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Dienstag, 13. März 2012
Alltägliches allzu Alltägliches
der imperialist, 19:13h
Buntwäsche, Wäsche weiß wie die Unschuld, neue Wäsche, unglaublich alte Wäsche, Wäsche die in spätestens drei Dekaden wieder in sein wird, Wäsche an der noch Erinnerungen kleben wie Scheiße, ich schmeiß immer alles zu gleich in die Waschmaschine. Na ja zugleich nicht, schon nacheinander, aber ich wasche alles in einem Gang. Ich trenne das nichts. Gut, zu sagen ich wasche die Wäsche selber und höchstpersönlich, entspricht nur scheinbar den Tatsachen. An sich macht das alles meine Waschmachine. Ich hänge sie dann nur noch auf. Vor ein paar Wochen wurde die weiße Wäsche, Opfer eines ganz hinterhältigen Anschlags, das ein an sich orangen farbiges Badetuch verübt hatte. Dieses scheiß Badetuch, das ich zum Draufsitzen zweckentfremdet habe, konnte das Orange einfach nicht bei sich behalten. Meine weiße Wäsche sah fürchterlich aus wie ausgekotzt. Ein Mensch mit einer bürgerlichen Existenz, oder dem was wir für eine bürgerliche Existenz halten, hatte die verwaschene Wäsche höchstwahrscheinlich wegschmeißen müssen, so entstellt wie die aussah. Ich trage sie trotzdem. Nicht aus trotz oder als entschiedene Antwort auf alles Bürgerliche, nein, sondern bei mir fallen solche Rituale nicht mehr wirklich ins Gewicht. Anders gesagt. Völlig verwaschene und verfärbte Wäsche muss man sich leisten können. Geärgert habe ich mich natürlich trotzdem. So ein scheiß oranges Handtuch. Aus Schaden, sagt ein Sprichwort, wird man ja bekanntlich klug. Ich nicht. Diese Woche hab ich die weißen Sachen und die Sachen an denen Erinnerungen, wie Scheiße kleben wieder zusammen mit dem orangen Handtuch in die Maschine geworfen. Fazit: Nie wieder kaufe ich weiße Sachen.
In Wien wurde eine tobende, mit zwei Jausen-Messer bis an die Zähne bewaffnete Frau, ihrerseits Akademikerin, die in ihrem Tobsuchtsanfall zuvor schon einen der Polizisten verletzt und die Uniform zerrissen hatte, mit neun Schüssen niedergestreckt. Laut Aussagen der Polizei waren die Schüsse absolut gerechtfertigt, da es sich um eine "akute Notwehrsituation" handelte. Fazit: Wenn sie erstens Akademikerin sind und zweitens vorhaben durchzudrehen, aber doch noch mit ein paar zarten Härchen an ihrem Leben hängen , dann fragen sie bitte zuerst in der Zentrale nach, ob die herbei eilenden Polizisten, die sie zu Räson bringen sollen, normale Streifenpolizisten, oder eh von der Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung kurz WEGA sind. Denn nur wenn ihnen die Herrschaften in der Zentrale mit absoluter Sicherheit versichern, dass die werten Ordnungshüter, eh von der WEGA ab stammen, können sie beruhigt weiter mit dem Messer herum fuchteln und Uniformen beschädigen. Sollten sie aber in Erfahrung bringen, das es sich bei der Truppe die sie zu überwältigen hat, um stinknormale Streifenpolizisten handelt, die unter anderen wegen kleinerer körperliches und psychischer Gebrechen, nicht für die Ausbildung zum WEGA-Beamten geeignet sind, dann bitte stellen sie ihre Tobsucht umgehendst ein oder sie lassen es lieber gleich ganz bleiben.
"Christine, meine allerliebste Christine, folgend..........". Weiter kam ich nicht. Schon fragte sie mich schockiert ob ich an einer unheilbaren Krankheit erkrankt wäre. Ja das liebreizende, poesiegeschwängerte umschmeicheln der holden Weiblichkeit gehört nicht gerade zu meinen Primärtugenden. Deswegen reagieren die Frauen ziemlich verstört wenn mir mal eine Schmeichelei auskommt. "Zeig mir sofort deine Muschi und die Titten, ansonsten kann ich für nichts garantieren". Das war so mein Standardspruch Ende der Achtziger, Anfang der Neunziger. Mit den Jahren und dem ganzen Genderzeug und den weiteren nicht vorhersehbaren Entwicklungen, die über uns Männer im Allgemeinen und mich im besonderen hereinbrachen , gelangte sogar ich zur Überzeugung, dass diese recht plumpen Ausdrucksweise, eine Auffrischung benötigte, weswegen ich an entsprechender Stelle meiner Ausführung, ein ziemlich bedeutungsloses Bitte einführte. Aber auch dieser Griff in die Trickkiste half nicht wirklich, den schon ein paar Jahre später, folgte dem einen Bitte ein zweites, beinahe schon flehentliches . Ja sogar meine Garantieabsicht musste ich den neuen Zeiten anpassen. Nachdem ich bei einem leise gesäuselten "wenn es dir recht ist und du nichts besseres vor hast, was ich mir aber gut vorstellen könnte, könnten wir ja, aber nur wenn du wirklich nichts anderes vor hast", angekommen war, umfiel mich geistige Umnachtung. Heute frage ich nur noch nach dem Preis. Das geht kurz und schmerzlos. Damit den jungen Männer, mit denen ich zuweilen verkehre, nein zu tun habe, ein ähnliches Schicksal wie mir erspart bleibt, fragte ich bei der Christine nach, ob sie denen nicht ein wenig Nachhilfeunterricht in Sachen Sex geben könnte, weil schlechte bis mittelmäßige Ficker, ich bin da zu meinem Leidwesen keine Ausnahme, gibt es auf diesem Planten schon zum Schweine füttern. Wer bitte, fragte ich die Christine, lernt den das Vögeln heute noch in Selbsterfahrung, die vor allem durch eine Eigenschaft besticht und das wäre anfängliche Schüchternheit. Wir waren damals noch die Generation Fummeln im Dunklen und sich vor einem aufgeschlagenen Quelle Katalog, einen runter holen. Die digitale Revolution hat ja alles althergebrachte richtiggehend hinweggefegt. Die heutige Jugend würde ich eher als die Generation ""Scheinwerferlicht und Gonzo" bezeichnen. Wenn heute einer dabei erwischt wird, wie er s ich mit Hilfe eines Bestellkatalogs, unter der Rubrik "Haushaltsbekleidung", einen einschenkt, wird ja sofort zum Kinder und Jugendpsychiater überwiesen und mit Ritalin auf den rechten Pfad der Tugend zurückgeführt . Heute verliert die Jugend ja schon mal ihre Jungfräulichkeit bei einem Rudelbums. Rudelbums ist eine analoge und völlig überholte Ausdrucksweise. Heute nennt man das Gangbang. Mit spätestens 13, kenne die Kids heute schon alle Facetten des "Dirty Talks" und so ein pickelverdeckter Dreikäsehoch nennt seine 12 Jährige Freundin doch glatt, "eine verfickte Bitch, eine verfickte" und die fühlt sich auch noch entsprechend geschmeichelt. Um solchen durchaus zu hinterfragenden Entwicklungen und Praktiken, ein wenig vorzubeugen, schlug ich also der allerliebsten Christine, wie schon erwähnt vor, dass sie für meine jungen Kumpels doch ein Wochenendseminar abhalten sollte, wo die Generation 2.0 in Sachen Liebe machen, alles wie sagt man so schön "von der Pike auf" lernt. Alles ums richtige Küssen, Cunnilingus, gelungener "dirty talk", der nie völlig das Niveau verliert, weiteres der weibliche Körper im Allgemeinen und ihre erogenen Zonen im Besonderen, Rhythmus wo die Frau einfach mit muss, die verschiedensten