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Sonntag, 1. November 2015
Das gehört auch noch schnell gesagt
der imperialist, 23:28h
Formel 1 ist kaum noch auszuhalten. Die mit dem Stern gurken Stunden vor der Konkurrenz herum. Deswegen drehte ich den Koter/PC noch einmal auf und besserte meinen Text aus. Und danach holte ich mir einen herunter. Sollte ich so spät nicht tun. Dann kann ich erst recht nicht schlafen. Wieder mal eine Ladung für die Küchenrolle. Und so fürs Herumfummeln nach dem Sex habe ich mir das Video „Ich lass für dich das Licht an“, von Revolverheld angesehen. Ich mag solchen Kitsch. Hardcore bin ich selber. Es ist gut wenn die Leute es besser haben. Die zusammengeknüllte Küchenrolle kugelt jetzt auch noch irgendwo am Schreibtisch herum. Aber wie heißt es so schon. Morgen ist wieder ein neuer Tag. Fickt euch;-)
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Halloween meets Allerheiligen oder mein Sparziergang in die Herbstmelancholie
der imperialist, 21:02h
Sparzieren gehen gehört nicht zu meinen ausgewiesenen Stärken. Schon gar nicht im November. Ich bin besser im Herumstehen so zum Sommer hin. Normal hängt über Wien zu dieser Jahreszeit eine dicke speckige Decke aus Hochnebel. Heute zu Allerheilligen gab`s es aber Postkartenwetter, mit blauen Himmel und Temperaturen rauf bis auf ganz beachtliche 14-16 Grad. Das wird auch den Toten in ihren Gräbern gefallen haben. Kommt mehr Anhang. Habe ich ihnen schon mal erzählt dass ich schon mal um die 50 Grad Celsius gebrachte habe. Im Schatten wohlgemerkt. Da war aber noch jung und verschuldet. Heute bin ich der typische 30 Grad Typ. Ältere Herrschaften, ich gehöre ja zu den jungen Alten, gehen ja gerne Spazieren. Der Thomas Bernhard tat nichts lieber als das. Der hat mal eine Erzählung geschrieben die hieß „Gehen“. Hab ich natürlich gelesen. Kann ihnen aber nicht mehr sagen um was es in dem Buch abgesehen vom Gehen noch so ging. Man kann ja nicht immer alles im Netz nachschlagen und so tun als ob. Manchmal muss man auch zu seiner Vergesslichkeit stehen. Vor allem wenn es völlig unerheblich ist. Wie in meinem Fall beinahe immer.
Oh, dachte ich mir, warum nicht mal schön spazieren gehen. Machen doch alle. Viel schöner als heute wird das Wetter in den nächsten 5 Monaten in Wien nicht mehr werden. Im Übrigen soll man beim Gehen ja auf andere Gedanken kommen. Behauptet zumindest ein Sprichwort und natürlich der Thomas Bernhard. Des Weiteren soll das Gehen in der freien Natur auch gesund sein und das Immunsystem ankurbeln. Ein gut funktionierendes Immunsystem kann man doch immer gebrauchen oder nicht. Bewegung an der frischen Luft soll auch ganz förderlich für den Schlaf sein. Wird schon alle so seine Richtigkeit haben. Nur ich so ganz für mich kann das natürlich nicht bestätigen. Andauernd dachte ich nur über tödliche Krankheiten nach, Verfall und Auslöschung. Nicht bewusst. Schizophrenie sie wissen ja. Der Abu De bildet sich ja immer ein verarscht zu werden. Den verarschen immer alle. Mich nie. Liegt vielleicht auch daran das der Abu De kein ausgesprochener Testosterontrottel ist. So wie ich die Lage einschätze sagt der kaum einmal etwas in der Öffentlichkeit. Ich hingegen bin ein Plaudertasche. Ich muss sie nicht einmal besonders gut kennen, schon würde ich ihnen vorwerfen das sie behindert sind. Bist du behindert sag ich andauernd. Zu jeden. Ich habe es nicht so mit Normen. Verarscht werde ich selten. Wenn dann eher außen herum und hinterm Rücken. So sind die Leute nun einmal. Dafür lebe ich im Gefühl diesen Tag nicht zu überleben ohne das eine tödliche Krankheit ausbricht. Darüber schreibe ich ja kaum noch. Wiederholt sich ja alles andauernd, was auch ein gutes Zeichen ist. Nur die Angst nicht. Die gibt es immer frisch gepresst und frei Haus. Unter meiner fröhlichen Oberfläche, die mir Heilig ist, geht es bei immer nur um Tod, Krankheit, Verfall und Auslöschung. Wenn dieses andauernde Sterben wenigstens einen tieferen Sinn für mich erschaffen würde, wie eine Halluzination eine Hoffnung in Form einer trügerischen Gestalt. Tut es aber nicht. Überallem hängt bei mir immer eine dicke speckige Decke von Sinnlosigkeit. Der Goadfather erzählte ja bei seinem letzten Besuch, da sah er noch ganz gut auf beiden Augen, meine Großmutter war von ganz ähnlicher Natur. Die ließ sich immer wieder mit der Rettung ins Krankenhaus einliefern, weil sie sich dem Tod näher fühlte als dem Leben. Bei der Untersuchung stellte sich dann bald einmal heraus dass der Guten gar nicht so viel fehlte. Wurde sie ohne Befund weggeschickt stand sie keine 48 Stunde später schon wieder auf der Matte.
Ich ging also wirklich spazieren. Kann mir jemand entgegen dachte ich mir, du wirst sterben, du auch und du natürlich auch. Die Zeit wird uns alle auslöschen, unweigerlich alle und alles wird vergebens sein wie immer schon alles völlig vergebens war. Ich weiß das hört sich etwas gespenstisch an, aber in der Regel behalte ich diese Gedanken immer für mich. Außer sie fragen mich an was ich gerade denke. Sogar dann lüge ich meistens. Nur beim Gehen hat man ja nicht so viel zu tun. Luft bekam ich auch kaum. Liegt nicht an meiner Fitness. Ich tue mir manchmal schwer mit dem durchatmen. Da hab ich das Gefühl ich ersticke. Nennt man Hyperventilationssyndrom, das angeblich eine Unterform der Panikattacke ist. Hab ich immer wieder. Logisch das ich deswegen zu keinem Arzt renne und dort herum flenne. Niemals. Ich bin an meiner schizoaffektiven Psychose nicht besonders interessiert. Ich will mich darüber auch nicht mehr unterhalten. Führt ja zu nichts. Psychische Leiden werden in der Regel nicht behandelt sondern nur verwaltet. Psychiater tun ja in der Regel ja nur so als ob. Dafür können die nichts. Komm denen mit einem gebrochenen Schienbein und sie können dir sofort weiterhelfen. Ehrlich. Kannst nicht mehr Atmen kommen dir Seelenklempner mit dem weisen Ratschlag in solchen Momenten doch die Dosis der Tabs zu erhöhen. Auf so eine glorreiche Idee komme ich auch selber. Was garantiert immer hilft ist Alkohol. Leider trinke ich nicht (mehr).
