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Mittwoch, 15. April 2015
Das Bildnis einer unbekannten Frau
der imperialist, 20:48h
Dinge gibt`s, die glaubt man nicht. Die Hausverwaltung hat meinen neuen Haustorschlüssel nicht zu mir sondern zum Goadfather geschickt. Und der dann eingeschrieben zu mir. Im Mail stand. Hab den Schlüssel zur Post gebracht. Eingeschrieben. Eine Überraschung ist auch dabei. Prost Franze. Die haut dich vom Hocker. Ich mailte zurück, hoffentlich nichts Schreckliches. Nicht das ich mich noch einnässe. Das Prost Franze sagte man früher in Unterkärnten zu jeder sich passend machenden Gelegenheit. Das Prost Franze kam in Witzen vor, bei Besäufnissen, wenn alles vergebens war und man den Hut drauf hauen könnte, wenn sich dann doch noch alles zum Guten hin entwickelte, wenn man einen alten Freund wieder traf und auf a Glaser anstieß, und dann weiter soff bis man wieder den Hut auf einen Prost franze Witz draufhaute und vom Hocker fiel, der zu einer Bar gehörte, bei politischen Skandalen und natürlich bei Überraschungen. Ein klein wenig, denke ich nie. Aus dem ein klein wenig wird bei mir immer a bisserl. Doch a bisserl angespannt radelte ich heute zur Post. In meinem Kopf war natürlich mindestens einer meiner Freunde aus fernen Jugendzeiten verstorben, hatte sich erhängt oder wurden wegen eines Kapitalverbrechens angeklagt. Nicht das sie sich jetzt von meinen Jugendfreunden ein falsches Bild machen. Der am wenigsten Wohlgeratene bin nach dem kleinstbürgerlichen Gesetzmäßigkeiten eindeutig ich. Auf der Post, Ausweis her gezeigt, Brief mit dem Schlüssel und der Überraschung an mich genommen, ein paar Meter gemacht um nicht im Weg zu stehen, und den Umschlag hastig aufgerissen. Neben dem Schlüssel lag ein Ausschnitt aus einer regionalen Tageszeitung. Ein gewisser Herr Sowieso war verstorben. Und dann noch einer. Der war etwas älter. Meine Stirn legte sich in Falten. Was will mir der Goadfather denn damit sagen, fragte ich mich verwundert. Hab ich einst deren Töchter nach § 218 StGB, der sogenannte Grapsch-Paragraf nach damaliger Rechtsprechung völlig korrekt umarmt, und das verzeiht mit einer dieser verstorbenen Herren bis in den Tod nicht? Oder habe ich in deren enorm aufwendig dekorierten Gärten gekotzt oder sonst irgendeinen Scheiß angestellt. Ich wurde einfach nicht schlau aus dieser angeblichen Überraschung. Gut es war noch früh am Tag und mir steckte noch meine Medikamentenabhängigkeit in den Knochen. Ein Auto dürfte ich in diesem Zustand keinesfalls steuern. Bin nicht fahrtüchtig. Mein Gott ist die Versuchung jetzt groß, gleich einmal drei Seiten über meine Lebensuntüchtigkeit zu lamentieren. Was ist, dachte ich mir leicht eingenässt, wenn der Goadfather auf dem Weg in die Demenz ist. Und das sind die ersten Vorboten. Als ich den Zeitungsauschnitt schon wegwerfen wollte, sah ich auf der Rückseite das Bild einer Frau, mit viel Haar und Ohrringen und einer markanten Nase. Eigentlich ganz fesch. Und daneben stand: „Oh Schreck, oh Schreck, die 6 ist weg! Nie rasten, nie ruhen, hast immer viel zu tun. Bist immer für uns da. Ja unsere J. wird 70 Jahr! Nichtsdestotrotz, treib`s nicht zu toll, dann machst du auch die 100 voll.
