Samstag, 9. Juli 2016
Sterben werbefrei oder warum Moral einen Preis hat
Korrektur. Philando Castile war bewaffnet. Geschossen hat er aber nicht.

In den USA haben Polizisten einen schwarzen Mann, Namens Philando Castile erschossen. Der saß am Beifahrersitz und wollte bei einer Verkehrskontrolle angeblich nach seinem Führerschein greifen. Ein Video gibt es auch, gedreht von seiner Freundin Diamond Reynolds. Wie genau der Mann abkratzt beschreibt Spiegel.de dann in Worten. In meiner Qualitätszeitung steht des Weiteren das ein gewisser Micah Johnson aus Hass oder Rachegelüsten, was weiß ich, fünf weiße Polizisten tötete und mindestens 7 Polizisten und zwei Zivilisten verwunderte. Das Erschießen, Sterben und Morden gehört irgendwie alles zusammen. So eine Art Eintopf des Irrsinns. Aktion-Reaktion auf etwas uraltes und ungelöstes Problem, das mit einen gewissen Rolfe Glück seinen Anfang nahm, der 1619 notierte: Gegen den 20. des Monats August kam zu uns ein niederländisches Kriegsschiff, von dem wir 20 Neger kauften." Die 20zig Unglücklichen waren alles Angolaner für die Tabakernte. Entfernt hat das auch mit der Dach-Tante zu tun, die nicht einsehen will das es Habenichts wie ich auch schön haben wollen und mein Sitzen im Klappstuhl mit einer Zeitung in der Hand zur Anzeige bringen wollte. Soll ja in kurzer Zeit mehrere Schießereien in den USA gegeben haben, die eines gemein hatten. Sie wurden per Handy-Video festgehalten und teils sogar live ins Netz gestellt. Ist das gut fragt Spiegel online. Und dann sieht man auf Spiegel online eine 1:03 Minuten lange Version der Aufnahmen von Diamond Reynolds, die sich auf Facebook Lavish Reynolds nennt. Ich bin ja auch auf Facebook, als Kleinst/Künstler. Ich glaub der Frau könnte ich jetzt eine Freundschaftsanfrage stellen. Bitte schreiben sie jetzt keinen Kommentar über Trostspender. Das wäre fürchterlich geschmacklos. Das Sterben Philando Castiles wurde von Spiegel-online in dem Video unerkenntlich gemacht. Steht eh im Bild: Szene verfremdet. Spiegel-online geht mit dem live-Streaming-Sterben ziemlich hart ins Gericht und schreibt: Möglich machen das die etablierten sozialen Netzwerke: Twitter startete sein Periscope Live im März 2015, Facebook Live seinen Streaming-Dienst im April diesen Jahres. Wenn du live interagierst", prahlte Facebook-Chef Mark Zuckerberg zur Premiere, "fühlst du dich auf persönlichere Weise verbunden." An die Snuff-Videos dieser Tage dachte er dabei wohl kaum“. Können sie eh alles selber nachlesen.

Falls sie sich das Video auf Spiegel-Online ansehen, sehen sie ja nur eine schwarze Frau die das Geschehen kommentiert. Recht unspektakulär. Auf Facebook hingegen, wo nix mit Sex läuft, gibt es alles unzensiert. Siehste schön wie der Mann verreckt. Bevor es los geht steht da. Warnung-Explizites Video. Videos mit expliziten Inhalten können schockieren, kränken und verärgern. Bist du sicher, dass du das sehen möchtest. Die Tür ist doppelt abgesperrt, der Blutdruck passt auch. Warum auch nicht. Und dann geht`s wirklich schockierend los. Der Mann ist ja gleich einmal Tod. Das Video dauert dann noch gut 10 Minuten. Dramaturgisch nicht besonders gut durchdacht. Dafür aber echt. Eines Lob ich mir aber auf Facebook. Dort beginnt das Video nicht wie auf Spiegel-online 20 Sekunden zeitverzögert wegen einer Werbung für ein Haarwaschmittel.

