... newer stories
Donnerstag, 19. Juli 2012
Gespenster
der imperialist, 21:21h
Auf der Donauinsel gibt es Gespenster,
sie schlafen in Büschen oder zusammen gerollt auf Bänken
die freie Welt hat sie weggeraspelt. Ja wo gehobelt wird fallen Späne.
Nur mit diesen Spänen kann man keine Biogasanlage auffüllen.
Tags über steifen sie über die Insel,
ein Schritt vor, und einer zurück aber eigentlich treten sie nur auf der Stelle.
Ihr ganzer Besitzt steckt in einem Plastiksack,
und einen gibt es auf der Insel, der putzt jeden zweiten Tag seine Jean mit der Zahnbürste.
Das macht er mit Akribie und einer ganz speziellen Ernsthaftigkeit
und jedes Mal denke ich mir, morgen, spätestens morgen hat er ein wichtiges Einstellungsgespräch oder eine Idee, die er der Welt ins Gesicht schreien wird das es nur so kracht.
Aber dann kommt nichts, den am nächsten sitzt er einfach nur so da gespenstisch mit hängenden Schultern oder er geht den halben Tag im Kreis herum, die Jean hochgekrempelt, weil sein Kopf ein Labyrinth ist, aus dem er nicht mehr heraus findet.
Morgen, da bin ich mir ziemlich sicher, wird er wieder mir der Zahnbürste über seine Hose herfallen. Das ist sein letzter Kampf um ein bisschen Würde.
Denn an dem Tag, an dem er einfach nur noch in dreckige Hose steigt, fällt aber wahrscheinlich tot um und das war's dann.
Eine billige Holzkiste, in einem Armengrab am Rande der Stadt.
Auf der Donauinsel gibt es Gespenster, ich weiß das nur zu genau
denn ich bin eines von ihnen, in einem Klappstuhl hockend, auf einem vergoldeten Arsch.
sie schlafen in Büschen oder zusammen gerollt auf Bänken
die freie Welt hat sie weggeraspelt. Ja wo gehobelt wird fallen Späne.
Nur mit diesen Spänen kann man keine Biogasanlage auffüllen.
Tags über steifen sie über die Insel,
ein Schritt vor, und einer zurück aber eigentlich treten sie nur auf der Stelle.
Ihr ganzer Besitzt steckt in einem Plastiksack,
und einen gibt es auf der Insel, der putzt jeden zweiten Tag seine Jean mit der Zahnbürste.
Das macht er mit Akribie und einer ganz speziellen Ernsthaftigkeit
und jedes Mal denke ich mir, morgen, spätestens morgen hat er ein wichtiges Einstellungsgespräch oder eine Idee, die er der Welt ins Gesicht schreien wird das es nur so kracht.
Aber dann kommt nichts, den am nächsten sitzt er einfach nur so da gespenstisch mit hängenden Schultern oder er geht den halben Tag im Kreis herum, die Jean hochgekrempelt, weil sein Kopf ein Labyrinth ist, aus dem er nicht mehr heraus findet.
Morgen, da bin ich mir ziemlich sicher, wird er wieder mir der Zahnbürste über seine Hose herfallen. Das ist sein letzter Kampf um ein bisschen Würde.
Denn an dem Tag, an dem er einfach nur noch in dreckige Hose steigt, fällt aber wahrscheinlich tot um und das war's dann.
Eine billige Holzkiste, in einem Armengrab am Rande der Stadt.
Auf der Donauinsel gibt es Gespenster, ich weiß das nur zu genau
denn ich bin eines von ihnen, in einem Klappstuhl hockend, auf einem vergoldeten Arsch.
... link (0 Kommentare) ... comment
Dienstag, 17. Juli 2012
Mit der Zeit gehen
der imperialist, 21:11h
Dieser ganze Onlineschmarren,
da ein Forum und dort noch ein Trostloseres
die Welt wird immer flacher und flacher,
Informationstsunamis die einen überrollen,
Facebookfreunde, die ein Ranking haben, 140 Zeichen Monologe, sie nennen das twittern, „fuck you“ benutzerfreundliche Oberflächen, Vorratsdatenspeicherung, Orwells Ahnung im Sonntagsanzug, die letzten 45 Sekunden im Leben eines Amokläufers, 1 820 000 Treffer und 16 Tote.