Während ich so nach Luft ringend dahin ging, immer dem eigenen Untergang entgegen, aber nicht gedankenverloren, sondern zusehends in Gedanken verloren, erstarb alles zu Staub. Auch unbelebte Dinge wie Häuserfronten, Autos, Straßenbahnlinien. Alles stürzt immer ein, fällt auseinander, entgleist, zerfällt. Ein kleiner Junge fuhr mit seinem Fahrrad über eine Sprengfalle. Den Kleinen vom Fahrrad reißen oder mich schützen auf ihn werden wollte ich nicht. Gab ja keinen Grund für Heldenmut. Der Kleine fuhr am Gehsteig mit angezogener Handbremse. Was soll da schon großartig passieren. Außer das er irgendwann zum Großwesir einer Parallelgesellschaft aufsteigt. Netter privater Kontakt zwischen türkisch bis arabisch-stämmigen Wienern und alteingesessenen Wiener ist ja eher die Ausnahme. Sehe ich in meinem Bezirk so gut wie nie. Dabei gäbe es reichlich Gelegenheit dazu. Nur fragen sie mich nicht wie man das anstellt. Ich hab`s ja versucht. Schon nach kürzester Zeit lagen wir uns geistig in den Haaren. Geh mal in eine Türkenkneipe und sag dort frei von der Brust weg es lebe die PKK. Wirst schon sehen was dann passiert. Über Fußball kann man mit denen auch nicht reden. Immer heißt es nur Galatasaray Istanbul hier und Besiktas dort und wehe du bist nicht für Fenerbahçe. Falls du nicht die Eier hast für die PKK zu sein brüll Gaziantepspor. Und an die türkisch-stämmigen Weiber kommt man auch nicht ran. Unmöglich. Keine Ahung wo die abbleiben. Irgednwann tauchen sie wie aus dem Nichts auf und dann schieben sie auch schon einen Kinderwagen vor sich her. Natürlich den sicheren Untergang entgegen. Eine Armenierin mit dicken Titten könnte ich um 100 ficken. Will ich aber nicht. Die ArmenierInnen haben es auch ohne mein Zutun nicht einfach. Nach einer Weile hatte ich es doch glatt bis zur Donauinsel geschafft. Fühlte sich wie ein Gewaltmarsch an. Ich ging runter zum Fluss. Schiffe gingen unter, mein Sommerplatz von der Zeit überschwemmt und ein Fisch wurde an Land gespült. Der sah genauso aus wie der aus der Altstadt von D….. den die Katze bei lebendigen Leib im Juli von hinter her aufgefressen hatte, während der vorne noch um Luft rang. Jede Menge Leute kamen mir entgegen. Alle waren sie von der Todesangst gezeichnet, doch die Pest hatte nur einer. Eine Frau mir einen Pudel oder so etwas ähnliches wie einem Pudel, entlockte mir sogar ein Lächeln, weil das Hündchen lustige Klamotten an hatte wie ein Clown, bevor er sein Frauli im Schlaf auffraß. Um mit meinen Gedanken nicht ganz für mich zu sein hatte ich auch Musik dabei. Nix spezielles, nur Radio und da nicht mal ein bestimmter Sender. Ich höre ja jeden Scheiß.
Um sie nicht länger als nötig zu langweilen. Mein Weg führte mich dann an der Donau entlang flussaufwärts, Richtung Rumänien und den Toten aus der Disco, vorbei an leeren Parkbänken, abgestorbenen Laub, einstürzenden Brücken und Radler die von einem Scharfschützen aus dem Sattel befördert wurden. Die Bänke stehen da alle paar Meter schön aufgeschlichtet.
Im Früjahr saßen da oft die alten Damen aus dem Altersheim. Auf die freute ich mich immer. Gegrüßt haben wir uns auch. Die sind inzwischen alle tot. Auf einer der Bänk an der ich gemütlichen Schrittes und innerlich bis zum Zerreißen angespannt vorbei ging, saß ein Mann, ziemlich obdachlos, Zauselbart, in sich zusammen gesunken, neben sich ein Plastiksackerl. Ist oft so bei gescheiterten Menschen das die sich noch kleiner machen. Wenn Menschen im Freien, also in der verbauten Natur einer Großstadt a bisserl abgestanden riechen und es ist gerade Novemberbeginn, dann gibt es nicht mehr viel zu erfinden oder zu beratschlagen. Und genau in den Moment als ich an dem Mann vorbeiging und mich fragte ob ich ihn nicht einen Fünfer zustecken sollte, leider hatte ich keinen, sang eine Stimme die in meinem Ohr saß, “Never give up, it's such a wonderful life“.
Oh, dachte ich mir, warum nicht mal schön spazieren gehen. Machen doch alle. Viel schöner als heute wird das Wetter in den nächsten 5 Monaten in Wien nicht mehr werden. Im Übrigen soll man beim Gehen ja auf andere Gedanken kommen. Behauptet zumindest ein Sprichwort und natürlich der Thomas Bernhard. Des Weiteren soll das Gehen in der freien Natur auch gesund sein und das Immunsystem ankurbeln. Ein gut funktionierendes Immunsystem kann man doch immer gebrauchen oder nicht. Bewegung an der frischen Luft soll auch ganz förderlich für den Schlaf sein. Wird schon alle so seine Richtigkeit haben. Nur ich so ganz für mich kann das natürlich nicht bestätigen. Andauernd dachte ich nur über tödliche Krankheiten nach, Verfall und Auslöschung. Nicht bewusst. Schizophrenie sie wissen ja. Der Abu De bildet sich ja immer ein verarscht zu werden. Den verarschen immer alle. Mich nie. Liegt vielleicht auch daran das der Abu De kein ausgesprochener Testosterontrottel ist. So wie ich die Lage einschätze sagt der kaum einmal etwas in der Öffentlichkeit. Ich hingegen bin ein Plaudertasche. Ich muss sie nicht einmal besonders gut kennen, schon würde ich ihnen vorwerfen das sie behindert sind. Bist du behindert sag ich andauernd. Zu jeden. Ich habe es nicht so mit Normen. Verarscht werde ich selten. Wenn dann eher außen herum und hinterm Rücken. So sind die Leute nun einmal. Dafür lebe ich im Gefühl diesen Tag nicht zu überleben ohne das eine tödliche Krankheit ausbricht. Darüber schreibe ich ja kaum noch. Wiederholt sich ja alles andauernd, was auch ein gutes Zeichen ist. Nur die Angst nicht. Die gibt es immer frisch gepresst und frei Haus. Unter meiner fröhlichen Oberfläche, die mir Heilig ist, geht es bei immer nur um Tod, Krankheit, Verfall und Auslöschung. Wenn dieses andauernde Sterben wenigstens einen tieferen Sinn für mich erschaffen würde, wie eine Halluzination eine Hoffnung in Form einer trügerischen Gestalt. Tut es aber nicht. Überallem hängt bei mir immer eine dicke speckige Decke von Sinnlosigkeit. Der Goadfather erzählte ja bei seinem letzten Besuch, da sah er noch ganz gut auf beiden Augen, meine Großmutter war von ganz ähnlicher Natur. Die ließ sich immer wieder mit der Rettung ins Krankenhaus einliefern, weil sie sich dem Tod näher fühlte als dem Leben. Bei der Untersuchung stellte sich dann bald einmal heraus dass der Guten gar nicht so viel fehlte. Wurde sie ohne Befund weggeschickt stand sie keine 48 Stunde später schon wieder auf der Matte.