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Freitag, 8. Juli 2016
Schmutziger Kommentar zur „Nein heißt Nein Sexualstrafrechtsreform“.
„Nein heißt Nein“, finde ich gut. Was ihr Deutschen da macht ist wirklich nicht von schlechten Eltern.. Auch wenn ich mich wiederhole. Wenn ne Lady, kann natürlich auch eine ziemliche Bitch sein, „Nein“ zu einem Kerl sagt, ich will von dir weder körperlich begehrt noch sonst wie angefasst werden, vielleicht darfst mal an einem langen dunklen Wintersonntag wenn du schwer depressiv und a bisserl selbstmordgefährdet bist, mal kurz an mich heran, natürlich nur platonisch, lieber wäre es mir aber wenn du es sein lässt, dann bedeutet das "Nein" auch „Nein“ und nicht vielleicht. Schade dass Frauen und Männer sich da nicht etwas freier und nobler einig werden, und deswegen die Stellschrauben des Sexualstrafrechts mal wieder etwas fester angezogen werden müssen. Gilt dieses neue Bestimmungen im Sexualstrafrecht jetzt auf für Lesben und Schwule oder explizit nur für Heteros und Kerle? Anlassfall für die Gesetzesänderung waren ja heterosexuelle Kerle, wenn ich mich jetzt richtig erinnere. Wird schon alles abdecken oder? Wahrscheinlich auch Altersheime und Psychiatrien? Das jetzt sogar das penetrante Grabschen und Küssen, genauer gesagt die Überrumpelung, ein eigener Tatbestand ist, oder so formulliert wird, das leichter geahndet werden kann, hat sicherlich seine Berechtigung. Da gibt es nicht einzuwenden. Wird eine Frau von einem Kerl mit sexuellen Aversionen, nee Avancen , überrumpelt, neigt das Weib ja dazu in Schockstarre zu verfallen und sich Tod zu stellen. Sieht nicht schön aus. Beim Angriff eines Bären wird einem ja ähnliches geraten. Gibt auch YouTube-Videos mit Tieren die sich tot stellen. Da tun Menschen so als ob sie ihre Lieblinge erschießen, eh nur mit dem Finger, und die Lieblinge stellen sich dann tot. Ein Hund, ein Hamster, eine Katze. Ziemlich lustig. Diese Clips haben wesentlich mehr Klicks als mein Blog. Wesentlich mehr. Scheiße ich kann auch lustig. Der ist doch super lustig .

A bisserl ins Stolpern komme ich erst beim neuen Paragraf 184j, mit dem ein ganz neuer Straftatbestand der sexuellen Belästigung eingeführt werden soll. Ich glaub der Bundesrat muss dem Gesetzt ja noch zustimmen. Der neue Paragraf 184j richtet sich gegen Personen, die aus einer Gruppe heraus eine andere Person bedrängen, um sie zu begrapschen oder sexuell zu nötigen. Ich wette jeder denkt jetzt bei einer Gruppe sofort an eine Horde angesoffener, heterosexueller Männer und bei der Person an eine Frau. Wenn einem zu so einer Situation immer nur eine Horde angesoffener, notgeiler, heterosexueller Männer in den Sinn kommt, muss man ja schon fast von einer Vorverurteilung sprechen. Oder nicht?

