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Mittwoch, 18. November 2015
Der Schizoprenist erfindet sich weiterhin ein Thema. Ich bin noch immer am Autokraten dran.
der imperialist, 20:19h
Manchmal ist es auch so wie zwischen der UM2 und mir. Ohne dass man es sich wirklich erklären kann, mag der eine den anderen nicht besonders. Das sich Menschen nicht besonders sympathisch finden, und das einfach so, weil des der persönliche Nacktscanner so haben will, der immer schrecklich in Eile ist und blind über den anderen drüber rattert wie ein Panzer aus dem Film Herz aus Stahl über einen Verletzten und sich mindesten auf eine wahre Begebenheit stützt, wie ich mich auf meine Neuroleptika, ist eines der größten Weltphänomene, das viel genauer untersucht werden sollte. Die Wissenschaft untersucht ja andauernd nur Sachen die irgendwie auch a bisserl Spaß machen. Wurst essen, Saufen, Rauchen, Zocken, Chips. Ich esse für mein Leben gerne Chips. Die Frau Marlene Streeruwitz, ihrerseits Schriftstellerin und Feministin, eine Person die mir a bisserl Angst einjagt, eine Furcht die ich weder mir noch ihnen schlüssig erklären kann, befindet in einem Essay, der Kolonialismus sei an allem schuld. Der ist ja immer an allem Schuld was ja so falsch nicht ist. Siehe IS. Nur ich hab die Grenzen da im Orient und zwischen den Habenden und Habenichtsen nicht gezogen. Dieser Ismsus spiegelt sich noch heute in unsere Sprache und den Bilderwelten wieder. Die Frau Marlene mag keine halbnackten Frauen, deren zurecht retuschierte Anmut und Makellosigkeit, auf übergroßen Plakaten von der Werbung gnadenlos ausgeschlachtet wird. Weil das so ist und alte Herrschaftsverhältnisse in unseren Sprachgebrauch weiterleben, funktioniert unser Nacktscanner wie ein alter Sklaventreiber. Nicht so sehr die Worte der Frau Str. sind es die mir Angst einjagen, sondern eher die öffentliche Person Frau Str.. Die lacht nie. Vor Menschen die nie in schallendes Gelächter ausbrechen, dann und wann auch zur Unzeit, sind mir einfach eine Nummer zu groß. Deren Strenge und Ernsthaftigkeit halte ich einfach nicht aus. Autokraten lachen ja auch nur ganz selten. Mir kommt ja vor das des Lachen eher eine Strategie der Unterprivilegierten ist. Man sagt ja das Lachen entwaffnet. Da mag schon was wahres dran sein. Lach einen IS-Selbstmordattentäter an und schon legt der seinen Sprengstoffgurt ab. In der Regel wird das mit der grundlosen Abneigung auch nicht mehr besser, um wieder das ausgeleierte Beispiel der Supermarkttante heranzuziehen wie das Höhlengleichnis vom Anton. Das ist die lustigere Variante vom Platon. Die verweigert mir seit gut 15 Jahren demonstrativ auch nur die allerkleinste Anerkennung als Mensch, dabei bin ich ein ganz einfacher Kunde.
Rein in den Markt, Tiefkühlfertiggericht oder gekühltes Fertiggericht eingepackt, und wieder raus. Nur hin und wieder laufe ich a bisserl desorientiert durch die Abteilungen wie ein Grußonkel und begrüße in staatsmännischer Geste, ein einzelnes Reispackerl oder ein Joghurt das umgefallen ist oder ein Loch im Deckel hat und die Fülle raushängt wie bei mir. Bei Joghurt mit einem Loch im Deckel denke ich immer an Mongos. Stellen sie sich ein Land voll solcher Supermarkt-Tanten vor und es gibt nur diesen einen Supermarkt. So müssen sie sich die Kolonie mit dem Namen Iran vorstellen. Ich lese jetzt schon eine kleine Ewigkeit über die nuklearen Ambitionen der Iraner und was die jetzt so im Schilde führen oder auch nicht. Ist das nervig. Ich denke mir manchmal nur die haben doch einen gewaltigen Huscher. Unbedingt brauchen die etwas schlagkräftiges zum Auslöschen um nicht selbst in die Verlegenheit zu geraten ausgelöscht zu werden.
Seit gut 20 Jahren beschäftigen die sich im Iran mit nichts anderen mehr. Und andauernd vergraben sie irendwo im geheimsten Geheimen irgendwelche Zentrifungen. Und dann kommen die anderen und sagen, erwischt,erwischt, da steht eine, siehste da steht eine. Haben wir als Kinder auch gespielt. Mit Holzgewehren und Pfeil und Bogen. Ist uns irgendwann zu blöd geworden, weil ja nie einer getroffen wurde. Nee, ich nicht, hieß es immer. Doch, ich habe dir in den Rücken geschossen. Nee haste nicht. Ich habe mich weggedreht. Doch hab ich. Beweis das mal usw. Haben wir irgendwenn aufgehört und lieber Frösche gesprengt. Haben wir natürlich nicht. Ich schwöre.