Alles Gute wünschen Dir zum 70zigsten. Und dann standen da ein paar Namen. J., 70, dieses Gesicht, und dann der Name H. unter den Gratulanten, an den ich mich dunkel erinnerte. Und das alles als Überraschung verpackt und vom Goadfather verschickt. Meine Erinnerungsmaschine stand unter Hochdampf. Erinnerte a bisserl an den Wicky, wenn dem die Sternchen kommen, oder auch nur uns den Zusehern, und er eine Lösung für ein Problem hat. Ich hatte ja keine Lösung für das Problem sondern nur einen Namen. Mami, Mutti, Mutter. Ein Stern der schon sehr früh von meinem Himmel fiel. Die Person da auf dem Foto, der da kleinstbürgerlich-euphorisch bis peinlich gratuliert wurde, war eindeutig und unzweifelhaft meine leibliche Mutter. Gerade weil das Foto so schön analog war und a bisserl aus der Zeit gefallen schien tat sich meine Erinnerung leichter. Für eine 70jährige weibliche Person sah diese Frau unverschämt frisch aus. Offensichtlich hatte ich sie auch ungefähr so in meiner Erinnerung abgespeichert. Schon auch a bisserl verstört starrte ich dieses Bild in einer regionalen Zeitung an, das der Goaffather ja nicht säuberich herausgeschnitten sondern herausgerissen hatte. Während ich so da stand und starrte, blieb die Erinnerung einfach irgendwo in der Botanik stehen und rührte sich nicht mehr.
Meine ältere Halbschwester hatte ihr auf diesem Wege nicht gratuliert. Ich bin ja kein zynischer Mensch. Nicht das meine leibliche Mami, zu meiner älteren Halbschwester jetzt auch so ein ähnlich inniges Verhältnis pflegt wie zu mir. Drei Kindern zwei Ausfälle. Das wäre doch zu viel des Guten oder nicht. Spricht aber einiges für dieses Theorie. Und vieles natürlich nicht. Vielleicht denkt sich die Claudia auch nur des ist peinlich. Der H. der ihr da so überschwänglich gratulierte, ist ja mein Halbbruder den ich nicht kenne und Mamas drittes und jüngstes Kind. Der war ja das Produkt einer Liebesheirat. Ist aber auch gescheitert. Nicht das meine Mami nur Liebe für eine Kind hat.
Bist immer für uns da las ich noch einmal. Heute mailte ich dem Goadfather das des aber nur bedingt anwendbar ist. Und ich mich auch weiterhin eher an ihn, den Goadfather halte werde, um nicht ganz leer auszugehen. Des Weiteren war ich guter Hoffnung schreib ich, das wir seinen 75. Geburtstag auch überregional feiern und ich kein Inserat schalten werden müssen. Für unsere Verhältnisse ist das schon eine Liebeserklärung. Prost Franze.
Alles Gute wünschen Dir zum 70zigsten. Und dann standen da ein paar Namen. J., 70, dieses Gesicht, und dann der Name H. unter den Gratulanten, an den ich mich dunkel erinnerte. Und das alles als Überraschung verpackt und vom Goadfather verschickt. Meine Erinnerungsmaschine stand unter Hochdampf. Erinnerte a bisserl an den Wicky, wenn dem die Sternchen kommen, oder auch nur uns den Zusehern, und er eine Lösung für ein Problem hat. Ich hatte ja keine Lösung für das Problem sondern nur einen Namen. Mami, Mutti, Mutter. Ein Stern der schon sehr früh von meinem Himmel fiel. Die Person da auf dem Foto, der da kleinstbürgerlich-euphorisch bis peinlich gratuliert wurde, war eindeutig und unzweifelhaft meine leibliche Mutter. Gerade weil das Foto so schön analog war und a bisserl aus der Zeit gefallen schien tat sich meine Erinnerung leichter. Für eine 70jährige weibliche Person sah diese Frau unverschämt frisch aus. Offensichtlich hatte ich sie auch ungefähr so in meiner Erinnerung abgespeichert. Schon auch a bisserl verstört starrte ich dieses Bild in einer regionalen Zeitung an, das der Goaffather ja nicht säuberich herausgeschnitten sondern herausgerissen hatte. Während ich so da stand und starrte, blieb die Erinnerung einfach irgendwo in der Botanik stehen und rührte sich nicht mehr.
Meine ältere Halbschwester hatte ihr auf diesem Wege nicht gratuliert. Ich bin ja kein zynischer Mensch. Nicht das meine leibliche Mami, zu meiner älteren Halbschwester jetzt auch so ein ähnlich inniges Verhältnis pflegt wie zu mir. Drei Kindern zwei Ausfälle. Das wäre doch zu viel des Guten oder nicht. Spricht aber einiges für dieses Theorie. Und vieles natürlich nicht. Vielleicht denkt sich die Claudia auch nur des ist peinlich. Der H. der ihr da so überschwänglich gratulierte, ist ja mein Halbbruder den ich nicht kenne und Mamas drittes und jüngstes Kind. Der war ja das Produkt einer Liebesheirat. Ist aber auch gescheitert. Nicht das meine Mami nur Liebe für eine Kind hat.
