Sonntag, 23. August 2026
Wenn der Mut so tut als hätte er Mut
Jessas!

Was für eine Verschwendung!

Die Rübe rot, der Atem schwer,
da kommt kein kleiner Tod daher.
Daher ist seine Männlichkeit im Schwinden,
heimlich weint er (Wer?)in eine Herrenwindel.

Windel reimt sich auf klingen/des Österreich.

Natürlich kann man diese Ausgangssituation auch anders sehen. Mit einem leichten Touch von Hoffnung.

Die Rübe rot, der Atem schwer,
die Männlichkeit schwindet dahin.
Es kommt kein kleiner Tod mehr her,
und Weinen macht jetzt keinen Sinn.
Doch heimlich fließt so manche Träne
in Windeln für den Mann von Welt,
ganz ohne dass er sich noch schäme,
weil’s ihm die Hose trocken hält. Quelle: 50/50 zwischen Mensch und KI

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Wie auf Spotify.

Haben Sie schon einmal von Sienna Rose gehört? Sie ist eine auf Spotify gefeierte Neo-Soul-Künstlerin, die monatlich eine halbe Million Menschen erreicht – doch sie existiert in der Realität gar nicht. Hinter Namen wie ihr, dem erfolgreichen Country-Sänger Breaking Rust oder der fiktiven Band The Velvet Sundown verbergen sich rein künstlich generierte Musikprojekte, die längst Millionen von Aufrufen und Verkäufen generieren.

Während aufmerksame Nutzer solche Fakes oft durch Bildaussetzer oder kopierte Originalvideos entlarven, strömen die Plattformen zunehmend voll mit künstlichen Inhalten. Eine Studie der University of Chicago von Juni zeigt, dass bereits mehrere hunderttausend Acts auf Spotify zumindest teilweise KI nutzen und rund fünf Prozent des analysierten Katalogs komplett KI-generiert sind.

Regulatorisch hinkt diese Entwicklung hinterher. Der EU AI Act verlangt seit Anfang August zwar maschinenlesbare Kennzeichnungen für synthetische Inhalte und Offenlegungen bei echten Deepfakes, doch fiktive Künstlerpersonae fallen nach Ansicht von Experten oft durch das Raster. Auf Spotify selbst bleibt die Kennzeichnung von KI in den Credits bislang freiwillig – und das Publikum lauscht weiter Künstlern, die nie performt haben.

Die schiere Menge an täglichen Uploads – um die 100.000 – verschärfe den Kampf um Aufmerksamkeit. „Slop“-, also „Müll“-Accounts produzieren oft Dutzende Songs pro Monat, in der Hoffnung, dass einer davon viral geht und Kohle bringt. „Spray and Pray“ nennt man das. „Gute Musik wird nicht verschwinden. Ich mache mir nur Sorgen, dass sie nicht mehr gesehen wird, in diesem Meer an AI-Slop.“ Quelle: Die "Presse"

Uploads Download und noch ein Upload zum Download. Ich habe da längsten Überblick verloren. Weshalb man durchaus sagen kann, ohne sich umgehend zu korrigieren. Feucht ist es in letzter Zeit in den falschen Gebieten. Gestern guckte ich eine Werbung für Scheidentrockenheit. Das auch noch, dachte ich mir. Diese Welt steht wirklich am Scheideweg. Habe ich ihnen schon erzählt dass ich hier irgendwo mal eine ganze Woche gereimt habe. Ich wollte mir wirklich einen Reim aufs Reimen machen. Keine Ahnung wo diese Reim-Orgie hier herumkugelt wie einst noch die Rum-Kokos-Kugeln von Casali im Magen.

KI sag mal. Wie viel von den Kugeln müsste ich in mich hinein stopfen dass ich einen Rausch habe?

Gemini: Realistisch gesehen müsste man(N) der weiterhin nicht kann, etwa 1,5 bis 2 Kilogramm (ca. 300 bis 400 Dragees) der Casali Rum-Kokos-Kugeln essen, um spürbar betrunken zu werden.

Realistisch gesehen bin ich total im Arsch. Derzeit ist die „,Vierer-Bande“, die einzige Bande die du geknüpft hast, sehr anstrengend und nervenaufreibend. Aber das tut doch nichts zur Sache. Genau. So hell er strahlt mein Licht auch wieder nicht. Jedes psychische Leiden ist erst mal nur eine Behauptung. Wie der Klimawandel. Genau. Daher werde ich hier weiterhin gegen meinen Verfall anschreiben und gegen die Auslöschung der Ukraine. Das ist alternativlos. Die tote Zivilbevölkerung in der Ukraine findet man im ORF Teletext nur noch auf Seite 126. Dabei sterben so viele Menschen wie seit Beginn des Krieges nicht mehr. Diese Woche sogar in einem Supermarkt.

Russland hat am Freitag (21.08.2026) als ich den letzten Text einstellte, in der Ukraine einen der blutigsten Luftangriffe der vergangenen Monate verübt. Drohneneinschläge in einem der größten Einkaufszentren der südukrainischen Industrie- und Bergbaustadt Kriwi Rih töteten mindestens 16 Personen und verletzten 130 weitere, unter ihnen 23 Kinder. Viele der Verletzten befinden sich laut den lokalen Behörden in kritischem Zustand. Kriwi Rih in der Provinz Dnipropetrowsk ist die Heimatstadt Selenskis.

Tatsächlich deutet vieles darauf hin, dass Russland eine möglichst hohe Zahl von Opfern verursachen wollte. Der Angriff erfolgte am späten Nachmittag, als das Einkaufszentrum gut besucht war. Die Drohnen flogen den Komplex in zwei Wellen an. Eine halbe Stunde nach dem ersten Einschlag, als bereits Rettungskräfte vor Ort waren, gab es einen zweiten Angriff.

Dieses besonders perfide Vorgehen, das als «double tap» oder Doppelschlag bezeichnet wird, ist aus dem Luftkrieg in Syrien bekannt. Die russische Luftwaffe war berüchtigt dafür, bei ihren Angriffen zur Unterstützung des Diktators Bashar al-Asad nach einem ersten Treffer nochmals zuzuschlagen. Vermehrt wendet Russland diese auf eine Maximierung der Opferzahl abzielende Taktik nun auch in der Ukraine an. Quelle: "NZZ"

KI-generiert:
Iskander-Raketen treffen ein ukrainisches Umspannwerk, das Krankenhaus verliert mitten in der Nacht den Strom, auf dem OP-Tisch stirbt ein Kind im Dunkeln, immer zum Ruhme der russischen Welt.
Shahed-Drohnen steuern auf die Entbindungsstation,
Beton und Schutt begraben schwangere Frauen,
Rettungskräfte bergen Tote aus den Trümmern,
immer zum Ruhme der russischen Welt.
Gleitbomben töten die Alten in ihren Betten,
Cluster-Munition trifft Spielplätze, Parks und Wohnstraßen,
Artillerie zerstört ganze Stadtviertel, oft ohne jedes militärische Ziel,
Hyperschallraketen legen Museen, Universitäten und Theater in Schutt,
Raketen schlagen in Märkte und Versorgungszentren ein,
wo Menschen nach dem Nötigen für den Alltag suchen,
Angriffe auf Getreidelager und Häfen vernichten die Lebensmittelversorgung,
FPV-Drohnen jagen Zivilisten auf den Straßen,
immer zum Ruhme der russischen Welt.
Kamikaze-Drohnen treffen Rettungsfahrzeuge im „double tap“ beim erneuten Einsatz,
Raketen auf Eisenbahnknoten und Bahnhöfe töten Menschen, die fliehen wollen,
S-400 und S-300 schlagen in Bushaltestellen, Schulen und Busdepots ein,
Marschflugkörper zerstören Wasser, Wärme und Licht,
Angriffe auf Heizwerke und Wasserwerke lassen Städte im Winter erfrieren und verdursten,
Angriffe auf Mobilfunkmasten und Internetknoten isolieren ganze Regionen,
ganze Wohnblocks werden im Schlaf ausgelöscht,
Angriffe auf Verwaltungsgebäude, Postämter und Banken treffen Menschen, die arbeiten oder Schutz suchen,
Kirchen, Synagogen und historische Gotteshäuser stürzen ein,
Stadien und Sporthallen brennen als getroffene humanitäre Zentren,
S-300-Raketen zerreißen die Stille der Nacht, Straßen, Gehwege und färben Gehwege blutrot, immer zum Ruhme der russischen Welt.

