Montag, 21. März 2016
Aus dem Zusammenhang der Nerventante gerissen
Der Schizophrenist: 150 Personen. Mehr schafft unser Hirn angeblich nicht. Alles was darüber hinaus geht ist zu komplex. Deswegen wird in Wien auch alles gestohlen was nicht niet und nagelfest ist. Und wird mal nicht gestohlen, werfen die Leute ihren persönlichen Dreck einfach in den Hof. Der kleine Hof mit den Mülltonnen ist der einzige Gemeinplatz bei mir im Haus das in der Bronz steht wie sie ja wissen. Sinnlos da noch was zu sagen. Nach ein paar Wochen sieht es doch wieder aus wie auf einer Müllhalde in Afrika, wo die Europäer ihren Elektroschrott entsorgen. Ist in anderen Millionenstädten natürlich genauso. Wundern darf man sich dann nicht wenn gewisse Milieus entstehen, die sich von anderen abgrenzen. Diebesbanden egal woher die auch kommen mögen, haben vielleicht Gehirne die überhaupt nur noch den eigenen Clan schaffen oder die Familie. In dieser Hinsicht habe ich Wien längst aufgegeben. Sollten sie auch machen. Hält einen gesund. Der Laden ist einfach zu groß, unübersichtlich und zerfällt andauernd in tausend Puzzleteile. Was soll man schon von einem Ort halten der andauernd nur Fremdheit zeugt wie ein geiles Karnickel, kleine geile Karnickel. Da ist jede Hoffnung verlorene Müh. Die Großstadt wird zu keinem besseren Ort. Wenn du es dir leisten kannst, keine zwanzig mehr bist und total geil auf das Leben, gehst du irgendwann weg. Stirbst musst hoffen das es in deiner Bude recht feucht ist. Dann holen sie dich früher wegen dem Gestank, schmeißen dich schön in eine Truhe, dann raus in ein Armengrab, einmal ausmalen und der nächste kommt rein, der seinen Dreck in den Innenhof kippt. Und solange du noch atmest verarschen und übervorteilen sie dich wo es nur geht. Der Baumeister sagte die Versicherung zahlt bei meinen Fliesen nicht. Hab ich in meinem Wahn bei der Versicherung angerufen. Nicht das meine Misstrauen noch irrationaler Natur ist. Natürlich hatte der nie was eingereicht. Ich hatte mal ein Rad das war schon ziemlicher Schrott. Machte keinen Sinn dass ich da noch Geld rein steckte. Ein Mountainbike, sah auf den ersten Blick mit der Taschenlampe noch ganz gut aus. War es aber nicht. Zum Müllplatz war ich zu faul. Hab ich den Garn einfach runter in den Hof gestellt. Keine 12 Stunden später war es auch schon weg. Als ob man einen ausgehungerten Löwen füttert.

Die Frau Nerventante: Ich muss das jetzt machen. Nicht das mir am Ende der Stunde noch schlecht wird.

Anhang: Gestern hab ich wirklich versucht ein guter Mensch zu sein, der auch die minderste Kreatur auf diesem Planeten wertschätzt. Sie wissen ja Humanismus bedeutet das Aushalten des Anderen wenn keine Sympathie/Verständnis herrscht. Es ging um eine Spinne. Ich schaut am PC fernsehen, ZDF- Mediathek. Da erblickte ich eine Spinne an der Wand. Noch nicht ganz ausgewachsen bildete ich mir ein. Die klebte mit ihre langen und dürren Beine nur so an der weißen Wand und rührte sich nicht. Nicht merklich. Hab ich ihr gut zugeredet. So auf bitte geh da weg. Wenn du da nicht weggehst wird irgendwas Schlimmes passieren. Schon die UM2 brauchte mir nur eine tote Spinne in mein Bettchen legen schon hatte ich die Hosen voll. Ist schon viel besser geworden. Nur wenn ich mal über den Bildschirm hinausblicke will ich da keine fette Spinne sehen. Staub der zu fetten Kringel wird geht. Die Spinne soll rauf in ein Eck oder sonst wo hin. Spinne gehören oben in ein Eck. Irgendeine Statistik besagt das man in seinem Leben im Schlaf so und so viel Insekten frisst. Auch Spinnen. Wenn sie es hier länger aushalten kommt schon einiges zusammen. Der Tekla war des alles wurscht. Phobie, UM2, Statistik. Die machte einfach ihr Ding, während im Film Ku`damm 56 einer jungen Fraun den Gepflogenheiten der Fünfziger Jahre entsprechend beigeschlafen wurde. Wie soll man den da Empathie zeigen. Hab ich die Tekla einfach weggesaugt. Eh nur mit ganz wenig Saugkraft.

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Dienstag, 15. März 2016
Das Milieu-Ding
So zur Einstimmung für diese Woche. Meine Zuversicht in dieser Welt anzuschreiben ist ungebrochen. Wenn sogar der irre Norweger, der 77 Menschen killte und jetzt was seine Person betrifft seine Menschenrechten einfordert, Fanpost bekommt und nicht nur einen mickrigen Brief, nee einen ganzen Stabel, höchstwahrscheinlich auch was mit Titten, muss bei mir doch auch noch was gehen. Oder nicht. So krank kann die Welt doch nicht sein das Mord mehr zählt als Blog-Kleinstkunst. Jetzt Moto GP. Marques muss gewinnen dann bin ich ein reicher Mann.

Die Frau Haller sagte ja voraus, das bei den Republikanern der Herr Rubio das Rennen um die Präsidentschaftskanditatur machen wird. Muss mit den Sternen oder dem Geschirr im Spüler was falsch gelaufen sein für das die Frau Haller nix kann. Der Herr Rubio wird es definitiv nicht. Der ist raus. Der hat nicht mal seinen Heimatstaat Florida gewonnen. Ruft einer bei der Frau Haller an und sagt, "Frau Haller ich hätte da eine Frage meiner Vergangenheit betreffend": Antwortet die Frau H. "Vergangenheit mache ich nicht. Vergangenheit machen Psychotherapeuten". (hahahaha)

Bevor ich zum Milieu-Ding komme. Eine Richtigstellung. Unglaublich was ich für ein Dilettant bin. Mein Versuch auf der Tastatur Text richtig zu schreiben hat jetzt fast eine ¼ Stunde gedauert. Zuerst stand text, dann noch einmal text klein, weil ich der Schizophrenist bin auch ein 3.Mal klein, mit Test war ich schon ziemlich nahe dran, noch einmal Test, gefolgt von einem text klein bis ich es hatte. Im Text ich machte Menschenrechte, stellte ich die gewagte Behauptung auf, das ein gewisser Herr Günther Havranek die unabhängige Präsidentschaftskandidatin Dr. Irmgard Griss, ehemalige Präsidentin der Obersten Gerichtshof, übel ins Knie fickte, einfach um deren Redlichkeit als Kandidatin in den Dreck der Parteipolitik zu ziehen. Der Herr H. tat ja so als ob die Frau Griss für das Hypo Alpe Adria Debakel, -20 Mrd. Euro, verantwortlich sei. Ich wie immer unwissend und deswegen mutmaßend, Wiener die es besser als ich wissen könnten kenne ich nicht, zockte darauf das der Herr H. zur verzwergten schwarzen Reichshälfte gezählt werden könnte, weil der Mann ja was mit dem Stephansdom macht. Da muss ich mich wie es aussieht bei der schwarzen Reichshälfte und da vor allem beim Kandidaten Kohl entschuldigen. Der ist natürlich auch Dr. Der Herr Dr. Werner Doralt, emeritierter Universitätsprofessor und in Steuerfragen noch in Pension 1. Adresse im Land, der die Kandidatur der Frau Dr. Griss unterstützt, rechnet den Herrn H. eindeutig der roten Reichshälfte zu. Den Rest meiner Behauptung muss ich nicht korrigieren. Das kann ich so stehen lassen. Egal was der Herr Dr. W. sagt oder wenn der unterstützt.

