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Donnerstag, 6. Dezember 2012
Worin sich die Generationen unterscheiden
der imperialist, 22:52h
Kurze Vorgeschichte. Um seine wahre Identität zu schützen nennen wir den Mann der Generation 25-30 jetzt der Einfachheit halber einfach Hinz oder Kunz, Kunz oder Hinz, wie auch immer. Mein guter Freund, sehr guter Freud Hinz rief mich, Generation 40-45, aus Deutschland an. Er besuchte dort seinen Bruder. Ich benötigte ein Paar neue Badmintonschuhe. Meine alten Treter lösten sich schon auf. Wie es der Zufall so wollte, könne er mir die Schuhe sofort besorgen. Einmal in Größe 43 bitte. Natürlich bedankte ich mich noch bei hm, das er überhaupt daran gedacht hatte. Ein paar Tage später brachte er mir die Schuhe vorbei. Ich gab ihm das Geld, bedankte mich, öffnete die Schachtel und traute meinen Augen nicht. Anstatt einem Paar, aus einem Rechten und Linken, lagen da zwei Rechte. Einer in Größe 43 der andere in Größe 42. Ich musste lachen. Wir schrieben dem Verkäufer ein Mail mit der Rechnung und einem Foto der Schuhe. Mein Freund Hinz gab mir so im vorbeigehen 4 Euro fürs Porto. Damit war die Sache für ihn erledigt.
Mail an meinen Freund Hinz:
Sehr geehrter Herr Hinz!
Frohen Mutes bin ich heute mit dem Paket zu einem Paktversandhäusl gegangen. Zu meinem großen Glück wollte der für das 0,55 kg schwere Packerl nur schlappe 15,80 Euro. Oh dachte ich mir schon ziemlich selbstbewusst der Preis. Das nette Fräulein, das mir diesen Preis vorschlug, wurde, während sie mich bediente, von ihrem Chef einem ausgewiesenen Choleriker, fürchterlich angepafft. Die Art wie sie das Verkaufsgesprächs führte, entsprach nicht ganz den Vorstellungen dieses Vollpfosten. Die Kleine tat mir wirklich leid, weswegen ich zu dem Vollpfosten auch sagte, das die Dame das eh ganz toll mache. Außer natürlich, wenn sie ist auch für die Preisgestaltung verantwortlich sei. Nur ein blödes Wort von diesem Arsch und es hätte geknallt. Diese Peitschenknaller haben einfach einen siebenten Sinn und wissen ganz genau bei wem sie sich schadlos halten können. Bin dann weiter zur Post. Die Post, dein Freund und Helfer wollte 13,80 Euro, für einen rechten Schuh, Gewicht 0,55 kg, Made in China. War auch nicht ganz das was ich mir einbildete. Wieder zurück. Da gab es ja noch den Türken. Hatte ganz vergessen das der auch einen Versand hatte. 10, 80 Euro. Darunter machte es die Packerlverschickungswelt offensichtlich nicht. Die sehr zuvorkommende, halb bis dreiviertel verschleierte Dame aus dem Vorderen Orient, bestand natürlich völlig zurecht darauf, dass ich das Packerl entsprechend aus und kennzeichne. Über ihrem Kopf sah ich den Choleriker wie er mit einem Beil auf sie einschlug. Weil ich aber meine Lesebrille nicht mithatte musste ich unverrichteter Dinge wieder abziehen. 15, 80, 15,80 in einer Tour sagte mein Kopf 15,80. Zu Hause fühlte ich dann den selbstklebenden Adresszettel aus. Mit dem versandfertigen Packerl aus dem Literweise Blut floss, machte ich mich dann wieder auf den Weg. Und man möchte es nicht für wahr halten, aber genau als ich aus der Haustür, hinaus auf die Straße trat, geriet ich doch glatt mitten in einen gepflegten Schneesturm, woraufhin mir der scheiß Wind den Adressenzettel aus der Hand wehte und ich wieder von vorne beginnen durfte. Alles in allem habe ich gut 1 1/2 Stunden gebraucht um den Schlapfen, Made in China, in der Größe 42 wieder zurück zu schicken. Davon verbrachte ich gut 1 Stunde und 15 Minuten fluchend oder 1253mal 15,80 sagend, in der verbauten Natur, die derzeit so jämmerlich grau und braun ist, das einem einfach so die Tränen kommen. Aber laut Herrn Hinz weisen Ratschlag soll ja im Winter ein 30 minütiger Spaziergang, in fröhlicher Stimmung, die Gesundheit stärken. Und warum das alles! Erstens weil ich zum Selbstmord noch nicht bereit bin und zweitens weil der werte Herr Hinz wieder einmal einfach zu faul war, einen Blick, wenigstens einen verschissenen Blick, in diese hingeschissene Schachtel zu werfen. Deswegen soll dich auch der Blitz beim Scheißen treffen. Samstag krieg ich von dir wortlos 7 Euro. Und wehe du vergisst das.