In der Ukraine sterben Kinder aber auch bei Tag. Typische KI-Scheiße. Und es sind nicht nur Gleitbomben sondern auch Drohnen die alte Menschen in der Ukraine töten.

Oder vielleicht handelte es sich gar um ein KI-gestütztes System. Der Algorithmus erkennt Bewegungen auf der Strasse; der Bediener gibt den Befehl frei; die Drohne führt ihn aus. Der Bediener sieht vielleicht gar nicht, wen er getötet hat. Nicht dass dies wirklich eine Rolle spielt – für die «russische Welt» ist jede ukrainische Leiche ein Sieg. Ich übertreibe nicht. In Nikopol beispielsweise brachte eine FPV-Drohne eine 87-jährige Frau im Rollstuhl um.

Nehmen wir zum Beispiel Cherson. Am 16. Juni traf eine Drohne einen Stadtbus, wobei ein Fahrgast getötet und zwei weitere verletzt wurden, unter ihnen der Chauffeur. Am 19. Juni wurden bei einem weiteren Angriff vier weitere Menschen verletzt. Am 1. Juli griff der Feind einen Personenkleinbus mit einer Drohne an, wobei zwei Menschen getötet und sieben verletzt wurden; eines der Opfer erlag später im Krankenhaus seinen Verletzungen. Am Morgen des 8. Juli kam ein weiterer Kleinbus an die Reihe, wobei eine Frau aus der Gegend umkam und sechs weitere Personen verletzt wurden. Quelle: "NZZ" /Sergei Gerasimow / Jemand muss beschlossen haben, die alte Ljubow Fedosowa zu töten – wie die Russen mit Drohnen auf die Jagd nach Zivilisten gehen

Folgende Waffensysteme, die Russland in der Ukraine einsetzt, fehlen in diesem Text:
Kalibr, Ch‑101, Ch‑555, Oniks, Grad (BM‑21), Uragan (BM‑27), Smerch/Tornado, TOS‑1A, Kinschal, Su‑34, Su‑35, MiG‑31K, Ka‑52, Mi‑28, T‑72, T‑80, T‑90, BMP‑2, BMP‑3, BMD‑4, Orlan‑10, ZALA, Supercam. Quelle: Wieder KI / Ich habe keine Ahnung

Was fehlt in dieser Aufzählung ist das atomare Vernichtungszubehör. Das auch auf einen Waffen und Rüstungsmessen ausgestellt wird. Buchmesse / Automesse / Erotikmesse / Reisemesse / Jobmesse / Computermesse / Spielemesse / Modemesse / Kunstmesse

Rüstungsmesse: die uns derzeit so häufig gelesen wird von den Hohenpriestern der militärischen Abschreckung.

Nukleare Arsenale: Strategische Interkontinental- und U-Boot-gestützte Trägersysteme für den globalen Erst- oder Zweitschlag sowie taktische Atomwaffen für den begrenzten regionalen Einsatz.

Strategischen Atomwaffen, mit denen sich ganze Teile Europas in eine atomare Wüste verwandeln ließen, und die taktischen Varianten, die für den begrenzten Einsatz vorgesehen sind in der Ukraine. Natürlich habe ich keine Ahnung was in diesem Fall der unterschied zwischen strategisch und taktisch ist. Ich kenne Taktik nur aus dem Sport entlehnt.

Das muss man sich einmal vorstellen: Eine Rakete schlägt beim Lidl in der Bronx ein, während wir uns vor der Eins‑Kassa die Beine in den Bauch stehen. Genau in dem Moment, in dem jemand – von Ungeduld gepackt wie andere ihre Koffer – „zweite Kassa!“ ruft, im gebrochenen Deutsch. Das lernst du in Wien, wo er so gut wie nichts tat, als Erstes. „Zweite Kasse". Das ist eigentlich unvorstellbar. Aber in der Ukraine ist es Alltag.

Bis ich dann folgenden Artikel las: Wegen des Iran‑Krieges, der militärischen Eskalation, von den USA und Israel angeleiert, gibt es in einem bekannten Restaurant in Dubai ein Zwei‑Gänge‑Menü schon umgerechnet um 23 Euro. Eine Forelle mit Sättigungsbeilage kostet auf der Donauinsel in einer der Buschenschenken 24,90 Euro. Letztes Jahr gab es diese Forelle noch um 19,90 Euro. Dubai ist aktuell billiger als hier in Wien ein Zimmer ohne Aussicht.

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So was hätten wir da noch:
Eine seltsame Gleichschaltung/Gleichklang von Reportagen in der "NZZ" und im SPIEGEL über den Sudan und das Leben und Sterben in den Nuba-Bergen 34/2026. Obschon alle nur über das Cover des SPIEGEL reden. "Der gefährlichste Mann Deutschlands". Ulrich Sigmund - AfD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt. Angeblich werden auf Ebay persönlich von Siegmund signierte Ausgaben um 500 Euro angeboten.

Die Front ist jetzt überall. Damit sind nicht die Sozialen Medien gemeint. Wo selbst am Arsch der Welt mit harten Badagen gekämpft wird. Selbst die Herrenwindel-Fraktion ist hier kaum zu bändigen. Siehe der Stellungskrieg hier. Das Gerangel um einen Platz an der Blog-Sonne. Da kennt „Der Alte“ nix. Der handelt ganz nach dem Motto: Und wenn es das Letzte ist, was ich in diesem Leben tue. Dem Schizophrenisten zeigen, wie schnell der Bartl den Most der Relevanz austrinken kann.

Der Krieg ist im Sudan jetzt überall im SPIEGEL in einer Reportage 34/2026.
Zeit mehr als drei Jahren wird im Sudan gekämpft, gemordet und gerungert, es ist ein alles verzehrender Krieg. Die Nuba-Berge im Süden des Landes geiten aus einer der letzten Zufluchtsorte. Doch nun kreist noch hier die Drohnen.

Das Mädchen atmet schwer. Ihr kleiner Körper hebt und senkt sich unter dem Laken, als würde sie all die Atemzüge eines Lebens auf einmal nehmen wollen. Sie wird heute Nacht sterben, da sind sich alle sicher. Die Ärzte, die manchmal stehen bleiben, um den Sauerstoffschlauch in ihrer Nase zurechtzurücken. Der Krankenpfleger, vor dem diese Woche bereits ein Baby verhungert ist. Die Mutter, deren andere Kinder im Flüchtlingslager von Verwandten betreut werden. Ihr Blick wandert über den Boden, die Sauerstoffmaschine gurgelt rhythmisch. »Wir geben sie jetzt in Gottes Hände«, sagt der Pfleger.

Ihr Name ist Saida. In sechs Tagen soll sie ein Jahr alt werden. Aber nicht in dieser Reportage.