Das ist noch etwas bevor es ran an das Thema geht das ich nicht habe. Mein Scheißhausdämon, der ja die Sachen vom toten Jungen vom Strand aufträgt, hat sich auch mal wieder zu Wort gemeldet. Der will plötzlich mit der zerschossenen Leiche die er vor sich her kickt nix mehr zu tun haben. Der meint er macht jetzt nur noch vergewaltige Frauen aus dem Südsudan. Südsudan sei Avantgarde. Syrien ist out. Syrien machen ja schon die Spießer von der FPÖ oder AfD. Die FPÖ hat in Liesing gegen ein Flüchtlingsheim protestieren lasssen. Und einen Facebook-Account wil der jetzt auch haben. Dort kam man bei der Beschreibung seines Geschlechts zwischen 60 Identitäten auswählen. Er wäre gerne zu 40%"weder noch", 30% "nicht-binär", 20% Cross-Gender, und 10% "kreditwürdig". Jetzt will er sich auf einmal eine eigene Waschmaschine kaufen. Stinken tut der auch schon ganz gewaltig. Vor allen wenn ich einen Haufen setze.
Ging ich heute schön Tabs zu meiner Hausärztin holen. Schlaftabs. Mein Glück ohne Schlaftabs auszukommen scheint wieder aufgebraucht zu sein. Egal. Hatte ich Mp3 Player, eh einen sau billigen und Radio im Ohr. Da sang einer doch glatt: „Hör auf die Stimme, hör was sie sagt, sie war immer da, komm, hör auf ihren Rat“. Der Song stammt von EFF habe ich gegoogelt. Musste ich beim Gehen unweigerlich laut auflachen. Meine Stimme sagte nämlich, ich sollte bei den Typen der auf mich zukam höllisch aufpassen. Der wird nämlich gleich ein Messer zücken und mir das Hälschen durchschneiden. Schwarz war der Kerl auch.

