Montag, 30. März 2026
Mein Elysium ist auch zu Ostern der Hades für Herrschaftliche.
der imperialist, 13:39h
Manchmal hat man eine beschissene Idee und hält trotzdem daran fest. Weil einen sonst nix einfällt. Genau.
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Kurzmeldungen: Nix über Trump. Geht sich nicht aus.
Wie der in der Air Force One immer zwischen Tür und Angel die ungeheuerlichsten Dinge raushaut, im Vorbeigehen, im Halbstehen, im Weiterreden, als wären seine Worte nur zufällige Druckwellen, die sich aus ihm lösten und einen begraben, bevor jemand einordnen kann, was der da wieder von sich gegeben hat. Einst bedurfte es für ein ‚Wollt ihr den totalen Krieg?‘ noch einer zweistündigen Ekstase von Joseph Goebbels im Berliner Sportpalast, aber heute erledigt der das eben einfach so zwischendurch im Vorbeigehen, als wäre die totale Zerstörung nur eine lästige Fußnote, die er im Weitergehen über die Schulter wirft. Das hat jetzt die KI gesagt. Was. Na, das mit der lästigen Fußnote.
„Wissen Sie, alle tun immer so, als wäre ein Regimewechsel eine komplizierte Operation. Dabei ist es ganz einfach. Das erste Regime? Weg. Ausradiert. Kein Restbestand. Die waren böse, wirklich böse Leute. Das zweite? Größtenteils erledigt, nur noch ein paar Stimmen im Hintergrundrauschen, sie sind fast alle tot.
Jetzt reden wir mit der dritten Gruppe – völlig neue Leute, niemand hat je mit ihnen verhandelt. Und wissen Sie was? Sie sind plötzlich erstaunlich vernünftig. Ehrlich: Einen saubereren Regimewechsel kann man kaum bekommen. Wir liegen Wochen vor dem Zeitplan, es ist eine großartige Sache.
Und es ist wirklich simpel: Wir wollen den Deal. Ich will den Deal, alle wollen den Deal. Aber wenn sie weiter dieses Spiel spielen, wenn sie die Straße von Hormus nicht sofort freigeben, dann bleibt uns keine Wahl. Dann schicken wir sie zurück in die Steinzeit. Wortwörtlich. Wir bringen sie dahin zurück, wo sie hingehören. Wir drehen jedes Kraftwerk ab, jedes Licht, jede Leitung – bumm, finster. Wir haben ihre Radarstationen zu hundert Prozent vernichtet, sie sind völlig wehrlos. So läuft das. Quelle: Fake
Monolog (nur echte Trump‑Zitate, ins Deutsche übersetzt)
„Ich habe es immer gesagt: ‚Iran wird niemals eine Atombombe haben.‘
Und als sie wieder drohten, habe ich es klargemacht: ‚Wir werden nicht zulassen, dass der Iran den freien Handel durch die Straße von Hormus bedroht.‘
Sie wollen einen Deal, das weiß jeder. ‚Der Iran will einen Deal machen, und ich denke, sie sollten es tun.‘
Aber wenn sie etwas Dummes tun, dann ist die Sache einfach: ‚Wenn der Iran irgendetwas tut, wird er schwer leiden.‘
Und später habe ich es noch deutlicher gesagt: ‚Wir werden euch zerstören. Ihr werdet ausgelöscht werden.‘
Das ist keine komplizierte Sprache.
Als sie wieder mit der Straße von Hormus spielten, habe ich gesagt: ‚Sie wird nicht geschlossen. Sie wird niemals geschlossen werden.‘
Und wenn sie trotzdem weitermachen, dann wissen sie, was kommt: ‚Wir werden sie härter treffen, als sie jemals zuvor getroffen wurden.‘
So einfach ist das. Sie wollen den Deal – oder sie wollen den Schmerz.“ Quelle: BING
Möchtest du, dass ich diese echten Zitate noch einmal in den Textfluss mit dem Goebbels-Vergleich einbaue? Quelle: Gemini
Hier ist der finale Monolog. Er verbindet die harten, authentischen Trump-Zitate mit deiner scharfen Beobachtung der Beiläufigkeit und dem ironischen historischen Vergleich.
Der „Air Force One“ Monolog
„Wissen Sie, alle tun immer so, als wäre das alles furchtbar kompliziert. Dabei ist es ganz einfach. Ich habe es immer gesagt: ‚Iran wird niemals eine Atombombe haben.‘ Punkt. Und als sie wieder drohten, habe ich es klargemacht: ‚Wir werden nicht zulassen, dass der Iran den freien Handel durch die Straße von Hormus bedroht.‘ Sie wird nicht geschlossen. Sie wird niemals geschlossen werden.
Sie wollen einen Deal, das weiß jeder. ‚Der Iran will einen Deal machen, und ich denke, sie sollten es tun.‘ Es wäre gut für sie. Aber wenn sie etwas Dummes tun, dann ist die Sache simpel: ‚Wenn der Iran irgendetwas tut, wird er schwer leiden.‘ Und später habe ich es noch deutlicher gesagt: ‚Wir werden euch zerstören. Ihr werdet ausgelöscht werden.‘ Das ist keine komplizierte Sprache. Wir werden sie härter treffen, als sie jemals zuvor getroffen wurden. So einfach ist das. Sie wollen den Deal – oder sie wollen den Schmerz.“
Einst bedurfte es für ein ‚Wollt ihr den totalen Krieg?‘ noch einer zweistündigen Ekstase von Joseph Goebbels im Berliner Sportpalast, aber heute erledigt der das eben einfach so zwischendurch im Vorbeigehen – als wäre die totale Zerstörung nur eine lästige Fußnote, die er im Weitergehen über die Schulter wirft.
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„Ich stehe stets zu Ihren Diensten.“ Der ungarische Außenminister Péter Szijjártó am Telefon zu seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow
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Haiti ist bei der Fußball-WM dabei. Haiti. So kaputt wie es einst meine Zähne oben herum waren. Und Italien nicht. Nicht schon wieder? Doch.
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Und das österreichische Unwort 2026 lautet: 'Wohlverhalten'. ©️ Die Salzburger Festspiele. Ein Festspiel für kleinstbürgerliche Gereiztheiten.
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Heute sagt man nicht mehr Keiler sondern Pick-up-Artists. ©️Schöne neue Welt.
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1.
“Ay Dios mío…”
Sexualisierte Deepfakes markieren das Ende der erotischen Fantasie.©️☕(Kalter Kaffee)
Deepfakes liefern eine künstliche „Hyper-Realität“. Sie visualisieren das, was eigentlich der Vorstellungskraft vorbehalten war, mit einer technischen Präzision, die keinen Raum mehr für das eigene Kopfkino lässt. Die Don Juans gehen heute nur noch als Stalker durch und der Casanova macht einen auf Romance-Scammer. Im Netz? Ja, wo sonst? Beim Lidl vor der 1ser-Kasse am Karsamstag?
Genaueres dazu später im Text. Der ein weiterer Abgesang auf den heterosexuelle Mann ist. Der schon lange nicht mehr kann. Der Schizophrenist kann eh noch. Was kann der bitte? Na aufs Häusl rennen. Aso.
Wenigstens hört ihm keiner zu, wenn er wieder mal sein großes Maul aufreißt, wie der US-Präsident Trump, fünf Vietnam-Krieg-bezogene-Rückstellungen. Aber immer groß die Fresse aufreißen, und von der totalen Zerstörung sprechen, mit weit aufgerissenen Maul, und dabei unsere Zukunft absorbierend wie ein Schwarzes Loch Materie oder wie ein Waal Plankton. Das geht. Dummer W****. „Wir sind auf Kurs, alle militärischen Ziele Amerikas in Kürze, sehr bald, zu erreichen“, sagte er. „Wir werden sie mit voller Wucht treffen. In den nächsten zwei bis drei Wochen werden wir sie zurück in die Steinzeit befördern, wo sie hingehören. Die Gespräche laufen derweil weiter.“ ©️Trump.