Saida im Nachbarzimmer hat die Nacht überlebt. Ihr kleiner Mund zieht sich bei jedem Atemzug zu einem erstaunten O. Kussmaulatmung, sagen die Ärzte. Ihre Mutter starrt auf den Fußboden, während um sie herum die Ärzte versuchen, das Leben derer zu retten, die noch zu retten sind. Sie streichelt ihre Tochter und sagt nichts. In wenigen Stunden wird Atmen zu schwer für Saida werden. Sie wird ein letztes Mal Luft holen. Quelle: SPIEGEL 34/2026

Im Juni hatte ich eine Reportage in der "NZZ" ebenfalls über den Krieg im Sudan, der auch dort bis in die Nuba-Berge ausfranzte.

200 Meter von Dr. Josephs geliebten Blumen wartet der Horror – ein Chirurg trotzt im Sudan dem Krieg.

Fast alle Spitäler im Sudan sind zerstört. Doch in den Nuba-Bergen weigern sich ein Arzt und sein Team aufzugeben. Sie ringen um das Leben der angeschossenen Kämpfer, der hungernden Kinder und der Drohnenopfer.

Man könnte den Horror beinahe vergessen, wenn man sich bei Dr. Joseph Yacoub zum Kaffee setzt in seinem Haus auf dem Hügel, ganz im Süden des Sudans. Der Doktor züchtet Pflanzen, Buntwurz, Immergrün, Christusdorn, liebevoll arrangiert in Beeten, die sich an die Wände schmiegen. Über dem Innenhof spenden Bougainvilleen Schatten, lila Blütenblätter rieseln auf den Boden. Der Arzt hat sich ein kleines Paradies geschaffen. Yacoub sagt: «Ich weiß nicht einmal, wie all diese Blumen heißen. Ich weiß nur, wie ich mich fühle, wenn ich sie betrachte.»

Dann, sagt Joseph Yacoub, spüre er einen inneren Frieden.

Doch nur zweihundert Meter entfernt wartet der Krieg. Im Spital.

Da liegt das unterernährte Mädchen auf der Notfallstation, noch kein Jahr alt. Sie atmet in Stößen, kämpft um ihr Leben.

Wenn Dr. Joseph Yacoub beim Kaffee im Hof seines Hauses seine Geschichte erzählt, verbirgt er seine Erschöpfung nicht. Er sagt: «Ich brauche eine Pause. Ich wäre gerne frei, anderes zu machen. Verwandte sehen, den Garten pflegen. Gemüse und Früchte anpflanzen. Tomaten und Zwiebeln, Mangos, Guaven.»

Aber dafür ist keine Zeit, Yacoub muss weitermachen. Der Krieg geht weiter, und seine Opfer warten. Menschen wie die kleine Saida, die auf der Notfallstation liegt. In dem Bett für die besonders schweren Fälle, getrennt von den anderen Patienten. Saida wiegt 4 Kilo, ihre Augen wirken zu gross für den kleinen Körper. Ein grüner Schlauch in ihrer Nase führt ihr Sauerstoff zu. Seit einer Woche liegt sie hier, niemand weiß, ob sie überleben wird. Die Pfleger befürchten, dass die Nieren des unterernährten Mädchens bereits versagen. In ein paar Tagen ist ihr erster Geburtstag. Quelle: "NZZ"

Auch in der "NZZ" wird das Mädchen immer schwäche. Allerdings schon im Juni und nicht Ende August. Da kam ein Pfleger im Juni und misst Saidas Fieber. 38,7 Grad. Die Temperatur sinkt nicht so, wie sie sollte. Saidas kleiner Brustkorb hebt und senkt sich in schnellen, hektischen Stössen. Ihre Haut ist nass vom Schweiss, ihre Augen halb geöffnet. Um 14 Uhr beträgt ihre Temperatur 36,8 Grad. Doch dann, eine Stunde später: 38 Grad.

Sie trinkt jetzt nicht mehr von der Brust. Und mit der Magensonde Flüssigkeit zuzuführen, könnte ihr schwaches Herz überfordern.

Die Ärzte glauben, dass Saida nicht überleben wird. Das haben sie der Mutter vor ein paar Stunden gesagt.

Der Sauerstoffkonzentrator neben dem Bett summt. Saidas Mutter rückt den Plastikschlauch in Saidas Nase zurecht. Sie tupft ihr den Mund trocken.

«Hat sie gepinkelt?», fragt ein Pfleger. Die Mutter prüft das Tuch, auf dem Saida liegt. Sie tut das alle paar Minuten. Es ist trocken. Sie verneint. «Sie wird es nicht bis morgen schaffen», sagt der Pfleger, nicht zur Mutter, sondern zur Seite. «Sie wird einfach aufhören zu atmen.»

Aber noch kämpft Saida. Noch kämpfte sie, als ich mit ihren Kampf ums Überleben über die Insel radelte. An das kann ich mich noch erinnern. Das habe ich hier sogar schriftlich festgehalten.

Um neun Uhr abends legt Yacoub an diesem Donnerstag die Instrumente nieder. Verlässt den Operationssaal, geht die paar Meter zu seinem Haus, dem Garten, wo der Tod weit weg zu sein scheint.

Saida lag den ganzen Tag in seiner Nähe, hinter einer offenen Tür, im Zimmer neben dem Notfall. Sie atmete schwächer, niemand nahm sie zur Kenntnis. Nur ihre Mutter tupfte ihr den Mund trocken, hob ihre Augenlider, um zu prüfen, ob sie noch lebt.

Dann, irgendwann, in der Hektik des Tages, zwischen all dem Piepen und Stöhnen, den Kommandos der Ärzte im Nebenraum, ist sie gestorben. Sie hörte einfach auf zu atmen. Ein Pfleger versuchte noch zu reanimieren. Ein Arzt sagte, es habe keinen Sinn. Sie stoppten. So erzählte es der Pfleger danach. Sie malten ein schwarzes Kreuz in Saidas Blatt mit den Patientendaten und legten es in die Kiste mit den Todesfällen. In fünf Tagen wäre Saida ein Jahr alt geworden. Quelle: "NZZ"

Ich will den Journalisten nix unterstellen. Zufälle gibt es. Gut möglich, dass die Reporter der "NZZ" und des SPIEGEL zur selben Zeit vor Ort waren und sich beide gleichzeitig über das sterbende Kleinstkind beugten, um Licht in die Sache zu bringen. Nicht dass wir im Dunklen belassen werden über das Unglück in dieser Welt. Von Menschenhand angeleiert. Das kann nicht ausgeschlossen werden. Nur hätte sie sehen wollen wie ich guckte, als ich mit den Artikel im SPIEGEL vorlesen ließ. Ich dachte mir dann tatsächlich. Möglicherweise ist der alte Russe von Nebenan gar nicht tot. Vielleicht lebt der noch ein paar Monate länger und er stirbt dann nicht mehr so jämmerlich. Ganz alleine. In einem fremden Lans in dem er nie ankam. Komm Opa. Auch noch einen raus zum 13:49 Uhr. Nicht einen. Dich. Ja eh.

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Ich sollte wieder das Thema wechseln. Mir ist das mit dem kleinen Mädchen das gleich in zwei Reportagen (was für eine Gedränge) aufhört zu atmen zu gespenstisch.

Besser ich schreibe wieder über den heterosexuell Mann, Ü-50zig, der nicht mehr wie auf Knopfdruck kann. Der steht in der Opferhierarchie hier ganz unten. Na, ja. Ganz unten steht der kaputte heterosexuelle weiße Mann. Einer wie du, dem eine Diagnose das Leben gerettet hat. Tiefer geht's nicht mehr.

