Montag, 18. Januar 2016
Industrie 5.1. Wie es kommen muss damit wir nie mehr hackeln/arbeiten müssen
Allianz-Chef Oliver Bäte: "Alles was automatisiert werden kann, wird auch automatisiert werden".

Industrie 4.0. sagt ihnen sicherlich was. Die Industrie 4.0 ist eine Reaktion auf den Trend industrielle, technische Prozesse und Technologien mit dazugehörigen Geschäftsprozessen durch Informations- und Kommunikationstechnologien umfassend miteinander zu verknüpfen. Nach der Mechanisierung, der Elektrifizierung und der Digitalisierung der Industrie kommt nun der nächste Entwicklungsschritt der industriellen Revolution – ad-hoc vernetzte, dezentrale, echtzeitfähige und selbstoptimierende Produktions- und Logistiksysteme. Eine zielgerichtete, kompetente Umstellung der Produktion ermöglicht Unternehmen künftig eine zunehmend schlanke, dezentrale und flexible Produktionsplanung und Steuerung. Behauptet zumindest das Frauenhofer-Institut.

Im Netz wimmelt es nur so von wissenschaftlichen Arbeiten über die Industrie 4.0. Ich könnte ihnen jetzt eine Stunde aus diesen Studien vorlesen. Mach ich natürlich nicht. Nicht einmal um sie zu ärgern. Mir ist bewusst dass ihre Lebenszeit äußerst kostbar ist. Zumindest für sie oder ihrem Chefe weil sie eine Arbeitskraft mit außergewöhnlichen beruflichen Qualifikationen sind, für die sich auf die Schnelle nur schwer vernünftiger Ersatz auftreiben lässt wie z.B. für den österr. Bundespräsidenten. Der wird bei uns als Grüss-Anton verspottet. Auch in österr. Qualitätsmedien. Muss doch nicht sein oder? Ich kann ja nix, außer im Klappstuhl sitzen. Aber das wissen sie ja bereits. Leute abzocken vielleicht. Das kann ich. Dafür habe ich ein Talent. Meine Nerventante, eine Seele von Mensch, hat mir mal wieder diese Histamin-Tabs besorgt, wegen meiner Intoleranz. Hat sie gleich zwei Dosen mitgebracht. Und dann bemerkte sie so ganz beiläufig, sie wisse nicht mehr was die Dinger kosten und ich soll ihr einfach die Kohle rüberschieben. Ich glaube so einen Vorgang nennt man Vertrauen. Oh, dachte ich mir, jetzt könnte ich meine NT, die ja eine Seele von Mensch ist, schön um ein paar Euro übervorteilen. Weil ich offensichtlich mit dem Bewusstsein eines Gauners ausgekleidet bin, ohne genau zu wissen warum, sah ich mich gezwungen bis genötigt, wieder einmal gegen meine eigene Schlechtigkeit und Verdorbenheit aufzulehnen. Aus Strafe für meine sündige innere Verfasstheit, habe ich den Rest von Katholizismus in mir auf und abgerufen und im Beichtstuhl meines kleinstbügerlichen Restgewissen gleich einmal ordentlich Buse getan und mehr gezahlt. Um die Kirche im ausgestorbenen Dorf zu lassen, genau 14 Cent (und nicht 60 Cent) habe ich draufgelegt. Ist doch auch was oder? ich finde der Mensch sollte ja noch immer an seinen Taten gemessen werden. Ein schnelles Beispiel: Gestern in der U-Bahnstation ging ein Typ mit Rucksack an mir vorbei. Die schizoide Stimme in meinem Kopf warnte mich eindringlich, "achtung Killer, Selbstmordattentäter!!!. Der sprengt sich". Anstatt den Typen auf die Gleise zu stoßen oder dienstunfähig zu behandeln, bin ich einfach in einen anderen Wagon eingestiegen. Ich bin doch ein guter Mann. Nur kriegste nie ein Lob dafür. Sie könnten mich ruhig einmal über den Klee loben weil ich so viel schreibe. Haben sie immer schön was zu tun mich zu ignorieren. Bei den Klicks läuft ja noch immer nix.