Stellungen, die nicht nur für das Auge eines unbekannten Beobachters gedacht sind usw., sollte die Christine unterrichten. An Erfahrungen mangelte es ihr ja nicht. Und gutmütig und einfühlsam wie sie nun mal ist, nur ein kleines Beispiel ihrer Güte, mich erträgt sie schon seit beinahe 15 Jahren, wäre für diese Aufgabe wie prädestiniert. Außerdem schmückt sie eine Muschi wie von einer Zwanzigjährigen. So ein richtig großen Ding, aus dem schon ein ganzer Haufen Kinder heraus geklettert t sind, könnten die Jungs ja fürchterlich verschrecken. Die leiden eh schon ziemlich darunter das sie keine 21 cm und mehr in der Hose spazieren tragen. Ich kenn einen der hat wirklich ein furchteinflößend großes Ding hängen. Obwohl er ein angehender Universitätsprofessor ist, falls die Arbeitsbedingungen passen, trägt er seinen Schwanz in der Dusche stolz spazieren, wie in Mahnmal. An eine spezielle Homepage habe ich auch schon gedacht. www.Cunnilungus-Klitoris.at. 200 Euro pro Mann und Schwanz hat die Christine zunächst mal vorgeschlagen. Bescheidene 10 Prozent davon gehen an mich. Auf dieses Seminar, habe ich der Christine vorgeschlagen, sollte dann noch ein weiteres folgen, wo die neuen Kenntnisse, bei der Erika, das ist die beste Freundin von der Christine, sozusagen in der Praxis zur Anwendung gebracht werden. Die Erika hatte in ihrem Leben mit Männern kein wirkliches Glück. Neben charakterlichen Defiziten hatten ihre Männer auch vom Vögeln nicht die geringste Ahnung. Wer also von den Kursteilnehmer, die beinahe frigide Erika nur in die Nähe dessen bringt, das wir als Vergnügen bezeichnen, bekommt einen schönen Pokal und eine vor der Christine unterschriebenen Auszeichnung. An Franchising hatte ich auch schon gedacht. Von sagen wir 10 Kursteilnehmer, dürfen zwei oder drei, die das Seminar oder den Kurs, eh wurscht, mit einer Auszeichnung abgeschlossen haben, unsere Geschäftsidee dann in die Tat umsetzen und selbst Kurse oder Seminare abhalten. Der Trick ist, das die Erika , bei zwei oder drei der Teilnehmer natürlich nur so tut als ob ihr der Beischlaf, so etwas ähnliches wie Vergnügen bereitet. in Wahrheit ist das natürlich glatt gelogen ist, weil die Erika unterzieht sich dieser Tortur nur, um ihr bescheidenes Gehalt ein wenig aufzubessern. Die hat nämlich Multiple Sklerose. Und die scheiß Schmerzen lassen nur eine Teilzeitbeschäftigung zu. Aber genau so funktioniert der Kapitalismus. Ohne Heuchelei und leisen Zwang geht da gar nichts.
Wirklich verstanden habe ich die Frauen nie, wenn sie sich lauthals beklagten oder hinter unseren schmalen Schultern fürchterlich lästerten, das der heterosexuelle Mann, die nur wenig beneidenswerte Eigenheit besitzt, sich stundenlang über Sport unterhalten zu können. Ach dachte ich mir so schlimm kann das doch nicht sein wirklich sein. Und über was sollen wir denn sonst reden?. Über Hamlet, orientalische Spezialitäten aus Belutschistan, syrische Aufständische, Alter, Gebrechen, eine tropfende Prostata, gescheiterte Lebensentwürfe, das prämenstruelle Syndrom, oder die letzte Modeschau in Paris oder Voitsberg? Da drängt sich eine angeregte Diskussion über Sport ja richtiggehend auf. Das Leid der Frau, wenn Männer in ihrer Gegenwart über Sport redeten hielt ich für vernachlässigungswert. Man möcht es nicht für Möglich erachten, doch spät aber doch, oder doch aber spät, habe sogar ich Läuterung erfahren. Erst jetzt mit beinahe 44 Lenzen auf dem leicht gekrümmten Buckel, bin ich in der Lage, wenigstens in Ansätzen zu begreifen, welchen Martyrium Frauen ausgesetzt sind, wenn ihre Gehörgänge pausenlos mit Geschichten über Sport beschallt werden. Im Grunde ist das Folter. Woher ich das jetzt weiß? Jeden Mittwoch läuft auf Radio-Wien immer so eine Ruf-doch-an-und-rede-mit-Sendung mit dem Alexander Goebel. Der Mann ist gebürtiger Deutscher und Goebel ist ja wie man ja weiß ein typisch deutscher Name sowie in Österreich Eichmann, Kaltenbrunner oder Globocnik . Dieser Odilo man war der eine Sau und noch dazu wie ich Kärntner. Letzten Mittwoch drehte sich das zu besprechende Thema um den Schlaf und Träume. Zu diesen recht weitgefächerten Themengebiet hatten fast ausschließlich nur Frauen interessante Beitrage beizusteuern. Und deren Wortmeldungen beschränkten sie nicht einfach nur auf Bemerkungen wie, "scheiße ich schlafe schlecht und träume einen ziemlichen Mist zusammen", nein so gut wie jeder der anrufenden Damen, drang wie selbstverständlich in die unendlichen Weiten der Trauminterpretation und der Traumdeutung vor. Und so gut wie jeder der Anruferinnen hinterließ bei mir den bleibenden Eindruck, dass ihre Träume, von ganz seltener Aussagekraft und Klarheit seien, soweit man bei Träumen überhaupt von Klarheit sprechen kann. Das Unterbewusste jeder der Damen, war ein gefährlicher und geheimnisumwitterter Ort, voller Fallstricke, dunkler Türen und vertrackter Botschaften. Der unsterbliche Dr. Sigmund Freud, seinerseits Oberrabbi und Schichtführer unter den Traumdeuters wäre vor Begeisterung höchstwahrscheinlich vom Hocker gefallen, wenn er hören hätte können was die Damen da zu berichten wussten . Allein mit dem Material aus der Sendung hätte er noch 23 Traumdeutungsbücher schreiben und auf den Markt werfen können. Ganz offensichtlich scheint die weibliche Psyche für alles Übersinnliche und außerweltliche wie geschaffen zu sein. Meine geheimen Wünsche hingegen kann ja sogar ein Fleischhauerlehrling im 2 Jahr richtig deuten. Seit ich nicht mehr das Orakel von Jägermeister um Rat bitte, als das Orakel noch sprach, haben der Peter und ich mal in einer Nacht, so um die 150 bis 200 Jägermeisterfläschchen verdrückt, träume ich zuweilen, das ich mir fürchterlich einen andudle. Das ist natürlich nichts für Feinschmecker. Eine der Ladys z.B., erklärte den Zuhörern das der Tod nur eine Veränderung der Dimension sei und das es so unglaublich viel gibt, für das wir Menschen nicht wirklich empfänglich sind. Außer natürlich sie sind ein Medium und so weiter und sofort. Nachdem ungefähr einer dreiviertel Stunde der Sendezeit vorüber war verstand ich ehrlich gesagt nur noch Bahnhof. Noch eine dreiviertel Stunde später und dieses ganze Gerede über Träume und den Schlaf und den Schlaf während man träumt, erzeugte in meinen Gehörgängen einen stechenden Schmerz. Worte, ja ganze Sätze zerfielen in meinen Ohr zu Buchstaben, di e übereinander und durcheinander gerieten und weit ab davon waren nur in Ansätzen so etwas wie einen Sinn zu ergeben. Spätestens da hatte ich mein Aha-Erlebnisse und ich verstand was ich den Frauen in meinen Leben mit meinen Gefasel über unberechtigte Elfmeter, falsche Reifenwahl und unterschiedliche Pistenverhältnisse angetan hatte. Ich hoffe die Damen können mir meine fehlende Empathie irgendwann verzeihen.