Wie ich schon andeute habe ich da ein Milieu-Ding ausgemacht. In der gehobenen Mittelschicht, wo sich die Gebildeten tummeln und es jede Menge Freiheit und Optionen gibt sein Leben falsch zu verplanen und später zu bereuen, nicht weil man etwas falsch machte, sondern weil man es nicht perfekt hinbekam, scheint es eine ausgeprägte Sehnsucht nach Schattenwelt, sozialen Tod, Sucht und Kaputtheiten aller Art zu geben, solange die psychischer Natur sind. Ich teile diese Mittel bis Oberschichtsmenschen mal in zwei Kategorien ein. In die Normalen und die Künstler. Unterschichtskünstler, völlig ohne Bildung, mal abgesehen vom Rap, gibt es ja kaum. Ich kenne kaum einen Schattenweltmenschen der nie über den Pflichtschulabschlus hinauskam und heute schreibt, tanzt, vielleicht in der Pina Bausch-Kombo, als Aktionskünstler bekannt wird und was aufregendes macht, um so gegen die europäsiche Flüchtlingspolitik zu protestieren, oder einfach Farbe auf eine Leinwand kleckert. Die mit den Leinwänden studieren ja viele auf der Angewandten. Für die Unkundingen das ist eine Uni. Viele Musiker besuchen ein Konservatorium oder eine andere Form der Musikhochschule. Was ich damit sagen möchte. In der Kunst tummeln sich fast nur noch Gebildete. Popmusik ist vielleicht noch eine Ausnahme. Zurück zu den Normalen. Die reden unglaublich gerne darüber wie sie mal ganz übel drauf waren und knapp vor dem Totalabsturz standen, also dem sozialen Tod, und dann doch noch irgendwie die Kurve kriegten. Natürlich aus eigener Kraft das ist immer ganz wichtig. Der Absturz wie auch die Rückkehr muss als eigene Willensleistung beschrieben werden. Sonst fühlt es sich unrichtig oder unecht an. Hört man genau hin, standen die mit einem Bein tief in der Schattenwelt, aber nicht weil sie nicht mal eine Ausbildung hatten um schön anzuschreiben, nein die machten das bewusst, ließen sich treiben, hatten vom System, oder den Erwartungen die in sie gesetzt wurden die Schnauze voll. Wie auch immer. Mein Backgammon-Kumpel meint wir wollen halt auch alle Helden sein. Unsere kulturelle Matrix ist voller Helden die „on the Road“ waren und einem Orientierung mit auf die Reise geben. Ich hatte von dieser Matrix in den prägenden Jugendjahren, also in der Zeit in der man sich für bedeutend hält, gerne auch in seinem Unglück, nicht den leisesten Schimmer. Ich hörte STS. Die sangen: Es kommt wieder a Sommer und der fangt di dann auf. I weiß, das klingt ziemlich flach, doch i schwör absolut drauf. Das war der Refrain. Die erste Zeile geht so: Du sitzt mir gegenüber und i starr' in mein' Kaffee. So wia du beinand bist, 's tut mir fast körperlich weh. Songs, nicht Lieder, Songs in denen man andauernd nur kaputt ging, konnte ich mir bei meinem Seelenzustand nicht leisten. Ich war ja jahrelang schwer auf Aspirin C. Warum Aspirin C.? Ich dachte meine Niedergeschlagenheit, also die Düsternis die einfach so in die Finsternis kippt wie ein Glas Wein in einen Ausschnitt von Dekolleté und Welt, rührt von einer aufziehenden Grippe her und nicht weil ich „bipolar“ sein könnte. Mein Leben war schwarz genug da musste ich diese Welt nicht auch noch mit Liedkunst black übermalen. Schwärze muss man sich leisten können bilde ich mir ein. Ich hatte in den guten Momenten lieber a Hetz weil das Leben aus Lehrling und unter dem strengem Regime der 50kg Generälin, da lief ja nicht einmal was mit dem Kühlschrank, trostlos genug war. An die Mädels kamen wir auch nur sehr schwer bis überhaupt nicht heran. Wir hatten da eindeutig einen Teststosteronüberschuss zu beklagen. Jedes Wochenende standen wir uns in der Landdisco, total dicht die Füße in den Bauch. Tanzen um bei den Weibern anzuschreiben konnten wir auch nicht. Was hätten wir tun sollen außer uns die Birne wegzuknallen. Und das machten wir auch. Bist du deppert haben wir gebechert und uns die Kante gegeben. Weiter Morgen.
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Kurze Ausflug aus der beschaulichen Idylle der kleinen Macken und liebgewonnen psychischen Unzulänglichkeiten des vom Wohlstand schwer gezeichneten Menschen in das dunkle Herz der Finsternis. Ich hoffe der Michl Jackson hat in ihrer Erinnerung noch eine eindeutig zurechenbare Gestalt und hat sich in ihrem Erinnerungsdestillat noch nicht aufgelöst. Der Michl war ja mal recht dunkel so von der Haut her. Maximal pigmentiert zu schreiben ist schon so abgelutscht. Das sagt heute jeder der nicht Neger sagen will. Der Michl so dunkel geboren, wie einst das Negerbrot aus dem wir wohl erzogen gerechte Stücke brachen, wurde ja so nach und nach immer heller. Warum lassen wir mal außen vor. Der wird schon seine Gründe gehabt haben. Mein Scheißhausdämon, der die Sachen vom toten Jungen vom Strand aufträgt, hingegen wird seit gestern immer dunkler. Der geht in die entgegengesetzte Richtung. Der macht jetzt nur noch Südsudan hat er mir zu verstehen gegeben. Mit Syrien will der nix mehr tun haben. Syrien machen alle findet er. FPÖ, AfD, der irre Norweger der 77 Menschen killte und jetzt im norwegischen Häfen zu Weihnachten beim Wettbewerb, wer backt das schönste Knusperhäuschen mitmachte, aber lieber Playstation spielen möchte und mit Briefen von Verehren überhäuft wird. Ein paar gestörte Weiber werden sicherlich auch darunter sein. Der Alten vom NSU der Beate hat er ja auch einem Brief geschrieben und sie mit "Schwester" angerdet. Hoffenlicht schreibt der nicht noch mir einen Brief. Wenn das mit dem Bloggen nix mehr wird, wovon ja auszugehen ist, löse ich hier meinen Haushalt auf und überfalle in Norwegen mit einem gespitzen Bleistift a Bank. Der Knast in Norwegen soll für minderschwere Fälle atemberaubend sein. Da kümmert sich das Personal angeblich rührend um einen. Nicht so wie hier in meiner Wiener Freiheit. Da bin ich jedem wurscht. Heute muss man in seinem Weltschmerz ja individuell sein oder man leidet gar nicht. Der Weltschmerz braucht ein Alleinstellungsmerkmal siehe Werther. Stellen sie sich vor der Werther wäre einfach ins Bordell gegangen und hätte sich so an der Welt gerächt wie wir das alle machen, wenn die Weiber nix von einem wissen wollen oder sich mal schön angesoffen. Die Sachen die der Scheißhausdämon trägt sind jetzt nur noch modischer Schnickschnack wie ein Che Guevara Leibchen, sagt der werte Herr. Schaut trotzdem ziemlich schräg aus wenn man mich nicht fragt. Mit der zerschossenen Leiche, die er aus dem Bataclan mitgehen ließ, der er auch schon einen Haxen ausgerissen hat, will der auch nicht mehr in Verbindung gebracht werden. Mit den Rentnern vom Terroranschlag in Istanbul hatte der überhaupt kein Mitleid. Der findet auch Sex zwischen alten Menschen, also 35jährige die sich nackig machen, eklig. Ich finde im Alter sollte man nur noch angezogen vöglen. Schön im warmen und alles bedekenden Lodenmantel. Ich weiß jetzt auch nicht so recht was ich mit der Leiche machen soll. Der Scheißhausdämon findet, ein Mensch mit heller Hautfarbe, der Opfer eines Gewaltverbrechens wurde, wiegt viel mehr als ein zerschossener Neger aus Afrika. Schon amerikanische Neger haben kaum einen Wert, wenn die nicht rappen. Doch die im Häfn für die private Wegschließungsindustrie. Das sind die heiß begehrt. Sagte ich zum Scheißhausdämon das es auch Weiße gibt die nix zählen und zwar schwarze Albinos. Die haben auch den Scherben auf. Fand der Scheißhausdämon nur bedingt komisch. Ist der gleich um zusätzliche 4% eineigedunkelt. Derzeit schaut er aus wie die Dämmerung wenn sie in der U-Bahn eine dunkle Sonnenbrille tragen. Bei Vergewaltigungen sieht es nicht viel anders aus. Allein was in Deutschland zu Silvester los war. Zwei vergewaltigte Frauen und a bisserl eine unerwünschte Fummelei und das ganze Land stand am Rande des Nervenzusammenbruchs. Im Südsudan wurden und werden tausende Frauen und Mädchen vergewaltigt und das tagtäglich, und da bläst höchstens ein leichtes Lüfterl durch den medialen Blätterwald. Da gibt es den einen UNO-Bericht und den haben alle Medien mehr oder minder abgeschrieben. Ich auch. Einige schreiben noch dazu, laut dem UNICEF-Bericht waren Kinder im vergangenen Jahr weltweit in 23 Konflikten schweren Menschenrechtsverletzungen ausgesetzt. Besonders schlimm sei die Lage in Syrien, im Irak, im Südsudan und in der Zentralafrikanischen Republik gewesen. Auch in den Palästinensergebieten, in Libyen und im Jemen seien Kinder extremer Gewalt ausgesetzt. Aber auch in dauerhaften Konflikten wie in Afghanistan, in Somalia oder im Sudan bleibe die Lage sehr problematisch. Auf der Straße tut sich wegen des südsudanesichem Leid gar nix. Da fährt nur die Straßenreinigung eine Runde und die Straßenbahn. Die pünktlich. Ob auch die Straßenreinigung pünktlich fährt lässt sich nicht so leicht feststellen. Unpünktlich schaut mir die Fahrt nicht aus. Ich rege mich da maßlos über Afghanen und Tschetschenen auf, die sich gegenseitig auf der Straße bei mir um die Ecke abstechen, territorial sollen die sich in die Haare gekommen sein, aber wegen tausender sudanesischer Kindersoldaten tut sich bei mir gar nix. Ich entsprechend abgeklärt, habe mich schon über den Norbert Blüm zerkugelt. Da legt sich der alte Mann, dem der Hedonismus das Christentum noch nicht ganz ausgetrieben hat, zu den Exkludierten dieser Welt ins Zelt und schon sterben angeblich 3 Menschen deswegen. In einem Kommando Norbert Blüm, das war ein Flugblatt das so hieß, das in arabischer Sprache verfasst war, wurde den Flüchtlingen ein Weg über die eigentlich für sie geschlossene Grenze von Griechenland nach Mazedonien gewiesen. Am Montag hatten sich dann hunderte Flüchtlinge auf den Weg durch einen Grenzfluss gemacht. Drei sollen dabei ertrunken sein. Da macht mal einer was und handelt, noch dazu ein ziemlich alter Mensch, und schon sterben in seinem Namen 3 Personen. Und der Norbert musste sich auch noch kurz erklären das er da nix für kann. Sau lustig oder? Frauen und Mädchen werden im Südsudan nicht nur vergewaltigt, laut UNO-Bericht und Google Übersetzer, zuweilen auch von 10 Männer, wenn schon denn schon, gibt ja auch Huren die zehn Freier an einem Tag schaffen, nein die zündet man auch noch an. Fotos gibt es auch keine. Da tut sich hier gar nix. Was soll man da auch großartig fotografieren. Einerseits sind jene Frauen/Mädchen die nicht zu Tode vergewaltigt werden, so schwarz im Gesicht das man denen ihr Trauma kaum ansieht. Eine Träne kommt ja auf heller Haut viel besser. Anderseits ist so ein Haufen Asche auch a bisserl langweilig vom Motiv her. Was soll man denn da bitte abfotografieren. Ein kleiner toter Junge am Badestand kommt da viel besser. Zur Großkunst eignet sich so ein Haufen Asche auch nur sehr bedingt nicht. Was soll der Ai Weiwei da jetzt konkret machen. Den Griller anwerfen, sich mit Benzin übergießen und anzünden. So ernst muss man seine Kunst auch wieder nicht nehmen oder. Ist viel gescheiter mal legt sich in der warmen Überbekleidung und a bisserl wambert, also wohlbeleibt, an den Strand von Lesbos, obschon der Junge ja leblos an den Strand vom Bodrum gespült wurde, weswegen die Preise in den 5 Stern Hotels dort jetzt recht günstig sind, ich habe eh schon überlegt schnell hinzufliegen, wellnees kann nie schaden, und die Kunst, die bleibt leicht verständlich und lässt sich gut weitervermarkten. Ein Haufen Asche. Nee das ist nix. Indische Frauen die vergewaltigt werden kommen hier auch besser an als Kohlrabenschwarze. Aus dem Klo kommt Rauch. Der Scheißhausdämon zündet gerade mein Häuslpapier an.
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Wenn ich noch einmal kurz auf den Neger zu sprechen kommen könnte. Neger sagt man heute nicht mehr. Wer Neger sagt ist ein verblödeter Rassist. Neger ist ein Schimpfwort. Neger, Neger, Schornsteinfeger geht gleich gar nicht. Nigger geht natürlich noch weniger. Nigger ist Ku-Klux-Klan. Wenn einer zu ihnen sagt „du bist mein Nigger“, heißt das so viel wie „Opfer leck den Deckel der Mülltonne ab“. Würde ich nie von ihnen verlangen. Menschen mit dunkler Hautfarbe bezeichnet man heute korrekt nicht mehr als Neger sondern als Afroamerikaner, Schwarze oder Farbige. Was ist eigentlich mit Kreole? Geht Kreole noch. Nigger ist eindeutig diskriminierend wenn das ein Weißer zu einem Schwarzen sagt. Was ist eigentlich wenn ein Weißer zu einem anderen Weißen Nigger sagt oder ein Schwarzer zu einem Schwarzen. Machen die angeblich andauernd. Der Umschwung ging in den Sechzigern von den Bildungsbürgern an den Unis aus. Die Studenten wollten durch eine Änderung in der Sprache die Diskriminierung von Minderheiten und Frauen beseitigen. Später wehrten sie sich auch dagegen, dass der Lehrstoff fast ausschließlich von den Vorstellungen der angelsächsischen männlichen Mainstreamkultur geprägt war. Aus dieser Bewegung heraus bildete sich ein Sprachkodex. Begriffe wie „Nigger“, die in sich das Erbe des Kolonialismus, der Sklavenhaltung und der rechtlichen Diskriminierung tragen, wurden zur Festung, die es niederzureißen galt. Steht so im Netz. Muss man nur kopieren und einfügen. Abseits vom Uni-Campus ist Negerleid natürlich nur halbes Leid und manchmal nicht einmal das. Negerleid vom schwarzen Kontinent hat kaum einen Eigenwert. Da tut sich nix bis gar nix. Können sie sich noch an Ruanda erinnern? Mal ganz abgesehen davon dass des kleine Land übelst überbevölkert war. Stellen sie sich vor, die Überbevölkerten wären alle nach Europa aufgebrochen, anstatt sich gegenseitig umzubringen. Der Bill Clinton, seinerseits furchtbar weiß, seine Alte die Hilary wird ja die erste Präsidentin der USA, (gute Frau, nur 5% der ihrem Ehrgeiz hätte ich gerne) bezeichnet es heute noch als seine politische Erbsünde, das er in den Genozid in Ruanda nicht korrigierend eingegriffen hat. Natürlich nicht imperialistisch oder postkolonial, nur was die Opferzahlen betrifft. Da sieht man es wieder einmal. Machen die Amis mal nix sind die auch die blöden Ärsche. Die Franzosen machten ja auch nix in ihrem kolonialem Hinterhof. Die wussten bestens Bescheid was vor sich ging. Die waren vor Ort. Gebüsst haben dann die belgischen UNO-Soldaten und ihr canadischer Chefe. Das klingt a bisserl rassistsich. Der canadische Chefe ist heute noch total durch dem Wind. So um die 850 000 ermordete Schwarze können einmem schon aufs Gemüt schlagen. 5000 hochqualifizierte Soldaten hätten gelangt das Morden zu unterbinden. Sie halten 5000 Soldaten für zu wenig. Nee nicht wenn die Mörder Macheten haben. Ist dann nur eine Frage der Munition. Ich habe ja geschrieben, sogar in den USA, abseits der politischen Korrektheit gewisser Milieus, haben es Neger ziemlich schwer. Die können sich ihr Jahrhunderte währendes Leid in den Afrolook schmieren. Für den Oscor war auch keine/r nominiert. Werden sie sich sicherlich denken der Scheißhausdämon, nein der Schizophrenist, übertreibt mal wieder maßlos. In meiner Qualitätszeitung stand heute über den republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump. Ich schreib dann mal ab. „Wenn seine weißen Fans schwarze Demonstranten ins Gesicht schlagen, ruft er ihnen zu: „Prügelt die Scheiße aus ihnen heraus. Okay. Ich verspreche das ich die Anwaltskosten zahle“.