Antwort: ja tut mir leid! 7€ kriegste.
Fazit: ein guter Mann. Bis zur nächsten.......
Mail an meinen Freund Hinz:
Sehr geehrter Herr Hinz!
Frohen Mutes bin ich heute mit dem Paket zu einem Paktversandhäusl gegangen. Zu meinem großen Glück wollte der für das 0,55 kg schwere Packerl nur schlappe 15,80 Euro. Oh dachte ich mir schon ziemlich selbstbewusst der Preis. Das nette Fräulein, das mir diesen Preis vorschlug, wurde, während sie mich bediente, von ihrem Chef einem ausgewiesenen Choleriker, fürchterlich angepafft. Die Art wie sie das Verkaufsgesprächs führte, entsprach nicht ganz den Vorstellungen dieses Vollpfosten. Die Kleine tat mir wirklich leid, weswegen ich zu dem Vollpfosten auch sagte, das die Dame das eh ganz toll mache. Außer natürlich, wenn sie ist auch für die Preisgestaltung verantwortlich sei. Nur ein blödes Wort von diesem Arsch und es hätte geknallt. Diese Peitschenknaller haben einfach einen siebenten Sinn und wissen ganz genau bei wem sie sich schadlos halten können. Bin dann weiter zur Post. Die Post, dein Freund und Helfer wollte 13,80 Euro, für einen rechten Schuh, Gewicht 0,55 kg, Made in China. War auch nicht ganz das was ich mir einbildete. Wieder zurück. Da gab es ja noch den Türken. Hatte ganz vergessen das der auch einen Versand hatte. 10, 80 Euro. Darunter machte es die Packerlverschickungswelt offensichtlich nicht. Die sehr zuvorkommende, halb bis dreiviertel verschleierte Dame aus dem Vorderen Orient, bestand natürlich völlig zurecht darauf, dass ich das Packerl entsprechend aus und kennzeichne. Über ihrem Kopf sah ich den Choleriker wie er mit einem Beil auf sie einschlug. Weil ich aber meine Lesebrille nicht mithatte musste ich unverrichteter Dinge wieder abziehen. 15, 80, 15,80 in einer Tour sagte mein Kopf 15,80. Zu Hause fühlte ich dann den selbstklebenden Adresszettel aus. Mit dem versandfertigen Packerl aus dem Literweise Blut floss, machte ich mich dann wieder auf den Weg. Und man möchte es nicht für wahr halten, aber genau als ich aus der Haustür, hinaus auf die Straße trat, geriet ich doch glatt mitten in einen gepflegten Schneesturm, woraufhin mir der scheiß Wind den Adressenzettel aus der Hand wehte und ich wieder von vorne beginnen durfte. Alles in allem habe ich gut 1 1/2 Stunden gebraucht um den Schlapfen, Made in China, in der Größe 42 wieder zurück zu schicken. Davon verbrachte ich gut 1 Stunde und 15 Minuten fluchend oder 1253mal 15,80 sagend, in der verbauten Natur, die derzeit so jämmerlich grau und braun ist, das einem einfach so die Tränen kommen. Aber laut Herrn Hinz weisen Ratschlag soll ja im Winter ein 30 minütiger Spaziergang, in fröhlicher Stimmung, die Gesundheit stärken. Und warum das alles! Erstens weil ich zum Selbstmord noch nicht bereit bin und zweitens weil der werte Herr Hinz wieder einmal einfach zu faul war, einen Blick, wenigstens einen verschissenen Blick, in diese hingeschissene Schachtel zu werfen. Deswegen soll dich auch der Blitz beim Scheißen treffen. Samstag krieg ich von dir wortlos 7 Euro. Und wehe du vergisst das.
