Freitag, 29. August 2025
Wer etwas einräumt - räumt es irgendwann wieder aus
Wir leben ja in sehr schnelllebigen Zeiten der Selbstvermarktung. Der ist gut. Eineinhalbfach draufgesatteltsoll heute ganz normal sein in der Generation Speedy - eine sehr hastige Generation - die nur noch unter Anleitung zur Ruhe kommt. Gestern machte eine Gruppe Ü-30 auf der Wiese über mir Yoga. Angeleitet von einem Yoga-Trainer. Es war eine sehr geschmeidige Sache. Wie die Bäume im Wind wiegten sich die jungen Leute hin und her. Da ging noch einiges. Da kniesteten keine müden Knochen wie tote Äste.

Ich hingegen habe es mit dem unteren Kreuz. Weswegen ich Probleme habe beim Anziehen unten herum. Außer ich wärme mich auf. Aber welcher heterosexuelle ältere Kerl macht schon Gymnastik bevor er in die Unterhose steigt? Das hätte man früher Morgensex genannt, einen Quickie, ohne küssen wegen dem morgendlichen Mundgeruch. Außer die Liebe überwindet alle Hindernisse. In dieser Yoga-Gruppe wurde dann auch eine Zeitlang bewusst geschwiegen. Die Kunst sich aus seinem Gedankenkarussell auszuklicken. Wieder etwas was ich nicht beherrsche. Wieder etwas an dem ich rigoros scheitere.

1.
Dios míos!

Zwei Wochen nach Trumps Gesprächen bombardiert Russland Kiew und tötet mindestens 23 Menschen
Die Einschläge, die ein fünfstöckiges Wohnhaus, ein Einkaufszentrum und Gebäude europäischer Regierungen trafen, waren die schwersten in der ukrainischen Hauptstadt seit dem Gipfel in Alaska.

Ein stundenlanger Beschuss mit russischen Raketen und Drohnen tötete am frühen Donnerstag in der ukrainischen Hauptstadt mindestens 23 Menschen, darunter vier Kinder, teilten Beamte mit.

Der Angriff, der weniger als zwei Wochen nach dem Gipfeltreffen von Präsident Trump mit dem russischen Präsidenten Wladimir W. Putin in Alaska stattfand, zeigte, dass die jüngste diplomatische Aufregung in den USA wenig dazu beigetragen hat, die Entschlossenheit des Kremls zu ändern, den Kampf in der Ukraine fortzusetzen.

Seit Trump Putin mit seiner Einladung nach Anchorage aus der diplomatischen Isolation des Westens befreite, hat Russland in den wichtigsten Streitpunkten zwischen Russland und der Ukraine keine nennenswerten Zugeständnisse gemacht. Beide Seiten sind dem Frieden keinen Schritt näher gekommen. Der Angriff vom Donnerstag war Russlands schwerster Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew seit dem Treffen in Alaska. Quelle: Das Grauen/Menschengewollt.

Hört das Scheitern denn nie auf? Hört ihr das nicht? Was denn? Na, die Signale. Ach so. Es wird nicht von selbst besser. Siehe der Um2-Kompelx. Den kannst du auch für Vorkommnisse auf Makroebene als Handlungsanweisung zu Rate ziehen. Ob du das ungeliebte Stiefkind aus der totalen Idylle heraus in einen jahrelangen Kleinstkrieg hinausekelst, also dorthin, wo die Welt naturgemäß beginnt, auszufransen, und das so gekonnt, dass dieses Kind selbst in späten Jahren noch weiten Boden um den besagten Um2-Komplex macht, oder ob du einen echten Krieg gegen ein anderes Land führst, einen souveränen Staat: Die Mechanismen ähneln sich. Ohne Goadfather wäre ich wahrscheinlich vor die Hunde gegangen. Der mal wütend in den Hörer brüllte: "Ohne mich wärst du doch schon längst hin". Ist Dialekt. Hin bist du nicht - aber erledigt. ©️Der Wortmacher. Na und?

