Sonntag, 6. Mai 2012
Klappstuhlsingsang mit Armlehne
Eine geschlagene Woche Sonnenschein und nicht als Sonnenschein. Nichts trübte den blauen Himmel, von keiner noch so schlechten Nachrichten ließ ich mir den zumeist wolkenlosen Himmel zunageln. Die Sonne und beinahe 30 Grad im Schatten, wie Scheuklappen lotsten sie mich unbeschadet durch den Tag und die Aussicht frühzeitig an Hautalterung und in Folge dieser an Hautkrebs zu sterben, mein Gott drauf wird geschissen, wie auf einen Garten mit rotwangigen Zwergen, aus deren Hosentürchen, bestes Hochquellwasser heraus plätschert. Ein Indianer kennt keinen Schmerz. Wenn sie doch nur welchen gekannt hätten. Diese Rothäute, leben ein paar Jahrtausende mehr oder minder im Einklang mit ihrer Umwelt, glücklich und zufrieden so vor sich hin, vögelten, schliefen, aßen, kackten, kümmerten sie um den Nachwuchs und ihre Zehennägel und wenn es mal Zwietracht gab, der Regen ausblieb oder die Büffel streikten, fragten sie einfach bei ihren Medizinmänner nach und der legte eine Platte von Bruno Mars auf und schon begann der Himmel hemmungslos zu flennen und die Büffel begingen Reihenweise Selbstmord. Doch wie aus heiterem Himmel standen plötzlich ein paar Bleichgesicht aus good old Europa vor ihnen und mit gespaltener Zunge, entwarf das Weißbrot sofort ein neues Konzept, wie die Einheimischen ihren Alltag zu handhaben hätten. Schaut her, sagten die Verlierer und religiösen Eiferer vom anderen Kontinent, wir bringen euch jetzt die Zivilisation und Krankheiten von denen ihr noch nie gehört habt und wenn euch das nicht passt, könnt ihr ja verschwinden oder euch verflüchtigen, was sie mit redlicher Mithilfe der Weißbrote dann auch taten. Heute sind die Rothäute so gut wie ausgestorben und die paar von ihnen die es noch gibt, sind fett geworden vom Fastfood und träge vom Feuerwasser. Die Cleveren unter ihnen betreiben heute ein paar Casinos, in denen sich jetzt die übergewichtigen Kinder und Kindeskinder ihrer Schlächter, die Zeit mit kurzweiliger Unterhaltung vertreiben. Das alles widerfuhr den Indianern unter anderen weil sie eine andere Vorstellung von Besitz hatten und von Zäunen und Grundbucheintragungen nicht wirklich viel hielten. Was lernt man daraus. Im Ernstfall sind halbautomatische Waffen, Pfeil und Bogen vorzuziehen, denn Freiheit, Selbstbestimmung oder Autonomie gibt es nicht geschenkt. Irgendwer kommt immer und pfuscht dir ins Handwerk, weil er dein Gras für grüner erachtet. Früher oder später hat man für den Leichtsinn, zu sein wie man sein will zu blechen. Gott sein Dank sind die Menschen heute an Freiheit nicht mehr wirklich interessiert. Die ketten sich doch viel lieber an den technologischen Fortschritt. An den technologischen Fortschritt verkaufen die auch noch den letzten Rest ihrer Seele. Wären die die Dinosaurier, vor 35 Millionen Jahren nicht ein Opfer, ihrer von der Natur aufgedrängten Expansionspolitik geworden, dann.............. Von meinem Standort, keine 300 Meter flussaufwärts, trieb der Ex-Premier Libyens recht leblos in den Fluten der neuen Donau. Während der Schönwetterperiode war auch noch ein Pole abgesoffen und das ein Baby mit gebrochenen Beinen und Hämatomen am ganzen Körper, in ein salzburger Krankenhaus eingeliefert wurde, damit muss man sich arrangieren. Die Tage waren einfach zu schön um in Schockstarre zu verharren. Während ich in meinem Klappstuhl mit Armlehne vor mich hin sinnierte, ging ganz