Donnerstag, 5. Februar 2026
Der Zyklus und Die Periode. Eine weitere Ode auf die Hoden?
Nicht wirklich. Ich hatte da so eine Theorie zum Thema Impotenz: Da ist dieser Typ, der seit Jahren zwei Blatt Küchenrolle auf seinem Schreibtisch liegen hat. Ganz ordentlich. Eines als Untersetzer für die Kaffeetasse. Einen zum . Das war eine eingespielte Routine. Da passte kein Blatt dazwischen. Hygiene muss schließlich auch sein. Und Ordnung ist sowieso das halbe Leben. Man(N) will ja alles sofort griffbereit haben, wenn der Mann ein echter Kerl sein will. Doch mittlerweile braucht es in dieser Angelegenheit nur noch ein einzelnes Blatt Küchenrolle.
In der zweiten Version liegen doch wieder zwei Blatt Küchenrolle am Schreibtisch. Eines zum reinweinen.

Der Wortmacher hätte auch einen Titel: Rolle Rückwärts. Na, ja. Shrinkflation, würde auch besser. Oder was mit degrowth. Da scheint der große Hype auch vorbei zu sein nach Jahren der Rezession. Am Wokismus, habe ich gelesen, sind ja die Linken schuld. Die sind immer weiter nach links gerückt und habe einen Lücke gerissen, die jetzt von Rechtsgedachten gefüllt wird. Weil die gesellschaftliche Mitte kein Interessen hat an politsicher Mitwirkung. Das war schon immer so. Und daran wird sich nix ändern. Na, na. Minnesota zeigt das es auch anders geht. Wenigstens die Inflation hat sich in Österreich merklich abgeschwächt. Jänner‑Inflation: 2,0 %. Ende des Basiseffekts (z. B. Strompreisbremse). Auf die regiert selbst die unpolitische Mitte allergisch. Die war den Nazis liebster Lohn.

Die Preise steigen leise,
ein täglicher Verlust.
Die Zahlen wirken nüchtern,
doch jeder spürt den Frust.

Der Frust ist Gold für falsche Retter, die laute Phrasen dreschen. Sie schimpfen auf das Wirtschaftswetter, um Zorn in Stimmen umzucashen.

Themenschwerpunkt diese Woche: Lyrik. Für fortgeschrittene Dilettanten.

Eine Gedichtansammlung.
Wie der Lurch unter deiner Hapfen. Oder das Bouquet in dem seiner Unterhosen. Nach einer ereignisreichen Nacht. ©️Der Wortmacher.

Aus dem vordersten Frontabschnitt der Reimmaschinerie.(Ende anscheinend nie)

Einweg-Soldaten

"Willst du den schnellen Suizid,
such im Donbass dein Abschiedslied."

"Willst du schnell aus dem Leben scheiden,
geh an die Front, um dort zu bleiben."

"Willst du den Tod auf schnelle Art,
dann wird im Donbass nicht gespart."

"Willst du den schnellen Selbstmord sehen?
Dann musst du an die Frontlinie gehen."

"Willst du flux das Ende finden,
lass dich im Donbass vorn anbinden."

"Willst du kurz den Tod begrüßen,
musst du das an der Front büßen."

"Suchst du flux das Lebensende,
bringt der Donbass dir die Wende."

Drei Reime stammen von mir. Den Rest hat die KI ausgespuckt. Nachdem sie meine Reime hatte zum Abkupfern.

Ich habe noch eins.
Die Untauglichen

Wo die Kälte beißend sticht,
und der Schmerz sich jäh im Fleisch erbricht,
wo Knochen splittern, Schädel spalten,
wo kein Gott nach dir sucht, dich zu erhalten.
Wo der Soldat im Felde schockgefroren erstarrt,
von einem Schwarm Drohnen wie Freiwild gejagt,
wo dein Leben wie ein Pixel flackert,
und eine KI unentwegt im Background rattert.
Ein Mausklick regelt deinen fernen Tod,
am Bildschirm leuchtet das Signal rot.
Kill, kill – dieses unwerte Leben,
von Menschen genommen, von der Schöpfung gegeben.
Direkt vor uns, vor unser aller Augen,
die zum Sehen nicht mehr taugen.