Werte Staatenlenker:innen, die schon wieder bei der Fahrprüfung durchgefallen sind. Wie ihr hilflos dasteht und eine weitere Pressekonferenz abhält, in euren Ministerpräsidenten-Kostümen, geschniegelt, gestriegelt, echte Handlungsmacht simulierend, als wäre das bloße Tragen eines Anzugs schon ein Beweis für Weitsicht und Entschlossenheit. Russland spielt wie gehabt nur Staatstheater. Alles was aus dem Kreml kommt ist reine Maskerade, eine rhetorische Nebelwand. Dahinter verbirgt sich das eigentliche Ziel:

Die Ukraine in einem zermürbenden Abnutzungskrieg immer weiter zu schwächen, bis sie letztendlich kollabiert, weil die westlichen Verbündete, gegen die Russland einen hybriden Krieg führt schlapp machen und die Ukraine nicht weiter finanzieren. Der geht ja auf Kosten des Sozialstaats. Oder sagt man klein begeben?

Aber das triggert umgehend den Wortmacher. Und schon gehe ich "down under". Als junger Kerl war ich wenigstens noch "born to run". Heute ist die Situation so. Der S. und ich waren gestern mit dem Radl unterwegs. "Ich kann dir nur aus der Zeitung vorlesen", sagte ich zu ihm. Fürs echte Leben bist du zuständig." Wenigstens quäle ich ihn nicht mit Anekdoten und Geschichtl die mir zur Ehre gereichen. Was naturgemäß nur eine Behauptung ist. Es ist ein Jammer fürwahr. Ihr habt euch schon vom US-Präsidenten Trump in der Zollfrage über den Tisch ziehen lassen – weil der die Ukraine die einen 🃏ausgespielt hat.

Und „Der Joker“ ist eben der Joker. Ein nihilistischer Provokateur, ganz wie der russische Außenminister Sergei Lawrow. Der in Anchorage, Alaska, zum Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump unter seiner Weste ein Shirt mit der Aufschrift „CCCP“ trug – dem Kürzel der ehemaligen Sowjetunion, zu der einst auch die Ukraine gehörte. Damit war alles gesagt über die wahre Geisteshaltung der russischen Führung.

Nicht viel anders erlebte ich die Um2. Sie fragte mich nie, was ich gerne essen möchte. Wirklich nie. Nicht einmal zum Geburtstag. Aber als ihre leibliche Nichte zu Besuch kam, war das Erste, was sie ihr leibliche Nichte fragte, die beiden haben bis heute ein inniges Verhältnis: „Was möchtest du heute essen?“ Ich war damals 13 oder 14 Jahre alt, als ich die Um2 das sagen hörte. Und ich dachte mir: Scheiße, ich bin erledigt. Und genau so kam es auch. Mit Einsetzen der Pubertät entfernte ich mich, als Stiefkind noch weiter von der Um2. Das erleben auch biologische Mütter/Eltern.

Aber die erweitern dann den Raum, der von Liebe/Zuneigung/Verständnis getragen wird. Das sollte man aber anders formulieren. Nur weiß ich nicht wie ich das sagen solle. Entfremdung ist möglicherweise das richtige Wort. Was biologische Eltern in der Pubertät oft durch einen erweiterten Raum aus Liebe und Verständnis aufzufangen versuchen, blieb bei der Um2 aus. So wurde aus dem genetisch Fremden eine zunehmend tiefgreifende Entfremdung. Und die Um2 sah keinerlei Anlass, dem entgegenzuwirken – im Gegenteil: Sie legte noch ein paar Schaufeln nach.
Allerdings muss ich mich in dieser Sache korrigieren. Die Um2 sagte: "Was möchtest du heute gerne essen?", zu ihrer Nichte. So gern hat Sie dich nie gehabt. ©️Der Wortmacher. Stimmt.

Die Dinge ähneln sich. Zwischen Makro- und Mikroebene muss es zwangsläufig Überschneidungen geben – denn die handelnden Subjekte sind Menschen. Seit dem Fall der Berliner Mauer hat sich die Welt im Grunde zu einem globalen Kleinstbürgertum verdichtet. Zwar bemüht sich Russland um die Wiederbelebung des „russischen Menschen“, der selbst in den besetzten ukrainischen Gebieten russifiziert werden soll. Doch dieses ideologische Konstrukt ist kein besonders infektiöses Virus.