Habe heute ein Tier erlegt und noch dazu mit bloßen Händen. Größe der Bestie gut 5 mm. Gewicht und Geschlecht schwer zu sagen.
In Wien wurde eine tobende, mit zwei Jausen-Messer bis an die Zähne bewaffnete Frau, ihrerseits Akademikerin, die in ihrem Tobsuchtsanfall zuvor schon einen der Polizisten verletzt und die Uniform zerrissen hatte, mit neun Schüssen niedergestreckt. Laut Aussagen der Polizei waren die Schüsse absolut gerechtfertigt, da es sich um eine "akute Notwehrsituation" handelte. Fazit: Wenn sie erstens Akademikerin sind und zweitens vorhaben durchzudrehen, aber doch noch mit ein paar zarten Härchen an ihrem Leben hängen , dann fragen sie bitte zuerst in der Zentrale nach, ob die herbei eilenden Polizisten, die sie zu Räson bringen sollen, normale Streifenpolizisten, oder eh von der Wiener Einsatzgruppe Alarmabteilung kurz WEGA sind. Denn nur wenn ihnen die Herrschaften in der Zentrale mit absoluter Sicherheit versichern, dass die werten Ordnungshüter, eh von der WEGA ab stammen, können sie beruhigt weiter mit dem Messer herum fuchteln und Uniformen beschädigen. Sollten sie aber in Erfahrung bringen, das es sich bei der Truppe die sie zu überwältigen hat, um stinknormale Streifenpolizisten handelt, die unter anderen wegen kleinerer körperliches und psychischer Gebrechen, nicht für die Ausbildung zum WEGA-Beamten geeignet sind, dann bitte stellen sie ihre Tobsucht umgehendst ein oder sie lassen es lieber gleich ganz bleiben.
"Christine, meine allerliebste Christine, folgend..........". Weiter kam ich nicht. Schon fragte sie mich schockiert ob ich an einer unheilbaren Krankheit erkrankt wäre. Ja das liebreizende, poesiegeschwängerte umschmeicheln der holden Weiblichkeit gehört nicht gerade zu meinen Primärtugenden. Deswegen reagieren die Frauen ziemlich verstört wenn mir mal eine Schmeichelei auskommt. "Zeig mir sofort deine Muschi und die Titten, ansonsten kann ich für nichts garantieren". Das war so mein Standardspruch Ende der Achtziger, Anfang der Neunziger. Mit den Jahren und dem ganzen Genderzeug und den weiteren nicht vorhersehbaren Entwicklungen, die über uns Männer im Allgemeinen und mich im besonderen hereinbrachen , gelangte sogar ich zur Überzeugung, dass diese recht plumpen Ausdrucksweise, eine Auffrischung benötigte, weswegen ich an entsprechender Stelle meiner Ausführung, ein ziemlich bedeutungsloses Bitte einführte. Aber auch dieser Griff in die Trickkiste half nicht wirklich, den schon ein paar Jahre später, folgte dem einen Bitte ein zweites, beinahe schon flehentliches . Ja sogar meine Garantieabsicht musste ich den neuen Zeiten anpassen. Nachdem ich bei einem leise gesäuselten "wenn es dir recht ist und du nichts besseres vor hast, was ich mir aber gut vorstellen könnte, könnten wir ja, aber nur wenn du wirklich nichts anderes vor hast", angekommen war, umfiel mich geistige Umnachtung. Heute frage ich nur noch nach dem Preis. Das geht kurz und schmerzlos. Damit den jungen Männer, mit denen ich zuweilen verkehre, nein zu tun habe, ein ähnliches Schicksal wie mir erspart bleibt, fragte ich bei der Christine nach, ob sie denen nicht ein wenig Nachhilfeunterricht in Sachen Sex geben könnte, weil schlechte bis mittelmäßige Ficker, ich bin da zu meinem Leidwesen keine Ausnahme, gibt es auf diesem Planten schon zum Schweine füttern. Wer bitte, fragte ich die Christine, lernt den das Vögeln heute noch in Selbsterfahrung, die vor allem durch eine Eigenschaft besticht und das wäre anfängliche Schüchternheit. Wir waren damals noch die Generation Fummeln im Dunklen und sich vor einem aufgeschlagenen Quelle Katalog, einen runter holen. Die digitale Revolution hat ja alles althergebrachte richtiggehend hinweggefegt. Die heutige Jugend würde ich eher als die Generation ""Scheinwerferlicht und Gonzo" bezeichnen. Wenn heute einer dabei erwischt wird, wie er s ich mit Hilfe eines Bestellkatalogs, unter der Rubrik "Haushaltsbekleidung", einen einschenkt, wird ja sofort zum Kinder und Jugendpsychiater überwiesen und mit Ritalin auf den rechten Pfad der Tugend zurückgeführt . Heute verliert die Jugend ja schon mal ihre Jungfräulichkeit bei einem Rudelbums. Rudelbums ist eine analoge und völlig überholte Ausdrucksweise. Heute nennt man das Gangbang. Mit spätestens 13, kenne die Kids heute schon alle Facetten des "Dirty Talks" und so ein pickelverdeckter Dreikäsehoch nennt seine 12 Jährige Freundin doch glatt, "eine verfickte Bitch, eine verfickte" und die fühlt sich auch noch entsprechend geschmeichelt. Um solchen durchaus zu hinterfragenden Entwicklungen und Praktiken, ein wenig vorzubeugen, schlug ich also der allerliebsten Christine, wie schon erwähnt vor, dass sie für meine jungen Kumpels doch ein Wochenendseminar abhalten sollte, wo die Generation 2.0 in Sachen Liebe machen, alles wie sagt man so schön "von der Pike auf" lernt. Alles ums richtige Küssen, Cunnilingus, gelungener "dirty talk", der nie völlig das Niveau verliert, weiteres der weibliche Körper im Allgemeinen und ihre erogenen Zonen im Besonderen, Rhythmus wo die Frau einfach mit muss, die verschiedensten Stellungen, die nicht nur für das Auge eines unbekannten Beobachters gedacht sind usw., sollte die Christine unterrichten. An Erfahrungen mangelte es ihr ja nicht. Und gutmütig und einfühlsam wie sie nun mal ist, nur ein kleines Beispiel ihrer Güte, mich erträgt sie schon seit beinahe 15 Jahren, wäre für diese Aufgabe wie prädestiniert. Außerdem schmückt sie eine Muschi wie von einer Zwanzigjährigen. So ein richtig großen Ding, aus dem schon ein ganzer Haufen Kinder heraus geklettert t sind, könnten die Jungs ja fürchterlich verschrecken. Die leiden eh schon ziemlich darunter das sie keine 21 cm und mehr in der Hose spazieren tragen. Ich kenn einen der hat wirklich ein furchteinflößend großes Ding hängen. Obwohl er ein angehender Universitätsprofessor ist, falls die Arbeitsbedingungen passen, trägt er seinen Schwanz in der Dusche stolz spazieren, wie in Mahnmal. An eine spezielle Homepage habe ich auch schon gedacht. www.Cunnilungus-Klitoris.at. 200 Euro pro Mann und Schwanz hat die Christine zunächst mal vorgeschlagen. Bescheidene 10 Prozent davon gehen an mich. Auf dieses Seminar, habe ich der Christine vorgeschlagen, sollte dann noch ein weiteres folgen, wo die neuen Kenntnisse, bei der Erika, das ist die beste Freundin von der Christine, sozusagen in der Praxis zur Anwendung gebracht werden. Die Erika hatte in ihrem Leben mit Männern kein wirkliches Glück. Neben charakterlichen Defiziten hatten ihre Männer auch vom Vögeln nicht die geringste Ahnung. Wer also von den Kursteilnehmer, die beinahe frigide Erika nur in die Nähe dessen bringt, das wir als Vergnügen bezeichnen, bekommt einen schönen Pokal und eine vor der Christine unterschriebenen Auszeichnung. An Franchising hatte ich auch schon gedacht. Von sagen wir 10 Kursteilnehmer, dürfen zwei oder drei, die das Seminar oder den Kurs, eh wurscht, mit einer Auszeichnung abgeschlossen haben, unsere Geschäftsidee dann in die Tat umsetzen und selbst Kurse oder Seminare abhalten. Der Trick ist, das die Erika , bei zwei oder drei der Teilnehmer natürlich nur so tut als ob ihr der Beischlaf, so etwas ähnliches wie Vergnügen bereitet. in Wahrheit ist das natürlich glatt gelogen ist, weil die Erika unterzieht sich dieser Tortur nur, um ihr bescheidenes Gehalt ein wenig aufzubessern. Die hat nämlich Multiple Sklerose. Und die scheiß Schmerzen lassen nur eine Teilzeitbeschäftigung zu. Aber genau so funktioniert der Kapitalismus. Ohne Heuchelei und leisen Zwang geht da gar nichts.