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(Mein Favorit)

Bei Allah

In Gottes Namen.
Sie nahmen und nahmen und nahmen.
Die vielen Namen,
die sie nahmen.
In Gottes Namen.
Amen.
Nee, آمين.

Ende

„In Allahs Namen, so wird es deklariert,
doch nur die Macht ist es, die sie führt.
Chameini gab den Befehl zum Mord,
an jedem Platz, an jedem Ort.
Die eigene Jugend, das eigene Blut,
erstickt im Zorn der Tyrannenwut.“

„Der Ayatollah thront in seinem hohen Rat,
und segnet die grausam blutige Tat.
Von Chameini kam das Wort zum Schlag,
das über Irans Kindern wie ein Schatten lag.
Sie rufen nach Allah beim letzten Hieb,
bis von der Freiheit nur Asche blieb.“

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In Wahrheit blieben schwarze Leichensäcke zurück. Sehr viele schwarze Leichensäcke. Davon kursierten im Netz sehr viele Videos. Eine regelrechte Flut an schwarzen Leichensäcken gab es unlängst in Iran. Es war ein schrecklicher Hype. ©️Die sind der Goldstandard des Grauens.

Als auf einem abgezogenen Bett auf einer Corona-Station ein schwarzer Leichensack auf einem Weitertransport wartete. Nicht weiter. Auf den Abtransport warteten. Während im Bett schräg gegenüber ein Mensch, auf dem Bauch gedreht und an eine Maschine angeschlossen, um sein Leben kämpfte. Ich dachte diese Phase hätten wir hinter uns. Als jene, für deren Immunsysteme das Corona-Virus keine tödliche Bedrohung war, in den sozialen Medien darüber stritten, ob ein Mensch jetzt „mit oder an“ Corona verstorben ist.

Und was soll das mit dem warten? Auf was warten Tote? Wer fragt das? Na, auf ihre Totenruhe. Das man sie in endlich in ruhe tot sein lässt. Da redet der Richtige. Du notorischer Leichenfledderer. Und was ist mit der Leichenfledderei im Pilnazek-U-Ausschuss, rege ich mich auf, um von mir abzulenken. Das ist würdelos. Haben diese Bekloppten überhaupt keinen Anstand. Wie die FPÖ Politik macht? Das auch. Inzwischen kennt ganz Österreich den begrifflichen Unterschied zwischen einer Totenbeschau und einer kriminalpolizeilichen Leichenbeschau.

Am Vortag hatten zwei befragte Polizisten angegeben, die Ärztin sei bei der Leichenbeschau anwesend gewesen. Diese widersprach: Die Totenbeschau sei etwas anderes. Ihre Aufgabe sei es gewesen, festzustellen, ob die Person lebt oder nicht und ob sie die Todesursache kennt. Eine Totenbeschau sei stets Sache der Gemeindeärztin. Leichenbeschau habe sie hingegen „noch nie gemacht“ - und erst später erfahren, dass sie dies überhaupt dürfte.

Für Unterhaltung bei der Verfahrensrichterin sorgte die Gemeindeärztin mit der Auskunft, sie habe kein Thermometer zur Messung der Wassertemperatur bei sich gehabt. Quelle: Das ist Österreich. Da muss der Schmäh rennen. Die sitzen dann alle im U-Ausschuss und lachen. Gut, dass die Humanistata das nicht mitbekommt. Die hat ja ihren Verstand verloren. Und nicht wiedergefunden. Wie auch in diesen Zeiten, hybrider Vernetzung. Diese Menschheit muss man sich wie einen großen Organismus vorstellen. Einen depressiven Organismus. Exakt.

Am betreffenden Tag sei sie (die Ärztin) telefonisch aus ihrer Ordination gerufen worden, da eine Wasserleiche gefunden worden sei, so die Gemeindeärztin. Die Todesursache sei nicht ersichtlich gewesen, daher habe sie eine Obduktion anfordern wollen.