Noch einfacher. Ein Fußballfeld voller Topfpflanzen und dann gehrt der Autokrat durch die Topfpflanzen-Reihen und gießt nur ein paar, während es in einer Demokratie hin und wieder sogar regnet. Da wird der Einkauf im Supermarkt des Lebens zu einem einzigen Spießroutenlauf, wenn sie für ihre halbvertrocknete Topfpflanze im Supermarkt einen Turbobuster suchen, damit das Pflänzchen nicht eingeht, und die einzige Person die ihnen im Supermarkt weiterhelfen könnte, meine Supermarkttante ist, die sie finster und zu allem entschlossen anschaut wie ein scharfer Sprengstoffgürtel. Über Selbstmordattentäter sagt man ja immer, die sind zu allem entschlossen. Sind sie nicht.
Ich denke ja als der Erste sich traute, auf eine Scheißhaustür zu schmieren, das er Gott umgebracht hatte, war unser Schicksal besiegelt. Oder doch erst seit Kardinäle in Rom der ewigen Stadt in 500 m2 großen Wohungen hausen. Sie dürfen mich jetzt nicht für einen Jammerlappen halten weil ich von der Supermarkttante nicht mehr lassen kann. Ich habe eh gut 15 Jahre zugewartet um mir ein Urteil zu erlauben. Die erinnert mich irgendwie immer an die UM2. Ehrlich. Die war ja auch so gespenstisch drauf. Über die UM2 behauptete sogar der Nachbar, natürlich nur wenn der einen sitzen hatte, die UM2 geht zum Lachen in den Keller. So wie die Folterknechte eines Despoten. Fragen sie in Syrien nach. Nee das war jetzt nicht passend. Die UM2 mit dem Assad zu vergleichen gehört sich nicht. Sorry UM2.
Als Kind habe ich ja gerne Heidi geschaut. Die Zeichentrickserie sie wissen ja. Da ist die Frau Str. in einem Essay einmal völlig ausgezuckt, weil die Klara stellvertretend für die unterdrücken Frauen im Rollstuhl sitzt. Die Heidi war der Frau Str. auch zu vertrottelt. In der Serie gab es ja die Figur der Fräulein Rottenmaier. Ungefähr so müssen sie sich die UM2 vorstellen. Auch von der Figur her. Von ihrem Gehabe sowieso. Und ich bin eher so wie der Ziegenpeter. Auch heute noch. Nur der Ziegenpeter hat mit der Frau Rottenmaier in der Serie so gut wie nichts am Hut. Die passen einfach nicht zusammen. Ganz anders verhält es sich da mit Künstler wie dem Russen Pjotr Pawlenski und seiner Heimat Russland. Sie kennen den nicht. Der hat seine Eier am Boden vor dem Kreml festgetackert. Noch dazu an einem kalten Tag. Der hat jetzt in Deutschland eine große Einzelausstellung, eben weil er sich die Eier da antackerte und sich ein Teil seines rechten Ohrs abschnitt, um so gegen die Passivitär der Russen zu protestieren. So eine Kunst kommt bei uns gut an. Genauso wie die Kunst vom Ai Weiwei. Der thematisiert gerade seine Zeit in Einzelhaft. Aus einer UM2 die mir in meiner kindlichen Vorstellung wie das Fräulein Rottemeier vorkam, weswegen ich manchmal schon in schallendes Gelächter ausbrach wenn ich die UM2 nur sah, lässt sich keine Großkunst machen. Niemals. Was ist so ein Fräulein Rottenmeier gegen die Passivität der Russen, oder die Unfreicheit 1,2 Mrd. Chinesen. Da bleibt einem nur die allerkleinste Kleinstkunst. Ich glaub ich muss auswandern. Hier bei uns kann man es nur schwer zum ernsthaften Künstler bringen. Hier muss man ja andauernd in seinem Inneren herumwühlen wie in Innereien. Den Gerhard Richter hat ja auch erst der RAF-Zyklus so richtig berühmt gemacht. Aus der österreischischen Biederlichkeit lässt sich keine gescheite Kunst schnitzen. Immer nur Satire. Sogar IS-Touristen fahren bei uns nur durch. Auf die Frage was einer der Attentäter von Paris in Österreich wollte, antworteten der Urlaub machen bei Freunden. Deswegen schreibe ich ja immer über die Weltkatastrophen. Und über eine schizoaffektive Psychose. Heute sah ich einen im ersten Stock mit einer gezogenen Waffe aus der Tür auf mich zu stürzen. Der schrie: "Grauenhaft, diese Düsternis und Finsternis. Schaun sie nur das Licht hier. Das geht andauernd aus. Ich will aber das es an bleibt und in meine Welt hineinscheint. Und hören sie, hören sie.
Wärmen sie niemals eine Pizza in der Mikrowelle auf. Niemals, hören sie". Gott sei Dank hab ich diesen Typen. Ansonsten gäbe es nichts zu erzählen.