Wirklich verstanden habe ich die Frauen nie, wenn sie sich lauthals beklagten oder hinter unseren schmalen Schultern fürchterlich lästerten, das der heterosexuelle Mann, die nur wenig beneidenswerte Eigenheit besitzt, sich stundenlang über Sport unterhalten zu können. Ach dachte ich mir so schlimm kann das doch nicht sein wirklich sein. Und über was sollen wir denn sonst reden?. Über Hamlet, orientalische Spezialitäten aus Belutschistan, syrische Aufständische, Alter, Gebrechen, eine tropfende Prostata, gescheiterte Lebensentwürfe, das prämenstruelle Syndrom, oder die letzte Modeschau in Paris oder Voitsberg? Da drängt sich eine angeregte Diskussion über Sport ja richtiggehend auf. Das Leid der Frau, wenn Männer in ihrer Gegenwart über Sport redeten hielt ich für vernachlässigungswert. Man möcht es nicht für Möglich erachten, doch spät aber doch, oder doch aber spät, habe sogar ich Läuterung erfahren. Erst jetzt mit beinahe 44 Lenzen auf dem leicht gekrümmten Buckel, bin ich in der Lage, wenigstens in Ansätzen zu begreifen, welchen Martyrium Frauen ausgesetzt sind, wenn ihre Gehörgänge pausenlos mit Geschichten über Sport beschallt werden. Im Grunde ist das Folter. Woher ich das jetzt weiß? Jeden Mittwoch läuft auf Radio-Wien immer so eine Ruf-doch-an-und-rede-mit-Sendung mit dem Alexander Goebel. Der Mann ist gebürtiger Deutscher und Goebel ist ja wie man ja weiß ein typisch deutscher Name sowie in Österreich Eichmann, Kaltenbrunner oder Globocnik . Dieser Odilo man war der eine Sau und noch dazu wie ich Kärntner. Letzten Mittwoch drehte sich das zu besprechende Thema um den Schlaf und Träume. Zu diesen recht weitgefächerten Themengebiet hatten fast ausschließlich nur Frauen interessante Beitrage beizusteuern. Und deren Wortmeldungen beschränkten sie nicht einfach nur auf Bemerkungen wie, "scheiße ich schlafe schlecht und träume einen ziemlichen Mist zusammen", nein so gut wie jeder der anrufenden Damen, drang wie selbstverständlich in die unendlichen Weiten der Trauminterpretation und der Traumdeutung vor. Und so gut wie jeder der Anruferinnen hinterließ bei mir den bleibenden Eindruck, dass ihre Träume, von ganz seltener Aussagekraft und Klarheit seien, soweit man bei Träumen überhaupt von Klarheit sprechen kann. Das Unterbewusste jeder der Damen, war ein gefährlicher und geheimnisumwitterter Ort, voller Fallstricke, dunkler Türen und vertrackter Botschaften. Der unsterbliche Dr. Sigmund Freud, seinerseits Oberrabbi und Schichtführer unter den Traumdeuters wäre vor Begeisterung höchstwahrscheinlich vom Hocker gefallen, wenn er hören hätte können was die Damen da zu berichten wussten . Allein mit dem Material aus der Sendung hätte er noch 23 Traumdeutungsbücher schreiben und auf den Markt werfen können. Ganz offensichtlich scheint die weibliche Psyche für alles Übersinnliche und außerweltliche wie geschaffen zu sein. Meine geheimen Wünsche hingegen kann ja sogar ein Fleischhauerlehrling im 2 Jahr richtig deuten. Seit ich nicht mehr das Orakel von Jägermeister um Rat bitte, als das Orakel noch sprach, haben der Peter und ich mal in einer Nacht, so um die 150 bis 200 Jägermeisterfläschchen verdrückt, träume ich zuweilen, das ich mir fürchterlich einen andudle. Das ist natürlich nichts für Feinschmecker. Eine der Ladys z.B., erklärte den Zuhörern das der Tod nur eine Veränderung der Dimension sei und das es so unglaublich viel gibt, für das wir Menschen nicht wirklich empfänglich sind. Außer natürlich sie sind ein Medium und so weiter und sofort. Nachdem ungefähr einer dreiviertel Stunde der Sendezeit vorüber war verstand ich ehrlich gesagt nur noch Bahnhof. Noch eine dreiviertel Stunde später und dieses ganze Gerede über Träume und den Schlaf und den Schlaf während man träumt, erzeugte in meinen Gehörgängen einen stechenden Schmerz. Worte, ja ganze Sätze zerfielen in meinen Ohr zu Buchstaben, di e übereinander und durcheinander gerieten und weit ab davon waren nur in Ansätzen so etwas wie einen Sinn zu ergeben. Spätestens da hatte ich mein Aha-Erlebnisse und ich verstand was ich den Frauen in meinen Leben mit meinen Gefasel über unberechtigte Elfmeter, falsche Reifenwahl und unterschiedliche Pistenverhältnisse angetan hatte. Ich hoffe die Damen können mir meine fehlende Empathie irgendwann verzeihen.
Habe heute ein Tier erlegt und noch dazu mit bloßen Händen. Größe der Bestie gut 5 mm. Gewicht und Geschlecht schwer zu sagen.
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Freitag, 2. März 2012
Häresie und Cola light
der imperialist, 19:11h
Das Papier starrt ins Leere und ich starre ins Leere
und der Himmel ist grau und die Stadt ist grau und die Menschen sind farblos
und ihre Fassaden bröckeln und meine ist ein Witz und obwohl ich einen weiten Bogen um sie mache
komme ich ohne sie nicht aus und diese junge, unerträglich magere Frau, die schon ein Schrei verwehen könnte, händigt mir mein täglich Brot aus, das nach zwei Tagen niemand mehr essen kann, weil es hart ist wie Stein.
