Analogie zu Frauen verbiete ich mir tunlichst.

850 000 Dollar. So viel musste der Bill Clinton einst in einem Vergleich an die Paula Jones abdrücken, weil die ihm einen geblasen hatte. Natürlich nicht freiwillig sondern auf Verlangen. Welche Frau will schon den mächtigsten Mann der Welt freiwillig an die Nudel. Die Marylin Monroe musste einst auch schwer unter Drogen gesetzt werden. Die musste gefügig gemacht werden um den John F. von der Kuba-Krise abzulenken. Das Geburtstagsständchen hat sie auch nur unter Zwang gebracht. Sieht man doch auf YouTube sofort. Aus freien Stücken machen Frauen nix mit mächtigen Männern. Niemals. Der übelst zerknitterte, 147 Jahre alte und 97 cm hohe Bernie Ecclestone ist da eine seltene Ausnahme. Oder fragen sie den Willy Brandt. Der litt schwer darunter das er nicht an die Weiber ran kam. Selbstbewusste Frauen gehen heute einfach so durch die Straße, in der ganz zufällig ich wohne und denken sich, jö schau da wohnt ja der Schizophrenist. Das ist halt noch ein richtiger Kerl. Wixt sich seit 2 Jahrzehnten vor dem PC einen. Muss doch nicht sein. Den besuche ich jetzt und dann lutsch ich ihm einen das den Stimmen im Kopf hören und sagen vergeht. Danach verlangtes mich jetzt. Für 850 000 Dollar hätte man 1998 schon einen ganz brauchbaren Gaul bekommen. Was aus der guten Frau Paula wurde. 10 Jahre später posierte sie fürs Penthouse, weil sie Steuern auf ein Haus schuldete, das sie mit dem Geld aus dem Vergleich bezahlt hatte. Auf Wikipedia steht. 2008 betrieb sie kurzfristig zusammen mit Gennifer Flowers die Webseite genniferandpaula.com, auf der sie Videos mit Indiskretionen, Klatsch und intimen Details über Bill Clinton zum Verkauf anboten. Vielleicht verstehen sie jetzt warum ich für die Emanzipation der Frau aus solchen Verhältnissen bin. Das Abkassieren von Reichen, Berühmten, Stars und Celebrities, ist ja heute zu einem eigenen Berufszweig geworden. Sportler eignen sich dafür hervorragend. Die haben Millionen in der Tasche, sind in der Regel nicht die Hellsten und andauernd geil. Nicht nur Männer werden da zu Opfer. Denken sie nur an die arme Frau Klatten. Die hat mir wirklich leid getan. Hochwohlgeborene Frau Klatten! Bitte adoptieren sie mich, oder fördern sie mit einer ihrer Stiftungen wenigstens meine Kleinstkunst. Mit Bloggen wird das nix. Blogger.de ist mein Kleinstkunstgrab in das ich mich mit jedem geschriebenen Wort tiefer eingrabe. Ich gehe hier unter. Anstatt gelesen werde ich von Säuferinnen gelöscht. Wo war ich. Ach ja bei den Chinesen.