Es gibt Job auf dieser Welt. Henker, Folterer, wie wird man eigentlich Folterer. Das Foltern muss man ja erlernen. Höchstwahrscheinlich von der Pieke auf. Setzt so einen Job Grausamkeit voraus oder Menschenliebe. Halbwegs gute oder wenigstens einträgliche Jobs fallen ja im Autokraten-Paradies in der Regel an die Günstlinge des Autokraten wie z.B. in Syrien, an die Alawiten, als die Zeiten noch andere waren, oder im Irak unter Saddam Hussein an die Sunniten. Autokraten bis Despoten erfinden sich immer einen Grund warum sie Normalsterblichen keine Chance lassen. Rasse, Klasse, Stand, Pupillendistanz, Länger der Fingernägel, Kniescheibengröße, Faltentiefe, Zahnstellung, Zahnbelagfarbe, Lautstärke des Geräuschs wenn man die Fingerknochen knacken lässt. Autokraten-Despoten fällt immer was ein. Unglaublich wie einfach es ist sich einzureden das man jemanden nicht mag. Brauch man nur Masse und Macht vom Elias Canetti durchblättern, da mögen sich die Leute auch nicht. Dabei sollten wir uns doch alle mögen. Wenigstens a bisserl. Schauen sie. So groß ist die Wahrscheinlichkeit nicht das wir zur selben Zeit auf diesem Planeten leben, noch dazu mit Mitteln ausgestattet, das wir uns unterhalten können, weil ein Kaninchen hat einer gewöhnlichen Hausstaubmilbe, oder einem Suppenhuhn kaum etwas zu erzählen. Nicht einmal seinem Kaninchen-Kumpel hat ein Kaninchen was zu sagen. Kaninchen sitzen einfach nur herum, essen Kaninchen-Zeug und Karotten und hoppeln grußlos an einem Joghurt oder einer Packung Reis vorbei. Und irgendwann hüpft ein Kaninchen auf ein anderes Kaninchen drauf, zappelt herum und dann sagen wir, schau wie der Rudi der Rammler. Rudi der Rammler war einer unserer Running-Gags in der Kindheit. Und alle die herumstehen haben a Hetz. Bis auf das Kaninchen. Verstehen sie was ich damit sagen will. Aber was machen wir. Sprengen uns gegenseitig in die Luft und erfinden uns auch immer ganz passable Gründe dafür. Stellen sie sich vor ich stelle ich mich heute vor die Eingangstür des österreichisch-türkischen Supermarkts und protestiere lautsark, das dem seine Vorfahren einst Wien belagerten. Oder noch gescheiter ich spreng die Kiste mit den Äpfel. Heute hat sich eine Frau gespengt. Auf so einen Blödsinn würde ein Kaninchen nie kommen oder meine Topfpflanze. Offensichtlich hat der Mensch eine Neigung anderen andauernd blöd kommen zu müssen. Das scheint wirklich etwas sehr tiefsitzendes und kaum zu beherrschendes zu sein. Als ob das Schöpferische ohne seine Schwester das Zerstörerische nicht auskommt. Autokraten z.B. schöpfen ihren Zuspruch auch gerne durch Zerstörung. Da lassen die einfach irgendwo Bomben abwerfen und die Leute sagen, ja unser Chefe, der weiß wo es langgeht, den kann man vertrauen, der ist einer von uns. Aber wenn denen dann einer einfach eine schmiert, sind sie beleidigt. Und der, dem das gar nicht gefällt und seine abgeschnittenen Eier an ein Ohr tackert wird hier bei uns etwas. Der nimmt mir hier gewissermaßen den Raum weg, weil die Leute die in seine Ausstellung gehen, so ihre verzivilisierte Lust am Untergang und das Gefühl der Überlegenheit ihrer Kultur befriedigen. Und zwar schamlos machen die das. Schaun sich die angetackerten Eier an und trinken dazu Wein. Heidi. Ziegenpeter, Fräulein Rottenmeier, die Klara im Rollinger. (Rohlstuhl) Das ist doch Scheiße. Ich will auch Ausstellung. Jetzt.
In Österreich gibt es auch solche First-Class-Jobs wie im Autokraten-Paradies. Die gehen zu meist an Parteien, Sozialpartner, Gewerkschaften, Bünde, Kammern usw. Das wiederum ist ein ganz eigens Konglomerat. Von außen schwer zu durchschauen. Da gibt es hunderte von Vorfeld und Nachfeld Organisations-Jobs die irgendwie mit den Parteien verbandelt sind.
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Rein in den Markt, Tiefkühlfertiggericht oder gekühltes Fertiggericht eingepackt, und wieder raus. Nur hin und wieder laufe ich a bisserl desorientiert durch die Abteilungen wie ein Grußonkel und begrüße in staatsmännischer Geste, ein einzelnes Reispackerl oder ein Joghurt das umgefallen ist oder ein Loch im Deckel hat und die Fülle raushängt wie bei mir. Bei Joghurt mit einem Loch im Deckel denke ich immer an Mongos. Stellen sie sich ein Land voll solcher Supermarkt-Tanten vor und es gibt nur diesen einen Supermarkt. So müssen sie sich die Kolonie mit dem Namen Iran vorstellen. Ich lese jetzt schon eine kleine Ewigkeit über die nuklearen Ambitionen der Iraner und was die jetzt so im Schilde führen oder auch nicht. Ist das nervig. Ich denke mir manchmal nur die haben doch einen gewaltigen Huscher. Unbedingt brauchen die etwas schlagkräftiges zum Auslöschen um nicht selbst in die Verlegenheit zu geraten ausgelöscht zu werden.
Seit gut 20 Jahren beschäftigen die sich im Iran mit nichts anderen mehr. Und andauernd vergraben sie irendwo im geheimsten Geheimen irgendwelche Zentrifungen. Und dann kommen die anderen und sagen, erwischt,erwischt, da steht eine, siehste da steht eine. Haben wir als Kinder auch gespielt. Mit Holzgewehren und Pfeil und Bogen. Ist uns irgendwann zu blöd geworden, weil ja nie einer getroffen wurde. Nee, ich nicht, hieß es immer. Doch, ich habe dir in den Rücken geschossen. Nee haste nicht. Ich habe mich weggedreht. Doch hab ich. Beweis das mal usw. Haben wir irgendwenn aufgehört und lieber Frösche gesprengt. Haben wir natürlich nicht. Ich schwöre.