Bist immer für uns da las ich noch einmal. Heute mailte ich dem Goadfather das des aber nur bedingt anwendbar ist. Und ich mich auch weiterhin eher an ihn, den Goadfather halte werde, um nicht ganz leer auszugehen. Des Weiteren war ich guter Hoffnung schreib ich, das wir seinen 75. Geburtstag auch überregional feiern und ich kein Inserat schalten werden müssen. Für unsere Verhältnisse ist das schon eine Liebeserklärung. Prost Franze.
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Sonntag, 12. April 2015
Die Mongo-Nummer mit der Vollsepp(horst)-Garantie
der imperialist, 20:29h
Seite 20
Heute, eh noch schwer geschockt und gezeichnet vom Zusammenbruch meiner existenziellen Grundlagen, der neue Klappstuhl brach beim ersten Probesitzen einfach und ohne Vorwarnung entzwei, gibt es im aktuellen Spiegel 2015 Nr.16 Seite 44-46, unter der Überschrift: „Die Dämonen des Markus S.“, eine mehrseitige Reportage über einen 26jährigen Mann zu lesen, der in seiner paranoiden Psychose, die eine Form der Schizophrenie ist, einen 61järhigen Mann, vor den Augen des kleinen Enkels, ein Messer in den Rücken rammte und tötete. Dieser ältere Herr, der sich ganz wunderbar und liebevoll um seinen Enkel kümmerte, soll in den Augen Markus M. angeblich ein Dämon gewesen sein, mit toten, seelenlosen Augen. Wirklich großartig unterscheidet sich Markus M. Werdegang nicht von meinem. Erblich bedingte Veranlagung, Großmutter schizophren bei mir, Stessfaktoren, Mobbing am Arbeitsplatz, oder gleich gar keine abgeschlossene Berufsausbildung, Drogen usw. Hätte ich gewusst, nein nur die leiseste Ahnung gehabt, das Drogenkonsum/Missbrauch, eigentlich habe ich nur gekifft, nicht einmal regelmäßig, dermaßen verheerend für den Krankheitsverlauf sein kann, hätte ich dieses Zeug nie angerührt. Niemals. Nur wusste ich das leider nicht. Ich wusste nicht dass ich zu einer Hochrisikogruppe gehörte, die vom Kiffen unbedingt die Finger lassen sollte. Also stimmt es auch nicht ganz wenn man behauptet wird, dass das Kiffen völlig unbedenklich sei. Markus S. hat sich im Grunde in einen fürchterlichen Wahn hinein gekifft. Seelisch gestört war er auch noch. Eine Schizophrene Psychose, kombiniert mit einer krankhaften seelischen Störung. Eine gefährliches Gemisch wenn die Seele gestört ist. Der Psychiatrie, oder sagen wir die behandelnden Ärzten waren auch nicht wirklich angetan von dem Mann. Obwohl sich Markus M. völlig verwirrt in einer hessischen Kleinstadt auf einem Polizeirevier aufkreuzte und um Hilfe bat und für eine Nacht in einer Psychiatrie einer Klinik eingeliefert wurde, schickten ihn die Ärzte am nächsten Tag schon wieder weg. Mir erging es da in Ansätzen sehr ähnlich. Als ich mich von absurden Gedanken dominiert fühlte, oder mich in Gedankenleiereien verlor, die Gott sei Dank weniger explosiv waren/sind, roter Skoda und so und nach Hilfe bei Therapeuten suchte, schickten die mich wieder weg, weil O-Ton die mich für zu aggressiv, zu wenig kultiviert und für zu unterprivilegiert hielten. Warum seine therapeutisch-wertvolle Zeit an einen Gelegenheits und Hilfsarbeiter verschwenden. Gibt doch auch Patienten mit einer erfreulicheren Prognose und einer schönen bürgerlichen Existenz mit kleinen Rissen in den glatten Außenwänden die sich einfach zuspachteln lassen. Kann ich aber auch verstehen. Therapeuten sind ja keine Chirurgen. Therapie kann helfen muss aber nicht. Ein Bein zu gipsen verspricht in der Regel mehr Erfolg. Die scheiß Haxen/Beine musste ich mir wund laufen um an Hilfe heran zukommen. Vielleicht sollte ich mich mal wieder auf diesem Wege