Mittwoch, 14. September 2016
Die Sizilianische Verteidigung des Schizophrenisten
Wie gehabt. Immer wenn Stress mit ihnen habe, interessieren sie sich für mich. Wenn´s lustig wird, geht gar nix. Das ist ja brutal. Jetzt muss ich mich auch noch dagegen auflehnen.
.........................................................................................

„Aber die Flucht in den Wahnsinn war für mich nie eine Option“. Der Herr. von seiner dunkelsten Seite.

So kann das mit uns nicht weitergehen. Es kann nicht angehen, dass ich da einen spröden Kleinstkunstversuch über die Bronx schreibe, und zwischen den Worten herumflitze und davon abzulenken versuch, dass ich ihnen eingentlich nur aus der Zeitung vorlesen, und im Kommentarblog, enden wir dann an einem Punkt, an dem es im Grunde kein weiter gibt, weil ich von einem Aussichtsturm der Lichtwelt, kopfüber auf den zubetonierten Untergrund der Schattenwelt gestoßen werde. So ist das weder von mir gewollt noch angedacht. Ich bin ein Schattenweltmensch aus den zerfransten Rändern der Idylle. Lesen sie einfach bei mir nach, wenn der Weiße und ich am Telefon „Schmäh führen“. Wenn sie zur Überzeugung gelangen, diese Welt ist nichts für sie, das ist ihnen entschieden „zu tief“ wie man bei uns sagt, zu abwegig oder banal, dann ist das doch auch gut. Der Weiße ist ein und ich etwas verwildert. Sie müssen doch nicht mit mir in Kontakt treten wollen. Schon gar nicht wenn sie ein bestimmtes Konzept im Kopf haben wie etwas zu sein hat und wie sich Menschen zu ihnen verhalten müssen. Mich freut es wenn sie, damit meine ich Leser, dann und wann meine kleine Sprachbühne anklicken und mir dabei zusehen wie ich da immer wieder versuche ein Stück Schattenwelt-Kleinstkunst zur Aufführung zu bringen. Das langt doch. Man sieht doch an meiner Grammatik und Rechtschreibung dass es sich hier wahrlich im Schattenweltkleinstkunst handelt. Gibt doch kaum noch Kleinstversuche von Menschen die nur einen „banalen Hauptschulabschluss“ haben. Die Gebildten grenzen sich da gerne bewusst ab und machen den hier. Wenn sie Zeit haben klicken sie doch einfach meine Kleinstkunstbühne an. Ich bin zufrieden und sie vielleicht auch. Mehr will ich und kann ich von ihnen nicht erwarten. Ich weiß ja um die Gefahr dass unsere Annäherungsversuche nicht die gewünschte Richtung einschlagen. Was auch daran liegen mag das ich einfach anders bin. Um dieses „anders-sein“ habe ich mich nie großartig angestellt. Das ist mir einfach zugefallen. Vielleicht ist das mein Talent. 30 Jahre Schattenwelt haben die Sache natürlich noch verstärkt. Ich bin halt kein Mensch von der Stange den sie einfach so verkonsumieren können. Das hat seine Vor wie Nachteile. Der Vorteil; Ich bin „wahnsinnig frei“. Der Nachteil; Ich mach seit 25 Jahren oder noch länger, so genau kann ich das gar nicht mehr sagen, Schattenwelt-Weihnachten. Am Weihnachstabend gehe ich jedes Jahr grantelnd einmal die Straße auf und ab und nie weiß ich wie ich mich dazu verhalten soll. Weil ich um diese Problematik bestens Bescheid weiß, schreibe ich doch andauernd darüber dass es gescheiter ist einen Menschen wie mich einfach nur anzuklicken. Aber nein. Es gibt Personen die wissen es immer besser oder anders, was dann dazu führt das sie im Kommentarblog unbedingt den Beweis erbringen müssen, das sie in letzter Konsequenz der bessere oder wertvollere Mensch sind, nur weil ich ihnen nicht auf halben Wege entgegenkommen kann. Sie wollen an einer ganz bestimmten Stelle abgeholt werden oder ihre Duftmarke setzen, so sind sie es gewohnt, doch sobald ihnen das nicht gelingt, weil ich das einfach nicht bringe oder sie "anders verstehe", wird es „lebensgefährlich“ für mich. Das kann doch nicht so schwer zu verstehen sein.