zufällig Bernard-Henri Lévy an mir vorüber. Ich sprach ihn natürlich sofort an und sagte freundlich, "Monsieur Levi meine Hochachtung. Jetzt wo sie Libyen befreit haben, für einen Philosophen eine ganz extraordinär Leistung, wie wäre es denn wenn sie sich auch noch um die Syrer kümmern würden. Wie sie ja wissen haben die mit ihrem Vorstandsvorsitzenden und dem Rest der schrecklich netten Familie auch so ihre kleinen Auffassungsunterschiede vom guten Leben. Uninteressiert winkte Monsieur Lévy ab und murmelte etwas von Wahlen und geopolitischen Zusammenhängen, die ich nicht verstehe und die schöne Blondine an seinen Arm, hauchte ihn was ins Ohr und da war er auch schon weg, doch ich rief ihn noch hinterher. "Monsieur Lévy stimmt es wirklich das der Gaddafi, Speedy Gonzales Sarkozy Geld gab damit der ihn aus den Schuhen bombte?" Eine Antwort blieb er mir wie jeder große Philosoph natürlich schuldig. Dafür kamen Herr und Frau Ente aus dem Wasser und schnatterten mich an um gefüttert zu werden. Den Fleck zubetonierter Erde, auf der mein Klappstuhlmit Armlehne steht, teilte wir uns schon seit dem letzen Frühjahr. Nachdem ich sie gefüttert hatte, gesellten sie sich zu mir. Die Sonne schien, wie sollte sie auch anders und wir ließen es uns gutgehen. Zum Müßiggang braucht man genauso so Talent wie zu einem 40 Meter Pass der genau am Schlapfen landet. Wenn ich etwas ganz gut kann dann ist es der Müßiggang, Ich bin der geborene Zen-Meister des Langsamkeit. In einer der Arbeitsmoral, Produktivität, Effektivität und letztlich dem Erfolg unterworfenen Welt, zählen solche Talente leider nicht wirklich. Außer man macht daraus ein Geschäft. Vom Hektiker zum Müßiggänger in zehn Schritten. Schritt 1. Erkranken sie unvorbereitet an Schizophrenie. Schritt 2. Trachten sie danach, den Kreis ihrer Freunde, Bekannten und Speichellecker so klein wie nur möglich zu halten. Wie jedes Jahr, machten einige der alteingesessenen Anwohner des genossenschaftlichen Häuserparks, der sich breitbeinig an die neue Donau drängt und einem die Sicht verstellt, bei meinem Anblick, demonstrativ einen weiten Bogen um ich mich, wenn sie ihr geliebten Vierbeiner ausführen. Nicht das wir je ein Wort gewechselt hätten oder uns sonst wie näher gekommen wären. Allein schon meine Anwesenheit und diese ganz offen zur Schau getragene Langsamkeit scheint sie abzustoßen. So ist das nun mal in einem Land in dem viel, sehr viel, des erarbeiteten Wohlstandes durch eine höhere Instanz umverteilt wird. Die Menschlichkeit wird an den Staat ausgelagert. Ja wo kommen wir denn hin, denken sich diese Leute, wenn ich diesen faulen Arsch, für den ich eh schon meinen halben Lohn abdrücke, auch noch die Hand schütteln müsste. Der Sozialstaat ist institutionalisierte Menschlichkeit. Wem das nicht passt oder der das nicht versteht, der soll nach Bangladesch ziehen. Wie es unter Bekannten üblich ist tauschten die Enten und ich den neuesten Tratsch aus. Die Enten quakten und ich steckte ihnen die Sache mit Ikea, das dieser ach so vorbildliche Konzern, seine ach so stillvollen Möbel, von DDR-Zwangsarbeitern zusammen schustern lies, die in das Handwerk des Möbelbauers, erst hinter schwedischen Gardinen herangeführt wurden. Halb Russland sollen sie auch abgeholzt haben. Nachhaltigkeit soll dabei nur eine untergeordnete Rolle gespielt haben. "Untergeordnet ach wie lustig", schnatterte Frau Ente. Herr Enterrich nickte auch ganz begeistert. Beim