Sonntag, 22. März 2026
Dein urologisches Elend. Skript für eine Telenovela des Verfalls.
Bitte Opa Seriös. Nicht wieder mich

Natürlich auch der Kultur. Die Barbarei ist zurück. Die immer die anderen sind. Das hast du wunderbar gesagt.

Kriege muss man führen. Natürlich auch im Namen der Freiheit. Dann gehen dir die Ziele niemals aus. ©️ Die Realität.

Ay, Dios mío!

Gegen Ende verneigen wir uns noch vor Honzo, einem vielgeliebten Schimpansen aus dem Schönbrunner Zoo, den ein Großwildjäger beim Transport mit Schnaps ruhig gehalten hatte. Was das Tier zum Säufer machte, Kettenrauchen kam dazu. „Nur hierzulande kann ein Primat durch Alkohol- und Nikotinmissbrauch zum Star werden“, räsoniert Gratzer. Quelle: Die 'Presse'.

Lustiger und old-school-sympathischer wird es in diesem Text leider nicht mehr. Also nicht absichtlich. Oder sagt man bewusst? Kann man Etwas auch absichtlich machen aber unbewusst? Oder geht es nur bewusst absichtlich? Oder sagt man absichtlich bewusst. Egal. Der Schmäh rennt nicht. Der kommt nicht von der Stelle. Der Schmäh ist von oben bis unten mit auslaufenden Öl beschmiert wie einst die armen Vögel während des Dessert-Storm. Die ganz in Öl getaucht waren wie auf einem Kirtag die Mandeln in eine Zuckerglasur. Jetzt könnte ich textlich einen jener Vögel einbauen, die ich 1991 als UNO‑Soldat (Desert Storm) verzweifelt versucht habe, aus dem ölverschmierten Schlamm zu befreien. Diese Bekloppten hatten im Nebenerwerb geopolitischer Verwerfungen Vögel geteert wie einst die Nazi-Huren in Frankreich, die man nach dem Krieg kahlgeschoren und gefedert durch die Straßen trieb.

Collaboration horizontale. Hattest du auch schon länger nicht mehr spottet der Wortmacher. Wie auch bei dem seiner Unterleibsverfasstheit, legt der Scheißhausdämon nach. Der ist ja ein Bild von einem verfallenden Mann, setzt die Bildmacherin einen drauf. Jetzt könnte ich was über den Maler Otto Dix schreiben und seiner Bildsprache radikaler Schonungslosigkeit. Er zeigte Menschen so, wie sie sind, unverschönt, verwundet, gezeichnet vom Leben. In seinen Bildern begegnen einem Kriegsversehrte, Prostituierte, Greise, Alkoholiker, Soldaten mit amputierten Gliedmaßen und Gesichter voller Narben, Falten und Müdigkeit.

Aber bei diesen Öl- und Gaspreisen, die wegen der jüngsten Angriffe der USA und Israels auf iranische Ziele und den iranischen Gegenschlägen am Golf in die Höhe schießen wie die Gasfackel einer Förderanlage, die überschüssiges oder nicht nutzbares Gas verbrennt, und die sich in weiterer Folge der Brieftaschen der kleinen Leute annehmen werden wie die Um2 einst des kleinen Schizophrenisten (Madame mit den verschränkten Armen) – während sich die Inflation wie der Borkenkäfer durch die Rinde einer gestressten Fichte frisst , da kann man sich das getrost sparen Kann man sich sparen. Der ist gut. Getrost sparen. Dabei sagt man: Weniger ist mehr. Bei Worten. Die erzeugen eine viel größere Wirkung, wenn sie an den richtigen Stellen ganz bewusst eingesetzt werden.

Ein ölverschmierter Vogel ist ein Klumpen aus Teer. Das Gefieder existiert nicht mehr; es ist eine einzige, zähe Kruste. Das schwarze Öl klebt die Flügel unbeweglich an die Flanken, das schiere Gewicht drückt das Tier zu Boden. Jede Bewegung ist ein unkoordinierter Kraftakt gegen die bleierne Last. Die Atmung ist flach und schwer. Das Tier erstickt langsam in seinem Panzer aus Teer – dem Stoff, der uns alle reich gemacht hat. In meinen Händen. Aber das wäre eine Lüge. Eine glatte Lüge.