Weder inhaltlich noch biografisch bin ich als Mensch über die zerfransten Ränder der Idylle hinausgekommen. Dieser zerfranste Rand ist und war immer meine Lebenswirklichkeit. Entsprechend zerfranst bin ich als Mensch. Das lässt sich nicht nur an der Herkunft eines Menschen festmachen, sondern am Lebensweg den ein Mensch eingeschlagen hat oder einschlagen musste. Schattenwelt-Mensch sein bedeutet das man ein aufgebener Mensch ist. Aufgeben von der Gesellschaft wie wie auch von der Familie. Ich rufe niemanden mehr an um ein Gespräch zu suchen. Was nicht bedeutet das ich mich über eine nette Unterhaltung nicht freue. Der Fischgrät und Flügeltüren-Goadfather, hatte mich schon früh aufgegeben, viel zu früh finde ich, und doch wiedergefunden, am Straßenrand des Leben in Fetzen. Jetzt stehe ich da im Niemandsland, nicht Fisch nicht Fleisch. Über meine UmS kann ich in dieser Hinsicht nichts sagen. Die haben mich nie angenommen. Wie oft muss ich mich noch gebetsmühlartig wiederholen, dass ich ein Sandler/Obdachloser bin, der durch ein paar glückliche Umstände wie dem Fischgrät und Flügeltüren-Goadfather, über seinen eigentlichen Möglichkeiten lebt. Weit sogar. Ich gehöre zu den ganz wenigen Menschen, denen die Diagnose „Schizoaffektive Psychose“, das Leben gerettet hat. Bitte hacken sie an diesem Punkt nicht mehr nach. Sie müssen mit dieser Wahrheit ja nicht leben. Sie machen es sich da zu einfach wenn sie an diesem Punkt immer wieder einhacken und mich zappeln lassen wie einen Fisch an der Angel.. Nicht wirklich. Ich habe eine Nerventante nur die macht nix mit Diagnosen. Ich kenne diese Ärzte nicht die mir dieses Schicksal zugeschrieben haben. Ich habe niemanden bestochen. Auch nicht in Gesten. Nicht mal den Fischgrät und Flügeltüren-Goadfather. Etwas überzeichnet ausgedrückt sitze ich einfach nur noch so da. Meine Lebensverhältnisse sind "nicht prekär“, aber ich als Mensch bin es. Gibt doch kaum Fischgrät und Flügeltüren-Wohnungs-Menschen die ihre Wäsche einfach in eine Kiste werfen. Natürlich gewaschen. Das war schon immer so. Gestalterisch habe ich in meine Biografie nie großartig eingegriffen. Ich habe da nix gestaltet nur versucht durchzuhalten. Zum gestalten fehlt mir das Talent. Ich habe da nicht die entsprechenden Möglichkeiten, kann auf nix zurückgreifen, dazu langt es bei mir mit der Selbstwirksamkeit einfach nicht, weswegen ich freimütig bekenne ein Sandler zu sein. Nicht das sie mich jetzt wieder mal falsch verstehen. Ich kann auch nix dafür dass mein Rest-IQ recht hoch ist, auch wenn der Herr behauptet, das ich mit einem Speed-Koks-Cocktail meinen Restverstand ins Nirwana geschossen habe. Das stimmt so nicht. Seit dieser Nacht, es war mein einziger Ausflug in diese Welt von Rausch, denke ich das ich diesen Tag auf gar keinen Fall überlebe etc. Bemüht habe ich mich um das bisserl Verstand nicht. Ist wahrscheinlich was Genetisches. Sie sind das einfach nicht gewöhnt das Schattenweltmenschen versuchen ihren Restverstand zu beutzen wie ein Handtuch. Deswegen neigen sie dazu erstmals über mich "hinwegzudenken". Dagegen wehre ich mich. Sobald sie damit aufhören, höre ich auch damit auf mich dagegen aufzulehnen. Zur Unterhaltung lese ich gerne Bücher und so ein Zeugs aus der Lichtwelt. Nachmittagsfernsehen langweilt mich. Dafür muss ich mich doch nicht entschuldigen oder?. Und für ihre Erwartungshaltung kann ich auch nix. Ganz schlimm wird es wenn sie versuchen mich in die Schranken zu weisen und domestizieren, und mich dann an die Kette ihrer Wertvorstellungen legen, weil sie unbedingt beweisen müssen dass sie ein viel klügerer und bedeutsamer Mensch sind. Paragraph 1. Sie sind immer der Klügere. Paragraph 2. Sind sie mal nicht der Klügere tritt Paragraph 1 in Kraft. Dieses kleine Katz und Maus spiel endet dann so gut wie immer in einer kleinen Tragödie. Sie gehen dann immer zu weit, viel zu weit, und wollen auch um die Burg nicht mehr einsehen dass sie sich ab einen gewissen Punkt einfach ins Unrecht setzen und sich im Grunde ziemlich daneben benehmen.. Doch machen sie. Ich kann nix dafür dass sie kein besonders edler Mensch sind. Ich bin nur der durch den sie das in Erfahrung bringen. Ehrlich.