bei meiner Nerventante bedanken. Eine gute Frau. Die hat mich nicht einfach weggeschickt und abgewimmelt. Nur heilen konnte sie mich bis jetzt auch nicht so ganz. Aber ein wenig gesellschaftsaffiner hat sie mich schon gemacht. Ich verstehe schon dass sie beim Leben meines Blogs das mitunter ein wenig anders beurteilen. Fairerweise sollte ich anführen dass in der Reportage auch erwähnt wird dass die meisten Patienten nicht gewalttätig sind und auch nicht straffällig werden. Keinen Absatz später haut dir der Spiegel auch schon eine Statistik um die Ohren, das Schizophrene fünfmal eher eine Straftat begehen und bei Tötungsdelikten steige die Wahrscheinlichkeit sogar fast auf das 13-Fache. Das 13-Fache. Dagegen versuch einmal anzukommen oder anzuleben. Ein Prozent der Bevölkerung Österreich/Deutschland erkrankt an Schizophrenie. Das sind dann in Germanien 800 000 Personen. Von den 800 000 Personen töten sagen wir 799 998 nicht. Zwei schon. Und einer davon ist dann der Markus M. Der dann alle strebsamen und gutartigen Irren, mit Hilfe der Medien unter seinen grässlichen und abscheulichen Tat begräbt. So ein Schizo, der einen alten Mann absticht, noch vor den Augen des kleinen Enkels, ist einfach der ideale Stoff für eine sagenhaft gute Geschichte. Top Horror oder nicht. Tut mir aufrichtig leid dass ich das nicht bringe und nur langweiliges Zeug über zusammenbrechende Klappstühle schreibe oder dass ich Weihnachten allein feiere und in roten Skodas sitze die in Kochtöpfen parken. Trottel blöder und der Flugzeug-Deprie ist auch ein blödes Arschloch. Ein selten blödes Arschloch. Egal wie kaputt man ist oder zu sein scheint. Kaum jemand wird von den bestehenden Verhältnissen gezwungen, in die äußersten Ränder seiner Krankheit/Wahns/Verstörung vorzustoßen. Niemand muss großmütig die ganzen Abgründe seiner scheiß Psyche durchqueren wie die Wüste Gobi. Natürlich könnte es die Gesellschaft den Eingeknickten oder Festgefrorenen etwas einfacher machen, nur lässt sich daraus noch lange nicht das Recht ableiteten, das Leben unschuldiger Menschen einfach so zu beenden wie ein rachsüchtige Gott. Anderen Menschendas einfach so das Lebenslicht ausblasen. Ist doch Scheiße oder. A bisserl Gemeinschaftssinn und Mitgefühl für den anderen muss einfach jeder in sich aufbringen wollen/können. Egal wie isoliert und ausgegrenzt man ist oder sich fühlt. Das hab sogar ich hinbekommen. Damit will ich nicht zum Ausdruck bringen das man mich auf Händen tragen sollte für meine Einsichtsfähigkeit. Manchmal steht in Kommentaren, vielleicht auch nur gut gemeint, du bist nicht schizophren. Doch bin ich. Ich bin der Pächter einer „schizoaffektiven Psychose“. Sie können mir glauben, Seroquel nimmt man nicht 16 Jahre aus einer Laune heraus um anders, anders zu sein. Jetzt schreibe ich seit beinahe vier Jahre in diesem Format. Und ich komme immer wieder auf meine Erkrankung zu sprechen. Nicht in jedem kleinsten Detail. Das würde ein falsches Licht auf mich werden. Sogar anders herum, in dem ich offen eingestehe, das mir die Erkrankung das scheiß Leben gerettet hat, habe ich es schon versucht. Wie verrückt muss man den sein um sich so eine Biografie erfinden zu wollen. Eine ich bin nichts, kann nichts, hab nichts Biografie. Also bitte. Manchmal ist es besser, manchmal schlechter und hin und wieder schreibe ich ganz konkret darüber wie sich diese Erkrankung anfühlt. Des Weiteren bin ich bemüht diese schizoaffektive Psychose so klein wie möglich zu halten. Fragen sie Betroffene. Die werden meine Angaben bestätigen. Betroffene, die nicht total vom