Ein Beispiel aus der Praxis. Sagen wir im Supermarkt an der Kasse. Ich stehe dort hinter einem Mann, der sich gleich mal als übler Lustmolch offenbaren wird, und einer Frau mit einem mächtigen Arsch und recht großen Brüsten, noch dazu im engen Minirock, mit der einen Hand zwischen die Beine und mit der anderen auf den Busen grabschen wird. und recht große Brüste, die dürfen auch a bisserl hängen, wir sind ja nicht im Kino, habe ich jetzt der Frau angedichtet. Ja ich weiß ich bin ein großer Poet. Was soll ich machen. Ich stehe halt drauf. Kann man heute überhaupt noch unwidersprochen sagen das man „drauf steht“, weil das Drauf Stehen, ist ja eigentlich schon ein vorweggenommener gewalttätiger Akt. Die Anleitung verstehen sie. FeministInnen haben schon recht. In der Sprache kündigt sich das Unheil an. Weil ich ja leicht paranoid bin und immer in der Angst leben, es könnte mich wer von hinten abstechen, stehe ich in der Schlange seitlich leicht versetzt. Es kommt wie es kommen muss. Die Frau schreit entsetzt auf, die Leute schauen alle hin, ich natürlich auch, während sich der widerliche Typ einfach davon stehlen will. Nicht mit den Schizophrenisten. Natürlich schnapp ich mir den Kerl. Erwartungsgemäß nicht aus reiner Selbstlosigkeit. Vielleicht kann ich ja später als Retter bei der Lady landen. Ist ja auch schon vorgekommen. Die Gruppe der männlichen Trostspender sollte man niemals unterschätzen. Die haben es faustdick hinter den Ohren. So schnell kann man gar nicht schauen wickeln die eine Frau um den Finger und machen dann dies und das. Wie sich mich kennen bin ich ja nur auf den ersten Blick ein wirklicher Held. Auf dem Video, das ein Kunde mit seinem Handy machte, von heimlich filmen kann ja heute kaum noch die Rede sein, sieht man das der Schizophrenist einen Ständer hat, mit dem er während des Handgemenges mit dem Lustmolch, eine weibliche Reinigungskraft des Supermarkt streift, die auch zu Hilfe eilen wollte. Eh total unabsichtlich und überraschend das mit dem Ständer. Die Frau im Mini sah aber auch extrem geil aus. Bald 20 Jahre Seroquel, Neurotop, Zoldem, in letzter Zeit eher Temesta, das Alter fordert auch seinen Tribut. Normal sollte man mich beglückwünschen, aber in diesem Fall, geht der Staatsanwalt jetzt davon aus das der Herr Schizophrenist, laut Paragraf 184j aus einer vermeintlichen Gruppe heraus agierte und das seine Rettungstat inszeniert und einer abgekarteten Sache geschuldet war. Denn hinter mir standen ja noch zwei Kerle, von denen einer im Übrigen ein Flüchtling ist, der im Land eigentlich nur geduldet wird, und der andere ein Mindestdingsbums-Bezieher der viel macht. Natürlich bestehe ich erstmals auf meiner Unschuld.

Denn laut österreichischem Recht muss „jeder sämtliche Tatbestände in seiner Person verwirklichen. Er muss eine dem Wortlaut Tatbestand entsprechende Handlung vornehmen“. Bei einer Gruppe von Personen sämtliche Tatbestände in seiner Person zu verwirklichen. Einfach wird des nicht da den Nachweis zu erbringen oder wollen die wieder was mit Sippenhaft machen. Die Rechtsformulierung stammt im Übrigen vom Hobbit.