Ich ging also wirklich spazieren. Kann mir jemand entgegen dachte ich mir, du wirst sterben, du auch und du natürlich auch. Die Zeit wird uns alle auslöschen, unweigerlich alle und alles wird vergebens sein wie immer schon alles völlig vergebens war. Ich weiß das hört sich etwas gespenstisch an, aber in der Regel behalte ich diese Gedanken immer für mich. Außer sie fragen mich an was ich gerade denke. Sogar dann lüge ich meistens. Nur beim Gehen hat man ja nicht so viel zu tun. Luft bekam ich auch kaum. Liegt nicht an meiner Fitness. Ich tue mir manchmal schwer mit dem durchatmen. Da hab ich das Gefühl ich ersticke. Nennt man Hyperventilationssyndrom, das angeblich eine Unterform der Panikattacke ist. Hab ich immer wieder. Logisch das ich deswegen zu keinem Arzt renne und dort herum flenne. Niemals. Ich bin an meiner schizoaffektiven Psychose nicht besonders interessiert. Ich will mich darüber auch nicht mehr unterhalten. Führt ja zu nichts. Psychische Leiden werden in der Regel nicht behandelt sondern nur verwaltet. Psychiater tun ja in der Regel ja nur so als ob. Dafür können die nichts. Komm denen mit einem gebrochenen Schienbein und sie können dir sofort weiterhelfen. Ehrlich. Kannst nicht mehr Atmen kommen dir Seelenklempner mit dem weisen Ratschlag in solchen Momenten doch die Dosis der Tabs zu erhöhen. Auf so eine glorreiche Idee komme ich auch selber. Was garantiert immer hilft ist Alkohol. Leider trinke ich nicht (mehr).
Während ich so nach Luft ringend dahin ging, immer dem eigenen Untergang entgegen, aber nicht gedankenverloren, sondern zusehends in Gedanken verloren, erstarb alles zu Staub. Auch unbelebte Dinge wie Häuserfronten, Autos, Straßenbahnlinien. Alles stürzt immer ein, fällt auseinander, entgleist, zerfällt. Ein kleiner Junge fuhr mit seinem Fahrrad über eine Sprengfalle. Den Kleinen vom Fahrrad reißen oder mich schützen auf ihn werden wollte ich nicht. Gab ja keinen Grund für Heldenmut. Der Kleine fuhr am Gehsteig mit angezogener Handbremse. Was soll da schon großartig passieren. Außer das er irgendwann zum Großwesir einer Parallelgesellschaft aufsteigt. Netter privater Kontakt zwischen türkisch bis arabisch-stämmigen Wienern und alteingesessenen Wiener ist ja eher die Ausnahme. Sehe ich in meinem Bezirk so gut wie nie. Dabei gäbe es reichlich Gelegenheit dazu. Nur fragen sie mich nicht wie man das anstellt. Ich hab`s ja versucht. Schon nach kürzester Zeit lagen wir uns geistig in den Haaren. Geh mal in eine Türkenkneipe und sag dort frei von der Brust weg es lebe die PKK. Wirst schon sehen was dann passiert. Über Fußball kann man mit denen auch nicht reden. Immer heißt es nur Galatasaray Istanbul hier und Besiktas dort und wehe du bist nicht für Fenerbahçe. Falls du nicht die Eier hast für die PKK zu sein brüll Gaziantepspor. Und an die türkisch-stämmigen Weiber kommt man auch nicht ran. Unmöglich. Keine Ahung wo die abbleiben. Irgednwann tauchen sie wie aus dem Nichts auf und dann schieben sie auch schon einen Kinderwagen vor sich her. Natürlich den sicheren Untergang entgegen. Eine Armenierin mit dicken Titten könnte ich um 100 ficken. Will ich aber nicht. Die ArmenierInnen haben es auch ohne mein Zutun nicht einfach. Nach einer Weile hatte ich es doch glatt bis zur Donauinsel geschafft. Fühlte sich wie ein Gewaltmarsch an. Ich ging runter zum Fluss. Schiffe gingen unter, mein Sommerplatz von der Zeit überschwemmt und ein Fisch wurde an Land gespült. Der sah genauso aus wie der aus der Altstadt von D….. den die Katze bei lebendigen Leib im Juli von hinter her aufgefressen hatte, während der vorne noch um Luft rang. Jede Menge Leute kamen mir entgegen. Alle waren sie von der Todesangst gezeichnet, doch die Pest hatte nur einer. Eine Frau mir einen Pudel oder so etwas ähnliches wie einem Pudel, entlockte mir sogar ein Lächeln, weil das Hündchen lustige Klamotten an hatte wie ein Clown, bevor er sein Frauli im Schlaf auffraß. Um mit meinen Gedanken nicht ganz für mich zu sein hatte ich auch Musik dabei. Nix spezielles, nur Radio und da nicht mal ein bestimmter Sender. Ich höre ja jeden Scheiß.
Um sie nicht länger als nötig zu langweilen. Mein Weg führte mich dann an der Donau entlang flussaufwärts, Richtung Rumänien und den Toten aus der Disco, vorbei an leeren Parkbänken, abgestorbenen Laub, einstürzenden Brücken und Radler die von einem Scharfschützen aus dem Sattel befördert wurden. Die Bänke stehen da alle paar Meter schön aufgeschlichtet.
Im Früjahr saßen da oft die alten Damen aus dem Altersheim. Auf die freute ich mich immer. Gegrüßt haben wir uns auch. Die sind inzwischen alle tot. Auf einer der Bänk an der ich gemütlichen Schrittes und innerlich bis zum Zerreißen angespannt vorbei ging, saß ein Mann, ziemlich obdachlos, Zauselbart, in sich zusammen gesunken, neben sich ein Plastiksackerl. Ist oft so bei gescheiterten Menschen das die sich noch kleiner machen. Wenn Menschen im Freien, also in der verbauten Natur einer Großstadt a bisserl abgestanden riechen und es ist gerade Novemberbeginn, dann gibt es nicht mehr viel zu erfinden oder zu beratschlagen. Und genau in den Moment als ich an dem Mann vorbeiging und mich fragte ob ich ihn nicht einen Fünfer zustecken sollte, leider hatte ich keinen, sang eine Stimme die in meinem Ohr saß, “Never give up, it's such a wonderful life“.