Antwort: ja tut mir leid! 7€ kriegste.
Fazit: ein guter Mann. Bis zur nächsten.......
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Donnerstag, 22. November 2012
BLUMENTOPF Rosi ft. Günther Sigl
der imperialist, 18:22h
Grandios, endlich mal was für alte versiefte Herren!
Im München steht ein Hofbräuhaus, ein Prosit der Gemütlichkeit,
da könnt ihr nächtelang zusammen saufen bis nix übrig bleibt.
Hier bekommt man von der Sauberkeit ne Overdose,
denn in dieser schönen Stadt, da ist das Laster chancenlos.
Guck, wie sich die Yuppies zur Begrüßung Bussies geben,
und lauf auf der Maximilianstraße durch die Luxusläden.
Aber schau auch auf die andere Straßenseite rüber,
von der kleinen ??? da steht nichts in deinem Reiseführer.
Denn hier streiten sich die Loser um die Kuchenbrösel
und versaufen Arbeitslosenstütze oder Hungerlöhne.
Hier feiern Hurensöhne jeden Abend Muttertag
und du triffst keine wunderschönen Models oder Fußballstars.
Doch mitten drin im Kippenqualm hockt jede Nacht
am selben Platz bis früh um 8 ein prominenter Gast.
Sie sorgt für Thekenklatsch, du kennst sie auf jeden Fall,
sie war ein Münchener Sorgenkindl, unsere Femme Fatal
Sie war Sünde pur sie war Rock n Roll, sie war die Königin der Nacht,
Rosi, was hat die Zeit aus dir gemacht?
Sie war Sünde pur sie war Rock n Roll, sie war die Königin der Nacht,
Rosi, was hat die Straße mit dir gemacht?
Ihre trüben Augen sehnen sich nach klarem Schnaps
wie zwei durchgefrorene Obdachlose nach ‘nem warmen Platz.
Sie ist n abgefucktes altes Wrack,
doch in den 80gern, da trug sie edele Pumps und teuren Nagellack.
Während die Spießbürger schimpften, sie wär Gift für die Moral
trank sie mit der Schickeria nichts als Kir Royal.
Sie feierte nach Rockkonzerten Party mit der Band
und fuhr auf ne Deutschland Tour mit Barney und der Gang.
Ja sie hatte wilde Jahre auf der Siegerstraße
und die Abendzeitung druckte täglich ihre Inserate.
Sie war die Medizin bei Sehnsucht oder Liebeskummer
Und alle Männer dieser Stadt kannten ihre Nummer.
Ihr Telefon stand nicht mehr still, ja die Leitung glühte
und die Nutten vor der Stadt bekamen platte breite Füße,
denn alle wählten 32168 und warteten auf ihrer Wohnungstür auf eine heiße Nacht.
Sie war Sünde pur sie war Rock n Roll, sie war die Königin der Nacht
Rosi, was hat die Zeit aus dir gemacht?
Sie war Sünde pur sie war Rock n Roll, sie war die Königin der Nacht
Rosi, was hat die Straße mit dir gemacht?
Doch heute gilt ‘n Zungenkuss von ihr hier drin als Mutprobe,
denn ihr Atem hat die Duftnote „Untote“.
Und auf ihrer Säufernase siehst du so viel Adern an,
dass du das hübsche Mädchen, das sie mal war, nicht mal mehr ahnen kannst.
Im Seidenblazer mit den Glitzerpailletten,
den Leoparden Leggins und den weißen Stiefeletten
wirkt sie wie ‘ne vergilbte Seite aus ‘nem Eighties-Modeheft,
Und ihre Fönfrisur sieht aus wie‘n altes Vogelnest.
Vor ihr liegt nur ein beschissenes Leben
blasse Tage, lascher als ihre zwei Titten aufm Tresen
doch selbst wenn sie mit Make-Up ihre Jahre übermalt
sorgt sie hier im Sperrbezirk schon lange nicht mehr für‘n Skandal.