Mir ist heute im Supermarkt noch was eingefallen. Dürfen auch Männer nein sagen. Folgendes Beispiel: Die Frau/Lebensabschnittspartnerin/Freundin eines Kerls, natürlich beide hetero, ist schwanger. Schön im 8. Monat mit riesiger Plauze. Dem Kerl, einer der wenigen anständigen wenn es nach dem Sexualstrafrecht geht, tut seine Alte auch wirklich leid. Die hat ja die ganze Hacken, die anstehende Niederkunft, geschwollenen Beine, der Druck auf der Blase, das Turnen, die paar Kilo mehr auf den Rippen, die Angst das die Figur nach der Geburt in sich zusmamenfällt wie wenig gelungene Salzburger Nockerln, eine mögliche Wochenbettdepression, und das ganze andere Zeugs halt. Trotzdem will die gute Frau Sex und zwar dauernd. Die besteht sogar darauf. Bei Verheirateten heißt es ja in guten wie in schlechten Zeiten. Der Kerl, eher ein altväterlicher Typ, findet aber Sex mit einer hochschwangeren Frau irgendwie nicht besonders spannend und passend. Der geht lieber zu einer Hure die tip-top aussieht. Nur a Spaßerl, sorry. Ich weiß das ist jetzt ein Klischee und schon tausendmal durchgekaut. Der Kerl leidet auch schwer unter der Vorstellung, dass er sein eigenes Kind mit fickt. Wenn nicht gleich einen Gehirntumor dann doch eine feste Delle. Dem Kerl ist so eine hocherregte, hochschwangere Frau einfach zu viel. Wie mir geht es ähnlichem mit dem Leben. Kann ja mal vorkommen oder? Liegt vielleicht auch daran das der Kerl sein Leben lang zu viel Pornos geguckt hat. Seit der Beziehung eh nur noch heimlich. Ich weiß es gibt auch Pornos mit Schwangeren oder ausgestopften Schweinsköpfen. In Wien bietet sich gerade wieder eine an. Steht "Naturgeil" über ihrem Inserat. Sehr schwanger. Darf dieser Kerl jetzt im Notfall „nein“ zu seiner Allerliebsten sagen. Oder muss sich der gleich selber anzeigen. Im Sexualstrafrecht wäre ja noch reichlich Platz.

Und nicht vergessen.

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Montag, 4. Juli 2016
„Üzgün Genç üzgün“
Hab ich wieder was hinzugefügt.

Letzen Freitag, sind wieder ein paar Freitage mehr über mein Leben hinweg gedonnert wie eine Biene auf Neonicotinoid-Entzug, ohne das ich aus dem Klappstuhl hochkam und mich auf die Suche nach dem wirklichen Leben machte, sagen wir besser, am Freitag, einem Tag nach dem Attentat und Mord an der britischen Labour-Politikerin Helen Joanne „Jo“ Cox,, zweifachen Mutter, und glühenden Europäerin, bei dem der Attentäter angeblich „Britain First“, gerufen haben soll, lud die FPÖ, Europas Rechtpopulisten in die Pyramide Vösendorf, zum „Patriotischen Frühling“. Stargast der Veranstaltung war die Vorsitzende des Front Nationale Marine Le Pen. Das Programm soll mindestens so dichtgedrängt gewesen sein wie die Reihen. Ob die Patrioten trotz ausgelassener Stimmung, einen stillen Moment der Einkehr hatten, um der ermordeten Labor-Politikerin zu gedenken, weiß ich nicht. Ich gehe mal davon aus. Europas Rechtspopulisten sind ja laut Eigendefinition durchwegs aufrechte Patrioten, hochanständige Menschen, überzeugte Demokraten und begeisterte Humanisten. Kann auch sein das die nix in dieser Richtung machten und lieber . Europas Rechtspopulisten wollen endlich wieder weg vom europäischen Zentralismus und Regulierungswahn für den angeblich Brüssel explizit steht, wegen der Gurken, Lampen und Staubsauger-Verordnungen, die ja etwas von einer widerspenstigen Zähung haben, und zurück zu einem Europa der Heimatländer, einem bunteren Europa, oder einem Europe à la carte. Bunt ist diese EU eh schon finde ich. Links von mir Russen, rechts von mir Polen, über mir der englische Gentleman und deren Nachbarn, urwüchsige Wiener, er ein Meister des Grantelns, sie soll laut englischen G. einen ziemlich großen Hintern haben.. Hab ich ganz die lustige Frau unter mir vergessen. Wenn die ihre Kutteln