Heute habe ich gelesen dass die Chinesen eigentlich ein recht schmuckes Völkchen sind, die gerade kollektiv individuell werden. Was es in diesem pulsierenden China, das der Fritz Lang in seiner Kunst hellsichtig wie selten voraus ahnte, nicht schon alles an verschiedenen Milieus geben soll. Da wären einmal die Baifumei. Wörtlich, weiß, reich und schön. Das Selbstbewusstsein einer Baifumei beruht auf ihrem Selbstbewusstsein, ihrer Bildung und ihrer wirtschaftlichen Unabhängigkeit. Wie bei mir. Das männliche Gegenstück zur Baifumei ist der Gaofushuai. Beim abschreiben bemerke ich gerade tu ich mir fast noch schwerer als wenn ich einfach nur so herum kritzle. Ein Gaofushuai macht ähnliches wie die Baifumei. Ob die auch Beischlaf haben steht da nix. Wirtschaftlich herausragend sind die Fu`erdai. Das sind die Reichen der zweiten Generation seit der Einführung der Einkindpolitik Ende der Siebziger. Unter den Kindern der Aufschwungsprofiteure sind die Tuhao die konsumsüchtigsten. Die machen auf Protz. Verlierer gibt es auch aus dieser Generation, die Qiong`erdai. Die auffälligste chinesische Subkultur hat sich am unteren Rand dieser Gruppe gebildet, die Shamate. Die mache Sex Pistols nur ohne Queen. Sennü gibt es auch. Das sind Waldfrauen, Naturliebhaberinnen, die vornehmlich in chinesischen Megastädten leben und deren ganzer Stolz ein kleines Gärtchen ist. Dort züchten die Antilopen und Panzerabwehrraketen, die natürlich nachwachsen. Am interessantesten fand ich den überzeichneten, comichaften Look, einer Yu Yie, einer kaiserlichen Schwester. Der Ausdruck, steht da, bezeichnet die reife, erotische Variante der sonst eher niedlichen Frauentypen aus der Manga-Kultur. Siehste geht sogar was mit Titten in China. Eine Xiaoquingingxin-Bewegung, soll es auch geben. Das sind Einkaufhippies. So ich kann ja nicht den ganzen Artikel abschreiben. Immerhin geht es hier um das Werk des Schizophrenisten. Das wäre mal was. Ich mach nur noch covern. Und dann steht da, gibt es noch die berüchtigten Parterre-Chinesen. Diese kleinen Scheiße sind nix davon. Die schauen aus wie China, 3 Wochen nachdem der Mao gestorben war. (ratlos erleichtert, hahahaha) Wenn ich das richtig verstehe, hat das großartige China seine schlimmsten Langweiler, oder treuesten Parteisoldaten, bei mir in der Bronx abgeladen. So eine Scheiße. Ich habe ja nicht nur die grauesten und hässlichsten Chinesen am Hals, die das große stolze Land mit seiner jahrtausendealten Hochkultur zu verschenke hat, nein, bei meinen türkisch-stämmigen Mitmenschen sieht es nicht viel besser aus. Oh, schwärmen immer alle, in Istanbul gibt es eine westlich geprägte, offene und liberale Mittelschicht. Das sind ja ganz wunderbare Menschen, die sich in ihrem ganzen Habitus kaum von uns Westeuropäern unterscheiden. Wenn du in Istanbul bist musst du unbedingt ins Reina gehen. Die Atmosphäre, die Location, der Ausblick, einfach sagenhaft. Aus diesem liberalen und weltoffenen Milieu, das einen sehr gemäßigten Islam praktiziert, stammen ja viele Gezi-Park Demonstranten von 2013. 244 Regierungskritiker wurden danach verurteilt. Vier Mediziner wurden zu zehn Monaten Gefängnis verurteilt, weil sie "eine Moschee beschmutzt" haben sollen. Sie hatten in dem Gebetshaus verletzte Demonstranten behandelt. Blablabla. Die Bronx hier, wenn ich aus dem Fenster schau, weiß nix von diesem liberalen und weltoffenen Istanbul. Bei mir in der Straße laufen andauernd nur streng gläubige Wahhabiten durchs Bild. Türkische Paschas, die sich andauernd auf offener Straße abbusseln und meine Freiheit mit ihren Gebetsketten züchtigen. Alte türkische Frauen habe ich auch in der Auslage, die wie orientierungslose Pinguine herum watscheln, während die Jüngeren Kopftücher tragen, wie die Nazis Stahlhelme. Funktion haben die auch eine und zwar gebären. Yu Yie, Reina, Gezi-Park, Ausblick, Fehlanzeige.

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Ich wurde gelöscht
Nix mit UM2 oder leibliche Mami.

