Mittwoch, 14. Juni 2017
Queer!!
Vorhang: Ich bin beim dem Thema ja ein Quereinsteiger.

Da war so ne Queertante bis Onkel und auch viel Mensch dazwischen in der Glotze. Schön in österreichs Staatsfernsehen in der Sendung Kulturmontag. Neid kam auf. Seit wann ist eine geschlechtliche Identität schon ein Beitrag für eine Kultursendung. Ich dachte da muss man auch was Künsteln in einer Kultursendung. Da könnten sie ja gleich mich einladen und ich rede dann ausschließlich nur über Schizophrenie und meinen Beitrag von unterbrochenen Kühlketten zur Documenta in Kassel/Athen. Ist dann auch Kultur. Saß heute beim Hofer/Aldi kurz mal kein Personal an der Kasse. Gibt es nur bei einem Hofer in meiner Nähe dass mal niemand an der Kasse sitzt. Wenn das die alten Albrechts wüssten das beim Hofer eine Kasse nicht besetzt ist. Rief ich sofort durch den ganzen Laden. „Zahlen. Aber schnell. Der Fisch beginnt ja immer am Kopf zu stinken. Kühlkette, Kühlkette“. Kam auch gleich wer. Marty Huber heißt das Queerchen. Sagt man das Queerchen oder nur Queerchen. Marty saß da sehr entspannt vor der Kamera und jammerte ohne Unterlass. Sofort sprach Marty eine Warnung aus dass wir als Gesellschaft gar nicht so tolerant sind wie wir tun. Natürlich sind wir das nicht. Beschwerte sich Marty das tolerant nur „dulden“ bedeutet und dulden laut Marty nur heißt dass ich einem Queer-Menschen keine in die Fresse hau, was natürlich ein ausgewachsene Blödsinn ist. Toleranz kann auch Geltenlassen und Gewährenlassen von anderer oder fremder Überzeugungen, Handlungsweisen, Gebräuche und Sitten bedeuten. Etwas Geltenlassen oder tolerieren heißt auch etwas anzuerkennen. Da muss man nicht immer groß aktiv werden. Leute die aktiv werden nennt man dann auch gerne Aktivisten. Nur weil eine Person nicht Mann oder Frau sein möchte oder sich nicht entscheiden will und lieber das fließende Dazwischen macht und nicht das einigermaßen Festgezurrte wie das Tau auf einem Schiff, muss dass bei mir doch nicht gleich zu Begeisterungsstürmen führen. Mir doch wurscht wie queer ein Queer-Mensch sein möchte. Ich finde hetero-Frauen mit raus passt schon, viel spannender. Trotzdem erkenne ich an, dass ein Mensch weder auf sein Geschlecht noch auf eine handelsübliche sexuelle Orientierung festgelegt werden möchte. Wegen dazwischen muss man doch als Unbeteiligter nicht in Ekstase verfallen wie Groupies bei einem Popstar. Marty beklagte das Dulden nur ein Mindeststandard ist und kein gutes Leben. Queer-Marty sah aber nicht so aus, als ob Marty jetzt ein furchtbar grausames Substandardleben führt, mit einem Scheißhaus am Gang. Marty Huber, so white wie man nur sein kann, hat Theater-, Film- und Medienwissenschaft studiert. In einem Interview mit dem Standard ist Marty Huber natürlich auch andauernd nur am beweinen wie schwer es LGTBs haben, wo es doch bis ins Jahr 2002, eine dezidierte Gesetzgebung gegen Homosexualität gab. Ich will ja nicht unhöflich sein Marty. Aber jetzt ist 2017. Weiters beschwert sich Marty, seit aktuell vermehrt über Fortpflanzungsrechte diskutiert wird, kommen plötzlich wieder mehr Lesben vor im LGTBs-Diskurs. Marty findet das gar nicht charmant, weil das eine ziemliche Reduktion auf die Gebärfähigkeit ist. Entschuldigung Marty. Wie sollen denn Kinder sonst in die Welt kommen. Vielleicht mit einem Storch der Queer ist. Da muss auch mal stark reduziert werden. Manchmal sogar auf eine Pipette. Homo-Ehe findet Marty schön und gut, aber wo bleiben dann all die anderen LGBTs, die weder Frau noch Mann