einkocht, wahrscheinlich nach einem jahrhundertealten-anatolischen Rezept, brauchst eine ABC-Schutzmaske. Können sie sich noch an die Roaming-Gebühren erinnern. Die waren in Europa ja sehr unterschiedlich und in der Regel ziemlich happig, habe ich gelesen. Mich betrifft das ja weniger. Ich habe noch immer kein Handy. Warum auch. Ruft doch nur der Hobbit an. Es musste ja erst der EU zu bunt werden, dass die Telefongesellschaften mit sich reden ließen und die Preise etwas kundenfreundlicher gestalteten. Vielleicht meinte die das mit „bunt“ am Frühlingsfest der patriotischen Roaming-Gebühren. Was das jetzt konkret mit à la carte bedeutet weiß ich natürlich nicht. Vielleicht was mit und. Plakatwand-Slogans müssen sich ja nur gut anhören. Plakate sind dünn, zerreißen leicht, lassen sich leicht wieder entfernen oder werden schnell mal überklebt. Eben deswegen lassen sich Plakatwandversprechungen, gleich ob analog oder digital, ziemlich einfach in die Köpfe der Menschen heften. Gebohrt muss da nix werden. Hauptsache es klingt griffig. Der FPÖ-Chef und Gastgeber der Veranstaltung H.C. Strache, wies in seiner Rede darauf hin, dass man trotz einer „Eurokratie“, nicht europafeindlich sei . Danach oder auch zwischendurch zitierte der FPÖ-Chef a paar tote Politiker. Darf ich auch Tote zitieren. Passt überhaupt nicht hier her ist aber irgendwie lustig. Der Charles Bukowski sagte einmal: „Feminismus existiert nur, um hässliche Frauen in die Gesellschaft zu integrieren“.. Und die Ingeborg Bachmann sagte in einem ihrer raren Interviews: „Faschismus fängt an in der Beziehung zwischen Menschen“ .

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Ich will mich hier jetzt nicht in Details verlieren, wie in einem Labyrinth aus kindischen Hoffnungen, die andauernd was mit Meer und Balkon machen, während ich in Wahrheit von einer resoluten Dach-Tante, von meinem eigenen Dach vertrieben werde. Ja ich weiß, mit Frauen die breitbeinig vor mir stehen und mit ihrer Stimme herumfuchteln wie mit einer Hieb und Stichwaffe, tue ich mir im ersten Anlauf noch immer recht schwer. Was natürlich mit der Um2 zu tun hat. Aus meinen Kinderaugen heraus betrachtet, war die Um2 nicht nur eine mächtige, sondern eine allmächtige Frau. Übermächtig trifft es besser. Gegen passiv-agressive Weiber, kommste ja als Mann niemals an. Da bleibt einem echten Kerl nur die Flucht. Jeder andere Versuch sich zu behaupten scheitert zwangsläuig. Vertrauen sie mir. Sie wollen ja nicht zu jenen Männern gehören, die in ihrem Zorn irgendwann hinlangen, woraufhin unversöhnliche Extrem-Feministinnen die neueste Gewaltstatistik herunterbeten. Eben. Und ja Männer langen zuweilen auch dann hin wenn Frauen ganz easy drauf sind. Schreibt mal einen Ratgeber wie Männer mit passiv-agressiven Frauen umgehen sollen. Mir jagen die einen scheiß Angst an. Ich kenne ja nur eine Methode das Problem zu lösen. . Der Wille der Um2 ist heute noch Gesetz. . Die hält ihre gute Stube seit vielen Jahren Schizophrenisten-rein. An diesem Gesetz rüttelt auch der Goadfather nicht. Der Zustand erinnert mich irgendwie an die neuen Mitgliedsländer der EU. Die wollen auch keine Flüchtlinge, die sie für muslimisches Gesocks halten, unter ihren mit EU-Geldern geförderten Dächer haben. Da kennen die nix. Was ein Europa à la carte genau bedeutet weiß ich natürlich nicht. Ich weiß ja kaum was. Heute wusste ich eine geschlagene halbe Stunde nicht wo die Zeitung lag. Weil ich im Begriff war mich fürchterlich zu ärgern, habe ich mich gegen die unangenehme Gefühlseruption dahingehend gewehrt, dass ich noch einmal die Zeitung vom Gestern gelesen habe. Was sehr spannend war. Ich konnte mich an nix erinnern. Ich bin ja auch dafür das die EU auf die Speisekarte der notwendigen Reformen kommt und a bisserl demokratisiert, entbürokratisiert, (dabei so riesig