5 Millionen Jobs sollen, laut einer unveröffentlichten Studie des Weltwirtschaftsforums, durch die Digitalisierung und Robotersierung – Industrie 4.0 bis 2020 verloren gehen, obschon gleichzeitig 2 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Logisch das ich mich jetzt frage wie es möglich ist das ich aus einer unveröffentlichten Studie vorlese, die ich gar nicht kenne. Egal wer wird denn gleich so kleinlich sein. Eine Deloitte-Untersuchung über das Automatisierungspotenzial aus dem Vorjahr soll zu dem Schluss gekommen sein, dass auf Sicht von 20 Jahren jeder zweite Arbeitsplatz gefährdet sei. Diese Untersuchung deckt sich damit mit Aussagen deutscher Industriemanager, die in ihren Unternehmen (etwa bei VW) den Wegfall von 50 Prozent der Produktionsarbeitsplätze vorhersagen. Wobei böse Zungen unken die Jobs bei VW werden derzeit aus ganz anderen Gründen zur Konkurrenz verlagert.

Bevor ich ihnen noch eine ¼ Stunde aus der Zeitung vorlese. Das Problem mit den Maschinen ist ja nicht nur das es die gibt und dem Menschen die Arbeit streitig machen, weil die ein Garant für genormte Zuverlässigkeit sind, sondern das diese Blechkisten kaum etwas verkonsumieren. Maschinen sind äußerst genügsame Konsumenten. Die brauchen z.B. kein 4 lagiges Klopapiere mit Vanille-Duft und Blumenmuster oder eine schöne Seife weil man Durchfall hat. Mit Cremen zum straffen der Haut wissen Maschinen auch nicht viel anzufangen. Botox völlig sinnlos. In Urlaub fahren die auch nicht. Mode, Styl, was glauben sie wie viel der Mensch Kohle ausgibt um hipp auszusehen, tut sich auch nichts. Außer sie sind Deutscher. Der Modemacher Vladimir Karaleev sagt über die Deutschen: „Die wollen immer als Erstes wissen, ob ein Kleidungsstück wasserdicht sei“. Sicherlich, ein schönes Cocktail-Kleid muss schon auch wasserdicht sein, falls ein Rauschiger (Betrunkener) was drüber kippt. Diese Liste ist schier undendlich. Nicht einmal auf ein schönes Tofu-Schnitzerl oder ein Stück Sachertorte haben Maschinen einen Guster (Appetit). „Einmal Kebab mit alles“, der eigentliche Schlachtruf des Postmoderne auch eher unwahrscheinlich. Oder ein Packerl Tschick um 18 Euro. Wie sollen man denn da die Sozialsysteme am Laufen halten, die ja überwiegend aus Steuern und Abgaben gespeist werden, wenn die Roboter und Maschinen so genügsame ZeitgenossenInnen sind. Die Idee dieses Problem erfolgreich zu lösen ist ganz einfach. Nach der Industrie 4.0 braucht es eine Industrie 5.1. Industrie 5.1 bedeutet das Roboter und Maschinen so programmiert werden, das die auch konsumieren wie Menschen. Und zwar hemmungslos. Sogar Slipeinlagen und Christbäume. Industrie 5.1 heißt Sensibilisierung von Maschinen und Roboter. Haben diese Blechkisten einmal Gefühle, haben die auch einen Grund zum Seelenklempner zu rennen. Bekommen die dann schön Seroquel verschrieben. Vielleicht gibt es sogar einen mit Histaminintoleranz. In den Urlaub fahren die dann auch. Schön in die Betonburgen und all inklusive. Da muss ja auch wer hin. Ich habe gelesen dass die „Generation Y“, die sind heute so um die 30, ganz versessen darauf sind individuell zu sein. Individualität, natürlich offen zu Schau gestellt, soll das neue Symbol für Prestige und Status sein. Wer eigene Prioritäten setzt unabhängig von den Trends, der ist heute Trendsetter. Die packen den Rucksack und trampen durch Transnistrien oder gleich durchs größte Flüchtlingslager der Welt und reiben denen ihren Bildungsvorsprung unter die Nase.