Ja Rosi hatte kein Glück,
und wenn der Barkeeper morgen früh den Lichtschalter drückt,
kotzt die Eisentür sie einfach auf die Straße zurück.
Sie war Sünde pur sie war Rock n Roll, sie war die Königin der Nacht
Rosi, was hat die Zeit aus dir gemacht?
Rosi, Rosi, Rosi, was hat die Straße mit dir gemacht?
Im München steht ein Hofbräuhaus, ein Prosit der Gemütlichkeit,
da könnt ihr nächtelang zusammen saufen bis nix übrig bleibt.
Hier bekommt man von der Sauberkeit ne Overdose,
denn in dieser schönen Stadt, da ist das Laster chancenlos.
Guck, wie sich die Yuppies zur Begrüßung Bussies geben,
und lauf auf der Maximilianstraße durch die Luxusläden.
Aber schau auch auf die andere Straßenseite rüber,
von der kleinen ??? da steht nichts in deinem Reiseführer.
Denn hier streiten sich die Loser um die Kuchenbrösel
und versaufen Arbeitslosenstütze oder Hungerlöhne.
Hier feiern Hurensöhne jeden Abend Muttertag
und du triffst keine wunderschönen Models oder Fußballstars.
Doch mitten drin im Kippenqualm hockt jede Nacht
am selben Platz bis früh um 8 ein prominenter Gast.
Sie sorgt für Thekenklatsch, du kennst sie auf jeden Fall,
sie war ein Münchener Sorgenkindl, unsere Femme Fatal
Sie war Sünde pur sie war Rock n Roll, sie war die Königin der Nacht,
Rosi, was hat die Zeit aus dir gemacht?
Sie war Sünde pur sie war Rock n Roll, sie war die Königin der Nacht,
Rosi, was hat die Straße mit dir gemacht?
Ihre trüben Augen sehnen sich nach klarem Schnaps
wie zwei durchgefrorene Obdachlose nach ‘nem warmen Platz.
Sie ist n abgefucktes altes Wrack,
doch in den 80gern, da trug sie edele Pumps und teuren Nagellack.
Während die Spießbürger schimpften, sie wär Gift für die Moral
trank sie mit der Schickeria nichts als Kir Royal.
Sie feierte nach Rockkonzerten Party mit der Band
und fuhr auf ne Deutschland Tour mit Barney und der Gang.
Ja sie hatte wilde Jahre auf der Siegerstraße
und die Abendzeitung druckte täglich ihre Inserate.
Sie war die Medizin bei Sehnsucht oder Liebeskummer
Und alle Männer dieser Stadt kannten ihre Nummer.
Ihr Telefon stand nicht mehr still, ja die Leitung glühte
und die Nutten vor der Stadt bekamen platte breite Füße,
denn alle wählten 32168 und warteten auf ihrer Wohnungstür auf eine heiße Nacht.
Sie war Sünde pur sie war Rock n Roll, sie war die Königin der Nacht
Rosi, was hat die Zeit aus dir gemacht?
Sie war Sünde pur sie war Rock n Roll, sie war die Königin der Nacht
Rosi, was hat die Straße mit dir gemacht?
Doch heute gilt ‘n Zungenkuss von ihr hier drin als Mutprobe,
denn ihr Atem hat die Duftnote „Untote“.
Und auf ihrer Säufernase siehst du so viel Adern an,
dass du das hübsche Mädchen, das sie mal war, nicht mal mehr ahnen kannst.
Im Seidenblazer mit den Glitzerpailletten,
den Leoparden Leggins und den weißen Stiefeletten
wirkt sie wie ‘ne vergilbte Seite aus ‘nem Eighties-Modeheft,
Und ihre Fönfrisur sieht aus wie‘n altes Vogelnest.
Vor ihr liegt nur ein beschissenes Leben
blasse Tage, lascher als ihre zwei Titten aufm Tresen
doch selbst wenn sie mit Make-Up ihre Jahre übermalt
sorgt sie hier im Sperrbezirk schon lange nicht mehr für‘n Skandal.