Ihr linker Unterarm ist voller Narben und ihren Rechten versteckt sie hinter einen dicken Verband vor dieser Welt, ihr Gesicht ist so entsetzlich abgekämpft und die Wangenknochen ragen hervor und obwohl sie völlig überfordert ist und hektisch, kämpfst sie sich tapfer durch diesen Tag, der nach nichts riecht und nichts schmeckt und nach zwei Tagen hart sein wird wie Stein, trotzdem schneidet sie Stunde um Stunde Brot herunter, während Syrer unaufhörlich auf Syrer schießen und alte Wunden aufbrechen, die niemand zu heilen vermag. Schiiten, Sunniten, Alawiten, Kurden, wo bitte soll das hinführen.
Ein Mensch, ist ein Mensch, ist ein Mensch, weil er ein Mensch ist. Es gibt keine Unterschiede, in jeder Brust schlägt ein Herz und jeder träumt in Bildern und isst und scheißt und weiß um seine Endlichkeit, die der Preis für unsere Bewusstsein zu sein scheint.
Nur die jungen, pickeligen Wilden von Anonymus haben ganz andere Sorgen, denen geht um die Freiheit des Internets, die wollen keine Zensur und gratis soll auch alles sein oder wenigstens umsonst, tote Syrer auf YouTube kosten uns nichts, das hohe Ross unserer Moral ist in Wirklichkeit ein alter Rauchhaardackel, seinem Herrchen wie aus dem Gesicht geschnitten.
Marie Calvin ist tot und der Junge über den sie schrieb, dem der halbe Schädel fehlte wie einst Kennedy lebt auch nicht mehr und auf einer Mauer in Homs steht "free Syrien", das aussieht wie Coventry oder Dresden und dieses Sterben geht einfach weiter, während mir Lady Scarface noch ein Stück Brot herunter schneidet, das ich heute Abend leicht angesäuert vor mich hin kauen werde, frage ich mich, woher dieses Hass nur kommt und inständig bete ich zu Gott, das er mich nie so hassen lassen wird. Aber wer weiß, vieleicht stürme ich auch einmal bis an die Zähne bewaffnet eine Grundschule, einen Keramikkurs, oder einen Lehrgang für kreatives Schreiben, weil ich die Schnauze voll hab oder nicht wahrhaben will das ich es verbockt habe.
Revolution oder Restauration, aber was ist das gegen eine Zentralbank, die eine Billion Euro verteilt damit wir uns nicht gegenseitig an die Gugel gehen, während die iranischen Mullahs, die Simpsons vom Speiseplan gestrichen haben. Den Al Bundy können sie höchst wahrscheinlich auch nicht leiden.
Was machen die eigentlich den ganzen lieben Tag, wenn sie man mal keine Lust auf Beten haben, oder auf Gehorsam oder Allah in den frommsten Worten zu preisen. Diesem Allah muss diese andauernde Lobhudelei doch auch schon ziemlich beim Hals heraus hängen. Andauernd klopfen schlecht zusammengetackerte Menschenteile an seiner Tür und verlangen nach Jungfrauen und Honig und anderswertigen Zuspruch und geht mal wieder eines dieser Märchenbücher in Flammen auf, greifen die nächsten zur Waffe und wieder liegen schlecht zusammen getackerte Menschenteile herum und der nächste Gott macht angewidert die Tür auf und die Jungfrauen wollen eine Gehaltserhöhung und den Honig gibt es beim Discounter, das Kilo um 6,99 Euro.
Wenn man dafür kein Talent hat, bleiben einen doch nur noch die Simpsons, der Schnaps und die Huren. Erst letzten Samstag hab ich mich am Bein einer dieser Stundengöttinnen festgehalten wie ein Ertrinkender an einer Boje. Gott sei Dank hat sie mich nach 60 Minuten abgeschüttelt wie ein lästiges Insekt und ich bin wieder auf mich zurück gefallen.
Gut zwanzig Jahre ist das jetzt her das wir wochenlang zugekifft vor der Glotze lagen und uns hinter "Al" und den fetten Weibern in seinen Schuhgeschäft vor dieser Welt versteckten. Und wenn wir mal raus gingen hatten wir einen sitzen oder wir soffen uns die Welt schön oder wenigstens den nächsten Augenblick und heute darf ich das nicht mehr, deswegen interessiere ich mich vordergründig für geschwärzte Akten, halbverstaatliche Banken und die Frage wer nun jetzt der Türöffner der neuen Rechten ist. Vom Schriftteller und seinem größten Kritiker hab ich Fotos gesehen. Wie die aussehen, wie kleine Kinder, ohne Schrammen, geistig voll da, unerschütterlich und doch ein wenig weltverloren. Am Arsch können die mich lecken und das geschlossen.
Dieses Erwachsenen. alle zusammen verlogen, fad und andauernd schämen sich für ihre Schwächen, oder wollen sie zumindest überwinden. Hoch hinaus muss es auch gehen und gutes Aussehen und kultiviertes Auftreten wäre auch ratsam. Und ein Wok voll Erfolg in Glück geschwenkt und wenn nichts draus wird, wird weiter abgewogen und verglichen und die ewige Jungend lauert im nächsten Schaufenster, aber schau einmal richtig in den Spiegel, du wirst sehen, da ist Nichts außer dir und hör einmal genau in die Welt hinein und du wirst nichts hören außer deiner Stimme.
Ja so redet einer der zu schnell gelebt hat und immer ohne Plan, nie wirklich was im Griff, immer am Abkacken, vom Wahn zerfressen von der Angst gepeinigt. Jetzt in den mittleren Jahre büße ich für mein Unvermögen und Nachts kratze ich das bisschen Sinn für den nächsten Tag heimlich von den Wänden und manchmal reicht es nicht einmal dafür. Und dann hocke ich schlecht gelaunt vor nackten, aufgepixelten Frauen, die gibt es dort massenweise, aber such einmal so auf die Schnelle nach einem guten Gedicht und du wirst nichts finden.
Über die Spießer könnte ich noch schreiben, die mittleren Jahre gehören ja ganz ihnen, jetzt geht ihre Taktik , mit dem zur Seite treten und dem nachäffen voll auf und sie haben es zumindest zu bescheidenen Wohlstand gebracht, den ihnen die EZB mit Blähungen und monetären Flatulenzen einfach wieder so wegnehmen könnte, aber ich will nicht, es reicht doch schon wenn sie heute mit Frauen leben, die eigentlich nicht für sie gedacht waren.
und der Himmel ist grau und die Stadt ist grau und die Menschen sind farblos
und ihre Fassaden bröckeln und meine ist ein Witz und obwohl ich einen weiten Bogen um sie mache
komme ich ohne sie nicht aus und diese junge, unerträglich magere Frau, die schon ein Schrei verwehen könnte, händigt mir mein täglich Brot aus, das nach zwei Tagen niemand mehr essen kann, weil es hart ist wie Stein.
Ihr linker Unterarm ist voller Narben und ihren Rechten versteckt sie hinter einen dicken Verband vor dieser Welt, ihr Gesicht ist so entsetzlich abgekämpft und die Wangenknochen ragen hervor und obwohl sie völlig überfordert ist und hektisch, kämpfst sie sich tapfer durch diesen Tag, der nach nichts riecht und nichts schmeckt und nach zwei Tagen hart sein wird wie Stein, trotzdem schneidet sie Stunde um Stunde Brot herunter, während Syrer unaufhörlich auf Syrer schießen und alte Wunden aufbrechen, die niemand zu heilen vermag. Schiiten, Sunniten, Alawiten, Kurden, wo bitte soll das hinführen.
Ein Mensch, ist ein Mensch, ist ein Mensch, weil er ein Mensch ist. Es gibt keine Unterschiede, in jeder Brust schlägt ein Herz und jeder träumt in Bildern und isst und scheißt und weiß um seine Endlichkeit, die der Preis für unsere Bewusstsein zu sein scheint.