Hofer (Aldi) erzählte ich weiter soll es ja zuweilen wie in einem amerikanischen Bootcamp für schwererziehbare oder völlig verzogene Kinder zugehen. Dabei würde ich für den Liter Milch durchaus auch zehn Cent mehr bezahlen, wenn dafür die Namensschilder ein wenig schief hängen dürften und die Kassiererinnen (ausnahmslos alle) nicht ganz so aufs Tempo drücken. So schnell wie die das Zeug an einem vorbeischieben, kann einer wie ich niemals einpacken. Ein älterer Herr, wie aus der Zeit gefallen ging an uns vorüber. Oh das ist doch der fesche Karli Lueger dachte ich mir. Der Ring der seinen Namen trägt wurde gerade eben in Universitätsring unbenannt. "Fescher Karl" sprach ich ihn an. An der heutigen Misere der Palästinenser bist du ja nicht ganz unbeteiligt". "Nein nein, brach es aus dem feschen Karl heraus. Die Nummer lass ich mir nicht umhängen. Mein Antisemitismus war nie rassistisch sondern immer nur populistisch". Unweigerlich mussten wir lachen. "Na ist der komisch" quakte Frau Ente. "Ja sagte ich". Unsere gelebte Demokratie ließ sich auch Blicken. In abgetragenen Kleider, auf einem Auge blind und von einem Schwarm Stechmücken umschwirrt schleppte sie sich an uns vorbei. "Lady Δημοκρατία", fragte ich. Ich will sie ja nicht überanstrengen, aber wie ist das jetzt. Darf ich mir bei der EM nur die Spiele aus Polen ansehen und warum steht auf meiner Short Made in China. Müsste ein Mensch, der die Sache mit der Moral persönlich nimmt, nicht nackt gehen, weil Liu Xiaobo und seine Freune, noch immer im Häfen sitzen. "Nein, nein", antwortete Lady Demos, "dafür kann ich nichts. Daran sind Greise aus Schweden schuld". Wieder hatten wir unseren Spaß. Zwei Kampflesben wollten auch die Sonne genießen. Die Kleinere der beiden, von gedrungener Gestalt, mit militärisch korrekten Haarschnitt und einem Blick wie ein Navy Seals, der mithalf Osama Bin Dead, im indischen Ozean zu versenken, textete ihre Begleiterin mit einer Vehemenz zu, das ich nicht im Traum zu fragen traute, ob sie einen gemeinsamen Kinderwunsch hegten, jetzt wo doch alles viel einfacher werden dürfte. Immerhin stimmte die österreichische Bioethikkommission mit deutlicher Mehrheit dafür, das alleinstehende und lesbische Frauen zur Erfüllung ihres Kinderwunsches, eine künstliche Befruchtung, in Anspruch nehmen dürfen. Nur was ist fragte ich meine gefiederten Freunde, wenn eine lesbische Frau eine Affäre mit ihren besten schwulen Freund anfängt, aber schwanger wird, von einem One-Night-Stand mit einem katholischen Pfarrer, diese Frucht der Leidenschaft aber nicht behalten will, weil das Baby später ohne OP zu einem Jungen wird, und deswegen zur Adoption ausschreibt. Darf ihre zum Buddhismus konvertierte Lebensabschnittspartnerin dieses Kind dann trotzdem adoptieren, weil sie jetzt eh eine Fernbeziehung führen oder wird dann doch das eine heterosexuelle Paar zum Zug kommen, das sich auf Anraten einer Online Partneragentur gemeinsam sterilisieren ließ, weil erst dann hätten sie die nötigen 98 von 100 Matchingspoints, die Grundvoraussetzung für eine recht harmonische Partnerschaft sind. Während wir noch herumrätselten erhob ich mich aus meinem Klappstuhl mit Armlehne, um mir auf dem aufgeheizten Asphalt ein wenig die Beine zu vertreten. Ein loser Haufen Ameisen wuselte unter meinen Füßen herum. Ach dachte ich mir, mit Menschen die kein festes Schuhwerk an ihren Füßen tragen scheinen die ganz gut klar zu kommen.