Mit den anwesenden Polizisten sei daraufhin eine Diskussion entstanden. „Sicher zehn Minuten“ habe die Auseinandersetzung gedauert, das gab es „in meinem ganzen Leben noch nie“. Quelle: Schon wittert die FPÖ einen ÖVP-Skandal. Weil das Innenministerium seit gefühlten Ewigkeiten als Erbpacht der ÖVP gilt? Exakt. Deswegen steht die Polizei im ganzen Land im Dienste der ÖVP? Was sonst. Über einige Mittelsmänner hat die ÖVP dann auf Telegramm einen Killer organisiert damit der Pilnazek endlich zum Schweigen gebracht wird. Dabei markierte schon die Suspendierung den tiefen Fall des Mannes, der einst als „Architekt des Strafrechts“ bezeichnet wurde. Nachdem seine Karriere zerstört war hat die ÖVP einen minderjährigen Killer aus Schweden angeheuert, lästert der Wortmacher. Also gänzlich ausgeschlossen kann es nicht werden.

ZDF (auslandsjournal): "Krieg der Gangs – Warum Schweden nicht zur Ruhe kommt".
Spiegel TV: "Bandenkrieg in Schweden: 14-Jährige mit Sturmgewehren".
Arte Re: "Schweden: Die Kinder der Gangs"
Selbst der ORF hat unlängst berichtet. Verbrechen „auf Bestellung“ haben sich in den vergangenen Jahren vor allem in Schweden etabliert. Kinder unter 15 Jahren werden in sozialen Netzwerken gezielt angeschrieben und für Verbrechen angeworben.

Aus dem Dossier eines Shooters.

Der Mann, mit seinen Nerven möglicherweise total am Ende, hatte also seinen eigenen Killer angerufen. Mitten in der Nacht, noch a bissl beschwipst. Zuvor hatte ihn ja die Polizei den Führerschein abgenommen. Nachdem er als Geisterfahrer aufgehalten wurde. Wie zuvor von der grünen Justizministerin Alma Zadić, die ihn suspendiert hatte. Möglicherweise hat der Killer nur Pilnazeks Handy gehackt. Das geht heute ratzfatz. Mittels illegalen Staatstrojaner. Oder mit Pegasus, quasi dem „Ferrari“ unter den Spionage-Programmen. Jetzt wahrscheinlich nicht mehr. Nachdem bekannt wurde das die halbe Welt damit abgehört wurde.

Die Liste der Zielpersonen liest sich wie ein Who’s-Who der Weltpolitik und des Widerstands: Sogar der französische Präsident Emmanuel Macron und EU-Ratspräsident Charles Michel standen im Visier. Im Umfeld des ermordeten saudischen Regimekritikers Jamal Khashoggi wurden dessen engste Vertraute lückenlos überwacht. Von mexikanischen Aktivisten bis hin zu indischen Oppositionellen wie Rahul Gandhi – die Technik machte vor keinem Amt und keiner Grenze halt. Wer die Macht und das Geld hatte, konnte jeden, der ihm im Weg stand, digital entblößen.

Auch in Griechenland bebte die Erde, als bekannt wurde, dass unter Premierminister Kyriakos Mitsotakis Oppositionelle und Reporter mit der Software Predator systematisch ausgespäht worden waren. Nach mehrtägigem Schweigen rechtfertigte sich Mitsotakis im Fernsehen: „Ich wusste davon nichts, und natürlich hätte ich so etwas auch nie genehmigt.“ Der abgehörte Politiker Nikos Androulakis konterte scharf: „Mit seiner Erklärung stellt sich der Ministerpräsident erneut als schuldlos hin, indem er das Narrativ eines ‚Rechtsfehlers‘ bemüht, um eine Straftat zu rechtfertigen.“ Mitsotakis versuche damit, Zeit zu kaufen, doch die Wahrheit werde ans Licht kommen.

Besonders brutal traf es Ungarn – als bisher einziges EU-Land, das Pegasus nachweislich gegen die eigene Bevölkerung einsetzte. Insgesamt befanden sich etwa 300 ungarische Zielpersonen auf der geleakten Liste, darunter Journalistinnen, Geschäftsleute und ehemalige Politiker. Einer der Betroffenen ist Szabolcs Panyi, Redakteur des Investigativ-Portals „Direkt36“, das zu Korruption und den dunklen Beziehungen Ungarns zu Russland und China recherchiert.