Wahn aufgefressen und nicht mehr ausgespuckt wurden und sich in Behandlung befinden und artig ihr Neuros einwerfen, weils sie diesen oder anderen Mist nicht mehr loswerden, da sich die Erkrankung an einen klammert wie eine Kloschüssel an den Deckel, der sich nicht hochklappen lässt, wissen einfach ganz genau wann genug mit lustig ist. Nur beim HSV scheinen die das nicht zu wissen. (hahaha) Oder andres gesagt. Im Spiegel steht: „Mit 22 Jahren, für die meisten Altersgenossen fängt das Leben richtig an, ist Markus S. schon irgendwie zu Ende. Mich hat wahrscheinlich die Tatsache gerettet das ich dieses Gefühl erst mit 23 Jahren hatte und natürlich der Goadfather, der in der Regel nicht mit mir telefoniert und mich auch nicht zu sich nach Hause einlädt. Wegen der Stiefmutter, alias UM2, der Nachbarn, Scham, die natürlich eine kleinstbürgerliche ist. Weiter im Text.
Heute, eh noch schwer geschockt und gezeichnet vom Zusammenbruch meiner existenziellen Grundlagen, der neue Klappstuhl brach beim ersten Probesitzen einfach und ohne Vorwarnung entzwei, gibt es im aktuellen Spiegel 2015 Nr.16 Seite 44-46, unter der Überschrift: „Die Dämonen des Markus S.“, eine mehrseitige Reportage über einen 26jährigen Mann zu lesen, der in seiner paranoiden Psychose, die eine Form der Schizophrenie ist, einen 61järhigen Mann, vor den Augen des kleinen Enkels, ein Messer in den Rücken rammte und tötete. Dieser ältere Herr, der sich ganz wunderbar und liebevoll um seinen Enkel kümmerte, soll in den Augen Markus M. angeblich ein Dämon gewesen sein, mit toten, seelenlosen Augen. Wirklich großartig unterscheidet sich Markus M. Werdegang nicht von meinem. Erblich bedingte Veranlagung, Großmutter schizophren bei mir, Stessfaktoren, Mobbing am Arbeitsplatz, oder gleich gar keine abgeschlossene Berufsausbildung, Drogen usw. Hätte ich gewusst, nein nur die leiseste Ahnung gehabt, das Drogenkonsum/Missbrauch, eigentlich habe ich nur gekifft, nicht einmal regelmäßig, dermaßen verheerend für den Krankheitsverlauf sein kann, hätte ich dieses Zeug nie angerührt. Niemals. Nur wusste ich das leider nicht. Ich wusste nicht dass ich zu einer Hochrisikogruppe gehörte, die vom Kiffen unbedingt die Finger lassen sollte. Also stimmt es auch nicht ganz wenn man behauptet wird, dass das Kiffen völlig unbedenklich sei. Markus S. hat sich im Grunde in einen fürchterlichen Wahn hinein gekifft. Seelisch gestört war er auch noch. Eine Schizophrene Psychose, kombiniert mit einer krankhaften seelischen Störung. Eine gefährliches Gemisch wenn die Seele gestört ist. Der Psychiatrie, oder sagen wir die behandelnden Ärzten waren auch nicht wirklich angetan von dem Mann. Obwohl sich Markus M. völlig verwirrt in einer hessischen Kleinstadt auf einem Polizeirevier aufkreuzte und um Hilfe bat und für eine Nacht in einer Psychiatrie einer Klinik eingeliefert wurde, schickten ihn die Ärzte am nächsten Tag schon wieder weg. Mir erging es da in Ansätzen sehr ähnlich. Als ich mich von absurden Gedanken dominiert fühlte, oder mich in Gedankenleiereien verlor, die Gott sei Dank weniger explosiv waren/sind, roter Skoda und so und nach Hilfe bei Therapeuten suchte, schickten die mich wieder weg, weil O-Ton die mich für zu aggressiv, zu wenig kultiviert und für zu unterprivilegiert hielten. Warum seine therapeutisch-wertvolle Zeit an einen Gelegenheits und Hilfsarbeiter verschwenden. Gibt doch auch Patienten mit einer erfreulicheren Prognose und einer schönen bürgerlichen Existenz mit kleinen Rissen in den glatten Außenwänden die sich einfach zuspachteln lassen. Kann ich aber auch