Früher einmal war das ja Dadaab in Kenia, gut 100 Kilometer von der somalischen Grenze entfernt. Bis zu 650 000 Menschen sollen sich dort aufgehalten haben. Viele auch illegal. Die Kenianer wollten das Lager auflösen, weil angeblich somalische Clans und islamistische Terroristen dort das Sagen haben. Ich weiß von nichts. Steht man dann im Supermarkt an der Kasse, dankbar hinter einem schwerbeschäftigen Roboter, der einem durch seine überragende Tatkraft das Leben finanziert. Selber hat man natürlich nicht so viel im Einkaufswagen. Mindersicherung halt. Mehr kann man von den Robotern und Maschinen natürlich nicht erwarten. Das wäre unverschämt. 11,40 Euro, die neueste Gulaschsuppenkollektion, Ablaufdatum 22. Jahrhundert wäre gerade im Angebot. Kauft man dann schön 115 Dosen, während der Blechkübel vor einem um 426, 30 Euro einkauft und mit der diamantenen Kreditkarte zahl. Frisches Sushi und 2 Kg Rindersteak vom Koberind. Ich weiß eine Kreditkarte ist old school. Keine Ahnung wie die Zahlungssystem der Zukunft aussehen werden. Ich schätze mal irgendwas mit einem Chip unter der Haut oder mit den Augen. Drei mal blinzlen in einem ganz neuen Lidschlagsprache und schon ist die Kohle aus den Clouds abgebucht. Für die ohne Kohle wird sich nicht so viel ändern nehme ich mal an. Aus nix kommt in der Regel nix. Eventuell steckt einem ein Roboter der es eilig hat auch einen 5fer zu damit man den vor lässt. Noch klüger wäre es natürlich wenn die Menschen dann gleich für die Roboter und Maschinen einkaufen. Effizienter wäre es allemal.

Anhang: Konsum. Habe ich heute eh wieder voll zugeschlagen. Beim Hofer/Aldi eine Thermo-Fleece-Decke um 9,99 Euro. Das Vermögen der 62 Reichsten der Erde soll angeblich so groß sein wie das der ärmeren Hälfte der Menschheit. Eine farblich fein austarierte Fleece-Decke, die ganz wunderbar zum übrigen Interieur passt. Vor allem zum Nachtkästchen. Das ist so ein Ramsch das es keiner Hinterwand gibt. Schmeiße ich war rein fällt es hinten logischerweise wieder raus. Hauptsache aus den Augen und dem Sinn. Noch dazu Thermo die Fleece-Decke, falls die Kohle einmal nicht mehr für die Heizung langt. Da muss man doch hemmungslos zuschlagen oder nicht? Die 62 wissen gar nicht was ihnen da alles entgeht.

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Sonntag, 17. Januar 2016
Das verfluchte Patriarchat
Der weisungsbefugte Vater verkörpert vielmehr die Humanisierung der Wiederholung unter den Bedingungen der förmlichen Transmission. Für die Weitergabe einer Kultur ist es von einer bestimmten Stufe der Evolution an nicht mehr getan, wenn die Typen eines lokalen symbolischen System im Copy-Shop der Sozialisation auf der Nervensystems der nachfolgenden Generationen überspielt werden, mitsamt der Härte_Dressuren usw. blablablabla.

In aktuellen Spiegel gibt es unter der Überschrift, „Ich möchte nicht deine Erbin sein“, ein Streitgespräch zwischen Alice Schwarzer 73 und Anne Wizorek 34. Also werte Frau Schwarzer, wenn sie mir gestatten. Ich würde sie gerne beerben. Sie müssen wissen hochverehrte Frau Schwarzer, ich bekomme ja weder von meiner leiblichen Mutter noch von meiner Stiefmutter was geschenkt. Doch von meiner leiblichen Mutter 50% vom Aussehen. Auch mehr ein Danaergeschenk. Und von der UM2 gibt es nix. Höchstens die Anfälle extrem schlechter Laune. Und seit mich die UM2 immer beim Wixen abgestoppt hat, stöhne ich beim Sex so leise wie eine Maus die gerade Zahnseide verwendet wegen der Mettwurst die der groben Leberwust untergemischt wurde. Sie wissen ja die laxen Lebensmittelkontrollen in indischen Mettwurstfabriken. Außer sie haben ihre Kohle wirlich nur aus purer Angst vor Anfeindungen in der Schweiz vorgelagert, weil sie das Land verlassen wollten. Blutgeld das ist nix.

Frau Schwarzer: „blablabla. Zum Beispiel bin ich gegen Pornografie und Prostitution - Anne und ihre sogenannten postfeministischen Kreise sind dafür. Blablabla……
Frau Wizorek: „Eine vollkommen verkürzte Darstellung meiner Position“.

Aha, dachte ich mir, gute Frau die Frau W. So geht es mir auch mit meinem Männerdingsda, wenn es nix mit Titten und so zu schauen gibt.