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Freitag, 27. April 2012
Wohlstandsgelübde (frei nach Paul Celan)
Fettreduzierte Milch der Frühe wir schlürfen sie abends
wir schlürfen sie morgens und mittags
wir schlürfen und schlürfen
wir schaufeln ein Grab aus Schulden in unseren Bilanzen in den 5 Sterne Resorts da liegt man nicht eng
Ein geschiedener Mann wohnt im Keller seines Hauses der spielt mit seiner Schlange
der spielt der spielt wenn es dämmert nach Deutschland dein getöntes Haar Jaqueline
er spielt und er tritt hinter das Haus seiner Ex und es blitzen die Radarfallen und es verrosten die Schlüssel
Palästinas
er pfeift auf seine Schuld und die Schulden und lässt schaufeln ein Loch in den Himmel
er befiehlt niemanden und alle gehorchen seiner Stimme


Fettreduzierte Milch der Frühe wir schürfen sie abends
wir schlürfen sie morgens und mittags
wir schlürfen und schlürfen
wir schaufeln ein Grab in den Bilanzen in den 5 Sterne Resorts da lieg man nicht eng
Ein geschiedener Mann wohnt im Keller seines Hauses der spielt mit seiner Schlange
der spielt der spielt wenn es dämmert nach Europa dein getöntes Haar Jaqueline
Dein verblichenes Haar Rachel wir schaufeln ein Grab in den Bilanzen in den 5 Sterne Resorts da liegt man nicht eng
Er ruft kauft exquisitere Dinge ihre einen ihr anderen seht fern und mailt
er greift nach dem Grün der Erde er haut seine Klauen tief ins wässrige Herz der Ozeane
die Hände tief in den Wühltischen ihr einen ihr anderen seht fern und mailt

Fettreduzierte Milch der Frühe wir schlürfen dich nachts
wir schlürfen dich mittags und morgens und zwischen den Zeiten
wir schlürfen und schlürfen
ein Mann im Keller seines Hauses dein getöntes Haar Jaqueline
dein verblichenes Haar Rachel er spielt mit seiner Schlange
Er ruft Patchwork ist Scheiße und der Mercedes ist ein Meister aus Deutschland
er ruft spritzt dicker das Botox dann seht ihr Verbrauchten aus wie Jung
das Grab eurer Bilanzen ist die spanische Immobilienkrise dort liegt man nicht eng

Fettreduzierte Milch der Frühe wir schlürfen dich nachts
wir schlürfen dich mittags der Mercedes ist ein Meister aus Deutschland
wir fahren dich abends und morgens und wir fahren und fahren
der Tod trug das Patent Nummer DE 438818 in Dessau rauchten die Köpfe
ein Mann wohnt im Keller deines Haues Jaqueline
er setzt auf CDS und einen Ausfall und schenkt uns ein Grab voller Schulden
er spielt mit unserer Ahnungslosigkeit und träumt von einem Lamborghini der ist jetzt auch ein Meister aus Deutschland
Günter Grass pfeift seine Juden zurück und lässt zuschütten das Grab unserer Ehre in Palästina
der Mann der Schlüssel wir tanzen im reizenden Reigen des Vergessens

dein getöntes Haar Jaqueline
dein verblichenes Haar Rachel

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Mittwoch, 25. April 2012
In eigener Sache (zum Lesen nicht geeignet)
Nicht das eine zwingende Notwendigkeit danach verlangt sich zu erklären oder an etwas festzuhalten das sich an Worte krallt. Doch im Zuge der Berichterstattung des Gerichtsverfahrens, über den norwegischen Killer, Mörder, Massenmörder, "A.B" , der auch C sagte als er abdrückte, wird notwendigerweise die Frage nach der Schuldfähigkeit des Täters gestellt. Inwieweit oder fern war der Täter bei der Planung und Ausführung der Tat wahnhaft, oder ist dieses arme, fehlgeleitete Würstchen, durchaus Herr über seine Sinne und somit voll Schuld und Satisfaktionsfähig. Zur geistigen Zusammenfassung des Delinquenten liegen zwei sich widersprechende Gutachten vor. Einmal hat er sie nicht alle und dann wieder doch. Der österreichische Gerichtspsychiater Prof. Dr. Reinhard "Reinie" Haller", hält seiner Ferndiagnose nach, A.B. für wahnhaft, weil Breivik einen Dienst an der Menschheit verrichten musste, der sich nicht auf Übermorgen verschieben ließe. Wahnkranke wie z.B. Religionsgründer oder mein Nachbar aus dem 2 Stock, leben ja