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Donnerstag, 29. Oktober 2015
Der schöne Schein trügt (leider)
der imperialist, 20:24h
Das Foto stammt aus dem Sommer. Der S. hat es gemacht. Von unserer Unterkunft aus fotografiert. Typische Urlaubs-Idyllen Foto. An sich nichts Besonderes. Abgesehen mal vom Ausblick. Diesen Ausblick gibt es nicht an jeder Straßenecke. Da müssen sie sich schon a bisserl ins Zeug legen und in der Welt herum kurven. Genießen konnte ich dieses kleine und angemietete Balkon-Stillleben nicht immer. Sie wissen ja Tabletten-Kater. Trotzdem dachte ich mir schon schön. In diese Idylle würde ich mich gerne flüchten. Mein anfänglicher Zweifel, der über diesem Ort lag, weil der ungefähr die Größe eines Stecknadelkopfes hat, hatte sich ja bald einmal zerstoben. Ich war gerne an diesem Ort. Der passte von der Größe her ganz hervorragend zu mir. Über die Jahre bin ich ja merklich geschrumpft. Die Zeit hat Luft aus mir abgelassen. Was ich ganz gut finde. Abends saßen der S. und ich wirklich gerne am Balke. Entweder nur so um a bisserl in die Dämmerung hinein zu blödeln, oder wir schauten auf dem Notebook und dem Handy, Tennis in Wimbledon. PC, Notebook, Handy. Der S. hatte ja einiges aufgefahren was es so an technischen Schnickschnack gibt wenn das WLAN läuft. An sich war alles gut und von den Stürmen der Zeit unberührt. Und genau so wollte ich dieses beschauliche, ja malerische kleine Balkonausblick-Idyll auch in Erinnerung behalten. Stress miteinander hatten wir auf diesem Balkon kaum bis auf einen Ausreißer. Auf diesem "Balke" haben wir sitzend unzählige Stunden heruntergerissen.
Morgen schreiben wir ja den 31 Oktober. Gut 3 Monate bis zu einem ¼ Jahr war mit der Erinnerung Abteilung idyllischer Balkon, erinnerungstechnisch alles im grünen Bereich, wie man so schön sagt. Das erinnern und zurück denken, ja schmachten, machte richtig Spaß, weil die Gelsen/Stechmücken um das Erinnerungsbild herumflogen und ich mich nicht andauernd kratzen muss. Vielleicht liegt es an der Zeitumstellung von der Sommerzeit auf die Winterzeit, das plötzlich und für mich völlig überraschend der Lack von dieser recht schönen Erinnerung auf einmal abfiel wie Laub von Herbstbäume. Für die herbstlichen Laubbäume mag es ja durchaus Sinn machen dem Winter lieber nackt gegenüber zu treten. Wirklich eine Wahl haben die ja nicht. Mit meiner Erinnerung verhält es sich da ganz anders. Die sollte schon in aller Pracht und Verklärung blühen. Dafür sind schöne Erinnerungen ja auch gedacht oder nicht. Vielleicht habe ich es mit dem Erinnern auch etwas übertrieben. Ich besitze kein Album in dem alles zum Besten steht und es von schönen Erinnerungen nur so wimmelt. Nicht dass es die nicht irgendwo in mir gibt. Nur fallen sie mir einfach nicht ein. Tabletten-Kater. Deswegen kann es durchaus sein das ich es mit dem idyllischen Balke-Stillleben etwas übertrieben habe. Dunkel wird es ja jetzt schon am späten Nachmittag und der Klappstuhl schmollt auch angepisst in einer Ecke. Möglicherweise war das letzte Mal auf dem „Balke“ abhängen, vielleicht schön mit einer Kaffeetasse vor mir am Tisch und die prächtige Aussicht genießend, genau das einmal zu viel und ich habe mich wie man so schön sagt überfressen. Auf einmal klappte es nicht mehr. Nicht nur das. So nach und nach wurde es richtig übel. Ströme von Flüchtlingen, die ja jetzt durch Kroatien, der sogenanten "Balkonroute", über Österreich Richtung Deutschland ziehen, nicht viel größer als Ameisen, (bitte nicht falsch verstehen), kletterten auf einmal an den Tischbeinen hoch. Abertausende sind das, ein endloser Strom von Menschen, wie aus einem amerikanischen Endzeit Blockbuster, der aber ganz ohne Computergrafik auskommt. Die Kaffeetasse haben die auch schon umgeschmissen und so hungrig wie die nach Friede, Freude und Eierkuchen sind, haben sie sogar den Aschenbecher leergeschaufelt. Über Zigarettenstummel von Glück fallen die her. Schauderlich. Die kommen wirklich mit Mann und Maus. Jung, Alt, ganz jung, unglaublich alt, Schwanger (wegen der Grünen, bei den Grünen kommen immer nur schwangere Frauen), Behinderte, mit nur einem Haxen, blind, taub, im Rollstuhl, posttraumatisch eingegrenzt, wütend und doch erleichtert noch am Leben zu sein. Es ist nicht zu mehr zu überblicken.
Kalt es ist am Balkon geworden, regnen tut es auch inzwischen andauernd, und dort wo am Tisch die Brotkrümel lagen, liegt jetzt dicker Schlamm. Einige von denen sind mit ihren Rollstühlen in diesem Dreck natürlich stecken geblieben. Nicht nur das die mein idyllisches Kleinod in eine mittelschwere Apokalypse verwandelt haben, nein die wollen auch noch das ich ihnen Ersatzteile für die kaputten Rollstühle besorge. Was denken die wer ich bin. Vielleicht der David Alaba. Und sogar der bekennt freimütig in meiner Qualitätszeitung dass er nicht Gott sei. Eventuell liegt es daran das ich mich für nicht besonders zuständig und kompetent halte, ich weiß es nicht, aber jetzt haben sich unter diese Flüchtlinge, überwiegend Syrer, Iraker, Afghanen, Pakistani, die üblichen Verdächtigten halt, auch noch Flüchtlinge aus längst vergessen Aufständen und Kriegen gemischt. Von allen Seiten werde ich jetzt überrannt. Ungarn aus dem Jahr 1956ziger Jahr, russische Kriegsgefangene der Wehrmacht und deutsche Kriegsgefangen der Russen, wild durcheinander gemischt und in ihrem Elend kaum voneinander zu unterscheiden. Eigentlich müssten die längst alle tot sein, zugedeckt von einem Mantel des Schweigens oder Vergessens. Total ausgemergelte KZ-Häftlinge in den schäbigsten Fetzen die man sich nur vorstellen kann, auf ihren Evakuierungsmärschen in den Tod, schwer verängstigte Volksdeutsche, aus Ostpreußen, Pommern und Schlesien, die sich über das Eis des zugefrorene Frische Haff mühen, und jetzt auf einmal 70 Jahre später in meiner süddalmatischen Idylle auftauchen, ausgehungerte Iren, die eigentlich auf den Weg nach Amerika sein müssten, Armenier, bewacht von türkischen Soldaten, die meinen Balkon ganz offensichtlich mit dem wilden Kurdistan verwechseln und knapp am verdursten sind, amerikanische Kriegsgefangene in japanischen Lagern, mit Krätze und hässlichen Ausschlägen, internierte Japener, Kolonnen von gebrochenen Trostfrauen. Es ist ein einziges Tohuwabohu. Heere von Arbeitslosen, in Dreierreihen vor Suppenküchen, auf Zügen sitzend und der Woody Guthrie singt auf seiner Klampfen, "This land is not your land, This land is my land". Es ist die Hölle. Bei dem Aufmarsch an Elend wird das einfach nichts mehr mit einer Ausszeit von der Wirklichkeit. Logisch das ich angepisst aufgestanden bin und die Balkontür hinter mit zugemacht und meine Wohungstür abgedichtet habe. Man weiß ja nie. Deswegen und weil mir nichts besseres einfällt, stelle ich dieses Bild noch einmal online. Der Kontext ist ja jetzt ein anderer. Vielleicht schafft es dieses Foto, in ihnen andere Assoziationen zu wecken. Die Gefahr ist ja groß. Mein Tipp. Versuchen sie einfach nicht zu genau hinzusehen. Die Flasche Eistee die da am Tisch steht, haben die natürlich auch ausgesoffen. War ja nicht anders zu erwarten oder.