ist die Brüssler-Bürokratie gar nicht), blanchiert, massiert, einbalsamiert, sediert, kulminiert, exkommuniziert, blasiert, affirmiert, absorbiert, dechiffriert, geschnäuzt, camoufliert und letztendlich nicht auf den Müllhaufen der Geschichte gekippt wird, weil viele unter den namenlosen Wutbürgern die EU für ein gescheitertes Projekt der Eliten halten. Das mit den Eliten ist auch so eine Sache. Etwas abgehoben wirken die schon diese Eliten. Die sind a bisserl so wie die Dach-Tante. Die wohnt ganz oben im Penthouse, mit Aussicht und eigener Terrasse und hat nicht das geringste Verständnis dafür, dass so ein Habenichts wie ich, auch gerne a bisserl Aussicht und Dach hätte. Elitär wie sich die Dame mir gegenüber nun mal präsentierte ging es der nur um ihr Glück. In der ihren Augen war ich einzig und allein selber schuld das ich es nicht besser im Leben erwischt hatte. Die wollte mich da oben einfach weg haben. A bisserl so sind auch die politischen und wirtschaftlichen Eliten aller westlichen Herren/Damen Länder drauf. Wenn Leute ihre Jobs verlieren selber schuld. Dass des durchschnittliche Jahreseinkommen einer US-Familie seit 1999 um rund 5000 Dollar gefallen ist, und England zusehend deindustrialisiert, wollen die Eliten, irgendwie nicht wahrhaben, schon gar nicht jene in London. Na ja sagen die Eliten,, so ist das nun mal in einer globalisierten Welt, diese Entwicklung ist alternativlos. Helfen tut da nur Bildung, Bildung und noch einmal Bildung. Nur was sollen die Millionen von ArbeiterInnen tun, die in diesem Leben nix mehr mit Bildung machen und deren Existenzgrundlage einfach in ein anderes Land verlagert wird oder gleich für immer verschwindert, weil Roboter das besser können. Unsere Eliten schaffen es nicht einmal Multinationale Konzerne entsprechend zu besteuern, aber über die ganz unten drin den Stab brachen das können die. . Auf die Idee das ich einfach nur in Ruhe meine Zeitung lesen wollte und nicht die leiseste Absicht hegte, ihr beim organisieren ihres Alltags zuzusehen, wollte die Dach-Tante einfach nicht kommen. Dafür ist sie zu selbstbezogen. Vielleicht hatte ich mich auch nur ein paar mal zu oft am Schwanz gekratzt oder herumgespuckt. Am Schwanz kratzen zur Unzeit und herumspuken ist halt tiefe Schattenwelt. Ob die euopäischen Nationalstaaten mit den großen ökonomischen Verwerfungen, ausgelöst durch die amerikanische Immobilienkriese, ohne Hilfe der EZB und EU-Mietgliedschaft, ebenfalls so gut mit der Krise zu Rande gekommen würden wie z.B. Irland, weiß ich natürlich nicht. Ich finde, lieber bei den Europäern in der Kreide stehen als bei der neu gegründeten Asiatische Infrastrukturinvestmentbank. Was ich aber weiß. Einen Staat wie Griechenland der heillos überschuldet ist, mit sinnlosen Auflagen zu Tode sparen, wenn die Privatwirtschaft nicht in der Lage ist Investitionen zu tätigen und das seit Jahren, kann auch nicht im Sinne des Uhrzeigers sein. Wo ist der New Deal von dem der neue österr. Kanzler jetzt andauernd . Und das endlose Ringen um den Euro, Fisikalunion oder keine Fisikalunion, sollte auch mal abschließend geklärt werden. Der Euro ist weder Fisch noch Fleisch. Für ein Land wie ist der derzeitige Leitzinssatz viel zu niedrig, weswegen die deutschen Exportüberschüsse zu hoch sind. Und das Ding mit Subsidiarität solle auch gesondert hervorgehoben werden. Subsidiarität finde ich klasse, schon als Wort. Letzens las ich was Lustiges über die EU-Agrarföderungen. Wurde an einem Anspruchsberechtigen 1 Cent ausbezahlt. So lustig sich das auch anhört, ist das doch auch ein gutes Zeichen. Venezuela wäre dazu nicht in der Lage. Die schaffen es nicht mal Öl in Klopapier zu tauschen. So schwierig kann das doch nicht sein oder, Petrodollars ins Scheißpapier zu verwandeln. Die Katholiken schaffen sogar Wasser zu Wein.