in einer eigenen, für Normalsterbliche, (außer sie sind Psychiater) nur schwer zugängigen Welt. Weil ein Wahnsinniger normale Blutwerte haben kann oder einen niedrigen Cholesterin, lässt sich so eine Disposition nicht ganz so einfach diagnostizieren, wie eine vom Saufen zerstörte Leben oder eine durch einen Faustschlag gebrochene Nase. Des weiteren schafft es der Wahn sich ziemlich nahe an der Grenze zum Fanatismus anzusiedeln. Ein Unterscheidungsmerkmal zwischen dem Wahn und dem Fanatismus ist zuweilen, das der Wahnsinn normalerweise wesentlich weniger fanatischen Anhänger hat, als der Fanatismus wahnhafte. Ganz sicher bin ich mit da natürlich nicht. Natürlich können die Eruptionen des Wahn mit der Zeit auch zu einem ganz normalen Fanatismus abkühlen. Diesen Zustand nennt man aber in vielen Region der Welt Religion oder Ideologie. Nur zur Ehrenrettung des Christentums, sollte man doch anführen, das ohne dem Kreuz mit dem Kreuz, die unantastbare Menschenwürde, wie sie im deutschen Grundgesetzt zum Ausdruck kommt, einige Grabscher (Stalker) mehr ertragen müsste. Meiner bescheidenen Einschätzung nach wird das norwegische Gericht, "Massaker Andres" die volle Zurechnungsfähigkeit angedeihen und das völlig zurecht, denn wie bitte soll den diese so sympathische Land mit dem Trauma und der Trauer, die schwer auf ihnen lastet wie das Geröll eine ganzen Gebirgszuges nur fertig werden, wenn ihr " Massaker Andres" einfach nur eine Schraube locker hat, die ihn diese Tat mehr oder minder aufzwang. Erstens ist es für die Hinterbliebenen schwer mit so einer Antwort umzugehen die wie eine Ausflucht klingt und zweitens wo soll der verletzte Mensch mit seinem natürlichen angewachsenen Empfinden für Gerechtigkeit nur hin, wenn dieses Bedürfnis einfach in den Ausguss des Wahns gekippt wird .Oder man stelle sich nur die Nürnberger Prozesse vor. Der alliierte Chefrichter fragt mal ungezwungen durch die Runde der Massenmörder , wie sie die Sache mit dem Krieg und den industriell ermordeten Juden, Roman, Sinti, Schwulen, unnützen Essern usw. denn so sehen und der "Morphium Hermann" springt auf und gibt zur Antwort, "Borderline Herr Ehren". Drauf (das ist Dialekt) der Richter, von der Einsicht des Angeklagten schwer beeindruckt, "3 Monate Gestaltungstherapie". So geht das nicht. Und wahnhaft ist bald einmal etwas. Nehmen wir nur die Liebe die süßeste Form des Wahns. In den Momenten frischer Verliebtheit hat doch fast jeder einen Sprung in der Schüssel. Oder weniger romantisch, der verzweifelte Versuch der westlichen Allianz, Afghanistan in eine Demokratie westlichen Zuschnitts zu verwandeln, mit Gewaltenteilung und gleich anschließenden Jubelstürme, über die vielen schönen Rechte , wie den Tierschutz, Schwulen, Entschuldigung, Gleichgeschlechtlicher-Ehe, Waffenschutzgesetzten, Religion und Meinungsfreiheit usw.. In Anbetracht und Ausmaß des Scheiterns der Allianz, kann dieses Bemühen auch nur als wahnhaft bezeichnet werden. Nicht dass ich es nicht für ziemlich plausibel halte, wenn beim "Massaker-Andres", ein bisschen wahnhafte Schizophrenie diagnostiziert würde, nur wäre das eine fürchterliche Schande für meinen Berufsstand, die ich nur schwer verkraften könnte. Womit wir beim eigentlichen Thema angelangt sind. Ich, der Imperialist, gestehe "schizophren" zu sein, vom Scheitel bis zur Sohle und von den Zehennägel bis hinauf unter die Haarspitzen. Abends gehe ich mit meinen Wahn schlafen und Morgen stehe ich wieder mir ihn auf. Schizophrenie ist ja an sich eine Angsterkrankung. Andauernd hat man die Hosen voll. Vor allem vor Ereignissen, deren Eintreten als eher unwahrscheinlich angesehen werden kann. Bei mir ist das zumindest so. An schlechten Tagen unterstelle ich der halben Weltbevölkerung, das sie in kürze Amoklaufen wird, aber diese Art der schlechten Tage hält sich in Grenzen. Sogar vor einer Oma, die an Ihren Rollator festgekettet