Tiefer geht es nicht mehr. Jetzt löschen mich schon Schattenwelt-Kombattanten. Die olle Tante vom Tagebuch einer Säuferin musste da korrigierend eingreifen. Wegen Image oder Angst das ich ihre Aufwärtsmobilität gefährde. Klug wie ich bin ging ich natürlich davon aus das die das macht. Hier der Grund für die Aufregung. "Verstehe ich auch nicht. Ich bin schizophren, seit 17 Jahren schwer auf Tabs und schaffe auch Zug, oder Stadion. Und wenn ich Wein trinke kriege ich Halluzinationen. Sogar Schwerstbehinderte schaffen es ins Stadion. Die sitzen dann beinahe am Rasen und haben Spaß wenn die Eintracht absteigt und die Lilien drin bleiben. Du schaffst ja gar nix mehr. Ich habe einen Kumpel von der Insel, der hat sich im Suff sogar angepisst und der schafft Rad. Und ist 67zig. Musst du eigentlich immer jammern und deine Tavor heilig sprechen. Die liegen bei mir nur so herum. Soll ich dir ein Foto schicken. Dir fehlt doch nix. Schreibt das du Partys oder Feste ohne Probleme schaffst und dort recht a Hetz hast, aber Zug und Stadion geht nicht. Der Derrick hätte dich schon längst aufs Präsidium bestellt, kurz nach neun".

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Freitag, 1. April 2016
Nix mehr Ostergehopple-Blues
So weiter geht es unter Strich. Über die Tücken des Kleinstkunstgewerbes. Mich müssen sie sich wie einen Greißler/Tante-Emma-Laden vorstellen der es mit Walmart aufnimmt. Metro geht auch oder Aldi-Süd.

Vorwand, nein Vorhang: Das Terror und Flüchtlingsding
überragt ja derzeit jedes andere Thema. Gibt aber so kleine Gaunerei-Nebenthemen, die einen doch zu denken geben. Ich bin immer froh wenn mir etwas zu denken gibt. Denn so denke ich immer nur an Sachen wie trink ja nicht aus der blauen Tasse Kaffee, ziehe ja nicht den helleren Socken rechts an, den Tag überlebst du nicht das war es, und das was, heiliges Blechle nicht, das ist eine Trettmine, der Aufzug stürzt ab, ganz sicher heute, im Postkasten liegt eine Bombe und das Ding da draußen vor der Wohungstür nennt sich Hausflur, hörst du Mongo Hausflur. Ich kopiere aus meiner Q-zeitung und füge ein."Laut Transparency International gilt das Gesundheitssystem als besonders anfällig für Bestechung. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz geht davon aus, dass in Deutschland durch Korruption im Gesundheitswesen ein Schaden von jährlich 18 Milliarden Euro entsteht". Mit der Kohle könnte man aber einige Flüchlinge umerziehen. Blablabla. Q-Zeitung: "Jeder Arzt, der von Pfizer Austria eine geldwerte Zuwendung bekommen hat, wurde um sein Einverständnis für die Offenlegung gefragt. Doch bislang stimmten nur 50 Prozent der Mediziner zu". Wollte gerade herausfinden ob die Ärzte noch den "Hippokratischen Eid" ablegen müssen. Na 50% der Ärzte scheinen diesen Eid eh abgelegt zu haben wie ein dienstfreier Pfarrer seine Stola. Die Ärzte machen heute weniger Hippokratischen Eid, und auch nicht Nauheimer Gelöbnis, sondern eher Genfer Gelöbnis von 1949, oder 1968, Code of Medical Ethics 1949 kann man anscheinend auch machen. Dann wäre da noch der Resolutionsentwurf über die Reche des Kranken 1976, die Deklaration von Lissabon 1981, die "Bill of Rights" der A..................... Oder sie machen 18 Mrd. Jährlich.