Bevor ich dann vielleicht doch noch zu den Künstlern komme, die ja ein selten inniges Verhältnis zur ihren psychischen Defekten hegen, die mitunter auch der eigentliche Motor ihrer Kunst sind, noch kurz zu den psychisch Derangierten die als Normalos durchgehen und Bildung haben, also das Gegenteil von Schattenwelt sind. Deren Zugang oder die Wahrnehmung eines psychischen Leidens ist zum Teil auch ein typisches Milieu-Ding. Ich behandelte jahrelang meine Depression mit Aspirin C. Weder wusste ich das ich angeblich „bipolar“ war, noch was eine Depression ist, noch das ich Depressionen hatte. Auf die Idee wegen dieser immer wiederkehrenden Niedergeschlagenheit einfach einen Nervenarzt aufzusuchen kam ich einfach nicht. Dafür steckte ich im falschen Milieu fest. Erst mit den eigenartigen Gedanken die sich in meinem Hirn einnisteten, klopfte ich bei denen an. Schnaps half eine Zeitlang auch. Ehrlich. Um früher einen Nervenarzt aufzusuchen fehlte es mir eindeutig am nötigen Bewussten und entsprechendem Vorwissen. Denn nur dort wo es ein entsprechendes Bewusstsein gibt, gibt es auch a.) eine gesteigerte Leidensbereitschaft und b.) wahrscheinlich bessere Heilungschancen. Ist aber ein ziemlich zweischneidiges Schwert dieses a und b Ding, weil das Personal aus der gebildeten Mittelschicht gerne die Depressionskarte zieht, wenn es denen gerade ins Konzept passt. Meistens leben die auch in einem entsprechenden sozialen Umfeld, das dann mit entsprechendem Mitleidsgeheul auf die Psycho-Karte reagiert und zwar mit kritikloser Anteilnahme. Die sind an der Oberfläche dafür entsprechend sensibilisiert und tun gerne so als ob. Amateure der Zivilisation (G.B.) wie ich tun sich da schwerer. Ausführlichst werden in diesem Milieu die psychischen Leiden seziert, besprochen, geschildert und beschrieben. Die Postmoderne ist ja auch ein Luder. Aller überlieferten Gewissheiten und Sinnkrücken entledigt, wabert die nur so dahin wie eine große Wolke. Stellt einer dann die Diagnose Depression, gibt natürlich auch andere Diagnosen für psychische Fehlstellungen, hat man endlich die Gewissheit dass man existiert. Ich bin depressiv also bin ich. Denken sie nur an mich "den Schizophrenisten". Endlich hat man etwas auf das man sich stützen kann. Und so wird nach und nach aus einer beschissenen Depression, die einem eh den Tag vermiest, ein riesiges Ding das sich aufblasen lässt wie ein Ballon. Dann wird das psychische Leid zum Lebensmittelpunkt. Gibt ja Leute die kippen da richtiggehend in ihre Macken hinein und merken das nicht mal. Der Abu De ist nur noch Krankheit. Warum, weil die so viel überschießendes Bewusstsein haben und extrem narzisstisch sind. Die Elke Schmitter schreibt im Spiegel, cooles Mädchen die Elke und fürchterlich gescheit, das der Christopher Lasch vor 40 Jahren geschrieben hat. Die Menschen in der hoch arbeitsteiligen, konsumorientierten Welt, bewusster Konsumverzicht entspringt ja demselben Bewusstsein, entwickeln eine typische Störung, die nicht mehr vergleichbar war mit den Hemmungen, Neurosen und inneren Kämpfen früherer Generationen. Ich finde ja das ich noch schön old school bin, ein Mensch der von seinem Ich-Bewusstsein her, in der falschen Zeitepoche lebt, weil ich ja nicht mal zum Kühlschrank durfte. Im schwer narzisstisch sein muss ich mich noch entsprechend einüben. Das fehlt es noch an allen Ecken und Ende. Mein Gang ist da noch fürchterlich schwankend wie der Tony Soprano nach seinen Bauchschuss. Ich habe auch echte Bauchschüsse gesehen. Bei einem irakischen Mädchen und einem irakischen Jungen. Mir kann man meinen Narissmus schnell einmal ausreden. Der hat sich noch nicht entsprechend abgesackt oder ist zu Beton verhärtet. Die UM2 hat mich noch erzogen wie einen Menschen aus einer längst untergegangenen Welt. Erzogen hat die weniger, die hat mehr abgerichtet. Früher waren die Leute durch die Bank in ihrem Ich-Bewusstsein a bisserl verzwergt. Die Ich-Vergrößerung ins XXL-Format kam erst so nach und nach mit dem Wohlstand. Igrendwie muss man seine steigende Lebensfreizeit ja bestreiten. Depressionen habe ich wahrscheinlich seit gut 25 Jahren. Darüber großartig zu schreiben sehe ich keinen Grund. Warum soll ich die Depressionskarte ziehen. Das ist ja niemand dem ich diesen Herzbuben der herzzerreißenden Hinfälligkeit unter die Nase reiben kann. Die Schizo-Karte lässt sich auch nur schwer an die Frau/Mann bringen. Ich lebe allein. Und nicht erst seit gestern. Warum ich dann und wann über das Schizo-Ding schreibe. Weil dieses Ding recht brutal sein kann. Wegen eine stink langweiligen Depressionen geht mir der Arsch nicht auf Grundeis. Dafür langt mein Bewusstsein nicht. Mein Leid wird nicht geteilt und wurde noch nie geteilt. Das will sich offensichtlich niemand antun. Warum? Weil ich tiefste Schattenwelt bin und nur bedingt ein Hybrid. Der Unterscheid zwischen Goadfather und nicht Goadfather sind genau 30m2, Fsichgrät und mit viel Glück einmal im Jahr Balkon mit Meerblick. Ich weiß das des viel, sehr viel ist und ich beklage mich auch nicht. Gibt keinen Grund dafür. Nicht das man mich falsch versteht. Trotzdem sitze ich hier allein. Und dieses Alleinsein ist eindeutig Schattenwelt oder schattenweltlichem Ursprungs. Stimmt nicht ganz das sich mein Leid niemand antut. Einmal im Monat bin ich ja bei meiner Nerventante. Aber da muss ich für das Leiden ja bezahlen. Aber unterm Markt. Der Zugang zu seinem Leid nimmt da naturgemäß eine andere Gestalt an wenn einem niemand mitleidsvoll ansieht und rücksicht nimmt. Der S., den kenne ich seit bald 10 Jahren, hat mich noch nie nach der Schizo-Sache befragt. Niemals. Ich ihn aber nach seiner Schulter. Der hatte jahrelang Schulter. Im Kernspin war dann nix ernstes zu sehen. Jetzt hat er weniger Schulter. Ist a bisserl so wie mit kleinen Kindern. Lass die sich mal ausschreien, irgendwann hören die ganz von selbst auf. Genau so ein Menschenkind bin ich. Nicht besser oder schlechter als Menschen aus einem anderen Milieu. Doch in dieser Hinsicht ist meine Verzwergung durchaus auch Segen und nicht nur Fluch. Das ist niemand den ich vollsülzen könnte, nein muss. Dafür fehlt mir auch das nötige Bewusstsein. Da kommt in der Regel nix. Ich bin nicht die Frau Sturmfrau. Bei der Frau Sturmfrau schreiben die Leute dann rein wie tapfer sie ist und das sie gut auf sich achten geben soll und ihr Umgang mit der Krankheit/Depression eh sehr mutig sei usw. Damit will ich nicht zum Ausdruck bringen das ich das Leid der Frau Str. anzweifle. Niemals. So etwas steht mir nicht zu. Die ollte Tante wird schon leiden. Ich beschreibe lediglich den Unterschied zwischen den Milieus. Bei mir wird eher selten was reingeschrieben, und wenn, reden die Leute eh nur über sich. Fragt man dann nach ob es was mit Titten gibt, damit ich aus was davon habe, gähnende Leere. Sind ja fast alle der Tanten vergeben. Und jene die nicht vergeben sind haben meistens einen Knall. Beim gestörten Norweger, dem Killer, läuft sogar im Häfn was. Der kriegt sicherlich auch Fotos, auch was mit Titten. Ich nur selbstverliebte Gesülze. Im Übrigen nehme ich ein äußerst wirksames Antidepressivum. Und zwar sehr hochwertige Darmbakterien. Ich will da keine Werbung für mein Produkt machen. Die sind echt teuer. Drück ich aber gerne ab weil die besser wirken als das ganze Psycho-Zeugs. Hab ich beides probiert. Zwischen Darm und Gehirn gibt es nämlich eine ziemliche direkte Funktionsachse. Ob das bei jedem funktioniert weiß ich natürlich nicht. Ich gebe hier keine Empfehlungen ab. Auf die Schizo-Sache haben die Darmbakterien wenig Einfluss. Da tut sich nix. Aber gegen die Tiefs wirken die ganz hervorragend. Ist doch besser als die scheiß Chemie. Ich habe die Kulturen mal bewusst weggelassen um nachzufühlen wie weit es da nach unten geht, gehen kann. Ich mache da schon einige Meter. Da schreibe ich keine Zeile mehr. Frag ich mich nur für was ich seit Ewigkeiten Neurotop schlucke wenn die so scheiße drauf sind. Neurotops können ja vielfältig eingesetzt werden. Epileptische Anfälle machen die auch. Im Kleingedruckten steht Katzen mit Bindehautentzündung und Flüchtlinge mit Heimweh dürfen auch ran.

