Samstag, 5. Juli 2014
Dr. Jekill und Mr. Hyde
Das ist ein literarischer Text, der immer nur einen oder zwei Klicks von der Wahrheit entfernt ist.

Da ich mich von den Algorithmen Google/Amazon/NSA usw. verfolgt fühle, die eindeutig und unzweifelhaft die Weltherrschaft anstreben, weil sie schon meine Sachen dechiffrieren und ich bin wahrlich ein Furz von Mensch, schreibe ich als Zeichen meines Protests jetzt einmal nur über Schwänze und Muschis. Schwänze und Muschis scheuen die amerikanischen Algorithmen wie der Teufel einen Parteitag. Vor Muschis und Schwänzen haben die eine Heidenangst. Des weiteren und so, kann ich gar nicht zum Ausdruck bringen wie mich diese Algorithmen-SS nervt. Immer wollen die nach dem dechiffrieren meiner Ängste, dass ich etwas käuflich erwerbe. Ich will nicht das meine Ängste machinell erfasst und an das Licht einer verfremdeten Öffentlichkeit gezerrt werden. Nur durch das Geheimnis, etwas das im Verborgenen bleibt und nicht kategorisiert werden kann, bleibt ein Mensch ein Mensch. Nachdem die Algorithmen-SS meine Sachen nach verwertbaren Begriffen abgeklappert hat, natürlich unaufgefordert und unentgeltlich, wollen die dass ich etwas käuflich erwerbe. Ich bin nicht käuflich. Natürlich bin ich käuflich, aber nicht zu diesem unverschämt niedrigen Preis. Ich rackere mich da in meinem Blog ab, alles unbezahlt und unbelohnt, und zum Dank soll ich auch noch etwas von denen kaufen. Was denken die sich eigentlich wie dick meine Brieftasche ist? Oder kennen die gar meinen Kontostand? Egal. Jetzt ist einmal Schwanz und Muschi angesagt. Und los geht`s.

Ein Mann sitzt vor einem Internet-kompatiblen Gerät, das in der Lage ist gestreamte Videos abzuspielen. Die Hose ist aufgeknöpft oder gleich ganz heruntergelassen um die Kampfzone etwas geräumiger zu gestalten. In der einen Hand hat er seinen Schwanz/Schnidel/Stängel/Karotte wie auch immer oder wie Oliver Kahn zu sagen pflegte: „Da ist es das Ding“. Die andere Hand benötigt der Mann, weil er zwischen den einsatzbereiten Pornos herum surfen möchte. Sich nur einen Porno ansehen und wixen ist schwer analog. Heute hat der Mann von Welt mindestens fünf bis sieben Fenster offen. Die Inhalte der Videos sind für Jugendliche unter 11 Jahren noch nicht geeignet, dafür aber frei zugänglich.