Stimmt beinahe. Ganz unten sind psychisch Kranke heterosexuelle weiße Männer die noch dazu aus dem EU-Ausland stammen und hier wie Gespenster durch die Straßen schlurfen. Und wie ist der Zufall so anstrebt, hat eben auf der Insel ein Junkie im Gras sitzend bei einem anderen Junkie eine brauchbare Vene gesucht. Das ist das Ende....

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Freitag, 21. August 2026
Wenn die ehrwürdige Themse in die Alte Donau tröpfelt.
Der Titel baut zum Text leider kein Intimverhältnis auf. Falls ihnen das wichtig ist. Intimität. Ganz nach der kleinstbürgerlichen Devise: „Wichtig ist, dass man tüchtig ist.“ Der Rest ist nur Deko.

Schreiben bedeutet eine Verabredung mit sich selbst zu haben. Wie beim Saufen. ©️Der Schizophrenist.

In Zeiten von KI wird es immer komplizierter. Das mit den eigenen Gedanken. Die hinter dem Schranken der Kreativität wanken, wie die Kranken, durch den Gang eines neongelben Krankenhaus, im sterilen Einerlei versanken, ohne Blick auf die Gipfel der Karawanken. Haben ich ihnen schon vom Zipfel-Zieh-Deppen erzählt. Sau lustig. Wie die Geschichte des Struwwelpeters.

Da hätte ich eine Idee an Gemini:
Kannst du erklären, was das ‚Zipfel ziehen‘ als Synonym bedeutet, und dazu eine kurze Geschichte über den Zipfel-Zieh-Seppl schreiben? Der Seppl wird vom vielen Zipfel-Ziehen zwar nicht blind, gerät aber im Alter in einen schweren ‚Zipfel-Zieh-Turkey‘, und weiß überhaupt nichts Rechtes mit seinem Leben anzufangen. Dabei stürmte seine Stiefmutter (die Um2) immer wieder ins Zimmer, um ihn davon abzuhalten.

Der Mann der am letzten Zipfel hängt

I
Fast sechzig Jahr' ist der Seppl dran sich selbst zu bespaßen,
kann von von seiner alten Marotte noch immer nicht lassen,
Er sitzt im Sessel, grau im Bart,
und frönt der alten Eigenart.
Er zieht am Zipfel nach vorn, er zieht zurück und zieht und zieht,
doch keine Rettung ihm mehr blüht

1 ½
Seine Birne wie vom Goadfather einst tomatenrot,
ereilt ihn doch nicht der vergnügliche Sekundentod.

II
Er verzieht das Gsicht, er zieht und zieht am Zipfel, der Altherrenudel voller Verzweiflung, voller Zorn,
und blast mit dicken Backen müde in sein welkes Horn,
Und plötzlich, tief im Kopf erwacht,
stürmt die Um2, diese graue Macht,
mit dem weißen Haar am Kinn,
ein Mahnmal ihres (kleinstbürgerlichen) Ordnungssinn
in seiner Erinnerung wieder ins Zimmer rein,
Der kleine Bub mit seiner Scham ganz allein.

III
„Heilige Mutter Gottes.
Bist du schon wieder am Zipfel‑Ziehen?
Wie der Leibhaftige an der Pummerin am Seil,
du hässlicher Fratz bist schon wieder geil,
Nimm deine Flossen weg sofort,
du liederlicher, kranker Ort!“
Sie zetert, tobt in seinem Kopf,
bedrängt den alten, armen Zopf.

3 ½
Sie schwingt die Keule der Moral aus dem kleinstbürgerlichen Hort,
das ist der Herrschaftlichen liebster Sport.

IV
Der Seppl zieht und zieht, völlig umsonst,
er ist auf Zipfel - Turkey, total verhunzt,
weiß mit seinem Leben nichts Rechtes anzufangen,
ist im Sumpf der Erinnerung gefangen.
Die Um2 wütet weiter, Tag für Tag,
egal, wie sehr er sich auch müht und plagt.
Er hängt am letzten Zipfel Würde fest,
und die Um2 im Kopf gibt ihm den Rest.

4 ½
Bis selbst der Zipfel (Die Vierer-Bande) flüstert: „Ich geb auf Bruder. Bei dir läuft nichts mehr mit Luder.“

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Der Seppl und sein spätes Zieh‑Elend

I
Der Seppl hockt im dämmrigen Zimmer,
der Blick wird trüber, die Seele immer schlimmer.
Er zieht am Zipfel, Tag für Tag,
ein altes Laster, das keiner mag.
Vom Leben weiß er wenig mehr —
der Turkey frisst ihn innen leer.

II
Die Jahre schleichen, der Trieb bleibt stur,
ein Ziehen ohne Ziel, ohne Struktur.
Da kracht die Um2 herein wie Sturm,
ein moralischer, unermüdlicher Turm.
„Hör auf mit dem Blödsinn, du Narr!“
Ihr Ruf bleibt ihm im Kopf ganz nah.

III
Sie schimpfte, polterte, tobte laut,
als wär er ein ungezogener G’schropp im Dauer‑Draht.
„Lass das Gerät, bevor dir der Geist verrinnt,
bevor dich der letzte Rest von Klarheit ganz bestimmt!“
Ihr Echo hängt ihm bis heute nach,
ein Schatten, der ihn mürbe macht.

IV
So sitzt er nun, vom Ziehen müd,
im Turkey, der ihn langsam überzieht.
Kein Plan, kein Ziel, kein rechter Sinn,
nur ein verlorener Seppl mittendrin.
Am Zipfel hängt sein letzter Halt —
und Um2s Stimme wütet kalt.
Sie kreist in ihm wie ein alter Schwur
und macht aus jedem Tag Tortur.

Eine Version ist von der KI.

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„Porca miseria“

Haben Sie schon gehört? Mein neuer Running-Gag.

In ganz Europa tauchen Schiffswracks und Skelette aus der Tiefe auf.

Nahe Prahovo in Serbien liegen zerbrochene Nazischiffe, die 1944 versenkt wurden, auf Sandbänken. In Kroatien ragte ein Frachtschiff aus den 1930er-Jahren aus dem Wasser. Auf dem neu freigelegten Flussbett der Donau in Bulgarien fand man, was lokale Experten als höchstwahrscheinlich Teile des Skeletts eines Urzeitmammuts bezeichnen, verstreut im Sand – wie die Knochen eines Riesenpicknicks.

Weite Teile Europas leiden unter einer schweren Dürre, und die großen Flüsse führen nur noch einen Bruchteil ihres üblichen Wasserstands. Die Donau, Europas zweitlängster Fluss, verzeichnet Rekordtiefstände und war in Budapest zuletzt nur noch 23 Zentimeter tief . Auch ein Teil des mächtigen Po in Italien hat einen historischen Sommertiefstand erreicht . Und der Rhein, eine wichtige Handelsader zwischen den Alpen und der Nordsee, ist so flach wie nie zuvor seit Beginn der Aufzeichnungen.

In diesem Sommer kam der Transport von Chemikalien, Erdölprodukten und anderen Gütern auf Rhein und Donau stellenweise fast vollständig zum Erliegen. Rumänien schaltete ein an der Donau gekühltes Atomkraftwerk ab, Ungarn konnte dies nur knapp verhindern. Die Automobilhersteller Dacia und Ford vereinbarten, die Produktion in ihren rumänischen Werken vorübergehend einzustellen, um Energie zu sparen. Quelle: 📰

Die Vergangenheit. Die lässt dich nicht los. Selbst (ist der Mann - der auch kann) aus dem Untergrund auf, aus der Versenkung, wie ich zum Wochenende hin hier. Falls du nicht zu jenen wenigen gehörst die das große Los gezogen hast im Leben, was schon mal vorkommt in der Breite. Nicht alle sind auf die Butterseite des Lebens gefallen. Die Butter ist viel weniger preisintensiv als noch vor Monaten. Kondome sind im ersten Halbjahr sogar um 18,5% günstiger geworden. Kondome. Mein Verfall-Running-Gag. Was ich beim DM schon Kondome gekauft haben statt eine staatliche Packung Herrenwindeln. Nicht staatlich du Depp. Stadtlicht. Der ist gut. Natürlich stattlich. Dieses Gewürge mit den Buchstaben. Hört den das nie auf.