Jeder Tag online,
hat seine eigene Nacht und seine eigenen Sterne
Breitbandanschlüsse, Netzwerke,
MP3 und Mp4 taugliche Formate,
digitale Träume und Titten aus Kautschuk.
Immer wenn mich nichts einfällt scheib ich was über Titten.
Auf Google Earth kann man sich den Untergang
Detroits ansehen und den Aufstieg Chinas,
wie es sich unter dem elendigen Smog in den kapitalistischen Himmel wächst, während ich im trüben meiner Warnehmung mit dem Zahnstocher meines Verstandes nach einer Welterklärung stochere.
Flachbildschirme, Touchscreenberührungen
mit integrierter WiFi Funktion,
ich bin umgeben von Menschen, bei denen mich das Gefühl beschleicht das sie ihr Leben einfach downloaden.
Multi Media Konzeptionen,
Beziehungen, die mindestens ein Kontrastverhältnis von 30 00o: 1 und eine Auflösung von 1920/1080 Bildpunkte benötigten, damit der erweiterte Betrachtungswinkel von 178 Grad
auch voll ausgenutzt wird, 10000 GB große Festplatten, sprachlos und gähnend leer,
wie meine transzendenten Hoffnungen.
IPads, Navigationssysteme im edlen Design,
sie sind so etwas wie die Kruzifixe der Postmoderne
eine Installation die mit Hilfe des Betriebssystems
C ein Menü serviert das ganz ohne Kellnerin auskommt 1800 Freiminuten und dann reden sie doch nur belangloses Zeug,
vornehmlich geht es um Orts und Zeitangaben,
und dann trifft man sich um dreißig nach, vor irgendeiner Tür und der rüchständige Türsteher sagt nein, Audiobooks, Podcasts, Foto slideshows,
die so aussagekräftig sind wie der Politikersprech nach einer verlorenen Wahl,
das Blau meines Meeres ist so ausgewaschen wie meine Jean und die Eine mit dem sagenhaften Arsch nach der ich meine Hände strecke trägt gepixelte Strapse, erweiterte Suchmaschinen mit Link-Tausch-Programmen,22x DVD-Brenner,
die besten Social-Networking-Portale im Test
ich bin ein analoges Fossil
wer nicht mit der Zeit geht, über den geht die Zeit hinweg. Mein Leben,Verlauf leeren, Dateien löschen, Cookies löschen, Herunterfahren, Optionen keine,
Wien 2007. 2012 um das Ipad erweitert. Von
weiteren Aktualisierungen wird abgesehen.
da ein Forum und dort noch ein Trostloseres
die Welt wird immer flacher und flacher,
Informationstsunamis die einen überrollen,
Facebookfreunde, die ein Ranking haben, 140 Zeichen Monologe, sie nennen das twittern, „fuck you“ benutzerfreundliche Oberflächen, Vorratsdatenspeicherung, Orwells Ahnung im Sonntagsanzug, die letzten 45 Sekunden im Leben eines Amokläufers, 1 820 000 Treffer und 16 Tote.
Jeder Tag online,
hat seine eigene Nacht und seine eigenen Sterne
Breitbandanschlüsse, Netzwerke,
MP3 und Mp4 taugliche Formate,
digitale Träume und Titten aus Kautschuk.
Immer wenn mich nichts einfällt scheib ich was über Titten.
Auf Google Earth kann man sich den Untergang
Detroits ansehen und den Aufstieg Chinas,
wie es sich unter dem elendigen Smog in den kapitalistischen Himmel wächst, während ich im trüben meiner Warnehmung mit dem Zahnstocher meines Verstandes nach einer Welterklärung stochere.
Flachbildschirme, Touchscreenberührungen
mit integrierter WiFi Funktion,
ich bin umgeben von Menschen, bei denen mich das Gefühl beschleicht das sie ihr Leben einfach downloaden.
Multi Media Konzeptionen,
Beziehungen, die mindestens ein Kontrastverhältnis von 30 00o: 1 und eine Auflösung von 1920/1080 Bildpunkte benötigten, damit der erweiterte Betrachtungswinkel von 178 Grad
auch voll ausgenutzt wird, 10000 GB große Festplatten, sprachlos und gähnend leer,
wie meine transzendenten Hoffnungen.