durch den Supermarkt schlürfte, hatte ich schon mal eine heiden Angst. Das heißt jetzt aber nicht das ich nicht in der Lage bin irgendeinen Idioten eine aufs Maul zu hauen, weil der mir blöd kommt. Eine der unangenehmen Eigenschaften meines schizoiden Hirn ist es, mit abwesenden Personen eine Unterhaltung zu führen, an der ich an sich kein besonderes Interesse bekunde. Bewusst steuern kann ich das nicht. Eine Stimme in meinen Kopf plaudert einfach drauf los und redet und redet und wenn die Stimme nicht irgendwann stirbt dann redet es für und in alle Ewigkeit. Zu meinem Leidwesen sind das keine sehr angenehmen und anregenden Unterhaltungen. Zumeist hagelt es Vorwürfe und Vorhaltungen und Zuschreibungen, die dann rüde zurück gewiesen werden. Mit den Jahren bekommt man eine gewisse Routine und ein Gefühl für diesen akustischen Nonsens. Wenn dieser ganze Singsang gepaart mit unerträglicher Todesangst nicht mehr auszuhalten ist, schraubt man einfach seine tägliche Dosis an Neuroleptika in die Höhe und die innere Anspannung geht etwas nach unten und die Stimmen ersaufen in der Chemie. Sehr anstrengend und aufreibend wird es für mich, wenn ich für irgendetwas bestraft oder zur Rechenschaft gezogen werde, das sich mein Gegenüber einfach nur so einbildet oder in den Kopf gesetzt hat, weil der ein bisserl arg pervers ist und deswegen selbst einen an der Waffel hat. Da draußen rennen ja genügend emotional völlig entstellte Zombies herum. Der Kontakt mit so einem Zombie löst bei mir einen richtigen Sprachdurchfall aus, gegen den es keine wirksame Arznei gibt, außer natürlich die Flucht über das vereiste Haff oder in eine höhere Dosis meiner Vitamine. Einem Schizophrenen kann im schlimmsten Fall folgendes geschehen. In einer akuten Psychose fühlt er sich von irgendeiner Person bedroht, die an sich recht harmlos ist. Weil der Schizo von einer höllischen, kaum zu erklärenden und rationalen Argumenten nicht zugängigen Angst geschüttelt oder angeleitet wird, bringt er in seiner paranoiden Verkennung, die angebliche Bedrohung, also diese an sich recht harmlose Person einfach um. Das aber, und darauf lege ich besonderen Wert, ein "Schizo" gleich einmal 77 Menschen killt und dafür einen ganz perfiden Plan ausheckt und Stunden über Stunden über diesen Mordplänen hockt, halte ich eher für unwahrscheinlich. So etwas macht ein Schizo mit einem einfachen Hardwareschaden nicht. So etwas machen nur Fanatiker, Wahnsinnige oder wahnsinnige Fanatiker. Um so etwas wie der" Massaker-Anders" durchzuziehen, muss man schon eine völlig verwüstete Software haben. Vieleicht noch zur Erläuterung. Als Hardwareproblem bezeichne ich ausschließlich Probleme mit den Neurotransmittern und dem chemischen Gleichgewicht im Oberstübchen also einem rein organischen Problem, soweit man überhaupt von einem rein organischen Problem sprechen kann. Softwareausfälle hingegen betreffen das emotionale Rüstzeug und die Persönlichkeit. Schizos mit einer intakten Persönlichkeit sind deswegen keine Seltenheit während es hingegen Leute mit einer gestörten Persönlichkeit zu Hauf gibt, die keine ausgesprochenen Schizos sind. Einen leichten Softwareschaden habe ich natürlich auch. Bei mir steht es mit dem Lebensinn, damit meine ich die Fähigkeit, das Leben sinnvoll und nachhaltig zu gestalten nicht gerade zum Besten. Nicht das ich das Leben nicht für lebenswert halte nur leider bin ich im generieren von Sinn nicht ganz ein so effizient wie eines dieser nagelneuen Braunkohlekraftwerke. "Schizos", mit nur einem leichten Softwareschaden sind in den meisten Fällen an sich recht intelligente, feinsinnige und sensible Zeitgenossen. Deswegen schäme ich mich auch zutiefst, das so ein kaputter Irrer wie der" Massaker-Anders", meinen Berufstand dermaßen in Verruf bringt. Ich und die meisten Schizos, ich hoffe meine Artgenossen erheben keine schwerwiegenden Einwände wenn ich in ihren Namen