Da bin ich ähnlich begabt wie beim Kauf von größeren Anschaffungen zwecks Wohnungsverschönerung. Schöner wohnen ist total wichtig. Wie in Berlin.

Kurz vor der Wahl
Wie Berliner an der Wohnungssuche verzweifeln
Kein Thema beschäftigt Berlin vor der Abgeordnetenhauswahl im September so sehr wie das Wohnen. Die Probleme auf dem Mietmarkt sind riesig. Was Berlinerinnen und Berliner erleben und wie die Politik ihnen helfen will.

An der Straßenkreuzung in Berlin-Schöneberg stehen an diesem Samstagmittag die Verzweifelten: Neuberliner, Paare, Eltern mit Kindern, Menschen, die ausziehen müssen oder umziehen wollen. Sie hoffen, bald Mieter einer Altbauwohnung zu werden: zweieinhalb Zimmer, 67 Quadratmeter, 1381 Euro warm. Als »renovierungsbedürftig« wird sie in der Anzeige beschrieben. Dennoch wächst die Schlange kurz vor Beginn der Besichtigung auf rund 50 Menschen. Ein Paar knutscht, ein Vater und eine Mutter scherzen mit ihren Kindern, manche trinken Kaffee oder starren auf ihr Smartphone.

Wer in Berlin eine Wohnung sucht, braucht Geduld. Quelle: SPIEGEL 33/2026

Oder du hat dafür das nötige Kleingeld. Dann gibt's überhaupt kein Problem eine passende Wohnung zu finden, ganz oben, wo die Früchte nicht mehr ganz so hoch hängen. Unvergessen wie mich der Nachbar, der im Dachgeschoss wohnte, in einem Dachterrassen-Apartment bei unsere Hausverwaltung verwamste, weil ich auf unseren Dach saß und Zeitung las vor einigen Jahren. Die Wohnungsnot betrifft ja eigentlich nur den Mittelstand. Wer Geld hat wie Heu, der ist gut. Nach dieser Dürre gibt es inzwischen schon mehr Geld als Heu, kann sich auch wunderschöne Stühle leisten - nicht so wie die Meisten. Die jeden Cent umdrehen müssen zum Monatsende wie du deine Matratze. Jetzt kauf doch endlich mal eine Inkontinenzauflage. Die gibt's auch beim Discounter. Quelle:

Echte Markenware, oder gleich vom Tischler meisterhaft gezimmert, wie du an der Legende viel mehr Opfer als Täter zu sein. Nur kann ein heterosexueller Mann Ü-50zig niemals ein Opfer der Verhältnisse sein, Patriarchat hin oder her. Das ist leider nicht zu haben. An dieser Meme kannst du nicht laben. Bitte keine Reime mehr Wortmacher.

Ein heterosexueller Mann über fünfzig fällt in keine kulturelle Schablone für Verletzlichkeit: Für ihn existiert kein gesellschaftlich vorgesehenes Rollenmodell, das Scheitern als strukturelles Symptom interpretieren könnte. Wenn es für eine Gruppe keine erzählerische Form gibt, weil die ja den Laden schmeißen, in der Schwäche legitim ist, wird individuelles Scheitern automatisch als persönliches Versagen gelesen. ©️Der Kapitalismus. Der hat dem Scheitern eine persönliche Note verpasst. Was Du im Leben schon verpasst hast. Wer? Ich? Wer sonst? Aso. Die Folge ist, dass die Verletzlichkeit von Cis-Männer im öffentlichen Narrativ keinen Platz hat, nicht weil sie nicht existiert, sondern weil die kulturelle Erzählung keine Figur kennt, in der sie sichtbar werden könnte.

„Cis‑Mann“ bedeutet angeblich: ein Mann, dessen Geschlechtsidentität mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht übereinstimmt. Also: jemand, der als männlich geboren wurde und sich auch als Mann versteht. Was bitte gibt es da zu verstehen? Heikel wird es eigentlich erst in den späten Jahren, wenn du eine Altherrennudel hast die auf Turkey ist. Wer oder was ist ein Mann / der nicht mehr kann? Das ist hier die Frage.

Jetzt würde etwas zu den Salzburger Festspielen passen: Der Handke kommt von Tolstoi, von Homer, von Cervantes her, und die Jelinek vom Skelett der Sprache; sie hört das Ungeheuer atmen, wenn die Notenpresse der EZB stöhnt wie ein alter, schwitzender Mann, der einen jungen Frauenkörper vollweint. Aber das trägt nicht, weil alles, was was uns ausmacht, aus dem Nichts geschaffen wird wie das Geld oder eben das Universum mittels Urknall. Der Geldvermehrung ist die Inflation von Vermögenswerten an den Börsen, die von von einem Allzeithoch zum nächsten klettert, während wir hier mittel ein paar Cent abgespeist werden, in wahrsten Sinne des Worts. Unsere Regierung hat die Mehrwertsteuer auf einige ausgewählte Grundnahrungsmittel von 10% auf 5% gesenkt.

Gegenfinanziert mit einer „Paketsteuer“.
Ab 1. Oktober 2026 zahlen große Versandhändler für jedes versendete oder zugestellte Paket 2 Euro. Betroffen sind nur Unternehmen mit mehr als 100 Millionen Euro Versandhandelsumsatz im Inland, vor allem internationale Plattformen wie Amazon oder Zalando. Die Kosten werden voraussichtlich an Händler und schließlich an Konsumenten weitergereicht, wodurch die Maßnahme trotz ihrer Zielsetzung indirekt auch kleinere Anbieter und Endkunden treffen kann
Das expandiert genauso wie die Hersteller von KI‑Chips, während die totale Idylle an seinen Rändern auszufransen beginnt wie das Weltall.

Entropie:
Die Sonne - mein Nachbar der alte Russe.
Alles strebt von ganz alleine vom geordneten in den unordentlichen Zustand. Quelle: Und so denkst du - wenn man dich einfach machen lässt, fragt der Deichgraf? Ja. Ob wir wollen oder nicht. Kein System hält ewig stand, alles driftet unaufhaltsam ins Chaos. In meinen Fall natürlich in die Auslöschung. Der Wortmacher spricht nie vom Chaos sondern immer nur von der Auslöschung. Worauf hin ich über die Insel radelnd Schiss vorn nächsten Platten bekomme. So deppert bis du? Ja.

Anders gesagt:
Für den alternden Kerl spuckt unsere Drehbuch kein Mitgefühl aus. Weil Männer viel zu selten was fühlen? Na, ja. Die haben schon aus Muskelkater. Der ist gut, Muskelkater. Empathie ist auch ein Muskel der trainiert werden muss. Genau. Wer jahrzehntelang den starken Max markiert hat, und gerne die Mad Max-Reihe guckt, die bleiben wird im Cinema-Kanon für die Ewigkeit, kriegt keinen Bonus, wenn er vor jämmerlich vor die Hunde geht wie mein Nachbar der alte Russe. Jammern gilt nicht, wenn man angeblich selbst an den Schaltern saß, für den Chef vom Dienst ist kein Opferbett vorgesehen, der geht im Stehen unter. Weil der Mann in der Regel zur Aggression neigt und andere in sein Elend hineinzieht, während die heterosexuelle Frau ihre Aggressionen meist gegen sich selbst richtet. Deswegen gelten wir als toxisch und nicht die Frauen. Wir ziehen Frauen in unsere Elend hinein, während Frauen sich gerne mal ausziehen und danach umziehen. Die haben viel mehr Garderobe.