Leider hat der Waal, laut Bild heißt der jetzt Timmy, keine Wahl. Der ist schon wieder gestrandet, der arme Depp. Aber er atmet noch am Grün-Donnerstag. Guter Titel für eine Autobiographie. „Er atmet noch.“ Halt die Klappe. Oben herum. Da amtet der Timmy noch. Unten herum siehts nicht ganz so freundlich aus.
Es war still, fast idyllisch, und doch lag eine bedrückende, beinahe friedhofsartige Ruhe über der sogenannten „Kirchsee“ in der Wismarbucht. Als die Dämmerung über die Insel Poel hereinbrach, war nur leises Vogelgezwitscher und in der Ferne das Muhen der Rinder zu hören. Es war die Ruhe, die Buckelwal Timmy jetzt brauchte, um an der vermutlich letzten Station seines Lebens zu sterben. Quelle: bild.de
Aber noch ist Krieg. „Der Krieg ist der Vater aller Dinge.“ „Die Waffen nieder!“ Bertha von Suttner „Every war is a laboratory.“ Marshall McLuhan. „Je mehr wir in Frieden schwitzen, desto weniger bluten wir im Krieg.“ (Vijaya Lakshmi Pandit, indische Politikerin und Diplomatin, 1900 – 1990) „In der modernen Kriegsführung wirst du wie ein Hund sterben, ohne jeden guten Grund.“ Ernest Hemingway. „Der Krieg ist ein Massaker von Leuten, die sich nicht kennen, zum Nutzen von Leuten, die sich kennen, aber nicht massakrieren.“ Paul Valéry.
BING besteht aber mit Nachdruck darauf dass das Zitat von Simone Weil stammt. Möglicherweise stammen die Zeilen aber von einer Person die von der Zeitgeschichte einfach verstoffwechselt wurde, ohne irgendeine Spur hinterlassen zu haben, der man folgen könnte wie z.B. dem Hitler bis in sein Geburtshaus in Braunau. Da fragen sich die Leute heute noch. Was soll man mit dieser Keuschen/Haus nur anstellen? Wird renoviert und die Polizei zieht ein. Besser als Gestapo. Wir haben aus der Geschichte gelernt.
Schon sollte ich mich nicht noch blöder anstellen, als ich tatsächlich war. ©️Die Um2. Einfach nur ohne Vorbehalte hingucken und erkennen. Der kann das tatsächlich nicht, war keine Option für meine Erziehungsbevollmächtigten. Das große Misstrauen im ganz Kleinen. Das Misstrauen von Kleinstbürger:innen ist berüchtigt. Wenn Eltern oder Erziehungsberechtigte nicht akzeptierten, dass ein Kind eine Fähigkeit (noch) nicht besitzt ohne nie besitzen wird, wurde Unvermögen umgehend als Drückebergerei oder Faulheit interpretiert. Genau.
Als sich Jahre später dann offenbarte, wegen Ostern, dass ich total unvermögend war, stand ich beschämt in der Hauseinfahrt. Laut Um2 hatte ich als Gescheiterter jedes Recht verwirkt ihr Haus zu betreten wie ihren echten Anverwandelten oder Nachbarn.
Die mit Schuhen in den Wohnraum; ich nur in den Keller.
Du ewiges Kellerkind. Dir hat das Leben aber die Schuhe sowas von ausgezogen.
Stimmt.
Zwar bekommt man den Menschen irgendwann wieder aus dem Keller, aber den Keller nicht mehr aus dem Menschen. Dieser Um-2-Moment hat mein Leben geprägt. Das war lebensprägend.
Ausgehend von dem Tag, als die Um-2 ihre leibliche Nichte fragte, die zu Besuch war: ‚Was möchtest du heute zum Abendessen?‘
Hat sie mich nie gefragt.
Wie alt warst du zu dem Zeitpunkt?
Vierzehn.
Die Nichte der Um-2 war zwölf.
Sag nicht mittags.
Nee. Der wäre zu gut.
Ab diesem Moment war mir klar: Die Frau hat nix für mich über.
Das ist keine Einbildung.
Ich wusste also, dass es schlimm wird.
Aber wie schlimm, habe ich erst später erfahren.
In der Einfahrt stehen, beschämt, ohne Portfolio. KI-korrigiert. Die könnte mich auch noch geschärft korrigieren.
Als ob das an (m)einem Leben was ändern würde.
Meine Lebensangst war echt. Ich kämpfte dann einige Jahre nur noch gegen die drohende Obdachlosigkeit. Verdeckt obdachlos war ich. Für einige Wochen kam ich dann mal bei einem UNO‑Kumpel unter. Bei dem schlief ich am Sofa. Natürlich hat die Um2 keine Erinnerung mehr an den Moment. Warum auch. Die stand nur mit verschränkten Händen in der Haustür und regelte die Dinge ganz in ihrem Sinne. Weil es sich reimt. Ja. Nachdem sie mich abgearbeitet hatte, ging sie wieder in ihren geliebten Garten, der tatsächlich in voller Blüte stand. Während deine Jugend schon verblüht war. Und da warst du noch kein Zwanzig. Scheiße, bist du im Arsch. Ja. Ich bin in diesem Moment wie festgefroren.
„Expedition zum Nordpol“ (deiner Erfahrungswelt)
Zwölf Menschen lassen sich in der Artis einfrieren. So sieht es in ihrem Spezialschiff aus. Und dann kommen Fotos von meinen Mindsetting. Nur a Schmäh.
Die „Tara Polar Station“ ist ein ovales Forschungsschiff, das im August 2026 bewusst im arktischen Meereis festfrieren soll, um monatelang durch den Ozean zu driften. Zwölf Menschen leben dabei auf nur 400 m² in extremer Isolation: Temperaturen bis –40 °C, Stürme, Eisbären, keine Evakuierungsmöglichkeit. Ziel der Mission „Tara Polaris 1“ ist es, über Jahre hinweg den dramatischen Wandel der Arktis zu dokumentieren – schwindendes Eis, veränderte Strömungen, Lichtverhältnisse, Nahrungsketten. Herzstück ist ein Nasslabor mit Moonpool, durch den der deutsche Tauchroboter „Ann“ unter das Packeis geschickt wird. Die Expedition ist die erste von zehn geplanten Driftfahrten, die den Zustand des Nordpolarmeers langfristig vermessen sollen. Wie du dein Scheitern.👍
Bekommt man heute oft als Antwort. Oder so. 👎 Aber so konkret will man es doch nicht. Also lieber 👍. Aber sarkastisch.
Was aber immer passt: 🫰
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2.
Wie man sehen kann. Dieser Planet ist ein einziger Überlebenskampf. Zwischen den Geschlechtern? Unbedingt? Noch steht der Krieg im Mittelpunkt des Geschehens, der in alle Himmelsrichtungen und Kontinente ausfranzt. Jetzt hat der Kampf um die Energie der Zukunft wirklich begonnen.
Die Blockade der Straße von Hormus zwingt die Welt zum Umdenken. Gelingt der Sprung vom fossilen ins erneuerbare Zeitalter – oder droht ein neuer Konflikt, die »Achse der Petrostaaten« gegen den »Block der Elektrostaaten«? Quelle: SPIEGEL 15/2026 Kommt zu früh.
Der Krieg. Der Kampf. Dieser verfluchte Krampf um ein Quäntchen Autonomie und Selbstermächtigung, die nicht ins bodenlose Nichts jenseits jeglicher Struktur stürzt, auf sich selbst zurück, dorthin, wo das innere Chaos beginnt und sich möglicherweise in äußeren Zufälligkeiten widerspiegelt, weil der Mensch ein Geschichtenerzähler ist, der sich eine Geschichte so lange selbst erzählt, bis er sie auch glaubt. Alles Erleben ist ein einziges Stürzen, das dich zum Alleinigen macht. Zu einem dem alle Stricke gerissen sind, und der jetzt wie Treibgut im Ozean, nur noch dahintreibt. Absichtslos. Das macht der doch absichtlich. Und wenn du Pech hast wirst du auch noch in einen Strudel der Ereignisse gerissen, die dich mit in die Tiefe ziehen, wie einst Moby Dick den bekloppten Kapitän Ahab und die Pequod.