In der Regel läuft es dann so dass sie ziemlich üble Sachen bei mir rein schreiben, ihre Kommentare löschen, meine auch mal mit, oder gleich ihr ganzes Blog, oder sonst irgendwie weit übers Ziel hinausschießen. ist so. Das liegt nicht an mir sondern an ihrem Narzissmus/ Ego. Und dann geschieht folgendes. Sie gehen dann einfach zurück in ihren kleinen Ausschnitt von Lichtwelt und tun dort so als ob beim Schizophrenisten in der Schattenwelt überhaupt nix vorgefallen wäre. Dann schreiben sie wieder schön ihre Sachen, oder eröffnen ein neues Blog einfach unter einem anderen Namen und dort zeigen sie dich dann von ihrer schönsten Lichtweltseite, während sie bei mir einen Tobsuchtsanfall nach dem anderen hatten. Läuft es dann in ihrer Lichtwelt wieder gut für sie, bestärkt sie das dann erst Recht in ihrem Urteil, das sie niemals über das Ziel hinausgeschossen haben und es keinen Grund gibt warum sie sich beim Schizophrenisten entschuldigen sollten. Das typsiche Um2-Prinzip. Warum machen sie das? Weil sie es sich erlauben können, weil sie ja von ihren Lichtwelt-Kumpels überhaupt keine Konsequenzen fürchten müssen. Denn irgendwo tief drinnen zwischen Skrotum und den Ausläufer eines seelischen Tiefdruckgebiets, ahnen sie, dass der Schizophrenist genau der ist, der er vorgibt zu sein. Das ist der springende Punkt. Sie biegen sich einfach wie ein Baum im Wind, schütteln sich einmal und weiter geht’s. Nur mich haben sie inzwischen wieder ein Stück weiter Verunmöglicht und die Isolation getrieben, woraufhin im mich immer weiter von ihnen abgrenze. Ich bin sozusagen eine 1-Mensch-Subkultur. Wenn sie am Schizophrenisten scheitern und Amok laufen können sie davon ausgehen das mit ihnen etwas nicht zum Besten bestellt ist. Sie müssen mal bitte genau hinsehen. In der Regel reagiere ich nur auf etwas wie im letzten Beitrag. Ich kann doch nix dafür wie die Leute die Welt sehen. Die Hannah Arendt sagte: "Unsere Identität wechselt so häufig, dass keiner herausfinden kann, wer wir wirklich sind". Vielleicht sind sie es einfach nicht mehr gewohnt dass ich ein Mensch bin der am gekonnten wechseln seiner Identität gescheitert ist .

Und was meine Flucht in den Wahnsinn betrifft. Ich bin auch nicht der Ansicht das die Flucht in den Wahnsinn ein Geschäftsmodell ist das sich selbst trägt, sonder eher eine Farce . Aber noch ist es meine Farce.