SPIEGEL: Herr Panyi, was empfinden Sie bei dem Gedanken, dass der ungarische Staat Sie mit einer ausgeklügelten Spionagesoftware überwacht hat und praktisch alles über Sie erfahren konnte?

Panyi: Ich habe widersprüchliche Empfindungen. Einerseits hat die ungarische Regierung offenbar Zehntausende Dollar ausgegeben, um mein Telefon anzuzapfen. Offenbar schätzt sie meine Arbeit als bedeutungsvoll ein, daher empfinde ich einen gewissen Stolz. Andererseits bin ich schockiert, weil mein Recht auf Privatsphäre und vor allem mein Recht als Journalist auf Informantenschutz sehr schwerwiegend verletzt wurde. Dann ist da noch der Umstand, dass die NSO-Software eigentlich nur gegen Terroristen und Schwerkriminelle eingesetzt werden soll. Ich bin nichts von beidem.

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Der U-Ausschuss der Niedertracht:

Ein Anruf in der tiefen Nacht. An einen Killer hat er auch noch gedacht. Mitten im Rausch, den Verstand fast geraubt, Hat er an Hilfe beim Mörder geglaubt. Vom Wein noch schwer, vom Amt befreit, Ein Geisterfahrer seiner Zeit.

Zuvor hat die Polizei ihm den Schein entzogen, Das Schicksal hat ihn um die Macht betrogen. Erst die Zadić, die ihn vom Posten stieß, Was ihn im Leeren stehen ließ. Nun wählt er die Nummer, die alles beendet, Weil sich das Blatt gegen ihn wendet.

Die Ärztin streitet, die Justiz bleibt stumm, Sie drehen die Wahrheit im Kreise herum. Man fleddert die Leiche für Macht und Mandat, Verraten vom Amt und verkauft vom Staat. Während das Haus der Gerechtigkeit lichterloh brennt, Wird das Opfer zum Aktenzeichen – kalt und fremd.

Das Innenressort, die schwarze Erbpacht, Hat Beamte zu Dienern der ÖVP gemacht. War’s ein Hacker, ein Kind mit dem Stahl? Aus Schweden geholt für das letzte Signal? Auf Telegram flüstert der mörderische Plan, In einer Welt voller digitalem Wahn.

Man sucht das Thermometer im Wasserlauf, Und nimmt die Totenruhe hämisch in Kauf. Was bleibt, ist das Lachen im U-Ausschuss-Saal, Die Leichenbeschau wird zum Polit-Skandal. Vom Architekten zum Opfer – vom Richter zum Schrott, Man fleddert die Reste mit zynischem Spott.

Ich sag's mal so:

„Ein Unfall?“ Tod auf Verlangen?“ – Niemals, nein. „Suizid?“ – Das kann doch gar nicht sein. „Erweitert?“ – Das ist purer Unsinn, Spott, Es war ein politischer Mord – ein Komplott. Der ÖVP?

Abraham Lincoln (1865) | John F. Kennedy (1963) | Robert F. Kennedy (1968) | Aldo Moro (1978) | Anwar as-Sadat (1981) | Indira Gandhi (1984) | Olof Palme (1986) | Alfred Herrhausen (1989) | Detlev Rohwedder (1991) | Benazir Bhutto (2007) | Shinzo Abe (2022) | Donald Trump (2024 – Attentat - beinahe)

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Wo bleibt der Mord an Yitzhak Rabin (1995)? Der israelische Ministerpräsident wurde nach einer Friedenskundgebung in Tel Aviv von einem rechtsextremen Israeli erschossen. Diesen hochpolitischen Mord wollte ich außen vor lassen, da die Spionagesoftware Pegasus aus einer israelischen Softwareschmiede stammt. Pegasus wurde von der NSO Group entwickelt. Das ist ein privates Cyber-Technologieunternehmen mit Sitz in Herzliya, Israel. Möglichweise deuten das einige heute schon als antisemitisch. Wenn man erwähnt das Pegasus Made in Israel ist. Ja. Dies israelische Regierung hat auch Ärzte ohne Grenzen auf eine Verbotsliste gesetzt. Anlass sei der Verstoß gegen ein neues Registrierungsverfahren. MSF habe keine Listen palästinensischer Ortskräfte vorgelegt. Die Organisation müsse den Gazastreifen deshalb bis zum 28. Februar verlassen, heißt es in der Mitteilung.