Was nicht gelogen ist: In unserer Sandsackstellung hatte sich für ein paar Tage ein kleiner irakischer Junge eingemietet. Schwer zu sagen, warum genau. Fakt ist: Heute wäre der Junge eine Weltsensation in den sozialen Medien. Ein kleiner Junge in einer Sandsackstellung. Dem der verfluchte Krieg alles genommen hatte. Natürlich auch seine Kindheit. Die Bilder des Jungen würden um die Welt gehen. 1991 gingen wir zu unseren Offizieren und erklärten ihnen die Situation. Und unser Arzt im Zug nahm sich dann des Jungen an. Keine Ahnung, was er in dieser Sache unternommen hat.

Manche behaupten, die explodierenden Öl- und Gaspreise seien die späte Quittung für den Holocaust. Das ist ein Freibrief für Antisemiten. Ungestraft, ob am Stammtisch oder im Netz, können die ohne weiteres die alte Lüge verbreiten, die Juden seien an allem schuld. Doch der eigentliche Witz ist: In diesem Fall trägt die israelische Regierung unter Netanjahu tatsächlich eine massive Mitschuld an der Preisexplosion. Gemeinsam mit den USA hat Israel den Iran angegriffen, ein Land, das zwar die eigene Bevölkerung brutal unterdrückt, von dem aber als äußere Bedrohung kaum eine weitere Eskalationsstufe ausging. Oder doch? Ich weiß es nicht. Das 440kg-Land. Eine Regime von Massenmörder. Die sogar die eigenen Mütter & Kinder massakrier(t)en.

Dieser verfluchte Netanjahu, Israel Ministerpräsident, mit Verlaub gesagt, hat uns das alles eingebrockt. Der mit allen schmutzigen Tricks des Politischen gewaschen ist. Und kriegsgeil ist der auch. Total kriegsgeil. Aufklärung folgt umgehend. Der hat uns das alles eingebrockt. Der hat den Trump weich gekocht in zahlreichen Telefonaten und persönlichen Treffen. Zusammen mit ihren Frauen haben die sogar Silvester gefeiert. Also kann man sich eh ausmalen worüber die gesprochen haben.

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Netanjahu: „Donald, ich muss es einfach sagen, die Welt hält den Atem an. Deine Rückkehr ins Weiße Haus... es ist das größte politische Comeback der Menschheitsgeschichte. Wie du diese woken Linken zertrümmert hast, diese Verrückten, die unser Abendland zerstören wollten – du hast sie einfach weggewischt. Es war wie Magie. Und dein Golfspiel? Ich habe die Aufnahmen gesehen. Diese Kraft, diese Präzision... du spielst besser als Profis, die halb so alt sind wie du. Es ist eine Ehre, an deinem Tisch zu sitzen.“

Trump: (nickt beiläufig, während er kaut) „Es ist ein Naturtalent, Bibi. Man hat es oder man hat es nicht. Die Quote war fantastisch. Aber sag mal, diese Oliven da… wie heißen die?“

Netanjahu: „Taggiasca. Handgepflückt an einer italienischen Steilküste. Nur das Beste für den Champion.“

Trump: „Schmecken wie normale Oliven.“

Netanjahu: „Sind aber viel teurer.“

Trump: „Ah. Dann passt’s.“

(Kurze Pause. Draußen explodiert das Feuerwerk über Mar-a-Lago in Goldtönen.)

Netanjahu: „Der Kaviar ist auch nicht mehr das, was er mal war.“

Trump: „Liegt am Löffel. Perlmutt ist überbewertet. Ich bleibe bei Gold, das weißt du.“

Netanjahu: „Stimmt. Sara, Schatz – du bist doch auch dafür, dass wir morgen endlich die Mullahs angreifen?“

Sara: „Ja, Bibi-Schatz, unbedingt. Das hält uns endlich diese Meschu-pajim von der Justiz und diese korrupten Ermittler vom Leib. Sollen sie sich mit dem Krieg beschäftigen statt mit unseren Akten. Schenk mir noch ein wenig Champagner nach.“

Trump: (starrt schweigend auf das Feuerwerk, ohne sich zu rühren) „Happy New Year, Melania. Stoßen wir auf deinen 40-Millionen-Deal mit Amazon an. Wo ist die schon wieder!?“