Signiert:

... link (2 Kommentare)   ... comment


Dienstag, 13. September 2016
Auf der Flucht vor der österreichischen Gemütlichkeit
„…….und wenn ich an die ex-einviertelhausbesitzerin und ihren happschi denk: beide weichgesoffen, medikamentenabhängig, seit jahren in psychiatrischer behandlung, aber: nicht entmündigt. was zählen solche stimmen, und wieso dürfen solche menschen denn überhaupt wählen?“

Diesen Textausschnitt habe ich aus einem Blog von Blogger.de geklaut. Aus einem österreichischen Blog möchte ich betonen . Immer wieder aufs Neue versuche ich ihnen, vielleicht auch mir, ziemlich verzweifelt zu erklären, warum ich vor der schlampigen Gemütlichkeit, die man uns Österreichern gerne umhängt wie einen Heiligenschein, seit vielen Jahren auf der Flucht bin. Diese Flucht ist ja mein Lebensthema. Das mit der österreichischen Gemütlichkeit, der man gerne ein freundliches Wesen unterstellt, ist ja ein übles Klischee. Unsere Gemütlichkeit, so wir überhaupt eine haben, hat ja was zu tiefst Militantes, Schweres und Strenges, und ist an unnachsichtige Normen gebunden, die das kleinstbürgerliche Österreich immer wieder aufs Neue unter sich ausmacht, ohne dass sich die Grenzen dieser Normen auch nur um einen Millimeter verschieben. Wenn sich Normen verschieben dann nur weil der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte diese Verschiebunen gewissermaßen diktiert. Von innen kommt da nix. Als gescheiterte Existenz, genetisch nervengeschwächt, trotzdem vom kleinstbürgerlichen Goadfather aufgefangen, in den zerfransten Rand der Idylle verbannt und an den Titten des Sozialstaates nuckelnd, kann man in Österreich im Grunde nicht reüssieren. Zumindest nicht als Mensch. Überleben natürlich das läuft, aber sobald es ums erleben geht wird es zappen duster. Mit so einem Menschen will der kleinstbürgerliche Österreicher nix zu tun haben . Bei einem Menschen der schon Montag Klappstuhl macht, geht dem Österreicher die Galle über. Die erleben so einen Menschen wie mich als schlimmen Affront und unerträgliche Zumutung. Was anderes lässt das österreichische Gemüt, das immer nur ein kleinstbürgerliches Gemüt sein kann, einfach nicht zu. Warum immer nur kleinstbürgerlich? Den Adel haben wir nach dem Zusammenbruch der Monarchie aus dem Land geschmissen, in der Zwischenkriegszeit haben sich katholische Klein und Herrenbauern und gottlose Proletarier gegenseitig die Schädel eingeschlagen und unter den Nazis haben wir das intellektuelle jüdische Großbürgertum umgebracht oder vertrieben. Dieser brain drain hält ja bis heute an. Talent verlässt noch heute scharenweise das Land. Die reißen natürlich intellektuelle Löcher die wie dann mit deutschen Nummerus Clausus Flüchtlingen auffüllen. In der Breite, ich betone in der Breite, sind wir die Nachkommen schäbiger Mitläufer, bösartiger Denunzianten, haltloser Zynikern, gekonnter Geschichtsfälscher, taktloser Heuchlern und notorischer Lügner. Doch ist so. Das die FPÖ in Umfragen bei 35% liegt hat ja schon seinen festen und größenwahnsinnigen Untergrund. Aber wirklich fürchten muss man sich als gescheiterte Existenz vor allem vor den Reaktionären im liberalen Trachtengewand. Die machen andauernd hinten herum. Die Errungenschaften der französischen Revolution haben in unseren Volksgekörpere kaum epigenetische Spuren hinterlassen. Die Freiheit, der Gleichheit, die uns alle in Brüderlichkeit vereint, haben die Habsburger einkassiert und gekillt. Heute verkaufen wir das Scheitern einer bürgerlichen Revolution als Attraktion an obrigkeitshöhrige Touristen aus Asien. Die Aufklärung als beherrschendes Prinzip hat sich bei uns nie wirklich durchgesetzt. Der österreichische Humanismus, der von der Achtung der Würde des Menschen geprägt sein sollte, ist hier immer an gewisse Bedingungen geknüpft. Siehe oben. Ein Wahlrecht muss man sich erst einmal verdient haben. Das steht so sogar im bürgerlichen Recht, das man im Allgemeinen auf das ordnungsgemäße Verhalten der Menschen vertrauen sollte. Nur was ordnungsgemäß ist macht das kleinstbürgerliche Österreich wie schon gesagt immer unter sich aus. In der Regel brauchen die kan Richter. In seiner durchaus berechtigen Angst von anderen österreichischen Kleinstbürgern gerichtet zu werden, richtet der kleinstbürgerliche Österreicher im vorauseilenden Gehorsam, notgedrungen selbst. Natürlich erbarmungslos, immer nach oben hin kuschend und nach unten hin tretend. Als gescheiterter Mensch wird man in Österreich von allen Seiten bedroht, bedrängt, verachtet, gemieden und letztendlich zur Flucht gezwungen . Familie, Dach, Donauinsel an der falschen Stelle, in Blogs usw . Seit vielen Jahren bin ich nur noch am Flitzen. Nur weiß ich nicht wohin außer immer tiefer hinein in die Isolation. Mir geht es da wie denn Türken in diesem Land. Unter bestimmten Umständen wäre ich durchaus bereit das Land der Gemütlichen zu verlassen.