IPads, Navigationssysteme im edlen Design,
sie sind so etwas wie die Kruzifixe der Postmoderne
eine Installation die mit Hilfe des Betriebssystems
C ein Menü serviert das ganz ohne Kellnerin auskommt 1800 Freiminuten und dann reden sie doch nur belangloses Zeug,
vornehmlich geht es um Orts und Zeitangaben,
und dann trifft man sich um dreißig nach, vor irgendeiner Tür und der rüchständige Türsteher sagt nein, Audiobooks, Podcasts, Foto slideshows,
die so aussagekräftig sind wie der Politikersprech nach einer verlorenen Wahl,
das Blau meines Meeres ist so ausgewaschen wie meine Jean und die Eine mit dem sagenhaften Arsch nach der ich meine Hände strecke trägt gepixelte Strapse, erweiterte Suchmaschinen mit Link-Tausch-Programmen,22x DVD-Brenner,
die besten Social-Networking-Portale im Test
ich bin ein analoges Fossil
wer nicht mit der Zeit geht, über den geht die Zeit hinweg. Mein Leben,Verlauf leeren, Dateien löschen, Cookies löschen, Herunterfahren, Optionen keine,
Wien 2007. 2012 um das Ipad erweitert. Von
weiteren Aktualisierungen wird abgesehen.
... link (1 Kommentar) ... comment
Samstag, 14. Juli 2012
Eine kleine Lobrede auf meine Auffassungsgabe oder der Karl Kraus für die ganz Armen
der imperialist, 23:13h
Österreichische Politiker treten so gut wie nie aus freien Stücken zurück, weil sie nach reiflicher Überlegung zur Entscheidung gelangten, das ihr Verhalten das Amt und die Würde des Amtes beschädigte, beschädigen könnte usw. Ein österreichischer Politiker würde nie auf die Idee kommen sein Amt einfach aus dem einen Grund hinzulegen, weil ihn das Gefühl beschleicht, nicht mehr das uneingeschränkte Vertrauen der Bevölkerung zu genießen. So etwas abwegiges kommt einen österreichischen Politiker nie in den Sinn, da kann die Faktenlage noch so eindeutig und das eigene Handeln noch so verwerflich sein. Bei uns wird prinzipiell nicht zurückgetreten. Einen österreichischen Politiker öffentlich sagen zu hören, das er seine Äußerungen, in einer für unsere Nation wichtigen und schwierigen Frage bedauere, weil die zu Missverständnissen führen konnte, einfach undenkbar und aus der Luft gegriffen, denn so eine wichtige Frage existiert in unseren Land nur wenn es die Parteienförderung betrifft und diese Frage geht die Rot-Weiß-Rote Nation erst recht nichts an. Mit der gleichen Vehemenz mit der deutsche Politiker schon bei den kleinsten Verfehlungen zurücktreten, bleiben österreichischer Politiker an ihrem Amt kleben. Ergebnisse aus Untersuchungsausschüssen werden weggelächelt oder für absurd erklärt, Gerichtsurteile als anrüchig und Ehrenbeleidigend aufgefasst oder einer Art Siegerjustiz zugerechnet und das Tageszeitungen oder politische Magazine einen Politiker in den Rücktritt Schreiben einfach undenkbar. In Österreich werden Politiker zu Nationalratspräsidenten gewählt weil das irgendwelchen Usancen entspricht. In Deutschland und den dortigen Usancen entsprechend würde so ein Politiker, der bei uns das Amt des dritten Nationalratspräsident schmückt, das nähere Interesser des Verfassungsschutzes auf sich ziehen, wenn der nicht gerade anderwärtig beschäftigt ist und irgendwelche Akten schreddert. Tritt dann doch einmal der kaum für möglich gehaltene Fall ein das ein österreichischer Politiker Zurücktritt, weil sein unsägliches Verhalten, das Amt und die Würde inklusive beschädigen, vom Schaden abhalten kann ja schon lange nicht mehr die gesprochen werden, dann heißt das noch lange nicht das diese Person sein Amt zur Verfügung stellt, falls sie verstehen was ich meine.
... link (0 Kommentare) ... comment
... older stories