Nur die jungen, pickeligen Wilden von Anonymus haben ganz andere Sorgen, denen geht um die Freiheit des Internets, die wollen keine Zensur und gratis soll auch alles sein oder wenigstens umsonst, tote Syrer auf YouTube kosten uns nichts, das hohe Ross unserer Moral ist in Wirklichkeit ein alter Rauchhaardackel, seinem Herrchen wie aus dem Gesicht geschnitten.
Marie Calvin ist tot und der Junge über den sie schrieb, dem der halbe Schädel fehlte wie einst Kennedy lebt auch nicht mehr und auf einer Mauer in Homs steht "free Syrien", das aussieht wie Coventry oder Dresden und dieses Sterben geht einfach weiter, während mir Lady Scarface noch ein Stück Brot herunter schneidet, das ich heute Abend leicht angesäuert vor mich hin kauen werde, frage ich mich, woher dieses Hass nur kommt und inständig bete ich zu Gott, das er mich nie so hassen lassen wird. Aber wer weiß, vieleicht stürme ich auch einmal bis an die Zähne bewaffnet eine Grundschule, einen Keramikkurs, oder einen Lehrgang für kreatives Schreiben, weil ich die Schnauze voll hab oder nicht wahrhaben will das ich es verbockt habe.
Revolution oder Restauration, aber was ist das gegen eine Zentralbank, die eine Billion Euro verteilt damit wir uns nicht gegenseitig an die Gugel gehen, während die iranischen Mullahs, die Simpsons vom Speiseplan gestrichen haben. Den Al Bundy können sie höchst wahrscheinlich auch nicht leiden.
Was machen die eigentlich den ganzen lieben Tag, wenn sie man mal keine Lust auf Beten haben, oder auf Gehorsam oder Allah in den frommsten Worten zu preisen. Diesem Allah muss diese andauernde Lobhudelei doch auch schon ziemlich beim Hals heraus hängen. Andauernd klopfen schlecht zusammengetackerte Menschenteile an seiner Tür und verlangen nach Jungfrauen und Honig und anderswertigen Zuspruch und geht mal wieder eines dieser Märchenbücher in Flammen auf, greifen die nächsten zur Waffe und wieder liegen schlecht zusammen getackerte Menschenteile herum und der nächste Gott macht angewidert die Tür auf und die Jungfrauen wollen eine Gehaltserhöhung und den Honig gibt es beim Discounter, das Kilo um 6,99 Euro.
Wenn man dafür kein Talent hat, bleiben einen doch nur noch die Simpsons, der Schnaps und die Huren. Erst letzten Samstag hab ich mich am Bein einer dieser Stundengöttinnen festgehalten wie ein Ertrinkender an einer Boje. Gott sei Dank hat sie mich nach 60 Minuten abgeschüttelt wie ein lästiges Insekt und ich bin wieder auf mich zurück gefallen.
Gut zwanzig Jahre ist das jetzt her das wir wochenlang zugekifft vor der Glotze lagen und uns hinter "Al" und den fetten Weibern in seinen Schuhgeschäft vor dieser Welt versteckten. Und wenn wir mal raus gingen hatten wir einen sitzen oder wir soffen uns die Welt schön oder wenigstens den nächsten Augenblick und heute darf ich das nicht mehr, deswegen interessiere ich mich vordergründig für geschwärzte Akten, halbverstaatliche Banken und die Frage wer nun jetzt der Türöffner der neuen Rechten ist. Vom Schriftteller und seinem größten Kritiker hab ich Fotos gesehen. Wie die aussehen, wie kleine Kinder, ohne Schrammen, geistig voll da, unerschütterlich und doch ein wenig weltverloren. Am Arsch können die mich lecken und das geschlossen.
Dieses Erwachsenen. alle zusammen verlogen, fad und andauernd schämen sich für ihre Schwächen, oder wollen sie zumindest überwinden. Hoch hinaus muss es auch gehen und gutes Aussehen und kultiviertes Auftreten wäre auch ratsam. Und ein Wok voll Erfolg in Glück geschwenkt und wenn nichts draus wird, wird weiter abgewogen und verglichen und die ewige Jungend lauert im nächsten Schaufenster, aber schau einmal richtig in den Spiegel, du wirst sehen, da ist Nichts außer dir und hör einmal genau in die Welt hinein und du wirst nichts hören außer deiner Stimme.
Ja so redet einer der zu schnell gelebt hat und immer ohne Plan, nie wirklich was im Griff, immer am Abkacken, vom Wahn zerfressen von der Angst gepeinigt. Jetzt in den mittleren Jahre büße ich für mein Unvermögen und Nachts kratze ich das bisschen Sinn für den nächsten Tag heimlich von den Wänden und manchmal reicht es nicht einmal dafür. Und dann hocke ich schlecht gelaunt vor nackten, aufgepixelten Frauen, die gibt es dort massenweise, aber such einmal so auf die Schnelle nach einem guten Gedicht und du wirst nichts finden.
Über die Spießer könnte ich noch schreiben, die mittleren Jahre gehören ja ganz ihnen, jetzt geht ihre Taktik , mit dem zur Seite treten und dem nachäffen voll auf und sie haben es zumindest zu bescheidenen Wohlstand gebracht, den ihnen die EZB mit Blähungen und monetären Flatulenzen einfach wieder so wegnehmen könnte, aber ich will nicht, es reicht doch schon wenn sie heute mit Frauen leben, die eigentlich nicht für sie gedacht waren.
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Sonntag, 19. Februar 2012
Trauerarbeit
der imperialist, 18:34h
Ich wollt was schreiben über eine Narrenkappe die wir alle tragen und das für die Reichen sowieso immer Fasching (Karneval) ist. Und mich haben sie auch angemalen und in ein Kostüm steckt und jetzt sitze ich hier alt geworden und jämmerlich, in der Zwangsjacke meiner Ängste und nehme jeden Tag wie ein Geschenk und bin scheiß froh, kein Obdachloser zu sein, obwohl die Fakten, eindeutig dafür sprechen, aber der Sozialstaat und all die anderen Errungenschaften, die wir den Göttern, grauen Ersatzgötter und gefräßigen Feudalismus abgetrotzt haben, halten mich an Leben und ich kann unbeschwert schlechte Laune haben und furzen und mit der Schwärze in meinen Hirn, kann ich ganze Straßenzüge vollkleckern und herum sudern kann auch und mit Pornos aus dem Internet stecke ich meine Festplatte in Brand und niemand sagt was abfälliges und wenn ich unverständliche Sachen vor mich hin brabble wie ein Baby, holt mich niemand ab und streckt mich in die nächste Zwangsjacke und die Leute draußen auf der Straße gehen einfach unbeschwert an mir vorüber und auch wenn ich sehe wie sie zu Asche zerfallen.