Denn zwischen den oben beschriebenen Personen und mir gibt es ja keinen großen Unterschied. Ich bin Semi-Wohnungseigentümer, an den Rand des Zerfalls gesoffen und in den Wahn gelebt, medikamentenabhängig, und seit Jahren in psychiatrischer Behandlung, aber nicht entmündigt. ich weiß. Blöde, nein beinahe kindlich naiv habe ich mir eingebildet, ich mach ich es wie die Schmetterlinge. Genau wie der Lungenenzian-Ameisenbläuling. Wenn der ausreichend am Enzian geknabbert hat, habe ich gelesen, lässt der sich zu Boden plumpsen und von Knotenameisen adoptieren. Dafür ahmt der Enzian-Falter den Körpergeruch der Ameisen nach. Die Ameisen lassen sich täuschen, schleppen die Bläulingsraube in ihr Nest und füttern den Balg, bis der sich verpuppt und als schöner Falter den Ameisenstaat verlässt. Genau so wollte ich das auf Blogger.de angehen. Als gescheiterte Existenz beginne ich da ein Blog, und so nach und nach verwandle ich mich schreibend und durch ihre Klicks in einen ansehnlichen Kleinstkünstler, auch um mein Wahlrecht nicht zu verwirken.

Fazit: Ich möchte mich noch einmal aufrichtig beim kleinstbügerlichen Österreich entschuldigen das ich es nicht besser hin bekomme .
Signiert: .