So zum Übergang zu den Künstlern. Sehr ähnlich verhält es sich mit Süchten aller Art. Unglaublich wie viele Süchte es heute gibt. In jedem scheiß Magazin indem an sich nur lustige Bilder drin kleben, kann man so einen verblödeten Test ausfüllen. Sind sie Frühlingssüchtig. Gähn-süchtig, Kommentar-süchtig, oder Aber-süchtig. Und schon kann man ankreuzen und dann gibt es eine schöne Auswertung. Nach den heutigen Definitionen was Sucht ist, war ich mal Alkoholsüchtig, Spiel und Sexsüchtig. Noch nie habe ich geschrieben dass ich Alkohol, Spiel und Sexsüchtig war. Am einfachsten kriegt man ja seine Sexsucht in den Griff. Dafür sorgt schon die Natur. Solange man wieder aufhören kann bevor die Leber streikt, oder der Privatkonkurs eingereicht werden muss, weil man den Zukunftsfonds seiner Kinder verspielt hat, ist doch alles Bestens. Da sollte man sich keinen Kopf machen. Gestern lief Bayern gegen Juve. War einer dieser magischen Fußball-Abende. Unglaubliche Partie. Wie es aussieht bin ich unglaubliche Partien-süchtig.
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Künstler. Jetzt aber. Hier geht es nicht darum einem Künstler oder einer Künstlerin blöde ins Knie zu ficken, vielleicht noch aus purem Futterneid, weil man selbst über Lichtpartikel kleine Blogkleinstkunstversuche nicht hinauskommt. Niemals. Jeder Künstler der es irgendwie hinbekommt, allein von seiner künstlerischen Schaffenskraft zu leben, mag diese Kunstform noch so trivial oder abbwägig erscheinen, ist ein ziemlich großer Künstler. Da gibt es nix auszusetzen. Das übrige kunstschaffende Personal, das in der Wahrnehmung der Welt nicht anschreibt hat natürlich den Scherben auf. Gibt einen Haufen Gründe warum es einige schaffen und andere wiederum nicht. Zwei die mir auf die Schnelle einfallen warum es einige nicht hinbekommen. Die werden verkannt, warum auch immer, oder ihre Kunst ist scheiße. Geniale Schubladenkünstler gibt es ja nicht so viele bilde ich mir ein. Die Kunst strebt schon an die Oberfläche wie die Motten ins Licht. Der Unterscheid zwischen verkannt und scheiße lässt sich nicht immer ganz leicht festmachen. Der Kunstbetrieb soll ja ziemlich gnadenlos sein und folgt Gesetzmäßigkeiten die mir nicht geläufig sind. Da wird gnadenlos bis selektiv gesiebt. Ich mach lieber Blog, da siebe ich. Mit dem Kunstbetrieb habe ich nix am Hut. Ich gehe ja nicht einmal mehr ins Theater oder so. Dort will ich nicht hin, der soziale Druck der dort vorherrscht macht mich ganz wuschig, weil man andauernd an den richtigen Stellen lachen oder klatschen muss um wirklich dazu zu gehören. Und in den Pausen tun alle so gescheit und wissend. Sogar in Scheißhaus herrscht ganz eine eigenartige Stimmung. Kunstsinnnige Männer pissen anders. Mich überfordert das völlig. Stehste dann so herum und sagste blöd wie du bist ganz ehrlich, also ich verstehe da nur Bahnhof, oder a bisserl langweilig ist das Gezeigte schon, strafen dich die Kunstbegeisterten auch schon mit ganz schrägen Blicken. Die sagen selber schuld wenn du Hochkultur nicht verstehst. Mach doch Fußball oder Blockbuster. Da fallen mir noch die zu spät Entdeckten ein. Wenn zwei zur gleichen Zeit ein dunkles Viereck malen und vorher hat noch nie jemand ein dunkles Viereck gemalt, wird das früher entdeckte Viereck höchstwahrscheinlich den größeren Teil vom Ruhm einheimsen. Oder jenes das dem Kunstbetrieb näher steht. Im Grunde weiß ich es nicht. Ich schreibe ja über das Milieu-Ding. Psychische Gebrechen eines Künstlers kommen in der Wahrnehmung des Publikums ganz anders an und führen dort zu einem anderen Ergebnis und Eindruck als wenn ein Schattenweltmensch über seine psychischen und charakterlichen Unzulänglichkeiten jammert, und dabei sprachlich über seine Unzulänglichkeiten drüber rumpelt wie über eine Landstraße in Zimbabwe. Kunst macht die Welt fassbar. Da schrupft das ganz Große auf ein wahrnehmbares Format zusammen, obschon das ganz Große noch immer durchscheint. Wie das in der Praxis geht weiß ich nicht. Ich bin ein vereinzelter Kleinstkünstler. Das Leid in der Kunst, ja im Leben, muss eine gewisse Qualität haben oder es ist gar nicht. Vergewaltigte und danach verbrannte südsudanesiche Mädchen/Frauen scheinen über die Hemmschwelle das es uns wirklich berührt nicht so recht drüber zu kommen. Vielleicht auch nur weil die so weit weg sind. Egal wie oft mir auch noch das Klopapier ausgeht. Die Feuerwehr kommt pünktlich um die Kunst vom Scheißhausdämon auf kleinester Flamme zu halten. Hat der schon wieder 6% an Schwärze zugelegt. Wenn ich mit dem Schmarrn da fertig bin, wann weiß ich nicht, werde ich ein kleines Kunstwerk versuchen um das Leid sudanesischer Frauen fassbar zu machen. Die bei der UNO könnten mal eine gewisse Größenordnung an Vergewaltigungen festsetzen, so das der Sicherreitsrat das o.k. zum Intervinieren gibt. Ich kenne da nicht das richtige Maß, 14, 140, 1400, 14 0000, 140 000.