Ja Rosi hatte kein Glück,
und wenn der Barkeeper morgen früh den Lichtschalter drückt,
kotzt die Eisentür sie einfach auf die Straße zurück.
Sie war Sünde pur sie war Rock n Roll, sie war die Königin der Nacht
Rosi, was hat die Zeit aus dir gemacht?
Rosi, Rosi, Rosi, was hat die Straße mit dir gemacht?
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Freitag, 16. November 2012
Leises Surren im Hochsicherheitstrakt
der imperialist, 20:45h
Noch 3000 Jahre Megastores und Mega-Megastores und super sales voll sinnlosen Plunder Made in Bangladesch, von Menschen genäht die dermaßen flink sind, das einem das Gefühl beschleicht die Höllenhunde seien hinter ihnen her. Und dann noch ein weiterer Apple Store in bester Lage, voll Herrscharen Gläubiger und diffrent thinkender Anwälte im Hintergrund, die sich 35 seitige Kaufverträge ausdenken und unglaubliche teure Prozesse mit Konkurrenten ausfechten, damit die Aktionäre zufrieden sind mit ihrem Investment und ihre Anteile nicht verstoßen wie ein undankbares Kind. Und weil das noch lange nicht langt, öffnet noch ein weiterer Konsumtempel seine Tore, der wiederum speziell auf Menschen zugeschneidert ist, die nur mit dem Besonderen ab und gespeist werden wollen, denn das gibt denen Halt wie ein stützendes Korsett, weil die eingekaufte Ware, bei einer eigenen Concierge die für den Mindestlohn schuftet, zwischengelagert werden kann. So etwas selbstloses ist wirklich selten. Aber weil gerade wieder einmal Samstag ist und es früh dunkel wird, wird noch ein weiteres Möbelhaus aufgesperrt, das blöd. hässlich, dafür aber hell beleuchtet wie ein Fixstern in der Gegend herumsteht und mit sagenhaften Eröffnungsangeboten lockt. Und dann erst dieses sagenhafte Designer Outlet hat auch andauernd Abverkauf, da gibt es Sachen, ich sage dir die sind ein "must have", da muss man unbedingt hin. Um ein paar Hundert Euro kann man sich dort ganz neu erfinden, den schicke Kleider und der ganze technische Krimskrams, der so schön blinkt und leuchtet macht die Leute zu dem was sie eigentlich nicht sind und während sie mit vollen Einkaufstaschen durch die Gegend pirschen, fehlen nur noch die vom Geiz getrieben Schnäppchenjäger, die erst dann aus ihren Verschlägen kommen, wenn in der Landstraße-Hauptstraße "the Mail" eröffnet wird, um sich mit 08 15 Gegenständen und der dazu gehörenden Befindlichkeit einzudecken. Und für all jene die noch immer nicht genug haben oder noch nicht das richtige für sich entdeckten, gibt es ja noch die Nacht voll flammenloser Kerzen oder eine schöne flauschige Decke, von intensiv wärmender Qualität, für die kalten Tage, die im Alter nicht gerade weniger werden. "Haben oder nicht Haben", ist das "Sein oder nicht Sein" unserer Stunde und weil man nie genug sein kann, stürmt man auch noch das allerletzte Geschäft oder den kitschigsten Wellness-Tempel, um sich wie im Prospekt versprochen verwöhnen zu lassen, weil man gönnt sich ja sonst nichts. Die ganz Innovativen und Verwegenen, die nicht mit der Masse gehen, sondern mit dem Bach schimmen, schweigen lieber eine ganze Woche lang in einem Kloster nach Wahl und jäten bedächtig Unkraut und wenn diese werten Herrschaften nicht gestorben sind, dann erzählen sie den zahlreichen Freunden und Bekannten auch noch in 3000 Jahren, von dieser ganz tollen Erfahrung, die sie da machen durften, wobei dieses "dürfen" nicht falsch verstanden werden soll. Deswegen und aus ein paar anderen Gründen, werden Autoritäten auch noch in 3000 Jahren unbeobachtet, unbekümmert und ungeniert ihr Ding durchziehen und keinen Grund sehen sich zu rechtfertigen und Schmiergelder werden weiterhin fließen und Listen über Leute die Steuern