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Heute, nee gestern, habe ich gelesen, dass italienische Banken auf einem stolzen Berg von 320 Mrd. Euro an wenig werthaltigen Krediten und Staatsanleihen sitzen, gewissenmaßen in der monetären Todeszone, gänzlich ohne Sauerstoff. Fragt sich nur wer die Italiener retten soll, wenn die EZB und EU nicht ihre Rettungshubschauber los schicken. Der werte Herr Renzi will ja von der 2014 beschlossenen Bankenunion nix mehr wissen und schiebt der EU wieder mal den schwarzen Peter für die italienische Misere zu, während das britische Pfund seit dem Brexit auf dem tiefsten Stand seit gut 30 Jahren abgestürzt ist .. Hier eine kurze Smiley-Geschichte in zwei Bildern, die die derzeitige brititsche Situation ganz gut beschreibt . Bei allen handwerklichen Fehlern die der Euro und diese EU schwer mit sich herumtragen wie der Goadfather seinen Zweitgeborenen. Der neue Fünfziger der bald in Umlauf kommt soll ziemlich fälschungsresistent sein. Scheiße was ich mir da für einen Mist zusammenschreibe, wie so ein Gastkommentartor, in einer Qualitätszeitung, durch die ich mich jeden Tag quäle, weil diese Kommentare gar so langweilig sind, und oft hundertmal Gesagtes und Geschriebenes, einfach nur in leicht abgeänderter Form wiederholt wird. Da kriegste ja Ausschlag und dann denke ich mir . Ich bin da eh anfällig für Ausschläge wegen dem Histamin. Doch hier hab ich was Lustiges. Der Kommentator beim Tennis in Wimbledon sagte dass die Frau vom Andy Murray eine vier monatige Tochter bekommen hätte, während der gute Nigel Farage, weiterhin sein Salär als EU-Abgeordneter beziehen will. Recht hat er. Ich trete doch auch noch nicht vom Leben zurück nur weil ich gescheitert bin. Warum soll er aufhören wo der doch gewonnen hat. EU-feindliche Parteifamilien im EU-Parlament werden ja mit EU-Geldern finanziert. Jene Familie in der die FPÖ z.B. ist bekommt 1,5 Millionen Euro. Das Geld wird zur Verfügung gestellt um ein europäisches, politisches Bewusstsein zu schaffen.. Das ist ja so als ob man einem Spielsüchtigen jede Woche auf Rezept eine gewisse Geldsumme zur Verfügung stellt, damit der dann mit der Kohle zockend seine Sucht überwindet. Doch im Siegel habe ich in einem Essay vom einen gewissen Romain Leick recht interessantes gelesen. Der schreibt: "Die volkstümlichen Schichten (wer das jetzt genau ist steht da nicht) stemmen sich zunehmend gegen deren geistige Grundlage – die moderne Ideologie der Aufklärung, der Toleranz und des Werterelativismus, mithin gegen die ständige Ausweisung, nein Ausweitung der Freiheit, welche die öffentliche Meinung mehrheitlich angeboten und zuweilen aufgenötigt bekommt". Weiters schreibt er: "Es ist wohl kein Zufall, dass der proklamierte Vorrang des Universellen vor dem Partikularen, des Globalen vor dem Nationalen, von immer mehr Menschen in der westlichen Gesellschaften als Fremdbestimmung empfunden wird". Der gute Romain muss a bisserl kandiert schreiben. In der Praxis verhält es sich ungefähr so. Was bitte habe ich von meinem russischen Nachbarn aus dem fernen Wladiwostok, der nachts schreiend aus russisch-sprachigen Alpträumen aufspringt. Wenn der wenigstens deutschsprachige Alpträume hätte, könnte