Siehe die Menschen in Libanon, die erneut zwischen die Fronten der IDF und Hisbollah geraten. »Wir sind zu erschöpft, um in Panik zu geraten« – wie der Libanon aufgehört hat zu hoffen
Mehr als eine Million Menschen sind auf der Flucht. Die Hisbollah feuert auf Befehl Irans, Israel bombardiert – und die Regierung kann nichts tun außer zuschauen. Eine Reportage über die Ohnmacht der Menschen.
Erst ist es nur ein Rauschen oben im Himmel. Dann ein Dröhnen, das rasend näher kommt, bis eine Detonation den Boden erzittern lässt und eine dunkle Wolke himmelwärts jagt. Zum zweiten Mal in einer halben Stunde hat ein israelischer Kampfjet die kleine Brücke über den Litani-Fluss angegriffen. Es ist 14.30 Uhr, sonnig.
Auf einer Anhöhe der alten Küstenstraße knapp einen Kilometer nordwärts sind mehrere Autofahrer stehen geblieben, immer weitere kommen hinzu. Von hier aus lässt sich die Straße bis zur Brücke einsehen, die vermutlich als nächste dran sein wird. Außerdem steht in der Kurve eine Bretterbude mit Espressobar.
Warten? Oder es wagen, mit Vollgas den Hang hinabzurasen, um noch auf die andere Seite zu kommen? Die meisten bleiben. Manche zögern. Fährt einer los, sprinten zwei, drei in einigem Abstand hinterher, als böte der Mut des Vorausfahrenden irgendeinen Schutz. Eine Frau mittleren Alters mit Kopftuch und drei Kindern im Fond kommt, verlangsamt, schaut die Umstehenden an, rollt mit den Augen himmelwärts – und gibt Vollgas. Ein paar lachen kurz, anerkennend. Alle schauen ihr gebannt nach.
Fassungslosigkeit und Wut über den Missbrauch ihres Landes mischen sich bei Libanesinnen und Libanesen aller Konfessionen mit der Furcht vor der geschwächten, aber immer noch mächtigen Hisbollah; mit der Verzweiflung, abermals von Regierung und Armee im Stich gelassen zu werden, die nicht schaffen, den Kriegsparteien Einhalt zu gebieten. Und alles wird überlagert von der Sorge, die nächsten Tage zu überstehen, vom stillen Sparen der Kräfte, die sie zum Überleben brauchen.
Neu zu beobachten ist, dass Libanesen Hilfe suchende Libanesen wegschicken, wenn es sich um Schiiten handelt – aus Angst. Seit Israels wiederholten Angriffen 2024 auf schiitische Geflohene in Dörfern im christlichen Norden fürchten misstrauische Nachbarn vielerorts, dass Schiiten in der Nähe Israels Bomben über sie bringen. Hotelbesitzer in Beirut, die 2024 noch Vertriebene aufnahmen, haben ihr Angebot bei booking.com abgemeldet, um unter Kontrolle zu behalten, wer bei ihnen ein Zimmer bucht. Quelle: Der SPIEGEL 14/2026
Es ist ein Strudel aus Gewalt der dich weiter nach unten zieht. Ein weiterer Krieg, so sinnlos wie eine schwache Blase oder ein Blasentee bei Altersdemenz, den diese bekloppten Kriegstreiber, in ihren feschen Anzügen, mit den langen Krawatten, und dem geschliffenen Englisch (Premierminister Netanjahu) zu unserem gemacht haben. Und die verrückten Mullahs im Iran, die ihre eigenen Töchter massakrieren, sind völlig unschuldig? Nur weil sie mal nix angezettelt haben. Oder doch?
Warum rücken diese Bekloppten nicht einfach das hochangereicherte Uran raus? Weil das Regime das Uran als Lebensversicherung betrachtet? Weil sie das Zeug als Verhandlungsmasse mit hohem Erpressungspotenzial verwenden? Ein bessere Druckmittel haben die nicht. Na, ja. Die Blockade der Straße von Hormus ist auch kein Pappenstil. Die Inflation ist schon wieder im Anmarsch. Die schlägt sich schon wieder zu den Preisen im Supermarkt durch wie einst die Big-Nazis über die Rattenlinie nach Südamerika oder nach Syrien wie der Alois Brunner (SS‑Hauptsturmführer)Eichmanns „rechter Hand“.
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3.
Die Juden sind sowieso immer an allem schuld. ©️Natürlich unter Vorbehalt.
„Wenn wir von den Engländern sprechen, denken wir an Arroganz und Kaltblütigkeit. Bei Deutschen an Arbeitsdisziplin. Bei Franzosen an Eleganz. Und bei Juden? Verrat! Der Jude ist ein Verräter, der sein Wort bricht, und der einen tiefen, verborgenen Groll gegen Gott hegt.“ Das Video mit diesen Aussagen ist im Web abrufbar. Ähnlich äußerte er sich wenige Wochen nach dem Hamas-Überfall auf Israel in einem Vortrag an der Uni im südostanatolischen Siirt: „Vor Jahrhunderten verrieten sie (die Juden, Anm.) zunächst Allah, dann ihre eigenen Propheten, und aufgrund dieses Verrats wurden sie verflucht.“ Auf seinem Instagram-Profil findet sich auch ein Gedicht an „Den zionistischen Juden“, das solche Zeilen enthält: „Dein Hass gilt der ganzen Menschheit – das ist dein Wesen. Die Erde soll stinken und verfaulen – das ist dein einziges Werk! Hitler hat dir das Hitler-Sein beigebracht!“
Das hast Du tatsächlich gesagt oder wenigstens geliked? Wer ich? Spinnst du? Der Schriftsteller und Dozent an der Universität im ostanatolischen Van, Ömer Demirbağ soll das gesagt haben. Der soll am Ostermontag in Salzburg auf der „Türkische Kulturmesse“, ein wenig aus dem Nähkästchen des Antisemitismus plaudern.
Die Austria Linz Islamische Föderation (ALIF) bewirbt ihr „Megaevent“ in Salzburg mit Slogans wie „Kultur ohne Grenzen“ und „Vielfalt erleben“. Neben türkischen Musikern, die für Lobeshymnen auf Präsident Recep Tayyip Erdoğan bekannt sind, treten im Messezentrum, das Stadt, Land und Wirtschaftskammer gehört, auch türkische Promis auf, die offen antisemitische Positionen vertreten. Quelle: Die 'Presse'.
Trotzdem klingst du in letzter Zeit wie die
Israel-hassender-Linke zu der auch die Schriftstellerin Sally Rooney gezählt werden kann, die zu einer expliziten und resoluten Kämpferin für die palästinensische Sache geworden ist. Angeblich unterstützt sie die Boykottbewegung BDS und die Übersetzung eines ihrer Werke ins Hebräische hat sei auch untersagt. Wie du die Übersetzung deiner Texte ins Deutsche, vergnügt sich der Wortmacher auf meine Kosten. Der hätte ja gerne ein Werk mit Charakter, stellt mich der Wortmacher bloß wie einst die Um2, wenn sie wieder mal auf ihrem Kreuzzug war. Wegen dem verschimmelten Leberwurstbrot in der Schublade deines Schreibtischs? Ja.
Scheiße, was stimmt nicht mit dir, legt dieser W"**** nach. In der einen Schreibtischlade breitete sich der Schimmel aus in dir. Und in der anderen, die klemmte, lag die Miss Texas aus dem Jahr 1984 wie bewusstlos am Rücken, weswegen sie sich gegen deinen Avancen auch nicht wehren konnte. Was heißt hier sie lag am Rücken. Das war doch nur ein Erotikmagazin.