In der Bronx des Lebens, wo niemand da sein will der sich dein depressives Geschwafel anhört, abseits gewisser rhetorischer Floskeln, macht es keinen Sinn sich zu lange in melancholischer Selbstbespiegelung zu begaffen. Einfach gesagt. Sind sie Schattenwelt lassen sie das lieber. Zu gefährlich. Nicht jeder kann sich das Ursache-Wirkung-Ding zumuten. Da hat was von einer Sprengfalle. Wenn sie sich mühe geben kommen sie vielleicht dahinter warum die Sprengfalle da liegt, nur drüber gehen müssen sie trotzdem. Das segensreiche Ausweiden seiner psychischen Defekte ist nur was für Lichtmenschen. Die können sich das leisten und sich in ihrem Leid suhlen wie die Biene Maya im Zeichentricknektar. Nehmen sie nur den Abu De. Der ist auch Schattenwelt. Gegen dem seine Schattenwelt ist meine beinahe ein Kindergeburtstag. Seit 3230 Tagen macht der jetzt Stimmen die sogar sein Arschloch zu stopfen. Kaputt wie der arme Kerl ist kann der noch weitere 3231Tage Stimmen machen. Die Welt wird die Lautstärke in seinem Kopf nicht runter dimmen. Weil ich dieser Welt nicht allzu viel Entgegenkommen zutraue mache ich lieber Seroquel. In der Schattenwelt hat man für das Ausweiden seiner Gebrechen nicht das entsprechende Umfeld. Es fehlt das Publikum. Bulimie muss man sich leisten können. Schattenwelt bedeutet alles Mögliche zu versuchen, seine Defekte auf kleinstmöglicher Flamme dahin köcheln zu lassen. In der Lichtwelt kann man sich Momente absoluter Schwäche und Bedürftigkeit durchaus immer wieder mal zumuten. Da können sie sich immer mal wieder willenlos den Versuchungen und Verlockungen der Welt hingeben und dabei beinahme umkommen. Unten drin niemals. Da kommen sie um. Vor ein paar Jahren habe ich mal auf der Geburtstags-Party vom Hobbit-Anwalt ein 1/8 Rotwein getrunken. Hatte ich in der Nacht optische und akustische Halluzination. Ich sah alles Mögliche. Komische Fratzen, schwebende Frankfurter, eine Stimme die wirres Zeug quasselte, einen dahin kullerenden Autoreifen und weiteres Zeugs. War niemand da der mir mein Händchen hielt. Seit dem habe ich nie mehr ein 1/8 Wein getrunken. So funktioniert Schattenwelt. Jeden Tag ein gesundes 1/8 Wein und ich zerfalle früher oder später, eher früher, in meine Bestandteile, oder ich verschwinde wie ein kleiner Planet im Urinal eines schwarzen Lochs. Unten drin braucht man einen Panzer und eine große Portion Verzwergung. Ideal ist es natürlich wenn man vom klein auf so eine Leben hingetrimmt wurde. Die Fallhöhe darf nicht hoch sein. Müssen sie so machen wie ich. Mir hat die Diagnose „Schizophrenie“ das Leben gerettet. Meistens läuft es anders herum. Bei den Leuten hinterlässt die fehlende Fallhöhe natürlich kaum Eindruck. Die wollen immer Fallhöhe und großes Drama, aber das ist ja nicht das Thema. Falls sie mal im Leben schwer unter die Räder kommen oder schon immer in der Fahrspur der Räder lebten, weswegen sie im zerknitterten Aus dahin sülzen. Ertrinken sie ja nicht in weinerlichem Selbstmitleid. Das ist ihr Untergang. Halten sie mit ihren bescheidenen Mitteln dagegen solange sie können. Vom sehen kenne ich da ein altes Mütterchen. Das Leben hat die total zusammengestaucht. Die ist so vereinsamt dass das Selbstgespräch die natürliche Form ihrer Kommunikation ist. Das Selbstgespräch, diese Art der Verzwergung, hält sie am Leben. Die fehle Zuwendung, durch das Gegenüber, macht die einfach gleich mit. Ihre Umwelt nimmt die nur noch in ganz kleinen Ausschnitten wahr. Die macht immer nur ganz kleine Dosen. Das ist große Lebenskunst. Alles was darüber hinaus geht würde sie nicht überleben. Die ganze Welt fühlen wollen, ist nur was für Anfänger, die aus dem Vollen schöpfen. In der Schattenwelt kommt niemand und kratzt dir den Dreck von der Seele. Damit muss man sich abfinden. Hat man das verstanden, dass sich niemand wirklich für einen interessiert, bleibt hoffentlich noch genügend Zeit, um über die Verhältnisse zu fluchen. Da gibt es immer gut zu tun.