sind und sich auch nicht über Reproduktion und Gebärfähigkeit definieren wollen. Marty ich kenne das. Die Leute reden auch lieber über ihre Depressionen als über Schizophrenie. Noch lieber reden die Leute über Burn Out. Um auszubrennen müssen die Flammen des Lebens ja mal sehr hoch gestanden sein. Ist bei Schizos weniger der Fall. Die Kommerzialisierung der Gay Pride Parade in Amsterdam kritisierte Marty auch, weil sich Banken und Versicherungen zu einer sogenannten "Personal Pride = Company Pride" zusammenschlossen. Marty ehrlich. Wenn schon Banken und Versicherungen auf den Gay Pride Zug aufspringen, Reisebüros sind da auch sehr aktiv, dann kann es um die LGBT-Communities hier im ganz westlichen Westen nicht so schlecht bestellt sein. Sich einerseits beschweren das LGBTs nur „gedultet“ werden, aber sich andererseits über die Kommerzialisierung von Gay Pride Paraden aufregen ist schon a ziemlicher Spagat wenn man mich nicht fragt. Ich diagnostiziere da eine leichte Wahrnehmungsstörung. Marty erzählt dann wie schwer es ist Queer in Budapest zu sein. Musste mal ein LGTB in Tschetschenien sein oder ein uneheliche Kind vom Putin. In einer Interview-Reihe mit dem Oliver Stone machte der Zar dann einen Witz über die psychische Beeinträchtigung von Frauen während der Menstruation.
Das wäre eine Idee für eine Kunstaktion. Pussy Riot, die ja die großartigste Kunstaktion zur Aufführung brachten, an die ich mich spontan erinnere, sollte sich Wiedervereinigen und Russland wiedermal auf den Kopf stellen. Wenn sie dann nach ihrem Punkt-Gebet wieder verhaftet werden, verteidigen sie sich mit den Worten Putins. Pussy Riot war ja Aufstand, der Film «Leviathan» von Andrej Swjaginzew, der den Golden Globe für den besten Ausländischen Film gewann, hingegen die totale Niederlage. Das nackte Grauen der Film und wahrscheinlich recht nah an der russischen Wirklichkeit. Immerhin lässt sich der russische Premier Dmitri Medwedew, von einem Oligarchen Namens Alischer Usmanow, Generaldirektor eines Gazprom-Tochterunternehmens, mit einer Villa beschenken. Und ich scheiß hier ewig herum wegen Fischgrät. Marty Huber werkelt auch für Queer Base. Das ist eine Organisation von Menschen mit und ohne Fluchterfahrung in Wien, die geflüchtete Lesben, Schwule, Bisexuelle, Trans- und Interpersonen bei ihrem Asylverfahren und danach unterstützt. Menschenrechte. Gute Sache Marty dass du da so dick im Geschäft bist. Meine aufrichtige Bewunderung. Ich mach da ja weniger. Alles was ich da derzeit bringe, ist mit dem Simba, einem jungen Mann aus Nigeria, der vor dem Hofer/Aldi den Augustin verkauft, a bisserl Schmäh zu führen. Das der Simba Asyl bekommt ist eher unwahrscheinlich. Vielleicht sollte ich ihm sagen das es in Österreich seit längerer Zeit möglich ist, unter dem Titel „Angehörige einer sozialen Gruppe“ Asyl aufgrund von homo- bzw. transfeindlicher Verfolgung zu beantragen. Scheiße. Genau das werde ich dem Simba raten. Er soll Marty aufsuchen. Muss er aber vorher die Fotos von sich und seiner Freundin vom Handy löschen und aufhören andauernd über Fußball zu reden. Oder geht Fußball bei Queer. Ich könnte jetzt wieder mit dem Irak anfangen und mich mit fremden Leid schmücken wie ein geiler Auerhahn mit seinem Gefieder und von dem kleinen irakischen Jungen erzählen, der ein paar Nächte bei uns in der Sandsackstellung schlief. Na ja so klein ist der heute wahrscheinlich nicht mehr, falls er all das sinnlose Gemetzel in seinem Land einigermaßen lebend überdauert hat. Keine Ahnung ob der Queer