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Samstag, 16. Januar 2016
Wir sind die Vogelfreien
Ursprünglich soll das Wort „vogelfrei“, frei wie ein Vogel und ungebunden bedeutet haben. Zu der Verknüpfung der Ächtung kam es erst später. Im Mittelalter wurden viele Verträge, weil es die Vertragspartner noch nicht so mit der Schrift hatten, per Handschlag getätigt. Es gab ein verbindliches Gesetz, das die beiden Vertragspartner vor Betrug und Schlimmerem schützte. Und über das wachten der König oder der Kaiser höchst persönlich. Was ich bezweifle das die persönlich über alle mündlich geschlossenen Verträge wachten. Die hatten wichtigeres zu tun. Nämlich gar nichts oder sich mit irgendwelchen Spielchen die Langeweile zu vertreiben. Brach nun jemand einen Vertrag, weil er die Vereinbarungen nicht einhielt, konnten König oder Kaiser ihn ins Gefängnis werfen lassen oder bannen, wenn der Vertragsbrecher zum Beispiel bereits geflohen war. Dann galt er als vogelfrei und konnte von jedem gejagt, gefangen oder sogar getötet werden. Niemands durfte dem Vogelfreien zu Essen geben oder ihm Unterschlupf gewähren, oder er machte sich damit selber strafbar. Dem Vogelfreien durfte alles weg-
genommen werden, seine Frau wurde offiziell zur Witwe erklärt. Vogelfrei galt jemand in seinem eigenen Land. Gelang ihm die Flucht in ein anderes Land, hatte er sich damit gerettet. Es war aber auch möglich, dass der König oder Kaiser die Vogelfreiheit wieder zurücknahmen oder dass der Verurteilte den Schaden, den er angerichtet hatte, wieder gut machte.

Die heutigen Vogelfreien würde man als Staatenlose bezeichnen. Die Zugehörigkeit eines Individuums zu einem Staat ist im Völkerrecht was recht grundlegendes. Da ich heute keine Lust zum Denken habe, mache ich eifrig von der Kulturtechnik des Kopierens und Einfügens Gebrauch. Auch schön oder. Ich bin ja eine ziemlich faule Sau. In den Allgemeine Erklärung der Menschenrechte steht das jeder Mensch ein Anrecht auf einen Pass hat. Hoffentlich auf einen gültigen. In Europa soll es zehn Millionen, europaweit 600.000 und in Deutschland 13.000 Menschen geben, die kein Land als die Seinen betrachtet. „Staatenlos sein bedeutet, keine medizinische Versorgung, keine Chance auf Schule oder Job. Kurzum: kein Zuhause. Staatenlosigkeit kann Folge des Patriarchats sein. 27 Länder verweigern Frauen das Recht, ihre Nationalität an die Kinder weiterzugeben. Gebärt beispielsweise eine iranische Frau ein Kind und ist der Vater unbekannt, gilt das Kind nicht als iranisch. Ob des jetzt auch noch so ist weiß ich nicht. Ich habe es nicht so mit dem Iran. Unsere Regierungen hingegen schon. Das große Geld lockt. Und Einbindung kann nie schaden. Sie sehen eh wie sich Paria gebärden. Anstatt das Volk durch Handel zu ernähren bauen die Nordkoreaner andauernd nur Bomben. Die sind ganz besessen von der Sprengkraft einer Bombe. Die Sprengkraft einer Bombe ist deren ganze Legitimation. Was anderes haben die nicht. Traurig oder? Da gibt es in unserem bekannten Universum derzeit einen Planeten auf dem es eine Spezies gibt die Klopapier mit Blumenmuster bedruckt und 24,9 Millionen von denen müssen auf Nordkorea machen. Die meisten Staatenlosen leben in Myanmar: 800.000 Menschen muslimischen Glaubens, Angehörige der ethnischen Gruppe der Rohingya. Die Militärdiktatur wollte ein homogenes Volk schaffen, die Rohingya galten als Eindringlinge. 1982 entzog man ihnen per Gesetz die Nationalität. Was soll ich ihnen da noch erzählen. Steht eh alles im Netz. Im Netz steht alles. Warum sich noch großartig eigene Gedanken machen. Wobei ich dem Kopieren und Einfügen eh schon wieder überdrüssig bin. Das geht sehr schnell bei mir und kommt ohne Vorwarnung. Ganz übel wird es wenn dieser Überdruss vom Ekel unterwandert wird. Dann kommt das Grauen mit der Pinzette.