Diese Deutschen ich werd sie nie verstehen, ist ja schon immerhin siebzig Jahre her, das sie ganz Europa in Schutt und Asche legten, trotzdem nehmen sie das Leben noch immer so tierisch ernst, weswegen andauernd einer ihrer Würdenträger zurücktreten muss, wegen kleiner menschlicher Schwächen und anderer Vergehen, an die sich übermorgen niemand mehr erinnert. Und das ganze Land ist in Aufruhr und fragt sich wie konnte er nur und so eine durch geknallte Tussi, reitet auf ihrem hohen Ross der moralischen Erhabenheit, den armen Sünder auch noch nieder, weil sie
sogar dann mit barer Münze zahlt, wenn sie bei Freunden übernachtet. Das ist doch selbstverständlich", sagt sie. Wie heiß es so schön, "wer ohne Sünde ist der werfe den ersten Stein und die Pflastersteine prasseln aus allen Richtungen auf diesen Biedermann nieder und das ganz Land, steht gefühlt wieder einmal am Abgrund, weil schon der Vorgänger schreiend davon viel und keiner weiß so genau warum. Ja ich weiß es geht um Integrität, politische Hygiene, Vorbildfunktionen und die vierte Macht im Staat und all die unappetitlichen Kungeleien, die schonungslos an das Licht des Tage gezerrt werden müssen . Aber die Liyber einfach im Regen, nein in der Wüste stehen lassen und den Saudis Panzer verkaufen und wie war das damals schon mit dem Schäuble und der Schwarzkohle vom ehrenwerten Herrn Schreiber, seinerseits Waffenhändler. Alles vergessen, denn die Mutter Skandal ist schon wieder trächtig und wirft ein Junges nach dem anderen. Wie hier in "Autriche 3 Points". haben das ganz anders geregelt. Wir sind damals einfach zu den Russen gestapft und nach ein paar Gläser Wodka, hatte sich das mit der Ostmark und unser Schuld erledigt und da wo es offiziell keine Schuld gibt muss man sich auch mit der Sühne nicht ewig herum schlagen. "Anfangsverdachts der Vorteilsannahme und der Vorteilsgewährung". Unsere Parteien kassieren 170 Millionen allein an Parteienförderung, nur leider langt dieses Trinkgelt nicht um nah am Ohr der wackeren Bürger zu sein, deswegen lassen sie sich von zwielichtigen Strippenzieher anfüttern, bis sie wie fette Hamster aussehen, trotzdem steht das Land noch und niemand geht auf die Straße um für ein freies Syrien zu protestieren und die Wutbürger tun auch keiner Fliege was zu leiden und die Braunen, mein Gott die stehen wie jedes Jahr am 8. Mai stramm und halten Wehrmachtsdesserteure für wehrkraftzersetzende Subjekte und Kameradschaftsschweine , die sie in ihren krausen Phantasien standrechtlich erschießen, während sie in Wirklichkeit nur mit Farbkugeln aufeinander losgehen. Wenigstens killen sie keine zusammengeknoteten Türken-Mamas oder deren geile Tugendwächter, mit Alles und Scharf. Wo wir schon wieder bei der deutschen Ernsthaftigkeit angelangt wären.
Leben, erleben, aufleben und von allem zu wenig, nur vom ableben gibt es zu viel. Während ich heute den Boden aufwischte, fragte ich mich wie viel Menschen wohl in der letzten 100 Jahren geboren wurden und wieder starben, oder das Licht dieser Welt nie erblickten, weil sie sich schon in der Gebärmutter erdrosselten oder ganz verschrumpelt in einem Glas landeten wie eine Essigkure. Wann fängt das Menschsein an und wann hört es auf? Neben mit lebte mal ein älteres Ehepaar. Ist keine 15 Jahre her, dass man sie für Tod genug hielt um sie einigermaßen würdevoll wegzuwerfen. Heute weiß ich weder wie sie aussahen, noch wie sich hießen und noch einmal zehn Jahre und ich bin mir nicht einmal mehr sicher ob sie überhaupt je gelebt haben. Aber wer Stalin war oder Billy the Kid das weiß ich. Die Erde ist voll von Unsereins, Würmer und vergessener Geschichten oder Geschichten die so nebensächlich und uninteressant waren, das niemand auf die Idee kam sie aufzuschreiben. Alles weg, für immer verschwunden. Mitterand und Kohl Händchen haltend auf dem Friedhof von Douaumont, den Blick in die Zukunft gerichtet und unter ihnen ihren Plattfüßen, die gut verdauten Überreste von gut 700 000 Männer. Ganz Stumm liegen sie da und über ihnen noch eine Schicht tapfere Männer, was niemanden interessiert, den in der kollektiven Erinnerung ging es nur noch um den Versailler Vertrag und um Reparationszahlungen und Woodrow Wilson wie er Puzzle spielte und Schiiten, Sunniten und Kurden in einen Raum sperrte und General William Westmoreland drohte den Nordvietnam, sie notfalls in die Steinzeit zurück zu bomben und nachdem er das erledigt hatten, mischten die USA das Puzzel vom alten Woodrow neu und wieder floss jede Menge Blut, nur die Schiiten, Sunniten und Kurden hocken heute noch immer in einen Raum, das soll mal einer verstehen, von meinem Fenster betrachtet ergibt das keinen Sinn genau so wenig wie ein neues atomare Gleichgewicht des Schreckens im nahen Osten.
Schlecht durchlüftete Erinnerungen, mit Worten notdürftig zusammen geleimt und vor die Tür gejagt, wie einen streunenden Köter. Alles verändert sich. Sogar aus Kirchen wurden Einkaufstempel. Nur der Trost den die versprechen ist meist eine Nummer zu klein und nach einer Saison wieder aus der Mode. Nichts hat bestand, alles vergänglich, das Glück, die Ungewissheit, die Sinnsuche, ja sogar der Schmerz alles hört mal auf. Die Bausteine des Lebens, ein bisschen Kalium, ein bisschen Nukleinsäure und Rudi Assauer wird bald nicht mehr wissen, das er mal für 4 Minuten deutscher Meister war und wie das damals genau war bei Dünkirchen, " den mit dem Angriff Steiners wird das Alles in Ordnung kommen", während Paul Gascoigne mit Wehmut in den Augen und trockener Kehle, die alte Geschichte vom zu kurzen Bein hervorkramt , weswegen die "Krauts" doch noch die Insel eroberten und sich fragt "where do broken Hearts go", wenn göttliche Stimmen im Crackrausch des seichten Pop ertrinken.
Das Internet sagt das jeden Tag so um die 250 000 Menschen das Zeitliche segnen. Was für ein scheiß Gedränge und ich war heute nicht auf einen Begräbnis und niemanden von denen hab ich vor Jahren mal aufs Leben angestoßen und wir haben drei Nächte durchgesoffen und dann haben wir noch 2 Wochen angehängt weil es grad so gut lief. Trotzdem geht es hier zu wie in einer Ameisenkolonie. Fallen 250 000 kurzfristig aus warten hinterm Zaun schon die nächsten 250 000 und alle rennen hin und wieder her, und von weit oben betrachtet, sieht es so aus als ob der Sinn allein in der Bewegung liegt. Zoomt man etwas näher ran, tragen alle irgendwelche Dinge weg , oder trachten wenigstens danach etwas in die Finger zu bekommen und noch etwas näher ran, kochen alle ihr Süppchen, das mitunter dann andere auszulöffeln haben. Aber ab da wird es fürchterlich unübersichtlich. Und geht man noch näher ran, sieht man die alte Oma die drei Anläufe benötigt um einigermaßen unbeschadet über die Straße zu kommen. Und dann steht sie im Supermarkt und fragt mich ob ich ihr helfen könnte und ich bin ganz gerührt weil sie keine Angst vor mir hat, dass ich ihr die Handtasche klaue. Und dann ist dann nur noch Haut und unter der Haut Organe und Blutbahnen und irgendwann wird es wieder völlig übersichtlich und es sieht so aus als ob der Sinn allein in der Bewegung liegt.