Tel Aviv/Gaza – Israel will Einsätze von Ärzte ohne Grenzen (MSF) im Gazastreifen unterbinden. Das Diaspora-Ministerium teilte mit, man habe „Schritte zur Beendigung der Tätigkeit von Ärzte ohne Grenzen im Gazastreifen“ eingeleitet.

Anlass sei der Verstoß gegen ein neues Registrierungsverfahren. MSF habe keine Listen palästinensischer Ortskräfte vorgelegt. Die Organisation müsse den Gazastreifen deshalb bis zum 28. Februar verlassen, heißt es in der Mitteilung.

Das Registrierungsverfahren ziele darauf ab, „legitime humanitäre Arbeit zu ermöglichen und zugleich den Missbrauch humanitärer Strukturen für feindliche Aktivitäten und Terrorismus zu verhindern“. Diese Vorschrift gelte für alle in der Region tätigen humanitären Organisationen.

Ärzte ohne Grenzen teilte gestern mit, man habe die Namen der Mitarbeiter nicht herausgegeben, „da die israelischen Behörden keine konkreten Zusicherungen geben konnten, die die Sicherheit unserer Mitarbeiter gewährleisten, ihre personenbezogenen Daten schützen und die Unabhängigkeit unserer medizinischen Einsätze sichern“.

Es sei die Pflicht der Organisation, die eigenen Kollegen vor Schaden zu bewahren und inmitten einer humanitären Katastrophe und unvorstellbaren Leids weiterhin medizinische Hilfe zu leisten. Quelle: https://www.aerzteblatt.de/news/israel-will-einsatz-von-arzte-ohne-grenzen-in-gaza-stoppen-89e8a2f8-abda-4fd5-b19b-2cd0b94692bf

Das Registrierungsverfahren ziele darauf ab, »legitime humanitäre Arbeit zu ermöglichen und zugleich den Missbrauch humanitärer Strukturen für feindliche Aktivitäten und Terrorismus zu verhindern«. Diese Vorschrift gelte für alle in der Region tätigen humanitären Organisationen.

So hatte die israelische Regierung Ärzte ohne Grenzen vorgeworfen, einige ihrer Mitarbeiter seien an terroristischen Aktivitäten beteiligt gewesen. Im Juni 2024 sei etwa ein beim Islamischen Dschihad tätiger Kämpfer, der bei der Organisation beschäftigt gewesen sei, getötet worden. Im September sei bekanntgeworden, dass ein weiterer Mitarbeiter als Scharfschütze der islamistischen Terrororganisation Hamas gedient habe.

In der „Jüdischen Allgemeinen“ liest es sich ein wenig anders:

Das Registrierungsverfahren ziele darauf ab, »legitime humanitäre Arbeit zu ermöglichen und zugleich den Missbrauch humanitärer Strukturen für feindliche Aktivitäten und Terrorismus zu verhindern«. Diese Vorschrift gelte für alle in der Region tätigen humanitären Organisationen.

So hatte die israelische Regierung Ärzte ohne Grenzen vorgeworfen, einige ihrer Mitarbeiter seien an terroristischen Aktivitäten beteiligt gewesen. Im Juni 2024 sei etwa ein beim Islamischen Dschihad tätiger Kämpfer, der bei der Organisation beschäftigt gewesen sei, getötet worden. Im September sei bekanntgeworden, dass ein weiterer Mitarbeiter als Scharfschütze der islamistischen Terrororganisation Hamas gedient habe.

Daraufhin stellte man mir wieder die Frage, ob ich Antisemit sei, weil ich jedes Jahr an Ärzte ohne Grenzen spende. Letztens wollte jemand von den Grünen Samariter meine Kohle, die nicht auf den Bäumen wächst. Du scheiß Sparefroh. Du Rabattklebemarken-Rüde. Du elendiger Kastrat, brüllte der Wortmacher los, wie von Sinnen. Ich brachte meinen Standardspruch: Ich spende für „Ärzte ohne Grenzen“. Meine Möglichkeiten, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, sind ziemlich begrenzt. Woraufhin mich der junge Mann, der sehr wahrscheinlich den Dienst an der Waffe verweigert und lieber Zivildienst macht, mit Fahrten für Todkranke abstoppte. Wir sind doch alle dem Tod geweiht. Oder nicht? Natürlich sagte ich das nicht. Das ist dummes Geschwätz. Ich schloss nur fluchend die Wohnungstür.