Der eigentliche Text würde erst jetzt beginnen. Aber was willste machen. Als ich beim Abendessen auf der Bettkante saß, hatte Russland gerade Kyjiw bombardiert. Und als ich mich heute vor den Koter – den PC setzte, nachdem ich den alten Fischgrat-Parkett mal wieder eingelassen hatte, las ich in der "New York Times". Russland hat mindestens 23 Menschen in Kyjiw getötet. Darunter vier Kinder. In der ZiB2 versuchten Helfende noch, eine verschüttete Frau aus den Trümmern zu ziehen, während ich auf der Bettkante saß und ganz vergaß zu kauen. Erst die Profi-Retter konnten zu ihr vordringen. Aber da war es schon zu spät in der ZiB2. Die Frau war leider schon tot. Du hast sie um ihr Leben gebracht, schnauzte mich der Wortmacher an. Der ist tatsächlich so bekloppt. Wie, ich? Ich mach doch nix. Genau, dass ist das Problem, legte er nach.

Eine Rakete habe zudem ein Einkaufszentrum im Zentrum Kiews getroffen, teilten die Behörden mit. Gebäude der EU-Mission und des British Council seien beschädigt worden. Europäische Regierungsvertreter verurteilten die russischen Angriffe. Aber zu einen "Double tap strike" kam es nicht.

»Double taps« im Gazakrieg.
Israels brutale Doppelschläge
Assads und Putins Truppen setzten die Praxis in Syrien ein: Beim Angriff auf das Nasser-Krankenhaus haben israelische Soldaten zweimal kurz hintereinander auf dasselbe Ziel gefeuert. Solche Berichte häufen sich.

Zwischen dem ersten und dem zweiten Einschlag vergingen nur wenige Minuten. Das erste Geschoss hatte den vierten Stock des Nasser-Krankenhauses in Chan Junis getroffen. Anschließend waren Journalisten, Ersthelfer und Angehörige des palästinensischen Zivilschutzes auf die Außentreppe geeilt, um die Opfer zu bergen.

Eine Kamera des arabischen Senders Al Ghad TV filmte aus einigen Hundert Metern Entfernung, als das zweite Geschoss niederging.

Um 10.17 Uhr am Montagmorgen war der Einschlag live im Fernsehen zu sehen: Krachend schlägt das Geschoss in der Treppe ein; anschließend sind die entsetzten Schreie des Reporters zu hören: »Jetzt, jetzt, jetzt haben sie den Zivilschutz getroffen! Sie haben Menschen getötet! Ein großer Angriff!« Später, als sich Rauch und Staub lichten, gibt es weitere Aufnahmen vom Ort der Einschläge: Über mehrere Absätze verteilt liegen Leichen. »Auf der Treppe waren Journalisten, Patienten, Krankenschwestern und Zivilschutzkräfte. Wir wurden direkt angegriffen«, sagt ein verletzter Reporter vom Behandlungszimmer aus zu CNN.

Mindestens 20 Menschen wurden beim Angriff auf das Nasser-Krankenhaus im Süden des Gazastreifens getötet, darunter fünf Journalisten. Der Beschuss, für den das israelische Militär später grundsätzlich die Verantwortung übernahm, könnte in mehrfacher Hinsicht ein Kriegsverbrechen sein. Nicht nur, weil die Armee, wie häufig in diesem Krieg , ein Krankenhaus ins Visier nahm – einen besonders geschützten Ort. Nicht nur, weil erneut Journalisten starben; laut der amerikanischen NGO Committee to Protect Journalists (CPJ) hatte Israel vor Montag in diesem Krieg bereits 192 Medienschaffende getötet. Sondern auch, weil im Nasser-Krankenhaus möglicherweise absichtlich Zivilisten getötet wurden – und dabei die gängige Praxis des Doppelschlags sichtbar wurde. Quelle: spiegel.de+

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2.
Plus "Double tap strike".
Das kann man doch nicht unkommentiert stehen lassen. Der ist gut. Der ist richtig gut. Den sollte ich unbedingt aufschreiben, bevor wieder "Der Alte" kommt.

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Bitte warum "Der ALTE"?
Man muss schon einräumen, dass es bereits ausreichend Sadisten (die Korrektur macht Südosten) - siehe Oberreiter- gibt, aber nicht nur Politiker, die einen ja sonst immer dort abholen wollen, wo man ist, machen sich häufig über Wohnstattsuchende lustig, ohne diverse mögliche Missverständnisse auszuräumen.

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