Männer saufen auch in der Öffentlichkeit und denken sich nix dabei. Frauen eher heimlich.

Steuerberaterin, Grundschullehrerin, Physikerin
Drei Frauen erzählen von ihrer Alkoholsucht – und wie sie davon loskamen.
Sie sind oft gut ausgebildet, stehen mitten im Leben: Der Anteil alkoholabhängiger Frauen in der Bevölkerung hat sich seit 2018 fast verdoppelt. Warum haben sie angefangen zu trinken? Und was hat ihnen geholfen?

Heike Möller ist eine von drei Frauen, die in diesem Text über ihre Alkoholabhängigkeit erzählen, um das Thema sichtbarer zu machen. Sie alle haben lange darüber nachgedacht, dies unter ihrem echten Namen zu tun, sich am Ende aber doch davor gescheut. Zu groß ist die Sorge, danach anders angeschaut zu werden. Sucht ist bis heute ein Stigma.

In diesem Frühjahr hat die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) ihre jüngste Bilanz über den Alkoholkonsum der Deutschen veröffentlicht, basierend auf Zahlen aus 2024. Sie zeigen: Während der Pro-Kopf-Konsum in der Bevölkerung leicht rückläufig ist, hat sich zugleich der Anteil der Frauen, die alkoholabhängig sind, seit 2018 nahezu verdoppelt. Die Nachwehen von Corona, der Mental Load im Alltag, die Krisen dieser Welt – die Gründe dafür sind Fachleuten zufolge nicht eindeutig.

Fest steht: Das Problem ist im Schatten der Gesellschaft gewachsen, still und leise. Das liegt auch daran, dass Frauen Alkohol anders als Männer konsumieren; weniger in Gesellschaft, eher zu Hause, heimlich. Ihre Scham ist besonders groß, wenn sie Mütter sind. Quelle: SPIEGEL 34/2026

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Zwei alte Stühle, die wie ich ihre Truthahnhälse ins Licht recken - ihr Kecken, möchte ich durch was Hipperes ersetzen, dass so straff sitzt wie heute der ideologische Maßanzug.

„Die erste Woke-Bewegung war verrückt“, sagte Alexandria Ocasio-Cortez (US-Kongressabgeordnete) diesen Monat und zitierte dabei einen linksextremen Stadtrat aus New York. Angesichts der eigenen Vergangenheit der Kongressabgeordneten – sie hatte zuvor behauptet, manche Gruppen hätten „keine andere Wahl, als zu randalieren“, forderte die Kürzung der Polizeifinanzen und die „Abschaffung des Gefängnissystems“ und verwendete den abwertenden Begriff „menstruierende Person“ für Frauen – war der von ihr angesprochene Wahnsinn auch ihr eigener.

Die sogenannte „Wokeness“, wie sie zu Beginn dieses Jahrzehnts allgemein genannt wurde, war nicht bloß eine orwellsche Sprachmode oder eine langweilige Reihe von Schulungen zur kulturellen Sensibilität in Unternehmen oder abstruse politische Ideen zur Bekämpfung rassistischer und sozioökonomischer Ungleichheiten. Für diejenigen, die am stärksten betroffen waren, war es ein System erzwungener ideologischer Konformität, durchgesetzt durch soziale Einschüchterung und institutionellen Zwang (oder Feigheit), das Ruf und Karrieren schädigte und mitunter sogar beendete – und mindestens einem Mann das Leben kostete. Quelle: 📰 / Bret Stephens .....

Fortsetzung folgt der Devise. Miese - nix als Miese.

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Sonntag, 16. August 2026
Die "New York Times" straft Frauen mit dem Schicksal des
Jessas!

„Es ist ein reines Machtspiel“, sagte er. „Das waren vier Wochen der Hölle. Ein Massaker. Ein öffentliches Massaker.“ Er fügte hinzu: „Es war das größte Privileg meines Lebens, diese Position innehaben zu dürfen, und jetzt ist sie irgendwie ruiniert.“ 📰Markus Hinterhäuser

Was für ein Fauxpas. In der 📰wurde Bergmann, zum Interims-Intendanten der Salzburger Festspiele ernannt, nachdem der Hinterhäuser seiner Funktion enthoben wurde und nicht Die Bergmann, Vorname Karin. Der Reporter Adam Nagourney verbrachte fünf Tage in Salzburg, besuchte Aufführungen und interviewte Dirigenten, Regisseure, Sopranistinnen und Festivalleiter.

Und was hast du in diesem fünf Tagen so zusammengebracht? Hast du wenigstens deine Erziehungsbevollmächtigten besucht? Deinen alten Herren und seine Anstandsdame? Ein herrliches Wort. Anstandsdame.

Die Anstandsdame war primär ein Phänomen des städtischen Bürgertums und des Adels, wo ältere Begleiterinnen zwischen dem 19. Jahrhundert und dem Ersten Weltkrieg streng darüber wachten, dass junge, unverheiratete Frauen in der Öffentlichkeit die Moralregeln einhielten. Auf dem Land war dieses Modell dagegen undenkbar: Dort fehlten der bäuerlichen Bevölkerung schlicht die finanziellen Mittel, während die gemeinsame Arbeit auf dem Feld jungen Menschen ganz andere, pragmatischere Freiräume im Miteinander erlaubte.

Apropos Anstandsdame in der Hardcore-Version der Taliban/Afghanistan:

Mädchen wird der Schulbesuch ab der sechsten Schulstufe untersagt; Frauen dürfen sich nur noch mit männlichen Verwandten (Mahram) im öffentlichen Raum bewegen und das nur versteckt hinter „dickem, undekoriertem und unparfümiertem“ Stoff; Wenn möglich sollen Frauen jedoch – wie durch die Taliban im Mai 2022 verordnet – das Haus gar nicht mehr verlassen. Das Nutzen öffentlicher Verkehrsmittel ist zudem mit hohen organisatorischen Hürden verbunden. Verschärft wird dies durch drohende strafrechtliche Konsequenzen für Fahrer öffentlicher Verkehrsmittel: Ihnen verbietet das Tugendgesetz, Frauen zu transportieren, die ohne mahram-Begleitung reisen oder den Kleidervorschriften nicht folgen. Zudem werden an Frauen keine Führerscheine mehr ausgestellt.

Arbeiten ist ihnen nur in seltenen Ausnahmefällen erlaubt; das Singen und „laute“ Sprechen in der Öffentlichkeit ist Frauen verboten, selbst in den eigenen vier Wänden – denn was, wenn ein Passant von ihrer Stimme aus einem offenen Fenster betört würde? Eine lange Liste. Und sie wird länger, je länger die Taliban an der Macht sind. Quellen: Die "Presse" / Spektrum /Solmaz Khorsand /1985 als Tochter zweier Exil-Iraner in Wien geboren, studierte Journalismus in Wien und Dublin und Internationale Beziehungen in Washington und Bologna. Bei Leykam erschien 2024 „untertan. Von braven und rebellischen Lemmingen“.

„I was born in the valley of tears / The valley of fear“. ©️Afghanische Frauen

Und hier auf der 🏝️ chillen junge afghanische Männer und lassen es sich gut gehen. Was daran ist verwerflich? Natürlich nur die Frage ob sie auch an ihre afghanischen Schwestern denken. Schrecklich. Schrecklich, das ist ja alles schrecklich. Guck dir die Frauen hier an. Liegen nackt herum oder nur ganz spärlich verhüllt. Das ist eine Anmaßung. Ja, so über junge afghanische Männer zu schreiben. Die sollten mal in den FKK-Bereich fahren in der Lobau.