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Dienstag, 27. Oktober 2015
Meine FIFA-Beichte
der imperialist, 20:11h
Der Hobbit-Anwalt redet wieder mit mir. Guter Mann. Ist fast a bisserl wie zwischen Friedrich dem Großen und Voltaire;-)
Ich komme ja nicht umhin mir ein paar Gedanken über die FIFA zu machen. Einfach weil ich nichts besseres zu tun habe. Aber jetzt einmal nicht mit erhobenen Zeigefinder, der ganz angeschwollen ist vor lauter Empörung wie versieft und korrupt dieser Verein zumeist etwas älterer Herren doch ist, sondern ich versuche eher den Nicht-Praxis Test ob ich da mitmachen würde, wenn ich die Chance dazu hätte. Kurz und bündig gesagt ich denke schon. Die Sache ist ja so. In meinen frühen Zwanzigern war ja a ziemlich angepisster und wütender junger Mann, der es dieser Welt und den darin wie in Öl eingelegten Verhältnissen schon noch zeigen würde. Ich würde dieser Welt schon noch zeigen wo der Bartl im Internet seine Rabattmarken einlöst. Manisch war ich auch. Sie können sich eh ungefähr vorstellen wie ein manischer Testosterontrottel so drauf ist. Können sie nicht. Ich hätte sie für ihre angelernte Ernsthaftigkeit bemitleidet. Als Ritter ohne Frucht und Adel war ich bereit mein gescheitertes Leben ohne Kompromisse durchzuziehen. Militär ja, Scheiß Jobs ja, Nicht einmal das ja, aber eine geliehene Krankenversicherung oder gar Kohle vom Vater Staat, sagen wir von einem Sozialsystem überreicht, das durch ein Umlageverfahren finanziert wird. Nicht mit dem Schizophrenisten. Niemals. Entweder alles oder gar nichts. Wir wohnen hier ja nicht hinter Hecken die gestutzt werden wie Kinnbärte. Herum gedealt wird nicht. „I have a dream“. Und dieser Traum stirbt dann auf den Stufen eines Motels, "but i walk the Line". Mit mir war nicht zu spaßen. Ihr unentschlossenenen Rohrkrepierer und ängstlichen Freizeittrinker, Hobby-Weltklassesportler und buckelnden Aufzugswarte der verbeamteter Pensionsansprüche, die über den Bakur der Unterwürfigkeit gejagt werden wie Springpferdchen, ihr könnt mir die Unterseite meiner Jungherrenhoden lutschen. Ich ziehe mein Programm, das ja auf reiner Improvisation beruhte, wie ich zu leben gedenke, gnadenlos durch. Gnadenlos, da kenne ich nichts. Es wird mit den Gefühlen geklotzt und nicht gekleckert. Einige Zeit habe ich wirklich tapfer und unbeirrt an meinen Größenwahn geglaubt, wie ein Meterologe an seine Hurricanwahrnung, bis die Zähne im Mund zu faulen begannen und die manischen Phasen mit Krämpfen am Spielfeld des Lebens lagen und von Depressionen ersetzt wurden. Dann war es irgendwie vorbei.
Irgendwann sah ich mich dann doch gezwungen a bisserl Kohle vom Staat anzunehmen um Mut für den nächsten Katastrophen-Job zu tanken. Warum auch nicht. Ich hatte ja auch eingezahlt. Später wurde dann aus mir ja der Schizophrenist, der sich die Miete in der letzten Bude in der er hauste, einfach nicht mehr allzu lange leisten konnte. Ich hatte da eine wirklich tolle Bude. Dachgeschoss-Wohnung, mit runden Fensterbögen, was weiß ich so um die 45-50m2, mit Innenhof. Sau schön und ruhig. Noch dazu in den Gemäuern in denen einst der Egon Schiele wütend die die Farbe aufs Papier kleckste. Das Haus hatte Charakter. In der Wohung gegenüber wohnte ein größenwahnsinniger italienischer Schauspieler und Maler. Habe gerade nachgesehen. Zu einen Eintrag auf Wikipedia hat es nicht gelangt. Die Miete gab ich dem Eigentümer unter der Hand und die Glotze hatte ich vom Flohmarkt der Caritas. Der Vermieter war ein Kumpel vom Goadfather. Dass ich diese Bude, die sich später zum Liebesnest hin fortentwickelte, da war noch nichts mit Huren und 20 Euro mehr für`s Küssen, nur durch Beziehung bekommen hatte, war mir in meiner Lebenslage ziemlich wurscht. Zuvor wohnte ihn einem dunklen Loch. Da ging auch im Sommer nichts ohne künstlicher Lichtquelle. Der Goadfather kam einmal zu Besuch ins Loch. Dauerte keine 5 Minuten da schämte er sich schon für seinen Zweitgeborenen, weil nicht ein Lichtstrahl in dieses Leben fiel. Deswegen schritt der Goadfather zur Tat. Der hatte Connections. Weil alles was schief gehen kann irgendwann bekanntlich einmal schief geht, kam mein unter der Hand Vermieter, ein gemachter Mensch, auf die geniale Idee, den ziemlich riesigen Dachboden des Hauses auszubauen und schön etwas für die Leute mit wirklich Kohle hinzuknallen. Dachböden ausbauen. Wien, ja Großstädte an sich, sind ja ganz narrisch/verrückt nach ausgebauten Dachböden. Kann sich eh keine Sau leisten. Bevor der Scheißhausdämon eingezogen ist habe ich am Klo immer die Immobilienanzeigen für die wirklich Wohlhabenden studiert. Kriegst sofort etwas. Egal wo. Auch in Pjöngjang. Ich musste also raus aus meinem Liebesnest. Von heute auf morgen. Mietvertrag hatte ich auch keinen. Er gab mir ein Ersatzquartier das doppelt so viel kostete und für mich im auf Dauer nicht zu bezahlen war. Wahnsinnig wurde ich auch inzwischen. In der Nachtschicht sah ich schwarze Vögel auf mich zufliegen, weswegen ich unter der Maschine in Deckung ging. Hitchcock für die ganz Armen halt.