verstehen. Therapeuten sind ja keine Chirurgen. Therapie kann helfen muss aber nicht. Ein Bein zu gipsen verspricht in der Regel mehr Erfolg. Die scheiß Haxen/Beine musste ich mir wund laufen um an Hilfe heran zukommen. Vielleicht sollte ich mich mal wieder auf diesem Wege bei meiner Nerventante bedanken. Eine gute Frau. Die hat mich nicht einfach weggeschickt und abgewimmelt. Nur heilen konnte sie mich bis jetzt auch nicht so ganz. Aber ein wenig gesellschaftsaffiner hat sie mich schon gemacht. Ich verstehe schon dass sie beim Leben meines Blogs das mitunter ein wenig anders beurteilen. Fairerweise sollte ich anführen dass in der Reportage auch erwähnt wird dass die meisten Patienten nicht gewalttätig sind und auch nicht straffällig werden. Keinen Absatz später haut dir der Spiegel auch schon eine Statistik um die Ohren, das Schizophrene fünfmal eher eine Straftat begehen und bei Tötungsdelikten steige die Wahrscheinlichkeit sogar fast auf das 13-Fache. Das 13-Fache. Dagegen versuch einmal anzukommen oder anzuleben. Ein Prozent der Bevölkerung Österreich/Deutschland erkrankt an Schizophrenie. Das sind dann in Germanien 800 000 Personen. Von den 800 000 Personen töten sagen wir 799 998 nicht. Zwei schon. Und einer davon ist dann der Markus M. Der dann alle strebsamen und gutartigen Irren, mit Hilfe der Medien unter seinen grässlichen und abscheulichen Tat begräbt. So ein Schizo, der einen alten Mann absticht, noch vor den Augen des kleinen Enkels, ist einfach der ideale Stoff für eine sagenhaft gute Geschichte. Top Horror oder nicht. Tut mir aufrichtig leid dass ich das nicht bringe und nur langweiliges Zeug über zusammenbrechende Klappstühle schreibe oder dass ich Weihnachten allein feiere und in roten Skodas sitze die in Kochtöpfen parken. Trottel blöder und der Flugzeug-Deprie ist auch ein blödes Arschloch. Ein selten blödes Arschloch. Egal wie kaputt man ist oder zu sein scheint. Kaum jemand wird von den bestehenden Verhältnissen gezwungen, in die äußersten Ränder seiner Krankheit/Wahns/Verstörung vorzustoßen. Niemand muss großmütig die ganzen Abgründe seiner scheiß Psyche durchqueren wie die Wüste Gobi. Natürlich könnte es die Gesellschaft den Eingeknickten oder Festgefrorenen etwas einfacher machen, nur lässt sich daraus noch lange nicht das Recht ableiteten, das Leben unschuldiger Menschen einfach so zu beenden wie ein rachsüchtige Gott. Anderen Menschendas einfach so das Lebenslicht ausblasen. Ist doch Scheiße oder. A bisserl Gemeinschaftssinn und Mitgefühl für den anderen muss einfach jeder in sich aufbringen wollen/können. Egal wie isoliert und ausgegrenzt man ist oder sich fühlt. Das hab sogar ich hinbekommen. Damit will ich nicht zum Ausdruck bringen das man mich auf Händen tragen sollte für meine Einsichtsfähigkeit. Manchmal steht in Kommentaren, vielleicht auch nur gut gemeint, du bist nicht schizophren. Doch bin ich. Ich bin der Pächter einer „schizoaffektiven Psychose“. Sie können mir glauben, Seroquel nimmt man nicht 16 Jahre aus einer Laune heraus um anders, anders zu sein. Jetzt schreibe ich seit beinahe vier Jahre in diesem Format. Und ich komme immer wieder auf meine Erkrankung zu sprechen. Nicht in jedem kleinsten Detail. Das würde ein falsches Licht auf mich werden. Sogar anders herum, in dem ich offen eingestehe, das mir die Erkrankung das scheiß Leben gerettet hat, habe ich es schon versucht. Wie verrückt muss man den sein um sich so eine Biografie erfinden zu wollen. Eine ich bin nichts, kann nichts, hab nichts Biografie. Also bitte. Manchmal ist es besser, manchmal schlechter