Sara: (sieht Bibi mit stechendem, ungeschöntem Neid an) „So einen Deal wie den von Melania möchte ich übrigens auch haben, Bibi. Meinst du, wir kriegen das hin? Ich meine… wir schreiben doch gerade die Geschichte des jüdischen Volkes neu.“

Netanjahu: „Donald. Du kannst die Geschichte des Nahen Ostens neu schreiben. Das wäre historisch. Historisch wäre das. Selbst George Washington würdest in den Schatten stellen, und ihm den Rang als bedeutendster US-Präsident aller Zeiten ablaufen. Man wird Denkmäler bauen, die größer sind als der Mount Rushmore. Nur für dich.“

Trump: „Ich werde beides bekommen, Bibi. Den Friedensnobelpreis und einen Platz am Mount Trump. Wir werden den Berg umbauen. Viel größer, viel schöner.“

Sara wirft Bibi einen harten Blick zu und deutet stumm mit dem Kinn auf ihr leeres Glas, bis er ihr hastig Champagner nachschenkt.

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Endlos kaute der Netanjahu dem Trump ein Ohr ab.

Wie ich darauf komme:

In seiner ersten Amtszeit ließ Trump die Überredungsversuche Netanyahus, gemeinsam Iran zu attackieren, ins Leere laufen. Jetzt haben die beiden einen Krieg begonnen.
Die amerikanischen Präsidenten seither, egal ob Demokraten oder Republikaner, mag er mit seinen Forderungen schwer genervt haben, aber so viel ist sicher: Mit der Nummer 47, mit Donald J. Trump, sieht das anders aus.

Die Entscheidung Trumps, Iran anzugreifen, war der wahrscheinlich größte politische Sieg Netanyahus in den 18 Jahren, die dieser nun – mit kurzen Unterbrechungen – die Regierung in Israel führt. »40 Jahre lang« habe er davon »geträumt«, sagte der israelische Premier, sichtlich bewegt. Ein Krieg als Lebenstraum.

Offenbar monatelang versuchte Netanyahu, Trump dazu zu bewegen, loszuschlagen. Hat ihm abgerungen, amerikanische B-2-Tarnkappenjets loszuschicken, die, ausgerüstet mit bunkerbrechenden Bomben, im Juni die atomaren Anlagen in Fordo ansteuerten. Das iranische Atomprogramm sei »ausgelöscht«, brüstete sich der Präsident nach dem sogenannten Zwölftagekrieg.

Trotzdem blieb Netanyahu in seiner Rolle als steter Tropfen, der den Stein höhlt. Silvester verbrachten die Ehepaare Netanyahu und Trump gemeinsam in Mar-a-Lago, bestaunten das Feuerwerk, dazu lief Queen: »Don’t Stop Me Now«.

Netanyahu, so berichten amerikanische Medien, habe Trump in Florida um Erlaubnis gebeten, iranische Raketenstellungen angreifen zu dürfen. Trump zögerte, wollte sich nicht festlegen.

Das änderte sich offenbar erst mit einem Telefonat am 23. Februar. Netanyahu informierte Trump laut dem Nachrichtenportal Axios, dass israelische Nachrichtendienste wüssten, wo sich Ali Khamenei am darauffolgenden Samstagmorgen aufhalten würde – zusammen mit seinen wichtigsten Beratern. Die CIA soll die Information bestätigt haben. Ursprünglich war der Angriff anscheinend für Ende März geplant, Netanyahu drängte auf Beschleunigung, berichtet das Portal unter Berufung auf amerikanische und israelische Beamte. Am 26. Februar meldeten Trumps Gesandte aus Genf – sein Schwiegersohn und sein Golfpartner –, die Atomverhandlungen seien ergebnislos verlaufen. Am Abend darauf gab Trump den Befehl.