Künstler haben es ja dick mit ihren psychischen Gebrechen an denen sich dann das Publikum weidet. Das muss so sein. Dass Künstler sich freiwillig ausstellen, innere Zwänge zählen nicht, und sich tief in die Eingeweide der krativen Leidmaschinerie blicken lassen, dafür können die Leute in der Regel nix. Künstler, vor allem aus dem ernsteren Fach, sind ja die geborenen Leidexhibitionisten. Weltleid und Weltschmerz geht natürlich auch. Haben die es mal nicht mit ihren eigenen Gebrechen erfinden die sich einfach welche. Dafür schlachten die ihr soziales Umfeld oder gleich die ganze Welt gnadenlos aus. Gelingt es einem Künstler, sich mit erfundenem oder geklautem Leid, das zu einem Werk weiteverarbeitet wird, wie ein Teig zu einem Kuchen, in den Köpfen der Kunstaffinen eine eigene Wirklichkeit zu schaffen, sollte man von einem gelungenen Kunstwerk sprechen. Wie Bayern gegen Juve. Sobald sich in ihnen was außergewöhnliches rührt, obschon sie wissen das des, das da gerade vorgetragen wird, sehr weit von ihnen weg ist oder reine Erfindung, und sie es trotzdem berührt oder trifft, muss man schon vom Gelingen eines Kunstwerks ausgehen. Ganz egal was professionelle Kunstkritiker dann sagen. Ich halte ja schon Videos von Katzen mit 63 Millionen Klicks für Kunst. Nicht jede Katze ist so lustig. Vielleicht gibt es auch unter Katzen einen Charlie Chaplin oder Karl Valentin. Und den ernsteren Katzen sieht man ihre inneren Tragödien nicht an weil die sich schwer tun mit dem Ausdruck. Schauen sich Menschen gerne lustige Videos an, dann sagt das auch was über unsere Kultur. Katzenvideos sind tiefsinniger als es zu meist den Anschein hat. Wie auch immer. Mit der Theorie habe ich es ja nicht so. Theorie ist was für die universitären Lichtjäger. Das ist deren Job. In der Schattenwelt wird das Leben immer konkret. Unten drin sind die Menschen in der Regel echter. Nicht besser aber echter. Umso weiter es nach oben geht, umso unechter und künstlicher wird es. Da werden ganz seltsame und skurrile Umgehungskonstruktionen geschaffen, um der Welt zu zeigen wer da der Bertl ist der den unechtesten Most holt. In der New Yorker Upper East Side, habe ich gelesen, tragen die ganz reichen Weiber, die hoch gebildet sind aber trotzdem nix hackeln, weil die Männer weltweite Top-Verdiener sind, diese unmenschlich hohen Hochhackigen, in denen keine Frau, nicht mal jene von Welt, gehen kann. Bei diesen Tretern schreit die Achillessehne laut auf. Bevor eine Frau in die rein steigt muss sie sich wahrscheinlich 1 Stunde warm machen. Die sind angeblich von Louboutin und kosten locker einen Tausender. Fragt man sich natürlich warum sich Frauen diese Treter kaufen wenn sie darin eh nicht gehen können. Der Trick ist sie haben einen Chauffeur. Und darauf kommt es an. Und das wissen alle in der Upper East Side. Louboutin bedeutet nix mehr selber gehen. Das ist also auch ein Milieu-Ding, genauso wie ganz unten drin, da gehen die Leute viel zu Fuß, oder fahren Schwarz mit den Öffis, weil die sich ein Taxi nicht leisten können.
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Der Schriftsteller Benjamin Stuckrad-Barre hat seine Memoir/Lebenserinnerungen in Buchform niedergeschrieben. Diese Erinnerungen sollen künstlerisch angeblich ziemlich gelungen sein. Das Buch soll auch von den Obsessionen und Süchten der westlichen Kultur handeln. Ich habe das Buch nicht gelesen. Werde ich höchstwahrscheinlich auch nicht tun. Nicht weil ich etwas gegen den Schriftsteller habe. Ganz im Gegenteil. Ist doch ein guter Mann. Das der a bisserl sehr narzisstisch drauf ist, dafür kann der nix. Machen alle die einen Namen haben. So sind die Zeiten. Lieber zu viel Spiegel als zu viel Krieg. Ganz offensichtlich schreibt der sehr gut und das schon seit vielen Jahren. Leben kann der von seiner Kunst auch. Was willste mehr. Ich weiß das mit dem davon Leben, bekommen auch Schreiber hin die andauernd nur im Kopp-Verlag verlegt werde. Kopp-Verlag macht gerne Verschwörung, Untergang und Mysteriöses. Für den Kopp-Verlag bin ich im Grunde zu bieder und seriös. Der Kopp-Verlag würde von mir nix verlegen. Nicht einmal die ganz lustigen Sachen. Kopp zeigt gerne die Welt hinter den leeren Welt-Kulissen die die Herrschenden aufstellen. Und diese Kulisse die auch hin und her geschoben werden scheinen nicht besonders schön zu sein. Auf der Homepage von Kopp steht kurz zusammengefasst, „Alles Arschlöcher, rette sich wer kann, wir haben es auch ja gesagt“. Auch Schreiber, natürlich auch SchreiberInnen, die andauernd nur Verschwörung, Untergang und Mysteriöses machen und damit gut um die Runden kommen sind auch Künstler. Es geht jetzt vor allem darum wie das Buch vom B.S-B. besprochen wird. Diese Art der Besprechung halte ich ja für ein Milieu-Ding. Panikherz heißt das Buch. Panik weil der Benjamin ein Buddy vom Udo Lindenberg ist. Weiter Montag hoffe ich. Sonntag durchgehend Sport. Motorrad-WM geht wieder los. Das leben macht wieder sinn. Und morgen BG-Kumpel.

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Montag, 14. März 2016
Zum Wochenendausklang
Der Kurier fragt: Was treibt eigentlich Monica Lewinsky? Ich finde das ist sexistsich. Die gute Frau hat zwei Master-Diplome und trug mal das berühmteste blaue Kleid der Welt.