hinterziehen werden weiterhin in Schubladen verschimmeln und verzweifelte Menschen, die nicht mehr wissen wie sie ihre angeblichen Schulden begleichen sollen, werden weiterhin aus Fenstern springen und die Reichen werden sich auch zukünftig für nicht zuständig erklären und wenn man ihnen zu nahe kommt werden sie nach einer neuen Oase schielen, während demokratisch nicht wirklich legitimierte Weltenlenker, weiterhin Wasser predigen und Wein verschütten und die Kriege werden weitergehen, den Waffen, nicht wenige mit Hermesbürgschaften ausgestattet gehen nie aus, weswegen es auch noch in 3000 Jahren unmenschliche Asylgesetzte geben wird und verkrachte Existenzen, die so ein abträgliches Vorgehen mit ihrer Stimme bejubeln. Und wie es aussieht wird es auch noch in 3000 Jahren Kritiker unseres Lebensstils geben, die in ihrem fanatisch moralisch Duktus, die Lösung für all unsere Probleme zu haben nicht auszuhalten sind und wenn man ihnen nicht die entsprechende Aufmerksamkeit entgegen bringt, prophezeien sie einem sofort den sicheren Weltuntergang, während sich im Windschatten des nie verstummenden Mediengeschnatters, Verschwörungstheoretiker, politische Schürzenjäger und verkappte Gurus ihren Weg bahnen, weswegen man sich auch noch in 3000 Jahren nach einer Pulle sehnt, um nicht mitzubekommen, das auch noch in 3000 Jahren eine neue Folge von "Bauer sucht Frau" oder die "super super Chance" ausgestrahlt wird, die höchstens von der Werbewirtschaft genutzt wird. Und weil die Empörung über sich und das außer sich, von der gediegenen Langeweile Stück für Stück aufgefressen wird und man in einer nicht wirklich schmerzenden Apathie versinkt, wird es auch noch in 3000 Jahren ein Land wie Haiti geben und unbelehrbare Antisemiten im Nadelstreif und Neo-Nazi und Juden, die uns unsere schändliche Vergangenheit auch noch in 3000 Jahren um die Ohren hauen, weil sich eines der Kindes-Kind der Täter anmaßt, die schändliche Besatzungspolitik Israels zu geißeln und der Nahostkonflikt wird wie es aussieht auch noch in 3000 Jahren nichts an Aktualität eingebüßt haben und Taliban werden auch noch in 3000 Jahren auf Frauen, Skateboards und Frauen auf Skateboards schießen und das endlose Gezeter um Gase und Wärme wird endlos weitergehen, (Studien kommen da zu ganz unterschiedlichen Prognosen, die von der Schwerindustrie und der Nahrungsmittelindustrie sprechen überhaupt von einer neuen Eiszeit), bis irgendwann wirklich der Tag kommt, an dem eine 500 Gramm Dose Honig 17500 Euro kosten wird. Aber auch dann wird sich getrost jemand ziemlich schnell auffinden lassen, der diesen Preis für durchaus angemessen befindet, weil er auf Nachfrage, ein Angebots-Theoretiker ist und auch noch in 3000 Jahren wird es Leute geben die der Wahrheit den entsprechenden Spin zu geben verstehen und Klassentreffen zu denen man nicht hingehen kann wird es auch noch 3000 Jahren geben, weil diese Spießer aus den ersten 4 Reihen, die es eindeutig geschafft haben, weil sie jetzt in einer Genossenschaftswohnung wohnen oder in einem kleinen Haus, das mit viel Glück in 25 Jahren abbezahlt ist, sofort mit dem Anwalt drohen wenn man sich ihnen auf ungebührliche Weise nähert und auch noch in 3000 Jahren wird es Leute geben, die sich vor allem und jeden wegducken, bis ihr Rückgrat dermaßen verborgen ist, das an einen aufrechten Gang nicht mehr zu denken ist, doch bevor sie sich das eingestehen werden mindestens weitere 3000 Jahre vergehen, den Berufsstand der Chiropraktiker wird`s freuen, aber auch dann und darüber hinaus wird es Menschen wie mich geben, die ihre eigene Verlogenheit an der Welt abarbeiten.
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