war. Schon brutal. Kinder wie ich mal eines war beschweren sich ohne Unterlass wie gemein die Um2 hier un dort und dass ich mir nix aus dem Kühlschrank nehmen durfte. Andauernd dieselbe Laier. Schaut der irakische Junge zurück, sieht er sich in einer Sandsackstellung sitzend, umgeben von schwitzenden Männern mit geladenen Gewehren, die eine ganz seltsame Sprache sprachen. Die Wiener Antidiskriminierungsstelle für gleichgeschlechtliche und transgender Lebensweisen (WASt) hat jüngst untersucht wie es so um die Lebenszufriedenheit von LGBTs in Österreich bestellt ist. 67% der LGTs unter den Befragten sind mit ihrer Lebenssituation sehr bis recht zufrieden. 1/3 hat im öffentlichen Raum Anfeindung oder Diskriminierung erlebt. Logisch das der Bericht gleich noch weiter in die Katastrophe einschwenkte. Gewalt gegen LGTBs nehme auch in Österreich zu. Zahlen wurden keine genannt. Nicht mal ungenaue. Wobei Zahlen ja immer genau sind. 1235 ist ja immer 1235. Homosexuelle Männer dürfen beim roten Kreuz noch nicht Blutspenden. Das hat aber weniger mit Diskriminierung zu tun. Laut einer Studie des Robert Kochs Institut sei das Risiko einer Infektion bei schwulen Männern mit dem HI-Virus bis zu 100-mal höher als in der heterosexuellen Bevölkerungsgruppe. Der Ausschluss erfolgte dann aufgrund medizinischer und nicht gesellschaftspolitischer Kriterien und hat daher weniger mit Homophobie zu tun als man vorderhorst annimmt. Auf diese Thematik näher einzugehen war in diesem 9 minütigen Beitrag im Staatsfernsehen natürlich keine Zeit. Da muss die Zeit besser genützt werden. Kann ich verstehen. Ich würde im Staatsfernsehen auch nicht über den Fischgrätboden vom Goadfather sprechen, sondern nur wie stiefmütterlich meine Kleinstkunst 2375 Tage lang behandelt wurde. Die Leiterin des Queerfilm-Festivals Identities Barbara Reumüller konstatierte natürlich auch einen Rückfall in ganz dunkle Zeiten. Komisch in der Zeitung steht so gut wie nie was darüber. In unsicheren Zeiten kommt es sehr schnell zum Abgrenzen und zum Generieren von Sicherheit durch Feindbilder. Sicherlich Frau Reumüller, aber LGTBs müssen sich in Sachen Feindbilder derzeit in Österreich sehr weit hinten anstellen. Immerhin hat die Conchita Wurst für Österreich den Songcontest gewonnen und nicht ein ehemaliger Kalaschnikow-Mudschaheddin aus Afghanistan. Wir machen hier derzeit in erster Linie Asylanten, Armutsmigranten und Moslem-Bashing. Da vor allem Kopftuchfrauen und weniger Salafistenbärte. 300 Imame haben in Österreich gerade eine Deklaration gegen gegen Terror und Extremismus unterzeichnet. Fragt man sich natürlich warum. Wobei ich schlag mich auch andauernd mit Schuldgefühlen herum. Vielleicht ist das bei den Imamen eine typische Schwabbi-Situation*. Die Ängste von LGTBs stehen im Empörungsdiskurs derzeit nicht besonders hoch im Kurs. LGTBs müssen sich da schon a bisserl ins Bild drängen. Nicht dass sich die LGTBs untereinander verkloppen und das dann einem Mongo wie mir unterjublen, weil ich so LGBTs feindlich bin. Bin ich nicht. Ich kann nur das andauernde Gejammere und Geklage nicht mehr hören. Könnt ihr nicht einmal, nur einmal zugeben, dass es hier für LGTBs auch ganz schön sein kann. Nur einmal. Immerhin flüchten sich die Verfolgten LGTBs ja zu uns. Was macht ihr eigentlich wenn ihr ganz unter euch seid? Habt dir da nie Spaß. Im Übrigen war doch gerade erst wieder der Live Ball, live im Staatssender zur besten Sendezeit. Zog sich über Stunden hin. Von einem Ball für Schizophrene hab ich noch nie