Kommen wir zudem das noch nicht im Netz steht. Ich halte mich auch für einen „vogelfeien“. Im kleinstbürgerlichen Sinne zumindest. Auf der kleinstbürgerlichen Landkarte bin ich nie aufgetaucht und werde ich auch nicht mehr auftauchen. Wegen fehlendem Stallgeruch und offensichtlicher Unfähigkeit ein goldenes Handwerk zu erlernen, wurde ich gleich einmal aus der kleinstbürgerlichen Idylle entsorgt. Richtiggehend hinausgeschmissen wurde ich. Das Hinausgeschmissen werden ist mein bestimmendes Lebensgefühl. Seit 30 Jahren werde ich nun schon hinausgeschmissen. Und werde ich mal nicht hinausgeschmissen, weil ich gerade hinausgeschmissen wurde, komme ich nirgends an. Der Hinausgeschmissene agiert nicht sondern reagiert nur. Der bewegt sich von einem hinausgeschmissen werden zum nächsten. Irgendwann sogar zielsicher. Man könnte auch sagen es wir zum Lebensinhalt. Sich gegen das nicht ankommen im hinausgeschmissen werden aufzulehnen. Natürlich mit völlig untauglichen Mitteln. Ich bin die Hester Prynne des Kleinstbürgerlichen, mit einem schweren Makel geschlagen. Und mein scharlachroter Buchstabe ist das S für schizoid. Im Schizoiden darf man nie ankommen. Vor dem Schizoiden muss sich selbst immer wieder hinausschmeißen. Da hilft einem das Eingeübte. Im kleinstbürgerlichen Sinne, das auch weltbürgerlich klein sein kann, der Kleinstbürger ist ja ein globales Phänomen, bin ich nix und kann ich nix. In der Regel schlagen mir Kleinstbürger die die Nase vor der Tür zu. Ich bin ein Mensch den nicht einmal die eigenen Anverwandten zu sich einladen. Macht keiner von denen. Niemals. Mich hat schon die eigene Mutter hinausgeschmissen und da war ich noch keine fünf. Nicht einmal richtig geboren wurde ich. Meine leibliche Mutter hat mich nicht geboren sondern hinausgeschmissen. Mein Goadfather traut sich auch nicht mich einzuladen. Dabei ist der GF ein Mensch der mir an sich wohlgesonnen und zugewandt gegenübertritt. Ich sage zum GF immer, GF hinten hinaus bist du ein ganz wundervoller Vater. Über die früheren Jahre reden wir nicht mehr. Ich will diesen späten GF in Erinnerung behalten.