Der Mann sollte schon ein paar Jährchen auf dem Buckel haben. Ein unauffälliger, freundlicher Durchschnittsbürger, von dem die Welt nur dann Notiz nimmt wenn er jemanden umbringt oder im Lotto gewinnt. Natürlich mit kleinen Schwanz. Sonst ist das was er gleich zu Sprache bringen wird nur halb so komisch.
Der Mann. „Ja zeig mir deinen fetten Arsch und die prallen Titten du geile Sau. Und du blöde Lolita, tu nur weiterhin so unschuldig herum. So einen geilen Sugar-Daddy wie mich, der es dir so richtig gut besorgt, kriegst du sowieso nie wieder. Lutsch meinen Schwanz, du kleine geile Fotze, lutsch meinen riesigen Schwengel. (In Wahrheit 12 cm hahaha) Das hast du jetzt davon dass du immer brav mit deinen Titten aufgezeigt hast. Brauchst gar nicht so unschuldig dreinschauen. Niemand ist unschuldig, wir sind alle schuldig hörst du, und du erst recht du, du blöde alte Schlampe. Ich fick euch alle, jede von euch ficke ich von oben bis unten, hinten und vorne. Ich bin der beste Ficker hört ihr, der weltbeste Oberficker, der Jesus unter den Fickern. Mein Schwengel kann Gnade sprechen, kann euch heilen, alle kann ich heilen. Ich bin der Che Guevara, der Django Reinhard unter den Fickern. Ich fick euch alle her und weg, her und wieder weg. Wenn ich will ficke ich das Unglück herbei, den Sturm, die Apokalypse. Ja komm nur du geile Sau. Ahh, Weltherrschaft, Darmträgheit, Untergang. So schaut`s aus. Und dir, du blöde Bitch ficke ich die Weltherrschaft in dein beschissenes Milf-Hirn. Steck dir den anderen Dildo auch noch in den Arsch, du blöde Nutte und lutsch ihn ja lutsch ihn. Ihr könnt mir alle einen lutschen hört ihr, alle könnt ihr mir einen lutschen. Ich fick die ganze Welt, die ganze Welt ficke ich und den Weltraumschrott ficke ich auch. Ich ficke die Zeit, Religion, Ideologien und dir ins Knie, du Flittchen, brauchst mir gar nicht blöd kommen, ich weiß ja wer du wirklich bist. Tust andauernd so kultiviert und geistreich herum und stehst in Wirklichkeit auf stinkende Schwänze und angeschissene Unterhosen. Ich weiß ja dass du dir gerne einen mit einer angewichsten Unterhose herunterholst. Noch ein Wort und ich stecke dir meine angepisste Unterhose ins Maul. Mich kann man nicht täuschen, mir braucht man nicht blöd kommen, ich durchschaue alles und jeden. Früher oder später kriege ich euch alle. Früher oder später hab ich euch alle genau da wo ich euch haben will. Spreiz deine Beine hörst du, ja spreiz deine Beine noch etwas weiter und dreh dich ja nicht um. Hast du gehört dreh dich ja nicht um. Deine Mutter ficke ich auch. Lutscht mir jetzt die Eier aber pronto, lutsch mir meine grausigen, tief fliegenden, verschrumpelten Eier, die Haaren haben wie Schweineborsten. Besser hast du es nicht verdient. Und wehe du kotzt dich an und dir kommt das Breakfest hoch, dann schließe ich dich für drei Tage an meine Fickmaschine an. Dann wird dir das blöde Grinsen ein für allemal vergehen. Ich fick dir dein scheiß Hirn heraus wenn du dich noch einmal umdrehst. Ins Hirn möchte ich dich ficken. Immer schön fest rauf auf den Hippocampus und rein in den Schläfenlappen. Zeig mir deine Arschfotze, ja zeig mir deine Arschfotze und jetzt steckst du dir da schön deine Faust rein. Hier hast du`s. Höchste Zeit das du einmal anständig durchgefickt wirst. Und wenn ich mit dir fertig bin, ficke ich auch noch deinen nerdigen Freund, diesen Homo. Mann bist du nass. Dass bornierte Fotzen so nass werden können wusste ich gar nicht. Dein Fötzchen trifft ja nur so von Geilheit. Euch werde ich`s noch zeigen. Euch allen werde ich es noch zeigen. Ahh, ahh, ahh, Weltherrschaft, Darmträgheit, Untergang. Scheiße, so eine verkackte Scheiße, ahh.
Nachdem der Mann das Kleenex schön säuberlich entsorgt hat, löscht er den Browserverlauf und schließt alle offenen Streams bis auf Eines.
Der Mann: „Oh was für ein süßes, kleines Kätzchen. So süß und so niedlich“.
Da läutet das Telefon: "Hallo Schatzi-Maus (hahaha), ja bin gerade beim Suchen nach einer tollen Urlaub-Location".

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Montag, 30. Juni 2014
WM-Zwischenbilanz
Den griechischen Herren über dreißig gehen die Haare aber auch recht zügig aus. Und diese Trinkpausen find ich klasse. In Katar wird dann alle 5 Minuten gesoffen. Wo ist die nächste WM? In Russland. Diese FIFA. Warum nur hab ich kein Hobby oder ein richtiges Lebens. Ich wäre so gerne ein Mensch mit einem richtigen Hobby und einem richtigen Leben. Da fällt mir ein der Shopper der Zukunft ist ein Mensch der die Dinge nur noch bezahlt aber nicht mehr mitnimmt.