Am Samstag, dem 28. Februar, um 9.40 Uhr Ortszeit schlagen am Amtssitz von Ali Khamenei, dem Obersten Führer, Bomben ein, Rauch steigt auf. Quelle: SPIEGEL Nr.12/2026

Derweil soll sich das theokratische System in Iran allem Anschein nach wieder konsolidiert haben. Es ähnelt der Hydra, der gleich neue Köpfe nachwachsen, wenn man einen abschlägt. Bisher ist es Trump nur gelungen, Ajatollah Khamenei durch Ajatollah Khamenei zu ersetzen. Der Nahostexperte Karim Sadjadpour schreibt im »Atlantic«, Trump habe auf eine iranische Delcy Rodríguez gehofft – jene venezolanische Vizepräsidentin, die nach der Entführung Maduros die Macht übernahm und sich Washington fügte. Stattdessen habe er womöglich einen iranischen Kim Jong Un hervorgebracht. Quelle: Wie gehabt.

Und wer hat deswegen wieder den Scherben auf? Na die Palästinenser.

Bei einem iranischen Raketenangriff im Westjordanland sind drei Palästinenser getötet worden.
Bei dem Angriff, der einen als Friseursalon genutzten Wohnwagen in der Stadt Beit Awwa traf, wurden nach Angaben palästinensischer Beamter mehrere weitere Personen verletzt.

Der Angriff traf einen Wohnwagen, der in der Stadt Beit Awwa im südlichen Teil des besetzten Gebiets zu einem Friseursalon umgebaut worden war. Das israelische Militär machte eine iranische Rakete für den Angriff verantwortlich, während palästinensische Vertreter erklärten, der Schaden sei durch eine fehlgeleitete israelische Abfangrakete verursacht worden.

In jedem Fall handelte es sich um einen der tödlichsten iranischen Angriffe auf Israel seit Beginn des amerikanisch-israelischen Krieges gegen den Iran Ende Februar und um den ersten, bei dem Palästinenser im Westjordanland getötet wurden.

Laut Mahmoud Masalmeh, dem Bürgermeister von Beit Awwa, der sich nach der Explosion zum Unglücksort begab, war das Gebäude voller Frauen, die sich im Vorfeld des bevorstehenden Eid al-Fitr-Festes, mit dem das Ende des muslimischen Fastenmonats Ramadan gefeiert wird, die Haare machen ließen. Quelle: 📰

Scheiße. Nicht mal die Haare können palästinensische Frauen im Nahem Osten ungestraft schön haben. Was ist denn das für eine bekloppte Welt. Jetzt töten das bekloppte iranische Regime schon die eigenen Verbündeten. Also deren Frauen. Zum iranischen Regime hätte ich noch einen schlechten Witz.

Was haben die iranische Führung und eine Toilette gemeinsam? Beide werden nur temporär besetzt.

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Schauplatzwechsel. Alles läuft ja gleichzeitig auf verschiedenen Ebenen. Das Elend franzt derzeit in alle Richtungen aus.

Kuba. Ein Land am Ende:
Derweil Kuba wegen dem amerikanischen Öl-Embargo im Dunklen verschwindet, hing meine kleinstbürgerliche Leiche heute im Traum auf der Piazzale Lore verkehrt herum aufgehängt wie einst der Duce. Die Hauptstadt Havanna hat normalerweise Priorität bei der Stromerzeugung, da sie Regierungssitz ist. Doch mit zunehmender Energiekrise ist auch sie nicht vor Stromausfällen geschützt. Die Auswirkungen sind in der ganzen Stadt zu spüren. Der Müll türmt sich, da die Müllwagen wegen Treibstoffmangels stillstehen. Ohne Kühlung verderben Fleisch und Milchprodukte in Haushalten und Supermärkten.

Da Havannas Wasserversorgung auf elektrischen Pumpen basiert, ist vielen Einwohnern das fließende Wasser abgestellt worden. Sie stehen nun mit Kanistern an den durch Schwerkraft gespeisten Gemeinschaftszisternen Schlange, so Jorge R. Piñon, ein Ölexperte der Universität von Texas, der Kubas Energiewirtschaft beobachtet. Gesundheitsbehörden haben Zehntausende von Operationen verschoben, und Krebspatienten, die sich einer Chemotherapie unterziehen, sehen sich mit Behandlungsunterbrechungen durch Stromausfälle und fehlende Kühlmedikamente konfrontiert.