ich vielleicht was für ihn tun und einen Arzt empfehlen oder ihn von meinen Alpträumen erzählen. Mit meinen Russisch steht es nämlich nicht zum Besten. Weil das so ist, überfährt mich das Universelle in seiner Fremdartigkeit und ich sitze dann partikulär verstört in meinem Klappstuhl und weiß nicht so recht weiter. Scheint ihm aber eh wieder a bisserl besser zu gehen. Er schreit nur noch selten und kurz und ist schon sehr früh auf den Beinen. Ich glaub der schläft vor lauter Angstso gut wie überhaupt nicht mehr. Der denkt ja auch das er einen Dämonen in der Bude hat. Nicht wie ich den , eher was mit den Vormietern. So weit ich ihn verstanden habe bildet es sich ein, das in seiner Wohung schon zu viele Leute verstorben sind. Vielleicht haben da auch mal Juden gewohnt. Genaueres weiß man nicht. Eines muss aber allen so klar sein wie der ungetrübte Blick von meiner Bude aus in das Amtshaus gegenüber. Noch eine zusätzliche EU-Verwaltungseinheit, und dann vielleicht noch eine, die irgendwann nur noch jene vorgelagerte Verwaltungseinheit beaufsichtigt, einzig und allein für die nachgereihte Verwaltungseinheit geschaffen werden musse, kann nicht der Weisheit sauberste kurze Hose sein. Das ist jetzt eine . Ich kenne das aus Österreich. 19 Mrd. Euro an staatlichen Förderungen müssen ja erst mal ausgedacht, ausgeschrieben, eingereicht, begutachtet, abgelehnt, bewilligt und abgerufen werden. An Bürokratie mangelt es uns nicht. Schon gar nicht den Franzosen.. Die sind da sehr à la carte. 2004 soll die französische Privatwirtschaft das letze Mal gewachsen sein. Seit dem wachsen in Frankreich nur noch die Staatsverschuldung, das Budgetdefizit und der öffentliche Dienst, der ausschaut wie ein Mann mit einer riesigen Wampe, der keinen Augenkontakt mehr zu seinem Gemächt halten kann und sich trotzdem für den geborenen Lover hält. Trotzdem imponieren mir die Franzosen irgendwie. Die wissen wie man demonstriert. Junge Franzosen demonstrierten letztens sogar gegen die realistische Chance auf eine Fixanstellung. Da läuft ja für junge Franzosen so gut wie nix. Bei Fixanstellungen hört sich in Frankreich der Spaß auf. Franzosen mit Fixanstellung erinnern ein klein wenig an die Jakobiner. Von denen ich ja sehr lange nix wusste. Nur Pflichtschulabschluss und Jakobiner, ist wie, so jetzt fällt mir nix Brauchbares ein auf die Schnelle. Vielleicht demonstriert das französiche Gemüse auch nur um sich seiner selbst zu vergewissern, um das Gefühl haben gehört zu werden und sichtbar zu sein. Wenn schon nicht von den abgehobenen Eliten, dann wenigstens von einem Leidgenossen, der neben einem steht und einem zuhört, ehe man dann geschlossen verstummt und von den Verhältnissen . Oder leben wir gar schon in vorrevolutionären Zeiten. Wissenschaftler nennen so einen Zustand Resonanz herstellen. In Sachen Resonanz läuft zwischen ihnen und mir ja nicht so viel. Ich sink schon wieder unter die 30 Klicks-Schwelle. Die letzte Person, die persönlich angetan auf mich reagierte, war die Dach-Tante. Der Text macht mich ganz madig. .
------------------------------------------------------------------------------------------weiter morgen

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