... link (2 Kommentare)   ... comment


Montag, 12. September 2016
Die Sau von der Donauinsel
Um Österreich etwas aus der „hahaha das gibt es ja nicht, so eine Bananenrepublik“ Schusslinie zu nehmen, versuch ich sie von dem institutionalisierten Scheitern in Rot-Weiß-Rot mit etwas ganz Banalen wie dem Entleeren von Blasen abzulenken. Sie wissen nicht wovon ich rede. Weil die Kuverts in die man die Briefwahlzettel steckt bevor man die wieder retourniert nicht richtig kleben, muss die „Hofburg-Stichwahl-Wiederholung“, wegen leichtfertigem Umgang mit Briefwahlstimmen, vom 2. Oktober, auf den 4. Dezember verschoben werden. Schon 2016. Der österr. Innenminister Sobotka soll gesagt haben, das der deutsche Kleber der nicht hielt was er versprach, die Schuld für das Debakel übernommen haben soll. 1. Weltkrieg, 2. Weltkrieg, Euro, pathologischer Exportüberschuss, "Wir schaffen das". So ein Kleber passt da doch hervorragend ins deutsche Portfolio finde sie nicht. Staatsversagen scheint ja derzeit in den westlichen Demokratien ziemlich on Vogue zu sein. In Frankreich, sagte der Radiosprecher, wird beinahe jeden Tag ein Terroranschlag verhindert. Auf Näheres möchte der französische Premierminister Manuel Valls aber nicht eingehen. Aber er geht davon aus dass weiterhin Unschuldige auf französischen Boden sterben werden. Da wäre es doch fast schon gescheiter der Mann sagt nix mehr. Ein Staat der freimütig verkündet dass er seine Bürger nicht schützen kann, muss an sich als gescheitert betrachtet werden. Anstatt auf der Donauinsel schön artig die paar Meter zum WC zu gehen und mich standesgemäß in einem dafür vorgesehen und mit entsprechender Gerätschaft ausgestatten Gebäude zu erleichtern, habe ich einfach in die Büsche gepisst. Um bei der Wahrheit zu bleiben. Ich bin kein Ersttäter. Doch bevor sie mein unflätiges Benehmen voreilig tadeln und den Stab über mich brechen, muss ich etwas weiter ausholen, damit meine Ausrede auch eine gewisse Qualität hat und sie meine Beweggründe etwas besser verstehen. Das ich einfach in die Büsche mache und so dazu beitrage das der Naherholungsraum Donauinsel in ein stinkendes Urinal verwandelt wird, hat nix mit schlechter Kinderstube oder fehlenden Manieren an sich zu tun. Mir geht es dabei einzig um einen politischen Protest. Ich will mit meinem Handeln nur aufzuzeigen wie sinnlos bewusster Umweltschutz und das ganze Zeugs mit der Ökologie, C02 Bilanz und dem nachhaltigen Umgang mit fossilen und nachwachsenden Rohstoffen ist, wenn sich nur ein verschwindend kleiner Teil der Menschheit dazu verpflichtet fühlt. Ich hab gelesen beim Artensterben ist es ja so das es Super-Arten gibt. Stirbt so eine Superart führt das zu einem fürchterlichen Arten-Gemetzel. Die fallen dann wie Domino-Steine. Nur weiß man zu wenig wer da jetzt der Superstar unter den Arten ist, die wir auf gar keinen Fall killen dürfen. Beim Weltpolitik-Domino zwischen den einsteigen Blockmächten war das ja viel einfacher zu eruieren. Da sagte man einfach dieser Stein sagen wir Vietnam, nee der darf nicht fallen, weshalb man ein paar Bomben warf wie einen glühenden Teppich, und alles wurde ganz anders anders. Doch Bienen. Bienen sind so ein Superstar unter den Arten. .

Ein Beispiel: Letzens im Auslandsreport ging es wieder mal um China. Fragte der ORF-China-Korrespondent den Chefe Chinas größten Autobauers, wie die Chinesen es denn so mit der Umwelt halten, wenn sich immer mehr Chinesen dick motorisieren und riesen Karren chauffieren. Die Luft in Chinas Großstädten ist ja jetzt schon ungefähr so gesund wie in einem illegalen Kohlebergwerk in der der Ukraine, das man nur auf den Knien rutschend betreten kann. Och ja, antwortete der Chefe im gestochenen Englisch das er wahrscheinlich von einer amerikanischen Elite-Uni hat, mit einem nachsichtigen Lächeln, das jeden Einwand gleich mal mittels Container ins Ausland verschifft, Chinesen lieben es nun mal große Autos zu fahren. Gegen diese Tugend ist kein Kraut gewachsen. Große Autos gehören einfach zu China wie das Scheitern zum Schizophrenisten. China ist auf dem Weg zu einer imperialen Macht nicht mehr aufzuhalten. Das zeigt sich nun mal auch am nationalen Fuhrpark. Und nicht nur am nationalen Fuhrpark. Auch an den Quartalszahlen deutscher/europäischer Autobauer zeigt sich das, genauso wie in der Auto-Zuliefererindustrie Österreichs/Europas und der übrige Welt, oder in den Bilanzen europäischer Stahlerzeuger, die derzeit bei vielen tief rot sind, weil die Chinesen 430 Millionen Tonnen Stahl zu viel auf Halde haben. 430 Millionen Tonnen Stahl zu viel. Nicht schlecht Herr Specht. Das entspricht 50% der weltweiten Stahlnachfrage ohne China. Diese Chinesen sind auch nicht blöde. Lagern mögliche soziale Konflikte/Unruhen, wenn die Tausende Stahlarbeiten auf die Straße setzen müssten, einfach nach good old Europe aus und wenn ich die Parterre-Chinesen darauf anspreche wissen die natürlich von nix. Muss ich mich mal vor Ort schlau machen, wo mir was weh tun muss, damit ich dort Linderung erfahre. Sogar bei den Paraolympics zeigt sich das China nicht zu stoppen ist. Im Rollstuhltennis gewann der Chinese Dong Shunjiang gegen den Österreicher Landmann Nico glatt 6:0, 6:3 .