Wochenende mache ich nix mit bloggen, verzweifelten Geltungsdrang, und sich an die unendlichen Weiten des Netzes anbiedern. Nicht als angelernter Kleinstbürger. Am Wochenende habe ich frei vor der Welt und mir selbst. Muss auch sein oder. Ansonsten stumpft man ja völlig ab. Ich bin ja ein begeisterter Weltbeschreiber, Schlagzeilen-Tourist und Buchstabenzähler. Nicht das sie denken ich lese in Zeitungen und Magazinen nur jene Artikel die mich wirklich interessieren. Niemals. Da mache ich „geiz ist geil“. Ich lese alles und unterstreiche auch fleißig ganze Passagen. Notizen mache ich dann und wann auch. Die kann ich meistens nicht lesen, oder ich blicke Wochen später drauf und dann habe ich nicht den leisesten Schimmer was des Gekritzel für einen Sinn haben soll. Steht dann da „der tote Punkt des Sinns“, oder "gesellschaftlicher Paria". Wenn ich Georg Packer in seinem Buch, „Die Abwicklung. Eine innere Geschichte des neuen Amerika“, richtig verstehe, dann hat der Donald Trump, den plumpen und hoch aggressiven Trump-Politik-Stil nicht erfunden, sondern von Newt Gingrich abgekupfert. Das habe ich jetzt nicht unterstrichen sondern selbst geschlussfolgert. Der Mann versteht wirklich zu schreiben. Das ich alles lese mag vielleicht auch daran liegen das ich im Grunde nicht weiß was mich wirklich interessiert. Interessen sind ja auch davon abhängig was man kann, zu was man sich befähigt fühlt und was einem beigebracht wurde. Abseits vom Lesen kann ich so gut wie nix. Das ist kein Understatement, weil der Underdog immer gut kommt, sondern eine Tatsache. Sinnerfüllend lesen geht. Ich sitze sozusagen jeden Tag mit einer Lektüre in der Hand im Klappstuhl am Abgrund meiner Möglichkeiten. Und sogar dort tu ich ja auch nur so als ob. Das ist mein Versuch den toten Punkt des Sinns als gesellschaftlicher Paria zu entkommen. So ist das wenn man den sozialen Tod durch ein paar glückliche Umstände überlebt hat. Ob sich das beschämend anfühlt. Nee nicht wirklich. Ich kenne mein Leben nicht anders. Ich machte immer nur den sozialen Tod. Hatte ich gut zu tun. Der Manfred z.B., ich hab mal ein Gedicht über den Sack geschrieben, das ist der Typ aus der Videothek die es heute nicht mehr gibt, genau so wenig wie den Zielpunkt, Porno-Abverkauf-DVDs oder unsere 11 Uhr Unterhaltungen. Wir hatten da einen der war Hardcore. Der kam am frühen Vormittag, im wahrsten Sinne des Wortes. Der schlich sich rein ins Porno-Kammerl, sah sich die Covers an und wixte auf die Hüllen. A rießen Hetz. Der Manfred war schwer auf Methadon, ich von den Tabs benommen, und dann war da noch der Alkoholiker, der so weit ich Bescheid weiß seinen sozialen Tod auch überlebt hat. Steht im ganz gut. Der Manfred hat das nicht gebracht. Der ist ja an sich und seiner Heroin-Sucht zu Grunde gegangen. Sozial Tod waren wir alle drei. Schattenweltmenschen halt. Schattenweltmenschen sind eine Unterkategorie der Unterschicht. Ich bin ja ein Hybrid, am Leben gehalten vom Goadfather, der es durch harte Arbeit zu bescheidenem Wohlstand gebracht hatte.

Das Goadfather-Ding, es als ungebildeter Halb-Weltkrieswaise zu Wohlstand zu bringen, läuft heute ja nicht mehr. Ungebildet kommste heute nicht mehr zu Kohle. Außer du machst Mafia. Nicht das sie denken ich bettel den GF um Kohle an. So läuft das nicht. Aber die Bude, in der ich einen Klappstuhl nach dem anderen durchsitze, gehört dem GF. Lichtmenschen beschreiben so einen Vorgang ja anders. Die zeichnen sich in einem weicheren Licht. Die sagen ja nicht mal „erben“ sondern lieber „überschreiben der Liegenschaft“, odern integrieren die Schenkung geschickt in ihrer Biografie. Ich mach das nicht. Ob jetzt Junkie, Irrer, Alkoholiker, wir alle haben den Stempel, „nicht gesellschaftsfähig“. Unser Scheitern wurde nur noch verwaltet. Aber das wissen sie ja schon. Bevor sie uns ran ließen bringen die heute lieber einen verwilderten Afghanen das Schreiben bei. Mit illegalen Drogen habe ich im Übrigen nichts am Hut. Ich mache Neuroleptika und was gegen die Höhen und Tiefen, weil die Ärzte meinen ich sei „Bipolar“. Ich weiß von nix. Ungebildet wie ich bin, dachte ich immer nur, ich habe besonders gute oder schlechte Laune. Von Depressionen und dem ganzen Zeug wusste ich überhaupt nix. Erst als ich Stimmen hörte ging ich zum Doc, weil die mir Angst machten. Und da war ich um die dreißig. Neurotop nennt sich das Medikament gegen das bipolare Dingsda. Retard steht auch drauf. Nehme ich halt. Die machen das Kraut auch nicht mehr fett. Ich bin Schattenwelt. Schattenwelt bedeutet des Weiteren dass man seine Gebrechen nicht so persönlich nimmt. Können sie mir vertrauen. Im direkten Kontakt spielt das Schizo-Ding bei mir nur eine sehr untergeordnete Rolle. Liegt auch an meiner Verzwergung, über die ich mir schon Gedanken mache. 15 Jahre vor einem Kühlschank, der nicht und nicht aufgehen wollte, da stellt man sich schon die eine oder andere Frage nach dem warum. Den einfach zu öffnen und was rausnehmen ging ja nicht. Ich fragte die UM2 ja schon ob ich was reinlegen durfte. Auch Sachen die ich von meiner Kohle gekauft hatte. Und dieses ewige Fragen hat mich dann ja weiter verfolgt und verunstaltet. Ich fragte sogar meine Freundin ob ich mir ein Handtuch nehmen dürfte. Und das nach fast einen Jahr. Die schüttelte nur noch den Kopf. Auf den Gedanken einfach was rauszunehmen, noch dazu ohne zu fragen, das brachte ich nicht. Ausgeschlossen so ein Gedanke. Dieser Verzwergung hatte ich nix entgegenzusetzen. Biste mal entsprechend verzwergt und ungebildet haste nicht so viel Ahnung von deinem Innenleben. Der Goadfather musste 70zig werden um mich mal zu zu Fragen wie es mir geht. Ich weiß heute noch nicht ob das nur eine rhetorische Frage war. Wusste ich natürlich nix drauf zu sagen. Da kommt nix. Das Innenleben steht bei einem Schattenweltmenschen nicht so hoch im Kurs. Auf die Frage meiner Nerventante „was fühlen sie“, oder „was kann ich für sie tun“, kenne ich die richtige Antwort so gut wie nie. Kann sogar sein das ich ungehalten werde. Deswegen schenkt die mir auch Steine, ein Handtuch und Blumen. Bis auf die Steine habe ich alles gekillt. Über das Ausbreiten seiner Unzulänglichkeiten komme ich noch in einem anderen Text. Ich hab das so ein Milieu-Dingt entdeckt bilde ich mir ein. Gewisse Personenkreise zumeist aus der Lichtwelt, reden ziemlich gerne über ihre Süchte, psychischen Defekte, Defizite und Makel. Darüber reden geht schon in Ordnung. Das läuft solange man da nicht völlig hinein kippt.
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Sie verstehen was ich meine. Vor allem die Süchte und den Umgang mit denen, heftet sich dieses Milieu gerne an die Brust wie einen polierten Orden. In der besseren bis gehobenen Mittelschicht scheint es ein unstillbare Sehnsucht, ja Verlangen, nach Kaputtheit und sozialen Tod zu geben, der ja bei vielen nicht viel mehr als ein nicht ganz so ernst gemeinter Selbstmordversuch ist. Ich habe mein soziales Selbst nicht einfach so gekillt. Ganz im Gegenteil. Ich war einfach nur zu blöde und ungeschickt Brillengläser in Brillenfassungen hinein zu schleifen. Deswegen stand ich mit nix auf der Straße und nicht weil ich alles hingeschmissen habe, über die Strenge schlug und was mit Freiheit machen wollte. Das über Strenge schlagen Ding lief einfach so nebenher. Da musste ich mir keine Legende erfinden oder groß ins Zeug legen. Das ging spielerisch. Ich saß nicht stundenlang vor Doors Platten und las auch nicht den Fänger im Roggen und all das Zeug. Mich ereilte der soziale Tod, weil ich die kleinstbürgerlichen Normen nicht brachte, und nicht weil ich mich auf der road to nowhere los sprintete bis ich nicht mehr konnte. Das ich mal nicht mehr konnte folgte keiner großen Erzählung oder Verirrung. Ich machte einfach nur Tag für Tag. Auch heute noch. Weder der Weiße noch der M., (der M. ist nicht der Manfred, mit dem hab ich nix gemacht nur geredet. Der war nicht vertrauenswürdig) mit denen ich Jahre in Wien um die Häuser zog, waren in kleinstbürgerlicher Sicht so erledigt wie ich. Die rebellierte wie es mir vorkam bewusst gegen die kleinstbürgerlichen Normen. Ich ging in die Fabrik weil ich nix konnte, die beiden, weil sich in ihrem Leben total verlaufen hatten. Die hielten den kleinstbürgerlichen Mief den sie ihn ihren Geruchskolben vermuteten nicht aus. So schien es mir. Ich war nur ich selbst und das langte offensichtlich schon in dieser Welt keinen Platz zu finden. Das ist ein ziemlicher Unterscheid finde ich. Wie auch immer. Der M. flüchtete zur UNO weil er das kleinstbürgerliche St.Pölten nicht mehr aushielt. Ich weil ich keine Lust auf Straße hatte. Wegen dem bipolaren Ding wäre ich nicht aus der Spur geraten. Die Schizo-Sache kam ja erst nach 10 wirklich harten Jahren. Meine Art hielt ich für völlig normal. Die anderen eher nicht. Gegen meine Depression nahm ich Aspirin C. Ich dachte diese Niedergeschlagenheit ist eine aufziehende Grippe. Besser wusste ich es nicht. Südlich der Drau aufgewachsen hatten wir es nicht so mit Psyche und dem ganzen Zeug. Wochenende ist frei was mir sehr gelegen kommt, weil Sport aus allen Fernsehkanälen quillt. Da gebe ich mir immer die volle Dröhung. Die bringen ja Sport ohne Ende. Warum weiß ich nicht. Vielleicht haben die zu viel Sendezeit oder weil wir alle nur noch blöde herum sitzen und auf etwas warten das nie kommen wird. Funktioniert bei mir ganz ausgezeichnet. Der tote Punkt des Sinns, der bei mir manchmal aussieht wie ein 124 Zoll Rohr, lässt sich mit Sport hervorragend zu stopfen. Fußball, Ski Alpin, Biathlon, noch mal Fußball und wieder Ski Alpin, natürlich Damen wie Herren. Ich schau ja so gerne Damenspitzensport. Biathlon war gerade WM. Boxen am Samstagabend, Brähmer gegen Gutknecht, hab ich ganz verschwitzt. Da zockte ich mit meinem Backgammon-Kumpel und jammerte dem die Ohren voll weil die Würfel so scheiße vielen. Eine grauenhafte Charaktereigenschaft von mir. Da jammer ich und jammere ich den Chat voll weil nix läuft und tu so als ob ich mich gleich einmal erhänge. Aber wehe es läuft besser schon schlage ich gnadenlos zu. Ich bin da neuronal total verhunzt. Ich tu noch immer so als ob ich gegen meinen Untergang mit echtem Geld anspiele. Was aber nicht mehr der Fall ist. 15 Jahre Glückspiel haben mich in dieser Hinsicht ziemlich ruiniert. Ich muss mich da neu erfinden. Normal soll soll man den Hintergrund seiner Schmähs nicht verraten. Der Witz liegt darin das man sich nach dem sozialen Tod nur noch schwer neu erfinden kann. Mit Bloggen läuft ja auch nix. Lichtmenschen scheinen an Schattenweltgeschöpfen doch nicht so viel Interesse haben wie ich mir einbildete, vielleicht sogar erhoffte. Schreiber und Leser sind wirklich ein seltsames Paar. Die mit den LED-Lampen im Inneren und Kompaß, machen lieber das Scheitern von Praktikanten, und schreiben die in ihren Kommentaren in Grund und Boden. Ratschläge zu Fingernägel machen die auch. Vielleicht müssen die auch ein Rohr stopfen. Weil ich gerade beim Tod bin.