Und werte Herrschaften von Amazon. Wenn sie schon andauernd in der Halbzeitpause meine Blog lesen, dann bitte sinnerfüllend. Ich weiß wer Jeremy Bentham ist. Ihre Algorithmen sind ja erst durch mich auf die Idee gekommen und nicht umgekehrt. Wenn ihr weiter so keilerisch drauf seid, schreibe ich nur noch über Muschis, Schwänze und Hämorrhoiden. Hämorrhoiden geht ja auch nicht. Tippe ich Hämorrhoiden ein empfehlen mir die Amazon-Algorithmen sofort die Feuchtgebiete von der Charlotte. Es ist die Hölle. Egal wo ich mich aufhalte. Andauernd sind sie hinter einem her. Wie wär`s den mal mit ein wenig ungezwungener Freundlichkeit. Ich bin ja auch ziemlich ungezwungen unfreundlich. Dazu zwingen einen die Leute. Ist man auf ungezwungene Art freundlich, nehmen einen die Leute für nicht ganz voll. Die kommen einen dann nur noch blöd wie die Algorithmen von Google/Amazon.

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Mittwoch, 25. Juni 2014
"Der Letzte aus dem Fight-Club macht die Tür hinter sich zu"
Vor ein paar Tagen rief mal wieder der Weiße an. Ein Freund aus den wilden Spätzwanzigern. Der Weiße, der Mille und ich hackelten/malochten damals in der Nachtschicht in einer Fabrik. A elendige scheiß Hackn wenn man mich fragt. Hirnlos, stupid, monoton, auf Dauer tödlich. Aber zu einer sinnvolleren und beruflich erfüllteren Tätigkeit, fehlte, uns, vor allem mir, ganz einfach die Qualifikation. Und einem wie mir zahlte der Staat keine Ein oder Herumschulung, in ein normal-niederschmetterndes 40 Stunden-Leben. Egal. Wenn ich Männer als Freunde oder Kumpels bezeichne rede ich sie gerne mit Nachnamen an. Der Mille und ich waren alte UNO-Veteranen und den Weißen lernten wir in der Fabrik kennen. Alle drei und doch jeder für sich, versteckten wir uns in den späten Zwanzigern hinterm König Alkohol. In den späten Zwanzigern hielt dieser König seine schützende Hand über uns und das war gut so. Der Trockenste von uns war ich. Der Weiße litt immer ziemlich darunter, dass er nicht besonders gut aussah. Die Haare gingen ihm auch aus. Kreisrunder Haarausfall und da war er noch keine dreißig. Weil der Weiße nicht blöd war wusste er ganz genau, dass er bei den Ladys nur dann wie eine Bombe einschlagen würde, wenn er einen auf Hamas oder ISIS für Einsteiger/Anfänger machen würde. Die Klugen von der Hamsas oder ISIS lassen sich natürlich keinen Bombengürtel umschnallen. Das ist das niederschmetternde an jeder Rebllion. Die Generäle sterben noch immer fett und glorreich in ihren Betten. Nur zu verständlich das dem Weißen, diese verwichste Gegenwart, die sich auf Richtung Zukunft machte, ziemlich zusetzte. Verunstaltet wie ich nun einmal bin, konnte ich ihn von dieser Last auch nicht befreien. Ganz im Gegenteil. Wenn der Weiße völlig zu Recht über diese/seine scheiß Welt klagte, meine war anders Scheiße, machte ich den Handrevolver, den ich mir mit den Worten, „Weißer schau“, in den Mund steckte oder an meine Schläfe hielt. A Hetz hatten wir natürlich auch. Unvergessen wie der Mille und ich bei einer meiner Umsiedlungen, mitten im Wiener Großstadtverkehr, fluchend hinter seiner Schrotkarre herliefen, weil der scheiß Goarn (Kärntnerisch für Schrottkiste) nicht mehr ansprang. Ein paar Jahre lang zogen wir um die Häuser und dann hörte ich Jahre nichts mehr von ihm, weil jeder von uns drei verzweifelt versuchte am Leben zu bleiben. Ist