Seit #MeToo gibt es kein "nur" mehr. Nicht für heterosexuelle Männer. Das frühere Muster der Relativierung – ‚nur ein Kompliment‘, ‚nur ein Missverständnis‘, ‚nur a Hetz(e)‘ – greift nicht mehr. Da die Deutungshoheit von der Absicht des Handelnden zur Wirkung auf die betroffene Person gewandert ist, wird jedes ehemals harmlose Verhalten im Licht von Machtgefällen und Grenzen neu bewertet. Das Wort ‚nur‘ hat seine entlastende Funktion verloren. Scheiße. Jeder Depp bemerkt sofort dass ich das nicht selbst formuliert habe.
Der ganze alte Mist zum Relativieren – ‚war nur ein Kompliment‘, ‚nur ein Missverständnis‘, ‚nur Spaß‘ – das zieht nicht mehr, das ist erledigt. Es zählt nicht mehr, was du dir dabei gedacht hast, sondern nur noch, was beim anderen ankommt. Punkt. Jede Geste, die man früher als harmlos weggelacht hat, wird heute seziert. Macht, Abhängigkeit, Grenzen – alles wird neu bewertet unter dem Brennglas der Sozialen Medien.
Ich wedele mit meiner Tugend. Womit wedelst Du?
Ein Kommentar von Arno Frank
Die vernetzte Welt animiert oder zwingt sogar die Menschen, sich zu den medialen Empörungswellen von Ulmen bis Gaza moralisch zu positionieren. Die Frage ist, ob uns das guttut.
Aus dem näheren Umfeld von Christian Ulmen hat inzwischen jeder Konsequenzen gezogen, von dem eine Reaktion zu erwarten war – vom Sender bis zum Werbepartner, von irgendwelchen Influencern bis zu einem Freund und Kollegen wie Fahri Yardim, der als einer der beiden »Jerks« an der Seite des mutmaßlichen Täters stand.
Vor dem Siegeszug der sozialen Medien war eine solche Dynamik nicht denkbar. Inzwischen ist ein Zwang zur weltanschaulichen und moralischen Auskunftspflicht nicht nur der Kunst auferlegt, sondern auch ihrem Publikum. Spürbar wird dieser Zwang im Kino wie im Museum, in der Oper wie in der Konzerthalle. Er betrifft, mehr noch, inzwischen alle Lebensbereiche. Jede Abneigung und jede Vorliebe taugt zur identitären Setzung. Ich wedele mit meiner Tugend. Womit wedelst du? Quelle: SPIEGEL 14/2026
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4.
Ich nur mit meiner dementen Altherrennudel, die sich heute Nacht am Häusl sitzend, für einen Moment gegen die Schwerkraft auflehnte. Ein letztes ortsunkundiges Zucken. Nach dem großen Jucken. Das kannste heute niemanden erzählen, welche Namen einst Sexfilme hatten. Die Lederhosen-Ära. Genau. Die „Laß jucken, Kumpel“-Saga. Da war man noch unverschämt harmlos.
Das stimmt nicht, meldet sich die Bildmacherin zu Wort. Diese Filme waren zwar banaler Klamauk, getarnt als Erotik – harmlos im Ton, aber verheerend im Menschenbild. Es war eine Welt ohne Nein, in der Frauen nur Staffage waren, ohne erkennbaren Willen, und Männer dauergeile Trottel waren. Damals nannte man diesen voyeuristischen Stumpfsinn ‚Spaß‘, schlicht weil die Reflexion fehlte. Heute sehen wir darin das Porträt einer Zeit, die Machtverhältnisse ignorierte, indem die Misogynie einfach weglachte wurde. Scheiße, das ist auch heute noch meine Devise. Was? Na alles an Unbill einfach weglachen. Mir hat man den Schmerzensmann schon als Kind ausgetrieben. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Siehe meine Gartenparty. Zu der du auch alle Nachbarn eingeladen hattest. Genau.
meinung•Geschlechterdebatte
Männerversteher gesucht
Ein Essay von Tobias Becker
Was stimmt nicht mit den Typen? Nach den Vorwürfen von Collien Fernandes gegen Christian Ulmen ist die Wut groß. Aber wer sich empathischere Männer wünscht, sollte vielleicht mehr Empathie mit ihnen haben.
Ein Geschlecht mit negativer Sozialprognose?
»Wir können es uns nicht mehr leisten, nicht über Männer und Gefühle zu sprechen«, schreibt der Autor Ole Liebl , 34, in einem neuen Sachbuch, »Brutal fragile Typen« .
Liebl hat sich einen Namen gemacht mit Clips auf TikTok und Instagram, in denen er ebenso klug wie kurzweilig über Sex und Gender aufklärt, ein Brückenbauer aus der queeren Szene in den Mainstream.
In seinem neuen Buch schreibt er über Männer wie über Patienten mit kompliziertem Heilungsverlauf. Als sei Männlichkeit eine Diagnose, ein Geschlecht mit negativer Sozialprognose. Absurd? Spätestens seit den Vorwürfen gegenüber Christian Ulmen, der doch einer von den Guten zu sein schien, der sich in Interviews als progressiver, auch fürsorglicher Typ gab, finden sich vor allem auf Social Media viele Frauen, die ein ähnliches Unbehagen formulieren.
Männer scheitern am Ideal der Männlichkeit
Die Maskulinisten auf Netflix illustrieren so ungewollt die Theorie prekärer, also zerbrechlicher Männlichkeit. Frauen wird ihre Weiblichkeit in unserer Gesellschaft demnach aufgrund biologischer Merkmale zugeschrieben, mehr oder weniger automatisch. Männer hingegen müssen sich ihre Männlichkeit erst verdienen – und können diese auch wieder verlieren. Sie müssen allerhand tun, um sich als Mann zu beweisen, nach beruflichem, sexuellem oder athletischem Erfolg streben, sich ihre Männlichkeit erarbeiten, sie dann ihr Leben lang verteidigen – im besseren Fall vielleicht mit Gewichten im Gym, im schlechteren Fall mit Gewalt.
»Not am Mann« heißt das Buch, in dem Ladipo über die rechte Revolte schreibt, die Zerstörungslust, mit der sich westliche Demokratien herumschlagen. Den Nährboden der Revolte sieht Ladipo in männlichem Frust, dem »Leiden schwacher Männer«, die der persönliche wirtschaftliche Abstieg »entmannt« habe, die im deindustrialisierten Westen weder Arbeit noch Partnerinnen fänden. Die zentrale Verheißung der Revolte: »groteske, karnevaleske, hemmungslose Männlichkeit«. Quelle: SPIEGEL 14/2026
Der Essay läuft darauf hinaus, dass all den wertvollen Programmen, die den Mut, das Selbstbewusstsein und die Durchsetzungskraft von Mädchen stärken, dringend genauso viele Programme zur Seite gestellt werden müssen, die Jungen den Mut geben, sich schwach zu zeigen. Denn am Ende stellt sich die entscheidende Frage: Was braucht in unserer heutigen Gesellschaft eigentlich mehr Mut? Die Kraft, sich im Wettbewerb zu behaupten, oder die Stärke, die eigene Verletzlichkeit zuzulassen? Es ist eine Wahrheit, von der alle – Jungen wie Mädchen, Männer wie Frauen – gleichermaßen profitieren würden. Wer sich softere Typen wünscht, sollte schlichtweg softer mit ihnen umgehen, als das in diesen Tagen üblich ist. Nein, hier geht es nicht um Nachsicht mit Tätern, bitte kein Aufschrei. Es geht um die Prävention: Es geht um einen empathischen Umgang mit denen, die eben keine Täter werden sollen, damit sie nicht erst lernen müssen, ihre Empathie hinter einer Mauer aus falscher Härte zu vergraben.
Deine emotionale Durchlässigkeit, bespaßt mich der Wortmacher zielsicher, erschöpft sich in einer vollen Herrenwindel. So lange es nur bei einer bleibt, kann man(N) noch immer behaupten, nur einen schlechte Nacht gehabt zu haben. Einen schwachen Moment, spottet der Wortmacher, mich imitierend. genau.