Ohne Goadfather wär ich auf der Straße gelandet. In meiner Notsituation habe ich natürlich nicht nein zur Goadfather-Bude gesagt. Warum auch. Wo der Über- Mut abgeblieben war es dieser Welt zu zeigen, dass der Schizophrenist ein Krieger von außerordentlicher Güteklasse sei, und nicht aus mechanisch gepressten Lebensvorschlägen gemacht ist, kann ich nicht mehr so genau beantworten. Wie es aussah wurde der von den letzten zehn Jahren einfach geschluckt wie Materie von einem schwarzen Loch. Meine Bereitschaft furcht und perspektivlos in den Tag hineinzuleben, hatte mich geschafft. So ein perspektivloses Leben ist wie eine eingestürzte Brücke über einen Fluss der Hochwasser führt. Ich war zu kaputt und müde bis zur nächsten Brücke zu stapfen. Ob ich nicht mehr weiter konnte oder wollte, weiß ich heute nicht mehr. Da den Unterschied festzumachen ist eher was für die Semantiker. Die Kohle vom Staat, genau 670 Euro, nahm ich inzwischen auch an, ohne über meinen gefühlten Schatten springen zu müssen. Über die Krankenversicherung war ich natürlich auch höchst erfreut. Neuroleptika kosten. Nur die Schlaftabletten gibts es beinhae umsonst. 10 Stück 2,45 Euro. So hatte ich zumindest eine Basis um mich mit dem Zocken weitere 10-12 Jahre über Wasser zu halten.
700 Dollar. 700 Dollar sollen die Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees allein an Tagesspesen erhalten haben. Auf der Homepage der FIFA werden auch die ganzen Veranstaltungen und Sitzungen der FIFA aufgelistet. Da gibt es für die Delegierten auf den Kongressen, in Sitzungen und jeweiligen Ausschüssen sicherlich immer schön was zu tun. Und in Jugendherbergen müssen die FIFA-Delegierten auch nicht abstiegen. Die machen es nicht in Stockbetten. So viel zu besprechen gibt es ja an sich auch nicht. Das Produkt Fußball hat sich in den letzten 100 Jahren nicht großartig gewandelt oder weiterentwickelt. Das Spiel dauert noch immer 90 Minuten und das Runde muss ins Eckige. Das der Fußball weltweit dermaßen durchstartet und die FIFA/UEFA auf einem Monopol sitzen wie einst der Rockefeller (Standard Oil das dann von außen von einer Behörde zerschlagen wurde) ist ein ziemlicher Glücksfall für die werten Herrschaften von der FIFA. Die haben einen Esel im Stall der halt Gold scheißt. Wo war ich. Ach ja.
Die Situation der FIFA ist ziemlich komfortabel. Es gibt ja keine Konkurrenz die eine Gegenfußball-WM veranstalten will, oder gar eine Wettbewerbsbehörde wie bei Microsoft und dem Webbrowser. Ab sich belebt nur Wettbewerb die Bude. Die von der FIFA können machen was sie wollen. Und so ist es auch. Der Mensch macht immer was ihm gerade so in den Sinn kommt, wenn niemand korrigierend eingreift. Deswegen hält sich auch der Bernie in der Formel 1 ewig. Damit die von der FIFA in ihren Sitzungen harte Arbeit simulieren, diskutieren sie halt 5-10 Jahre lang ob eine Torkamera eingeführt werden soll oder nicht. Macht sicherlich auch viel Spaß, sich an der absurden menschlichen Freiheit abzuarbeiten wenn die Verpflegung und die Unterkunft erstklassig ist und man in dem Gefühl lebt gute Arbeit geleistet zu haben.
Nehmen wir an, rein hypothetisch natürlich, der Seppi Blatter hätte mal an einem trüben Herbsttag beim Schizophrenisten angerufen und mir bei der FIFA einen schönen Delegierten-Posten angetragen, vielleicht mit 700 Dollar Tagesspesen und so. Ehrlich gesagt wäre ich nicht abgeneigt gewesen. Mit Sportwetten und Backgammon sein Geld zu verdienen ist harte Arbeit, weil es meistens einen gibt, der gescheiter ist als du. Und das lässt sich nicht immer sofort beweisen. Der Stolz, sie wissen ja wie das so ist mit dem Stolz und der Eitelkeit. Man tut ja immer so als ob man ein gänzlich uneintler Mensch sei. Geh einmal in weißen Socken und Sandalen vor die Haustür, dann lachen dich auf Minuten später auf YouTube 12 Millionen Klicker aus. An meiner Abneigung vor Kleiderschränken wäre meine Verpflichtung in den Kreis der Auserwählten sicherlich nicht gescheitert. Und im berüchtigen Exekutivkomitee hätte ich noch immer den aufrechten und unbestechlichen Don Quichote spielen können. Kann auch sein das ich unter der Hand dann und wann von meinen Überzeugungen gelassen hätte. Muss nicht immer Geld sein. Eine schöne Immobilie täte es auch. "I have a dream". Vielleicht wäre ich so meinen völlig lächerlichen Traum, von einem Haus mit Blick auf die offene See, einen großen Schritt näher gekommen. Ich wäre ja schon mir einer Wohnung mit Balkon und Meerblick zufrieden. 45-50m2 langen völlig. Warum auch nicht. So groß ist der volkswirtschaftliche Schaden auch wieder nicht, wenn die FIFA ihre Einnahmen nach einem ganz speziellen Schlüssel verteilt. Andere Formen der Korruption wie Aktienoptionen z.B. haben die ja nicht. Und ob jetzt 10 Fußballschulen weniger oder mehr aufgemacht werden, irgendwo am dreckigen Arsch der Welt, spielt auch keine Rolle. Talent ist sowieso rar gesät. Das setzt sich auch so durch. So wie es jetzt ist wird das natürlich nichts mit meinem Traum vom Haus am Meer. Nicht einmal mit einem Balkon in Wien wird es etwas.
Wenn der Sepp nicht doch noch anruft, bevor sein Lebenswerk und liebstes Hobby zerbröselt, werde ich auch weiterhin im Sommer bloßfüßig über den heißen Donauinsel-Asphalt staksen. Natürlich nur wenn das Wetter passt. Und das passt oft nicht. Ohne Korruption und Günstlingswirtschaft bin ich nur zu Donau im Klappstuhl in der Lage. Sogar das was ich jetzt habe, habe ich nur durch Protektion. Ich fahr ja nicht einmal an die wirklich schönen Plätze auf der Donauinsel, obschon ich weiß wo die sich aufhalten. Ich sitze gleich einmal um die Ecken. Ist auch schön wirklich. Der Mensch muss einfach seine Grenzen kennen. Nach dem Unmöglichen streben nicht mir mit. Ich fühle mich schon vom Möglichen überfordert.