Scheiß Trauerpornos. Ich will moralisch nicht erpresst werden zwischen Tür und Angel. Als es läutete, dachte ich, meine ukrainische Beauty-Nachbarin benötigt meine Hilfe. Der ist gut. Noch besser. Der jungen Kerl, den ich für ihren Bruder halte, könnte ihr auch ihr Mann oder Lebensgefährte sein. Kein Testosterontrottel (wie ich). Eher ein Träumer. Ex-Testosterontrottel. In deinem Alter wächst nur noch die Prostata über sich hinaus. Na, na.

Apropos spenden. Möglicherweise auch Applaus von der falschen Seite.

Keine Frage: Für Benjamin Netanyahu ist es ein Desaster. Zwei Jahre lang haben seine Regierung und die Armee seines Landes die von der Hamas gemeldeten Opferzahlen aus dem Gazastreifen als Propaganda abgetan. Als manipulierte Statistiken einer ruchlosen Terrororganisation. Und nun deuten ranghohe israelische Offiziere in kleiner Runde an, dass an den Zahlen womöglich doch mehr dran ist.

Es ist eine Obsession mit Zahlen, wie man sie bei anderen Kriegen nicht kennt. Nicht in der Ukraine, nicht im Sudan, nicht in Myanmar. Auch dort wird zwar gezählt – aber dort ersetzt die Addition nicht die Analyse. Dabei brauchte es genau diese, um den Konflikt zu verstehen.

Denn die Fixierung auf Opferstatistiken verstellt den Blick auf das eigentliche Problem dieses Krieges. Zahlen suggerieren Ordnung, Vergleichbarkeit und moralische Eindeutigkeit. Doch sie lassen viele Fragen offen. Sie sagen nichts aus über Absichten, nichts über Verantwortlichkeiten, nichts über die Logik militärischen Handelns.

Doch wer von Israel Rechenschaft fordert, darf sie der Hamas nicht erlassen. Wie viele Palästinenser starben, weil Raketen aus Wohngebieten heraus abgeschossen wurden? Wie viele, weil Kommandozentralen unter Krankenhäusern eingerichtet wurden? Und warum eigentlich hat die Hamas nie ein Angebot vorgelegt, wie dieser Krieg beendet werden kann?

Bei der Aufarbeitung dieses Krieges ist die Bezifferung der Opfer wichtig. Aber die Idee, diese Opfer einzig Israel anzulasten, ist unredlich. Das Terrorregime der Hamas steht mit in der Verantwortung.

Als ob das die vielen Toten in Gaza, man geht von über 70 000 aus, wieder zurück ins Leben bringt. Wer war wer? Und wer gab vor ein anderer zu sein. Unter dem Deckmantel einer anderes Identität. Scheiße. Schon sind wir beim Maskenball des Grauens. In Wien ist jetzt eh Ballsaison.

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Schon haben wir wieder einen roten Faden zu schwarzen Leichensäcken. Im Iran kam es ja zu einem wahren Festtagsschmaus für Schafschützen, die gezielt auf Köpfe und auf Oberkörper der Demonstrierenden schossen. Im Sprachgebrauch des Regimes war die Rede von Aufständischen die Rede. Die naturgemäß von großen Satan (USA) und dem kleinen Satan (Israel) gedingst wurde. Gelenkt, angeheizt, wie auch immer. Iran. Im Nebenerwerb steckt das Land in einer schweren Wasserkrise. Das ist was strukturelles. Durch jahrzehntelange Übernutzung von Grundwasser, ineffiziente Landwirtschaft, Fehlplanungen im Wassermanagement und zunehmende Dürren verschärft wird; ganze Regionen trocknen aus, Städte rationieren Wasser, und die ökologische Belastung führt zu sozialen Spannungen und wirtschaftlichem Druck.