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Kurzmeldungen: Nix über Trump. Geht sich nicht aus.
Wie der in der Air Force One immer zwischen Tür und Angel die ungeheuerlichsten Dinge raushaut, im Vorbeigehen, im Halbstehen, im Weiterreden, als wären seine Worte nur zufällige Druckwellen, die sich aus ihm lösten und einen begraben, bevor jemand einordnen kann, was der da wieder von sich gegeben hat. Einst bedurfte es für ein ‚Wollt ihr den totalen Krieg?‘ noch einer zweistündigen Ekstase von Joseph Goebbels im Berliner Sportpalast, aber heute erledigt der das eben einfach so zwischendurch im Vorbeigehen, als wäre die totale Zerstörung nur eine lästige Fußnote, die er im Weitergehen über die Schulter wirft. Das hat jetzt die KI gesagt. Was. Na, das mit der lästigen Fußnote.
„Wissen Sie, alle tun immer so, als wäre ein Regimewechsel eine komplizierte Operation. Dabei ist es ganz einfach. Das erste Regime? Weg. Ausradiert. Kein Restbestand. Die waren böse, wirklich böse Leute. Das zweite? Größtenteils erledigt, nur noch ein paar Stimmen im Hintergrundrauschen, sie sind fast alle tot.
Jetzt reden wir mit der dritten Gruppe – völlig neue Leute, niemand hat je mit ihnen verhandelt. Und wissen Sie was? Sie sind plötzlich erstaunlich vernünftig. Ehrlich: Einen saubereren Regimewechsel kann man kaum bekommen. Wir liegen Wochen vor dem Zeitplan, es ist eine großartige Sache.
Und es ist wirklich simpel: Wir wollen den Deal. Ich will den Deal, alle wollen den Deal. Aber wenn sie weiter dieses Spiel spielen, wenn sie die Straße von Hormus nicht sofort freigeben, dann bleibt uns keine Wahl. Dann schicken wir sie zurück in die Steinzeit. Wortwörtlich. Wir bringen sie dahin zurück, wo sie hingehören. Wir drehen jedes Kraftwerk ab, jedes Licht, jede Leitung – bumm, finster. Wir haben ihre Radarstationen zu hundert Prozent vernichtet, sie sind völlig wehrlos. So läuft das. Quelle: Fake
Monolog (nur echte Trump‑Zitate, ins Deutsche übersetzt)
„Ich habe es immer gesagt: ‚Iran wird niemals eine Atombombe haben.‘
Und als sie wieder drohten, habe ich es klargemacht: ‚Wir werden nicht zulassen, dass der Iran den freien Handel durch die Straße von Hormus bedroht.‘
Sie wollen einen Deal, das weiß jeder. ‚Der Iran will einen Deal machen, und ich denke, sie sollten es tun.‘
Aber wenn sie etwas Dummes tun, dann ist die Sache einfach: ‚Wenn der Iran irgendetwas tut, wird er schwer leiden.‘
Und später habe ich es noch deutlicher gesagt: ‚Wir werden euch zerstören. Ihr werdet ausgelöscht werden.‘
Das ist keine komplizierte Sprache.
Als sie wieder mit der Straße von Hormus spielten, habe ich gesagt: ‚Sie wird nicht geschlossen. Sie wird niemals geschlossen werden.‘
Und wenn sie trotzdem weitermachen, dann wissen sie, was kommt: ‚Wir werden sie härter treffen, als sie jemals zuvor getroffen wurden.‘
So einfach ist das. Sie wollen den Deal – oder sie wollen den Schmerz.“ Quelle: BING
Möchtest du, dass ich diese echten Zitate noch einmal in den Textfluss mit dem Goebbels-Vergleich einbaue? Quelle: Gemini
Hier ist der finale Monolog. Er verbindet die harten, authentischen Trump-Zitate mit deiner scharfen Beobachtung der Beiläufigkeit und dem ironischen historischen Vergleich.
Der „Air Force One“ Monolog
„Wissen Sie, alle tun immer so, als wäre das alles furchtbar kompliziert. Dabei ist es ganz einfach. Ich habe es immer gesagt: ‚Iran wird niemals eine Atombombe haben.‘ Punkt. Und als sie wieder drohten, habe ich es klargemacht: ‚Wir werden nicht zulassen, dass der Iran den freien Handel durch die Straße von Hormus bedroht.‘ Sie wird nicht geschlossen. Sie wird niemals geschlossen werden.
Sie wollen einen Deal, das weiß jeder. ‚Der Iran will einen Deal machen, und ich denke, sie sollten es tun.‘ Es wäre gut für sie. Aber wenn sie etwas Dummes tun, dann ist die Sache simpel: ‚Wenn der Iran irgendetwas tut, wird er schwer leiden.‘ Und später habe ich es noch deutlicher gesagt: ‚Wir werden euch zerstören. Ihr werdet ausgelöscht werden.‘ Das ist keine komplizierte Sprache. Wir werden sie härter treffen, als sie jemals zuvor getroffen wurden. So einfach ist das. Sie wollen den Deal – oder sie wollen den Schmerz.“
Einst bedurfte es für ein ‚Wollt ihr den totalen Krieg?‘ noch einer zweistündigen Ekstase von Joseph Goebbels im Berliner Sportpalast, aber heute erledigt der das eben einfach so zwischendurch im Vorbeigehen – als wäre die totale Zerstörung nur eine lästige Fußnote, die er im Weitergehen über die Schulter wirft.
----_------_--------___----------______-------______------______-
„Ich stehe stets zu Ihren Diensten.“ Der ungarische Außenminister Péter Szijjártó am Telefon zu seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow
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Haiti ist bei der Fußball-WM dabei. Haiti. So kaputt wie es einst meine Zähne oben herum waren. Und Italien nicht. Nicht schon wieder? Doch.
----_------_--------___----------______-------______------______-
Und das österreichische Unwort 2026 lautet: 'Wohlverhalten'. ©️ Die Salzburger Festspiele. Ein Festspiel für kleinstbürgerliche Gereiztheiten.
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Heute sagt man nicht mehr Keiler sondern Pick-up-Artists. ©️Schöne neue Welt.
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1.
“Ay Dios mío…”
Sexualisierte Deepfakes markieren das Ende der erotischen Fantasie.©️☕(Kalter Kaffee)
Deepfakes liefern eine künstliche „Hyper-Realität“. Sie visualisieren das, was eigentlich der Vorstellungskraft vorbehalten war, mit einer technischen Präzision, die keinen Raum mehr für das eigene Kopfkino lässt. Die Don Juans gehen heute nur noch als Stalker durch und der Casanova macht einen auf Romance-Scammer. Im Netz? Ja, wo sonst? Beim Lidl vor der 1ser-Kasse am Karsamstag?
Genaueres dazu später im Text. Der ein weiterer Abgesang auf den heterosexuelle Mann ist. Der schon lange nicht mehr kann. Der Schizophrenist kann eh noch. Was kann der bitte? Na aufs Häusl rennen. Aso.
Wenigstens hört ihm keiner zu, wenn er wieder mal sein großes Maul aufreißt, wie der US-Präsident Trump, fünf Vietnam-Krieg-bezogene-Rückstellungen. Aber immer groß die Fresse aufreißen, und von der totalen Zerstörung sprechen, mit weit aufgerissenen Maul, und dabei unsere Zukunft absorbierend wie ein Schwarzes Loch Materie oder wie ein Waal Plankton. Das geht. Dummer W****. „Wir sind auf Kurs, alle militärischen Ziele Amerikas in Kürze, sehr bald, zu erreichen“, sagte er. „Wir werden sie mit voller Wucht treffen. In den nächsten zwei bis drei Wochen werden wir sie zurück in die Steinzeit befördern, wo sie hingehören. Die Gespräche laufen derweil weiter.“ ©️Trump.