Anhang: Die FIFA wirbt ja immer mit dem Slogan „NO TO RACISM“. Ist ein glatter Erfolg. Die Hände aufgehalten haben ja Männer aller Herren/Frauen Länder und Kontinente. Auch Asiaten. Ich wette ein entfernter Verwandter meiner Parterre-Chinesen ist auch darunter.
Ich komme ja nicht umhin mir ein paar Gedanken über die FIFA zu machen. Einfach weil ich nichts besseres zu tun habe. Aber jetzt einmal nicht mit erhobenen Zeigefinder, der ganz angeschwollen ist vor lauter Empörung wie versieft und korrupt dieser Verein zumeist etwas älterer Herren doch ist, sondern ich versuche eher den Nicht-Praxis Test ob ich da mitmachen würde, wenn ich die Chance dazu hätte. Kurz und bündig gesagt ich denke schon. Die Sache ist ja so. In meinen frühen Zwanzigern war ja a ziemlich angepisster und wütender junger Mann, der es dieser Welt und den darin wie in Öl eingelegten Verhältnissen schon noch zeigen würde. Ich würde dieser Welt schon noch zeigen wo der Bartl im Internet seine Rabattmarken einlöst. Manisch war ich auch. Sie können sich eh ungefähr vorstellen wie ein manischer Testosterontrottel so drauf ist. Können sie nicht. Ich hätte sie für ihre angelernte Ernsthaftigkeit bemitleidet. Als Ritter ohne Frucht und Adel war ich bereit mein gescheitertes Leben ohne Kompromisse durchzuziehen. Militär ja, Scheiß Jobs ja, Nicht einmal das ja, aber eine geliehene Krankenversicherung oder gar Kohle vom Vater Staat, sagen wir von einem Sozialsystem überreicht, das durch ein Umlageverfahren finanziert wird. Nicht mit dem Schizophrenisten. Niemals. Entweder alles oder gar nichts. Wir wohnen hier ja nicht hinter Hecken die gestutzt werden wie Kinnbärte. Herum gedealt wird nicht. „I have a dream“. Und dieser Traum stirbt dann auf den Stufen eines Motels, "but i walk the Line". Mit mir war nicht zu spaßen. Ihr unentschlossenenen Rohrkrepierer und ängstlichen Freizeittrinker, Hobby-Weltklassesportler und buckelnden Aufzugswarte der verbeamteter Pensionsansprüche, die über den Bakur der Unterwürfigkeit gejagt werden wie Springpferdchen, ihr könnt mir die Unterseite meiner Jungherrenhoden lutschen. Ich ziehe mein Programm, das ja auf reiner Improvisation beruhte, wie ich zu leben gedenke, gnadenlos durch. Gnadenlos, da kenne ich nichts. Es wird mit den Gefühlen geklotzt und nicht gekleckert. Einige Zeit habe ich wirklich tapfer und unbeirrt an meinen Größenwahn geglaubt, wie ein Meterologe an seine Hurricanwahrnung, bis die Zähne im Mund zu faulen begannen und die manischen Phasen mit Krämpfen am Spielfeld des Lebens lagen und von Depressionen ersetzt wurden. Dann war es irgendwie vorbei.
Irgendwann sah ich mich dann doch gezwungen a bisserl Kohle vom Staat anzunehmen um Mut für den nächsten Katastrophen-Job zu tanken. Warum auch nicht. Ich hatte ja auch eingezahlt. Später wurde dann aus mir ja der Schizophrenist, der sich die Miete in der letzten Bude in der er hauste, einfach nicht mehr allzu lange leisten konnte. Ich hatte da eine wirklich tolle Bude. Dachgeschoss-Wohnung, mit runden Fensterbögen, was weiß ich so um die 45-50m2, mit Innenhof. Sau schön und ruhig. Noch dazu in den Gemäuern in denen einst der Egon Schiele wütend die die Farbe aufs Papier kleckste. Das Haus hatte Charakter. In der Wohung gegenüber wohnte ein größenwahnsinniger italienischer Schauspieler und Maler. Habe gerade nachgesehen. Zu einen Eintrag auf Wikipedia hat es nicht gelangt. Die Miete gab ich dem Eigentümer unter der Hand und die Glotze hatte ich vom Flohmarkt der Caritas. Der Vermieter war ein Kumpel vom Goadfather. Dass ich diese Bude, die sich später zum Liebesnest hin fortentwickelte, da war noch nichts mit Huren und 20 Euro mehr für`s Küssen, nur durch Beziehung bekommen hatte, war mir in meiner Lebenslage ziemlich wurscht. Zuvor wohnte ihn einem dunklen Loch. Da ging auch im Sommer nichts ohne künstlicher Lichtquelle. Der Goadfather kam einmal zu Besuch ins Loch. Dauerte keine 5 Minuten da schämte er sich schon für seinen Zweitgeborenen, weil nicht ein Lichtstrahl in dieses Leben fiel. Deswegen schritt der Goadfather zur Tat. Der hatte Connections. Weil alles was schief gehen kann irgendwann bekanntlich einmal schief geht, kam mein unter der Hand Vermieter, ein gemachter Mensch, auf die geniale Idee, den ziemlich riesigen Dachboden des Hauses auszubauen und schön etwas für die Leute mit wirklich Kohle hinzuknallen. Dachböden ausbauen. Wien, ja Großstädte an sich, sind ja ganz narrisch/verrückt nach ausgebauten Dachböden. Kann sich eh keine Sau leisten. Bevor der Scheißhausdämon eingezogen ist habe ich am Klo immer die Immobilienanzeigen für die wirklich Wohlhabenden studiert. Kriegst sofort etwas. Egal wo. Auch in Pjöngjang. Ich musste also raus aus meinem Liebesnest. Von heute auf morgen. Mietvertrag hatte ich auch keinen. Er gab mir ein Ersatzquartier das doppelt so viel kostete und für mich im auf Dauer nicht zu bezahlen war. Wahnsinnig wurde ich auch inzwischen. In der Nachtschicht sah ich schwarze Vögel auf mich zufliegen, weswegen ich unter der Maschine in Deckung ging. Hitchcock für die ganz Armen halt.
Ohne Goadfather wär ich auf der Straße gelandet. In meiner Notsituation habe ich natürlich nicht nein zur Goadfather-Bude gesagt. Warum auch. Wo der Über- Mut abgeblieben war es dieser Welt zu zeigen, dass der Schizophrenist ein Krieger von außerordentlicher Güteklasse sei, und nicht aus mechanisch gepressten Lebensvorschlägen gemacht ist, kann ich nicht mehr so genau beantworten. Wie es aussah wurde der von den letzten zehn Jahren einfach geschluckt wie Materie von einem schwarzen Loch. Meine Bereitschaft furcht und perspektivlos in den Tag hineinzuleben, hatte mich geschafft. So ein perspektivloses Leben ist wie eine eingestürzte Brücke über einen Fluss der Hochwasser führt. Ich war zu kaputt und müde bis zur nächsten Brücke zu stapfen. Ob ich nicht mehr weiter konnte oder wollte, weiß ich heute nicht mehr. Da den Unterschied festzumachen ist eher was für die Semantiker. Die Kohle vom Staat, genau 670 Euro, nahm ich inzwischen auch an, ohne über meinen gefühlten Schatten springen zu müssen. Über die Krankenversicherung war ich natürlich auch höchst erfreut. Neuroleptika kosten. Nur die Schlaftabletten gibts es beinhae umsonst. 10 Stück 2,45 Euro. So hatte ich zumindest eine Basis um mich mit dem Zocken weitere 10-12 Jahre über Wasser zu halten.