Das China in allem lieber klotzt als kleckert hat unter Umständen, auf die ich nicht näher eingehen möchte, mit der schlimmsten Hungernot der chinesischen Geschichte zu tun. Während Mao Tse-tungs angeordneten Großen Sprungs nach vorn, so zwischen 1959-1962, wurde ja die Landwirtschaft zwangskollektiviert, woraufhin die Ernteerträge wegen miserabler Durchführung dieses Großen Sprungs und weiterer Unpässlichkeiten die man eh im Netz nachlesen kann, drastisch zurückgingen und grob geschätzt 40 Millionen Chinesen nicht weit genug sprangen. Der Mao machte inzwischen den hier . Ganz genaue Zahlen gibt es nicht oder die werden unter Verschluss gehalten. Vielleicht haben die Chinesen auch nicht ganz so penibel buchgeführt wie andere Nationen wenn es um nationale Amokläufe ging. Trotzdem brannte sich diese nationale Tragödie tief in das kollektive Bewusstsein der Chinesen ein. Ob sich wirklich so zugetragen hat weiß ich natürlich nicht. Ich werde mal die Masseurinnen fragen was die von dieser Arbeits und Freizeithypothese halten. Um eine weitere Tragödie dieser Art zukünftig zu verhindern, wurde in China auch die Ein-Kind-Politik eingeführt, bösen Zungen behaupten 1 ½ Kinder-Politik, die wiederum eine bedeutende Ursache für den ökonomischen Aufstieg Chinas ist. Wächst das BIP über einen längeren Zeitraum wesentlich schneller als die Bevölkerung, steigt in der Regel auch der Wohlstand. China ist heute der weltgrößte Verbraucher von Getreide, Fleisch, Kohle, Energie, sowie der größte Markt für und der größte Hersteller von Automobilen. Der Größte C02 Emittent ist China sowieso. Das wird auch eine zeitlang so bleiben. Weil die Bevölkerung Chinas trotz Ein-Kind-Politik noch immer wächst, und bis 2030 auf gut 1,5 Mrd. Menschen anwachsen wird, bringt es jetzt auch nur sehr bedingt etwas, wenn sie hier in Europa eine persönliche C02 Ausstoß Tabelle führen und ihren ökologischen Fußabdruck so klein werden lassen wie die Möglichkeiten des Schizophrenisten, aus der Falle in der mein Leben steckt wieder heraus zu kommen. Auch wenn sie nur noch zwei Mal in der Woche einen Fleischberg mittels Verdauungstrakt abbauen, folgsam auf das Auto verzichten und dem großen Glück von öffentlichen Verkehrsmittel fröhnen, oder gleich ganz aufs nee umsatteln und einen auf old school Chinese machen. Zu viel mehr als ein paar kosemetische Verschönerungen in der weltweiten CO2 Bilanz wird ihr Handeln nicht führen, was aber durchaus löblich ist. Ich wil sie doch nicht entmutigen. Ich bastle hier nur an einer Ausrede. Ändert sich in der Redewendung das ein Sack Reis oder ein Fahrrad in China umfällt nur die Länderbezeichnung. Inhaltlich bleibt alles wie gehabt. Die Inder sind auch ganz heiß auf Autos oder einen ökologischen Fußabdruck mindestens 2-3 Schuhnummern größer. Heute stand in der Zeitung das Indien eine historische Steuerreform auf den Weg gebracht hat. Der indische Präsident, Pranab Mukherjee, hat mit seiner Unterschrift einen Gesetzesentwurf für eine landesweit einheitliche Steuer auf Waren und Dienstleistungen abgesegnet. Für Indien ist das ein historischer Durchbruch. Die neue Mehrwertsteuer soll ein undurchschaubares Dickicht aus Zöllen, Steuern und Transportabgaben ablösen, die bisher jedes der 29 Bundesländer eigenmächtig festlegte. Egal ob wir TIPP oder Ceta ablehnen. Der Weltökonomie ist des ziemlich egal.