Aber wir wollen hier erste Reihe fußfrei nicht schwarz sehen, für das Land und die Menschen.

Apropos schwarz:
In so einem schwarzen Leichensack hatte auch ein kleiner Junge verkrochen. Vor den Erwachsenen. Ein Leichensack war der letzte Schutzumschlag der dem Jungen geblieben war. Eine Kindheit in Iran.

Saeedeh, sie haben die Menschen massakriert.“ Sie berichtete von einem siebzehnjährigen Jungen, der drei Tage lang lebendig zwischen den Leichen in Kahrizak überlebte. Er war angeschossen, aber noch am Leben. Man hatte ihn in einen Leichensack gesteckt, der für den Transport der Toten verwendet wird. Er wusste: Wenn er auch nur ein Geräusch macht, wenn sein Atem hörbar ist, wird jemand kommen und ihn töten. Drei Tage blieb er still, bündelte den Schmerz in sich und wagte aus Angst vor einem Kopfschuss nicht einmal zu stöhnen. Kein Wasser. Kein Essen. Kein Licht. Nur der Gestank der Leichen und das Klingeln der Handys, die aus den Taschen der Toten kamen – Telefone, die niemand mehr abnahm.

Er hatte gelernt, zu atmen, ohne Geräusche zu machen, den Schmerz zu schlucken, die Augen nicht zu öffnen. Wenn ein Verwundeter stöhnte, hörte man wenige Minuten später Schüsse und dann Stille – die Soldaten vollstreckten die Todesurteile an den Verletzten. Deshalb lernte er: Um zu überleben, musste er wie tot sein. Als seine Familie ihn fand, wirkte er mehr wie ein Schatten als ein Mensch. Doch er war am Leben – ein kleines Wunder an diesem Ort. Quelle: Die 'Presse' / Saeedeh Fathi ist Journalistin mit zwei Jahrzehnten Berufserfahrung bei verschiedenen Medien im Iran. Sie arbeitet als freie Journalistin in Österreich und kooperiert mit Medien wie u.a. BBC Persian, al-Jazeera English.

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Der Iran musste sehr viele schwarze Leichensäcke bestellt haben im Ausland.

„Inschallah“

In Wahrheit blieben schwarze Säcke,
ein letzter Schutz in dunklen Ecken.
Ein kleiner Junge kroch hinein,
um vor seinen Mördern geschützt zu sein.
Ein Kind im Iran, versteckt, allein,
der Leichensack wurde sein Schutzverein.
Und irgendwo im fernen Land
produziert man schwarze Säcke, Band um Band.
Inschallah, und alles bleibt, wie’s war.

„Chameinis Hand gab den Befehl,
das Bajonett trifft die junge Kehl.
Wer Allah ruft und Kinder schlägt,
hat nur den Hass ins Herz geprägt.“
Inschallah, und alles bleibt, wie’s war. ©️ KI

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Ich hätte dann noch eine Idee für ein weiteres Gedicht über den Frontbalkon. Gedichte über Frontbalkone sind eine Rarität. Fragen Sie die KI Ihrer Wahl. Die wird Ihnen das bestätigen. Das Wort hat ja einen doppelten Boden. Umgangssprachlich. Seit wann hast du Umgang mit der Sprache? Mein Gott, nervt der heute wieder. Umgangssprachlich ist der Frontbalkon ein leicht ironischer Begriff für eine Wampe.

Der Frontbalkon,
eine gediegene Wampe,
reimt sich tatsächlich auf Schlampe...
Der Mann lässt sie und sich gehen, ganz ungeniert, bis der Körper jede Form verliert.

Das Bier war kühl, die Haxen fett, jetzt passt man kaum noch ins eigene Bett. Man(N) pfeift auf strenge Diät, aufs Kalorienzählen, warum sollte man sich mit Vernunft quälen?

Nee Domina tut's auch.
Die tritt dir mit Schmackes in den Unterbauch.

Möglicherweise betrete ich mit dem Frontbalkon poetisches Neuland. Uninspirierte Gedichte über Frontbalkone sind eindeutig eine Marktlücke. Eigentlich sollte ich mir das Thema urheberrechtlich schützen lassen. Sagen wir für die nächsten 75 Kriege. Die reimt sich auf mörderische Riege.