was gehört . Ich mache da schon einen leichten Neidfaktor aus, weil sich Asylanten, Armutsmigranten, Moslems und das ganze andere Gesocks wie Identitäre oder Reichsbürger, als Feindbilder viel besser eignen als ein paar Queere Menschen, die gleichzeitig im Stehen und Sitzen pieseln können. Mein neuer Kumpel auf der Insel, ein älterer Herr mit Hund, hat sich heute auch über die Zugerasten aufgeregt, für die extra ganze Wohnblöcke hochgezogen werden, während seine Pension nur um 0,8% aufgestockt wurde. Trümmerfrauen. Wir brauchen wieder Trümmerfrauen. Vielleicht besänftigt dass die österreichische Seele wenn wir den Neuen was über Trümmerfrauen erzählen. Hatten wir ja einige davon wie die Mami vom Goadfather, Kriegswitwe und schwer schizophren. Mein Omi war so schizo dass ich heute noch für sie die Seroquel XR einwerfen. Ich werde den Menschen Morgen mal genauer befragen wie er das Problem mit Queers als Feindbild derzeit so einschätzt. Zur Situation der LGTBs in der Kunst fällt der Frau Reumüller natürlich auch nur Fürchterliches ein. Frau Reumüller, ich will ja nicht ungerecht sein. Ich mach hier seit vielen Jahren allerkleinste Blog-Kleinstkunst, jetzt auch mit offizieller Punzierung wie Made in Germany und anstatt dass ich Geld dafür bekomme, wenigstens eine kleine Aufwandentschädigung, drohen mir LeserInnen mit Migräneanfällen. Marty redet dann noch über Politik das gewisse Gruppen als nichtnormal etabliert werden um eine Machtstruktur aufrecht zu erhalten. Jetzt zieht der Marty auch noch die Judenkarte dachte ich mir. Von Nichtnormal bis zu den allernächsten Rassengesetzen ist es dann naturgemäß nicht mehr weit hin. Werden sie uns bald wieder alle einkasteln, die Irren also mich, die unnützen Essen, schon wieder mich und all die bunten LGTs. Marty findet dann man muss auch die Gewalt gegen LGTs in der muslimischen Community ansprechen. Schwul ja solange nicht muslimsich. Ein Moslem der auf einen rosa Gebetsteppich gegen Mekka bettet geht derzeit noch gar nicht. Queere-Bronx-Moslems. Das wird aber eine Hetz dachte ich mir, wenn der Marty kommt und in meiner Hinterhofmoschee einmal mit der ganzen Gewalt aufräumt. Noch gescheiter Marty wäre es wenn ich dir gleich einmal mein Salafistentreff zeige. Aber mit rein gehe ich dann eher nicht. Ich steige ja im Zoo auch nicht freiwillig in ein Löwengehege.

Ende.

*Junge Frau die einen gescheiterten Selbstmordanschlag naturgemäß auf sich selbst überlebte. Als Bombe wurde dann ich ausgemacht. Hauptankläger war der Leutnant, die engste Freundin von der Schwabbi, sehr wahrscheinlich eine LGTB, die sich nicht zu outen traute. Vielleicht haben Imame ähnliche Sorgen, dass sie von der unwissenden Mehrheitsgessellschaft, geht ja keiner von uns in eine Moschee, auch als Bombe ausgemacht werden. Ist nur eine Vermutung.

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Montag, 12. Juni 2017
Achtung
Seit ich das Handy habe hat mich unendliche Traurigkeit überfallen. Ich mein musste das sein. Zu meiner Verteidigung kann ich nur sagen. Ich hab nur eine 10 Euro Wertkarte drin stecken.

Vermelde den Eintritt in das Zeitalter des Daumens. Ich hab jetzt ein Handy. Nicht freiwillig. Sondern wegen der scheiß Bank. Hab ich gleich voll zu geschlagen so dass ich auch ein Foto machen kann. Riesen Ding das Teil. Doch bevor es so weit ist. Da macht ich mir einmal und auch nur aus gegebenem Anlass einen Spaß über die Marla und schon erkrankt die gute Frau an Krebs. So war das nicht gedacht. Da hört sich natürlich der Spaß auf .