Diese Deutschen ich werd sie nie verstehen, ist ja schon immerhin siebzig Jahre her, das sie ganz Europa in Schutt und Asche legten, trotzdem nehmen sie das Leben noch immer so tierisch ernst, weswegen andauernd einer ihrer Würdenträger zurücktreten muss, wegen kleiner menschlicher Schwächen und anderer Vergehen, an die sich übermorgen niemand mehr erinnert. Und das ganze Land ist in Aufruhr und fragt sich wie konnte er nur und so eine durch geknallte Tussi, reitet auf ihrem hohen Ross der moralischen Erhabenheit, den armen Sünder auch noch nieder, weil sie
sogar dann mit barer Münze zahlt, wenn sie bei Freunden übernachtet. Das ist doch selbstverständlich", sagt sie. Wie heiß es so schön, "wer ohne Sünde ist der werfe den ersten Stein und die Pflastersteine prasseln aus allen Richtungen auf diesen Biedermann nieder und das ganz Land, steht gefühlt wieder einmal am Abgrund, weil schon der Vorgänger schreiend davon viel und keiner weiß so genau warum. Ja ich weiß es geht um Integrität, politische Hygiene, Vorbildfunktionen und die vierte Macht im Staat und all die unappetitlichen Kungeleien, die schonungslos an das Licht des Tage gezerrt werden müssen . Aber die Liyber einfach im Regen, nein in der Wüste stehen lassen und den Saudis Panzer verkaufen und wie war das damals schon mit dem Schäuble und der Schwarzkohle vom ehrenwerten Herrn Schreiber, seinerseits Waffenhändler. Alles vergessen, denn die Mutter Skandal ist schon wieder trächtig und wirft ein Junges nach dem anderen. Wie hier in "Autriche 3 Points". haben das ganz anders geregelt. Wir sind damals einfach zu den Russen gestapft und nach ein paar Gläser Wodka, hatte sich das mit der Ostmark und unser Schuld erledigt und da wo es offiziell keine Schuld gibt muss man sich auch mit der Sühne nicht ewig herum schlagen. "Anfangsverdachts der Vorteilsannahme und der Vorteilsgewährung". Unsere Parteien kassieren 170 Millionen allein an Parteienförderung, nur leider langt dieses Trinkgelt nicht um nah am Ohr der wackeren Bürger zu sein, deswegen lassen sie sich von zwielichtigen Strippenzieher anfüttern, bis sie wie fette Hamster aussehen, trotzdem steht das Land noch und niemand geht auf die Straße um für ein freies Syrien zu protestieren und die Wutbürger tun auch keiner Fliege was zu leiden und die Braunen, mein Gott die stehen wie jedes Jahr am 8. Mai stramm und halten Wehrmachtsdesserteure für wehrkraftzersetzende Subjekte und Kameradschaftsschweine , die sie in ihren krausen Phantasien standrechtlich erschießen, während sie in Wirklichkeit nur mit Farbkugeln aufeinander losgehen. Wenigstens killen sie keine zusammengeknoteten Türken-Mamas oder deren geile Tugendwächter, mit Alles und Scharf. Wo wir schon wieder bei der deutschen Ernsthaftigkeit angelangt wären.
Leben, erleben, aufleben und von allem zu wenig, nur vom ableben gibt es zu viel. Während ich heute den Boden aufwischte, fragte ich mich wie viel Menschen wohl in der letzten 100 Jahren geboren wurden und wieder starben, oder das Licht dieser Welt nie erblickten, weil sie sich schon in der Gebärmutter erdrosselten oder ganz verschrumpelt in einem Glas landeten wie eine Essigkure. Wann fängt das Menschsein an und wann hört es auf? Neben mit lebte mal ein älteres Ehepaar. Ist keine 15 Jahre her, dass man sie für Tod genug hielt um sie einigermaßen würdevoll wegzuwerfen. Heute weiß ich weder wie sie aussahen, noch wie sich hießen und noch einmal zehn Jahre und ich bin mir nicht einmal mehr sicher ob sie überhaupt je gelebt haben. Aber wer Stalin war oder Billy the Kid das weiß ich. Die Erde ist voll von Unsereins, Würmer und vergessener Geschichten oder Geschichten die so nebensächlich und uninteressant waren, das niemand auf die Idee kam sie aufzuschreiben. Alles weg, für immer verschwunden. Mitterand und Kohl Händchen haltend auf dem Friedhof von Douaumont, den Blick in die Zukunft gerichtet und unter ihnen ihren Plattfüßen, die gut verdauten Überreste von gut 700 000 Männer. Ganz Stumm liegen sie da und über ihnen noch eine Schicht tapfere Männer, was niemanden interessiert, den in der kollektiven Erinnerung ging es nur noch um den Versailler Vertrag und um Reparationszahlungen und Woodrow Wilson wie er Puzzle spielte und Schiiten, Sunniten und Kurden in einen Raum sperrte und General William Westmoreland drohte den Nordvietnam, sie notfalls in die Steinzeit zurück zu bomben und nachdem er das erledigt hatten, mischten die USA das Puzzel vom alten Woodrow neu und wieder floss jede Menge Blut, nur die Schiiten, Sunniten und Kurden hocken heute noch immer in einen Raum, das soll mal einer verstehen, von meinem Fenster betrachtet ergibt das keinen Sinn genau so wenig wie ein neues atomare Gleichgewicht des Schreckens im nahen Osten.
Schlecht durchlüftete Erinnerungen, mit Worten notdürftig zusammen geleimt und vor die Tür gejagt, wie einen streunenden Köter. Alles verändert sich. Sogar aus Kirchen wurden Einkaufstempel. Nur der Trost den die versprechen ist meist eine Nummer zu klein und nach einer Saison wieder aus der Mode. Nichts hat bestand, alles vergänglich, das Glück, die Ungewissheit, die Sinnsuche, ja sogar der Schmerz alles hört mal auf. Die Bausteine des Lebens, ein bisschen Kalium, ein bisschen Nukleinsäure und Rudi Assauer wird bald nicht mehr wissen, das er mal für 4 Minuten deutscher Meister war und wie das damals genau war bei Dünkirchen, " den mit dem Angriff Steiners wird das Alles in Ordnung kommen", während Paul Gascoigne mit Wehmut in den Augen und trockener Kehle, die alte Geschichte vom zu kurzen Bein hervorkramt , weswegen die "Krauts" doch noch die Insel eroberten und sich fragt "where do broken Hearts go", wenn göttliche Stimmen im Crackrausch des seichten Pop ertrinken.
Das Internet sagt das jeden Tag so um die 250 000 Menschen das Zeitliche segnen. Was für ein scheiß Gedränge und ich war heute nicht auf einen Begräbnis und niemanden von denen hab ich vor Jahren mal aufs Leben angestoßen und wir haben drei Nächte durchgesoffen und dann haben wir noch 2 Wochen angehängt weil es grad so gut lief. Trotzdem geht es hier zu wie in einer Ameisenkolonie. Fallen 250 000 kurzfristig aus warten hinterm Zaun schon die nächsten 250 000 und alle rennen hin und wieder her, und von weit oben betrachtet, sieht es so aus als ob der Sinn allein in der Bewegung liegt. Zoomt man etwas näher ran, tragen alle irgendwelche Dinge weg , oder trachten wenigstens danach etwas in die Finger zu bekommen und noch etwas näher ran, kochen alle ihr Süppchen, das mitunter dann andere auszulöffeln haben. Aber ab da wird es fürchterlich unübersichtlich. Und geht man noch näher ran, sieht man die alte Oma die drei Anläufe benötigt um einigermaßen unbeschadet über die Straße zu kommen. Und dann steht sie im Supermarkt und fragt mich ob ich ihr helfen könnte und ich bin ganz gerührt weil sie keine Angst vor mir hat, dass ich ihr die Handtasche klaue. Und dann ist dann nur noch Haut und unter der Haut Organe und Blutbahnen und irgendwann wird es wieder völlig übersichtlich und es sieht so aus als ob der Sinn allein in der Bewegung liegt.
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