Noch einfacher. Ein Fußballfeld voller Topfpflanzen und dann gehrt der Autokrat durch die Topfpflanzen-Reihen und gießt nur ein paar, während es in einer Demokratie hin und wieder sogar regnet. Da wird der Einkauf im Supermarkt des Lebens zu einem einzigen Spießroutenlauf, wenn sie für ihre halbvertrocknete Topfpflanze im Supermarkt einen Turbobuster suchen, damit das Pflänzchen nicht eingeht, und die einzige Person die ihnen im Supermarkt weiterhelfen könnte, meine Supermarkttante ist, die sie finster und zu allem entschlossen anschaut wie ein scharfer Sprengstoffgürtel. Über Selbstmordattentäter sagt man ja immer, die sind zu allem entschlossen. Sind sie nicht.
Ich denke ja als der Erste sich traute, auf eine Scheißhaustür zu schmieren, das er Gott umgebracht hatte, war unser Schicksal besiegelt. Oder doch erst seit Kardinäle in Rom der ewigen Stadt in 500 m2 großen Wohungen hausen. Sie dürfen mich jetzt nicht für einen Jammerlappen halten weil ich von der Supermarkttante nicht mehr lassen kann. Ich habe eh gut 15 Jahre zugewartet um mir ein Urteil zu erlauben. Die erinnert mich irgendwie immer an die UM2. Ehrlich. Die war ja auch so gespenstisch drauf. Über die UM2 behauptete sogar der Nachbar, natürlich nur wenn der einen sitzen hatte, die UM2 geht zum Lachen in den Keller. So wie die Folterknechte eines Despoten. Fragen sie in Syrien nach. Nee das war jetzt nicht passend. Die UM2 mit dem Assad zu vergleichen gehört sich nicht. Sorry UM2.
Als Kind habe ich ja gerne Heidi geschaut. Die Zeichentrickserie sie wissen ja. Da ist die Frau Str. in einem Essay einmal völlig ausgezuckt, weil die Klara stellvertretend für die unterdrücken Frauen im Rollstuhl sitzt. Die Heidi war der Frau Str. auch zu vertrottelt. In der Serie gab es ja die Figur der Fräulein Rottenmaier. Ungefähr so müssen sie sich die UM2 vorstellen. Auch von der Figur her. Von ihrem Gehabe sowieso. Und ich bin eher so wie der Ziegenpeter. Auch heute noch. Nur der Ziegenpeter hat mit der Frau Rottenmaier in der Serie so gut wie nichts am Hut. Die passen einfach nicht zusammen. Ganz anders verhält es sich da mit Künstler wie dem Russen Pjotr Pawlenski und seiner Heimat Russland. Sie kennen den nicht. Der hat seine Eier am Boden vor dem Kreml festgetackert. Noch dazu an einem kalten Tag. Der hat jetzt in Deutschland eine große Einzelausstellung, eben weil er sich die Eier da antackerte und sich ein Teil seines rechten Ohrs abschnitt, um so gegen die Passivitär der Russen zu protestieren. So eine Kunst kommt bei uns gut an. Genauso wie die Kunst vom Ai Weiwei. Der thematisiert gerade seine Zeit in Einzelhaft. Aus einer UM2 die mir in meiner kindlichen Vorstellung wie das Fräulein Rottemeier vorkam, weswegen ich manchmal schon in schallendes Gelächter ausbrach wenn ich die UM2 nur sah, lässt sich keine Großkunst machen. Niemals. Was ist so ein Fräulein Rottenmeier gegen die Passivität der Russen, oder die Unfreicheit 1,2 Mrd. Chinesen. Da bleibt einem nur die allerkleinste Kleinstkunst. Ich glaub ich muss auswandern. Hier bei uns kann man es nur schwer zum ernsthaften Künstler bringen. Hier muss man ja andauernd in seinem Inneren herumwühlen wie in Innereien. Den Gerhard Richter hat ja auch erst der RAF-Zyklus so richtig berühmt gemacht. Aus der österreischischen Biederlichkeit lässt sich keine gescheite Kunst schnitzen. Immer nur Satire. Sogar IS-Touristen fahren bei uns nur durch. Auf die Frage was einer der Attentäter von Paris in Österreich wollte, antworteten der Urlaub machen bei Freunden. Deswegen schreibe ich ja immer über die Weltkatastrophen. Und über eine schizoaffektive Psychose. Heute sah ich einen im ersten Stock mit einer gezogenen Waffe aus der Tür auf mich zu stürzen. Der schrie: "Grauenhaft, diese Düsternis und Finsternis. Schaun sie nur das Licht hier. Das geht andauernd aus. Ich will aber das es an bleibt und in meine Welt hineinscheint. Und hören sie, hören sie.
Wärmen sie niemals eine Pizza in der Mikrowelle auf. Niemals, hören sie". Gott sei Dank hab ich diesen Typen. Ansonsten gäbe es nichts zu erzählen.