Thema. Kleinstkunst. Weil ich alles andere in diesem Leben nicht mehr sein kann außer vielleicht schizoaffektiv-psychotisch und mit a bisserl Glück alt, bilde ich mir ein, ein bloggender Kleinstkünstler zu sein. Für Großkunst habe ich einfach nicht das Format. Heute musste ich meinen BG-Kumpel fragen wie man den Ort nennt wo im Haus die Postkästchen an der Wand hängen. Hausflur heißt der Ort angeblich. Wie soll man sich vernünftig ausdrücken wenn einem nicht einmal das Wort Hausflur in den Sinn kommt. Sie wissen ja. Wittgenstein sagte: „Die Grenzen meiner Sesxualität, nein Sprache sind die Grenzen meiner Welt“. Ohne Hausflur fällt die Welt unweigerlich in sich zusammen wie die Anklage einer Staatsanwaltschaft der Moral mit dem Gesetzbuch verwechselt. Ohne Hausflur geht nur noch a bisserl Kleinstkunst.
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Auch schön oder. Kleinstflächen muss auch wer beackern. Kleinstbauern in Afrika machen seit vielen Dekaden nur Kleinstflächen und beschweren sich auch nicht. Diese Kleinstbauern haben einen ökologischen Fußabdruck wie hier ein Fötus in der siebenten Woche mit Verdacht auf Trisomie 24. 21 schreib ich nicht. 21 wäre mongofeindlich. Die würden sich schon beschweren wenn sie nur wüssten wo. Erste Adresse im Ausland falls einem die einheimischen Bonzen nicht zu Wort kommen lassen: WTO-Welthandelsorganisation. Centre William Rappard, Rue de Lausanne 154, CH-1211 Geneva 21, Switzerland. Ich versuch ja Kassiber-Kunst, auf kleinstmöglichen Raum, immer feste dem guten Geschmack der heilen Welt in die Rippen rein. Nur spüren diese kleinen Scheißer so gut wie nix. Mir fehlt es an Durchschlagskraft. Das Problem von Kleinstkunst, neben der fraglichen Qualität, ist natürlich die öffentliche Wahrnehmung. Die herzustellen ist unglaublich schwierig. Wer klug ist macht Facebook-Kleinstkunst. Über Facebook könnte was gehen. Mit a bisserl Glück wird man dort bald mal herumgereicht wie ein lustiges Kätzchen das seinen eigenen Schwanz jagt. So ein südsudanesisches Mahnmal hätte dort wahrscheinlich eine ganz andere Wirkung als hier. Nur Facebook kann ich nicht, will ich nicht, bring ich nicht. Jemanden auf Facebook adden ausgeschlossen. Ich weiß nicht wie das geht. Ich weiß wie man jemanden beschimpft oder fragt ob da was mit Titten gehen könnte, charmant natürlich, aber wie man jemanden addet bringe ich einfach nicht. Allein schon der Gedanke überfordert mich. Öffentlich wahrgenommen zu werden ist als Schattenweltmensch, der aus dem sozialen Leben herausgeschnitten wurde wie ein Appendix, kaum noch möglich. Eitrig war der sagten sie mir. Ich weiß von nix. Es gibt heute zu viele Spielarten von Großkunst, die vor einem herumstehen wie Bergketten. Eine davon ist der Terror. Seit die Türme des World Trade Centers einstürzten, hat sich der Terror eine eigene Kunstkategorie geschaffen, die von den Medien entsprechend rezipiert wird. Je grausamer die Täter vorgehen umso eindrucksvoller das Kunstwerk. Liegt an der Art Berichterstattung. Die ist hyperpersonalisiert. Als Terrorist kommt man heute schon auf seine 15 Minuten Ruhm. Anstatt die Berichterstattung über Terroristen entpersonalisierter zu gestalten, machen die Medien genau das glatte Gegenteil. Noch der allergrößte Terroristen-Trottel, der es zuvor gerade mal zu einer gescheiterten Kleinstkriminellen-Karriere brachte, kommt in der Berichterstattung groß heraus. Das ist widerlich. Wie blöde muss man den sein das man sich einen Bombengürtel um die Wohlstandswampe schnallen lässt, ein Ticket in die Hand gedrückt bekommt, und dann auf den Auslöser zu drückt, weil sich die Jungfrauen im Himmel für den Neuankömmling extra die Schamhaare wachsen lassen. Wie alt ist man normal wenn man an so einen Schmarren glaubt. Rotkäpchen oder so hab ich mit vier gemacht. Ein einfaches Beispiel. Geben sie in die Suchleiste bei Google „breiv“ ein oder „ander“ und sie werden schon sehen was geschieht. Geben sie hingegen den Kleinstkünstlerbegriff „Der Schizophrenist“ ein, fällt dem Google-Algorithmus nix dazu ein. Gar nix. Da schlägt der ihnen nix vor. So klein und unbedeutend ist mein Kleinstkunstwerk. Der Google-Logik folgend, die ja nur die Interessen der Leute wiederspiegelt, müsste ich um einen gewissen Bekanntheitsgrad zu erlangen nicht schreibend an meinen Untergang festhalten sondern mordend. Am gescheitesten wahllos und so viele wie möglich. Ihresgleichen müsste ich einfach so abknallen. Mach ich aber nicht obwohl im Camus "Der Fremde" gelesen habe. Ich nehme artig meine Tabletten und schlage mich durch ein Dickicht der Sprachlosigkeit, übel ins Knie gefickt von der Schizophrenie, und schieße auf die Leute mit Platzpatronen. Mit Platzpatronen. Total lächerlich.