spreche, wir bringen keine Leute um und haben das auch nicht vor. Außer natürlich die Situation verlangt danach. (ein Halbscherz) Steht dann doch wieder einmal ganz groß in der Zeitung, das ein Irrer einen nicht ganz so Irren aufgegessen hat wie einen Becher Milchreis, heißt es im Volksmund natürlich sofort wieder, oh diese Irren, vor denen muss man sich wirklich in acht nehmen, die gehören ja alle weggesperrt. Was aber die ganzen Normalen inzwischen so angerichtet haben, bis wieder einmal ein Irrer seine Medikamente verweigert und zur Tat schreitet, das steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt. Ich z.B. hatte immer schon Probleme mit dieser Hardware. Seit sich die Welt an mich erinnert habe ich einen an der Waffel. In jungen Jahren machte sich das als Bipolare Störung bemerkbar. Liegt bei uns in der Familie, meine Großmutter war auch verrückt. Mitte der Siebziger kämpfte sie, der vorherrschende Wirklichkeit etwas entrückt, mit einer Gabel in der Hand, auf der eine Salzkartoffel steckte, am hauseigenen Balkon gegen die alliierten Fliegerangriffe. Was jetzt aber nicht heißt das sie eine überzeugte National......... war. Aufgefallen bin ich mit meinen Verhalten schon sehr früh. Nur sah man in meiner unterkärntner Heimat, Anfang der 80zigern des ausgehenden 20. Jahrhunderts, keine Notwendigkeit diesen Problem mit fachärztlicher Gründlichkeit auf den Leib zu rücken. So etwas wie eine bipolare Störung gab es damals im Süden Kärntens noch nicht. Damals gab es noch nicht einmal zweisprachige Ortstafel. Den Durchschnittsbürger trieben damals ganz andere Sorgen um, auch wenn ich nicht genau weiß wie die aussahen, denn so schlecht waren die Zeiten nicht. Erschwerend kam noch hinzu, dass meine Manien nicht groß auffielen, denn ich hatte Freunde und die waren, sagen wir es einmal nonchalant, auch sehr extrovertiert veranlagt. Wir waren ein ziemlich wüster Haufen. Im zarten Alter von 22, bog einer meiner Jugendfreunde link in eine Alkoholentzugsklinik ab, um dort wieder Kraft für die nächsten 500 Vollräusche zu sammeln. Oder mein Freund H. U. Der spazierte schon mit 17 oder 18 im 10 Stock seines Wohnhauses, freihändig wie sonst, über das Geländer. Auf den Paule hat mal eine durch geknallte Griechin mit einer Handfeuerwaffe gefeuert und die einzige Frage die mich damals beschäftige war, ob ich neben dem Paule in der Kneipe auf einen Hocker saß, als die liebestolle Alte, wild um sich schoss oder nicht. Ganz genau konnten wir das nicht mehr eruieren. Kurz gesagt zwischen diesen heiteren Gesellen war eine Bipolare Störung gut aufgehoben und trat nicht wirklich in Erscheinung, obschon sie es natürlich tat, den meine depressiven Verstimmungen waren manchmal kaum zu übersehen. Ein Satz zu meiner Person fällt mir noch ein. "Der ist überall dabei wo es blau heraus raucht". Mein halbes Leben trieb ich mich nur mit völlig durch geknallten, Drogen und oder alkoholabhängigen und selbstmordgefährdeten Kerlen herum, die ich im Grunde alle mochte. Natürlich nicht körperlich. Wie sagt ein Sprichwort "gleiches gesellt sich zu gleichen". Eine beschädigte Hardware ist natürlich kein Startvorteil und kommen dann noch ein paar unglückliche Umstände hinzu, geht ein Mensch wie ich konsequent nach hinten los falls der werte Leser dieser Zeilen versteht was ich meine. Als die "Generation Ritalin" das Licht dieses Welt erblickte und jeder vorlaute Bengel sofort mit Tabletten zugeschüttet wurde, um die bestehende Ordnung nicht zu gefährden, wandelte ich schon durch dunkelste Täler. Psychodelische Substanzen hatten inzwischen ihr übriges getan. Die Hauptrolle in das "weiße Rauschen" hätte man mir auch ohne Vorsprechen geben können. Ja das Kiffen kann dafür Sorge tragen, das sich die versteckte Schizophrenie nicht mehr versteckt sonder mit einem Zug aus ihrem dunklen Bau tritt. Die Verantwortung für meine Misere kann man mir nur bedingt