Seit beinahe drei Jahrzehnten tut sich da nichts mehr. Die Fronten sind verhärtet und die Stellung bezogen. Die Kleinstbürger ficken mich ins Knie und ich ficke die Kleinstbürger ins Knie. Natürlich mit stumpfen Waffen. Erfahren wie ich bin schließe ich mir heute gleich selber aus. Das nennt man Selbstermächtigung. Brauch ich nur einmal um 07 30 aufgeweckt werden, bin ich schon nicht mehr zu halten und ich wünsche den Kleinstbürger die Krätze an den Hals. Das zwischen den Kleinstbürgern und mir ist mir Grunde ein einziges Gemetzel mit friedlichen Mitteln. Das bevorzugte Kampfmittel ist Ausschluss und Ablehnung. Das schaukelt sich dann gegenseitig auf. Meine Seele schaut aus wie der Rücken vom Rambo im 1. Teil. Schon als junger Mensch habe ich mir in kleinstbürgerlichen Kellern meine Räusche ausgeschlafen. In kleinstbürgerlichen Häuser und Wohnungen gab es für einen wie ich keinen Platz. Für Tiere schon. Wenn sie sich als Mensch einmal hinter gewissen Viechern anstellen müssen, haben sie jedes Recht über sich zu behaupten das sie ein „vogelfreier“ sind. Sogar aus den kalten Kellern haben mich die Hausfrau-Weiber rausgeschmissen und vertrieben. Die kannten da nix. Die mussten ihr Revier vor einem wie mir schützen. Was dachten die Damen. Dass ich die zum Trocknen aufgehängte Unterwäsche ihrer wohlgeborenen Töchter pimpere. Kleinstbürgerlich verunstaltet wie ich bin habe ich es dann eine Zeitlang mit ehrlicher Arbeit versucht. Es war die Hölle. Nicht auszuhalten ein Leben lang. Wenn nix bist und nix kannst, kriegste nur kannst nix und bist nix Job. Die gehen auf die Substanz. Und ich war der CEO unter den Nichtskönnern. Dann habe ich es mit Glückspiel versucht. Zocken ging. Fragen sie mich nicht warum aber das klappte einigermaßen. Was ich getan hätte wenn das mit dem Zocken auch danebengegangen wäre. Wahrscheinlich hätte ich Drogen verkauft, geklaut und Opfer abgezogen. Handys natürlich auch und Brieftaschen. Ich hätte sie im wahrsten Sinne des Wortes „angetanzt“. Vielleicht hätte ich auch mal einen richtigen Bruch versucht oder das ganz große Ding gedreht. Das große Ding ist halt nur ein eleganterer Tanz. Einmal wollten wir so einen alten Trottel, der völlig hirnlos, haufenweise Kohle verzockte den Geldkoffer stehlen. Es stand Spitz auf Knopf. Wir waren schon am ausspähen. Gott sei Dank viel dann noch in der Nachspielzeit der Ausgleichstreffer. Im manchen Sportarten gibt es auch ein Unentschieden. Im Leben nicht. Nicht in meinem. Ich bin schon seit Ewigkeiten am verlieren. Durch ein paar glückliche Umstände, für die ich eigentlich nix kann und die ich einfach nur abgeräumt habe, weil das besser kam als die Aussicht sie "anzutanzen", lebe ich heute über meinen eigentlichen Verhältnissen. Heute tanze ich sie nur noch mit Worten an. Und meistens an ihnen vorbei. Für diese Hand voll Wahrheit kriege ich 60 Klicks. Wenn sie heute einem Vogelfreien zu Essen geben oder Unterschlupf gewähren, machen sie sich nicht mehr strafbar. Außer der Vogelfreie steht als Verdächtiger auf einer Terrorliste. Das nur so nebenbei. Stehen sie mal auf der Terrorliste U.S. State Department list of Foreign Terrorist Organizations, weil ein echter Terrorist, vom Köpfe abhacken im Blutrausch die falsche Nummer wählt, haben sie auch schon den Scherben auf. Ich hab eh nur Festnetz. Mobile brauch ich nicht. Mich ruft eh niemand an wenn ich außer Haus bin.

Jene nordafrikanischen Jungs (Marokkaner und Algerier), die man für die Vorgänge in Köln, Stuttgart, Hamburg, Salzburg und so verantwortlich macht, sind auch „vogelfreie“. Die hat man auch um ihre Zukunft beschissen. In Algerien kannste in der Regel nix werden. 70% der 39 Millionen Algerier sind unter 30 Jahre. Eine Gang von gut 500 000 Personen verprasst dort das Volksvermögen, Mrd. von Dollar aus den Öl und Gasexporten. Der algerische Präsident sitzt nach zwei Schlaganfällen ziemlich hinüber im Rollstuhl und sabbert sich voll. Wer das Land regiert kann man nicht so genau sagen. Zwischen diesen Jungs und mir gibt es nur einen signifikanten Unterschied. Frauen einfach so auf offener Straße zwischen die Beine greifen oder gar Schlimmeres versuchen. Niemals. So etwas mache ich nicht. Was jetzt genau die Gründe sind warum ich so etwas nicht mache und nie gemacht habe, weiß ich nicht. Ich glaub mal in der Hauptschule habe ich hingelangt. Müsste ich die Bettina fragen wie das damals war. Vielleicht ist es wirklich die Kultur in der lebe dafür verantwortlich. Ich bin mir auch immer gut vorgekommen wenn ich Frauen gegenüber freundlich war und denen nicht blöd gekommen bin. Ist vielleicht auch nicht das Gelbe vom Ei. Für einen besseren Menschen halte ich mich nicht. Frauen einfach so zwischen die Beine fassen das geht nicht, aber für Sex bezahlen schon. Da hatte ich keine Hemmungen. Was sollte ich machen. Immerhin bin ich ein vogelfreier.

Anhang: Was macht man eigentlich mit einem nordkoreanischen Reisepass. Einkochen für die härteren Tage.

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