Leider hat der Waal, laut Bild heißt der jetzt Timmy, keine Wahl. Der ist schon wieder gestrandet, der arme Depp. Aber er atmet noch am Grün-Donnerstag. Guter Titel für eine Autobiographie. „Er atmet noch.“ Halt die Klappe. Oben herum. Da amtet der Timmy noch. Unten herum siehts nicht ganz so freundlich aus.
Es war still, fast idyllisch, und doch lag eine bedrückende, beinahe friedhofsartige Ruhe über der sogenannten „Kirchsee“ in der Wismarbucht. Als die Dämmerung über die Insel Poel hereinbrach, war nur leises Vogelgezwitscher und in der Ferne das Muhen der Rinder zu hören. Es war die Ruhe, die Buckelwal Timmy jetzt brauchte, um an der vermutlich letzten Station seines Lebens zu sterben. Quelle: bild.de
Aber noch ist Krieg. „Der Krieg ist der Vater aller Dinge.“ „Die Waffen nieder!“ Bertha von Suttner „Every war is a laboratory.“ Marshall McLuhan. „Je mehr wir in Frieden schwitzen, desto weniger bluten wir im Krieg.“ (Vijaya Lakshmi Pandit, indische Politikerin und Diplomatin, 1900 – 1990) „In der modernen Kriegsführung wirst du wie ein Hund sterben, ohne jeden guten Grund.“ Ernest Hemingway. „Der Krieg ist ein Massaker von Leuten, die sich nicht kennen, zum Nutzen von Leuten, die sich kennen, aber nicht massakrieren.“ Paul Valéry.
BING besteht aber mit Nachdruck darauf dass das Zitat von Simone Weil stammt. Möglicherweise stammen die Zeilen aber von einer Person die von der Zeitgeschichte einfach verstoffwechselt wurde, ohne irgendeine Spur hinterlassen zu haben, der man folgen könnte wie z.B. dem Hitler bis in sein Geburtshaus in Braunau. Da fragen sich die Leute heute noch. Was soll man mit dieser Keuschen/Haus nur anstellen? Wird renoviert und die Polizei zieht ein. Besser als Gestapo. Wir haben aus der Geschichte gelernt.
Schon sollte ich mich nicht noch blöder anstellen, als ich tatsächlich war. ©️Die Um2. Einfach nur ohne Vorbehalte hingucken und erkennen. Der kann das tatsächlich nicht, war keine Option für meine Erziehungsbevollmächtigten. Das große Misstrauen im ganz Kleinen. Das Misstrauen von Kleinstbürger:innen ist berüchtigt. Wenn Eltern oder Erziehungsberechtigte nicht akzeptierten, dass ein Kind eine Fähigkeit (noch) nicht besitzt ohne nie besitzen wird, wurde Unvermögen umgehend als Drückebergerei oder Faulheit interpretiert. Genau.
Als sich Jahre später dann offenbarte, wegen Ostern, dass ich total unvermögend war, stand ich beschämt in der Hauseinfahrt. Laut Um2 hatte ich als Gescheiterter jedes Recht verwirkt ihr Haus zu betreten wie ihren echten Anverwandelten oder Nachbarn.
Die mit Schuhen in den Wohnraum; ich nur in den Keller.
Du ewiges Kellerkind. Dir hat das Leben aber die Schuhe sowas von ausgezogen.
Stimmt.
Zwar bekommt man den Menschen irgendwann wieder aus dem Keller, aber den Keller nicht mehr aus dem Menschen. Dieser Um-2-Moment hat mein Leben geprägt. Das war lebensprägend.
Ausgehend von dem Tag, als die Um-2 ihre leibliche Nichte fragte, die zu Besuch war: ‚Was möchtest du heute zum Abendessen?‘
Hat sie mich nie gefragt.
Wie alt warst du zu dem Zeitpunkt?
Vierzehn.
Die Nichte der Um-2 war zwölf.
Sag nicht mittags.
Nee. Der wäre zu gut.
Ab diesem Moment war mir klar: Die Frau hat nix für mich über.
Das ist keine Einbildung.
Ich wusste also, dass es schlimm wird.
Aber wie schlimm, habe ich erst später erfahren.
In der Einfahrt stehen, beschämt, ohne Portfolio. KI-korrigiert. Die könnte mich auch noch geschärft korrigieren.
Als ob das an (m)einem Leben was ändern würde.
Meine Lebensangst war echt. Ich kämpfte dann einige Jahre nur noch gegen die drohende Obdachlosigkeit. Verdeckt obdachlos war ich. Für einige Wochen kam ich dann mal bei einem UNO‑Kumpel unter. Bei dem schlief ich am Sofa. Natürlich hat die Um2 keine Erinnerung mehr an den Moment. Warum auch. Die stand nur mit verschränkten Händen in der Haustür und regelte die Dinge ganz in ihrem Sinne. Weil es sich reimt. Ja. Nachdem sie mich abgearbeitet hatte, ging sie wieder in ihren geliebten Garten, der tatsächlich in voller Blüte stand. Während deine Jugend schon verblüht war. Und da warst du noch kein Zwanzig. Scheiße, bist du im Arsch. Ja. Ich bin in diesem Moment wie festgefroren.
„Expedition zum Nordpol“ (deiner Erfahrungswelt)
Zwölf Menschen lassen sich in der Artis einfrieren. So sieht es in ihrem Spezialschiff aus. Und dann kommen Fotos von meinen Mindsetting. Nur a Schmäh.
Die „Tara Polar Station“ ist ein ovales Forschungsschiff, das im August 2026 bewusst im arktischen Meereis festfrieren soll, um monatelang durch den Ozean zu driften. Zwölf Menschen leben dabei auf nur 400 m² in extremer Isolation: Temperaturen bis –40 °C, Stürme, Eisbären, keine Evakuierungsmöglichkeit. Ziel der Mission „Tara Polaris 1“ ist es, über Jahre hinweg den dramatischen Wandel der Arktis zu dokumentieren – schwindendes Eis, veränderte Strömungen, Lichtverhältnisse, Nahrungsketten. Herzstück ist ein Nasslabor mit Moonpool, durch den der deutsche Tauchroboter „Ann“ unter das Packeis geschickt wird. Die Expedition ist die erste von zehn geplanten Driftfahrten, die den Zustand des Nordpolarmeers langfristig vermessen sollen. Wie du dein Scheitern.👍
Bekommt man heute oft als Antwort. Oder so. 👎 Aber so konkret will man es doch nicht. Also lieber 👍. Aber sarkastisch.
Was aber immer passt: 🫰
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2.
Wie man sehen kann. Dieser Planet ist ein einziger Überlebenskampf. Zwischen den Geschlechtern? Unbedingt? Noch steht der Krieg im Mittelpunkt des Geschehens, der in alle Himmelsrichtungen und Kontinente ausfranzt. Jetzt hat der Kampf um die Energie der Zukunft wirklich begonnen.
Die Blockade der Straße von Hormus zwingt die Welt zum Umdenken. Gelingt der Sprung vom fossilen ins erneuerbare Zeitalter – oder droht ein neuer Konflikt, die »Achse der Petrostaaten« gegen den »Block der Elektrostaaten«? Quelle: SPIEGEL 15/2026 Kommt zu früh.
Der Krieg. Der Kampf. Dieser verfluchte Krampf um ein Quäntchen Autonomie und Selbstermächtigung, die nicht ins bodenlose Nichts jenseits jeglicher Struktur stürzt, auf sich selbst zurück, dorthin, wo das innere Chaos beginnt und sich möglicherweise in äußeren Zufälligkeiten widerspiegelt, weil der Mensch ein Geschichtenerzähler ist, der sich eine Geschichte so lange selbst erzählt, bis er sie auch glaubt. Alles Erleben ist ein einziges Stürzen, das dich zum Alleinigen macht. Zu einem dem alle Stricke gerissen sind, und der jetzt wie Treibgut im Ozean, nur noch dahintreibt. Absichtslos. Das macht der doch absichtlich. Und wenn du Pech hast wirst du auch noch in einen Strudel der Ereignisse gerissen, die dich mit in die Tiefe ziehen, wie einst Moby Dick den bekloppten Kapitän Ahab und die Pequod.