Ich hab auch schon eine SMS und ein Mail geschrieben. Im SMS an den S. stand "so" und in dem Mail an mich "nicht". Hier das erste Foto vom Schizophrenisten persönlich geschossen. Natürlich wollte ich gleich das Wesentliche in meinem Leben in einem Foto einfangen wie einen ausgebüchsten Sträfling.


Zur näheren Erläuterung. Im Vordergrund Seroquel XR 50. Rechts daneben Zoldem fürs . Das mit dem Blutdruck vergessen sie bitte. Das lag am Histamin. Die sind nur zur zierde. Im Hintergrund aufrecht und stolz wie ein schottischer Nationalist Seroquel 200 und 100 + Neurotop 600. Warum ich die nehme weiß ich eigentlich nicht. Ich glaub aus Gewohnheit. Dann leicht verdeckt Seroquel XR 200 und 300. Ich bräuchte aber 100-150ziger zu den Normalen. Bin ich gezwungen zu improvisieren. Von den50zigern kann ich nicht 3 Stück nehmen. Das geht ins Geld. Die gibt es nur zu 30 Stück. Sehr nervend. 300 zu den Normalen 300 geht gar nicht. Da stirbt die Kleinstkunst völlig aus. Taschentücher sehr wichtig. Falls ich einen Weinkrampf bekomme wenn ich auf mein Leben blicke. Der Fischgrätboden gehört dem Goadfather. Die Trittico nehme ich nicht. Wie ich ihnen ja schon erklärte um mögliche Depressionen kümmere ich mich nicht. Das ist was für Anfänger oder Lichtweltmenschen. Hier ein Foto aus dem Jahr 2015 . Sie sehen noch keine XR. Nur um meine Authentizität zu unterstreichen, die ja sobald man sich ins Bild wirft und in Szene setzt wie ich gerade, ja im Grunde nicht mehr gegeben ist. Nur wer seine Neuros heimlich nimmt ist echt.

Ach ja die Möbel. Die stehen nur so herum kleinstbürgerlicher Reflex. Sitzt nie wer oben. Letze Person die da saß die WFN .

Fazit: Sagt man nicht in der SMS stand.

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Sonntag, 11. Juni 2017
Ein Wien Sigthtseeing-Tipp für Insider
Vorhang: Mea Culpa. Mea minima culpa. In diesem bahnbrechenden Text geht es ums ganz große Geschäft. Was weniger daran liegt das mein letzter großartiger Sieg über die Verhältnisse schon etwas zurückliegt, nämlich als ich meine Ausscheidefunktionen zu beherrschen begann, wie der Andrea Dovizioso derzeit die Ducati, sondern dass hat mehr damit zu tun, das ich mich mit Verstopfung a bisserl herumplage. Wenn ich einmal einfach so kann muss darüber natürlich ausführlich berichtet werden.

Auf der Donauinsel. Das Wetter wie gemacht für a bisserl Leichtigkeit. Stehe ich also nur so herum, mit der Zeitung in den Händen und gehe wie immer meinem Tagwerk nach, nämlich herausragendes Interesse an der Welt vorzugaukeln. Einen gemütlichen Zeitungstag ohne Trump gibt es seit Monaten nicht. Fast alle Themen nehmen sich hin und wieder eine kurze Auszeit. Flüchtlinge, Befreiung von Mosul und Raqqa vom IS, demokratische Revolution in , Wahlen in Österreich, Türkei-Problematik, jetzt wurde auch noch der Türkei-Chef von Amnesty International Taner Kilic eingekastelt, angeblich wegen seiner Nähe zur Um2, nee zur Gülen-Bewegung, oder die Frage wie man das weiterhin drehen könnte das Griechenland uneingeschränkt zahlungsfähig gilt. Alles Themen die hin und wieder etwas leiser treten. Nicht so der Donald. Über den Donald steht so gut wie jeden Tag was in der Zeitung. Das war bei Obama seiner Präsidentschaft nicht der Fall. Das kann ich mit Bestimmheit sagen. Für Medien ist die Präsidentschaft Trump anscheinend sowas wie ein Festschmaus. Der Donald macht Auflage. Aber als Leser kriegt man da mit der Zeit fiebrige Schübe. Die Medienzirkusmacher