Südsudan. Den UNO-Bericht zur Menchenrechtslage im Südsudan haben sie sicherlich schon gelesen. Auf ihrem Smart-Phone geht das ja zack zack. Kinder und Menschen mit Behinderungen werden lebendig verbrannt, Soldaten vergewaltigen systematisch Frauen und töten gezielt Zivilisten. Die Menschenrechtsverletzungen seien im Südsudan so schlimm wie in kaum einem anderen Land. Da streiten angeblich die Männer untereinander wer es einer Sechsjährigen so richtig besorgen darf. Dabei sind diese Menschenrechtsverletzungen im Südsudan gar nicht neu. Ich weiß ja auch schon länger davon. Mindestens seit 2014. Irgendwo habe ich sicherlich darüber geschrieben. Warum ich darauf zu sprechen komme. Das Wochenende ist vorbei und sie kennen sicherlich diese älteren Herren, die gerne um Baustellen herumstehen und ganz begeistert bis wehmütig bei den Bauarbeiten zusehen. Die stehen total auf Krähne und so. Ähnlich verhält es sich mit mir und Krisenherden. Menschenrechtsverletzungen scheinen meine Baustelle zu sein vor der ich herumlungere. Über den Südsudan habe ich noch aus einem anderen Grund geschrieben. Kein geringer als der großartige Georg Clooney machte ja Südsudan. Der hat sich da wirklich ins Zeug geworfen und Weltpolitik gemacht. Das hat der Arme jetzt davon. Macht er einmal nicht auf Leinwandheld schon steht er wie ein Depp da. Frei nach dem Herrn Goethe. Der moralische Mensch der steht`s das Gute will und das Böse schafft. Hat seine schöne Frau, die soll ja eine herausragende Anwältin sein, gut zu tun. Europa kann den Opfern im Südsudan leider nicht zu Hilfe eilen. Wegen Massenvergewaltigungen und so machen wir nix. Sechsjährige Mädchen die vergewaltigt werden sind noch lange kein Asylgrund bei uns. Da wird niemand umgehend ausgeflogen. Die sollen mal schön durch die Sahara und wenn dann noch etwas von ihnen übrig ist sehen wir weiter. Derzeit sind wir eh ausgebucht. Wir machen lieber junge Männer aus dem Maghreb. Und die machen gerne Identitäts-Hopping und a bisserl Fummeln zu Silvester. Die SPD macht ja bald nix mehr. Merksatz: Gehen sie niemals als Juniorpartner in eine große Koalition. Niemals. Lassen sie lieber die Finger von den Versuchungen der Macht und machen sie schön Opposition. Sie werden die Juniorpartnerschaft politisch nicht überleben. Sie denken sie gestalten als Juniorpartner mit Mütterente, Mindestlohn usw. Nee das ist eine Halluzination. Sie werden von der KanzlerInnen-Partei verunstaltet. Noch etwas. Schließen sie Rechtspopulistsiche Parteien wie die AfD niemals von Koalitionsgesprächen oder Regierungsbeteiligungen aus. Schon gar nicht weil sie sich als Politiker der AfD moralisch überlegen fühlen. Machen sie das ja nicht. Ich kenne mich da bestens aus ich bin Österreicher. Wir haben die FPÖ. Die ist jetzt bei 35% in Umfragen. Sie müssen die ran lassen an den Busen der Macht. Die FPÖ lässt sich nur durch Regierungsbeteiligung domestizieren. Dann ist vorbei mit Lästern, als Opposition, erste Reihe fußfrei. Njiet kann jeder schrein. Vertrauen sie mir. So wie die Wartenden vom Idomeni dem Norbert Blüm vertrauen. Ein guter Mann. Der handelt halt noch christlich und übernachtet mit seinen gut achtzig Jahren in einem Zelt in Idomeni. Hut ab Herr Blüm. Ehrlich. Ich befürchte nur das des der österreichischen Bundesregierung, die ja die Erfinder von Idomeni sind, ziemlich wurscht ist. Die österreichische Bundesregierung kämpft derzeit um ihr politisches Überleben. An den Erfolgen der AfD sieht man ja. Mit dem Wähler ist derzeit nicht zu spaßen. Ich weiß ja nicht es ob die Gesundheit vom Herrn Blüm zulässt, aber vielleicht könnte der gleich weiter in den Südsudan fliegen und der afrikanischen Union (was machen die eigentlich außer der dem werten Herren Mugabe zu huldigen, weil der den Weißen mal bewiesen hat wo der schwarze Bartl den Inflations-Most her holt) und dem UNO-Sicherheitsrat mal zeigen wie Menschenrechte gehen. In Simbabwe soll es angeblich eine Straße geben, die ohne Schlaglöcher auskommt, die so groß sein sollen wie mein 124 Zoll Null-Sinn-Punkt Rohr. Diese Straße führt vom Amtssitz des Präsidenten zu seiner Villa. Zum großen Robert könnten sie dich vergewaltigen sudanesischen Frauen flüchten. Der hat Prostata-Krebs. Erst Montag und ich bin schon so schräg drauf. Unter der Woche ist natürlich auch Sport. Bayern gegen Juve. Und am Wochenden geht die Formel Fad wieder los. Mir wuscht. Ich schau oder lese ja eh alles.

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