In Ferienorten wie Varadero, Cayo Coco und Cayo Santa Maria, wo sich zahlreiche Strandhotels und Wellnessanlagen befinden, ist die Stromversorgung größtenteils erhalten. Anders als Wohngebiete, die auf das marode nationale Stromnetz angewiesen sind, verfügen die Hotels dort über eigene Generatoren. Die Treibstoffversorgung dieser Orte hat – ebenso wie die der Krankenhäuser – höchste Priorität. Quelle: 📰

Schrecklich. Immer sind es die Hungerleider unter den Nationen denen die Arschkarte zugesteckt wird. Die hängen eh schon so in den Seilen, wie ich eben verkehrt rum an der Piazzale Lore. Am Tag hatte ich was über die Reform der italienischen Justiz gelesen, über die in Italien abgestimmt wird kommenden Sonntag und Montag. Wie aufgeheizt die Stimmung ist und wie wenig es um Inhalte geht, zeigt der Fall eines Mitglieds der Zentrumspartei. Als er sich – im Gegensatz zu den meisten Oppositionellen – aus inhaltlichen Gründen für ein „Ja“ aussprach, wurde er in sozialen Medien wüst beschimpft. Und daran erinnert: „Verräter kommen auf Piazzale Loreto.“. Auf dieser Mailänder Piazza wurde Mussolini 1945 kopfüber aufgehängt. Quelle: Die "Presse".

Damals war Krieg und jetzt ist wieder Krieg. Ein verkappter Weltkrieg. Alle Kontinente sind betroffen. Asien auch. Pakistan und Afghanistan. Hunderte Tote bei massivem Luftangriff in Afghanistan. Krieg am Hindukusch. Die Taliban werfen Pakistan vor, eine Klinik bombardiert zu haben. Pakistan spricht von Angriff auf Terroristen.

Pakistan trifft Spital in Kabul – die Taliban sprechen von Hunderten Toten.
Ein pakistanischer Luftangriff hat in der afghanischen Hauptstadt eine Entzugsklinik für Suchtkranke zerstört. Pakistan gab an, ein Munitionsdepot bombardiert zu haben. Der Angriff markiert eine weitere Eskalation des Krieges.

Fotos und Videos nach dem Angriff zeigten brennende Gebäude und zerstörte Container. Die BBC hatte das Ibn-Sina-Spital vor drei Jahren besucht. Die Insassen lebten unter elenden Bedingungen und müssten 45 Tage in dem Spital verbringen, berichtete der britische Sender damals. Die Taliban hätten Suchtkranke aus der ganzen Stadt dorthin gebracht, damit sie sich einer Entzugsbehandlung unterzögen. Das Regime geht seit der Rückkehr an die Macht 2021 mit harter Hand gegen Drogenabhängige vor.

Afghanistan hat seit langem ein massives Drogenproblem. Krieg, Armut und Hunger haben Zehntausende in die Sucht getrieben. Über Jahrzehnte war Afghanistan der weltgrößte Produzent von Opium und Heroin. Die Taliban haben 2022 jedoch die Herstellung von Drogen verboten und gehen rigoros gegen den Mohnanbau vor. Die Anbaufläche hat sich in der Folge drastisch verringert. Dennoch sind Opium, Heroin und Amphetamine weiterhin leicht verfügbar. Quelle: "NZZ"

Junkie in Afghanistan. Fast so schlimm wie Frau in Afghanistan. Oder Iran. Da darfst du Haare auch nicht schön haben. Über allen liegt derzeit ein blutiger Schleier des Kriegs. Alle reden nur noch vom Krieg. Von Netanjahus Lebenstraum. Damit meine ich jene die wirklich politische Entscheidungsgewalt haben. Nur ein paar Unbelehrbare halten auf den billigen Plätzen tapfer am Frieden. Aber selbst unter den angeblich so Friedfertigen gibt es einige, die daraus politisches Kapital schlagen. Falls Sie es mit den Medien halten wie ich – aus Mangel an Alternativen, der hat ja sonst nix, stichelt der Wortmacher –, sollten Sie sich die Farce um die Druschba‑Pipeline vergegenwärtigen.

Die Druschba‑Pipeline, über die russisches Öl nach Ungarn und in die Slowakei fließt, wurde durch Angriffe schwer beschädigt, woraufhin die Ukraine erklärte, sie könne die Leitung wegen zerstörter Pumpstationen nicht reparieren, während Ungarn behauptet, Kiew wolle die Reparatur absichtlich verzögern, um politischen Druck auszuüben; gleichzeitig blockiert Ungarn in Brüssel ein 90‑Milliarden‑Hilfspaket für die Ukraine und nutzt die Pipeline‑Störung als Hebel, obwohl das Land selbst finanziell nicht betroffen ist, weshalb die EU nun anbietet, die Reparatur der Pipeline zu bezahlen, damit Ungarn endlich den 90‑Milliarden‑Kredit freigibt.