Ich komme ihnen jetzt aber nicht mit dem Sturz von China Topgereal Zhang Youxia (75). Der wurde jetzt in seinen wohlverdienten Ruhestand verabschiedet. Der ist gut der Schmäh. Egal. So eine riesige Lücke wird der im chinesischen Militär auch nicht reißen. Auch wieder wahr.Im Nahkampf um die absolute Macht im Staat kennt Xi Jinping keine Freunde. Im Kampf um Macht / Geld / Frauen (mitunter auch Männer) gibt es sowieso keine Freunde. Nur der Ohnmächtige ist sich selbst genug. Ja, weil ihm das Leben keine andere Wahl gelassen hat. 😂👌

Der Frontbalkon (Soziale Medien)
Wo das Grauen einen Logenplatz hat.

Man buchte die Aussicht, die „Front“ ganz weit vorn,
Doch statt Meeresrauschen regnet es Zorn.
Der „Balkon“ ist ein Graben, aus Lehm nur gebaut,
Wo man statt auf Wellen auf Leichenschatten schaut.
Kein weißes Geländer, kein Windspiel aus Glas,
Nur Helme im Dreck und verbranntes Gras.
Der Zimmerservice kommt pfeifend und schnell,
Doch serviert er kein Frühstück, er schlägt in das Fell.
Statt Sekt auf dem Eis gibt es Eisen und Blei,
Die „Erfrischung“ reißt glatt die Lungen entzwei.
Man lehnt sich nicht lässig ans Brüstungsgestein,
Hier drückt man die Stirn in den bröckelnden Schrein.
Die „Brandung“, die fernab im Dunkeln so grollt,
Ist kein Wasser, das sanft an die Küste herrollt.
Es sind schwere Geschütze, die Wellen aus Stahl,
Sie fluten das „Zimmer“ mit Licht und mit Qual.
Und wer nachts den Blick in die Weite riskiert,
Sieht nur, wie der Tod seine Gäste sortiert.
Kein Handtuch besetzt hier den Platz für den Tag,
Nur der, der schon gestern im Lehmhaufen lag.
Der „Check-out“ erfolgt ohne Gruß und Beleg,
Ein Splitter, ein Knall – und man ist einfach weg.
Die Aussicht bleibt frei, doch das Blau ist nun grau,
Willkommen im Urlaub beim Welten-Verstau. Quelle: KI

Der Frontbalkon (Soziale Medien)
Wo das Grauen einen Logenplatz hat.

Man buchte die Aussicht, an der Front ganz weit vorn,
Doch statt Meeresrauschen regnet es stählernen Zorn.
Der Balkon ist ein Graben, aus Lehm nur gebaut,
Wo man statt auf Wellen auf Leichenschatten schaut.
Kein weißes Geländer, kein Windspiel aus Glas,
Nur Helme im Dreck und verbranntes Gras.
Der Zimmerservice kommt pfeifend und schnell,
Doch serviert er kein Frühstück, er schlägt durch das Fell.
Statt Sekt auf dem Eis gibt es Splitter und Blei,
Die „Erfrischung“ reißt glatt die Lungen entzwei.
Man lehnt sich nicht lässig ans Brüstungsgestein,
Man presst seine Stirn in das mordernde Sein.
Die Brandung, die fernab im Dunkeln so grollt,
Ist kein Wasser, das sanft an die Küste herrollt.
Es sind schwere Geschütze, Wellen aus Stahl,
Sie fluten den Raum mit Blitzen und mit Qual.
Und wer nachts den Blick in die Weite noch wagt,
Sieht nur, wie der Tod nach den Gästen schon fragt.
Kein Handtuch besetzt hier den Platz für den Tag,
Nur der, der schon gestern im Lehmhaufen lag.
Der Check-out erfolgt ohne Gruß und Beleg,
Ein Einschlag, ein Knall und man ist einfach weg.
Die Aussicht wird frei für den nächsten Beleg,
Willkommen im Urlaub am Ende der Welt.
Hier das Grauen sein Lager aufgestellt. Quelle: Der Mensch

Ende

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