zuschieben, außer natürlich sie sind meine Stiefmutter sehr ähnlich. Die ist von ihrem fanatischen Glauben, das ich mit dieser Schizo-Sache einfach nur von meinen charakterlichen Schwächen ablenken will, nicht abzubringen. Das Problem wie es sich mir darstellt ist, das ein Mensch mit einem unbehandelten Hardwareschaden, einer ähnlichen Logik folgt wie z.B. das Volk der Herrenmenschen, dargestellt in Schrift und vielen belebten Bildern. Es ist wie wenn man gegen eine Strömung schwimmt. Man schwimmt und schwimmt und trotzdem treibt man immer weiter vom rettenden Ufer ab, an dem man vornehmlich mit sterbenslangweilige Dinge beschäftigt ist um nicht von den Fluten aufgesammelt zu werden. Zu erkennen das man selbst der Strudel ist, der einen nach unten zieht ist man in unbehandelten Zustand natürlich nicht. Seit ich meine Medikamente brav einnehme wie andere gesellschaftliche Stellungen, schwimme ich im Grunde nur noch gegen die Nebenwirkungen so eines Leben an. Früher folgten meine Handlungen die ich setzte so gut wie nie dem sozial erwünschten oder geforderten. Heute folge ich jeder Betriebsanleitung aufs Wort. Nur so etwas wie eine bürgerliche Existenz hatte ich nie. Über eine triste Fassade aus Sprüchen und Bonmots mit ironischen Unterton bin ich nie hinausgekommen. Sich heute einfach so durchs Leben wursteln, das geht ja heut zu Tage nicht mehr. Sogar als Bettler wird man heute zu weiterbildenden Sofortmaßnahmen verdonnert. Alles und jeder ist heute dem leisen Terror der Ökonomie ausgesetzt. Wettbewerb ist das oberste Gebot. Wegen den BRICS-Staaten und der allgemeinen Unruhe. Die Griechen, die waren noch alte Schule. Nur schau was aus ihnen geworden ist. 77 Jähre Greise schießen sich auf offener Straße in den Kopf weil sie diese plötzliche Ernsthaftigkeit einfach nicht mehr verstehen. Geld das aus dem Nichts geschaffen wird, wie der europäische Beitrag zur Aufstockung des IWF, kann auch genau so wieder verschwinden. In einer Welt-Bad-Bank könnten alle uneinbringlichen Schulden ausgelagert werden. Und nein deswegen erhöht sich die Inflation nicht wenn gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der einzelnen Staaten gesteigert wird, indem entweder die Lohnstückkosten sinken oder die Produktivität steigt. Und schon wieder sind wir bei weit im Arsch der Ökonomie und den Target 2 Salden. Sogar die Piraten durchsegeln heute nur noch die Weltmeere der 0 und 1. Ich bin wenigstens noch ein wenig wie das alte Griechenland mit einem Hauch Sizilien und einer Prise rumänische Walachei. Deswegen wirke ich auf den ersten Blick auch etwas seltsam und aus der Zeit gefallen, was zur Folge hat, das ich wie die Liz Lemmon in 30 Rock, eine Geburtstagsparty für meinen Kühlschrank schmeiße, zu der dann nur der Herd kommt. Aber um noch einmal auf den "Massaker-Anders" zurückzukommen, weil der die Ehre der Schizos so schändlich mit Blut befleckte. A: So scheiße wie dieser edle Ritter aus dem hohen Norden, hab ich nicht einmal dann ausgesehen, wenn ich drei, vier Nächte, die nur durch ein paar kürzere Aufenthalt in einer sanitären Anlage unterbrochen wurden, durchgesoffen hatte. B: Ganz im Gegensatz zu dem werten Herrn Killer schätze ich Frauen und ich hatte auch immer regen Kontakt zu , mit und auf ihnen. Und zu guter Letzt C: war ich ein richtiger Soldat und nicht so ein verficktes Alien in einer Fantasieuniform und wie man nur zu Tränen gerührt sein kann wenn man ein Bild von sich in einer Uniform sieht werde ich nie verstehen. Aber das liegt wahrscheinlich an meiner Software.

Hab ich eigentlich schon erzählt das ich nicht schlafen kann. Ohne Einsatz von Giftstoffen rührt sich bei mir nichts. Ist fast so wie zwischen den Amis und den Vietcong. Ich muss auch jede Menge Agent Zoldem zum Einsatz bringen. Dieses kleine Problem rührt daher. Vor....................................

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