Es gibt Job auf dieser Welt. Henker, Folterer, wie wird man eigentlich Folterer. Das Foltern muss man ja erlernen. Höchstwahrscheinlich von der Pieke auf. Setzt so einen Job Grausamkeit voraus oder Menschenliebe. Halbwegs gute oder wenigstens einträgliche Jobs fallen ja im Autokraten-Paradies in der Regel an die Günstlinge des Autokraten wie z.B. in Syrien, an die Alawiten, als die Zeiten noch andere waren, oder im Irak unter Saddam Hussein an die Sunniten. Autokraten bis Despoten erfinden sich immer einen Grund warum sie Normalsterblichen keine Chance lassen. Rasse, Klasse, Stand, Pupillendistanz, Länger der Fingernägel, Kniescheibengröße, Faltentiefe, Zahnstellung, Zahnbelagfarbe, Lautstärke des Geräuschs wenn man die Fingerknochen knacken lässt. Autokraten-Despoten fällt immer was ein. Unglaublich wie einfach es ist sich einzureden das man jemanden nicht mag. Brauch man nur Masse und Macht vom Elias Canetti durchblättern, da mögen sich die Leute auch nicht. Dabei sollten wir uns doch alle mögen. Wenigstens a bisserl. Schauen sie. So groß ist die Wahrscheinlichkeit nicht das wir zur selben Zeit auf diesem Planeten leben, noch dazu mit Mitteln ausgestattet, das wir uns unterhalten können, weil ein Kaninchen hat einer gewöhnlichen Hausstaubmilbe, oder einem Suppenhuhn kaum etwas zu erzählen. Nicht einmal seinem Kaninchen-Kumpel hat ein Kaninchen was zu sagen. Kaninchen sitzen einfach nur herum, essen Kaninchen-Zeug und Karotten und hoppeln grußlos an einem Joghurt oder einer Packung Reis vorbei. Und irgendwann hüpft ein Kaninchen auf ein anderes Kaninchen drauf, zappelt herum und dann sagen wir, schau wie der Rudi der Rammler. Rudi der Rammler war einer unserer Running-Gags in der Kindheit. Und alle die herumstehen haben a Hetz. Bis auf das Kaninchen. Verstehen sie was ich damit sagen will. Aber was machen wir. Sprengen uns gegenseitig in die Luft und erfinden uns auch immer ganz passable Gründe dafür. Stellen sie sich vor ich stelle ich mich heute vor die Eingangstür des österreichisch-türkischen Supermarkts und protestiere lautsark, das dem seine Vorfahren einst Wien belagerten. Oder noch gescheiter ich spreng die Kiste mit den Äpfel. Heute hat sich eine Frau gespengt. Auf so einen Blödsinn würde ein Kaninchen nie kommen oder meine Topfpflanze. Offensichtlich hat der Mensch eine Neigung anderen andauernd blöd kommen zu müssen. Das scheint wirklich etwas sehr tiefsitzendes und kaum zu beherrschendes zu sein. Als ob das Schöpferische ohne seine Schwester das Zerstörerische nicht auskommt. Autokraten z.B. schöpfen ihren Zuspruch auch gerne durch Zerstörung. Da lassen die einfach irgendwo Bomben abwerfen und die Leute sagen, ja unser Chefe, der weiß wo es langgeht, den kann man vertrauen, der ist einer von uns. Aber wenn denen dann einer einfach eine schmiert, sind sie beleidigt. Und der, dem das gar nicht gefällt und seine abgeschnittenen Eier an ein Ohr tackert wird hier bei uns etwas. Der nimmt mir hier gewissermaßen den Raum weg, weil die Leute die in seine Ausstellung gehen, so ihre verzivilisierte Lust am Untergang und das Gefühl der Überlegenheit ihrer Kultur befriedigen. Und zwar schamlos machen die das. Schaun sich die angetackerten Eier an und trinken dazu Wein. Heidi. Ziegenpeter, Fräulein Rottenmeier, die Klara im Rollinger. (Rohlstuhl) Das ist doch Scheiße. Ich will auch Ausstellung. Jetzt.
In Österreich gibt es auch solche First-Class-Jobs wie im Autokraten-Paradies. Die gehen zu meist an Parteien, Sozialpartner, Gewerkschaften, Bünde, Kammern usw. Das wiederum ist ein ganz eigens Konglomerat. Von außen schwer zu durchschauen. Da gibt es hunderte von Vorfeld und Nachfeld Organisations-Jobs die irgendwie mit den Parteien verbandelt sind.
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Dienstag, 17. November 2015
Ein unmoralisches Angebot
der imperialist, 21:14h
Heute, so das Spiel stattfindet, kicken die Franzosen auf der Insel bei den Teesackerln. Wäre ich in einer ähnlich verzwickten Lebensituation wie vor 15 Jahren würde ich heute, recht an Haufen Kohle darauf wetten das die Franzosen nicht verlieren. Also raus mit dem Notgroschen und alles auf den Schizophrenisten. Liege ich daneben rede ich mich darauf aus das meine schizoide Psychose akut ist. Ehrlich.
Endstand 2:0 für die Teesackerln. Kafka soll angeblich gesagt haben: "Im Kampf eines Mannes gegen die Welt setze auf die Welt". In meinem Fall halt auf die Teesackerln.
Endstand 2:0 für die Teesackerln. Kafka soll angeblich gesagt haben: "Im Kampf eines Mannes gegen die Welt setze auf die Welt". In meinem Fall halt auf die Teesackerln.