Siehe die Menschen in Libanon, die erneut zwischen die Fronten der IDF und Hisbollah geraten. »Wir sind zu erschöpft, um in Panik zu geraten« – wie der Libanon aufgehört hat zu hoffen
Mehr als eine Million Menschen sind auf der Flucht. Die Hisbollah feuert auf Befehl Irans, Israel bombardiert – und die Regierung kann nichts tun außer zuschauen. Eine Reportage über die Ohnmacht der Menschen.
Erst ist es nur ein Rauschen oben im Himmel. Dann ein Dröhnen, das rasend näher kommt, bis eine Detonation den Boden erzittern lässt und eine dunkle Wolke himmelwärts jagt. Zum zweiten Mal in einer halben Stunde hat ein israelischer Kampfjet die kleine Brücke über den Litani-Fluss angegriffen. Es ist 14.30 Uhr, sonnig.
Auf einer Anhöhe der alten Küstenstraße knapp einen Kilometer nordwärts sind mehrere Autofahrer stehen geblieben, immer weitere kommen hinzu. Von hier aus lässt sich die Straße bis zur Brücke einsehen, die vermutlich als nächste dran sein wird. Außerdem steht in der Kurve eine Bretterbude mit Espressobar.
Warten? Oder es wagen, mit Vollgas den Hang hinabzurasen, um noch auf die andere Seite zu kommen? Die meisten bleiben. Manche zögern. Fährt einer los, sprinten zwei, drei in einigem Abstand hinterher, als böte der Mut des Vorausfahrenden irgendeinen Schutz. Eine Frau mittleren Alters mit Kopftuch und drei Kindern im Fond kommt, verlangsamt, schaut die Umstehenden an, rollt mit den Augen himmelwärts – und gibt Vollgas. Ein paar lachen kurz, anerkennend. Alle schauen ihr gebannt nach.
Fassungslosigkeit und Wut über den Missbrauch ihres Landes mischen sich bei Libanesinnen und Libanesen aller Konfessionen mit der Furcht vor der geschwächten, aber immer noch mächtigen Hisbollah; mit der Verzweiflung, abermals von Regierung und Armee im Stich gelassen zu werden, die nicht schaffen, den Kriegsparteien Einhalt zu gebieten. Und alles wird überlagert von der Sorge, die nächsten Tage zu überstehen, vom stillen Sparen der Kräfte, die sie zum Überleben brauchen.
Neu zu beobachten ist, dass Libanesen Hilfe suchende Libanesen wegschicken, wenn es sich um Schiiten handelt – aus Angst. Seit Israels wiederholten Angriffen 2024 auf schiitische Geflohene in Dörfern im christlichen Norden fürchten misstrauische Nachbarn vielerorts, dass Schiiten in der Nähe Israels Bomben über sie bringen. Hotelbesitzer in Beirut, die 2024 noch Vertriebene aufnahmen, haben ihr Angebot bei booking.com abgemeldet, um unter Kontrolle zu behalten, wer bei ihnen ein Zimmer bucht. Quelle: Der SPIEGEL 14/2026
Es ist ein Strudel aus Gewalt der dich weiter nach unten zieht. Ein weiterer Krieg, so sinnlos wie eine schwache Blase oder ein Blasentee bei Altersdemenz, den diese bekloppten Kriegstreiber, in ihren feschen Anzügen, mit den langen Krawatten, und dem geschliffenen Englisch (Premierminister Netanjahu) zu unserem gemacht haben. Und die verrückten Mullahs im Iran, die ihre eigenen Töchter massakrieren, sind völlig unschuldig? Nur weil sie mal nix angezettelt haben. Oder doch?
Warum rücken diese Bekloppten nicht einfach das hochangereicherte Uran raus? Weil das Regime das Uran als Lebensversicherung betrachtet? Weil sie das Zeug als Verhandlungsmasse mit hohem Erpressungspotenzial verwenden? Ein bessere Druckmittel haben die nicht. Na, ja. Die Blockade der Straße von Hormus ist auch kein Pappenstil. Die Inflation ist schon wieder im Anmarsch. Die schlägt sich schon wieder zu den Preisen im Supermarkt durch wie einst die Big-Nazis über die Rattenlinie nach Südamerika oder nach Syrien wie der Alois Brunner (SS‑Hauptsturmführer)Eichmanns „rechter Hand“.
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3.
Die Juden sind sowieso immer an allem schuld. ©️Natürlich unter Vorbehalt.
„Wenn wir von den Engländern sprechen, denken wir an Arroganz und Kaltblütigkeit. Bei Deutschen an Arbeitsdisziplin. Bei Franzosen an Eleganz. Und bei Juden? Verrat! Der Jude ist ein Verräter, der sein Wort bricht, und der einen tiefen, verborgenen Groll gegen Gott hegt.“ Das Video mit diesen Aussagen ist im Web abrufbar. Ähnlich äußerte er sich wenige Wochen nach dem Hamas-Überfall auf Israel in einem Vortrag an der Uni im südostanatolischen Siirt: „Vor Jahrhunderten verrieten sie (die Juden, Anm.) zunächst Allah, dann ihre eigenen Propheten, und aufgrund dieses Verrats wurden sie verflucht.“ Auf seinem Instagram-Profil findet sich auch ein Gedicht an „Den zionistischen Juden“, das solche Zeilen enthält: „Dein Hass gilt der ganzen Menschheit – das ist dein Wesen. Die Erde soll stinken und verfaulen – das ist dein einziges Werk! Hitler hat dir das Hitler-Sein beigebracht!“
Das hast Du tatsächlich gesagt oder wenigstens geliked? Wer ich? Spinnst du? Der Schriftsteller und Dozent an der Universität im ostanatolischen Van, Ömer Demirbağ soll das gesagt haben. Der soll am Ostermontag in Salzburg auf der „Türkische Kulturmesse“, ein wenig aus dem Nähkästchen des Antisemitismus plaudern.
Die Austria Linz Islamische Föderation (ALIF) bewirbt ihr „Megaevent“ in Salzburg mit Slogans wie „Kultur ohne Grenzen“ und „Vielfalt erleben“. Neben türkischen Musikern, die für Lobeshymnen auf Präsident Recep Tayyip Erdoğan bekannt sind, treten im Messezentrum, das Stadt, Land und Wirtschaftskammer gehört, auch türkische Promis auf, die offen antisemitische Positionen vertreten. Quelle: Die 'Presse'.
Trotzdem klingst du in letzter Zeit wie die
Israel-hassender-Linke zu der auch die Schriftstellerin Sally Rooney gezählt werden kann, die zu einer expliziten und resoluten Kämpferin für die palästinensische Sache geworden ist. Angeblich unterstützt sie die Boykottbewegung BDS und die Übersetzung eines ihrer Werke ins Hebräische hat sei auch untersagt. Wie du die Übersetzung deiner Texte ins Deutsche, vergnügt sich der Wortmacher auf meine Kosten. Der hätte ja gerne ein Werk mit Charakter, stellt mich der Wortmacher bloß wie einst die Um2, wenn sie wieder mal auf ihrem Kreuzzug war. Wegen dem verschimmelten Leberwurstbrot in der Schublade deines Schreibtischs? Ja.
Scheiße, was stimmt nicht mit dir, legt dieser W"**** nach. In der einen Schreibtischlade breitete sich der Schimmel aus in dir. Und in der anderen, die klemmte, lag die Miss Texas aus dem Jahr 1984 wie bewusstlos am Rücken, weswegen sie sich gegen deinen Avancen auch nicht wehren konnte. Was heißt hier sie lag am Rücken. Das war doch nur ein Erotikmagazin.