lesen anscheinend jeden seiner Tweets und suchen dann auch noch verschärft nach dem tieferen Sinn hinter dem Buchstaben-Anschlag aufs Internet. Natürlich völlig umsonst. Auch im Seichten kann man ersaufen. Der Donald ist ja sein ganz eigener Circus. Vom gefährlichen Raubtier, üben den lustigen Clown, bis zum Zirkusdirektor, macht der alles. Nur an der Kassa sitzt seine Tochter Ivanka. Vertippt sich der Donald beim Twittern, weil der rechtschreibmäßig und grammatikalisch ungefähr auf dem Stand vom Schizophrenisten ist, also Pflichtschulabschluss geschenkt, rätselt die ganze Welt was das Gekritzel bedeuten könnte. Wär ich der Donald würde ich absichtlich Nonsens tippen. Was weiß ich. Hab heute Geschüsse genossen. Liegt mir schwer im Kragen wie ein big black Schrein. Es ist disgusting schon wieder Mekka. Muss abführen mit großartigem Deal with my saudisch Brotherhoods. Oder. Chlamydien-Attentat on Sean Spicer. Verschwörung des deep State. Werde ihn firen. Mindestens so gefährlich wie Massenvernichtungswaffen sollen ja narzisstische Führer sein. Die erkennt man an ihrer Prunksucht, wie z.B. zu viel Blink-Blink, denn nicht alles ist bei denen Gold was glänzt, dem Bedürfnis nach Bewunderung und einem eklatanten Mangel an Empathie. Das gemachte Leute so gerne in Gold machen. Also für mich wäre das nix. Den Klappstuhl mit einer Glasur Gold überziehen kann ich mir ehrlich gesagt nicht vorstellen. Verkündet der amerikanische Präsident den Austritt aus dem Pariser-Klimaabkommen, das ja mehr eine freiwillige Übereinkunft ist, ohne Sanktionsmöglichkeiten, steht in den Mainstreammedien die Welt auch schon 2 Meter unter Wasser. Dabei kann die USA erst im Jahr 2020 tatsächlich aus dem Vertrag aussteigen und gewisse Bundesstaaten wie Kalifornien machen ja ihre ganz eigene und recht grüne Umweltpolitik. Viel schwerer wiegt dass der Donald die Banken wieder dereguliert. Ein umfassender Gesetzesentwurf wurde vom US-Abgeordnetenhaus verabschiedet. Geht das wilde Zocken schon wieder los. Kapitalpolster, Liquidität, alles aufgeweicht wie Semmelbrösel in einer Schale Milch. Stresstests werden auch seltener ausgelöst und die Aufsichtsrolle verschiedener Bundesbehörden beschnitten wie die Nudel vom Schwiegersohn. Ich mach ja nix mit Nudeln. Obschon es ja auf jede ankommt. Auf jede. Sehr lustig. Die Weltwirtschaft stand ja vor ein paar Jahren recht dicht vor dem Kollaps. Epizentrum des Bebens die USA. Lehman Brothers & Friends. Einer dieser Freunde heißt Steven Mnuchin, heute Finanzminister, früher bei Goldman Sachs. Während der Finanzkrise scheffelte er Kohle ohne Ende als Direktor der Bank OneWest. Natürlich mit Hypothekgeschäften . Hab ne Doku über die Big Spender des amerikansichen Wahlkampfes gesehen. Institutionalisierte Freunderlwirtschaft. Die kaufen sich von unliebsamen Gesetzen frei. Amerikas Zurückgelassene und vom American Dream Verstoßene in den Trailer-Parks wird das auch freuen, dass die Banken wieder im ganz großen Stil zocken dürfen und sie deswegen auch weiterhin keinen Kredit bekommen. Für einen Kleinstkredit muss man sich ja würdig erweisen. Bei großen Summen ist das dann nicht mehr der Fall. Die Oxytocin-Dealer werden dieser Entwicklung auch einiges abgewinnen können. Steht der Donald breitbeinig im Rosengarten und erklärt seinen Kumpels im Rust Belt, dass er gewählt worden sei um die Bürger von Pittsburgh zu vertreten und nicht die von Paris. Das sehen die einfachen Leute dann im der Glotze und denken