700 Dollar. 700 Dollar sollen die Mitglieder des FIFA-Exekutivkomitees allein an Tagesspesen erhalten haben. Auf der Homepage der FIFA werden auch die ganzen Veranstaltungen und Sitzungen der FIFA aufgelistet. Da gibt es für die Delegierten auf den Kongressen, in Sitzungen und jeweiligen Ausschüssen sicherlich immer schön was zu tun. Und in Jugendherbergen müssen die FIFA-Delegierten auch nicht abstiegen. Die machen es nicht in Stockbetten. So viel zu besprechen gibt es ja an sich auch nicht. Das Produkt Fußball hat sich in den letzten 100 Jahren nicht großartig gewandelt oder weiterentwickelt. Das Spiel dauert noch immer 90 Minuten und das Runde muss ins Eckige. Das der Fußball weltweit dermaßen durchstartet und die FIFA/UEFA auf einem Monopol sitzen wie einst der Rockefeller (Standard Oil das dann von außen von einer Behörde zerschlagen wurde) ist ein ziemlicher Glücksfall für die werten Herrschaften von der FIFA. Die haben einen Esel im Stall der halt Gold scheißt. Wo war ich. Ach ja.
Die Situation der FIFA ist ziemlich komfortabel. Es gibt ja keine Konkurrenz die eine Gegenfußball-WM veranstalten will, oder gar eine Wettbewerbsbehörde wie bei Microsoft und dem Webbrowser. Ab sich belebt nur Wettbewerb die Bude. Die von der FIFA können machen was sie wollen. Und so ist es auch. Der Mensch macht immer was ihm gerade so in den Sinn kommt, wenn niemand korrigierend eingreift. Deswegen hält sich auch der Bernie in der Formel 1 ewig. Damit die von der FIFA in ihren Sitzungen harte Arbeit simulieren, diskutieren sie halt 5-10 Jahre lang ob eine Torkamera eingeführt werden soll oder nicht. Macht sicherlich auch viel Spaß, sich an der absurden menschlichen Freiheit abzuarbeiten wenn die Verpflegung und die Unterkunft erstklassig ist und man in dem Gefühl lebt gute Arbeit geleistet zu haben.
Nehmen wir an, rein hypothetisch natürlich, der Seppi Blatter hätte mal an einem trüben Herbsttag beim Schizophrenisten angerufen und mir bei der FIFA einen schönen Delegierten-Posten angetragen, vielleicht mit 700 Dollar Tagesspesen und so. Ehrlich gesagt wäre ich nicht abgeneigt gewesen. Mit Sportwetten und Backgammon sein Geld zu verdienen ist harte Arbeit, weil es meistens einen gibt, der gescheiter ist als du. Und das lässt sich nicht immer sofort beweisen. Der Stolz, sie wissen ja wie das so ist mit dem Stolz und der Eitelkeit. Man tut ja immer so als ob man ein gänzlich uneintler Mensch sei. Geh einmal in weißen Socken und Sandalen vor die Haustür, dann lachen dich auf Minuten später auf YouTube 12 Millionen Klicker aus. An meiner Abneigung vor Kleiderschränken wäre meine Verpflichtung in den Kreis der Auserwählten sicherlich nicht gescheitert. Und im berüchtigen Exekutivkomitee hätte ich noch immer den aufrechten und unbestechlichen Don Quichote spielen können. Kann auch sein das ich unter der Hand dann und wann von meinen Überzeugungen gelassen hätte. Muss nicht immer Geld sein. Eine schöne Immobilie täte es auch. "I have a dream". Vielleicht wäre ich so meinen völlig lächerlichen Traum, von einem Haus mit Blick auf die offene See, einen großen Schritt näher gekommen. Ich wäre ja schon mir einer Wohnung mit Balkon und Meerblick zufrieden. 45-50m2 langen völlig. Warum auch nicht. So groß ist der volkswirtschaftliche Schaden auch wieder nicht, wenn die FIFA ihre Einnahmen nach einem ganz speziellen Schlüssel verteilt. Andere Formen der Korruption wie Aktienoptionen z.B. haben die ja nicht. Und ob jetzt 10 Fußballschulen weniger oder mehr aufgemacht werden, irgendwo am dreckigen Arsch der Welt, spielt auch keine Rolle. Talent ist sowieso rar gesät. Das setzt sich auch so durch. So wie es jetzt ist wird das natürlich nichts mit meinem Traum vom Haus am Meer. Nicht einmal mit einem Balkon in Wien wird es etwas.
Wenn der Sepp nicht doch noch anruft, bevor sein Lebenswerk und liebstes Hobby zerbröselt, werde ich auch weiterhin im Sommer bloßfüßig über den heißen Donauinsel-Asphalt staksen. Natürlich nur wenn das Wetter passt. Und das passt oft nicht. Ohne Korruption und Günstlingswirtschaft bin ich nur zu Donau im Klappstuhl in der Lage. Sogar das was ich jetzt habe, habe ich nur durch Protektion. Ich fahr ja nicht einmal an die wirklich schönen Plätze auf der Donauinsel, obschon ich weiß wo die sich aufhalten. Ich sitze gleich einmal um die Ecken. Ist auch schön wirklich. Der Mensch muss einfach seine Grenzen kennen. Nach dem Unmöglichen streben nicht mir mit. Ich fühle mich schon vom Möglichen überfordert.
Anhang: Die FIFA wirbt ja immer mit dem Slogan „NO TO RACISM“. Ist ein glatter Erfolg. Die Hände aufgehalten haben ja Männer aller Herren/Frauen Länder und Kontinente. Auch Asiaten. Ich wette ein entfernter Verwandter meiner Parterre-Chinesen ist auch darunter.
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Der Herr M. und ich
der imperialist, 12:01h
spielen gerade das Kartenspiel aus der Kindheit. Der war so frei und hat ein schönes Foto von sich eingestellt, mit Rennrad und in Radfahr-Uniform. Sehr stattliches Foto kommt gut. Der Herr M. hat auch Haare. Weniger Nieren zur Zeit aber Haare. So als Gesamtkunstwerk wirklich ansprechend. Ich habe leider keines von mir mit dem ich niveauvoll dagegen halten könnte. Nur eines. Deswegen klopf ich das rein. K..... dieser Sommer. Da war ich voll auf Tabs.


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