Zurück von den globalen Weltzusammenhängen zu den ziemlich lokalen auf der Donauinsel. Wir haben ja derzeit einen wunderschönen Spätsommer in Wien. Das schöne Wetter treibt ja ja nicht nur Leute wie mich mit Klappstuhl auf die Insel, sondern auch zahlreiche HundehalterInnen. In Wien gibt es um die 62 000 gemeldeten Hunde und sicherlich auch ein paar Illegeale. Hunde haben nur mal ihre Bedürfnisse wie Auslauf. Ich habe die Beobachtung gemacht dass der gelernte Wiener auffällig nett zu Tieren ist. Nicht nur der gelernte Wiener. Der Österreicher an sich ist ein ziemlicher Tierfreund. Die Um2, meine über alles geliebte Stiefmutter, und der Goadfather (den ich wirklich mag) sind extrem tierliebend. In meiner höchstwahrscheinlich nur eingebildeten Not habe ich den beiden mal vorgeworfen, dass ich es in diesem Haushalt wesentlich einfacher hätte, wenn ich den Part der Hauskatze übernehmen könnte. Die brauchte sich nur demonstrati vor den Kühlschrank setzen und ihren Unmut bekunden, schon wurde die fürstlich belohnt. Die beiden dachten ich mach mal wieder einen meiner blöden und haltlosen Witze. Aber das war kein Witz. Derzeit ist mächtig viel Betrieb auf der Donauinsel. Wie soll ich das jetzt am gescheitesten ausdrücken um niemanden mutwillig zu verägern. Für Hunde gibt es ja derzeit auf der Donauinsel kein spezielles Urinal. Hunde heben in der Regel einfach nur das Beinchen und pissen irgendwo hin. Das lässt sich in der Regel (noch) nicht verhindern. Da hilft es auch nix wenn sich geschätzte 50% der Hundebesitzer vorbildlich an die Hausordnung der Stadt Wien halten und den Haufen ihres eigentlichen Lebensabschnittspartners artig in einem Plastiksackerl schaufeln. Über die Blase ihrer Lieblinge haben die Wiener nur sehr bedingt die Regenschaft. Ich kenne Stellen an der Donau, die an die großen Parkplätze anschließen, das stinkt es wie früher auf den Bahnhofstoiletten. Deswegen mache ich mir auch nicht mehr die Mühe aufs öffentliche Donauinsel-Häusl zu latschen. Ist eh schon „ghupft wie gsprungen“.

Kam es vor ein paar Tagen zu folgender Situation; Während ich gerade in die Botanik pieselte, nicht von der Straße aus, sondern eh von einem recht schwer einsehbaren Ort, kam gerade ein älteres Pärchen mit Hundeleine des Weges. Sagte die Frau zu ihrem Mann sichtlich angepisst, leise aber doch laut genug das ich es hören konnte: „Ist des eine Sau. Der schifft da einfach in die Bäume“. Brach der Schizophrenist in schallendes aus, denn keine zwei Meter weiter von mir entfernt erleichterte sich gerade deren Hündchen.

Signiert:

... link (0 Kommentare)   ... comment