sich guter Mann. Vom Bankendeal wissen die in der Masse natürlich nix. Bin gespannt wie viele Amerikaner nach der Präsidentschaft Trump keine Krankenversicherungen haben werden, wo doch schon Obamacare nicht das Gelbe vom Ei und recht ein Schmarren war. Da lobe ich mir mein good old Europa. Hier gibt es noch schöne Bleifüllungen für die kaputten Beißerchen und eine neue Hüfte wenn du lang genug durchhältst . Wie auch immer. Ich war gut dabei bei diesem Wetter. Der Wortmacher hatte auch gute Laune. Ist der freundlich gestimmt wirft der keine jungen Damen auf die Gleise, um die Kühlkette mit einem Menschenopfer zu besänftigen, nee der singt dann einfach ein kleines Liedchen. Genauer gesagt so kleine Liedfetzen. Macht der eigentlich ununterbrochen. „The summer wind came blowin' in from across the sea”. Also in meinem Fall von der Donau. Von der Donau kam der Sommerwind across. Wie sage ich das jetzt ohne Gechmäckle. Mich begann auf einmal und recht unerwartet der Stift zu drücken. Falls ein Kind in ihrer Nähe ist sag ich es anders. Ein großartiger Deal bahnte sich zu meiner großen Überraschung an. Nee nicht das mit Marbach. Wobei Marbach auch a bisserl wie ein Abführmittel wirkt. Ich war am überlegen. Wieder alles zusammenpacken und schnell heimradel und in gewohnt entspannter Atmosphäre sein Werk vollbringen oder gleich auf der Insel und „All in“ gehen wie beim Poker. Nicht weit von meinem Standort entfernt gibt es ein öffentliches Häusl. Scheiß drauf dachte ich mir. Jetzt wieder heim und dann war alles nur falscher Alarm. Zwanzig bin ich auch nicht mehr. Die Kräfte gehören gut eingeteilt und das Kleinstglück straff verwaltet. Ich entschied mich fürs Donauinselhäusl. Was natürlich ein gewissen Risiko in sich birgte. Unlängst hörte ich einen Mann im Häusl meiner Wahl. Der brüllte wie ein brünftiger Hirsch. Ka Spaß. Normal ekelt sich der Stift bei so einem Gedanken und zieht sich wieder in seine Versteck zurück wie ein scheues Tier. Nicht dieser Stift. Der war nicht zu bändigen. Der wollte unbedingt raus und kurz die Freiheit des freien Falls schnuppern. Büsche wären noch als Alternative zur Auswahl gestanden. Nur wenn man Pech hat kommt der Giacomo dieser Schlingel angetrabt und schleckt einem die Rosette sauber. Nicht auszudenken wenn uns sein Weibchen dabei erwischt. Dann setzt es sicherlich was. Wahrscheinlich nicht nur mit der Flachen. An sich bin ich ein Mensch der sich nicht so schnell unrein fühlt. Ich gehe auch nach einem Komoren aufs Häusl, ganz ohne Bedenken, falls der nicht vorher von den hohen Wellen wegschwemmt wird, die ein Witz des neuen französischen Präsidenten geschlagen hat. Vorsicht war trotzdem geboten. Nee nicht wegen entlaufener Afghanen oder Politiker die in Wahrheit keine Heilsbringer sind. Dinge die keinem persönlich gehören werden oft einmal stiefmütterlich behandelt wie einst das Schizophrenisten-Kindelein. Dem Wortmacher graust es auch nur vor wenig wenn der wohlgestimmt ist. Der sang jetzt, „Wär ich ein Buch im Leben, welche Art von Buch wär ich?