Gelingt einem zur eigenen Überraschung dann und wann doch ein ganz brauchbares Kleinstkunstwerk, geht diese Kleinstkunst in der Regel im narzisstischen Gejaule der anderen unter. Unerträglich wenn Leute schreiben das sie nicht genau wissen was sie fühlen sollen, oder das diese Gefühle von ihre Beschaffenheit her, nicht so recht zum Inhaber passen. So ist das halt mit Gefühlen. Die lassen sich nicht immer so leicht einordnen. Aber was machen die Leute. Anstatt die froh sind, das sie die Freiheit haben alles Mögliche zu fühlen, beschweren die sich immerzu über die Qualität ihrer Gefühle. Oder das sie am Morgen etwas anders fühlten als dann hinten hinaus. Wenn sie ganz große Gefühle wollen gehen sie ins Kino oder lesen sie ein Buch. Musik tut es in der Not auch. Und dann hängt diese Kleinstkunst ganz schief im Orkus des Internets weil die Wirkung ausbleibt. Das ist ziemlich besorgniserregend, denn auch Kleinstkunst muss gefühlt und gedacht werden. Eine alte Regel besagt, „Ober sticht Unter“. Großkunst fickt Kleinstkunst immer ins Knie. Großkunst macht raumergreifende Schritte und übergroße Flächen. Die schmieren alles voll. Der großartige Schriftsteller Imre Kertész ist verstorben. Der war kein Großkünstler, nicht in seinem Habitus, sondern ein ganz großartiger Schriftsteller, bescheiden beinahe bis zu Selbstverleugnung. A bisserl kaputt war er auch. Zuerst die Nazis, dann die Kommunisten. So ein Mensch verunmöglicht keine Kleinstkunst. Der ist einfach eine ganz eigene Liga, eine ganz eigene Kategorie. Der Imre Kertész und ich hatten sogar eine Zeitlang was gemeinsam. Beiden keinen Führerschein. Als Holocaust-Clown hat er sich beschrieben. Die ganze Holocaust-Erinnerungsindustrie ist im übel aufgestoßen. Hüpfen da in Berlin auf einem Mahnmal herum, schießen Selfies, oder lassen alte Menschen in gestreiften Kostümen an den Stichtagen des Erinnerungszwangs durch die leere Kulisse eines KZs humpeln. So jetzt haben wir den 27.Jänner war da nicht was. Und schon setzen alle ihre Betroffenheitsmasken auf. Mich nerven ja weniger Großkünstler, wird schon seine Richtigkeit haben warum die so groß sind, sondern wie das System Großkunst-Medien alles in den Leuten niederwälzt.