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Montag, 16. November 2015
Der Schizophrenist versucht sein Innenleben neu auszumalen
der imperialist, 19:50h
Richtigstellung. Lotte 13.11 1882-28.11 1941
Die Sache ist ja so. Mir hat eine kluge Person empfohlen/angeraten, ich soll nicht andauernd im Dreck der Gefühle und in der Jauchengrube der Weltzusammenhänge herum wühlen wie so ein hirnloser Berserker. Wehe sie denken sich jetzt wie ein Schwein. Das bringt doch alles nichts. Wer im Dreck wühlt macht sich schmutzig und stinkt. Das hat diese Person natürlich nicht gesagt. Was ist denn aus dem guten alten weggucken geworden wurde ich gefragt. Eine kluger Einwand den ich leider nicht zufriedenstellt beantworten kann. So eine schizoaffektive Psychose und bald über 15 Jahre auf Tabs sind halt keine ernstzunehmenden Spaßmacher. Wer mir das nicht glaubt soll beim Abu De nachschlagen. Da habe ich eh noch a ziemliche Hetz finde ich. Der will ja am 1.1 2016 mit seinem Wahn abrechnen und mal schön Anzeige erstatten. Na da werden die Polizisten aber schön schauen. Wie soll man denn die Leichtigkeit des Seins atmen wenn im Kopf ein Scheißhausdämon sitzt, der noch immer die Sachen vom toten Jungen vom Strand aufträgt und jetzt auch noch eine blutüberströmte Leiche von einem Ende des Kopfes zum Anderen schleift. Und dauernd macht es bam-bam-bam. Haben sie schon mal einen leblosen Kopf gesehen, wenn der über einen Gehsteig gezogen auf die Straße plumpst, und der Mensch der an dem leblosen Menschen zieht, dermaßen unter Schock steht das der das kleine Missgeschick nicht mehr schnallt. Schauderhaft, grauslich. Ehrlich. Ich kann nichts für den Jungen und die blutüberströmte Leiche. Und für die Höhe von Randsteinen bin ich auch nicht zuständig. Trotzdem fühle ich mich verantwortlich. Daran ist die schizoaffektive Psychose Schuld und nicht ich. Ich bin nur der Postler der Hiobsbotschaften an sich selbst verschickt. Natürlich ignoriere ich so gutgemeinte Ratschläge nicht von Haus aus. Meine Ignoranz ist nicht angeboren sondern eingeübt. Und über andere BloggerInnen, die andauernd so tun als ob sie gleich einmal auseinanderfallen wie ein misslungenes Soufflé, sich aber in Wirklichkeit nicht allzu viel tut, sollte ich mich auch nicht mehr künstliche aufregen, befand diese kluge Person. In diesem Fall kann ich nur sagen das diese Aufregung nicht künstlich ist. Die entspringt eindeutig dem Groll eines Zukurzgekommenen. Ich quäle mich da durch jeden erdenklichen schizoiden Dreck und Mist und komme in der Regel, so auf 12 bis 36 Klicks, während diesen Jammergestalten andauernd Honig um den Mund geschmiert wird. Andauernd heißt es, ach wie sie sind doch arm, geschunden und doch auch wieder mutig. Und wie schön das sie blablabla. Dieses elendige Gesülze, diese unerträgliche Wehleidigkeit ist auf Dauer einfach nicht auszuhalten. Das kommt in der Schattenwelt ganz anders an. Ich kann nichts dafür dass sie mich in den letzten 35 Jahren nie zu sich eingeladen haben. Vielleicht wäre ich dann ein anderer. Und dieses ewige Bemuttern hilft diesen Jammergestalten auch nicht weiter. Irgendwann suhlen sich diese Elendsgestalten dann in diesem Mitleid wie ich mich in meinem Dreck und verlieren jeden Maßstab. Die sind dann irgendwann wirklich so verblödet, das sich ihr Unglück, für das höchste auf der Unglücksfahnenstange halten, dabei weht die Flagge nicht einmal auf Halbmast.
Trotzdem oder gerade deswegen dachte ich mir, warum nicht mal anders an die Sache herangehen und das beherzigen was einem andere in ihrer gutgemeinten Weisheit so angedeihen lassen. Gesagt getan. Auf dem Weg in den Supermarkt kam mir ein noch ziemlich frischer Kerl entgegen. Vollbart, Aktentasche, schlank und rank. Ich war mir sicher der Typ war extra vom IS auf mich angesetzt worden. Normal wechsle ich in so einer verzwickten Situation die Straßenseite. Da kenne ich nichts. Ich kann den Typen doch nicht eine scheuern. Was ist wenn meine schizoaffektive Psychose falsch liegt. Gut bei der derzeitigen Gefahrenlage würde das mit dem IS als strafmildernd gewertet werden. Komm Schizophrenist sprach ich mir Mut zu, bleib stark, gibt diesem blöden Impuls nicht nach, kämpf dagegen an, das sind nur Fehlzündungen, so wie dein Leben eine einzige Fehlzündung ist. Geh einfach an dem Typen vorbei. Und wirklich ich hielt tapfer durch. Als der Mann dann an mir vorbei war dachte ich mir erleichtert, verblödeter Hipster, verblödeter. Den könnte mal einer aus der Schattenwelt die Fresse polieren.