Auf ein Soda-Ztrone ins Buffet Nackerbatzl, kurz vor der Steinspornbrücke. Das Lokal ist eine echte Kult-Institution auf der Donauinsel, deren größtes Highlight die absolut ungezwungene Atmosphäre ist: Als Gastro-Kiosk mitten in der offiziellen FKK-Zone ermöglicht es seinen Gästen, direkt im Geburtstagsanzug auf ein kühles Bier, ein Limo oder einen Snack vorbeizuschauen, ohne sich extra umziehen zu müssen. Mit seinem urigen Wiener Urgestein-Charakter hat sich das Lokal über Jahrzehnte hinweg zum perfekten Treffpunkt für Radfahrer, Inlineskater und die treue Stammkundschaft des FKK-Areal entwickelt.

Da hängen den Männern die alten und verschrumpelten Eier von den Stühlen, wenn Sie sich einen griechischen Bauernsalat gönnen. Mit hängenden Brüsten mache ich natürlich nichts. Der macht auch sonst nichts, bringt sich der Wortmacher ein. Eines muss man meinen Stimmenimitatoren aber lassen. Die sprechen eigentlich sehr Kontext bezogen.

Apropos Kontext zur Schönheit, oder einem attraktiven Aussehen, das natürlich vergänglich ist. Ein multimilliarden Geschäft für die schönheitsindustrie.

Der Schönheitschirurg straffte meine Haut und gab mir Wangenknochen, wo ich vorher keine hatte. Er hat mich schöner gemacht, und ich bereue es nicht. Deshalb werde ich nicht länger die Lüge verbreiten, mein neues Gesicht käme vom vielen Wassertrinken oder vielen Schlafen. Ich werde darüber sprechen – denn es ist nicht fair, dass Frauen sowohl mit unrealistischen Schönheitsidealen als auch mit Lügen darüber, wie diese erreicht wurden, konfrontiert werden.

Unser Aussehen beeinflusst unseren Lebensunterhalt, unsere Partnersuche und unsere Sichtbarkeit in der Welt.

Nora Ephron, die für bürgerliche Frauen der Generation X wie mich so etwas wie Jesus ist, schrieb einmal: „Unsere Gesichter sind Lügen, unsere Hälse die Wahrheit. Man muss einen Mammutbaum aufschneiden, um sein Alter zu bestimmen, aber das wäre nicht nötig, wenn er einen Hals hätte.“ Nun, mein Hals lügt. Aber ich werde es nicht tun. 📰 / Molly Jong-Fast

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Das stimmt. Ich habe inzwischen auch einen Truthahnhals. Der sogenannte Truthahnhals ist die wohl unbarmherzigste Quittung des Verfalls: Wenn die Haut am Hals schlaff wie Pergament herunterhängt – in the end, it doesn't even matter –, sich unschöne Fältchen bilden und die geschwächte Muskulatur zusammen mit schwindendem Kollagen für diesen ästhetischen Totalschaden verantwortlich ist, erinnert das Profil unweigerlich an ein Nutztier. Ohne Nutzen, natürlich. Natürlich fühle ich mich erwischt dabei. Mich haben sie aussortiert. Nee, sagen die. Du bist völlig unnütz. Kommst nicht einmal für einen Besuch bei deinen Erziehungsbevollmächtigten in Frage?

Schmerzt dich das?, fragt selbst der Deichgraf
Mich? Schwer zu sagen. Eigentlich kenne ich es nicht anders. Ich habe mich damit abgefunden. Mit deinem hässlichen Truthahnhals, brüllt der Scheißhausdämon von der anderen Inselseite herüber. Das Wetter schlägt um (sich).

Ob genetisches Pech, Sonnensünden der Vergangenheit oder schlicht der Zahn der Zeit. Diese welke, schlappe Hautpartie verändert das gesamte Erscheinungsbild so gnadenlos, dass man unter Umständen zu einer ästhetischen Anklage verkommt, wenn das ganze Gesicht durchhängt und sich selbst mit der besten, der allerbesten moralischen Haltung nicht mehr kaschieren lässt, weshalb von straffenden Cremes über Mikroneedling bis hin zum chirurgischen Halslift aufgerüstet wird, um der eigenen Auslöschung paroli zu bieten.

Die Rüstungsindustrie und die Schönheitsindustrie. Derzeit gehen die Hand in Hand. Ist das Zufall oder folgt das einer tieferen Logik, die ich einfach nicht durchschaue.

Gemini:
Der wahrgenommene Gleichschritt von Rüstungs- und Schönheitsindustrie ist kein Zufall, sondern die wirtschaftliche und psychologische Antwort auf eine Welt im Krisenmodus. Während Staaten in geopolitischen Umbrüchen Milliarden in die Rüstung investieren, um äußere Sicherheit zu garantieren, flüchten Konsumenten in Zeiten von Unsummen und Kontrollverlust in den „Lippenstift-Effekt“ – die Investition in das eigene Aussehen als bezahlbare Selbstbestimmung. Beide Branchen profitieren somit als extrem krisenfeste Märkte von derselben Grundursache: dem menschlichen und politischen Drang nach Schutz, Kontrolle und Stabilität in unsicheren Zeiten.

Das könnte man aber jetzt schon auch ein wenig tiefergehend analysieren. Wir basteln doch alle an unserer eigenen Unsterblichkeit. Eben weil rings um uns herum die Menschen sterben, mitunter qualvoll zugrunde gehen, oder einfach über den Haufen gebombt werden, von Killer-Drohnen verfolgt, die ihr Ziel nicht aus dem Auge verlieren. Dich auszulöschen.

Jemand muss beschlossen haben, die alte Ljubow Fedosowa zu töten – wie die Russen mit Drohnen auf die Jagd nach Zivilisten gehe. Je weiter der Krieg in der Ukraine voranschreitet, desto raffinierter werden die russischen Formen des Tötens. Auch Sergei Gerasimow fühlt sich ins Visier genommen.

Der Krieg entwickelt sich weiter.

Zunächst wurden wir – die zivilen Einwohner von Charkiw – von den Russen mit Artillerie und Mörsern beschossen. Dann kamen die Luftangriffe. Es regneten jahrelang Nacht für Nacht ballistische Raketen auf uns herab. Strassen und Gebäude bebten, als würden sie von Erdbeben erschüttert. Dann kamen die Shahed-Drohnen, die Marschflugkörper, die Gleitbomben, Drohnen mit Düsenantrieb.

Um ehrlich zu sein, haben wir noch immer nicht ganz begriffen, wie es so weit kommen konnte. Wir lebten in Frieden, gingen unseren Geschäften nach, erledigten unsere Arbeit, zogen unsere Kinder gross – und da tauchte plötzlich jemand auf, der beschlossen hatte, unser Land zu erobern und uns zu töten. Es hiess, Charkiw werde entweder russisch werden oder untergehen. Quelle: 'NZZ'

Es gibt auch ein Video zu sehen wie diese Killer-Drohne Jagd auf die Frau macht. Wie geht das? Wie kann man in der Realität, die längst an die virtuelle Realität angekoppelt wurde, jagt auf alte Frau im Ego-Shooter Modus machen? Die Frau könnte ja die eigene Großmutter sein. Ich verstehe das einfach nicht. Und das sage ich nicht nur so dahin. Der Mensch ist doch ein Mensch, bis er Gegenteiliges beweist. Was hat die Frau Ljubow Fedosowa den Russen angetan? Dass ihr der russische Massenmörder Putin zur Last legt?