Die sind so auf Großartigkeit getrimmt das sie für das Kleinartige keine Gefühl mehr haben. Sie werden es nicht für möglich halten, es dreht sich schon wieder alles um den kleinen dicken Chinesen Ai Weiwei. Der gute Mann ist ja zweifelfrei und unbenommen ein weltberühmter Großkünstler. Derzeit macht der nur noch Europa und Flüchtlinge. Wenn ein berühmter Großkünstler, Flüchtlinge und das ganze Drumherum macht, bleiben einem Kleinst und Kassiberkünstler nur noch Brotkrumen. Das liegt in der Natur der Sache. Vielleicht kennen sie meinen Scheißhausdämonen, der die Sachen vom toten Jungen vom Strand in Bodrum aufträgt und derzeit dreimal am Tag Chop Suey bestellt und Frühlingsrollen, einen ganzen Stapel, bei einem Chinesen, der derzeit noch gar keine Küchengeräte im Laden stehen hat. Ich sagte heute zu ihm hör mal, die Frühlingsrollen stinken fürchterlich, machen wir Obergrenzen, 35 Stück am Tag. Er, nee nix Obergrenze, höchstens Richtwert. Jetzt habe ich ein Gutachten in Auftrag gegeben. Laut Artikel 72, steht da drin, wird eine Notstandklausel wirksam, wenn zur Aufrechterhaltung einer gesunden Darmflora, ein ordentlicher Stuhlgang notwendig wird, der im Hausflur ein ähnliches Bouquet verbreitet wie die eingekochten Kutteln von der total verzwergten Frau vom anatolischen Pascha. Die ist wirklich total nett bilde ich mir ein, aber ich wette die weiß nicht das Österreich eine Demokratie ist und das hier Frauen Männer rechtlich gleichgestellt sind. Die weiß wahrscheinlich nicht einmal wie die Straße heißt in der sie lebt. Ich oft auch nicht. Kurs 1: O,998. Mehr kann ich ihnen nicht anbieten. Erinnert an die EZB. Wenn sie dort als Geldmagier Kohle bunkern bekommen sie derzeit einen ähnlichen Kurs. Nennt sich Strafzins. Die von der EZB machen jetzt auch noch Unternehmensanleihen. Kaufen die auch auf. Sagt ihnen nix. Stellen sie sich vor sie kaufen beim Saturn/Media, die zur Metro Gruppe gehören, einen neuen Fernseher auf Kredit. Unter Umständen landet dann ihr offener Kleinstkredit, verpackt in einem größeren Paket, bei der EZB. Wenn sie davon spitz bekommen, was eher nicht der Fall sein wird, stellen sie sofort ihre Zahlungen ein. Und den Kuckuck-Menschen vertreiben sie mit einem nassen Fetzen. Der Fall das sie ihr Gerät behalten können ist gar nicht mal so unwahrscheinlich wenn die Inflation nicht anzieht. Noch lustiger wäre es wenn alle Kleinstkreditnehhmen, die mit den Raten ihren künstlich geschaffenen Wünschen nicht mehr hinterherkommen, ihre noch nicht bezahlten Haushaltsgeräte vor der EZB auskippen. Was die von der EZB dann wohl machen würde? Wie die das von der EZB machen das die alles aufkaufen. Die drücken ein paar Zahlen in die Tasten und schon haben sie Geld. Nennt sich Alchemie. Habe ich auch versucht und was in die Tasten gedrückt. Dort steht jetzt "fickt euch". Ich sollte mir auch eine höchstpersönliche Anleihe drucken, etwas mit Blumen drauf oder Piraten, und denen von der EZB anbieten. Vielleicht geht was. Unter normalen Umständen schaffe ich es nie zu einem Balkon mit Meerblick. Gestern wurde mir mal wieder bewusst das dieses Wien im Grunde mein Grab ist. Ich komme von hier höchstwahrscheinlich nicht mehr weg. Nicht lebending. Wenn es der Hobbit-Abwalt oder der S. gut mit mir meinen streuen die meine Asche von den Toren der Stadt aus. Muss ich mich aber gut benehmen. Drei Hausärzte, bei denen ich meine Tabs hole, mehr schaffe ich nicht. Die Erste ging dann bald einmal in Pension. Die saß dann beim Wirten um die Ecke, mit ihrer besten Pensions-Freundin, bei einem gepflegten Ruhestand-Achterl an der Theke. Hat die in ihrem gepflegten Damenspitz ihrer Freundin meinen Werdegang gesteckt, während ich neben ihr auf meinen Kebab mit Alles wartete. Blöde Fotze. Lief dann darauf hinaus, das ich ihr zu verstehen gab, das ich mit alten verknitterten Schachteln nix mehr mache. Das gehört sich nicht. Das war es dann. Schauderhaft oder. Jetzt bin ich selbst in einem Alter das die Jungen nix mehr mit mir machen. Es ist das Grauen, das nackte Grauen.
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