und hin und wieder schreibe ich ganz konkret darüber wie sich diese Erkrankung anfühlt. Des Weiteren bin ich bemüht diese schizoaffektive Psychose so klein wie möglich zu halten. Fragen sie Betroffene. Die werden meine Angaben bestätigen. Betroffene, die nicht total vom Wahn aufgefressen und nicht mehr ausgespuckt wurden und sich in Behandlung befinden und artig ihr Neuros einwerfen, weils sie diesen oder anderen Mist nicht mehr loswerden, da sich die Erkrankung an einen klammert wie eine Kloschüssel an den Deckel, der sich nicht hochklappen lässt, wissen einfach ganz genau wann genug mit lustig ist. Nur beim HSV scheinen die das nicht zu wissen. (hahaha) Oder andres gesagt. Im Spiegel steht: „Mit 22 Jahren, für die meisten Altersgenossen fängt das Leben richtig an, ist Markus S. schon irgendwie zu Ende. Mich hat wahrscheinlich die Tatsache gerettet das ich dieses Gefühl erst mit 23 Jahren hatte und natürlich der Goadfather, der in der Regel nicht mit mir telefoniert und mich auch nicht zu sich nach Hause einlädt. Wegen der Stiefmutter, alias UM2, der Nachbarn, Scham, die natürlich eine kleinstbürgerliche ist. Weiter im Text.
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Freitag, 10. April 2015
Diebische Freude
der imperialist, 22:03h
275 Millionen Euro. Bei einem ganz wunderbaren Einbruch in Londons Diamantenviertel Hatton Garden, London ist eh zu einer der schlimmsten Bonzenstädte weltweit verkommen, wurden Diamanten und weiteres Flunkerwerzeug im derzeitigen Gegenwert von 200 Millionen Pfund geklaut. Den genauen Tathergang muss ich nicht groß beschreiben. Kann man schön im Internet nachlesen. Aber wie es aussieht sind die ungesehen durch Wände gegangen und dann wieder raus. Auch unbeobachtet. Was aber noch nicht im Netz steht ist meine auf richtige Bewunderung für diesen gelungen Coup. Werte Diebe, ja Meisterdiebe. Wär ich der Papst würde ich auch die Flossen waschen oder küssen. Küsst der derzeitige Papst die gewaschenen Quanten auch oder wäscht der nur? Sagenhaft, phänomenal, großartig, einzigartig, einfach meisterlich dieses Ding. Auch wenn sie einige von euch beim Verscherbeln der Klunker doch noch erwischen sollten usw. Meine Sympathie, nein aufrichtige Wertschätzung und neidlose Bewunderung habt ihr. Habt ihr es diesen verblödeten Wohlstandsspasten gezeigt oder habt es diesen verblödeten Wohlstandsspasten gezeigt. Anders geht es nicht. Nicht in einer Gesellschaft die so nach und nach von einer Marktwirtschaft in eine Marktgesellschaft abgleitet. Ein paar überbezahlte Kicker sollen auch unter den Opfern sein. Sehr schön. Anderseits sind überbezahlte Kicker das kleinere Übel. Stecken die versieften Ölscheichs wenigstens nicht so viel Kohle in den islamistischen Terror. Werte Meisterdiebe dieser Welt. Sie können das ruhig als Bewerbungsschreiben verstehen. Falls sie gerade ein riesen Ding planen, (nix auf der Ebene, Omas Handtasche klauen und in der Zweigstelle einer Bank, zwei Alarmpackete abstauben) oder irgendwann in näherer Zukunft, bitte melden sie sich bei umgehend bei mir. Der Hellste bin ich nicht aber furchtlos wenn wir nicht gerade in einem roten Skoda hocken, der gerade von einem Audi überholt wird.
Ich weiß das ich jetzt das Thema etwas verfehle, weil es in diesem Film primär nicht um den Raub geht. Läuft in der Glotze "Sexy Beast" bin ich immer ganz hin und weg.
Ich weiß das ich jetzt das Thema etwas verfehle, weil es in diesem Film primär nicht um den Raub geht. Läuft in der Glotze "Sexy Beast" bin ich immer ganz hin und weg.
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