Der Mann hat nicht falsch übersetzt du Depp, unterbricht mich der Scheißhausdämon. Google hat nur falsch übersetzt. Was? Meine Theorie dass der Mensch ein Mensch ist bis er gegenteiliges beweist? Nee, das mit der

Bergmann lobte Hinterhäusers Programmgestaltung, wies aber auf die Schwierigkeiten hin, die die Leitung eines Betriebs mit einer Belegschaft von bis zu 4.000 Mitarbeitern im Sommer mit sich bringt. „Diese Aufgabe ist nicht einfach“, sagte sie. „Wenn man selbst Künstler ist, wie Herr Hinterhäuser, fällt es einem vielleicht manchmal schwer, so zu kommunizieren, wie es von Managern und Führungskräften erwartet wird.“

„Normalerweise ging man davon aus, dass es sich um einen großen Künstler mit einem starken Temperament handelt, der seine Aggressionen und Emotionen ausleben muss – das ist das Wichtigste“, sagte sie. „Das funktioniert heute nicht mehr.“ Quelle: 📰

But Bergmann, who was appointed interim artistic director, said that Salzburg was “such a unique brand, such a strong brand, that a change in leadership is perhaps a little hiccup,” adding, “It’s not really something that changes anything.” Quelle: Original 📰

So läuft das heute mit den Skandälchen und Aufregern in der Welt: Fast alles wird zu einer riesigen Nummer aufgeblasen. Nicht alles.

Der Tod des Professors wirft schwierige Fragen für Cambridge in Bezug auf Rasse und Einstellungspraxis auf. Jason Arday, der jüngste schwarze Professor der Universität, wurde am Freitag tot aufgefunden. Die Universität ignorierte eine Reihe von Warnungen bezüglich seiner Lebensgeschichte und seiner Arbeit.

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Am Freitag war der Mann noch Anlass zu einem riesigen Shit-Storm in dem Sozialen Medien. So riesig, dass selbst ich auf der Donauinsel darin verwickelt wurde. Die "Presse" berichtete recht ausführlich darüber.

Aber mittlerweile scheint es, als sei Ardays außergewöhnlicher Werdegang in weiten Teilen fingiert: Der Soziologieprofessor hat seinen Lebenslauf offenbar ziemlich großzügig ausgeschmückt, wie in den vergangenen Wochen bekannt geworden ist. Auch seine akademischen Errungenschaften sind in Zweifel gezogen worden. Er habe seine Doktorarbeit teilweise von einem anderen Akademiker abgeschrieben, und neuere Texte seien voll von Inkonsistenzen und unbelegten Behauptungen, wie Recherchen gezeigt haben. Nach wochenlangen Enthüllungen in mehreren britischen Medien erscheint Arday nicht mehr als akademischer Überflieger, sondern eher als Hochstapler, dem die Medien auf den Leim gegangen sind.

Die Konsequenzen ließen nicht lange auf sich warten. Die Universität Cambridge kündigte vergangene Woche eine Untersuchung zum Fall an, und daraufhin legte Arday seine Professur aus eigenen Stücken nieder. „Es gibt einen Moment, wenn die persönlichen Kosten zu hoch werden“, schrieb er. Er wolle nicht, dass „jeder Aspekt meines Lebens unter die Lupe genommen und abgeurteilt wird.“

Schon länger Plagiatsvorwürfe

Plagiatsvorwürfe gegen Arday bestehen seit längerer Zeit. Der aktuelle Skandal ist ausgebrochen, nachdem ein Publizist namens Nathan Cofnas Ende Juli in einem Blogpost diese Vorwürfe wieder aufrollte. Etablierte Medien griffen das Thema auf, Journalisten prüften immer mehr Details von Ardays Biografie und Arbeit – und stießen dabei auch auf immer mehr Ungereimtheiten.

Publikationen wie der linksliberale „Guardian“ spielten dabei eine wichtige Rolle. Aber es ist bezeichnend, dass die Affäre ihren Anfang in der rechten Ecke nahm. Der weiße Publizist Cofnas ist ein selbst ernannter sogenannter „Rassenrealist“, also ein Rassist, der einmal sagte, in der US-Eliteuni Harvard würde die Zahl der schwarzen Professoren auf „praktisch null“ sinken, wenn tatsächlich die besten Akademiker rekrutiert würden. In seinem Blog über Arday schreibt er von „DEI-Betrug“; DEI steht für das bei den rechten Kulturkämpfern verhasste Schlagwort „Diversity, Equality, and Inclusion“, unter dem Versuche laufen, benachteiligte Gruppen in Institutionen besser zu repräsentieren.

Schnell stürzten sich rechte Medien und Politiker auf den Fall. Auch sie sehen darin ein Symptom der angeblich fehlgeleiteten Versuche, im akademischen Betrieb für mehr Diversität zu sorgen. Arday wird dort abschätzig als „Aushängeschild für Diversität“ und als „DEI-Liebling“ bezeichnet. In dem konservativen Blatt „Daily Telegraph“ wird der Fall Arday als Beweis für den „schleichenden Verfall von Großbritanniens großen Universitäten“ herangezogen; Arday selbst wird als „strohdumm“ bezeichnet.

Es handle sich um eine „koordinierte Schmierenkampagne von rechts, die auf der Prämisse gründet, dass schwarze Menschen nicht in Cambridge sein sollen“, sagte der Akademiker Kehinde Andrews im „Guardian“. Ein anonymer Akademiker sagte der gleichen Zeitung, dass die Aufregung um Jason Arday zur Folge habe, dass „sich die wenigen Schwarzen in diesem Sektor viel verwundbarer fühlen“.

Kritik auch von links

Aber von progressiver Seite wird auch Kritik an der Universität Cambridge erhoben. Die Uni sowie die Medien hätten Arday nicht wie einen Akademiker behandelt, sondern wie ein Maskottchen, schreibt der schwarze Autor und Journalist Jason Okundaye im „Guardian“. Wenn jemand als „jüngster schwarzer Professor“ gefeiert wird, dann tritt die Substanz seiner akademischen Forschung in den Hintergrund – stattdessen werde man eingeladen, die „inspirierende Story“ zu beklatschen. Es sei eine oberflächliche Zelebrierung der Diversität, die an der systemischen Benachteiligung nicht-weißer Studierender nichts ändere.

„Es braucht Chancengleichheit“. Quelle: Die 'Presse' vom Donnerstag dem 13.08.2026. Am 15.08.2026 war er in der "NZZ" tot. Sehr tragisch. Eben wollte ich diesen Artikel suchen. Stolperte aber über den Liveticker. Da gab's schon wieder Tote im Libanon und Tote in der Ukraine. Und das Wetter schlägt auch um.

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Jessas!

Wie definiert man Alter w****** neu.
Die erfolgreichsten BookTokerinnen treten nicht auf wie passionierte Intellektuelle im Stile Reich-Ranickis, sondern wie Beauty-Influencerinnen, die sich stark für die Genres Romance und Romantasy interessieren – also Romane für junge Frauen zwischen 16 und 27, in denen eine Schülerin, eine Heilerin oder eine Kriegerin Prüfungen bestehen, die Welt retten oder einfach das Schuljahr überleben muss. Dabei verliebt sie sich in ihren besten Freund, ihren Erzfeind oder beide gleichzeitig. Meistens gehen diese Geschichten am Ende gut aus. Quelle: SPIEGEL 33/2026

In diesen Erzählungen kommst du nicht mehr vor. Nicht mal als Erzfeind. Dann gehörst du zu den alten w******. Definitiv sogar.

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