Auf dem Rückweg vom Supermarkt kam ich an einem Haus vorbei, an dem ich schon hunderte Male vorbeigekommen war. Ein ziemlich hohes graues Haus. Nix besonderes bilde ich mir ein. So Häuser stehen zu Tausenden in Wien herum. Vor der Eingangstür war eine kleine Tafel in den Gehsteig eingelassen. Ich kann mir die Sache nicht erklären. Bis jetzt war mir die Tafel nie aufgefallen. Vielleicht weil ich meistens auf die Leute schaue wer von denen gerade übles im Schilde führt. Sie wissen ja. Nur weil einer paranoid ist, bedeutet das noch lange ist, das keiner hinter ihm her ist. Auf dieser Tafel stand. Also nicht wortwörtlich. Ich muss mir das Morgen aufschreiben weil ich mir das nicht merken kann. Mein Hirn ist wie ein Nudelsieb dem der Griff fehlt oder ein durchweichter Papiersack. Sinngemäß stand da: Maria Baumann geboren 18??, am 2?. 11 1941 aus diesem Haus nach Minsk deportiert wo sie dann in die Verwertungskette des Holocaust eingegliedert wurde. Verfluchtes Wien verfluchtes, dachte ich mir zwangsläufig. Wie soll man den in dieser Stadt zu Ruhe kommen, wenn da andauernd die Leute aus den Fenstern springen oder deportiert werden. In Wien sind die Juden ja reihenweise aus den Häusern gesprungen weil sie nicht deportiert werden wollten. Aber die Drama-Queen des Suffs hat jahrelang nur so getan als ob. Jahrelang ist diese blöde Kuh immer mal wieder am Fensterbrett gesessen und hat in ihrem Suff der Welt ihr Leid entgegengebrüllt, das einem wirklich Angst und Bange wurde, das der Trampel springt. Sitzt einmal ein Mensch im 4. Stock am Fensterbrett dann ist aus mit lustig. Wirklich. Nix ist passiert außer das des Haus von Offiziellen und Schaulustigen belagert wurde. Und die Aufzugstür hat sie in ihrem Taumel immer wieder mal demoliert. Da haben sich die Leute von der Aufzugsfirma immer schön gefreut. So eine automatische Tür kostet schon was wenn wer dagegen tritt. Und wenn es ihr wieder a bisserl besser ging waren sie und ihr Stecher immer schön am Ficken. Hat der Trottel gestöhnt. Schrecklich dem sein Gebrüll.
Im anderen Supermarkt bei der Supermarkt-Tante die mich nie grüßt an der Kasse. Meine Lieblingskassiererin zu einer Kundin. „Wir machen alle Fehler. Ich arbeite hier seit elf Jahren hier und habe auch schon Fehler gemacht“. Die Kundin unglaublich leise sprechend so dass ich nur Fehler verstand. Die Kassiererin wieder zu der Kundin. „Fehler passieren nun einmal was soll man machen“. Der Schizophrenist: „Fehler sind ganz natürlich schauen sie mich an. Das ich geboren wurde ist überhaupt der größte Fehler“. Auf dem Heimweg dachte ich mir. Na Herr Schizophrenist, fürs erste Mal gar nicht so schlecht.
Die Sache ist ja so. Mir hat eine kluge Person empfohlen/angeraten, ich soll nicht andauernd im Dreck der Gefühle und in der Jauchengrube der Weltzusammenhänge herum wühlen wie so ein hirnloser Berserker. Wehe sie denken sich jetzt wie ein Schwein. Das bringt doch alles nichts. Wer im Dreck wühlt macht sich schmutzig und stinkt. Das hat diese Person natürlich nicht gesagt. Was ist denn aus dem guten alten weggucken geworden wurde ich gefragt. Eine kluger Einwand den ich leider nicht zufriedenstellt beantworten kann. So eine schizoaffektive Psychose und bald über 15 Jahre auf Tabs sind halt keine ernstzunehmenden Spaßmacher. Wer mir das nicht glaubt soll beim Abu De nachschlagen. Da habe ich eh noch a ziemliche Hetz finde ich. Der will ja am 1.1 2016 mit seinem Wahn abrechnen und mal schön Anzeige erstatten. Na da werden die Polizisten aber schön schauen. Wie soll man denn die Leichtigkeit des Seins atmen wenn im Kopf ein Scheißhausdämon sitzt, der noch immer die Sachen vom toten Jungen vom Strand aufträgt und jetzt auch noch eine blutüberströmte Leiche von einem Ende des Kopfes zum Anderen schleift. Und dauernd macht es bam-bam-bam. Haben sie schon mal einen leblosen Kopf gesehen, wenn der über einen Gehsteig gezogen auf die Straße plumpst, und der Mensch der an dem leblosen Menschen zieht, dermaßen unter Schock steht das der das kleine Missgeschick nicht mehr schnallt. Schauderhaft, grauslich. Ehrlich. Ich kann nichts für den Jungen und die blutüberströmte Leiche. Und für die Höhe von Randsteinen bin ich auch nicht zuständig. Trotzdem fühle ich mich verantwortlich. Daran ist die schizoaffektive Psychose Schuld und nicht ich. Ich bin nur der Postler der Hiobsbotschaften an sich selbst verschickt. Natürlich ignoriere ich so gutgemeinte Ratschläge nicht von Haus aus. Meine Ignoranz ist nicht angeboren sondern eingeübt. Und über andere BloggerInnen, die andauernd so tun als ob sie gleich einmal auseinanderfallen wie ein misslungenes Soufflé, sich aber in Wirklichkeit nicht allzu viel tut, sollte ich mich auch nicht mehr künstliche aufregen, befand diese kluge Person. In diesem Fall kann ich nur sagen das diese Aufregung nicht künstlich ist. Die entspringt eindeutig dem Groll eines Zukurzgekommenen. Ich quäle mich da durch jeden erdenklichen schizoiden Dreck und Mist und komme in der Regel, so auf 12 bis 36 Klicks, während diesen Jammergestalten andauernd Honig um den Mund geschmiert wird. Andauernd heißt es, ach wie sie sind doch arm, geschunden und doch auch wieder mutig. Und wie schön das sie blablabla. Dieses elendige Gesülze, diese unerträgliche Wehleidigkeit ist auf Dauer einfach nicht auszuhalten. Das kommt in der Schattenwelt ganz anders an. Ich kann nichts dafür dass sie mich in den letzten 35 Jahren nie zu sich eingeladen haben. Vielleicht wäre ich dann ein anderer. Und dieses ewige Bemuttern hilft diesen Jammergestalten auch nicht weiter. Irgendwann suhlen sich diese Elendsgestalten dann in diesem Mitleid wie ich mich in meinem Dreck und verlieren jeden Maßstab. Die sind dann irgendwann wirklich so verblödet, das sich ihr Unglück, für das höchste auf der Unglücksfahnenstange halten, dabei weht die Flagge nicht einmal auf Halbmast.