“ Als ich die Tür zum Häusl aufmachte war ich innerlich fast a bisserl gerührt. Alles picobello sauber und sogar reichlich Papier gab es. Nicht erinnerte an das beschissenste Klo Schottlands. Der Weiße, der M. und ich waren ja auch a bisserl wie Trainspottig. Natürlich nicht ganz so glamourös. Immerhin waren wir echt. Ich hatte einst das beschissenste Fahrrad Wiens. Konnte ich überall unabgesterrt stehen lassen. Gut, kann durchaus sein dass ich dass Häusl a bisserl anders bewerten würde wenn ich mal völlig ungezwungen reingucke und die Situation nicht an meiner Objektivität nagt wie ein Hamster an einem Goldkettchen. In der Not frisst der Teufel auch grobe Leberwurst sagt man. Der Stift bewerte die Situation ähnlich wie ich. Natürlich habe ich mich nicht auf die Brille gesetzt. Die hatte ich ja noch auf der Nase. Die Spülung funktionierte auch ganz wunderbar. Wobei Klospülung ist ja a bisserl wie die Vergänglichkeit. Die spült einen auch fort. Muss ich schnellstens mein Marbach-Formular ausfüllen. Die Frau Novemberregen ist so freundlich mir den Zettel per Post zuzuschicken. Vielen Dank WFN, die ja die ungekrönte Meisterin der sprachlichen Verkleinerung ist. Derzeit macht sie Papier. Ging alles glatt. Mit sauberen Händen und erleichtert stand ich dann wieder auf meinem Feldwebelhügel und vertiefte mich in das geschriebene Wort. Über die Brexit-Queen Theresa May wird gesagt die umgebe sich nur mit Claqueuren und Ja-Sagern. Widerspruch duldet sie gar nicht. Kritik auch sehr schwierig und wenn sie sich versucht ein menschliches Antlitz zu geben wird es peinlich. Aha dachte ich mir. Wie bei der Um2. Auch von der Statur und dem ganzen Gehabe sind die beiden Damen durchaus vergleichbar. Nur warum sollen Frauen immer mütterlich rüberkommen wenn sie keine Kinder haben. Die haben auch ein Recht auf unzugängig und distanziert. Denen mangelt es einfach an Übung bei mütterlich wie mir beim großen Geschäft in einer öffentlichen Toilette auf der Donauinsel. Gibt ja Herren auf der Insel, die halten in einem Öffentlichen richtige Sitzungen ab mit Zeitung und umblättern. Ich stand da schon a bisserl verkrampft ehrich gesagt. Hatte was von einem Gefangenen im Häfen, wenn der zur Erstbegutachtung antritt. Eines muss man den britischen Torys lassen. Die wissen wie man sich grunlos ruiniert. Da setzt der Herr Cameron so zum Spaß und ohne Dringlichkeit eine Abstimmung an, die dann gleich zum Austritt Großbritanniens aus der EU führt und seine Nachfolgerin nimmt sich dieses Szenario zum Vorbild und lässt auch ohne gröbere Not wählen, verliert dabei auch noch die komfortbale Mehrheit. Hut ab kann man da nur sagen Gnädigste. Jetzt ist sie auf die Gnade der Democratic Unionist Party Nordirlands angewiesen. Ausgewiesene hasser. In Nordirland haben die dafür gesorgt dass Ehen von gleichgeschlechtlichen Paaren nicht möglich sind. Bald werden alle Schwulen Englands aufs Festland wechseln. Na da wird sich der Herr Dreadpan aber freuen.

Fazit: Trau niemals den Wählern. Die sind wie kleine Kinder denen man die Schokolade verbietet. Falls sie also mal vorhaben Wien touristisch zu erkunden und nicht andauernd auf ausgetretenen Touristenpfaden wandeln wollen, wie die Top 10 Sehenswürdigkeiten Wiens auf Google. Fragen sie einfach beim Schizophrenisten nach. Ich melde mich dann umgehend bei ihnen und beschreibe ihnen dann den Weg zu diesem äußerst sauberen und öffentlichen Häusl. Und bitte schreiben sich nicht zurück. „Nein das ist falsch“. Besser ist es aber wenn sie unter der Woche dort mal eine Sitzung abhalten. Am Wochenende kommen die Lohnsklaven aus ihren Höhlen und dann wird die Insel zu einem ziemlichen Gemetzel. (Urheberrecht für die Bezeichnung Lohnsklaven der S. Er ist ja auch einer)Heute hörte ich einen Vater zu seiner Tochter sagen: „Was glaubst Kind. Dass des da ein Nobel-Häusl ist“.

Ende.

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