Im April finden in Ungarn Parlamentswahlen statt. Ich halte es für ausgeschlossen das die Oppositionspartei TISZA von Péter Magyar die Wahl wirklich gewinnt. Nicht bei diesem Wahlsystem.

Fidesz hat seit 2011 das gesamte Wahlsystem so umgebaut, dass es systematisch die Regierungspartei bevorzugt: Wahlkreise wurden neu zugeschnitten (Gerrymandering), sodass ländliche Fidesz‑Hochburgen überrepräsentiert sind; die Zahl der Direktmandate wurde erhöht, was Fidesz nützt, weil die Opposition in Städten konzentriert ist; die Ausgleichsmandate wurden so verändert, dass selbst verlorene Stimmen von Fidesz in zusätzliche Sitze umgewandelt werden; Auslandsungarn mit Fidesz‑Nähe erhielten vereinfachte Briefwahl, während im Ausland lebende ungarische Oppositionelle komplizierte Verfahren haben; staatliche Medien wurden zu Fidesz‑Propaganda umgebaut; und Wahlkreise wurden 2024 erneut so zugeschnitten, dass Budapest geschwächt und ländliche Gebiete gestärkt werden. Das deckt sich auch mit Berichten der OSZE, der EU-Kommission und Organisationen wie Freedom House, die das ungarische Wahlsystem als „frei, aber nicht fair“ einstufen.

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Du Deckhengst, lacht sich der Wortmacher einen. Auf der Weide der ‚Collaboration horizontale‘ grasen keine Stuten. Eben weil der Krieg, an allen Fronten tobt. Letztens ist mein Immunsystem in Knie gefangen. Leben ist ja ein einzige Abwehrschlacht die auch in deinen Zellen tobt. Das Leben ist keine friedliche Existenz, sondern ein ununterbrochener, hochfrequenter biologischer Stellungskrieg auf mikroskopischer Ebene. In jeder Sekunde tobt in deinem Inneren eine Abwehrschlacht, bei der deine Zellen als vorderste Frontlinie gegen ein Dauerfeuer aus Mutationen, freien Radikalen und aggressiven Erregern stehen.

Das sind kriegsähnliche Zustände. Selbst wenn man Schlacht um Schlacht gewinnt ist der Krieg gegen den Verfall nicht zu gewinnen. Nicht mit deinen Unterleib. Stimmt auch wieder.

Der Krieg. Dieser verfluchte Krieg um die Wahrheit. Der auch ja. Aber auch so ist Krieg, der alltägliche halt. Wie die gefakten toben die Kriegen an allen Fronten. Ein weiterer Krieg, der nicht der Unsrige ist, und doch zu unserem gemacht wird von den Raubtieren, die nur der Logik ihrer eigenen Gier folgen. Die sich durch Länder, Biografien und zerplatze Hoffnungen fressen wie in der Eingangszene ausführlichst beschrieben. Was völliger Humbug ist. Durch geplatzte Hoffnungen frisst sich kein Raubtier. Das frisst sich durch eine Gazelle. Oder einen getöteten Elefanten. Das nennt man dann Safari.

Apropos Safari. Sarajewo-Safari.

Das Grauen ist greifbar in Sarajevo, bis heute. Es genügt, im Museum am Großen Park eine der verspiegelten Schubladen zu öffnen.

Kuscheltiere, Schulhefte, Turnschuhe, Violinen liegen darin, Hinterlassenschaften jener Kinder, die während des Kriegs in Bosniens Hauptstadt ermordet wurden. In einem der Schubfächer verbirgt sich neben der Notiz »Irina Čišić 1992–1993« ein Projektil vom Kaliber 7,9 Millimeter.

Fortsetzung folgt...............deinem Leben, das so gegenstandlos ist, dass es keine Folgen mehr nach sich zieht, wie die Sprache einen Kondensstreifen aus Worten. Kommt fast hin, ja.

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