Seit #MeToo gibt es kein "nur" mehr. Nicht für heterosexuelle Männer. Das frühere Muster der Relativierung – ‚nur ein Kompliment‘, ‚nur ein Missverständnis‘, ‚nur a Hetz(e)‘ – greift nicht mehr. Da die Deutungshoheit von der Absicht des Handelnden zur Wirkung auf die betroffene Person gewandert ist, wird jedes ehemals harmlose Verhalten im Licht von Machtgefällen und Grenzen neu bewertet. Das Wort ‚nur‘ hat seine entlastende Funktion verloren. Scheiße. Jeder Depp bemerkt sofort dass ich das nicht selbst formuliert habe.
Der ganze alte Mist zum Relativieren – ‚war nur ein Kompliment‘, ‚nur ein Missverständnis‘, ‚nur Spaß‘ – das zieht nicht mehr, das ist erledigt. Es zählt nicht mehr, was du dir dabei gedacht hast, sondern nur noch, was beim anderen ankommt. Punkt. Jede Geste, die man früher als harmlos weggelacht hat, wird heute seziert. Macht, Abhängigkeit, Grenzen – alles wird neu bewertet unter dem Brennglas der Sozialen Medien.
Ich wedele mit meiner Tugend. Womit wedelst Du?
Ein Kommentar von Arno Frank
Die vernetzte Welt animiert oder zwingt sogar die Menschen, sich zu den medialen Empörungswellen von Ulmen bis Gaza moralisch zu positionieren. Die Frage ist, ob uns das guttut.
Aus dem näheren Umfeld von Christian Ulmen hat inzwischen jeder Konsequenzen gezogen, von dem eine Reaktion zu erwarten war – vom Sender bis zum Werbepartner, von irgendwelchen Influencern bis zu einem Freund und Kollegen wie Fahri Yardim, der als einer der beiden »Jerks« an der Seite des mutmaßlichen Täters stand.
Vor dem Siegeszug der sozialen Medien war eine solche Dynamik nicht denkbar. Inzwischen ist ein Zwang zur weltanschaulichen und moralischen Auskunftspflicht nicht nur der Kunst auferlegt, sondern auch ihrem Publikum. Spürbar wird dieser Zwang im Kino wie im Museum, in der Oper wie in der Konzerthalle. Er betrifft, mehr noch, inzwischen alle Lebensbereiche. Jede Abneigung und jede Vorliebe taugt zur identitären Setzung. Ich wedele mit meiner Tugend. Womit wedelst du? Quelle: SPIEGEL 14/2026
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4.
Ich nur mit meiner dementen Altherrennudel, die sich heute Nacht am Häusl sitzend, für einen Moment gegen die Schwerkraft auflehnte. Ein letztes ortsunkundiges Zucken. Nach dem großen Jucken. Das kannste heute niemanden erzählen, welche Namen einst Sexfilme hatten. Die Lederhosen-Ära. Genau. Die „Laß jucken, Kumpel“-Saga. Da war man noch unverschämt harmlos.
Das stimmt nicht, meldet sich die Bildmacherin zu Wort. Diese Filme waren zwar banaler Klamauk, getarnt als Erotik – harmlos im Ton, aber verheerend im Menschenbild. Es war eine Welt ohne Nein, in der Frauen nur Staffage waren, ohne erkennbaren Willen, und Männer dauergeile Trottel waren. Damals nannte man diesen voyeuristischen Stumpfsinn ‚Spaß‘, schlicht weil die Reflexion fehlte. Heute sehen wir darin das Porträt einer Zeit, die Machtverhältnisse ignorierte, indem die Misogynie einfach weglachte wurde. Scheiße, das ist auch heute noch meine Devise. Was? Na alles an Unbill einfach weglachen. Mir hat man den Schmerzensmann schon als Kind ausgetrieben. Und das im wahrsten Sinne des Wortes. Siehe meine Gartenparty. Zu der du auch alle Nachbarn eingeladen hattest. Genau.
meinung•Geschlechterdebatte
Männerversteher gesucht
Ein Essay von Tobias Becker
Was stimmt nicht mit den Typen? Nach den Vorwürfen von Collien Fernandes gegen Christian Ulmen ist die Wut groß. Aber wer sich empathischere Männer wünscht, sollte vielleicht mehr Empathie mit ihnen haben.
Ein Geschlecht mit negativer Sozialprognose?
»Wir können es uns nicht mehr leisten, nicht über Männer und Gefühle zu sprechen«, schreibt der Autor Ole Liebl , 34, in einem neuen Sachbuch, »Brutal fragile Typen« .
Liebl hat sich einen Namen gemacht mit Clips auf TikTok und Instagram, in denen er ebenso klug wie kurzweilig über Sex und Gender aufklärt, ein Brückenbauer aus der queeren Szene in den Mainstream.
In seinem neuen Buch schreibt er über Männer wie über Patienten mit kompliziertem Heilungsverlauf. Als sei Männlichkeit eine Diagnose, ein Geschlecht mit negativer Sozialprognose. Absurd? Spätestens seit den Vorwürfen gegenüber Christian Ulmen, der doch einer von den Guten zu sein schien, der sich in Interviews als progressiver, auch fürsorglicher Typ gab, finden sich vor allem auf Social Media viele Frauen, die ein ähnliches Unbehagen formulieren.
Männer scheitern am Ideal der Männlichkeit
Die Maskulinisten auf Netflix illustrieren so ungewollt die Theorie prekärer, also zerbrechlicher Männlichkeit. Frauen wird ihre Weiblichkeit in unserer Gesellschaft demnach aufgrund biologischer Merkmale zugeschrieben, mehr oder weniger automatisch. Männer hingegen müssen sich ihre Männlichkeit erst verdienen – und können diese auch wieder verlieren. Sie müssen allerhand tun, um sich als Mann zu beweisen, nach beruflichem, sexuellem oder athletischem Erfolg streben, sich ihre Männlichkeit erarbeiten, sie dann ihr Leben lang verteidigen – im besseren Fall vielleicht mit Gewichten im Gym, im schlechteren Fall mit Gewalt.
»Not am Mann« heißt das Buch, in dem Ladipo über die rechte Revolte schreibt, die Zerstörungslust, mit der sich westliche Demokratien herumschlagen. Den Nährboden der Revolte sieht Ladipo in männlichem Frust, dem »Leiden schwacher Männer«, die der persönliche wirtschaftliche Abstieg »entmannt« habe, die im deindustrialisierten Westen weder Arbeit noch Partnerinnen fänden. Die zentrale Verheißung der Revolte: »groteske, karnevaleske, hemmungslose Männlichkeit«. Quelle: SPIEGEL 14/2026
Der Essay läuft darauf hinaus, dass all den wertvollen Programmen, die den Mut, das Selbstbewusstsein und die Durchsetzungskraft von Mädchen stärken, dringend genauso viele Programme zur Seite gestellt werden müssen, die Jungen den Mut geben, sich schwach zu zeigen. Denn am Ende stellt sich die entscheidende Frage: Was braucht in unserer heutigen Gesellschaft eigentlich mehr Mut? Die Kraft, sich im Wettbewerb zu behaupten, oder die Stärke, die eigene Verletzlichkeit zuzulassen? Es ist eine Wahrheit, von der alle – Jungen wie Mädchen, Männer wie Frauen – gleichermaßen profitieren würden. Wer sich softere Typen wünscht, sollte schlichtweg softer mit ihnen umgehen, als das in diesen Tagen üblich ist. Nein, hier geht es nicht um Nachsicht mit Tätern, bitte kein Aufschrei. Es geht um die Prävention: Es geht um einen empathischen Umgang mit denen, die eben keine Täter werden sollen, damit sie nicht erst lernen müssen, ihre Empathie hinter einer Mauer aus falscher Härte zu vergraben.
Deine emotionale Durchlässigkeit, bespaßt mich der Wortmacher zielsicher, erschöpft sich in einer vollen Herrenwindel. So lange es nur bei einer bleibt, kann man(N) noch immer behaupten, nur einen schlechte Nacht gehabt zu haben. Einen schwachen Moment, spottet der Wortmacher, mich imitierend. genau.
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