man in diesem Daseinstzustand angelangt wird man ganz auf sich zurückgeworfen. Die anderen gehen einem da nur noch auf die Nerven. Wir waren auch wirklich angeschlagen. Der Mille, a gescheiter und cooler Bursche, versuchte auch trocken zu werden und vor allem zu bleiben. Ich sattelte vom Schnaps auf Neuroleptika um. Und der Weiße? Vor ein oder zwei Jahren meldete sich er sich mal wieder bei mir. Zehn Jahre oder länger hatte ich nichts von ihm gehört. Er kam vorbei und ich freute mich aufrichtig ihn zu sehen. Dass seine Hände zitterten und die Augen rot und glasig waren, war mir ehrlich gesagt wurscht. Er war noch am Leben und das war alles was zählte. Nach dem Besuch hörte ich wieder längere Zeit nichts von ihm. Monate vergingen. Bis er letzte Woche mal wieder in der Leitung war. „Imperialist“, rief der Weiße angeheitert ins Telefon, „diese Wichser haben mich gerade von hinten bis vorne beschissen. Ich huck/sitz da in der stinkigen Wettbude und hab 5 Euro auf einen Gaul in Kempton gesetzt, und da war ein anderer Gaul, der ist quer zur Laufrichtung unterwegs gewesen und hat meinen Gaul gesperrt. 6:1 hab ich für den scheiß Klappergaul bekommen. Und was machen die Teesackel (Ausdruck für einen Bewohner der britischen Insel) von der scheiß Rennleitung. Werten das Rennen nach dem Einlauf. Des ist ja ein einziger Beschiss“. Und dann lachte er diese typische Weißer-Lachen, das ich nicht näher analysieren möchte, weil der Weiße mein Freund ist. Warum er in diesem Moment gerade mich anrief liegt wahrscheinlich daran, dass ich jahrelang mit dem Zocken meinen Lebensunterhalt bestritt und eine einfach zu merkende Festnetznummer hab. „Weißer“, fragte ich, „wie geht’s da/dir?“. „Ah jo wie soll es mir schon gehen. Seit 11 Jahren steh ich jeden Tage um 5 Uhr in der Früh auf und kriech in die scheiß Bude. Im letzten Winter hab ich mir den Meniskus eingerissen und bevor sie dich aufschneiden, nehmen sie dir ja Blut ab. Da ist der Orthopäde gekommen und hat zu mir gesagt, Herr Weiß, wenn sie weiter so saufen, dann sind`s spätestens in zehn oder fünfzehn Jahren hin (tot). Der Orthopäde sagte das zu mir“. Und dann lachte er wieder sein Lachen, weil zum Weinen hat der Weiße genauso viel Talent wie ich. „Weißer wos is (wie wäre es)“, sagte ich, „wenn einmal kurz mit dem Saufen aussetzt und einen Entzug machst. Musst ja nicht für immer aufhören, sondern nur vorübergehend, so dass die Leber wieder a bisserl abschwillt und zum Durchatmen kommt“. „A scheiß drauf. Ob ich noch zehn oder fünfzehn Jahre zu leben hab ist mir doch völlig blunzen. (egal) Mit dem Schnaps gehe ich a bisserl rücksichtsvoller um, aber aufhören werde ich nimmer“. „Weißer“, sagte ich, „du warst da schon immer radikaler und mutiger als ich“. Ich hätt des nicht gebracht. Ich kann denen nicht den Diener machen. Ich krieg das einfach nicht hin. Ich kann denen keine fettarme Wurst in den Sonnenuntergang hinein schneiden. Des bring ich einfach nicht. Mir wär in deiner Situation nur der schnelle Abschied geblieben. „Ja“, sagte der Weiße, „ich weiß“. Und dann lachten wir beide gegen die Stille/Leere/Angst an. „Vielleicht komm ich nächste Woche einmal bei dir vorbei“. „Jo Weißer mach des. Kannst ruhig an Sprit (Alkohol) mitbringen. Mir macht des nichts (mehr) aus. „Ja wenn dir des nichts ausmacht“. Ende des Telefonats.

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