Trotzdem oder gerade deswegen dachte ich mir, warum nicht mal anders an die Sache herangehen und das beherzigen was einem andere in ihrer gutgemeinten Weisheit so angedeihen lassen. Gesagt getan. Auf dem Weg in den Supermarkt kam mir ein noch ziemlich frischer Kerl entgegen. Vollbart, Aktentasche, schlank und rank. Ich war mir sicher der Typ war extra vom IS auf mich angesetzt worden. Normal wechsle ich in so einer verzwickten Situation die Straßenseite. Da kenne ich nichts. Ich kann den Typen doch nicht eine scheuern. Was ist wenn meine schizoaffektive Psychose falsch liegt. Gut bei der derzeitigen Gefahrenlage würde das mit dem IS als strafmildernd gewertet werden. Komm Schizophrenist sprach ich mir Mut zu, bleib stark, gibt diesem blöden Impuls nicht nach, kämpf dagegen an, das sind nur Fehlzündungen, so wie dein Leben eine einzige Fehlzündung ist. Geh einfach an dem Typen vorbei. Und wirklich ich hielt tapfer durch. Als der Mann dann an mir vorbei war dachte ich mir erleichtert, verblödeter Hipster, verblödeter. Den könnte mal einer aus der Schattenwelt die Fresse polieren.
Auf dem Rückweg vom Supermarkt kam ich an einem Haus vorbei, an dem ich schon hunderte Male vorbeigekommen war. Ein ziemlich hohes graues Haus. Nix besonderes bilde ich mir ein. So Häuser stehen zu Tausenden in Wien herum. Vor der Eingangstür war eine kleine Tafel in den Gehsteig eingelassen. Ich kann mir die Sache nicht erklären. Bis jetzt war mir die Tafel nie aufgefallen. Vielleicht weil ich meistens auf die Leute schaue wer von denen gerade übles im Schilde führt. Sie wissen ja. Nur weil einer paranoid ist, bedeutet das noch lange ist, das keiner hinter ihm her ist. Auf dieser Tafel stand. Also nicht wortwörtlich. Ich muss mir das Morgen aufschreiben weil ich mir das nicht merken kann. Mein Hirn ist wie ein Nudelsieb dem der Griff fehlt oder ein durchweichter Papiersack. Sinngemäß stand da: Maria Baumann geboren 18??, am 2?. 11 1941 aus diesem Haus nach Minsk deportiert wo sie dann in die Verwertungskette des Holocaust eingegliedert wurde. Verfluchtes Wien verfluchtes, dachte ich mir zwangsläufig. Wie soll man den in dieser Stadt zu Ruhe kommen, wenn da andauernd die Leute aus den Fenstern springen oder deportiert werden. In Wien sind die Juden ja reihenweise aus den Häusern gesprungen weil sie nicht deportiert werden wollten. Aber die Drama-Queen des Suffs hat jahrelang nur so getan als ob. Jahrelang ist diese blöde Kuh immer mal wieder am Fensterbrett gesessen und hat in ihrem Suff der Welt ihr Leid entgegengebrüllt, das einem wirklich Angst und Bange wurde, das der Trampel springt. Sitzt einmal ein Mensch im 4. Stock am Fensterbrett dann ist aus mit lustig. Wirklich. Nix ist passiert außer das des Haus von Offiziellen und Schaulustigen belagert wurde. Und die Aufzugstür hat sie in ihrem Taumel immer wieder mal demoliert. Da haben sich die Leute von der Aufzugsfirma immer schön gefreut. So eine automatische Tür kostet schon was wenn wer dagegen tritt. Und wenn es ihr wieder a bisserl besser ging waren sie und ihr Stecher immer schön am Ficken. Hat der Trottel gestöhnt. Schrecklich dem sein Gebrüll.
Im anderen Supermarkt bei der Supermarkt-Tante die mich nie grüßt an der Kasse. Meine Lieblingskassiererin zu einer Kundin. „Wir machen alle Fehler. Ich arbeite hier seit elf Jahren hier und habe auch schon Fehler gemacht“. Die Kundin unglaublich leise sprechend so dass ich nur Fehler verstand. Die Kassiererin wieder zu der Kundin. „Fehler passieren nun einmal was soll man machen“. Der Schizophrenist: „Fehler sind ganz natürlich schauen sie mich an. Das ich geboren wurde ist überhaupt der größte Fehler“. Auf dem Heimweg dachte ich mir. Na Herr Schizophrenist, fürs erste Mal gar nicht so schlecht.
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